Tägliche Lektion21. Apr. 2002(Morning)

Rabash. Art. 14 (1989). What Is the Meaning of “Reply unto Your Heart”?

Rabash. Art. 14 (1989). What Is the Meaning of “Reply unto Your Heart”?

21. Apr. 2002

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Morgenunterricht, 21.04.2002

Buch „Schriften des Rabash", Band 2, S. 845, „Was bedeutet das Geschriebene ‚Und du sollst zu deinem Herzen zurückkehren'"

Rav: Wir haben den Artikel von Stufen der Leiter gelesen, Band 2, Seite 50, „Was bedeutet das Geschriebene ‚Und du sollst zu deinem Herzen zurückkehren'". Vortreffliche Worte, „du sollst zu deinem Herzen zurückkehren". Das heißt, der Mensch selbst muss etwas zu seinem Herzen zurückführen. Das Herz wird Wille genannt. Unser Wille ist von Anfang an der Wille zu empfangen. Und was wir in ihm empfinden, ist das genaue Gegenteil von dem, was sich in der Spiritualität ereignen kann, allerdings auf der niedrigsten Stufe.

Das heißt, wenn wir die niedrigste Stufe in der Spiritualität nehmen – in dem Maße, wie dort alles im Positiven ist, im Guten, ein Empfinden des Unendlichen, ein Empfinden der Vollkommenheit, Sicherheit, Gelassenheit. All diese Dinge befinden sich jenseits des Machsom, sie gehören zu Galgalta we Ejnaim auf der niedrigsten spirituellen Stufe, die dem Machsom, unserer Welt, am nächsten ist. Und wir empfinden ihre Rückseite, das Gegenteil. Weil unsere Kelim die umgekehrten Kelim im Vergleich zu ihr sind. Das heißt, wir empfinden einen Mangel, ein Fehlen all dieser Dinge.

Und das, weil von Anfang an unser Herz, das wir empfangen, das Gegenteil von Spiritualität ist. „Du sollst zu deinem Herzen zurückkehren" bedeutet, dass man das Herz korrigiert, dass man das Herz wieder in den korrigierten Zustand zurückführen muss. Das nennt man, über den Machsom aufzusteigen. Und dann werden all unsere Reaktionen auf das Licht, die sich in negativer Form offenbarten, sich in positiver Form offenbaren. Das heißt, es gibt hier nichts, was sich außerhalb unseres Herzens verändern müsste, und daran müssen wir arbeiten. Hier hängt alles nur von unserer Anstrengung ab.

Die Arbeit am Herzen nennt man Korrektur der Kelim. Was bedeutet Korrektur der Kelim? Was bedeutet Korrektur des Willens? Der Wille – was kann man am Willen korrigieren? Ich will sagen, ich möchte eine Tasse Kaffee. Was kann ich korrigieren? Ihn mehr oder weniger zu wollen? Der Wille selbst ist bereits erschaffen, noch in Ejn Sof, Jesch mi Ajin (etwas aus nichts). Ich empfange ihn vom Schöpfer. Ich kann ihn nicht verändern. Er ist bereits gegeben, Jesch mi Ajin.

Wir lernen, dass dieser Wille ein unendliches Maß erreicht hat, das genau jenem Licht entspricht, das der Schöpfer... jenem Genuss, den der Schöpfer geben will. Und dann wurde in ihm ein Zimzum vollzogen. Und Zimzum bedeutet: Solange ich keine Absicht habe, den Willen nur zum Wohl des Schöpfers zu verwenden, wird dieser Wille vor mir verborgen sein. Das ist die Angelegenheit von Zimzum Alef. Das Licht entfernte sich, weil der Wille eingeschränkt wurde.

Und anstelle dieses Willens, der unendlich war, habe ich am Ende heute einen sehr kleinen Willen, der mein Herz genannt wird, in dem ich allerlei winzige Genüsse will, die sich hier in dieser Wirklichkeit befinden, die „diese Welt" genannt wird. In diesem kleinen Willen, auf dem kein Zimzum Alef liegt, empfinde ich allerlei Erscheinungen vom Licht, das durch das Verbot des Zimzum Alef in meinen Willen eindringen kann. Dieses Licht, das ich in meinem Willen empfinde, erzeugt in mir dieses Bild der Welt. Und es erzeugt in mir all jene Genussquellen, nach denen ich mich sehne. Tierische Genüsse, Ehre, Geld, Wissen.

Außer diesem Willen werde ich keinen weiteren Willen haben, bis ich nicht eine Absicht des „um zu geben" erwerbe. Wenn ich bereits eine Absicht des „um zu geben" erwerbe – in dem Maße, in dem ich eine Absicht des „um zu geben" habe – beginnt mein Wille, der bei mir tatsächlich unendlich ist, aber bis zum Maß des Punktes dieser Welt verschlossen wurde, sich zu öffnen. Und dann beginne ich, zusätzlich zu meinen heutigen Wünschen, in dem Maße, wie ich eine Absicht des „um zu geben" erwerbe, immer mehr Verlangen zu empfinden. Diese Verlangen werden spirituelle Verlangen genannt.

Sie können in der umgekehrten Absicht des „um zu geben" empfunden werden, was Klipa genannt wird, oder in der richtigen Absicht, im „um zu geben", was Kedusha genannt wird. Aber das sind bereits Verlangen, die sich bei mir jenseits des Machsom offenbaren können. Wenn ich keinen Massach erwerbe, befinde ich mich immer mit einem dünnen Kerzenlicht in einem sehr kleinen Willen, und das ist mein Leben. Und alles Übrige, was ich habe, der unendliche Wille, wird so begraben bleiben, und ich werde ihn niemals empfinden.

Das heißt, wir müssen nicht am Willen arbeiten. Der Wille ist vorhanden. Er befindet sich bei uns, bei jedem Einzelnen, in unendlichem Maße. Wir müssen nur an der Absicht arbeiten. Und gemäß der Absicht wird sich uns der Wille immer mehr und mehr öffnen. Das nennt man, dass man zuerst zur rechten Linie geht, eine Absicht erwirbt. Danach zur linken Linie, ein Verlangen empfängt. Und wieder zurückkehrt, um dieses Verlangen mit einer Absicht zu verbinden, damit es die mittlere Linie sei.

Daraus ergibt sich, dass meine Verlangen nicht in meiner Kontrolle sind und ich auf sie niemals achten muss. Und jede Verfeinerung, jede Hinzufügung, liegt nur in der Absicht. Deshalb muss ich, was auch immer ich tue, welchen Gedanken ich auch denke, welche Berechnung ich auch anstelle – das heißt, im Verstand, im Gefühl oder im Äußeren, in der Handlung, mit Händen, Füßen, Mund – vorher dafür sorgen, mit welcher Absicht, das heißt, zu welchem Zweck ich diese Handlung ausführe. Innerlich, gefühlsmäßig, verstandesmäßig oder physisch.

Und dann werde ich mich langsam daran gewöhnen, dass all meine Handlungen zielgerichtet sein werden. Langsam, langsam werde ich voranschreiten können und zu einem Zustand gelangen, in dem ich einen Massach haben werde, und mit ihm werde ich dann mit den neuen Verlangen weitermachen, die sich entwickeln und aus meinem Inneren auftauchen werden. Und dann werde ich in ihnen die spirituelle Wirklichkeit empfinden. Deshalb steht geschrieben: „Ein Gebot ohne Absicht ist wie ein Körper ohne Seele." Denn wenn „Bal Tossif" („Du sollst nicht hinzufügen") über die Gebote geschrieben steht, so muss die Hinzufügung bei den Absichten sein. Dass der Mensch jedes Mal, wenn er eine Handlung ausführt, vorher seine Absicht aktualisieren muss. Das nennt man „Und du sollst zu deinem Herzen zurückkehren". Unser Herz ist jetzt sehr klein, es muss von unendlicher Größe sein, und das Maß seiner Entwicklung, seiner Öffnung, wie viel man mir erlaubt, mit meinem Herzen zu arbeiten, hängt nur von der Absicht ab, wie viel Absicht ich erwerben werde.

Woher erwerbe ich eine Absicht? Wenn der Schöpfer den Willen zu empfangen erschuf – die Absicht hat Er nicht erschaffen, ja? Jesch mi Ajin entstand der Punkt des Willens zu empfangen, das ist Bchina Shoresh in den vier Phasen des Or Yashar, ja? Und von dort aus entwickelt sich der Wille weiter. Vom Punkt der Wurzel, wo der Schöpfer das „Jesch mi Ajin" erzeugt, geht sofort Bchina Alef hervor, der Wille zu empfangen – das ist, was der Schöpfer will. Und Er füllt sie mit Seinem Licht, und damit haben wir bereits das erste Alef der Ewigkeit, den Willen zu empfangen mit dem göttlichen Licht. Was braucht man noch?

Jetzt muss man dem Geschöpf die Fähigkeit bringen, von Seiten des Geschöpfes etwas zu tun, denn es gibt noch kein Geschöpf. Der Wille zu empfangen ist kein Geschöpf, den Willen zu empfangen hat der Schöpfer erschaffen, er gehört Ihm, ja? Der Kontakt des Willens zu empfangen mit dem Licht, mit dem Schöpfer, erzeugt dann im Willen zu empfangen ein – wie soll man sagen – sekundäres Empfinden. Sekundär. Dass der Wille zu empfangen von sich aus beginnt, dem Schöpfer ähnlich sein zu wollen. Bchina Alef will an ihrem Ende der Bchina Shoresh ähneln, weil sie die Eigenschaft der Wurzel in sich empfindet. Und das nennt man die Überwindung des Geschöpfes gegenüber dem Schöpfer. Dass das Geschöpf von sich aus etwas erzeugen will, das vorher nicht existierte – dem Schöpfer ähnlich zu werden.

Das heißt, nur die Absicht kann auf Kosten des Geschöpfes gehen und nicht der Wille. Ich bestimme meine Verlangen auch in dieser Welt nicht, sie kommen zu mir in einer Weise, die ich nicht kontrollieren, vergrößern, verkleinern, verstärken kann. Das heißt, so wie sie kommen, kann ich danach durch allerlei Handlungen vielleicht mit ihnen arbeiten oder nicht mit ihnen arbeiten. Auch dadurch, dass ich nicht mit dem Willen selbst arbeite, sondern ich muss gegenüber dem Willen irgendein System aufbauen – wenn ich Angst habe, ein bestimmtes Verlangen zu benutzen, sagen wir zu stehlen, dann stehle ich nicht, aber das Verlangen bleibt, ich kann es unterdrücken, aber es bleibt.

Das heißt, an den Verlangen können wir niemals etwas ändern, sie sind in uns gegeben. Und eine Absicht – wir sehen von Bchina Bet der vier Phasen des Or Yashar, wenn eine Absicht zu entstehen beginnt, sagen wir, das geschieht von unten nach oben, vom Geschöpf zum Schöpfer hin. Das heißt, das ist das Einzige, was das Geschöpf tun kann. Deshalb: Wer keine Absicht entwickelt, kein Verhältnis zum Schöpfer, der ist kein Geschöpf, er ist ein untrennbarer Teil des Schöpfers. Nur das Jesch mi Ajin befindet sich im Schöpfer, in Ihm selbst.

Und es gibt daher sozusagen zwei Lehren, eine innere Lehre und eine äußere Lehre, die uns gegeben wurden. Die innere Lehre – wie man eine Absicht entwickelt, und die äußere Lehre – wie man mit dem Willen arbeitet. Und tatsächlich muss der Mensch dafür sorgen, dass er den inneren Teil, die Absicht, als den ersten und bestimmenden hat, und dem entsprechend den äußeren Teil, den Willen, womit er dann die Handlung ausführt.

Wenn wir über Spiritualität sprechen, teilen wir den gesamten Weg des Menschen von dieser Welt bis zum Ende der Korrektur in sechshundertzwanzig Handlungen ein, ... de-Oraita. Wie Baal HaSulam auf Seite 64 in „Pri Chacham", Briefe, schreibt. Was bedeutet das: Wenn ich eine bestimmte Stufe, Nummer eins, erreicht habe, dann habe ich eine Absicht erworben, gemäß dieser Absicht führe ich eine Handlung aus, und die Handlung mit der Absicht, das heißt zusammen, eine Tat mit Absicht, wird „Ausführung eines Gebots" genannt – ich habe ein Gebot erfüllt.

Ich erfülle nicht auf einmal alle Handlungen, das geht nicht. Wenn ich eine noch größere Absicht erworben habe, empfange ich ein weiteres Verlangen, ein größeres Verlangen, führe eine Handlung aus, um zu empfangen „um zu geben", führe Gebot Nummer zwei aus und so weiter. Das heißt, die Gebote sind Handlungen, Stufen, bei deren Ausführung ich eine nach der anderen bis zum Ende der Korrektur aufsteige, wo ich dann alle Verlangen korrigieren, ausführen, ausrichten kann – auf jeden Willen zu empfangen alle diese Handlungen auszuführen, mit allen Verlangen, die in mir sind.

Das heißt, was ist die Zahl 620? Die Zahl 620 besagt die Anzahl der Verlangen, die im Menschen vorhanden sind, und für jedes einzelne muss man die Absicht formen. Der richtige Ansatz muss also sein, dass man sich um die Absicht des „um zu geben" kümmert, und entsprechend der Absicht des „um zu geben" wird man uns die Handlungen ausführen lassen, die als „Erfüllung der Gebote" bezeichnet werden.

Und in der Zwischenzeit, in der Vorbereitung, auch in dieser Welt, müssen wir eine Vorbereitung gemäß der Spiritualität treffen, dass das Lernen über die Absicht und das Lernen über die Handlung in einer solchen Form geschehen, dass man zuerst die Absicht lernt und danach die Handlung lernt und sich bemüht, es so zu tun, dass auch bei der Handlung, die man ausführt, Absicht und Handlung gleichwertig sind, so wie in der Spiritualität.

Auch wenn meine Absicht vorläufig noch „um zu empfangen" ist, aber wenn ich mich einer Sache nähere und sie ausführe, denke ich, dass ich sie tue, weil ich das Ziel erreichen will. Andernfalls hat die Handlung selbst keine Kraft, kein Gewicht. Wie geschrieben steht: „Ein Gebot ohne Absicht ist wie ein Körper ohne Seele."

Der Wille zu empfangen selbst, wenn er keine Absicht des „um zu geben" hat, wird „tot" genannt, ein Punkt aus Asche. Denn wenn er eine Absicht des „um zu geben" hat, selbst die kleinste, dann befindet er sich bereits über dem Machsom, er ist bereits lebendig. Wenn er keine Absicht des „um zu geben" hat, dann ist er ganz klein wie Asche, die sich unterhalb des Machsom in dieser Welt befindet.

Deshalb wird es „Gebot ohne Absicht" genannt: Die Verlangen ohne Absicht des „um zu geben" befinden sich unterhalb des Machsom, „Körper ohne Seele" wird das genannt, es gibt noch keine Seele. Wenn man den Machsom überquert, dann beginnt eine Seele geboren zu werden. Unten in dieser Welt, das heißt, wer noch keine Absicht erworben hat, der hat noch keinen Sieg in seinem Willen, den man beschreiben könnte, dass dort Licht wäre, er hat noch keine Seele.

Ja?

Schüler: Wie genau sind diese 620 Verlangen, kann man sie aufzählen? Zum Beispiel ein Verlangen zu essen, ein Verlangen zu trinken, ein Verlangen... Gibt es tatsächlich...?

Rav: Die 620 Verlangen, wie kann man sie katalogisieren? Du hast sie – alle sind in der Tora geschrieben, ja? Sechshundertzwanzig Verlangen. Das ist es. Das sind 613 plus sieben de-Rabbanan. Das ist eine Sache. Die zweite Sache: Diese Verlangen sind keine Verlangen an sich, die wir nehmen und den Willen selbst in 620 Teile aufteilen könnten. Vielmehr teilen wir den Willen als Ganzes in Stufen der Awijut ein. Sagen wir, fünf Stufen der Awijut. Dann teilt sich jede Stufe nochmals in fünf, und jede Stufe wieder in fünf und so weiter. Insgesamt habe ich 620 Stufen der Awijut im Willen. Dass ich jede Stufe mit einer bestimmten besonderen Anstrengung des „um zu geben" bearbeiten kann, mit einer bestimmten Absicht.

Wir beziehen uns also auf die Verwirklichung dieser Verlangen aus der Absicht heraus, nicht auf den Willen selbst. Ich spreche nicht davon, dass ich, sagen wir, auf der dritten Stufe des Willens im „um zu geben" trinken kann, auf der vierten Stufe Salat essen kann im „um zu geben", und auf der fünften Stufe sogar Fisch im „um zu geben". Nein, wir können das nicht so machen, um nicht durcheinanderzukommen, aber jede Stufe schließt alles in sich ein.

Wenn wir jedoch zum Beispiel den „Schaar haKawanot" oder einen „Siddur" der Absichten nehmen, dann verstehen wir, was eigentlich die Arbeit auf jeder einzelnen Stufe ist. Oder wenn wir sogar im „Talmud Eser Sefirot" lernen, wo wir über die Stufen von SoN lernen, die an ihren Platz aufsteigen in all ihren verschiedenen Zuständen, oder die zu Aba we Ima aufsteigen oder sogar zu Arich Anpin, und entsprechend den umgebenden Bedingungen – Schabbatot, Werktage, was in der Spiritualität so genannt wird – und dementsprechend, wie es geschieht.

Das heißt, was muss ich tun, um aufzusteigen und um diese Dinge zu tun, das heißt, welche Absichten muss ich formen. So können wir verstehen, was Stufen bedeutet. Eine Stufe wird nach der Tiefe, nach der Größe der Absicht gemessen. Der Wille steht dir immer zur Verfügung, du darfst von ihm empfangen in dem Maße, wie du Absicht hast, ohne jede Begrenzung. Ohne jede Begrenzung.

Das ist, wie wir zum Beispiel in Galgalta lernen – ihr gesamter Wille, der gesamte unendliche Wille – bitte, mach, was du willst. Ja, aber ich kann gemäß meiner Absicht des „um zu geben" nur 20% verwenden, also verwende ich 20%. Bei uns geschieht es von unten nach oben in umgekehrter Weise, dass wir zuerst die Absicht des „um zu geben" erwerben müssen und dementsprechend den Willen entfalten. Aber der Wille ist Jesch mi Ajin, so viel du willst – nur um die Absicht müssen wir uns kümmern.

Und die Absicht erwerben wir durch das Licht, das zum Guten zurückführt. Man muss sich durch allerlei Anstrengungen das Höhere Licht auf sich herabziehen, das einem ein Empfinden des Schöpfers gibt. So wie Bchina Alef der vier Phasen des Or Yashar innerhalb des Genusses empfindet: Oh, jemand gibt mir Genuss, es gibt noch etwas außer dem Genuss, da ist noch jemand. Das ist wie Krupnik sagt: Fische beginnen zu denken – jemand wechselt uns das Wasser im Aquarium, ja? Schau, was es hier alles geben könnte, das ist eine ganz andere Ebene der Existenz. Das ist es.

So müssen auch wir dahin gelangen, dass es jemanden gibt, der mir alles lenkt, sowohl in mir als auch um mich herum, und dann empfinde ich Ihn wirklich. Und wer bin ich? Ich bin nur derjenige, der das enthüllt. Und dann sieht der Mensch, dass er außer der Absicht als Antwort nichts zu tun hat – die Absicht ist die Handlung. Wie geschrieben steht: „Alles wird durch die Absicht geklärt."

Ja.

Schüler: Eigentlich sagen Sie, dass wir wirklich nichts zu tun haben außer der Absicht. Aber ich persönlich, ich kann meine Absicht nicht ändern. Wie kann ich sie ändern? Wenn ich hinschaue..., ...es ist im Grunde dieselbe Absicht, ich will für mich selbst so viel wie möglich empfangen, was soll ich tun? Das ist...

Rav: Du sagst, deine Absicht ist vorläufig, so viel wie möglich für dich selbst zu empfangen. Das stimmt. Aber es gibt einen Unterschied zwischen einem kleinen Baby, wie sehr es für sich selbst empfangen will – einen Schnuller, irgendetwas – und einem kleinen Kind, und ebenso einem kleinen Menschen, was braucht er? Das ist es, Fernsehen und Fußball, Bier, Zigarette. Das ist es. Oder einem größeren und noch größeren Menschen. Der größere Mensch will die ganze Welt verschlingen, ein noch größerer will nicht diese Welt, er will die kommende Welt.

Es stimmt also, dass dein Wille ist, dass es dir gut geht, ja, aber was bedeutet „gut"? Das ist die Frage. Arbeite in der Zwischenzeit daran, dass du nicht versuchst, irgendjemandem zu geben, suche nicht danach zu geben, das ist unter uns gesagt ein schlechtes Geschäft, das wird nicht helfen. Sondern kläre das Ziel, wofür es sich wirklich lohnt zu leben. Wir, die zum Machsom gelangen – wir gelangen zum Machsom letztlich mit einem großen Willen zu empfangen, nicht mit einem Willen zu geben. Der Auszug aus Ägypten, das nennt man die Umkehr vom Willen zu empfangen zum Willen zu geben.

Und davor können wir sicher nichts geben. Sondern was? Zu klären, dass das Ziel ist, in die Spiritualität einzutreten, sich mit dem Schöpfer zu verbinden, bei Ihm zu sein, mit Ihm zu sein und so weiter. Lasst uns das nicht durch Schläge erreichen, wo es keine andere Wahl gibt und wir fliehen, sondern dadurch, dass dieses Ziel groß ist, dass es sich wirklich lohnt, dafür zu arbeiten. Und nicht dafür, dass mich all diese Nichtsnutze respektieren, die nichts wert sind, dass ich plötzlich anfange, für sie zu arbeiten, nur damit sie mir Ehre erweisen.

Na, Ehre von wem? Oder Geld, was gibt mir das, über wen soll ich herrschen, über diese Tiere? Kläre etwas, wofür es sich wirklich lohnt zu leben, wofür es sich lohnt. Habe einen Willen zu empfangen, der größer ist als diese ganze Welt, nur für die Spiritualität. Mit dem Willen zu empfangen dafür – das nennt man Lo Lishma, in die Spiritualität einzutreten.

Schüler: Wenn während der Arbeit, ob beim Lesen und Lernen, ob bei der Arbeit in der Gruppe, ob bei der Verbreitung, bei allem anderen, bei mir jedenfalls Tonnen von rein körperlichen Verlangen aufsteigen, die mich ablenken, ich mich an nichts erinnere, und sogar aus der Arbeit heraus alles in körperlicher Form erfassen will.

Rav: Nu?

Schüler: Wie kann man das umkehren, wie kann man das wirklich umkehren, um das Ziel selbst zu wollen?

Rav: Je mehr der Mensch lernt, desto mehr Störungen gibt man ihm zur Klärung. Was ist eine Störung? Man gibt dir allerlei Verlangen, allerlei Gedanken, allerlei Impulse, durch die du klären musst, dass bei allem, was man mir jetzt gibt, die Spiritualität mehr wert ist als das. Das ist alles. Und je stärker du in der Spiritualität sein wirst, desto größere Störungen wird man dir geben. Bis du sie alle geklärt hast – es gibt ein Ende dafür, es gibt ein Ende.

Schüler: Es gibt ein Ende?

Rav: Ja, das ist, du sehnst dich noch zu früh nach dem Ende, das schon, aber es gibt ein Ende. Jeder gemäß seiner Seelenwurzel, jeder muss klären – insgesamt sind es ähnliche Dinge für alle – aber dennoch klärt jeder sie auf seine eigene, besondere Weise, in Schritten, die für ihn charakteristisch sind. Das hängt vom inneren Aufbau der Seele ab, von welchem Teil von Adam haRischon du bist.

Aber insgesamt gibt es ein Ende der Störungen, denn nachdem du sie geklärt hast – dass alles, was sie mir jetzt geben, nicht wert ist im Vergleich zur Spiritualität –, manchmal scheiterst du, manchmal musst du gehen und wirklich scheitern und die Handlung ausführen und bereuen und wieder zurückkehren. Das ist alles, auch darüber haben wir nicht so sehr die Kontrolle. Aber insgesamt musst du klären.

Nachdem du auf allerlei Weisen geklärt hast, es ist egal ob auf gute oder sogar auf schlechte, hast du alles geklärt – fertig. Wenn Spiritualität mehr wert ist als diese ganze Welt, nimm sie. Den Gedanken gibt man dir, die Absicht gibt man dir, das Verlangen gibt man dir, und man lässt dich eintreten, nur wenn du sie allein willst. Das ist es. Man verlangt nicht von dir, über den Kopf zu springen. Man verlangt das nicht. Man verlangt nur eine Sache: dass dies die Hauptsache sei. Nun, woher kannst du, wenn nicht durch Schläge, beeindruckt werden, dass dies die Hauptsache ist, wenn es verschlossen, wenn es versiegelt, ja? Wenn es verborgen ist.

Nur von der Gemeinschaft, nur von der Gemeinschaft. Also muss ich die ganze Zeit unter dem Einfluss von Menschen sein, die sagen, dass nur dies wichtig ist, sonst nichts. Deshalb habe ich im Internet vor einigen Wochen in einer Antwort geschrieben, wie der Mensch für sich selbst sorgen soll, da habe ich geschrieben, sich mit niemandem von außen zu verbinden, nur innerhalb der Gruppe verbunden zu sein. Da begannen sie mir zu sagen: Du baust eine Sekte, und was soll das, ein Mensch soll abgeschlossen sein, man muss eingebunden sein, allerlei... Die Leute verstehen nicht, dass man, um ein Verlangen nach Spiritualität zu erwerben, besondere Unterstützung von der Gemeinschaft braucht. Das ist es.

Ja.

Schüler: Die Absicht – ich habe in meinem Kopf zwei Dinge, die mir nicht klar sind, die sich sozusagen nicht decken. Auf der einen Seite gibt es das einfache Verlangen zu geben, etwas, das wir lernen, wie man es macht. Auf der anderen Seite wird an anderer Stelle davon gesprochen, über allerlei Sefirot zu sprechen, von einem Ort zum anderen überzugehen, Dinge zu bewegen, sozusagen Handlungen auszuführen, die nicht – bei denen mir die Verbindung zum Willen zu geben, der auf der anderen Seite steht, nicht klar ist. Auf der einen Seite...

Rav: Fragst du, was eine Sefira ist?

Schüler: Kann sein, auch das.

Rav: Nein...

Schüler: Nein, das ist es nicht. Die Frage, die ich für mich zu formulieren versuche, ist: Was ist eine Absicht? Ich führe eine Handlung aus, ich führe eine körperliche Handlung aus, und jetzt muss ich ihr eine spirituelle Absicht anfügen. Und man sagt mir, auf der einen Seite ist die Absicht der Wille zu geben.

Rav: Nein, nein, nein, das ist überhaupt kein, das ist ein falsches Verständnis. Eine körperliche Handlung hat weder mit einer spirituellen Handlung noch mit einer spirituellen Absicht etwas zu tun. Das ist es. Vergiss die körperlichen Handlungen. Du kannst mit den Händen, mit den Füßen, mit all deinen Gliedmaßen bewegen, was du willst, das beeinflusst die Spiritualität nicht. Vergiss diese Bewegung völlig. Eine spirituelle Handlung bedeutet, dass du ein Verlangen nimmst, ein Verlangen – du verstehst, du weißt, was ein Verlangen ist? Das weißt du noch nicht, das verspreche ich dir, du weißt noch nicht, was ein Verlangen ist.

Dass du das Verlangen nimmst, denn das ist Spiritualität, ein Verlangen ist Spiritualität. Du kannst bei einem Menschen alles austauschen, und das Verlangen kannst du nicht austauschen. Du wirst sein Verlangen nicht berühren. Alle Teile kannst du am Körper austauschen, einen nach dem anderen, oder alle zusammen, das spielt keine Rolle, außer dem Verlangen. Das Verlangen ist eine spirituelle Sache. Also heißt eine spirituelle Handlung, oder überhaupt eine Handlung, wovon wir in der Kabbala sprechen: ein Verlangen mit der Absicht darauf. Das sind zwei ausschließlich spirituelle Kategorien. Es gibt darin nichts Körperliches.

Du sagst, ich bewege etwas. Vergiss es, was bewegst du? Was bewegst du? Ein Stück Protein? Irgendetwas, so einen Körper – ist das etwas? Das nennt man nicht, dass du etwas bewegst. Im spirituellen Raum existiert der Körper nicht. Er ist einfach nicht, nicht als etwas Existentes vorhanden. Spiritualität, das ist etwas, was sich hinter den Körpern befindet – Verlangen und Absichten. Nun, dazu, was du fragst:

Schüler: Was mir nicht klar ist: Ich habe ein Verlangen, und darauf kleide ich eine Absicht.

Rav: Ja.

Schüler: Nun, auf der einen Seite gibt es zum Beispiel den Schaar haKawanot, der ab und zu...

Rav: Komm, lass uns nicht darüber sprechen, das ist noch zu früh.

Schüler: Nein. Ich wollte nur klären, welchen Platz sie einnehmen. Und auf der anderen Seite sagen wir, dass es eine Absicht geben muss, ganz einfach, eine Absicht zu geben. Was also steht zwischen dem ganzen Buch Schaar haKawanot und der Absicht des „um zu geben"...

Rav: Es gibt, ah, es gibt Menschen, die den gesamten Weg der Korrektur des Willens gegangen sind. Das heißt, sie haben ihren Verlangen eine Absicht des „um zu geben" angefügt, eines nach dem anderen, und so sind sie bis zum Ende gelangt, bis zum Ende der Korrektur des Willens durch die richtige Absicht. Und sie erzählen uns von ihrer Höhe aus, denn bereits von dieser Höhe des Endes der Korrektur schauen sie auf den gesamten Adam haRischon, auf alle Seelen, die aus ihm hervorgehen, ja? Sie schauen darauf, und dann sagen sie uns: Diejenigen, die von unten aufzusteigen beginnen wollen, um ebenso zu jenen Stufen zu gelangen wie sie – da sagen sie: Freunde, wir haben etwas, das wir euch raten können.

Was? Auf dem Weg, den ihr geht und den wir bereits gegangen sind, gibt es Regeln. Wenn ihr sie kennt, werdet ihr besser gehen, richtiger, ihr werdet sicher den ganzen Weg passieren, und es wird in Ordnung sein. Und dann geben sie uns Anweisungen, was ich in jedem Zustand tun muss. Nochmals, die Handlung liegt in der Absicht. Deshalb sind die Taten, die ich in jedem einzelnen Zustand tun muss: planen, finden, erschaffen, bei mir richtige Absichten in jedem einzelnen Zustand verbinden.

Also sagen sie: Wenn du dich in Zustand Nummer sechsundzwanzig befindest, dann musst du solche und solche Absichten formen. Und dann gelangst du zu Zustand siebenundzwanzig. Forme darauf solche und solche Absichten, und du wirst Zustand achtundzwanzig haben. Forme... und so weiter. Das sagen sie. Und wer in ihren Fußstapfen die Stufen geht, das heißt nach diesem Rat, der durchläuft das in schönerer, leichterer Weise. Raweh sagt: So wie du sagen wir nach Rom gefahren bist, du hast einen Stadtplan, und dazu ein Buch, du weißt schon, es gibt solche Bücher, wenn du im Ausland reist, und dann nimmst du ein Buch und einen Plan, und du weißt, wo du dich jedes Mal befindest, worum es geht.

Wer vorher dort war, hat für dich das ganze Anleitungsbuch zusammengestellt. Das ist alles. Das nennt man den „Schaar haKawanot", den Gebets-„Siddur", es spielt keine Rolle, wie man es nennt. Das ist insgesamt alles. Was bedeutet ein Siddur? In jedem einzelnen Zustand, ob es für mich Morgen oder Abend oder Mittag ist, oder irgendwelche Erleuchtungen von oben, die dort Schabbat, Werktag, Feiertag genannt werden – entsprechend den äußeren Bedingungen in der Spiritualität und meinen inneren Bedingungen, wo ich mich befinde, ob es für mich Morgen oder Abend ist und so weiter – entsprechend dem muss ich eine besondere Absicht aktivieren und den Zustand korrigieren.

Und dann steige ich wieder und wieder auf. Ich sage das, es klingt sehr trocken, weil wir nicht verstehen, was ich durch die Absicht zu enthüllen und zu empfangen beginne. Welche Ewigkeit und welches unendliches Wissen, welche Genüsse, welche Erkenntnisse – aber insgesamt ist das die Handlung.

Ja.

Schüler: Trotzdem wollte ich fragen: Sie sagen, dass der ganze Wille vorhanden ist, was wir tun müssen, ist, eine Absicht zu empfinden. Nehmen wir an, nach einer Mahlzeit kommt ein Verlangen – ich sterbe danach, eine Zigarette anzuzünden. Welche Absichten – ich weiß, dass... Ich habe nach der Schabbat-Mahlzeit einen ungeheuren Genuss, eine Zigarette anzuzünden, die ich nicht anzünden darf. Ich habe dieses Verlangen, ich empfinde es als Absichten. Ich habe ein Verlangen, das mich stundenlang verfolgt.

Rav: Du fragst nach den verbotenen Verlangen, wie man ihnen die richtigen Absichten anziehen kann? So etwas gibt es nicht. Es gibt Verlangen, das heißt, was bei uns Gebote genannt wird, die man nicht ausführen darf, und es gibt Gebote, das heißt Verlangen, die man ausführen kann, aber mit einer Absicht des „um zu geben". Ich kann nicht mit einer Absicht des „um zu geben" töten und den Schabbat mit einer Absicht des „um zu geben" entweihen oder Schweinefleisch mit einem Segensspruch essen. Ja? Denn das wird nicht helfen, es gibt solche Verlangen, mit denen ich bis zum Ende der Korrektur nicht im „um zu geben" arbeiten kann.

Bei uns in dieser Welt drückt sich das in den Geboten des „Du sollst nicht tun" aus. Und ebenso in den spirituellen Welten – bis ich zum Ende der Korrektur aufsteige, ist es verboten, diese Verlangen zu verwirklichen. Sie gehören zum Lew haEwen, auf dem es keinen Massach gibt. Auf dem es keine Absicht des „um zu geben" gibt bis zum Ende der Korrektur. Wann bis zum Ende der Korrektur? Wenn alle Seelen zur Stufe des Endes der Korrektur aufsteigen und korrigiert sein werden. Und dann wird es „Raw Pealim Mekabziel" geben, und das allgemeine Lew haEwen wird korrigiert werden. Und dann werden alle Verlangen, selbst jene, die man nicht benutzen durfte, wie all jene aus der Tora, ja? – alle Verlangen, die man nicht benutzen durfte, auch sie werden einen Massach des „um zu geben" erhalten, und auch mit ihnen wird man arbeiten können.

Wie wird es möglich sein, mit einer Absicht des „um zu geben" Schweinefleisch zu essen – das kann ich verstehen, dass es einmal... so steht geschrieben, es wird ein heiliges Tier sein. So steht geschrieben. Wie man mit einer Absicht des „um zu geben" töten kann, das weiß ich nicht. Verstehst du? Das heißt, es gibt bei uns in dieser Welt solche Formen, bei denen wir uns nicht vorstellen können, wie man diese Dinge mit einer Absicht des „um zu geben" erfüllen kann. Oder allerlei – „die Frau eines anderen Mannes", allerlei solcher verbotenen Dinge.

Ich weiß es nicht, aber sie... all die verbotenen Verlangen sind verboten, weil sie in der Spiritualität das Ende des Parzuf darstellen. Man kann auf sie keinen Massach empfangen. Dass man sie nicht ausführt, das nennt man Handlung, denn das Verlangen ist vorhanden. Die Absicht des „um zu geben" besteht darin, nicht im „um zu geben" die Handlung innerhalb des Willens auszuführen, sondern weil ich im „um zu geben" beschäftigt bin, benutze ich ihn nicht. Das ist vorläufig die maximal mögliche Form, mit ihm zu arbeiten. Deshalb ist es vorläufig unmöglich, am Schabbat eine Zigarette anzuzünden und zu rauchen und einen Segensspruch über die Zigarette und den Geruch und den Genuss, den du empfängst, zu sagen. Warte bis zum Ende der Korrektur, dann wirst du es tun.

Ja.

Schüler: In Bezug auch auf diese Frage: Das Verlangen zu rauchen nach dem Essen hat doch mit dem Schabbat nichts zu tun. Was spielt es für eine Rolle, ob Schabbat oder nicht Schabbat.

Rav: Wie bin ich dazu gekommen, dass du angefangen hast zu fragen. Nu, was ist passiert?

Schüler: Schabbat ist irgendeine zusätzliche Bedingung. ...Wie hängt das mit dem Verlangen zusammen? Was genau ist daran Lew haEwen?

Rav: Fragst du in Bezug darauf, wie es am Schabbat Lew haEwen geben kann?

Schüler: Nein, ich sage, das Verlangen zu rauchen nach dem Essen – er will nach dem Essen rauchen, das ist ein natürliches Verlangen. Und was spielt es für eine Rolle, ob Schabbat oder nicht Schabbat. Er hat gegessen und will rauchen. Aber am Schabbat ist es verboten. Also was ist Lew haEwen, was ist das verbotene Verlangen?

Rav: Warum ist es am Schabbat verboten zu rauchen? Das ist ganz einfach: Weil es Melachah genannt wird, Arbeit am Willen, und Schabbat bedeutet, dass die Seele über die Parssa nach Azilut aufsteigt, und dort ist es verboten, mit dem Willen zu empfangen zu arbeiten. Wenn du mit dem Willen zu empfangen arbeitest, fällst du zurück nach BYA und sogar unter den Chase von BYA. Das nennt man „Entweihung des Schabbat".

Also sagt man dir: Wenn du im Schabbat bleiben willst – das nennt man „Schabbat-Haltung" –, wenn du im Schabbat bleiben willst, das heißt in Azilut sein und nicht nach BYA fallen willst, wenn der Aufstieg der Welten kommt und deine Seele nach Azilut aufsteigt, dann gibt es Handlungen, die du tun musst, um in Azilut zu bleiben, und Handlungen, auf die du achten musst, um nicht von Azilut zu fallen. Das ist insgesamt alles, was die Gebote des Schabbat ausmacht. Wir lernen das. Arbeit am Werktag, das nennt man Arbeit in den Welten BYA. Arbeit am Schabbat, das nennt man Aufstieg in die Welt Azilut. Es gibt Hinzufügungen und allerlei Veränderungen.

Deshalb ist Arbeit verboten, Ruhe muss sein. Der Mensch muss schlafen. Der Mensch muss mehr essen. Und allerlei solcher Zeichen in dieser Welt, die dem entsprechen, was in der Spiritualität geschieht. Du musst doppelt essen, weil du dort eine Mischne empfängst. Und das ist es. Daraus ergibt sich alles, was wir in dieser Welt als Bräuche tun. Bei uns in dieser Welt sind das Bräuche. Was ist das, sind das Gebote? Wenn ich am Schabbat etwas tue, tue ich dann etwas in den Welten? In den Welten kann ich etwas tun, wenn es einen Massach gibt, wenn es keinen Massach gibt, wenn es eine Absicht gibt, wenn es keine Absicht gibt. Das ist alles.

Sondern die Abbildung ist eine sehr genaue Abbildung. Denn jede Welt ist aus denselben Elementen aufgebaut, nur aus anderem Material. Also haben wir auch in unserer Welt dieselbe Welt wie in der Spiritualität, das heißt nur aus anderem Material, aber aus denselben Teilen. Und auch der Mensch besteht aus anderem Material als der spirituelle Mensch. Auch die Handlungen sind Handlungen, die in der Abbildung dieselben Handlungen sind, nur in anderer Form, und deshalb sehen sie in dieser Form aus, nicht spirituell. Und wir haben immer die Frage, was die Verbindung ist. Die Verbindung ist zwischen Zweig und Wurzel, nicht mehr.

Nu, nu.

Schüler: ...Was genau gehört zum Lew haEwen: das Verlangen oder die Benutzung des Verlangens? ...

Rav: Die Benutzung des Verlangens gehört zum Lew haEwen, nicht das Verlangen selbst. Aber wir verstehen nicht, was ein Verlangen vor der Korrektur ist und ein Verlangen nach der Korrektur. Wie ich das Beispiel gegeben habe. Du sagst so: Ich kann diese Form nicht übertragen – dass es jetzt verboten ist zu stehlen, und danach, am Ende der Korrektur, wirst du eine Absicht des „um zu geben" haben und du wirst dieses Verlangen benutzen können und ja stehlen.

Wir haben nicht die korrigierten Formen. Wir wissen nicht, was Korrektur wirklich ist. Deshalb gibt es Dinge, die wir uns vorstellen können, wie sie korrigiert sind, und es gibt Dinge, die wir uns nicht vorstellen können. Und in Wahrheit ist beides falsch, sowohl das eine als auch das andere.

Ja.

Schüler: Rav, Sie sagten, die Stufen der Awijut – das Verlangen teilt sich in fünf Stufen der Awijut, innerhalb der fünf Stufen der Awijut, innerhalb der fünf Stufen der Awijut. Und ich versuche zu verstehen, wie die kleinste Stufe der Awijut diejenigen über ihr einschließt? Das heißt, ob...?

Rav: Jede Stufe schließt alle ein, denn in der Spiritualität entwickelt sich die Spiritualität von oben nach unten. Überhaupt entwickelt sich die gesamte Wirklichkeit von oben nach unten. Und es ergibt sich, dass es eine Einschließung gibt, eine Einschließung der Sefirot ineinander, durch Or Yashar und Or Choser. Und es ergibt sich, dass jede Sefira in sich alle Sefirot einschließt, jeder Parzuf in sich alle Parzufim einschließt, und bei jedem Siwug de Hakaa entstehen dort 25 Parzufim.

Und kurz gesagt, es gibt kein noch so kleines Detail am Ende, nach dem Zerbrechen der Kelim gibt es noch eine Vermischung der Teile, so sehr, dass es kein noch so kleines Detail gibt, das nicht alle Teile enthielte, die in der gesamten Schöpfung existieren. Es hat eine Bchina von Ejn Sof, es hat – darüber sagen wir in einfacher Form, dass jedes Ding aus zehn Sefirot besteht. Nicht neun und nicht elf, sondern zehn.

Das heißt, nicht weniger und nicht mehr. Aber es muss bei ihm einen Aufbau geben, wie die gesamte Wirklichkeit insgesamt zehn Sefirot hat, so hat auch jedes Detail in ihr zehn Sefirot. Was bedeutet das, sowohl hier als auch dort? Nein. Die Absicht ist, dass der Aufbau ein solch gegenseitiger ist, und du kannst – wenn du zur kleinsten Stufe aufsteigst, du musst – ich wollte es vorhin nicht sagen – du musst auf ihr alle Gebote erfüllen, nur im Maße des kleinsten Massach. Danach immer mehr und mehr. Das von einer Seite.

Und von der anderen Seite können wir diese Stufen gemäß den 620 Geboten von unten nach oben zählen. Als ob du 620 Gebote auf Stufe 1 erfüllst, das nennt man, du hast ein Gebot von diesen 620 Geboten erfüllt. Denn es gibt das Einzelne und das Allgemeine, denn jede Sefira, die sich in zehn teilt – wenn du ihre zehn Einzelteile erfüllt hast, hast du jene eine erfüllt.

Ja.

Schüler: Und wie kann eine Gemeinschaft, eine Gruppe, dazu führen, geben zu wollen, wenn ich nicht weiß, was Geben ist?

Rav: Wir sprechen nicht über eine Gruppe, die mir eine Kraft oder ein Verlangen des „um zu geben" vermittelt. Ich denke jetzt nicht darüber nach und spreche nicht darüber, das sind sehr fortgeschrittene Dinge. Ich spreche jetzt über eine Gruppe, eine Umgebung, von der ich will, dass sie um mich herum ist und mir ein Verlangen zu empfangen für Spiritualität vermittelt. Das ist es – dass sie darüber sprechen, dass das wichtig ist. Wichtiger als Mode, wichtiger als Fußball, wichtiger als das Erwerben allerlei körperlicher Dinge, irgendein Sportler oder Wissenschaftler oder etwas zu sein – dass nur dies wichtig ist.

Mit allem anderen werde ich zurechtkommen, aber mehr als dies gibt es im Leben nicht. Das ist, was ich will, dass die Umgebung mir dabei hilft, dass ich das habe. Warum? Weil ich mit dem Verstand verstehe, dass es wirklich nichts Wichtigeres gibt. Nur mit dem Verstand verstehe ich das, aber in der Begeisterung, im Gefühl, im Verlangen habe ich kein Verlangen dafür. Das heißt, du kannst mich überzeugen, du kannst mir zeigen, dass es für die Spiritualität wirklich lohnt zu arbeiten. Wofür soll ich hier für allerlei Dinge arbeiten? Letztendlich werde ich einmal mein Leben beenden, es ist nichts wert.

Aber das sind alles Worte. Wenn es nicht im Willen verwurzelt ist, wenn es das nicht im Willen gibt, stimmt alles, ich bin einverstanden, es ist vorbei. Es kommen hierher viele Menschen, du siehst, sie gehen wieder. Warum? Sie haben von der Gemeinschaft nicht empfangen, konnten nicht empfangen, die Gemeinschaft konnte ihnen nicht das Verlangen liefern. Sie sind mit irgendeinem Verlangen angekommen, das man ihnen von oben angezündet hat, und haben es selbst nicht weiterentwickelt. Und dann gehen sie. Ich brauche von der Gemeinschaft nichts außer einem Verlangen zu erwerben. Was bedeutet ein Verlangen? Das Verlangen, mein Verlangen zu entwickeln, mein Verlangen zu öffnen.

Schüler: Aber warum lernen wir dann über das Geben, über die Eigenschaft...?

Rav: Das Geben ist die nächste Stufe, das Geben ist die nächste Stufe. Nachdem ich weiß, dass Spiritualität mir sehr wichtig ist, und ich mich nach ihr sehne, und ich bereits anfange zu arbeiten, um sie zu erreichen, und ich wirklich anfange, sie aus der Ferne zu empfinden, dann beginne ich auch, von ihr eine Art Inspiration zu empfangen, die Chen de-Kedusha genannt wird. Und dann beginnt bei mir auch eine Art Verständnis zu entstehen, dass es sich lohnt, ihr ähnlich zu sein.

Wir müssen den gesamten Prozess aus dem lernen, was in den vier Phasen des Or Yashar geschieht. Zuerst füllt man sich mit den Lichtern, danach bringen diese Lichter ein Empfinden davon, wer der Gebende ist, und danach entsteht daraus bei mir ein Verlangen, Ihm zu geben, Ihm ähnlich zu sein, dem Gebenden. Und einfach so jetzt über das Geben zu sprechen, ist Lüge.

Ja.

Schüler: Sind die Verlangen nach dem Überqueren des Machsom nur auf den Schöpfer gerichtet?

Rav: Ob die Verlangen nach dem Machsom nur auf den Schöpfer gerichtet sind? Vor dem Machsom befinden wir uns in doppelter Verhüllung und einfacher Verhüllung. Was ist Verhüllung, wer ist verhüllt? Der Schöpfer ist verhüllt. Deshalb sehen wir nicht, wer Er ist, sondern sehen nur kleine Genüsse, die man sehen kann. Und Er ist verborgen hinter diesen Genüssen, auch hinter Leiden. Das nennt man Verhüllung. Danach, wenn Er sich offenbart und wir Ihn empfinden und was von Ihm zu uns ausgeht, dann nennt man das Enthüllung des Schöpfers, das nennt man die spirituelle Welt.

Das Empfinden des Schöpfers, das nennt man die spirituelle Welt. Die Welt, das bedeutet Verhüllung. Das Maß Seiner Verhüllung und das Maß Seiner Enthüllung gibt mir eine Stufe, ein gewisses Maß der spirituellen Welt. Wer kann sich also außer Ihm enthüllen? Das heißt, so wie es jetzt eine Verhüllung des Schöpfers ist, so gibt es danach eine Enthüllung des Schöpfers. Jetzt weiß ich nicht, woher die Genüsse und Leiden kommen, danach sehe ich, woher sie kommen. Das ist es.

Schüler: Das ist im Grunde ein Verlangen nach größerer Enthüllung, also jedes Mal ist es eine Stufe mit einem Verlangen nach größerer Enthüllung? Oder...

Rav: Wenn ich mich nähere – was bedeutet es, dass ich mich der Spiritualität nähere? Dass mein Verlangen nach Spiritualität heute größer ist als gestern. Das nennt man, dass ich mich nähere.

Ja.

Schüler: Ich habe mich hingesetzt und all meine körperlichen Verlangen genommen und sie in drei Teile aufgeteilt. Solche, bei denen ich eine klare Absicht sehe, die mich zum Ziel führt. Solche, die ich, wenn ich sie auf die eine oder andere Weise umkehren kann, sehe, wie sie mich zum Ziel führen. Und solche, bei denen ich keinen Weg sehe, was die Verbindung zwischen ihnen und dem Ziel ist. Gar nichts. Ist das meine eigentliche Arbeit, dass ich komme und lerne, ich will... so werde ich im Grunde mehr Verlangen umkehren? Denn wir sagen doch, dass ich Verlangen nicht einschränken kann. Und es ist mir bestimmt jetzt verboten... und Verlangen nicht zu benutzen. Der einzige Weg für mich ist, jetzt zu kommen und zu lernen und zu hoffen, dass das Zurückkehrende Licht mehr Verlangen zum Ziel umkehren wird?

Rav: Schön, du hast gefragt und die Antwort gegeben. Nein, wirklich so. Es ist uns verboten zu denken, durch welches Verlangen ich schneller ankomme und durch welches nicht, hier ein bisschen 60% davon, 30% davon, und dann komme ich an. So etwas gibt es nicht. Wir verstehen das nicht, wir kennen nicht all unsere Triebe, die in uns sind. Wir werden nicht in diese Psychologie einsteigen, das ist ein schlechtes Geschäft, auch die Wissenschaft versteht davon nichts, ja? Und welcher Psychologe, was versteht er schon? Er ist auch selbst verwirrt.

Sondern so: So viel wie möglich – diese Sache ist wirklich vor den Menschen verborgen. Deshalb steht geschrieben, noch einfacher als du sagst – du sagst, also komme ich zum Lernen und tue, was ich tue. So steht geschrieben: „Was in deiner Hand liegt, das zu tun, das tue." Das ist es. Das heißt, das ist, was man dir wirklich gibt – drücke darauf, tu es. Und alle Dinge, die du in Richtung des Ziels tust, die dir als in Richtung des Ziels erscheinen, nach deinem Verständnis, nach dem, was du hörst – das ist es, was dich voranbringen wird. Und die Hauptsache ist hier, auf nichts Rücksicht zu nehmen.

Von außen können sie dir allerlei raten, es kann tausendundein Ratschlag sein. Höre in die Tiefe deines Herzens und nur das tue. Nur das.

(Ende des Unterrichts)