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Morgenunterricht 05.02.2002
Buch „Schriften des Rabash", Band 2, Artikel „Was ist der Geruch seiner Kleider, in der Arbeit"
Rav: Also, wir haben den Artikel „Was ist der Geruch seiner Kleider, in der Arbeit" gehört, „Schlawej haSulam" (Stufen der Leiter), Band 1, Seite 205. Was ist der hauptsächliche Inhalt des Artikels? Es kommt kein Böses von Seiten des Schöpfers, alles ist in der Führung des Guten, der Gutes tut, den Schlechten und den Guten, und jede Handlung, die von oben über den Menschen ergeht, ist nur, um ihn dem Schöpfer näherzubringen. Und ein Mensch, der die Führung am Anfang nur in den Sinnen spürt, das heißt in bitter und süß, der spürt sie sicher als Aufstiege und Abstiege.
Und danach, wenn er zur Wahrnehmung der Führung des Schöpfers über ihn Wahrheit und Lüge hinzufügt, dann sieht er, dass dort, wo es ihm bitter erschien, dass das Wahrheit ist, und dadurch wird das Bittere ganz und gar süß. Er sieht, dass die Abstiege ihm noch mehr als die Aufstiege helfen, voranzukommen. Denn je größer ein Aufstieg ist, er ist insgesamt die Unterstützung der Kräfte, die es ihm ermöglicht, mit einem Abstieg zurechtzukommen und ihn ins Gute zu verwandeln. Alle Aufstiege von Stufe zu Stufe geschehen durch das Böse, das sich durch einen Abstieg offenbart.
Daraus kommt er zum Verständnis, dass es überhaupt nichts Böses in der Welt gibt, sondern dass es nur Chassadim sind, und aus den verhüllten Chassadim werden die enthüllten Chassadim.
Gibt es Fragen? Ja.
2:14 Schüler: Was macht man mit dem Gefühl der Sättigung, wenn ein Mensch sich satt fühlt, überhaupt nicht hungrig auf Spiritualität?
Rav: Weder hungrig noch satt. Man fühlt so, dass es gar nichts gibt, so ist es gut und so ist es gut, was auch sein wird, wird gut sein. Ein Zeichen, dass man den Ausschlag geben muss, mehr Mühe hinzufügen. Ein bisschen mehr auf sich selbst drücken, um in den Artikel hineinzukommen, zu irgendeinem Eindruck von der höheren Weisheit, von der Kabbala, einem Eindruck von den Freunden. Ich sehe, wie jener begeistert ist und er begeistert ist, ich sehe, wie er schläft, er sitzt da wie ein Kadaver, der vom Stuhl fallen wird, und noch etwas.
Es hängt davon ab, von wem man sich begeistern lässt. Es steht geschrieben, man muss jedes Mal die bessere Gemeinschaft wählen, also hänge dich jedes Mal an jemanden, der dir scheint, dass er begeisterter ist als du, und lass dich von ihm beeindrucken. Das war's. Und so kannst du aufsteigen. Auch wenn du Kraft hast, dann wecke andere auf, das ist auch zu deinem Verdienst. Das ist, anstatt dass du absteigst — du siehst jemanden absteigen und du hilfst ihm aufzusteigen, das ist, als ob du abgestiegen und aufgestiegen wärst. Von der Anhaftung her ist es dieselbe Handlung, wirklich dieselbe Handlung.
Also muss man deshalb einfach arbeiten, das heißt, in jedem Zustand einen guten Zustand sehen, von dem aus man die Arbeit anfangen kann. Wenn dir nur ein Gedanke kommt, warum bin ich so, warum mache ich nicht etwas, was muss ich tun und so weiter, irgendetwas von dieser Art, ist das ein Zeichen, dass man euch von oben beachtet¹ und will, dass du dich gerade aus diesem Zustand etwas bewegst. Und dann versuche es mit allen Mitteln.
Ja, Lior.
Schüler: Das ist mehr oder weniger dieselbe Frage von Erez. Ich möchte wissen, ob es so eine Art Zustand geben kann, dass ein Mensch einfach alles vergisst, was er bis jetzt gelernt hat?
Rav: Kann ein Mensch vergessen, was er gelernt hat, oder über die Arbeit? Es gibt Zustände, in denen ich einfach meinen Tagesablauf vergesse, herumlaufe, durcheinanderkomme, ich habe noch alle möglichen Dinge, plötzlich, Gott behüte, irgendwelche Sorgen, oder umgekehrt solche Ereignisse. Also dafür muss man im Voraus nach der Uhr und nach dem Kalender festlegen, was genau ich tun muss. Ich habe dafür Stunden, mein Tag ist wirklich mehr oder weniger geordnet, außer dass Nessi mir da manchmal ein Durcheinander mit den Terminen hineinbringt. Das war's.
Also, und ich weiß, dass ich dies und das durchgehen muss, ich habe „Talmud Eser haSefirot" (Lehre der zehn Sefirot) Teil 1, das ich jetzt für Moskau mache, ich habe ein Forum vom letzten Jahr, ich habe noch fünf, sechs Bücher unterwegs, von denen jedes so dazwischen vor sich hin köchelt, ich habe zwanzig Fragen-Antworten in E-Mails und im Internet und so weiter. Kurz gesagt, ich weiß, dass ich jeder Sache so und so viel Zeit widmen muss, und ich habe keine Wahl. Außerdem muss ich einige Stunden arbeiten, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das heißt, es gibt eine Ordnung. Und ob ich vergesse oder nicht vergesse, so komme ich trotzdem nach einer, zwei Stunden zu irgendeinem Zustand gemäß meiner Ordnung, der mich aufweckt und der mich an die Sache erinnert. Das ist eine Pflicht.
Außerdem gibt es hier irgendein „Schamati" (Ich hörte), um 13:00 Uhr mittags liest man irgendeinen Artikel, ja? Manchmal ruft jemand von den Freunden an, fragt, was es Neues gibt, wie es dir geht, ob du so oder anders denkst. Ich denke überhaupt nicht, weder so noch anders, aber seine Frage bringt mich schon wieder in den Zustand zurück. Am Anfang, wenn er anfängt, verfluche ich ihn, und danach sehe ich, nein, man muss, sonst, was, bleibe ich ein Tier, und irgendwie stimme ich ihm zu und danach mag ich es sogar, dass er mich anruft. So ist es, richtig? 6:45
Jetzt, wir sind die Welt der Handlung, das heißt, was hier geschieht, ist nur gemäß der Information, die von oben herabkommt. Wenn nicht jede Sekunde, jeder Moment, jeder Zustand von oben in diese Welt herabkommt, dann wird es in dieser Welt nicht bestehen. Nicht dass es hier etwas gibt, sagen wir, es gibt hier irgendeinen Gegenstand, und es genügt, dass er gebaut, gemacht ist, existiert und man sich jetzt nicht um ihn kümmern muss. So etwas gibt es nicht, es scheint uns nur so, weil wir Ursache und Wirkung nicht sehen, aber jede Sache braucht die ganze Zeit, du musst sie jede einzelne Sekunde aufrechterhalten, sonst wird sie keinen Bestand haben.
Das heißt, dass das Licht² auf ihn wirken muss und in der Herabstufung diese Hülle auf ihm aufbauen muss, dieses Gewand, und sie die ganze Zeit aufrechterhalten muss, sie sozusagen ernähren muss. Ihm sozusagen existenzielle Energie zu geben. Und deshalb: gerade die toteste Sache, bei der sich gar nichts ändert — so eine Erstarrung — kann nur durch eine unaufhörliche Handlung des Lichts von oben bestehen. Gerade auf diesen Zustand richtet sich von oben eine Absicht und genau eine Handlung, und deshalb besteht er. Also gibt es keinen Zustand, der nicht unter Aufsicht von oben steht und der nicht erwünscht ist, in jeder einzelnen Sekunde, in der er sich noch nicht verändert hat.
Es gibt Zustände, in denen ein Mensch spürt, wie sie über ihn ergehen, bis zu dem Grad, dass es scheint, als ob alles entweicht und alles kommt, oder sich nicht verändert. Also in jedem Zustand, sogar einem, der sich nicht verändert, wie ich erklärt habe, und der entweicht und der kommt, ist alles von oben absichtlich gelenkt. Und bei all diesen Veränderungen müssen wir verstehen, dass, wenn das Licht aufhört, dann das Ich verschwindet. Ganz einfach, wie man aus den vier Bechinot des Direkten Lichts (Or Jaschar) lernt. Wenn das Licht das Kli nicht macht, wenn es den Willen nicht erschafft, wenn es den Willen nicht in jeder einzelnen Sekunde aufrechterhält, in der es von oben aus dem Ejn Sof herabkommt, dann wird dieses Kli nicht bestehen, dieser Wille wird nicht sein. Das Licht geht dem Kli voraus. 9:36
Wenn das Licht aus dem Kli in irgendetwas verschwindet, nicht im Sinne seiner Existenz, sondern im Sinne seiner Füllung, dann fühlt sich das Kli leer. Und diese Dinge passieren einem Menschen, der voranschreitet, so in ziemlich hoher Häufigkeit. Wenn man dem Menschen seinen Zustand wechseln will, dann verschwindet einfach das Licht, das vorher als Füllung da war, und an seine Stelle kommt ein neues Licht und sozusagen neue Eigenschaften, neue Füllungen. Und dem Menschen scheint es, dass er das, was er hatte, völlig vergessen hat und gar nichts hat, und er hat vielleicht einige Wochen oder Monate oder Jahre investiert, und es ist wirklich keine Spur davon geblieben.
Er hört Worte, er versteht nicht, was diese Worte sind, er hat sie nie gelesen und nie gehört. Die Dinge sind bekannt. Was ist der Grund dafür? Man will ihm den Zustand wechseln, aber in der Zwischenzeit passiert es so, dass er sich völlig zwischen Himmel und Erde fühlt. Und es steht so über den Baal Schem Tow geschrieben, dass er solche Abstiege hatte, dass er vergaß, wie man die Worte, die Buchstaben nennt, da half ihm sein Diener: das ist Alef, Bet, Gimel. Und so kehrte er sozusagen zu den Buchstaben zurück und zum Verbinden der Worte und danach zu den Sätzen und so weiter.
Der Baal Schem Tow, verstehst du, das ist einer der Großen, der großen Kabbalisten, so weit geht das Entweichen der Lichter. Von Seiten des Lichts ist es eine einfache Handlung, was uns passiert; die kleine Erschütterung im Licht bewirkt in uns wirklich Veränderungen von einem Ende zum anderen. Du siehst, wir leben von einer dünnen Kerze, die sich von oben herabstuft und herabkommt und sich in uns einkleidet in mehrere, wie soll ich sagen, Portionen; seine unterste Portion ist die, dass es um sich ein materielles Kli aufbaut, den Körper des Menschen, in dem es auch Unbelebtes, Pflanzliches, Belebtes und Sprechendes gibt.
Und für jeden Einzelnen ist das Licht besonders für das Seine, für seine Art, die um sich eine Hülle entsprechend ihm aufbaut. Wir haben unbelebte Dinge, es gibt das, was im Körper wächst, es gibt das, was im Körper lebt — auch dieses Belebte entwickelt sich. Das Pflanzliche und das Belebte entwickeln sich schon; das Unbelebte entwickelt sich nicht, aber das Pflanzliche in uns wird geboren und wächst und stirbt dann. Ja, Haare, Nägel, alle möglichen Teile des Pflanzlichen. Danach unser Belebtes, das ist unser ganzer Körper, das ist ein Embryo aus einem Samen, der sich entwickelt, bis er klein ist und danach groß, alt und stirbt; es hat seine eigene Entwicklungsordnung, das geschieht durch die Portion Licht, die zur Stufe des Belebten gehört.
Und danach gibt es in der Stufe des Belebten die Stufe des Menschlichen, des Menschen, der sich von tierischen Begierden hin zu Geld, zu Ehre, zu Erkenntnissen entwickelt. Und danach kleidet sich darin noch eine höhere Portion Licht ein, die schon Punkt im Herzen genannt wird, und auch in ihr gibt es schon eine Entwicklung, die am Anfang Zeit der Vorbereitung genannt wird und danach schon die Entwicklung der Nefesch de Kduscha (der heiligen Seele). Also du siehst, es kommt ein Licht an, insgesamt eine dünne Kerze, aber schau, auf wie viele Teile es sich ausbreitet, und jeder Teil baut um sich ein anderes Gewand auf. 14:11
Und in jedem einzelnen Teil gibt es einen eigenen Plan, entsprechend auch den Plänen aus den verschiedenen Teilen dieses Lichts, und sie geben einander. Und dafür gibt es einen allgemeinen Plan über dieses ganze Verhältnis, das der Mensch in dieser Welt genannt wird, und jeder dieser Teile in uns besteht nur durch das Licht. Und wenn irgendein Teil des Lichts aufhört, in demselben Maße stirbt der Mensch, oder dieser Teil, wie man sagt, im Menschen stirbt. Das war's. Es gibt Teile, die völlig aufhören, es gibt Teile, die nicht aufhören, sondern von Gilgul zu Gilgul übergehen, wie man sagt. Und so weiter.
Also müssen wir verstehen, dass die Veränderungen des Lichts, die in uns Aufstiege und Abstiege und das Entweichen der Mochin aufbauen, und wieder irgendeine Art ..., Rückkehr zum Leben, ja sozusagen Wiederbelebung — das sind Dinge, die einfach in der ganzen Natur vorkommen; es gibt so eine Zyklik und Erneuerung. Aber im spirituellen Teil in uns ist es sicher schneller und stärker spürbar als bei allen übrigen Teilen der dünnen Kerze, die in uns ist. Das ist, damit wir uns durch ihn schneller entwickeln; seine Aufgabe ist es, schneller aus uns die Stufe des Menschen zu machen.
Also gibt es keinen Grund, sich davon beeindrucken zu lassen, dass ich plötzlich nichts weiß, nichts erinnere, gar nichts fühle, meine Zukunft ist verschwunden. Sicher kann ein Mensch nicht umhin, sich davon beeindrucken zu lassen; wir sind so abhängig von dem kleinen Gefühl dieser Portion, solange wir sie nicht durch den Massach beherrschen können, sodass wir nicht von all diesen Dingen abhängig sind. Der Massach ermöglicht es uns einfach, so eine Korrektur zu machen, so eine Kraft zu erwerben, dass — selbst wenn das Licht nicht da ist, wenn es entweicht — ich etwas habe, womit ich mich erfülle.
Anstelle dieses Gefühls der Zukunft, der Sicherheit, des Wissens, der Wirklichkeit, meiner Persönlichkeit, meiner Orientierung, wo ich bin, was ich bin, habe ich etwas, womit ich mich erfülle. Das nennt man Licht der Chassadim. Und dann bin ich davon überhaupt nicht abhängig, ich werde frei. Ich werde frei, dann fange ich an zu denken, also was muss ich tun, also von diesem Moment an kann ich festlegen, ob ich wirklich von der Sorge um meine eigene Erfüllung losgelöst sein und an Spiritualität denken will, an das Göttliche. Das ist die ganze Sache mit dem Massach.
In Ordnung? Schulam, nur eine kurze Frage und ohne Spitzfindigkeiten.
17:56 Schüler: Sehr kurz. Es gibt keinen vollständigen Mangel, solange sich das Böse nicht in Vollständigkeit offenbart. Wer lässt mich das Böse in Vollständigkeit aufdecken?
Rav: Ich habe gesagt, dass sich das alles offenbart und alles durch das Licht geschieht, mehr oder weniger, aber alles durch das Licht. Wer? Nachdem ich es erklärt habe, fragt er: wer.
Ja.
Schüler: Was bedeutet „übertreten und wiederholt, wird es ihm wie erlaubt"?
Rav: „Übertreten und wiederholt, wird es ihm wie erlaubt" — das heißt, dass, wenn ein Mensch, ganz einfach, ein Mensch sich auf irgendeinem spirituellen Niveau befindet, sagen wir auf Stufe fünfzehn, dass er auf dieser Stufe fünfzehn alle möglichen spirituellen Gesetze einhält. Wenn man ihm eine Schwierigkeit gegeben hat, einen zusätzlichen Willen zu empfangen, und durch den zusätzlichen Willen zu empfangen steigt er sicher sofort von der Stufe herab, dann fängt er an, ein Übertreter zu sein. Wenn er anfängt, mit dem zusätzlichen Willen zu empfangen zu arbeiten, um aufzusteigen, um diesen Abstieg zu korrigieren, dann steigt er schon nicht zur Stufe fünfzehn auf, sondern zur Stufe sechzehn.
Aber wenn er nicht an diesem Willen zu empfangen arbeitet, hat er übertreten, das heißt, er hat eine Übertretung begangen, weil man ihm von oben Willen zu empfangen gegeben hat, und danach, anstatt ihn zu korrigieren und aufzusteigen und aus dieser Übertretung sozusagen ein „Gebot" zu machen, fährt er fort, ohne zu korrigieren, innerhalb des Willens zu empfangen zu arbeiten. Also das nennt man „wiederholt", es geschieht ein zweites Mal, ein drittes Mal. Also dieser ganze schlechte Wille zu empfangen, den er jetzt erworben hat, der ihn von Stufe 15 nach unten gebracht hat, wird ihm wie erlaubt³, er bleibt unten, und das war's. Das nennt man „übertreten und wiederholt". Er hat das Gebot übertreten, sein Niveau, weil man es ihm von oben gegeben hat — darüber ist er nicht Herr, dafür bestraft man ihn nicht. Man bestraft ihn dafür, dass er es ein zweites Mal getan hat. Beim ersten Mal ist er nicht der Herr. Er ist nicht schuldig.
20:24 Schüler: Beim zweiten Mal hat er es schon aus seinem eigenen Willen getan?
Rav: Deshalb heißt es „übertreten und wiederholt", und es geschieht noch einmal, es wird ihm wie erlaubt. Wie erlaubt — du bist schon darin. Also liegt auf dir weder Übertretung noch Gebot, du selbst hast schon festgelegt, dass du nicht auf Stufe 15 bist, sagen wir, auf Stufe 13. Und das war's.
Schüler: Und wie steigt man trotzdem von dort nach oben?
Rav: Danach erbarmt man sich seiner vom Himmel, man fängt an, ihn daran zu erinnern, dass es ein Ziel gibt. Man erbarmt sich, oder durch einen guten Schlag, das nennt man auch Barmherzigkeit. Barmherzigkeit nennt man jedes Mal, wenn man dich an das Ziel der Schöpfung erinnert. Wodurch, das ist nicht wichtig. Oder durch vielleicht irgendein schöneres Erwachen, in einer schöneren Form. Das hängt schon vom Menschen ab, hängt vom Gedanken der Schöpfung ab, das... und das war's.
Und wieder fängt er an, sich zu erheben und zu suchen, und warum und wie. Das ist, wie der Rabbe schreibt, dass ein Mensch an irgendeinem abgelegenen Ort lebt, und plötzlich hat er das Buch Sohar gefunden und fing anhand des Buches an, sich zu erinnern, wo er einst war, dass er sich jetzt überhaupt an irgendeinem... man hat ihn an irgendeinen Ort geworfen, und dort lebte er einst, und dort ist sein Zuhause. Gemeint ist die spirituelle Welt. Und dort ist seine Familie, und in Wahrheit gehört er ganz dorthin. Und hierher hat man ihn überhaupt an irgendeinen abgelegenen Ort geworfen. Zwar hat er auch eine Familie und auch eine Frau und Kinder und sogar Freunde und alles, aber das alles ist Tierhaftigkeit, und er gehört doch zu einer spirituellen Stufe; dort ist seine wahre Familie und sein Zuhause und wahre Freunde und alle Seelen der Gerechten, die seine Freunde sind, und so weiter. Also fängt er an zu denken.
Aber „wiederholt" nennt man das, dass er es beim zweiten Mal, wenn er es tut, aus seinem eigenen Antrieb tut. Das war's. Nicht dadurch, dass man ihm von oben gibt, ihm Willen zu empfangen hinzufügt. In Ordnung?
Ja.
22:34 Schüler: Gibt es irgendeine Portion Licht, die auf das Kli wirkt, das „Gruppe" genannt wird, oder versammeln sich die Menschen hier einfach und stärken irgendwie, beschleunigen?
Rav: Es gibt von oben — unsere ganze Funktion ist von oben. Unten bei uns ist es nur die Welt der Handlung, habe ich gesagt. Wenn du etwas in dieser Welt verändern willst, hast du nur eine Lösung: Steige nach oben auf, schließe dich ein in das System der Führung und Vorsehung, das System der Aufsicht, und soweit du dort gemäß der Gleichheit der Form hineinkommen kannst, gemäß deiner Verstehenskraft und dem guten Willen, wird man dir dabei erlauben, Gutes hinzuzufügen. Du kannst dadurch auch eine Hinzufügung von Gutem nach unten bewirken. Und nur auf diese Weise kannst du etwas verändern.
Wie wir lernen, dass es freie Wahl nur in einer einzigen Sache gibt: einen etwas größeren Sprung nach oben zu machen, nach oben hin oder nicht, nur in eine Richtung. Ja? Nur auf einer sehr schmalen Seite so, ja, in der Richtung. Nur darin gibt es Wahl, du willst oder willst nicht, bitte, aber das ist nur für die Freiheit, für deine freie Bewegung gegeben. So wird es gegeben, nachdem du nach oben aufsteigst, wird deiner Wahl nur eine Sache überlassen: etwas von unten zu verbessern. Aber nur, nachdem du aufgestiegen bist. Außerdem gibt es in unserer Welt nichts Neues, sondern nur das, was von oben herabkommt. Du willst verändern? Bitte, verändere dich.
Deshalb, wenn du in unserer Welt Menschen siehst, Körperschaften, alle möglichen Gruppen, sagen wir von Kabbalisten, sagen wir, die Kabbalisten sein wollen, sind sicher all diese Dinge von oben organisiert und kommen herab. Und auch wenn dem Menschen irgendein Wille kommt, muss er ebenfalls im Sinne von „es gibt keinen außer Ihm" denken, selbst wenn er es nicht weiß und noch nicht fühlt, dass es keinen außer Ihm gibt, und er selbst ist einfach eine Marionette. Das war's.
Also was fragst du jetzt über die Gruppe? Sicher ist eine Gruppe von oben geplant. Soweit sie ihrer Form oben entspricht, ist sie wirklich eine Gruppe. Soweit sie nicht entspricht, ist das einfach eine Versammlung von Spöttern. Das war's. Und das erste Gesetz in der Gruppe ist, dass jeder sich verpflichtet, sich zu allen gleich zu verhalten. Dass nicht dieser mir näher und jener mir ferner ist, diesen liebe ich ein bisschen und jenen stoße ich ein bisschen ab. Das ist schon keine Gruppe und keine Vereinigung. Eine Gruppe ist Vereinigung. Vereinigung. Es kann nicht sein, dass es irgendeinen Unterschied in den Beziehungen zwischen jedem Einzelnen und den anderen gibt. Und das... daran arbeitet ihr überhaupt nicht. Das war's. Sondern irgendwie ist die Stimmung in Ordnung, im Großen und Ganzen schön. Was weiter? „Wir haben nichts, woran wir arbeiten könnten" — ich bekomme solche Anrufe: „vielleicht sagt mir der Rav, woran wir noch arbeiten sollen", es ist nichts mehr zum Arbeiten geblieben, ihr seid schon Gerechte, das war's, das ist die Endkorrektur.
Ja.
26:21 Schüler: Also wenn bei einem aus der Gruppe — er verhält sich zu allen gleich, und ein anderer aus der Gruppe verhält sich zu diesem mehr und zu jenem weniger.
Rav: Ja? Dann muss man sich zusammensetzen und darüber reden. Man muss es wirklich klären und korrigieren. Und ich weiß, dass es das in jeder einzelnen Gruppe gibt, von der ersten bis zur letzten. Und das ist zuerst die erste Bedingung. Und ich verstehe nicht, warum das sie nicht beunruhigt, die Menschen.
Nu, machen wir weiter, fangen wir an zu lernen.
(Ende der Lektion)