Tägliche Lektion14 сеп 2003

Rabash. Art. 882. Rosh Hashanah

Rabash. Art. 882. Rosh Hashanah

14 сеп 2003

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

Rohabschrift ohne abschließende Korrekturlesung. Fehler sind möglich.

Buch „Schriften des Rabash", Sammlung „Dargot HaSulam" (Stufen der Leiter), Band 3, Aufzeichnung 882. Rosh HaSchana

Rav: Das ist ein Artikel aus „Dargot HaSulam" von Rabash. Wir haben nach dem Artikel über die freie Wahl gelernt, dem Artikel „Die Freiheit" von Baal HaSulam: Es gibt eine Innerlichkeit und eine Äußerlichkeit, die der Schöpfer für uns aufgestellt hat – also uns und die uns umgebende Welt. Am Anfang, vor dem Zerbrechen, gab es Kli und Licht. Damit das Kli hervorkommt und sich selbst korrigieren kann, ist rings um das Kli schon kein Licht mehr – weil das Kli nicht korrigiert ist. Stattdessen gibt es rings um das Kli schon ein System, das „Welt" heißt.

Die Seele befindet sich in der Welt, und außerhalb der Welt ist schon das Licht der Unendlichkeit, zu dem die Seele kommen muss. Die Welt, die in der Mitte zwischen der Seele und dem Licht der Unendlichkeit liegt, ist das System, das der Seele hilft, zur Korrektur zu kommen – und dann verschwindet diese Welt, und das ganze Licht der Unendlichkeit füllt die Seele. Bis dahin, während der Zeit der Korrekturen, haben wir ein System: die Seele innerhalb der Welt.

In einem solchen Zustand haben wir vier Gegebenheiten. Es gibt Eigenschaften und Kräfte, die in der Seele sind – so wie der Mensch in dieser Welt ein Gen hat. Die Wissenschaftler sagen, dass alles im Gen aufgezeichnet ist: wer welche Eigenschaften haben wird, was ihm infolge dieser Eigenschaften geschehen wird, wozu er sich hingezogen fühlen wird und wonach er überlegen¹, entscheiden und all die Dinge tun wird. Das alles hängt von unseren Genen ab, alles ist dort schon aufgezeichnet, und der Mensch kann es nicht ändern. Daran sehen wir, dass ein Teil des Schicksals schon im Voraus besiegelt ist: Selbst wenn ich will, kann ich ihn nicht ändern – das ist mein inneres Gen.

Nicht ich stelle es so auf, sondern ich bin schon ein Ergebnis davon. Und in diesem inneren Gen, in meinem Reshimo, wie es in der Kabbala heißt, ist auch mein ganzer Weg von hier bis zum Ende der Korrektur aufgezeichnet. Denn wenn ich mich in Eigenschaften, in Kräften, in einem Charakter, in allen möglichen Unterscheidungen in einer bestimmten, genau definierten Form befinde, dann muss ich diese Form gewiss zu hundert Prozent Vollkommenheit bringen. Das heißt, sie zu korrigieren. Und dann ist auch klar, in welchen Stufen – vom Leichten zum Schweren – und in welcher allmählichen Entwicklung ich diesen Weg werde gehen müssen. 4:24

Das ist so, wie er es uns dort im Artikel über die freie Wahl sagt, dass es mit einem Samenkorn geschieht – sagen wir, mit einem Weizenkorn. Es ist klar, dass es ein Weizenkorn ist und dass es sich allmählich in einer bestimmten Form entwickeln muss, alle Entwicklungsstufen durchlaufen muss und zu dem Zustand kommen muss, der schon potenziell darin ist, damit er ins Wirken tritt – damit daraus schon Weizen wird. Wodurch entwickelt man sich? Durch die Umgebung. Man empfängt Kräfte aus der Umgebung, und diese Kräfte, die man aus der Umgebung empfängt, wirken sich in bedeutendem Maße auf die Entwicklung aus².

Diese Kräfte können aber die Bedingungen nicht ändern – die Reshimot, die Aufzeichnungen, die im Gen sind, die im Samenkorn sind. Aus Weizen kann nicht plötzlich Gerste werden. Die Umgebung hat überhaupt keine Herrschaft über das Innere, über das, was in der Seele ist: weder über ihre Eigenschaften, die man korrigieren muss und so zu ihrem Ende der Korrektur kommt, zum Abschluss, zum Ziel, noch über den Weg, auf dem diese Eigenschaften die Zustände der Korrektur allmählich durchlaufen müssen. Bei uns ist es so, dass wir auch in der Umgebung zwei Gegebenheiten haben: die Eigenschaften der Umgebung und die Entwicklungswege der Eigenschaften der Umgebung.

Über die Eigenschaften der Umgebung hat der Mensch ebenfalls nicht viel Herrschaft. Woran er Herrschaft hat, das sind die Entwicklungswege. Das heißt, er kann jedes Mal eine solche Umgebung finden, die auf ihn so einwirkt, wie er es wählt, in der Abstufung und in der Geschwindigkeit, wie er es entscheidet. Daraus folgt: An Rosh HaSchana wird zwar, wie geschrieben steht, alles besiegelt – wer, was, wie viel und was er bekommen wird. Aber das bestimmt überhaupt nicht, in welcher Form der Mensch das bekommt und wie er all die Dinge empfinden wird, die ihm an Rosh HaSchana besiegelt werden. 8:06

Deshalb gibt es hier den Platz und die Arbeit von Seiten des Schöpfers, und es gibt hier den Platz der Arbeit von Seiten des Geschöpfs. Wir sagen zwar „Es gibt keinen außer Ihm", dass alles von Oben kommt, dass „alles in den Händen des Himmels liegt außer der Furcht vor dem Himmel", dass der Schöpfer alles bestimmt, „es gibt keinen Ort, der frei von Ihm wäre", und so weiter mit den Versen. Dass absolut nichts ohne die Entscheidung von Oben geschieht und dass es von Oben herabkommt – das stimmt. Aber es gibt hier einen wichtigen Bestandteil, der vom Menschen abhängt, und das ist die Einwirkung der Gemeinschaft². Von allen vier Bestandteilen ist das die Entwicklung der äußeren Gemeinschaft, die auf den Menschen einwirkt.

Das ist so, als würde das Samenkorn bestimmen, wie viel Sonne, wie viel Feuchtigkeit, wie viel Regen, wie viel Salze und noch alle möglichen weiteren Eigenschaften – Dünger und so weiter – in den verschiedenen Zuständen seiner Entwicklung auf es einwirken: wann mehr, wann weniger, wann dies, wann das. Wenn das Samenkorn auf diese Weise bestimmen könnte, dann nennt man das freie Wahl³ über die Entwicklung. Gewiss kann es aus sich selbst nichts anderes machen. Aber zu bestimmen, wie es sich entwickelt, dadurch die Formen seiner Entwicklung zu lernen und daraus das ganze System zu lernen, das über es wacht, es korrigiert und über es herrscht –

das heißt, er lernt die Gedanken des Schöpfers, er lernt die Eigenschaften des Schöpfers, er lernt die Taten des Schöpfers. Das heißt, er ersetzt buchstäblich den Schöpfer in der Schöpfung. Denn er lernt, und dann greift er dadurch in diese Gegebenheit ein, in die Veränderung der Umgebung, und dadurch bestimmt er. Das heißt: Die Wahl der Umgebung durch den Menschen, die er entsprechend seinem Verständnis des Schöpfers trifft – Seiner Eigenschaften, Seiner Handlungen, Seines Gedankens, Seines Ziels –, verleiht dem Menschen die Stufe des Schöpfers. Gewiss, das Substrat⁴, also die ursprünglichen Eigenschaften des Menschen, ändert sich nicht und kann sich nicht ändern. Denn der Mensch versteht nicht, was das Substrat ist. 11:28

Das ist so, wie er nicht versteht, was Sein Wesen ist; so, wie er nicht versteht, was die Essenz einer Sache ist, die nicht erfasst wird. Erfasst werden nur die Materie und die in die Materie gekleidete Form, nicht aber die abstrakte Form und die Essenz. Aber dadurch, dass man dem Menschen erlaubt, an sich selbst Handlungen zu vollziehen, so wie der Schöpfer sie tun würde, und ihm den Platz dafür lässt – dadurch gibt man dem Menschen durchaus die Möglichkeit, den Schöpfer zu erkennen, das Verhältnis des Schöpfers zum Geschöpf, die Pläne, die Gedanken, und wirklich zum Kopf zu kommen⁵.

Rosh HaSchana feiern wir also als Fest von zwei Seiten. Von der einen Seite als Fest, an dem wir dem Schöpfer dafür danken, dass Er uns so gemacht hat, wie Er uns gemacht hat, und über uns entschieden hat, was Er entschieden hat – dass wir Ihn über uns herrschen lassen als König über die ganze Erde. Das ist die eine Sache von Rosh HaSchana. Und hier heißt das „das Joch des Himmelreichs auf sich nehmen". Das betrifft meine ursprünglichen Anfangsbedingungen, mein Gen und die Entwicklungswege dieses Gens, die in mir drinnen sind – das ist das, was in der Seele geschieht. Das ist die eine Seite.

Von der anderen Seite danken wir dem Schöpfer dafür, dass Er uns einen großen Anteil an unserer Entwicklung gelassen hat, dass Er uns den Platz gelassen hat, an dem wir Seine Taten lernen können – „aus Deinen Taten haben wir Dich erkannt" –, dass wir zu Seinem Verständnis kommen können, dass wir Ihn erkennen, uns Ihm nähern, Ihm ähnlich werden und wirklich dazu kommen können, Ihm anzuhaften. Und dadurch – wobei uns eigentlich gar nicht das wichtig ist, dass wir unser Schicksal bestimmen, dass wir von Ihm lernen, wie wir Korrekturen an uns machen, dass wir wissen, auf welchem Weg wir jetzt zur Korrektur kommen müssen.

Mir ist nicht einmal das wichtig, bis zum Ende der Korrektur voranzukommen und dass ich im Ende der Korrektur sein werde und dass ich mich dem nähere und darauf zugehe auf dem guten, dem schönen, dem kurzen, dem richtigen Weg. Es gibt sozusagen einen nahen Weg und einen langen Weg, und ich werde den nahen Weg wählen. Sondern mir ist dabei wichtig, dass ich dadurch, dass ich das tue, dem Schöpfer ähnlich werde, dass ich dadurch in die Dwekut mit Ihm eintrete – und das heißt eigentlich, Ihm Wohlgefallen zu bereiten. 15:22

An Rosh HaSchana feiern wir also zwei Dinge. Zum einen, dass Er uns mit den inneren Eigenschaften hervorbringt, die Er beschlossen hat – das heißt, dass Er herrscht. Und die zweite Hälfte unseres Feierns an Rosh HaSchana ist, dass Er mir auch die Gelegenheit gegeben hat zu entscheiden, in welcher Form ich am besten vorankommen soll – von Ihm zu lernen, in welcher Form man am besten vorankommt, und alle möglichen richtigen Formen gemäß meinem Lernen und meiner Wahl auf mich zu nehmen. Dann lerne ich, Ihm ähnlich zu sein, und komme zur Dwekut mit Ihm. All diese Dinge sind in Rosh HaSchana enthalten.

Deshalb heißt es durchaus „Rosh HaSchana", denn darüber hinaus bleibt dem Menschen nichts mehr zu tun. Wir sehen jetzt: Dieses Verhältnis zu sich selbst und zur Umgebung, zur Welt – sowohl auf der materiellen Ebene als auch danach auf der spirituellen Ebene, egal in welcher Dimension wir uns befinden oder in beiden Dimensionen zusammen –, das umfasst eigentlich den ganzen Prozess, den der Mensch durchläuft, und alle Formen, die der Mensch durchläuft.

16:43
Schüler: … genau passend, um zum Ende der Korrektur zu kommen, also den passenden Verstand, im passenden Alter, ohne äußere Einschränkungen, gesund und alles – habe ich dann von vornherein dieses Substrat dafür bekommen? Oder ist bei jedem Menschen sein Substrat dafür passend? Egal, was das Substrat ist, letzten Endes ist es doch …?

Rav: Jede Seele befindet sich in einer Anfangsform, nach dem Zerbrechen der Gefäße, in ihrem Anfangszustand, der so und so ist – ein Zustand, der gewiss nicht gut ist: zerbrochen, zersplittert, von außen und von innen geteilt. Und man kann fast nicht sagen, dass einer gegenüber dem anderen in irgendeiner bevorzugten Form steht. Es kann sein, dass es mir mit materiellen Augen so scheint, als seiest du klüger, als sei jener stärker als ich, als sei der andere erfolgreicher als ich, und als habe er eine Art gutes Schicksal – bei reichen Eltern geboren, und dazu hat er noch einen reichen Onkel dort in Amerika, und er hat geschickte Hände.

Ja, jeder hat etwas, was ich nicht habe, das kommt hier sicher vor. Die Frage ist: Hat der Schöpfer, der all diese Dinge in jedem Einzelnen erschaffen hat, mit all den Anfangsbedingungen, die Er gemacht hat – hat Er dabei etwas Unvollkommenes gemacht, den einen gegenüber dem anderen? Nicht, dass unser Zustand an sich nicht unvollkommen wäre – das ist sicher, das ist klar: Wir müssen ihn vervollständigen und uns selbst zum Ende der Korrektur bringen, mit unseren eigenen Kräften, mit unserem Verständnis, mit unserer Entscheidung, Stufe um Stufe. Und darin besteht unsere ganze Bildung, das nennt man die Weisheit der Kabbala.

Aber wenn Er jede einzelne Seele erschafft, jeden einzelnen Menschen, der in dieser Welt ist – sowohl in seinen äußeren Formen, also den materiellen, menschlichen, als auch in den inneren Gegebenheiten, den Reshimot, die in der Seele sind, im spirituellen Gen –, und wir alle verschieden sind, und ich sehe, dass der eine mehr hat und der andere weniger, und dieser mehr davon und jener mehr davon, und ich den Unterschied sehe, entweder zu meinen Gunsten oder zu Gunsten der anderen: Sagt dieser Unterschied zwischen uns, dass der eine vollkommener ist und der andere weniger vollkommen?

Nein. Ich kann über keine einzige Form etwas in ihrer wahren Form sagen, weil ich sie nicht in ihrer Endform sehe. Und in der Endform, wenn wir alles vervollständigen, was wir haben, kommen wir sozusagen zur endgültigen, zur absoluten Vollkommenheit – das ist wirklich Vollkommenheit. Und nicht so, wie es mir heute scheint, dass jemand eine bessere Neigung hat, eine bessere Eigenschaft, und ich ihn beneide, dass er klüger ist, flinker, schärfer, besser – und dass mir das dann fehlen würde. Das fehlt mir nicht, nicht für meinen Weg zur Korrektur, das fehlt mir überhaupt nicht für meine Korrektur, und das wird mir gewiss nicht fehlen, wenn ich zur korrigierten Form komme. 20:39

Aber in der korrigierten Form … Sagen wir, wie in dieser Welt: Einer hat Gehör und kann Musiker werden, oder sagen wir, Opernsänger. Wenn es da ist, ist es da. Wenn nicht, dann nicht. Man kann nicht einfach irgendeinen Schimon vom Markt nehmen und einen Caruso aus ihm machen. Das ist klar.

Diese Sache werde ich also nicht haben, selbst wenn ich mich korrigiere. Dann habe ich sie eben nicht – und sie muss auch durchaus nicht da sein. Das heißt: Wenn ich mich korrigiere und mich wirklich meinen Eigenschaften zuwende, dann werde ich sehen, dass ich aus meinem wahren Mangel heraus handle, und nicht, dass ich auf Caruso schaue und frage: Warum bin ich nicht Caruso?

Das ist nicht der richtige Neid, der aus mir selbst entspringt, weil es in mir ist. Wäre es in mir, dann wäre ich wirklich auch so geboren worden. Das heißt: Jeder wird mit den Eigenschaften geboren, die er braucht. Und wenn er sie korrigiert, kommt er zur Vollkommenheit – und in dieser Vollkommenheit, zu der er kommt, braucht er es nicht, er empfindet nicht, dass ihm fehlt, auch Caruso zu sein.

Deshalb muss jeder seine eigene Arbeit ausführen. Und wenn es ihm scheint, dass es noch andere gibt, die Kelim und auch Erlangungen haben, die ihm fehlen und die bei ihm nicht kommen können, weil sie ihm von vornherein von Seiten seines inneren, spirituellen Gens fehlen – das stimmt nicht.

Ein Mensch kann keinen Mangel an etwas haben, was nicht in ihm ist. Das nennt man einen „künstlichen Mangel": Er sieht einfach, dass dieser Caruso Ehre bekommt, weil er eine große Stimme hat, und ich will Ehre bekommen, also denke ich, dass ich sie durch die Stimme bekommen kann. Wenn ich mich auf die richtige Weise verwirkliche, bekomme ich die Ehre, die mir zusteht, durch eine andere Eigenschaft, durch die Entwicklung einer anderen Eigenschaft, durch den Gebrauch von etwas anderem.

Was?

22:58
Schüler: Er sagt, dass ich korrigieren muss. Mein Mangel – das ist auch in der Arbeit etwas, das man jedes Mal klären muss. … Ich weiß nicht was.

Rav: Der Mensch muss lernen: sowohl seine inneren Eigenschaften als auch deren Entwicklungswege, und auch die möglichen Bedingungen der Gemeinschaft und deren Entwicklungswege – die der Gemeinschaft, die der Eigenschaften der Gemeinschaft, die äußeren Einwirkungen auf ihn. Er muss lernen, was drinnen ist – die Seele und die Entwicklungswege der Seele – und die Welt und die Entwicklungswege der Welt.

Und nachdem er die Innerlichkeit versteht, die Seele mit ihren Entwicklungswegen, und die Äußerlichkeit, die Welt mit ihren Entwicklungswegen – wenn er das versteht, dann versteht er, wie er sich allmählich korrigieren und vervollständigen kann, in einer Korrektur vom Leichten zum Schweren. Und indem er das ausführt, stellt er aus sich selbst⁶ buchstäblich das korrigierte Kli wieder her, und das ist eigentlich das Abbild des Schöpfers.

… Wer ist der Schöpfer? Der Schöpfer ist eben dieses korrigierte Bild, das ich an mir selbst verwirkliche. Wenn ich zum Ende der Korrektur komme, dann sage ich aus der Korrektur meines Kli heraus und aus dem Licht, das das Kli füllt: „Der Schöpfer ist so und so." Ich erkenne und empfinde nichts außerhalb von mir, außerhalb dessen, was ich bin.

Das heißt: Meine korrigierte Eigenschaft im Ende der Korrektur ist das Abbild des Schöpfers, das ich mir in der größten, der nächsten, der vollkommensten Form vorstellen kann. Das heißt: Das Maß meiner Korrekturen insgesamt, im Ende der Korrektur, das sind eigentlich die Maße des Schöpfers. Das sind Seine Namen. Das heißt: All die Korrekturen, die ich von jetzt an bis zum Ende der Korrektur an mir mache – wenn sie sich am Ende zu einer einzigen Korrektur zusammenfügen, so wie all die Glieder des Körpers zu einem Körper –, davon kann ich sagen: „Das ist die Form der Göttlichkeit."

Ja.

25:31
Schüler: … was … und dem, womit zu befassen ich freie Wahl habe? Zum Beispiel, oder noch spezifischer: Wenn es, sagen wir, dazwischen einen Defekt gibt, gibt es vielleicht eine Technologie … Bin ich …

Rav: Wenn ich anfange, das ganze System zu lernen – mein inneres System und das äußere außerhalb von mir, und wie ich mit dem äußeren System über das innere System herrschen kann –, dann kläre ich zuallererst durchaus, dass ich außer der äußeren Kraft, die auf mich einwirkt, keinerlei Zugriff auf meine Entwicklung habe. Und dann komme ich zum Bedürfnis nach der Gruppe.

Das heißt: irgendeine kleine, eingeschränkte, gefestigte Umgebung, die unter meiner Einwirkung stehen kann, unter meiner Herrschaft – die Festlegung der Zustände, das Niveau der Entwicklung, der Charakter der Einwirkung auf mich, all das soll ich bestimmen können. Und danach sehe ich, was ich in dieser Umgebung eigentlich bestimmen kann.

Ich muss mich ja vom jetzigen Zustand aus zu einem fortgeschritteneren Zustand entwickeln, zu einer Stufe, die etwas höher ist als ich. Das heißt, ich erwerbe eine größere Kraft des Gebens, eine größere Form des Gebens, als ich sie jetzt habe. Und für diese Form des Gebens, die ich mir vorstellen kann – was heißt „größer"? –, kann ich das Beispiel weder aus mir selbst noch aus der Umgebung nehmen.

Ich muss dieses Beispiel von dort nehmen, was bei uns in der Kabbala „ACHaP de Eljon" heißt. Das heißt, der Schöpfer selbst muss hier im Bild sein und mir diese Form geben. So wie in unserer Welt: Der Große zeigt dem Kleinen, was zu tun ist, und danach führt der Kleine es aus. Und daraus, dass er es ausführt, fängt er an, den Großen zu verstehen. Das heißt, den Verstand erlangt man am Ende, als Ergebnis der Handlung. Es muss also geben: mich, oder die Welt, die Gruppe, die Freunde, und den Schöpfer als denjenigen, der die wahre nächste Form gibt. Und nach dieser Form ordne ich dann schon die Umgebung. Weder ich noch meine Umgebung haben das Verständnis und den Verstand, um zu wissen, was unsere korrigiertere Form ist.

Nachdem ich das Verständnis bekommen habe, was es heißt, mehr zu geben als jetzt – etwas, das nicht in mir war, etwas wirklich ganz Neues –, da kannst du fragen: Moment, Moment, du hast dieses Verständnis von Oben bekommen, aber du hast gesagt, dass deine nächste Form eigentlich schon in dir vorhanden ist, drinnen in deinem Gen, und dass du nur Kräfte von außen brauchst. Die Sache ist die: Diese nächste Form ist in zerbrochener Form vorhanden, im Reshimo. Und um das Reshimo zu klären, musst du sehen, welche die korrigierte Form sein soll. Und dass sie bei dir drinnen vorhanden ist, im Gen, das ist einfach dazu da, dass du erkennst, was der Schöpfer dir von außen sagt.

Von außen können wir nur das empfinden, wofür wir drinnen eine Vorbereitung haben. Wenn ich drinnen irgendeinen Geschmack an etwas habe und dem gegenüber draußen irgendeine Erscheinung sehe, dann verstehe ich diese Erscheinung auch. Sagen wir, ich habe einmal einen Schlag bekommen; wenn ich dann sehe, dass irgendein Mensch einen Schlag bekommt, verstehe ich, was das ist. Ich kann mir vorstellen, was er jetzt empfindet, wie es ihm dabei ergeht und alle Erscheinungen daraus, ja, alle Folgen daraus – weil ich es schon durchgemacht habe und es bei mir aufgezeichnet ist. Aber diese Form, die er jetzt durchmacht, muss nicht unbedingt schon bei mir drinnen sein.

Das heißt: Die Reshimot, die wir drinnen haben, im Korn, im Samen, in der Seele – diese Reshimot reichen noch nicht aus, um mir ein Bild zu geben, eine Zeichnung davon, wie ich in jedem einzelnen Zustand aussehen soll. Deshalb brauche ich den Schöpfer, der mir gibt, was man „das Bild des Schöpfers mir vor Augen"⁷ nennt, der mir jedes Mal irgendein Abbild einer Stufe gibt, die höher ist als ich.

Was heißt „eine korrigiertere Form"? Ich verstehe, dass ich verdorbener bin – das empfinde ich aus meinem Gen, aus dem Reshimo. Ich empfinde, dass ich korrigierter sein muss. Ich stelle mir irgendwie vor, dass es etwas gibt, das „geben" heißt, aber ich weiß nicht, was geben ist, denn es ist gegen alles, was ich habe. Das heißt, ich habe drinnen eine Art Formkräfte⁸, sagen wir mal, um das Bild zu verstehen, das Er mir zeigen wird – aber das Bild selbst habe ich nicht. Und wenn ich von Ihm das Bild bekomme, dann gehe ich jetzt mit eben diesem Bild zur Umgebung und führe es an der Umgebung aus: Ich will, dass die Umgebung sich zu mir verhält wie eine höhere Stufe, dass sie auf mich einwirkt wie auf einer höheren Stufe. Der Unterschied zwischen mir und der höheren Stufe soll so auf mich wirken, dass ich vorankomme, dass ich einfach dorthin strebe – diese Stufe zieht mich sozusagen zu sich.

Was heißt, sie zieht mich? Sie zieht, aber auf meine Rechnung, denn ich habe sie gebaut, ich habe diesen Hebel gemacht, das Sprungbrett – alles mache ich. Und warum wird diese Stufe, zu der ich komme und die ich baue, wirklich spiritueller sein, also mit mehr Kraft des Gebens? Weil ich die Umgebung aus Seelen baue und aus diesen Seelen eine korrigiertere, spirituelle Form machen muss. Und das kann ich in dem Maße tun, in dem ich meinen Willen zu empfangen erniedrige, meinen Stolz, alles, was ich habe, gegenüber diesen Seelen.

Es kommt also heraus: Indem ich schon daran arbeite, die Umgebung zu organisieren, baue ich damit mich selbst. Ich baue mich selbst sozusagen auf negative Weise: Ich unterdrücke mich selbst, mein Selbst, und baue die Umgebung über mir auf. Das heißt, mein Wille zu empfangen wird schon geringer als die Stufe, die ich jetzt als äußere baue. Das heißt, ich verwirkliche jetzt schon die spirituelle Gestalt, die Gestalt des Schöpfers, die Gestalt der Gemeinschaft als höher gegenüber mir – und das ist schon an sich eine Korrektur. Und wenn ich es so geformt habe, dann bekomme ich auch die Einkleidung des Schöpfers in diese höhere Stufe hinein, sodass die Kräfte von dort, die Umgebenden Lichter, zu mir kommen und mich wirklich verändern. Und die zweite Hälfte der Handlung schließe ich damit ab, dass ich in eben diese Stufe eingeschlossen werde. Denn ich bewirke bei dieser Stufe, die ich gebaut habe, bei meiner Umgebung, dass sie eine erhabenere Form annimmt, und ich will auch, dass sie höhere Lichter hat, die als Umgebendes Licht auf mich einwirken und mich zu sich ziehen. Also habe ich eigentlich die Umgebung gebaut, ich habe meinen nächsten Zustand gebaut, und jetzt werde ich in sie eingeschlossen, in diese höhere Stufe, die meine ist – und so bei jedem einzelnen Schritt.

Daran sehen wir: Obwohl der Schöpfer angeblich alles gemacht hat, hat Er eigentlich nichts gemacht – alles hat Er uns überlassen. Und es stimmt, dass wir uns jedes Mal an Ihn wenden müssen, um Wissen zu bekommen, Kraft zu bekommen, eine Form, ein Verständnis, richtig? Aber wenn wir uns an Ihn wenden, dann nur, um die richtige Form zu bekommen, die Dwekut mit Ihm, unsere Angleichung an Ihn – damit wir am Ende genau dahin kommen, wie Er zu sein, zu Seinem Zustand. Deshalb müssen wir an Rosh HaSchana, wo wir am Anfang des Weges stehen, schon verstehen: Der Weg, der vor uns liegt, ist ein Weg voller Herausforderung und wirklich guter Enthüllungen. Und es stimmt, er ist nicht einfach, aber auf jeder seiner Stufen lernen wir die Handlungen des Schöpfers. Und wenn wir uns so zu unserem Zustand verhalten, dann heißt er Rosh HaSchana – dann ist das wirklich der Kopf, der Anfang des richtigen Weges. In Ordnung?

37:49
Schüler: Ich habe eine etwas aktuellere Frage. In der Entwicklung der Wissenschaft gibt es Versuche, genetische Defekte zu korrigieren – nenn das Reshimo, das sind Eigenschaften des Geschöpfs. Wie verhalten wir uns dazu, zu diesen Versuchen, diese genetischen Defekte zu korrigieren?

Rav: Die Wissenschaft ist heute schon so weit, dass wir genetische Defekte korrigieren können – ja, ich höre das von meiner Tochter, sie macht gerade ihren Doktor darin. Wenn das so ist: Versuchen wir damit nicht, in die inneren Bedingungen einzudringen, die in der Seele sind und die der Schöpfer dort aufgestellt hat? Wir sollen uns doch nur mit der Gemeinschaft beschäftigen, nur mit der Umgebung, mit der Wahl einer jedes Mal besseren Umgebung. Wenn wir uns mit dem spirituellen Gen beschäftigen – woraus es besteht und wie es beschädigt ist – und uns bemühen, es auf der materiellen Ebene zu korrigieren, wirken wir damit dann schon auf irgendetwas ein, vielleicht auch auf unsere spirituelle Entwicklung, oder nicht, weil sich das eine in das andere kleidet?

Diese Frage gab es schon, bevor man zur Genetik kam, zur Biologie, zu all diesen Möglichkeiten der Korrekturen im Gen und in der DNA, in allem, was zu unserem informativen Teil gehört. Die Frage überhaupt lautet: Wurde dem Arzt die Erlaubnis gegeben zu heilen? Denn wenn ich überhaupt mit irgendeinem Defekt geboren wurde oder für den Augenblick einen Defekt habe – muss ich das machen? Oder muss ich das nur auf der seelischen, spirituellen Ebene korrigieren, durch das Licht, das zum Guten zurückführt? Oder ist mir das, was diese Welt mir gibt, im Rahmen dessen, was meine Hand erreicht, erlaubt?

Dabei gilt ein Gesetz: Entsprechend der Entwicklung des Menschen, entsprechend dem Maß, in dem unser Wille wächst und unser Ego wächst, entwickeln wir durch dieses Ego unser Eingreifen in die Äußerlichkeit der Welt und in die Innerlichkeit der Welt, also in den Menschen. Und es ist uns erlaubt, das zu tun – deshalb wird es enthüllt.

Dass es als Ergebnis des großen Willens zu empfangen enthüllt wird, sagt uns: Gewiss enthüllen sich nur schlechte und keine guten Dinge, denn sie werden durch einen wachsenden Willen zu empfangen enthüllt. Ein größerer Wille zu empfangen, ein größeres Ego kann uns also keine besseren Dinge bringen; sie sind das Ergebnis des großen Egos. Dass ich mich heute nach tausendundeiner Sache in der Welt sehne, dass ich heute mit niemandem in Frieden leben kann und auch nicht in Frieden mit mir selbst, dass ich heute mit nichts zufrieden bin – sind das gute Dinge? Es stimmt, dass sie mich vielleicht zur Korrektur bringen, zu der Erkenntnis, dass ich mich schon in Zuständen befinde, die man nicht ertragen kann. Aber von vornherein sind das keine guten Dinge, das sind schlechte Dinge, weil sie aus der Entwicklung des Egos kommen.

Aber zugleich: Was dieses Ego entwickelt, was es uns zu entwickeln veranlasst, das dürfen wir benutzen. Denn das ist Verdorbenheit gegenüber Verdorbenheit, Korrektur gegenüber Korrektur, und das dürfen wir machen. Das heißt: Wenn sich durch das Ego irgendeine Krankheit entwickelt hat – mein Ego ist ja von der vorherigen Inkarnation zur nächsten noch gewachsen, zu etwas Neuem, und in diesem Neuen, in dieser Inkarnation, gibt es schon neue Krankheiten; als Ergebnis des Wachstums des Egos gibt es neue Nöte und, sagen wir, auch neue körperliche Krankheiten –, dann darf ich, wenn ich dem gegenüber sehr viel Kraft und Geld und Mittel investiere und die ganze Welt rennt, um etwas zu korrigieren, und wenn ich durch meine sehr große Mühe irgendeine Korrektur erreiche, diese Korrektur auf derselben Ebene benutzen. 43:16

Das heißt: Dieses Gesetz „dem Arzt wurde die Erlaubnis gegeben zu heilen" geht nicht über den Rahmen der natürlichen Korrekturen hinaus, bei denen ich Kräfte auf derselben Ebene investiere, auf der der Defekt ist, und ihn korrigiere. Dieser Defekt liegt in der Größe des Egoismus, im Ego, das gewachsen ist. Wenn ich dafür Kräfte und Geld und alles investiere, unterwerfe ich mich sozusagen dieser Not und bin bereit, alles zu investieren, um sie loszuwerden – und auf diese Weise korrigiere ich. Das heißt, dieser Arzt ist nicht ein Arzt, der mich korrigiert; eigentlich korrigiert mich meine Investition auf der Ebene dieses Arztes, auf der tierischen Ebene.

Jetzt dasselbe mit unserem Eindringen in die Gene, in all die Probleme. Wir müssen in alle unsere Angelegenheiten eindringen – wo wir leben werden, auf welche Weise wir die Materie erforschen werden, wie weit wir sie entwickeln und richtig benutzen können, also zum Nutzen der Menschen. Gewiss ja.

Wenn mein Ego mich schon zur Entwicklung drängt und ich mich wegen dieses Drangs in Entwicklung befinde, gegen meinen Willen, dann ist das schon nicht mehr unsere Entscheidung. Es gibt Geschrei in der Welt: Wir werden keine Versuche mehr machen lassen mit – wie heißt das? Nein, nein, nicht mit Tieren – mit genetischem Klonen, das werden wir nicht zulassen. Wer wird es zulassen, wer nicht? Glaubst du, dass nicht alle daran arbeiten? Alle arbeiten daran, sie schreien nur; dieses Geschrei ist einfach nichts.

Es ist klar, dass unser Ego uns zu all diesen Dingen drängen wird. Was noch für eine Bombe soll man machen? Noch mehr … Wird es nicht aus einer Falte¹⁰ kommen? Doch, sicher wird es das. All die schlechten Dinge werden gewiss herauskommen; ob wir wollen oder nicht, unser Ego wird uns dorthin drängen. Wir sehen, dass die ganze neueste Technologie, das ganze Wissen in der Biologie und in allem zuerst für die Zwecke des Krieges verwendet wird, nur ein kleiner Teil für zivile Zwecke. Also darf ich das benutzen, das war's.

Außerdem werden wir noch sehen, dass auch das gewiss im Willen zu empfangen eingeplant ist und in unserer Entwicklung eingeplant ist: Je mehr der Wille zu empfangen wächst und uns zwingt, die Natur mehr zu enthüllen, desto mehr enthüllt er all – ich weiß nicht – das Asthma, all die Ulcus, ich weiß nicht, wie man sagt, was? Solche Geschwüre, ja, das, was in uns drinnen ist. Und dadurch kommen wir insgesamt schneller zur Erkenntnis des Bösen.

Nein, keine Sorge, auf diese Weise werden wir gar nichts korrigieren; alle Korrekturen werden von Oben durch das Licht kommen. Dieser materielle Ausdruck, dass wir angeblich auf irgendeine Weise entkommen können – das stimmt, aber wir erkennen das Böse, irgendeine Krankheit, und dem gegenüber können wir sie durch eine sehr große Investition heilen, auf eine Weise, die uns nicht daran hindert, die spirituelle Korrektur zu machen. Dieses vollkommene Bild werden wir danach sehen.

Ja.

47:37
Schüler: Wir lernen, dass der Mensch die Umgebung baut, die auf ihn einwirken soll; er kann auch auf die Umgebung einwirken. Ist das eine wechselseitige Einwirkung?

Rav: Ist die Einwirkung der Umgebung auf den Menschen und des Menschen auf die Umgebung eine wechselseitige Einwirkung? Nein. Ich würde sagen: Die Einwirkung der Umgebung auf den Menschen richtet sich danach, wie der Mensch auf die Umgebung einwirken will. Es kann nicht sein, dass die Umgebung auf den Menschen einwirkt, nicht gemäß dem, was er von ihr zu empfangen beabsichtigt. Ich spreche hier von der spirituellen Sache, denn es gibt keinen Zwang in der Spiritualität¹¹ – das ist das Gesetz.

Was heißt „es gibt keinen Zwang in der Spiritualität"? Wenn die Umgebung korrigierter ist als ich, kann ich von ihr keinen Eindruck empfangen, sondern nur entsprechend meiner Investition, ebenfalls korrigierter zu sein. In der Materialität bin ich von vornherein schon bereit, alles zu empfangen. Ich will keine Coca-Cola und weiß nicht, was das ist; die Umgebung sagt mir: Mein Lieber, willst du genießen? Wir haben eine neue Quelle des Genusses, das lohnt sich für dich. Und dann zieht es mich zwar nicht dorthin, aber ich nehme es und fange an zu kosten, davon Reshimot zu bekommen, und aus den Reshimot dann zu begehren.

Aber gegenüber der Spiritualität ist es nicht so. Denn in der Materialität weckt die Gemeinschaft durch die Werbung, die sie mir gibt, eigentlich einen natürlichen Wunsch zu genießen in mir – etwas, das ich habe. Aber in der Materialität kann die Gemeinschaft in mir kein Verlangen zu geben wecken, das größer wäre als das, was in mir ist – ich habe es nicht. Wenn ich die Gemeinschaft mir gegenüber also nicht so aufstelle, wie ich will, dass es ist, dann werde ich von ihr überhaupt keine Einwirkung empfangen.

Das heißt: In der Materialität entwickeln wir uns durch die Umgebung, ob wir wollen oder nicht. In der Spiritualität aber werden wir uns, wenn wir nicht wollen, durch keine Umgebung entwickeln, welche auch immer es sei.

Ich war in der Gemeinschaft¹² einiger großer Kabbalisten. Es gab solche Treffen meines Rav, bei denen ich neben ihm war, mit weiteren großen Kabbalisten von damals; heute sind sie nicht mehr in Körpern bei uns. Und ich war auch neben meinem Lehrer, der groß ist und eine gewaltige Erlangung hat und alles. Und ich sah neben ihm auch Menschen, die schon Jahrzehnte in seiner Umgebung sind – dort seine Enkel und so weiter, seine Chassidim –, und auf sie wirkte keine Umgebung ein, gar nichts. Das heißt, weil sie nicht darauf ausgerichtet waren, irgendetwas von ihm zu empfangen. Sie hatten keinen Drang, seine Gemeinschaft¹² als nützliche Kraft zu gebrauchen, als Hebel, als das, was voranbringt – und deshalb geschah ihnen nichts. Das nennt man: Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität.

(Ende der Lektion)