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19 September 2021 - 10 Januar 2022

Lesson 3117. Okt. 2021

Baal HaSulam. Shamati, 23. Die ihr den Schöpfer liebet, hasset das Böse

Lesson 31|17. Okt. 2021
To all the lessons of the collection: "Shamati" Articles

Morgenlektion 17.10.2021 - Rav Dr. Michael Laitman - nach Bearbeitung

Buch "Schriften von Baal HaSulam", Teil Artikel "Shamati", Artikel 23, "Die ihr den Schöpfer liebet, hasset das Böse"

Sprecher: Shamati 23, "Die ihr den Schöpfer liebet, hasset das Böse".

23. Die ihr den Schöpfer liebet, hasset das Böse
Ich hörte am 2. Juni 1931

„Die ihr den Schöpfer liebet, hasset das Böse. Der Schöpfer bewahrt die Seelen Seiner Frommen, aus der Hand der Bösewichte errettet Er sie.“

Für den Menschen reicht es nicht, den Schöpfer zu lieben und die Verschmelzung mit Ihm zu wollen, sondern er muss auch das Böse hassen. Der Hass drückt sich darin aus, dass er den Willen zu empfangen hasst, der als das Böse bezeichnet wird. Der Mensch sieht, dass er kein Mittel besitzt, das Böse loszuwerden, und gleichzeitig will er sich mit dieser Situation nicht zufriedengeben. Er fühlt die Verluste, die das Böse ihm einbringt, und sieht auch die Wahrheit, dass der Mensch allein nicht in der Lage ist, das Böse zu annullieren, weil es eine natürliche Kraft vonseiten des Schöpfers ist, welcher den Willen zu empfangen im Menschen einprägte."

Das heißt, wir sind nicht fähig, uns vom bösen Trieb, von unserem Willen zu empfangen, zu befreien. Also was müssen wir tun?

"Daher gibt uns dieser Vers Auskunft darüber, was der Mensch tun kann, um das Böse zu hassen. Dadurch wird der Schöpfer ihn vor diesem Bösen bewahren, wie geschrieben steht: „Er bewahrt die Seelen Seiner Frommen.“ Worin besteht aber der Schutz? „Aus der Hand der Bösewichte errettet Er sie.“ Und dann hat der Mensch bereits Erfolg erzielt, denn er hat einen gewissen Kontakt zum Schöpfer. Auch wenn dieser Kontakt noch so klein ist, so ist er trotzdem ein erfolgreicher Mensch.

Tatsächlich führt das Böse seine Existenz fort und dient als Aspekt von Achoraim (der Rückseite) des Parzuf. Aber dies geschieht nur, wenn man sich korrigiert: Indem der Mensch das Böse bedingungslos hasst, wird das Böse zu einer Form von Achoraim korrigiert.

Der Hass resultiert daraus, dass der Mensch, wenn er der Verschmelzung mit dem Schöpfer würdig werden will, dem Brauch folgt, der unter Freunden üblich ist: Wenn zwei Menschen sich bewusst werden, dass jeder von ihnen das Gleiche hasst und das Gleiche liebt, dann gelangen sie zu einer ständigen Verbindung, wie geschrieben steht: „Wie ein Holzpflock, der niemals umfallen wird.“

Da der Schöpfer zu geben liebt, müssen auch die Geschöpfe sich damit anfreunden, nur das Geben zu wünschen. Und genauso wie es dem Schöpfer verhasst ist, Empfänger zu sein, weil Er absolut vollkommen ist und nichts braucht, so muss auch der Mensch das Empfangen „für sich“ hassen.

Aus allem oben Gesagten folgt, dass der Mensch den Willen zu empfangen absolut hassen muss; denn alle Zerstörungen in der Welt resultieren nur aus dem Willen zu empfangen. Mittels des Hasses korrigiert er den Willen zu empfangen und beugt sich der Kedusha (Heiligkeit)."

Frage: Was ist gemeint mit "Und in Wahrheit bleibt die Angelegenheit des Bösen bestehen und dient als Achoraim des Parzuf"?

Ohne Awiut geht es nicht. Ohne "Willen zu empfangen" gibt es kein Geschöpf, nur der Wille zu empfangen soll mit der Absicht um zu geben sein, aber der Wille zu empfangen bleibt ja. Du kannst so sagen: Wenn er in uns in schlechter Form existiert, dass er dem anderen schaden will, einschließlich dem Schöpfer, und sich nur teilweise offenbart, damit wir ihn ertragen können, dann spüren wir ihn in dieser Form nicht. Aber wenn wir anfangen, ihn mehr und mehr zu erkennen, sehen wir, dass dieses Böse wirklich im gleichen Maß ist wie das Licht von Ejn Sof, das sich offenbart.

Und so müssen wir das ganze Böse aufdecken, das uns vom Schöpfer trennt, und es gerade in die gute Kraft umwandeln, mit der wir Zimzum, Massach, Or Choser machen. Gerade mit Hilfe des Bösen können wir Handlungen oberhalb des Bösen ausführen, und damit machen wir uns dem Schöpfer ähnlich. Und in diesem Maß gelangen wir zur Anhaftung an Ihn, an den Schöpfer.

Das heißt, dass das Böse nicht in böser Form bleibt, aber seine Natur selbst ändert sich nicht, es bleibt dem Schöpfer entgegengesetzt, wir unterwerfen es nur, wir binden es. Wir korrigieren es in allerlei Formen, aber in seinem Inneren ist es dem Schöpfer völlig entgegengesetzt und so bleibt es.

Nur all seine Handlungen sind äußerlich, außer dem inneren Punkt des Bösen, der dem Schöpfer völlig entgegengesetzt ist. Diesen Punkt können wir nicht umkehren, ihn nicht berühren. Er offenbart sich uns auch nicht, und das Böse bleibt und existiert. Sonst wie würdest du die Parzufim bauen, Welten, Geben an den Schöpfer? Aus was? "Wenn du gerecht bist, was gibst du Ihm?" Gerade oberhalb des Bösen machen wir alle Handlungen des Gebens an den Schöpfer und auch untereinander.

Frage: Also was muss der Mensch in der Arbeit an seinem Willen zu empfangen, an seinem Bösen aufheben? Was bleibt?

Man hebt den Willen zu empfangen nicht auf, löscht nichts und gar nichts. Das ist nicht gut. Wir machen das nicht. Wir sind keine Vegetarier. Ich will nichts gegen sie sagen, aber wir löschen unsere Beziehung zu nichts aus, denn alles kommt vom Schöpfer, und wir sollen eine richtige Beziehung zur ganzen Schöpfung haben. Sowohl Böses als auch Gutes müssen im Gleichgewicht zwischen ihnen sein, linke Linie und rechte Linie in ihrer Fülle. Und zwischen ihnen werden wir den Schöpfer enthüllen.

Frage: Praktisch in der Arbeit im Zehner haben wir auch im ganzen ersten Teil darüber gesprochen, dass der Mensch sich gegenüber dem Zehner annullieren muss. Was bedeutet es also, das Böse gegenüber dem Zehner aufzuheben?

"Böse" heißt die Absicht für sich selbst, aber nicht das Verlangen selbst. Und auch die Absicht für sich selbst brauchen wir, um oberhalb von ihr eine Absicht für die anderen zu bauen. Deshalb bleibt uns der böse Trieb, der in der Grundlage steht, in den Achoraim der Heiligkeit, der Seele, des Parzuf. Und gerade oberhalb von ihm bauen wir die gute Beziehung, "Jeder, der größer ist als sein Freund, dessen Trieb ist größer als er".

Und "Verlangen" - wir verwandeln nicht den Willen zu empfangen in einen Willen zu geben. Der Wille zu empfangen bleibt Wille zu empfangen, nur unsere Absicht, ihn zu benutzen, ändern wir.

Frage: Wann offenbart sich dem Menschen die Klärung zwischen dem Willen zu empfangen und der Absicht? Muss er das schon von Anfang an klar haben?

Wenn du anfängst, mit ihm zu arbeiten, mit dem Willen zu empfangen gegenüber dem anderen, dann wirst du sehen, ob du mit ihm arbeitest oder nicht, oder ob du mit deinem Willen zu empfangen arbeitest. Frage dich immer: "Arbeite ich jetzt mit meinem Willen zu empfangen und jetzt will ich von ihm zum Willen zu geben übergehen, also wie baue ich den Willen zu geben?" Indem ich mich über meinen Willen zu empfangen erheben will und gegen ihn arbeiten will.

Ich habe keinen Willen zu geben, der Wille zu geben ist der Schöpfer. Ich kann bei mir ein Abbild des Willens zu geben bauen, dadurch dass ich empfangen will, und dann mache ich aus ihm einen Willen zu geben, als ob ich im Geben bin.

Aber mein Geben ist eigentlich wie ein Handschuh, den ich umstülpe. Anstelle desselben Willens zu empfangen, den ich in mir spüre, wie kann ich dann entgegengesetzte Handlungen machen? Entgegengesetzte Handlungen sind, dass ich Zimzum auf die vorherige Verwendung im egoistischen Willen zu empfangen mache und versuche, aus ihm eine Handlung des Gebens zu bauen. Massach und Or Choser.

Frage: Aber was bedeutet es, Zimzum auf den egoistischen Willen zu empfangen zu machen und nicht auf den Willen zu empfangen?

Mit dem Willen zu empfangen habe ich nichts zu tun, der Wille zu empfangen ist etwas Neutrales. Wie in den Stufen des Unbelebten, Pflanzlichen und Tierischen, die keinen bösen Trieb haben, sondern den Willen zu empfangen benutzen, um zu existieren, zu essen, und wenn sie jemanden töten müssen, töten und essen sie. Das ist nicht der Wille zu empfangen im Menschen, denn im Menschen will er die anderen ausnutzen. Er will seine Herrschaft über die anderen offenbaren. Das ist schon der Wille zu empfangen.

Aber bei den Tieren gibt es so etwas nicht. Wenn du einem Löwen gibst, was er essen will, soll er sogar zweihundert Kilo Fleisch essen, danach will er nicht mehr, du kannst an ihm vorbeigehen, er wird nicht einmal den Kopf nach dir drehen.

Was beim Menschen nicht so ist, warum? Weil der Mensch auf den anderen schaut: "Oh, bei ihm ist das Stück Fleisch größer als bei mir." Und dann wird schon das Ego des Menschen, sein Wille zu empfangen, von dem bewegt, was der andere hat, oder was der andere haben könnte.

Das heißt, wir Menschen sind von der Natur aus von vornherein so gebaut, dass wir unseren Willen zu empfangen durch Neid, Begierde und Ehre vergrößern können. Und dann kann unser Wille zu empfangen so groß sein wie der Schöpfer in Seinem Willen zu geben.

Frage: Ich annulliere mich und verbinde mich mit der Gruppe und dann enthülle ich den Schöpfer. In einem solchen Fall, was ist der gemeinsame Nutzen, den sie davon erhalten?

Erstens gewinnt die Gruppe davon, dass sie einen Freund hat, der sich befindet und richtig auf das Ziel der Schöpfung ausgerichtet ist. Zweitens müsst ihr zusammen an all diesen Dingen arbeiten. Dass jeder in seiner persönlichen Form hinzufügt, das ist richtig, aber auch außer der persönlichen Form, die ihr baut, sagen wir, ihr macht zusammen eine Mahlzeit und jeder bringt etwas mit, danach seid ihr zusammen um den Tisch der Mahlzeit, und dann macht ihr aus all den Dingen, die ihr gebracht habt, irgendein gemeinsames Gericht, eine gemeinsame Sache. Das ist etwas anderes.

Jeder muss sich darum kümmern, was er zur Gruppe bringt und wie die Gruppe sich mit dem verbinden kann, was er bringt, sodass es zum Wohl der Gruppe ist. Und dann, wie ihr zusammen genießt von dem, was ihr vorbereitet habt, denn keiner kann mehr oder weniger haben, sondern nur das, was ihr vorbereitet habt, und davon lebt ihr, und dann heißt es, dass ihr euch schon zu einem Parzuf verbunden habt, zu zehn Sefirot. Und dann beginnt der Schöpfer in diesem Parzuf sich in vollständiger Form zu offenbaren. Es kann in kleiner Form sein, aber vollständig, dass dort allerlei Arten Seiner Beziehung zu euch sind.

Wir werden noch darüber sprechen, das liegt noch vor uns, wie Er sich verhält und was Er will und wodurch Er auf euch einwirkt, und wie ihr durch die Veränderungen, mit denen ihr anfangt, euch im Zehner zu drehen, auf Ihn in allerlei Formen einwirkt. Es wird wirklich zu einer gegenseitigen Unterhaltung zwischen euch und dem Schöpfer, sowohl ihr zum Schöpfer als auch der Schöpfer zu euch. Und ihr spürt es. Wo spürst du das? In der Veränderung der Beziehungen zwischen euch im Zehner werdet ihr anfangen zu spüren, was Er sagen will, und indem ihr darauf reagiert und eure Beziehungen im Zehner verändert, so sprecht ihr mit Ihm, und dann habt ihr ein Gerät, durch das ihr euch mit dem Schöpfer verbindet und Er sich mit euch verbindet. Dieses Gerät heißt "Neshama".

Frage: Was ich über Hass weiß, sind viele Gefühle in meinem Körper wie Wut und Kochen in meinem Bauch. Was ist der Hass, von dem Baal HaSulam spricht, was bedeutet es, das Böse zu hassen, ist es dasselbe Gefühl, dass ich spüre, wie sich mein Bauch umdreht, oder ist es etwas Spirituelles?

Viel mehr als das, du hasst deine Natur, über diesen Hass spricht er. Und in dem Maß, wie du deine Natur hasst, die dein Wille zu empfangen ist, dein Ego, das dich von den Freunden trennt, dich vom Schöpfer trennt, in diesem Maß beginnst du zu spüren, dass du dich der Liebe näherst, der Liebe zum Schöpfer durch die Liebe zu den Freunden, das ist dasselbe.

Der Schöpfer ist nur das Allgemeine, das sich offenbart entweder in der Trennung zwischen uns im Zehner oder in der Verbindung zwischen uns im Zehner, und so schreiten wir voran. Deshalb "von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer", so gelangen wir und nicht anders, denn die Liebe zu den Geschöpfen ist das Kli, und der Schöpfer ist die Füllung, die sich in diesem Kli offenbart.

Schüler: In unserem Leben, wenn wir jemanden hassen oder explodieren und streiten oder versuchen, uns von ihm zu entfernen, wie macht es ein Kabbalist, dass er wirklich den Hass spürt und sich Ausdrücken der Liebe nähert?

Er fügt dazu ein Gebet zum Schöpfer in fester Form hinzu, und alles, was er tun will, wendet er sich an den Schöpfer, dass der Schöpfer ihm Partner sei, als Helfer, als Erklärer, als Ausführender, und so gelangt er zur Anhaftung an den Schöpfer. Das ist alles.

Frage: Wir kennen den Geschmack der "Eigenschaft des Empfangens" dieser Welt und man kann sagen, dass wir schon darauf verzichten können. Aber wie kann man richtig um die "Eigenschaft des Gebens" bitten, deren Geschmack wir nicht kennen?

Fangt an, euch untereinander im Zehner zu verbinden und ihr werdet spüren, dass euch die Kraft der Verbindung fehlt, und dann wendet euch an den Schöpfer, dass Er euch hilft, euch zu verbinden. Denn in der Verbindung werdet ihr die allgemeine Kraft des Gebens und die Kraft der Liebe zwischen den Freunden und den Schöpfer darin enthüllen können. Nur das ausführen.

Frage: Muss ich vom Hass auf das Ego zur Liebe zu den Geschöpfen gelangen? Beginne ich mit Hass und gehe zur Liebe über?

Ja, nur das und nicht sofort, aber durch den Hass. Denn Hass offenbart sich zuerst in uns als natürliche Eigenschaft und wir müssen von der natürlichen Eigenschaft, dass wir alle hassen, stattdessen zum Hass auf unser Ego gelangen, auf unseren Willen zu empfangen, der zwischen den Freunden trennt, und in demselben Maß insgesamt, sagen wir zehnmal mehr als ich vom Freund getrennt bin, das trennt zwischen mir und dem Schöpfer.

Schüler: Wo mache ich den Übergang vom Hass zur Liebe? Wie höre ich auf, mein Ego zu hassen und fange an, den Freund zu lieben?

Nein, du hörst nicht auf, das Ego zu hassen, du hasst weiter das Ego und du willst oberhalb des Hasses in der Liebe zu den Freunden sein, und daraus beginnst du ein Kli für solch eine Hinwendung zum Schöpfer zu erwerben. Wie Rabash über die Freunde schreibt, bevor du in dir solche Neigungen zu den Freunden entdeckst, hast du nichts, woran du über den Schöpfer denken kannst, das ist überhaupt nicht relevant, das sind deine Fantasien.

Frage: Wir lernen und versuchen zu üben, dass der Prozess der Erkenntnis des Bösen ein gesegneter Prozess ist, er ist erfreulich, wie Baal HaSulam sogar schreibt "das verursachte die Heiligkeit des Tages". Das passt mir nicht zusammen mit Hass?

Warum? "Die den Schöpfer lieben, hassen das Böse", wenn ich mein Ego hasse, das sich jetzt offenbart, wozu "die Heiligkeit des Tages verursachte", und ich befinde mich zusammen damit in der Liebe zum Schöpfer über dem Hass zu meinem Ego, dann befinde ich mich in einem ausgezeichneten Zustand, eines stört das andere nicht, sondern im Gegenteil, eines hält das andere. Das Böse befindet sich am Ende des Parzuf, das ich einschränke, es nach innen nach unten drücke und darauf trete, und darüber entwickle ich die gute Beziehung.

Schüler: Wie kann man irgendein Detail oder Element in der Schöpfung hassen, ohne eigentlich den Schöpfer zu beschuldigen, ohne aus "Es gibt niemanden außer Ihm" herauszugehen?

Das hängt alles davon ab, wie sehr wir das Ziel enthüllen. Wenn ich die Notwendigkeit in allen schlechten Eigenschaften enthülle, die ich habe, von denen ich zuerst gerade dachte, sie seien gut, danach begann ich zu spüren, dass sie schlecht sind, danach schämte ich mich ihrer, danach hasste ich sie, also all diese Beziehungen zum Bösen in mir, die ich langsam immer richtiger festlege, was als böse bezeichnet wird, das hilft mir. Und dann nähere ich mich dagegen mehr dem Begriff des Schöpfers, der Erkenntnis des Guten, was gut ist.

Schüler: Aber wenn ich etwas hasse, dann bin ich schon nicht im Guten und Gutes Tuenden.

Nein, nicht richtig, "Die den Schöpfer lieben, hassen das Böse". Es kann nicht sein, dass ich mich in der Liebe zum Schöpfer befinde und entsprechend dazu, damit, ohne Hass auf mein Ego. In dem Maß, wie ich das Ego hasse, liebe ich den Schöpfer.

Schüler: Es gibt hier viel zu klären, aber auf der praktischen Ebene - sich auf den Hass des "um zu empfangen" zu konzentrieren oder auf die Liebe, dass ich die Eigenschaft des Gebens enthüllen will?

Das hängt vom Zustand selbst ab, in dem der Mensch sich befindet, manchmal so, manchmal so. Es ist wünschenswert, dass das Böse immer am Ende des Parzuf bleibt, dass ich darauf stehe, es beherrsche, es innen halte, wie wenn ich eine Kiste geschlossen habe und ich ihr nicht erlaube, sich zu öffnen, und oberhalb davon bemühe ich mich, dieses Böse in Gutes umzuwandeln.

Danach werden wir lernen, was überhaupt mit diesem Bösen geschieht, verschwindet es? Nur die Absicht verschwindet sicherlich vielleicht oder was geschieht mit ihr? Das Böse selbst, das ist der böse Trieb, bis zum Ende der Korrektur bleibt er und danach gibt es noch Kriege mit ihm am Ende aller Korrekturen, das ist der Krieg von Gog und Magog und so weiter. Aber die Hauptsache ist, wir müssen das Böse hassen und dann bewahrt es uns davor, es zu benutzen.

Frage: Es steht geschrieben, dass der Schöpfer es hasst, Empfangender zu sein. Mein ganzes Wesen ist der Wille, für mich selbst zu empfangen, den ich gegen meinen Willen erhalten habe. Wie überwinde ich meine Natur und beginne, das Empfangen zu hassen?

Man muss darüber nachdenken, man muss darüber sprechen, man muss lesen, was Kabbalisten darüber schreiben. Am besten ist es, in der Gruppe zu sprechen, inwieweit wir doch das Böse in unserer Natur enthüllen müssen. Es ist uns klar, dass es da ist, aber das reicht nicht, um es zu hassen, um sich davon zu entfernen.

Hass bedeutet, dass ich mich entferne. Wie sehr entferne ich mich? Nach der Größe des Hasses, mit dem ich das hasse. Wovon hängt mein Hass auf den Willen zu empfangen ab? Davon, wie sehr ich mir bewusst bin, dass der Wille zu empfangen mir alle Probleme macht, dass ich ihn wirklich hasse, ich leide an ihm, ich spüre ihn als meinen persönlichen Feind, und dann werden wir dementsprechend so vorankommen.

Frage: Was bedeutet "dann kommen sie zu einer beständigen Verbindung, einem Pflock, der niemals wanken wird"?

Es steht geschrieben: "Und die Angelegenheit des Hasses kommt aus dem Grund, dass wenn der Mensch die Anhaftung an den Schöpfer, gepriesen sei Er, erlangen will, dann verhält er sich nach der Sitte, die zwischen Freunden und Geliebten besteht. Das heißt, wenn zwei Menschen zur Erkenntnis kommen, dass jeder von ihnen hasst, was sein Freund hasst, und liebt, was und wen sein Freund liebt. Dann kommen sie zu einer beständigen Verbindung, einem Pflock, der niemals wanken wird." Das ist es, was wir durch unsere Gespräche im Zehner klären müssen. Dass wir das Geben lieben, die Verbindung lieben, eigentlich die Eigenschaften des Schöpfers lieben.

Wie wissen wir, was die Eigenschaften des Schöpfers sind? Dass sie von vornherein, a priori, unseren Eigenschaften entgegengesetzt sind, entgegengesetzt. Und was muss ich dann tun? Ich muss einfach mich selbst wie einen Handschuh nehmen und umstülpen, von innen nach außen und von außen nach innen umkehren, was da ist, und dann werde ich sehen, wer ich bin, was dort in mir verborgen ist, und dann werde ich vor dieser Form fliehen, vor dieser meiner wahren inneren Form fliehen. So braucht man nichts mehr, nur das Böse zu erkennen, und dann werde ich es hassen und dagegen liebe ich den Schöpfer.

Frage: Wie kann ein Mensch das Böse hassen, wenn er es selbst tut?

Aber ich enthülle, wie sehr dieses Böse mich daran hindert, zum Guten zu gelangen. Wie sehr ich mit den Freunden darüber spreche, dass man zur Enthüllung des Schöpfers gelangen kann, zur Anhaftung an den Schöpfer, dass uns das Ewigkeit bringt, Vollkommenheit, Erkenntnis der wahren Welt und so weiter, das Gefühl der Existenz auf einer völlig anderen Stufe des Gebens. Zwar verstehen wir noch nicht, was das ist, aber je mehr wir darüber sprechen, werde ich von solchen Möglichkeiten eingeschlossen. Und dann sehe ich, was mich stört? Mein Ego, und dann beginne ich, es zu hassen.

Wie wenn sich jeder vorstellen kann, ein Mensch, der vor etwas Gutem steht, aber es gibt jemanden, der ihn stört, ihm nicht geben will, und in dem Moment, wo ich zu diesem Guten gelange, gibt es jemanden, der mich jedes Mal aufhält. Wie sehr hasse ich diesen Menschen. So müssen wir verstehen, dass unser Ego im Weg steht und das müssen wir hassen. Wenn wir es hassen, dann verschieben wir es im Maß des Hasses zur Seite.

Frage: Wie verwandle ich den Hass auf den anderen in Hass auf sich selbst?

Man muss darüber nachdenken. Hass auf den anderen ist der Schöpfer, denn außer dem Menschen und dem Schöpfer gibt es nichts. Und was dir als der andere erscheint, die Menschheit, besonders die Gruppe, denn die Gruppe wird uns gegeben, damit wir an ihr die Eigenschaft der Verbindung erwerben, das ist die Eigenschaft des Schöpfers, also gibt es hier keinen Verzicht. Wer stört mich? Ich störe mich selbst, also muss ich diese Eigenschaft hassen, die mich daran hindert, mich mit den Freunden zu verbinden, einfach muss, ohne das komme ich nicht voran.

Schüler: Wie mache ich diese Umkehrung?

Denke nach, durch Gedanken, "Alles wird sich in Gedanken klären". Denke, dass nur dein Ego dich vom vollkommenen Zustand trennt, von der Anhaftung, vom Schöpfer, von allem, was du dir als gut in der Spiritualität vorstellen kannst. Sonst "werdet ihr sterben und nicht in Weisheit", wie geschrieben steht.

Frage: Kommt ein Moment, wo wir uns so sehr vom Ego trennen, dass wir spüren, dass es etwas darüber hinaus gibt?

Ja, wir können spüren, müssen diese Zustände spüren, dass wir uns von unserem Ego trennen und uns in den Willen zu geben einschließen. Man kann nicht neutral sein, weder in diesem noch in jenem, sondern vom Willen zu empfangen zur Absicht um zu geben übergehen, das müssen wir uns bemühen, in jedem Moment auszuführen.

Wir haben vor einer Stunde und vierzig Minuten angefangen, über Artikel 24 zu sprechen, und dann sagte ich, dass weil es nur Schöpfer und Geschöpf gibt, und der Schöpfer, so sagen sie uns, gut und Gutes tuend ist, dann spürt der Mensch immer den Schöpfer und immer empfängt er vom Schöpfer das Gute. Und wenn er sich selbst im Schlechten spürt, ist es, weil er in seinen inneren Eigenschaften das verdirbt, was er vom Schöpfer empfängt.

Deshalb wendet er sich an den Schöpfer, dass Er ihm hilft, seine inneren Eigenschaften zu ändern, vom Bösen zum Schöpfer zum Guten zum Schöpfer. Und dadurch, dass er bittet, dass der Schöpfer ihn ändert, dann wird der Mensch anfangen, den Schöpfer als gut und Gutes tuend zu spüren. Denkt über diesen Satz nach.

(Ende der Lektion)