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Morgenlektion, 29.11.2007
Baal HaSulam, „Talmud Esser haSefirot“, Band 1, Teil 2, Innere Betrachtung, Punkte 14–22, Teil 3¹, Punkte 23–28
Vorleser: „Talmud Esser haSefirot“, Band 1, Teil 2, Innere Betrachtung, Seite 58, Spalte 2, Punkt 14.
Punkt
14
Der
Gegensatz
zwischen
dem
Geben
des
Lichts
und
der
Einkleidung
(Hitlabshut)
des
Lichts.
Dies ist nicht überraschend, denn es ist vernünftig zu denken, dass das wichtigere Licht die reineren Kelim einkleiden sollte, weil die Form des reinen Kli näher am Licht liegt. Warum heißt es hier also, je größer die Awiut, desto höher das Niveau?
In der Tat sollten wir wissen, dass die Frage der Einkleidung des Lichts in die Kelim das eine ist, und der Einfluss des Höheren Lichts auf den Parzuf ist ein anderes Thema. Sie liegen weit auseinander und stehen in der Tat in umgekehrter Beziehung zueinander.
Es gilt die Regel, dass der Höhere nur mit der größeren Awiut gibt, während der Untere nur mit der größeren Sakut vom Höheren empfängt. Wir müssen das verstehen, denn es ist ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis dieser Weisheit. 1:33
Wir haben ein Problem: Wie nehmen wir die Wirkung des Lichts auf? Wirkt das Licht, oder ist es in völliger Ruhe, und alle Handlungen, die wir dem Licht zuschreiben, macht auch das Kli? Oder man kann das Gegenteil sagen: Das Kli macht gar nichts, sondern das Licht bewegt das Kli, und es verändert sich, und mit seinen Veränderungen ruft es im Kli alle möglichen Erregungen und Eindrücke hervor – und das nennt man, dass das Kli arbeitet, handelt? Denn er sagt: Das Licht gibt dem Kli, das Kli gibt dem Licht, als ob beide handeln.
Vorläufig müssen wir mit dieser Sprache gehen; später sprechen wir darüber, wie man sie vielleicht in eine andere Auffassung überträgt: dass Handlungen eigentlich nur vom Licht kommen, und Handlungen kommen vom Kli. Aber wie auch immer – er erklärt: Es gibt eine Handlung seitens des Lichts auf die Kelim und eine Reaktion der Kelim auf die Lichter. Seitens des Lichts kann die Handlung auf den gröbsten Teil gerichtet sein und die Einkleidung im reinsten Teil geschehen. Entsprechend gibt es seitens des Kli eine Reaktion aus dem gröbsten und aus dem reinsten Teil.
Das heißt: Beim Geben des Lichts an das Kli wird die Wirkung im gröbsten Teil gespürt, denn dort ist der Abstand zwischen Licht und Kli am größten. Und je größer dieser Abstand ist, desto größer und deutlicher ist das Ergebnis. Gespürt wird das Ergebnis aber im reinen Teil des Kli, denn dort gibt es mehr Empfindsamkeit und Nähe zum Licht.
Weiter.
4:14
Vorleser: Punkt 15.
Punkt
15
Der
Zimzum
war
nur
in
der
Bchina
Dalet
allein.
Um das zu verstehen, brauchen wir ein gründliches Verständnis des Themas von Zimzum und Kav, denn du weißt bereits, dass der Zimzum nur in Bchina Dalet, genannt Malchut de Ejn Sof oder „Mittelpunkt“, war. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Zimzum bedeutet das Zurückhalten des Willens zu empfangen. Mit anderen Worten: Man hindert sich selbst daran, die Fülle vom Or Ejn Sof empfangen zu wollen. Der Zimzum gilt also nur für das empfangende Kli. Da es dort außer der Bchina Dalet kein anderes Kli gibt, gilt der Zimzum also ausschließlich für die Bchina Dalet.
Es wurde bereits oben erläutert, dass die drei Bchinot, die der Bchina Dalet vorausgegangen sind, nicht als Empfangsgefäße, sondern nur als Ursachen betrachtet werden. Das bedeutet, dass die Folge ihrer Emanation das Erscheinen dieses „Kli zu empfangen“ ist, nämlich Bchina Dalet. Deshalb gilt der Zimzum nicht für sie, sondern nur für den Mittelpunkt, nämlich für die Bchina Dalet. 5:44
Das Kli ist zwar schon in Shoresh, Alef, Bet und Gimel vorhanden, aber das Gefühl, dass es empfängt und dem Licht entgegengesetzt ist, liegt in Bchina Dalet. Und wir sprechen nur von dem, was im Kli geschieht, wie das Kli reagiert. Deshalb haben wir nur in Bchina Dalet eine Reaktion, einen Zimzum, wie wir sagen, denn dort enthüllt sich dieses Verhältnis, der Gegensatz zwischen Licht und Kli. Alle vorangehenden Bchinot sind zwar empfangendes Verlangen, aber in ihnen kommt das empfangende Verlangen noch nicht zu dem Gefühl, dem Licht entgegengesetzt zu sein. Deshalb kann es diese Reaktion, den Zimzum Alef, nicht ausführen.
Ja.
6:41
Vorleser: Punkt 16.
Punkt
16
Das
Licht
hat
sich
vollständig
zurückgezogen,
weil
es
außer
Bchina
Dalet
kein
anderes
Kli
gab.
Da Bchina Dalet ihren Willen verkleinerte, zog sich das Licht auch aus den drei früheren Bchinot zurück. Das liegt daran, dass sie keine anderen Empfangsgefäße mehr haben, die das Licht in sich halten können.
Sogar die Lichter, die zu den drei früheren Bchinot gehören, müssen in Bchina Dalet empfangen werden, weil sie keine eigenen Empfangsgefäße haben. Da Bchina Dalet nicht mehr empfing, zog sich das gesamte Licht sofort zurück. 7:34
Die Lichter, die die drei vorangehenden Bchinot aufbauen, sind noch Licht und nicht Kli. Denn Kli nennt man den, der fühlt, dass er empfängt und genießt oder leidet. Später kommt im Kli noch ein Gefühl hinzu: von wem es empfängt, von wem es genießt oder leidet. Und wenn es niemanden gibt, der das enthüllt, dann sagt man nicht, dass es ein Geschöpf gibt. Deshalb sprechen wir über die drei vorangehenden Bchinot erst, wenn Bchina Dalet gekommen ist und enthüllt, dass es vor ihr die drei vorangehenden Bchinot gibt.
Bevor Bchina Dalet enthüllt, dass sie existiert und empfängt – und sie empfängt und fühlt, dass sie existiert, weil es vor ihr drei Bchinot gibt –, sprechen wir nicht über die drei Bchinot; es gibt sie sozusagen nicht. Das ist so, wie wenn wir keine Trennwand in den Weg des Lichts stellen, an der das Licht hängen bleibt: Dann enthüllen wir das Licht nicht. Sagen wir, Licht dringt durch einen Spalt in ein Zimmer. Weil Staub in der Luft ist, sehen wir, dass das Licht daran hängen bleibt, und dann sehen wir, dass hier ein Lichtstrahl ist.
Bevor jemand es enthüllt, war das Licht da, aber niemand hat es enthüllt. Oder sagen wir, es gibt einen völlig sterilen Raum, ohne Luft, ohne alles: Wir können nicht enthüllen, dass es Licht gibt. Wir müssen zum Beispiel etwas sprühen, und dann sehen wir, dass hier Lichtstrahlen sind. So ist es in unserem Fall. Gibt es keine Malchut, die enthüllt, dass vor ihr Licht ist und dass dieses Licht zu ihr kam und sie so gebaut hat, dass sie es fühlt, dann gibt es keine drei vorangehenden Bchinot. Ohne Malchut gibt es keine ersten neun. 9:39
Denn wer sollte über die ersten neun sprechen, wenn nicht aus der Erlangung von Malchut in ihnen heraus, in ihren Ursachen? Deshalb sprechen wir nur über Malchut. Und wenn in Malchut ein Zimzum gemacht wird, dann wirkt dieser Zimzum gewiss auch auf die ersten neun. Denn sie will eigentlich das Empfangen des Lichts einschränken. Und das Empfangen des Lichts einzuschränken heißt, auch ihr Verhältnis zum Licht selbst einzuschränken: woher es kommt, wozu es kommt. Alle seine Handlungen, die ihr Verlangen bewirken, schränkt sie durch ihr Verlangen ein … durch den Zimzum.
Deshalb zieht sich das Licht, so wie es sich aus Malchut, aus dem Gefühl von Malchut zurückzieht, auch aus ihrer Anerkennung der ersten neun zurück: Sie existieren nicht, es kommt kein Licht zu mir, ich empfange das nicht, ich erkenne das nicht an. Das ist eigentlich, was in Malchut geschieht. Und sie muss hier keine besondere Arbeit an den ersten neun machen. Sobald die Arbeit an ihrem Verlangen zu empfangen in Malchut gemacht wird, zieht sich das Licht aus den ersten neun von selbst zurück.
Die Arbeit an den ersten neun ist hier nicht nötig, weil es in den ersten neun kein Verlangen von ihr gibt, dem sie sich widersetzen müsste.
Weiter?
11:24
Punkt
17
Es
gab
nur
die
ersten
drei
Bchinot
im
Licht
des
Kav.
Nach dem Verschwinden des Lichts aufgrund des Zimzum, verließ das Licht noch einmal Ejn Sof in Form eines Kav und breitete sich aus. Das bedeutet, dass sich nur eine kleine Menge Licht ausbreitete, die nur die ersten drei Bchinot des Willens zu empfangen enthält, ohne die Bchina Dalet (siehe Teil 1, Kap. 2, Punkt 2).
Wir haben erklärt, dass sich in den ersten drei Bchinot des Willens keine Empfangsgefäße befinden. Wir sollten daher fragen: „Wie kann Licht ohne Empfangsgefäße empfangen werden?“ Schließlich enthalten diese drei Bchinot keine Form des Empfangens in sich. Außerdem ist Bchina Dalet, das einzige Kli für das Empfangen im Parzuf, hier nur ein Kav. 12:31
Wenn Malchut das Licht nicht definiert, nicht begrenzt und keine Rechnung zwischen den ersten neun und sich selbst macht, wie weit sie ihnen gleicht oder nicht, dann gibt es noch kein Empfangen. Dann zieht sich das Licht so zurück, wie es gekommen ist: ohne Grenzen, frei. Deshalb gab es, so wie es vor dem Zimzum die Ausbreitung des Lichts gab, nach dem Zimzum auch den Rückzug des Lichts. Geht Malchut dagegen daran, ihr Verhältnis zu den ersten neun, zu den Eigenschaften des Lichts, von sich aus jedes Mal kontrolliert und definiert festzulegen, dann entsteht der Kav.
Kav heißt eine Messlinie²: Malchut misst, wie weit sie dem Licht gleich sein kann, wie weit sie selbst den ersten neun ähnlich werden kann. Sie empfängt die ersten neun in ihren Eigenschaften und baut aus sich selbst die neun unteren, also neun Sefirot in umgekehrter Richtung, die man Or Choser nennt. Aus ihrem empfangenden Verlangen nimmt sie die Formen der ersten neun an, das Verhältnis des Gebenden zu ihr, und baut auf diese Weise in umgekehrter Richtung das Verhältnis des Gebens zu Ihm.
Deshalb ergibt sich, dass Malchut de Or Yashar zu Keter de Or Choser wird, Jessod de Or Yashar ist Chochma de Or Choser und so weiter. Die Handlungen, die Malchut gegenüber dem Gebenden macht, bilden genau die Handlung des Gebenden ihr gegenüber ab. Mit welcher Stärke sie es zurückgeben kann, so macht sie es. Und ihre Stärke ist nicht mehr als ein dünner Kav gegenüber dem Igul. Denn der Gebende ist bereit, ihr ohne Grenze zu geben; Er hat die Kraft, unbegrenzt zu geben.
Die Kraft, die Handlung des Gebens zu wiederholen, ist seitens Malchut dagegen nur ein kleines, enges Rohr, das sie auch aus ihrem runden, unbegrenzten Verlangen zu empfangen bilden kann. Dann ist die Arbeit des Schöpfers gegenüber dem Geschöpf im Igul und die Arbeit des Geschöpfs gegenüber dem Schöpfer im Kav.
15:26
Vorleser: Punkt 18.
Punkt
18
Erklärung
des
Siwug
de
Hakaa.
Da der Zimzum nur vonseiten des Geschöpfes und überhaupt nicht vonseiten des Schöpfers stammt, ist das Höhere Licht überhaupt nicht genau in Bezug auf jenen Zimzum, den der Mittelpunkt ausgeführt hat. Aus diesem Grund geht man davon aus, dass das Höhere Licht auch zu Bchina Dalet absteigt, aber Bchina Dalet hält es davon ab, in ihr zu erscheinen, wegen des vorherigen Zimzum auf Bchina Dalet, bevor dieses Licht kam.
Die Bücher nennen diesen Zustand Siwug de Hakaa. Es ist wie bei zwei Objekten, bei denen das eine durchbrechen, und den Zaun und die Grenze, die der andere errichtet hat, überqueren will. Der andere jedoch steht fest dagegen und hindert den ersten daran, den Zaun zu durchbrechen und zu überqueren. In diesem Zustand wird festgestellt, dass jeder von ihnen die Grenze des anderen schlägt.
Man kann ihn auch mit zwei festen Stoffen vergleichen, denn die Beschaffenheit der Flüssigkeit lässt andere Dinge eindringen und sich mit ihr vermischen, und auch weiche Stoffe lassen andere Stoffe ein wenig eindringen und das drückt auf ihre obere Schale. Bei zwei festen Stoffen jedoch lässt der eine den anderen nicht einmal ein wenig an sich heranrücken. Wenn also zwei harte Gegenstände aufeinandertreffen, schlagen sie sich gegenseitig, und die Begegnung selbst ist die Ursache für dieses Schlagen.
Das Gleiche gilt für die Ausbreitung des Höheren Lichts von Ejn Sof: Sein Verhalten ist es, auch Bchina Dalet so auszufüllen, wie es in Ejn Sof der Fall ist. Aus diesem Grund kommt das Licht zwar herab, um Bchina Dalet zu bekleiden, aber die Kraft des Zimzum von Bchina Dalet hält es fest und lässt es nicht zu ihr absteigen.
Folglich wird diese Begegnung des Höheren Lichts mit der Kraft des Zimzum als Siwug de Hakaa bezeichnet. Das bedeutet, dass jeder von ihnen den Durchgang des anderen unterbricht und verhindert, denn das Gesetz von Or Ejn Sof soll Bchina Dalet erfüllen, und Bchina Dalet selbst hat das Gesetz, das Höhere Licht zurückzuweisen und nicht zu empfangen. 18:27
Die Natur des Spirituellen und die des Materiellen sind einander entgegengesetzt, und deshalb gibt es zwischen ihnen einen Schlag, einen Aufprall, wie zwischen zwei entgegengesetzten Dingen. Warum? Entgegengesetzte Dinge müssen sich doch gerade verbinden, das eine muss dem anderen Platz machen. Das Kli ist doch ein Ergebnis des Lichts und in vier Bchinot de Or Yashar gebaut, um das Licht aufzunehmen – wo ist hier also der Gegensatz?
Der Gegensatz ist gerade nicht zwischen dem Licht und dem Verlangen. Das Licht trifft das Verlangen nicht, es schlägt es nicht, sondern tritt in das Verlangen ein wie in seine eigene Hülle, in sein Gefäß des Empfangens. Für das Licht ist es kein Problem, in das Verlangen einzutreten – außer das Verlangen entscheidet, dass es das Licht nicht auf diese natürliche Weise empfangen will, in der sie ideal zueinander passen. Denn das Licht hat das Verlangen erschaffen, also füllt es genau alle Verlangen im Verlangen, mit allen Arten und Formen, die es dort gibt.
Nur wenn das Verlangen entscheidet, dass es das Licht nicht empfangen will, weil es selbst die Form des Lichts annehmen will, kommt es zu einem Zusammenstoß. Das heißt: Der Zusammenstoß kommt gerade als Ursache für Verbindung – für die neue Verbindung, bei der sie sich nach der Gleichheit der Form verbinden und nicht danach, dass der eine den anderen füllt. Hier muss ein neues Kli gebaut werden, nicht um das natürliche Verlangen im Kli zu füllen, sondern um gerade das Verlangen im Gebenden zu füllen. Das heißt: Das Kli enthüllt die neue Form des Mangels, die es vorher in der Schöpfung nicht gab. 21:06
Wenn das Licht im Kli das Gefühl des Gegensatzes zwischen Gebendem und Empfangendem weckt – nicht zwischen Genuss und Verlangen, sondern zwischen Gebendem und Empfangendem –, dann beginnt zwischen ihnen ein Verhältnis, das sie zum Zimzum bringt, zum Schlag und zur Entstehung der neuen Kelim, die ganz anders sind als die natürlichen Kelim. Wir haben einen Gast und einen Hausherrn, und die Verbindung zwischen ihnen geht vom Hausherrn zum Gast. Der Gast unterbricht diese Verbindung und baut sie – oder über ihr – als Verbindung zurück von sich zum Hausherrn.
Das heißt: Er will der Gebende sein wie der Hausherr und enthüllt dann notgedrungen, dass er dafür empfangen muss. Deshalb korrigieren wir zuerst die Gefäße des Gebens: Galgalta we Ejnaim, Lohn und Strafe, die Eigenschaft Bina – das ist eigentlich die ganze Form des Gebenden, die das Verlangen zu empfangen auf sich nehmen will. Die Eigenschaft Bina, in die sich Malchut kleiden will. Und dadurch, dass sie geben will, aber nichts hat, womit sie geben kann, enthüllt sie, dass sie empfangen und damit dem Hausherrn geben kann.
Deshalb geschehen alle Handlungen vom Unteren zum Höheren, die vom Zimzum Alef an gemacht werden, im Schlag zwischen ihnen. Hier fließen Verlangen und Genüsse nicht direkt, sondern in umgekehrter Weise: Soweit das Geschöpf das Verhältnis des Schöpfers zu ihm enthüllt, muss es – will es – darauf einen Zimzum und einen Schlag machen. Erst danach führt es die Handlung des Gebens umgekehrt aus, also gegenüber der Handlung des Gebens des Hausherrn, des Schöpfers. 24:05
Deshalb ist der Siwug de Hakaa ein Ergebnis davon, dass das Geschöpf das Verlangen in sich erkennt, die Fülle erkennt, die vor ihm ist, und sich selbst als Empfangenden gegenüber dem Schöpfer als Gebendem erkennt. Es kann keinen Schlag geben, wenn diese beiden Verhältnisse nicht zusammenstoßen: das Verhältnis zwischen Genuss und Verlangen in natürlicher, direkter Form und das Verhältnis zwischen Hausherrn und Gast, Gebendem und Empfangendem, Schöpfer und Geschöpf. Wenn diese beiden parallelen Verhältnisse im Geschöpf klar werden, kommt es zum Schlag zwischen ihnen: Das Geschöpf schlägt auf das direkte Verhältnis zwischen Genuss und Verlangen und will zum umgekehrten Verhältnis kommen, in dem es der Gebende ist und der Hausherr empfängt.
Das heißt: Der Schlag trifft die natürliche Ordnung, in der sich die Genüsse zu den Verlangen ausbreiten, um sie auf die Stufe zu erheben, auf der sich das Verhältnis des Geschöpfs zum Schöpfer enthüllt. Das Geschöpf hat keine weiteren Kelim, keine Möglichkeiten, sein Verhältnis zum Schöpfer auszudrücken, außer dadurch, dass es aufhört zu empfangen und einen Schlag zwischen sich und dem Gebenden bewirkt – und das ist etwas Schweres. … Der Zimzum Alef ist das Schwerste vom Schweren. Erst danach entwickelt es den neuen Zugang, an dessen Ende es zu seiner Form des Empfangens zurückkehrt, wie es vorher war – nachdem es sicher ist, dass es darin einen Schlag auf das direkte Verhältnis hat und alles nur auf seinem zurückkehrenden Verhältnis zum Hausherrn aufgebaut ist.
Ja.
26:48
Schüler: Wir haben eine Frage aus Australien: Hat der Mensch die Kraft, sich selbst oder einen Teil seiner Verlangen einzuschränken, oder ist der erste Siwug de Hakaa dann, wenn man den Machsom überschreitet?
Rav: Auch nach dem Machsom gibt es keinen Siwug de Hakaa, erst recht nicht vor dem Machsom. Auch nach dem Machsom ist der Mensch noch in Lohn und Strafe; er erwirbt Gefäße des Gebens. Das ist kein Siwug de Hakaa. Er nimmt am Schlag teil, er arbeitet gegen sein Verlangen im Glauben über dem Verstand, aber hier gibt es noch keinen Siwug. Einen Siwug kann es nur unter der Bedingung geben, dass das Geschöpf empfängt.
Es gibt keine andere Verbindung zwischen Geschöpf und Schöpfer als die, dass das Geschöpf empfängt. Entweder empfängt es vom Schöpfer für sich selbst, oder es empfängt vom Schöpfer, um Ihm zurückzugeben. Wie ein Kind von der Mutter empfängt. Wie einer vom anderen empfängt – es ist egal, mit welcher Absicht er empfängt, aber es geht um eine Verbindung, in der etwas vom einen zum anderen übergeht. Bei der Korrektur der Eigenschaften des Gebens gibt es dagegen noch kein solches Verhältnis des Siwug, es gibt nur den Schlag.
Weiter.
28:46
Punkt
19
Erklärung
des
Or
Choser.
Ein neues Licht wurde durch die obige Begegnung und den Hakaa erzeugt. Wie beim Sonnenlicht auf einem Spiegel, d. h. auf einem Glas, das auf der anderen Seite bemalt ist, können die Sonnenstrahlen wegen der Farbe auf der anderen Seite nicht durch den Spiegel hindurchgehen. Folglich kehren die Sonnenstrahlen nach hinten zurück und erzeugen ein Glitzern des Lichts.
Ähnlich verhält es sich, wenn das Höhere Licht in Bchina Dalet, genannt Massach, auf die Kraft des Zimzum trifft, und dieser Massach es zu seinem Ursprung zurückweist. In diesem Fall geht es jedoch nicht um eine Verhüllung. Im Gegenteil, die Rückkehr des Höheren Lichts von Bchina Dalet aufwärts wird als ein neues und besonderes Licht betrachtet, das zum Höheren Licht aufsteigt, es kleidet und es in seinem Inneren hält. Aus diesem Grund wird es als Kli betrachtet, das das Höhere Licht empfängt. 30:27
Dadurch, dass das Geschöpf vom Schöpfer empfängt, enthüllt sich nicht genau die Handlung des Schöpfers am Geschöpf. Es enthüllt sich der Genuss, den es davon hat, aber die Handlung selbst enthüllt sich nicht. Das ist wie bei einem Kind, das von der Mutter empfängt, genießt und ein Verhältnis zu den Genüssen hat: Zur Mutter kann es kein Verhältnis haben, weil es nicht versteht, was sie tut, um ihm den Genuss zu bringen. Es hat also kein Verhältnis zum Gebenden, sondern nur zum Genuss. Es kann in diesem Genuss wunderbare Genüsse aller Art schmecken, aber nur den Genuss und nicht den Geber des Genusses.
Dadurch fehlt im Genuss selbst ein sehr wichtiger Bestandteil, der höhere Bestandteil, wie man sagt. Wir sagen, dort gibt es nur das Or Nefesh und nicht NaRaNCHaY. Dann fängt das Geschöpf an zu erforschen, von wem es empfängt, wie das Verhältnis des Gebenden zu ihm ist, wie der Gebende es gebaut hat, mit welcher Absicht und was Er in ihm gemacht hat, damit es diesen Genuss fühlt. Es fängt an, die Handlungen des Gebenden zu erforschen. Und um die Handlungen des Gebenden zu erforschen, muss es diesen Handlungen ähnlich werden, um sie zu verstehen. Dieses Verstehen, die Erlangung des Gebenden, bringt dem Geschöpf eine sehr große Zugabe an Genuss.
Denn das eine ist, etwas zu empfangen und zu genießen. Und das andere ist, davon zu genießen, von wem man empfängt – dass der Gebende Milliarden Stufen größer ist als du. Wenn wir nur das Leuchten empfangen und nur es genießen, losgelöst vom Empfangenden³, nennt man das einen tierischen, körperlichen, materiellen Genuss: Mir ist der Genuss wichtig, der Gebende ist mir nicht wichtig. Ich kann Ihn nicht kennen, ich kenne Ihn überhaupt nicht wirklich. 33:05
Will ich dagegen den kennen, der mir diesen Genuss gibt, dann muss ich mich an Ihn wenden, Ihn verstehen, zu Seiner Erlangung kommen, zu Seiner Stufe. Ich muss auf Seiner Höhe sein, um zu erkennen, von wem ich empfange. Nicht wie ein kleines Kind von einem großen Menschen – es kann ihn nicht schätzen. Nur wenn es zur selben Größe kommt, schätzt es, von wem es empfängt. Das heißt: Das Geschöpf muss von seinem Nullpunkt bis zum Punkt der Unendlichkeit wachsen und diese beiden Punkte bewahren, um den Gebenden wirklich zu erkennen.
Dann ist es die Zugabe der Größe des Gebenden zu dem kleinen Licht, das es von Ihm empfängt, die dem Menschen eigentlich NaRaNCHaY gibt. Das ganze NaRaNCHaY, das wir enthüllen, kommt auf die Größe des Schöpfers hin, auf Seine Stufe gegenüber unserer Stufe – darauf, von wem wir empfangen, nicht darauf, was wir empfangen. Deshalb ist in „Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ von vornherein verwurzelt, dass der Mensch zur Erkenntnis der Stufe des Schöpfers kommen muss. Sonst kann er die Größe der Genüsse nicht empfangen, die der Schöpfer ihm geben will.
Denn das Verlangen zu empfangen kann sich von Natur aus, so viel es auch gefüllt wird, mit nicht mehr füllen als mit einem kleinen Funken, einem schwachen Kerzenlicht (Ner Dakik)⁴. Alle übrigen Lichter über Nefesh de Nefesh, die es in uns gibt, kommen daher, dass die Größe des Gebenden erkannt wird. Deshalb dienen alle unsere Handlungen dem „Aus Deinen Taten erkennen wir Dich“: Wir müssen den Schöpfer erkennen. Deshalb ist die ganze Weisheit die Enthüllung des Schöpfers gegenüber dem Geschöpf in dieser Welt. Was heißt „in dieser Welt“? Das Geschöpf steht am unteren Ende der Leiter und enthüllt nach und nach das obere Ende. Der Abstand zwischen diesen beiden Enden ist eigentlich sein Kli, eine Zugabe zum Funken, zum Punkt im Herzen, zum schwachen Kerzenlicht, die ihm das NaRaNCHaY bringt.
Wir machen weiter.
35:58
Vorleser: Punkt 20.
Punkt
20
Wie
das
Or
Choser
anstelle
von
Bchina
Dalet
zum
Empfangsgefäß
wird.
Du solltest wissen, dass es im Rosh von jedem Parzuf keine anderen Empfangsgefäße als das obige Or Choser gibt. Die gesamte Kraft des Empfangens in diesem Or Choser kommt, weil es aus dem Hakaa in Bchina Dalet stammt. Weil es ein Ergebnis von Bchina Dalet ist, wird es auch zu einem Empfangsgefäß. Diese Angelegenheit wird in Teil 3 ausführlich erklärt, denn dort gehört dies hin. 36:51
Er will uns jetzt nicht genau erklären, was mit dem Or Choser geschieht, wie es zum Gefäß des Empfangens für das Or Yashar wird. Nur eines sei gesagt: Wir wissen nicht, was Or Choser ist. Von vornherein gibt es so etwas in der Wirklichkeit nicht, wir bekommen es nicht von oben. Vielmehr enthüllt der Mensch nach dem Zimzum das Verhältnis des Schöpfers zu ihm, das Or Yashar genannt wird, und daraus baut er von sich aus die neuen Gefäße des Empfangens, die Or Choser genannt werden. Das heißt: Die Eigenschaft des Gebens kann es im Geschöpf nur geben, wenn es sie vom Schöpfer empfängt, lernt, abschreibt.
Deshalb ist die ganze Weisheit der Kabbala insgesamt eine Weisheit der Formen: wie man auf dem Verlangen zu empfangen Formen des Gebens macht. Und wenn ein Mensch das machen will, lehrt man ihn diese Formen. In unserem Zusammenhang lernen wir später, dass das die ACHaP de Ima sind, die von der Stufe Bina zu SoN herabsteigen; dort lehrt der Höhere den Unteren, in welcher Form er sein Or Choser, sein Gefäß des Empfangens, bauen muss. Auch wenn wir sogar von unseren Stufen der Verhüllung sprechen, verstehen wir nicht genau, welche Formen die Finsternis hat, die wir enthüllen, die Hilflosigkeit, der Mangel an Verlangen und so weiter.
Aber wenn wir über all diese Formen hinweg – auch wenn wir sie wegen der Verhüllung nicht sehen können – uns über sie erheben, dann erwerben wir auch schon Formen des Gebens, Formen der Überwindung. Wir erkennen zwar nicht genau, was diese Formen sind, aber sie sind schon in uns eingeschlossen. Und nach ihrer Verbindung, ihrem Sammeln – wie geschrieben steht: „Münze um Münze fügt sich zu einer großen Summe“ – kommen wir wirklich dazu, die Formen bewusst zu bauen, die Formen des Gebens bewusst.
Alle unsere Handlungen sind also eigentlich dazu da, die Form des Gebenden uns gegenüber zu erkennen, um unsere Form ihr ähnlich zu bauen. Deshalb wird der Mensch (Adam) „dem Schöpfer ähnlich“ genannt⁵. All diese Formen, die wir an uns machen, dienen dazu, dem Gebenden ähnlich zu werden. Und diese ganze Arbeit nennt man Massach, Or Choser und Siwug de Hakaa.
40:09
Vorleser: Punkt 21.
Punkt
21
Das
Or
Choser
war
das
Kli
des
Empfangens
im
Kav.
Jetzt kannst du verstehen, was wir oben gefragt haben: „Wie kann sich das Höhere Licht nur in drei Bchinot ausbreiten, während es in diesen Bchinot keine Empfangsgefäße gibt? Aus der vorhergehenden Erklärung kannst du nun ersehen, dass auch das Empfangen dieses Lichts nur von der Bchina Dalet stammt. Sie wird jedoch im Empfangsgefäß des Or Choser akzeptiert, das aus dem Siwug de Hakaa in Bchina Dalet aufsteigt.
Dieses Or Choser wird als das Kli für das Empfangen im Kav betrachtet, der sich von Ejn Sof bis in den Chalal (Raum) ausbreitet, genau wie Bchina Dalet selbst, nämlich das Empfangen von Ejn Sof. So nimmt nun nach dem Zimzum, der in Bchina Dalet fehlte, das Or Choser, das durch den Massach in ihr erzeugt wird, ihren Platz ein. 41:22
Das heißt: Bchina Dalet ist gewiss weiterhin Gefäß des Empfangens, denn ohne diesen Stoff, das Verlangen zu empfangen, kann man nichts machen. Wovon sprechen wir also? Wir sprechen von der Bedingung, dass Bchina Dalet weiter in dieser Absicht arbeitet: dem Geben zurück vom Empfangenden an den Gebenden. Auf diese Weise arbeitet sie, und gerade durch ihre Awiut wird das Or Choser gebaut. Denn ohne Bchina Dalet mit ihrer Awiut – worin soll der Schlag sein, und wie soll das Geschöpf seine Form zurück zum Schöpfer machen? Ohne die Awiut gibt es kein Geschöpf. Je größer die Awiut, desto größer ist sozusagen das Geschöpf. Deshalb besteht unsere ganze Arbeit darin, einerseits die Awiut zu bewahren, also sie nicht auszulöschen, und andererseits alle Formen des Gebens zu empfangen, die wir unserer Awiut hinzufügen können. Durch die Verbindung zwischen ihnen bauen wir dann das Or Choser.
Weiter.
42:42
Vorleser: Punkt 22.
Punkt
22
Die
Kelim
der
zehn
Sefirot
de
Rosh
sind
nur
die
Wurzeln
für
die
Kelim.
Es wurde bereits erklärt, dass es zwar vier Bchinot im Willen zu empfangen gibt, aber nicht alle als Empfangsgefäße betrachtet werden, sondern nur Bchina Dalet. Wir haben auch gelernt, dass das Kli für das Empfangen dieses Kav, das sich nach dem Zimzum von Ejn Sof in den Chalal (Raum) ausbreitet, in Wirklichkeit das Or Choser ist, das vom Massach in Bchina Dalet aufsteigt. Weil es aus der Bchina Dalet stammt, macht sie es fähig ein Empfangsgefäß zu sein.
Es wird erklärt, dass dieses Or Choser seine Qualifikation, ein Kli für das Empfangen zu werden, erst dann vollendet, wenn es sich von seinem Massach nach unten ausbreitet. Folglich breitet sich der Massach noch einmal in vier Stufen aus, bis hinauf zu Bchina Dalet, und dies sind die wirklichen Kelim des obigen Kav.
Die ersten vier Bchinot, die durch die Kraft des Siwug de Hakaa vom Massach nach oben bis zur Wurzel ausgeströmt wurden, werden jedoch nur als die Wurzeln der Kelim betrachtet. Da die Kraft des Massach nicht mit diesem Or Choser von seinem Ort aufwärts aufsteigen kann, gibt es dort nur das Licht, ohne irgendeine Awiut des Massach. Daher sind dies keine echten Kelim, sondern nur die Wurzeln für sie.
Danach, wenn sich dieses Or Choser von der Stelle des Massach nach unten ausbreitet, führt es die Awiut des Massach mit sich und wird zu echten Kelim. 44:57
Das heißt: Nur durch die Awiut hat die Absicht des Menschen die Kraft, sein Verhältnis zurück zum Gebenden zu bauen. Deshalb gilt: „Wer größer ist als sein Freund, dessen Trieb ist größer als er.“ Je größer die Awiut ist, desto größer kommt durch den Massach das Or Choser, die Sakut, der Kav – der Kav des Gebens vom Geschöpf zum Schöpfer. Dadurch gleichen sie sich an, sodass sich die Zehn Sefirot de Or Yashar immer in den Zehn Sefirot de Or Choser enthüllen. Das heißt: Das Or Choser ist das Kli, in dem allein das Geschöpf ein Verhältnis zum Schöpfer enthüllen kann, und dort enthüllt sich der Schöpfer selbst.
Weiter.
46:03
Vorleser: Kapitel 3.
Kapitel
3
Erklärt
das
Wesen
und
die
Substanz
in
den
Kelim;
enthält
zwei
Themen:
Punkt
23
Detaillierte
Erklärung
der
vier
Bchinot
des
Willens.
Nun eröffnet sich uns eine Möglichkeit, unsere frühere Frage nach der Ordnung der Sefirot de Yosher zu verstehen, in der das Gröbere höher und wichtiger ist. Dies steht im Gegensatz zum gesunden Menschenverstand; der gesunde Menschenverstand zieht den Schluss, dass das reinere Kli das höhere und wichtigere Licht einkleiden sollte und das gröbere Kli das geringere Licht.
Du kannst es aus dem Vorgenannten verstehen, aber zuerst sollten wir die Bedeutung der vier Bchinot im Willen näher erläutern. Denn diese Bchinot sind die Kelim der zehn Sefirot, die folgendermaßen benannt werden: Chochma, Bina, Seir Anpin (bestehend aus sechs Sefirot CHaGaT NeHJ), und Malchut, und ihre Wurzel, genannt Keter, sie bedürfen einer ausführlichen Erklärung. 47:18
Das heißt: Er will uns erklären, wie genau Bchina Dalet aus allen vorangehenden Verlangen zusammengesetzt ist, woher sie ein so großes Verlangen bekommt und die Fähigkeit, den Maazil zu erkennen. Wie kann ich aus dem Verlangen zu empfangen den Gebenden erkennen? Das ist doch etwas, das scheinbar überhaupt nicht zusammengehört.
Ich genieße in meinem Verlangen zu empfangen, und das ist ein Verlangen zu genießen. Wieso kann ich da plötzlich in meinem Verlangen, Genuss zu empfangen, auch Formen des Gebens enthüllen? Das ist doch eine ganz andere Natur und gehört nicht auf diese Spur, zum Verhältnis von Genuss und Verlangen. Wie kann das Verlangen die Grundlage für die Klärung des anderen, parallelen Verhältnisses zwischen dem Gebenden und dem Empfangenden sein? Was habe ich da in meinem Bauch, wo ich Geschmäcker fühle, dass ich dadurch plötzlich zur Erkenntnis des Gebers kommen kann?
48:44
Vorleser: Punkt 24.
Punkt
24
Drei
Beobachtungen:
die
Substanz
des
Kli;
die
Kraft
des
Zimzum
im
Kli;
der
Massach
in
ihm.
Es gibt drei grundlegende Beobachtungen in diesen Kelim:
a. Das Wesen der Substanz des Kli.
b. Die Kraft des Zimzum in ihm, d. h. der Rückzug (Histalkut) aus dem großen Willen zu empfangen, durch seine eigene unabhängige Wahl, und nicht aufgrund der Autorität des Höheren.
c. Der Massach, d. h. der Rückzug aus dem großen Willen, den die Autorität des Höheren empfängt. Dies ist ein erzwungener Rückzug, nicht aus seiner Erkenntnis.
Wir werden sie eine nach der anderen erklären. 49:40
Das heißt: Diese drei Bchinot – die Substanz des Kli, die Kraft des Zimzum im Kli und der Massach – brauchen jede eine eigene Erklärung, und danach, wie sie zusammen arbeiten.
Bitte.
49:57
Vorleser: Punkt 25.
Punkt
25
Die
vier
Stufen
des
Willens
zu
empfangen
sind
die
Substanz
des
Kli.
Du weißt bereits, dass die Substanz jedes Kli aus vier Stufen des Willens zu empfangen besteht, eine nach der anderen. Der Obere ist der Grund und die Ursache für den Austritt seines Unteren. Shoresh (die Wurzel) ist die Ursache für das Hervortreten des Willens in Bchina Alef; Bchina Alef ist die Ursache für das Hervortreten des Willens in Bchina Bet; Bchina Bet ist die Ursache für das Hervortreten des Willens in Bchina Gimel; Bchina Gimel ist die Ursache für das Hervortreten des Willens in Bchina Dalet.
Diese erzwungene Abfolge von Ursache und Folge ist bereits im ersten Teil gründlich geklärt worden (Or Pnimi, Kap. 1, Punkt 50, studiere es dort gut, denn ich möchte vermeiden, dass dieser lange Text unnötig wiederholt wird. Du solltest ihn jedoch gründlich studieren, da ich mich in der Fortsetzung meiner nachfolgenden Erklärung auf dies verlasse).
Also mach weiter. Mach weiter.
Vorleser: Punkt 26.
Punkt
26
Zwei
Unterscheidungen
in
jeder
Bchina:
was
sie
von
ihrem
Höheren
hat;
was
sie
von
ihrem
eigenen
Wesen
hat.
Wir sollten beachten, dass es in jeder Bchina zwei Beobachtungen zu diesen vier Bchinot gibt:
a. Die Menge an Substanz, die ihr durch sich selbst zuteil wurde.
b. Die Menge der Substanz in ihrem Wesen, die durch das Licht, das in sie gekleidet ist, aktiviert wird.
Es ist bekannt, dass der Willen in der Stufe mit dem Namen der Malchut dieser Stufe bezeichnet wird. Selbst dort, wo es keine Unterscheidung eines Kli gibt, d. h. in Ejn Sof, bezeichnen wir den Willen immer noch mit dem Namen Malchut de Ejn Sof.
Hinsichtlich des Verses Hu we Shmo Echad (Er und sein Name sind Eins) ist bekannt, dass Shem (Name) Malchut bezeichnet, und Shmo ist gleich dem Willen, im Zahlenwert.
Weiter.
Vorleser: Punkt 27.
Punkt
27
Malchut
von
Keter
stieg
herab
und
wurde
zur
Substanz
der
Sefira
Chochma.
Nun werden wir die zwei Beobachtungen erklären, die wir in jeder Bchina von den vier Bchinot machen sollten: Die Wurzel (Shoresh) der Stufe, die Unterscheidung des Einflusses von Or Ejn Sof, wird als Keter dieser Stufe bezeichnet.
Es ist bekannt, dass es im Höheren Licht nur den Willen gibt, dem anderen Gutes zu geben und ihm Gutes zu tun, d. h. der gesamten Realität, die in den von Ihm erschaffenen Welten existiert. Es gibt jedoch in Ihm nichts vom Willen zu empfangen, wie in Histaklut Pnimit Teil 1 geschrieben steht. Malchut de Keter ist der Grund für Bchina Alef. Das liegt daran, dass der Wunsch im Höheren zu einem zwingenden Muss im Unteren wird.
So wurde der Wille zu geben und Gutes zu tun, der Malchut de Keter ist, in Bchina Alef, genannt Chochma, zum „Willen zu empfangen“. Es wird angenommen, dass Malchut de Keter selbst abstieg, sich einkleidete und zum Willen zu empfangen von Bchina Alef, also ihrer eigentlichen Substanz, wurde.
Das ist so, weil der Wille in Bchina Alef die Substanz in dieser Bchina ist, und das Höhere Licht, genannt „Chaja“, ist in diese Substanz gekleidet. Daher geht man davon aus, dass Malchut de Keter die Substanz der Sefira, genannt Chochma, wurde. Dies ist die erste Unterscheidung, die in der Substanz von Bchina Alef getroffen werden sollte.
Noch.
Vorleser: Punkt 28.
Punkt
28
Nach
dem
Erscheinen
des
Or
Chochma
kommt
das
Kli
de
Chochma
selbst.
Die zweite Unterscheidung ist, dass nachdem sich das Höhere Licht, genannt Chaja, in Malchut de Keter ausbreitete, was die oben genannte Substanz von Chochma ist, empfing Malchut de Keter die wirkliche Substanz von Bchina Alef. Das bedeutet, dass, obwohl Malchut de Keter, nämlich der Wille zu geben, der im Höheren Licht enthalten ist, zum Willen zu empfangen und zur ersten Substanz von Bchina Alef wurde, es nur ausreichte eine Wurzel für Bchina Alef zu sein, was bedeutet, dass dieser Wille zu empfangen das Licht in sich zog.
Wir können es als die erste Substanz der Sefira Chochma bezeichnen, denn es wird immer noch als Keter und als Schöpfer angesehen. Es tritt aus dem Schöpfer und Keter aus zum Geschöpf oder Chochma, genannt Bchina Alef, erst dann, wenn der obige Wille zu empfangen die mit ihr verbundene Chaja des Lichts ausbreitet. Dann hörte es auf, als Schöpfer betrachtet zu werden und wurde Geschöpf oder Chochma genannt. Studiere es gründlich, und du wirst das Ziel nicht verfehlen. 56:26
Und wir gehen zu Teil 3 über¹.
(Ende der Lektion)