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Einführung in die Weisheit der Kabbala
(Abschnitt 100 – 102)
Lektion 43
Morgenunterricht 15.08.2006 – Nach Bearbeitung
Abschnitt 100
"Wir sollten das im Buch der Schöpfung Geschriebene hinterfragen: dass die Zehn Sefirot „zehn und nicht neun sind, zehn und nicht elf“. Es wurde gesagt, dass die Sefira Daat in der Welt Nekudim initiiert wurde; somit gibt es elf Sefirot KaCHBaD SoN."
Die Struktur der Welt Nekudim ist Keter, Aba we Ima und SoN. Keter ist der Rosh de Hitlabshut, Aba we Ima sind der Rosh de Awiut, das allgemeine Pe de Nekudim ist das Pe de AwI, und SoN sind der Guf von AwI. Bis jetzt haben wir gelernt, dass Chochma und Bina Aba we Ima sind, SoN sind Seir Anpin und Malchut, und zusammen mit Keter sind es zehn Sefirot. Jetzt stellt sich heraus, dass die Rechnung nicht so einfach ist. Das liegt daran, dass in Gadlut der Welt Nekudim das Licht nicht wie gewöhnlich von oben nach unten durch Siwug de Hakaa übergeht wie in Zimzum Alef. In Gadlut der Welt Nekudim ist der Prozess anders: Das Licht tritt nicht durch Rosh Alef in Rosh Bet ein, macht Siwug de Hakaa im Pe de Rosh und tritt in den Guf ein.
In Gadlut der Welt Nekudim erscheint das Licht nicht unterhalb des Pe, bevor SoN einen Mangel zu Aba we Ima erheben. Nur dann werden Aba we Ima sich für SoN paaren, durch Keter Licht von Ejn Sof empfangen und es an SoN geben. Was ist der Nutzen davon? Auf diese Weise offenbaren SoN das Maß ihrer Bereitschaft, sich an Bina anzugleichen. Das ist die Korrektur in Nekudim.
In der Welt Nekudim müssen SoN zuerst die Absicht erwerben, um zu geben auf den Willen zu empfangen. In SoN gibt es den Willen zu empfangen; die Erhebung von MaN ist die Bitte, Kraft und Fähigkeit zu erhalten, mit dem Willen zu empfangen in der Absicht um zu geben zu arbeiten. Der Wille, dass es eine Absicht um zu geben geben soll, wird MaN genannt.
Daraus wird verständlich, warum es in Gadlut der Welt Nekudim keinen Siwug de Hakaa geben kann, sondern nur durch Erhebung von MaN. In dem Maße, wie das MaN aufsteigt, verpflichtet es Aba we Ima, in Siwug de Hakaa einzutreten und SoN zu gebären. SoN werden von Aba we Ima geboren, weil SoN selbst bestimmen, was sie sein wollen.
Nach Zimzum Bet und im Unterschied zu Zimzum Alef wird der Zustand, in dem Aba we Ima zusammen in Siwug miteinander sind, durch SoN bestimmt. SoN verbindet Aba we Ima und bringt sie in Siwug, in Verbindung. Diese Verbindung zwischen Aba we Ima wird Daat genannt. Während also in Zimzum Alef der Parzuf sich in Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin, Malchut teilt, teilt sich in Zimzum Bet der Parzuf in Keter, Chochma, Bina und Daat, die Chochma und Bina paart; und in Seir Anpin und Malchut, die zusammen SoN genannt werden.
Nach Zimzum Bet offenbart sich sozusagen eine zusätzliche Sefira, ein zusätzliches Kli, das von SoN zu Aba we Ima kommt und sie dazu bringt, in Verbindung zu treten. Dieser Mangel, das neue Kli, schließt sich den zehn Sefirot als zusätzliche Sefira an. Warum? Weil entsprechend dem neuen Mangel zwischen Chochma und Bina sich Chochma und Bina paaren und Licht an die Unteren geben. Die Sefira Daat leuchtet in einem neuen Licht, das es vorher nicht gab. Deshalb ist sie eine zusätzliche, neue Sefira.
Über die Sefira Daat wurde schon vor 4000 Jahren im Sefer Yezira geschrieben: "Zehn und nicht neun, zehn und nicht elf". Das heißt, wir sollen nicht denken, dass es zusammen mit der Sefira Daat mehr oder weniger Sefirot gibt – nicht neun und nicht elf. Warum "und nicht neun", damit wir nicht irrtümlich denken, dass es jetzt, zusammen mit der Sefira Daat, zehn Sefirot gibt, und vorher waren es nur neun. Das heißt, die Hinzufügung der Sefira Daat zu den zehn Sefirot ist "weder zum Nachteil noch zum Vorteil". Es ist einfach der zusätzliche Mangel, mit dem Seir Anpin Aba we Ima zum Siwug bringt.
In der Verkettung von oben nach unten, wie sie nach Zimzum Alef erfolgte, fanden Chochma und Bina das Gleichgewicht der Kräfte zwischen sich, ohne sich in die Unteren einzumischen. Aus der Vollkommenheit, von Ejn Sof, balancierten sich Chochma und Bina zwischen sich im besten Zustand aus, um die SaT zu gebären. Jetzt, nach Zimzum Bet, in dem Maße, wie Malchut die Eigenschaften von Bina empfangen kann, steigt der Mangel von Malchut zu Bina auf und wird Sefira Daat genannt. Das heißt, in der Struktur des Parzuf gibt es nichts Neues, obwohl sozusagen eine neue Sefira hinzugefügt wurde.
Im weiteren Verlauf des Studiums, wenn wir weitere Unterscheidungen im Parzuf klären, werden wir auch von dreizehn Sefirot lesen. Die Hinzufügung der Sefirot kommt, um die Existenz zusätzlicher Mängel zu betonen, die normalerweise auf einen Zustand hinweisen, der nicht vollständig korrigiert ist.
"Die
Antwort
ist,
dass
es
sich
überhaupt
nicht
um
einen
Zusatz
zu
den
Zehn
Sefirot
handelt,
denn
wir
haben
gelernt,
dass
die
Sefira
Daat
in
Wirklichkeit
SoN
sind,
die
zu
MaN
aufgestiegen
und
dort
verblieben
sind.
Deshalb
ist
es
hier
kein
Zusatz,
sondern
vielmehr
zwei
Unterscheidungen
in
SoN:
1.
SoN
auf
ihrem
Platz
unten,
die
als
Guf
gelten;"
die
eigentlichen
Kelim,
der
Guf
des
Parzuf.
"2.
SoN,
welche
im
Rosh
von
AwI
verbliebenen
sind,
da
es
sie
bereits
während
des
Erhebens
von
MaN
dort
gab
und
es
im
Spirituellen
kein
Verschwinden
gibt.
Somit gibt es hier keinerlei Zusatz zu den Zehn Sefirot, denn letzten Endes gibt es hier nicht mehr als Zehn Sefirot KaCHaB SoN. Und wenn ein Aspekt von SoN im Rosh von AwI verbleibt, fügt das rein gar nichts zu den Zehn Sefirot hinzu."
Die Erhebung von MaN ist die Bitte des Guf vom Rosh, Handlungen auszuführen, um dem Guf Kräfte und Fähigkeiten zu geben, um zu empfangen um zu geben. Der Guf verpflichtet den Rosh zu entscheiden. SoN, der der Guf ist, überwacht und bestimmt und leitet und verpflichtet den Rosh, Handlungen auszuführen. Nicht der Rosh führt Handlungen gegenüber dem Guf aus, sondern der Untere bestimmt durch seine Erhebung von MaN, was er sein will und was der Rosh für ihn entscheiden wird. Einerseits entscheidet der Rosh immer für den Guf, andererseits ist es der Guf, der den Rosh aktiviert und bestimmt, wie der Rosh zu aktivieren ist.
Das ist bereits der Beginn einer Verbindung, Gleichheit und Partnerschaft zwischen dem Unteren und dem Höheren.
Frage: Wenn Daat keine zusätzliche Sefira ist, warum wird sie dann Sefira genannt?
Gute Frage. Die Sefira Daat unterscheidet sich dennoch von den übrigen ursprünglichen Sefirot, die in der Verkettung von oben nach unten in den vier Phasen des direkten Lichts hervorkamen. Jede Sefira von den zehn Sefirot entspringt dem Schöpfer. Jede Sefira ist eine bestimmte Form, in der der Schöpfer den Mangel in Malchut erschaffen will und Malchut dazu verpflichten will, Ihn als Gebenden und sich als Empfangende zu fühlen. So baut das Licht von oben nach unten durch die Phasen Alef, Bet, Gimel und Dalet in Phase Dalet zehn Sefirot auf. Phase Dalet wird von den vorherigen Phasen eingeschlossen, von der Wurzel bis Gimel, und deshalb hat sie zehn Sefirot.
Das wird "vier Phasen des direkten Lichts" genannt. Direktes Licht bedeutet direkte Einflussnahme vom Schöpfer. Direkte Einflussnahme bedeutet, dass der Schöpfer dem Geschöpf das Gefühl von Genuss gibt und es fühlen lässt, wer Er ist, das heißt, wer der Geber des Genusses ist. So wird das Geschöpf erschaffen. Was ist der Nutzen bei der Erschaffung des Menschen aus dem Gefühl des Genusses und dem Gefühl des Gebers des Genusses? Als Ergebnis davon muss das Geschöpf reagieren, wie der Schöpfer sein wollen, empfangen um zu geben, feststellen, dass man das tun kann.
Um diese Handlung auszuführen, um wie der Schöpfer sein zu wollen und zu empfangen um zu geben, stellt das Geschöpf zwischen sich und dem Schöpfer eine Art Trennwand auf, die Daat genannt wird, und entscheidet, dass der Höhere ihm entsprechend seiner Entscheidung geben soll. Das Geben des Höheren wird MaD genannt und die Bitte vom Unteren wird MaN genannt.
Der Schöpfer will dem Geschöpf geben – das Geschöpf will dem Schöpfer geben. Der Schöpfer will fühlen, dass das Geschöpf von Ihm empfängt und genießt. Das Geschöpf will fühlen, dass der Schöpfer von ihm empfängt und genießt. Wo treffen sie sich? In der Sefira Daat. So erreicht das Geschöpf den Schöpfer und der Schöpfer fühlt das Geschöpf als ihm gleich. Das Geschöpf ist nicht mehr ein "kleines Kind", das dem Schöpfer ähnlich sein und solche und andere Handlungen ausführen will. Sondern in dem Maße, wie es den Schöpfer erreicht, wird es wie Er. All das kommt im Aspekt Daat zum Ausdruck.
Von oben nach unten gibt es keine Sefira Daat. Von unten nach oben, besonders nach dem Zerbrechen der Gefäße, gibt es die Sefira Daat. Sie existiert als Mangel seitens des Unteren, sich dem Höheren anzugleichen. In den zehn Sefirot gibt es keine Sefira Daat. Die Sefira Daat existiert über den zehn Sefirot, als zusätzlicher Mangel seitens des Geschöpfs, sich dem Schöpfer anzugleichen.
Eine viel tiefere Frage ist, ob in der Sefira Daat etwas zum Wesen des Geschöpfs hinzugefügt wird. Das heißt, ob das Geschöpf sich in die Schöpfung einmischt, ob es die Schöpfung verändert. Nun, die Antwort ist nein. Das Geschöpf verändert nichts. Sondern über die Bedingungen, die der Schöpfer als rechte Linie und linke Linie erschuf, die zusammen als Klipa und Kedusha verketten, fügt das Geschöpf seinen Willen ein, dem Schöpfer ähnlich zu sein. So baut das Geschöpf aus den zwei Eigenschaften, Chochma und Bina, seine mittlere Linie, seinen Stand, und erhebt sich.
Das Geschöpf ist die mittlere Linie, eine Stufe, die als zehn Sefirot aufsteht, aber als zehn Sefirot entsprechend seinem MaN. In der mittleren Linie baut und erschafft das Geschöpf sozusagen sich selbst, seine Gestalt, in der Gestalt des Schöpfers. Es gibt sein Kli, und darin kleidet sich der Schöpfer entsprechend der Gleichheit der Form ein. Es gibt viele Wege, dies zu beschreiben.
Für unsere Zwecke ist die Sefira Daat keine Neuerung in der Struktur des Geschöpfs. Die Sefira Daat ist der Mangel, in dessen Maß wir dem Schöpfer ähnlich sein wollen, ein Mangel, der Schritt für Schritt wächst. Die Stufenleiter verändert sich nicht. Die Stufen verketteten sich in einer bestimmten Form und das Geschöpf bestimmt nur, dass es dieselben Stufen von unten nach oben durchlaufen will. Der Mangel, eine zusätzliche Stufe zu erwerben, Stufe für Stufe, ist die Sefira Daat. Die Stufen selbst sind vorbereitet und von vornherein festgelegt, von oben nach unten. Der Weg von unten nach oben und der Weg von oben nach unten sind derselbe Weg, nur dass der Weg von unten nach oben mit der Voranstellung der Erhebung von MaN gemacht wird.
Frage: Hat auch die Sefira Daat Reshimot?
Daat ist kein Reshimo. Daat ist das, was das Geschöpf aus allen Reshimot klärt. Es gibt darin eine Klärung, in der das Geschöpf sich selbst und den Höheren prüft und das MaN reift. In der Enthüllung der Reshimot offenbart sich die Awiut. Aus den Reshimot beginnt das Geschöpf zu arbeiten, und nach den Klärungen wird MaN geboren.
MaN ist ein Ergebnis der Anstrengung auf die Reshimot, die im Geschöpf erwacht sind. MaN ist ein Mangel, wie der Höhere zu sein. Als Ergebnis der Klärung der Reshimot versteht das Geschöpf seine Begrenzungen, worin es dem Höheren ähnlich sein kann und worin nicht, und bittet um Kräfte, ihm ähnlich zu sein. In einem bestimmten Maß weiß es sogar, dass der Höhere die Handlung an ihm ausführen muss.
Sicherlich ist in jedem der Zustände: Ibur, Yenika und Mochin, das MaN völlig unterschiedlich. Ein Baby zum Beispiel weint und weiß nicht warum. Es tut ihm weh, und im Unterbewusstsein, ohne zu fühlen, bittet es. Sein Weinen ist ein direktes Ergebnis eines ungeklärten Mangels. Wenn das Baby wächst, versteht es schon, was es will, und auch seine Mutter versteht es. Im Gegensatz zum Baby kann das Kind auch mit Worten bitten oder von der Mutter verlangen, dass sie es auf den Arm nimmt, weil es durch sie etwas erreichen will oder den Höheren auf andere Weise benutzen will.
Schließlich wächst das Kind dazu heran, selbst ein Höherer zu sein, in seiner ganzen Stufe. In unserer Welt sehen wir nicht, dass die Erwachsenen uns auch dann helfen, wenn wir erwachsen sind. Dagegen entdeckt ein Mensch, der spirituell wächst, dass er sich innerhalb einer Umgebung befindet, innerhalb der Gesamtheit aller Seelen, und sie sind sein Höherer. In unserer Gesellschaft in dieser Welt fühlen wir nicht, dass unser Höherer die Gesellschaft ist.
Frage: Wie kann es sein, dass der Untere MaN erhebt, bevor er geboren ist?
Der Untere kann nicht geboren werden, ohne die Phasen des Ibur im Mutterleib zu durchlaufen. Der Mutterleib wird Bina genannt. Wenn der Untere sich selbst gegenüber Bina annulliert, über all die Awiut, die in ihm immer wieder stärker wird, durchläuft er Geburtsmonate.
Im Ibur geht der Untere mit geschlossenen Augen, über dem Verstand. Über alles, was er hat, nimmt er die Eigenschaften von Bina auf sich. Während des Ibur müssen wir den Höheren annehmen, das heißt die Welt, in der wir leben, als Mutterleib, als gut und Gutes tuend, ohne Kritik. Während des Ibur hat der Untere keine Möglichkeit, den Höheren mit den Massachim zu kritisieren, die er hat. Er kann sich nur gegenüber dem Höheren annullieren. Das wird Geburtsmonate genannt.
Frage: Wir lernen, dass wir MaN voranstellen müssen, um spirituell geboren zu werden...
In unserem jetzigen Zustand reift unser MaN, wenn wir uns selbst zum richtigen Ausdruck in der Gesellschaft bringen und von der Gesellschaft das Gefühl erhalten, dass wir uns in sie einschließen müssen ohne jeglichen Verstand. Wir müssen von der Gesellschaft die Erkenntnis der Größe des Ziels erhalten und gleichzeitig fühlen, wie sehr wir nicht darin sind, unsere Niedrigkeit erkennen. Von diesen beiden Polen, vom Gefühl, das sich im Herzen ansammeln wird, wird die Erhebung von MaN kommen. Während des Studiums werden wir fühlen, dass wir eine Heilung brauchen, die uns aus unserem Zustand rettet. Wir werden fühlen, dass wir die Niedrigsten von allen sind, dass wir nicht fähig sind, etwas für das Ziel zu tun, das unser ganzes Leben ist. Wenn wir solch einen Mangel haben, werden wir MaN haben.
Frage: Was ist die Partnerschaft, von der Baal HaSulam spricht?
Partnerschaft zwischen Bina und Malchut. Nachdem der Punkt im Herzen im Menschen erwacht ist, geht er daran, ihn in Bezug auf Bina zu verwirklichen. Obwohl er nichts versteht und nichts weiß, beginnt er zu lernen. Wenn er ein wenig hört und richtig handelt, dann wird er als Ergebnis des Studiums, der Gesellschaft und allem anderen in das System eingeschlossen, das der Höhere für ihn ist. Die Gesellschaft ist der Mutterleib, das Gefäß, in dem er wächst, der Körper, von dem er eine Zelle ist. Dort, in der Gesellschaft, drückt er seinen Willen zu geben aus. So empfängt er durch die Gesellschaft, und es ist nicht wichtig, auf welcher Stufe sich die Gesellschaft befindet, eine Enthüllung von Lichtern. Er empfängt sie, weil er seine Annullierung gegenüber der Gesellschaft ausgedrückt hat. Und es ist nicht wichtig, was die Gesellschaft fühlt.
Das Zerbrechen der Gefäße (Shwirat ha Kelim) und deren Sturz in die Welten BYA
Abschnitt 101
"Nun haben wir gründlich das Erheben von MaN und die Sefira Daat erläutert, welche als Kelim de Panim de SaT de Nekudim betrachtet werden, die entstanden und zu Aba we Ima aufgestiegen sind. Denn Aba we Ima empfingen das neue Licht von AB SaG de AK aus SoN de AK in der Form des Punktes von Shuruk. Sie ließen das Untere Hej von Nikwej Ejnaim zu Pe absteigen, ihre Kelim de Achoraim aufsteigen, welche in die SaT de Nekudim gefallen waren. Deswegen stiegen die Kelim de Panim de SaT, welche an die Kelim de Achoraim de Aba we Ima anhafteten (Punkte 89–94), ebenfalls auf. SaT de Nekudim wurden dort zu MaN und brachten Aba we Ima in den Zustand von Panim be Panim (Angesicht zu Angesicht) zurück.
Da das Untere Hej, welches Bchina Dalet ist, auf ihren Platz zu Pe bereits zurückgekehrt war, führte der auf diesem Massach der Bchina Dalet vollzogene Siwug de Hakaa zur Schaffung von zehn vollständigen Sefirot auf der Stufe Keter mit dem Licht Or Yechida (Punkt 84). SaT, welche dort als MaN einbezogen sind, empfingen ebenfalls diese großen Lichter von Aba we Ima. All dies wirkt nur von unten nach Oben, denn Aba we Ima sind Rosh de Nekudim, wo der Siwug stattfindet, der die Zehn Sefirot von unten nach Oben bildet.
Diese Lichter breiteten sich danach auch in den Guf aus, das heißt von Oben nach unten (Punkt 50). Und dann stiegen SaT samt allen in Aba we Ima empfangenen Lichtern ab, auf ihren Platz unten, und Rosh und Guf vom Parzuf Gadlut de Nekudim werden abgeschlossen. Eine derartige Ausbreitung des Lichts (Hitpashtut) wird als Taamim des Parzuf Gadlut de Nekudim definiert (Punkt 26)."
Der Eintritt des Lichts in Keter de Nekudim in der Ausbreitung von oben nach unten wird Cholam genannt. Der Eintritt des Lichts in Aba we Ima de Nekudim wird Shuruk genannt. SoN erheben MaN durch die Erweckung, die sie von Jessod de AK empfangen, und verpflichten Aba we Ima, vom Zustand von Panim be Achor überzugehen, wenn in Aba Chochma ist und in Ima nicht, zum Zustand von Panim be Panim. Der Zustand von Aba we Ima Panim be Panim wird Sefira Daat genannt. Vom Siwug von Aba we Ima Panim be Panim wird zu den Unteren ein Licht hingezogen, das Chirik genannt wird.
An diesem Punkt müssen wir aufpassen, nicht zwischen dem Massach de Chirik, der das Zerbrechen der Gefäße verursachte, und dem Massach de Chirik zu verwechseln, der als mittlere Linie dient, wenn SoN MaN erheben und MaD fordern, mit der Bewahrung, dass es kein Zerbrechen geben wird. Der Massach de Chirik, der das Zerbrechen der Gefäße verursacht, arbeitet mit dem ganzen Licht, mit dem Licht von Ejn Sof. Das Licht, das zum Siwug von Aba we Ima Panim be Panim kommt, ist das Licht von Ejn Sof, das Licht der Endkorrektur, Licht, das Galgalta Ejnaim von SoN und ACHaP von SoN füllen will.
Wenn Aba we Ima sich Panim be Achor befinden und nichts zwischen ihnen ist, befinden sich SoN in Katnut. Wenn SoN eine Erweckung von Jessod de AK empfangen und ihren Mangel zu Aba we Ima erheben, offenbart sich die Sefira Daat, die Aba we Ima verbindet. Als Ergebnis davon kommt Licht von Keter de Nekudim, durch die Verbindung zwischen Aba we Ima, zu SoN. Und von Galgalta Ejnaim von SoN geht es zu ACHaP von SoN über (siehe Zeichnung Nr. 6).
Frage: Ist die Sefira Daat für das Zerbrechen der Gefäße verantwortlich?
Natürlich, ohne die Bitte von unten nach oben von SoN wäre nichts geschehen.
Beschreiben wir noch einmal die Phasen, die zum Zerbrechen führten, nach der Ordnung von Ursache und Wirkung (siehe Zeichnung Nr. 7 und 8). Die Welt Nekudim kam in Katnut heraus. Es gibt darin Keter, Aba we Ima und SoN. Unter ihnen befindet sich die Parssa. Keter hat Galgalta Ejnaim und ACHaP. Aba we Ima haben Galgalta Ejnaim und ACHaP, und SoN haben Galgalta Ejnaim und ACHaP. Die ACHaP des Höheren befinden sich innerhalb der Galgalta Ejnaim des Unteren. Auf ACHaP de Keter kleiden sich Galgalta Ejnaim von Aba we Ima ein, auf ACHaP de AwI kleiden sich Galgalta Ejnaim de SoN ein, und ACHaP de SoN befinden sich unterhalb der Parssa. Das ist die Struktur der Welt Nekudim in Katnut. Man verwendet darin nur Galgalta Ejnaim.
Danach kommt von oben ein Licht, das Cholam genannt wird und Gadlut zu Keter gibt (die Gadlut kann man in der Zeichnung nicht im richtigen Maßstab darstellen). In der Stufe von Gadlut erhebt Keter seine ACHaP zurück zu seiner Stufe. Wenn er in Katnut nur Galgalta Ejnaim hatte, so hat er jetzt, in Gadlut, zehn Sefirot. Die Gadlut von Keter erhebt zu Keter auch Galgalta Ejnaim von Aba we Ima, und das Licht, das die Gadlut für Keter erleuchtet, wird Cholam genannt, das ist Or Chochma.
In Katnut von Nekudim waren die ACHaP von Keter in Aba we Ima gefallen. Als Ergebnis der Gadlut in Keter kommt auch in Aba eine Stufe von Gadlut heraus, auf der Stufe von Aba we Ima Ilaain (der Begriff AwI Ilaain wird in den nächsten Lektionen erklärt. Der Herausgeber). Aba wendet sein Angesicht zu Ima, und Ima will nichts. Das Licht des Cholam beeinflusst sie nicht. Sie befindet sich im Zustand von Achor. (Die Zustände von Panim und Achor – Panim be Panim, Panim be Achor, Achor be Panim und Achor be Achor – erklärt Baal HaSulam ausführlich im Talmud Esser haSefirot.) Um die Verbindung zwischen Ima und SoN zu betonen, sagen wir, dass Aba sich oben befindet und Ima unten. Ima wartet. In SoN ist nichts. Auch SoN warten, sie sind noch in Galgalta Ejnaim und verwenden ACHaP nicht. Or Chochma, das in Aba und in GaR von Ima ist, wird Shuruk genannt.
Danach kommt ein Leuchten zu Jessod de AK durch den Tabur de AK (siehe Zeichnung Nr. 8), und als Ergebnis davon erwachen die ACHaP von SoN. Wenn sie Kraft von Bina erhalten, wird es möglich sein, auch sie in der Absicht um zu geben zu verwenden. Deshalb erwecken ACHaP von SoN die Galgalta Ejnaim von SoN, die Ima erwecken. Das wird Erhebung von MaN genannt. Dieses MaN, der Wille von SoN, in Gadlut zu sein, von Aba we Ima zu empfangen, wird "Daat" genannt.
Wenn also in Gadlut von Nekudim Keter, Aba we Ima und Daat zwischen ihnen sind. Daat ist MaN, der Mangel von SoN. Wenn Aba we Ima sich auf die Sefira Daat paaren und das Licht von Gadlut unterhalb der Parssa geben, geschieht das Zerbrechen.
Frage: Warum kommt die Erweckung von SoN gerade von Jessod de AK und nicht von Malchut de AK?
Malchut und Jessod sind dasselbe. Auf Jessod de AK kleidet sich das Pe von Aba we Ima ein. Jessod de AK ist die mittlere Linie in Galgalta, Bina kleidet sich darin ein und übergibt ihm die Eigenschaft der Partnerschaft von Bina und Malchut. Deshalb kommt von dort, vom Gefühl der Partnerschaft zwischen Bina und Malchut, die Erweckung zu SoN de Nekudim. Bina, die zu Malchut leuchtet, sagt ihr, dass sie die Kraft hat, zur Endkorrektur zu gelangen, dass sie empfangen können wird um zu geben.
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Über
das
Studium
der
Einführung
in
die
Weisheit
der
Kabbala
und Frage: Warum ist es wichtig, die "Einführung in die Weisheit der Kabbala" zu studieren? Die "Einführung in die Weisheit der Kabbala" ist eine Zusammenfassung des "Talmud Esser haSefirot", eine Zusammenfassung der Weisheit der Kabbala. Die "Einführung" ist das Tor zur Weisheit der Kabbala, daher ihr Name. Wir befinden uns am Tor, genauer gesagt, wir müssen hoffen, dass wir uns am Tor befinden. Das Wichtigste, wie Baal HaSulam sagt, ist "vom Anfang bis zum Ende zu sehen". Das heißt, das Ende vom Anfang zu sehen, und vom Ende den Anfang zu verstehen. Man kann doch nichts lernen, ohne zu wissen, wozu. In jedem existierenden Zustand ist nicht der Zustand selbst das Wichtigste, sondern das Ziel, zu dem er existiert. Das Studium in der "Einführung in die Weisheit der Kabbala" ermöglicht uns, den Prozess und sein Ende zu erkennen, und vom Ende aus alle vorherigen Phasen zu verstehen, die über die Materie, über die Form und über die in Materie gekleidete Form durchlaufen werden; all die verschiedenen Unterscheidungen, bis sie zum unteren Menschen gelangen. Warum muss der untere Mensch einen Entwicklungsprozess im Verlauf unserer Geschichte in dieser Welt durchlaufen? Wie steigt der Mensch von unten nach oben auf? Die Antworten auf diese Fragen und viele weitere kann man aus der Kenntnis des breiten Bildes des ganzen Prozesses wissen, und besonders seines Endes. Deshalb lohnt es sich, die "Einführung in die Weisheit der Kabbala" zu studieren. Die Einführung präsentiert einen allgemeinen Überblick über die gesamte Entwicklung. Und aus dem allgemeinen Überblick offenbart sich die Notwendigkeit jedes einzelnen Zustands und die Fähigkeit, die Zustände zu rechtfertigen. Das Wichtigste beim Studium der Weisheit der Kabbala und das Wichtigste von allem ist natürlich das Heranziehen der Höheren Kraft auf das Geschöpf, die Kraft, die das Geschöpf korrigiert. Gleichzeitig fügen wir zur Unterstützung und Hilfe zum Studium über die Struktur der spirituellen Welten Artikel und Briefe über die Arbeit des Geschöpfs von unten hinzu. Diese Artikel behandeln unter anderem den Prozess, den die Menschheit im Verlauf der menschlichen Geschichte in dieser Welt durchläuft, die Verkettung von oben nach unten, die Aufgabe des Volkes Israel und die Art, wie all diese Details sich im Menschen zu einem Bild verbinden, das Wirklichkeit genannt wird. Die Wirklichkeit entfaltet sich vor uns in einer bestimmten Form, in vielen Details, aber sie selbst ist eine Vollkommenheit. Sie wurde sofort erschaffen und so existiert sie. Da das allgemeine, einheitliche, einzige Bild von vornherein existiert, kann es nicht sein, dass wir die Details, die sich uns entsprechend dem Maß unseres Verderbens und unserer Korrektur klären, richtig verstehen, bevor sich unseren Augen das allgemeine Bild offenbart. Deshalb müssen wir vor allem danach streben, all die vielen Daten zu einem Bild zu verbinden. So richten wir uns auf das Ziel aus und handeln. Das allgemeine Bild offenbart sich in dem Maße, wie wir investieren und voranschreiten. Die Investition ist seelisch. Als Ergebnis davon ist der Mensch bereit, das vollständige Bild zu empfangen. Frage: Und doch, in den Artikeln von Baal HaSulam und Rabash lernen wir, wie man in der Gruppe arbeitet, und in der "Einführung in die Weisheit der Kabbala" lernen wir über die Sefirot und die Struktur der Welten. Alles befindet sich in der "Einführung in die Weisheit der Kabbala". Denn in der "Einführung in die Weisheit der Kabbala" lernen wir über das allgemeine Bild, über die Struktur von Adam haRishon, über die Struktur der Welt Nekudim, über das Zerbrechen. Wir klären, wo das Zerbrechen geschah und warum die zerbrochenen Teile fielen. In Bezug auf uns befinden sie sich jetzt in dieser Welt. Im Studium der "Einführung" klären wir, wie wir jetzt handeln müssen, um uns zusammen zu verbinden und zum korrigierten Zustand aufzusteigen, der bereits existiert. Wir müssen uns nur in unserem Gefühl darin einschließen. All diese Themen sind Teil der "Einführung in die Weisheit der Kabbala" und des "Talmud Esser haSefirot", es gibt keinen Unterschied zwischen dem, was in der Sprache der Kabbala geschrieben ist, und dem, was in der Sprache des Gefühls oder der Sprache der Bibel geschrieben ist. Frage: Wenn wir TES studieren und es sehr schwer ist, das Material zu verstehen, betonen Sie immer wieder, dass wir versuchen sollen, in uns die Zustände zu fühlen, über die wir lernen. Im Gegensatz dazu betonen Sie beim Studium der "Einführung" mehr das Wissen, warum? Die "Einführung in die Weisheit der Kabbala" ermöglicht es, über die Zustände im Allgemeinen zu sprechen: über Bina, über Malchut, über die Parzufim. In der "Einführung in die Weisheit der Kabbala" geht Baal HaSulam nicht auf Details ein, deshalb können wir das Material irgendwie verdauen, oberflächlich. Wir lernen über Dinge, von denen wir nicht wissen, was sie sind – wer von uns weiß, was der Wille zu geben ist, die Handlung des Gebens oder Siwug – aber obwohl wir das Wesen der Dinge nicht verstehen, können wir im Allgemeinen ihre Verkettung beschreiben und wie sie die Schöpfung entwickeln. Auch wenn wir nicht im Gefühl erreichen und die wahre Form der Handlungen nicht verstehen, können wir die Logik der Verkettung in der Ordnung von Vorher und Nachher erfassen, obwohl uns die Regeln nicht bis in die Tiefe ihrer Natur klar sind. Wir können verstehen, dass das Licht und das Gefäß wirken und sich nach einer bestimmten Rechnung verketten – Gefäß, Licht und Massach zwischen ihnen. Wir wissen nicht genau, was sich im "Paket" befindet. Man sagt uns, dass es zehn Kilo wiegt; zehn Kilo können wir beschreiben, aber die Diamanten oder den Kies darin können wir nicht beschreiben. Das stört uns nicht. Vorerst sprechen wir über zehn, zwanzig oder dreißig Kilo, über Gadlut und Katnut, über oben und unten. Wir verstehen nicht genau, was "oben" oder "unten" sind, was die Zustände von Katnut und Gadlut sind. Aber in unseren Gefäßen beschreiben wir das Verhältnis zwischen ihnen, das Verhältnis zwischen dem Großen und dem Kleinen. Sicherlich beschreiben wir es nicht richtig, aber so können wir etwas sagen und uns mit etwas beschäftigen. In Schriften, in denen über große und umfassende Handlungen geschrieben wird ohne auf Details einzugehen, kann man mehr beim Verstand der Sache verweilen, das heißt, wie es geschieht. Aber an Stellen, wo die innere Grammatik der Handlungen erklärt wird, dort haben wir bereits ein Problem. Wenn wir in der "Einführung in die Weisheit der Kabbala" lesen, ist es nicht so schwer, in der richtigen Absicht zu bleiben. Das liegt daran, dass in der "Einführung" über allgemeine Themen gesprochen wird wie Ejn Sof, Galgalta, AB, SaG, MaH, BoN, Welt Nekudim, ABYA; und zusätzlich dazu geht man über sie in einer Übersicht. Man kann das allgemeine Bild erfassen: Schöpfer, Geschöpf und fünf Welten zwischen ihnen. Die Sorge, die Absicht des Studiums zu verlieren, den Gedanken, wozu wir lernen, ist nicht so groß. Im Studium der "Einführung in die Weisheit der Kabbala" kann man sich mehr in Details vertiefen und das Bild erweitern. Gerade wenn man sich in Details vertieft, kann man die Absicht bereichern, sich noch mehr mit der Absicht verbinden, mit der wir lernen. Das Studium in der "Einführung" verwirrt nicht so wie das Studium im "Talmud Esser haSefirot". Zum Beispiel: Selbst wenn wir über die "Sefira Daat" lernen, fragt ihr, wie sie mit dem Geschöpf verbunden ist. Während des Studiums "schleichen sich" Fragen ein wie: Wo befinden wir uns in diesen Prozessen? Wo ist das Geschöpf? Die Vermittlung des Materials im Allgemeinen ermöglicht es, sich nicht von der Absicht des Studiums zu trennen. Was nicht so im "Talmud Esser haSefirot" ist, wir befinden uns tausende Stufen unter dem gelernten Material und verwirren uns. Wenn wir in Details eintreten, "ertrinken" wir in ihnen und können uns nicht erinnern, wozu wir lernen. Deshalb betone ich beim Studium des "Talmud Esser haSefirot" das Gefühl, die Frage, wo das Studium über uns spricht. Wenn wir "Talmud Esser haSefirot" studieren, dürfen wir keinen Moment vergessen, dass diese Prozesse in uns geschehen. Wir müssen Wege suchen, wie wir das fühlen können. Das Problem ist, dass wir im "Talmud Esser haSefirot" über Prozesse lesen, die wir nicht beschreiben können, weil sie sich in uns ereignen. "Talmud Esser haSefirot" beschreibt die spirituelle Wirklichkeit bis ins kleinste Detail und ist in einer Form geschrieben, die es uns erschwert, an der Absicht des Studiums festzuhalten. Daraus wird verständlich, warum das Wichtigste beim Studium von TES die Absicht und die Sorge um die Absicht ist. Deshalb erinnern wir daran, auch während des Studiums an die Absicht zu denken. Im Gegensatz dazu kann man in der "Einführung in die Weisheit der Kabbala", gerade wegen des allgemeinen Bildes, das darin präsentiert wird, in Details eintreten und die Absicht verschwindet nicht. Es gibt einen großen Nutzen im Studium der "Einführung", und nicht nur einmal, sondern mehrere Male. Wir müssen ein allgemeines Bild haben. Während des Studiums von TES hilft es, die Position nicht zu verlieren: was man lernt, wozu usw. Man kann immer zur "Einführung" zurückkehren und von dort aus in das Studium von TES eintreten. |
Abschnitt 102
"Auch im Parzuf Nekudim werden die vier Unterscheidungen Taamim, Nekudot, Tagin und Otiot getroffen (Punkt 47). Dies ist so, weil alle Kräfte, die in den Höheren vorhanden sind, ebenso in den Unteren existieren müssen. Im Unteren sammeln sich allerdings zusätzliche Informationen über den Höheren. Wie bereits festgestellt wurde, wird das Wesen der Hitpashtut eines jeden Parzuf mit dem Namen Taamim bezeichnet. Nach seiner Ausbreitung ereignet sich der Bitush des Or Pnimi und Or Makif, und durch diesen Bitush wird der Massach stufenweise gereinigt, bis er sich dem Pe de Rosh völlig angleicht.
Da das Höhere Licht nie aufhört, vollzieht es den Siwug im Massach auf jeder Stufe der Awiut während seiner Reinigung. Dies bedeutet, dass, wenn er sich beim Übergang von Bchina Dalet zu Bchina Gimel reinigt, die Stufe Chochma darauf entsteht. Und wenn er Bchina Bet erreicht, entsteht die Stufe Bina. Wenn der Massach zu Bchina Alef gelangt, resultiert daraus die Stufe Seir Anpin, und wenn der Massach zu Bchina Shoresh gelangt, erzeugt er die Stufe Malchut auf ihm. Alle diese Stufen, die sich während seiner Reinigung auf dem Massach zeigen, werden als Nekudot bezeichnet.
Die Reshimot, welche von den Lichtern nach ihrem Austritt verbleiben, werden als Tagin bezeichnet. Die Kelim, welche nach dem Austritt des Lichts aus ihnen zurückbleiben, heißen Otiot, und nachdem der Massach von der ganzen Awiut de Guf vollständig gereinigt ist, ist er in den Massach de Pe de Rosh durch einen Siwug einbezogen, und ein zweiter Parzuf entsteht auf ihm."
Frage: Was ist der Fehler, der zum Zerbrechen führt?
Beim Zerbrechen offenbarte sich kein Fehler. Scheinbar irrte sich das Geschöpf, es wollte alles in der Absicht um zu geben tun. Aber nach den Daten, die es in Betracht zog, irrte es sich nicht. Es fiel, aber es wusste nicht, dass es fallen würde. Mit ganzem Herzen beabsichtigte es das Gute. Über solche Fälle in unserer Welt sagen wir: "Ich hatte nicht die Absicht" oder "Ich wusste nicht" usw. Das Zerbrechen ist ein Ergebnis der absichtlichen Täuschung von oben.
Das Zerbrechen geschah, weil das Geschöpf noch nicht den Raum zwischen sich und dem Schöpfer erreichen konnte. Vor dem Zerbrechen war dieser Raum noch nicht erschaffen worden. Die Kluft zwischen dem Punkt Jesh mi Ajn und dem Höheren Licht war dem Geschöpf noch nicht bekannt. Diese Kluft muss das Geschöpf aus dem Zerbrechen heraus entdecken. Und durch das Zerbrechen wird sie tatsächlich offenbart. Das Zerbrechen ist nichts Schlechtes. Das Zerbrechen ist eine Enthüllung, im Zerbrechen offenbart sich der Ort, an dem der Schöpfer nicht über das Geschöpf herrscht, oder der Ort, an dem das Geschöpf nicht über sich selbst herrscht. Mit anderen Worten, das Zerbrechen ist die Enthüllung des Ortes, an dem der Schöpfer dem Geschöpf keine Möglichkeit gibt, über sich selbst zu herrschen, weil an diesem Ort auch der Schöpfer selbst nicht über es herrscht. Im Zerbrechen offenbarte sich der Raum, in dem das Geschöpf existieren, sich selbst aufbauen kann.
In all den Kräften und Unterscheidungen vor dem Zerbrechen gibt es noch kein Geschöpf. Vor dem Zerbrechen verketten sich die Kraft des Willens zu empfangen und die Kraft des Lichts zusammen von oben nach unten, ineinander verwickelt, und balancieren sich in jedem Zustand aus. Der Massach zwischen ihnen balanciert sie so aus, dass sie in Gleichheit sind. Das Licht balanciert sich entsprechend der Awiut und die Awiut balanciert sich entsprechend dem Licht. Vor dem Zerbrechen gibt es noch kein Geschöpf. Es gibt zwei Naturkräfte: das Licht und das Ergebnis daraus, der Wille.
Nur in der Enthüllung des neuen Mangels, des Ortes des neuen Raums, offenbart sich die Fähigkeit, außerhalb der Gefäße und außerhalb der Lichter zu existieren, außerhalb der zwei Kräfte, die von oben kommen. Das ist die Absicht des Schöpfers von Anfang an, einen Ort für das Geschöpf zu offenbaren. Der Schöpfer kann diesen Ort nicht offenbaren, außer in der Kollision zwischen den Lichtern und den Gefäßen, eines gegen das andere. Nur so wird der Ort für das Geschöpf entstehen.
Erst nach der Geburt von "Adam haRishon", in dem die Fähigkeit registriert wird, außerhalb der Lichter und außerhalb der Gefäße zu existieren, und nach seiner Verkettung zu unserer Welt, beginnen wir, aus einem Zustand der Unbewusstheit, den Ort für das Geschöpf für uns zu ordnen.
Die Hauptarbeit von uns ist, den Ort zu klären, an dem wir vor uns selbst stehen, zu klären, was das "Ich" ist, wo sich der Mangel befindet, der nicht vom Schöpfer kommt – nicht von rechts und nicht von links, nicht von der Seite der Lichter und nicht von der Seite der Gefäße. Wir müssen klären, wo sich der Mangel befindet, der uns nicht nach "hinten und vorn hast Du mich geformt" verpflichtet, ein Mangel, der das "Ich" ist, das mittlere Drittel von Tiferet, Klipat Noga.
Worte werden nicht helfen. Diese Unterscheidungen müssen wir erreichen.
Wenn also der Ort für das Geschöpf das Wichtigste ist, was der Schöpfer von oben nach unten ordnen muss. Ohne einen Ort für das Geschöpf wird der Schöpfer kein Geschöpf haben. Jetzt, wenn die Sefira Daat sich offenbart, beginnt der Ort zu entstehen, an dem die Geschöpfe und die Gemachten existieren können. Dieser Ort existiert noch nicht, im Zerbrechen beginnt er nur zu entstehen.
Deshalb müssen wir, wenn wir über das Zerbrechen, über die Sünde oder über Adam haRishon lesen, der sündigte und stahl, verstehen, dass die Bedeutung und das Wesen dieser Begriffe in der Weisheit der Kabbala völlig anders sind als ihre Bedeutung in unserer Welt. Auch in unserer Welt verstehen wir nicht genau, wer sündigt, wer nicht sündigt, wer uns zum Sündigen bringt und warum.
So oder so müssen wir die Wichtigkeit des Zerbrechens verstehen. Im Zerbrechen entsteht die Gelegenheit für die Existenz eines Ortes für Geschöpfe.
Frage: Wo ist der Ort der Nekuda des Chirik?
In der Verkettung der Parzufim von oben nach unten offenbart sich die Nekuda des Chirik im Zerbrechen. Aber sie offenbart sich auch von unten nach oben. Im Sohar steht geschrieben, dass das Geschöpf die Nekuda des Chirik nach dem Zerbrechen von Adam haRishon verwendet, in der Arbeit in den drei Linien – rechts, links und Mitte. Das Geschöpf vereint die rechte Linie und die linke Linie zu einem eigenen Stand. Und das wird "Massach de Chirik" genannt.
Es gibt Chirik von oben nach unten, der das Zerbrechen der Gefäße verursacht, und es gibt Chirik von unten nach oben, der die mittlere Linie ist, der korrigierte Teil, das eigentliche Geschöpf. In der Verkettung von oben nach unten ist die Handlung sozusagen nicht gut gelungen. Im Gegensatz dazu dient in der Erhebung von unten nach oben der Chirik als Aufbau des Geschöpfs.