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Morgenunterricht 12.08.25 - Rav Dr. Michael Laitman - Nach Bearbeitung
Ausgewählte Abschnitte aus den Quellen zum Thema: Zuallererst bitten und fordern
Sprecher: Unterricht zum Thema: Vorangehen mit Fordern und Bitten, ausgewählte Abschnitte aus den Quellen, Abschnitt Nummer 4. Der Rabash schreibt:
"Wir sollten das Wort des heiligen ARI so auslegen, dass keine Stufe aufsteigt außer durch das Erheben von Majin Nukwa (MaN), wobei „Nukwa“ Mangel bedeutet. „Wasser“ (Majin) meint die Stufe von Bina, die in sich die Eigenschaft von Malchut aufgenommen hat, und Malchut wird „Mangel“ genannt, vom Wort „Loch“ (Nekew). Deshalb muss der Höhere dem Unteren das geben, was ihm fehlt.
Da „es kein neues Licht in der Welt gibt, außer von Ejn Sof“, steigt der Höhere in der Stufe auf, um für den Unteren Überfluss zu empfangen. In der Arbeit bedeutet „Höherer“ den ersten Zustand, und „Unterer“ den zweiten Zustand. Das heißt, wenn der Mensch in seinem Zustand keinen Mangel verspürt und zufrieden ist, dann versteht sich von selbst, dass er keinen Drang hat, in der Arbeit voranzuschreiten, weil er keinen Mangel sieht, der ihn antreiben könnte. Deshalb – wenn der Mensch erfolgreich ist – bringt er einen Mangel in dem Zustand hervor, in dem er sich befindet." (Rabash, Artikel 27, Was bedeutet „Jeder Grashalm hat einen Aufseher oben, der ihn schlägt und ihm sagt: Wachse!“ in der Arbeit? 1990)
Schüler: Wer ist ein erfolgreicher Mensch?
Erfolgreich ist derjenige, der in seiner Arbeit, in seiner Verbindung mit dem Schöpfer erfolgreich sein will.
Schüler: Was macht ihn erfolgreich in Bezug auf die Arbeit mit seinem Mangel?
Zuerst braucht er einen solchen Mangel, den Schöpfer zu erlangen und auf den Schöpfer mit seinem Mangel einzuwirken, und sein Mangel muss auf die Verbindung gerichtet sein.
Schüler: Er schreibt, dass wenn der Mensch in dem Zustand, in dem er sich befindet, keinen Mangel spürt und Befriedigung hat, dann hat er kein Bedürfnis, in der Arbeit voranzuschreiten.
Überhaupt sogar zu leben. Wenn der Mensch keinen Mangel hat, muss er ihn füllen.
Schüler: Wie kann der Mensch erfolgreich einen Mangel vom Höheren empfangen?
Durch das Studium, dadurch dass er sich danach sehnt, den Höheren zu verstehen, sich Ihm zu nähern, sich mit Ihm zu verbinden und dass dies die ganze Natur des Unteren verändert. Deshalb wird er Unterer genannt, weil er den Höheren identifiziert und an Ihm anhaften will.
Schüler: Nur durch Studium empfängt der Mensch einen Mangel?
Nein, aber das Hauptsächliche ist das Studium.
Schüler: Wenn ein Mensch vom Studium gesättigt ist, befriedigt?
Befriedigt bedeutet, dass er keinen Mangel hat.
Schüler: Also kommt er zum Studium und empfängt keinen Mangel?
Zuerst muss er den Mangel in sich entdecken, und dann kommt er zum Studium, wie es sich für ihn einrichtet, wo es Wissensquellen gibt, das Gefühl des Höheren, und er verbindet sich mit ihnen und schreitet so voran.
Schüler: Wie verwandelt man das Studium in eine Vergrößerung des Mangels und nicht in Studium um des Studiums willen?
Der Mensch muss dafür sorgen, dass er den richtigen Mangel hat. Denn nur ein richtiger Mangel zieht ihn zum Ziel der Schöpfung, zum Schöpfer. Verstehen, fühlen, geben, empfangen - das ist alles nur wenn du zum Schöpfer voranschreitest. Sonst nicht.
Schüler: Es steht geschrieben "Wenn der Mensch erfolgreich ist, bringt er einen Mangel in dem Zustand hervor, in dem er sich befindet", und davor schrieb er uns, "dass Wasser den Aspekt von Bina bedeutet, die in sich den Aspekt von Malchut aufgenommen hat". Die Frage ist, wie nimmt Bina Malchut auf, da sie doch ganz gegensätzlich zu Malchut ist, Malchut abstößt?
Bina ist der Wille zu geben und Malchut ist der Wille zu empfangen. Wenn der Wille zu empfangen sich mit Bina verbindet, dann kann er fordern, bitten, dass Bina ihm vom ihrem Willen zu geben Einfluss gibt, Füllung, und dann wird er den Höheren spüren.
Schüler: Welchen Mangel soll man dem Willen zu geben zuordnen?
Wenn du siehst, wenn du sagst "Mangel zu geben", dann sagst du schon alles. Das heißt, es gibt einen Mangel zu geben, und wenn er sich im Unteren befindet, dann wendet sich der Untere an den Höheren mit der Bitte, den Willen zu geben zu empfangen, und danach führt er den Mangel aus, den er vom Höheren empfangen hat. Wenn wir nicht mit dem Höheren verbunden sind, haben wir keinen Willen zu geben.
Schüler: Kann man sagen, dass wenn der Wille zu geben beim Geschöpf erwacht, dies schon Malchut ist, die in Bina eintritt?
Der Wille zu geben ist Bina, der Wille zu empfangen ist Malchut, die richtige Verbindung zwischen Bina und Malchut baut uns ein Kli.
Schüler: Wie kann der Mensch Sehnsucht zum Schöpfer spüren, was ist der Mangel, der im Menschen erwachen muss?
Wir werden aus dem Mangel im Schöpfer geboren, und dieser Mangel ist es, den Geschöpfen zu geben, die Geschöpfe zur Stufe, zur Ebene, zum Zustand zu bringen, dass sie einen Mangel haben werden, dem Schöpfer zu geben. Und deshalb beginnt der Mensch zu spüren, dass in ihm ein Mangel nach dem Höheren erwacht, nach der Göttlichkeit, nach dem Schöpfer, und so kommt er zur Weisheit der Kabbala, bis das Studium und die Verbindung mit den anderen seinen Mangel so organisiert, dass er geeignet ist für die Enthüllung des Höheren an ihn. Das ist was geschieht. Deshalb lernen wir, dass das Hauptsächliche der Mangel ist, der in uns erwacht, und den müssen wir so schnell wie möglich in einen Mangel nach Göttlichkeit verwandeln, und dann hängt es von uns ab, wie wir den richtigen Mangel empfangen und wann.
Schülerin: Wie verbindet sich der Untere mit dem Höheren?
Durch seinen Mangel. Er wendet sich an den Höheren, weil er vom Höheren Füllung empfangen will. Denn Mangel wird Unterer genannt und Füllung kann nur vom Höheren zum Unteren kommen und nicht umgekehrt. Deshalb lernen wir, dass es so geschieht. Unsere ganze Arbeit ist es, unseren Mangel so zu ordnen, dass er auf den Höheren ausgerichtet ist, und dann verursachen wir mit unserem Willen bei Ihm eine Öffnung und Er überträgt uns, was im Höheren ist.
Schülerin: Wie kann man sich vereinen, um denselben Mangel im Zehner zu spüren, der zum Schöpfer führt?
Wenn wir an unserem Willen zu empfangen arbeiten, dass er nicht zwischen uns trennt, dann können wir uns miteinander verbinden, denn die Verlangen, die wir haben, sind alle darauf gerichtet, Füllung zu empfangen, und dann können wir sowohl untereinander zusammen sein als auch zusammen mit dem Schöpfer. Daran ist nichts Außergewöhnliches.
Schülerin: Gibt uns die Verbreitung einen richtigen Mangel, und wenn ja, wie?
Ja, wenn wir unseren Freunden geben wollen, dass auch sie auf dasselbe Ziel achten, dem wir uns nähern wollen, dann empfangen wir dadurch, dass wir uns damit verbinden und in ihnen etwas bewirken wollen, sich dem Schöpfer zu nähern, davon zurück auch Verstand und Gefühl für den Höheren, und so nähern wir uns.
Schülerin: Wie kann man den Mangel, der in uns erwacht, nicht verpassen und ihn stärken?
Durch die Teilnahme mit den Freundinnen zusammen, "einer hilft seinem Nächsten". Wir haben über diese Regel gelernt, dass der Mensch keine Wahl hat. Wenn er zum Schöpfer gelangen will, muss er sich zuerst mit den Geschöpfen verbinden und dann zusammen mit ihnen einen gemeinsamen Mangel entwickeln, der ausreicht, um den Schöpfer zu erwecken, dass Er ihnen gibt.
Schüler: Wir haben gelesen, dass ein erfolgreicher Mensch in jedem Zustand einen Mangel nach dem Höheren erwecken kann, und Sie haben auch gesagt, dass der Mensch mit Hilfe der Arbeit in der Gruppe und des Studiums einen Mangel gegenüber dem Höheren erwecken muss. Wie erwecke ich in jedem Moment, in jedem Zustand, einen Mangel nach dem Höheren mittels der Freunde?
Unser Mangel kommt zu uns von oben, vom Schöpfer, und wenn wir diese kleinen Mängel sammeln, die wir vom Höheren empfangen, dann entsteht uns daraus später ein Mangel, mit dem man arbeiten kann. So erwecken wir durch die Verbindung zwischen uns den Mangel nach dem Höheren.
Schüler: Bitten, einen Mangel zu geben zu empfangen - ist es möglich, diesen Willen ohne Absicht zu empfangen?
Wir müssen verstehen, was die Weisheit der Kabbala ist und warum sie so genannt wird - Weisheit, wie man empfängt - denn sie ist darauf aufgebaut, dass dadurch, dass ich dem Höheren gebe, soweit ich fähig bin und womit ich fähig bin, ich eine Verbindung mit Ihm enthülle. Und dann gibt Er mir in Seiner Hinwendung zu mir, was mir fehlt, wenn ich selbst nicht weiß was. Und so schreiten wir voran.
Schüler: Ist es richtig, dass die Verbindung von Bina mit Malchut die Struktur der Welten ist, und die Verbindung von Malchut mit Bina die Seelen sind, und deshalb gibt es eine Verbindung und die Seelen können in den Welten aufsteigen?
Ja.
Schüler: Sie haben vorhin geantwortet, dass wir unsere Verlangen zu einem großen Willen sammeln müssen. Wie sammelt man unsere kleinen Mängel zu einem Willen, auf welche Weise?
Wie führt man das aus? Einander näher sein, den anderen so gut wie möglich verstehen, sich miteinander verbinden, und dann werden wir einen gemeinsamen Mangel in etwas bekommen, sicher nicht in allem, aber wir werden einen gemeinsamen Mangel bekommen, den wir schon zum Schöpfer erheben und von Ihm die Füllung fordern können.
Schüler: Je mehr ich voranschreite, entdecke ich, dass der Mangel, den ich hatte, kein richtiger Mangel war. Wie verstehe ich, was ein richtiger Mangel ist, damit ich danach nicht enttäuscht werde?
Dass du enttäuscht wirst, ist gut, das bedeutet, dass du den Mangel gegen einen höheren Mangel austauschen musst. Also sorge dich nicht deswegen.
Sprecher: Abschnitt Nummer 5.
„Erheben von MaN“ bedeutet, dass man Oben einen Mangel hervorruft. Wir müssen verstehen, wie man sagen kann, dass die Unteren Oben einen Mangel hervorrufen. Man muss wissen, was „Mangel“ bedeutet: Es ist bekannt, dass ein Kli „Mangel“ genannt wird, das heißt, wenn es einen Mangel gibt, gibt es einen Platz, an dem die Füllung diesen Mangel ausfüllen kann.
Da es seitens des Ausströmenden keinerlei Verzögerung beim Geben gibt – denn Sein Wille ist es, Gutes zu tun – und alles, was wir an Verhüllung des Lichts sehen, daher kommt, dass die Unteren keine Kelim haben, um den Überfluss zu empfangen, gilt: Wenn der Untere erwacht, sich zu reinigen, und ihm Kraft fehlt, und er den Schöpfer bittet, ihm zu helfen, dann steigt dieser Mangel nach Oben. Nun hat der Höhere ein Kli, um ihm Überfluss zu geben. Dies nennt man „Erheben von MaN“. (RABASH, 1986/7 Die Wichtigkeit des Gebetes der Vielen)
Schülerin: Was ist die Verbindung zwischen Mangel und Glaube an den Schöpfer?
Glaube an den Schöpfer ist eine Kraft, durch die wir uns dem Schöpfer nähern und auf Ihn einwirken können. All das entsteht aus dem Mangel. Das Geschöpf ist Mangel, und wir richten durch unser Studium, durch die Verbindung zwischen uns, unsere Mängel so aus, dass sie richtig auf den Schöpfer ausgerichtet sind.
Schülerin: Ist es gut, aus Verzweiflung zum Schöpfer zu schreien, eine solche Verzweiflung, dass es schon schmerzt zu schreien?
Das ist gut, aber man muss es richtig nutzen, auf rationale Weise. Das heißt, man kann nicht auf einem Bein voranschreiten, sondern nur mit zwei Beinen. Es muss ein Gleichgewicht zwischen dem Willen zum Schöpfer und der Willenskraft geben. Deshalb wollen viele, aber sind nicht fähig zu vollenden. Sie haben einen Willen zum Schöpfer, aber es ist nur ein roher Wille, wie bei einem Baby. Um den Schöpfer zu erlangen, wird außer diesem Willen noch eine Ergänzung dazu benötigt, das heißt zu wissen, was genau ich will, wofür, und so weiter. Und dann gibt es einen zielgerichteten Willen, und auf diesen Willen antwortet der Schöpfer.
Schüler: Wie kann man ständig suchen und einen Mangel finden, dem Schöpfer zu geben?
Man muss damit die ganze Zeit gehen. Bei allen Dingen in deinem Leben, wenn du etwas tust, egal was, muss es einzig und allein sein, um zum richtigen Mangel nach dem Schöpfer zu gelangen. Und dann wenden wir uns an Ihn und erhalten eine Antwort.
Schüler: Geht es um jeden Mangel?
Nein. Es geht um den Mangel, den du an den Schöpfer richten willst.
Schüler: Kann ich in allem einen Mangel finden? Kann mich alles dazu führen, einen Mangel zu finden?
Nein. Es hängt davon ab, wie sehr der Mensch auf den Schöpfer ausgerichtet ist und in sich einen Mangel nach dem Schöpfer organisieren will.
Schüler: Sie haben geantwortet, dass wir einen richtigen Willen erwerben und ihn so analysieren müssen, dass er dem Schöpfer angenehm ist. Wo muss man diese Klärung beenden, damit sie nicht den Willen beeinflusst, ihn beschädigt?
Ich weiß nicht, wie ich dir antworten soll. Du musst die ganze Zeit spüren, mit welchem Willen du dich an den Schöpfer wendest, und dann wird dir klar sein, wo der Punkt ist, an dem du aufgehört hast, dich an den Schöpfer aus dem Bedürfnis deiner Freunde oder des ganzen weltweiten Kli im Allgemeinen zu wenden, und angefangen hast, dich an Ihn zu wenden, damit Er dich persönlich füllt.
Schüler: Er schreibt: "In der Arbeit ist zu erklären, dass die Angelegenheit von Höherem und Unterem bedeutet: Zustand 1 wird Höherer genannt und Zustand 2 wird Unterer genannt." Und dann fährt er mit der Erklärung fort, dass man immer in Bewegung sein muss, nicht in Befriedigung. Wie sollen wir das richtig verstehen, dass Zustand 1 der Höhere ist und Zustand 2 der Untere?
Verstehen, dass das Hauptsächliche für uns der Mangel sein muss, den wir im Höheren erwecken können. Und dann wird der Höhere mit diesem Mangel arbeiten, sich uns zuwenden, unseren Zustand korrigieren und ihn füllen. Das Hauptsächliche ist die Hinwendung zum Höheren, und danach, wie sehr ich in diesem Mangel eingeschlossen sein will, der mich zum Höheren erheben kann, von unten nach oben.
Schüler: Aber er spricht hier von zwei Zuständen, Zustand 1 höher, Zustand 2 unterer. Wessen zwei Zustände sind das, des Zehners, des Menschen?
Zwei Zustände, Höherer und Unterer. Der Untere erweckt den Höheren, und der Höhere kommt schon mit seinen Kräften zum Unteren herab und beginnt, sich um ihn zu kümmern.
Schüler: Wie sind diese zwei Zustände überhaupt miteinander verbunden?
In diesen beiden Zuständen gibt es sowohl Höheren als auch Unteren und eine Verbindung zwischen ihnen.
Schüler: Das heißt, es gibt einen Zustand, in dem der Mensch in Bezug zum Schöpfer ist, und einen anderen Zustand, in dem der Mensch in Bezug zum Schöpfer ist?
Nein. Ein Zustand, in dem der Mensch in sich selbst ist, und ein anderer Zustand, in dem er im Höheren eingeschlossen ist, im Höheren eingeschlossen sein will, und dann will der Mensch zwischen diesen beiden Zuständen, zwischen diesen beiden Ebenen, aufsteigen.
Schüler: Sagt er: Bemüht euch, die ganze Zeit die Wahrnehmung der Wirklichkeit als Verbindung zwischen zwei Zuständen zu erfassen?
Bemüht euch, den Unterschied zu erfassen, der zwischen euch und dem Höheren besteht. Mit diesem Unterschied, der zwischen euch und dem Höheren besteht, zu arbeiten, um die Kraft zu erhalten, wie der Höhere zu sein.
Schüler: Wenn der Mensch einen Moment der Befriedigung für sich selbst hat, ist das ein Zeichen, dass er diese Verbindung schon verloren hat?
Das ist schon nicht gut. Es kann sein, dass er nicht verliert, es kann sein, dass der Höhere mit ihm Übungen macht, die ihm fehlen.
Schüler: Das heißt, auch fehlende Verbindung ist eine Art Handlung des Höheren, um den Menschen dazu zu bringen, die Verbindung zu erbitten?
Richtig.
Schülerin: Wie kann man einerseits den Mangel erwecken und andererseits den Schöpfer in jedem Zustand rechtfertigen?
Ich denke, das ist eine Regel in unserer Verbindung zum Höheren. Wir wollen in jedem Zustand mit Ihm verbunden sein, und deshalb, wenn wir von Ihm einen Mangel erbitten, dann muss der Mangel aus unserer Anstrengung sein, unserem Zustand gegenüber dem Höheren, und dass wir das nicht loslassen. So werden wir zum Höheren aufsteigen.
Schülerin: Wenn ein Zehner zu einem gemeinsamen Mangel kommt, erschafft er ein Kli zur Füllung. Kommt das darin zum Ausdruck, dass der ganze Zehner zusammen als Kli eine Einwirkung auf den Höheren ausübt oder eine gemeinsame Füllung vom Höheren empfängt? Was ist der Zustand des Übergangs zwischen dem gemeinsamen Mangel und der Verbindung mit dem Höheren?
Ein gemeinsamer Mangel ist innerhalb der Gruppe. Die Verbindung zum Höheren ist schon ein anderer Mangel, zum Erheben der Gruppe, sagen wir, um zum Zustand des Gebenden zu gelangen.
Schülerin: Gibt es eine Möglichkeit für eine Gruppenaktion, um zum Zustand eines Gebenden gegenüber dem Höheren zu gelangen?
Wenn die Gruppe sich in sich selbst verbindet, dann kann sie sich auch mit dem Höheren verbinden und sogar mit dem noch Höheren. Alles hängt davon ab, wie sie sich organisieren. Aber das Hauptsächliche ist, dem Höheren zu geben. Dieses Ziel darf man nicht verlassen.
Schüler: Wir sprechen jetzt in den letzten Unterrichten über den Aufbau eines gemeinsamen Mangels. Wie muss dieser Mangel die ganze Zeit die Sehnsucht erhalten, als einer dem Höheren zu geben, durch die Freunde zu geben, außerhalb meiner selbst zu geben?
Zusammen. Ganz einfach, zusammen dem Höheren geben. Ein Mensch allein kann nicht geben. Es muss trotzdem eine Verbindung zwischen mehreren geben.
Schülerin: Im Artikel schreibt er, dass es seitens des Ausströmenden keine Verzögerung beim Geben gibt. Wenn wir im Zehner ein Gebet erheben, in der Ordnung, in den Psalmen, oder in "Shamati" und in den Artikeln, was verpassen wir, was fehlt uns noch im Gebet, dass wir Kraft haben, dass der Schöpfer uns nicht ablehnen kann und uns den Mangel gibt?
Der Schöpfer ist dazu bestimmt, uns zu einer höheren Stufe zu erheben als jeder, der sich befindet. Deshalb müssen wir für jeden den Mangel vorbereiten, zu spüren, wie dieser Mangel mit den Mängeln der Freunde verbunden sein kann, und dann sich an den Schöpfer wenden.
Schülerin: Was noch im Gebet hinzufügen, wie können wir uns das Gebet so gestalten, dass der Schöpfer es nicht ablehnen kann?
Uns fehlt die Verbindung zwischen uns. In dem Maße, wie wir uns untereinander verbinden, können wir zum Schöpfer gelangen und Er wird unseren Mangel hören.
Schülerin: Ich habe gehört, dass Sie gesagt haben, dass der Mensch durch das Studium den Höheren verstehen, sich Ihm nähern und sich mit Ihm verbinden muss. Was bedeutet es, sich dem Höheren zu nähern oder den Höheren zu verstehen? Wie kann ein Mensch den Höheren verstehen, solange er im Willen zu empfangen ist?
Mit dem Mangel, den der Mensch hat, muss er mit seinen Freunden arbeiten, allein ist es sehr schwer, nur Auserwählte können es irgendwo, aber was wir brauchen ist, uns mit unseren Freunden zu verbinden, und zusammen mit ihnen den gemeinsamen Mangel zu finden und diesen gemeinsamen Mangel zum Schöpfer zu erheben. Dann erreichen wir diese Kraft des Mangels und diese Intensität, diese Form, die sein muss. Und der Schöpfer kann uns dann in diesem Mangel Seine Antwort geben.
Schülerin: Sie haben gesagt, dass wir im Zehner uns mit dem Höheren und dem noch Höheren verbinden können. Wie verbindet man sich damit?
Wir haben die Möglichkeit, mit dem Höheren und dem noch Höheren von Ihm verbunden zu sein. Diese Möglichkeit existiert, wenn wir darum bitten. Dafür müssen wir genügend Mängel haben, Verlangen, uns mit dem Höheren zu verbinden, und mit dem noch Höheren, also lasst uns anfangen, uns damit zu beschäftigen, und dann werdet ihr sehen, wie es funktioniert.
Schüler: Wir haben viele Verlangen, aber nicht alle werden zu Mängeln. Unser Körper weiß, das Verlangen in uns in einen Mangel nach Liebe, nach Hunger, nach Durst zu verwandeln, aber wie können wir ein Verlangen nach Spiritualität in einen solchen Mangel verwandeln? So wie der Hunger mich nicht loslässt, so dieser Mangel?
Das ist nur zusammen. Zum Beispiel, wenn ihr euch nach dem Unterricht versammelt und entscheidet, dass das für uns wichtig ist, und über diesen Mangel sprecht, und darin sein und euch darin einschließen wollt, und diesen Mangel stabilisiert ihr in euren Mängeln zusammen, und erhebt ihn zum Schöpfer, dann entsteht ein starker Wille, und der Schöpfer kann schon nicht ablehnen.
Schüler: Also nur die Wichtigkeit, die man von den Freunden empfängt?
Ja.
Schülerin: Wie bewahrt der Mensch sein Herz, während er sich an den Schöpfer wendet, dass dort keine Entfernung oder Absicht für sich selbst sein wird?
Das ist durch Übungen. Einzig und allein durch Übungen. Wir müssen verbunden sein und das Ziel muss uns klar sein, und wir müssen spüren, wie sehr wir in einer immer stärkeren Verbindung von uns dadurch zu einer immer höheren Stufe aufsteigen können, näher zum Schöpfer hin.
Sprecher: Abschnitt Nr. 6, der Rabash schreibt:
"Die Arbeit des Menschen besteht darin, gute Taten zu tun, das heißt Tora und Gebet zum Schöpfer, damit der Schöpfer uns hilft, die Schechina aus dem Staub zu erheben. Dies wird „Erwachen von unten“ genannt, also dass die Unteren einen Mangel erwecken. Das ist, was wir sagen: „Möge es Dein Wille sein“, das heißt, dass es Oben einen Willen geben möge, unsere Mängel zu füllen.
Dies ist die Bedeutung der Worte: „Sie sollen Mir eine Hebopfergabe nehmen“, die im Sohar so erklärt werden: „Erhebt das Hej“ – das heißt Malchut, die erniedrigt im Staub liegt, aus ihrer Niedrigkeit zu erheben. Doch dafür ist nötig, dass der Schöpfer sie erhebt, wie es heißt: „Der Barmherzige wird uns die gefallene Hütte Davids aufrichten.“" (Rabash, Artikel Nr. 183, „Arbeit ist das Wichtigste“)
Das ist es, was wir im Grunde erwarten müssen, dass es geschieht. Dass der Schöpfer, der Höchste von allen und der weiß, all diese Handlungen zu tun, eine solche Handlung an uns ausführt, dass das Königreich des Himmels das Größte über uns sein wird und wir es vom Staub zu den höchsten Höhen erheben.
Schüler: Bei diesen Übungen, durch die der Schöpfer den Menschen führt, um den Mangel zu vergrößern, müssen wir korrigiert sein, bevor wir den richtigen Mangel erheben?
Nein. Wir müssen untereinander verbunden sein, so gut wir es entsprechend unserer Stufe sein können, und diesen gemeinsamen Mangel jedes Mal zum Schöpfer erheben.
Schüler: Gibt es irgendeinen endgültigen Hauptmangel, Hauptwillen, nach dem der Zehner streben soll, und wenn ein bestimmter Mangel existiert, kann der Zehner ihn direkt am Anfang fordern, oder muss er danach streben?
Man braucht keine solchen besonderen Handlungen, sondern einfach sich bemühen, meinen Freunden näher zu sein, so sehr, dass ich spüre, uns alle als ein Ganzes schätze, und du willst dieses Ganze zum Schöpfer erheben, und dann wird Er es ausführen.
Schüler: Auf welche Eigenschaften muss ich beim Schöpfer neidisch sein, um meine Mängel zu spüren?
Ich denke, das Richtigste ist, im Schöpfer mit meinem Mangel eingeschlossen zu sein, an Ihm anzuhaften, und dann tue ich alles, was nötig ist, und verpflichte Ihn auch, wenn man so sagen kann.
Schülerin: Ist der Mensch von der Reaktion seines Zehners abhängig, oder hängt alles von ihm ab?
Der Mensch ist vom Mangel seines Zehners abhängig, und der Rest hängt von ihm ab.
Schülerin: Und muss der Mensch warten, dass es im Zehner eine Zusammenarbeit mit seinem Mangel gibt?
Das muss zwischen allen vereinbart sein.
Schüler: Was muss das Gleichgewicht zwischen Erweckung von unten und Erweckung von oben sein, und ist es überhaupt möglich, zum Zustand der Erweckung von unten zu gelangen, dass ich die Morgenröte erwecke, bevor die Morgenröte mich erweckt, das heißt, darauf den Schwerpunkt zu legen und dass dies die führende Sache sein wird?
Ja, ich denke, das ist wichtig. Deshalb steht geschrieben: "Mache deinen Willen wie Seinen Willen", dass wenn unsere Verlangen, mein Wille und der Wille des Schöpfers sich angleichen, dann verbinden sie sich zu einem Willen und dann wirkt das oberhalb der Stufe, auf der ich vorher war.
Schülerin: Wenn wir es schaffen, uns in einem richtigen und wahren Mangel gegenüber dem Schöpfer zu vereinen, kommt dann irgendein Zeichen dafür, ein inneres Zeichen oder ein gemeinsames Gefühl im Zehner?
Nein, sondern im Gebet des Menschen, dort spürt er, ob er in Kontakt mit dem Höheren tritt oder nicht. So funktioniert es.
Sprecher: Abschnitt Nummer 7. Der Rabash schreibt:
"Unsere Weisen sagten (Talmud, Shabbat 152): „Noch bevor ich etwas verloren habe, suche ich.“ Das bedeutet: Ein alter Mensch geht gebeugt und schaut stets zur Erde, als ob er etwas suche, und sagt: „Noch bevor mir etwas verlorengegangen ist, suche ich dennoch.“ – „Alt“ ist der, „der Weisheit erworben hat“, das heißt der Weise, „der das Künftige sieht“. Denn er kann in einen Abstieg geraten, um leere Kelim zu erwerben, damit der Schöpfer sie füllen kann. Andernfalls bliebe er in einem Zustand der Niedrigkeit, weil er keinen Mangel empfindet. Wenn er jedoch den Zustand des Aufstiegs verliert, beginnt er, nach Ratschlägen zu suchen, wie er erneut in der Spiritualität aufsteigen kann.
Daher beginnt derjenige, der „alt“ ist – also „weise und das Künftige sieht“ – schon zu suchen, wie er in der Spiritualität aufsteigen kann, noch bevor er den Zustand des Aufstiegs verliert. Er beginnt, alle Ratschläge zu befolgen, um auf den spirituellen Stufen voranzukommen, indem er im Zustand, in dem er sich befindet, nach Mängeln sucht. Dadurch erübrigt es sich, dass er in seiner Wichtigkeit herabgestoßen wird, um Mängel in sich zu entdecken, denn er sucht diese bereits selbst, um leere Kelim zu haben, die der Schöpfer füllen wird." (Rabash, 1989/27 Welche Rolle spielt das Leiden in der Arbeit?)
Schülerin: Wenn wir einen Mangel im Zehner entdecken, was müssen wir tun, was bringt uns näher zum Schöpfer, den Mangel innerlich zu klären oder zu enthüllen, woher der Mangel kommt, was die Quelle des Mangels ist?
Ich denke nicht, dass es so möglich ist, das zu teilen, aber das Stärkste, was wir brauchen, ist den Mangel zu enthüllen, der zwischen uns und dem Schöpfer besteht.
Schüler: Es steht geschrieben: "Der Mensch soll die Shechina aus dem Staub erheben." Wie erhebt man die Shechina aus dem Staub?
Shechina ist die allgemeine Kraft von Bina, und was wir aus dem Staub erheben müssen, sind Verlangen und Eigenschaften vom Willen für sich selbst zu empfangen, die noch "um zu empfangen" sind, deshalb werden sie "im Staub versunken" genannt. Wir müssen zuerst den Staub spüren, in ihm sehen, was wir zu "um zu geben" erheben können, und dann darum Erlösung bitten, dass der Schöpfer diese Verlangen rettet, sie erhebt, und dann können wir mit ihnen "um zu geben" arbeiten.
Schüler: Wie spüren wir den Staub?
Wir spüren den Staub, wenn unsere Verlangen alle nach unten gerichtet sind, zu uns selbst, nicht zur Spiritualität, nicht zum Himmel, daran spüren wir unsere Verlangen im Mangel des Staubes.
Schüler: Was bedeutet es, das Geborene zu sehen, "der Weise sieht das Geborene"?
Der Weise sieht das Geborene, das heißt, vom Zustand, in dem er sich befindet, kann er seinen nächsten Zustand sehen, nach dem Aufstieg, wie sehr er dadurch dem Schöpfer gibt.
Schüler: Wenn ich schon das Geborene sehe und weiß, dass ein Abstieg kommen wird, um einen Mangel zu enthüllen, was habe ich dann eigentlich jetzt während des Aufstiegs zu suchen?
Nein. Du suchst nicht zu fallen, das ist klar, aber du suchst, womit du noch geben kannst, und das verursacht dir sowohl Aufstiege als auch Abstiege.
Schüler: Wie entdecken wir einen gemeinsamen Mangel? Das ist das Hauptsächliche.
Einen gemeinsamen Mangel zu entdecken bedeutet, dass ihr einerseits auf ein Ziel ausgerichtet seid, und dann sucht aus diesem einen Ziel heraus jeder, wie er mit seinem Mangel auf dasselbe Ziel ausgerichtet sein kann, und wie er seinen Mangel verändern und auf dasselbe allgemeine Ziel ausgerichtet sein kann.
(Ende des Unterrichts)