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Morgenunterricht 07.06.2001
Buch „Schriften von Baal HaSulam", S. 161, „Einführung in die Weisheit der Kabbala" (Pticha), Unterricht 10
Teil 3
Rav: Fragt. Das sind Dinge, die man lange lernt, und ihr werdet noch lernen und lernen, wer lernt – so, in Kürze. Ja?
Schüler: Fühlt man zwischen dem Punkt im Herzen und dem Machsom etwas, oder ist das überhaupt von jedem Gefühl abgetrennt? Und muss man nach dem Machsom durch den Bereich der Klipot gehen?
Rav: Bis zum Machsom durchläufst du keinen Bereich der Klipot, du hast hier keine Klipot, weder Kedusha noch Klipa. Unterhalb des Machsom hast du Tierhaftigkeit.
Schüler: Oberhalb des Machsom?
Rav: Oberhalb des Machsom, wenn man oberhalb des Machsom eintritt, dann fängt es an, die Seele fängt an, in das System einzutreten, das ... (Zeichnung) Also fängt man an, in das System einzutreten, wo es eine Seele gibt, die vom Machsom an eintritt, und dann gibt es Stufen; das ist der Wille zu empfangen und das ist der Wille zu geben, das ist rechts und das ist links. Und wenn man den Machsom überschreitet, dann tritt die Seele ein, und dann empfängt sie von hier ein verdorbenes Verlangen und von hier empfängt sie Kraft zur Korrektur. Und sie wächst nach den drei Linien. In jeder einzelnen Stufe muss sie Verlangen empfangen, Material und Kraft, um dieses Material zu korrigieren, wieder Material, es wieder zu korrigieren, wieder Material, wieder korrigieren.
Wenn man das Verlangen empfängt, fühlt man Finsternis, fühlt man Störung, fühlt man Schlechtes. Denn das Verlangen kommt in unkorrigierter Form, also bringt es den Menschen gewissermaßen herunter – auch jetzt, in der Zeit der Vorbereitung, fühlen wir manchmal, dass wir fallen, dass nichts uns interessiert, dass alles nichts wert ist, Verzweiflung. Ich rede von denen, die in der Arbeit sind, um sich dem Machsom zu nähern, nicht einfach eine Depression, weil er dort irgendwelche anderen Dinge verloren hat, ja?
Wenn ein Verlangen kommt, ist das ein verdorbenes Verlangen, und hier Kraft oder Licht, und das ist die mittlere Linie, das ist die rechte Linie und das ist die mittlere, die mittlere Linie. Hier wächst die Linie zwischen den zwei Linien. Von ihrem Punkt aus steigt sie so auf, und so weiter.
Jetzt gibt es hier viel zu erzählen, ich halte mich einfach davon zurück, etwas anzufangen, weil das ...
Jetzt haben wir letztes Mal gesprochen, ich habe unsere Arbeit hier erwähnt – wie machen wir es? Wir empfangen ein Verlangen und wir empfangen Kraft, aber wie machen wir eine Klärung (Berur)? Also sprachen wir, dass wir Kedusha haben und dass wir Klipa haben, und zwischen Kedusha und Klipa – Klipa, das sind diese drei Lichter der Tuma (Unreinheit), ja? Klipa, das ist BYA der Tuma, oder das nennt man „Schlange" (Nachasch). Das heißt Sturmwind, große Wolke und loderndes Feuer. Drei unreine Klipot. Ihr könnt es aufschreiben; insgesamt kürzt euch das eine Menge Wissen ab, das man auf Dutzenden von Seiten lernen müsste. Das ist in einer sehr ... so ... geschrieben.
(Zeichnung) Und danach gibt es die Klipat Noga, die Klipat Noga, und danach gibt es ... und die Kedusha, das ist BYA der Kedusha, sogar ABYA. Was ist unklar? Also die Klipat Noga, das ist das mittlere Drittel von Tiferet. Wir haben Tiferet; Tiferet, das ist dort, wo bei uns immer die Unterbrechung durch die Parssa entsteht, der Ort des Zimzum, die Unterbrechung zwischen den Gefäßen des Gebens und den Gefäßen des Empfangens.
Wenn wir einen Parzuf nehmen (Zeichnung) – Keter, Chochma, Bina, Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut. Also Keter, Chochma, Bina, das sind die drei Ersten, so wie wir Shoresh, Bchina Alef und Bchina Bet hatten, die waren hier; danach Chessed, Gwura, Tiferet. Was ist Tiferet? Die Tiferet teilen wir, wir teilen sie in drei Teile. Das obere Drittel, das untere Drittel, und dieses Drittel ist das mittlere Drittel.
Wenn wir nach Zimzum Bet mit den drei Linien arbeiten – sodass der Parzuf des Menschen, das heißt die Seele; der Parzuf oder der Mensch, das nennt man Seele – nach den drei Linien aufgebaut ist, wie wir hier gesprochen haben, rechte Linie, linke Linie und mittlere Linie, dann kommt uns heraus, dass der Parzuf so ist: Er hat einen Rosh, danach rechts, links. Der Rosh heißt Keter, Chochma, Bina; rechts heißt Chessed, links heißt Gwura, und der Guf selbst heißt Tiferet, der Guf. Die Stirn (Mezach), das rechte Bein – das ist die Hand, die rechte Hand, die linke Hand; das Bein, das ist Nezach – rechts –, das linke Bein, das ist Hod; Jessod, das ist der Ort der Paarung, und Malchut, das ist schon [das], was man nicht mit Zimzum Bet gebraucht.
Jetzt, also sehen wir daraus, dass Tiferet der Hauptteil des Guf, des Parzuf, ist. Und diese Tiferet teilen wir in drei Teile. Der erste Teil heißt Chase (Zeichnung), das ist der obere Teil; der mittlere Teil heißt Tabur, und der untere Teil heißt Jessod. Und das gehört alles zur Tiferet – so wie wir bei uns sagen können: Der obere Teil, das ist die Brust (Chase), der eher mittlere Teil bis zum Nabel (Tabur), und der eher untere Teil vom Nabel bis zum Jessod.
Wenn wir hier (Zeichnung) auf die 10 Sefirot schauen – wo enden dann die Gefäße des Gebens? Die Gefäße des Gebens enden in der oberen Hälfte von Tiferet. Hier sind die Gefäße des Gebens. Wo fangen die Gefäße des Empfangens an? Sie fangen vom unteren Drittel von Tiferet an, die Gefäße des Empfangens. Und was geschieht uns im mittleren Drittel von Tiferet? Wie [heißt es] – neutral ...? Gibt's [ein Wort]?
Schüler: Neutral, neutral.
Rav: Es ist neutral, es gibt kein, kein, kein – vielleicht ...
Schüler: Eigenständig.
Rav: Nein, nein, nein, nein – nicht zu diesem und nicht zu jenem.
Schüler: Neutral heißt es, liberal.
Rav: Nein.
Schüler: Einfach so, einfach so, belanglos.
Rav: Nein, nein, nein, nein.
Schüler: Frei. Getrennt.
Rav: Das ist es nicht, ich ... auf Hebräisch. In der Fremdsprache gibt es [das Wort]. Hm?
Schüler: Neutralisierend. Belanglos.
Rav: Gut. Also über diesen Teil (Zeichnung) sagt man Folgendes, dass er halb, halb gut und halb schlecht ist. Warum sagt man halb gut und halb schlecht? Weil von oben Gutes ist, die Gefäße des Gebens, und von unten Schlechtes ist, die Gefäße des Empfangens; also nicht zu sagen, dass er weder dieses noch jenes ist, sagt man, halb dieses und halb jenes. Auch für die Kabbalisten war es schwer zu sagen, wie das heißt. Das war's.
Schüler: Warum hat man nicht ... oben halb, halb geteilt?
Rav: Moment, warum hat man nicht geteilt – weil das seine Eigenschaft ist. Was heißt das, dass sie teilen, weil es ihnen gerade so passt? Es kommt uns heraus, dass das mittlere Drittel – hier ist es sehr interessant –, es kommt uns heraus, dass das mittlere Drittel von Tiferet die einzige Sache ist, der einzige Ort, das einzige Verlangen im Körper des Menschen, das heißt in uns, in unserer Seele – der Körper heißt in der Kabbala Kli, Seele, nicht der fleischliche Körper –, dass das mittlere Drittel von Tiferet im Grunde das einzige Verlangen ist, das wirklich in unserer Herrschaft ist.
Der Schöpfer hat ihm gewissermaßen nicht vorgeschrieben, zu den Gefäßen des Gebens zu gehören und nicht zu den Gefäßen des Empfangens. Wirklich neutral. Und dann hängt es von uns ab, wohin wir es zuordnen, entweder zu den Gefäßen des Gebens oder zu den Gefäßen des Empfangens. Das heißt, unsere ganze Arbeit und überhaupt, wer wir sind – wir sind diejenigen, die das mittlere Drittel von Tiferet entweder hierher verbinden können oder dorthin, entweder zum Empfangen oder zum Geben, nur das.
Das ist die einzige freie Sache, die es in der Wirklichkeit gibt, in der Schöpfung, und das ist wirklich unsere ganze Arbeit. In allen übrigen Dingen gibt es keinerlei Eigenständigkeit, freie Wahl, gibt es gar nichts. Einfach alles besteht und wird betrieben durch klare, präzise Systeme, die wir lernen und über die wir im Voraus sagen können, wie das funktionieren wird; daran gibt es überhaupt keinen Zweifel, um zu sagen über ... Das ist einfach eine Maschine, außer dieser Sache, dem mittleren Drittel von Tiferet, wo die freie Wahl ist.
Dieses mittlere Drittel von Tiferet, das heißt Klipat Noga. Es gibt drei unreine Klipot – Sturmwind, große Wolke, loderndes Feuer – gegenüber der Welt Assija, Yezira und Brija; es gibt die Welt Azilut, der gegenüber es keine Klipa gibt, und es gibt in der Mitte, zwischen diesem und jenem, die Klipat Noga. Das ist ... Was ist die Klipat Noga? Man kann darüber nicht sagen ...
Schüler: Flexibel.
Rav: Ja. Sondern sie hängt einfach von der Arbeit des Menschen ab. Fragen? Ja.
Schüler: Der Punkt, mit dem Du in der Wurzel begonnen hast, das Licht, das Du meintest – ist der schon ausgelöscht?
Rav: Ja.
Rav: Das heißt, du meintest das Licht Ejn Sof, das Or Ejn Sof.
Schüler: Was geschieht uns zwischen einem Umlauf und dem anderen?
Rav: Was geschieht zwischen einem Umlauf und dem anderen, bevor wir zur Empfindung von ... zum Hingezogensein zur Spiritualität gelangen?
Schüler: Oder während [des Umlaufs]?
Rav: All diese Umläufe sind dazu da, genug Leid zu sammeln, um zu verstehen, dass die tierische Entwicklung uns letztlich nicht zufriedenstellen wird. Von Umlauf zu Umlauf, was sich ansammelt, sammelt sich der Wille zu empfangen an. Der ganze Aufstieg ist ein Aufstieg mittels des Willens zu empfangen. So ist es auch hier (Zeichnung), unterhalb des Machsom: Am Machsom fügt man dem Menschen jeden einzelnen Tag ein immer größeres und größeres und größeres Verlangen hinzu.
Obwohl wir sterben, uns wälzen, kehren die Reshimot zurück, und wir fahren fort, das Verlangen zu vergrößern. Dass man uns Verlangen hinzufügt, das verursacht die Entwicklung der Welt: Es gibt mehr Verlangen, der Mensch erfindet mehr Dinge, er entwickelt die Wirtschaft, er entwickelt die Kultur, er entwickelt die Technik, er entwickelt seine Umgebung – das verursacht der Wille zu empfangen, der jeden einzelnen Tag in den Seelen hinzugefügt wird. Das heißt, die Reshimot enthüllen sich in uns aus dem Zerbrechen, in einer Kette, so wie sie Reshimot waren, den Massach verloren; jetzt fangen sie an, sich in uns in einer Kette zu enthüllen, von der kleinen zur großen, und dann verpflichtet uns das, die Reshimot zu füllen.
Die Reshimot, die in diese Welt hinabgestiegen sind, verlangen Erfüllung durch diese Welt, also rennen wir und suchen alle möglichen Erfüllungen. Und wir sind uns nicht bewusst, dass das die Reshimot bei uns sind, sondern es scheint mir, dass ich will – also will ich, ich gehe und mache. Der Mensch kann nicht unterscheiden zwischen sich und seinen Reshimot und seinem Verlangen; wenn ich das Verlangen aus mir herausnehme, wer bin ich dann? Ich bin derjenige, der will.
Wir haben keine Möglichkeit, uns vom Verlangen loszulösen und auf objektive Weise das Verlangen zu prüfen; auch wenn wir es gewissermaßen im Verstand machen können, aber es geht nicht. Anders in der Spiritualität – dort sind wir fähig, das zu machen. Warum? Weil wir uns in zwei entgegengesetzten Systemen befinden, die einander entgegengesetzt sind; also können wir unter dem System der Klipa und unter dem System der Kedusha sein, und dann können wir das eine vom anderen aus überprüfen. Und dann zwischen ihnen wählen, wie wir von beiden Kräften umfasst sein können. Und bevor man zur Spiritualität herauskommt, treten wir nur ein ... wir sind unter diesem System der Klipa, wir können der Herrschaft der Klipa nicht entkommen und auf objektive Weise prüfen, wer wir sind und in welcher Form wir entscheiden und was [uns] antreibt – nichts. Das heißt, bis der Mensch zur Spiritualität herauskommt, kann er keine einzige freie Handlung machen.
Schüler: Und die Reshimot ...
Rav: Und alle freien Handlungen in der Wahl, die fangen vom Machsom an aufwärts an. Und wir, die wir uns jetzt vor dem Machsom befinden, wir sind wie Tiere, wir können keine einzige freie Handlung machen. Aber weil wir uns unter einem System befinden und nicht unter zweien, scheint es uns, dass wir wirklich frei sind, denn das ist es, was in uns allein wirkt. Frei und nicht frei – das muss ich auch, zwischen dem einen und dem anderen [unterscheiden], den Unterschied zwischen ... verstehst du? Man braucht zwei Systeme, damit ich weiß, dass ich in Freiheit oder nicht in Freiheit bin. Wenn ich mich nur unter einem einzigen Einfluss befinde, kann ich nicht unterscheiden. Nimm das Kleinkind, bring es dazu, das ganze Leben in irgendeinem Arbeitslager zu wohnen – dann wird es nicht verstehen, dass es noch etwas anderes gibt, es wird denken, dass das das Leben ist und dass das die Freiheit ist und dass das alles ist. Freiheit, nicht Freiheit – gibt es überhaupt eine Frage? Dasselbe sind wir. Das heißt, wer nicht zur Spiritualität herauskommt, der ist einfach noch – deshalb nennt man es bei uns Tier –, der sich in Vorsehung befindet wie in ... von oben verpflichtet.
Ja, noch etwas.
Schüler: ...
Rav: Gleichgültig, nein, gleichgültig ist es nicht gleichgültig. Leer – nennen wir es leer.
Schüler: Unabhängig.
Rav: Das ist unabhängig, vielleicht. Oh, das ist richtig. Unabhängig, das ist am richtigsten. Ja, will jemand etwas fragen, ja.
Schüler: Fühlt man zwischen dem Punkt im Herzen und dem Machsom etwas, oder ist man völlig abgetrennt?
Rav: Zwischen dem Punkt im Herzen und dem Machsom fängt man schon an, Spiritualität zu fühlen, aber nicht in klarer Form, sondern in ferner Form. Sodass du nichts in entschiedener Form wahrnimmst, du siehst nicht, aber du hast so eine Art fernen Kontakt.
Schüler: Und nach wie viel Zeit ist das?
Rav: Nach wie viel Zeit? Wenn du die Arbeit innerhalb von zehn Minuten machst, wird es nach zehn Minuten sein; wenn du sie nach zehn Jahren machst, wird es nach zehn Jahren sein. Was heißt, nach wie viel Zeit? Nachdem du – du willst so sagen: Was muss ich machen, um von hier (Zeichnung) bis zum ... das war's, von hier die Zeit der Vorbereitung bis zum Machsom [zu kommen]. Was muss ich hier machen? Gib mir einen Plan 1, 2, 3, ich führe ihn aus, fertig, ich bin morgen schon hier.
Also was du machen musst: Du musst, trotz all der Störungen, die man dir in dieser Welt gibt, dich daran gewöhnen zu denken, dass du in direktem Kontakt mit dem Schöpfer bist. Hast du „Es gibt keinen außer Ihm" gelesen, den Artikel aus „Shamati"? Es gibt einige Dinge, ihr ... Haben alle das Buch „Kabbala für den Anfänger"?
Schüler: Ja.
Rav: Also musst du lesen, was ...
Schüler: „Die Shechina im Exil."
Rav: Ich weiß nicht, ob ... du musst „Spirituelle Erkenntnis" lesen. In „Spirituelle Erkenntnis" hast du hier das „Thema Shechina im Exil", Seite 81, und Seite 83, „Der Grund für die Schwere in der Arbeit". Das ganze ... kurz gesagt, dieses Buch muss man einfach durch das Ohr hineinbringen, nach innen, und das war's. Du hast gelesen – wenn du gelesen hast, dann habe ich nichts hinzuzufügen. Das heißt, wenn du alle deine Vorkommnisse, die du im Leben hast, so ordnen kannst, dass sie direkt vom Schöpfer kommen, und du keinerlei Widerspruch darin hast – aber tagtäglich und Augenblick für Augenblick, jetzt, nicht dass du es über die Vergangenheit sagst –, das nennt man, dass du zu einem Zustand gelangt bist, in dem du schon anfangen kannst, Ihn in wirklicher Form zu erkennen, jenseits des Machsom.
Ja.
Schüler: Wenn alle Teil derselben Seele sind, dann gibt es ...
Rav: Es gibt nicht mehr als dieselbe Seele, die Adam haRishon heißt.
Schüler: Was?
Rav: Es gibt nicht mehr als dieselbe Seele, die Adam haRishon heißt.
Schüler: Ja, aber wir müssen doch alles zur Korrektur bringen, unsere ganze Welt zur Korrektur.
Rav: Nicht die ganze Welt, uns selbst; die Welt müssen wir nicht korrigieren, die Welt ist nicht verdorben. Verdorben ist nur der Mensch. Was ist der Mensch? Der Punkt im Herzen ist verdorben; alle übrigen Dinge in uns sind nicht verdorben. Du musst nicht deinen Charakter korrigieren, du musst nicht deinen tierischen, physischen Körper korrigieren, du musst gar nichts machen. Du musst nur mit diesem Punkt der Sehnsucht nach Spiritualität arbeiten; ihn musst du entwickeln, nur an ihn musst du denken, nur aus ihm heraus musst du leben. Alle übrigen Dinge lass in Ruhe, du musst sie überhaupt nicht anrühren.
Wenn du reizbar, verschwenderisch, faul bist, egal was, gierig, bleib weiter so, das ist nicht wichtig; du musst diese Eigenschaften überhaupt nicht korrigieren, nur deine Verbindung mit der Göttlichkeit musst du korrigieren, nur das. Alle übrigen Dinge gehören zu deinem tierischen Charakter, den du nicht korrigieren musst; ein Tier bleibt ein Tier.
Schüler: In Bezug auf das Allgemeine, dass wir alle zusammen sind, in Bezug auf dieses Thema, dass ... sind wir im Grunde Teile derselben Seele, oder ist das nicht ...?
Rav: Wir sind Teile derselben Seele, die Adam haRishon heißt, jeder ein Teil von ihr. Also, was ist die Frage?
Schüler: Wir kehren nicht zu derselben Substanz zurück, wir bringen nicht das ... zurück.
Rav: Wir kehren genau zu derselben Form zurück wie zuvor, wir setzen genau dieselbe Seele zusammen wie zuvor.
Schüler: Wenn ich zurückkehre und mein Freund nicht zurückkehrt, oder umgekehrt?
Rav: Alle kehren zurück, mach dir keine Sorgen, zu demselben Zustand wie zuvor; es gibt keinen Einzigen, der nicht zurückkehrt.
Schüler: Und in welchem Stadium sind wir jetzt?
Rav: In welchem Stadium bist du jetzt? So wie du jetzt bist, so bist du jetzt.
Schüler: Im Grunde die ganze Welt?
Rav: Auch die ganze Welt, wie viel ... Du fragst, wie viele Seelen zurückgekehrt sind und wie viele noch nicht zurückgekehrt sind?
Schüler: Nein, ich frage, wann alle zurückkehren?
Rav: Wann alle zurückkehren? Wann sie sich korrigieren, sagen wir in noch 10.000 Jahren, ich weiß nicht wie viel, was ist das wichtig? Du ... brennt es dir, dass es morgen sei? Denk an dich selbst. Das gehört nicht zur Zeit, das gehört zur Erkenntnis der Notwendigkeit der Korrektur.
Schüler: Ja, aber ich schaue in allgemeiner Form auf die ganze Welt, und da gibt es doch eine Entwicklung in unserem Verlangen, vom Verlangen der Menschen, die früher waren, nach Essen ...
Rav: Ich sage dir, wir sind eingetreten – die Wahrheit ist, wenn du Baal HaSulam nimmst oder den Gaon von Wilna nimmst, noch andere Kabbalisten nimmst, dann kannst du in ihren Büchern lesen, dass die letzte Zeit vor der Endkorrektur ab 1990 begann, vor 10-11 Jahren.
Schüler: Ja, aber bis zu welchem Zeitraum?
Rav: Das war's, es begann, und wir sind in die sogenannten „Tage des Maschiach" eingetreten. Und jetzt ist die Entwicklung in einer sehr, sehr schnellen und entschiedenen Form, um alle in einen Zustand zu bringen, in dem jeder Einzelne fühlt, dass er einen spirituellen Aufstieg braucht, sonst hat er überhaupt keine Möglichkeit, wirklich in dieser Welt zu bestehen. Jetzt, wie lange wird das dauern? Das hängt davon ab, wie sehr wir die Zeiten beschleunigen. Israel beschleunigt die Zeiten – über den Sternen und Sternzeichen, wie man sagt, das nennt man über der Zeit.
Das heißt, wir können es innerhalb von einigen Monaten machen, wir können es innerhalb von einigen Jahren machen, oder wenn wir es, Gott bewahre, in der schlimmsten Form machen, kann es Dutzende und Dutzende von Jahren sein; aber trotzdem, dieses Jahrhundert, das wir angefangen haben, nach dem gewöhnlichen Kalender, nicht dem hebräischen – das wird schon sein, wir werden schon ... Ich denke, innerhalb der nächsten Jahre werden wir sehen, wie sehr die Wirklichkeit uns verpflichtet. Nicht uns, die wir schon hier sitzen, sondern Millionen. Wir fühlen schon auch durch das Internet und durch ..., dass Millionen schon anfangen, diesen Punkt im Herzen zu fühlen.
Nicht dass der Mensch irgendein Bewusstsein braucht – wir verlassen uns nicht auf den Menschen, der Mensch ist nichts, er ist ein Tier –, aber dass der Punkt im Herzen bei ihm schon anfängt aufzusteigen und zu erwachen, und er anfängt zu fühlen, dass er ihn zur Wurzel zurückbringen muss. Das fängt schon an, sich in allen Nationen zu enthüllen, und schon in großen Mengen. Jetzt muss das nicht bei allen sein, muss nicht bei allen sein, denn es gibt auch in Adam haRishon, in den Seelen, das Thema von Unbelebtem, Pflanzlichem, Belebtem, Sprechendem, und dann ist die Rede von einem bewussten Eintritt in die Spiritualität nur für diejenigen, die zur Stufe des Sprechenden in Adam haRishon gehören, und die übrigen treten schon in anderer Form ein, und nach ihnen und zusammen mit ihnen, in der Form, dass sie sich ihnen anschließen, und so weiter.
Das heißt, nicht alle müssen kommen, um zu sitzen, Kabbala zu lernen und solch große Kabbalisten zu sein, sondern weil sie helfen, weil sie sich allen möglichen Aufgaben anschließen, allen möglichen Dingen, wie ein Tier gegenüber dem Menschen, also treten auch sie ein, und Baal HaSulam schreibt darüber im Artikel „Die letzte Generation".
Schüler: Auch die Gojim?
Rav: Auch die Gojim, gewiss.
Schüler: Also warum muss ich so hart arbeiten, und er kommt ...?
Rav: Du hast noch nicht angefangen zu arbeiten, ich verstehe nicht, worüber du dich beschwerst, dass du gegenüber den Gojim hart arbeitest.
Schüler: Die Juden, sozusagen, wer wirklich arbeitet.
Rav: Was, wer arbeitet? Wer arbeitet, der fühlt es als Lohn, nicht als Strafe – über welche ... worüber redest du. Das ist eine Sache; zweite Sache: Es steht geschrieben, dass gerade die Gojim die Juden auf ihren Schultern nach Jerusalem tragen werden, zum Tempelberg. Du weißt nicht, welche Arbeit sie machen müssen werden. Gojim, das sind Gefäße des Empfangens, und Juden, das sind Gefäße des Gebens, und die ganze Hauptarbeit ist in den Gefäßen des Empfangens.
Also die Verbindung, die es in der Endkorrektur zwischen Gojim und Juden geben wird, wie man sagt, das ist eine sehr, sehr besondere Verbindung in der zukünftigen Arbeit, und ich kann dir nicht sagen ... Wir können nicht in solche Berechnungen eintreten, wer zuerst und wer danach, und warum das so und so ist; das sind Dinge, in deren Unterscheidungen wir vorläufig nicht eintreten sollen. Man muss sehen, welche Parzufim sie sind, aus welchen Teilen von Adam haRishon, in welcher Anhäufung das gemacht wurde. Letztlich, in der Endkorrektur, wird keiner die Empfindung haben, dass in irgendetwas keine Vollkommenheit und Ewigkeit ist, das verspreche ich dir. Sondern vorläufig, solange du verdorben bist, kannst du nicht einmal in der Mitte sehen, dass es vollkommen ist; und wenn du geöffnete Augen hast, dann wirst du sehen, dass auch in der Mitte, an keinem Ort und bei keinem einzigen Schritt und Tritt, eine Spur von irgendeiner Art unwürdiger höherer Handlung ist. Sondern du urteilst so, was zu tun ist.
Wir machen in einer Woche weiter, ja. Also machen wir in einer Woche weiter, vielleicht noch ein bisschen, noch einen Unterricht mit all diesen Dingen, und danach gehen wir zum nächsten Teil über, bestimmt zu dieser inneren Arbeit von uns, wie man von unten nach oben aufsteigt. Wir lesen einige Briefe, Artikel, die mit dieser Sache zusammenhängen, damit ihr eine Grundlage bekommt, so wie ihr Kenntnisse bekommen habt, wie sich das von oben nach unten ausbreitete, und wir zum Zerbrechen und zu unserem Zustand gelangt sind – damit ihr so eine Art, ein bisschen irgendein Verständnis in der Methode habt, wie man jetzt aus unserem Zustand zur höheren Welt aufsteigt.
In Ordnung.
(Ende des Unterrichts)