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Transkript des Morgenunterrichts 11.11.2016
Ausgewählte Auszüge aus den Schriften der Kabbalisten zum Thema: Einbeziehung (Teil 1)
Vorleser: Hallo, wir sind in einer besonderen Lektion zum Thema Einbeziehung. Wir werden dazu ausgewählte Auszüge aus den Schriften der Kabbalisten lesen. 0:48
Die Einbeziehung ist eine ganz besondere, sehr hohe Eigenschaft, die sich nach vielen Korrekturen im Willen zu empfangen entwickelt. Wir lernen: Von Anfang an befinden wir uns nach dem Zerbrechen. Zwischen unseren Verlangen besteht eine Entfernung – sie haben sich entsprechend der Ungleichheit der Form voneinander entfernt, und wir befinden uns in einem spirituellen Raum. Das heißt, in einem Feld, in dem jeder genau so weit vom Freund entfernt ist, wie er ihm entgegengesetzt ist. Und danach, wenn wir anfangen, an der Annäherung zu arbeiten, an der Verbindung, an der Korrektur, die wir ausführen müssen – dann gibt es in dieser Korrektur mehrere Stufen. Zuerst die Annäherung aneinander, damit der Abstand kleiner wird und wir zusammensitzen können. Und soweit wir darunter leiden, können wir es überwinden. Wenn wir schon anfangen, die Abstoßung zu spüren, ist das bereits gut: Wir fangen schon an, den wahren Zustand zu entdecken. Darauf müssen wir anfangen, die Verbindungen aufzubauen, Kräfte der Verbindung gegen die Kräfte der Trennung – bis wir anfangen, einander zu berühren.
Und auch bei der Berührung können wir einen noch größeren Widerstand spüren, wie Nüsse in einem Sack, und wir verstehen, wie wenig einfach das ist. Umso mehr, wenn wir daran arbeiten. Denn diese ganze Arbeit dient nur dazu, das Licht zu erwecken, das zur Quelle zurückführt – weil wir an unserem Verlangen nicht selbst arbeiten können, jeder an seinem und alle zusammen an unseren Verlangen. Denn das ist unser Wesen, unser ganzes Sein: der egoistische Wille. Das heißt, eine instinktive Abstoßung voneinander. Und wenn wir daran arbeiten, uns anzunähern, bis wir zueinander gelangen – bis, wie Rabash sagt, das Reiben der Herzen anfängt, damit sie sich erwärmen und wärmer werden, sodass man durch die Wand des Herzens ins Herz eintreten kann –, dann haben wir Einbeziehung.
Das ist unser Thema. Und diese Einbeziehung gelangt schon zu Zuständen in der Spiritualität, in denen wir in die Eigenschaften und in die Verlangen einbezogen werden – jeder erwirbt alles, was der Freund hat. Und schließlich muss jeder mit der ganzen Welt einbezogen sein, bis wir zur vollständigen Verbindung kommen, in der jeder aus allen besteht und alle überhaupt zu einem werden. Diese Zustände nennt man schon „Dwekut" zwischen uns. Und in dem Maß, in dem wir das untereinander machen, fangen wir an, die allgemeine Kraft oberhalb von NaRaNCHaY zu enthüllen, die uns erfüllt und die „Schöpfer" genannt wird.
Deshalb ist die Einbeziehung ein ganz besonderer Übergang in der Korrektur unseres Willens zu empfangen. Bis dahin können wir uns vielleicht noch annähern, einander sogar berühren. Aber Einbeziehung heißt wirklich, dass ich aus allem einbezogen werde, was der Freund hat, und er aus mir. Und so werden wir nach und nach – so wie wir ineinander einbezogen werden – immer mehr ineinander eintreten, einer in den Bereich des anderen, und es entsteht zwischen uns ein gemeinsamer Bereich. Und was aus unserem gemeinsamen Bereich geboren wird, das nennt man Ergebnis.
Wie wir lernen, gibt es solche Dinge in allen Teilen der Natur, besonders in den Verbindungen zwischen männlich und weiblich, die ineinander einbezogen sind. Und die Arbeit hier ist besonders die Arbeit des Mannes. Deshalb sehen wir, dass auch in unserer Arbeit, in unserer Welt, die spirituelle Arbeit besonders den Männern gehört. Den Frauen viel weniger – ihnen genügt es, im Chafez Chessed zu sein. Den Männern nicht. Und von vornherein sind auch wir X und Y – diese Chromosomen sind ineinander einbezogen, damit wir Einbeziehung mit allen haben. Und diese Vorbereitung existiert sicher auch in spiritueller Form. Darüber gäbe es viel zu reden, aber gehen wir vielleicht zu unseren Auszügen weiter, und daraus werden wir vielleicht sehen.
Aber noch einmal: Ich habe die Einbeziehung zwar als fortgeschrittene Stufe in der Korrektur der Gefäße gezeichnet – vorerst geht es darum, sich über sich selbst zu erheben, sich den Freunden anzunähern, in kürzerem Abstand zu sein, danach einander zu berühren, bis man anfängt, sich einzubeziehen. Das heißt, ineinander einzutreten, die Mängel des Freundes aufzusaugen, um ihm zu helfen und ihn zu erfüllen. Wie geschrieben steht: „Einer helfe dem anderen" – und zwar nicht nur in materieller Form, sondern gerade in spiritueller Form. Das heißt: Die Einbeziehung ist einerseits wirklich ein fortgeschrittener Zustand; andererseits müssen wir trotzdem von Anfang an mit ihr anfangen, denn „das Ende der Handlung liegt im ursprünglichen Gedanken". Und obwohl wir uns vorerst in Zuständen weiterentwickeln, in denen es nur darum geht, wie wir uns einander annähern, ist doch jede Stufe aus allen Stufen zusammengesetzt, auch wenn wir uns dessen nicht bewusst sind. Deshalb lohnt es sich für uns, schon in unserer Anfangsstufe zu lernen, was Einbeziehung ist.
Bitte.
8:18
Vorleser: Ausgewählte Auszüge aus den Schriften der Kabbalisten zum Thema Einbeziehung. Auszug Nummer eins aus Baal HaSulam, „Die Lehre der Kabbala und ihr Wesen".
„Und das Hauptwunder dieser Weisheit ist die Einbeziehung in ihr, das heißt, dass alle Einzelheiten der großen Wirklichkeit durch sie gehen und sich einbeziehen und sich ineinanderfügen und sich vereinen, bis sie in einem Ding ankommen – dem Allmächtigen, der sie alle zusammen umfasst." (Baal HaSulam, Die Lehre der Kabbala und ihr Wesen)
Wenn wir uns mit der Wissenschaft dieser Welt beschäftigen, mit dem Lernen, Erforschen und Klären – bei allem, worin wir vorankommen wollen, von irgendeinem einfachen Elementarteilchen an: Das ist Einbeziehung. In den Dingen, in den Eigenschaften – wie man daraus lernt. Allgemeines und Einzelnes, Einzelnes und Allgemeines und so weiter. Danach richtet sich die gesamte allgemeine Bildung, sowohl die materielle als auch die spirituelle. Deshalb ist die Einbeziehung darin unerlässlich. Alle Weisheiten, die ganze Wissenschaft, alles kommt aus der Einbeziehung: Egal was – wenn ich etwas lerne, bin ich schon in das einbezogen, was ich lerne; ich baue in mir ein Muster dessen auf, was ich lerne, und so werde ich in die Dinge einbezogen. Je mehr Muster ein Mensch von außen aufnimmt, und je nachdem, wie er sie in sich zusammenfügen kann, desto mehr erkennt er die Welt und kann mit ihr arbeiten.
Deshalb sagt er: „das Hauptwunder dieser Weisheit", das heißt der Weisheit der Kabbala, „ist die Einbeziehung in ihr, das heißt, dass alle Einzelheiten der großen Wirklichkeit durch sie gehen" – durch die Einbeziehung – „und sich einbeziehen und sich ineinanderfügen und sich vereinen, bis sie in einem Ding ankommen: dem Allmächtigen, der sie alle zusammen umfasst."
Und gerade aus diesem Sich-Versammeln ineinander, in dem jeder aus den anderen einbezogen ist, korrigieren wir das Zerbrechen, die Sünde des Baums der Erkenntnis, bis wir eins werden.
Und mehr noch: Ohne Einbeziehung könnten wir NaRaNCHaY nicht erreichen, das 620-Fache dessen, was wir erreichen müssen. Denn der ganze Nutzen des Zerbrechens liegt darin, dass sich die Teile beim Zerbrechen trennen und vermischen und danach, wenn sie sich korrigieren, auch noch ineinander einbezogen werden. Und dann haben wir eine vollständige Einbeziehung von jedem in allen, und gerade dadurch erreichen wir einen einzigen Begriff, und das ist der Schöpfer.
Im Weiteren lesen wir darüber vielleicht auch. Bitte.
Vorleser: Auszug zwei aus Baal HaSulam, Brief 17. 11:36 „Da die Seele herabstieg, um sich in diese verunreinigte Materie zu kleiden, konnte sie nicht mehr zurückkehren und sich an ihre Wurzel anhaften, im Aspekt ihrer eigenen Welt, so wie sie in ihrer Wurzel war, bevor sie in diese Welt kam. Vielmehr muss sie ihre Statur 620-mal so groß werden lassen, wie sie zuvor in der Wurzel war. Das ist das Geheimnis der ganzen Vollkommenheit, des ganzen NaRaNCHaY bis zur Jechida – weshalb die Jechida mit dem Namen „Keter" bezeichnet wird, um auf die Zahl 620 hinzuweisen.
Und du siehst, dass das Geheimnis der genannten 620 Namen – der 613 Mizwot der Tora und der sieben Mizwot der Weisen – im Grunde die fünf Aspekte der Seele sind, nämlich NaRaNCHaY. Denn die Gefäße von NaRaNCHaY bestehen aus den genannten 620 Mizwot, und die Lichter von NaRaNCHaY sind das Wesen des Lichts der Tora, das in jeder einzelnen Mizwa ist. Es zeigt sich also, dass die Tora und die Seele eins sind.
Aber der Heilige, gepriesen sei Er, ist das Geheimnis des Lichts von Ejn Sof, das sich in das Licht der Tora kleidet, welches in den genannten 620 Mizwot ist. Und verstehe das gut: Das ist das Geheimnis dessen, was unsere Weisen sagten: „Die ganze Tora besteht aus Namen des Heiligen, gepriesen sei Er." Das bedeutet: Der Heilige, gepriesen sei Er, ist das Allgemeine, und die 620 Namen sind Einzelheiten und Teile. Und diese Einzelheiten entsprechen den Schritten und Stufen der Seele, die ihr Licht nicht auf einmal empfängt, sondern nur stufenweise, nach und nach, eines nach dem anderen.
Aus all dem wird dir klar, dass die Seele am Ende alle 620 heiligen Namen erreicht und ihre ganze Statur erwirbt, die 620-mal so groß ist wie das Maß, das sie vor ihrem Kommen hatte. Das Maß ihrer Statur zeigt sich an den 620 Mizwot, in die das Licht der Tora gekleidet ist, und der Heilige, gepriesen sei Er, ist die Gesamtheit des Lichts der Tora. Hier hast du es ausdrücklich, dass „die Tora, der Heilige, gepriesen sei Er, und Israel" wirklich „eins sind". 14:03 (Baal HaSulam, Brief 17)
Und all das wird nur durch Einbeziehung erreicht. Vielleicht können wir vorerst nicht verstehen, wer Adam haRishon war: eine Struktur, ein Wille zu empfangen, der mit dem Höheren Licht im Aspekt von Chassadim erfüllt war – Neshama, nicht mehr. Er war klein, das heißt Katnut: Galgalta we Ejnaim, die Gefäße des Empfangens arbeiten nicht, „beschnitten", wie man das nennt. Und er hatte überhaupt keine Möglichkeit zu wissen, wer und was er ist, gar nichts – das heißt, wie im Traum, sagen wir: der Zustand von Katnut. Ohne jede Erkenntnis, wer ich bin, was ich bin. Also eine Existenz wirklich ohne jedes Bewusstsein – von sich selbst, vom Zustand, von der Welt, vom Schöpfer.
Die Sünde des Baums der Erkenntnis besteht darin, dass er sich die Gefäße des Empfangens hinzufügte, ACHaP – das, was geschrieben steht: „er zog seine Vorhaut nach". Und als die Gefäße des Empfangens dazukamen, zerbrach er, weil es keinen Massach gab, auch nicht auf den Gefäßen des Empfangens, um zu empfangen, um zu geben, um mit dem Or Chochma zu arbeiten, um zu geben. Dadurch zerbrachen auch die Gefäße des Gebens, weil sie mit den Gefäßen des Empfangens einbezogen wurden. Dass alle zusammen einbezogen sind, jeder aus allen, ist ein Ergebnis des Zerbrechens.
Und das ist das Schöne und Gute daran: Jetzt wird er warten müssen, jede einzelne Einzelheit zu korrigieren, und in der Korrektur der Einzelheit korrigiert er im Grunde ihre Einbeziehung in alle übrigen Einzelheiten. Das heißt, man kann kein einziges Körnchen des Willens zu empfangen berühren, etwas allerkleinstes, außer wenn du zusammen damit – und es versteht sich schon von selbst, dass es so sein muss – seine ganze Einbeziehung in die gesamte Schöpfung korrigierst.
Wir sind uns dessen nicht bewusst, aber im Grunde ist es das, was wir machen. Und deshalb diese Gesetze, die wir aus der Weisheit der Kabbala lernen: dass jedes Ding aus zehn besteht, und zehn aus zehn, und zehn aus zehn, in Einbeziehung. Und die ganze Schöpfung ist vollkommen, und auch jeder einzelne Teil von ihr ist vollkommen. In Wahrheit kann man sie gar nicht in Teile teilen – das ist nur uns gegenüber so, damit wir sie vorerst erfassen können; entsprechend unserer begrenzten Wahrnehmung reden wir so. Aber im Grunde ist alles eine einzige große, integrale Welt, die unser Gehirn vorerst nicht verdauen kann. Und wir haben auch keine Sprache, um über diese Vollkommenheit zu sprechen. Das ist eine andere Dimension, ein anderer Schnitt durch die Wirklichkeit.
Daraus ergibt sich für uns: Jetzt müssen wir die Mizwa erfüllen „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst – das ist die große Regel der Tora". Diese Regel wird erfüllt, wenn wir die 620 Mizwot erfüllen, das heißt 620 Verlangen korrigieren, wobei in jedem Verlangen die Einbeziehung aller Verlangen enthalten ist. So kommen wir dazu, sie zu erfüllen. Das heißt, wir korrigieren 620 Verlangen, sodass sie schon in der Absicht, um zu geben, arbeiten, und dadurch enthüllen sich uns diese Verlangen als ineinander einbezogen. Und das Licht, das wir in all diesen Verlangen empfangen, ist schon NaRaNCHaY – nicht NaRaN wie vor dem Zerbrechen bei Adam haRishon, sondern NaRaNCHaY. Und die Gesamtheit dieses Lichts ist der Schöpfer. So erreichen wir alles. Und noch einmal: Alle Dinge befinden sich in Einbeziehung und kommen aus der Einbeziehung.
(Workshop)
Und meine erste Frage: Wie verwirklichen wir die Einbeziehung praktisch im Zehner? Der Zehner ist ja im Grunde die vollständige Einheit – wenn ich ihn korrigiere, brauche ich im Grunde nichts weiter zu korrigieren. Warum? Wegen eben dieser Einbeziehung, die in der Natur von vornherein besteht. Wie korrigiere ich also dadurch, dass ich einen Zehner korrigiere, durch die Einbeziehung die ganze Wirklichkeit? Bitte. 19:21
Frage für Workshop 1 – 6 Min. Wie verwirklichen wir die Einbeziehung praktisch im Zehner? Wie korrigiere ich durch die Korrektur des Zehners die ganze Wirklichkeit? ¹
25:01 Vorleser: Wir lesen Auszug Nummer 5 aus Baal HaSulam, „Sechshunderttausend Seelen".
„Sie sagten, es gebe sechshunderttausend Seelen, und jede Seele teile sich in viele Funken. Und man muss verstehen, wie sich das Spirituelle teilen kann, denn anfangs wurde nur eine einzige Seele erschaffen – die Seele von Adam haRishon.
Und meiner bescheidenen Meinung nach gibt es in Wahrheit nicht mehr als eine Seele in der Welt, wie geschrieben steht (1. Mose 2,7): „und er hauchte in seine Nase den Odem des Lebens". Und dieselbe Seele befindet sich in allen Söhnen Israels, bei jedem Einzelnen in Vollkommenheit, wie bei Adam haRishon. Denn das Spirituelle kommt nicht in Schnitten und Teilungen – das gehört gerade zu den Bereichen des Materiellen. Vielmehr scheint das, was er sagte, dass es sechshunderttausend Seelen und Seelenfunken gebe, sich durch die Kraft des Körpers eines jeden Einzelnen zu teilen. Das heißt: Anfangs trennt der Körper ab und verhindert den Glanz der Seele gänzlich; und durch die Kraft der Tora und der Mizwa wird der Körper geläutert, und in dem Maß, in dem er geläutert wurde, in eben diesem Maß leuchtet die allgemeine Seele auf ihn.
Deshalb entstehen in Bezug auf den materiellen Körper zwei Aspekte. Aspekt eins: dass er seine Seele als eine besondere Einzelheit empfindet und nicht versteht, dass sie das ganze Israel ist; und das ist wirklich ein Makel, deshalb verursacht er zusammen mit dem Obengenannten.
Aspekt zwei: dass das Licht der Seele Israels nicht wirklich in der Gesamtheit seiner Leuchtkraft auf ihn leuchtet, sondern nur ein Teil davon – das heißt, entsprechend dem Maß, in dem er sich geläutert hat, im Aspekt seiner Rückkehr zum Allgemeinen.
Und das Zeichen, ob der Körper vollkommen korrigiert wurde, ist der Moment, in dem er fühlt, dass seine Seele im ganzen Israel ist, in jedem Einzelnen von ihnen; deshalb empfindet er sich auch nicht mehr als Aspekt einer Einzelheit, denn das eine hängt vom anderen ab. Dann ist er lauter, ohne Makel, und die Seele strömt wirklich in ihrer ganzen Kraft auf ihn, so wie sie bei Adam haRishon erschien … denn der Körper ist schon geläutert und ganz und gar heilig für HaWaYaH, und er macht keinerlei Maße und Massachim mehr und ist ganz in das ganze Israel einbezogen." 28:09 (Baal HaSulam, Sechshunderttausend Seelen)
Fragen? Zu dem, was war, zu dem, was wir bis jetzt gelernt haben? Keine? Schön. Ja.
28:24 Schüler: Danke. Wenn man die Evolution der Materie betrachtet, vom Urknall an, sehen wir die ganze Zeit Einbeziehung auf immer höherer Ebene. Materie sammelt sich zu komplizierteren Strukturen. Rav: Ja.
Schüler: Wenn man zum Beispiel das Unbelebte nimmt: Da entstanden Elementarteilchen. Rav: Elementarteilchen.
Schüler: Danach Atome, Moleküle und so weiter. Rav: Ja.
Schüler: Und das ist wohl Einbeziehung, irgendeine Art von Einbeziehung. Rav: Ja, sicher, dass die ganze …
Schüler: Danach kommt es an eine kritische Stufe, und wenn Lebendiges entsteht, eine lebende Zelle, dann ist dort drinnen Einbeziehung – aber offenbar eine Einbeziehung anderer Art, weil etwas entstanden ist. Rav: Auf einer anderen Ebene.
Schüler: Was? Rav: Auf einer anderen Ebene.
Schüler: Auf einer anderen Ebene. Rav: Ja.
Schüler: Was ist eigentlich der Unterschied in der Einbeziehung zwischen den Teilchen des Unbelebten und …? Rav: Aus ihrer Einbeziehung heraus haben sie eine eigene innere Entwicklungskraft erworben. Das heißt, sie haben eine Verbindung mit dem Licht. Sicher macht das Licht alles: Auch diese Elementarteilchen – Elektronen, Protonen und so weiter –, bis sie sich untereinander zu allen möglichen Stoffen verbinden, geschieht das ebenfalls durch das Licht. Das Licht hält sie zusammen, nichts anderes. Und hier, durch den Eintritt des Lichts in die unbelebte Materie, fängt die unbelebte Materie an, eine besondere Einbeziehung in all ihren Teilen zu bekommen, und das nennt man Pflanzliches.
Was heißt das? Sie hat eine Einbeziehung in all diesen Teilen, und zusammen mit dem Licht, und zwar so, dass die Materie selbst sozusagen Handlungen wie das Licht machen kann, in etwa. Deshalb kann sie sich entwickeln, gebären und sterben. Das heißt: Ausbreitung des Lichts und Verschwinden des Lichts in der Materie. Aber es sind trotzdem Teile, letztlich dieselben Teile: Atome und die Teile, aus denen die Atome bestehen, denn sie sind gebaut. Und nur das Maß des Lichts in diesen Teilen bestimmt, welche Art von Verbindung zwischen ihnen besteht.
Danach das Tierische, dasselbe. Nur ist die Stufe des Lichts, die in den Teilen wirkt und ihnen die Formen der Verbindung gibt, höher. Was heißt höher? Die Anwesenheit des Lichts in den Elementarteilchen ruft in ihnen einen Mangel in höherer Form hervor. Sie fühlen sich selbst als solche, die durch das Licht verbunden sind, durch irgendeine Kraft. Und zu dieser Kraft werden sie hingezogen, zur Erfüllung, mit anderen Worten. Und um die Erfüllung zu erreichen, brauchen sie Bewegung, brauchen sie Fortpflanzung, brauchen sie Leben in einer schon anderen Form als das Pflanzliche.
Der Mensch – was ist der Unterschied zwischen Mensch und Tierischem? Dem Körper nach dasselbe. Sondern danach, dass in ihm dasselbe Licht ist, das zur Quelle zurückführt und ihn entweder erfüllt oder ihn klärt, in noch größerer Form.² Und dann verbinden sich all diese Teile, dieselben Elementarteilchen, nur eben zu komplexeren Formen, und sie fordern eine Verbindung mit dem Licht auf einer neuen Stufe. Das ist es, was in unserer Zeit geschieht: Jetzt geht die Menschheit von der Form des Tierischen zur Form des Sprechenden über, die dem Schöpfer ähnlich werden will. Jetzt kommen die Stufen, auf denen man spürt, dass man etwas braucht, dass man sich in etwas verändern muss. Aber das alles ruft das Licht hervor. Das Licht schüttelt die Gefäße. 32:48
Schüler: Sie haben seinerzeit gesagt, dass diese Veränderung durch so etwas verursacht wurde: dass Teile innerhalb einer lebenden Zelle bereit waren, sich zu annullieren und sich auf der Grundlage dieser Annullierung zu verbinden – zugunsten der Existenz dieses neuen Lebendigen, eines neuen ganzen Dings, das entstanden ist? Rav: Das nennt man Entwicklung auf dem Weg „be'ito". Das Licht, das leuchtet, verpflichtet sie zur Selbstannullierung: Jeder Teil muss sich annullieren, um sich mit den anderen zu verbinden. Und dann muss das Licht einen Mangel bringen, sodass die Teile sich notgedrungen verbinden, um den Mangel zu vervollständigen, ihn wenigstens aufzuheben. Das nennt man: Das Licht treibt sie in der Entwicklung vorwärts.
Schüler: Rav, Moskau Zehner Nummer eins ist heute der diensthabende Zehner, und sie haben die Fragen aufgeworfen, sie haben eine Frage. Moskau, bitte.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Guten Morgen, Rav, guten Morgen, weltweites Kli. Wir haben folgende Frage, wir sind der diensthabende Zehner. Einerseits kommen wir durch die Einbeziehung zur Vollkommenheit, das heißt, es gibt eine gewisse Empfindung des Schöpfers – wie Sie gesagt haben, dass es 620 Stufen gibt, NaRaNCHaY. Andererseits werden wir in der Einbeziehung in die Mängel des anderen einbezogen. Wie können diese beiden Zustände zusammen bestehen, oder bestehen sie nacheinander? Rav: Ich habe nicht verstanden, welche zwei? Noch einmal. 34:35
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Einerseits kommen wir mit der Einbeziehung zur Vollkommenheit, andererseits bekommen wir die Mängel des anderen. Bestehen diese beiden Zustände zusammen oder der Reihe nach? Rav: Danke. Sie bestehen zusammen, sicher. Auch wenn ich die Mängel vervollständige, bleiben die Mängel. Und ihre Erfüllung bleibt ebenfalls. Es geht nicht anders: kein Licht ohne Gefäß und kein Gefäß ohne Licht. Aber gerade durch die Einbeziehung, dadurch dass ich die Mängel des anderen erwerbe, komme ich zu etwas. Dadurch fange ich endlich an, einen Mangel zu erwerben. Denn der ganze Mangel, den ich von vornherein habe – sagen wir jetzt, ich habe noch nicht angefangen, mich mit irgendjemandem einzubeziehen –, das ist der Mangel eines Tieres, die Stufe des Tierischen. Wann fange ich an, Mensch zu sein, dem Schöpfer ähnlich? Wenn ich mit dem anderen einbezogen bin, und das kann nicht weniger als ein Zehner sein. Das ist die Sache, dass man in die Synagoge kommen muss; er schreibt an einer Stelle, dass es sofort zehn sein müssen. Nicht neun und nicht elf.
Und wenn ich mit den anderen einbezogen bin, von ihnen einen Mangel erwerbe und an diesem Mangel arbeite – dann heißt der Mangel, den ich erwerbe, also nicht mein eigener Mangel, „Mensch". Denn ich kehre in das System von Adam haRishon zurück, das außerhalb von mir ist und aus dem ich durch das Zerbrechen gefallen bin. Deshalb ist derjenige, der nicht mit dem anderen einbezogen ist, kein Mensch, er bleibt noch immer bei … „alle gleichen dem Vieh". Deshalb befindet sich die ganze Menschheit noch auf der Stufe des Viehs, der Stufe des Tierischen. Das ist keine Schmähung, sondern es sagt etwas über das Fehlen der Einbeziehung aus. Und wir, die wir uns mit den Zehnern beschäftigen – das ist einfach ein Fortschritt zur Stufe des Menschen. Wir haben schon etwas; sicher noch nicht in der Tat, aber es ist schon etwas davon in uns.
Nur so, dass wir zusammen sein wollen und uns bemühen, uns so aneinander zu reiben, nur so rufen wir das Licht hervor, das zur Quelle zurückführt. Denn in uns fängt ein Mangel an zu entstehen, auch wenn wir nicht zusammen sein wollen, oder eben doch zusammen sein wollen. Das ist nicht wichtig, ob dafür oder dagegen: Wir erwecken schon das Licht, wir rütteln daran, so. Aber wenn wir einander nicht berühren, wenn jeder so auf Abstand bleibt, haben wir keinerlei Verbindung zum Licht, das zur Quelle zurückführt. Es wirkt nicht. Das ist der große Unterschied zwischen der Stufe des Tierischen und der Stufe des Menschen. In Ordnung? Gut, nu, ja, Zwika. 38:00
Schüler: Und ich dachte, dass man nur durch Autoren und Bücher spirituell vorankommen kann und nicht gerade dadurch, dass jeder sein Ego zeigt? Rav: Er zeigt nicht sein Ego – wieso?
Schüler: Weil in den Gruppen jeder aus seinem Ego heraus spricht, er ist nicht einbezogen …? Rav: Ich weiß nicht, was „Bücher und Autoren" heißt.
Schüler: Das ist es, was man sagt – dass ich so spirituell vorankommen kann? Rav: Moment, Moment. Spirituell vorankommen kann ich nur durch die Korrektur meines Verlangens, das ist meine Natur. Auf mein Verlangen wirkt das Licht, das zur Quelle zurückführt. Das nennt man: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen, ich habe die Tora als Würze erschaffen, denn das Licht in ihr führt zur Quelle zurück." Jetzt die Frage: Wie stelle ich das Licht, das zur Quelle zurückführt, meinem egoistischen Verlangen gegenüber, dem bösen Trieb? „Ich habe den bösen Trieb erschaffen, ich habe die Tora als Würze erschaffen." Wann entdecke ich den bösen Trieb, wann?
Schüler: Dadurch, dass ich mich mit meinem Freund verbinde und entdecke, dass ich mich nicht mit ihm verbinden kann? Rav: Oh, na also, in Ordnung, nu, wo ist dann das Problem? Dann musst du dich bemühen, dich mit dem Freund zu verbinden, und zusammen damit etwas aus den Büchern lernen, die über die Verbindung sprechen, und das sind gerade die Bücher der Kabbala. Und damit rufst du das Licht hervor, das zur Quelle zurückführt. Ja, was ist die Frage? 39:24
Schüler: Ich weiß nicht, man erzählt mir die ganze Zeit, und wir lernen die ganze Zeit, dass ich, wenn ich nicht die Autoren und Bücher nutze, die den Prozess schon durchlaufen haben … und dass ich mich mit dem verbinden muss, was Sie uns gelehrt haben …? Rav: Richtig, nu, und worüber lesen wir denn jetzt, sagen wir?
Schüler: Weiß ich nicht. Rav: Moment, was hast du gerade gehört? Was haben wir gelesen?
Schüler: Ich habe gehört, dass Sie sagen: Verbindet euch … Rav: Wir haben einen Auszug von Baal HaSulam gelesen, „Sechshunderttausend Seelen". Davor ebenfalls von Baal HaSulam. Hier ist Ramchal, hier ist „Kol haTor" vom Gaon von Wilna. Was haben wir hier noch? Rav Kook. Auszüge aus all diesen Dingen. „Maor waShemesh", ja. Danach … ja, „Maor waShemesh". „Pri haArez", ja, das ist von Mendele, ja? Rav Mendel von Witebsk. Und „Likutej Halachot", „Choshen Mishpat". „Likutej Halachot", „Likutej Tfilot". Aus dem Sohar hast du welche. Du hast … Was willst du denn noch? Woher soll ich es dir holen? Aus dem Sohar hast du hier jede Menge Auszüge. „Degel Machane Efraim", das ist wirklich hoher Chassidismus.
Nu, ich bitte dich, ich weiß nicht, was ich noch bringen soll. Sag doch, was? Fehlt dir die Gemara? Die Gemara spricht auch davon, aber dort können sie noch nicht suchen, sie haben ein Problem, sie sind noch nicht bereit dafür. Aber man muss sich bemühen, das ist sehr wichtig, dort gibt es solche Dinge. Such sogar in den „Pirkej Awot", in solchen Sachen. Ja, also, mein Herr, du hast keine … deine Einwände sind keine Einwände.
Ja, Gruppe, gibt es wieder etwas? Ja, wieder Moskau. Moskau.
41:45 Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Eine Frage von Denis Sandler: Was ist die Empfindung, über die Baal HaSulam schreibt, dass ein Mensch „fühlt, dass seine Seele im ganzen Israel ist"? Rav: Was fühlst du?
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Dass ein Mensch „fühlt, dass seine Seele im ganzen Israel ist" – was ist diese Empfindung, über die Baal HaSulam schreibt? Rav: Wie kann man eine Empfindung an jemanden weitergeben, der keine Empfindung hat? Aber „Volk Israel" nennt man … wir haben, glaube ich, gestern darüber gesprochen: Es gibt die Völker der Welt, das nennt man einen Menschen, der überhaupt in seinem Willen zu empfangen ist. Danach fängt er an … Wer kommt, um Kabbala zu lernen – egal wer und was, nach Farbe, Geschlecht und Nation, gar nichts –, so wie das Volk Israel aus ganz Babylon zu Abraham kam. Danach haben wir den Goj: Das ist ein Mensch, der fühlt, dass er ein Goj ist, dass er im ganz egoistischen Willen zu empfangen ist. Jetzt fühlt er, dass er … Danach fühlt er durch das Lernen, dass er ein Ger sein will. Er lernt weiter, danach fängt er schon an, in den Zustand einzutreten, den man Jehudi nennt, vom Wort Jichud – denn er fängt schon an, sich mit den anderen zu vereinen und dadurch mit dem Schöpfer. Es gibt also solche Stufen in der Entwicklung jedes einzelnen Menschen in der Welt.
Was man dabei fühlt, in der Verbindung? In der Verbindung fühlt man die Kraft der Vereinigung, und das ist der Schöpfer oder die Natur oder Gott, egal wie man es nennt, die Kraft der Vereinigung, und … oder das, was NaRaNCHaY umfasst.
Gut, gehen wir ernsthafter weiter. Bitte, was kommt jetzt?
43:58 Vorleser: Auszug Nummer 6 aus dem Gaon von Wilna, „Kol haTor".
„Nach dem einfachen Sinn: Einbeziehung – das heißt, dass jeder, jede Einzelheit in Israel, in das Allgemeine einbezogen werden muss. In der Einzelheit ist nichts als das, was im Allgemeinen ist; ganz Israel bürgt füreinander. Jede Einzelheit ist ein Teil des Allgemeinen, es gibt in Israel in allen Aspekten kein abgetrenntes Einzelnes – weder beim Erheben des Horns des Allgemeinen noch bei der Hilfe für andere. Und auch beim Zurechtweisen einander, denn Jerusalem wurde nur deshalb zerstört, weil sie einander nicht zurechtwiesen." 44:45 (Der Gaon von Wilna, „Kol haTor", Kapitel 5, Teil 1 – Die sieben Korrekturen von Zafnat Paneach)
Das heißt: Es genügt nicht, dass ich mich danach sehne, mich mit den anderen zu verbinden – das hilft mir nicht, allein schaffe ich es nicht, ich brauche zusammen mit mir noch neun Freunde. Nur in der Form „Einer helfe dem anderen", dass wir anfangen, uns zu verbinden, und jeder allen im Zehner hilft – nur unter dieser Bedingung können wir Erfolg haben und dahin kommen, dass jeder aus allen einbezogen ist. Und dann, wenn jeder aus zehn einbezogen ist, zehn, die aus zehn einbezogen sind, kommen sie zum Begriff „Eins". Und sie empfangen darin schon das Licht von Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Jechida, dementsprechend.
Man kann also nicht zur Einbeziehung kommen, außer wenn man einander gegenseitig hilft. Es genügt mir nicht, dass ich mir irgendeine Gruppe nehme und an ihr arbeite, während sie nicht einbezogen sind und nicht dieselbe Arbeit machen wie ich. Vielmehr muss es wirklich gegenseitig sein: im gegenseitigen Geben, in der Vorbereitung, im Antrieb, in der Abstoßung, in allen Handlungen. Die Hauptsache ist, dass es wirklich gegenseitig ist, das ist das Wichtige an der Einbeziehung. So etwas gibt es nicht, dass einer arbeitet und die anderen nicht reagieren; dieser eine wird nichts bekommen, wenn von ihrer Seite keine Reaktion kommt. Das ist ein großes Problem.
Aber es gibt keine Einbeziehung außer – kurz gesagt – im Zehner. Wie er sagt: Wenn man in die Synagoge kommt, müssen alle auf einmal da sein. Was heißt, in die Synagoge zu kommen? Man kommt, um ein Haus der Verbindung zu machen: Eintritt, Sammeln, Versammlung, ein Haus der Versammlung. Also muss man gegenseitig zusammenarbeiten. Einbeziehung kann nicht so sein, dass einer in den anderen eintritt, sondern nur gegenseitig, einer in den anderen.
In Ordnung? Ja? Es tut mir leid, aber wir haben diesen diensthabenden Zehner, und sie haben das Recht, das Mikrofon als Erste zu bekommen. Ja?
47:21 Schüler: Wir fühlen wirklich, dass dieser Zustand der Einbeziehung ein sehr hoher und besonderer Zustand ist. Trotzdem fällt es uns auch schwer, ihn wirklich zu fühlen. Und wir wollten fragen: Was ist so besonders an dieser Sache, die Einbeziehung heißt, und wie können wir einander helfen, so wie Sie es gerade erklärt haben – wie kann ich meine Freunde dazu bringen, sich dieser Sache mehr anzunähern? Rav: Beispiel, Erweckung, Spiel und … wie soll ich sagen, sie dazu hinziehen. Aber Beispiel, Beispiel und Spiel sind die Hauptsache. In Ordnung?
48:12 Schüler: Ich wollte wissen, was der Unterschied ist zwischen der Einbeziehung, die es auf der Stufe des Unbelebten mit den Atomen gab, und der Einbeziehung, die wir eigentlich erreichen wollen und die in Richtung der Stufe des Menschen geht? Rav: Welcher Unterschied besteht zwischen dem, dass du essen willst, und dem, dass du etwas wissen willst? Ein Mangel hier und ein Mangel dort. Die Art des Mangels, die Art der Gefäße, die wirken, die Art der Erfüllung, die die Gefäße erfüllt, verstehst du? Also ist auch die Art der Einbeziehung eine andere. Oder ich will mit jemandem einbezogen sein, um von ihm zu lernen, wie … Sagen wir, im Fernsehen kochen ständig welche, ja? Dann bist du mit jemandem einbezogen, der dort etwas kocht, oder du hörst zum Beispiel eine Kabbala-Lektion. Das ist Einbeziehung und das ist Einbeziehung. Man kann es nicht über die Erfüllung erklären, welche Art von Erfüllung. Es richtet sich nach dem Mangel.
49:31 Schüler: Es ist also im Grunde derselbe Prozess, alles auf derselben durchgehenden Linie?
Rav: Ja, sicher. Wir haben ein Verlangen und das Licht, und beide wirken nur auf alle möglichen Arten. Mehr gibt es in der Schöpfung nicht.
Schüler: Und was können wir als Freunde hier, die die Weisheit der Kabbala lernen und im Zehner arbeiten, eigentlich hinzufügen, um es, sagen wir, an einen Ort zu bringen, der nicht „be'ito" ist, sondern mehr „achishena"?
Rav: Schön gefragt. Wir wollen das Tempo unserer Entwicklung selbst bestimmen. Oder richtiger: Wir wollen uns so entwickeln, dass es dem Schöpfer Zufriedenheit bereitet. Das heißt: Es ist mir egal, ob empfangen oder geben, ob erfüllt oder leer zu sein, welche Handlungen ich mache, ja oder nein – ich will mich auf ihn festmachen … das ist eine fortgeschrittene Form: Ich will mich auf den Schöpfer festmachen und in der Einbeziehung mit ihm auf der höchsten Ebene sein. Er ist ganz darin, mir Zufriedenheit zu bereiten, ich bin ganz darin, ihm Zufriedenheit zu bereiten. Denn die ganze Schöpfung ist, um Seinen Geschöpfen Gutes zu tun – also will ich dahin kommen, dass ich Ihm Gutes tue. Auf dieser Welle will ich mit Ihm arbeiten. Also in Einbeziehung mit eben diesem Gedanken der Schöpfung zu sein.
Wieder Moskau? Nu, ihr habt euch da so einen Partner genommen, der … nu, nu, Moskau.
51:30 Schüler: Ja, man hat uns als diensthabenden Zehner ausgewählt, also sind wir verpflichtet. Die Frage ist: Worin bestehen meine Anstrengungen in der Einbeziehung mit den Freunden? Was muss man konkret machen?
Rav: Die Einbeziehung mit den Freunden drückt sich darin aus, dass ich einfach lerne, worin ich mit dem Freund eins sein kann, vom Leichten zum Schweren, und dass ich anfange, mich ihm in Ansichten, Absichten, Verlangen und Zielen anzunähern. Nicht, dass ich mich vor ihm annulliere, als würde ich meine Verlangen, Absichten und Ansichten auslöschen, nein. Ich nehme es auf mich, dass ich mich einschränke und seine Ansichten annehme.
Was heißt das? Ich baue in mir gleichsam noch einen Parzuf aus dem Freund auf, und so bin ich in ihn oder aus ihm einbezogen. In dem Maß, in dem ich das aufbaue, brauche ich seine Reaktion, brauche ich seine Beteiligung – wie wir vorhin gesagt haben, dass das eine ohne das andere nicht sein kann. Deshalb brauchen wir von vornherein Gegenseitigkeit. Und so lernen wir. Das heißt, jeder baut gleichsam in sich das Bild des Freundes auf, und so ist jeder aus den anderen einbezogen. Woraus werde ich denn einbezogen? Was ist das Bild des Freundes? Das ist nicht einfach nur so: seine Absichten, Verlangen, Gewohnheiten, seine Geschmäcker, seine Neigungen zur Verbindung und über die Verbindung zum Schöpfer – das ist es, was ich von ihm empfangen will und woraus ich einbezogen werden will.
Und dann entdecke ich, dass ich außer dem Punkt im Herzen nichts habe, und dass ich alles, was ich erwerbe, damit es mein spiritueller Parzuf wird, gerade von diesen neun Freunden erwerbe, und ich bin der Punkt von Malchut. Und mir bleibt nichts anderes, als mich zu annullieren und von ihnen ihre Ausdrucksformen, ihre Verlangen, ihre Neigungen zu erwerben – und ich bin wirklich hungrig danach. Warum? Du kannst sagen: Was soll das schon? So bekommst du vielleicht alles Mögliche, was gar nicht nötig ist, wer weiß. Nein. Wenn ich mich mit meiner Anstrengung darum bemühe zu erfassen, wer der Freund ist, wie weit er Neigungen zum Schöpfer hat – ich will seine Sehnsucht danach. Das ist im Grunde meine Seele.
Meine Seele befindet sich außerhalb von mir, in den Herzen der Freunde. Das sind die neun Ersten gegenüber meinem Punkt von Malchut, und die neun Ersten sind im Grunde das ganze Wesen des Lichts des Schöpfers, mit dem ich mich verbinden kann. In ihnen entdecke ich meine Verbindung mit dem Schöpfer. Das nennt man: von der Liebe zu den Geschöpfen, indem ich mich in den neun Ersten verbinde, zur Liebe zum Schöpfer, der in ihnen ist. Die Einbeziehung ist wirklich etwas ganz, ganz Besonderes, ein Mittel – im Grunde geschah das Zerbrechen nur dafür: um uns Einbeziehung zu ermöglichen. Denn ohne sie kann in uns kein spirituelles Gefäß entstehen.
56:04 Schüler: Guten Tag, Rav. Sie haben gesagt, die Einbeziehung sei eine ganz besondere Eigenschaft, die sich nach vielen Korrekturen im Willen zu empfangen entwickelt. Die Frage: Das erweckt eigentlich den Eindruck, dass die Einbeziehung schon ein fortgeschrittenerer Zustand ist, denn Sie sagten, dass es davor Korrekturen gibt, in deren Folge …
Rav: Wir befinden uns vor der Einbeziehung. Jetzt, wo wir in der Arbeit sind, sind wir noch vor der Einbeziehung. Wir haben noch nicht angefangen, einander wirklich zu berühren. Wenn man anfängt sich zu berühren, fängt man an zu streiten; ihr seid noch nicht so weit. Ich sehe, er sitzt da und umarmt ihn, er ist so … in Ruhe. Die Einbeziehung fängt mit etwas an wie bei den Schülern von Rabbi Shimon, den Verfassern des Sohar, die einander schon verbrennen wollten. Nu, das wäre wenigstens etwas.
Schüler: Aber schon dieser Zustand … Wie kann ich den Freund verbrennen wollen und mich andererseits eigentlich vor ihm annullieren sollen? Da habe ich doch einen Widerspruch.
Rav: Es gibt sicher Arbeit, ja. Aber worüber willst du von vornherein arbeiten, um dich zu annullieren? Es muss ein entgegengesetztes Verlangen da sein.
57:37 Schüler: Guten Morgen. Auf welche Ebene der Einbeziehung im Zehner müssen wir kommen, um schon mit den Verlangen der 99 zu arbeiten, denn das Licht …
Rav: Wir sprechen jetzt überhaupt nicht über die 99, nein. Ich sage allen: nicht über die 99 fragen. Wir sprechen nur über unsere Freunde im Zehner und zwischen den Zehnern, nicht mehr. Und auch bei dem, was zwischen den Zehnern ist, muss man überlegen, wie man fragt. Das war's.
58:14 Schüler: Sie sagten, man muss einander berühren. Was heißt einander berühren?
Rav: Einander berühren heißt, dass der Freund dich am Leben hindert. So. Dass du wenigstens fühlst, dass du ihm sagen willst: Geh weg, rück von mir ab, lasst mich in Ruhe. Die Menschen fühlen das schon, sicher. Oder es gibt solche, die das von ihrer Natur her fühlen. Es gibt solche, die die Gemeinschaft nicht besonders lieben, keine geselligen Typen. Nu.
59:00 Schüler: Rav, nach der ganzen Runde, die wir mit allen Zehnern gemacht haben, sind wir wirklich bei der letzten Runde angekommen, und das ist wirklich die Einbeziehung, das fasst wirklich alle Korrekturen zusammen. Wie brechen wir von hier aus wirklich zu einem neuen Weg auf, zu einer neuen Stufe? Und wieso stellt sich hier wirklich nicht noch die Frage, ob der Zehner selbst, wenn wir gleichsam zu Eins kommen, alle Großen der Generation hier einbeziehen kann, die ganze Gruppe?
Rav: Zuerst müssen wir einen Mangel an Einbeziehung fühlen. Denn du hörst ja, was Zwika gesagt hat: Ich habe heilige Bücher, ich habe, dem Schöpfer sei Dank, einen Mangel, den der Schöpfer mir gegeben hat, ich lerne nach den Büchern, und das genügt. Und an manchen Stellen klingt es wirklich so, als würde das genügen. Danach lernen wir: nein. Es steht auch an allen möglichen Stellen geschrieben – schau, aus wie vielen Quellen du hier Texte über die Einbeziehung hast –, dass wir eine Gemeinschaft brauchen.
Wir müssen uns bemühen, das Geschriebene auszuführen, bis wir einen Mangel bekommen. Im Grunde müssen wir diese Maschine wieder und wieder und wieder anwerfen, bis sie von selbst läuft und bis das Licht, das zur Quelle zurückführt, so auf uns wirkt, dass ich meinen Zehner immer als den Ort fühle, an dem alles geschieht – und nicht, dass ich mit den Büchern bin oder in irgendeiner Tätigkeit bin. Auch wenn ich hingehe, um eine Gruppe zu unterrichten, einen Campus, alles Mögliche: Ich muss immer fühlen, dass ich im Zehner bin. Das ist im Grunde alles.
Sagen wir, ein Mensch geht morgens aus dem Haus, um Geld zu verdienen; er geht von der Familie weg und schleppt die Familie gleichsam in sich mit. Er weiß, dass er Geld nach Hause bringen muss, damit es etwas zu essen gibt. Das war's, da ist nichts zu machen. Also ist dieser Mangel in ihm. Er ist aus der Familie einbezogen und geht so zur Arbeit. So müssen wir alles im Leben auf das Ziel der Schöpfung beziehen – dafür existieren wir und sind hier in dieser Welt –, und die Ausführung ist im Zehner. Das ist Pflicht. Dieses Muster muss bei uns sowohl im Kopf als auch im Herzen sein. Vor allem sicher im Herzen.
Gut. Moskau wieder mit einer Frage. Ich weiß nicht, was ich mit euch machen soll. Gleich schließe ich das. Wir kommen mit den Texten nicht voran. Wir haben sehr viele Quellen. Letzte Frage. Sie sollen sich etwas zurückhalten.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Man schickt uns Fragen aus dem diensthabenden Zehner.
Rav: Ihr habt viele, und dazu fragen sie aus der ganzen Welt. Ich habe hier den Gruppen aus der ganzen Welt noch gar nicht erlaubt zu fragen. Was soll ich machen? Man muss die Fragen irgendwie sortieren und erst danach fragen. Nu, fragt.
Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Kras aus Kiew fragt: Müssen wir uns zuerst einbeziehen und dann das Licht ziehen, das zur Quelle zurückführt, oder zuerst das Licht ziehen, das zur Quelle zurückführt, damit es uns zur Einbeziehung bringt?
Rav: Für Anfänger ist das nicht so wichtig. Die Hauptsache ist, dass sie miteinander verbunden sind. Unser nächstes Thema, so der Schöpfer will, das wir morgen lernen, ist das Licht, das zur Quelle zurückführt. Ein Thema, das wirklich das allerwichtigste ist, denn alle Formen, die wir ausführen wollen, können nur durch eben dieses Licht ausgeführt werden, das zur Quelle zurückführt und „Tora" genannt wird. Hoffen wir, dass sich uns dann richtiger klärt, wie wir diesen Kreis schließen: Mängel, Einbeziehungen, all unsere Arbeit, was wir machen – und zusammen mit dem Licht.
In Ordnung. Gut, weiter.
63:52 Vorleser: Auszug Nummer sieben … „Ein Mensch aus Israel, der wirklich das Licht des Lebens erlangen will, muss einwilligen, sich mit seinem ganzen Herzen in die Knesset Israel einzupflanzen, mit allen seinen Sinnen und Kräften, den materiellen und den spirituellen." 64:16 (Rav Kook, Flüstere mir das Geheimnis des Seins)
Das heißt: Wer Israel ist – „Jashar El", direkt zum Schöpfer – und dieses Ziel erreichen will, dass wir alle zusammen einbezogen sind, der muss am Anfang einwilligen, wie er sogar sagt, „sich in die Knesset Israel einzupflanzen". Das heißt, in jene Menschen, die sich versammeln wollen – „Knesset", von „sammeln", ja? –, die zusammen einbezogen sind, die zusammen einbezogen werden wollen. Und wie? „Mit allen seinen Sinnen und Kräften, den materiellen und den spirituellen." Mit allem, was nur möglich ist. Und daraus kommt man dann zur Verbindung. Nur auf diese Weise kommt man zum Ziel.
Das heißt: Was sind die spirituellen Stufen? Die spirituellen Stufen sind eben diese Verbindung im Zehner, in der wir uns immer mehr und mehr und mehr verbinden – in all den zerbrochenen Verlangen, die sich enthüllen, verbinden wir uns über ihnen immer mehr und mehr, bis wir über allen Verlangen zu Eins kommen. Das nennt man „Ende der Korrektur".
Und so steigen wir 125 Stufen auf und erwerben Nefesh, Ruach, Chaja, Jechida³, bis wir zum Gipfel all dieser Dinge kommen. Alle Verlangen sind mit allen verbunden, und es enthüllt sich das allgemeine Licht, das „Göttlichkeit", „Schöpfer", „Höheres Licht" genannt wird. Das ist alles. Deshalb verwirklicht sich alles im Zehner, und alles durch die Einbeziehung und durch das Licht, das zur Quelle zurückführt.
Weiter.
66:03 Vorleser: … Auszug Nummer acht. „… Und was bedeutet „Gerechte"? Das sind die, die die Regel „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" erfüllen wollen, deren ganze Absicht darin besteht, aus der Selbstliebe herauszugehen und eine andere Natur auf sich zu nehmen, nämlich die Liebe zum anderen. Doch obwohl das eine Mizwa ist, die man erfüllen muss, und der Mensch sich zwangsweise dazu zwingen kann – die Liebe aber ist dem Herzen anvertraut, und das Herz stimmt dem von Natur aus nicht zu. Was also kann der Mensch machen, damit die Sache der Liebe zum anderen das Herz berührt?
Dafür wurde uns gegeben, die 612 Mizwot zu erfüllen, durch deren Segula er zu einem Gefühl im Herzen kommen kann. Aber weil das gegen die Natur ist, ist ein solches Gefühl nur ein kleiner Teil dessen, was die Fähigkeit hätte, die Liebe der Freunde tatsächlich zu erfüllen, obwohl er das Bedürfnis danach hat. Deshalb muss man jetzt nach Ratschlägen suchen, damit er es tatsächlich erfüllen kann.
Und der Rat dazu, dass der Mensch seine Kraft in seiner Regel „Liebe deinen Nächsten" vergrößern kann, ist die Liebe der Freunde. Wenn jeder in den Freund einbezogen und ihm gegenüber annulliert ist, dann wird daraus ein einziger Block, in dem alle kleinen Teile, die die Liebe zum anderen wollen, sich zu einer allgemeinen Kraft verbinden, die aus vielen Teilen besteht. Und wenn er eine große Kraft hat, dann hat er die Kraft, die Liebe zum anderen tatsächlich zu verwirklichen. Und dann kann er zur Liebe zum Schöpfer kommen." 68:10 (Rabash 1, Gemäß dem, was zum Thema „Liebe deinen Nächsten" erklärt wird)
Gut. Auch hier geht es um die Einbeziehung: Ohne sie kann man nicht zur Liebe zum Schöpfer kommen, denn sie klärt sich gemäß den Gefäßen, die ineinander einbezogen sind. Überhaupt: Die ganze Spiritualität ist nicht ein Verlangen und nicht ein zweites Verlangen, sondern in dem Maß, in dem die Verlangen ineinander einbezogen sind, danach richtet sich die Stärke des spirituellen Gefäßes. Ein einzelnes Verlangen existiert in der Spiritualität nicht. Zwei auch nicht. Wenn eines in das andere eintritt – die Fläche, dieses Segment, das ihnen gemeinsam ist … wie heißt das auf Hebräisch? Die gemeinsame Fläche, ja? – des einen Verlangens und des zweiten Verlangens: In der gemeinsamen Fläche zwischen ihnen ist das spirituelle Gefäß.
Denn dafür mussten sie sich annullieren, und sich noch mehr annullieren in dem Maß, in dem sie einbezogen sind, das heißt, sie ziehen es vor, in der Einbeziehung zu sein statt in den Verlangen, jeder in seinen eigenen. Und deshalb heißt es in dieser Fläche: „Die Liebe deckt alle Vergehen zu." Dass ich in den anderen einbezogen bin, aus dem anderen, statt in mir zu sein, das nennt man „Liebe". Und dann kann auf diese Weise, in der gemeinsamen Fläche, die Höhere Kraft erscheinen, die Enthüllung des Schöpfers.
Nu, wenn es ernst ist.
Schüler: Ja. Nikolai aus Kiew, aus der Ukraine, sagt: Sie haben über dieses Thema gesprochen, dass wir uns eigentlich verbinden wollen und dann dieser Zank zwischen uns anfängt. Ist gerade das der Ort, an dem man versuchen muss, sich mit dem Freund noch mehr zu verbinden? Wenn das anfängt …
Rav: Wo ist der Ort?
Schüler: Sie sagten, dass jedes Mal, wenn wir versuchen uns zu verbinden, die negativen Gefühle anfangen.
Rav: Ja, ja, gerade dort, wo die negativen Gefühle anfangen, müssen wir uns verbinden, dort müssen wir arbeiten und nicht davonlaufen. Aber arbeiten, um uns zu verbinden. Und in welcher Form? Über allen Zusammenstößen. Nicht einen Zusammenstoß korrigieren, keinen einzigen, so wie in unserer Welt, wo wir das Geschehene gleichsam vergessen: Es ist Frieden, alles ist in Ordnung. Nein, das ist eine Lüge, die im nächsten Moment schon explodiert. Nein – wir klären die Verbindung zwischen uns immer mehr und mehr und mehr, und durch die Verbindung zwischen uns klären wir unterhalb davon alle Störungen, alle Gegensätze, die zwischen uns sind, und wir lernen eines aus dem anderen. Und dann haben wir im Zusammenstoß miteinander Awiut und in der Verbindung über dem Zusammenstoß die Kashiut des Massach. So bauen wir uns selbst auf.
71:06 Schüler: Aus Piter wird gefragt: Sie sagten, man solle ein persönliches Beispiel geben. Wenn der Freund nun auf das persönliche Beispiel nicht reagiert – heißt das, dass das persönliche Beispiel nicht gut ist, oder muss man auf seine Reaktion warten?
Rav: Du wirst weiter in allen möglichen Formen spielen. Der Freund erscheint dir so gegenüber deinen verdorbenen Gefäßen. Deine Gefäße werden dadurch korrigiert, dass du ihm geben willst, und dann wirst du sehen, dass er plötzlich besser ist. Oder schlechter, das hängt davon ab, wie du sein musst. Es gibt hier ja keinen Freund, hier gibt es eine Vorführung deines Inneren. Deshalb muss jeder verstehen: Wenn ich hingehe, um mich mit den Freunden zu verbinden, sind das keine Freunde – ich gehe hin, um mir die Teile meiner Seele zusammenzufügen. Das sind keine schönen Worte, sondern es ist wirklich so. Und wenn ich sehe, dass ein Freund schlecht wird oder plötzlich gut wird, dann ist es nicht so, dass er schlecht oder gut ist, sondern ich muss ihn so sehen, um mich selbst zu korrigieren. „Wer andere disqualifiziert, tut es mit seinem eigenen Makel."
72:21 Schüler: … aus Bukarest sagt er: Gut, ich habe das persönliche Beispiel gegeben, ich habe alle Handlungen gemacht und mich einbezogen. Wie bewahre ich das, welche Anstrengung braucht es, um das zu bewahren?
Rav: Man muss gar nichts bewahren, nur weiter vorwärtsgehen, als wäre vorher nichts gewesen. Nichts bewahren, wozu?
72:44 Schüler: Die Einbeziehung – fragt Jürgen aus Deutschland – ist das etwas, das aus dem Zehner kommt, oder ist es eine Handlung von mir aus? Und was müssen Ziel und Ergebnis der Einbeziehung sein?
Rav: Die materielle Einbeziehung kommt daher, dass ich mich vor dem anderen annulliere, sagen wir, eine Mutter gegenüber dem Säugling, die sich auf natürliche Weise annulliert. Aber die spirituelle Annullierung kann nur gegenseitig sein, deshalb müssen wir trotzdem die Herzen der Freunde zur Verbindung erwecken.
Gut, nein, nein, Leute, ich kann nicht, ich habe so viel Material. Ja? Ich habe diese Gruppen. Nu.
73:27 Schüler: Er schreibt hier: „Durch eine große Kraft findet man die Liebe zum anderen." Was ist diese große Kraft?
Rav: Das Licht, das zur Quelle zurückführt.
Bitte.
73:41 Vorleser: Wir sind bei Auszug Nummer 10 aus dem Buch „Maor waShemesh". „Die Hauptsache bei einer Versammlung ist, dass alle in einer Einheit sind und alle nur ein einziges Ziel suchen – den Schöpfer zu finden. Denn bei je zehn ruht die Schechina (bei je zehn wohnt die Schechina). Und sicher, wenn es mehr als zehn sind, gibt es sicher mehr Enthüllung der Schechina. Und jeder Einzelne soll sich seinem Freund anschließen und zu ihm eintreten, um von ihm etwas für die Arbeit für den Schöpfer zu hören und wie man den Schöpfer findet, und er soll sich vor ihm annullieren, und ebenso sein Freund vor ihm, und so sollen alle sein. Und wenn die Versammlung von selbst diese Absicht hat, dann gilt von selbst: Mehr als das Kalb saugen will, will die Kuh säugen – von selbst nähert der Schöpfer sich ihnen und ist mit ihnen, und es öffnen sich ihnen von selbst alle Erlösungen und alle Segnungen und alles gute Geben aus der Quelle der Barmherzigkeit; und große Barmherzigkeit und gute, offenbarte Gnade strömt auf die Knesset Israel." (Buch „Maor waShemesh", Wochenabschnitt Wajechi) 75:17
Rav: Ja, die Hauptsache bei der Versammlung ist trotz allem die Verbindung. Nu, wir können nicht jedes Mal große Neuerungen in diesen Texten sehen; jeder klärt es eben in seinem Stil, aus einem etwas anderen Winkel als der andere. Aber die Hauptsache ist, wie er hier sagt: den Schöpfer zu finden. Wann können wir sagen, dass wir zur richtigen Einbeziehung gekommen sind? In meinen eigenen Eigenschaften kann ich gar nichts finden, außer wenn ich mit neun weiteren einbezogen bin. Im Zehner, nur in der Einbeziehung der Eigenschaften, die dadurch zu Sefirot werden, entdecke ich dort das Höhere Licht, das dort ist und in ihnen wirkt, und das nennt man die Enthüllung des Schöpfers gegenüber dem Geschöpf.
Was ist ein Geschöpf? Das Geschöpf bin nicht ich. Das Geschöpf ist die Einbeziehung unserer Neigungen, Verlangen und Eigenschaften, aus denen wir gebaut, gestrickt – kann man das so sagen? – gewebt haben, ja, gewebt: dieses besondere Gefäß aus Verlangen, Sehnsüchten, Absichten, aus Störung und Verbindung, alles zusammen. So entsteht bei uns ein Ort für die Enthüllung des Schöpfers, und das sind immer zehn und nicht weniger und immer NaRaNCHaY, sei es auch nur de Nefesh de Nefesh.
Weiter.
77:15 Vorleser: Wir gehen zu Auszug Nummer 18 aus „Sohar für das Volk", Wochenabschnitt Nasso. „Es steht geschrieben: „Warum bin ich gekommen, und da war niemand?" Wie geliebt ist Israel vor dem Heiligen, gepriesen sei Er: An jedem Ort, wo sie weilen, ist der Heilige, gepriesen sei Er, unter ihnen, weil Er Seine Liebe nicht von ihnen nimmt. Wie geschrieben steht: „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, und ich werde in ihrer Mitte wohnen." „Und sie sollen mir ein Heiligtum machen" – ein Heiligtum schlechthin, denn jede Synagoge in der Welt wird Heiligtum genannt. „Und ich werde in ihrer Mitte wohnen" – denn die Schechina kommt als Erste in die Synagoge.
Wohl dem Menschen, der zu den ersten Zehn in der Synagoge gehört, denn mit ihnen ist die Gemeinde vollständig, die nicht weniger als zehn ist. Und sie werden zuerst in der Schechina geheiligt. Und die zehn müssen auf einmal in der Synagoge sein und nicht nach und nach kommen, damit sich die Vollständigkeit der Glieder nicht verzögert. Denn alle zehn sind wie die Glieder eines einzigen Körpers, in denen die Schechina wohnt. Denn den Menschen machte der Heilige, gepriesen sei Er, auf einmal und richtete ihm alle Glieder zusammen ein.
Und weil damals alle Glieder des Menschen vollständig wurden, wurde jedes Glied für sich richtig eingerichtet. Ebenso: Weil die Schechina als Erste in die Synagoge kommt, müssen dort zehn zusammen sein, und dann ist es vollständig, denn es gibt keine Gemeinde unter zehn, die den zehn Sefirot von Malchut entsprechen. Und solange dort nicht zehn zusammen sind, wird keiner von ihnen vollständig.
Und danach wird die Korrektur der ganzen Gemeinde eingerichtet, wie geschrieben steht: „In der Menge des Volkes liegt die Zierde des Königs." Deshalb ist das Volk, das nach den ersten Zehn kommt, alles Korrektur des Körpers, das heißt Korrektur der Gemeinde. Denn die Menge des Volkes vergrößert die Ehre des Königs.
Und wenn die Schechina zuerst kommt und die Menschen noch nicht als zehn zusammen gekommen sind, wie es sich gehört, ruft der Heilige, gepriesen sei Er: „Warum bin ich gekommen, und da war niemand?" „Und da war niemand" – weil die Glieder nicht korrigiert wurden und der Körper, der Gemeinde genannt wird, nicht vollständig wurde. Denn wenn der Körper nicht vollständig ist, gibt es keinen Menschen, weil auch die einzelnen Glieder, die schon gekommen sind, nicht vollständig werden.
In dem Moment, in dem der Körper unten vollständig wird, wenn zehn zusammen sind, kommt die höhere Kedusha und tritt in diesen Körper ein, und der Untere wird wirklich wie die zehn Sefirot oben. Dann müssen alle darauf achten, ihren Mund nicht zu weltlichen Dingen zu öffnen, weil Israel sich jetzt in der höheren Vollkommenheit befindet und in der höheren Kedusha geheiligt wird." (Sohar für das Volk, Nasso, „Warum bin ich gekommen, und da war niemand", 105–108)
(Workshop)
80:53 Frage: Was heißt es, dass man nur eine vollständige Gruppe von zehn sehen muss? Und wenn es eine Gruppe von zehn gibt, die an sich arbeitet, kann man ihr die ganze Welt anschließen, egal – Zehner oder keine Zehner, Milliarden, egal wer und was. Warum ist die Hauptsache, am Anfang ein Zehner zu sein, und danach kann man schon alles Weitere anschließen? Los. Das ist die Frage, diskutiert sie, bitte.
01:21:11 Frage für Workshop 2 – 6 Min. Was heißt es, dass man nur eine vollständige Gruppe sehen muss, die zehn umfasst? Wenn es eine Gruppe von zehn gibt, kann man ihr die ganze Welt anschließen.
01:27:38 Vorleser: Auszug Nummer 12 aus dem Buch „Pri haArez". „Ganz Israel bürgt füreinander – das bedeutet, dass ihre Lichter und ihre Lebenskräfte einer im anderen vermischt sind. Und deshalb sind wir, die Söhne Israels, wirklich zur Mizwa „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" verpflichtet." (Buch „Pri haArez" – Brief 33) 88:29
Wie wir jetzt lernen, haben wir nichts anderes als die Einbeziehung, als die Korrektur der Gefäße. Und die verschiedenen Formen der Einbeziehung können „Freundschaft", „Bürgschaft", „Annullierung", „Einbeziehung" selbst heißen und noch und noch alle möglichen solcher Dinge – das alles ist Einbeziehung und spricht von der gegenseitigen Verbindung. Was sagt er also: „Ganz Israel bürgt füreinander." Was meint ihr, was ist der Unterschied zwischen einfacher Verbindung, Bürgschaft, Einbeziehung, Dwekut und Liebe – all diesen Formen der Verbindung, die wir insgesamt „Einbeziehung" nennen? Was ist der Unterschied zwischen ihnen? Sprecht darüber, um so zu sehen, welche Zustände wir durchlaufen müssen, um uns in ihnen zu sehen. Bitte. 01:29:11
Frage für Workshop 3 – 6 Min. Wir haben nichts anderes als die Korrektur der Gefäße, Einbeziehung – gegenseitige Verbindung. Was ist der Unterschied zwischen Verbindung, Bürgschaft, Einbeziehung, Liebe, Dwekut? Das sind verschiedene Formen der Verbindung – was ist der Unterschied zwischen ihnen?
01:32:39 Vorleser: Auszug Nummer 13 aus Rabash 3, „Ihr steht heute" – (1). „Ihr steht heute alle" – das lehrt, dass er sie versammelte …, um sie in den Bund zu bringen (Raschi). „Ihr alle" bedeutet, dass alle in die Bürgschaft eintraten. Man fragt: Warum beginnt es im Plural, „ihr alle", und danach in der Einzahl, „jeder Mann Israels"? Gemeint ist: „Ihr alle" tritt in jeden Mann Israels ein, das heißt, dass jeder Mann Israels aus euch allen einbezogen sein soll, wie geschrieben steht: „Und das Volk lagerte am Berg" – wie ein Mann mit einem Herzen." (Rabash 3, Ihr steht heute – (1)) 93:49
Das heißt: Solange nicht alle zusammen einbezogen sind – „Ihr steht heute alle" –, empfängt man das Licht nicht, das zur Quelle zurückführt; also nicht in einer Form, in der es schon zur Tora wird, zum Licht, das unsere Gefäße korrigiert, unsere Einbeziehung, und uns zur Enthüllung des Schöpfers bringt. Das heißt, es muss wirklich eine Einbeziehung aller in alle sein, um sie in den Bund zu bringen. Vom Standpunkt der Einbeziehung: Was heißt es, einen Bund zu machen, zum Bund zu kommen? Das ist die Frage. Was heißt der Bund in der Einbeziehung zwischen uns? Bitte. 01:34:26
Frage für Workshop 4 – 6 Min. Was heißt der Bund in der Einbeziehung zwischen uns?
01:37:25 Das heißt: Dass wir festlegen, dass eben das Maß an Einbeziehung, das wir erreicht haben, in uns bleibt und dass wir es bewahren – sicher mit Hilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt –, das nennt man „Bund". Das heißt, wie wir jetzt lernen: Alle Zustände, alle Stufen, alles ist in der Sache der Einbeziehung enthalten, im Begriff „Einbeziehung".
98:20 Vorleser: Auszug Nummer 14 aus „Likutej Halachot", Choshen Mishpat. „Man kann die Tora und die Mizwot nur durch die Bürgschaft erfüllen, indem jeder für seinen Freund zum Bürgen wird. Denn die Haupterfüllung der Tora, die der Aspekt des Verlangens ist, geschieht durch die Einheit. Und deshalb muss jeder, der Tora und Mizwot auf sich nehmen will, … in die Gesamtheit Israels in großer Einheit einbezogen werden. Und deshalb wurden sie zur Zeit des Empfangens der Tora sicher sofort füreinander zu Bürgen. Denn sobald man die Tora empfangen will, muss man sofort alle zusammen wie einer einbezogen werden, um im Verlangen einbezogen zu sein. Und dann bürgt sicher jeder für seinen Freund, da alle wie einer gelten.
Und gerade dadurch, dass jeder für seinen Freund bürgt, was der Aspekt der Einheit ist, gerade dadurch kann man die Tora erfüllen; ohne das wäre es überhaupt nicht möglich, die Tora zu erfüllen. Denn die Hauptsache der Liebe und der Einheit liegt im Aspekt des Verlangens: dass jeder mit seinem Freund zufrieden ist und es zwischen ihnen keinerlei Unterschied des Verlangens gibt, und alle in einem einzigen Verlangen einbezogen sind. Dadurch werden sie in das Höhere Verlangen einbezogen, das das Ziel der Einheit ist." („Likutej Halachot", Choshen Mishpat, Gesetze des Bürgen, Halacha 3 – 30) 100:06
Rav: Und das steht in „Likutej Halachot". Das heißt: Wenn wir verstehen wollen, wie die Tora sich zu all diesen Dingen verhält, sehen wir plötzlich zwei Dinge. Es gibt Stellen, wo von einer Handlung die Rede ist, gleichsam von einer materiellen Handlung – obwohl wir lernen, dass es keine materiellen Handlungen gibt, sondern dass alles von den Verlangen im Herzen spricht, wie Ibn Esra sagt. Und die ganze Tora spricht davon, dass alle Mizwot die Korrektur der Verlangen sind. Alle kann man nur durch das Licht korrigieren, das zur Quelle zurückführt, und ausschließlich in der Verbindung zwischen den zehn, die zusammensitzen – und zwar wenigstens bis zur Höhe der „Bürgschaft", die weiter fortschreitet und zur „Einbeziehung" bis hin zur „Liebe" gelangt.
Fragen. Nu, Zehner.
101:20 Schüler: Wir fühlen immer mehr, dass der erste Schritt zur Verbindung die Annullierung ist, dass wir die Wichtigkeit dessen erhöhen, dem wir gegenüberstehen, gegenüber dem Freund …
Rav: Der erste Schritt ist, zu zehnt zusammenzusitzen. Das zuallererst, wie er sagt: Es kann nicht weniger sein und nicht mehr. Zehn. Und weiter, was?
Schüler: Das ist die Frage: Was ist die Einbeziehung, was ist der nächste Schritt? Woran arbeiten wir denn, nachdem wir uns schon hingesetzt haben, nachdem wir schon …? Rav: Einbeziehung kann es nur unter der Bedingung geben, dass es ein gemeinsames Ziel gibt. Also müssen wir über das Ziel sprechen und es in unseren Augen vergrößern. In dem Maß, in dem das Ziel wichtig ist und uns wirklich leuchtet, in eben diesem Maß sind wir bereit, uns vor ihm zu beugen und anzufangen, an der Einbeziehung zu arbeiten – denn ohne Einbeziehung können wir das teure Ziel nicht erreichen.
Also noch einmal: Die Hauptarbeit ist, das Ziel zu erreichen, das ist das Ziel des Lebens. Wodurch erreichen wir es? Durch die Einbeziehung. Die Einbeziehung schließt alle Stufen ein, über die wir schon gesprochen haben: die Bürgschaft, den Bund, dass jeder geringer ist als die anderen, dass jeder mehr ist als die Freunde⁴, wie Rabash alle Gesetze der Gemeinschaft schreibt. Bis wir zu dem Zustand kommen, in dem wir wirklich in der Tat anfangen zu fühlen, wie wir ineinander einbezogen sind. Morgen lernen wir über das Licht, das zur Quelle zurückführt: wie sehr wir die ganze Zeit alles auf es ausrichten müssen, denn es macht die Korrekturen. Wir machen von unserer Seite nur die Vorbereitungen, das ist der halbe Schekel, und von ihm kommt die zweite Hälfte. So kommen wir voran. Was gibt es noch zu sagen? Alles ist in der Gruppe.
103:38 Schüler: Guten Morgen allen Freunden und Ihnen. Eine Frage zur Geschichte vom Garten Eden, eine Frage zum Verlangen. Also: Die Frau, Chawa, steht für das Sich-nicht-Zufriedengeben mit dem, was da ist, für das Verlangen nach mehr; die Schlange ist der böse Trieb. So wie ich es jetzt fühle, ist das Verlangen nach mehr und das Verlangen, sich zu verbessern, an sich nichts Schlechtes. Wenn sie von selbst dahin gekommen wäre, nicht aus seinem Antrieb heraus, sondern zum Baum der Erkenntnis gegangen wäre und getan hätte, was sie tat – hätte es in dieser Hinsicht funktioniert? So im Sinne von … Lishma … Lo Lishma …
Rav: Ich weiß es nicht und bin nicht daran interessiert, Fragen zu beantworten, die nicht wirklich zur Einbeziehung gehören. Es tut mir leid, und ich sehe darin ein schlechtes Beispiel für die anderen. Es ist gut, aus dem, was du gesagt hast, als schlechtem Beispiel zu lernen: Wir fragen nur zum Thema und sorgen dafür, dass alle das Thema kennen – und nicht das, was mir gerade besser erscheint. Gewöhnen wir uns daran. 01:44:17
Inzwischen Moskau. Nu, nu.
104:48 Schüler (Übersetzung aus dem Russischen): Mit Ihrer Erlaubnis würden wir gern einen besonderen Teil unseres weltweiten Kli in die Lektion einbeziehen. Das ist eine ganz besondere Gruppe, die diese ganzen zwei Tage mit uns zusammen in der Vorbereitung auf die Lektion war. Die Herzen dieser Freunde brennen, und sie wollen ihre Anstrengung investieren und sich einbeziehen, damit wir das Ziel der Schöpfung erreichen können. Und diese besondere Gruppe ist die Gruppe Tel Aviv; wir würden uns freuen, wenn sie ein paar Worte sagen.
Rav: Ihr habt es vergessen und sie nicht, was? Alle Achtung, Moskau. Nu, wo ist denn Tel Aviv?
105:39 Schüler: Gut, also wir wollen uns für diese Gelegenheit bedanken, die wir zusammen mit Zehner 1 aus Moskau, mit der Gruppe San Francisco, mit Zehner 27 Petach Tikwa und natürlich Kiew bekommen haben. Wir sind seit dem Morgen mit allen Gruppen in Kontakt, über WhatsApp, über Zoom-Gespräche, und versuchen untereinander zu klären, was Einbeziehung ist, wie wir die Gemeinschaft dazu bringen können, sich um dieses Thema herum zu verbinden. Diese neue Sache mit dem diensthabenden Zehner, der zwischen den Gruppen verbindet – das sprengt uns wirklich, ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, einfach das Herz. Ich und die Freunde haben so etwas im Leben noch nie gefühlt. Es hat sich für uns wirklich angefühlt, als wären wir auf einem Kongress und als würden wir den Kongress organisieren, mit der ganzen Verantwortung bei uns.
Und von 19:00 bis 21:00 Uhr gab es im BKL⁵ Tel Aviv eine weltweite Freundesversammlung, die übertragen wurde; wir haben das über Zoom gemacht, und es wurde bei „Sviva Tova" gesendet. Und wir wollen dieses Gefühl wirklich nicht loslassen. Wir wollen das Gefühl der Verbindung nicht loslassen, das Gefühl dieser Fürsorge, die wir so von allen Zehnern in der Welt aufgesogen haben. Wir denken, dass diese Übung, die sich auf alle Gruppen ausweitet, wirklich eine neue Verbindung im Kli schafft, uns neue Klärungen schafft, neue Erregung, Begeisterung. Und wir wollen dem ganzen Kli, allen Gruppen und Ihnen, Rav, sehr, sehr herzlich danken, dass wir Teil dieser besonderen Übung sein durften. Lechaim!
01:47:58 Frage, ja? Was heißt Bürgschaft vom Standpunkt der Einbeziehung? Welche Art von Einbeziehung nenne ich „Bürgschaft"? Schaut mich nicht an, ich habe gefragt.
Wir haben darüber gesprochen, dass es … ich zeichne es sogar, in Ordnung? Es gibt einen Freund (Zeichnung) und einen zweiten Freund, ja? Und zwischen ihnen gibt es etwas Gemeinsames. In diesem Gemeinsamen hat dieser Freund etwas von jenem Freund, und dieser Freund hat etwas von jenem. Das alles ist im Gemeinsamen, hier befindet es sich, ja? Das heißt: Wenn ich zur Einbeziehung mit dem Freund komme, worin bin ich einbezogen? Ich bin in seine Verlangen einbezogen, die hier sind (siehe Zeichnung). Sagen wir, das bin ich, rot; dann komme ich zum Grünen und erfülle das Grüne anstelle meiner selbst, ich erfülle es. Sagen wir, er kann mit diesen Verlangen nicht arbeiten, und ich arbeite mit ihnen, ja? Das nennt man Bürgschaft. Und er kommt ebenfalls hierher, verlässt seine Verlangen und erfüllt mit seinem ganzen Vermögen meine Verlangen, die hier sind. Und dann kommen wir in den Zustand, in dem ich mit ihm arbeite und er mit mir in diesem gemeinsamen Verlangen, und das nennt man Bürgschaft. Welche Art von Einbeziehung ist das zwischen uns? Sprecht darüber.
Aber im Grunde muss ich in diese seine Verlangen einbezogen werden und an seiner Stelle in dieser Aufgabe sein, und er muss in Einbeziehung mit meinen Verlangen sein und mit ihnen an meiner Stelle sein. Was gibt das, welche Art von Einbeziehung ist das, was bringt es, welche neue Unterscheidung? Das ist ein neues Gefäß, und gerade in diesem Gefäß – wenn wir von der Enthüllung des Schöpfers sprechen – enthüllt sich der Schöpfer gerade hier (siehe Zeichnung), nur in dieser Fläche enthüllt er sich. Ich an der Stelle des Freundes, der Freund an meiner Stelle, und so sind wir zusammen. Was für ein Gefäß ist das, wie ist es zusammengesetzt, ja? Dass sich der Schöpfer gerade so enthüllen muss? Er erfüllt die ganze Wirklichkeit, nur entdecken wir ihn nicht; nur mit diesem Sinn, nur mit diesem Gefäß entdeckt man ihn. Bitte. 01:51:22
Frage für Workshop 5 – 6 Min. Bürgschaft – welche Art von Einbeziehung ist das zwischen uns, was ist dieses Gefäß und welche neue Unterscheidung gibt uns die Bürgschaft?
(Ende von Teil 1)