Tägliche Lektion18. Sep. 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 31 (1985) (28.07.2002)

Rabash. Artikel 31 (1985) (28.07.2002)

18. Sep. 2026

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Morgenlektion, 28.07.2002

Buch „Schriften von Rabash", Band 1, S. 158, „Man betrachtet sich selbst nicht als Frevler"

Rav: Was steht hier? Ganz einfach: Solange der Mensch nicht zu dem Mangel kommt, dass man ihn von oben korrigieren soll, wird er nicht korrigiert. Er kann schreien, er kann weinen. Solange sein äußerer Schrei nicht wirklich den inneren Schrei erreicht oder sein äußeres Weinen das innere Weinen, passiert gar nichts.

Er muss jedes Mal tiefer und tiefer in die Unterscheidung eindringen, die ihm böse erscheint. Zuerst sah er, dass er sich nicht gut fühlt. Danach sah er, dass er ihretwegen offenbar in den Augen der Leute verliert: an Geld, Ehre, Wissen, was auch immer, das ist nicht wichtig. Schließlich fängt er an, das dem Schöpfer zuzuschreiben: Diese Störung hindert ihn daran, zur Spiritualität zu kommen und die Kommende Welt zu erwerben.

Danach fängt er an, das einer Art Geben zuzuschreiben, vielleicht dem Schöpfer. So kommt er in den Zustand, in dem er schon weiß: Seine Unterscheidung, die „böse" genannt wird, ist böse, weil sie dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Wie weiß er das, und wie sieht er das? Der Schöpfer enthüllt sich, und dann stellt er wirklich fest, dass es so ist. Aber das Bedürfnis danach muss er vorher tatsächlich bekommen.

Solange er es nicht bekommt und nicht all seine Anstrengungen für ein großes Bedürfnis sammelt, hilft ihm nichts, egal wie sehr er weint und schreit. Es scheint, als würde er ganz ins Leere weinen und schreien. Aber das stimmt nicht. Diese Dinge sammeln sich an und wirken als Ursache und Wirkung, sodass diese Unterscheidung jedes Mal tiefer enthüllt wird. So kommt der Mensch voran.

Das heißt, bis er zur Korrektur kommt, geht er wirklich durch sehr, sehr unangenehme Unterscheidungen, deren Ende er nicht sieht. Und die unangenehmen sind jedes Mal: noch ein bisschen gut, noch ein bisschen böse, noch ein bisschen gut, noch ein bisschen böse. So soll er diese Unterscheidung ständig sehen, eins gegenüber dem anderen: gut gegenüber böse. 03:15

Deshalb erscheint uns der Weg sehr lang. Und tatsächlich können wir hier nur eines tun: die Entwicklung beschleunigen. Das heißt, insgesamt empfindsamer werden für die Erkenntnis des Bösen, für die bösen Dinge. Sehen wir eine Erscheinung, dann können wir sie sofort dem Bösen oder dem Guten zuordnen. Sofort sehen wir ihr gegenüber die Eigenschaft des Schöpfers, denn was wir haben, ist das Gegenteil, in mir ist Licht. Und diese Feststellung, die Feststellung des Zustands, wird dann möglichst tief und wahr.

Aber von vornherein ist das die Natur: Kein Mensch erklärt sich selbst zum Bösewicht. Das ist unmöglich. Das Verlangen zu empfangen findet sich auf tausendundeine Weise immer im Recht. Es weiß sich immer zu zeigen, dass nicht es schuld ist an dem, was es fühlt, was passiert, was geschieht.

Das geht so lange, bis er in den Zustand kommt, in dem er wirklich wie Pharao gegenüber dem Schöpfer dasteht und nur noch den Schöpfer beschuldigt. Es gibt niemanden sonst, und dann geht er wirklich zur Korrektur. Solange der Mensch nicht durch das ganze ägyptische Exil hindurch zur Position gegenüber Pharao kommt, kommt er nicht zum Auszug aus Ägypten. 05:36

Schüler: Kann der Mensch sich selbst ins Gebet bringen?

Rav: Sich selbst ins Gebet bringen? Ich weiß nicht, was du meinst, was „bringen" heißt. Meinst du das Gebet, das im Gebetbuch steht, dann musst du nach der Uhr an der Wand beten, also lesen, was dort steht. Oder meinst du, wie der Mensch sich dem Mangel nähert, der Gebet genannt wird, ja? Gebet ist nicht nur ein Mangel. Gebet heißt, dass er sich selbst richtet und sieht, wie sehr er dem Ziel und den guten Unterscheidungen entgegengesetzt ist. Wie kann der Mensch das also ohne besondere Mittel machen?

Der Körper, unser Verlangen, lässt uns nie etwas Böses an uns sehen, für das wir eine Lösung suchen würden. Nehmen wir an, ich bin ein Dieb. Dann bete ich ganz natürlich nur darum, so zu stehlen, dass man mich nicht erwischt. Ich werde nie darum beten, mit dem Stehlen aufzuhören. Ich will meine Eigenschaft immer nur nützlicher einsetzen.

Was dann? Entweder bekomme ich von außen eine Gehirnwäsche, dass diese Eigenschaft nicht gut ist und das so nicht in Ordnung ist. Dann verstehe ich, dass ich dadurch verliere, weil die Gemeinschaft mich verachtet und mir alle möglichen schlechten Dinge antut. Sie müssen es mir sagen. 07:40

Dann sage ich: Gut, stehlen ist nicht gut, und fange irgendwie an zu überlegen, wie ich es loswerde. Es kann aber auch sein, dass ich von außen keine Erziehung bekomme, keinen Eindruck von Menschen, die mir wichtig sind. Und es kann sein, dass sie auch keine anderen Eigenschaften von mir nutzen, damit ich fühle, dass es sich nicht lohnt. Dann werde ich immer weiter stehlen, einfach so lange, bis ich für das Stehlen Schläge bekomme. Man wird mich wieder und wieder erwischen, bis ich sehe, dass es sich für mich nicht lohnt.

Also entweder durch Schläge, und wie viele sind nötig! Hast du je einen Menschen gesehen, der im Gefängnis war und nicht wieder hineinkam? Solche gibt es fast nicht. Denn man lernt nicht. Aus Schlägen lernt man fast nichts, das ist ein sehr, sehr langsames Lernen. Denn ich verbinde den Schlag nicht damit, dass ich nicht in Ordnung bin, verstehst du? Und tatsächlich hat das überhaupt nichts miteinander zu tun.

Wieso sollte ich, weil ich gestohlen habe, irgendwo sitzen und nicht herauskommen? Das ist eine Art Dummheit. Das ist nicht Maß für Maß.

9:13

Schüler: Wie kann man also die Zeit beschleunigen, damit die Gemeinschaft stärker einwirkt …?

Rav: Nur dadurch, dass etwas von außen auf mich einwirkt⁵ und mir zeigt, dass diese Sache nicht gut ist. Gemeinschaft heißt die Umgebung, das ist egal, auch Bücher, egal was. Denn durch Schläge will ich nur die Schläge loswerden. Ich will den Menschen töten, der mir die Schläge gibt. Ich laufe ihnen irgendwie davon. Ich werde noch raffinierter. Aber diese Eigenschaft lasse ich nicht los. Verstehst du? Das war's.

Denn der Schlag ist nicht mit der bösen Tat verbunden, verstehst du, er steht dem Bösen nicht gegenüber. Der bösen Tat gegenüber kann nur Licht stehen, nur die ihr entgegengesetzte Eigenschaft. Und ein Schlag ist einfach ein Schlag, nun, was soll man machen. Man gibt eine Geldstrafe oder steckt ins Gefängnis, man schlägt wirklich, hängt auf oder tötet, was auch immer. Und ich verstehe nicht, was das damit zu tun hat. Weil sie in der Gemeinschaft vereinbart haben, dass es verboten ist? Morgen wird dieses Gesetz aufgehoben, und es ist erlaubt. Verstehst du.

Anders wäre es, wenn der Schlag wirklich mit der Tat selbst verbunden wäre. Wenn wir den Schöpfer sehen, dann sehen wir, dass diese Eigenschaft mich daran hindert, mich mit Ihm zu verbinden. Indem ich sie korrigiere und in „um zu geben" umwandle, bin ich in genau dieser Eigenschaft, in diesem Gefäß, in „um zu geben". So verbinde ich mich mit Ihm und empfange dort das Licht, verstehst du. Das heißt, es ist wirklich an ein und demselben Punkt verbunden.

Aber Schläge: Genau deshalb stecken wir seit Tausenden von Jahren in Schlägen, bis wir zu irgendeiner Entwicklung kommen, und auch dann nicht zur Korrektur, niemals zur Korrektur. Die Menschheit korrigiert sich nicht, sie verdirbt sich immer mehr. Was heißt „verdirbt sich"? Sie will im Kopf und in der Raffinesse immer schärfer werden, und das alles, um das Böse zu benutzen. Das war's.

Was machen all die Menschen, die in die Knesset oder, nun, in die Regierung wollen? Sie wollen das Gesetz so machen, dass sie ihr Verlangen zu empfangen so einsetzen können, wie sie es für lohnend halten.

12:04

Schüler: Wie kann man also erreichen, dass die Gemeinschaft, die Umgebung, so intensiv auf mich einwirkt, dass es einen Fortschritt gibt?

Rav: Dann musst du eine Gemeinschaft suchen, die dir jedes Mal zeigt, was du verlierst, weil du diese Eigenschaft hast. Was du verlierst, verstehst du, so wäre es wenigstens. Auch die Gemeinschaft kann nicht an die Stelle des Schöpfers treten. Nehmen wir an, sie würde dir zeigen, dass du an Ehre verlierst oder an irgendeiner anderen Wertschätzung, verstehst du. Auch das spielt mit deinem Verlangen zu empfangen, aber dann würdest du sehen, dass das wirklich damit zusammenhängt.

So haben wir das nicht. Das Problem mit den Verbrechern ist, dass sie arme Teufel sind. Du könntest so jemanden zu Psychologen schicken. Sie würden den Menschen untersuchen und sehen, auf welche Weise man auf ihn einwirken kann, um ihm wirklich inneren Schmerz zuzufügen. Dann würde man ihn zum Beispiel vor allen bloßstellen, weil er ein empfindsamer Mensch ist. Er hat zwar Diamanten gestohlen oder so etwas, oder in der Bank etwas, aber er hat einen empfindlichen Punkt, etwas mit seinen Angehörigen oder so. Dann würdest du wenigstens etwas bewirken. So aber schadet ihm das gar nicht: Na, man hat mich erwischt. Ich war nicht raffiniert genug, also hat man mich erwischt. Er fühlt nichts … es trifft ihn nicht.

Wir müssen eine Gemeinschaft aufbauen, in der wir wirklich die böse Folge davon sehen, dass man das Ego benutzt. Aber wenn sich der Schöpfer enthüllt, dann ist es wirklich so weit. Dann siehst du, wie sehr dich das Ego entfernt. Und umgekehrt: Wenn du es korrigierst, siehst du in genau demselben Maß, wie sehr sich dir gerade darin Ewigkeit, Vollkommenheit, Spiritualität, wirklich die Höhere Welt enthüllt.

Schüler: Das heißt, das Verlangen zu empfangen sieht sich selbst nicht als schuldig. Nehmen wir also an, Schuld wäre, wenn ich jetzt einen freien Willen hätte, zu wählen, und ich hätte irgendeine Wahl. Aber man befindet sich doch in einem gegebenen Zustand, ja?

Rav: Auch Schuld ist eigentlich keine Schuld. Schuld heißt mit anderen Worten: Lohnt es sich oder nicht? Was ist Schuld? Wir haben eine Neigung zu stehlen, na und? In dieser Gemeinschaft ist vereinbart, dass es verboten ist, aber das heißt nicht „schuldig". Ja, ich bin schuld, ich habe gegen die Vereinbarungen der Gemeinschaft gehandelt, na und? Das Verlangen zu empfangen sieht nur eines: Schadet es oder bringt es Gewinn, was habe ich davon?

Da ist vielleicht Scham und vielleicht noch etwas, ich weiß nicht, alles Mögliche: Geld, Ehre, Wissen, ich weiß nicht, man wirft ihn irgendwie aus der Gemeinschaft, egal. Nach all dem ist die Rechnung trotzdem einfach: Gewinne ich oder verliere ich, innerhalb des Verlangens. Auch mit dem Schöpfer ist es dasselbe. Denn alles wird innerhalb des Verlangens zu empfangen abgewogen, oder des Verlangens zu geben, egal. Es ist dasselbe Verlangen, eine andere Rechnung gibt es nicht.

Ja.

16:08

Schüler: Also … wenn die Gemeinschaft mir gesagt hat, dass ich dadurch verliere, ist das immer noch dasselbe Verlangen zu empfangen?

Rav: Die Gemeinschaft zeigt es dir. Du brauchst die Gemeinschaft, du willst die Gemeinschaft, du willst dich mit ihr verbinden, du hast auf irgendeine Weise eine Verbindung zu ihr und so weiter. Und weil du eine Verbindung hast, können sie auf dich einwirken: zuerst mit ihren Unterscheidungen und Gesetzen, außerdem mit dem, was bei ihnen dagegen anerkannt ist, und damit, wer du bist.

Schüler: … auch …

Rav: Auch jede einzelne Gemeinschaft, egal welche. Und auch unsere.

Schüler:

Rav: Nein, korrigieren kann man nicht, aber man kann das Böse gegenüber der Gemeinschaft erkennen.

Schüler: Gegenüber meinem Verlangen zu empfangen.

Rav: Gegenüber deinem Verlangen zu empfangen. Aber wenn ich in eine Gemeinschaft von Verbrechern komme, dann korrigiere ich mich entsprechend dieser Gemeinschaft, nach dem, was bei ihnen gilt. Ich bin dort hineingekommen, wo man Menschen bestehlen darf. Jetzt bringen sie mir nicht bei, dass man auch töten darf. Es hängt davon ab, welche Gemeinschaft. Deshalb schreibt er⁷ ganz einfach, hört auf die Worte: „Wer jedes Mal eine bessere Gemeinschaft wählt, kommt dadurch voran." Und Schläge, das ist wirklich …

Du siehst, wie sie schreiben: Durch Schläge kommst du unterm Strich nicht voran, du musst trotzdem eine Umgebung aufbauen.

Schüler: Aber Sie sagen, dass dem gegenüber Licht kommen muss, und danach …

Rav: Aber die Umgebung muss dir dieses Bewusstsein bringen: Ohne Licht, ohne Enthüllung des Schöpfers, ohne Wissen, ohne Verbindung mit Ihm, ohne Seine Größe kommst du nicht heraus. Das kann nur die Gemeinschaft.

Ja, dort wollte jemand etwas. Ja.

Schüler: Je mehr sich der Mensch spirituell entwickelt … dadurch, kommt die Zeit dann mehr aus der Eigenliebe heraus? Aus dem Verlangen zu empfangen?

Rav: Vielleicht denkst du, dass der Mensch von jetzt an direkt, sobald er anfängt, Kabbala zu lernen, so nach und nach aus seinem Verlangen zu empfangen herauskommt. Nein, es wird noch schlimmer. Was wird noch schlimmer? Er sieht sich immer und immer und immer und immer raffinierter in seinem Verlangen zu empfangen, in dessen Benutzung. Er sieht, wie bereit er ist, alles nur für sich zu tun. Das geht so lange, bis er in den Zustand kommt, in dem er sieht, dass in ihm nichts übrig ist, das man irgendeiner schönen Neigung zuschreiben könnte. Das gilt an keiner Stelle im Inneren, weder im Verstand noch im Herzen, weder in den Gedanken noch in den Verlangen.

Da ist nichts für den anderen, für die Gemeinschaft, für irgendetwas, sondern alles bis zum Ende: die Ausnutzung aller. Und Ausnutzung, verstehst du, ohne auf irgendjemanden Rücksicht zu nehmen. Und wenn ich doch auf etwas Rücksicht nehme, dann nur, damit es mir nicht wehtut und ich meine Ehre oder irgendeinen anderen Gewinn nicht verletze, egal auf welche Weise. Das heißt vielleicht, von außen ein bisschen schön zu sein, weil es mich verpflichtet, mich irgendwie verpflichtet, mit Menschen in Verbindung zu sein und so weiter. Die Berechnungen sind egoistisch bis zum Ende. So sind wir alle, aber wir erkennen das nicht.

Das geht so lange, bis der Mensch erkennt, dass alles nur zu seinem eigenen Vorteil ist: in allen Eigenschaften, in allen Verlangen, in allen Neigungen, in allen Berechnungen, wirklich bis in die kleinsten Einzelheiten. Und auch das ist noch nicht schlimm, dem kann man auch zustimmen: Gut, das ist Natur, was soll man machen, Er hat das gemacht, also bin ich so. Hier ist es aber anders: Wenn er richtig lernt und so Umgebendes Licht auf sich erweckt, dann fängt er an, diese Dinge zu sehen. Er liest dann nicht nur richtig, dass sie egoistisch sind, ja? Er lernt es nicht nur sozusagen; sonst würde er es lernen wie ein Wissenschaftler die Natur.

Völlig in Ordnung: so und so und so, schöne Formeln, ja, ich bin so, und hier bin ich so raffiniert, und dort noch mehr, aha, wie raffiniert bin ich in meinem Ego! Und er lernt das mit kühlem Verstand. Wenn es sich aber gegenüber dem Umgebenden Licht enthüllt, dann fühlst du auch seinen Wert gegenüber dem Licht, und dann stellst du fest, dass es böse ist. Sonst heißt dein Ego nicht böse, sondern gut. Warum auch nicht? Ich will erfolgreich sein, gewinnen, gedeihen, ist das im Leben nicht gut? Diese Menschen sind in der Gemeinschaft geachtet, alle sagen das: Da ist etwas, ein großer Musiker, ein großer Maler, sogar ein großer Dieb. Das sind trotz allem Menschen, die etwas darstellen. 22:05

So bleibt es, bis ich anfange, dieses Ego mit dem wahren Ziel zu vergleichen. Dann stelle ich fest, nur gegenüber dem wahren Ziel, anders offenbar nicht: Es ist böse, das Ego in diesen und jenen Formen zu benutzen, so wie ich es von Natur aus benutze. Warum böse? Weil ich sehe, dass ich das Ziel damit nicht erreiche, sondern mich im Gegenteil davon entferne. Also noch einmal: Den Zustand stellt man gegenüber dem Licht fest. Deshalb wird der Mensch in dieser Welt durch Schläge niemals zur Erkenntnis des Bösen kommen. Er kommt zu der Erkenntnis, dass er nicht raffiniert genug ist, verstehst du, aber nicht, dass es böse ist, böse in Bezug auf das Ziel.

Anders ist es, wenn er lernt und zusammen mit seinen Freunden das Licht (Maor) heranzieht und dieses Licht dadurch wirklich vergrößert. Dann fängt er an, dem gegenüber zu sehen: Die besten Dinge, über die er vorher nachdachte, sind gegenüber dem Ziel böse Dinge. Ihre Benutzung ist böse, nicht sie selbst. Das Verlangen zu empfangen selbst ist weder gut noch böse, nur seine Benutzung. Das Verlangen zu empfangen ist meine Maschine, es hängt davon ab, wohin ich fahre.

23:46

Schüler: Und im Verlauf des Weges ist es eigentlich mein Gefäß für den Fortschritt, alles an mir, das ist, was ich bin?

Rav: Richtig. Sobald man damit in die richtige Richtung voranzukommen beginnt, ja. Mit demselben Verlangen zu empfangen komme ich zu seiner Korrektur und danach zur Füllung, zum Ziel. Natürlich empfange ich darin alles. Deshalb steht geschrieben: „Erkenne den Schöpfer, deinen Schöpfer, und diene Ihm." Ich kenne das Bild des Schöpfers gegenüber meinem eigenen Bild: welche Eigenschaften und Unterscheidungen Er hat, wer Er ist, was Er ist. Deshalb kann ich arbeiten. Dann weiß ich, was ich korrigieren soll, wie ich korrigieren soll, wie ich benutzen soll, worum ich bitten soll, bei wem ich bitten soll.

All das kann es nur geben, wenn jemand vor mir ist. Das heißt Umgebendes Licht, vorläufig. Vorläufig befinden wir uns unterhalb des Machsom und die Lichter oberhalb des Machsom. Deshalb leuchten sie uns als Umgebende, so von außen, aus der Ferne. Danach wird es als Inneres sein, danach wird die Erkenntnis greifbarer. Was heißt greifbar? Man empfängt die Lichter nicht als Umgebende, sondern als Innere in den Sinnen. Unsere Sinne, das heißt: mit Zehn Sefirot, spirituelle Sinne.

Ja.

25:23

Schüler: Warum können wir das Böse beim Lernen und beim Heranziehen des Umgebenden Lichts eigentlich nicht aktiver entdecken? Warum warten wir darauf, dass es sich von selbst enthüllt?

Rav: Interaktiv? Oder aktiver?

Schüler: Nein, nein. Aktiver. Es suchen, während ich lese und Licht heranziehe. Es ist sozusagen klar, dass das Licht kommen und korrigieren muss, aber warum sind wir so passiv und warten darauf, das Böse zu entdecken?

Rav: Warum wir so passiv sind, das Böse zu entdecken? Weil das nicht zu unserem Vorteil ist. Wozu soll ich entdecken, dass ich böse bin? Was gibt es Schlimmeres, als so etwas zu entdecken? Ich brenne innerlich, ich hasse mich selbst, ich will diesem Gefühl so sehr entfliehen. Wenn du das gefühlt hast, verstehst du mich, sonst nicht.

Wozu brauche ich also diesen Zustand? Wenn ich ihn entdecke, lösche ich ihn sofort, ob ich will oder nicht. Ich will, dass er aufhört.

Schüler: Wenn das so ist, wie kommt man dann letztendlich wirklich … wir sagen … warum ich die Frage stelle …

Rav: Dadurch … ah, jetzt fragst du also, wie ich das Böse so stark fühle, mit so viel Scham, dass mich das weitergehen lässt. Das kommt nach und nach zum Menschen, unter der Bedingung, dass er sich mit dem Guten identifiziert. Ein bloßes schlechtes Gefühl bewirkt in deinem Unterbewusstsein sofort, dass du aus diesem Gefühl herausgehst, nur um es nicht zu fühlen.

Vielleicht fängst du aber schon an, dich mit dem Punkt im Herzen zu identifizieren, der schon auf der anderen Seite wirkt, sozusagen auf dem anderen Feld. Du identifizierst dich mit ihm und schaust aus ihm heraus auf dein Ego, auf deinen Körper mit all seinen Eigenschaften. Dann kannst du in diesem Punkt bleiben, das Böse feststellen, es sehen und anfangen, damit wie mit etwas Fremdem zu arbeiten. 27:27

Wenn du es aber nicht als etwas Fremdes betrachtest, sondern dich damit identifizierst, als wäre es wirklich deins, dann kannst du keinen Moment länger darin sein. Du fängst sofort an, es zu löschen. Deshalb sind all diese Unterscheidungen vor allem durch die Gemeinschaft gut. Eines dieser beiden Dinge erwirbt man so sehr leicht, wirklich im Nu. Kommt der Mensch dagegen allein dazu, dauert das Jahre.

Auch wenn er allein dazu kommt, kommt er nicht allein dazu. Er baut sich neben sich ein Bild der Gemeinschaft auf. In Wahrheit passiert es nie, dass ein Mensch … na, Auserwählte, verstehst du, bei denen eine Enthüllung von oben kommt, und er fängt an, wirklich, weißt du, wirklich ein Mann des Lichts zu sein.

Auch wenn er durch Schläge vorankommt, baut er sich am Ende ein Hilfssystem neben sich auf, wie eine Gemeinschaft, wie eine Umgebung. Mit ihr identifiziert er sich, von ihr ist er beeindruckt, auf sie stützt er sich so. Dann kann er sich zu sich selbst wie zu einer dritten Seite verhalten.

Man braucht trotzdem etwas anstelle einer Umgebung, auch wenn man es sich auf so künstliche Weise selbst macht. Auch die Umgebung, die wirklich um mich herum ist … Die Umgebung um mich herum ist nicht zum Beispiel diese Gruppe hier. Sie ist mein Bild einer Gruppe, das ich in mir aufbaue und auf das ich mich beziehe.

Das ist nicht unbedingt dein Gesicht, sein Gesicht oder seins. Diese Gesichter sind in mir, sie prägen sich innen ein, und aus ihnen entsteht bei mir so ein Begriff: Gemeinschaft, Umgebung, die auf mich einwirkt. Genauso baut sich der Mensch das nach und nach auf, auch wenn keine Menschen um ihn herum sind. Er baut es aus allen möglichen Eigenschaften, die er erfasst, weil sie gut sind, führend, solche und solche. So oder so braucht er eine Umgebung. Nur wenn sie wirklich aus Freunden besteht, spart das sehr, sehr viel Zeit und Schläge. Sie selbst bauen das aus ihm auf. Er muss sich nicht von beiden Seiten anstrengen, die Gemeinschaft in sich aufzubauen, sozusagen künstlich. Er muss sich nur mit jemandem verbinden, und schon wirkt ein anderer auf ihn ein und wirft ihm all die Dinge zu, statt dass er selbst sucht und aufbaut. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber so ist es. Das war's.

Und das ist wieder: „Kein Mensch erklärt sich selbst zum Bösewicht." Das ist unsere Natur. Niemals, niemals im Leben kann es sein, dass ein Mensch diesem Gefühl zustimmt, dass er ein Bösewicht ist. Die Natur lässt mich das nicht. Um also dabei zu bleiben, dass ich ein Bösewicht bin, muss ich dem gegenüber einen anderen Punkt aufbauen, zu dem ich übergehe. Dann sage ich über mein jetziges, ja, mein früheres Selbst, dass ich ein Bösewicht bin.

In Ordnung?

32:05

Schüler: Kann man vorher ein echtes Gebet entwickeln, allein aus Sehnsucht¹⁴ nach dem Guten? Nicht unbedingt, weil man das Böse satthat, sondern weil einem diese Sache, die Schöpfer genannt wird, so sehr fehlt, dass man Ihn einfach sucht. Vielleicht lautet die Frage: Was ist der wahre Treibstoff für das Gebet?

Rav: Schau, „Kein Mensch erklärt sich selbst zum Bösewicht": Daraus kann man, weißt du was, ableiten … Man hat daraus ein ganzes Erziehungssystem entwickelt: „Ah, der Mensch erklärt sich nicht selbst zum Bösewicht, er sieht nicht, dass er ein Bösewicht ist? Dann sagen wir es ihm von außen. Wir sagen jedem: Du bist nicht in Ordnung, nicht so, man muss es anders machen, und das und das. Wir schreiben ihm ein Gesetzbuch, was erlaubt und was verboten ist. Wir schauen, wie weit er es einhält, und wenn nicht, machen wir ihn ‚fertig'." Und so weiter. Nichts hilft.

Das hilft nicht. Von außen kann man nur ein gutes Beispiel geben. Mehr noch: Baal HaSulam schreibt, dass das eine Einschränkung ist. Du tötest den Menschen, wenn du ihm sagst: „Benutze das nicht, das ist dir verboten, na, na, na." Nein. Denn er hat … Er ist in den Eigenschaften, deren Benutzung du ihm verbietest, noch nicht zur Erkenntnis des Bösen gekommen. Er ist nicht dahin gekommen, also stiehlst du ihm die Möglichkeit voranzukommen, du nimmst ihm die Möglichkeit voranzukommen.

Ich muss mit jeder einzelnen meiner Eigenschaften bis zum Ende im Bösen sein. So komme ich in den Zustand, in dem ich dieses Böse sehe und es nicht will. Dann bin ich bereit, jeden Preis zu zahlen, nur um es loszuwerden. Korrigiere ich es nicht auf diese Weise, dann habe ich es nicht korrigiert. Was passiert dann mit meiner Innerlichkeit? Dann komme ich nicht zum Ziel, zur Korrektur. Deshalb darf man nicht einschränken. Erziehung muss durch Beispiel geschehen. Deshalb sage ich: Einer muss dem anderen gegenüber spielen, dass er besser ist. Etwas mit Worten zu sagen, normalerweise nicht, so ist es besser. Das war's. Und „na, na, na" zu sagen: Ich spreche von spirituellen Dingen. Materielle Dinge sind etwas anderes. Materielle Dinge, das war's.

Schüler: Was ist der Treibstoff für das Gebet?

Rav: Wie bitte?

Schüler: Ist das alles der Schöpfer oder das …

Rav: Als Folge davon wirst du schon ein Gebet haben. Du willst etwas loswerden, und du weißt, dass du es nicht loswerden kannst. Nur durch eine Kraft von oben, die dieses Böse erschaffen hat und es in Gutes umwandeln soll. Hier muss es Bedingungen geben. Gebet ist nicht … Was ist Gebet? Wenn du den Schöpfer nicht kennst, kannst du nicht beten. Dann ist das ein Gebet von Kibbuzniks im Negev, die um Regen bitten.

35:25

Schüler: Aber man kann doch zu etwas Abstraktem beten, das einem fehlt, und man nennt es „Schöpfer".

Rav: Zu etwas Abstraktem, das dir fehlt, gut, schrei. Ich sage nicht, dass nicht. Ich sage nicht, dass das kein Gebet ist. Ja, das nennt man ein volkstümliches Gebet, na, so wie die Leute denken. Aber bei uns heißt das nicht Gebet. Bei uns heißt Gebet: Ich fühle die ACHaP des Höheren. Von den ACHaP des Höheren habe ich Umgebendes Licht empfangen. Ich sehe meine Eigenschaften als böse gegenüber Seinen Eigenschaften als gute, eines gegenüber dem anderen, und ich bitte Ihn. Aus dem Gefühl dieser ACHaP habe ich die Sicherheit, dass Er es ist, dass Er es kann und dass Er für mich alles tut, was nötig ist.

Dann hafte ich mich an diese ACHaP und bringe Ihm mein MaN ein. Das heißt, genau das Verlangen bezüglich der Unterscheidungen, die ich kenne, und was ich schon will, dass mit ihnen geschieht. Ich sage nicht einfach so: „Na, korrigiere mich." Ich muss das Bild genau kennen. Er schreibt gerade in diesem Artikel darüber: Solange ich nicht klärt habe, was ich mit dieser Eigenschaft haben will, wird das oben nicht aufgenommen und nicht korrigiert.

Schüler:

Rav: Man kann also keine Korrektur machen, wenn ich den Höheren nicht kenne. Mein jeweils Höherer heißt „Schöpfer". Auf welcher Stufe ich auch bin, die höhere Stufe heißt mir gegenüber Schöpfer.

37:10

Schüler: Wir lernen auch, dass der Mensch in einen Zustand kommt, in dem ihm etwas so sehr fehlt, dass es ihn nicht mehr schlafen lässt. Was ist das also … er weiß nicht, was ihm fehlt.

Rav: Mir fehlt einfach etwas, und ich schreie: „Na, hilf mir!" Auch das heißt Gebet, aber es ist nicht das Gebet, von dem in der Kabbala die Rede ist. In der Kabbala spricht man vom Gebet, und Gebet ist Absicht. Absicht ist nicht Meditation, weißt du … das war's. Das ist die Absicht. Was heißt Absicht? Dass ich genau weiß, wie das von meinem Mangel zum Höheren wirkt.

Was ist Absicht? Dass ich und Er und meine Bitte und die Verbindung zwischen uns eins sein werden. Wie kann ich wissen, dass das eins sein wird? Dafür muss ich Ihn kennen, Ihn fühlen. Was soll das sein, einfach so eine Absicht haben? Ah, dort gibt es irgendeinen Schöpfer, Er ist dort weit weg bei irgendeinem Ziel, und ich bin hier und sehne mich nach Ihm, und dann schreie ich und handle?

Was ist das: Wo ist Er, welches Ziel, auf welchem Weg komme ich zu Ihm? Und wer bin ich? Auch das weiß ich daraus nicht, wer ich bin. „Der Vorzug des Lichts aus der Finsternis": Nur indem wir eine Unterscheidung gegenüber einer anderen sehen, können wir etwas feststellen. Deshalb sage ich noch einmal: Ohne Enthüllung des Schöpfers kannst du vergessen, dass du wirklich etwas tust. Im Rahmen dieser Welt schon. Weißt du, man steckt einen Zettel für Maccabi Tel Aviv in die Klagemauer, fertig. Ich sage nicht, dass das nicht wirkt, auch das wirkt, aber das ist kein Gebet.

39:09

Schüler: Aber wie kann ein Mensch, der nicht weiß, was das Verlangen zu geben ist, so etwas wollen? …

Rav: Ein Mensch, der nicht weiß, was das Verlangen zu geben ist, kann natürlich kein Verlangen zu geben wollen. Wieso sollte er es wollen? Deshalb sagen wir: „Die Ausbreitung des Lichts und sein Verschwinden machen das Gefäß für seine Aufgabe würdig." Das heißt: dass es korrigiert werden will, dass es gefüllt werden will. Die Ausbreitung und das Verschwinden des Lichts müssen vorher sein. Deshalb steht geschrieben: „Erkenne den Schöpfer, deinen Schöpfer, und diene Ihm." Wie sollte es anders gehen? Das ist, als ob du etwas willst, ohne zu wissen, was es ist. Das ist Dummheit.

Schüler: Aber wenn man in der Vorbereitungszeit arbeitet …

Rav: Sag nicht, dass in der Vorbereitungszeit andere Gesetze gelten. Auch in der Vorbereitungszeit gibt es keine anderen Gesetze, gibt es nicht: „ein Gesetz, das nicht vergeht". Du sagst mir: Wir fühlen den Schöpfer nicht, was können wir also tun? Dann musst du tun, was man dir sagt. Aber du hast keine Möglichkeit, anstelle des Schöpfers und anstelle des Lichts so etwas anderes zu haben. Gibt es nicht. Anstelle des Lichts hast du das Umgebende Licht, benutze es. Das war's.

Ja.

40:42

Schüler: Je vollkommener das Bild ist, das man kennt, von … irgendeinem Ideal, irgendetwas, das sozusagen in allem stärker ist als man selbst: Man will sein, man will es beherrschen, man will, dass es einem am Ende dient, weil man es für sich benutzen will. Andererseits unterwirft einen aber sozusagen noch irgendein Verlangen, und man muss wollen, dass es einen verändert. Woher weiß man, dass man am Ende nicht aufgibt und sagt: Nein, ich will dich nicht …? Wie kann man beides zugleich fordern? Einerseits will ich mich nicht verändern, ich will es jetzt sozusagen für mich. Andererseits muss ich wollen, dass es mich verändert.

Rav: Mit dem, was du sagst, hast du wahrscheinlich recht, was weiß ich? Glaubst du nicht, dass es aus deinem Zustand einen Ausweg gibt? Such.

Ja.

41:50

Schüler: All diese Menschen … all diese Menschen heißen Umgebung, sie sind in mir, ich habe zu jedem eine bestimmte Beziehung. Wie wähle ich nun jedes Mal eine neue Umgebung? Das hängt von meiner Investition ab …

Rav: Wie du jedes Mal eine bessere Umgebung wählst? Du hast das Bild der Gemeinschaft in dir aufgebaut, du hast dich von dem beeindrucken lassen, was draußen ist. Jetzt willst du, dass dieser Eindruck stärker ist, stärker auf dich wirkt, nützlicher ist. Darum kümmerst du dich. In Wahrheit ist mir also egal, was mit der Gemeinschaft draußen ist. Ich muss von ihr nur gute Dinge nehmen, sie in mein Inneres bringen und mich dann möglichst stark von ihnen beeindrucken lassen.

Wir sehen: Sie können machen, was auch immer. Manchmal sehe ich überhaupt nichts, und manchmal: „Oi, oi, oi, schau, wie er das macht!" Das heißt, mein Beeindrucktsein hängt von mir ab und nicht davon, was sie tun. Also muss ich das Bild der Gemeinschaft in mir so aufbauen, dass … bei jedem ist es anders … dass ich gerade davon beeindruckt bin. Jeder nach seinem Charakter.

Der eine ist davon beeindruckt, wie sanft sie sind, wie fröhlich, wie freundlich. Der andere davon, wie stark sie sind, wie grausam, wie … Jeder, wie er … Aber das heißt: „Wer eine bessere Umgebung wählt." Darum muss ich mich kümmern. Einfach gesagt heißt das: wie man sich von der Gemeinschaft beeindrucken lässt.

Nun?

43:47

Schüler: … nicht so gute Dinge. Dann will man sie klären.

Rav: Zu den nicht so guten Dinge, die ich sehe: Zunächst gibt es hier mehrere Lösungen. Erstens sehe ich zum Beispiel, dass ein Mensch zu nichts fähig ist oder so. Dann ist er in einem Abstieg, der Arme. Oder man kann nicht sagen, dass er arm dran ist, das ist einer unserer Zustände, ja? Also etwas Natürliches. Wovon soll ich mich beeindrucken lassen? Davon, dass er sich trotz solcher Zustände herschleppt und hier ist und nicht im Bett liegt, verstehst du … Er tut trotzdem etwas.

Ich bemühe mich, zu rechtfertigen und aus allem einen Nutzen zu ziehen, damit es zu meinem Vorteil ist.

Ja.

44:48

Schüler: Also einfach so eine Haltung: Was habe ich davon? Wenn ich jetzt hinschaue und sehe, dass mein Freund in einem schlechten Zustand ist …

Rav: Ich sehe, dass mein Freund in einem schlechten Zustand ist, und rechtfertige ihn, dann gewinne ich. Ich sehe, dass er in einem schlechten Zustand ist, und will ihm helfen, dann gewinne ich. Ich sehe, dass er in einem schlechten Zustand ist, und deshalb fühle ich mich schlecht mit meinem ganzen Weg und mit dem Schöpfer. Was habe ich dann gewonnen? Neben ihm sitzen und weinen wie er? Davon geht es mir nicht gut, und ihm geht es auch nicht gut.

Einfache Dinge, was soll man hier machen. Gut. Lernen wir.

(Ende der Lektion)