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Baal HaSulam/Briefe
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Brief 38
 

Brief 38

aus dem Jahr 1927

Mein lieber Sohn Baruch,

ich habe deinen Brief erhalten, und ich gratuliere dir zur Semicha (Rabbiner Weihe), die du erhalten hast. Dies war die erste Mauer, die deinen Weg vorwärts blockierte. Ich hoffe, dass du von diesem Tag an erfolgreich bist und täglich stärker wirst, bis du den Königspalast betrittst.

Ich hätte gerne, dass du noch eine Semicha erlangst, aber von diesem Tag an beeile dich und verwende die meiste Zeit darauf, deinen Körper vorzubereiten – dass er Kraft und Courage gewinnt „wie ein Ochse für seine Bürde und ein Esel für seine Last“, damit du keinen Moment verschwendest.

Und solltest du fragen: „Worin besteht die Vorbereitung?“, werde ich dir sagen, dass es in der Vergangenheit notwendig war, alle sieben säkularen Lehren zu durchlaufen und sich schrecklichen Selbstgeißelungen zu unterziehen, bevor man sich dem Schöpfer näherte. Und trotzdem wurden nicht viele mit der Gunst des Schöpfers belohnt. Doch da wir mit den Schriften des ARI und der Arbeit von Baal Shem Tov belohnt wurden, liegt es wirklich in unserer Hand, und keine weitere Vorbereitung ist vonnöten.

Sollte dein Fuß diese beiden Wege beschreiten – und durch Gottes Gnade bin ich begünstigt, und ich habe sie mit meinen beiden Händen erhalten, und mein Geist ist dir so nahe, wie ein Vater seinem Sohn nur sein kann –, werde ich sie dir sicher weitergeben, sobald du bereit dafür bist, sie von Mund zu Mund überliefert zu bekommen.

Doch das Wichtigste ist die Arbeit, das heißt, wie man sich seine Arbeit erfleht und sich mit ihr plagt. Denn normale Arbeit zählt überhaupt nicht, sondern nur die Teile, die sich jenseits der normalen Arbeit befinden, und sie werden „Mühen“ genannt. Es ist wie ein Mensch, der ein Pfund Brot zum Sattwerden braucht – seine gesamte Mahlzeit wird als nicht sättigend betrachtet, außer dem letzten Bissen Brot. Dieser Bissen bewirkt aufgrund seiner Kleinheit, dass die Mahlzeit satt macht. Gleich wie bei der Arbeit: Der Schöpfer erkennt nur den Überschuss zur normalen Arbeit, und dieser Überschuss wird zu den Otiot (Buchstaben) und den Kelim (Gefäßen) für den Empfang des Lichtes Seines Angesichts.