Tägliche Lektion22. Okt. 2003

Rabash. Art. 34 (1988). What Are Day and Night in the Work?

Rabash. Art. 34 (1988). What Are Day and Night in the Work?

22. Okt. 2003

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

Morgenunterricht vom 22.10.2003

Buch „Schriften des RABASH", Band 1, Artikel „Was ist Tag und Nacht in der Arbeit"

Rav: Wir haben mit euch einen Artikel aus „Stufen der Leiter", Band 1, gelesen, der „Was ist Tag und Nacht in der Arbeit" heißt. Dass Tag und Nacht die Wirkung des Lichts ist, dass es keinen Unterschied seitens des Schöpfers in dieser Wirkung gibt, die der Mensch als Tag und als Nacht empfindet. Das heißt, das völlige Gegenteil – er empfindet sich in der Welt des Schöpfers. Vielmehr sind sowohl Tag als auch Nacht derselbe Fortschritt, dieselben Stufen zum Ziel der Schöpfung, das darin besteht, sich an den Schöpfer anzuhaften. Und deshalb steht geschrieben, dass das Ziel darin besteht, zu einem Zustand zu gelangen, in dem es weder Tag noch Nacht gibt, in dem sich alles als ein einziges Licht offenbart, in dem auch die Nacht sich als Teil des Tages offenbart.

Ich erinnere mich, dass ich einmal den Traktat Pessachim studierte, und dort wird am Anfang erklärt, dass dort „Licht zum Vierzehnten" steht, an dem man das Chamez prüft. Was also bedeutet „Licht zum Vierzehnten, prüft man das Chamez" – ist das beim Licht oder in der Nacht? Und wir wissen, dass „Licht zum Vierzehnten" bedeutet, dass man am Abend, gerade in der Nacht, wenn es dunkel ist, in der Nacht bevor Pessach beginnt, das Chamez prüft. Warum steht also geschrieben „Licht zum Vierzehnten"? Dort gibt es allerlei Erklärungen, was Licht ist und was Dunkelheit ist, und „Or" ist „Beorta", „Orta" ist Licht – das ist einerseits, und andererseits ist es Nacht; so wird Dunkelheit genannt, „Orta" ist Nacht.

Dort wird also kurz aus verschiedenen Blickwinkeln gleichsam, aus verschiedenen Ansätzen, erklärt, dass „Licht zum Vierzehnten" tatsächlich Nacht ist, denn es kann kein Licht geben, wenn ihm nicht Dunkelheit vorausgeht. Deshalb prüfen wir das Chamez gerade in der Nacht, wenn es ein wenig Kerzenlicht gibt, um zwischen dieser kleinen Kerze und all der Dunkelheit zu unterscheiden, in der sich der Mensch befindet; das heißt, dass er dann empfindet, dass er sich in der Dunkelheit befindet. Das heißt, um zu empfinden, dass ich mich in der Dunkelheit befinde, muss ich schwer arbeiten und viel Umgebendes Licht (Or Makif) heranziehen, das mir das Empfinden der Dunkelheit gegenüber dem richtigen Maßstab geben wird – was die Dunkelheit ist. Es kann sein, dass jemand anderes in demselben Zustand Licht empfinden würde.

Das heißt, in Bezug worauf empfinde ich Dunkelheit? Dunkelheit muss man in Bezug auf das Ziel der Schöpfung empfinden, also den Mangel an Anhaftung (Dwekut). Wenn ein Mensch bereits zu einem Zustand gelangt, in dem er sich selbst prüft und sieht, dass er sich in Dunkelheit befindet, weil er Chamez in sich hat, das heißt den Willen zu empfangen, und das ihn vom Ziel trennt, und er das in der Dunkelheit mit einer sehr kleinen Kerze prüft, die er durch große Anstrengung auf sich gezogen hat, dieses sehr kleine Licht von oben auf sich gezogen hat – dann gelangt er zu einem Zustand, in dem er tatsächlich bereit ist, Ägypten zu verlassen, schon bereit ist, den Willen zu empfangen zu verlassen, durch den Machsom hindurch in die spirituelle Welt.

Deshalb müssen wir uns zuallererst daran erinnern, dass das Empfinden der Nacht und Dunkelheit notwendig ist. Es ist das Empfinden des wahren Gefäßes (Kli), wo der Mensch sich befindet. Seine Natur, zwar hat der Schöpfer dies geschaffen, aber der Mensch muss feststellen, dass dies Nacht ist, denn im Spirituellen und überhaupt außerhalb des Menschen gibt es weder Licht noch Nacht, weder Dunkelheit noch Licht, und überhaupt gibt es keine Zustände, wenn niemand nach seiner Empfindung feststellt, was der Zustand ist – dann gibt es keinen Zustand. Deshalb muss man zuerst zum Empfinden der Nacht in Bezug auf das Ziel der Schöpfung gelangen – dass man sich in der Gegensätzlichkeit der Form befindet.

Zu sehen, warum man sich in der Gegensätzlichkeit der Form befindet, warum man sich nicht in den Schöpfer einschließen kann, das heißt in die Eigenschaft des Gebens, festzustellen, dass dies wirklich die Dunkelheit ist und nichts anderes. Nicht dass ich keine Spiritualität habe und ich möchte, dass es mir dadurch besser geht, aus den Nöten herauszukommen, allerlei Genüsse zu empfinden. Wenn ein Mensch feststellt, dass seine Spiritualität die Eigenschaft des Gebens ist und er sich im Gegenteil zu dieser Eigenschaft befindet und sich nicht in sie einschließen kann, sich nicht an sie anhaften kann, dann stellt er fest, dass dies wahre Nacht ist, und daraus, dass er fortzieht, bedauert – dann gelangt er zu einem Zustand, in dem er diesen Abstieg, diese Nacht in Tag verwandelt. [6:14]

Dass diese Dunkelheit beginnt, ihm Licht zu bringen, das Gefäß beginnt sich zu verändern, die Absicht (Kawana) um zu geben zu empfangen, und wird wie Licht; das nennt man, dass am Ende der Korrektur (Gmar Tikun) der Zustand so ist, dass es weder Tag noch Nacht ist. Und für unseren Zustand müssen wir verstehen, dass wir uns in jedem einzelnen Zustand befinden müssen, bis wir feststellen, ob dieser Zustand gut oder schlecht ist in Bezug auf das Ziel der Schöpfung und nicht in Bezug auf unseren Willen zu empfangen. Das heißt, dass wir jeden einzelnen Zustand nach wahr und falsch klären und nicht nach bitter und süß.

Und je schneller ein Mensch den Zustand klären kann, in dem er sich befindet, desto mehr beschleunigt er die Stufen der Entwicklung, die Häufigkeit, mit der er von einem Zustand zum nächsten übergeht, die Verwirklichung der Reshimot, die sich in ihm befinden, die er eine nach der anderen durchlaufen muss, bis er zum Ende der Arbeit gelangt. Und hier hat er seine persönliche Anstrengung und die allgemeine Anstrengung der Gruppe. Denn wenn sich ein Mensch in einer Umgebung befindet, der klar ist, was Tag und was Nacht ist – dass die Anhaftung an den Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens zu erwerben, Tag genannt wird, und im Willen zu empfangen zu sein, an sich selbst zu denken, ob ich existiere oder nicht, was mit mir sein wird, was ich habe – das ist Nacht in Bezug auf das Gefäß.

Dann bekommt ein Mensch diese Unterscheidungen sehr schnell von der Umgebung, entsprechend dem Maß, in dem die Umgebung stark und groß ist in der Festlegung dieser Haltung. Und er erwirbt dieses Wissen, trotz seiner Empfindung in bitter und süß, dass es nicht so ist, empfängt er diese Unterscheidung von wahr und falsch von der Gemeinschaft. Und dann wechselt er sehr schnell Zustände und kommt schnell zur Korrektur. Deshalb muss sich ein Mensch bemühen, durch das Studium, durch die Gemeinschaft, durch allerlei Anstrengungen, so schnell wie möglich für sich festzulegen – wie der Rav hier schreibt, RABASH, „Was ist Tag und Nacht in der Arbeit" –, denn jeder einzelne Zustand, in dem wir uns befinden, besteht, wir befinden uns in ihm, bis wir genau feststellen, was der Zustand ist. In dem Moment, in dem man feststellt, wechselt der Zustand bereits. Es kommt ein neuer Zustand und so weiter.

Unser Problem ist, dass wir sehr lange in dem Empfinden verweilen, dass süß Tag genannt wird und bitter Nacht genannt wird. Das heißt, wir arbeiten nach unserer Empfindung und können uns nicht erinnern, nicht verstehen, nicht empfinden, weder aus uns selbst noch durch die Gemeinschaft, dass die Festlegung des Zustands nicht nach dem Empfinden von bitter und süß erfolgen soll, sondern nach wahr und falsch. Dadurch, dass man das Ziel der Schöpfung nimmt, die Anhaftung an den Schöpfer, obwohl es noch nicht süß ist, bei uns nicht so empfunden wird, nimmt man es als Wahrheit und als Ziel, und dass es wichtiger sein soll als süß. Dass wir das bitter und süß, die körperliche Klärung, durch wahr und falsch ersetzen, was die spirituelle Klärung ist.

Und hier kann nur die Gemeinschaft den Menschen daran erinnern, welche die wahren Maßstäbe sind, wie er sich zu seinem Zustand verhalten muss, wie er seinen Zustand prüfen und ihn beschleunigen muss, den richtigen Zustand festzulegen, was Nacht und was Tag ist, und dann diesen Zustand zu durchlaufen – Nacht-Tag, Nacht-Tag, Nacht-Tag. Und tatsächlich, wenn man feststellt, dass der Zustand der Nacht, der einem bitter erscheint, nützlich ist, dass er Wahrheit ist, dann verwandelt sich die Nacht in Tag. Das heißt, nicht dass es auch einen Zustand gibt, in dem ich jetzt die Nacht durchlaufe und danach die andere Hälfte des Zustands durchlaufe, die Tag genannt wird.

Sondern dieselbe Nacht – wenn ich sie nicht korrigiere, wird sie nicht zum Tag werden. Sie selbst muss sich in Tag verwandeln, denn das Gefäß, das nicht korrigiert ist, das Empfinden des Gefäßes, das sich im um zu empfangen befindet – wenn ich feststelle, dass dies Nacht ist, und ich das Licht bringe, das es korrigiert, dann verwandelt das Licht, das es korrigiert, das Gefäß in Tag, indem es ihm die Absicht um zu geben gibt, und ich feststelle, dass meine Absicht um zu geben Tag ist. Dann ist derselbe Zustand, in dem ich mich vorher befand und den ich als Nacht festgestellt habe wegen des Fehlens der Absicht um zu geben, jetzt, da ich die Absicht um zu geben erwerbe, stelle ich fest, dass dies Tag ist, und so durchlaufe ich den Zustand.

Das heißt, die Umwandlung desselben Gefäßes von einem Gefäß des Empfangens zu einem Gefäß des Gebens – das nennt man, dass du Nacht hast und danach Tag hast. Und so ist es auf jeder einzelnen Stufe, dass es dasselbe Gefäß ist, nur mit dem Erwerb der Absicht darauf. Und wenn ein Mensch sich nicht anstrengt, das Gefäß zu korrigieren, das er empfangen hat, die wahre Dunkelheit darin zu sehen, dass es um zu empfangen ist, und es um zu geben korrigieren zu wollen, und Anstrengungen in der Nacht zu unternehmen, um zum um zu geben zu gelangen, und diese Korrektur zu ihm kommt – das nennt sich bei ihm bereits Tag.

Wenn er diese Anstrengungen nicht unternimmt, wartet er, bis ein Zustand, in dem er sich schlecht fühlt, sich für ihn umkehrt und zu einem guten Zustand wird; das heißt, er verwirklicht die Zeiten nicht, die ihm gegeben werden. Das heißt nicht, dass er die Zustände, die zu ihm kommen, wirklich korrigiert. Und auf diese Weise schreitet er sicherlich dennoch voran, aber auf sehr, sehr langsame Weise, dadurch dass der Schöpfer sich seiner erbarmt und ihm Zustände wechselt, die Gemeinschaft ihm ein wenig hilft, aber nicht durch innere Zustände.

Das heißt, schnell meinen Zustand als Tag und als Nacht festzulegen, zu empfinden, dass Nacht mein Verhältnis zu Genüssen ist, dass ich sie haben will, und danach, wenn ich schon beginne, die Korrekturen zu wollen, zum um zu geben zu gelangen, an der Wahrheit anstatt am Süßen anzuhaften – das nennt sich bei mir bereits Tag; das ist die ganze Arbeit des Menschen. Das heißt, der Mensch legt fest, was Tag und was Nacht ist, in welcher Periode des Tages er sich befindet.

Verstanden? Gibt es Fragen? Ja.

Schüler: Wie gelangt die Gemeinschaft selbst zur richtigen Definition von Tag und Nacht?

Rav: Wie gelangt die Gemeinschaft zur Entscheidung, was Tag und was Nacht ist? Die Gemeinschaft legt für sich einen Maßstab fest, Standards, dass unser Standard so und so ist. Was ist der höchste Standard, der ideale Maßstab? Dass die Eigenschaft um zu geben wie der Schöpfer hundert Prozent das Ziel ist, der Zustand, in dem ich mich selbst am Ende des Weges sehe. Und jedes Mal, wenn ich einen Teil von diesem Ziel habe, das heißt um zu geben, die Eigenschaft des Gebens, in der ich mich befinde, oder die ich will – auch wenn ich mich noch nicht darin befinde, aber zumindest das will, es als Ziel festlege, verstehe, dass das der erwünschte Zustand ist.

Alles, was zum um zu geben gehört, muss ich als Tag festlegen. Nicht nach meiner Empfindung, sondern weil es Wahrheit ist. Und alle übrigen Zustände, die in meiner Empfindung süß sein können und die mich verwirren und mich ständig in Richtung des Empfangens für sich selbst ziehen, die lege ich als Dunkelheit fest, als Nacht. Das heißt, Dunkelheit und Tag, Nacht und Tag, kann ich auch in Bezug auf meinen inneren Zustand festlegen, auch in Bezug auf das Ziel der Schöpfung, meine Eigenschaften, die Eigenschaften des Schöpfers, mein Verhältnis – zu allem kann ich mit dieser Festlegung von Tag und Nacht gelangen. Das war's.

Ja.

Schüler: Wie erzeugt die Gemeinschaft wirklich, dass ich ein solches Gefäß habe, wie etwas, dem man nicht entkommen kann?

Rav: Die Gemeinschaft muss diese Dinge als Tatsache annehmen, als Standard. Was ist ein Standard? Ich befinde mich nicht darin, aber ich verpflichte mich von jetzt an, mich daran zu messen, bis ich nicht genau so bin wie er. Das nennt man den idealen Maßstab als Vorbild, dem ich mich angleichen muss. Und die Gemeinschaft muss sich ständig prüfen und ihre innere Satzung ändern, ihr Ideal, was sie sein will. Das war's.

Also müssen wir so sein, dass wir jedes Mal, in unseren Entwicklungsstufen, so schnell wie möglich aus dem Empfinden von bitter und süß herauskommen und es vorziehen, stattdessen in der Wahrheit zu sein. Und es ist egal, welchen Geschmack wir dabei empfinden, und danach wollen wir, dass unser nächster Zustand so ist, dass die Wahrheit auch als süß empfunden wird, denn das Ziel der Schöpfung ist es, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Wenn du weißt, dass es Wahrheit ist, aber du darunter leidest, dann heißt das, dass dein Gefäß nicht korrigiert ist.

Du musst zu Genüssen gelangen – was man „Tora des Lebens" nennt. Dass du dazu gelangen musst, vom Geben zu genießen, so wie der Schöpfer davon genießt, dass Er gibt, denn das Ziel der Schöpfung ist es, zu genießen, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, sie mit Genüssen zu füllen – also hast du bereits die Festlegung der Zustände, die sich ständig verändert. Das war's.

Ja.

Schüler: Wie vollzieht sich die Unterscheidung zwischen wahr und falsch? Wie vollzieht sich die Unterscheidung zwischen wahr und falsch?

Rav: Wie vollzieht sich die Unterscheidung zwischen wahr und falsch? In der Gemeinschaft geht das sehr viel, viel schneller als ein Mensch es allein festlegen kann. Denn in der Gemeinschaft siehst du sofort eine Reaktion von den Freunden, wie du dich ihnen gegenüber verhältst, wie sie sich dir gegenüber verhalten, ob du das Maß des Gebens besitzt oder nicht. Und dann siehst du, dass du nicht gibst, sondern ganz und gar empfängst, und du legst das fest als… du kannst das schnell als Nacht festlegen, denn die Gemeinschaft unterstützt nicht den Willen zu empfangen, sie will dich als Gebenden sehen.

Also gelangst du sehr schnell zu einer Entscheidung: Sind diese Eigenschaften bei mir Tag oder Nacht. Ist das gut oder schlecht, wahr und falsch, bitter oder süß. Du legst durch die Reaktion der Gemeinschaft sehr schnell deinen Zustand fest. Und die Gemeinschaft – nicht dass du nur auf die Gemeinschaft schaust, auch die Gemeinschaft selbst muss dir ständig ihre Reaktionen bringen, ihre Erweckung, neue Standards, Maßstäbe, die sich jedes Mal zu mehr Genauigkeit und mehr Höhe verändern, die die Gemeinschaft von ihren Mitgliedern fordert.

Schüler: Ich meine das aber auf eine etwas tiefere Art…

Rav: Dann ergibt sich das für dich so: Ob du willst oder nicht, die Gemeinschaft erweckt dich, rüttelt dich ständig auf. Und einfach ohne das, bis sich ein Mensch verändert, vergehen Monate von Zustand zu Zustand. Wenn ein Mensch nicht in einer Gemeinschaft ist, allein durch eigene Anstrengungen, kann es sich wirklich über Monate und Jahre hinziehen. Und in der Gemeinschaft kannst du innerhalb eines einzigen Tages durch sie hindurchgehen, sofort Kritik erfahren und sehen – ja, nein, was geschieht. Ja.

Schüler: Diese Kritik – ist sie ein Teil der inneren Arbeit, oder ist sie äußerlich? Drückt die Gemeinschaft wirklich ihre Kritik aus… Inwieweit ist dieser ganze Prozess bewusst, und inwieweit ist die Gemeinschaft wirklich… Oder kann der Mensch diese Abrechnung allein machen, ohne zu hören?

Rav: Diese Kritik, der Gemeinschaft gegenüber dem Menschen, hängt nicht so sehr von der Arbeit des Menschen ab und von seinem Zustand, den er gerade durchläuft, sondern weil er in der Gemeinschaft eingeschlossen ist, durchläuft er seine persönlichen Zustände entsprechend den allgemeinen Zuständen, die die Gemeinschaft durchläuft. Und dann, in der Berührung, in den Zusammenstößen zwischen diesen beiden Zuständen – seinen persönlichen und den allgemeinen der Gemeinschaft – entstehen hier die richtigen Unterscheidungen, genauere. Das sind so eine Art Zusammenpralle.

Ja.

Schüler: Das ist nicht das, was RABASH hier schreibt. Es ist noch nicht klar, was es heißt – ein Bund zwischen uns? Zwischen den Freunden in der Gruppe.

Rav: Das Gefäß zwischen uns, das nennt man jenes Verhältnis zwischen einem und dem anderen. Der Klebstoff zwischen einem und dem anderen – wenn er vorhanden ist – dieser Klebstoff zwischen einem und dem anderen wird aus der Absicht um zu geben gebaut. Wie kann ich an dir anhaften, damit es ein einziges Gefäß wird? Meine Absicht, dir zu geben, und deine Absicht, mir zu geben, bringt uns einander näher, bis sie uns zusammenklebt, sodass wir wie ein einziges Gefäß sind.

Also jene Absicht um zu geben zwischen uns allen, die müssen wir finden, von oben bitten, das zu empfangen – ein Licht, das das korrigiert, uns, das uns die Absicht um zu geben gibt, damit wir das haben; dann werden wir uns vereinen, ein einziges Gefäß sein. Im Maß, in dem wir diese Absichten um zu geben untereinander haben, zwischen jedem Einzelnen, gerade in diesen Absichten zwischen jedem und dem anderen, dort lässt sich das Licht nieder, denn diese Absichten sind dem Licht ähnlich. Sie befinden sich in Angleichung der Form (Hishtawut haZura) an das Licht. Und nicht die Gefäße selbst. [27:00]

Die Gefäße selbst existieren nur, um die Absicht zwischen ihnen hervorzubringen, zu gebären. Man kann es sich so vorstellen, dass wir alle uns in einem Gefäß befinden (Zeichnung), ja, also hier alle. Jeder ist ein „Ich" oder schreib Malchut, egal wie. Aber wenn einer gegenüber dem anderen um zu geben arbeitet, dann wird dieses Verhältnis, einer gegenüber dem anderen, zum Gefäß, und gerade in dieses tritt das Licht ein, gemäß der Angleichung der Form.

Es ergibt sich also, dass niemals in deiner und meiner Malchut – ja, das ist deine (Zeichnung) und das ist meine. Deine Malchut, meine Malchut, sie sind Gefäße des Empfangens. Sie empfangen überhaupt nie. Wir wissen, dass man in den neun Ersten (Tet Rishonot) empfängt. Was sind die neun Ersten? Eigenschaften des Schöpfers. Wenn ich mich auf dich beziehe, das sind meine neun Ersten, wenn du dich auf mich beziehst, das sind deine neun Ersten. In diesem gegenseitigen Verhältnis bauen wir – hier ist eigentlich das Gefäß, hier ist das Gefäß (siehe Zeichnung) – und hierhin tritt das Licht ein. Das war's.

Also kann es nicht sein, dass ein Mensch allein, ohne sich auf andere Seelen zu beziehen, ohne ihnen gegenüber sein Verhältnis um zu geben festzulegen – ihnen gegenüber – das Gefäß erschaffen kann. Es wird ihm nicht helfen. Mit dem Schöpfer hat er nichts zu tun. Hier ist das Licht (Zeichnung), ja, mit dem Schöpfer hat er nichts zu tun gegenüber dem Licht. Er kann gegenüber dem Schöpfer diese Handlung um zu geben nicht ausführen. Er kann gegenüber dem Schöpfer keine Anhaftung vollziehen, denn er ist das Gefäß. Ein Gefäß kann gegenüber dem Licht keine Anhaftung vollziehen. Es kann in sich die Eigenschaft der Anhaftung in der Absicht erschaffen. Und seine Absicht kann nur gegenüber einem anderen sein.

Wenn… wie kann man es noch anders sagen vielleicht. Dass wir verstehen müssen, dass die Korrektur, absolut unsere gesamte Korrektur, die Korrektur gegenüber den übrigen Gefäßen ist. Das, was wir sagen, dass wir uns an den Schöpfer anhaften müssen in der idealen Eigenschaft des Gebens, in der es keine Spur vom Willen zu empfangen gibt – woher kennen wir das? Woher wissen wir das? Wir lernen, dass alles, was das Gefäß empfindet, es aus sich selbst heraus empfindet. Wir empfinden nie das Licht, wir empfinden unsere Reaktion auf etwas, das uns füllt.

Das ist so wie bei unseren heutigen animalischen Sinnen, dass ich nicht weiß, was die Klänge außerhalb von mir sind, was die Bilder außerhalb von mir sind, und überhaupt gibt es gar nichts außerhalb von mir, wenn man letztendlich die wahre Wirklichkeit erforscht. Außerhalb von mir gibt es nur das Höhere Licht, und was mir vorzukommen scheint, das um mich herum geschieht, kommt daher, dass ich von innen her so auf das Höhere Licht reagiere, weil meine Reshimot mir eine solche Reaktion geben. Werde ich in einem Moment andere Reshimot haben, werde ich anders auf dasselbe Höhere Licht reagieren. Werde ich nochmals andere Reshimot haben, werde ich wiederum anders auf das Höhere Licht reagieren. Und so erscheint es mir, als gäbe es um mich etwas, das „Welt" genannt wird, und das ist alles nur im Inneren. Und dass diese Welt sich verändert – nicht von außen verändert sie sich, es verändern sich meine Reshimot.

Also habe ich nie empfunden, was das Licht ist, was der Schöpfer ist; ich habe nur meine korrigierte Form empfunden, die „Erster Mensch" (Adam HaRishon) vor dem Sündenfall heißt, und das war's. Und danach all die Prozesse, die mir nach dem Sündenfall widerfahren sind. Und nachdem ich begonnen habe zu korrigieren – was heißt korrigieren? Meine Reaktionen zu korrigieren, mein Empfangsinstrument zu korrigieren, meinen Sensor, damit er richtiger wird, feiner wird, für eine besondere Unterscheidung – wahr und falsch und nicht in Bezug auf bitter und süß.

Wenn ich meinen Sensor in Bezug auf bitter und süß prüfe, prüfe ich ihn nur in sich selbst. Wenn ich ihn in Bezug auf wahr und falsch prüfe, prüfe ich ihn in Bezug auf etwas, das sich gleichsam draußen befindet. Und auch wenn ich ihn korrigiere, beziehe ich mich ständig auf irgendeinen Maßstab des Gefäßes, der Reaktionen, die im Gefäß waren. Ich kann mich nie auf etwas beziehen, das sich außerhalb des Gefäßes befindet, auf das Licht, wie es dieses Licht ist – ich bin nicht fähig, es zu empfinden, wie es an sich ist, das nennt man „Seine Essenz" (Azmuto), und es nicht zu verstehen, nichts daran zu unterscheiden. Ich bin nur fähig, meine Reaktionen zu empfinden.

Also meine Reaktion, die von meinem Ich losgelöst ist und sich in maximaler Loslösung von mir, von mir selbst, befindet. Und in meiner Empfindung, in meinem Verständnis, dass dies jenem Licht ähnelt, das sich außerhalb von mir befindet – diese Empfindung nenne ich „Anhaftung" (Dwekut). Was ist Anhaftung? Anhaftung ist eine innere Empfindung. Man sagt mir, du musst zu einem solchen Zustand gelangen. Was heißt das? Dass du so und so empfinden wirst – das wird das Ende der Korrektur sein, das wird ein Zustand sein, in dem du dem Schöpfer ähnelst. Was ist der Schöpfer? Wer ist der Schöpfer? Weiß ich nicht, aber dieser Zustand wird so genannt. Das heißt, wir müssen verstehen: das Gefäß empfindet wie immer sich selbst, außer sich selbst empfindet es nichts und danach handelt es. [35:12]

So sind alle unsere körperlichen Sinne aufgebaut, so bauen wir in unserer Welt alle Mess… Messinstrumente, so sind bei uns alle Empfindungsinstrumente aufgebaut, und so wird es bleiben, so wird es bleiben. Und er stellt fest, Baal HaSulam, er sagt, dass an keiner Stelle in den Büchern der Kabbala – in der „Einleitung zum Buch Sohar" sagt er – dass Kabbalisten nie über etwas schreiben, das sie nicht empfunden haben, über das, was in den Gefäßen durchlaufen wurde, und… und nur über die Empfindung innerhalb des Gefäßes schreiben sie, über Materie in einer in Materie eingekleideten Form. Das heißt, über den Willen zu empfangen und welche Formen, welche Weisen der Wille zu empfangen annimmt, was er in sich selbst empfindet, was ihm widerfährt. Und eine abstrakte Form schreibt ein Kabbalist niemals, denn sie befindet sich schon nicht mehr im Gefäß, und außerhalb des Gefäßes können wir nie etwas festlegen. Es ist uns verboten, uns vorzustellen, dass irgendetwas außerhalb der Gefäße existiert.

In dem Maße müssen wir an die Gemeinschaft gebunden sein, dass, wenn nicht ein fremdes Gefäß, gegenüber dem ich arbeiten kann wie gegenüber dem Schöpfer, ich überhaupt nicht zur Fähigkeit hätte gelangen können, aus mir selbst herauszutreten, die Eigenschaft des Gebens zu erwerben, ein solches Verhältnis des Gebens gegenüber etwas, jemandem. Dass der Schöpfer das Gefäß zerbrochen hat, eigentlich mich zerbrochen hat, in tausend Stücke, und ich jetzt empfinde… die Stücke in Teile verwandle, die nicht zu mir gehören – Er hat mir damit gleichsam als Gefäß, das heißt, wie jemandem, der nichts außerhalb des Gefäßes empfinden kann, die Fähigkeit gegeben, in meinem Verhältnis zu anderen Teilen des Gefäßes so zu empfinden, wie ich gegenüber dem Schöpfer empfinde. Er hat mir gleichsam diese Fähigkeit gegeben, einen so besonderen Zustand für mich geschaffen.

Wenn ich keine solche Fähigkeit hätte, hätte ich niemals mein Verhältnis des Gebens zum Schöpfer ordnen können. Gegenüber was? Ich empfinde Ihn nicht. Wer ist Er? Was ist Er? Außerhalb von mir. Außerhalb von mir weiß ich nicht was. Jetzt, da es außerhalb von mir noch andere Teile gibt, die ich fühlen kann, mit denen ich arbeiten kann, auf die sie mir gegenüber reagieren und ich ihnen gegenüber, auf allen möglichen Stufen, in allen möglichen Zuständen, von der niedrigsten animalischen Stufe bis zu den höchsten Stufen – ich habe mit ihnen gemeinsame Sinne, ich habe mit ihnen Kommunikation, ja, irgendeine Verbindung. Wir befinden uns in gegenseitigem Verständnis. Das ist die Fähigkeit für Gefäße, die nicht aus sich selbst heraustreten können, die einzige Fähigkeit, die einzige Gelegenheit, etwas zu erwerben, das außerhalb von ihnen ist – die Absicht um zu geben.

Schüler: Eigentlich ist das Gefäß nicht etwas in mir, es ist etwas in der Verbindung mit dem…

Rav: Oh, jetzt ist es klar, dass das Gefäß eigentlich nicht in mir ist – das Gefäß ist in der Verbindung zwischen uns, zwischen den Gefäßen. Das ist ein Gefäß für das Licht, denn das Licht ist außerhalb der Gefäße. Und wenn ich mich auf etwas beziehe, das außerhalb von mir ist, beziehe ich mich gleichsam auf etwas außerhalb von mir wie auf das Licht, oder wie auf ein anderes, verschiedenes, mir fremdes Gefäß – das ist dasselbe.

Also erwerbe ich auf diese Weise gleichsam dieselbe Eigenschaft wie das Licht. Es gibt hier eine sehr große Tiefe in diesem Gedanken. Wir… er scheint so einfach, „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", dort, nun versuch es, ja, nein, schön, etwas. Das… darin baut man einen zusätzlichen Sinn, den man anders nicht bauen kann. Dadurch gleicht man sich dem an, was außerhalb von uns ist, was wir sonst nie hätten tun können, aus uns selbst herauszutreten. Dieser Gedanke an sich ist erstaunlich. Wir wissen noch nicht, wie das Zerbrechen innerhalb der Gefäße gewirkt hat. Das ist eine sehr tiefe Sache.

Sonst ist das Geschöpf in sich selbst eingeschlossen, ohne jede Hoffnung, aus der Empfindung herauszutreten. Dadurch, dass es ihm fremde Gefäße gibt, kann es sich auf sie als Fremde beziehen, entwickelt es dementsprechend ein Verhältnis von wahr und falsch zusätzlich zu bitter und süß. Denn wahr und falsch ist in Bezug auf sein Verhältnis zu anderen, während bitter und süß seine persönliche körperliche Empfindung ist.

Also ergibt sich für dich schon eine weitere Klärung, die bereits eine äußere Klärung ist. Was heißt äußere? Denn die innere Klärung im Gefäß, das ein Verlangen zu genießen ist, kann nur bitter und süß sein. Wenn ich nur genießen will, habe ich keine weiteren Klärungen. Ich genieße oder genieße nicht. Was wahr und falsch ist, weiß ich nicht. Wenn ich nur ein Verlangen zu genießen bin, weiß ich nicht, was wahr und falsch ist.

Dadurch, dass es außer mir jemanden gibt, und ich beginne, ein besonderes Verhältnis zu ihm aufzubauen als jemand, der sich außerhalb von mir befindet, dann nenne ich gegenseitige Beziehungen ihm gegenüber, die bei mir nicht als Empfindung von bitter und süß kommen, wahr und falsch. Und dadurch erwerbe ich eine wirklich göttliche Klärung, eine Klärung, die außerhalb des Willens zu empfangen ist.

Schüler: Ist das der Unterschied zwischen Liebe und Gefühlen?

Rav: Das ist der Unterschied zwischen Empfindung und Absicht. Was sich innerhalb des Gefäßes befindet, bitter und süß, das nennt man Wissen (Daat), und was ich mich auf wahr und falsch beziehe, auf ein anderes Gefäß, das nennt man oberhalb des Wissens (Lemala min haDaat). Oberhalb – wenn ich feststelle, dass es über meiner Empfindung steht, dass es höher ist, wichtiger. Dieselben Dinge lernen wir die ganze Zeit, nur sehen wir jedes Mal, in welchem Maße sie wirklich tiefer sind.

Ja.

Schüler: Wie kann man innerhalb der Gemeinschaft die Unterscheidung schärfen, dass wir jetzt zu lange in diesem Zustand verweilen, gleichsam zu sehr darin versunken sind, um zu empfinden, dass es existiert und man gleichsam vorwärts aufsteigen muss. Wie schärft man das, damit es vorhanden ist? Dass wir nicht gleichsam beginnen, uns einen Monat lang darum zu drehen, ich weiß nicht wie lange, und gleichsam von der Natur her weitermachen. Dass wir das von selbst tun.

Rav: Die Frage ist einfach: Wie wechselt man schnell Zustände, kürzer, ja? Die Verweildauer in jedem Zustand so gering wie möglich zu machen, damit sie nützlicher ist. Und nicht für Fehler, sondern für das Ziel, auf dem kürzesten, besten Weg. Das kommt nicht dadurch, dass wir wissen, was zu tun ist. Wir wissen es nicht. Das kommt nicht dadurch, dass ich für mich festlege, was mein nächster Zustand ist. Weiß ich nicht.

Das heißt, ich wähle nicht den kürzesten Weg, der so oder so oder so ist. Sondern wenn ich nur in die Richtung arbeite, aus mir selbst herauszutreten und in der Gemeinschaft zu sein, außerhalb von mir – je mehr ich mich bemühe, das mit aller Kraft zu tun, meine innere Anstrengung – das nennt man, dass ich die nützlichste Handlung für meinen Fortschritt und den der Gemeinschaft vollbringe. Ich kann dementsprechend sofort entdecken, wie sehr ich nicht dazugehöre, wie sehr ich das nicht will, wie sehr ich davon abgestoßen werde, wie die Freunde auf mich reagieren. Es gibt keine nützlichere Handlung, und sie ist eigentlich so einfach, dass jeder sie ausführen kann. Dafür braucht man keinen Verstand.

Ja.

Schüler: Sagen wir, verstandesmäßig ist das, was Sie jetzt sagen, klar – dass man so und nach draußen treten muss, und so steige ich im Zustand auf. Aber wie baut man in der Gemeinschaft einen Mechanismus auf, der sie dazu verpflichtet? Denn von der Natur her, in der ich mich befinde, sagen wir in einem Abstieg, werde ich ihn mitschleppen, bis er sich von selbst ändert. Sie sagten, dass wir uns gleichsam in einem Zustand befinden, in dem ich weiter daran schleppe und warte, bis es sich von allein ändert. Und das ist nicht gut. Wie baue ich etwas, das mich verpflichtet, das zu tun?

Rav: Wie baust du einen Mechanismus, der dich ständig verpflichtet, wach zu sein für Zustandsveränderungen? Gemeinschaft. Natürlich Gemeinschaft. Wie kann ich aufwachen? Wie kann ich in mir irgendeinen Mechanismus aufbauen, der mich ständig erweckt? Wie kann es so etwas bei mir geben? Kann es nicht.

Mein Körper ist ein Wille zu empfangen, ein Verlangen zu genießen. Wenn er sich in irgendeiner Versorgung befindet, in der es sich für ihn lohnt, in einem solchen Zustand zu bleiben, er nicht genug Leiden hat, um den Zustand zu ändern, dann wird er so sitzen, so liegen. Er wird den Zustand nicht ändern. Das ist seine Natur.

Um den Zustand zu ändern, muss ich äußere Bedingungen aufbauen, die noch nicht empfunden werden, die sich noch nicht im Körper befinden, die ihn zwingen werden, sich zu ändern. Langsam, langsam, stabilisiere deinen Zustand. Jetzt bin ich ein Wille zu empfangen, ich befinde mich in irgendeinem Zustand. In Bezug auf das Ziel muss ich jetzt einen Zustand aufbauen, in dem mein Verlangen einen Drang zum Ziel spürt.

Wie mache ich das, wenn ich nur ein Verlangen zu genießen bin? Dann muss ich ihm einen Zustand schaffen, in dem er zu einem Punkt gelangt, an dem es mir unangenehm ist, wenn er sich nicht in Richtung des Ziels bewegt. Versuch, einen solchen Zustand zu erzeugen. Lass uns sehen, was du tun wirst. Du gibst Schläge, der Wille zu empfangen beginnt sich zu bewegen – es geht mir schlecht, was soll ich tun, wo suche ich etwas Gutes? Dann ist „gut" in eine Bar gehen, Fußball, irgendeine Disco, einen Film sehen, was ist gut? In jedem Zustand, den er sieht, sieht er nicht genug Genüsse. Alles ist schon dunkel. Oh, irgendwo leuchtet es.

Also musst du diese Unterscheidungen treffen, diese Unterscheidungen im Willen zu empfangen aufbauen, dass er sich nur für einen Genuss erweckt, den er wirklich hat, in der Suche nach Wahrheit. Und dass er davon genug Brennstoff bekommt, das heißt Druck, das Empfinden von Leiden. Dass er seinen Zustand verlässt und gerade darangeht, die Wahrheit zu erlangen. Dass Wahrheit für ihn wie süß wird. Und dass es hier eine Umgebung gibt, eine Gemeinschaft, die ihn ermutigt, dass es für ihn einen leichten Weg gibt und die ihn mit sich zieht. Das ist nicht einfach.

Wenn du beginnst, den ganzen Mechanismus aufzubauen und zu sehen, wovon du abhängst... Ich bin davon abhängig, dass ich einen solchen Charakter habe, und dieser Charakter ändert sich jedes Mal hierhin oder dorthin, und wer weiß wie. Und meine Freunde und meine Umgebung sind so, und so zieht sie mich hierhin und dorthin, was sie will. Wenn du anfängst, all diese Zustände zu prüfen, kommst du zu einer Prüfung, wie Baal HaSulam es im Artikel „Die Freiheit" schreibt: Es gibt mich mit meinen Eigenschaften, die sich verändern, und es gibt die Umgebung, deren Eigenschaften sich verändern, und mehr gibt es nicht.

Ich und meine Eigenschaften – über die kann ich nicht herrschen. Und die Umgebung und ihre Eigenschaften – die kann ich vielleicht verändern. Entweder ich verändere die Gemeinschaft, oder ich beeinflusse sie, sie beeinflussen mich, aber hier ist etwas, das mich beeinflussen kann. Über mich selbst bin ich nicht der Herr, das habe ich schon gesehen, ich habe schon aufgehört, an mir selbst zu arbeiten. Ich habe schon gesehen, dass ich mich nie in etwas selbst ordnen kann. Nicht in meiner Kraft. Sondern wer mich verändern kann, ist die Gemeinschaft. Durch Scham, durch Schläge, dadurch dass ich sie brauche, durch alle möglichen Dinge – sie können mich verändern.

Also stimme ich zu, von ihnen Schläge und Lenkung zu empfangen, wie auch immer, nur in eine Richtung, die richtig sein wird. Wenn ein Mensch dem zustimmt, hat er es bereits verdient, zur richtigen Gemeinschaft zu kommen. Das war's. Also wählt er die Gemeinschaft, die ihn verändern und in die richtige Richtung verändern und auf ihn drücken wird, und er ist bereit, ihnen dafür mit seiner Anstrengung zu zahlen, ihnen zu dienen, mit allem. Das alles kommt aus der Notwendigkeit und aus der Erkenntnis, was die freie Wahl ist, die einzige, die du hast – die Gemeinschaft zu wählen, die dich in die richtige Richtung drängen wird.

Und du hast innen keinen Wecker, der dich plötzlich erwecken wird, Zustände zu wechseln, und die Mängel werden nicht wirklich von innen kommen. Sie werden kommen, aber in einer so natürlichen Langsamkeit, dass du nur durch Leiden voranschreitest. Sondern vorwärts ziehen kann nur die Gemeinschaft, nur die Umgebung. Wenn du anfängst, das zu verstehen, dann kannst du deine Zustände beschleunigen.

Ja.

Schüler: Ich möchte so fragen: Wenn die Gemeinschaft brennt und das in ihr vorhanden ist, dann ist es sehr leicht, Kräfte von ihr zu ziehen. Ich tue etwas für sie und schon automatisch…

Rav: Wenn du sagst, wenn die Gemeinschaft brennt, dann ist es leichter für mich. Wenn du empfindest, dass die Gemeinschaft nicht brennt – bring die Gemeinschaft dazu, zu brennen. Was ist?

Schüler: Was als einzelner Mensch? Ich weiß nicht.

Rav: Zünd sie an. Was heißt „brennen"? Zünd sie an.

Schüler: Wie?

Rav: Wie? Egal welche M… Schrei, gib ihnen Schläge, kauf ihnen Geschenke. Tu etwas. Tu etwas, ich weiß nicht was. Such. Such, ich weiß nicht. Fang an zu… setz dich mit ihnen hin und sprich mit ihnen: Leute, das ist keine Sache, das ist kein Leben, das ist gar nichts. Nicht dafür sitzen wir hier. Lasst uns etwas anfangen. Und fang an, sie zu erwecken.

Schüler: Wir haben zweihundert solcher Sitzungen gemacht.

Rav: Hm?

Schüler: Ich frage, wie man einen äußeren Mechanismus baut, ich weiß nicht was.

Rav: Was heißt äußerlich? Was heißt, einen äußeren Mechanismus zu bauen? Das ist genau äußerlich mir gegenüber, der mich ständig zu Veränderungen drängt. Aber in dem Moment, in dem ich jetzt empfinde, dass ich Veränderungen brauche, muss ich mich in die Gemeinschaft investieren, und danach wird die Gemeinschaft mir das zurückgeben, und um ein Vielfaches mehr an Intensität als das, was ich in sie investiere, entsprechend der Anzahl der Freunde dort und der Verbindung zwischen ihnen und so weiter. [53:29]

Schüler: Wie baut man in der Gemeinschaft einen äußeren Mechanismus?

Rav: Die Gemeinschaft braucht keinen weiteren äußeren Mechanismus. Die Gemeinschaft hält sich selbst. Du fragst, wieso kann sich die Gemeinschaft selbst verändern, wenn sie nichts Äußeres hat? Denn die Gemeinschaft ist wie ein Mensch. Nein. Die Gemeinschaft umfasst viele, viele einzelne, nicht korrigierte Willen zu empfangen, in verschiedenen Verhältnissen zueinander, von denen jeder sich in Aufstiegen und Abstiegen befindet, und daraus befindet sich die Gemeinschaft immer in ihrer eigenen inneren Bewegung. Verstehst du?

Und deshalb braucht sie keinen weiteren äußeren Mechanismus außer sich selbst. Sie hat innere Veränderungen aus ihrer Natur heraus, weil sie aus vielen Kräften zusammengesetzt ist, die einander fremd sind und sich verändern. Das war's, einer steigt auf, einer steigt ab, und die Gemeinschaft verändert sich deswegen die ganze Zeit. Und diese Veränderungen verursachen in ihr ein anderes Verhältnis zu allen Mitgliedern.

Ja.

Schüler: Also was bedeutet es, dass Sie manchmal sagen, wir schreiten voran, und manchmal sagen Sie, drei Monate lang stecken wir fest und tun nichts. Das ist auch in der Empfindung der Gemeinschaft spürbar, manchmal ist sie so und manchmal ist sie so.

Rav: Naja?

Schüler: Und es gibt einen solchen Zustand, in dem Sie selbst sagen, dass wir gleichsam feststecken, dass wir weniger vorankommen.

Rav: Ja.

Schüler: Also was ist dieser Zustand? Wenn Sie sagen, es sei in maximaler Beschleunigung allein aufgrund der Tatsache, dass es hier viele Menschen gibt. Ich verstehe das nicht.

Rav: Nein, nein, nein, nein, nein. Ich weiß nicht. Du vermischst, du sagst viele Dinge auf einmal. Erstens, viele Menschen oder wenige Menschen, das ist in der Gemeinschaft nicht wichtig, und das hängt mehr mit der Qualität des Verhältnisses zusammen, also der Menschen in die Gemeinschaft selbst hinein. In welchem Maße sie verstehen, dass dies die einzige Rettung ist, die es für sie geben kann.

Nochmal, nach demselben Grundsatz, dass der Mensch außerhalb seiner selbst nichts empfinden kann. Er ist so gebaut, dass er verschlossen ist, er kann den Schöpfer nicht empfinden, das Licht nicht empfinden, gar nichts. Sondern was empfindet er? Er kann Gefäße wie er empfinden, verschiedene, die ihm jetzt fremd erscheinen, weil an diesen Gefäßen eine sehr besondere Handlung vorgenommen wurde, die Zerbrechen (Shwira) heißt. Der Schöpfer hat in diese Gefäße ein solches Empfinden der Fremdheit zueinander eingefügt, die Eigenschaft des Zerbrechens hat Er ihnen eingepflanzt, eine besondere.

Das heißt, was hat Er getan? Er hat eigentlich in die Gefäße Seine Rückseiten eingefügt, die umgekehrte Form vom Geben, von Liebe, was bei uns Zerbrechen heißt. Wenn wir jetzt darüber hinwegspringen, verwandeln wir diese Eigenschaft des Empfangens in Geben. Wir verwandeln die Rückseiten des Schöpfers in Vorderseiten. Er selbst hat sich zwischen uns in umgekehrter Form eingefügt und sagt: „Arbeitet jetzt. Ich bin eigentlich derjenige, der euch trennt. Das Licht hat das Zerbrechen bewirkt." Richtig?

Mit diesen schönen Fragen beenden wir die Klärung für jetzt und setzen beim nächsten Mal fort. Du siehst, wie sehr diese Dinge ein Meer sind.

Schüler: Warum ist das so?

Rav: Hm? Warum ist das so? Weil es außer dem Willen zu empfangen gar nichts gibt, aber schau, wie viele Unterscheidungen es in ihm gibt.

(Ende des Unterrichts)