Tägliche Lektion3 нояб. 2026 г.(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 12 (1989). 12 (1989)

Rabash. Artikel 12 (1989). 12 (1989)

3 нояб. 2026 г.

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Transkript Morgenlektion 03.01.2003

Buch „Die Schriften des Rabash“, Band 2, Seite 836, „Was ist das Festmahl des Bräutigams“¹

Rav: Was ist das Festmahl des Bräutigams? In unserem Leben, in unserer Welt, gibt es ein Abbild der spirituellen Welt. Jede Welt ist ein Abbild der Welt vor ihr. Wir haben einen Zustand, der Ejn Sof heißt: Der Schöpfer hat das Geschöpf erschaffen und es mit Seiner Füllung gefüllt. Dieses System, ein Geschöpf, das sich mit Licht füllt, ist aber noch ein System. Es ist noch kein Geschöpf, das fühlt, einen freien Willen hat und in eigener Verfügung steht. Man kann darüber noch nicht sagen, dass es ein Geschöpf ist. Das ist Malchut de Ejn Sof. Das ist ein Zustand.

Dann fängt dieses Geschöpf an, sich vom Schöpfer zu entfernen, und baut damit Welten, Olamot, vom Wort Haalama, Verhüllung. Letztlich ist der ganze Grund, die Welten zu erschaffen, dass es fünf solche Siebe gibt, Filter, die das Licht abschwächen. Und nach allen Welten kann der Mensch kommen, derjenige, der fühlt. Dann kann der Mensch gerade dadurch, dass er sich hier befindet (Zeichnung) – sagen wir, das ist der Zustand Ejn Sof, und danach haben wir die Welten bis zu dieser Welt.

Und hier sind die Welten: Adam Kadmon, Azilut, Brija, Yezira, Assija. Jede Welt schwächt das Licht immer mehr ab, bis es hier ankommt, wo unterhalb des Machsom kein Licht mehr ist. Das heißt, der Machsom selbst ist nicht wirklich irgendein Massach, sondern das Ende des Lichts. Das Ganze ist also ein System von Welten, die das Licht von Ejn Sof bis auf null abschwächen. 02:34

Dadurch, dass der Mensch hier ist (Zeichnung), bereitet er sich vor, das ist die Zeit der Vorbereitung. Danach geht er hinaus und fängt an, jedes Mal weiter aufzusteigen, das heißt, immer mehr Licht zu empfangen. Auf welcher Stufe er auch ist: Seine Stufe, sein Zustand ist eigentlich das, was er an diesem Ort empfängt.

Unsere Welt hat also in der Materialität dieselben Verhältnisse zwischen ihren Teilen wie die spirituelle Welt. Deshalb können wir in unserer Welt Wörter nehmen und über Spiritualität sprechen. Wir werden daraus zwar nicht verstehen, was Spiritualität ist, aber sprechen kann man. Es gibt eine Entsprechung, zumindest dem Wort nach: Hier gibt es einen Baum, dort einen Baum; Tisch – Tisch. Die Begriffe sind natürlich verschieden: was in der spirituellen Welt ein Tisch ist und was bei uns. Aber das Abbild, die Entsprechung gibt es. Es gibt also auch eine Verbindung zwischen Zweig und Wurzel. Diese Verbindung kennen wir nicht, aber sie ist da. Deshalb haben wir in dieser Welt, in dem Zustand, in dem wir jetzt sind, die Möglichkeit, Beispiele zu geben und von spirituellen Zuständen in allen möglichen Fällen und Situationen zu erzählen, die wir in dieser Welt haben. 04:18

Wir sprechen zum Beispiel über das Verhältnis zwischen Schöpfer und Geschöpf wie zwischen Bräutigam und Braut. Man kann das auch in allen möglichen anderen Verhältnissen und Geschichten ausdrücken. Hier will er gerade dadurch etwas erzählen. Was sagt er? Der Schöpfer gleicht dem Bräutigam, und das Geschöpf, die Seele, gleicht der Braut. Man muss die Braut auf die Hochzeit vorbereiten. Er erklärt das auch sehr schön in dem Artikel im Sohar, der „Lejla de Kalla“² heißt, die Nacht der Braut. Normalerweise lesen wir ihn vor Schawuot, an Schawuot.

Er sagt Folgendes: Im Menschen gibt es zwei Meinungen darüber, wie er sich zur Braut verhält, also zu seinem korrigierten Zustand. In diesem korrigierten Zustand empfängt er schon die Offenbarung des Schöpfers. Das korrigierte Gefäß heißt Braut. Wie bereitet man die Braut vor? Der Mensch kann wie Beit Shammai sagen: Sie ist, wie sie ist. Der Zustand, in dem ich im korrigierten Gefäß sein muss, ist ein Zustand über dem Verstand, zu dem ich nicht fähig bin; es ist schwer, vielleicht kann ich ihn nicht erreichen. Kurz, ein nicht besonders angenehmer und guter Zustand, mit dem ich nicht einverstanden bin, und der Mensch weist ihn regelrecht zurück. Die Braut, wie sie ist: Er urteilt nach dem, was er sieht, nach dem Verstand, nach seinem Intellekt, nach seiner Kraft – dass er sicher nicht fähig ist, ein solches Gefäß im Um-zu-geben zu erreichen, das in Gleichheit der Form mit dem Schöpfer wäre. 06:11

Was heißt in Gleichheit der Form mit dem Schöpfer? Dass die Braut dem Bräutigam ähnlich ist, zu ihm passt. Wie bei uns in dieser Welt, ja? Ich sitze bei mir zu Hause, und fast jeden Tag kommen einige Leute, Paare oder Einzelne, und fragen: „Sagen Sie mir, passe ich zu ihr? Passt sie zu mir? Sehen Sie, wie ähnlich wir uns sind, wie wir zusammenpassen? Wird es uns gut miteinander gehen oder nicht?“ Wir fragen in dieser Welt mehr oder weniger nach der Gleichheit der Form. Der Mensch will etwas finden, das zu ihm passt.

So ist es auch in der spirituellen Welt, nach demselben Beispiel. Wie kann ein Gefäß dem Schöpfer ähnlich sein? Indem das Gefäß im Um-zu-geben arbeitet, so wie Er gibt. Dann ist es ein Gefäß, das zu Ihm passt, und man kann die Chuppa machen. Aber ich schaue mir dieses Gefäß an, ich soll dieses Gefäß sein, und sehe, dass das unmöglich ist. Es ist weit weg, es zieht mich überhaupt nicht besonders an. Nu, der Bräutigam ist in Ordnung, ich bin bereit, ihn zu empfangen: voller Genüsse, Ewigkeit, Vollkommenheit, Ejn Sof, besser als mein Zustand. Ich will ihn, in Ordnung. Aber Braut zu sein, scheint mir unmöglich, ich verstehe auch gar nicht recht, was das ist, und es zieht mich nicht an. Das heißt die Meinung von Beit Shammai: nach meinem Verstand. Die Braut, wie sie ist – so muss man über die Braut sprechen.

Nach Beit Hillel nicht. Man muss sagen, auch wenn die Braut nicht schön aussieht: eine schöne und anmutige Braut. Das heißt, über dem Verstand gehen. Es stimmt, dieser Zustand, den ich erreichen muss, der korrigierte, um zu geben, und alle diese schönen Dinge, ist nichts für mich und zieht mich nicht an. Aber ich muss sagen: eine schöne und anmutige Braut. Warum? Wenn ich es trotzdem als meine Aufgabe nehme, dass ich das erreichen muss – und dann werde ich wirklich wie eine Braut vor dem Schöpfer sein, und wir werden uns verbinden und zur Dwekut kommen können –, dann muss ich daran arbeiten. Dieser Zustand muss trotzdem irgendwann für mich schön werden. 08:36

Wie macht man das? Rabash sagt hier, dass man alles nur durch das Gebet erlangen kann. Was erlangt man eigentlich? Woher nimmt man Kräfte? Es heißt: Kräfte nimmt man aus dem Tanz. Durch die Mühe – weil man sich trotzdem bemühen will, Braut zu werden, also solche Korrekturen zu erreichen, dass wir dem Schöpfer ähnlich werden und mit Ihm eine Chuppa, eine Verbindung, einen Siwug machen können – fängt man an zu tanzen.

Was heißt tanzen? Aufstiege und Abstiege. Wie ein Mensch, der tanzt: Er springt von Zustand zu Zustand, von Zustand zu Zustand. Und man tanzt gerade vor der Braut, nicht vor dem Bräutigam. Das heißt: Weil man die Braut erwerben will, bemüht man sich, von dem Zustand, in dem sie nicht schön, nicht anmutig, gar nichts ist, dahin zu kommen, dass sie doch schön und anmutig ist und dass ich ihre Stufe erwerbe – und dann springe ich. Aus diesen Sprüngen, aus diesen Aufstiegen und Abstiegen, erwerbe ich nach und nach ihre Korrekturen.

Woran misst man die Braut selbst, dass sie schön ist, dass sie schön wird? Daran, wie viel Absicht, um zu geben, sie hat, ja. Das heißt, man kann sie nur durch die Erkenntnis der Größe des Schöpfers korrigieren. Soweit der Mensch die Größe des Schöpfers fühlt, sie fühlen will, um Braut zu sein, um sich zum Um-zu-geben zu korrigieren, öffnet sich ihm der Schöpfer ganz bestimmt nach und nach – in dem Maß, in dem der Mensch die Offenbarung des Schöpfers für die Korrektur empfangen kann und nicht für den eigenen Genuss.

Danach öffnet sich ihm der Schöpfer, und daraus kommt der Mensch in einen Zustand, in dem er sieht, dass die Braut, also die Größe des Schöpfers, ganz bestimmt … So wie sie ihm in der Verhüllung erschien, also innerhalb des Verlangens zu empfangen, wo das nicht schön und anmutig ist – was ist schon „um zu geben“? Das zieht nicht an und interessiert nicht –, so kommt er nun in einen Zustand, in dem er sieht, dass die Braut doch schön ist. Dann kommt er zu dem Zustand, der „Chuppa“ heißt, wo man sich miteinander verbindet. Das Thema der Ketuba³ – all diese Dinge sind in der Spiritualität sehr interessant, wir werden das so lernen, das sind viele Einzelheiten. Es geht um Korrekturen, das heißt, um … wie soll ich sagen … Trennung von Verbindung und Dwekut⁴. 12:24

Und nach der Chuppa kommt man zu … Also: Man tanzt vor der Braut. Vorher sagt man: die Braut, wie sie ist; danach: Die Braut muss schön und anmutig sein. Durch die Tänze, durch das Tanzen vor der Braut, kommt man dahin, dass sie wirklich schön und anmutig ist. Wenn man dahin gekommen ist, dass die Braut wirklich schön und anmutig ist, und diese Eigenschaften erworben hat, kommt man zur Chuppa, und nach der Chuppa kommt man zum Festmahl. Und das Festmahl ist schon das Festmahl des Bräutigams, ja. Warum Festmahl des Bräutigams? Weil der Schöpfer die Seele füllt; also ist das Festmahl in Seinem Namen, eine Füllung in Seinem Namen. Dann empfängt das Gefäß, die Braut, die ganze Füllung, die Offenbarung der Göttlichkeit⁵, Ewigkeit und Vollkommenheit. Das heißt dann schon „Seudat Mizwa“⁶, Festmahl des Bräutigams. Das war’s. Das ist eigentlich, was er gesagt hat.

Ja.

Schüler: Er schreibt hier: Wer … „und ihn nicht erfreut (Berachot 6), übertritt die fünf Stimmen“.

Rav: Wer ihn nicht erfreut, ja, der übertritt die fünf Stimmen. Gemeint ist: Die „fünf Stimmen“ sind die fünf Begrenzungen, die Massachim, die es gibt. Fünf Begrenzungen in uns, fünf Massachim, das sind die fünf Bchinot. So wie wir an Jom Kippur fünf Kasteiungen haben – das sind fünf Begrenzungen. Was heißt, den Bräutigam zu erfreuen? Oder, so sagt man auch, die Braut zu erfreuen – Bräutigam und Braut. Erfreuen bedeutet, sich mit ihnen zu verbinden, also diese Eigenschaften zu erreichen.

Schüler: Und was heißt es, das Festmahl zu genießen, ohne den Bräutigam zu erfreuen?

Rav: Die ganze Offenbarung der Göttlichkeit empfangen zu wollen, um zu empfangen – das heißt, das Festmahl genießen zu wollen, ohne den Bräutigam zu ehren oder zu erfreuen. Es gibt hier nichts außer Schöpfer und Geschöpf, Bräutigam und Braut, und dem Festmahl, also der Verbindung zwischen ihnen. Jeder von uns, der sich korrigiert, wird zu dieser Braut, zu diesem Gefäß, das die Offenbarung empfängt, in dem sich die Göttlichkeit offenbart. Die Dinge sind – außer der Ausführung – alles einfach.

Ja, weiter.

15:17

Schüler: … auf Seite 27, der Abschnitt, der mit „Und obwohl“ anfängt, der ganze Abschnitt. Kann man ihn vorlesen?

Rav: 27 …

Schüler: Unten, bei „Und obwohl“.

Rav: Unten: „Und obwohl er weiß, dass der Rat, aus dem Zustand des Abstiegs herauszukommen, das Gebet ist, hat er dann doch keinerlei Kraft zu beten. Und obwohl es eine Regel gibt, dass der Mensch für alles, was ihm fehlt, zum Schöpfer beten soll, muss er demnach auch dafür beten, dass er nicht beten kann.“ Ja, dass er Kraft zum Beten haben soll. Bete, dass du Kraft hast zu beten. „Aber manchmal auch dafür“ – also zu beten, dass er Kraft hat, dass er Kraft hat zu beten, und so weiter und weiter und weiter – hat er keine Kraft. „… deshalb ist der Mensch in diesem Zustand in völligem Abstieg.“ So heißt es⁷. Nu.

Schüler: … … in diesem Zustand, woher nimmt man trotzdem Kraft … …

Rav: Moment, Moment. Ein Mensch, der in einem Zustand ist, in dem er kein einziges Gebet beten kann – es gibt ein Gebet vor dem Gebet, ja. Ein Mensch, der nicht beten kann, und du fragst: „Wie kann er dann beten?“ Dann kann er eben nicht beten. Moment: Er kann nicht – was fragst du „wie“, wenn er nicht kann? Wenn du noch „wie“ fragst, ist das ein Zeichen, dass es kein völliger Abstieg ist, wenn noch Platz für eine Frage ist. Wenn kein Platz für eine Frage ist, also „nein“ – danach fragst du? Ja? Wenn man „nein“ sagt, ist das ein Zeichen, dass er aus sich selbst keinen Grund, keine Kraft, gar nichts hervorbringen kann, von dem aus er selbst irgendwie anfangen würde aufzusteigen. 17:15

Das heißt, es kann nur ein „exiting cause“ (exiting cause) sein – weißt du was? –, eine äußere Ursache. Was heißt äußere Ursache? Entweder der Schöpfer oder die Umgebung – wen hast du sonst noch? Umgebung ist alles, was um den Menschen herum ist, alles Unbelebte, Pflanzliche, Tierische und Sprechende um ihn herum, das ihn erinnern, wecken, aufrütteln kann – oder der Schöpfer. Nu, bis der Schöpfer etwas tut, das kann, wie wir wissen, noch Tausende Jahre dauern. Die Umgebung hängt auch davon ab, wo du bist, wie du mit ihr verbunden bist und so weiter. Um all diese Dinge, sowohl um den Schöpfer als auch um die Umgebung, muss man sich also im Voraus kümmern, bevor man in einen Zustand des völligen Abstiegs kommt. Man muss fürchten, dass ich ohne jede Vorbereitung im völligen Abstieg bleibe.

Wir arbeiten zum Beispiel, ja? Jeder von uns, der arbeitet, zahlt von seinem Gehalt in die Rente, in die Sozialversicherung, in die Krankenkasse, in alle möglichen Dinge ein. Was heißt das? Wenn ich in irgendeine Schwäche falle und selbst nicht kann, dann habe ich in allen möglichen Systemen Reserven, die mir zu Hilfe kommen, ja. Und der Mensch muss dafür sorgen. Du sollst nicht sagen: „Was bin ich schon, mir ist alles egal, der Schöpfer ist groß.“ Was heißt, der Schöpfer ist groß? Du denkst einfach: Wenn du so in einem Zustand bist, in dem du nichts hast, wird schon jemand kommen und sich kümmern. Das ist ein noch größeres Verlangen zu empfangen, verstehst du.

Ein wirklich wahrhaftiger Mensch macht das nicht so. Er weiß, dass er dann keine Wahl hat, er fällt anderen Menschen zur Last. Und er muss dafür sorgen, ihnen nicht zur Last zu fallen, sondern wirklich etwas Eigenes zu haben. Das ist die richtige, nicht egoistische Einstellung, verstehst du, das war’s. In unserem Zustand sind wir nicht in diesem Zustand. Bei uns ist es so: Wenn ich nicht im Voraus für solche Systeme sorge, die mich aus einem Fall herausholen, dann kann der Fall – und ich sehe das hier bei Leuten – ein halbes Jahr, ein Jahr dauern, und man kann nichts machen, gar nichts. Denn auch die Gemeinschaft kann dir nicht mehr helfen, als du vorher in sie investierst. Das ist, als hättest du bei der Bank keine Ersparnisse angelegt – dann wird dir die Bank wahrscheinlich auch nicht einfach so etwas geben, verstehst du. Hier ist es dasselbe. Du musst zuerst die Gemeinschaft, die Umgebung vorbereiten, damit sie in der Zeit deiner Schwäche auf dich einwirkt⁸ und dich sofort weckt. Ohne das wird der Fortschritt noch einige gute Gilgulim dauern. 20:26

Ja.

Schüler: Erst einmal wirklich die Umgebung so vorbereiten. Denn auch nur, wenn ich die Umgebung vorbereite, lässt man mich überhaupt in solche Zustände kommen, sonst lässt man mich auch gar nicht wirklich in solche kommen …

Rav: Was heißt das? Nein, nein, mein Herr. Nicht „man lässt mich“ oder „man lässt mich nicht“ – ich werde es haben oder nicht haben. Es gibt ein allgemeines Gesetz für die ganze Wirklichkeit. Nach diesem Gesetz geht jeder von uns vom Anfang des Weges bis zum Ende des Weges voran, auf seinem Pfad und nach seinen Unterscheidungen, nach den Reshimot, die in ihm sind. Und dieses Gesetz wirkt. Dieses Gesetz ändert sich nicht. Bei ihm gibt es kein plötzliches „zu dem und dem will ich mich so verhalten“ oder nicht. So etwas gibt es nicht. Es ist ein Gesetz. Wenn du jetzt gehen und deine Entwicklung beschleunigen willst, bitte. Darin hast du eine Wahl: zu beschleunigen. Nicht? Nein.

Schüler: Okay, das ist die Frage: Wie baue ich einen solchen Mechanismus, dass ich, wenn ich in so eine Situation komme, statt ein halbes Jahr, ein Jahr oder zehn Jahre dazusitzen, genau eine halbe Sekunde dasitze und herauskomme? Wie baut man so einen Mechanismus?

Rav: So einen Mechanismus zu bauen, hängt nur von dir ab, nur von dir. Schrei sie nicht an. Bei ihnen hängt es nur davon ab, wer es jetzt tut⁹. Ich muss nach der Regel gehen: „Das Ende der Tat liegt im ursprünglichen Gedanken.“ Wie mache ich das? Was muss ich erreichen? Ich muss einen Zustand erreichen, in dem die Gemeinschaft mir ständig gibt, ja? Das war’s. 22:08

Sobald ich auch nur ein wenig falle: Von der besten Stufe, sagen wir in meinem besten Zustand, wenn ich mit voller Kraft arbeite, brauche ich die Gemeinschaft sozusagen nicht, da renne ich richtig vorwärts. In einem Zustand, in dem ich nicht mit meiner ganzen Kraft arbeite, will ich sofort, dass sie auf mich einwirken. Wozu bis zum völligen Abstieg warten, bis ich richtig tot bin? Auch wenn ich nur zehn Prozent falle – Schluss. Diese zehn Prozent sollen sie mir anfangen zu ergänzen.

Womit kann ich also einen Anstoß von ihnen bekommen? Einen Anstoß zur Spiritualität kann ich von zwei Dingen bekommen. Entweder es geht mir schlecht, und ich renne vor diesem Schlechten weiter nach vorn, um ihm zu entfliehen. Oder vorn ist es so gut, dass ich wie verrückt zu diesem Guten renne und mir alles egal ist, was ich jetzt habe. Alles, was ich jetzt habe, soll im Vergleich zu jenem Guten, das mir von vorn leuchtet, so aussehen, als gäbe es nur dort Leben, und heute ist der Tod. Das heißt, jeder meiner Zustände soll mir im Vergleich zum nächsten Zustand wie ein völliger Abstieg erscheinen. Nicht, dass ich wirklich in so einen Zustand absteige, sondern dass ich ihn schon so sehe – dass mein Zustand so ist. 23:35

Die Gemeinschaft muss mir also entweder Leiden oder Genüsse liefern: Genüsse dort vorn oder Leiden hinten. Genüsse vorn, das heißt Größe des Schöpfers, Wichtigkeit der Spiritualität. Und Leiden – wozu brauche ich Leiden? Dass sie kommen und mir Schläge geben und alles? Das ist noch eine lange Geschichte, denn es ist ein weiter Weg, bis ich sie in Lernen verwandle – dass es sich lohnt voranzukommen und so weiter. Wir wissen, wie sehr wir … Die Leiden: Bis sie uns etwas lehren, dauert das lange.

Am besten ist es, wenn vorn etwas ist, das anzieht. Dann renne ich ohne … Den Intellekt brauche ich nicht. Ich muss es nur sehen, und Schluss – schon renne ich wie verrückt dorthin. Das heißt, genau das muss mir die Gemeinschaft liefern. Ich muss die Gemeinschaft also darauf vorbereiten: In jedem Moment, in dem ich von mir aus nicht in der Erhabenheit sein kann, in der Größe des Schöpfers und der Spiritualität – dass das das Beste ist und dass es mich anziehen muss –, müssen sie es mir sofort liefern. 25:00

Siehst du, gerade ist bei uns der Strom ausgefallen. Es gibt zum Beispiel Orte – wir sind noch nicht so eingerichtet –, wo sich sofort, wenn der Strom ausfällt, ein Generator einschaltet und es Strom gibt. Du merkst überhaupt nicht, dass es eine Unterbrechung gab. Irgendwo hat es nur gewechselt, von einem Versorger zum anderen, und das Leben geht weiter. Das musst du machen. Es hängt von dir ab. Dieses System zu bauen, hängt nicht von dir ab¹⁰.

Schüler: Für so etwas brauche ich, dass die Gemeinschaft selbst ständig in Erweckung ist, sonst kann sie mir so etwas auch nicht liefern. Wie kann ich …

Rav: Nein. Die Gemeinschaft, die in Erweckung sein muss, wird in Erweckung sein, je nach der Erweckung, die du in sie hineinbringst. Woher sollte sie sie sonst haben? Was ist die Gemeinschaft? Die Gemeinschaft ist das, was jeder von uns in sie hineinbringt, nicht mehr.

Schüler: Wie kann ich auf hundertzwanzig Menschen einwirken …

Rav: Ihr seht ja: Jedes Mal, wenn ich zu irgendeiner anderen Gruppe ins Ausland fahre, komme ich mit irgendeiner Erneuerung in der Erklärung zurück. Du hast das noch nicht gekannt, aber auch du hast schon ein bisschen etwas davon gesehen. Ich nehme ihre Erweckung auf. Ich komme an einen Ort und sauge das so auf. Und dann kommt mir wirklich eine schönere Erklärung, vielleicht eine angenehmere, eine einfachere.

Du musst aus der Gemeinschaft herausholen, was möglich ist, aber möglich ist das je nachdem, wie viel jeder investiert. Wer ist die Gemeinschaft? Gibt es außer einer Ansammlung von Menschen etwas, das Gemeinschaft heißt? Später wird es das geben, wenn wir ein spirituelles Gefäß bauen. Das spirituelle Gefäß, das wir bauen, existiert sozusagen außerhalb von uns, aus der Ansammlung aller Seelen.

26:52

Schüler: Kann man sagen, das ist die Frage: Wie kommen wir … dahin, dass wir in uns ein spirituelles Gefäß bauen können? Wirklich zusammen mit der Gemeinschaft.

Rav: Das geht nur durch die Wichtigkeit. Nur durch die Wichtigkeit. Außer dem hast du gar nichts. Und Wichtigkeit, habe ich gesagt, hat keiner. Aber wenn jeder dem anderen sagt, dass das wichtig ist, und es ihm anfängt einzuträufeln wie Werbung … Wir müssen eine Agentur sein … Wir sind wirklich im Grunde eine Werbeagentur. Wir machen Werbung für den Schöpfer, wir wollen Ihn der ganzen Welt verkaufen. Das ist unser Produkt. Über alle möglichen Mittel – Bücher, Kassetten, Vorträge, was auch immer – verkaufen wir Ihn. Nur für uns selbst können wir das nicht machen. Der ganzen Welt sagen wir „bitte schön“, und uns selbst nicht. Das ist das Problem.

Schüler: Am Anfang der inneren Werbung … im Grunde Arbeit und Prozesse und Formen und solche Versuche …

Rav: Nein, nein, nein. Alle Formen, die wir gemacht haben, waren Formen innerer Werbung, wie soll ich sagen, polizeiliche. Das machen wir jetzt. Verstehst du, das kam nicht aus einer Notwendigkeit des Menschen, dass er es tun muss. Wenn er keine Wahl hat, dann bringt er wirklich seine Seele, sein Herz, sein Verlangen¹¹ hinein. 28:22

Diese Notwendigkeit muss nötig sein, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll. Aber schau, ich bin dafür, dass wir eine Werbeagentur beauftragen. Wir nehmen irgendwelche Psychologen, ich weiß nicht wen, von außen, die an uns arbeiten, und fertig. … uns, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll. Damit wir wirklich fühlen, dass das eine wichtige Sache ist.

Schau dir immer wieder irgendeine Werbung im Fernsehen oder im Radio an. Du fängst an, dich darin zu integrieren: dass das wichtig ist. In irgendeinem Moment springt es dich an. Du wirst dich daran erinnern. Und das muss man (?) machen. Außer dem gibt es gar nichts, nichts. Er schreibt das in „Freier Wille“¹². Ohne das kommst du nach dieser allgemeinen Kraft voran, die allgemeine Vorsehung heißt. Nicht persönlich für einen Einzelnen, sondern allgemein, für alle Welten: wie sie auf all diese Reshimot drücken, die Seelen heißen. Künftige Seelen – das sind noch keine Seelen, sondern zerbrochene Reshimot. Von oben kommt das Licht, wirkt auf diese zerbrochenen Reshimot und bringt sie nach und nach voran … noch einige Tausend Jahre.

Schüler: Ich will nicht in einen Zustand von einigen Tausend Jahren kommen.

Rav: Wenn du nicht dahin kommen willst, dann beschleunige die Zeit. Es heißt: „Israel heiligt die Zeiten“. Israel heißt, wer sich direkt zum Schöpfer sehnt, Yashar-El. Sehne dich. Wie kannst du dich sehnen? Wenn du verstehst, fühlst, weißt – ich weiß nicht wie –, dass Er groß ist.

30:15

Schüler: Das Problem ist, dass jede Werbung, die wir machen, früher oder später anfängt, uns über zu werden, … …

Rav: Du hast nichts, womit … Es stimmt, jede Werbung wird einem über, weil du darin Künstlichkeit siehst. Aber dass du dich damit beschäftigst, ist die einzige Mühe, die du geben kannst. Außer dem gar nichts. Auch hier schreibt er – was schreibt er? Was müssen wir sagen, um Braut zu werden? „Eine schöne und anmutige Braut“. Aber die Braut ist, wie sie ist – stimmt, aber ich muss sagen, dass sie schön und anmutig ist. Dann wird mich das anziehen, Braut zu werden. Sonst was?

Und wenn man diese beiden Zustände so betrachtet wie jetzt den korrigierten Zustand, dann gibt es ganz bestimmt keine Möglichkeit, dahin zu kommen. Es gibt keine Möglichkeit – nur unter der Bedingung, dass ich vom Maß der Gemeinschaft eingeschlossen werde, dass es so ist. Deshalb denkt jeder von uns innerlich nach Beit Shammai: die Braut, wie sie ist. Und deshalb muss jeder von uns nach Beit Hillel hören: eine schöne und anmutige Braut. Schön und anmutig.

Ja.

Schüler: Was ist die Verbindung zwischen dem korrigierten Gefäß … … und dem Geben?

Rav: Ich verstehe nicht.

Schüler: Sie haben vorhin darüber gesprochen, dass sie zu einem Zustand eines gemeinsamen Gefäßes für alle gekommen sind.

Rav: Das gemeinsame Gefäß der Gemeinschaft ist so, wie wenn wir etwas für die Zukunft angelegt haben, ja? Nu, wie heißt das? Irgendwelche gemeinsamen Ersparnisse, ja, und jeder kann davon abheben, wenn er, sagen wir, nicht kann.

Schüler: Was ist die Verbindung zwischen dem …

Rav: Dass wir Kräfte haben – daraus kannst du zu Kräften des Gebens kommen. Das Leben heißt Kräfte des Gebens; nach den Kräften des Gebens empfange ich die Offenbarung der Göttlichkeit. Nach der Übereinstimmung mit dem Schöpfer empfange ich die Offenbarung des Schöpfers, empfange ich das Leben. Also brauche ich Kräfte des Gebens. Kräfte des Gebens kann ich nur aufbringen, wenn ich weiß, dass es etwas Großes ist. Wie weiß ich, dass es etwas Großes ist? Ich muss dafür ständig eine Gehirnwäsche bekommen – das muss mir die Gemeinschaft machen.

33:06

Schüler: Ja, aber … … wenn … ich habe das in einer der Lektionen gehört: Man kommt zu einem Zustand, in dem es ein gemeinsames Gefäß für alle gibt.

Rav: Ein gemeinsames Gefäß für alle, sage ich dir: Wenn wir zehn Menschen sind und jeder alle in sich einschließt – wie viel hat dann jeder? Zehn hoch zehn oder so etwas, und noch und noch und noch, ohne Ende, ja? Denn jeder schließt sich in den anderen ein, und wieder jeder in den anderen, und wieder jeder in den anderen – das ist eine Progression ohne Ende. Und so ist es wirklich. Aber sagen wir, jeder schließt sich in den anderen ein, dann hat er das Zehnfache, wenn es zehn Menschen sind, ja? Das heißt, das hat jeder. Außerdem gibt es das, was man HaKolel¹³ nennt, das Gesamte – du weißt ja, in den Gematrias gibt es „plus 1, das Gesamte“. Dieses Eine ist normalerweise der Schöpfer, der sich im allgemeinen Gefäß offenbart. Das war’s. Außerdem gibt es also so etwas wie ein einziges Gefäß, das uns alle vorwärtszieht, nach unserer allgemeinen Integration. Das war’s.

Ja.

Schüler: Warum … lernen wir nicht … … vorwärts mit dem Schöpfer? Warum arbeite ich mit einem Freund daran, sein Verlangen zu empfangen zu lieben, mich sozusagen mit ihm zu integrieren, um sein Verlangen zu empfangen kennenzulernen, um mich ihm nahe zu fühlen? Warum muss ich überhaupt … sein Verlangen zu empfangen? Ich gebe ihm vorwärts … … wir arbeiten sozusagen vorwärts. Warum sprechen wir über dieses Kennenlernen des Verlangens zu empfangen des Freundes?

Rav: In unserer Arbeit gibt es zwei Dinge. Das eine: Ich muss dem Freund die Größe des Schöpfers geben. Dafür muss ich mich nicht mit ihm integrieren, ich muss sozusagen überhaupt nicht in ihn hineingehen. Ich muss ihm sozusagen meine Begeisterung ausstrahlen. Ich habe zwar keine Begeisterung, aber ihm gegenüber kann ich spielen. Damit liefere ich ihm Erweckung. Das ist nur die Arbeit von der einen Seite. Die Arbeit von der anderen Seite: Außer dem Vorwärtsrennen muss ich mich auch mit anderen verbinden, um mein Gefäß zu vergrößern.

Mein Gefäß kann ich nur vergrößern, wenn ich sein Gefäß empfange, also seine Verlangen, seine Mängel wie meine eigenen. Damit annulliere ich mich. Verstehst du: Wenn wir nur rennen, weil der Schöpfer groß ist, dann ist dieses Rennen um zu empfangen. Daraus entstehen für mich keine Aufstiege und Abstiege; ich bin die ganze Zeit sozusagen im Aufstieg, immer weiter und weiter. Dieses Rennen wird, wie soll ich sagen, ohne Awiut sein, ohne Verlangen zu empfangen. Es wird überhaupt … Es ist, als wäre ich mit Luft aufgeblasen, und das war’s: Ich renne nur, weil es mir groß erscheint. 37:09

Um mein Ich an diesen Fortschritt anzuschließen, muss ich, wie soll ich sagen, fühlen, wer ich bin. Ich muss meine Beteiligung daran sehen. Nicht, dass ich mich als Punkt an diesen Fortschritt hefte und nur mit der Begeisterung arbeite, die ich von außen bekommen habe, mich annulliere und so mit dieser Begeisterung vorwärtsgehe. Ich muss mit meiner Awiut arbeiten. Meine Awiut kann ich nur entdecken, indem ich mit dem Freund daran arbeite, mich ihm anzunähern. Wenn ich mich ihm annähere, entdecke ich seine Mängel, und er entdeckt meine Mängel.

Das verursacht bei mir Abstiege. Es gibt Abstiege und Aufstiege, diese beiden Dinge wird es immer geben, und so viele es auch sein mögen, in Ordnung. Die Frage ist das Tempo: Je größer das Tempo, desto größer ist darin mein Fortschritt. Ich kann nicht nur im Aufstieg vorankommen. Ich muss ständig in dieser Amplitude sein, möglichst groß, zwischen Aufstieg und Abstieg, zwischen Keter und Malchut, zwischen Hitlabshut und der Offenbarung der Awiut. Wenn ich von der Gemeinschaft nur Begeisterung aufnehme, beteilige ich mich überhaupt nicht mit meiner Awiut – wer bin ich dann hier?

Um also wirklich voranzukommen, damit ich vorankomme, muss ich mein Ich, mein Dasein, mein Jesh, ja, mein Ego unbedingt der Begeisterung anschließen. Das heißt, eine volle Reshimo zu haben: Hitlabshut und Awiut. Und das muss ich als meine Mängel und die Mängel des Freundes empfangen, als Ergebnis der Verbindung mit ihm.

39:43

Schüler: Und wie passt das zu dem, was wir als Fortschritt bezeichnen? Die Unterscheidungen kommen doch nicht aus dem Verlangen¹⁵ …, sondern daraus, dass ich vorwärtsrenne, verstehe ich, was mit mir los ist. Das heißt, ich kann nicht … … mit mir und mit dem Freund, als Fortschritt … …

Rav: Nu. Dadurch, dass ich an der Größe arbeite, komme ich trotzdem zu einem Fall, das muss passieren. Das ist das eine. Das Zweite: die Verbindung mit dem Freund. Ohne mich mit ihm zu verbinden, kann ich nicht einmal Größe von ihm empfangen. Einfach im Radio zu hören, bedeutet nichts, ich muss wissen, vor welchem Hintergrund das steht. Das heißt, die Reshimo de Hitlabshut selbst oder irgendeine Begeisterung geht nicht einfach so über. Ich muss wissen, wer mir das gibt, wie er das macht, wozu er das macht. Ich muss das wissen; nur Hören hilft nicht.

Außerdem: Nachdem ich mich sehne und mich sozusagen an das Sehnen hefte, an die Größe des Schöpfers, die ich erreichen will, fange ich an, mich leer und sozusagen nicht existent zu fühlen. Und hier muss ich selbst entdecken, was für ein Ich, was für eine Awiut ich habe. Es geht hier also darum, dass ich, ohne mich mit dem Freund zu verbinden, kein zusätzliches Gefäß bekomme.

Sagen wir es so: Wenn du jetzt auf alle Menschen hier neidisch wärst, wenn du dächtest, dass in ihnen etwas ist, und du wärst neidisch auf sie – wärst du so ruhig wie jetzt? Könntest du mitten in der Nacht zu Hause schlafen? Schau, was mit der ganzen Menschheit passiert: Nur wegen Neid fasten¹⁴ alle. Man kann also nicht vorankommen, wenn du diese Dinge nicht von anderen aufnimmst. Unsere Awiut kann nicht von uns selbst kommen, sie kann nur von der Gemeinschaft kommen.

42:41

Schüler: Fühlt das Gefäß im Zustand von Chafez Chessed seine volle Awiut?

Rav: Chafez Chessed fühlt die Awiut nicht.

Schüler: Dann frage ich: Warum ähnelt der Zustand, in dem man sich ohne Rechnung mit sich selbst an das allgemeine Sehnen heftet, nicht Chafez Chessed? Ist er nicht der Zustand … …

Rav: Warum sollte er nicht ähnlich sein? Er ist ähnlich.

Schüler: Dann frage ich: Warum dann … zu diesem Zustand … … der erste? Ich kann nicht mit meiner Awiut arbeiten. Ich kann mich höchstens vielleicht von oben anheften.

Rav: Bitte, mach es so, dass du nur an der Größe des Schöpfers arbeitest, das war’s – und dann fühlst du dich danach in einem sehr großen Abstieg. Ja. Warum? Es wird dir scheinen, dass nur du dich nach dem Schöpfer sehnst und nicht Er sich nach dir. Du wirst von Ihm keine Reaktion bekommen, und danach auch keine Reaktion mehr von der Gemeinschaft. Du kannst von der Gemeinschaft keine Kunde bekommen, diese Kunde, dass der Schöpfer groß ist, wenn du nicht in sie investierst. In sie investieren, was heißt das? Dass du ihr Gefäß fühlst und wirklich in es investierst.

Schüler: Ich verstehe auch nicht, wie ich aus dem Fühlen der Gemeinschaft fühlen soll, dass der Schöpfer mir Feedback gibt. Ich … nicht …

Rav: Du wirst eine größere Awiut haben, dadurch dass du dich mit der Gemeinschaft integrierst, und dann kannst du in dieser Awiut den Schöpfer besser entdecken. Das heißt Fortschritt: ein größeres Gefäß – du wirst Ihn mehr entdecken, Ihn mehr fühlen, es wird größere Fälle geben.

44:26

Schüler: Okay. Jetzt sagen Sie mir: Außer der Gemeinschaft Größe zu geben, wie integriere ich mich am besten? Dadurch, dass ich … jeden innerlich? Wie mache ich jetzt …

Rav: Ja, man fängt bei einer tierischen Nähe an. Ich bin einfach mit dem Freund in einer Gruppe, und wir helfen einander, nicht in der Spiritualität, sondern in der Materialität. Wozu hilft mir das? Um zu sehen, wie wenig ich darin bin. Das ist der Punkt der Wahrheit: Du entdeckst deinen Punkt, von dem aus du dich vergewisserst¹⁶ – dass du entdeckst, dass die Braut nicht schön und anmutig ist und du überhaupt nichts zu ihr hast.

Dann wirst du dich wirklich an die Gemeinschaft wenden müssen, an deine Begeisterung und deine Größe des Schöpfers, die sozusagen größer ist. Du wirst keine Awiut haben, mit der du etwas tun kannst, wenn du dich nicht von der Gemeinschaft integrierst. Du wirst die ganze Zeit so schweben wie ein Engel. Wozu brauchst du dann Begeisterung von ihnen? Du schwebst schon. Du bleibst die ganze Zeit in dieser kleinen Awiut.

Schüler: Wie schweben? Gerade haben Sie mir gesagt, wenn ich das nicht tue, bekomme ich kein Feedback vom Schöpfer? Sie sagen, jedes Mal fühlt man: Ich lerne nur, und Er läuft doppelt so schnell vor mir weg. Wie soll ich da überhaupt lernen? Ich … das ist mir wirklich nicht klar. Rav, was ist hier der Satz? Ich verstehe nicht. Dadurch, dass ich mich jetzt wirklich mit einem Freund integriere, bringe ich ihn nicht in mich hinein. Ich kann ihm wirklich dreißig Jahre helfen, er kommt nicht hinein.

Rav: Wozu hilfst du ihm?

46:04

Schüler: Um zu verstehen, wie weit ich vom wahren Zustand entfernt bin.

Rav: Das heißt, du hast ein spirituelles Ziel, dem Freund zu helfen. Beides ist also miteinander verbunden: deine Handlung hier in dieser Welt und ein Ziel über dieser Welt. Dann hast du schon eine Handlung für die spirituelle Erlangung. Das muss dich zur Verzweiflung bringen, zum Zerbrechen, zum Fortschritt – das muss etwas geben.

Schüler: Es gibt etwas, aber kein Gefühl von Feedback vom Schöpfer. Diese Sache, diese Awiut, gibt kein Gefühl von Feedback vom Schöpfer.

Rav: Nein. Normalerweise gibt dir die Beschäftigung mit den Freunden eine Erhebung und danach einen Abstieg, aber das Tempo steigt. Ich verstehe nicht. Du willst es so: „Ich investiere in den Freund, damit der Schöpfer zu mir kommt. Nu, warum kommst Du nicht? Dann investiere ich nicht in den Freund.“

Schüler: Nein, nein, nein. Sie haben mir jetzt gesagt, dass ich durch diese Sache Feedback vom Schöpfer bekommen kann. Ich bekomme nicht wirklich Feedback vom Schöpfer.

Rav: Du bekommst größere Aufstiege und Abstiege …

47:16

Schüler: Man fühlt darin kein Feedback. Man fühlt, dass Er schneller vor einem wegläuft. Du läufst schneller, Er läuft schneller vor dir weg. Aber Er läuft in die entgegengesetzte Richtung. Er läuft nicht zu dir. Wo ist also das Feedback?

Rav: Nein. Auch die Aufstiege sind größer. Auch …

Schüler: Aber viel kürzer.

Rav: Aber dadurch, dass sie kürzer sind, fühlst du mehr Lebendigkeit, mehr Leben. Dein Leben ist saftiger. Wie willst du … Wenn der Aufstieg länger dauert, als du ihn fühlst, verschwindet er. Was ist unser ganzes Problem? Man fängt an zu fühlen: Die Lichter Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja und Yechida steigen in das Gefäß herab.

Wenn alle diese fünf Lichter in die fünf Gefäße gekommen sind, verschwindet das Gefühl. Warum? Weil es ohne Neuerung kein Gefühl gibt. Was dann? Dann bin ich so wie ein Tier. Mit Spiritualität hat das schon nichts mehr zu tun. Wenn es, nachdem ich meinen spirituellen Zustand gefühlt habe, darin keine Veränderung von meiner Seite gibt, mache ich als Tier weiter. Stell dir vor, wie viele solcher Pausen (Unterbrechungen) wir zwischen unserer Handlung und unserer Anstrengung haben, von einem zum anderen. Jahre. Ganz langsam.

Schüler: Nein, aber … gut …

Rav: Wir werden es nach ihnen wissen¹⁷. Nu …

48:53

Schüler: Wie sehr muss man im Zustand forschen, um zu sehen, wo ich stehe? Wie sehr muss ich das tun, anstatt gleich so im Allgemeinen zu sehen, wo ich stehe, und mich sofort wieder anzuheften?

Rav: All diese Untersuchungen sind gut, wenn sie zur Tat führen. „Gut ist das Lernen, das zur Tat führt.“ Und wenn nicht, verringere es¹⁸.

Schüler: Was ist „Tat“?

Rav: „Tat“ heißt Geben. Eigentlich ist es so. Aber Tat heißt jede Sache, die am Ende zum Geben führt.

49:35

Schüler: Wie kann ich in meinem Zustand wissen, ob es mich wirklich zum Geben führt oder nicht? Wo …? Das ist noch weit weg. Es scheint immer noch weiter weg. Jeden Moment noch weiter weg. Wie weiß ich, ob am Ende …

Rav: Eure Argumente sind einfach. Ich verstehe auch, was Eran fragt. Die Argumente sind einfach: „Warum haben wir keine klar gedruckten Arbeitsanweisungen, statt des ganzen Sohar, des Talmud der Zehn Sefirot, endloser Bücher, die man nicht versteht, bla, bla, bla? Warum stehen die Anweisungen für mich nicht auf einem oder zwei Blättern?“

Jede Maschine in unserer Welt, die wir machen – auch wenn wir kaputt sind und nichts verstehen –: Ich habe irgendeine Maschine gekauft, daneben liegt eine Bedienungsanleitung, wie man sie pflegt und so weiter. Hier gibt es keine. Was für ein Hersteller ist das, der so eine Maschine wie mich macht, wirklich so kaputt, wie es kaputter nicht geht, und keine Anweisungen gibt, ja?

Die Anweisungen gibt es, nur wollen wir sie nach unserem Intellekt. Nach unserem Intellekt wollen wir sie, ich will sie mit einem tierischen Intellekt verstehen: „Sag mir eins, zwei, drei, was ich tun soll, dann tue ich es. Nicht das, was du sagst – das kann ich nicht tun. Warum? Ich habe keine Kraft.“ Stimmt, aber man muss. „Aber ich habe keine Kraft.“ Was macht man also? 51:13

Schüler: Uns hat Er einen Punkt gegeben.

Rav: Den Punkt verstehe ich. Wenn die Anweisungen so geschrieben wären, wie wir sie für irgendeine Maschine schreiben, dann wären sie innerhalb des Verstandes geschrieben, du könntest sie ausführen. Und über dem Verstand könntest du sie nicht ausführen. Was würdest du dann tun? Du würdest sagen: „Diese Blätter sind wirklich nur zwei Seiten Anweisungen, aber ich kann sie nicht ausführen – also nimm sie zurück.“ Das passiert mit uns: Nimm sie zurück, wir wollen das nicht benutzen. Wir verstehen nicht, dass die Form, in der das gegeben ist, die beste Übermittlung ist, um von diesem Zustand in den spirituellen Zustand überzugehen. Anders geht es nicht.

Im Grunde … was machen wir? Wir müssen das Licht, das zum Guten zurückführt¹⁹, auf uns herabziehen. Das Licht korrigiert uns, und man hat gesagt, wodurch man korrigiert. Ich muss jetzt mitten in der Lektion wissen, dass der Schöpfer groß ist, dass mein Zustand kritisch ist, dass ich jetzt wirklich nach dem Heilmittel suchen muss. Nu, woher nehme ich das?

Schau, der da schläft, der da fällt gleich vom Stuhl, der da … manchmal hört man hier sogar, weißt du, Schnarchen. Woher soll ich es nehmen? Ich verstehe die Leute. Jetzt kommen, du siehst, hundertfünfzig Leute und sitzen hier, und an einem normalen Tag sitzt hier die Hälfte davon. Ich verstehe sie: Es gibt niemanden, der sie weckt; innerhalb des Verstandes sieht man nichts. Was machen wir? Nur dadurch, dass wir wirklich die Notwendigkeit, die Größe des Ziels erlangen.

Er schreibt dir in der Einleitung zu TES – wo ist das? Wo ist Oren? Menge und Qualität. Nicht 17, etwas nach 17, wo es heißt, dass sie nachlässig waren, wenn nicht in der Menge, dann in der Qualität. 18? 18. Schau, was er schreibt, Seite 165, Punkt 18. Also „Einleitung zum Talmud der Zehn Sefirot“, Punkt 18. 54:31

WECHSEL ?

„18) Und es ist klar, dass sie sich nicht vom Urteil freisprechen können, wenn sie sagen, dass sie dieses Gewürz empfangen haben und noch immer sündige Gedanken haben.“ Das heißt, einerseits haben wir sozusagen Anweisungen bekommen, andererseits wissen wir nicht, wie man sie ausführt, und bleiben, wie wir sind. Was passiert dann? „Das heißt, dass sie noch in Zweifeln weilen, Gott bewahre,“ ja? Wir hören diese Zweifel. „und der böse Trieb noch nicht ausgelöscht ist. Denn der Schöpfer, gesegnet sei Er, der ihn erschaffen hat,“ – den bösen Trieb; Er hat uns erschaffen und uns auch die Anweisung gegeben, wie wir uns anpassen – „und dem bösen Trieb seine Stärke gegeben hat, wusste ganz sicher auch, das Heilmittel und das Gewürz zu erschaffen,“ – wie man unseren Zustand korrigiert, wie man uns richtig in Gang setzt; bis hierher ist er in Ordnung – „die zuverlässig sind, die Kraft des bösen Triebes zu schwächen und ihn ganz auszulöschen.

Und wenn jemand sich mit der Tora beschäftigt hat und es ihm nicht gelungen ist, den bösen Trieb von sich zu entfernen,” – das heißt, wenn du nicht weißt, wie man die Maschine richtig bedient – „dann ist das nur so:

Entweder war er nachlässig darin, die Mühe und Anstrengung zu geben, die man bei der Beschäftigung mit der Tora geben muss, wie geschrieben steht: ‚Ich habe mich nicht bemüht und gefunden – glaube nicht.‘

Oder vielleicht haben sie die ‚Menge‘ der erforderlichen Mühe erfüllt, waren aber nachlässig in der ‚Qualität‘,” – das heißt, vielleicht stehst du sogar am Morgen auf und kommst hierher. Ich habe gesagt: kommen, nicht kommen – darüber rede ich schon nicht mehr. Kommen oder nicht kommen heißt Mühe der Menge, darüber braucht man überhaupt nicht zu reden. Aber danach kommt die Mühe der Qualität. Wenn ich jeden Morgen von drei bis halb sechs komme – was mache ich in diesen Stunden? Ich kann hierherkommen und weiterschlafen wie zu Hause – heißt das dann, dass ich komme, dass ich vorankomme? Sicher kommst du auch voran, weil du in die Gemeinschaft eingeschlossen bist. Du bist trotzdem aufgestanden, du hast Mühe in der Menge gegeben, stimmt. Dann dauert es eben statt fünf Jahren fünfundzwanzig Jahre. Du kommst voran, daran gibt es keinen Zweifel, damit es nicht … Ihr seht, wie ich mich zu dem verhalte, der schläft: Er schläft, schläft, schläft – nu, er kommt trotzdem voran; wer kommt, kommt voran. Aber wenn du dich beklagst: „Warum bin ich nicht vorangekommen?“, dann achte nach der Menge der Mühe auf die Qualität der Mühe. 57:00

„Das heißt,“ – was ist mit der Qualität der Mühe? – „dass sie während der Zeit der Beschäftigung mit der Tora nicht ihren Verstand und ihr Herz darauf gerichtet haben,“ – das heißt, du sitzt jetzt hier und lernst, ja? Woran denkst du?

„das Licht in der Tora herabzuziehen, das den Glauben ins Herz des Menschen bringt, sondern dass sie sich mit ihr beschäftigt haben, während sie ihre Gedanken von dem Wesentlichen abgewandt hatten, das von der Tora verlangt wird, nämlich das Licht, das zum Glauben führt,“ – das Licht, das zum Guten zurückführt, wie man sagt, das mich korrigieren soll. Ich suche während des Lernens keine Verbesserung meiner Eigenschaften. Ich suche zu wissen, wo dort Galgalta ist, wie sie in AB eintritt und AB in SaG – völlig in Ordnung, Gott sei Dank, ich habe es verstanden. Das Heilmittel, wie man sagt, habe ich auf den Körper geschmiert, ich habe es nicht innerlich eingenommen.

Und der Mangel daran, dass ich innerlich größer bin²⁰, hängt vom Gefühl der Krankheit ab. Ich muss also wissen, dass ich wirklich krank bin. Woher soll ich das wissen? Alle sollen mir sagen, dass ich krank bin. Für die Diagnose zahlt man mehr als für die Heilung; auch all diese Geräte, um herauszufinden, was die Krankheit ist, kosten viel mehr, ja? Als sie danach zu heilen.

Ja, Chacham²¹, bitte.

58:27

Schüler: Wie vermittle ich einem anderen das Gefühl der Krankheit, wenn ich nicht weiß, was er aufnehmen kann, ob er es aushält?

Rav: Du musst ihm nicht sagen: „Du bist krank, du bist ein Lügner, du bist faul, schau dir dein Gesicht an, wie es aussieht.“ Nicht nötig. Du zeigst ihm, dass es die Größe des Schöpfers gibt. Nicht dass du Ihn kennst – das darfst du nicht sagen –, sondern aus deiner Arbeit heraus, aus deinen Worten, aus deiner Erweckung, dadurch dass er das sogar als Beispiel sieht, nicht Worte, die ins Ohr gehen.

Kurz, ich weiß nicht wie. Du bist klug, du hast wirklich einen guten Intellekt. Mal sehen, ob dein Intellekt dir hilft – versuch es, warum nicht? Setzt euch zusammen, denkt nach, wie ihr dahin kommt. Konkret müsst ihr zu einer Sache kommen: Ihr kommt so zur Lektion – ich bin krank. Weißt du, komm einmal zu mir, sitz einen Tag da, dann wirst du sehen: Es kommen Krebskranke. Wie schauen sie mich an? Wie ein Hund seinen Herrn. „Vielleicht können Sie mir helfen. Ich habe nichts anderes, das war’s. Die Ärzte wollen mich schon nicht mehr behandeln. Ich weiß nicht, wie lange noch – man hat mir gesagt, noch zwei Monate, noch drei bleiben mir.“ Weißt du, was das ist? Schau dir so einen Menschen an. Nu, warum sind wir nicht so?

60:06

Schüler: Auch wenn man so handelt, und auch wenn man schon dem zustimmt, was er einem sagt, und auch wenn man sieht, dass man selbst nicht kann, und fordert – nicht immer kommt man durch.

Rav: Aber wenigstens wolle es, nicht …

Schüler: Man will es, aber das … mehr als dein Verlangen bist du gelähmt, weil du an dir selbst siehst, dass du nicht kannst.

Rav: Stimmt, weil dir andere Menschen nicht helfen. Du …

Schüler: … …

Rav: Mein Lieber, hör zu. Aus dir selbst kannst du natürlich gar nichts machen. Sie müssen dir sagen, dass du krank bist. Von ihnen werde ich es hören, von mir selbst werde ich es nicht hören.

Schüler: Ich weiß schon, wie krank ich bin.

Rav: Ich gehe zu irgendeinem Therapeuten oder – du weißt ja, heute gibt es alle möglichen Diäten, alle möglichen Dinge. Ich gehe hin: „Ja, das ist wirklich wichtig, ich werde das machen, ja, ja, sagen Sie mir nur genau.“ Was passiert nach zwei Tagen mit all diesen Dingen? Wenn ich es jeden Tag, jeden Tag hören und es in so einer Gemeinschaft sehen würde – geh in so eine Gemeinschaft von Veganern oder so etwas, du weißt ja, wir sehen, was mit Menschen passiert, die da hineingehen: Sie werden selbst so. Dort gibt es Gehirnwäsche, hier fehlt sie.

Du sagst: Es gibt keine … Ich kann nichts verkaufen, was keiner fühlt, keiner. Doch, du kannst. Was hast du an Coca-Cola außer acht Löffeln Zucker auf ein Glas Getränk? Weißt du, was das ist? Ja. Was hast du davon? Aber was? „Der Geschmack des Lebens“.

Schüler: … … denn einerseits fühlt man …, andererseits kann man nichts tun, um aus diesem Tod herauszukommen.

Rav: „Ein Gefangener befreit sich nicht selbst aus dem Gefängnis“ – steht das geschrieben? Stimmt. Du sagst alles, was geschrieben steht. Was denkst du – vor dir gab es keine Weisen wie dich, die das nicht geschrieben, nicht gewusst haben? Aber noch einmal: Er sagt, nach all dem Gerede, ja? Wie sagt er?

Schüler: „Das heißt, dass sie nicht ihren Verstand gerichtet haben.“

Rav: Ja: „Das heißt, dass sie während der Zeit der Beschäftigung mit der Tora nicht ihren Verstand und ihr Herz darauf gerichtet haben, das Licht in der Tora herabzuziehen, das den Glauben ins Herz des Menschen bringt, sondern dass sie sich mit ihr beschäftigt haben, während sie ihre Gedanken von dem Wesentlichen abgewandt hatten, das von der Tora verlangt wird, nämlich das Licht, das zum Glauben führt, wie gesagt. Und obwohl sie es anfangs beabsichtigt hatten, haben sie ihre Gedanken während des Lernens davon abgewandt.

So oder so kann man sich nicht mit der Behauptung, gezwungen gewesen zu sein, vom Urteil freisprechen,” Lies noch ein Stück weiter, noch einen Satz.

„kann man sich nicht mit der Behauptung, gezwungen gewesen zu sein, vom Urteil freisprechen, denn unsere Weisen verpflichten mit der Aussage: ‚Ich habe den bösen Trieb erschaffen, Ich habe ihm die Tora als Gewürz erschaffen.‘ Denn gäbe es dabei irgendeine Ausnahme, dann bliebe die Frage Hiobs bestehen,“ Und du argumentierst wie Hiob. 62:49

Er erklärt dir, er bringt dir alles, von einem Ende bis zum anderen, von Ejn Sof bis null bringt er dir alles. Du argumentierst mit ihren Argumenten; sie sind da schon durchgegangen und bringen dir das hier. Sehr gut, dass du argumentierst, denn damit klärst du etwas. Aber nach diesen Klärungen muss gerade konkret eine Tat kommen. Du willst in der Mitte stehen bleiben und sagen: „Nein.“ In Ordnung, dann mach das Buch zu und geh. Aber wenn du es wirklich klären willst, dann steht es hier. Du sagst jetzt, wie Hiob gesagt hat: „Das kann nicht sein, ich bin in Leiden, Schluss“, ja?

63:30

Schüler: Ich … nicht … Auch die Kraft, es jetzt zu tun, nachdem ich zugestimmt habe, es zu tun – ich sehe, dass ich diese Kraft nicht habe, also gibt man auch die nicht. Ich habe die Kraft zu tun, ich sehe, dass es völlig umgekehrt ist. Ich sehe, dass ich einerseits …, andererseits … das ist ein größerer Tod. Das ist viel mehr als das.

Rav: Nein, denn du suchst und willst das tun, wovon du sagst, dass es unmöglich ist, und die Tat ist viel schwerer als der Tod: „Lieber sterbe ich, als es zu tun.“ Du sagst das, weil du an die Tat denkst, die du über dem Verstand ausführen musst, und du hast keine Kräfte, über dem Verstand auszuführen. Aber denk nicht daran – man sagt dir nicht, du sollst über deinen Kopf springen.

Du stellst dir so einen Zustand vor: Ich muss jetzt eine Tat um zu geben machen, mich von mir selbst lösen und um zu geben handeln. Ich kann das nicht – also, wo sind meine Sachen? Ich gehe nach Hause. Du hast die Sache verlassen. Man sagt dir nicht, du sollst eine Tat über dem Verstand um zu geben machen. Man sagt dir nicht, dass du das tun musst. Das ist überhaupt nicht deine Aufgabe, das wird ganz sicher das Licht tun. Deine Aufgabe ist, dich vorzubereiten, die Menge und die Qualität der Mühe zu geben, und nicht das Ergebnis. Das Ergebnis hängt nie von dir ab, aber die Mühe musst du geben – und du gibst die Mühe nicht an der richtigen Stelle.

Du gibst Mühe darin, dass du versuchst, eine Tat um zu geben zu machen – einfach schade, das wird dir nie gelingen. Wer bist du denn? Hast du einen Massach bekommen? Weißt du überhaupt schon, was das ist? Und du versuchst aus irgendeinem Grund, das zu tun. Du tust nicht, was nötig ist. Tu, was nötig ist, so viel du tun kannst – nicht hier (zeigt auf das Buch), sondern hier (zeigt auf seine Hand), verstehst du. Du stellst dir sozusagen vor: Wenn ich das ausführe, bin ich in der spirituellen Welt. Nein – du bist nicht in der spirituellen Welt, also kannst du das nicht ausführen.

Du musst eine ganz andere Arbeit machen. Hör auf mich: Du musst nur in einem ständigen Sehnen danach sein, fertig, nicht mehr. Nach dem ständigen Sehnen: dass ich das brauche, dass ich krank bin, dass es zu mir kommen und mich heilen muss, ja? Oder wie er auf Seite 70 in den Briefen schreibt, ja? Wie ein Kranker nach dem … oder wie ein junger Mann nach seiner Liebe – egal wie. Ich muss darauf gespannt sein, nicht mehr. Man will von dir keine Tat, man will von dir, dass du das Sehnen und die Notwendigkeit vergrößerst. Und das kannst du nur durch einen äußeren Faktor – das ist die Gemeinschaft. Etwas anderes, das in deinen Händen liegt, hast du nicht. 66:40

Mir scheint, das ist das Problem: Du willst um zu geben handeln, sozusagen arbeiten, als hättest du einen Massach. Wieso denn? Lass das ganz, das ist nicht deine Sache. Das hat auch Hiob gesagt: „Du hast Frevler erschaffen, Du hast Gerechte erschaffen – was können wir tun? Du hast erschaffen, Du hast erschaffen.“

Schüler: Dieses Sehnen …

Rav: Ja.

Schüler: Ein Sehnen nach etwas, von dem du siehst, dass du es nicht erlangen kannst, lähmt dich, es lähmt dich. Und jetzt sagen Sie mir: Geh und vergrößere das Sehnen noch mehr durch die Gemeinschaft. Und was mache ich dann mit mir?

Rav: Was? Dein Sehnen ist kein richtiges Sehnen. Es ist nur das Sehnen, das man dir von oben gibt. Du trägst dazu nichts bei, das ist nicht dein Sehnen, dadurch kommst du nicht voran. Der Schöpfer gibt dir Sehnen – wo ist deine Zugabe, deine Mühe? Die ist hier nicht.

Glaubt ihr wirklich, dass es unmöglich ist? Glaubt ihr, er scherzt, wenn er sagt: drei bis fünf Jahre? Ja, in drei bis fünf Jahren kann man zur Spiritualität übergehen – nur wenn du dich auf den Punkt konzentrierst, der von dir abhängt. Denn alles andere hängt nicht von dir ab, er sagt das. Worin besteht der freie Wille? Nur in einem Punkt. In allem anderen bist du eine Maschine, alles ist besiegelt, es gibt nichts, wozu du etwas sagen kannst. 68:24

Ich sage noch einmal: Ihr denkt, man verlangt von uns etwas Übernatürliches. Nein. Nur den Punkt klären, wo ich wirklich all meine Kraft investieren muss.

Wie viele Menschen in der Welt machen Dinge, für die es überhaupt keinen Bedarf gibt. Und dann kommt irgendein Kluger, öffnet die Sache im Handumdrehen, macht es, führt es aus – er hat den Punkt gesehen. Das ist die ganze Weisheit, das ist der Unterschied zwischen den Stufen. Du hast so eine Masse, und was ist sie? Nichts. Es kommt irgendein Kluger – fertig. Wie ein einziger Hirte – fertig. Milliarden Menschen können einem Einzigen folgen, wenn er den Weg kennt und sie nichts sehen. Er sieht diesen Punkt. Das brauchen wir: sehen, was sie hier sagen.

Nicht gegen das Verlangen zu empfangen selbst arbeiten – das hilft nicht, das Licht muss es korrigieren. Wo hast du nach dem, was du lernst, gesehen, dass sich das Verlangen zu empfangen selbst beeindrucken lässt? Nur das Licht verändert es, erschafft es und verändert es. Damit das Licht kommt und es verändert – was braucht man? Wollen.

70:20

Schüler: Ich verstehe auch nicht, wo bei diesem Punkt mit der Gemeinschaft der Verstärker des Verlangens ist.

Rav: In den Freunden hast du einen Verstärker, ausschließlich, nur in ihnen. Denn das, wo du bist, das, was du in dir selbst findest, ist kein Verstärker – das ist das, was man dir von oben gibt, das hat der Schöpfer dir gegeben. Wer bist du jetzt ohne Gemeinschaft? Das hat Er dir gegeben, das heißt nicht deine Mühe. Und du sagst: „Ich werde erschaffen“²² – was rennst du? Er setzt dich in Gang, und du rennst – heißt das, dass du rennst? Das ist Seine Handlung. Du wirst rennen, wenn du der Gemeinschaft gibst und von der Gemeinschaft ein Ergebnis deiner Mühe in ihnen bekommst. Und danach wirst du dein Rennen steigern – das wird dein Rennen sein.

Schüler: Das ist reine Gehirnwäsche?

Rav: Ja, reine Gehirnwäsche. Was sagt er hier? Lesen wir „Freier Wille“ – wir haben Schabbat vor uns, lesen wir den Artikel.

Schüler: Denn ich weiß, wenn ich die Freunde nicht großmache …

Rav: Ich habe von meiner Tochter gehört, dass sie gerade – du hast das unterrichtet, „Freier Wille“.

Schüler: Ja, aber der freie Wille ist auch … (Rav lacht) …

Rav: Sie kommt zu dir zum Vortrag, und sie sagt – gestern habe ich sie, wie sich herausstellt, auch unterrichtet –, sie sagt: „Mit dir kann ich keine Viertelstunde sitzen, du bist langweilig. Ich war bei ihm anderthalb Stunden, er hat so schön gesprochen, so interessant, plötzlich waren anderthalb Stunden vorbei.“ Nu? Siehst du, wie du am Publikum arbeiten kannst? Ich sage das nicht im Scherz, ich sage es, damit du daraus lernst: Du kannst am Publikum arbeiten? Sie ist nicht dumm, sie ist sehr kritisch, sie versteht diese Dinge, ich lerne viel mit ihr.

Und konntest du einwirken? Ja. Glaub mir, du kannst dasselbe auch zurückhören. Und schau, das ist schon eine zusätzliche Kraft, das ist wirklich deine Investition in sie: Du kannst jetzt von ihr etwas zurückhören. Schrittweise, denn du musst gegen dein Verlangen arbeiten, dich klein machen, damit du nicht so die Nase oben hast, sondern die Nase unten. Das heißt Hitlabshut und Awiut. Daran wirst du dann arbeiten, wenn du dich beugst.

Du musst größer sein als die Gemeinschaft, um zu geben, und kleiner als die Gemeinschaft, um zu empfangen. Dann fängt die Arbeit an. Du hast gefragt, was mit meinem Ego ist – aber dann bekommst du eine fremde Begeisterung, nicht vom Schöpfer; der Schöpfer und du, das ist dasselbe. Eine fremde Begeisterung. Wenn du nach dieser Begeisterung zum Lernen kommst, kommst du mit einem Tisch²³. Denn nur entsprechend dem, was du in die Gemeinschaft investiert hast, kannst du zurückbekommen. So erschaffst du dadurch, durch diesen Mechanismus der Gemeinschaft, wirklich eine eigene Kraft, die du nicht von oben bekommen hast. Und dann kommst du wirklich zu Ihm und forderst Korrektur. 73:26

(Ende der Lektion)