Tägliche Lektion17 вер 2026 р.(Morning)

Part 2 Baal HaSulam. TES. Band 1.Teil 2. Kapitel 2, punkt 4 (20.11.2007)

Baal HaSulam. TES. Band 1.Teil 2. Kapitel 2, punkt 4 (20.11.2007)

17 вер 2026 р.

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Morgenlektion 22.11.2007

Baal HaSulam, Buch „Talmud Esser haSefirot", Band 1,
Teil 2, Punkte 4–5

Vorleser: Buch Talmud Esser haSefirot, Band 1, Teil 2, Seite 50, Punkt 4, in den Worten des ARI.

Punkt 4
Das Licht von Igulim ist das Or Nefesh, das Licht von Yosher ist das Or Ruach. Zuerst wurden die Igulim erschaffen, danach Yosher

„4) Allerdings besteht der Unterschied zwischen Igulim und Yosher darin, dass (20) die zehn Sefirot der Igulim das Licht, welches man Nefesh nennt, betreffen und es gibt in ihnen ein Or Pnimi und ein Or Makif, einen inneren Teil (Pnimi) und einen äußeren Teil (Chizon). In ihnen gibt es zehn Sefirot der Kelim, und in jedem dieser Kelim gibt es eine Innerlichkeit (Pnimiut) und eine Äußerlichkeit (Chizoniut). Und ebenfalls gibt es zehn Sefirot der Lichter, und in jedem Licht gibt es ein Or Pnimi und ein Or Makif. Dagegen sind die zehn Sefirot de Yosher das Licht, welches (30) Ruach genannt wird, und dies ist bekanntlich eine höhere Stufe als Nefesh, und diese beinhalten ebenfalls das Or Pnimi und das Or Makif. Es gibt in ihnen ebenso zehn Sefirot der Kelim, und in jedem dieser Kelim gibt es Innerlichkeit und Äußerlichkeit. Und klar ist, dass die Bchina Nefesh zuerst erschaffen wurde, und danach wurde Ruach erschaffen."

Vorleser: Noch einmal Punkt 4 oben, die Worte des ARI.

Punkt 4
Das Licht von Igulim ist das Or Nefesh, das Licht von Yosher ist das Or Ruach. Zuerst wurden die Igulim erschaffen, danach Yosher.

„4) Allerdings besteht der Unterschied zwischen Igulim und Yosher darin, dass (20) die zehn Sefirot der Igulim das Licht, welches man Nefesh nennt, betreffen und es gibt in ihnen ein Or Pnimi und ein Or Makif, einen inneren Teil (Pnimi) und einen äußeren Teil (Chizon). In ihnen gibt es zehn Sefirot der Kelim, und in jedem dieser Kelim gibt es eine Innerlichkeit (Pnimiut) und eine Äußerlichkeit (Chizoniut). Und ebenfalls gibt es zehn Sefirot der Lichter, und in jedem Licht gibt es ein Or Pnimi und ein Or Makif. Dagegen sind die zehn Sefirot de Yosher das Licht, welches (30) Ruach genannt wird, und dies ist bekanntlich eine höhere Stufe als Nefesh, und diese beinhalten ebenfalls das Or Pnimi und das Or Makif. Es gibt in ihnen ebenso zehn Sefirot der Kelim, und in jedem dieser Kelim gibt es Innerlichkeit und Äußerlichkeit. Und klar ist, dass die Bchina Nefesh zuerst erschaffen wurde, und danach wurde Ruach erschaffen." 02:43

Rav: Mhm.

Vorleser: Der kleine Buchstabe 20 bezieht sich auf „Die zehn Sefirot der Igulim". Er steht auf Seite 50 in Spalte 2.

Kommentar Or Pnimi zu Punkt 4
„20) Alle Sefirot, die über eine Möglichkeit verfügen, die Lichter lediglich zu empfangen und über keine Möglichkeit verfügen, das Licht, das in ihnen vorhanden ist, an die anderen weiterzugeben, nennen sich Or Nefesh. Und wir haben bereits erörtert, dass sie sämtliches Licht in den Igulim vom Licht des Kav empfangen müssen (s. oben, Teil 2, Kap. 1, Punkt 30). Die Ursache liegt darin, dass die Möglichkeit einer Verbindung bzw. einer Wechselwirkung des Höheren Lichts mit den Kelim nur mittels eines Siwug mit dem Massach entsteht, welcher das Or Choser erhebt. Und dieses Or Choser ermöglicht eine Verbindung zwischen dem Licht und den Kelim (s. Teil 2, Kap. 2, Punkt 2). Deshalb gibt es in den Kelim, die keinen Massach besitzen, keine Verbindung mit dem Höheren Licht, um es den anderen durch sie von oben nach unten übergeben zu können. Und sie sind zu nichts zu gebrauchen, außer das Licht von der vorhergehenden Stufe von unten nach oben zu empfangen, und nur für die Bedürfnisse der eigenen Existenz. Dieses Licht nennt sich, wie bereits erörtert, Or Nefesh. Und weil es in den Kelim de Igulim keinen Massach gibt (siehe oben), verfügt das Höhere Licht nicht über die Möglichkeit einer Wechselwirkung bzw. einer Verbindung mit ihnen selbst, sondern sie müssen das Licht vom Kav empfangen, wobei auch dies nur in einem Ausmaß für ihre eigene Existenz und nicht zwecks einer Weitergabe geschieht. Deshalb wird das Licht, welches es in den Igulim gibt, als das Or Nefesh bezeichnet."

04:24
Rav: Was?

Schüler: Wie kann es im Igul sowohl Umgebendes als auch Inneres geben?

Rav: Ich weiß nicht, schauen wir mal. Ich weiß es nicht. Sowohl Umgebendes als auch Inneres. Du sagst: Im Kav kann es Umgebendes und Inneres geben, weil der Kav das Licht, das zu ihm kommt, mit der Absicht, zu geben, aufteilt. So viel er kann, gibt er, und was er nicht kann, das passiert ihm eben. Aber wie kann es bei uns in den Igulim so sein, wo sie doch keinen inneren Massach haben? Ich weiß es nicht, ja, ich weiß es genauso wenig wie du. Vielleicht ist es so: Der Kav füllt die Igulim, und im Kav gibt es Inneres und Umgebendes, ein inneres und ein äußeres Gefäß, Inneres Licht und Umgebendes Licht. Weil der Kav den Igulim so gibt, teilt er auch die Igulim in Inneres und Äußeres, Inneres und Umgebendes.
Angenommen, jemand empfängt etwas von mir, ja. Sagen wir, ich habe irgendwie tausend Dollar verdient, und man schuldet mir noch zweitausend Dollar. Die verdienten tausend Dollar heißen „Inneres Licht", die zweitausend Dollar, die man mir noch schuldet, heißen „Umgebendes Licht". Ich komme nach Hause, und die Leute zu Hause empfangen von mir, was ich mitbringe, ja, genau das empfangen sie. Also teilt sich auch bei ihnen das, was sie aufnehmen, danach auf, wie viel ich gebracht habe: Tausend habe ich bar mitgebracht, und von den zweitausend sage ich, die bekommen wir in Zukunft, das ist das Umgebende. Ist es an diesem Beispiel klar? Die Leitung teilt auch die Igulim danach auf, wie sie selbst sich füllt. 06:24
Schauen wir, wie Baal HaSulam das weiter erklärt. Warum ist es bis jetzt nicht verständlich? Warum bist du damit nicht zufrieden? Genau das ist die Form der Beziehung zwischen dem Yosher und den Igulim, an einem einfachen Beispiel aus dem Leben. Die Igulim können gar nichts, das ist das Licht der Nefesh. Nefesh kommt von Nefisha, Ausruhen, ohne jede eigene Haltung: Was da ist, empfangen sie. Der Kav ist das Licht des Ruach. Das heißt, er wirkt. Er heißt nicht „Ruach", weil seine Eigenschaft Ruach ist, sondern weil er aktiv wirkt. Das ist mehr als Ausruhen, mehr als die Passivität der Igulim. Was er an Gefäßen und Lichtern mitbringt, mit allen möglichen Unterscheidungen, damit kommt er zu den Igulim und gibt ihnen. Die Igulim empfangen also vom Kav alles, was in ihm geschieht. Der Kav hat sich geteilt, ja: bei den Lichtern in Inneres und Umgebendes, bei den Gefäßen in Inneres und Äußeres. So gibt er den Igulim. Die Igulim nehmen seine Herrschaft an, das ist alles.
In den Igulim gibt es zwar keinen Massach. Aber wenn ich das Licht geordnet in Inneres und Umgebendes bringe, empfangen sie es genau in der Form, in der es vom Kav zu ihnen kommt. Wie der Kav sie füllt, so werden sie sein. Sie können weder reagieren noch etwas verändern noch sonst etwas tun. Bei ihnen ist alles offen: Das ist das Gefäß von Ejn Sof, ohne jede Begrenzung und ohne jede Veränderung, das ist es. Sie verändern danach auch nicht selbst die Lichter oder deren Ordnung, nichts dergleichen. Was will er uns erklären? Ejn Sof sind für uns jetzt die Kelim de Igulim, die wir füllen müssen. Wie du sie füllst, so wird Ejn Sof sein. Das ist die Form deines Gebens an den Schöpfer, und das Gefäß von Ejn Sof wird jetzt für dich von dir empfangen, so wie du es füllst.
Nu, schauen wir weiter.

08:47
Vorleser: Der kleine Buchstabe 30. Wir sind auf Seite 51, Spalte 1. Der kleine Buchstabe 30 bezieht sich oben auf die Worte des ARI „Ruach".

„30) Die zehn Lichter, die zu Ruach gehören - sind gebende Sefirot, deshalb nennt sich das Or Ruach Sachar (Männliches), d. h. der Gebende. Dagegen nennen sich die zehn Sefirot, die zu Nefesh gehören, das Or Nekewa (Weibliches), d. h. die Empfangende, ohne eine Möglichkeit des Gebens. Deshalb nennen sich die zehn Sefirot des Lichts des Kav genauso wie die zehn Sefirot von Ruach, um zu verdeutlichen, dass dies das Or Sachar und der Gebende ist. Die Ursache dafür wurde bereits oben im Text erklärt (s. dort). Und dadurch ist Ruach höher als die Stufe Nefesh, denn er ist in Bezug auf Nefesh der Gebende." 09:43

Schüler: Rav, was will er am Ende betonen, wenn er sagt, dass der Aspekt der Nefesh vor … dem Ruach entstand? Das passt für mich nicht zu dem, was Sie dort gesagt haben.

Rav: Nach den Gefäßen kommt zuerst der Aspekt der Nefesh und danach der Aspekt des Ruach. Zuerst gibt es die Kelim de Igulim und danach die Kelim de Yosher. Die Kelim de Igulim sind die Gefäße von Ejn Sof. Danach gab es in Ejn Sof eine Entscheidung, den Zimzum, und die Entscheidung, nach dem Kav zu arbeiten, also nach Zuteilung, ja, das ist es. Die ersten Gefäße sind also die Kelim de Igulim, und die Lichter, die jetzt zu ihnen kommen und herrschen, sind die Lichter des Yosher.

10:35
Schüler: Punkt 5 oben, in den Worten des ARI.

Punkt 5
AA de Igulim leuchtet zu AwI de Igulim durch die Fenster (Chalonot) in den drei Linien, die in ihm sind: Rechte, Linke und Mittlere. Und das Licht breitete sich von ihnen aus zu allen Igulim auf die Weise, dass alle Details, die in Yosher existieren, es ebenfalls in den Igulim gibt

Rav: Ich bitte nur darum, dass wir uns jetzt keine drei Leitungen vorstellen, ja, eine rechte, eine linke und eine mittlere, die irgendeinen Behälter füllen. Es ist dieselbe Form des einen Kav: unsere Beziehung zur Füllung durch den Schöpfer. Sie berücksichtigt, wie weit wir fähig sind, von Ihm die Eigenschaft des Gebens zu empfangen und sie unserer Eigenschaft des Empfangens anzuschließen. Insgesamt drücken wir damit diese relative Form zwischen den Gefäßen des Gebens und den Gefäßen des Empfangens aus, das, was auf jeder einzelnen Stufe in uns geschieht. Diese gemeinsame Form heißt „Mittlere Linie". Das heißt, es ist derselbe Kav wie vorher, nur dass in seiner Rechnung, bevor er wirkt, ein Einbe… ja?

Schüler: Anschluss.

Rav: Ein Anschluss … eine Verbindung der Eigenschaften von Schöpfer und Geschöpf. Und die Rechnung, wie weit das Geschöpf fähig ist, sich in maximaler, optimaler Weise in Angleichung an den Schöpfer auszudrücken. Das ist die Mittlere Linie. Aber es ist dieselbe eine Leitung, nicht drei Leitungen.
Ja.

12:31
Schüler: Bis jetzt dachte ich, so habe ich es verstanden, dass die Mittlere Linie … von unten nach oben zurück.

Rav: Von unten nach oben, richtig.

Schüler:

Rav: Nein. Von oben nach unten hast du zwei Linien, von unten nach oben die Mittlere Linie.
Ja.

Schüler: Lernen wir jetzt, wie sich alles von oben nach unten abgestuft hat?

Rav: Die zwei Linien, die Eigenschaft des Schöpfers und Eigenschaft des Geschöpfs heißen, kommen von oben. Das Licht und das Verlangen, das das Licht aufbaut, kommen von oben. Die Linie, die das Geschöpf als Reaktion darauf aufbaut, geht von unten nach oben. Ich bekomme vom Schöpfer das Verlangen, ich bekomme vom Schöpfer Licht, Verständnis, Überwindung, Kraft, also alles außer dem Verlangen, ja. Diese beiden Kräfte heißen „die zwei Engel". Mit ihnen baue ich meine Beziehung zu ihnen auf, ja: wie ich sie verbinden will, wie ich sie verwirklichen will, ja, wie ich sie in meiner Beziehung umsetzen will. Die Mittlere Linie drückt meine Beziehung aus.
Ich habe das Verlangen, mich zu füllen. Der Hausherr, der am Tisch steht, hat seine Wichtigkeit. Wie ich diese beiden Dinge miteinander abgleiche, wie ich aus beiden eine Beziehung zum Hausherrn aufbaue, das ist die Mittlere Linie. Natürlich geht die Mittlere Linie also vom Geschöpf zum Schöpfer.
Ja.

Schüler: Hier sind es drei Linien und nicht zwei, obwohl von oben nach unten zwei herabkommen? Er sagt hier drei.

Rav: Steht das in der Überschrift?

Schüler: Ja, in der Überschrift.

Rav: Gleich sehen wir, was er betonen will. „AA der Igulim leuchtet für AwI der Igulim Und von ihnen zieht sich das Licht zu allen Igulim." Nu, was willst du also? Er … im Kav zieht es sich … zu den Igulim. Das ist nicht von oben nach unten. So füllt er die Igulim. Von oben nach unten kann es keine Mittlere Linie geben, das geht per Definition einfach nicht. Die Mittlere Linie ist die Beziehung des Geschöpfs zum Schöpfer. Sie wird auf zwei Linien aufgebaut, die das Geschöpf vom Schöpfer bekommt.
Und was macht hier der Kav? Oder die zwei Linien, die kommen, füllen und die Mittlere Linie aufbauen? Das Geschöpf, das die Mittlere Linie aufbaut, füllt damit die Igulim, also die Igulim, die zu seiner eigenen Stufe gehören. Die Igulim drücken die Beziehung des Schöpfers zu mir aus. So weit ich sie jetzt füllen kann, so weit kann ich in Gleichheit der Form mit Ihm sein. Der Igul ist das, was der Schöpfer vor Zimzum Alef erschaffen hat.
Aus Seinem Willen zu geben hat Er in mir die Igulim erschaffen. Er will, dass mein Verlangen so ist, um es zu füllen. Die Frage ist jetzt, wie weit ich mein Verlangen mit der Absicht füllen kann, dass es Ihm Freude bereitet. Also wie weit ich vom ganzen Tisch essen kann, der vor mir steht, aber mit der Absicht in der Mittleren Linie, nur um Ihm Freude zu bereiten. Das ist die Mittlere Linie.
Ich kann diese Igulim nur durch den Kav füllen, durch meine Beziehung zu Ihm, und nur teilweise. Ich habe noch keinen Massach auf die ganze Kasse, auf mein ganzes Verlangen. Das heißt, dass der Kav die Igulim füllt. Und die Mittlere Linie füllt die Igulim. Denn hier sprechen wir schon über das Geschöpf nach dem Zerbrechen, das handelt, um dem Schöpfer wirklich Freude zu bereiten.
Ja.

16:57
Schüler: Nach dem, was ich bis jetzt dachte und verstanden habe, ist TES in zwei Teile geteilt: Der erste Teil am Anfang ist von unten nach oben, und der zweite Teil ist von unten nach oben.

Rav: Auch im letzten Teil erzählt er dir von oben nach unten. Nicht unbedingt. Die Kabbalisten wollen dir nicht genau erzählen, wie du von unten nach oben arbeitest. Du musst die Welt selbst entdecken. Sie geben dir alle möglichen systematischen Kenntnisse und erzählen dir in der Regel, wie sich die Dinge von oben nach unten abstufen.
Die Offenbarung des Schöpfers im Geschöpf ist schon deine persönliche Arbeit. Wenn du in die persönliche Arbeit eintrittst, liest du den „Talmud Esser haSefirot" und siehst, was wirklich geschieht. Aber auch dann siehst du nur so viel, wie der Massach reicht, den du ausführen kannst. Mehr schreiben sie nicht, und überhaupt schreiben sie nicht geordnet von unten nach oben.
Sie überlassen dir alles, was du brauchst, um dich selbst aufzubauen. Ein Kind kann nicht wachsen, wenn man ihm alles zeigt. Du musst etwas vor ihm verbergen und ihm Probleme geben: Spiele und alles Mögliche, mit einer Frage am Ende. Mit all den Vorbereitungen, die du für es gemacht hast, soll es das Problem lösen. Dadurch entwickelt es sich. Es entwickelt sich nur dadurch, dass es selbst Licht und Gefäß verbindet, und genau das machen sie.
Ja.

18:35
Schüler: … Was meint Baal HaSulam, wenn er sagt, dass gerade die Wurzel der drei Linien in den drei Roshim von … ist, und dort oben sind die zwei Linien? Was bedeutet das in den Begriffen, die Sie erklärt haben?

Rav: Ich verstehe deine Frage nicht.

Schüler: Baal HaSulam sagt manchmal, dass die Mittlere Linie an manchen Stellen tatsächlich von unten kommt, aber manchmal, dass sie von oben kommt, sozusagen aus der Wurzel, aus Atik.

Rav: Nein. Auch wenn er von Atik oder von Arich Anpin spricht, spielt das keine Rolle. Er will sagen, dass sie als Ergebnis der Arbeit des Geschöpfs kommt. Ohne ein Geschöpf unten, das klärt, einen Massach sucht, um dem Schöpfer ähnlich zu werden, und ihn ausführt, gibt es keine Mittlere Linie. Schaut. (Zeichnung) Hier offenbart sich das Verlangen, das heißt „links". Das heißt „links": das Verlangen.
Auf der anderen Seite, hier, offenbart sich das Licht, das Geben. Geben. Das ist das Maß, das Maß des Gebens, und das hier ist das Maß des Empfangens. Diese beiden kommen von oben. Das eine kommt direkt vom Licht, vom Schöpfer, vom Schöpfer, und das andere aus dem Punkt Jesh mi Ajn. Beide kommen von oben zu uns. Unten ist der Mensch, in dem sich diese beiden Dinge verbinden.

20:24
Wie verbinden sie sich? Sie kommen miteinander in Kontakt, und der Mensch fängt an, aus dieser Verbindung Unbehagen zu spüren, eine Frage: „Was ist der Sinn meines Lebens?" Daraus fängt er eigentlich an, die Mittlere Linie zu entwickeln. Was ist die Mittlere Linie? Die Frage, wie ich diese beiden Kräfte der Schöpfung (Zeichnung), diese beiden Schöpfungskräfte, bestmöglich nutzen kann, um mich selbst aufzubauen. Wer ist das Ich? Das Ich ist dieses Gefäß, oder, sagen wir, dieser Widerstand, auf den dieses Minus und dieses Plus mit voller Kraft wirken. Je höher ich aufsteige, desto größer wird dieser Widerstand.
Dann wird die Kraft, die sich bei mir offenbart, größer. Ich werde dem Schöpfer gleicher, denn bei mir offenbart sich das Verlangen zu empfangen, das Verlangen, mit der Absicht, um zu geben. Das ist die Arbeit des Menschen, und was er da macht, heißt „Widerstandskraft" oder „Massach". Wenn also dieser Mensch nicht in der Mitte ist, gibt es keine Mittlere Linie. Woher soll sie denn kommen? Es muss jemand da sein, der entscheidet, der will, der Hand anlegt, wie man sie miteinander verbindet.
Er ist in Zweifeln, in Problemen, in Sorgen, und er muss das finden. Das ist ein sehr großes Problem: Er muss in sich zwei Welten verbinden. Und das kommt niemals von oben, nichts davon, nein. Sonst gibt es keine freie Wahl. Sonst wäre unser Leben … sonst wären alle Tiere, und es könnte keinen Menschen geben. Denn gerade diese Mittlere Linie heißt „Adam", Mensch. (Zeichnung) Das heißt „Adam", der dem Schöpfer ähnlich ist. 22:58
Er ist es in seiner freien Wahl, in der er zur Absicht kommt, um zu geben. Die Absicht ist der Mensch. Denn das Verlangen kommt von oben; all unsere Verlangen sind in der Hand des Schöpfers, und das Licht baut das Verlangen auf. Die Absicht dagegen baust du selbst, aus dem Zusammenprall dieser beiden, und zwar nicht auf direktem Weg. Hier (Zeichnung) in der Mitte hast du die Wahl, die Gruppe, das Lernen.
All das müssen wir noch klären: wie weit das … wie sagt man? … wie weit diese Handlungen unsere Handlungen sind oder nicht. Wie weit diese ganze Sache trotzdem wirklich eigenständig ist, oder ob sie auf Rechnung des Schöpfers geht, der nur verborgen, sozusagen hinter den Kulissen, auf uns wirkt. Oder ob ich hier trotzdem etwas mache.
Und wenn ich etwas mache, wie genau? Was heißt „das mittlere Drittel von Tiferet"? (Zeichnung) Die Mitte. Aber noch einmal: Zwei Linien kommen von oben nach unten, die Mittlere Linie geht von unten nach oben. Diese zwei Linien heißen „Engel": „Kommt in Frieden, Engel des Friedens, Engel des Höchsten." Das sind die zwei Engel, die den Menschen zum Vorabend des Shabbat begleiten, wie Baal HaSulam sagt. Vorabend des Shabbat heißt, dass er zur Korrektur kommt, zur Mittleren Linie. Ja.

Schüler: Wie wir hier gesehen haben, haben Sie gezeigt, wie wir zur Spiritualität kommen: Es gibt das Ego, es gibt das Verlangen zu empfangen. Indem wir dem Anschein nach⁶ die Absicht zugunsten des Nächsten benutzen, kommen wir zur Spiritualität. Das Schlüsselwort ist also sozusagen die Absicht, richtig? Die Absicht zugunsten des Nächsten. Und das Ego, von dem Sie sprechen: Ich frage, ist das auch eine Absicht oder nicht? Wenn es eine Absicht ist, dann gibt es sozusagen zwei Absichten im Menschen. Aber das ist mir heute seltsam: Was heißt das, ich habe zwei Absichten? Entweder beabsichtige ich etwas oder nicht, aber zwei Absichten gibt es nicht. Aber sagen wir, es gibt zwei Absichten. Wer entscheidet dann, welche dieser beiden Absichten die stärkste sein wird?

Rav: Wir sind ein Ergebnis des Zerbrechens der Gefäße. Würden einfach nur das Verlangen und die Offenbarung des Lichts zu uns kommen, hättest du recht, dann gäbe es hier nichts. Unser Problem ist folgendes (Zeichnung): Der in uns, das Ich, das dieses zweifache Geben von rechts und von links empfängt, ist ein Verlangen von hier, zu empfangen, um zu empfangen. Dass ich in der umgekehrten Absicht bin, in meinem egoistischen Verlangen, das heißt Ego. Ich weiß, dass ich mein Verlangen benutze, um zu genießen. Mein Genuss hängt davon ab, wie sehr ich gefüllt bin oder wie sehr dem Nächsten etwas fehlt. Denn auch mich selbst und meine Füllung prüfe ich im Verhältnis zum Nächsten.
Wir fangen unsere Arbeit also beim Verlangen zu empfangen, um zu empfangen, an (Zeichnung). Das Verlangen müssen wir in Ruhe lassen. Die Absicht, um zu empfangen, müssen wir als die Klipa erkennen. Was ist eine Klipa? Einerseits ist sie gegen den Schöpfer, gegen den Schöpfer. Andererseits kommt sie vom Schöpfer: Sie ist der Teil, der Ihm entgegengesetzt ist, der Kedusha gegenüber, und mit ihm dreht Er uns absichtlich herum. Deshalb heißt sie Klipa, Schale über der Frucht. Sie schützt uns und bringt uns alle möglichen Gedanken, all diese Sorgen, Durcheinander und Probleme. Auf diese umgekehrte Weise bringt die Klipa uns voran, so wie Pharao die Kinder Israels zu unserem Vater im Himmel drängt. Sie schützt die Frucht, wie man sagt.
(Zeichnung)
Ich muss diese Klipa also verstehen, sie kennen und sie klug nutzen. Warum wurde mir das gegeben, warum wurde mir diese Kraft gegeben? Denn zwischen diesem Ego, der Klipa, und der Kedusha, dem Geben, liegt genau das mittlere Drittel von Tiferet. Es ist weder Klipa noch Kedusha, sondern meine Fähigkeit, mich in der Mitte zwischen ihnen auszudrücken: der freie Raum. Sowohl in ihnen als auch … sowohl von diesem als auch von jenem.
Wie entscheide ich es? Die Richtung (Zeichnung) entscheide ich durch die Gruppe. Das ist es: durch die Umgebung. Umgebung ist etwas Allgemeines, auch wenn ich in alle möglichen nicht guten Richtungen gehe. Gruppe dagegen nennen wir eine Ansammlung von Seelen, die den Fortschritt achten (Zeichnung), den Fortschritt zum Geben.⁸ Das ist es. Was wollten wir damit sagen? Unsere Arbeit führt zu zwei, zu zwei Formen der Absicht. Wie du gesagt hast, ja, habe ich zwei Absichten: Du hast eine Absicht für dich selbst, für mich selbst, und eine Absicht für den Nächsten. Für mich selbst oder für den Nächsten. Natürlich sind es zwei Formen der Absicht, und man ist entweder in der einen oder in der anderen. In beiden kann man nicht sein. Wo sind wir?

30:23
Schüler: Wir haben die Überschrift von Punkt 5 oben gelesen.

Rav: Dann lesen wir Punkt 5 und gehen zum dritten Teil über.

Schüler: Seite 51, Punkt 5 oben.

Punkt 5

„5) Und in den zehn Sefirot, die im Aspekt von (40) Igulim sind, eine innerhalb der anderen, (50) in ihnen gibt es alle Aspekte des Empfangens des Genusses, die es auch in den zehn Sefirot in dem Kav Yosher gibt. Und zwar: im Igul Keter, nach der Korrektur (60) Arich Anpin (AA) genannt, gibt es (80) in der rechten Seite des Igul (70) ein Nekew und ein Chalon, und von dort (90) steigt das Or Arich zum Igul Aba ab und leuchtet zu ihm. Und es gibt genauso ein zweites Fenster (Chalon) im linken Teil des Igul Arich und das Licht kommt zur linken Seite des Igul Aba heraus, welcher in seinem Inneren ist und (100) macht ein Loch (Nekew), und es entsteht ein Fenster (Chalon). Und von dort breitet sich das Licht bis zum Igul Ima aus, welcher sich innerhalb des Igul Aba befindet, und in ihm leuchtet. Und es ergibt sich, dass der Durchgang des Lichts im Inneren der linken Seite des Igul Aba nicht für Aba selbst ist, sondern (200) er passiert dort nur als Passierender, aber sein hauptsächliches Leuchten ist für Ima. Und es ergibt sich, dass AA für Aba und Ima gemeinsam leuchtet, exakt genauso wie in deren Yosher. Und obwohl die Igulim einer innerhalb des anderen sind, existieren in ihnen (300) gerade Linien – Kavim yesharim: die Rechte, die Linke und die Mittlere, in Form dieser Chalonot (Fenster), welche in ihnen vorhanden sind. Und von dort aus breitet sich das Licht in die zehn Sefirot de Igulim aus genau durch diese geraden Linien, in sämtlichen ihren Details zusammen, die es in den zehn Sefirot der Geraden Linie (Kav Yosher) von Ruach gibt." 32:20

* Sha'ar haHakdamot, Blatt 11 (Jerusalemer Druck).

Vorleser: Noch einmal Punkt 5.

„5) Und in den zehn Sefirot, die im Aspekt von (40) Igulim sind, eine innerhalb der anderen, (50) in ihnen gibt es alle Aspekte des Empfangens des Genusses, die es auch in den zehn Sefirot in dem Kav Yosher gibt. Und zwar: im Igul Keter, nach der Korrektur (60) Arich Anpin (AA) genannt, gibt es (80) in der rechten Seite des Igul (70) ein Nekew und ein Chalon, und von dort (90) steigt das Or Arich zum Igul Aba ab und leuchtet zu ihm. Und es gibt genauso ein zweites Fenster (Chalon) im linken Teil des Igul Arich und das Licht kommt zur linken Seite des Igul Aba heraus, welcher in seinem Inneren ist und (100) macht ein Loch (Nekew), und es entsteht ein Fenster (Chalon). Und von dort breitet sich das Licht bis zum Igul Ima aus, welcher sich innerhalb des Igul Aba befindet, und in ihm leuchtet. Und es ergibt sich, dass der Durchgang des Lichts im Inneren der linken Seite des Igul Aba nicht für Aba selbst ist, sondern (200) er passiert dort nur als Passierender, aber sein hauptsächliches Leuchten ist für Ima. Und es ergibt sich, dass AA für Aba und Ima gemeinsam leuchtet, exakt genauso wie in deren Yosher. Und obwohl die Igulim einer innerhalb des anderen sind, existieren in ihnen (300) gerade Linien – Kavim yesharim: die Rechte, die Linke und die Mittlere, in Form dieser Chalonot (Fenster), welche in ihnen vorhanden sind. Und von dort aus breitet sich das Licht in die zehn Sefirot de Igulim aus genau durch diese geraden Linien, in sämtlichen ihren Details zusammen, die es in den zehn Sefirot der Geraden Linie (Kav Yosher) von Ruach gibt." 33:48

* Sha'ar haHakdamot, Blatt 11 (Jerusalemer Druck).

(Ende der Lektion)