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Morgenunterricht 10.10.2002
Buch „Schriften des RaBaSch", Band 1, Artikel „Das Thema Richter und Aufseher"
Rav: Wir haben den Artikel „Das Thema Richter und Aufseher" gelesen, aus Band 3, „Stufen der Leiter", Seite 112, Wochenabschnitt „Dwarim", „Schoftim".
Wir sagen, dass „das Ende der Handlung im Anfangsgedanken liegt" über die Handlungen des Schöpfers, aber warum „das Ende der Handlung im Anfangsgedanken"? Wenn es bei Ihm keinen Begriff der Zeit gibt, dass Er zum guten Ende kommen muss, dann muss Er auf dem Weg mehrere Handlungen machen – wo es doch keine Zeit in der Spiritualität gibt. Und der Schöpfer ist allmächtig, und tatsächlich die einzige aktive Kraft, die wirkt und bewirkt und aktiviert, und Er ist Gedanke und Er ist Handlung und Er ist das Wissen und die Erkenntnis, und alles ist sozusagen an einem Ort, in einem Punkt, und es gibt außerhalb dieses Punktes selbst, den wir als Schöpfer definieren, gar nichts – keinen Widerstand von Kräften, keine Zusammenstöße, keine Kämpfe, keine Übergänge.
Warum also „das Ende der Handlung im Anfangsgedanken"? Warum muss es ein Ende und einen Anfang geben? Ende und Anfang müssen nicht gegenüber dem Schöpfer sein. Tatsächlich gibt es gegenüber Ihm weder Ende noch Anfang, es gibt einen einzigen Gedanken – Seinen Geschöpfen Gutes zu tun – und durch diesen einen Gedanken ist das Geschöpf erschaffen und befindet sich im vollkommenen Zustand und hat alles empfangen, was es gibt, und befindet sich im einzigen Zustand, und das ist es. Ein Gedanke, der Schöpfungsgedanke, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, nur er existiert.
Warum steht dann geschrieben „das Ende der Handlung im Anfangsgedanken", dass es noch eine Handlung gibt, und erst am Ende der Handlung dieser Gedanke sich sozusagen verwirklicht – und nicht, dass er die ganze Zeit existiert und es für ihn überhaupt keinen Begriff von Anfang und Ende gibt? Das ist gegenüber dem Geschöpf, denn für dieses Geschöpf klärt sich der einzige Zustand, in dem es erschaffen wurde und in dem es sich befindet, stufenweise, ausgehend von der Verneinung des Begriffs und der Empfindung und des Bewusstseins überhaupt, dass es existiert – dass es in dieser Welt ist.
Und nicht nur in dieser Welt – in dieser Welt gibt es auch viele Stufen, auch wir in dieser Welt vor dem Machsom, und auch die Geschöpfe, die noch nicht spüren, dass sie Geschöpfe sind, und auch unbelebt, pflanzlich, tierisch. Von dieser Welt, was „unterhalb der Bewusstseinsschwelle" heißt, bis zu den Stufen vom Machsom und aufwärts, wo das Geschöpf langsam aus der Bewusstlosigkeit erwacht und zum Bewusstsein und zum Wissen und zur Anhaftung und zur Angleichung an diesen Schöpfungsgedanken kommt – Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.
Und in diesen Stufen, in denen das Geschöpf von der Bewusstlosigkeit zum vollen Bewusstsein aufsteht, bis es den Schöpfungsgedanken in seiner Fülle erreicht – das ist die Sache des Aufbaus des sechsten Sinns – in diesen Stufen hat es die Sache von Achoraim und Panim, Achoraim und Panim. Achoraim – Bewusstlosigkeit. Panim – Bewusstsein. So kommt es irgendwie Stufe für Stufe, Stufe für Stufe. Und in diesen Stufen zwischen Bewusstlosigkeit und Bewusstsein, Bewusstlosigkeit und Bewusstsein, gibt es das, was geschrieben steht: „Richter und Aufseher". Warum? Weil es, um zu erwachen, eigene Anstrengung braucht. Und ohne eigene Anstrengung bleibt es in der Bewusstlosigkeit.
Es muss selbst die Gefäße spüren, die Empfindungen, die nötig sind, um zu leben, um im Schöpfungsgedanken „Seinen Geschöpfen Gutes zu tun" zu sein. Und deshalb kommt es so, dass das Ende der Handlung im Anfangsgedanken liegt, dass tatsächlich im Anfangsgedanken, in diesem einzigen Gedanken, der allein existiert und in dem sich das Geschöpf befindet – aus diesem Gedanken heraus fing die Sache der Bewusstlosigkeit an, und es wurde die Sache der Verhüllung erschaffen, „Richter und Aufseher", Anstrengung, Leiden, wobei insgesamt der Endzustand den ganzen Prozess und alle Anstrengungen und Stufen bestimmt, zu denen der Mensch kommen muss.
Deshalb ist es sicher so, dass der Schöpfer als einzige Kraft die Arbeit macht, Er ist der Handelnde. Und warum steht geschrieben „Richter und Aufseher sollst du dir an all deinen Toren einsetzen"? Das heißt, dass ein Mensch, der jedes Mal sein Gefäß öffnen will, sich dann selbst, aus sich selbst heraus „Richter und Aufseher" baut, die Einschränkungen, dass er gerade Über dem Verstand und gerade in der Absicht um zu geben nur auf diese Weise, mit dieser Methode die Offenbarung der Göttlichkeit erlangen will – nur durch die Angleichung an Ihn.
Das heißt „Richter und Aufseher sollst du dir an all deinen Toren einsetzen" – dass nicht der Schöpfer die Richter und Aufseher hinstellt und du dich gegen sie überwinden musst. Auch jene Aufseher und Richter, die er dort in der Einführung in TES schreibt, dass ein Mensch auf den Berg klettert und die ganze Zeit wird er zurückgeworfen und er rutscht sozusagen ab, ja, und muss wieder klettern und wird wieder geworfen. Die Sache ist, dass der Mensch selbst diese Richter und Aufseher aufstellt, die ihn vom Berg werfen, wenn seine Absicht nicht richtig ist – und dadurch baut er sein richtiges Verhältnis, seine Angleichung an den Schöpfer auf.
Das heißt „sollst du dir machen" – du musst das tun. Du musst einen Massach bauen, du musst das neue Gefäß bauen. Das heißt, von dem Zustand überzugehen, in dem man sozusagen weint, dass der Schöpfer die Verhüllung gemacht hat, zu dem Zustand, in dem wir für die Verhüllung dankbar sind und diese Verhüllung selbst aufrechterhalten. Dann kommt heraus, dass ich Ihn nicht dafür verfluche, dass Er diesen Weg so schwer gemacht hat, mit all den Stürzen und Erniedrigungen und der Schwere und allem – sondern ich danke Ihm dafür, ich rechtfertige Ihn, man wird zum Gerechten, ja.
Man rechtfertigt Ihn so weit, dass wenn Er loslässt und mir jetzt erlaubt, in jedem Zustand zu sein, den ich will, ich mich selbst verschließe und mir selbst diese Stufen baue, die Richter und Aufseher, dass ich selbst mich in der Verhüllung halten will. Anstatt dass der Schöpfer Sich verbirgt, verberge ich mich vor Ihm, damit mein Verhältnis zu Ihm nur in der Absicht um zu geben bleibt, nur entsprechend der Größe des Massach, der Größe des Glaubens, der Größe des Or Choser, dass die Verbindung zwischen uns nur in der Form des gegenseitigen Verhältnisses zueinander besteht.
Er erzählt das in einer etwas anderen Form, hat es den Schülern erzählt, die noch nicht so… Ja.
Schüler: Was der Schöpfer dem Geschöpf verbirgt, ist der Wille zu empfangen um zu empfangen. Was heißt das also, dass er selbst die Verhüllung baut? Also was, er…
Rav: Der Schöpfer hat die Verhüllung in der Form gebaut, dass Er Zimzum Alef gemacht hat. Dass in den Willen zu empfangen in der Absicht um zu empfangen das Licht nicht eintreten wird. Was heißt das? Dass „um zu empfangen" – wenn du eine Absicht hast, wo in dir die Absicht um zu empfangen herrscht, das heißt zu deinem eigenen Nutzen – dort wirst du keine spirituelle Empfindung haben, dort wirst du den Schöpfer nicht spüren. Und langsam lehrt Er dich, verpflichtet dich, über die Absicht um zu geben nachzudenken.
Der Mangel an der Absicht um zu geben muss sozusagen von dir kommen, dass du selbst die Verhüllung auf dich nimmst, den Zimzum auf dich nimmst, und anfängst, dich so zu verhalten, als gäbe es keine Verhüllung und keinen Zimzum und keine Bedingungen vonseiten des Schöpfers. Wie ist die Ordnung unserer Korrekturen, die wir lernen? Der Mensch macht zuerst Zimzum Alef auf sich selbst, und dann fängt er langsam an, einen Massach zu bauen, als ob es vor ihm Licht gäbe und er es empfangen dürfte, und er kontrolliert alle Dinge und er ist sozusagen der Herr im Haus.
Der Schöpfer, bitte, ist bereit, offen, und der Mensch verbirgt sich hinter einem Massach. In dem Maß, in dem der Mensch bereit ist, das so zu machen, öffnet sich der Schöpfer und der Mensch verschließt sich. Bis er auf sich zu hundert Prozent einen Massach von Zimzum Alef baut, zu hundert Prozent einen Massach des Empfangens um zu geben, und dann gibt es vonseiten des Schöpfers keine Einschränkungen mehr. Das heißt, in diesem Maß fängt der Mensch an, die Schöpfung zu lenken – zu lenken, was heißt in der Schöpfung? Die Schöpfung, das ist er – wer sonst? – sich selbst in der Aufnahme des Lichts, in der Füllung, in der Offenbarung der Göttlichkeit fängt er an zu lenken. Das heißt, dass er dadurch sich selbst verändert, sein Schicksal verändert, alles.
In dem Maß, in dem er vom Schöpfer die Zügel der Schöpfung übernimmt, die Lenkung, die Führung, und es selbst macht – lenkt er die Schöpfung. Wer ist die Schöpfung? Er selbst. Außer dem Menschen gibt es kein Geschöpf. Alles Übrige außer dem Menschen ist weniger als der Mensch. So wie der Mensch sich selbst lenkt, so werden alle gelenkt – wenn man sie Geschöpfe nennen kann – weniger als das werden sie nicht so sehr Geschöpfe genannt: unbelebt, pflanzlich, tierisch, denn sie haben keine freie Wahl. Ein Geschöpf heißt, dass es eine freie Wahl hat.
Ist das in Ordnung? Gibt es Fragen? Bitte. Heute ist nicht der, der immer alle… ah, er sitzt da. Ich habe dich nicht gesehen, Entschuldigung. Hast du dich schon gefüllt? Langsam, naja. Ja.
Schüler: Wenn ein Hindernis zum Menschen kommt, dann ist das Hindernis stärker als die Stufe, auf der sich der Mensch jetzt befindet, es ist stärker, es wirft ihn ab. Was heißt in dieser Zeit Überwindung Über dem Verstand?
Rav: Ich habe ein so schönes Bild gezeichnet, dass der Mensch selbst immer sozusagen das Steuer übernimmt, und er hat eine Bremse und er hat Gas, und er weiß sozusagen, wie er die ganze Sache lenken soll. Aber wir stecken noch fest mit einem anderen Verhalten vonseiten dieser Maschine der Führung und Lenkung, ja? Die Maschine, das sind wir, auf die der Schöpfer einwirkt. Um an der Maschine zu arbeiten, muss ich zuerst aus der Verbindung mit ihr heraustreten, von der Seite sein, aus meinem Körper heraustreten sozusagen. Dass alles, was in mir im Willen zu empfangen ist – das bin nicht ich, objektiv zu sein.
Diese Korrektur heißt Korrektur von Chafez Chessed, Korrektur von Bina. Das heißt „ein freies Volk in unserem Land zu sein" – Volk, das sind alle meine Verlangen, frei heißt nicht unter all meinen Verlangen, in unserem Land, in unserem Verlangen – Land, Verlangen. Wenn ein Mensch zur Korrektur von Bina, Chafez Chessed, kommt, ist er schon zumindest aus der Herrschaft seiner Natur herausgetreten, aus dieser Maschine.
Und dann steht er von der Seite, so wie der Schöpfer sich von der Seite Seiner Maschine befindet, so befindet auch er sich von der Seite seiner Maschine, und fängt schon an, kann anfangen zu lernen, wie man die Maschine lenkt, denn dann hat er Bewusstsein, Verstand, alles, die nicht mit dem Verlangen verbunden sind. Unser Problem ist, dass der Verstand nicht erschaffen ist – erschaffen ist das Verlangen. Und nach der Größe des Verlangens, nach der Qualität des Verlangens, welches Verlangen, danach entwickelt sich der Verstand, um das Verlangen zu füllen. Und wir handeln nur auf diese Weise, unser ganzer Verstand. Und das ist ein Verstand, der in jeder Zelle ist, in jedem Stein, in jedem Tier, in jeder Pflanze, egal – der Verstand existiert in jedem Geschöpf nur um diesem Geschöpf zu dienen, um dem Verlangen zu dienen.
Das Verlangen ist innerlicher, der Verstand ist schon als Ergänzung auf ihm aufgebaut. Dass ich aus meiner Maschine heraustreten will, aus meinen Verlangen, dann tausche ich den Verstand aus, alle Berechnungen verschwinden sozusagen. Das ist so, wie wenn du einen Computer hast, der nach irgendeinem Programm gearbeitet hat, und jetzt machst du irgendeine Aktion – gibt es so etwas?
Schüler: Reset.
Rav: Reset? Sagen wir, ja.
Schüler: Nullsetzen.
Rav: Nullsetzen, in Ordnung. Das ist das… Das heißt, ich lösche ihm alle Programme, und das heißt vielleicht Format, egal, ja? Das heißt, ich reinige ihn komplett und will ihm ein anderes Programm eingeben. Dann steht der Mensch wirklich frei da, nicht mit seinem eigenen Programm und nicht mit dem Programm des Schöpfers, und fängt dann an, einer mit freier Wahl zu sein.
Da steckt noch viel drin. Ist das keine Antwort auf deine Frage? Was hast du gefragt?
Schüler: Ich habe gefragt, ob… genau, sie sagen sozusagen, ein Mensch steht von der Seite, dann spürt er nicht diesen Zustand, der auf ihn zukommt, den er durchmacht.
Rav: Der Mensch spürt, was auf ihn zukommt, nur ist er frei davon, dem unterworfen zu sein, was auf ihn zukommt.
Schüler: Nicht beeinflusst?
Rav: Nicht beeinflusst. Das ist die ganze Sache. Was heißt es, dass wir – gut, in unserer Welt passiert das nicht so richtig, denn wenn ich über irgendeinem Zustand stehe, spüre ich ihn wirklich nicht. In der Spiritualität ist das nicht so. In der Spiritualität gibt es nichts, was ich nicht spüre, was mir entgeht. Sondern einfach, es befindet sich unter meiner Kontrolle, nicht es wirkt, sondern ich stehe über ihm. Ja. Ja.
Schüler: Wir haben immer gesagt, dass man Verlangen nicht unterdrücken soll, sondern…
Rav: Das geschieht nicht durch Unterdrückung von Verlangen. Verlangen zu unterdrücken braucht man nicht, man kann ein Verlangen nicht unterdrücken. Sondern aus meinen Verlangen herauszutreten und frei zu sein von allen Verlangen, sowohl meinen als auch denen des Schöpfers, überhaupt – das kann ich dadurch, dass ich es vorziehe, frei zu sein sogar von der Herrschaft des Schöpfers, anstatt unter der Herrschaft meiner Natur zu sein. Das ist der Weg.
Es gibt einen grundlegenden Unterschied in der Methode, wie ich aus der Herrschaft der Verlangen über mich heraustrete. Es gibt eine Methode, die Methode des Mussar heißt, die darauf beruht, dass der Mensch sich selbst unterdrückt, und das ist eine Methode, die in allen Religionen und allen Methoden funktioniert, außer in der Kabbala. Dass der Mensch sich unterdrücken muss, er muss sich einschränken und vielleicht in Fasten gehen, Fasten sowohl beim Essen als auch im Leben, in der Lebensform, und auch im Fasten gegenüber dem Gedanken, wo er denkt, worüber er denkt, wo genau das ist.
Das heißt, sich von allen möglichen Dingen zu enthalten, in irgendwelche geschlossenen Orte zu gehen, in alle möglichen Dinge. In körperliche Leiden zu gehen, seelische. Auch in Ängste zu gehen – oj, was wird sein? – dass der Körper Angst hat. Das ist eine Methode. Und diese Methode korrigiert nicht, sondern gibt dem Menschen nur eine Abschreckung sozusagen, eine abschreckende Kraft, die Verlangen seiner selbst nicht zu benutzen. Also heißt das nicht, dass er über diese Verlangen herrscht.
Herrschen heißt, dass du wirklich frei bist, sie so zu benutzen, wie du willst. Also ist das keine Korrektur. Und die Methode der Kabbala sagt: Du musst alle Verlangen benutzen, du musst dahin kommen, dass du kein einziges Verlangen hast, das schlecht ist, sondern die Sache ist die Art der Benutzung. Und deshalb darfst du bei jedem einzelnen Verlangen es nicht einschränken. Du darfst nicht aufhören, es sozusagen zu benutzen, sondern du musst es in eine andere Benutzung umwandeln, dadurch, dass eine andere Methode, ein anderes Ziel dir wichtiger sein wird als das jetzige Ziel.
Wenn ich jetzt alle meine Verlangen benutze, meinen ganzen Verstand, um mir Gutes zu tun, muss ich jetzt sozusagen eine Richtungsänderung machen, den Schöpfer zu enthüllen, und dass Er mir wichtiger sein wird als mein eigenes Ich, und dann werde ich alle Verlangen und den ganzen Verstand und alles, was ich habe, zu Seiner Verfügung stellen, zu Seinem Dienst, in Seine Richtung.
Schüler: Das heißt, sich zu überwinden?
Rav: Und dann muss ich mich nicht über die Benutzung des Verlangens überwinden, sondern über die Art der Benutzung. Es kommt heraus, dass auf dem Weg, den ich sozusagen von dieser Benutzung zu jener Benutzung durchgehe, es auch verschiedene Stufen auf dem Weg gibt, aber trotzdem ist das Prinzip, dass ich die ganze Zeit die Benutzung des Verlangens verändere, weil ich entdecke, dass Seine Größe größer ist als meine. Und nur das ist die Kraft. Das Licht, wie wir es bei uns nennen, das Licht kommt und korrigiert das Gefäß, das Licht bewegt das Gefäß, das Licht von AB SaG, das zu uns kommt – das ist die Erkenntnis der Größe des Schöpfers, das ist es, was fähig ist, mich zu korrigieren. Und nichts anderes, es gibt keine andere Kraft, die das tun kann – nur die Gegenwart, die Offenbarung der Gegenwart des Schöpfers in der Schöpfung.
Es kommt also so heraus, dass ich weder an Seiner Verhüllung noch an Seiner Offenbarung arbeiten muss, sondern ich muss am Verlangen arbeiten, wofür ich Seine Offenbarung brauche, das heißt an der Notwendigkeit der Korrektur. Das heißt, dass ich am Ende die ganze Zeit Seine Offenbarung wollen werde, um die Benutzung meines Verlangens zu wechseln. Ja.
Schüler: Warum schreibt er hier auf Seite 117, im Absatz „Und deshalb", dass jedes Mal, wenn man auf dem Weg voranschreitet, man ihm einen größeren Genuss gibt als materielle Genüsse, „damit er sich gewöhnt, größere Genüsse zu überwinden, als es in materiellen Genüssen gibt. Denn das ist eine Vorbereitung, um gestärkt zu sein in der Arbeit der Überwindung, bei großen Genüssen, die in der Spiritualität vorhanden sind." Das heißt, er spricht hier von…
Rav: Überwindung, steht dort. Dass wir uns die ganze Zeit überwinden müssen. Auch bei denen, die den Berg des Königs besteigen, dass „ihre Geduld ihnen beistand", oder die, die sich über die Aufseher und Richter und Aufseher überwunden haben. Was heißt „Überwindung"? Überwindung bedeutet, die ganze Zeit die Wichtigkeit des Schöpfers zu suchen, gegen Faulheit, sagen wir, gegen Vergesslichkeit, dass nur das mein Treibstoff sein kann.
Nur das muss ich suchen. Darin darf ich nicht faul sein. Alles andere – mach nichts außer dem. Deshalb kommt heraus, dass wer mir die Wichtigkeit des Schöpfers liefern kann – das ist die Gemeinschaft, die mir diese Sache bekannt machen kann – das ist das Allerwichtigste. Dass ich zu hundert Prozent von ihr abhängig bin.
Es kommt heraus, dass der Mensch sich wirklich in den Händen der Gemeinschaft befindet, wie er dort in „Freie Wahl" schreibt. Es gibt nichts anderes als das. Wenn alle meine Handlungen davon abhängen, dass der Schöpfer groß in meinen Augen sein soll, wenn die Erkenntnis Seiner Größe ich nirgendwo erlangen kann, außer dass die Gemeinschaft mir das vermittelt – dann sind wir fertig.
Ich habe einfach… ich habe nirgendwo mehr hinzuschauen, woher ich hoffen kann, dass etwas kommen wird. So ist die Situation ziemlich beängstigend, abhängig zu sein von… Schau, das ist so… sind sie wirklich starke Menschen, sind sie ernsthafte Menschen? Die ganze Zukunft, das ganze Schicksal, das ganze Leben, all das, das ist immer – schau, in wessen Händen es sich befindet. Wenn ein Mensch so über sein tierisches Leben denken würde, dass er in den Händen von den paar Leuten dort, irgendeiner kleinen Gruppe von Menschen, abhängig ist – er würde große Angst haben.
Das ist so ähnlich, wie wenn sie dich gefangen nehmen und nur von dieser Gruppe, von dieser Bande, die dich gefangen hat, abhängt, was mit dir passiert. Dann sorgst du dich nicht darum, was sie über dich, für dich denken? Das ist eine noch schwerere Situation als… verstehst du? Die Wahrheit ist, dass sie auch bestimmen, was dir im tierischen Leben passiert, gesundheitlich, mit den Kindern, mit dem Haus, mit der Arbeit, mit allem. Alles hängt von der Gemeinschaft ab. Die Kraft der Gemeinschaft kann für den Menschen alles verbessern, alles. Wir verstehen das nicht genug, wirklich. Ja.
Schüler: Er schreibt hier auf Seite 118, dass es zwei Arten von Toren gibt. Eines, das aus dem materiellen Leben herausführt, und eines aus dem spirituellen Leben. Das heißt, ein Tor lässt nicht heraus, und ein Tor lässt nicht herein. Dann frage ich, wozu braucht man zwei Arten von Toren? Wenn es ein Tor gäbe, das nicht herauslässt, dann würde man nicht herauskommen, wenn es ein Tor gäbe, das nicht hereinlässt, dann würde man nicht hereinkommen. Wozu braucht man zwei Trennwände, sagen wir?
Rav: Was schreibt er dazu?
Schüler: Das ist „Was die Sache betrifft, was er sagt ‚an all deinen Toren', ist zu erklären…"
Rav: Nein. Lass ihn vorlesen. Nimm, lies vor, was er will, dass es im Rahmen ist…
Schüler: Seite 118, Zeile „Jedoch".
Vorleser: Seite 118, Zeile „Jedoch". Unter der Stelle, wo „Aufseher" hervorgehoben ist, „Richter und Aufseher".
„Jedoch, was die Sache betrifft, was er sagt ‚an all deinen Toren', ist zu erklären nach dem, was wir sehen, dass es hier bei uns in dieser Welt zwei Arten des Lebens gibt: 1. Materielles Leben. 2. Spirituelles Leben. Und daraus folgt, dass wir zwei Tore haben: 1. Ein Tor, das dem Tor eines Gefängnisses gleicht. Und das ist, wie geschrieben steht (im Gebet ‚Hodu', das wir am Vorabend des Schabbat im Nachmittagsgebet sprechen): ‚Die in Finsternis und Todesschatten sitzen, gefesselt in Elend und Eisen.' Und es erklärt dort der ‚Mezudat David': Die Menschen, die an einem Ort der Finsternis sitzen und sie sind gefesselt in quälenden Banden und eisernen Ketten. 2. Ein Tor, das dem Tor des Königs gleicht. Wie geschrieben steht: ‚Und Mordechai saß im Tor des Königs.' Und an jedem Tor gibt es Wächter, die auf ihrem Posten stehen. Aber jeder der Wächter hat entgegengesetzte Handlungen. Das heißt, die Wächter des Gefängnisses achten darauf, dass keiner der Gefangenen aus dem Gefängnis herauskommt. Aber die Wächter, die im Tor des Königs sitzen, achten darauf, dass keiner durch das Tor des Königs eintritt."
In Ordnung? Die Frage, trotzdem ist es nicht verständlich. In Ordnung, dann sage ich es dir. Erinnerst du dich, dass ich vor einer Viertelstunde ungefähr gesagt habe, dass der Mensch sich unter dem Zimzum befindet, unter der Verhüllung im Gefängnis, und in dem Maß, in dem er bereit ist, aus ihm herauszutreten und selbst die Grenze auf sich selbst zu setzen, entfernt sich der Schöpfer, lässt ihn und der Mensch nimmt auf sich Zimzum Alef, und Empfangen um zu geben, und Empfangen um zu empfangen, alle Einschränkungen.
Das heißt, anstatt im Gefängnis des… von sich selbst zu sitzen, unter dem Einfluss zu sein, unter der Herrschaft der eigenen Verlangen, unter seiner Natur – tritt er daraus heraus, wird frei, aber frei dadurch, dass er auf sich die ganze Methode übernimmt, den ganzen Massach, den es im Schöpfer gibt. Das heißt, dass er statt im Tor zu sitzen – wie heißt dieses Tor…? Ah…?
Schüler: Gefängnis.
Rav: Gefängnistor, dann zieht er es vor, im Tor des Königs zu sitzen. Verstehst du? Statt dieses Tor, jenes Tor. Nein?
Schüler: Nein, er erklärt hier, dass auf der einen Seite, sozusagen, am Gefängnistor die ganze Zeit Eigenliebe dem Menschen hinzugefügt wird…
Rav: Und wie man daraus herauskommt, dass einem jedes Mal offenbart wird, wie sehr man in diesem Tor in Ketten gefesselt ist, in eisernen Ketten – das stimmt. Aber letzten Endes ist es sicher so, dass alle Dinge stufenweise offenbart und korrigiert werden. Aber was heißt „Gefängnistor"? Dass du dich unter deiner Herrschaft befindest, der Herrschaft deines Körpers, deiner Verlangen.
Wenn du daraus heraustreten willst und es vorziehst, im Tor des Königs zu sitzen, dann stellst du selbst die Welt auf, dich selbst anstelle des Schöpfers. Du nimmst die Verhüllung auf dich, du nimmst die ganze spirituelle Gesetzlichkeit auf dich und hältst sie ein. Das heißt „im Tor des Königs sitzen". „Tor" heißt das System. Das System selbst.
Seine Gesetze sind absolute Gesetze. Du kannst nicht davor fliehen. Du musst es einfach einhalten. Entweder du hältst es ein, weil die Natur richtet und… richtet und herr…?
Schüler: Herrscht.
Rav: Und über dich herrscht, oder du selbst nimmst das nach deinem Willen auf dich. Das ist alles. Das heißt, von einem Tor zum anderen zu wechseln.
Schüler: Dann wie kommt es, dass er…
Rav: Von einem Verhältnis zum anderen. Ja.
Schüler: Dann wie kommt es, dass er danach schreibt, er sagt „welches der Ewige, dein G-tt, dir gegeben hat", und jetzt bringt er das Thema „wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich" hinein.
Rav: Ja.
Schüler: „Welches der Ewige, dein G-tt, dir gegeben hat" – dann ist klar, dass alles vom Schöpfer kommt, und gerade darin bringt er das „wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich" hinein.
Rav: „Welches der Ewige, dein G-tt, dir gegeben hat" – Er hat dir alle Tore gegeben, und alles… alles gibt Er dir außer einer Sache, außer deiner Wahl, von einem Tor zum anderen zu wechseln – und darin heißt es „wenn ich nicht für mich bin, wer ist für mich". Ja.
Schüler: Die Worte „barmherzig und gnädig" – was ist das?
Rav: Das ist nicht für jetzt. Diese Definitionen „barmherzig, gnädig, langmütig, von großer Güte, und Wahrheit" lernen wir in Teil 13 von TES, du wirst dort 13 Korrekturen der Dikna sehen, was jede dieser Korrekturen bedeutet, die der Mensch an sich korrigiert, wie er das Verhältnis des Schöpfers zu ihm enthüllt, ob er gegenseitig sein Verhältnis zum Schöpfer erreicht – dann enthüllt er, dass es zwischen ihnen ein System der Beziehungen in dreizehn Kanälen gibt, die „13 Korrekturen der Dikna" heißen. „Dikna" heißt das äußere Verhältnis des Schöpfers zum Geschöpf, das äußere Antlitz des Schöpfers zum Geschöpf, das heißt „Dikna", und es gibt darin 13 Korrekturen. „G-tt, barmherzig und gnädig, langmütig und von großer Güte und Wahrheit. Der Tausenden Güte bewahrt" – alles, was wir im „Tachanun" sagen.
Schüler: Wenn er aus dem Verlangen seiner selbst heraustritt.
Rav: Du kennst das, nicht wahr? Du weißt, was das für ein Buch ist? Du weißt wie ein Student in Prüfungen, welche Prüfung, du weißt. Das ist im… naja, naja, naja, das ist hier irgendwo, oh.
„G-tt, barmherzig und gnädig, langmütig und von großer Güte und Wahrheit. Der Tausenden Güte bewahrt, der Schuld und Übertretung und Sünde vergibt und reinigt" – das sind dreizehn „Eigenschaften" sozusagen, dreizehn Korrekturen der Dikna, dreizehn Verhältnisse vonseiten des Arich Anpin zum Seir Anpin und zu den Seelen, ja? Dass wenn die Seelen sich im Gegenzug auch diese Eigenschaften, diese Maße aneignen, dann gibt es zwischen ihnen eine Verbindung, zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf.
Der Schöpfer ist Seir Anpin, der Heilige, gepriesen sei Er, gegenüber Malchut, aber Seir Anpin stellt nur sozusagen ein punktuelles Verhältnis gegenüber Malchut dar, aber Seir Anpin im Großen ist Arich Anpin, und Malchut in der Größe ist die Stufe von Aba und Ima, wie geschrieben steht „MaH wird zu AB werden und BoN wird zu SaG werden". Deshalb heißt das Verhältnis von Arich Anpin zu den Geschöpfen „Schöpfer".
Schüler: Zweiunddreißig ist nicht aus dieser Geschichte.
Rav: Zweiunddreißig ist schon nicht das Verhältnis des Schöpfers zu uns, sondern zweiunddreißig ist unser Aufbau, zweiunddreißig Pfade. Es gibt auch zweiunddreißig Pfade der Weisheit, aber das gehört mehr zu Zimzum Alef, zu Zimzum Bet gehören die 13 Korrekturen der Dikna.
Ist das ein Fahrrad von jemandem, das hingefallen ist? Ja.
Schüler: Warum ist es, wenn man aus dem Willen zu empfangen heraustritt, nicht so, dass man jetzt beherrscht wird vom Willen zu geben – warum heißt das „Freiheit"? Welche Wahl gibt es darin? Warum ist es, wenn er aus dem Willen zu empfangen heraustritt, so, dass er jetzt beherrscht wird vom Willen zu geben, dass er verpflichtet ist, das zu tun.
Rav: Warum ist es, wenn der Mensch aus der Herrschaft des Willens zu empfangen um zu empfangen heraustritt, das heißt mit der Absicht um zu empfangen, und zum Gebrauch in der Absicht um zu geben übergeht – warum heißt das, dass er frei wird, und nicht, dass er beherrscht wird unter der Natur des Schöpfers, ja? Stimmt, es gibt hier viele Fragen dazu, denn es steht geschrieben „Diener des Ewigen", und das ist sozusagen eine ehrenwerte Stufe. Und trotzdem kommen wir nicht nur zur Dienerschaft, sondern „Söhne seid ihr dem Ewigen, eurem G-tt" – das ist eine noch höhere Stufe, und danach zur Stufe wie ein Freund, zur Stufe wie Mann und Frau, ja, männlich und weiblich, die einander ergänzen in der gesamten Statur.
Dann erhalten wir als Kopie alle seine Eigenschaften auf uns selbst, ja? Und dadurch wird man sozusagen frei. Naja, frei von der vorherigen Herrschaft des „um zu empfangen", aber nicht von der gegenwärtigen Herrschaft des „um zu geben", ja, oder mehr noch – wenn wir diese Herrschaft nicht annehmen, dann steht geschrieben „hier wird euer Grab sein", ja? Am Stehen am Berg Sinai. Entweder ihr nehmt an oder nicht, bitte. Und noch alle möglichen solchen Sprüche – dass wenn du nicht willst, ich dich zwinge, das ist… kein Problem. 41:50
Die Sache ist, dass am Ende der ganze Übergang von einer Eigenschaft zur anderen oder in jedem Maß jeder Eigenschaft zu ihrem Gegenteil durch die Kraft der Bina geschieht. Die Kraft der Bina. Dann ist der Mensch neutralisiert von jeder Verbindung zu sich selbst. Und nachdem er neutralisiert ist von der Verbindung zu sich selbst im Geben um zu geben, dann fängt er an zu wählen, wirklich zu wählen, ob er empfangen um zu geben soll. Das heißt, sich schon auf den Schöpfer zu beziehen – das ist etwas, das er auf seine freie Weise tut, oder weil… was verpflichtet ihn?
In Bina also gibt es deshalb Stufen, von der niedrigsten Stufe bis zur Stufe der Endkorrektur, wo du bei jeder einzelnen Handlung zuerst völlig, völlig aus allen Herrschaften heraustreten musst, sowohl der Natur des „um zu empfangen" des Geschöpfs als auch der Natur des „um zu geben" des Schöpfers, und in der Mitte stehen – das heißt Waagschalenbalken, mittlere Linie, Punkt in der mittleren Linie.
Jetzt, und von der mittleren Linie fängst du schon an, „um zu geben" zum Schöpfer aufzubauen – das ist schon über der Bina. Das ist schon über der Bina, und wenn du das aufbaust, gerätst du dadurch nicht unter Seine Herrschaft. Das heißt „Meine Söhne haben Mich besiegt", du fängst sozusagen an, über Ihn zu herrschen. Sozusagen, ja? Schechina im Exil, es enthüllt sich dir ein Mangel der Schechina, es enthüllt sich dir Sein Mangel, dass Er weint und wartet, und Er ein Mangelwesen ist, und du Ihn füllen und Ihm geben kannst.
Das heißt, hier ist es umgekehrt, es gibt eine Frage, das heißt was macht der Mensch – dass der Mensch mit dem Mangel des Schöpfers arbeitet. Also ist es nicht so, dass du der Mangelhafte bleibst und dich unter Seiner Herrschaft befindest. Im Gegenteil sozusagen, wenn man das in solchen weltlichen Worten beschreibt – dass Er Sich in deine Hände gibt, dass von dir Sein Schicksal abhängt. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll, aber es gibt keine Worte dafür. Wirklich, wir… es gibt hier noch viele innere Gegebenheiten.
Aber sicher ist die Wahl frei, und nur dieser Punkt der freien Wahl wird wirklich bei jeder einzelnen Stufe zum Gefäß hinzugefügt. Außer ihm ist alles andere Gegebenheiten, die von Oben zu uns kommen. Diese Unterscheidung müssen wir aus jedem einzelnen Zustand zusammensammeln. Die freie Wahl in allen, sagen wir, 125 Stufen, und wenn wir sie alle sammeln, dann ist ihre Sammlung das Gefäß der Endkorrektur. Das heißt, dass anstelle des Schöpfers, der Sich verbirgt, Sich Selbst verbirgt, sozusagen Sein Gefäß verbirgt, der Mensch anfängt, sich selbst zu verbergen, und dann enthüllt der Schöpfer Sein Gefäß, dass Er das Geben des Menschen braucht. Denn die ACHaP, was wir bei uns in anderen Worten lernen, dass es keine Größe im Höheren geben kann, außer nur durch MaN des Unteren. Und die ganze Kleinheit ist abhängig von den Unteren, und das ist der Zustand, der „Schechina im Exil" heißt.
Schüler: Also letzten Endes ist das Gefäß ein Empfindungsgefäß, das Gefäß, das so heißt, ist ein Empfindungsgefäß, das Genuss empfindet. Jetzt kann es den Genuss entweder um zu empfangen benutzen, oder um zu geben, auch wenn es eigentlich ein Empfindungsgefäß ist, auch dann ist es in gewissem Maße…
Rav: Ich kann das nicht sagen.
Schüler: Sagen wir jetzt, warum heißt es gerade dort Freiheit?
Rav: Schau, es gibt hier viele Überlegungen, ich könnte dir viele kluge Dinge sagen, ah. Es gibt… das heißt Freiheit, weil… das ist eine Sache, ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll. Besser, wenn wir zur Sprache der Kabbala übergehen. Die Sprache der Empfindung kann ich nicht übermitteln, ich sehe, hier bin ich blockiert. Die Sprache der Kabbala – das heißt Klipat Noga, das mittlere Drittel zwischen Gefäßen des Gebens, die über ihr sind, und Klipot und Gefäßen des Empfangens, die unter ihr sind, und in Klipat Noga ist dort unsere Wahl.
Jetzt in solchen Begriffen zu sprechen anfangen, das kann ich auch noch nicht, wir haben das nicht genug besprochen. Aber es gibt einen Zustand, in dem der Mensch wirklich dazwischen ist, zwischen diesem und jenem. Und in so einem Zustand kommt er in die Tiefe des Zustands, in die Tiefe von Klipat Noga, das mittlere Drittel von Tiferet, wo wirklich ein Schnitt ist, der weder zum Schöpfer noch zum Geschöpf gehört. Das ist eine feine Sache, man kann es nicht erklären, denn dieser Zustand ist weder Schöpfer noch Geschöpf – also was ist es? Was gibt es sonst noch außer dem?
Schüler: Ein Zeichen, dass es noch nicht geklärt ist.
Rav: Ein Zeichen, dass es nicht geklärt ist. Aber dass es nicht geklärt ist – was heißt nicht geklärt? Es gibt keine Worte dafür, naja. Gib dich damit zufrieden, dass der freie Zustand aus dem Zustand erwächst, in dem sich der Mensch in Klipat Noga befindet. Das ist es. Naja, lasst uns lernen. Ja.
Schüler: Ich will versuchen zu antworten. Ich denke, dass die Wahl nicht in der Handlung liegt. In jedem Fall wird der Mensch das wählen, was ihm richtiger erscheint. Die Wahl liegt eigentlich darin, dass du in deiner Empfindung wählen kannst. Die Wahl ist sozusagen in dir, das Einzige, was dir als Geschöpf wirklich wichtig ist, ist die Empfindung – du kannst in der Empfindung wählen.
Rav: Richtig.
(Ende der Lektion)