Dieses
Transkript
wurde
mithilfe
KI
aus
dem
hebräischen
Original
übersetzt
und
nicht
redaktionell
bearbeitet.
—
Rohtranskript ohne endgültige Korrektur. Es kann Fehler enthalten.
Morgentranskript 12.11.2007
Baal HaSulam, Buch „Talmud Esser haSfirot", Band 1, Teil 2, Kapitel 1, S. 39, Punkt 9
Vorleser: „Talmud Esser haSfirot", Band 1, Teil 2, Kapitel 1, Seite 39. Der kleine Punkt 9 bezieht sich auf „nicht angehaftet".
Erklärung Or Pnimi zu Punkt 3 „9. „Haftete sich nicht an“ Das heißt, dass sämtliches Licht, das in den Igulim vorhanden ist, das ist, was sie von dem Kav erhalten, wo sein Leuchten ein neues Leuchten ist, da es in diesem Leuchten nur die drei vorher erwähnten Phasen gibt, und es sich aus diesem Grund vom Or Ejn Sof unterscheidet, das den Igul als „Or Agol“ (Abgerundetes Licht) umgibt (s. Teil 1, Kap. 2, Punkt 3). Und es ist das, was ARI meint mit „haftete sich nicht an das Or Ejn Sof an“, dass sich die Form des Or Agol der Sefira Keter von den Igulim des Or Ejn Sof unterscheidet, dem entgegen führt nur die Gleichheit der Eigenschaften zur Anhaftung der spirituellen Objekte (s. Bedeutung der Themen, Teil 1, Punkt 12, auch Or Pnimi Teil 1, Kap. 2, Punkt 1, beginnend mit „Aus dem gesagten“). „Und umkreist“ bedeutet, die Ursache bildend." 1:11 Noch einmal.
Vorleser: Noch einmal, kleiner Punkt 9.
Rav: „dass es „nicht angehaftet" ist am Licht des Ejn Sof" – dieser erste Kreis ist nicht mit dem Ejn Sof verbunden. Was heißt das? Er will Folgendes sagen. Wir haben den Kreis Ejn Sof (Zeichnung), und wir haben den zweiten Kreis. Zwischen ihnen gibt es einen Kanal, eine Linie. Der Kanal ist das Kli, und die Linie ist Kli plus Licht, ja? Vom umgebenden Licht kommt also Licht nach innen, in die Linie hinein, und gelangt zum zweiten Kreis, ja, richtig? Wenn dieser Kreis leer ist, wie heißt er dann?
Schüler: Chalal Panui, der leere Raum.
Rav: Nein. Und wenn er voll ist, wie heißt er dann?
Schüler: Galgal.
Rav: Oh, dann ist das hier ein Igul, ein Kreis, Entschuldigung – ein Igul, das ist das Kli, ja? Und Galgal ist Kreis plus Licht, ja? Nu, Kli, nu, nicht wichtig.
Schüler: *Beim Wort „Zinor" muss man noch ein Jud hinzufügen.*¹
Rav: Zinor.
Schüler: Daneben „Kli".
Rav: Kli. Ja, Entschuldigung, in Ordnung. Ja? Er fragt also: Worin ist dieser Kreis nicht angehaftet, worin besteht der Unterschied zwischen ihm und dem Ejn Sof? Bitte.
3:08 „9. „Haftete sich nicht an“ Das heißt, dass sämtliches Licht, das in den Igulim vorhanden ist, das ist, was sie von dem Kav erhalten, wo sein Leuchten ein neues Leuchten ist, da es in diesem Leuchten nur die drei vorher erwähnten Phasen gibt, und es sich aus diesem Grund vom Or Ejn Sof unterscheidet, das den Igul als „Or Agol“ (Abgerundetes Licht) umgibt (s. Teil 1, Kap. 2, Punkt 3). Und es ist das, was ARI meint mit „haftete sich nicht an das Or Ejn Sof an“, dass sich die Form des Or Agol der Sefira Keter von den Igulim des Or Ejn Sof unterscheidet," 3:41 – denn es ist schon das Licht des Keter, es ist schon begrenzt. Seine Form ist zwar kreisförmig, aber seine Eigenschaft, seine Stärke ist nicht das Licht des Ejn Sof. Das Licht bekommt die Eigenschaften des Kli. Wenn es durch den Kanal gegangen ist, behält es trotzdem die vorherige Form, die es durchlaufen hat – auch wenn es danach in das kreisförmige Kli eintritt.
Wisst ihr, wie? Es gibt den See Genezareth, und mitten im See Genezareth verläuft der Jordan. Das sind zwei Formen von Wasser, die sich nicht miteinander vermischen. Ihr kennt das, ja? Weißt du, im Meer gibt es auch solche Dinge. Sagen wir der Golfstrom, alle möglichen solchen Strömungen – sie vermischen sich nicht, das Wasser kann völlig unterschiedlich sein, wirklich sehr unterschiedlich, in seiner Natur, in seiner Qualität, in allem.
Denn das Licht ist durch den Kanal gegangen – sagen wir, das war Keter, ja? (Zeichnung) Das war Keter, aber es ist hindurchgegangen und hat davon einen Eindruck bekommen; es kann hier nicht mehr in dieselbe frühere Form zurückkehren. Diesem gegenwärtigen Kli gegenüber bekommt es hier die Form von Ejn Sof, diesem Kli gegenüber – aber das ist Ejn Sof und Kreis ohne Begrenzungen, gleichmäßig und so weiter, dem Kli de Chochma gegenüber. Und es kann nicht mehr in derselben Form sein wie vorher, es hat schon einen Eindruck von der Geradlinigkeit (Yosher) in sich. Und dieser Eindruck bleibt, den kann es nicht mehr loswerden.
(Siehe Zeichnung) Und so geht das bis zur letzten Stufe in der Spiritualität, durch alle Welten hindurch, vom Ejn Sof bis zum Machsom. Und das Interessante ist: Beim Aufstieg von unten nach oben hat der Mensch, in dem Maß, in dem er irgendein Kli erfasst, sagen wir auf irgendeiner spirituellen Stufe, diesem Kli gegenüber das Empfinden des Ejn Sof, das Empfinden der Kreise – welchen Kreisen er gleich wird. Das heißt, welches Maß von Ejn Sof er schon erlangt hat. Das Maß des Ejn Sof kann ich also nicht im Kli de Yosher erlangen.
Im Kli de Yosher ist meine Arbeit; und wie weit ich dem Schöpfer gleich werde, das fühle ich in den Kelim de Igulim. Das heißt: wie weit ich zum Ejn Sof zurückkehre – Maße, Maße, Maße, Maße der Annäherung. Das geschieht durch die Arbeit in der Geradlinigkeit, aber das Erlangen, das Empfinden ist in den Kreisen.
Ja.
6:52 Schüler: Wäre es ein Fehler zu denken, dass der Kanal ein Massach ist und kein Kli?
Rav: Der Kanal ist ein Massach, ja, das Kli ist ein Massach.
Schüler: …
Rav: Nein, nein, nein.
Schüler: Ja, der Massach ist ein Teil des Kli.
Rav: Nein, nein, nein, kein Teil. Der Massach ist das Kli. Nach dem Zimzum Alef ist das Kli Massach und Or Choser. Die Awiut ist nicht das Kli. Kli heißt das, wonach du empfängst, wonach du die Dinge unterscheidest – alles ist Massach, das Maß des Gebens.
Machen wir weiter, Punkt 10.
Vorleser: Punkt 10.
Rav: Ja.
7:32 Vorleser: Der kleine Punkt 10 bezieht sich auf „wenn es an ihm angehaftet wäre".
„10. „An ihn angehaftet wäre“ Das heißt, wenn sein Leuchten vier Phasen gehabt hätte, so wie das Or Ejn Sof selbst, dann würde seine Form mit Ejn Sof übereinstimmen und wäre daran angehaftet. Und dann würde das Leuchten im Or Ejn Sof verschwinden und wäre vollkommen ununterscheidbar." 7:58 Deshalb kann es nicht sein, dass diese beiden Kreise gleich sind; zwischen ihnen gibt es einen Unterschied im Maß der Stufe der Geradlinigkeit. Jede einzelne Stufe der Geradlinigkeit bringt das Geschöpf also von Kreis zu Kreis: von einem eingeschränkteren, kleineren Kreis zu einem größeren Kreis, zu einem noch größeren – denn bei den Kreisen gilt: je größer, desto höher.
Ja.
8:29 Schüler: In Punkt 9, in der Zeile „Bchina", heißt es: „in dem es nur drei Bchinot gibt".
Rav: Ja.
Schüler: Das heißt, das ist auch eine qualitative Sache. Das ist …
Rav: Nein, denn Keter war schon da, es hat schon benutzt. So wie wir es bei AB gegenüber Galgalta haben.
Schüler: Ah, geht es nicht darum, dass man die Bchina Dalet nicht benutzt, dass der Massach über der Bchina Dalet ist – meint er das nicht?
Rav: „das es in den Kreisen gibt, kommt nur von dem, was sie von der Linie empfangen, deren Leuchten die Stufe eines neuen Leuchtens ist, in dem es nur drei Bchinot gibt". Nu?
Schüler: Denn danach sagt er in Punkt 10: „Das heißt, wenn sein Leuchten ebenfalls in allen vier Bchinot wäre wie das Licht des Ejn Sof".
Rav: Ich verstehe deine Frage nicht.
Schüler: Spricht er hier davon, dass man in der Linie die Bchina Dalet eigentlich nicht benutzt? Er reitet auf der Bchina Dalet, er hat eigentlich nicht …
Rav: Auch darum, aber wir … Es stimmt auch, dass die Linie einen Massach auf die Bchina Dalet macht und von drei Bchinot spricht. Aber nicht drei Bchinot und die vierte, so wie wir das zählen, sondern gemeint ist: drei Bchinot und die vierte, wobei die drei Bchinot das Geben sind und die vierte das Empfangen. Das sind Zeichen. Es ist nicht so, dass ich dann die Bchina Gimel wie gewohnt benutzen kann und dass das für mich Geben ist.
Das ist ein Zeichen. Wenn wir sagen, dass man nur in drei Bchinot arbeiten kann und nicht in der Bchina Dalet, dann ist das nur ein Zeichen dafür, dass man die Gefäße des Gebens benutzt. Denn in der ganzen Awiut, welche auch immer, ist es dir verboten, um zu empfangen zu benutzen. Das ist nur ein Symbol. So sprechen wir also über drei Bchinot und über die Bchina Dalet – aber nicht so, dass es in den drei Bchinot kein Empfangen gäbe.
Ja.
Schüler: Ich habe den Unterschied zwischen Kanal und Linie nicht verstanden. Ist der Kanal das, wenn das Kli sozusagen leer von Licht ist?
Rav: Ja, der Kanal ist leer, die Linie ist voll. Bitte. Nochmal: Das sind nur Namen. Es sind dieselben Kelim, das heißt: Wille zu empfangen, Massach mit Or Choser. Aber wir wollen wissen, worin wir dem Ejn Sof gleich werden, ja? Das Ejn Sof hat sich geleert, und jetzt sind wir in den Kelim des Ejn Sof, die vom Massach und vom Or Choser beherrscht werden.
Ein bestimmter Massach hat, sagen wir, irgendein Maß, egal welches, achtzig. Ich habe mit diesem Massach irgendeine Handlung gemacht. Jetzt ist die Frage: Wie weit kehre ich zum Ejn Sof zurück? Da sagt man: Jeder Handlung in der Linie gegenüber hast du Unterscheidungen, ein Empfinden vom Ejn Sof – wo du bist, in welchem Kreis. Denn insgesamt ist das Ejn Sof die Kreise, Kreise, zwischen denen eine Linie sie verbindet.
Bitte.
11:50 Vorleser: Der kleine Punkt 20 bezieht sich auf: „Die hauptsächliche Verbindung und Anhaftung"
„20. „Die hauptsächliche Verbindung und Anhaftung“ Das sich von Ejn Sof bis zum Geschöpf (Neezal) ausbreitende Licht wird das „Direkte Licht“ (Or Yashar) genannt. Und das Or Yashar ist mit dem Geschöpf mittels einer Einkleidung in das Zurückkehrende Licht (Or Choser) verbunden, das vom Massach nach oben durch die Kraft des Siwug de Hakaa (Paarung durch Schlagen) aufsteigt. Diese Sache wird im Weiteren erklärt und „die Verbindung“ genannt. Denn dieses Or Choser steigt vom Massach von Bchina Dalet (Vierte Phase) des Kav Yashar nach oben auf und fängt und schließt das Höhere Licht im Igul ein. Sodass an der Stelle, wo das Or Choser das Höhere Licht nicht einkleidet, dieses Licht bezüglich der Schöpfung als nicht existierend gilt, weil die Schöpfung es ohne diese Einkleidung nicht erlangen kann, die Or Choser genannt wird, was im weiteren Text erläutert wird. Und das gleicht einer Öllampe, wo, obwohl das Leuchten in ihr vom Öl kommt, sich das Licht mit dem Öl nur mittels eines Dochts verbindet. Und falls der Docht endet, erlöscht die Kerze, obwohl dort noch viel Öl übrig bleibt." 13:24
Klar, ja, was? (Zeichnung) Wir haben eine Kerze, sagen wir, und dann haben wir die Awiut, und hier ist dieser Docht, das ist der Massach. Und deshalb, dank dessen, haben wir Licht. Und hier ist das Kli selbst, der Wille zu empfangen, und hier ist der Wille zu geben oder die Absicht. Und dann wird das wirklich zu einem Kli: Das Or Choser ist das Kli, in das sich das Or Yashar schon einkleidet.
Nu.
15:14 Vorleser: Der kleine Punkt 30 bezieht sich auf: „durch jene oben genannte Linie, durch die hindurch,".
„30. „Mittels dieses Kav“ Der Sinn besteht darin, dass es in den Igulim keinen Massach gibt, der das Or Choser emporheben könnte, denn, wie oben gesagt, ist die Schöpfung ohne den Massach nicht in der Lage, sich mit dem Höheren Licht zu verbinden (s. Punkt 5). Und dort wurde geklärt, dass das Kli, das den Kav betrifft, Zinor (Kanal) genannt wird, und es ist wesentlich schwächer als die Kelim von Igulim, die sich nach Zimzum Alef vor der Entstehung des Kav gebildet haben (s. dort in Details). Und deshalb sagt ARI, dass, obwohl die Kelim von Igulim wesentlich höher sind als der Kav, sie dennoch selbständig kein Licht empfangen und das ganze in ihnen vorhandene Licht müssen sie mittels dieses Kav erhalten, welcher wesentlich schwächer als sie selbst ist (aus dem bereits besprochenen Grund)." 16:09
(Zeichnung) Wir haben kreisförmige Kelim, das ist die Welt Ejn Sof, wie wir lernen, dass sie in den vier Bchinot des Or Yashar entstanden ist. Diese vier Bchinot sind Kreise. Wir zeichnen sie wie ein Kli, aber richtig wäre, sie als Kreise zu zeichnen. Denn in ihnen gibt es noch kein Oben und Unten, kein Groß und kein Klein, sondern alles kommt vom Licht: Wie Er das Verlangen erschafft, so wird das Verlangen. Und wenn es deshalb von Seiten des Verlangens keine Unterscheidungen gibt, dann ist alles Kreis, ja? Wurzel, 1, 2, 3 und 4 – die Bchinot des Or Yashar sind so.
Aber dann, als es zum Zimzum Alef kam und das Licht wegging – was gibt es dann in all diesen Kreisen? Jetzt gibt es Welten, und es gibt die Linie des Ejn Sof, in der wir mit dem Massach und dem Or Choser arbeiten, um all diese Kreise zu füllen, bis wir zum Zustand Ejn Sof zurückkehren. So, wie es von Seiten des Schöpfers ist – und hier wird dasselbe von Seiten des Geschöpfs sein, durch die Linie.
Das heißt: wirklich Handlungen zu machen in jedem einzelnen Verlangen, in jeder Gruppe von Verlangen, in ihrer Verbindung, in ihrer gegenseitigen Einbeziehung. Jedes einzelne Verlangen ist ein Kreis, und man füllt es durch die Linie so, dass es sich füllt, wie es ein Kreis ist, das heißt in seiner ganzen Fülle. Und dann ist das die allgemeine Endkorrektur. Kurz gesagt: dass der Massach des Geschöpfs genau so ist wie jener Wille zu geben (siehe Zeichnung) von Seiten des Schöpfers. Und das müssen wir von unten nach oben machen.
Alles, was von oben nach unten gemacht wurde, ist ein verhüllender Massach, der uns Unterscheidungen gibt: in welcher Form, in welcher Stufenfolge, eins nach dem anderen, wir die Kelim korrigieren können, einen Massach auf sie setzen und über dem Massach diese oder jene Kreise füllen können. Und so füllen wir nach und nach das Ejn Sof. Um uns dieses System also stufenweise vorzubereiten, damit wir es füllen, gibt es den Abstieg der Welten vom Ejn Sof bis zu dieser Welt.
Und dieses System, das sich nach und nach geleert hat und für uns bereit ist, fangen wir an zu füllen. Da wird uns dieses jetzt bereitgestellt und jenes danach und dieses in Kombination mit jenem – so in allen möglichen solchen Stufen. Das war's. Wenn wir sie jetzt füllen, dann füllen wir Yosher de Assija und daneben Igulim de Assija; Yosher de Yezira, Igulim de Yezira. So ergibt es sich, dass die Geradlinigkeit die Kreise füllt. 20:10
Nochmal, das ist der übliche Fehler: Es gibt nicht zweimal Kelim de Igulim und getrennt davon Kelim de Yosher, als hätte man eine Kopie von derselben Welt Ejn Sof gemacht und es gäbe das zweimal – das ist Ejn Sof und das sind deine Kreise. Nein. Es sind dieselben Kelim, die im Ejn Sof sind, nämlich die Kreise, jetzt bei uns im Maß der Geradlinigkeit. Was fülle ich also? Wenn ich aus dem Ejn Sof irgendein Kli nehme und es durch die Geradlinigkeit fülle – fehlt dann dieses Kli in der Form des Kreises? Nein. Es ist dasselbe Kli. Wir sprechen nur darüber, in welcher Form ich es fülle.
Deshalb sage ich: Ich habe ein kreisförmiges Kli durch einen Kanal gefüllt – bis alle Kelim Kanäle der Kreise sein werden. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber unterm Strich: dasselbe kreisförmige Kli des Ejn Sof, das ganz durch die Massachim, das heißt durch Kanäle, gefüllt sein wird – aber in der Form, dass es ein Kreis ist, ohne Unterschied und ohne alles: alle gleich, alle verbunden, alle voll, das ist die Form des Kreises. Und andererseits ist die Form der Füllung ein Kanal.
Deshalb gibt es hier immer so eine Art Dualität: „Was sind denn nun die Kelim?" Das heißt, dem Geschöpf gegenüber: Die Kelim, die der Schöpfer erschaffen hat, nimmt das Geschöpf als Kelim de Yosher. Aber von Seiten des Schöpfers sind wir in den Kreisen, alles ist gleich, alle sind vor Ihm gleich und so weiter. Aber was uns angeht:³ Bis man die Korrektur beendet, gibt es Oben, Unten, Groß, Klein, Klug, Dumm – alle Unterscheidungen. Danach verschwinden sie.
00:22:23 Nu, bitte.
Vorleser: Wir sind bei Punkt 4, auf Seite 39, Punkt 4, die Worte des ARI.
Punkt 4 Das Or Ejn Sof umgibt und wirkt aus der Ferne auf den Igul ein.
"4) Und (40) Ejn Sof befindet sich drumherum und umgibt ihn von allen Seiten, weil er die Form eines Igul (Kreis) (50) um ihn herum einnimmt und von ihm entfernt ist. Und das ist eine zwingende Bedingung, dass das Leuchten von Ejn Sof in der Schöpfung nur durch diesen Kav hindurch geschieht. Denn, wenn das Licht zu ihr und durch ihre sämtliche Umgebung passierte, befänden sich (60) die Geschöpfe im Zustand des Schöpfers selbst, ohne (70) Grenze und Beihilfe für das Empfangen." Noch einmal.
Vorleser: Noch einmal.
Punkt 4 Das Or Ejn Sof umgibt und wirkt aus der Ferne auf den Igul ein.
"4) Und (40) Ejn Sof befindet sich drumherum und umgibt ihn von allen Seiten, weil er die Form eines Igul (Kreis) (50) um ihn herum einnimmt und von ihm entfernt ist. Und das ist eine zwingende Bedingung, dass das Leuchten von Ejn Sof in der Schöpfung nur durch diesen Kav hindurch geschieht. Denn, wenn das Licht zu ihr und durch ihre sämtliche Umgebung passierte, befänden sich (60) die Geschöpfe im Zustand des Schöpfers selbst, ohne (70) Grenze und Beihilfe für das Empfangen." 23:51
Verstanden? Nu, was?
Schüler: Den ersten Teil verstehe ich, den zweiten nicht.
Rav: Was ist der erste Teil und was der zweite? (Zeichnung) Das ist der Kreis Ejn Sof, ja? Und das ist der zweite Kreis, ja? Man sagt: Vom ersten zum zweiten hast du einen Kanal. In Ordnung? Das heißt, der zweite füllt sich nur nach einem bestimmten Maß, ja? – was hier hereinkommt und wie viel hereinkommt. Dieser Kanal kann ein dünner Kanal sein oder ein dickerer, das ist das Maß des Massach. Wie weit dieser Kanal … das ist das Maß des Massach. Wenn es keinen Massach gibt, dann schließt es sich, und es gibt keine Verbindung zwischen dem Ausströmenden, ja, und dem Ausgestrahlten.
Und wenn es wenigstens den allerkleinsten Massach gibt, dann gibt es schon so ein Durchsickern in einem sehr kleinen Kanal. Je größer der Massach ist, desto mehr Verbindung gibt es zwischen dem Ausströmenden und dem Ausgestrahlten. Wenn der Massach unendlich ist, das heißt, wenn er sich ganz öffnet, dann gibt es keinen Unterschied zwischen dem Ausströmenden und dem Ausgestrahlten, das Licht ist in beiden einfach gleich, ja? Das ist es, was er sagt. Wer bestimmt? Das Geschöpf bestimmt, welche Verbindung zwischen ihm und dem Ausströmenden sein wird.
Deshalb ist bei der Endkorrektur der dünne Kanal letzten Endes die ganzen neun Ersten; hier (siehe Zeichnung) ist das, was man Empfangen durch die neun Ersten nennt. Und der ganze Rest – warum können wir den Kanal nicht erweitern? Das ist das Lew haEwen, so groß, wie es ist. So wie er sagt, dass der dünne Kanal durch alle Kreise geht, vom umgebenden Licht bis zum Sium, bis zu dieser Welt, bis zum Punkt dieser Welt, ja? So geht dieser dünne Kanal hier hindurch.
Und alle übrigen Kelim, die offen bleiben und die man nicht korrigieren kann, das ist das Lew haEwen, das erst bei der Endkorrektur korrigiert wird. So gewaltig ist das Lew haEwen. Und wir müssen eigentlich nur das korrigieren, was uns auferlegt ist, nur die neun Ersten. Nur im Jessod, nach Brit Mila, Pria, Atifat Dama⁴ – all diese Korrekturen, bei denen wir nicht mit Malchut arbeiten, sondern mit Jessod, wo Malchut zum Jessod aufsteigt; das ist nur im Geben und ein wenig in der gegenseitigen Einbeziehung in die Gefäße des Empfangens.
Deshalb ist die ganze Verbindung zwischen den Welten, zwischen den Kreisen im Ejn Sof, die wir machen können und machen müssen, insgesamt ein dünner Kanal. Aber das reicht dem Geschöpf, es hat keine Kraft mehr für irgendetwas darüber hinaus.
Ja, Mister Schia.⁵
27:40 Vorleser: Wir lesen den kleinen Punkt 40, der sich auf „Ejn Sof befindet sich drumherum und umgibt ihn von allen Seiten" bezieht, auf Seite 39. Kleiner Punkt 40, Or Pnimi, Spalte 2.
Erklärung Or Pnimi zu Punkt 4 „40. „Ejn Sof befindet sich drumherum und umgibt ihn von allen Seiten“ In jeder Sefira unterscheiden wir zwei Arten von Licht, die Or Pnimi (Inneres Licht) und Or Makif (Umgebendes Licht) genannt werden. Das Licht, das sich in die Sefira einkleidet, wird „Or Pnimi“ genannt, und das Licht, das nicht in der Lage ist, sich in die Sefira, aufgrund der dort existierenden Grenzen, einzukleiden, zählt als verblieben in ihrer Wurzel. Die Sefira erhält von ihm das Leuchten von ferne, das sich Or Makif nennt. Und wie ARI sagte, dass trotzdem, dass die Igulim (Pl. von Igul) von Ejn Sof (Unendlichkeit) weit entfernt sind, d. h. die Ungleichheit der Eigenschaften zwischen ihnen sehr groß ist, dennoch empfangen sie das Licht von fern von ihm, das sich „Or Makif“ nennt. Es leuchtet auf zwei Weisen: auf die allgemeine Weise und einzeln. Und das Wort „herum“ deutet auf das allgemeine Or Makif, wogegen das Wort „umgebende“ - auf das einzelne Or Makif hindeutet." 29:05
Das heißt: Es gibt ein allgemeines Licht, das alles umgibt und das der Ausströmende heißt, das Licht Ejn Sof. Und es gibt die einzelnen Lichter, die die Kelim umgeben. Es gibt Or Pnimi und Or Makif – dasselbe Licht, das im Massach war, und der Massach trennt es ab. Und in diesem Or Makif gibt es schon Unterscheidungen vom Massach her, und es existiert um das Kli herum, weil das Kli es fühlt, alles an ihm unterscheidet und es nicht empfangen will. Das heißt, es existiert den inneren Kelim gegenüber. Kurz gesagt: Es gibt Unterscheidungen zwischen Makif, Pnimi, Sovev und so weiter.
Fragen? Es lohnt sich, das noch einmal zu lesen, ich glaube, das habt ihr nicht erfasst.
Ja, nu, nu.
30:02 Schüler: Er sagt, dass das Or Choser eigentlich die Verbindung ist von …
Rav: … dem Ausströmenden zum Ausgestrahlten.
Schüler: Ja. Und ich frage: Was passiert nach dem Zimzum Alef, wo es kein Or Choser gibt, dann ist das Licht …
Rav: Es passiert gar nichts, leerer Raum. Beim Zimzum Alef ist alles weggegangen. Zimzum Alef heißt: Ich bin im Licht Ejn Sof, ich bin in der Vollkommenheit und in allem – außer was? Ich habe Scham gefühlt, und diese Scham annulliert mir die ganze Schönheit, den ganzen Genuss, der hier ist. Alles, was da ist, fühle ich, und als Folge der Scham fühle ich, dass mir das alles nichts wert ist, das ist Dunkelheit, ich will das alles nicht.
Ich könnte weiter empfangen und Scham fühlen, aber die Scham ist so groß, dass ich nicht empfangen kann: Die Dunkelheit ist mir lieber als der ganze unendliche Genuss. So stark ist die Scham. Das heißt: Der Hausherr, der am Tisch voller Genüsse erscheint, zeigt sich mir diesen Genüssen gegenüber so sehr als der Gebende, dass ich gar nichts brauche – ich bin bereit, vor Hunger zu sterben, nur um ihn nicht als den Gebenden zu fühlen.
Bei jedem einzelnen Geschmack, den ich jetzt vom Tisch nehme, verdirbt mir seine Anwesenheit und das Empfinden, dass er der Gebende ist, dass ich der Empfangende bin, dass er mich liebt und dass ich darauf nicht die richtige Reaktion geben kann, das ganze Empfangen so sehr, dass ich mich davon gegen meinen Willen zurückziehe. Es gibt dort noch keine Wahl und überhaupt nichts, da hast du eine Tatsache, den Zustand selbst, und als Folge davon den Zimzum.
Was gibt es also nach dem Zimzum? Nach dem Zimzum fühle ich diese Genüsse nicht mehr, die mir gegenüber sind, und ich fühle auch den Hausherrn nicht mehr als den Geber der Genüsse, nein. Es gibt schon einen Hausherrn, der für mich Genüsse vorbereitet hat und will, dass ich sie empfange, und ich habe die Fähigkeit, sie in dem Maß zu empfangen, wie ich sie dem Hausherrn zurückgebe. Schon nach dem Zimzum habe ich die Möglichkeit, an die Gleichheit der Form zu denken.
Was fragst du also?
32:47 Schüler: Ich frage: Wie? Ich schränke doch nicht deshalb ein, weil ich nicht will, sondern aus dem Gefühl der Scham. Wie zeige ich Ihm trotzdem in dieser Dunkelheit an, dass ich …
Rav: Das ist keine wirkliche Dunkelheit. Es ist eine Dunkelheit, in der du für mich bleibst und die Genüsse bleiben und das auf dich drückt⁶ – es ist nur Dunkelheit für dich, was das Empfangen angeht. Das ist keine Dunkelheit, in der du wie jetzt abgetrennt bist, ohne Bewusstsein.
Nu, nu.
Schüler: Trotzdem habe ich keinen Weg zum Or Choser.
Rav: Warum nicht? Du hast den Hausherrn, du hast das, was er für dich vorbereitet. Du bist in seiner Wohnung, sitzt am Tisch voller Genüsse, und er ist neben dir – nu, bitte, fang an zu arbeiten. Und er hat dir die Bedingung gegeben, dass du dich schämst, ja? Dass du dich dafür schämst, dass du empfängst. Und er zeigt dir, wie man es macht. Du weist zurück, bis der Hausherr in dich dringt, sodass du anfängst zu verstehen, dass du das empfangen kannst und dass es zu seinem Nutzen sein wird. Wo ist dieser Auslöser? Es hängt von dir ab, wie du dich zu den Genüssen verhältst, denn auch die Scham ist ein inneres Empfinden von dir.
Du musst dich innerlich so einrichten, dass dir das Empfangen der Genüsse als Geben erscheint. Alles ist im Menschen. Man macht keine Rechnung mit dem Schöpfer – der Schöpfer, auch diese Gestalt ist sozusagen drinnen.
Nu.
34:48 Schüler: Das heißt, die Scham ist eigentlich auch eine Art, wie ich Licht ziehe.
Rav: Die Scham, das sind Unterscheidungen in der Konstellation von Gebendem und Empfangendem.
Ja, Chaim.
Schüler: Anschließend daran: Was ist der Zusammenhang, wenn es einen gibt, zwischen der Scham und der Kraft des … der Stärke der Scham vielleicht und der Kraft des Massach?
Rav: Ein direkter Zusammenhang. Die Scham offenbart sich im Maß der Entwicklung der Kelim, und entsprechend dem Maß der Entwicklung ist die Stärke der Kelim – Stärke und Entwicklung sind dasselbe, denn in der Spiritualität haben wir eine qualitative Entwicklung und keine quantitative. Im Maß der Entwicklung des Kli kann es also die Wirkung des Lichts auf sich rufen, die ihm einen Massach bringt.
35:50 Schüler: Kann man sagen, dass es ein direktes Verhältnis gibt zwischen der Größe der Scham und der Kraft des Massach?
Rav: Ja. Sicher. Sicher. Er benutzt den Massach. Der Massach ist eine Unterscheidung, ohne die ich nicht weiß, was ich machen soll. Woher soll ich wissen, was der Abstand zwischen uns ist, den ich ausfüllen muss?
Klar? Nein? Nu …
Schüler: Ist der Massach eine Unterscheidung, oder ist die Scham eine Unterscheidung?
Rav: Die Scham ist eine Unterscheidung, die mir hilft, einen Massach zu bauen, im Maß und in der Form der Scham. Wovon genau ich mich schäme, und dass er so ist und ich anders. Die Scham ist nicht so wie bei uns. Die Scham ist hier zwischen zwei Welten, zwischen zwei Unterscheidungen: dem Gebenden und dem Empfangenden. Bei uns gibt es so etwas nicht, Gebender und Empfangender. Es gibt sozusagen … Bei mir ist die Scham ein Schutz des Ich.
Es ergibt sich also, deshalb ergibt sich: Ohne das Empfinden der Scham fehlt mir die wichtigste Angabe – was ich hier machen kann. Der Unterschied … Das heißt, ohne das Empfinden der Scham kann ich aus mir keinen Menschen bauen, der dem Schöpfer ähnlich ist. Ich kann es nicht. Deshalb sagt man: Tiere erröten nicht. Ein Tier errötet nicht. Und der Mensch, der in unserer Welt errötet, errötet daher, dass man ihn ertappt hat, und nicht daher, dass er der Empfangende ist.
Ja.
37:31 Schüler: Or Sovev und Or Makif – einerseits verstehe ich das: Es gibt etwas, das privat meines ist, sozusagen etwas, das nur mir leuchtet, und es gibt etwas Größeres. Aber andererseits: Wenn ich schon eine Unterscheidung in etwas Größerem habe, dann ist es ja auch nur bei mir, sozusagen meines. Warum ist es also wichtig, diese Unterscheidung zwischen Makif und Sovev zu machen?
Rav: Sovev und Makif – da gibt es noch viele Unterscheidungen. Weißt du, in Teil 4 nennt er uns fünfzehn Arten von Lichtern, und solche und solche. Sogar bei den umgebenden Lichtern gibt es so viele, bei den inneren gibt es so viele. Aber ich würde es so sagen: Das Or Sovev ist das, was das sozusagen hinter den Kulissen macht – es umkreist dich und bereitet dich auf die nächste Handlung vor. Es gibt dir alle möglichen Unterscheidungen, erweckt dich so.
Das Makif ist schon das, was mit deinem Massach in Verbindung war und … und nicht in deinen Kelim ist, weil du es nicht empfangen konntest … Sagen wir es so. (Zeichnung) Das Licht kommt, du stößt es weg, du weist es zurück. Danach kleidest du es in etwas ein und empfängst dem gegenüber. Du hast einen Teil des Or Yashar empfangen, das gekommen ist. Der Teil davon, den du nicht einkleiden konntest – dieser Teil, den du nicht einkleiden konntest, existiert hier (Zeichnung) als Or Makif. Das ist Or Pnimi.
Das ist also Licht, das im Massach war, und der Massach hat es zurückgewiesen; und danach wusste er, dass er einen Teil einkleidet, und wusste, dass er diesen Teil nicht einkleiden kann – er war mit ihm in Verbindung. Du riechst all diese Portionen, und du – weißt du – „das lohnt sich für mich nicht, und das lohnt sich". Du unterscheidest alles an ihnen. Das ist der Unterschied (Zeichnung), das ist der Unterschied beim Or Makif.
Und das Or Sovev ist ein Licht, das von einer Stufe her existiert – das Or Sovev ist ein Licht, das von der Stufe vor dir existiert, die dich umgibt, dich umkreist, dich auf das Weitere vorbereitet. Denn all das, was du hier machst (Zeichnung), ist die gegenwärtige Handlung, einschließlich dieses Or Makif. Das ist die gegenwärtige Handlung. Und die Handlung der nächsten Stufe, die das alles in Gang setzt, heißt „das Sovev".
40:17 Schüler: …
Rav: Du … ich weiß nicht, wie ich es sagen soll: du fühlst. Du fühlst in den Kelim de Igulim. Du hast keine inneren Kelim, um es zu fühlen.
Ja.
Schüler: Wenn das so ist – kann man sagen, dass das Reshimo, unsere Reshimot, die Kette der Zurückweisungen der Lichter im Herabsteigen von oben nach unten ist?
Rav: Ja. Sicher. Schön.
Schüler: Das ist das eine, das Or Sovev. Gibt es für jede Stufe ein Or Sovev? Bei der Endkorrektur …
Rav: Ja, ja. Ja, ja, ja. Richtig. Bei der Endkorrektur ist alles Or Pnimi.
Schön. Ja.
40:55 Schüler: Dass das Kli die Scham fühlt und den Massach und den Zimzum macht – macht es das aus dem Ego heraus? Das ist aus der Natur heraus.
Rav: Nein. Es gibt kein „aus dem Ego heraus". Wir sprechen von einem Empfinden, einem göttlichen Empfinden, und einen Massach kann man nicht aus dem Ego heraus machen. Wie denn? Einen Massach macht man nur, um dem Schöpfer zu geben. Was heißt „aus dem Ego heraus"?
Schüler: …
Rav: Ah …?
Schüler: Das ist etwas vor der Scham, und danach macht er – sagen wir, dort macht er den Zimzum und dort den Massach.
Rav: Ja.
41:24 Schüler: Wofür braucht man vorher die Scham? Warum braucht man Scham, um den Zimzum zu machen?
Rav: Weil die Scham die Unterscheidung ist, was mir fehlt. Die Bchina Dalet hat sich ganz mit dem Licht Ejn Sof gefüllt. Das Licht Ejn Sof füllt alle Kelim. Von Seiten des Schöpfers ist alles abgeschlossen, alles ist fertig und vollkommen. Er hat das Verlangen erschaffen und das Verlangen zur Erkenntnis Seiner selbst gebracht. Dieses Verlangen, dieses Geschöpf fühlt den Schöpfer, fühlt, wie sehr Er „gut und Gutes tuend" ist, fühlt, wie sehr Er lieben und geben will – und wie sehr Er tatsächlich gibt und liebt.
Von Seiten des Schöpfers hat das Geschöpf keine Einwände mehr. Das war's. „Ich habe ihm alles gegeben, was ich wollte. Ich habe in ihm hundert Kilo Willen zu empfangen erschaffen, ich habe ihm hundert Kilo Genuss gegeben, und zusammen damit habe ich ihm das Empfinden gegeben, dass ich ihn liebe und dass ich ganz für ihn da bin." Von Seiten des Schöpfers gibt es nichts mehr zu geben. Und das ist der Zustand, der „Ejn Sof" heißt.
Was passiert jetzt? Aus dem, was vom Schöpfer kommt – einerseits Genuss und andererseits die Erkenntnis des Schöpfers, der der Geber des Genusses ist –, fängt das Geschöpf an zu fühlen: nicht nur Genuss, sondern dass ich ihn von jemandem empfange, der mich liebt, der gibt, der sich sorgt. Die Aufnahme dessen, der sich sorgt und gibt und liebt, in das Verlangen hinein bringt das Verlangen zu einer Entscheidung: Ich bin der Empfangende, Er ist der Gebende, Er ist der Liebende.
Ich empfange die Liebe, Er ist der Gebende, ich bin der Empfangende. Er ist der Große, der Erste, der Vollkommene, und ich bin das Gegenteil. Dass ich das Gegenteil von Ihm bin, ist auch nicht schlimm. Also das Gegenteil. Er hat mich in dieser Form erschaffen. Aber das Gegenteil von Ihm, wo Er mir alles gibt und ich von Ihm empfange und Ihm nichts gebe – das heißt, hier gibt es … (Hoppla … wir müssen den Unterricht beenden.) Hier gibt es das Problem, dass das Geschöpf diese Unterscheidung ergänzen muss: „Ich bin nicht wie Er. Ich muss Ihm zurückgeben." Und daraus kommt der Zimzum.
Wir müssen Schluss machen.
(Ende des Unterrichts)