Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht
redaktionell bearbeitet.
—
Morgenlektion 04.03.2002
Buch
„Schriften
des
Rabash“,
Band
2,
Artikel
„Was
bedeutet
‚Und
Abraham
war
alt,
gekommen
in
die
Tage‘¹
in
der
Arbeit“
heb_o_rav_2002-03-04_lesson_rb-1991-08-avraam-zaken_n1_DWi8iMBT
Rav: Wir haben den Artikel „Was bedeutet ‚Und Abraham war alt, gekommen in die Tage‘ in der Arbeit“ aus „Shlavei haSulam“, Band 1, Seite 344, gehört.
Unsere ganze Arbeit besteht darin, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Denn das Programm existiert schon. Sein Anfang, sein Ende und auch die Stufen sind schon klar und feststehend. Sie wurden festgelegt, als die Wirklichkeit von Ejn Sof bis zu dieser Welt herabstieg. Wir müssen die Zeit der Entwicklung von unten nach oben beschleunigen. Zeit heißt hier Stufen.
Wie beschleunigt man die Stufen? Wir kennen das von Computern. Es gibt ein Programm, aber man kann es auf einen Computer bringen, der, sagen wir, mit hunderttausend oder mit zweihunderttausend Megahertz arbeitet. Es gibt eine Frequenz. Genau so ist es hier: Entscheidend ist, mit welcher Frequenz der Mensch zu dem Gedanken zurückkehrt: Was ist mit mir, was ist mit dem Ziel, was ist mit dem Schöpfer, wo bin ich in meiner Ausrichtung, in meiner Richtung zu Ihm? Diese Dinge sind vor allem in der Zeit des Aufstiegs schon umsetzbar.
Denn in der Zeit des Abstiegs ist der Mensch ein Vieh, ein Klotz². Er kann nichts tun, findet keine Kräfte, und es ist sehr schwer, ihn zu erwecken. Nur durch eine Gruppe, durch Freunde, kann er auch die Zeit des Abstiegs beschleunigen. Aber wirklichen Fortschritt zu verlangen ist unmöglich. Tatsächlich gilt das, was er in der Zeit des Abstiegs tut, nicht als Übertretung, denn man gibt ihm von oben Misserfolge, Schwierigkeiten von oben, einen Abstieg von oben. Man muss diesen Zustand fühlen.
Anders in der Zeit des Aufstiegs, wenn er Kraft von oben empfangen hat. Gerade jetzt wird er geprüft und kontrolliert, was er damit macht, dass er Kraft von oben empfängt, nämlich dass „das Licht ihn zum Guten zurückbringen kann“. „Kann ihn zum Guten zurückbringen“ bedeutet: Du hast von oben Kraft bekommen, jetzt benutze sie zur Korrektur. Wenn der Mensch diese Kraft zum Genuss benutzt und den Zustand des Aufstiegs genießt, fängt er sofort an abzusteigen, zu fallen. Die Hauptanstrengung besteht also darin, nicht abzusteigen, sondern jedes Mal aufzusteigen und aufzusteigen und aufzusteigen. 3:28
Theoretisch, sagen wir im Idealfall: Wenn ein Mensch einmal einen Aufstieg bekommt, muss er die ganze Zeit darin weitermachen, ohne abzusteigen. Das muss eigentlich seine Tendenz sein. Wie lange er sich darin hält, dafür gibt es noch Berechnungen von oben, was mit ihm zu tun ist. Er aber muss nur darin sein und jeden Moment Angst haben, nicht zu fallen. Und zwar nicht aus dem Gefühl heraus: „Gleich wird es mir schlecht gehen, und ich werde bis auf die Knochen leiden.“ Aufstieg und Abstieg müssen vielmehr an der Hinwendung zum Schöpfer gemessen werden, an der Einstellung zu Ihm. Hier liegt die Hauptanstrengung.
Wer darin erfolgreich ist, verkürzt die Zeit der Entwicklung. Gemeint ist: wer es schafft, sich durch Freunde, durch Bücher, durch alle möglichen Zeichen an die Arbeit erinnern zu lassen, an das Ziel der Schöpfung zu denken, an den Schöpfer, an die Einstellung zu Ihm, sich selbst und den Weg auszurichten, also dass alle Handlungen, die er macht, und der Schöpfer zusammen sind.
Ich hatte dort im Internet auch eine Frage: Was soll man tun, welche Absichten muss der Mensch jetzt aktivieren, wo er in der Vorbereitungszeit auf Pessach ist? Pessach heißt Auszug aus Ägypten, also Auszug von der Ebene dieser Welt auf die spirituelle Ebene. Was ist die spirituelle Ebene? So nennt man den Ort, wo der Mensch zusammen mit dem Schöpfer ist, wo es zwischen ihnen eine Verbindung gibt, ein Verständnis, eine Art Vereinigung, Übereinstimmung. Also soll man sich nach dem Zustand sehnen, in Übereinstimmung mit dem Schöpfer zu sein, Ihm ähnlich zu sein. Das ist wie mit einem Freund, mit dem man in etwas übereinstimmt: Man hält sich nur an den Teil, in dem man übereinstimmt. Den Teil, in dem man nicht übereinstimmt, lässt man los, der kommt später zur Korrektur.
Man soll sich also danach sehnen und sich wirklich bemühen, diesen Zustand zu fühlen. Das kann durch die Handlung geschehen, die ich jetzt mache, eine mechanische, tierische Handlung in dieser Welt: indem ich unseren Ort für Pessach vorbereite, Essen, Ausstattung, alles Mögliche, ja? Das ist die Hauptsache: dass jede einzelne Handlung dazu dient, dass ich und der Schöpfer zusammen leben, zusammen fühlen, dass wir in Gedanken, im Verlangen, in irgendeiner inneren Berührung zusammen sind. Das ist die Absicht³. 7:10
Denn genau darum geht es bei Pessach: Auszug aus Ägypten, Auszug aus dem Exil, aus der Trennung vom Schöpfer, zur Erlösung. Was ist Erlösung? Verbindung mit dem Schöpfer, sonst nichts. Man soll sich diese Dinge so einfach wie möglich vorstellen. Nicht theoretisch, abstrakt und fern von uns, mit Beispielen, die wir nicht verstehen, oder mit Zuständen, über die nur geschrieben steht, zu denen ich aber noch keinerlei Bezug habe. Sondern so nah wie möglich am Empfinden des Menschen. Das ist alles.
Was?
8:12
Schüler: Er sagt, dass der Mensch sich im Zustand des Aufstiegs an seinen Zustand des Abstiegs erinnern kann, um Material für die Arbeit zu liefern. Das ist aber so, weil er begrenzt ist, er ist ein einzelner Mensch. Wie macht man das in der Gemeinschaft? Wenn man sieht, dass ein Freund im Abstieg ist, kann das einen erinnern? Oder kann es, über die Hilfe hinaus, ihm mit allen möglichen Mitteln herauszuhelfen, dem Menschen auch Brennstoff liefern, um zu bleiben …?
Rav: Nein. Wenn ich sehe, dass ein Freund im Abstieg ist, soll ich nicht denken, dass ich in einem besseren Zustand bin als er. Ich muss ihn mindestens bis auf mein Niveau heben. Das war’s. Denn wenn er im Abstieg ist, bedeutet das, dass unser allgemeines Gefäß⁴ mindestens auf seine Höhe abgesunken ist oder noch tiefer. Wenn ein Freund im Abstieg ist, darf ich überhaupt nicht an meinen Zustand denken. Ich muss ihn retten. Das war’s. Es soll nicht so sein, dass sein Abstieg mich daran erinnert: „Oh weh, ich kann auch so werden wie er“, und ich fange an zu überlegen, wie ich nicht absteige.
Wenn ich ihn abgesunken sehe, heißt das, dass ich auch schon absteige, dass ich schon auf seiner Höhe bin. So ist das allgemeine Gefäß. Das allgemeine Gefäß kann nicht höher sein als die Höhe des niedrigsten Freundes. Der, dem es am schlechtesten geht⁵, bestimmt, wo die Gruppe steht. Es ist nicht wichtig, dass jemand vielleicht in einem guten Zustand ist, das ist ein falscher Zustand. Es kann nicht dem einen gut und dem anderen schlecht gehen.
Schüler: Genau darum geht es in der Frage …
Rav: Nu, also was ist die Frage?
10:13
Schüler: Beim Menschen selbst gibt es nur einen Wechsel der Zeiten: Zu einer Zeit ist er im Abstieg, zu einer anderen im Aufstieg. Wenn es eine Gruppe gibt, ist das ein allgemeines Gefäß. Dann kann einer im Abstieg sein und einer im Aufstieg. Die Frage ist: Was ist der Unterschied in diesem Gefäß, wenn man dem Freund, der im Abstieg ist, hilft aufzusteigen? Das ist einfach …
Rav: Es gibt nichts weiter, als dem Freund zu helfen aufzusteigen. Nichts weiter. Das ist so, als würdest du die Zeit des Abstiegs an die Zeit des Aufstiegs anschließen. Das ist, wie er sagt: In der Zeit des Aufstiegs findest du für dich noch alle möglichen Gedanken und Verlangen, die du anschließen kannst, und durch sie steigst du noch höher auf. Bei dir oder beim Freund ist es genau dasselbe. Was macht es schon, ob es in meinem Körper ist?
Schüler: Warum ist das getrennt, einmal auf der Zeitachse und einmal auf der Achse der Unterscheidung zwischen Körpern? Es ist dasselbe Gefäß, nur in verschiedenen Körpern, dieselbe Seele in verschiedenen Körpern, und das ist eine Gruppe.
Rav: Nu.
Schüler: Bei einem einzelnen Menschen ist es so, dass er mal in diesem Zustand ist und mal in einem anderen. Warum gibt es diese Trennung sowohl auf der Zeitachse als auch auf der Achse der verschiedenen Körper? Und was ist der Unterschied zwischen diesen Trennungen?
Rav: Wegen des Falls in die Klipot fühlt sich unser Gefäß nicht vereint nach seinen Teilen, sondern aufgeteilt in sehr viele einzelne Seelen. Jede einzelne Seele hat Zeiten des Aufstiegs und des Abstiegs. Das ist eine Folge des Zerbrechens, damit es möglich wird. Einerseits war es notwendig, das Gefäß beim Zerbrechen in die allerkleinsten Teile zu teilen, in die man es überhaupt teilen, zerbrechen kann. Im Grunde hat man einen großen Massach genommen und angefangen, ihn in Teile zu zerbrechen, Teile in weitere Teile und Teile in weitere Teile, bis zu so elementaren Teilen, dass es nichts Kleineres gibt. Das ist schon das Verlangen in dieser Welt.
Nun fühlt sich jedes einzelne Verlangen vom anderen getrennt. Außerdem muss jedes einzelne Verlangen zu seiner eigenen, individuellen Korrektur kommen. Seine individuelle Korrektur muss danach zur Verbindung mit den übrigen Teilen in der allgemeinen Korrektur kommen. In der Spiritualität sind individuelle und allgemeine Korrektur dieselbe Korrektur. Das heißt: Wenn ein Mensch wirklich an Fortschritt nach oben denkt, muss er an die Verbindung in der Breite mit allen übrigen Seelen denken. Das hängt davon ab. Wir können nicht einen Zentimeter höher steigen, wenn wir uns nicht mit der ganzen Welt verbinden, mit allen übrigen Seelen, sagen wir mit zehn Gramm mehr an Kraft, an Verlangen, an Sorge. So ist das.
Es hängt also davon ab. Wer anfängt, den Zusammenhang zwischen dem einen und dem anderen zu fühlen, von dem heißt es schon, dass er wirklich anfängt, spirituelle Prozesse zu spüren. Überhaupt sehen wir an uns selbst: Je weiter der Mensch vorankommt, desto mehr sorgt er sich um seine Umgebung. Bis dahin, dass ein Mensch, der wirklich in die Spiritualität eintritt, überhaupt aufhört, seine eigene Existenz zu fühlen. Er neutralisiert sich und fängt schon an, im Geben zu arbeiten. Er hat also überhaupt keine privaten Berechnungen. Er denkt nicht darüber nach, ob er existiert oder nicht existiert, ob er davon einen Gewinn hat oder nicht und so weiter.
Deshalb bauen wir in der Vorbereitungszeit, im Zustand der Vorbereitung, wenn wir dort hineinkommen wollen, eine Gemeinschaft. Jeder Einzelne soll die Möglichkeit haben auszuprobieren, wie weit er an andere denken kann. Und wenn er es nicht kann, bekommt er darin die Erkenntnis des Bösen. Das sind genau die Unterscheidungen, die der Spiritualität entgegenstehen.
In der Vorbereitungszeit kann man Druck auf den Menschen ausüben, damit er diese Unterscheidungen mit Gewalt einhält, unter Druck. Damit beschleunigt man seine Zeit. Das machen wir absichtlich, um unsere Entwicklung zu beschleunigen und zu sehen, wie weit wir dem spirituellen Rahmen nicht entsprechen.
Wir müssen hier in der Gemeinschaft sozusagen einen spirituellen Rahmen schaffen, spirituelle Gesetze, spirituelle Beziehungen zwischen Menschen, mit Gewalt. Dann sehen wir, wie sehr unser inneres Verlangen nicht nach dieser Kraft handeln will, sondern sozusagen umgekehrt. Dann hat jeder Einzelne Unterscheidungen, wo er gegenüber der Spiritualität steht. Sozusagen Spiritualität, aber trotzdem, ja?
So hat jeder Einzelne Brennstoff. Er hat immer eine Forderung gegen seinen Zustand. Das Böse ist offenbart, wenn der Mensch wirklich das sogenannte Joch des Himmelreichs⁶ auf sich nehmen will. Das Joch des Reichs der Gruppe, egal. Aber wenn er dabei ist und das nicht auf sich nehmen will oder es nur teilweise auf sich nimmt, dann ist das in diesem Maß Fortschritt.
Ja.
17:43
Schüler: Kann man sagen: Wenn ein Mensch innerhalb einer Gruppe handelt, sind sowohl seine Aufstiege als auch seine Abstiege schon für die Gruppe? Dass es eigentlich überhaupt nicht für ihn ist?
Rav: Nein. In der Vorbereitungszeit sagen wir, dass ein Mensch, der vorankommt, trotzdem selbst vorankommt. Erst danach, wenn er in die Spiritualität übergeht, wird ihm eröffnet, dass er mit allem, woran er gearbeitet hat, überhaupt nicht für sich selbst gearbeitet hat, sondern für die Allgemeinheit. Aber vorerst können wir uns das nicht so sagen, sonst haben wir keinerlei Brennstoff zum Arbeiten. Das bleibt vor uns verborgen. Du kannst sagen, was du willst, aber man lässt dich nicht wirklich darin sein. Es entspricht nicht deiner Stufe, dir das zu eröffnen und dir den wahren Zustand zu enthüllen, dass du auch jetzt nur für die Allgemeinheit arbeitest.
Im Grunde bekommen wir nur die Enthüllung des vollkommenen Zustands, in dem wir uns befinden. Soweit wir ihn ertragen können, enthüllt man ihn uns. Soweit wir die Enthüllung richtig benutzen können, enthüllt man ihn uns. Wir sind also die ganze Zeit in der Vorbereitung darauf, wie viel wir ertragen können. Es geht nicht darum, unser Leiden zu ertragen. Was wir leiden, ist eigentlich, wie sehr wir die Spiritualität nicht ertragen können, die schon in unserem Zustand sein müsste.
Ich müsste jetzt auf Stufe zehn in der Spiritualität sein und bin auf Stufe drei. Es gibt einen Abstand von sieben Stufen. Diese sieben Stufen erleide ich. Ich fühle von ihnen Leiden, das Maß meines Leidens, Schmerzen, Schläge, Kriege, egal was. Das fühle ich jetzt zwischen dem, was ich sein müsste, und dem, wo ich bin.
Und dieses Maß an Leiden sagt … Du kannst es so oder so deuten. Entweder sagt es etwas über das Maß, in dem ich in meiner Entwicklung gegenüber der Spiritualität zurückbleibe. Oder es sagt mir, wie sehr ich die spirituelle Stufe nicht ertragen kann, auf der ich schon sein müsste. Das ist dasselbe.
20:31
Schüler: Aber das ist schon keine private Rechnung mehr, denn jetzt bringt mich ja die Gruppe auf eine höhere Stufe …
Rav: Nein, nein, ich will mich nicht zusammen mit dir verwirren. Was heißt Gruppe, was hat das damit zu tun? Es gibt viele Mittel. Wieso springst du plötzlich zur Gruppe? Wie verbindest du das mit der Gruppe, ob ja oder nein?
Schüler: Weil die Stufe der Gruppe …
Rav: Ich weiß nicht. Ich will nicht tiefer darauf eingehen.
Ja.
Schüler: Wenn ein Mensch in einer Gruppe arbeitet und fühlt, dass er das wirklich genießt, er arbeitet in der Gruppe und genießt es … Sorge, wo er steht, oder ist das eine Klipa?
Rav: Wenn ein Mensch in der Gruppenarbeit ist und sie genießt, ist das sehr gut. Wir sind jetzt im Empfangen, um zu empfangen, in lo liShma, sowohl in der Materialität gegenüber den Genüssen dieser Welt als auch in der Spiritualität. Und wir müssen erst noch zum größten lo liShma kommen. Ich soll mir also nicht sagen: Wenn ich nicht im Um-zu-geben bin, will ich nichts anrühren, ich arbeite nicht, je weniger ich tue, desto besser.
Dann mache ich mich, statt mich nach und nach zu entwickeln, zu etwas Bewegungslosem. Ich esse nicht, trinke nicht, sitze auf der Stelle, ohne mich zu bewegen. Ich halte meine Gedanken mit irgendeinem Mantra an, um nicht zu denken. Und ich werde so ein schöner Yok (?)⁷, ja? Dadurch kann es sein, dass ich irgendeine Art von Spiritualität fühle, weil ich mein ganzes Verlangen zu empfangen unterdrückt habe.
Es stimmt, dass ich durch so eine Übung etwas fühlen kann. Aber dieses Gefühl ist ohne Entwicklung, im Gegenteil: Ich kann daraus nicht aufblühen. Ist es das, was du empfiehlst? Wir müssen also mit allen Mitteln mit der Gemeinschaft arbeiten, so viel die Gemeinschaft uns gibt. 22:54
Auch wenn ich mich gut fühle und das Gute, das ich bei der Arbeit mit der Gemeinschaft fühle, in meinen Gefäßen des Empfangens ist und ich es genieße, muss ich darin arbeiten. Ich muss das benutzen. Es gibt keine Wahl. Ich muss jetzt Ehre bekommen, ein „Vielen Dank“ hören, etwas Selbstachtung sehen und schöne Ergebnisse von dem, was ich tue. Zuerst die Handlung, denn die Absicht ist trotzdem, um zu empfangen. Also so viel investieren wie möglich, das funktioniert.
Schüler: Woher kommt hier die Erkenntnis des Bösen?
Rav: Die Erkenntnis des Bösen kommt nicht aus deiner Arbeit. Sie kommt als Folge davon, dass du alle möglichen Anstrengungen machst. Dann kommt Licht von oben, und du erkennst dein Böses, deinen Abstand zwischen dir und diesem Licht. Die Erkenntnis des Bösen kann nicht nur auf der Ebene dieser Welt sein. Mit welcher guten Sache könntest du dich vergleichen, um das Böse in dir zu erkennen? Das geht nur gegenüber dem Licht, das von oben kommt.
Und dieses Licht kommt durch die Mühe, je nachdem, wie viel Mühe du gegeben hast. Mehr Absichten, weniger Absichten, natürlich hat das Einfluss, aber entscheidend ist, wie viel du gegeben hast. Du erinnerst dich: Du hast hart gearbeitet, danach hast du einen Schlag bekommen, bist hier herumgelaufen wie ein armer Klotz und wusstest nicht, woher das kam. So ist das. Das ist die Bezahlung, die spirituelle Bezahlung für Mühe. Das ist gut. Wenn man das zum ersten Mal fühlt, ist es furchtbar und schrecklich. Der Mensch weiß nicht, was mit ihm geschieht. Er hat sich noch nie so gefühlt.
Ja.
Schüler: Sie haben gesagt, dass wir den Schöpfer wie einen Freund fühlen müssen. Was bedeutet das …
Rav: Ich habe nicht „den Schöpfer wie einen Freund“ gesagt. Ich habe nicht gesagt, dass der Schöpfer wie ein Freund sein soll, sondern dass man sich bemühen soll, Ihn in dem Maß zu fühlen, wie du den Freund fühlst. Nicht den Schöpfer als Freund fühlen. Auch solche Zustände gibt es, aber nicht danach sollen wir uns sehnen. Sondern so, wie wir einen Freund fühlen: Er ist von mir getrennt, und trotzdem sehe ich, dass es sich für mich lohnt, mit ihm zu sein und mich mit ihm zu verbinden. Das gibt mir Kraft zum Vorankommen und gibt mir die Möglichkeit, mit meinen Gedanken mehr in der Spiritualität zu sein.
Ich kann meine Gedanken länger festhalten und mit meiner Seele etwas mehr mit der Spiritualität verbunden sein, wenn ich mit den Freunden verbunden bin, durch sie, mit ihrer Hilfe. Genauso muss ich mich, auf eine Weise, die mich erwärmt, bemühen, den Schöpfer zu fühlen. Das war’s. Die Verbindung mit den Freunden soll mir ein Beispiel geben, wie ich den Schöpfer zu mir annähern kann. Genau in denselben Gefühlen: Dort, wo du die Freunde fühlst, an denselben inneren Orten in der Seele, wo du sie fühlst, wie du mit ihnen verbunden bist, wie gut es dir mit ihnen geht, wie ihr zusammen seid, dort sollst du auch den Schöpfer hineinbringen. Denn das sind die richtigen Gefühle, um den Schöpfer zu fühlen. Das war’s.
Ja.
26:55
Schüler: Woran kann man in der Vorbereitungszeit Zustände von Aufstieg und Abstieg messen?
Rav: In der Vorbereitungszeit kann man Aufstiege und Abstiege nur daran messen, wie weit der Mensch fähig ist, sich vom privaten Gewinn zu lösen. Das ist unsere einzige Grundlage, auf der wir mit beiden Beinen stehen.
Ja.
Schüler: Warum wird der allgemeine Zustand des allgemeinen Gefäßes der Gruppe am Freund gemessen, dem es am schlechtesten geht? Und wenn es solche gibt, die die ganze Zeit in der Gemeinschaft sind, dann …
Rav: Ich weiß nicht, warum gibt es so eine Frage? Der Zustand der Gemeinschaft wird am niedrigsten Freund gemessen, warum? Wir laufen jetzt zehn Kilometer und müssen ans Ziel kommen. Woran bemisst sich, dass wir ans Ziel gekommen sind? Am letzten Freund, der dort ankommt. Dann ist das Gefäß ganz hinter dem „Finish“, ja? Und es bekommt Bezahlung. Solange der Letzte nicht angekommen ist, ist das Gefäß nicht vollständig und bekommt keinerlei Bezahlung.
In der Spiritualität muss es eine vollständige Quote sein. Das ist alles. Deshalb nach dem Schwächsten. Das war’s, da kann man nichts machen. Ihr geht alle zu einer Mission, und sie ist nicht erfüllt, solange der Letzte nicht da ist. Ihr könnt ihm etwas beitragen, bitte, für ihn arbeiten, ihm helfen. Das ist wie wenn man jemanden auf einer Trage schleppt: Trotzdem kommt auch er sozusagen ans Ziel, obwohl er auf der Trage liegt.
29:09
Schüler: Kann man das durch innere Arbeit machen?
Rav: Was heißt hier „kann man das nicht“? So macht man das. Natürlich.⁸
Schüler: Physische Arbeit oder …
Rav: Ich verstehe nicht, was „physisch“ heißt. Innere Arbeit, das sagt schon der Name: Innere Arbeit ist nicht physisch, sie ist innerlich. Aber jetzt beschäftigen wir uns zum Beispiel mit der Vorbereitung auf Pessach. Wenn der Mensch dabei physisch arbeitet, mit seinem Körper, muss er sich bemühen, dem die ganze Zeit einen Gedanken anzuschließen. Bis dahin, dass er in jede seiner Bewegungen ein Verlangen⁹ hineinlegt: Ich will das tun, ich will das tun, ich will das tun.
Danach soll er in jedes Verlangen hineinlegen, was ich durch dieses Verlangen will. Verstehst du? Worauf ist mein Verlangen ausgerichtet? Den Schöpfer zu fühlen, mit Ihm zusammen zu sein. Ich will, dass Er mir die Hand bewegt. Das nennt man: Pferd und Reiter gehen zusammen. Wie bei „Hinten und vorne hast Du mich geformt“, schreibt er¹⁰.
Ja.
30:39
Schüler: Er schreibt hier im Vers: „Tag um Tag sprudelt Rede hervor, und Nacht um Nacht tut Wissen kund.“ Ich habe aus dem Artikel verstanden, dass Tag ein Tag des Aufstiegs ist und Nacht Abstieg. Was sind die Zustände „Rede hervorsprudeln“ und „Wissen kundtun“?
Rav: Es ist für uns schwer zu unterscheiden, was wir von Aufstiegen und was wir von Abstiegen bekommen. Denn der Zustand ist eine Sache und die Zeit der Bezahlung eine andere. Was ich in der Zeit des Aufstiegs bekomme, dafür kann der Abstieg die Bezahlung sein. Und was ist die Bezahlung für den Abstieg? Nu, du würdest sagen, die Bezahlung für den Abstieg könnte ein Aufstieg sein, das klingt sozusagen vernünftiger. Aber so ist es nicht.
Die Bezahlung für den Abstieg ist … Das heißt: Wir bekommen insgesamt Gewinn in unseren beiden Gefäßen, in Mocha und in Liba, also im Fühlen und im Verstehen. Und zwar davon, dass wir im Abstieg sind und in der Zeit des Abstiegs … Als Zeit des Abstiegs gilt nicht, dass ich mich schlecht fühle und schlafen gehe. Als Zeit des Abstiegs gilt, dass ich in dieser Zeit, in diesem Zustand, trotzdem darum kämpfe, in der Kedusha zu sein, mit dem Schöpfer verbunden, Ihn zu enthüllen, obwohl Er verborgen ist. Abstieg heißt, dass Er verborgen ist.
Davon bekomme ich Unterscheidungen und Verständnis über alle möglichen Zustände. Und aus all diesen Zuständen über meine Verlangen, über meine Innerlichkeit, über meinen inneren Aufbau, über die Beziehung zwischen mir und dem Schöpfer, relativ. In der Zeit des Abstiegs habe ich also in der Dunkelheit all diese Verbindungen geklärt, all die Reibungspunkte und sozusagen all die Verbindungspunkte zwischen uns. Gerade die Dunkelheit ermöglicht mir das, sie stumpft mich nicht ab.
Ich habe diese Dinge verstanden, so weit ich sie verstanden habe. Danach, in der Zeit des Aufstiegs, fülle ich all die Verbindungen, all die Reibungs- und Verbindungspunkte und alles mit der Liebe, mit dem Gefühl, mit dem, was man Liba nennt.
33:56
Schüler: Wie kann der Mensch Zustände vermeiden, in denen er fühlt, dass er sozusagen auf der Seite des bösen Triebs gegen den Schöpfer kämpft und den Schöpfer hinzuzieht, damit Er gegen den bösen Trieb kämpft? Wie kommt er in den Zustand, den Schöpfer hinzuzuziehen und sozusagen zusammen mit dem Schöpfer gegen den bösen Trieb zu kämpfen?
Rav: Manchmal geben wir nicht zu, dass wir im Verlangen zu empfangen sind und aus ihm heraus uns selbst, den Schöpfer und den Zustand beurteilen. Und plötzlich kommt irgendein Sprung, eine Enthüllung: „Oh, ich muss aus einem anderen Blickwinkel denken.“ Das kommt von außen. Es kann auch daher kommen, dass ich einen Freund plötzlich etwas sagen höre, der auf einer höheren Stufe ist. Dann ist sein Zustand gegenüber meinem wie Licht gegenüber Dunkelheit. Denn ein Gefäß, das auf einer höheren Stufe ist, ist wie Licht gegenüber einem Gefäß auf einer niedrigeren Stufe.
Oder es kann von oben kommen. Was fragst du also? Dass plötzlich so eine Wendung im Kopf oder im Herzen kommt?
Schüler: Der Mensch findet sich oft dabei, dass er sozusagen gegen etwas ankämpft. Wie vermeidet man, dass er unterm Strich sozusagen kämpft?
Rav: Man kann nichts vermeiden, wenn man keine Kraft dagegen bekommt, gegen diesen Zustand. Du fragst, wie ich mich in jedem Zustand an den eigenen Haaren aus ihm herausziehen kann? Dafür brauchst du eine Kraft von außen in der Hand.
Schüler: Ich frage sozusagen, wie der Mensch, statt mit dem Schöpfer zu ringen, zusammen mit dem Schöpfer mit dem bösen Trieb ringt.
Rav: Ich weiß nicht. Wenn ich mit dem bösen Trieb gegen den Schöpfer bin, dann bin ich jetzt Pharao. Oder ich wechsle plötzlich von der Seite des Pharao auf die Seite des Mose.
Schüler: Ist das auch von der Seite des Pharao aus, dass er sozusagen auf die Seite des Mose wechselt, oder wechselt er wirklich auf die Seite des Mose?
Rav: Nein, nicht „sozusagen“. Im Rahmen dieser Welt nennt man das so.
36:28
Schüler: Als ob Pharao raffiniert genug wäre zu wissen, dass man Mose mit in die Geschichte nehmen und ihn auch einbauen kann, und dann …
Rav: Nein, nein, nein. Lass das, wozu brauchen wir das? Wir sind in einem Zustand und fertig, das ist nicht nötig. Willst du schon die Zustände außerhalb der Schöpfung sehen, wie das Verlangen zu empfangen¹¹ ebenfalls solche Eindrücke bekommt, als wäre es ein Verlangen zu geben? Wozu? Das bringt nur Verwirrung und gibt praktisch keine richtigen Unterscheidungen.
Schüler: Was, ist es dann besser, sich vorerst an diesen Mose zu halten, auch wenn er sozusagen …
Rav: Was ist mir daran wichtig? Bis ich in die Spiritualität eintrete, bin ich jetzt ganz im Verlangen zu empfangen, und all meine Berechnungen sind trotzdem egoistisch. Nu, dann lege ich das zur Seite. Na und, dass es Egoismus ist? Mein Zustand ist jetzt, so weit wie möglich im Egoismus voranzukommen, im Egoismus, egal.
Und welcher Zustand wird am Ende sein? Man sagt sogar, dass es am Ende einen Zustand geben wird, in dem das lo liShma am größten ist: dass man sich in Welt, Jahr und Seele¹² danach sehnt, wie in „das mich nicht schlafen lässt“. Nu, was könnte mehr Egoismus sein? Was macht es also, dass es Egoismus ist? Das ist doch das Erwünschte. Ich muss mich entwickeln, ich entwickle mich, wozu soll ich darüber nachdenken?
Das ist wie bei dem, was er gefragt hat: Dann setze ich mich hin wie beim Yoga, neutralisiere das Verlangen zu empfangen, den Egoismus, so weit wie möglich, schlafe fast nicht, esse fast nicht, denke fast nicht, gar nichts. Und selbst wenn man mich für zwei Wochen in der Erde begräbt, bleibe ich am Leben. Nu, das ist doch …
Schüler: Ich dachte, dass in solchen Zuständen das Einzige, was der Mensch bekommen kann, vielleicht wirklich von außen kommt, nicht wahr? Das heißt, man gibt ihm diese Zustände vielleicht, damit er sieht, wie sehr er es braucht. Dass er, selbst wenn er weiß, was nötig ist, es nur von außerhalb seiner selbst bekommen kann, nur von Freunden, oder egal im Moment, von den Kräften, die scheinbar von außen auf ihn einwirken … nicht?
Rav: Ich verstehe die Fragen nicht so ganz. Ich denke, dass die Richtung dieser Untersuchungen vielleicht überhaupt nicht erwünscht ist, weil sie den Menschen davon abhält, sich mit dem Guten zu beschäftigen. Das heißt: „Viele Gedanken sind im Herzen eines Menschen, doch der Rat des Schöpfers, er wird bestehen.“ Was bedeutet das? Wie er dort in den Briefen auf Seite 64 sagt, müssen wir die ganze Zeit eine Vermischung zwischen mir, dem, was ich tue, und dem Schöpfer herstellen, damit alle zusammen in einem Gefühl sind. Ob um zu empfangen oder um zu geben, das ist mir nicht wichtig. Man gibt mir so, man gibt mir so. Hauptsache, alle drei sind zusammen. Das war’s. 39:39
Wenn ich etwas tiefer gehe als das, verliere ich diesen Punkt. Das ist eine Art Sauberkeit in der Arbeit. Zwar ist der Mensch nicht für all die Gedanken verantwortlich, die in ihm erwachen. Aber trotz aller Gedanken muss er gerade diesen Verbindungspunkt festhalten. Das ist auch jetzt die Hauptsache in unserer Vorbereitungszeit, in der wir zu Pessach viel arbeiten: Wir müssen uns wirklich bemühen, diese drei Punkte zusammenzuhalten.
Unsere Arbeit nennt man Orchin de Oraita¹³. Das Ich, das bin ich, Israel. Und der Heilige, gepriesen sei Er, ist der, den ich durch meine Arbeit enthüllen und mit dem ich mich verbinden will. Deshalb: Wenn sich jemandem die Gelegenheit ergibt, wirklich etwas zu tun, soll er sich bemühen, es sowohl mit den Händen als auch mit dem Herzen zu tun.
Ja.
41:00
Schüler: Eine Frage, sagen wir vielleicht so: Es gibt das Gefühl des Allgemeinen, das geschieht, und das Gefühl des Einzelnen …, dass ich einen Freund fühle oder dass ich die ganze Welt fühle, und davon fühle ich … Das, was ich an Freunden in mir selbst fühle, danach fühle ich den Schöpfer … Wo ist die Kraft … etwas, wo ich zwei Enden fühle?
Rav: Schau, im Grunde ist das eine sehr einfache Sache. Es gibt ein Geschöpf und es gibt den Schöpfer. Das Geschöpf muss sich in jedem Zustand, den man ihm gibt, bemühen, eine Verbindung mit dem Schöpfer herzustellen. Schau, wie viel darüber geschrieben steht, wie viel dir jeden Moment durch den Kopf geht und wie viel du noch fühlen wirst, und bei jedem Einzelnen auf verschiedene Weise. Es gibt Dinge, über die es einfach … schade ist zu reden. Man muss, man muss es tun, und das war’s. Was ein Mensch heute fragt, darauf bekommt er vielleicht in einem Jahr, in zwei Jahren eine Antwort.
Die Wahrheit ist, dass es sich nicht lohnt. Es gibt sehr viele Themen, über die es sich nicht lohnt zu reden. Jeder muss das selbst entdecken. Es gibt dazu kaum eine Klärung, die man in Worten ausdrücken könnte. Und es hilft nicht, wie viel wir auch reden. Weißt du, all dieses Reden: Es kommt irgendein Zustand, und all deine Weisheiten, was du gelesen hast, was du gewusst hast, all das, nichts davon funktioniert.
Nu, lernen wir. Ja.
Schüler: Geht … die Gruppe zusammen durch den Machsom? Und wenn ja, wie geschieht das, wenn jeder in einem anderen Zustand ist?
Rav: Jeder in der Gruppe ist in einem anderen Zustand, und vorerst ist er in einem anderen Zustand. Die Gruppe geht zusammen durch den Machsom, nur jeder in seinem Maß, jeder in seinem Gefäß, aber eigentlich geht sie zusammen hindurch. Denn deshalb ist sie eine Gruppe, sie muss eine Gruppe sein. Hitkalelut. Was heißt es, durch den Machsom zu gehen? Es bedeutet, dass in deinen Verlangen, in deinen Gedanken, in deinen Absichten die Fähigkeit entstanden ist, im Maß von Awiut de Shoresh¹⁴ mit den anderen verbunden zu sein. Das heißt, durch den Machsom zu gehen. 44:32
Ich habe viele Verlangen, und meine Verlangen kommen in einen Zustand, in dem auf ihnen ein Massach von Awiut de Shoresh ist. Das heißt: Ich bin durch den Machsom gegangen. Das ist alles. Was heißt Awiut de Shoresh? Dass ich mein Ich annullieren und mit den anderen verbunden sein kann, mit der ganzen Wirklichkeit, mit der ganzen Welt. Und zwar so, dass ich mich annulliere und an sie denke wie ein Embryo (Ubar). Ich kann ihnen nichts geben, aber ich kann passiv anwesend sein, nur ihretwegen, nur für sie. Sollen sie mich benutzen, so viel sie wollen, ich bin passiv. Das nennt man Embryo.
Das heißt: Ich bin in der Gruppe und habe keinen Gedanken an mich. Ich kann nichts für sie tun, wirklich um zu geben, aber ich gebe das Meine, damit sie meine Kräfte, meinen Körper, meine Seele benutzen, was immer sie wollen. Das nennt man, in Awiut de Shoresh zu sein, Embryo zu sein, gegenüber der Gruppe oder gegenüber dem Freund, das ist dasselbe, oder gegenüber dem Schöpfer. Das heißt, durch den Machsom zu gehen. Das war’s.
Nun, kann es sein, dass ich dessen allein würdig werde, während die ganze Gruppe noch in dieser Welt ist? Dass ich schon auf so einer Stufe bin, dass ich mich auf der Höhe einer spirituellen Stufe annulliert habe, auch nur der ersten? Kann es so etwas geben? Nein. Sondern jeder Einzelne in gewissem Maß, in gewissem Maß … Ich kann das hier nicht so ausführen. Er muss auch darin sein.
Ihr werdet sehen: Wer in der Gruppe ist, bei dem ist es nicht wichtig, wann er ankommt. Denn es ist nicht wichtig, wie viele Teile des Talmud Esser haSefirot du gelernt hast, das hat überhaupt nichts … Meinetwegen kannst du einen Teil lernen, Teil 1 oder 2, ein Viertel davon. Diese Menge an Wissen hat damit überhaupt nichts zu tun. Ihr werdet vielmehr sehen, dass in der Gruppe Kleine und Große, Erfahrene und Junge am Ende innerhalb sehr kurzer Zeit alle gleich werden. Sie werden eine Sprache sprechen, einander verstehen, sich ineinander integrieren, und es wird keinerlei Unterschied geben. 47:25
Ein Unterschied kann im Verstand bestehen: wie viel Zeit du in dieser Welt brauchst, um dich mit allem Möglichen zu füllen, was geschrieben steht. Aber das wird niemals deine spirituelle Stufe bestimmen. Deshalb wird die Gruppe am Ende mehr oder weniger einheitlich sein. Auch in ihr ist jeder Einzelne vom Aufbau der Seele her verschieden: Der eine ist mehr bewegungslos, mehr pflanzlich, mehr tierisch, mehr sprechend, oder weniger, oder so. Aber alle, diese Bewegungslos-Pflanzlich-Tierisch-Sprechend¹⁵, werden spirituell sein. Der eine aktiver, der andere weniger aktiv, aber alle gegenüber der Spiritualität. In der Spiritualität werden sie sein.
Schüler: Das Öffnen der Augen¹⁶ ist gemeinsam für die Gruppe, in dem Maß …
Rav: Ja, das Öffnen der Augen ist in unterschiedlichem Maß gemeinsam für die Gruppe. Anders kann es nicht sein. Es ist ein Körper, ein Mechanismus. In dieser Welt kommst du zurecht. Du hast einen Anzug, ein Hemd, Schuhe. Dafür hast du Geld bezahlt und von jemandem bekommen, so viel es wert ist. Deshalb lebst du, deshalb existierst du, deshalb kannst du bestehen.
In der spirituellen Welt bekommst du ebenfalls von anderen all diese Gewänder, all diese Dinge, indem du ihnen mit spiritueller Mühe bezahlst und von ihnen spirituelle Gefäße nimmst. Wir haben darüber gesprochen, dass die spirituelle Enthüllung nicht in der Seele selbst ist, sondern in dem, was die Seele von den übrigen Seelen erwirbt. Der Punkt des Ich, der Punkt im Herzen, erwirbt von den übrigen Seelen und verbindet sich mit ihnen. Denn alle Teile deiner Seele sind in allen.
Nu, wir müssen lernen. Nein, du bist gerade erst gekommen, du hast kein Recht zu fragen. Ja.
Schüler: Bevor … dass ein Freund schwach ist, und man anfängt, in ihn zu investieren, statt sich an einen stärkeren Freund zu halten … dadurch, dass ich …
Rav: Nein. Die Gruppe soll nicht daran arbeiten, sich an jemanden Stärkeren zu halten und auf ihn hin zu arbeiten, sondern daran, wie man die Schwächeren hebt.
Schüler: Lohnt es sich, für die Gruppe Schwächere auszuwählen?
Rav: Nein. Du musst mit der Gruppe arbeiten, in der du bist, und auf den allgemeinen Fortschritt aller Freunde achten: wie man ihnen mehr Erhebung geben kann.
Ja.
Schüler: Und in welchem Maß fängt man jetzt an, in irgendeinen Freund zu investieren?
Rav: Nicht in irgendeinen Freund. In irgendeinen Freund gibt es nichts zu investieren, du musst in alle investieren.
Schüler: Aber Sie haben vorhin gesagt, dass man mehr in die Schwächeren investieren muss, um das allgemeine Niveau der Gruppe zu heben. Wenn ich jetzt nach meiner Meinung jemanden für schwach halte, hingehe und anfange, mehr auf ihn zu achten, wird er denken, dass er schwach ist, und das …
Rav: Gut, das ist eine Frage der Herangehensweise.
Schüler: … muss man tun. Wie macht man das? Sie haben gesagt …
Rav: Fangt an. Denkst du, ich habe jetzt für jede Einzelheit, die ihr sagt, eine Lösung? Bei meinem Rabbi war das anders. Die Gruppe, die Gemeinschaft, die damals kam, hat es nicht geschafft, in so einen Zustand zu kommen wie hier jetzt. Es gab noch keine Arbeit in dieser Form. Die Zeit war nicht richtig, auch das chassidische Umfeld hat dazu beigetragen, und außerdem gab es das Umfeld der Verwandten.
52:08
Schüler: Wie hat er dann den Artikel geschrieben …?
Rav: Er hat diese Artikel nicht … Das heißt, er hat sie sozusagen für die Freunde geschrieben, sozusagen für die Gruppen. Aber das entspricht überhaupt nicht dem Niveau der Gruppen damals, das ist klar. Es gab keine solche Arbeit, wir haben überhaupt nicht über so eine Arbeit gesprochen. Es ging einfach oberflächlich um „Liebe zu den Freunden“: Man versammelt sich, und schön. Das Einzelne, worüber wir hier jetzt sprechen, war damals überhaupt nicht geklärt, wir sind damals einfach nicht dahin gekommen. Deshalb kann man von diesen Gruppen nichts lernen. Man kann hingehen und lernen, in welchem Zustand sie sind. Gut, jetzt, nachdem der Lehrer gestorben ist, gibt es bei den Schülern immer einen Fall. Danach finden sie irgendwie ins Gleichgewicht, es sind ja immerhin zwölf Jahre vergangen, ja, elf Jahre. Aber so war das nicht, sicher nicht.
Diese Artikel sind allgemeine Artikel. Sie wurden sozusagen zu einer Zeit geschrieben, als es eine Gruppe gab. Aber er hat sie für die Generationen geschrieben, das ist eine Methode. Praktisch? Früher haben die Kabbalisten sie sozusagen nur mündlich an die Schüler weitergegeben. Je nach Bedarf, wenn ein Schüler so weit war, bekam er Unterscheidungen und Anleitungen vom Lehrer. Über das, wo er noch nicht angekommen war, sprach man nicht. Weil er wirklich der Letzte aller Generationen der Kabbalisten ist, hat er es so geschrieben, dass alle übrigen Generationen es als schriftliche Tora bekommen. Je nach Bedarf, nach Niveau, kann jeder aus diesen Artikeln, aus jedem einzelnen Artikel, und es ist nicht einmal wichtig, was genau man liest, die Punkte des Vorankommens sehen, eine Erklärung für sich über seinen Zustand. Was kann jemand sehen, der das nicht durchgemacht hat? Wir hoffen, dass wir noch in einen Zustand kommen, in dem wir nach dem Sulam-Kommentar die Arbeit in drei Linien sehen und danach gehen können, und nicht einfach „rechts, links, Mitte“ sagen. 55:05
Verstehst du: wirklich im Einzelnen sehen, was dort in den Teilen der Seele in drei Linien vor sich geht. Da gibt es wirklich etwas zu besprechen, aber nur, wenn es innere Unterscheidungen gibt. Dort ist das weiter fortgeschritten als diese Artikel. Diese Artikel sind sozusagen eine Sprungverbindung¹⁷ mitten in der Vorbereitungszeit und auch nach dem Machsom. Man soll die Artikel des Rabash nicht geringschätzen, als wären sie nur für vorläufig. Aber nach dem Machsom, wenn der Mensch in gezielte spirituelle Handlungen eintritt, kann dort schon wirklich der Sulam-Kommentar, auch das Talmud Esser haSefirot … Dort sieht man dann schon, was Baal HaSulam geschrieben hat. Mein Rabbi dagegen hat sich mehr auf die Schriften konzentriert, die auch für unsere Zeit, für unseren Zustand, vor dem Machsom helfen.
Aber mit der Gruppe haben wir es noch nicht geschafft … Ich habe sie, sagen wir, dreiundachtzig hingebracht. In jenen Zeiten waren sieben Jahre wie heute zwei Jahre, ein Jahr, ich weiß nicht. Man ist nicht zur Umsetzung dieser Dinge gekommen, nein. Es gab von seiner Seite nicht einmal den Drang dazu, wirklich darauf zu drängen. Es war ein oberflächliches Lernen als Vorbereitung auf die Zukunft, als Vorbereitung auf die Zukunft. Vielleicht gab es am Anfang irgendeine Hoffnung, dass man mit den neuen Schülern doch etwas machen kann. Aber ich glaube, es wurde sehr schnell klar, dass das nicht einfach ist, nein … die Zeit war noch nicht … Hier geht es um eine Frage der Erlaubnis (Reshut)¹⁸, so scheint es mir. Ich werde den Leuten keine Schuld geben¹⁹, sie waren Rohmaterial wie wir. Es scheint, dass … Es ist besser, weniger zu sagen.
(Ende der Lektion)