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08 November 2009 - 08 August 2010

Lesson 2413. Juni 2010

Sohar. Vorwort zum Buch des Sohar. Der Eselsjäger, S. 112-119

Lesson 24|13. Juni 2010
Im Prozess des spirituellen Fortschritts häufen wir alle möglichen Probleme an, die sich wie im Schneeballeffekt auftürmen und dann in Form eines riesigen Berges (הר - von הרהורים, Zweifel) vor uns erscheinen. Die innere Arbeit führt zu schmerzhaftem Zögern: Einerseits können wir uns nicht vom materiellen Leben lösen, andererseits verlieren wir das Interesse für die innere Arbeit. Das Buch Sohar beschreibt schwierige, beunruhigende Zustände, wenn eine innere Stimme in uns erwacht und fragt: "Ist es nicht besser, von diesem Berg wegzugehen?" Selbst beim Empfang der Tora am Berg Sinai versammelten sich die Mutigen des Volkes näher am Berg, während die Ängstlichen und Zweifelnden weiter weg standen. Das zeigt, dass es für jeden Menschen eine Grenze gibt – sie zeigt an, was er bereit ist zu opfern, um sich den Aufstieg in die spirituelle Welt zu verdienen. Ein Mensch, der sich mit der Kabbala beschäftigt, beginnt nach einiger Zeit, Verwirrung und Ohnmacht zu empfinden: Die Inspiration verschwindet, alles wird trübe, unverständlich, freudlos. In diesem Moment ist es sehr wichtig, keinen Fehler zu machen und nicht vom Weg abzuweichen. Nichts geschieht umsonst. Selbst die schwierigsten Zustände kommen von oben, damit wir durch unsere Anstrengungen im Studium, in der Verbreitung und in der Vereinigung untereinander die Bedeutung des Ziels in unseren Augen erhöhen. Es ist unsere Aufgabe, von der Höheren Macht zu verlangen, dass sie uns über die Grenze von Leben und Tod erhebt. Denn nur dann sind wir imstande, alle Dinge vom Standpunkt der Ewigkeit aus zu betrachten und nicht vom Standpunkt der kurzfristigen materiellen Existenz. Diese Grenze gilt es zu "durchbrechen" und aufzuheben.