Dieses
Transkript
wurde
mithilfe
KI
aus
dem
hebräischen
Original
übersetzt
und
nicht
redaktionell
bearbeitet.
—
Hinweis: Das ist ein vorläufiges Transkript. Es wurde noch nicht redigiert und korrekturgelesen und kann deshalb Fehler und Ungenauigkeiten enthalten. Im Laufe des Tages wird die vollständige, redigierte Abschrift des Unterrichts veröffentlicht. Bis dahin darf daraus nicht zitiert und nichts weiterverbreitet werden, ohne dass die Verbreitungsabteilung von „Kabbala laAm" es bearbeitet und genehmigt hat.
Morgenabschrift 26.09.2002
Buch „Schriften des Rabash", Band 2, Notiz 625, „Die Mizwa der Sukka"
Rav: In „Dargot haSulam", Band 2, Seite 69. Warum wiegt die Mizwa der Sukka alle Mizwot auf? Ganz einfach: Die Sukka symbolisiert für uns den Glauben. Und Glaube ist Massach und Or Choser; nach Massach und Or Choser kann der Mensch die Mizwot erfüllen. Geben an den Schöpfer heißt Mizwa, Angleichung an den Schöpfer heißt Mizwa, Dwekut mit dem Schöpfer heißt Mizwa. Das heißt, es ist die Arbeit mit dem Verlangen zu empfangen in der Absicht, zu geben. Denn das geht nur nach der Größe von Massach und Or Choser.
Deshalb sagt er: „und alle, die sie verraten", dass sie einen Fluch empfangen. Wer denn? Derjenige, der nicht mit der Absicht, zu geben, arbeiten kann, weil er keinen Massach und kein Or Choser hat, keinen Glauben. Er empfängt Fluch statt Segen. Das ist alles, was es insgesamt dazu zu sagen gibt.
Gibt es Fragen? Also: „Denn allen, die sie bewahren, wird kein Unheil widerfahren." Das heißt, die Hauptsache ist zu bewahren, den Glauben zu bewahren, sodass der Glaube größer ist als das Wissen. Man soll sich also immer um die Absicht, zu geben, kümmern: Nur die Größe der Absicht, zu geben, soll die Größe des Gefäßes sein, mit dem der Mensch arbeitet.
Ja.
1:46
Schüler: Glaube ist immer das Erste und Wichtigste, das man erreichen muss …
Rav: Egal …
Schüler: Warum ist das gerade an Sukkot so besonders?
Rav: Das ist das Einzige, was wir erreichen müssen, außer Glauben gibt es nichts, ja? „Der Gerechte wird durch seinen Glauben leben" und so weiter. Und außer Massach und Or Choser gibt es kein Licht der Bina, in das sich das Or Chochma einkleidet. Mehr gibt es nicht, deshalb müssen wir uns darum kümmern.
Warum hängt das mit Sukkot zusammen? Der Mensch hat den Auszug aus Ägypten durchlaufen und die Tora empfangen. Im Licht der Tora hat er sich in seinen ursprünglichen Eigenschaften, in denen er erschaffen wurde, als schwach und verachtenswert gesehen. An Jom Kippur ist er zur Erkenntnis seiner Seele in ihrer vollen Form gekommen. Jetzt kommt er zu der Phase, in der er sich selbst korrigiert, und diese Phase heißt Sukkot. Sukkot ist Sechach³, und Sechach ist Massach und Or Choser. Es geht um den Schatten: „In seinem Schatten saß ich, und seine Frucht ist süß meinem Gaumen." Das heißt: den Schatten genießen, das Geben an den Schöpfer genießen und nicht das Licht, das ohne Einkleidung in den Schatten kommt, ohne Einkleidung in das Licht der Bina. Das sind Zeichen.
In Ordnung? Eine sehr einfache Sache. Eigentlich müssen wir das in jeder Mizwa und bei jeder Frage sehen: Es gibt nichts außer Licht, Gefäßen und dem Massach dazwischen. Alles läuft sozusagen auf dasselbe hinaus. Nur wissen wir manchmal nicht genau, worum es geht, wenn wir die Mizwot im Einzelnen durchgehen. Denn so im Allgemeinen, bei einer großen Mizwa wie der Sukka, die allen Mizwot gleichwertig ist, geht das noch, das ist klar. Und man kann es sich leicht vorstellen.
Aber es gibt Mizwot, die von einzelnen Korrekturen des Gefäßes in Zimzum Bet sprechen: ACHaP de Alija schließen sich an, man macht eine Korrektur auf Jessod statt auf Malchut und alles Mögliche. Da ist es manchmal schon schwer, die Genauigkeit und die einzelnen Zustände zu erfassen. Aber insgesamt ist auch bei ihnen und bei allen spirituellen Handlungen (spirituelle Handlungen heißen Mizwot) das Wesen der Handlung die Korrektur des Massach. Die Größe dieses Massach heißt Größe des Glaubens, und im Glauben empfängt man dann schon das Wissen, die Enthüllung des Schöpfers⁴. 5:06
Es gibt auch eine Enthüllung des Schöpfers vor dem Glauben, um des Glaubens willen. Das heißt „Erkenne den Schöpfer, deinen Schöpfer, und diene Ihm"⁵. Wir brauchen die Enthüllung des Schöpfers auch, damit sich daraus in uns ein Massach formt, damit das in uns einen Massach aufbaut. Wenn wir dafür bitten, dass der Schöpfer sich enthüllt, dann enthüllt Er sich. Dann beugt sich der Mensch, und diese Unterwerfung ist sein Massach.
Ja, keine Fragen. Die andere Seite kann auch Fragen aufschreiben und auf Zetteln hierher geben. Das war's. Was wolltest du noch lesen?
Vorleser: … Freunde, die Gemeinschaft.
Rav: Was sagt er über die Ushpisin, im vorigen Artikel? Nu.
6:07
Vorleser: Artikel … „Zum Thema Ushpizin".
Zum Thema Ushpizin
„Zum Thema Ushpizin (Festgäste) erklärte mein Vater und Lehrer: Dies entspricht dem im heiligen Sohar erwähnten Prinzip „ein Weg, auf dem man vorübergeht“; denn das Licht von Chochma kann nicht beständig leuchten.
Dies ist die Bedeutung von Masal (Glück), denn „Kinder, Leben und Versorgung hängen von Masal ab“, wie im Talmud Esser haSefirot1 angeführt wird." 6:40
Rav: Das muss man etwas korrigieren: „bei Leben und bei Nahrung". Man muss den Vers genau nachsehen. Ja?
Vorleser: „Das Wort ist von „Wasser fließt aus seinen Eimern“ abgeleitet. Fließen bedeutet, dass es nur Tropfen für Tropfen kommt, das Licht also ausschließlich mit Unterbrechungen leuchtet. Bei einem Wasserstrahl hingegen leuchtet es ohne Unterbrechung. Daher wünschen die Gäste, dass ihnen ein weiter Raum zur Verfügung steht. Wenn sie hingegen kommen und der Raum eng ist, können sie nicht eintreten. Gemeint ist, dass das Licht von Chochma nur leuchten kann, wenn es sich in Chassadim einkleidet. Gnaden werden „weit“ genannt, wie im Talmud Esser haSefirot erklärt wird. Das Licht von Chochma wiederum wird, wie oben gesagt, als Ushpizin bezeichnet. Wenn ihm also Gnaden fehlen, kann es sich nicht einkleiden." 7:38
Rav: Das heißt: Bis Gmar Tikun sind all unsere Korrekturen tropfenweise, weil man keinen Siwug im vollen Gefäß machen kann. Das heißt nicht, dass es Unterbrechungen gibt, ein bisschen ja und ein bisschen nein, ein bisschen ja und ein bisschen nein. Mit „tropfenweise" sind keine Unterbrechungen gemeint wie bei uns: da, nicht da, da, nicht da. Tropfenweise heißt vielmehr, dass man mit einem Gefäß arbeitet, das nicht vollständig ist. Und wenn man nicht mit Malchut arbeitet, sondern mit Malchut, die in Jessod eingeschlossen ist, dann heißt das, man arbeitet mit dem Gefäß. Dieses Gefäß sind Searot⁸, dieses Gefäß ist … Und Wasser, das herabkommt, ist ein Fließen.
Das heißt, die Gefäße, das Or Choser, der Glaube sind so beschaffen, dass Or Chochma in ihnen noch nicht unbegrenzt, als Strahl, herabkommen kann. Deshalb steht geschrieben: „Kinder, Leben und Nahrung, das hängt vom Masla ab". Es hängt nur vom Masal ab, nur von der Begrenzung dieser Gefäße. Die Hauptarbeit besteht dann darin, die Gefäße zu bewahren: das Gefäß nicht weiter auszudehnen, als man damit in Zimzum Bet bis Gmar Tikun arbeiten kann, und den Lew haEwen nicht zu berühren. Das war's.
9:29
Schüler: Gestern haben Sie gesagt, das Erste ist, die Klipa des Ich zu brechen.
Rav: Weil wir uns alle zu einem Gefäß verbinden müssen. Jeder, der denkt, dass er wächst, denkt vielleicht irrtümlich, dass er wächst. So etwas, dass einer allein wächst und größer und größer und größer wird, gibt es nie. Er wächst vielmehr dadurch, dass er sich mit dem Zweiten, dem Dritten, dem Vierten verbindet, das heißt, dass er wächst. Dieses Klischee, dass ich wachsen kann, nicht durch Verbindung mit anderen, sondern ganz allein, auch wenn es sonst niemanden gibt, das gibt es nicht.
Und das ist sehr einfach: Adam haRishon ist in Scherben zerbrochen, in kleine Stücke, ja? Fügen wir sie zusammen, wird das ein großes Gefäß. Fügen wir sie nicht zusammen, bleiben wir dieser ganze Splitter, ja? Er bleibt, wie er ist. Er kann nicht wachsen. So etwas wie „wachsen" gibt es nicht, verstehst du, wo unser Fehler liegt? Wachsen, ja bitte: Fang an, ihn mit dem Gefäß zu verbinden, wie es vorher war. Das ist wie ein großer Krug. Wie willst du machen, dass eine einzelne Tonscherbe jetzt wächst, oder eine einzige Tonscherbe nehmen und daraus ein ganzes Gefäß bauen? Du musst alle zerbrochenen Teile zusammenkleben.
Das begreifen wir nicht, wir wollen es nicht begreifen, unsere Natur lässt es nicht zu. Aber wenn man immer wieder darüber nachdenkt, noch ein bisschen und noch ein bisschen, sich alle möglichen Erklärungen gibt und sich die Sache vorstellt, fängt man an zu sehen, dass es keine Wahl gibt: Mein Gefäß befindet sich eigentlich bei den anderen. Wie verhasst mir das auch ist, wie wenig ich das überhaupt verstehen kann, und im nächsten Moment vergesse ich es wieder, aber genau das passiert eigentlich. 11:58
Daraus sagt er jetzt, dass unser Problem in der Arbeit … Überhaupt teilt sich unsere ganze Arbeit in mehrere Phasen. Die erste Phase ist, mein Ich zu brechen, die Kraft, die mich sozusagen von den anderen isoliert, also diese Mauer zu brechen. Nachdem ich die Mauer gebrochen habe, kommt die Verbindung mit anderen. Das heißt „Mauern durchbrechen": Ich fange an zu sehen, dass im Freund mein Gefäß ist.
Was heißt „mein Gefäß beim Freund"? Seine Mängel, seine Verlangen, die Dinge, die ihm Sorgen machen, sind eigentlich dieselben Verlangen, dieselben Gegebenheiten, mit denen ich arbeiten muss wie mit meinen eigenen. Das heißt: Komm, jetzt annulliere ich meine Sorgen und fange an, in seinen Sorgen zu leben. Das heißt, ich gehe aus meinem Bereich in seinen Bereich über, ich nehme es ihm ab. Das heißt, ich gehe hin, um mich mit ihm zu verbinden.
Diese Arbeit können wir sicher nicht machen. Und auch hier gibt es wieder einen Fehler: Der Mensch denkt, so steht es in der Tora, also muss ich es tun. Er strengt sich an, sieht, dass es nicht geht, und zerbricht daran. In Wahrheit muss er sich anstrengen und nur daran zerbrechen, dass er es nicht kann. Und dass er es nicht kann, soll ihn in einen Zustand bringen, in dem er den Schöpfer bittet, dass der Schöpfer seine Dwekut mit dem Freund macht. Verstehst du. Hier geht es also um Folgendes: Ein Mensch arbeitet an der Verbindung mit dem anderen. Viele haben das in der Geschichte so gemacht, auch die Christen arbeiten daran, und die alten Griechen und alle möglichen solche wollten so eine Arbeit machen. 14:37
Aber dann geschieht die Arbeit mangelhaft. Das heißt, sie gehen hin, sich mit dem anderen zu verbinden, ohne in ihren Augen die Größe des Schöpfers zu vergrößern, diejenigen, die sich am Ende irren und den Weg der Kabbala verlassen. Ich muss aber hingehen und am Freund haften, seine Mängel nehmen und mich bemühen, mit seinen Sorgen zu leben, und das tue ich nur um der Verbindung mit dem Schöpfer willen. Ihr erinnert euch, er schreibt darüber: Wenn man das nicht tut, ist es wie in Russland, wo man den Kommunismus aufbauen wollte, oder in den Kibbuzim; das führt zur Zerstörung.
Tue ich es dagegen, um mich am Ende mit dem Schöpfer zu verbinden, und ist das für mich ein Hilfsmittel, ein Mittel, dann muss ich ständig die Wichtigkeit des Schöpfers vergrößern, Seine Größe. Ich sehe, dass es mit dem Freund nicht klappt, und dann schreie ich zum Schöpfer, dass Er mir hilft. Dann enthüllt sich der Schöpfer. Seine Enthüllung bringt mir keine Ruhe und keine Erfüllung, sondern einen Massach. Sie bringt mir die Fähigkeit, mich doch mit dem anderen zu verbinden, mein Gefäß doch mit einem weiteren Gefäß, das mir ähnlich ist, zu verbinden, mit noch einem, und das Gefäß zu vergrößern.
Habe ich das Gefäß vergrößert, oh, dann fange ich wirklich an, den Schöpfer zu fühlen. Vorher habe ich Ihn als Korrektur gefühlt, jetzt fange ich an, Ihn auch als Erfüllung zu fühlen. Was heißt Erfüllung? Auch als Fähigkeit in mir, etwas für Ihn zu tun. Die Arbeit muss also auf zwei parallelen Bahnen laufen: sich bemühen, mit dem Nächsten in der Absicht, zu geben, zu arbeiten, und darauf achten, dass das nur ein Mittel ist, um zum Geben an den Schöpfer zu kommen.
Nu.
17:05
Schüler: … dass er schreibt: „dass das Or Chochma nur in der Einkleidung der Chassadim leuchten kann". Was bedeutet das?
Rav: Das Or Chochma, schreibt er am Ende dieses Artikels, kann nur in der Einkleidung des Or Chassadim leuchten. Das Or Chochma kleidet sich in das Or Chassadim ein, und Or Chassadim heißt das Or Choser, das vom Gefäß nach oben kommt. Eigentlich ist dieses Or Choser das Gefäß anstelle des Verlangens selbst. Das Verlangen selbst ist nach Zimzum Alef als Gefäß des Empfangens untauglich geworden. An seine Stelle kommen als Ersatz Massach und Or Choser, so schreibt er.
Dieses Or Choser, das vom Massach nach oben aufsteigt und jetzt als Gefäß des Empfangens dient, heißt Licht der Bina, Licht des Glaubens und des Vertrauens, Or Chassadim. Warum Chassadim? Weil du mit dieser Handlung, bei der du das Or Choser erhebst, eigentlich dieselbe Handlung machen willst, mit der der Schöpfer an dir Chessed übt. Nicht dass du Ihm gegenüber Chassadim tust, Ihm Chessed erweist, sondern du gleichst Seiner Eigenschaft des Chessed.
Nach Zimzum Alef kann das Or Chochma also im Verlangen zu empfangen nicht leuchten, außer wenn sich vorher Or Chassadim in das Verlangen zu empfangen einkleidet. Und so viel Or Chassadim sich in das Verlangen zu empfangen einkleidet, nur in demselben Maß, nur an denselben Stellen, nur mit derselben Kraft und Stärke des Or Chassadim, wird sich das passende Or Chochma darin einkleiden.
Schüler: Wenn wir Or Pnimi zeichnen …?
Rav: Das Or Pnimi, das sich in das Gefäß einkleidet, ist schon Or Chassadim, in das Or Chochma eingekleidet ist. Oder Or Yashar, das sich in Or Choser einkleidet. Das ist dasselbe.
Ja.
Schüler: Ich möchte zur Sukka fragen, worüber wir vorhin gesprochen haben. Was ist das Wesen der Verbindung zwischen der Sukka, dem Sechach, und dem Glauben?
Rav: Sechach und Glaube sind dasselbe.
Schüler: Was ist das Wesen der Verbindung zwischen dem Sechach und dem Glauben?
Rav: Was heißt, das Wesen der Verbindung zwischen Sechach und Glauben? Wenn es dasselbe ist, was für ein Wesen und was für eine Verbindung? Es ist dasselbe. Wären es zwei Dinge, würdest du „die Verbindung" sagen. Aber das ist keine Verbindung, das ist einfach ein und dasselbe.
19:51
Schüler: Aber Sechach ist etwas Materielles, und Glaube ist etwas Spirituelles.
Rav: Welcher Sechach ist etwas Materielles? (Rav zeigt auf den Sechach.) Der da? Wir sprechen nicht über diesen Sechach. Wir sprechen über den Sechach, das heißt über den Massach, den der Mensch über seinem Kopf baut. Dieser Sechach besteht aus Dingen, die einmal lebendig waren, pflanzlich, und die gestorben sind: etwas, dessen Lebenskraft, dessen Leben schon zu Ende ist. Früher hat der Mensch das genossen. Jetzt ist es tot, ohne Lebensgeist, und der Mensch fühlt darin keine Wichtigkeit und fühlt nicht, dass es überhaupt für den Fortschritt taugt.
Jetzt nimmt er diese Dinge, die nicht wichtig sind, die ihm wie tot vorkommen, und hebt sie über seinen Kopf. Er geht mit dem Wissen, dass die Dinge nach dem Verlangen zu empfangen wie Sechach sind. Was ist Sechach? Einfach Dinge, die keinerlei Nutzen haben: Holzstücke, Blätter, Zweige, die nicht besonders nützlich sind. Nu, man kann sie ein bisschen verbrennen, Wasser warm machen, was weiß ich. Was kann man mit solchen Dingen machen? Bauen kann man damit nicht, denn Sechach macht man nicht aus Dingen, die zu irgendeiner ernsthaften Verwendung taugen, wie richtiges Holz. Verstehst du, dafür gibt es alle möglichen Gesetze. 21:46
Hebt also ein Mensch Dinge, die nach dem Verlangen zu empfangen keinerlei Wichtigkeit haben, über seinen Kopf, das heißt, geht er im Glauben über dem Verstand, dann heißt dieser Sechach Glaube. Sein Verstand befindet sich drinnen, innerhalb der Sukka, und er ist bereit, mit dem Verstand zu arbeiten, der geringer ist als der Glaube. Oder er ist bereit, seinen Verstand nach der Größe des Glaubens einzusetzen. Das heißt, sein ganzes Gefäß des Empfangens steht unter der Wache, nicht für sich selbst zu empfangen, unter der Wache des Sechach, unter der Wache des Massach. Dann sitzt er im Schatten der Sukka, von der es heißt: „Ihr Schatten muss größer sein als ihre Sonne." Das heißt, das Sonnenlicht muss in der Minderheit sein, fast gar nicht da.
Der Rebbe hat auf die Leisten geachtet. Bei uns hat man den Sechach mit solchen schmalen, dünnen Leisten abgedeckt, und er hat darauf geachtet, dass man die Leisten so dicht aneinander setzt, dass man fast kein Licht durch sie sah. Nicht Himmel, Sterne, das ganz und gar nicht. Weißt du, als ich kam, habe ich angefangen zu fragen, warum das so ist. Das sah wirklich aus wie in einem Haus, verstehst du. Nu, eine nicht schöne Decke, aber wirklich eine Decke, verstehst du. Da hat man mir erzählt, dass es üblich war, sie wirklich sehr, sehr dicht zu machen. Dicht, ja. Und das ist auch ein Zeichen, dass die Stärke der Chassadim, die Stärke des Sechach sehr groß ist, und darum muss man sich kümmern, und nicht darum, wie viel Licht durch sie hindurchkommt. Verstehst du, das ist der Hinweis. Das war's.
Nu, nu. Frag.
23:50
Schüler: …
Rav: Du fragst: Wenn ich an einer materiellen Mizwa arbeite, eine Sukka baue, sie schmücke, mich darin aufhalte und alle Verschönerungen mache, die es dafür gibt, übertrete ich dann nicht das Verbot „Baue dir kein Bildnis und kein Gleichnis", weil ich mich mehr an das Stoffliche binde als an den Geist? Ja, richtig? Schau: Wenn es mir darum geht, mich nicht mehr an das Stoffliche zu binden als an den Geist, sondern im Stofflichen nur Hinweise auf den Geist zu sehen, dann benutze ich die Zweige und den einfachen Sinn wirklich in der richtigen Form und für meinen Fortschritt. Diese Hinweise, die die Weisen niedergeschrieben haben, sollen mir nur Fragen über den Geist bringen: wie ich innerlich sein muss gegenüber dem Schöpfer, gegenüber meinen inneren Eigenschaften.
Wenn ich aber die ganze Sache mit der Spiritualität in der Mizwa tatsächlich verlasse, den Fortschritt durch die Mizwa und die Verbindung der materiellen Handlung mit der spirituellen Absicht, mit der spirituellen Fähigkeit, voranzukommen, dann stimmt es: Dann habe ich einfach einen schönen Sechach und eine schöne Sukka gebaut, sitze darin, esse und trinke und denke nicht an spirituellen Fortschritt. Das … Ich würde nicht sagen, dass das ein Bildnis und Gleichnis ist und dass es etwas Verbotenes ist. Aber der Nutzen davon ist nur, dass mir irgendwann doch ein Verlangen kommt, eine Sukka in der Spiritualität zu erreichen, sie in mir zu bauen.
Wie Ibn Esra schreibt: Alle Mizwot, die uns gegeben wurden, sind nicht dazu da, darin, wie du sagst, Verschönerungen zu machen, sondern um das Herz zu korrigieren. Ein Mensch kann auch die materiellen Mizwot, Lulaw, Etrog⁹, Sechach, all diese Dinge, wie eine Korrektur des Herzens behandeln. Er will auch dadurch noch etwas mehr mit der Innerlichkeit verbunden sein, mit den Hinweisen, die in all diesen Zweigen liegen. Dann wirkt das tatsächlich gut, und er heiligt dann tatsächlich auch diese Welt. Dann lohnt sich für ihn die ganze Welt. Aber das gilt nur für den, der alles, was es in dieser Welt gibt, für den spirituellen Fortschritt nimmt. Verstehst du.
Die Leute denken, wir sind gegen die Handlungen. Wir sind nicht gegen die Handlungen. Bei uns werden die Handlungen schwächer, das stimmt, weil wir ständig nachdenken und darüber sprechen, wie man die Dinge in der Spiritualität, in der Innerlichkeit macht und sie im Menschen erfüllt. Aber wenn ein Mensch in sich schon in den Verlangen ist, zu erfüllen und zu tun, zu irgendeiner spirituellen Erfüllung zu kommen, dann stören ihn diese materiellen Dinge nicht. Im Gegenteil: Sie helfen ihm, immer wieder zu seinen Absichten zurückzukehren, wenn er vor ihnen flieht. Er findet in ihnen noch alle möglichen Feinheiten und schöne Dinge, die ihn doch mit derselben Idee verbinden. 28:07
Es gibt also Dinge, die man geringschätzt. In den ersten Phasen schätzt der Mensch die Materialität und die Erfüllung der materiellen Dinge sehr gering, und danach kommt das sozusagen wieder zurück. Und das wird kommen, verstehst du. Nicht schlimm. Es lohnt sich mehr, darüber zu schreien, dass wir in der Spiritualität nicht erfüllen, und das ist das Geben an den Schöpfer. In der Materialität wird das kommen. Wenn man das nicht aufgibt. Aber es ist wünschenswert, sich parallel zu bemühen, auch wenn es tatsächlich mal hier hinkt, mal da hinkt.
Ja.
28:50
Schüler: Das Erste ist das Geben an den Freund. Wie kommt das breiter zum Ausdruck als in bestimmten kleinen Situationen, die nur selten vorkommen, in denen ich seine Bedürfnisse vorziehe? Sagen wir, uns beiden fehlt etwas Bestimmtes, und ich ziehe ihn mir vor.
Rav: Ja.
Schüler: Ich frage, wie das breiter zum Ausdruck kommt, also öfter?
Rav: Wie kann ich die Notwendigkeit vergrößern, am Leid des Freundes teilzunehmen, in ihm mit seinen Verlangen zu arbeiten, sozusagen mit meinem Motor, ja? Als ob ich zum Beispiel deine Sachen nehme und sie mit meinem Auto transportiere, ja? Ich arbeite mit meinem Motor an deinen Problemen und Nöten, an deiner Stelle, ja?
Zuerst einmal sollte man wissen, dass die ganze Welt das so tut, ob sie will oder nicht. Alle dienen dem Schöpfer, ob sie wollen oder nicht, und erfüllen diese Dinge, ob sie wollen oder nicht, und wir alle „ernähren uns voneinander", wie man sagt. Letztlich arbeitet niemand irgendetwas für sich selbst; wir befinden uns in Gmar Tikun und tun es so. Unser Ziel ist vielmehr, bewusst zu dieser Arbeit zu kommen. Nicht nur zu sehen, dass ich das tue, weil die Natur es verlangt und der Schöpfer es mir so gefügt und eingerichtet hat, sondern dass ich selbst das tun will. Dann wird Er es mir nach der Größe des Verlangens öffnen, und ich werde sehen, dass ich wirklich schon darin bin.
Wie mache ich also meinen Fortschritt, wie sehe ich den richtigen, wahren Zustand, in dem mein Geben an andere existiert? Einfach, indem ich mein Verlangen korrigiere, sodass ich wirklich an andere geben will. Dann werde ich sehen, dass ich wirklich im Geben bin. Wie will man an andere geben? Offenbar muss ich sehen, dass das etwas Wichtiges ist, das sich für mich lohnt. Ich bin ja jetzt im Verlangen zu empfangen. Was heißt hier also „lohnt sich"? Das Sich-Lohnen ergibt sich aus der Werbung¹⁰.
Das heißt, wie sehr diese Sache … Schau, warum in dieser Welt … Ich verstehe, dass es in dieser Welt wichtig ist, ein Haus, Essen, eine Frau, Familie, Kinder zu genießen. Die tierischen Dinge, verstehe ich, bereiten tatsächlich Genuss. Der Körper versteht das, dafür brauche ich keine Weisheit. Aber Ehre, Geld, irgendeine Medaille, ausgerechnet dieses Auto und nicht jenes, nicht im Pyjama gehen, sondern im Smoking, verstehst du: All das sind künstliche Dinge. Ihre Wichtigkeit übernehmen wir, weil sie dem anderen wichtig sind. Weil er denkt, dass es wichtig ist, übernehme ich das schon, bei mir wird es auch wichtig in meinen Augen, und ich arbeite mein ganzes Leben dafür. Verstehst du? 32:28
Mich mit dem Notwendigen zu versorgen, ist kein Problem. Das geht, weißt du, fast ohne zu arbeiten, ganz leicht. Aber das ganze Leben, in dem wir arbeiten, arbeiten wir, weil andere uns gesagt haben, dass es sich lohnt, zu arbeiten, um Dinge zu erreichen, die ihnen wichtig sind. Sie werden uns wichtig, und das war's. Dann verkaufe ich mich als Sklave an die Meinung der Gemeinschaft¹¹.
Dann sehe ich, dass die Gemeinschaft mich zu beliebigen Werten verpflichten kann, und für sie bringe ich mich um, um sie zu erreichen. Wenn das so ist, muss ich mir eine Gemeinschaft suchen, deren Werte für Spiritualität die höchsten, die größten sind, und die mir (auf mich?)¹² gerade ihre Werteordnung gibt: wo Spiritualität ist, wo Materialität ist, was genau Spiritualität im Vergleich zur Materialität ist, wie wichtig das eine im Vergleich zum anderen ist. Das geht in mich ein und verpflichtet mich zu jeder Arbeit, welche es auch sei. Verstehst du? Wir können ein Kind nehmen, es erziehen und aus ihm machen, was wir wollen. Das hängt alles von der Gruppe ab, von der Gemeinschaft¹¹, in die wir es hineinbringen.
33:59
Schüler: Mir ist der Punkt noch nicht klar: Wo hier in der Gruppe, innerlich, ich rede nicht vom Alltagsleben hier mit Ihnen, wo kommt hier zum Ausdruck, dass ich dem Freund gebe?
Rav: Wo drückt sich in unserer Gruppe mein Geben an den Freund aus?
Schüler: Wie ich … das, nicht einmal …
Rav: Das erkennst du, wenn du es sehen willst. Ob du willst oder nicht, du arbeitest in der Gruppe. Du machst Dienste, du nimmst an allgemeinen Arbeiten teil, du … So etwas, dass du gar nichts tust, gibt es nicht. Ich habe dich einmal Tee verteilen sehen, so etwas.
Jetzt ist es so: Vielleicht hast du einmal im halben Jahr Tee verteilt. Die Frage ist: Wie viel Absicht hast du da hineingelegt, was dir das geben soll? Wenn du es nicht geschafft hast, nicht konntest, nicht daran gedacht hast, die Absicht in die Handlung hineinzulegen, die Absicht mit der Handlung zu verbinden, dann ist die Gemeinschaft schuld, nicht du. Die Gemeinschaft ist schuld, dass sie dir keine Notwendigkeit gegeben hat, keine Absicht, zu geben. Und die Gemeinschaft selbst, die dir nichts gibt¹³, hängt ebenfalls von dir ab: davon, wie sehr du von der Gemeinschaft verlangt hast, dass sie dir gibt. Eine gegenseitige Sache.
Ja.
35:41
Schüler: Gibt es irgendeinen Nutzen, wie man sich mit dem Freund verbindet?
Rav: Wir werden sehen: Wenn man letztlich alle Ratschläge von Baal HaSulam und Rabash nimmt, kann man sie auf einer Seite aufschreiben, zwei Seiten, nu, sagen wir, insgesamt. Und wie du dich auch mit deinem Ego drehst, das dich in die Dinge hinein verwirrt, in die du hineingerätst: Diese Ratschläge werden dir als Antwort genügen. Das Problem ist, dass wir vor ihnen weglaufen wollen.
Ja.
Schüler: Gibt es einen Nutzen darin, sich mit jemandem zu verbinden, bevor er in meinen Augen groß ist, sich mit einem Freund zu verbinden, bevor ich ihn in meinen Augen groß mache?
Rav: Ist es wichtig, sich mit dem Freund zu verbinden, noch bevor er in meinen Augen groß ist? Da gibt es mehrere Dinge. Zuerst: Wenn er in meinen Augen noch nicht wichtig ist, kann ich mich dann überhaupt mit ihm verbinden? Ja? Wonach denn, was heißt dann Verbindung? Das ist das eine. Das Zweite: Kann ich dabei unter Zwang arbeiten? Man sagt ja, und gerade aus diesem Zwang heraus kommt man wirklich dazu, man hört, dass es sich lohnt und möglich ist, Verbindung zu machen.
Ein Mensch darf nie darauf warten, dass ihm von oben irgendein Verlangen kommt, um dann nach dem Verlangen zu arbeiten. Denn nach dem Verlangen zu arbeiten heißt „Tier". Nach dem Verlangen zu arbeiten heißt, dass du schon nicht mehr arbeitest, sondern das Verlangen ausführst, das man dir von oben gegeben hat. Unsere Arbeit ist vielmehr: „Es sei Wille vor Dir"¹⁴. Verstehst du? Das heißt, alle möglichen Kunstgriffe anwenden, damit ich ein bestimmtes Verlangen bekomme, natürlich ist das Verlangen zu geben gemeint. Ja? Das war's.
Nein … Du bist nicht einverstanden, du willst erst wollen und dann tun? Erst wollen und dann tun heißt gar nicht, dass du etwas tust.
Schüler: Was heißt es, dass ich von ihm empfange, wenn ich es unter Zwang empfange? Was empfange ich dann vom Freund, wenn ich ihn unter Zwang annehme?
Rav: Ein Mensch geht hin, um sich unter Zwang mit dem Freund zu verbinden. Was heißt unter Zwang? Gegen den Willen¹⁵. Gegen den Willen kannst du gar nichts tun. Du bemühst dich vielmehr, dich gegen deinen Willen zu verbinden, und entdeckst, dass du es nicht kannst. Gleichzeitig enthüllt dir die Gemeinschaft, dass das das Wichtigste ist: Ohne Verbindung mit dem Freund kannst du dein Gefäß nicht vergrößern und das Licht nicht empfangen, denn dein Gefäß wächst durch die Verbindung mit noch und noch und noch und noch mehr Teilen der Gefäße von Adam haRishon. Dann siehst du, dass die Verbindung mit dem Freund wichtig ist, dass sie notwendig ist,
das Einzige, was du von deiner Seite, von unten, tun kannst, um die Fülle von oben zu empfangen. Dann wendest du dich endlich an den Schöpfer und schreist zu Ihm, dass Er dir hilft, dich mit dem Freund zu verbinden, dich gegen dein Verlangen zu empfangen mit dem Freund zu verbinden. Dann enthüllt sich der Schöpfer, und du beugst dich, das heißt, dein Verlangen zu empfangen beugt sich vor der Größe des Schöpfers. Und dann verbindest du dich mit dem Freund. Denn wenn der Schöpfer leuchtet, gibt es keine Einwände, keine Probleme, alles fügt sich, das Verlangen zu empfangen ist sofort zum Schweigen gebracht … wie sagt man? Verstummt.
Schüler: Zum Schweigen gebracht.
Rav: Zum Schweigen gebracht, und das war's, es schreit nicht. Da ist nichts zu machen, denn dieses Verlangen zu empfangen ist die Rückseite desselben Schöpfers, das war's.
Also nie … Unterm Strich, zusammengefasst: Ein Mensch darf nie darauf warten, dass ein Verlangen kommt, um mit dem Verlangen zu arbeiten. Wenn er so denkt, versteht er einfach nicht, dass nach dem Verlangen die Tiere arbeiten, ja, und nach dem Verlangen arbeitet das Unbelebte der Kedusha, die Massen, ja, leicht. Aber ein Kabbalist, wer in die Spiritualität eintritt, arbeitet nicht nach dem Verlangen. Er arbeitet daran, dass ein Verlangen entsteht, er baut das Verlangen. Und wenn das Verlangen durch das Licht schon gebaut ist, gibt es dort nichts mehr zu tun; er fängt sofort eine neue Stufe an, damit ein neues Verlangen kommt.
Ich habe vergessen, ich hatte noch etwas zu sagen. Nu, das kommt schon.
41:26
Schüler: … kann man sich anschauen … gibt es eine Verbindung?
Rav: Schau, wir hoffen, vielleicht, mit Hilfe des Schöpfers, dass wir an den nächsten Sukkot schon den Chumash¹⁶ aufschlagen und wirklich lesen können, was dort steht. So, weißt du, einfach, nicht ganz in der Tiefe, aber jede Phase erzählen. Nicht einen Satz nehmen, den wir verstehen, dann den nächsten Satz und noch ein paar Seiten nicht, und dann wieder irgendeinen Satz ja. Sondern jedes Wort, jeden Satz irgendwie nach der Spiritualität auslegen, es einfach erzählen, es ansehen und davon erzählen, was in der Seele geschieht. Vielleicht können wir das dann schon machen. Vorher würde ich überhaupt nicht empfehlen, den Chumash aufzuschlagen; das verwirrt nur.
42:34
Schüler: Sie haben gestern ein wenig darüber gesprochen, den Stolz zu brechen, oder dass uns das noch ein bisschen fehlt. Wir sind es nicht gewohnt, Stolz abzubauen, und auch nicht … Wie macht man daraus ein wirkliches, praktisches Mittel?
Rav: Nein, es stimmt nicht, dass wir nicht handeln … Wir gehen nicht hin, um den Stolz zu brechen. Das heißt, es stimmt, wir gehen nicht direkt gegen unsere unkorrigierten Eigenschaften vor, um sie zu korrigieren. Denn wir selbst können sie unmöglich korrigieren; korrigieren kann man sie nur durch das Licht, das zum Guten zurückführt. So weit das Licht leuchtet, in dem Maß, wie es leuchtet, verwandelt es die Eigenschaft in ihr Gegenteil, ja, in der Absicht … es tauscht die Absicht aus.
Deshalb brauchen wir uns überhaupt nicht um unsere Natur zu kümmern, um unsere Absichten, um unsere Verlangen. Um uns selbst brauchen wir uns überhaupt nicht zu kümmern. Wir müssen uns an den Schöpfer wenden, und Er kümmert sich schon darum. Aber damit wir uns an den Schöpfer wenden, dass Er sich um uns kümmert, müssen wir zur Erkenntnis des Bösen kommen. Auch zur Erkenntnis des Bösen kommt man durch das Licht des Schöpfers: Das Licht leuchtet, und in Seinem Licht verstehe ich, wie sehr ich das Gegenteil des Lichts bin, ja. Denn Licht und Dunkelheit wiegen einander auf.
Übrigens: Im Traktat „Pessachim", wirklich auf den ersten Seiten, diskutiert man, wann man anfängt, den Chamez¹⁷ zu suchen. Damit fängt es an: „Am Or des Vierzehnten sucht man den Chamez beim Licht der Kerze." Da liest man „Orta", und „Orta" heißt Dunkelheit und nicht Licht. Aber es ist Licht, nur heißt es auf Aramäisch Dunkelheit. Denn Aramäisch ist das Gegenteil des Hebräischen, seine Rückseite, die Umkehrung des Hebräischen. Es gibt also so eine Sache: Was auf Hebräisch zum Beispiel Licht ist, ist auf Aramäisch Dunkelheit. Was auf Hebräisch sozusagen ausdrücklich von der Seite der Kedusha kommt, kann uns dasselbe Wort auf Aramäisch sozusagen als Umkehrung anzeigen.
Ja.
45:28
Schüler: In den … auch in den Lichtern von Sukkot, ich weiß nicht, auch dabei, dass hier viele etwas tun, entsteht ein Zustand, in dem sich jeder auf irgendeine Weise isoliert: „ich habe gemacht", „ich gehöre dazu", „ich habe gemacht", „ich bin wichtig", „ich …". Und das ist in gewissem Maß wirklich das Gegenteil des Zustands, in dem man die Möglichkeit bekommt, durchzubrechen. Als gäbe es hier so ein Gewicht, als ob noch etwas fehlt, was wirklich einen gemeinsamen Durchbruch der ganzen Gruppe nach außen erzeugt.
Rav: Nu, das war's? Schau, letztlich müssen wir nur gegen das Vergessen arbeiten. Wir vergessen, dass das Haften, die Dwekut der Freunde, ein Gefäß erschafft. Das ist alles. Es gibt hier keine Handlung, die uns zum Ziel bringen kann, außer dieser. Das war's. Deshalb ist, wer nicht in einer Gruppe ist, in der man an dieser Idee arbeitet, einfach ohne jede Hoffnung. Nichts wird helfen. Er kommt in 30 Jahren zu uns und sagt: Ich war bei Bnei Baruch, ich bin ein alter Freund. Stimmt, Dienstjahre hast du, außer Dienstjahren nichts.
Nu, wie arbeitet man also gegen das Vergessen? Nu, kleb jedem Einzelnen ein Etikett auf: Denkst du an mich? Jeder soll es an den Freunden sehen, erinnere ihn daran. Ich weiß nicht wie, aber das heißt: Das ist die spirituelle Sache. Wenn wir alle daran denken, liegt das in der Luft, die Luft wird so dicht von dieser Elektrizität, ja? Und dann sind wir wirklich … das heißt Angriff.
Das Vergessen, darüber schreibt er an vielen Stellen, das Vergessen ist ein Engel. Das ist der Name des Engels: Vergessen. Das heißt, es ist eine besondere Kraft, die ständig verhüllt, ständig widerspricht, ständig zerstört, ja? Und damit hilft sie uns, immer wieder neue Unterscheidungen aufzubauen, bis sie sich zu einem vollständigen Produkt verbinden, ja? Fertig. Dann wirkt das Vergessen nicht mehr. Alle Handlungen, in denen wir das sozusagen verloren hatten, die Dwekut mit dem Freund, mit der Idee, mit dem Schöpfer, aus der Dunkelheit heraus, sammeln sich dann alle zu einem. Aber eine andere Lösung gibt es nicht.
Ja.
48:34
Schüler: Baal HaSulam¹⁸ schreibt, dass die Mizwa der Sukka den Glauben symbolisiert und deshalb über allen anderen Mizwot steht. Andererseits lernen wir, dass die Mizwa „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" über allen Mizwot steht. Es gibt alle möglichen Stellen …
Rav: Weder steht die Mizwa der Sukka über allen Mizwot, noch steht „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" darüber. Sie schließt ein. Sie schließt ein, einfach nicht mehr als das: Sie schließt ein. Denn wenn du „mehr als das" sagst, dann hast du 612 Mizwot, und Mizwa Nummer 613 wiegt sie auf, ist mehr als sie. Sie ist nicht mehr als sie, sie schließt sie alle ein. Verstehst du? Das ist keine zusätzliche Mizwa. Das ist keine zusätzliche Handlung. Das ist eine Handlung, die sich als Summe aller vorherigen Handlungen enthüllt. Verstehst du?
Es gibt Tomate, Gurke, dazu Zwiebel, Knoblauch und Petersilie. Du schneidest alles, und es wird ein Salat daraus. Salat ist etwas Neues, aber gibt es darin etwas Neues? Außer der Verbindung der vorherigen Dinge gibt es darin gar nichts. Genauso ist „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" eine große Regel in der Tora, oder die Sukka ist die Gesamtheit aller Mizwot. Nimm alle Mizwot zusammen, und du bekommst die Sukka.
49:53
Schüler: Die Frage ist zuerst, ob es irgendeine Mizwa gibt, die nicht alle Mizwot einschließt. Genau wie wir ja über Verlangen sprechen: Jedes kleine Verlangen enthält alle übrigen Verlangen. Wenn das so ist, wie können wir uns dann auf die richtige Forderung konzentrieren, auf eine einzige Forderung? Nicht einmal Glauben fordern und einmal Liebe der Freunde, sondern wirklich eine einzige Forderung kennen. Und wissen: Wenn ich darauf konzentriert bin, bin ich darauf konzentriert, und wenn nicht, dann nicht. Dass ich das wenigstens weiß.
Rav: Schade, dass du das nicht weißt. Er fragt etwas Richtiges. Er sagt Folgendes: Ich bin ein kleines Tier, ja? Ich habe keinen Verstand, keine Konzentration, gar nichts, und was willst du von mir, ja? Ein kleiner Kopf. Er hat recht. Und außerdem bin ich verwirrt, und überhaupt: ich, ich, ich, ja? Das war's. Gib mir eine einzige Sache, an die ich mich erinnere, und fertig. Und genau so sind wir, du hast recht, nicht nur du, ja? Und so hat man uns wirklich nur eine Sache gegeben: „Es gibt nichts außer Ihm".
Denk ständig daran, und daraus werden ohne jeden Zweifel alle übrigen Dinge kommen. Du kannst die ganze Tora nur aus diesem einen Satz herausholen. Das ist kein Satz: aus dieser Idee, die du leben willst, an der du ständig festhältst, das heißt, dass du sie lebst. Schau, wie sich daraus für dich die ganze Leiter, die Stufen und so weiter zu entrollen beginnen. Das ist wirklich das Ende des Fadens. Das war's, also vergiss das nicht, und erinnere auch mich daran. In Ordnung? Abgemacht. Und wenn du es vergisst, du mich aber vorher erinnert hast, dann erinnere ich dich danach.
Ja, eine Frage? Aber zu dem, worüber wir gesprochen haben, oder einfach so?
51:56
Schüler: Hier gibt es so eine Frage: Bei aller Anstrengung, sich mit dem Freund zu verbinden, durchläuft der Mensch auch schwere Zustände in sich selbst. Erstens: Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Dingen? Zweitens: Wie kann man das maximal nutzen?
Rav: Noch einmal.
Schüler: Noch einmal. Bei aller Anstrengung, sich mit dem Freund zu verbinden, durchläuft der Mensch auch schwere Zustände in sich selbst.
Rav: Ja.
Schüler: Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Dingen? Und die zweite Frage: Wie kann man das maximal nutzen?
Rav: Das war die Frage, die ich hatte. Ich habe sie im Forum beantwortet, direkt vor dem Unterricht, um 2:00 Uhr nachts. Die Frage betrifft Leiden, wir hatten hier auch so eine Frage: Wer anfängt, Kabbala zu lernen, ja, Zion?, fühlt, dass er in große Leiden gerät und ständig etwas auf den Kopf bekommt: Zuhause, Frau, Arbeit. Alle möglichen Dinge kommen sozusagen plötzlich auf ihn zu, er findet wirklich keine Ruhe und keinen Erfolg in irgendetwas, und alles wird schwer und so weiter.
Wir haben darüber gesprochen und gesagt: Ja, das stimmt, der Mensch fühlt so. Und ist das nur ein Gefühl oder die tatsächliche Wirklichkeit? Zuerst einmal: Das Gefühl genügt. Es braucht keine tatsächliche oder nicht tatsächliche Wirklichkeit, das Gefühl entscheidet, ja? Aber durchaus, durchaus: Es passiert nur im Gefühl. Denn womit du dich früher in der Materialität beschäftigt hast, mit Freude, mit Begeisterung oder mit irgendeiner Nervosität, um es zu brechen oder es zu machen, weil du es als wichtig gesehen hast, dafür oder dagegen: Jetzt hast du dazu keine Lust mehr, du willst nicht, es würgt dich sozusagen, du weißt nicht, wie du es loswerden sollst, sogar die guten Dinge, wie sie vorher waren, ja? Jetzt kommt dir also etwas Gutes wie auch etwas Schlechtes als etwas, das du nicht brauchst, nicht willst, als überflüssig. Dann belastet es dich. Das ist das eine.
Das Zweite: Wie geschrieben steht, „Israel beschleunigt die Zeiten", es sammelt die Zeiten, ja? Statt 500 Jahren, ich habe das gerade im Forum geschrieben, statt 500 Jahren wollen wir es in, sagen wir, 10 Jahren. Wir wollen es sofort, aber 10, 20 Jahre, nu, geben wir dem Schöpfer so eine Gelegenheit, wenn wir Ihm schon verzeihen, los, warten wir, dass es in zwanzig Jahren kommt. Oren ist nicht einverstanden, sehe ich; gestern hat er richtig ein Ultimatum gestellt, was zu tun ist, und Schluss. Das stimmt, so werden es tatsächlich zwanzig Jahre. Nein, nein, ich mache Spaß. 54:58
Aber sagen wir, wir müssen in fünfhundert Jahren alle möglichen Leiden durchmachen, auf dem Weg der Tora oder auf dem Weg der Leiden. Lasst uns rechnen: fünfhundert Jahre. Sagen wir, wir müssen in fünfhundert Jahren tausend Kilo Nöte essen, und jetzt wollen wir das statt in fünfhundert Jahren in fünf Jahren tun, ja? Das heißt, in hundertmal weniger Zeit.
Dann müsste ich in jedem Moment hundertmal mehr Nöte fühlen. Kannst du dir vorstellen, so überhaupt zu existieren? Also fühlen wir nicht hundertmal mehr Nöte, nein, wir fühlen sogar weniger Nöte als gewöhnlich. Nur die Nöte, die wir fühlen, fühlen wir in ihrer Stärke intensiver, weil wir statt der guten und der schlechten materiellen Dinge Spiritualität fühlen wollen. Das ist das Problem, verstehst du? Denn selbst bei der früheren Stärke, wenn ich nur die Zeit verkürzen würde und die Stärke der Nöte bliebe, reicht auch das schon, damit ich fühle, dass es nicht in Ordnung ist, dass es schlimmer ist als vorher. Die Materialität schmilzt vielleicht dahin (נמסה?)¹⁹, da ist nichts zu machen. Es stimmt: Wer anfängt, sich mit Kabbala zu beschäftigen, hat keine Geduld, ja, keine Geduld, weder für die Arbeit noch für die Familie noch für irgendetwas.
Der Rebbe erzählt dazu schön: Ein Chassid kommt nach Hause und sagt, dass er zum Rebben fährt. Er sagt: „Der Lebensunterhalt reicht nicht, das Haus muss man wechseln, die Möbel wechseln, ich liebe dich nicht genug, und die Gesundheit, und alle möglichen Dinge. Ich fahre zum Rebben, ja, ich gebe ihm eine gute Spende, küsse ihm die Hand, er gibt mir einen Segen, ich komme nach Hause, ich liebe dich mehr, die Kinder werden gesund sein, das Haus, alles, der Lebensunterhalt, alles wird in Ordnung sein." Wie sie sich freut, dass er zum Rebben fährt.
Verstehst du. 57:44
Das heißt, wir fangen an, genau die Dinge als Nöte zu fühlen, mit denen ein gewöhnlicher Mensch so praktisch arbeitet und daraus sein Leben einrichtet. Wir wollen sie nicht, weder die guten noch die schlechten Dinge. Deshalb fühlt man, dass das Leben tatsächlich schwerer wird.
Für die, die ein bisschen religiös waren, ist es noch schlimmer. Vorher haben sie ein bisschen Mizwot erfüllt, alle möglichen Dinge; jetzt sehen sie sich selbst. Stell dir vor, was für ein Schlag das wirklich ist. Vorher hatte er eine Rechtfertigung: dass er sich an den Schöpfer wendet, dass er einen Garten Eden hat, irgendwas, für jede Handlung gibt es Lohn. Nu, weißt du, es klappt nicht, wie ist das in diesem Lied? (Russisch.) Nu, auf Hebräisch gibt es so etwas nicht, ja? Aha, verstehst du: Hast du kein Glück im Kartenspiel, dann hast du Glück beim Geld; nicht beim Geld, dann in der Liebe. Ja. Hier, verstehst du, habe ich gar nichts, das ist eine Not.
Und das alles, um zu beschleunigen, um uns zu drängen, die Entwicklung zu beschleunigen, verstehst du? Insgesamt sind diese Leiden … aber sie heißen schon entweder „Leiden der Liebe" oder „Leiden der Geburt". Leiden der Liebe, um dich in die wirklich erleuchtete Welt zu ziehen. Gemeint ist zum Geben, nicht zu einer „erleuchteten" Welt, in der mir alles offen und schön ist, so, weißt du, solche Schaufenster, das war's. Und Leiden der Geburt: Du fühlst dich wirklich wie ein Kind vor der Geburt, verstehst du, Geburtswehen, bei denen man es wirklich mit Gewalt herausholen will, ja? Wie geschrieben steht: Der Hausherr kommt und jagt den Gast hinaus. So ist das. Das sind also Kräfte, ohne die wir nicht herauskommen.
Ja.
60:00
Schüler: Was ist der Unterschied zwischen Geben und Kedusha?
Rav: Was ist der Unterschied zwischen Geben und Kedusha? Er fängt heute plötzlich an, Fragen, die ein und dasselbe sind, miteinander zu verbinden.
Auch ich habe mir den Schöpfer einmal als alten Mann vorgestellt, mit einem schönen weißen Bart, so barmherzig, der lauter gute Dinge tut. Danach sagte man mir: „Es gibt nichts außer Ihm". „Es gibt nichts außer Ihm", das heißt: alle Dinge um mich herum, und ich sehe schlechte Dinge, und was auch immer, alle Nöte, das ist von Ihm, es gibt nichts außer Ihm. Dann ist es schon kein schöner alter Mann mit weißem Bart mehr, so ein guter Großvater, ja? Es fängt schon an … Du fängst heute an, all diese Dinge zu verbinden: Geben, und was noch? Der Schöpfer, und Spiritualität, und Kedusha, das ist dasselbe.
Aber sag lieber „Geben". Sag statt Schöpfer „die gebende Kraft", das verwirrt dich nicht darin, dass du dem Gebenden ähnlich werden musst. Man sagt „Schöpfer": Ist es schlecht, dem Schöpfer ähnlich zu werden? Nein, warum nicht? Wenn du „die gebende Kraft" sagst, wird es schon ein bisschen problematisch, ihr ähnlich zu werden.²⁰
Ja.
Schüler: Hier gibt es noch Fragen auf Russisch. Aber …
Rav: Aber du liest ja schon.
Schüler: Ich lese. Die Erkenntnis des Bösen ist die Gleichheit der Form mit dem Schöpfer, Frage …
Rav: Nein, nein, die Erkenntnis des Bösen ist nicht die Gleichheit der Form mit dem Schöpfer. Was denn: So wie ich böse bin, ist Er böse, und darin sind wir gleich? Was heißt Gleichheit der Form?
Schüler: Vielleicht kommt sie daraus.
Rav: Nein. Nu, nu, machen wir weiter, aber zuerst: Das stimmt nicht, da ist irgendeine Ungenauigkeit.
Schüler: Worin besteht die Erkenntnis des Bösen vor dem Machsom?
Rav: Worin besteht die Erkenntnis des Bösen vor dem Machsom? Darin, dass der Schöpfer mir die Möglichkeit gibt, mich als Sein Gegenteil zu sehen. Aus den Dingen, in denen ich das Gegenteil von Ihm fühle, schreie ich, und durch sie gehe ich über den Machsom. Und es gibt noch viele, viele Dinge, in denen ich Sein Gegenteil bin, aber das ist nicht schlimm: Mit ihnen kann ich den Machsom überschreiten.
Wir gehen insgesamt mit unserer korrigierten Tierhaftigkeit über den Machsom, und das ist ein so kleines Verlangen im Vergleich zu den spirituellen Verlangen. Das heißt, den Machsom zu überschreiten. Danach fangen wirklich Verlangen über Verlangen an, sich zu enthüllen, die wirklich das Gegenteil des Schöpfers sind, der „Pharao", wie man sagt, ja? Wirkliche Klipot.
Aber um den Machsom zu überschreiten, stören uns diese Klipot nicht; sie sind jenseits, wie man sagt. Warum sagen wir, dass alle Welten der Klipa den Welten der Kedusha gegenüberstehen und dass beide oberhalb des Machsom sind? Weil mich das nicht stört: Ich bin jetzt nur mit meiner Tierhaftigkeit verbunden, und nur auf sie einen Zimzum zu machen, genügt mir, um den Machsom zu überschreiten. Sagen wir, das war die Frage, ich weiß es nicht.
63:21
Schüler: Wie muss ich mich vorbereiten, um von den Freunden die Größe des Schöpfers zu empfangen? Jeder annulliert, strahlt es ja anders aus, drückt es aus, Entschuldigung, oder strahlt es anders aus. Wie versteht man sie alle, damit sie in mir als Teile des Schöpfers leben?
Rav: Wie muss ich die Größe des Schöpfers bei den Freunden bekannt machen?
Schüler: Wie bereite ich mich vor, um von den Freunden die Größe des Schöpfers zu empfangen?
Rav: Oh, das ist etwas anderes, schön. Wie bereite ich mich vor, um beeindruckt zu werden, einen Eindruck zu bekommen, um von den Freunden die Größe des Schöpfers zu empfangen, ja? Wir lernen, dass wir alles, was wir erfassen, nach der Gleichheit der Form mit dieser Sache selbst erfassen, ja? Wie ein Radioempfänger: Er kann etwas empfangen, wenn seine innere Welle der äußeren Welle gleicht, das war's.
Wenn ich nicht darauf eingestellt bin, von den Freunden die Größe des Schöpfers zu empfangen, hilft mir gar nichts. Das ist, wie wenn du einer Katze eine Moralpredigt hältst, warum sie nicht auf zwei Beinen geht. Fang an zu reden, halte ihr eine richtige Moralpredigt, nichts wird helfen. Sie ist nicht auf dieser Welle, die du ihr geben willst. 64:44
Genauso der Mensch, genauso, sogar noch schlimmer. Wenn er nicht darauf eingestellt ist, überhaupt nicht darauf eingestellt ist, diese Welle zu empfangen, die du ihm über die Größe des Schöpfers sendest, ja?, dann empfängt er sie nicht. Das heißt, jeder Einzelne von uns muss mit jedem Einzelnen reden und Artikel lesen, sodass wir uns bemühen, bereit zu sein, von der Größe des Schöpfers zu hören.
Sodass dieses Thema insgesamt das einzige bei uns in der Gemeinschaft ist. Wenn wir so eine allgemeine Übereinkunft haben, wirkt das auf uns alle, und dann hören wir jetzt vielleicht wirklich. Jetzt ist die Frage: Ich habe schon dieses kleine Wissen, ich habe mich allen gegenüber verpflichtet, und jeder hat sich allen gegenüber verpflichtet, von der Größe des Schöpfers zu hören. Wie kann ich mich jetzt persönlich ausrichten, wie kann ich meine Empfindlichkeit steigern, um diese Botschaft, dieses Wissen noch stärker aufzunehmen? Wo ist hier meine Arbeit?
Hier muss ich also daran arbeiten, immer mehr zu fühlen, was die Gemeinschaft sagt. Weißt du, so wie … Es gibt irgendein Problem, ich will Nachrichten hören, was dort passiert ist. Ich schalte das Radio ein: Wo ist der Sender … der zweite, Reshet Bet, irgendwas dort, nu … und so weiter. Das heißt, ich muss ständig an der Wichtigkeit arbeiten, an der Wichtigkeit des Empfangs. Und man muss darüber gemeinsam lesen.
Das schreibt Rabash in den ersten Artikeln über die Gemeinschaft: gemeinsam lesen und daran arbeiten. Aber außer dem gibt es nichts. Außer dem gibt es nichts. Schau dir die Artikel „Freie Wahl" an, die Artikel über die Gemeinschaft. All diese Dinge weisen uns insgesamt auf einen einzigen Punkt hin. Deshalb gibt es unter uns Menschen, und ich habe das gestern und vorgestern gesagt:
Es gibt unter uns Menschen, die sich auf ihre Arbeit in der Gemeinschaft konzentrieren und denken, das war's. Einer geht zu den Infoständen, zu den externen Gruppen, zu irgendeiner Sache, übernimmt diese Aufgabe und denkt, diese Aufgabe wird ihm helfen. Nein, sie wird ihm nicht helfen. Sie wird ihm nicht helfen. Sie hilft ihm nur unter der Bedingung, dass er sie als Mittel benutzt. 67:40
Sie wird ihm natürlich helfen, er geht auf dem Weg, aber in welchem Tempo? Ab und zu wird er hören, aber in welchem Tempo wird das sein? Also nicht in solche Nischen flüchten. Verstehst du? „Ich habe da etwas, daran arbeite ich, lass mich in Ruhe, und ich verlange dafür eine spirituelle Entschädigung." Nein. Eine Entschädigung kannst du bekommen, wenn … Wenn du ein Gefäß vorbereitet hast, bekommst du sie.
Ja.
68:16
Schüler: Ich glaube, die Frage hier war: Wenn es einen Eindruck gibt, sogar einen Eindruck von einem Teil der Freunde oder von einer bestimmten Eigenschaft, wie lässt man sich von allen Eigenschaften der Freunde beeindrucken, sodass sie alle zur Größe des Schöpfers beitragen und nicht einer bevorzugt wird? Vielleicht eine gleiche Haltung schaffen? Dass es möglich ist, sich von allen beeindrucken zu lassen, von allen Eigenschaften der Freunde?
Rav: Noch einmal.
Schüler: Noch einmal. Wie lässt man sich von allen Eigenschaften der Freunde beeindrucken, oder von allen Freunden, oder von allen Eigenschaften der Freunde?
Rav: Wie man sich von allen Eigenschaften der Freunde beeindrucken lässt? Der Schöpfer bewahre! Was ist denn: Hier hast du Diebe, Leute voller Begierde, solche Verdrehten, was? Ich soll mich von allen möglichen solchen Dingen beeindrucken lassen? Wir sind hier, schau dir ihre Gesichter an. Müssen wir uns gegenseitig von dem beeindrucken lassen, was im Freund ist?
Schüler: Von allem, was man tut für …
Rav: Ich brauche vom Freund nur eine Sache. Ich brauche vom Freund nur, davon beeindruckt zu werden, dass der Schöpfer groß ist. Das war's. Nichts außer dem. Er kann mir alle möglichen anderen Eindrücke aus seinem Leben bringen, jeder von uns ist voll, voll von allen möglichen solchen Dingen. Ich muss nur selektiv das aufnehmen, und er von mir auch nur das, und er von ihm auch nur das, und so weiter.
Damit das in uns wächst und der Rest dagegen absinkt: der Rest der Eindrücke von allen möglichen Dummheiten, von Mode und allen möglichen Dingen. Nichts verschwindet, nichts wächst von selbst. Alles wächst durch Verbindung mit Ähnlichem, und alles fällt dadurch, dass im Vergleich dazu durch die Verbindung anderer Dinge etwas anderes wächst.
70:15
Wenn wir alle zusammen die Erkenntnis der Größe verbinden, oder das Verlangen, die Größe des Schöpfers zu erkennen, dann wächst das in jedem Einzelnen, und im Vergleich dazu fallen alle übrigen Dinge. Im Vergleich dazu werden sie kleiner sein, nicht dass sie selbst kleiner werden. Wie soll ich mich also auch von … beeindrucken lassen? Schau, gut, ich sage es nicht genau, aber er hat auch andere Eindrücke, oder?
Schau dir sein Gesicht an. Die gibt es, ja? Man sieht es. Nu, was willst du machen? Willst du zusätzlich zu deinen Begierden noch seine Begierden aufnehmen, und seine, und seine, und seine? Wie kommst du darauf? Deshalb hat man gesagt, heißt es, dass jeder seinen Freund als Zadik sehen muss. Was heißt, als Zadik sehen? Ich lüge, und ich bin auch kein Zadik. Was heißt dann, als Zadik sehen? Eingestellt sein wie ein Radioempfänger, um von ihm nur die heiligen Dinge aufzunehmen. Verstehst du? Das war's.
Siehst du? Ich bin in Ordnung, was? Ja.
Schüler: An manchem Freund sieht man überhaupt keine Größe des Schöpfers, überhaupt nicht. Man ist davon nicht beeindruckt. Muss ich diesen Punkt mit ihm klären, oder muss ich selbst daran arbeiten, an der Größe des Schöpfers in ihm?
Rav: Wenn ich jemanden anschaue, ja, sagen wir Herzl, ja?, und durch ihn nicht sehe, dass der Schöpfer groß ist, ja? Nu … was kann ich machen? Sein Gesicht bringt mir keine Größe des Schöpfers. Was soll ich machen, ja? Nu … gib einen Rat, Herzl. Er will nichts sagen. Er überlässt mir die Arbeit.
72:05
Schüler: Kann man Gershon fragen, warum, warum ich es nicht sehe?
Rav: Ich weiß nicht, gib einen Rat, was soll man machen? Nicht nur einer. Ich habe um mich herum, dem Schöpfer sei Dank, vielleicht neunundneunzig Prozent solche. Nu? Vielleicht hundert Prozent dieser Freunde, mit denen ich zusammen bin: Durch sie fühle ich keinerlei Eindruck von der Größe des Schöpfers. Was soll man machen?
Schüler: Nur wer in den Spiegel schaut …
Rav: Wenn es einer oder zwei wären, sagen wir, das ist nicht schlimm. Nu … äh …?
Schüler: Nein. Nur wer in den Spiegel schaut, bekommt die Größe des Schöpfers.
Rav: Ja. Wir sagen ja: Wenn ich schlechte Dinge sehe, sage ich, „der Schöpfer hat das gemacht". Aber über den Freund, den ich anschaue, sage ich nicht „der Schöpfer hat ihn gemacht", sondern „er ist schuld", der Freund selbst. Also, was soll ich machen, nu? Du, was denkst du? Wie werde ich trotzdem beeindruckt?
73:11
Schüler: Soll ich sagen, was ich denke?
Rav: Ja.
Schüler: Also. Einerseits …
Rav: Das Problem hat offenbar zwei Seiten. Entweder ist der Freund zu faul, mir zu zeigen, dass er wegen der Größe des Schöpfers arbeitet und lernt. Dann muss es wirklich eine Gemeinschaft geben, die bereit ist, jeden Einzelnen zu verpflichten, allen zu zeigen, dass er nur wegen der Größe des Schöpfers in der Gemeinschaft arbeitet, lernt, früh kommt.
Jede kleine Sache, die kleinste, die er tut … verstehst du? Er soll allen zeigen, dass er sie tut. „Wer seinem Freund ein Geschenk gibt, muss es ihn wissen lassen." Das heißt, er ist schuld, dass ich es durch ihn nicht sehe. Und auch dass ich es durch ihn nicht sehe: Wie kann ich mich mehr darauf ausrichten, es zu sehen? Nu, sag. Ich bemühe mich, ich kann es nicht.
74:19
Schüler: Ich kann ihm zeigen, dass ich Größe des Schöpfers habe, und dann liegt es in seiner Kraft, zu denken, als ob er das aufnimmt, und dann gibt es …
Rav: Nu, also, was macht man?
Schüler: Ich kann das mit ihm klären, ihn fragen, warum ich es nicht sehe. Ich kann selbst arbeiten, aber wenn ich selbst arbeite, dann arbeite ich hier im Moment ja wirklich nicht an der Größe des Schöpfers, und dann fordere ich es nicht von ihm, und dann bleibt er so. 74:50
Rav: Oj jo jo joj jo jo joj … Nu … was macht man? Nu, unterm Strich, was machst du? Erzähl uns deine Erfahrung, und wir werden sehen. (Danke.) Nu, sag, was empfiehlst du uns? Gib einen Rat. Nu? …
Schüler: …
Rav: Er sagt, es fehlt einfach eine Annäherung, eine tierische Annäherung an den Freund. Fang einfach mit ihm zusammen irgendeinen Nachtdienst an oder so etwas, und du wirst plötzlich sehen. Ich habe das von den Leuten gehört, die so nachts miteinander geblieben sind: Plötzlich hörst du, was er für Dinge sagt. „Ich dachte, er ist ein Dummkopf und versteht nichts. Ich wusste auch nicht, dass er an diesem oder jenem arbeitet, dort an den Artikeln, am Computer, dort irgendetwas macht, schau, was er …"
Plötzlich fange ich an zu sehen, was ich nicht gesehen habe. Ich habe sein Gesicht angeschaut, war von nichts beeindruckt, also dachte ich, das ist alles, was da ist. Gerade von den Diensten habe ich viel gehört, bei denen man Leute so miteinander zusammengebracht hat und sie geredet haben, und plötzlich haben sie wirklich entdeckt, dass neben ihnen besondere Menschen sind, ganz anders, als sie vorher dachten, wirklich so.
Schüler: Also, was ist die Verbindung …
Rav: Daraus siehst du also, dass man den Menschen einfach kennenlernen muss. Man muss also alle möglichen Gelegenheiten erfinden, um uns zusammenzubringen. Wir lernen das … Ehrlich gesagt ist das nicht einfach, wir lernen das … Warum saß Josef im Gefängnis mit dem … wie heißt er, dem da? Mit dem Obersten der Mundschenke und dem Obersten der …
Schüler: Dem Obersten der Bäcker.
Rav: Der Bäcker?
Schüler: Bäcker, der … Koch, nu, der Kuchen macht.
Rav: Köche. Nu … nein … Bäcker? Heißt das so?
77:40
Schüler: Ein Bäcker ist jemand, der Kuchen macht. …
Rav: Der Oberste der Bäcker? Ich erinnere mich nicht. Ja? Gut. Warum saß er mit ihnen zusammen im Gefängnis? Gerade weil er sich mit ihnen verbunden hat, stieg er danach zur Herrschaft auf. Nu gut, das sind Dinge dort … Aber das heißt: Man muss einen Rahmen finden, in dem uns der allgemeine Rahmen, ob wir wollen oder nicht, plötzlich zusammen in irgendeine Arbeit, irgendeine Aktivität bringt.
Sodass ich, ob ich will oder nicht, plötzlich mit jemandem zusammen bin und anfange zu erkennen: Er ist ja, mein Lieber, ein Mensch, und was für ein Mensch, und was er hat. Das fehlt uns noch. Was habe ich gesagt? Sogar eine Tafel machen, um dort zu sehen, was jeder tut. Nu, das steht bei uns im Programm, ja? Man denkt, das ist einfach nur so.
Ja.
Schüler: Mir scheint, dass man sich von den Freunden beeindrucken lassen will, ist weniger das Problem. Das Problem ist eher: In welches Gefäß tut man das danach? Mein Gefäß ist wirklich kein großes Gefäß. Das ist das konkretere Problem. Also: Wo sammelt man all diese Eindrücke, in etwas, das meins ist, oder in etwas Großes, das allen gehört? Da liegt die Schwierigkeit. Ich habe kein Problem damit, mich von meinen Freunden beeindrucken zu lassen …
Rav: Du hast einen eigenen kleinen Korb, und dort ist ein großer Korb der ganzen Gemeinschaft, und du weißt nur nicht, wie du deine Sachen hineinwirfst, ja? So sagst du es sozusagen, als ob du, mein Lieber hier …
79:31
Schüler: Andererseits … damit habe ich kein Problem. Aber wir sagen doch, dass hier auf meiner Seite eigentlich nichts ist. Dieser Punkt ist mir nicht klar. Wo sammle ich all diese Eindrücke letztlich?
Rav: All die Eindrücke, ob du willst oder nicht: Wenn du beeindruckt bist, bist du beeindruckt. Jetzt willst du davon auch die ganze Gemeinschaft „anbeeindrucken" … kann man das sagen?²¹
Schüler: Beeindruckt sein.
Rav: Nein, nein, nein. Nein. Die ganze Gemeinschaft „anbeeindrucken". So etwas gibt es nicht. Den Eindruck der ganzen Gemeinschaft bewirken, dafür gibt es kein solches Verb. Das war's. Aber zuerst musst du beeindruckt sein. Wie denn sonst? Wenn du nicht beeindruckt bist, wie willst du den Eindruck der Gemeinschaft bewirken? Aus welchem Verlangen? Aus welchem Gefäß? Du musst zuerst selbst in Vibration sein und sie dann weitergeben.
Lernen wir noch etwas? 80:28
(Ende des Unterrichts)