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Morgenunterricht 28.08.2021 - Rav Dr. Michael Laitman - Nach Bearbeitung
Baal HaSulam. Seite 166. Einführung in die Weisheit der Kabbala
Sprecher: Schriften Baal HaSulams Seite 166, "Einführung in die Weisheit der Kabbala" Abschnitt 20.
Frage: Ich möchte bezüglich des Loslassens der Zukunft fragen, worüber Sie im vorherigen Unterricht gesprochen haben.
Das ist eine sehr wichtige und große Sache und gehört zum Glauben über dem Verstand. Dass ich mir keine Sorgen um die Zukunft mache, ich befinde mich in einem Zustand, in dem ich dem Höheren hingegeben bin und es mir nicht wichtig ist, was Er mit mir machen wird, die Hauptsache ist, dass ich an Ihm anhafte.
Stell dir vor, du befindest dich im Mutterleib und für dich ist die Hauptsache, mit dem Mutterleib verbunden zu sein. Warum? Weil du von ihm die Kraft des Gebens empfängst. Nicht dass du wächst, dein Wille zu empfangen, sondern du empfängst von ihm die Kraft des Gebens. Und deshalb bist du mit allen Händen und Füßen, mit allem was du kannst, mit ihm in Verbindung und willst nichts mehr, nur die Kraft des Gebens empfangen und dadurch wachsen. Jene Reshimo, die du noch vom Zerbrechen des Kli hattest, das der Schöpfer erschuf und aufstellte und den ersten Menschen zerbrach, und davon hast du eine Reshimo, jene Reshimo, die von der Verbindung mit allen war, von der Füllung durch das Höhere Licht, nur diese Reshimo willst du wachsen lassen, und alles was du außerdem hast, willst du einschränken.
Schüler: Wie können Sie, der Sie Ihr ganzes Leben investieren, um eine solche Gruppe von Schülern, geliebten Kindern, wachsen zu lassen, wirklich auch die Sorge um deren Zukunft loslassen? Wie kann das sein?
Die Sorge um die Zukunft muss ich nicht so sehr loslassen oder etwas tun, denn ich befinde mich wie ihr, zusammen mit euch in einer Höheren Kraft und Er begleitet uns und tut alles. Aber die Sorge um die Zukunft, die von uns abhängt, das ist unsere Entwicklung, dass wir auf dem Weg der Tora gehen wollen und nicht auf dem Weg der Leiden. Das heißt, selbst zum korrigierten Zustand voranzuschreiten und nicht dass die Prüfungen des Lebens, die Leiden, uns stoßen. Das ist es, was wir tun müssen. Und auch das zu tun nicht aus dem Grund, dass wir vor Leiden fliehen, sondern aus dem Grund, dass wir dem Schöpfer Zufriedenheit bereiten wollen.
Frage: Was ich zu klären versuche ist, wie man wirklich diese Trennung machen kann, denn man sieht, dass Sie sich sehr, sehr sowohl um die Zukunft der Welt als auch um die Zukunft der Gruppe sorgen.
Ich sehe darin unsere Botschaft, was wir tun müssen, der Welt den Schöpfer zu enthüllen, den Zugang zu Ihm, und durch die Verbindung zwischen allen die ganze Welt zum Zustand "und alle werden Mich kennen vom Kleinsten bis zum Größten" zu bringen, das ist unsere Arbeit.
Schüler: Einerseits entwickelt sich das auch in uns, es gibt eine sehr große Sorge um die Zukunft, die Welt wirklich auf dem guten Weg zu bringen.
Besonders da wir auch in so einer Zeit leben.
Schüler: Ja. Andererseits ist diese Sache, die Zukunft vollständig loszulassen, denn nur so kann man wirklich in die Spiritualität eintreten, furchtbar schwer.
Ich weiß nicht, wie es richtig ist, diese beiden Dinge miteinander zu verbinden, aber so kommt es heraus, dass dadurch, dass wir im Glauben über dem Verstand gehen, in der Kraft des Gebens, in der Kraft der Verbindung, und in der Kraft der Verbindung den Schöpfer sehen, der sich enthüllen und uns alle Verbindungen richtig ordnen wird und sich in uns enthüllen wird, und das ist eigentlich die ganze Welt, das muss einfach zwingend geschehen. Ich verstehe vielleicht deine Frage nicht genug, aber fragt alle, wer uns jetzt hört, bitte, ich bin bereit zu erklären.
Ich denke, dass heute die ganze Welt uns zeigt, wie sehr sie in Machtlosigkeit ist. Die Menschen befinden sich zwar in einem Gefühl von Verzweiflung und Ziellosigkeit und wofür zu leben, für wen zu leben und zu existieren, aber was sie aufhält ist, dass sie Angst vor dem Tod haben, und sie haben keine Wahl, sondern sie schleppen sich durchs Leben, das einerseits. Andererseits befinden sie sich in großer Verzweiflung, aber fliehen vor der Verzweiflung zu allen möglichen Reisen, Einkäufen, zu jeder Sache, nur um sich selbst mit sich selbst zu verwirren, um nicht an etwas Ernstes zu denken. Und deshalb produzieren sie jede Sache, Unsinn, um nicht über die Essenz des Zustands nachzudenken. Das ist eine Übergangszeit, in der die Menschheit trotz allem enthüllen wird, wie sehr sie nicht mehr in diesem Traum sein kann.
Sprecher: "Einführung in die Weisheit der Kabbala" in den Schriften Baal HaSulams, Seite 166, Spalte 2, Abschnitt 20.
"20) Die fünf Stufen des Empfangens in Bchina Dalet werden durch die Namen der Zehn Sefirot KaCHaB TuM gekennzeichnet, denn Bchina Dalet war schon vor Zimzum Alef ein Empfangsgefäß für die Zehn Sefirot, die im Höheren Licht enthalten sind, genannt: „Er und Sein Name sind eins.“ Alle Welten waren in Bchina Dalet des Or Yashar enthalten (Malchut der Welt Ejn Sof). Jede Bchina, die in Malchut enthalten war, nahm die Eigenschaft der ihr entsprechenden Bchina von den Zehn Sefirot des Höheren Lichts an:
Bchina Shoresh von Bchina Dalet „bekleidet“ Keter der Zehn Sefirot des Höheren Lichts;
Bchina Alef von Bchina Dalet „bekleidet“ das Licht Chochma der Zehn Sefirot des Höheren Lichts;
Bchina Bet von Bchina Dalet „bekleidet“ das Licht Bina;
Bchina Gimel von Bchina Dalet „bekleidet“ das Licht Tiferet;
und Bchina Dalet von Bchina Dalet (Malchut selbst) „bekleidet“ das Licht von Malchut.
Daher tragen die fünf Stufen des Verlangens zu empfangen von Bchina Dalet auch nach Zimzum Alef – als Bchina Dalet aufhörte, ein Gefäß des Empfangens zu sein – weiterhin die Namen der fünf Sefirot: Keter, Chochma, Bina, Tiferet und Malchut (KaCHaB TuM)."
Das heißt, wir hatten das Höhere Licht, das die 4 Bchinot des Or Yashar erschuf und sie füllte, erschuf sie durch Seine Kraft des Gebens, bis Er zu Bchina Dalet kam, und Bchina Dalet enthüllte sich selbst als Wille zu empfangen und dass sie dem Licht entgegengesetzt ist. Aus dem Gefühl der Gegensätzlichkeit in Bchina Dalet, dass sie fühlt, dass das Licht gebend ist und sie die Empfangende ist und sie Bchina Dalet ist, denn die Gegensätzlichkeit zwischen dem Willen und dem Licht war von Anfang an noch in den Bchinot Shoresh, Alef, Bet und Gimel, aber wenn das Licht zu Bchina Dalet kommt, dann wird in Bchina Dalet gefühlt, im Willen zu empfangen, der sich bis zu seiner Bchina, Bchina Dalet, entwickelt hat, wird gefühlt, dass er dem Höheren Licht entgegengesetzt ist, dass er ganz empfangen ist und das Höhere Licht ganz gebend ist. Und deshalb kann Bchina Dalet, der Wille zu empfangen in ihr, diesen Zustand nicht ertragen, Niedrigkeit, Verachtung, Trennung vom Höheren Licht, dass sie es empfangen kann, aber sicher ist, dass sie dadurch selbst in einem Zustand ist, der dem Geber entgegengesetzt ist, und das kann sie nicht ertragen, deshalb macht sie einen Zimzum.
Und all diese Bchinot, wir sagen "Shoresh, Alef, Bet, Gimel, Dalet", auch danach verwenden wir dieselben Namen. Und jede einzelne Bchina enthüllt das Licht in einer bestimmten, besonderen Form, auch vor Zimzum und Massach und Or Choser, die später sein werden, denn alles sprechen wir vom Willen aus, vom Kli aus, und deshalb alles, was uns im Kli in den Bchinot Shoresh, Alef, Bet, Gimel, Dalet geschieht, sprechen wir davon, dass der Wille so fühlt und so handelt, so auf das Kli und auf das Licht reagiert, das es füllt.
Frage: Im ersten Teil des Unterrichts sagten Sie, dass wenn wir die Awiut unserer Wurzel überwinden, wir zur nächsten Stufe kommen. Sie sprachen dort darüber, wie das überhaupt in unserer Arbeit geschieht. Können Sie das wiederholen?
Ich weiß nicht genau, was es heißt, dass wir die Awiut der Wurzel überwinden. Was habe ich damals gesagt, ich erinnere mich nicht, erinnere mich nicht in Bezug worauf das war.
Schüler: Sie erzählten, wie in unserer Arbeit, wenn ich Sie richtig verstanden habe, wenn wir in Abstoßung untereinander sind, wir Zustände überwinden, und das nannten Sie, wie ich es hörte, Awiut Shoresh, die man überwindet und dann zur nächsten Stufe kommt, also in der Arbeit von unten nach oben.
Das heißt, in dem Maße, wie wir zwischen uns Verbindungen, Verbindung festlegen können, obwohl es zwischen uns eine natürliche Abstoßung voneinander gibt, dann empfangen wir dadurch eine Enthüllung von noch größerer Awiut, und wir werden noch mehr voneinander abgestoßen und arbeiten auch daran, um uns miteinander zu verbinden.
Das ist nicht einfach. Die Schüler von Rabbi Shimon, die einander töten wollten, warum wollten sie töten? Weil sie lernen und verstehen, dass sie in Verbindung untereinander sein müssen, aber zwischen ihnen enthüllt sich solche Awiut, solcher Hass, solche Abstoßung, das sind die Klipot, die sich bereits aus dem zerbrochenen Kli von Adam haRishon enthüllen, dass sie wirklich bereit sind, einander zu töten. Seht, auf welcher großen spirituellen Stufe sie waren.
Und so ist es jedes Mal, "Jeder, der größer ist als sein Freund, dessen Trieb ist größer als seiner". Wie sehr sich ein Mensch der Verbindung in der Gruppe widersetzt, wenn er sich bereits im ganzen Prozess befindet, aber großen Widerstand hat, das zeigt seinen großen Willen zu empfangen, das heißt, dass er potenzielle, mögliche Fähigkeit hat, zu höheren Stufen zu gelangen. Was wir eine höhere Seele nennen.
Frage: Wurde Zimzum Alef auf den Zustand des Empfangenden gemacht und auch auf den Genuss, sowohl auf dies als auch auf das?
Zimzum Alef ist die erste Handlung des Geschöpfs, das sich selbst einschränken muss, um über seinem Willen zu sein, und dann festzulegen, was es tut. Frei zu sein, sich mit Bina zu verbinden, frei zu sein in unserem Land, das ist nur durch Zimzum.
Frage: Warum hat Bchina Dalet, als sie enthüllte, dass sie dem Schöpfer entgegengesetzt ist, nicht gesagt, das ist zur Korrektur, sondern ich bin entgegengesetzt, also trennen sich unsere Wege?
Bchina Dalet fühlt in den 4 Bchinot des Or Yashar, auf der Stufe von Ejn Sof, dass sie ganz bewirkt, gebaut, zusammengesetzt ist durch den Schöpfer allein, dass "es nichts außer Ihm gibt", und dass Er ihre Entwicklung zu dem Zustand bringt, dass sie fühlt, dass sie nicht fähig ist, das Licht von Ejn Sof zu halten, das sie füllt. Wie sehr sie empfängt, empfängt von Shoresh in Dalet, Alef in Dalet, Gimel in Dalet, Dalet in Dalet, sie fühlt, dass sie sich mehr und mehr von Ihm trennt, vom Schöpfer. Zwar empfängt sie, denn sie empfängt Füllung, aber trennt sich vom Geber der Füllung. Und deshalb entscheidet sie, dass sie so nicht fortfahren kann.
Schüler: Hat sie das getan, weil es Sein Wille war oder weil es ihr Wille war?
Aus sich selbst heraus. Sie macht ihre Handlungen noch nicht mit Zimzum, Massach und Or Choser, wie wir später lernen. Vorerst jetzt entscheidet sie gemäß dem, was sie in ihrem Willen zu empfangen empfängt.
Frage: Wie kann man die Awiut organisieren, damit sie nicht so dick wird und nicht zur Klipa wird?
Sag Danke, dass man dir so große Awiut gibt, und dass du durch sie mehr und mehr aufsteigen kannst. Gerade Awiut ist unser ganzer Besitz, durch den wir Füllung wollen können, die Awiut selbst überwinden, über ihr sein können. In dem Maße, wie ich Awiut habe, kann ich Massach und Or Choser bauen und den Schöpfer erkennen. Durch die Awiut baue ich die Gestalt des Schöpfers, denn ohne meine Awiut kann sich der Schöpfer nicht enthüllen, Er existiert nicht, sondern "ihr habt Mich gemacht". Aus allen Stufen der Awiut, die in mir sind, baue ich den Schöpfer vor mir, stelle Ihn dar, woher? Aus meinem Willen. Und dann, wenn ich Ihn so darstelle, dass Er vor mir steht, und wie Er sich mit meiner Awiut beschäftigt und wie ich mich mit Ihm beschäftige, daraus beginnt die Verbindung zwischen uns zu sein und die Enthüllung des Schöpfers im Geschöpf. Deshalb ist unsere Awiut unser ganzes Kli und "jeder, der größer ist als sein Freund, dessen Trieb ist größer als seiner".
Frage: Um zum Zustand von KaCHaB TuM zu kommen, durch die Aufstiege und Abstiege erwerben wir Geschmack, kann man diesen Prozess Gebet der Vielen nennen?
Nein, das ist kein Prozess des Gebets der Vielen, das ist einfach was man uns von Oben gibt, und darauf müssen wir unsere gemeinsame Reaktion zusammensetzen, das nennt sich Gebet der Vielen.
Frage: Um als Zehner zur ersten Stufe hinauszugehen, müssen wir Awiut haben, müssen irgendeine Erschwerung haben, damit wir irgendwelche Gegensätze haben, auf deren Grundlage man stehen und sich im Zehner verbinden kann. Und bei uns gibt es irgendeine vollständige Ergänzung und gegenseitige Hilfe. Was machen wir nicht genug in unserer Sehnsucht uns zu verbinden, weswegen wir die Awiut nicht empfangen?
Beginnt euch untereinander in Zehnern zu verbinden, bis ihr anfangt zu enthüllen, wie sehr ihr nicht fähig seid, wie sehr es Reibungen und alle möglichen Probleme gibt, gerade in der Verbindung zwischen allen im Zehner, in ernsthafter Form, was zu tun, in ideologischer Form, und beginnt das zu klären. Denn in der Verbindung zwischen euch im Zehner, dort muss sich der Schöpfer enthüllen. Und wenn es zwischen euch Konflikte gibt, dann müsst ihr sie zu irgendeiner gemeinsamen Fläche bringen. Daraus, dass es Unterschiede zwischen jeder Betrachtung jedes einzelnen Freundes gibt, und trotzdem, wie sehr ihr ein Verbindungsnetz über allen Unterschieden macht, "über alle Vergehen wird die Liebe bedecken", dann werdet ihr dadurch eine Grundlage für die Enthüllung des Schöpfers bauen.
Schüler: Das ist das Problem, es gibt keine Reibungen, es gibt keine solchen Momente oder Prozesse oder Dinge, über denen man nicht stehen kann, sondern als ob wenn es etwas gibt, ist es etwas sehr Momentanes, Kleines.
Ihr beginnt überhaupt nicht, euch richtig miteinander zu verbinden, ihr bleibt miteinander so in Entfernung. Ihr müsst mehr und mehr versuchen, euch in enger, innerlicher Form zu verbinden, die Dinge so viel wie möglich zu klären, was im Herzen eines jeden Einzelnen ist. Und dann in der Verbindung der Herzen, gerade der Herzen, und sie sind alle unterschiedlich, wenn ihr keine Unterschiedlichkeit enthüllt, dann gibt es ein Problem, werdet ihr den Schöpfer nicht enthüllen, werdet nicht enthüllen.
Frage: Warum verändert sich die Struktur von Bchina Dalet nicht nach dem Zimzum?
Zimzumim haben nichts zu tun, gar nichts hat mit der Struktur zu tun. Die Struktur kommt in den 4 Bchinot des Or Yashar und bleibt in fester Form. Wir können nur den Massach auf allen Bchinot verändern, aber nicht die Struktur aller Bchinot. Das heißt, mit dem Willen zu empfangen, mit dem ich in Bchina Dalet arbeite, entsprechend dazu arbeite ich auch mit allen Bchinot vor Bchina Dalet.
Schüler: Also ist der Zimzum unterschiedlich gegenüber jeder Bchina?
Sicher. Auch bei jedem von uns in unserer Welt. Wenn ich mich selbst einschränken will, dann ist es gegenüber jeder Sache, mit der ich mich selbst füllen will, das Empfangen einzuschränken sicherlich ein anderer Zimzum.
Frage: Man lehrt uns, das Gute in den Freunden zu sehen und dass die Liebe alle Vergehen bedeckt. Wie können wir zu dem Punkt kommen, an dem wir einander hassen als Ergebnis davon?
Wir müssen nicht dazu kommen, Gott bewahre, wir wollen nicht dorthin kommen, wir wollen zur Verbindung kommen. Aber wenn du beginnst, dich zur Verbindung mit den Freunden zu bewegen, wirst du auf dem Weg enthüllen, dass du das nicht tun kannst. Und wenn du fortfährst, obwohl du nicht kannst, halte nicht auf dem Weg in so einer gentlemanhaften Weise an, sondern wenn du noch mehr fortfährst, wirst du dazu kommen zu sehen, wie sehr du mit ihnen unzufrieden bist. Und wenn du noch mehr davon fortfährst, wirst du zu einem Zustand kommen, dass du sie hasst. Auch darin, auf dem Rückweg von Entfernung zu Verbindung, haben wir vier Stufen. Wir werden jetzt nicht hineingehen und uns damit verwirren. Aber wir müssen von Gleichgültigkeit, in der Neigung zur Liebe, zur Enthüllung des Hasses kommen, zum wahren Zustand zwischen uns, dass wir alle in unserem Willen zu empfangen sind und uns nichts kümmert außer diesem.
Schüler: Ich fühle, dass ich nicht weiß, wie man das macht.
Sprecht darüber untereinander so offen wie möglich und nicht gentlemanhaft, und dann werdet ihr sehen, wo ihr euch befindet, dass ihr noch nicht begonnen habt, einander zu berühren, geschweige denn euch zu verbinden. Verbindung muss so sehr sein, dass man ineinander hineingeht, wirklich in einer Form [dass man ineinander verflochten ist].
Frage: Dieser Hass, von dem Sie sprechen, wird er sich irgendwann in Liebe verwandeln oder wird es immer so einen schmerzhaften Hass geben?
Der Hass muss sich letztendlich in Liebe verwandeln, auch durch dieselben Phasen. In jedem Zustand, den wir ändern wollen, ihn korrigieren, gibt es in ihm vier Phasen, bei allem, was wir auch tun.
Frage: Am Ende von Bchina Gimel fühlt das Kli, dass es dem Schöpfer nur Genuss bereiten kann, wenn es das ganze Licht empfängt.
Es fühlt noch nicht, am Ende von Bchina Gimel, dass es dem Schöpfer Genuss bereiten will, das ist überhaupt nicht richtig. Wir sprechen über 4 Bchinot des Or Yashar, dass das Licht von Oben alles macht und die Veränderungen macht, die im Willen zu empfangen sein werden, aber der Wille zu empfangen erwacht nicht zurück zum Schöpfer. Deshalb geht Bchina Dalet und empfängt in sich in direkter Form mit aller Kraft des Willens zu empfangen, der sich in ihr enthüllt, und sie genießt von der Füllung in ihr. Und in ihr enthüllt sich das ganze Licht von Ejn Sof in wirklich unendlicher Form, in Bchina Dalet, und füllt sie bis zum Ende. Und nur am Ende von Bchina Dalet beginnt sie zu fühlen, wie sehr sie dem Schöpfer entgegengesetzt ist.
Vorher fühlte sie diese Unterscheidung überhaupt nicht. Sondern weil sie 3 vorherige Bchinot hat, die die Einwirkung des Schöpfers sind, von Bchina Dalet, dort fühlt sie ihren Willen zu empfangen, den Genuss, den sie empfängt und dass sie vom Genuss in persönlicher, wirklich egoistischer Form genießt, und nichts außer diesem will. Und dann der Unterschied zwischen den 3 Bchinot in Bchina Dalet und Bchina Dalet selbst, das ist es, was sie zu dem Zustand brachte, dass sie nicht fähig ist, die Kluft zwischen der Beziehung des Schöpfers zu ertragen, was Bchina Shoresh, Alef, Bet, Gimel in Bchina Dalet ist, zu Dalet in Dalet. Und dann macht sie zwangsläufig einen Zimzum auf das Empfangen des Lichts.
Und von hier an beginnt sich bereits ein Prozess zu entwickeln, den das Geschöpf führt und nicht der Schöpfer. Das Geschöpf macht Zimzum, nach dem Zimzum legt bereits das Geschöpf fest, in welcher Form es empfangen wird, wie viel es empfangen wird und so weiter.
Frage: Wir haben Erinnerungen aus unserer Vergangenheit, von verschiedenen Ereignissen, von verschiedenen Füllungen, die wir empfangen haben, und ich schaffe es nicht, sie loszulassen, um vorwärts zu gehen. Wie lässt man die Geschmäcker der Vergangenheit los?
Wie geschrieben steht "und sie sollen in deinen Augen wie neu sein", ich muss alles löschen, was ich gestern hatte und einen neuen Tag beginnen, jeden Tag. Sonst heißt das, dass ich von dem esse, was gestern war, das ist nicht gut. Ich weiß nicht, was gestern war, ich habe heute ein neues Kli, eine neue Welt und ich werde wirklich davon beeindruckt sein und alles neu festlegen. Vergesse vollständig alles, lösche. Es ist nicht gut, in der Vergangenheit versunken zu sein.
Schüler: Bchina Dalet, nachdem sie bis zum Ende empfangen hat, machte sie Zimzum und es gibt einen Massach. Jetzt muss man empfangen und dem Schöpfer den Genuss zurückgeben. Wie empfängt man und gibt dem Schöpfer gleichzeitig zurück?
Mit Absicht. Mit der Absicht, dem Schöpfer zu geben, beginnt man neuen Genuss zu empfangen, nach Zimzum Alef, das ist die ganze Sache. Bchina Dalet und überhaupt das Kli ist zu nichts fähig außer zu empfangen, es ist nur Wille zu empfangen. Nur durch unsere Absicht, die wir auf uns selbst aufbauen wollen, nur durch die Absicht ändern wir die Art der Handlung, das Wesen unserer Handlung, wofür ich empfange. Aber ich bin fähig, nur eine Sache zu tun, zu empfangen oder nicht zu empfangen, und dann lege ich fest, wofür ich empfange oder wofür ich nicht empfange. Das ist es, was mir gegeben ist zu tun, das ist alles.
Aber andererseits, wenn ich das nicht in meine Hände nehme, dass ich nicht empfangen will und danach denke ich durch wen und was und wie und für wen ich empfange, dann befinde ich mich wie ein Gast, der vor dem Gastgeber sitzt. Und nur dadurch, dass ich mehr empfange, weniger empfange jedes Mal, spiele ich mit dem Gastgeber und komme wirklich mit ihm in Gleichheit der Form, nur durch meine Handlung zu empfangen oder nicht, mit der Absicht dem Gastgeber zu geben. Deshalb ist unsere ganze erste Handlung in der Spiritualität Zimzum. Danach, über dem Zimzum, das ich mache, kommt heraus, dass ich mich mit dem Empfangen beschäftige um zu geben.
Frage: Müssen wir unsere Awiut sowohl innerlich als auch äußerlich enthüllen?
Nein. Wir müssen das in keiner Äußerlichkeit enthüllen, sondern wir müssen in der Äußerlichkeit unser Geben enthüllen, das heißt nicht Awiut. Wie sehr wir anderen geben können. Das Geben geschieht durch die Verwendung unserer Awiut um zu geben. In dem Maße, wie ich mich über meine Awiut erhebe um anderen zu geben, damit zeige ich meine spirituelle Arbeit.
Frage: Bchina Dalet schränkte sich zwangsläufig wegen der Scham ein. Bei uns, beim Kabbala-Schüler, wie kann man sich einschränken, mit Hilfe wovon?
Du hast nichts einzuschränken. Wie?
Schüler: Den Willen für mich selbst zu empfangen.
Wenn du in der Gruppe arbeitest, dann musst du prüfen, was du empfängst, von wem du empfängst, wofür du empfängst, was du davon haben wirst, dass du dich selbst einschränkst, hier sind alle Berechnungen.
Schüler: Ein Mensch, der nicht einmal eine Diät halten kann, wie kann er einen Zimzum halten, so eine schwere Sache?
Das ist wirklich schwer, das hängt von der Wichtigkeit des Ziels ab. Aber wirklich ein Mensch, der eine spirituelle Handlung machen will, muss fähig sein, jede körperliche und spirituelle Zimzum-Handlung zu machen, was sich ihm bietet, um nach dem Zimzum mit Handlungen des Gebens zu beginnen.
Schüler: Welche Kraft hält mich im Zimzum und lässt mich nicht zurück ins Ego ausbrechen?
Erstens die Gruppe und zweitens das Ziel. Die Wichtigkeit des Ziels, die wir jedes Mal mehr und mehr nach oben erheben müssen, aber das hängt wieder von der Gruppe ab. Ein Mensch ist nicht fähig. Denn wir befinden uns in einem Kli, das ganz Zehner ist, vollständig, wenn wir ein Ziel erfüllen wollen, das oben in der Spiritualität ist, dann brauche ich dieses Kli, und wenn ich aus dem Kli falle, wer wird mich dann halten? Deshalb "ein Mann seinem Freund helfen", wir müssen uns verbinden und jeden Einzelnen halten und das Ziel jedes Mal in den Augen der Freunde erheben, das heißt "Bürgschaft".
Frage: Sind Annullierung, Unterwerfung und Zimzum dieselbe Handlung oder sind das verschiedene Dinge?
Nein, das ist nicht dieselbe Handlung. Es gibt große Unterschiede zwischen ihnen, langsam werden wir sie enthüllen und sie erklären.
Frage: Trotzdem der Zustand der Erniedrigung, den wir im ersten Teil lernten, hilft das, zum Zimzum zu kommen, hilft uns der Schöpfer dabei, wie macht man das?
Ohne Erniedrigung können wir nicht zum Zimzum kommen. Denn nur in dem Maße, wie ich meine Erniedrigung schätze, verstehe ich, dass was ich tun muss, nur ist, meine Verlangen einzuschränken und dann über ihnen noch Kräfte des Gebens zu empfangen. Aber mindestens meine erste Handlung ist, aufzuhören meinen Willen zu empfangen zu verwenden. Es geht nicht um notwendige Verlangen für unsere körperliche Existenz, denn wir befinden uns wie Tiere. Auf der Stufe von Unbelebtem, Pflanzlichem und Tierischem heißt das "wird weder getadelt noch gelobt", ich muss empfangen, was ich für meine Existenz empfangen muss. Sondern es geht um das, was zum Geben gehört, zur Stufe des Menschen in mir. Alle Dinge, die zum Aufbau des Menschen in mir gehören, muss ich einschränken, sortieren und entwickeln.
Schüler: Also ist Erniedrigung eigentlich der Nullpunkt, oder noch nicht?
Ja. Überall. Wir werden darauf mehr und mehr stoßen.
Gehen wir zu "Die letzte Generation" über.
Hier beginnt bereits Massach zu sein und eine andere Verwendung der Awiut als das, worüber wir jetzt sprachen. Jetzt sprachen wir über Awiut, die sich enthüllt und uns zum Zimzum bringt. Und hier müssen wir darüber sprechen, wie sehr die Awiut, die sich enthüllt, uns zur Handlung des Gebens bringt, zur Spiritualität und Erweiterung von Bchina Dalet.
(Ende des Unterrichts)