Tägliche Lektion13. Okt. 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Das Geben betreffend. 16 (1984) (20.03.2003)

Rabash. Das Geben betreffend. 16 (1984) (20.03.2003)

13. Okt. 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.
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Achtung: Dies ist eine vorläufige Mitschrift, die noch nicht redigiert und korrekturgelesen wurde. Sie kann daher Fehler und Ungenauigkeiten enthalten. Im Laufe des Tages wird die vollständige, redigierte Mitschrift des Unterrichts veröffentlicht. Bis dahin darf daraus ohne Bearbeitung und Genehmigung der Verbreitungsabteilung von „Kabbala laAm" weder zitiert noch etwas verbreitet werden.

Morgenmitschrift 20.03.2003

Buch „Kitwej Rabash", Band 1, S. 41, „Das Geben betreffend"

Rav: Wir haben einen Artikel aus Band 5 gehört, Shlavei haSulam, S. 244, „Das Geben betreffend". Der Schöpfer hat das Verlangen zu empfangen erschaffen, Existierendes aus Nichts, und wir müssen es wie eine Last auf uns nehmen. Wir müssen uns vorstellen … Stellen wir uns einmal Folgendes vor: Wir sind ganz und gar wie der Schöpfer. Wir sind im Verlangen zu geben. Er und wir sind wirklich in Dwekut, in Gleichheit, in Angleichung. Es gibt keinen Unterschied zwischen uns.

Dann kommt eine besondere Kraft, die böser Trieb, Verhüllung, Verlangen zu empfangen heißt. Sie fängt an, sich immer mehr auf uns zu legen und uns vom Schöpfer zu entfernen. Sie drückt mit immer mehr Kraft, bis sie uns wirklich an den Ort stößt, der am weitesten vom Schöpfer entfernt und am niedrigsten ist. Das ist die Sache der Schöpfung.

Je tiefer wir absteigen, als würde diese Kraft uns wegstoßen, immer weiter stoßen, desto mehr verlieren wir natürlich die Füllungen, Eigenschaften, Genüsse, alles. Dann sind wir am niedrigsten Ort und fühlen, wie dick dieser böse Trieb wirklich auf uns liegt, diese Schwere. Wenn ich fühle, wo wir waren und was für eine Schwere des bösen Triebs jetzt auf mir liegt und mich vom Schöpfer entfernt, dann ist meine Belohnung natürlich, ihn loszuwerden, ihn ein Stück zurückzustoßen, ihn abzuwerfen. Das heißt, mich von ihm zu reinigen und wieder in den Zustand zurückzukehren, in dem ich vorher war. So ist es vielleicht leichter zu verstehen, dass die Belohnung das Gefäß des Gebens ist: zum Gefäß des Gebens zurückzukehren, zum Or Choser. Das ist es, was man braucht. 03:38

Wenn man also die Idee annimmt, dass die Schöpfung das ist, was uns vom Schöpfer entfernt, und dass man sie reinigen muss, dann ist das Or Choser durchaus die Belohnung. Was ist das Problem an diesem Bild, das ich gezeichnet habe? Das Problem ist, dass es ein Bild der Vorstellung ist und kein Gefühl. Ich kann mir so etwas jetzt für einen Moment in meiner Vorstellung ausmalen, aber ich fühle es nicht. Ich habe keine Reshimot vom Zustand von Ejn Sof, wo ich und Er wirklich eins sind.

Danach kommt ein böser Trieb und fängt an, mich von Ejn Sof zu entfernen, mich wegzudrängen, hinauszustoßen. Hätten wir solche Reshimot, Ejn Sof und ich jetzt, dann würde ich die ganze Schwere dieses Verlangens zu empfangen fühlen, das wirklich auf mir liegt. Ich würde diese ganze Entfernung fühlen, wie es mich wirklich wie eine Sprungfeder aus Ejn Sof hinausstößt. Belohnung und Strafe, die Anstrengung und all diese Dinge wären mir dann klar. 05:41

Wenn alles so klar wäre, was wäre daran schlecht? Schlecht ist, dass ich mich jetzt ja unter dem bösen Trieb befinde. Es ist nicht so, dass ein fremder Körper auf mich gefallen ist, der jetzt über mich herrscht und mich aus Ejn Sof entfernt hat. Er herrscht also jetzt über mich, und ich habe das Bewusstsein der Reshimot aus Ejn Sof schon nicht mehr. Wenn er über mich herrscht und ich trotzdem Ejn Sof fühlen würde, Reshimot, egal, Reshimot der Spiritualität unter der Herrschaft des bösen Triebs, dann würde ich Ejn Sof innerhalb des bösen Triebs erreichen wollen, innerhalb des Verlangens zu empfangen. Dann würde ich mich mit meinem eigenen Willen von Ejn Sof in diese Welt entfernen. Nicht unbedingt, weil er es gegen meinen Willen gemacht hat. Ich selbst würde Ejn Sof in den Gefäßen des Empfangens empfangen wollen, also in meinem Zustand, auf meiner Stufe, und das nennt man schon „Klipa".

Dass wir Verhüllung haben, heißt also: Die Verhüllung lässt uns nicht zur Klipa werden. Zwar sehe ich den wahren Zustand nicht und kann mich nicht wirklich nach ihm sehnen, aber wenigstens werde ich nicht zum Bösen hingezogen. Was heißt, nicht zum Bösen hingezogen? Ich denke nicht daran, Spiritualität zu empfangen, um zu empfangen, in den Gefäßen des Empfangens. 08:23

Jedes Mal, wenn ich mich anstrenge, kommt mir die spirituelle Erkenntnis gemäß meiner Stufe, also soweit ich das Gefäß des Gebens erreichen kann. Ich muss also zuerst an den Gefäßen arbeiten, und danach erreiche ich die Füllungen. Meine Arbeit wird dann dazu, die Gefäße als Belohnung zu empfangen.

Ihr fragt nicht, also kann ich nichts sagen.

Schüler: Wie kann es sein, dass Genuss ein Zuwachs an Gefäß ist? Sie sagen, dass man Gefäße des Gebens empfängt, und er schreibt auch am Ende des Artikels … am Ende, dass ich, wenn ich wachse, weitere Gefäße des Gebens empfange. Was ist dann die Füllung?

Rav: Was fragt er? Er fragt: Wenn meine Belohnung ein Gefäß ist, dann ist alles, was ich dazubekomme, ein Zuwachs an Gefäß. Ein Gefäß heißt Verlangen, ein Gefäß heißt Mangel. Wenn ich jedes Mal mehr Mangel bekomme, fühle ich mehr Leere. Das soll Belohnung heißen? Darauf bewegen wir uns zu? Wem nützt das? 10:30

Im Gefäß des Gebens gibt es keinen Mangel. Keinen Mangel. Der Mangel ist nur, zu geben. Was heißt Gefäß des Gebens? Dass es geben will, ja? Auf das Geben gab es keinen Zimzum, darauf gibt es keinerlei Begrenzung, das ist immer möglich. Deshalb können wir nicht sagen, dass ein Gefäß des Gebens leer ist. So etwas wie ein leeres Gefäß des Gebens gibt es nicht, wenn es ein Gefäß ist.

Wenn ich also ein Verlangen zu empfangen mit Massach habe, das geben will, dann kann ich geben. Damit habe ich kein Problem. Über die Füllung habe ich nichts zu sagen, nichts nachzudenken, ich muss mir keine Sorgen machen. Denn meine Füllung ist das Geben selbst. Die Handlung des Gebens ist die Füllung des Gefäßes des Gebens.

Na, stell dir noch einmal eine Mutter vor, die einem Kind gibt. Das Kind ist, dem Schöpfer sei Dank, gesund und will essen, was sie zubereitet hat. Sie gibt ihm diesen Brei, und das Kind isst. Was braucht die Mutter noch? Was braucht sie noch, frage ich dich. Gibt es außer dieser Handlung, die sie macht, noch etwas, das sie füllen würde?

Schüler: Sie will noch mehr geben.

Rav: Dass sie noch mehr geben will, ist ein anderes Gefäß, ein zusätzliches Gefäß. Ich spreche von dem Gefäß, das da ist. Sie gibt dem Kind jetzt zu essen, und das Kind isst. Na, hat sie noch ein Verlangen? Braucht sie noch irgendeine Füllung? Welche Füllung braucht sie außer der Handlung des Gebens?

12:37

Schüler: Dass sie sieht, dass er genießt, ich weiß nicht.

Rav: Wenn er schon von ihr empfängt, dann ist es das. Was fragst du also? Ein Gefäß des Gebens genießt, es füllt sich dadurch, dass es diese Korrektur hat, dass es fähig ist zu geben. Deshalb gibt es auf das Geben keinerlei Begrenzung. Du kannst dich immer füllen und dich nur um mehr und mehr und mehr kümmern.

Schüler: So ist es leichter zu denken. Von dem, worüber Sie am Anfang gesprochen haben, habe ich überhaupt nichts gehört.

Rav: Na, das … ja.

Schüler: Was ist dann Licht?

Rav: Was ist das Licht? Das heißt Licht. Das Gefäß ist Licht. Ganz richtig, das Gefäß ist Licht, ja. Für dich ist ein Gefäß ein Gefäß, und das Licht ist das, was darin ist. Bei der Handlung des Gebens ist das nicht so. Was? Licht heißt Genuss. Wenn ich jemandem gebe und das mein ganzes Verlangen ist, zu geben, und ich gebe, dann ist mein Verlangen dadurch voll.

Schüler: Was geben Sie?

Rav: Was du gibst? Du gibst, was er will. Wenn ich die Möglichkeit habe zu geben …

Schüler: Ist der Genuss am Geben nicht quasi ein Verlangen zu empfangen? Wie … das da?

Rav: Wir sprechen von einem nicht egoistischen Verlangen zu geben. Wir sprechen von Geben, um zu geben, und nicht von Geben, um zu empfangen.

Ja.

14:50

Schüler: In der Theorie ist das wirklich gut, aber jedes Mal, wenn es als irgendein Gefühl kommt, entsteht daraus so eine Abstoßung. Wie das brennt, dagegen kann man nicht standhalten.

Rav: Du sagst also: Wenn ich an das Geben denke, bekomme ich eine Art Abstoßung davon.

Ja? Hm?

Schüler: Total.

Rav: So eine Abstoßung, dass ich es nicht ertragen und nichts davon hören kann. Ich habe so ein … es ekelt mich. Nun, zunächst einmal ist ein Gefühl ein Gefühl. Über ein Gefühl kann man nicht sagen, ob es wahr oder falsch ist. Wahr oder falsch kann man nach dem Verstand sagen. Bei einem Gefühl muss man sagen: ja oder nein, es ist da oder es ist nicht da. Es ist da, ja, das war's.

Wir müssen an dieses Gefühl also nur herangehen und es analysieren, ja? Es prüfen, kritisch betrachten: Ist es in Ordnung oder nicht, warum ja und warum nein. Aber das Phänomen ist ein Phänomen, es ist da. Ich fühle, dass es mir schlecht geht, wenn ich über das Geben spreche, dass ich es nicht will, und das ist schon ein wahres Gefühl. Ich bin also schon in einen Zustand gekommen, in dem meine Natur und das Thema des Gebens wirklich zwei entgegengesetzte Dinge sind. So sehr, dass ich das Geben hasse. Ich will nichts davon hören, ja? Ich hasse es.

Na, das ist schon die Feststellung der Wahrheit. Ich fühle jetzt also, dass ich nur empfangen will und nichts geben will. Sehr gut. Was ist als Nächstes zu tun? Angenommen, ich vergrößere meine Anstrengung immer mehr. Vorher habe ich nicht gefühlt, dass mir das Thema des Gebens so verhasst ist. Das kam als Ergebnis des Lernens, der Anstrengung, des Nachdenkens, aller möglichen Schrecken, die ich durchgemacht habe. Wenn ich die Anstrengung jetzt noch mehr und noch mehr vergrößere, dann sehen wir, dass quantitative Dinge zu qualitativen werden.

Dann kommt nicht ein immer größeres Gefühl, ein Widerwille gegen das Geben und … sondern vielleicht ein anderes Gefühl und die Feststellung eines anderen Zustands. Angenommen, ich lerne und bekomme einen Eindruck aus den Büchern, aus der Gemeinschaft und auch aus meinem Leben. Dann sehe ich vielleicht, dass das Geben das … Vielleicht will ich es nicht, aber anscheinend ist es das Notwendige. Ein bisschen werde ich das fühlen. Anscheinend ist die wahre Welt nach diesem Prinzip gebaut. 18:39

Dann werde ich schon denken: Wenn ewiges Leben … Ich spreche, du hörst, innerhalb des Verlangens zu empfangen. Wenn ewiges Leben vom Verlangen zu geben abhängt, ebenso Dwekut mit dem Schöpfer, das Fühlen der Genüsse und das Loskommen von diesem Leben, in dem man fragt, was der Sinn unseres Lebens ist, und all das. Wenn das vom Fühlen des spirituellen Lebens abhängt und das Fühlen des spirituellen Lebens von den Gefäßen des Gebens, dann wäre es vielleicht gut, Gefäße des Gebens zu haben, dann würde ich mich gut fühlen.

Dann fange ich schon an zu denken: „Weißt du, dass ich in den Gefäßen des Empfangens bin, ist vielleicht schlecht. Daher kommt alles Schlechte bei mir. Davon, dass ich in den Gefäßen des Empfangens bin, habe ich schlechte Gefühle, die Enttäuschungen, alles Mögliche. Wäre ich in den Gefäßen des Gebens, wäre ich wirklich frei wie ein Vogel." Dann fange ich vielleicht schon an, meinen Zustand anders zu bestimmen: Gefäße des Gebens sind gut und Gefäße des Empfangens schlecht, nur habe ich sie nicht. Dann fange ich schon an, meinen Zustand als schlecht zu bestimmen. Das nennt man „Erkenntnis des Bösen": dass Empfangen schlecht ist. Warum? Es geht mir schlecht damit. Wäre ich weniger Egoist, würde ich weniger wollen. In allem, was ich an Eigenschaften dieser Welt habe, verstehst du, wäre ich weniger, dann würde ich weniger leiden. Ja. Wenn das so ist, dann ist meine Natur schlecht. Ich bin zur nächsten Stufe gekommen.

Aber was mache ich mit dieser Natur, die ich als schlecht sehe? Jedes Mal, wenn ich mich bemühe, mich von ihr zu lösen, sagt man mir: „Weißt du, du willst dich gut fühlen? Fang an, die ganze Zeit an Gefäße des Gebens zu denken. Wie gut es ist, in ihnen zu sein, wie gut es ist, am Schöpfer anzuhaften, vielleicht den Freunden zu geben. Ah, du wirst keine Nöte fühlen, es wird dir gut gehen." Dann fange ich an, mich die ganze Zeit danach zu sehnen.

Es geht so weit, dass ich wirklich immer mehr darin bin und immer bereiter, zu arbeiten und zu investieren. Die Freunde und die Gemeinschaft wirken so auf mich. Ich sehe, dass ich quasi in diesen Gedanken an den Schöpfer flüchte, er ist für mich wie ein Zufluchtsort. Es geht mir schlecht, also flüchte ich dorthin. Na, wenigstens das in meinem Leben, das voller Leiden und Dunkelheit ist. Wie Baal HaSulam schreibt: Der Schöpfer leuchtet ihm dort zwischen den … vom Himmel ein wenig, irgendein Lichtstrahl, ah, belebt mich ein bisschen.

22:16

Dann bestimme ich, dass es tatsächlich, durchaus, anscheinend eine Art Rettungsort ist, sich nach dem Schöpfer zu sehnen, Ihm anzuhaften, sich nach dieser Idee des Gebens zu sehnen. Weil ich die ganze Zeit an diese Idee des Gebens denke und daran, dass sie wirklich mein Zufluchtsort ist, fange ich an, diese Eigenschaft zu achten. So sehr, dass ich anfange, sie um ihrer selbst willen zu lieben. Die Eigenschaft des Gebens fängt an, in meinen Augen groß und wichtig zu werden. Auch wenn ich sie nicht habe, wird sie schon zu einer Art Ideal. Das ist wirklich etwas, das nicht von dieser Welt ist. Ich weiß nicht, ob es möglich ist, vielleicht ist es überhaupt nur Einbildung. Aber ohne das, nur im Gegenteil, nur im Verlangen zu empfangen, ist es ganz bestimmt kein Leben.

Das nennt man schon, dass ich Chen de Kedusha¹ habe. Daraus kommt mir eine Art innerer Drang, dass ich etwas für den Schöpfer tun will. So kommt es mir, weißt du. Die Handlung des Gebens, die Handlung selbst, fängt also an, in meinen Augen wichtig zu werden, sie hat bei mir schon einen besonderen Wert. Natürlich kann ich nichts tun, aber in meinen Augen zeichnet sich schon eine Art Wichtigkeit einer solchen Handlung ab: Könnte ich das einmal tun, dann wäre das anscheinend etwas, wie soll ich sagen, etwas sehr, sehr Hochwertiges.

Dann fängt der Mensch nach und nach an … Das alles dauert Jahre, das sind alles Jahre, sage ich dir. Wenn du also keine Zeit hast, kannst du jetzt schon aus dem Zug aussteigen. Das war's. Danach fängst du schon an zu denken: Wenn ich wirklich zu dieser Handlung komme, ist das einfach die Unterschrift unter mein ganzes Leben. Das ist die einzige gute Bilanz, die es geben kann. Das klingt schon gar nicht mehr real.²

Das alles malst du dir in den Gefäßen des Empfangens aus. Das ist noch vor dem Machsom, noch vor den Korrekturen. Trotzdem fängst du schon an, dir das Geben so vorzustellen, dass es dich anzieht. Die Vorstellung vom Geben steht schon vor dir wie eine wirkliche Vorstellung vom Geben, obwohl es noch in den Gefäßen des Empfangens ist. Es gibt noch keine Korrektur, keinen Massach und kein Or Choser. 26:41

Deshalb heißt das „lo liShma", aber es ist schon das lo liShma, aus dem man zu liShma kommt. Wenn man aus Ägypten herauskommen will, wenn man losgeht, um gegen den Pharao zu kämpfen. Wenn man sagt … Na, wie auch die Kundschafter zum Beispiel sagen: Ja, das Land ist sehr gut, aber wer kann es erreichen? Aber es ist schon gut, die Handlung des Gebens ist etwas Gutes. Man fängt also an, immer richtiger zu entschlüsseln, die Worte aufzulösen, die Worte zu öffnen: was Spiritualität heißt, was Schöpfer heißt, was Licht heißt, richtige Gefäße. Das alles ist durchaus nur Geben, es gibt kein anderes Wort. Das war's.

Während man alle möglichen Worte sagt, fängt man an, ihren inneren Inhalt mehr zu fühlen: dass das Geben ist. Zwar gibt es noch gar keine Verbindung zum Geben, aber Chen ihm gegenüber zeichnet sich schon immer mehr ab.

Ja.

28:23

Schüler: Das Problem ist, dass jedes Mal, wenn … … herauskommt: Wenn ich denke, dass mir daraus Gutes kommt, weiß ich, dass es nicht um Gefäße des Gebens geht, weil ich in Begriffen davon denke, dass mir daraus Gutes kommt.

Rav: Natürlich denke ich innerlich über all die Dinge, die ich gesagt habe, deshalb nach, weil mir daraus Gutes kommt. Gewinn, natürlich. Mich dem Schöpfer zu nähern, eine Handlung des Gebens zu machen, daran denke ich als etwas Gutes. Was heißt als etwas Gutes? Als Füllung für meine Gefäße des Empfangens. Deshalb heißt das noch „lo liShma". Aber ich denke schon an die Handlung des Gebens. Ich denke nicht an Geben, um zu empfangen, also daran, dass ich umso mehr an Ihm verdiene, je mehr ich gebe. So nach dem Motto: Er ist groß, also lohnt es sich, Ihm Geschenke und alles Mögliche zu bringen, und wenn es klappt, entschädigt Er mich danach um ein Vielfaches. Nein.

Ich denke. Das heißt, innerlich habe ich eine Rechnung, aber für mich selbst, unterm Strich, in meinen Augen, taucht sie nicht auf. Deshalb sagt man, dass es nicht meine Absicht ist. Aber man sagt noch „in den Gefäßen des Empfangens", weil innen, in der zweiten Schicht, natürlich die Rechnung des Gewinns besteht. Wäre es nicht so, könnte ich nicht an das Geben denken.

Aber in meiner ersten Schicht, in dem, was vor meinen Augen ist, denke ich an Ihn, sehne mich nach Ihm und will Ihm geben.³ Natürlich ist hier irgendwo innen notwendigerweise eine Rechnung für mich selbst. Weil mir aber offenbar ist, dass ich Ihn durchaus liebe und will, gilt das mir gegenüber als lo liShma, das zu liShma führt.

Ich habe eine Existenz in zwei Schichten. In der unteren Schicht bestehen natürlich Rechnungen für mich selbst, und ich kann nichts dagegen tun. Aber durch meine Anstrengung, die Arbeit mit der Gemeinschaft, mit der Verbreitung, mit dem Geben, so viel ich kann, habe ich eine Art obere Schicht gemacht. Darin habe ich die Handlung des Gebens, das Ideal des Gebens, erhoben, in meinen Augen erhoben, sodass es groß ist.

Auch wenn das auf den Gefäßen des Empfangens sitzt, wird es in meinen Augen zu etwas Großem. Das heißt: meine obere Schicht, die des Gebens, und meine untere Schicht, ja? Stell dir das so vor, … meine untere Schicht, meine natürlichen Gefäße des Empfangens. Aber das nennt man lo liShma, das zu liShma kommt.

Anders ist es, wenn ich den Schöpfer einfach ausnutzen will, so nach dem Motto: Ich gebe Ihm ein paar Geschenke, „Was brauchst Du von mir? Lass uns ein Geschäft machen." Dann heißt das nicht, dass ich zwei Schichten habe. Dann heißt das, dass ich Ihm gebe, um zu empfangen. Das ist einfach eine Handlung, in der kein … Ich schätze die Handlung des Gebens nicht höher als die Handlung des Empfangens. Ich mache nicht die obere Schicht, die sich über die untere erhebt. Ich investiere nicht die Anstrengung, das Geben zu schätzen, nein. Ich nutze einfach diese Fähigkeit aus, zu geben, um zu empfangen.

Ja, Oren.

33:15

Schüler: Was ist die Anstrengung, das Geben zu schätzen?

Rav: Die Anstrengung, das Geben zu schätzen, heißt, wie der Rabbi⁴ in mehreren Artikeln schreibt: Zunächst einmal „wird Gewohnheit zur zweiten Natur", und was die Allgemeinheit sagt, wird in meinen Augen wichtig, und es gibt alles … na … Durch alle möglichen Mittel, die mir zur Verfügung stehen, vergrößere ich trotzdem in meinen Augen die Wichtigkeit des Gebens. Dabei gibt es viele Auf- und Abstiege, bis man das erkennt und … aber das … Was ist die Frage?

Schüler: Wie … ist das Arbeit an der ersten oder an der zweiten Schicht?

Rav: Ich arbeite nicht an der zweiten, der unteren Schicht. Meine untere Schicht ist mein Verlangen zu empfangen. Ich arbeite nur an der Wichtigkeit des Gebens. Wir haben damit angefangen, dass er sagt, er hasst das Geben, dass es für ihn wirklich … dass er Widerwillen dagegen hat, dass es ihn ekelt. Völlig in Ordnung. Er unterscheidet schon, dass es in ihm zwei Schichten gibt.

Wenn er jetzt trotz des Ekels weiterlernt und weiter alle möglichen Handlungen macht, dann hebt er es trotzdem immer mehr an, bis sich seine Einstellung dazu ändert. Obwohl er es hasst, fängt er an zu fühlen, dass es wichtig ist. Dass es wichtig ist, aber nicht in mir ist. Und so weiter. Bis … alle möglichen Gefühle dazu gehen durch den Menschen. Bis Chen de Kedusha anfängt zu entstehen, wie man sagt: „Gut, da ist etwas dran. Ich schätze das."

35:41

Schüler: Muss ich mir den Zustand als Ziel setzen? Definiere ich das Ziel, also die obere Schicht, die ich erreichen will? Oder kann ich das Ziel so sehen, dass ich nicht in der unteren Schicht bleiben will, und das bringt mich dazu, mich in sie integrieren zu wollen?

Rav: Der Mensch ist in zwei Zuständen. Einmal haftet er an der oberen Schicht. Er schätzt das Geben und will es vergrößern, der Schöpfer ist wichtig in seinen Augen, die Freunde sind wichtig in seinen Augen, die Gemeinschaft und alles, das Lernen, und er arbeitet daran, das Verlangen zu geben zu vergrößern. Vielleicht, kann sein, mehr, wie.

Ein andermal ist er im Fall. Er haftet an seiner unteren Schicht, am Verlangen zu empfangen. Auch wenn er am Verlangen zu empfangen haftet, hat er einen anderen Arbeitsstil. Er prüft, wie sehr das Verlangen zu empfangen zu seinem Schaden ist, wie sehr es ihm die Augen verschließt, wie wirklich nicht gut es ist, darin zu sein, und wie erwünscht es ist, sich schnell daraus zu erheben.

Ja? Willst du weitermachen …?

37:04

Schüler: Aber … dass die untere Schicht immer … das ist immer so, diese Sache ist mir klar, denn das ist der Grund, warum man anfängt … etwas … anfängt, etwas zu suchen. Wie kann ich also, wenn ich will … was ist der Zustand, was passiert … hierherzukommen? Ich schaue auf die untere Schicht, die kenne ich.

Bei ihm ist das immer klar, weil es immer da ist. Aber die obere Schicht ist immer verschwommen, sie ist bei dir weniger da.⁵ Die Frage ist, ob es einen Unterschied macht, womit … er schreibt hier im Artikel? Dass es Menschen gibt, die scheinbar ein klares Ziel vor Augen haben.

Der Mensch muss also fragen, wo er die ganze Zeit ist, was das Ziel ist. Meine Frage ist, ob es überhaupt einen Unterschied macht, dass er die untere Schicht sozusagen immer in der Tasche hat. Ich schaue hin, und mir ist klar, warum es nicht gut ist, in diesem Verlangen zu empfangen zu sein und zu bleiben, weil ich in diesem Zustand nur leide. Das ist es, was mich immer antreibt. Oder muss ich immer schauen und trotzdem mit Gewalt suchen, dass mir die obere Schicht klar wird? Sodass sie mir, wenn ich in den Zustand komme, so klar ist wie die untere Schicht?

Rav: Der Mensch kann seine Zustände nicht bestimmen. Du fragst: Wie verhalte ich mich in diesem Zustand und in jenem Zustand? Nicht umsonst wird uns geboten: „Was in deiner Kraft steht zu tun, das tu." Denn du weißt nicht, in welchem Zustand genau du bist. Erst recht weißt du nicht, wie deine Klärungen sind und ob sie richtig sind oder nicht. Dasselbe gilt für die Ergebnisse, zu denen du kommst, die Entscheidungen, zu denen du kommst, und die Behandlung, die du dir dabei gibst, so oder so.

Sondern man sagt dir: „Mein Lieber, du drückst aufs Gas. Das Lenkrad ist nicht in deinen Händen." Verstehst du? Schau, wir sind wie ein Zug. Wir sind auf den Schienen, und das war's. Denk nicht, dass du hier etwas änderst, außer deiner Einstellung dazu, der Aufmerksamkeit, der Notwendigkeit, die du durch die Gemeinschaft und alles erreichst. Das ist es, was dir die Geschwindigkeit begrenzt.

Die Begrenzung der Geschwindigkeit ändert auch das Gefühl auf dem Weg. Entweder wirst du von der negativen Kraft gestoßen, oder du sehnst dich nach dem Erwünschten und fühlst wirklich, dass du zum Guten hingezogen wirst. Die Erhöhung der Geschwindigkeit ändert also auch deine Einstellung, deine Präsenz. Aber abgesehen davon bewirkst du nichts.

Du kannst nur zustimmen und wollen und quasi wirklich dem Schöpfer zu demselben Ziel vorauslaufen. Das ja. Aber nicht, dass du hier etwas änderst. Deshalb sagt man uns nicht umsonst: „Tu, was du willst, nur tu es." Eine Sache. „Nutze die Gemeinschaft, wie du kannst, nur nutze sie." „Erlange die Gemeinschaft, die dir eine möglichst große Begeisterung gibt." Nicht mehr, denn mehr als Begeisterung braucht man nicht. 40:14

Nein, diese Begeisterung ist nicht genau ausgerichtet und verbunden, und hier gibt es nicht genau so eine Mischung und dies und das. Du hast nicht … das ist für die Mischung nicht richtig. Du kannst hier nichts wissen und bestimmen, wolle nur mehr, das war's. Wie er sagt: „Besser ist mir mein Tod als mein Leben", „Ich bin krank vor Liebe", das war's.⁶ Im Gegenteil, man sagt, dass du so bist, weißt du, wie jemand, der ohne Verstand liebt, das war's. Was? So.

Wirklich nicht … Auch nachdem man den Machsom überschritten hat, sieht man nichts und kann nichts unterscheiden. Aber bis man den Machsom überschreitet, was ist da überhaupt möglich? Man kann keinerlei Prüfung machen. Weißt du, du hast das nicht wie in der Chemie, wo man mit allen möglichen Stoffen prüft, womit man es zu tun hat. Angenommen, ich habe hier etwas, man bringt mir eine Flüssigkeit, und ich will prüfen, was sie ist, ja? Dann gibt es eine Reihe von Stoffen, mit denen ich prüfen kann, wozu sie gehört, was in ihr ist und was nicht und so weiter und so fort.

Aber vor dem Machsom habe ich kein Gefäß⁷ in der Hand, mit dem ich prüfen kann, keinen Verstand, mit dem ich die Dinge zerlegen kann. Deshalb muss unsere Arbeit nur darin bestehen, die Kraft des Gebens zu empfangen. Was ist das? So, wie ich es mir vorstelle, ist das die Belohnung. Nach dem Prozess, den ich jetzt gezeichnet habe, sieht man, dass der Mensch in einen Zustand kommen kann, in dem es für ihn wirklich ein Geschenk ist, die Kraft des Gebens zu empfangen. So heißt das: Es ist ein Geschenk, die „Gabe der Tora".

Ja.

42:28

Schüler: … … mit Händen und Füßen … Absicht, zur inneren Einstellung … wie kann ich von der Handlung eines Menschen einen Eindruck bekommen … … Absicht. Nein, das sehe ich nicht. Sie sagen, dass man von der Gemeinschaft, von den Büchern … einen Eindruck von der inneren Einstellung bekommen kann … … nur Handlungen … das sind wirklich verschiedene Dinge.

Rav: Ich verstehe dich nicht. Wie man aus den Handlungen eines Freundes einen Eindruck von seiner Absicht bekommen kann, zu geben?

Schüler: Auch das ist möglich.

Rav: Na, ich schaue dich an. Ich schaue dich zum Beispiel an, ja? So. Man kennt das nicht, also erzähle ich es. Vorgestern hast du die Leute bis elf Uhr nachts nach Hause gefahren, ja. Ich habe gefühlt und gesehen, dass deine Frau dich angeschrien hat, du hast eins auf den Kopf bekommen. Gestern hast du die Arbeit hier auch um halb elf beendet. Du bist nach Hause gekommen, und anscheinend gab es auch keinen schönen Empfang, ja. Was wird heute sein? Dasselbe.

Ich schaue dich an und denke: Entweder ist er dumm, oder es ist ihm egal. Was für eine Rechnung macht ein Mensch über sein Leben? Anscheinend ist ihm das wichtig. Es ist dem da wichtig und noch einem anderen, und außer dir habe ich hier noch viele Menschen gesehen. Du siehst, noch einer ist gekommen. Die Menschen haben also … trotzdem sehe ich Menschen, die etwas vom Leben wollen.

Man kann nicht einfach sagen, dass es ihnen zu Hause schlecht geht und sie mit ihrem Leben nichts anzufangen wissen. Das kann man nicht. Wie sehr man auch will, man kann das trotzdem nicht einfach abtun. Auch von außen: Man kommt und bekommt einen Eindruck. Wenn ich ein wenig nachrechne, bekomme ich daraus schon einen ernsthaften Punkt, und das bringt mir Absicht. Ich weiß nicht, mir gibt das viel Kraft.

Schau, schau ihn an, er kommt aus Australien, verstehst du, was fehlt ihm dort? Er fühlt sich hier wohl, verstehe ich, aber durchaus, na. Ich sehe also, dass das einen Wert hat, wenn Menschen sich wirklich investieren können. Ich kann sagen, was das ist, einfach so: ein paar tausend Menschen auf der Welt, eine Million statt sieben Milliarden⁸ sogar, was wäre das insgesamt, ja. Es hängt davon ab, wie ich schaue, es hängt davon ab, wie ich schaue. Das hängt schon vom Menschen ab, die Arbeit an der Wichtigkeit hängt vom Menschen ab. 46:31

Ich schaue dich an. Du sagst, wir haben da eine Milliarde dreihunderttausend Chinesen, wir haben eine Milliarde dreihunderttausend Inder⁹, auf der einen Seite. Auf der anderen Seite hört man die ganze Zeit: welche Inder, welche Chinesen? Ich sehe dort eine Million Juden, die das ganze Durcheinander machen, verstehst du. Es hängt also davon ab, wie du auf das … schaust: Es gibt Qualität, und es gibt Quantität. Mit Quantität kannst du in dieser Welt nichts machen. Wie er sagt, es gibt Kies und es gibt Diamanten, das war's.

Die Qualität hängt von dir ab. Bring diesen Diamanten zu irgendeinem primitiven Stamm, der prüft ihn: Er funkelt. Bring ihm eine Scherbe von einer Flasche, die funkelt noch mehr. Es kommt darauf an. Wichtigkeit ist nicht mehr als Wichtigkeit, und genau das gewinnen wir eigentlich durch die Anstrengung. Ich muss an der Wichtigkeit der besonderen Sache arbeiten, die ich gewählt habe, sodass ich sie ständig immer mehr in ihrer Wichtigkeit vergrößere.

Das nennt man Werbung, und dafür brauche ich die Gemeinschaft. Ich bin zur Gemeinschaft gekommen, ich habe so etwas Kleines und will, dass die Gemeinschaft ihm Wichtigkeit gibt, damit ich ständig nur darauf schaue. Dann müssen sie nur darüber sprechen, es wichtig machen und eine Menge Kräfte investieren, damit sich bei ihnen und von ihnen aus auch bei mir die Wertschätzung dafür ändert. Das brauche ich, das ist die ganze freie Wahl.

Man nimmt eine Sache, die in meiner Welt hier vor mir keinerlei Wert hat: das Geben. Es ist sogar peinlich, vor Menschen über das Geben zu sprechen, sie werden denken, da ist noch ein Verrückter gekommen, ja, das war's. Man nimmt diese Idee und fängt an, sie immer mehr zu pflegen, bis es eine Gemeinschaft gibt, die dafür arbeiten und investieren kann, und bis die Welt anfängt, ein wenig klüger zu werden. Sie versteht dann, dass das Empfangen uns durchaus nur Nöte bringt, und das Geben, verstehst du, das ist einfach Wichtigkeit. 49:02

Du fragst also, welche Handlungen es hier gibt. Oder umgekehrt: Handlungen sehe ich, aber wo sind die Absichten und alles, was nötig ist, um die Absicht hineinzubringen? Wofür mache ich das? Um diese kleine Sache, diese kleine Idee, in meinen Augen groß zu machen. Ich lebe in einer Welt, in der ich alle Lügen dieser Welt als etwas Ernstes annehme. Die größte Lüge ist, dass unser Leben einen Wert hat, die größte Lüge.

Ein Tier isst man wenigstens, man genießt es, man kann weiterleben oder so. Beim Menschen ist das die größte Absurdität: Wenn er nicht mit dem Ziel verbunden ist, hat er in dieser Welt wirklich keinen Wert, sein Wert ist null, negativ, würde ich sagen. Ich muss also meine Werte austauschen, und das nur durch die Gemeinschaft. Es gibt nichts anderes, woran man arbeiten kann. Diese abstrakte Idee: geben, Schöpfer, Ihm anhaften, Ihm ähnlich sein. Wenn du solche Dinge der Welt sagst … Vor zwanzig Jahren konnte man darüber überhaupt nicht sprechen, man konnte nicht sprechen. Alle hätten dich angeschaut: Der ist überhaupt nicht bei Verstand, worüber redet er überhaupt?

Heute fängt es schon langsam an, dass es ein bisschen Anerkennung gibt, wir kommen in solche Zeiten. Aber bei uns hier ist es Pflicht, dass das die ganze Zeit vor Augen ist.

Ja.

51:09

Schüler: Es gibt eine Neigung, sich zu den Handlungen eines Freundes nicht richtig zu verhalten und sie manchmal sogar geringzuschätzen. Verpasst man dann die ganze Belohnung, die darin liegt?

Rav: Na, das sind schon private Dinge, wie man sich zu einem Freund verhält. Darüber sprechen wir allgemeiner, ich will nicht auf die Ebene der Gemeinschaft heruntergehen.

Ja.

Schüler: Die Verhüllung lässt uns nicht zur Klipa werden. Wie … … dem Verlangen zu empfangen, nicht zur Klipa zu werden?

Rav: Die Verhüllung lässt uns nicht zur Klipa werden. Das ist wie das, was der Rabbi sagt: dass dann der Dieb nicht vor dir herläuft und schreit: „Fangt den Dieb!"¹⁰ Denn dann würdest du dich danach sehnen zu geben, um mehr zu empfangen. Was macht es mir aus, jemandem Großem ein Geschenk zu geben? Ich schicke da Schimon Peres ein Geschenk, und er schickt mir danach irgendeinen Cadillac zurück. Schlecht? Nicht? Angenommen. Was macht man also?

Wir sehen also, dass der Schöpfer zu unserem Wohl verborgen ist. Wir sind nicht abhängig, nicht wirklich bei Verstand¹¹, sondern in einem Zustand, in dem wir von Seiner Größe quasi unabhängig sind. Wir sehen Ihn nicht und können selbst eine Einstellung zu Ihm bestimmen. Ich kann Ihn dann nicht deshalb schätzen, weil Er die Quelle der Genüsse ist, die ich will, nur die, und von denen ich eigentlich lebe. Weil das vor mir verborgen ist, kann ich eine Einstellung zu Ihm bestimmen, zu Ihm, nicht zu den Genüssen, die in Ihm sind. Solange ich keine Einstellung zu Ihm bestimme, ja, entdecke ich nicht, dass in Ihm Genüsse sind. Das ist wirklich eine Rettung von Seiner Seite. Verstehst du.

Angenommen, du reparierst alle unsere Autos. Dann denke ich über dich: Weißt du was, er ist ein guter Kerl. Wenn ich ein Auto brauche, repariert er es mir, und für jemand anderen auch, und für noch jemanden auch. Soll es in unserer Gemeinschaft so einen Menschen geben, wir profitieren von ihm. Sind alle einverstanden, dass es bei uns so einen Menschen gibt? Alle, prima. Willst du, dass wir dich nur danach schätzen, was du uns geben kannst, oder willst du, dass wir dich als Persönlichkeit schätzen? Nicht, weil du unsere Autos reparierst, sondern weil in dir innerlich etwas ist: dass du dich nach einem Ziel sehnst, das du willst, dass du ein Mensch bist. 54:31

Dass wir dich als Menschen wollen, auch wenn wir diese Autos, die du reparierst, nicht brauchen, dass wir dich als Person wollen. Was soll man machen? Aber wir profitieren von deinen Reparaturen, was soll man machen? Hör also ab heute auf, Autos zu reparieren, und schau, wie die Leute sich zu dir verhalten. Wie werden sie dich anschauen? Das war's: Schaut, er ist schon fertig damit, er will nicht mehr, er macht das nicht mehr, wozu brauchen wir ihn? Soll er gehen.

Du siehst also: Wir können mit unserem Verlangen zu empfangen spielen und so sehen, wem wir uns unterwerfen. Dann klettern wir auf der Leiter der Wertschätzung, der Bewertungen, ja, immer höher. Wir fangen an zu sehen, was ich daran schätze: entweder das Ergebnis, das gut für mein Verlangen zu empfangen ist, oder ob es hier eine spirituelle Ladung im Menschen gibt, für die ich ihn achten muss, und so weiter. Gegenüber den Freunden ist das einerseits ein Problem. Andererseits ist es kein Problem, es gibt uns die Möglichkeit, uns zu verbinden und danach anzufangen zu schätzen. Aber mit dem Schöpfer, wenn das offenbart wäre? Oho, da könnten wir niemals aus der Rechnung des Verlangens zu empfangen herauskommen.

Also, reparierst du weiter oder nicht?

Schüler: Ich überlege es mir. Das Verlangen … der Schöpfer schickt ein Verlangen zu empfangen.

Rav: Das Verlangen zu empfangen herrscht, aber du kannst, wir können in unserer Gemeinschaft mit dem Verlangen zu empfangen spielen. Wir verschließen die Genüsse und schauen, wie unser Verlangen zu empfangen anfängt zu springen. Wir geben ihm, wir geben ihm nicht, wir schauen es uns an. Was muss ich also so oder so schätzen? Das nennt man, dass der Mensch zuerst einen Zimzum annehmen muss und danach Massach und Or Choser. Kurz gesagt, wir können auch jetzt schon ein wenig solche Übungen damit machen.

Ja.

57:14

Schüler: Sie sprechen über das Loslösen von dieser Eigenschaft des Gebens.¹² Sie haben über den Zustand gesprochen, in dem ein Mensch quasi zum Geben oder zum Denken außerhalb seiner selbst übergeht, weil es besser für ihn ist. Dieser Übergang geschieht, wie Sie gesagt haben, aus …, aus der Erkenntnis, wie schlecht ich bin, aus meinem verachtetsten und schwächsten Zustand. Wie kann ich in diesem Zustand Treibstoff oder Freude finden? Ich mache das … aus …

Rav: Ich fühle mich schlecht in meinem Leben, und dann sehne ich mich aus dem Schlechten in meinem Leben heraus nach dem Guten in der Spiritualität, danach, dass Spiritualität gut ist. Das schreibt Baal HaSulam: Der Schöpfer öffnet sich wie ein Lichtstrahl durch diese Ritzen dort, ja, und gibt dem Menschen. Einerseits gibt es keine größere Hilfe des Schöpfers für den Menschen als das. Andererseits, was für eine egoistische Anziehung ist das.

Mir geht es zum Beispiel schlecht. Was ist das, die ganze Welt von allen Seiten: da die Einkommensteuer, bei der Arbeit, in der Gemeinschaft¹³, überhaupt die Gesundheit, alles, was du willst, von allen Seiten. Wenn ich dann zu „Es gibt niemanden außer Ihm" flüchte, fange ich natürlich an, meinen Zustand zu rechtfertigen. Es gibt jemanden, der ihn kocht und ihn mir bereitet. Anscheinend ist bei Ihm das Gute, um Gutes zu tun, also hat Er anscheinend, dem Schöpfer sei Dank, eine gute Absicht. Dann wird mir ein bisschen, weißt du was, vielleicht wird es einmal gut, nicht hier, dann dort vielleicht, in jener Welt, wer weiß. Gewöhnliche religiöse Rechnungen, ja, natürlich egoistische.

Was fragst du dazu?

Schüler: Ich frage nicht nach dem psychologischen Zustand. Ich frage nach dem, worüber Sie vorhin gesprochen haben: dass ich vom Hass auf das Geben in einen Zustand übergehe, in dem ich das Geben als etwas Gutes sehe, und obwohl ich keine Kraft habe …

Rav: Daraus fange ich an zu verstehen, dass Geben gut ist, zu meinem Wohl, bis …

59:31

Schüler: Sicher …

Rav: Ja, sicher, denn dadurch werde ich aus den Nöten gerettet. Aber das ist noch, sagst du, eine egoistische Rechnung. Richtig, egoistisch, aber daraus fange ich schon an, das Geben als gut zu schätzen. Das Geben steht bei mir in meinen Augen schon höher als das Empfangen, dort ist es gut.

Schüler: Weil ich schwach bin.

Rav: Weil ich schwach bin, was macht das, was spielt das für eine Rolle?

Schüler: … Treibstoff finden, in Freude sein und auf einen Zustand hinarbeiten, in dem ich auch nicht schwach bin.

Rav: Moment, dadurch, dass ich gefunden habe, dass es irgendwo etwas Gutes gibt, wird mein Zustand schon besser. Ich verstehe dich nicht, was muss einstweilen außerdem noch sein?

Schüler: Was sein muss?

Rav: Ja.

Schüler: Wenn ich mich danach sehne, ich weiß nicht …

Rav: Dass ich mich danach sehne, oh, jetzt sagst du es richtig. Jetzt muss sein, dass ich mich danach sehne. Entweder gibt man mir von oben mehr Nöte, dann fange ich an, mich mehr danach zu sehnen. Oder ich fange an zu denken, dass das wirklich eine gute Sache ist und es sich lohnt, mich mehr danach zu sehnen. Aber warum soll ich mich mehr danach sehnen, wenn die Nöte bei mir nicht mehr Sehnen rechtfertigen? Ich schätze die Form des Gebens zum Beispiel auf 10 Kilo, weil sie, sagen wir, 10 Kilo Nöte abdecken kann. Wozu soll ich sie auf 20 Kilo schätzen, wenn ich dem gegenüber keine 20 Kilo Nöte habe?

Wenn ich nicht jetzt anfange, es auf 20 Kilo zu schätzen, dann bringt man mir 20 Kilo Nöte, damit ich es wohl oder übel schätze. Mache ich es selbst, nennt man das Weg der Tora und nicht Weg der Leiden. Und wie kann ich es auf 20 Kilo schätzen, wenn ich dem gegenüber keine Nöte habe? Nur durch die Gemeinschaft. Nur die Gemeinschaft kann das hier für dich machen: Statt durch Nöte bekommst du von der Gemeinschaft den Eindruck, dass Geben eine große Sache ist. Das war's.

Ich fühle, dass ich schwach bin. Ich habe ein Verlangen zu empfangen, das Nöte fühlt, und die Flucht zum Verlangen zu geben bringt mir Gutes, ja, löscht die Nöte. Das ist der Zustand. Ich verstehe nicht, was du sagst, du bist schwach, du bist stark.

Schüler: Ich sage, einen Akt des Loslösens kann man auf tausendundeine Art machen. Warum soll ich gerade diesen Weg wählen, um mich loszulösen, wenn ich für dieses Loslösen arbeiten muss? Sich loszulösen ist insgesamt kein Problem in der Welt. Ich nehme mir in der materiellen Welt … jage mir eine Kugel in den Kopf oder verfalle den Drogen, sich loszulösen ist nicht …

Rav: Ich verstehe dich nicht. Du hast diese Dinge noch nicht durchgemacht und sprichst nicht aus Erfahrung. Nicht aus Erfahrung.

Ja.

62:45

Schüler: Rav, Sie haben vorhin Übungen erwähnt. Wie kann man wirklich ein paar solcher Übungen machen? Sie hatten über die Absicht gesprochen und darüber, das Verlangen nicht einzuschränken.

Rav: Weiter. Bitte. Ich spreche nicht gern … Wenn man über Arbeit spricht, spreche ich nicht über Philosophie, ganz einfach: Wer bin ich? Was bin ich? Das … Ihr sprecht nicht aus der Wirklichkeit, nicht aus der Wirklichkeit, nicht aus Erfahrung. Deshalb haben wir ein Problem, einander zu verstehen: von welchem Punkt aus du sprichst, worüber du sprichst. Ich kann das zwar auf andere Weise klären, das ist theoretisch alles sehr schön, aber das kommt aus Pilpul (spitzfindiges Argumentieren). Aber nicht, teilweise, halb, aber nicht aus dem … Ganz bestimmt, das wird kommen.

(Ende des Unterrichts)