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Morgenunterricht 04.10.2002
Buch „Schriften des Rabash", Band 2, S. 1401, „Was ist der Grund, weshalb Israel das Erbe des Landes erlangte, in der Arbeit"
Rav: Ein Artikel aus Band 3, „Stufen der Leiter" (Shlavej HaSulam), Wochenabschnitt „Dwarim", „Ekev", „Was ist der Grund, weshalb Israel das Erbe des Landes erlangte, in der Arbeit".
Der Grund für das Erlangen des Landes liegt darin, dass der Mensch nach Mizrayim hineingeht. Avraham, unser Vater, ist der erste Erforscher der Natur, wie der Midrasch erzählt – dass er anfing, über Sterne, Mond, Sonne, den Erdball, die Natur auf dem Erdball, die Menschen auf dem Erdball nachzudenken. Was ist das alles eigentlich, was ist unser Leben, wofür lebe ich, ob es in jedem Ding eine Logik gibt und klare und absolute Gesetze in dem, was wir in der Natur entdecken.
Kann es sein, dass diese ganze Gesetzmäßigkeit und die Natur, die so genau funktioniert, jeden Augenblick, jedes Gesetz und jede Ursache und jede Wirkung und alles – kann es sein, dass dieser ganze allgemeine Mechanismus ohne Zweck und ohne irgendein Ziel arbeitet? Wenn wir in all seinen Teilen Ursächlichkeit, ein Ziel und einen Grund für das Ziel entdecken – wie kann es sein, dass plötzlich diese ganze Sache ohne Grund und ohne Nutzen existiert? Das ist es, was Avraham, unser Vater, anfing zu fragen.
Und wie geschrieben steht, offenbarte sich ihm die Höhere Kraft und sagte, dass es ja einen Grund gibt. Sie sagte – das heißt, Avraham fühlte, entdeckte, dass es einen Grund dafür gibt, dass dieses ganze Universum und die ganze Menschheit existieren, und der Grund ist, dahin zu kommen, wie die Höhere Kraft selbst zu sein, zu Mir zurückzukehren, auf Seine Stufe zu kommen – das ist das Ziel des Menschen. Wie macht man das? fragte Avraham. Da wurde ihm der Weg offenbart, dass der Weg dorthin nur sein kann, wenn der Mensch Stufen der Entwicklung durchläuft.
Dass aus dem heraus, dass er nicht versteht, wofür er lebt, in ihm die Frage anfängt, wofür ich lebe, was der Sinn unseres Lebens ist – wie Baal HaSulam in der Einführung zum TES schreibt –, damit fängt man an, wie auch Avraham angefangen hat. Und die Entwicklung liegt darin, dass der Mensch zuerst seine Natur kennen muss, wie er aufgebaut ist, wie er denkt, wie er entscheidet, wie sein Körper funktioniert. Mit Körper ist nicht der tierische Körper gemeint, sondern der innere willentliche Körper, das Ich in ihm.
Und zusammen damit, in dieser Entwicklung, in der er über seinen Körper lernt, wird er auch über die Natur ihm gegenüber lernen, dass es daneben noch eine andere Natur gibt. Und diese andere Natur ist tatsächlich entgegengesetzt – alle Eigenschaften umgekehrt, die Gedanken, die Wünsche umgekehrt. Was heißt umgekehrt? Wenn die Natur, in die wir hineingeboren werden, die ganze diese Welt existiert – eine Natur ist mit der Absicht, sich selbst zu erfüllen, dann ist die umgekehrte Welt die Höhere Welt genannt; dort existiert die Natur, um andere zu erfüllen, außerhalb des Gefäßes seiner selbst, der Wünsche seiner selbst. 4:27
Was bringt das? Wirklich eine sehr seltsame Sache, uns nicht verständlich, wie das existiert; aber wenn wir in dieser umgekehrten Natur existieren, dann öffnen wir uns für das Empfangen des Lebens, das Bewusstsein, eine ganz andere Welt überhaupt. Und das ganze Ziel dieser Welt und des Menschen darin ist, in eine andere Natur überzugehen. Warum auch diese Welt? Wie Baal HaSulam ebenso am Anfang der „Pticha" schreibt, dass es keinerlei Verrechnung mit der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe in dieser Welt gibt, sondern die ganze Verrechnung wird mit dem Menschen sein, und wenn der Mensch aufsteigt, dann steigen alle übrigen Teile der Schöpfung in dieser Welt ebenfalls mit ihm zusammen auf.
Das heißt, die Natur ändert sich wirklich, dass auch ihre Gesetzmäßigkeit auf den Stufen, die niedriger sind als der Mensch – so seltsam das ist –, sich ebenfalls ändert. Das werden wir noch sehen dürfen. Und hier beschreibt Rabash uns den ganzen Weg vom Anfang an, dass der Mensch anfängt zu fragen, bis er zur Öffnung der Augen kommt, das heißt, dass sich für ihn die zweite Natur öffnet.
Der Weg dorthin ist der Weg über Mizrayim. Was ist Mizrayim? Dass der Mensch anfängt, seine Natur als schlecht zu entdecken, dass es ihm zum Nachteil ist, in dieser Natur zu bleiben, und diese Natur heißt Lo lishma – dass die Verrechnung, die in seinem Körper, in seinen Gedanken, in seinen Wünschen geschieht, eine Verrechnung nur mit sich selbst ist, und das schränkt ihn ein und das gibt ihm nicht – gerade das, das gibt ihm nicht, in einer ewigen und vollkommenen Form zu leben. 6:37
Und eine zweite Natur erwerben kann man nur durch das, was Erkenntnis des Bösen genannt wird. Dass dadurch, dass sich zusammen mit der Erforschung der eigenen Natur eine zweite Natur parallel offenbart, sieht man dann, in welchem Ausmaß das gegeneinander Gut und Böse ist – bis zu dem Grad, dass man entscheidet, dass ich keinerlei Vorteil habe, in dieser Natur zu bleiben, und es ist lohnend und gut und nötig, wirklich endgültig, in eine zweite Natur überzugehen. Wenn der Mensch diese Entscheidung trifft, kann er nur – nur die Entscheidung treffen; die Kraft, wirklich in eine zweite Natur überzugehen, hat er nicht.
Dann bittet er von oben, das heißt von Seiten der zweiten Natur – dass diese Höhere Kraft, die zweite Natur, die höher ist als die Natur dieser Welt, ihm helfen soll. Das heißt, er wendet sich an die Höhere Kraft, an den sogenannten Schöpfer, und dann wird ihm zuteil, dass langsam, langsam seine Eigenschaften anfangen, sich zu verbessern. Was heißt langsam, langsam? Alle Eigenschaften auf einmal, alle, aber alle in einer schrittweisen Form.
Das heißt, wie viele Eigenschaften, Gedanken, Wünsche im Menschen sind, alles, was in seinem Inneren ist, alle auf einmal – sie ändern sich um ein Prozent, um zwei, um drei, und so, drei Prozent. Bis ihm zuteil wird, dass er die ganze zweite Natur vollständig erwirbt; das nennt man, dass er zur endgültigen Korrektur seiner Eigenschaften gekommen ist, seiner Seele, wie es heißt, und dann kommt er zum Ziel. Dass er vollständig die Ewigkeit, die Vollkommenheit erworben hat und sich auf der Stufe der Höheren Kraft befindet – das nennt man das Erlangen von Erez Israel. 9:04
Und es ist unmöglich, dazu zu kommen, ohne den ganzen Prozess durchzumachen, den Avraham mit allen Söhnen und Enkeln und dem ganzen durchgemacht hat – alles, was aus ihm herauskam, das ganze Volk Israel ist das Ergebnis eines Menschen, der die Erforschung der Höheren Kraft und wie man zu Ihr kommt, anfing. Es ist nicht möglich, anders durchzukommen, außer durch Mizrayim, durch Verwirrungen, Misserfolge, die Schläge des Pharao und so weiter. Das ist es, was wir uns bemühen, an uns selbst zu tun. Gerade so ein Artikel, dass derjenige, der das durchmacht, sieht, dass er richtig durchgeht – eine Art von solcher Zusammenfassung.
Gibt es Fragen? Ja. Zuerst die Gäste, dann werden die Stammteilnehmer warten. Ja.
10:09
Schüler: Nach dem Artikel kann man verstehen, dass für das Voranschreiten ein Mensch, der sich schon in der Spiritualität befindet, zu Abstiegen kommt, in denen er sozusagen seine Erlangung verliert. Und wir wissen, dass tatsächlich, und nachdem ein Mensch den Machsom überquert und auf der Stufe, auf der er sich befindet, Vollkommenheit erlangt und all diese Dinge, die Sie sagen. Wie kann man das verstehen? Wie kann man etwas erleben, das so total ist, und das wirklich verlieren?
Rav: Nein, nein. Nach… Die Frage ist so: Wie verliert ein Mensch spirituelle Stufen, dass er zwischen den Stufen in Zustände fällt, in denen ihm vollkommen alles verloren geht? Zuerst einmal: Was er verliert, das verliert er aus seiner Empfindung in jenem Augenblick. Wie es bei dir, sagen wir, jetzt ist – man gibt dir irgendeine Information, sagen wir, eine sehr schöne, kann auch sein, gott behüte umgekehrt, eine sehr schöne Information über etwas; du vergisst das, woran du einen Augenblick vorher gedacht hast.
Du vergisst es für jenen Augenblick, weil etwas Größeres das Kleinere unterdrückt, zudeckt. Nichts geht verloren. Und auch bei uns – unsere ganze Geschichte, alles, was wir in den vorherigen Reinkarnationen durchgemacht haben, nichts verschwindet. Alles sammelt sich an, und auf dem sitzen wir heute und steigen immer mehr und mehr auf. „Im Heiligen steigt man auf und nicht hinab." Das ist das Gesetz.
Aber während ein Mensch all diese inneren Begebenheiten durchmacht, passieren Dinge, dass er wirklich vollkommen alles verliert, was er erlangt hat, und der Verstand auf einmal verschwindet, und er sich in Zuständen befindet, dass es wirklich – ein Zustand, in dem es keinen Ausweg gibt, verschlossen, ohne Hoffnung und so weiter. Diese Dinge, wenn du sie zusammen mit dem Verstand fühlst, werden sie nicht so schlecht aussehen, sie werden endgültig aussehen.
Dass „ich jetzt eine, irgendeine Periode durchmachen muss, äh, aber ich werde noch ein Ziel haben". Du gehst auf die Universität, du weißt, das ist kein leichtes Leben, du musst hier auch hart arbeiten, aber danach wirst du jemand sein, was sich lohnt. Du hast also eine Verrechnung, dass es sich lohnt; du hast ein Ziel vor Augen, dann ist alles…
Das versüßt die Anstrengung und die Leiden, die du hast, während du hart arbeitest. Das nennt man nicht „Erkenntnis des Bösen" – du kannst es trotzdem nicht in dem fühlen, wenn du deinen Zustand aus der guten Zukunft heraus versüßt; du kannst ihn nicht als wirklich schlecht fühlen. Als schlecht kannst du ihn nur unter der Bedingung fühlen, dass man dir die Zukunft auslöscht. 12:58
Und das ist die Schwierigkeit bei uns. Ein Mensch befindet sich da, fängt an, kommt hierher, fängt an zu lernen, ein junger Mann so wie du, sozusagen sicher und alles, und entscheidet sich, und er hat Verstand und er hat Kraft – plötzlich nach einigen Monaten fühlt er solche inneren Erschütterungen, dass er nichts hat, dass er keine Hoffnung hat, dass er nicht… dass es ihm dunkel vor Augen wird, er hat überhaupt nichts, und alles verschwindet, alles geht verloren.
Er wird schwach, verwirrt, dieses Leben ist nichts wert, die Spiritualität existiert überhaupt nicht. Wenn du nur diesen Zustand fühlst, dann kannst du wirklich feststellen, dass er schlecht ist, dass du erschüttert bist, dass du wirklich – du bist nur in ihm und es gibt nichts außer ihm. Wenn du zusammen damit eine Erkenntnis hättest, dass „siehe, ich mache das durch" – verstehst du?
„Ich und mache durch." Zwei Sachen, sozusagen, dass du dich von Seiten des Verstandes selbst kontrollierst – das ist nicht schlecht. Da, dann weißt du: „Das muss ich durchmachen, und ich bin ein Held, und ich mache durch und danach werde ich Würdigung erlangen." Unser Problem ist, dass wenn wir schlechte Zustände durchmachen, auch gute Zustände – wir, um einen Zustand zu fühlen, zu fühlen, müssen den Verstand verlieren und nur in der Empfindung bleiben. Und das ist schwer für den Menschen.
Weil wir sozusagen Inhaber von einem gewissen – wir haben Denken, wir haben Gedanken, wir haben etwas, worüber wir entscheiden können. Ich muss auf mich selbst aufpassen, mich selbst halten, die Welt führen. Wir haben so eine Art Empfindung des Ichs, und wenn man in die Empfindung hineingeht, nur in die Empfindung ohne Verstand, dann verschwindet das Ich. Es gibt nur den Empfindenden, allein der Wille zu empfangen, ohne Hirn, ohne Verstand, nur der Wille zu empfangen, der Wille zu genießen, der jetzt Leiden empfindet, und das ist sehr schwer. 15:02
Und dann ist der Mensch wirklich, sozusagen, ganz auf die Höhere Kraft angewiesen und das war's. Und dann fühlt er wirklich sich selbst, dass er nicht – dass er keine Möglichkeit hat, etwas zu ändern, sich an seinem Zustand in irgendetwas zu beteiligen. Wenn – wer trotzdem aus dem herauskommt und weiter durchmacht und noch hineingerät und noch weiter durchmacht, der kommt zum Zustand, dass „und die Söhne Israels stöhnten unter der Arbeit". Dass der Mensch schon sieht, dass er einfach – dass er keine Möglichkeit hat, irgendetwas in seinem Zustand zu bestimmen.
Das kommt nur, wenn sich solche Zustände ansammeln. Und dann wird er wirklich gewürdigt, daraus herauszukommen, zu erkennen, dass seine Natur schlecht ist, und dann kommt er heraus. Das heißt, das ist der Unterschied zwischen denen, die übrigbleiben und nach Erez Israel hinübergehen, und denen, die sich in Mizrayim befinden, und so noch Reinkarnationen, Reinkarnationen, bis auch der Tag kommt, an dem es ihnen zu viel wird. Noch zweihundert, dreihundert Jahre, ich weiß nicht, wie viele. So kommt das.
Ja.
16:21
Schüler: Sie sagen, dass wenn ich harte Leiden im Leben durchgemacht habe…
Rav: Wenn du harte Leiden im Leben durchgemacht hast, aber ohne Ziel, ohne Ziel – das heißt, du hast nicht gewusst, wofür und warum, und hast sie nicht mit deiner spirituellen Entwicklung verbunden, dann sind das immer noch tierische Leiden. Und nicht, dass es in ihnen keinen Nutzen gibt; in jeder Sache gibt es Nutzen und in jeder Sache gibt es Zielgerichtetheit, aber diese Leiden waren noch vor dem Eintritt in Mizrayim.
Vor den sieben Hungerjahren, was es in Mizrayim gab, das heißt, in der Entwicklung des Menschen gibt es sieben Jahre des Sattseins, sieben Hungerjahre, danach den Pharao und so weiter. Da ist es sicher, dass jeder einzelne von uns in den vorherigen Reinkarnationen sehr viel gelitten hat, sehr viel. Und überhaupt, die ganze Menschheit leidet. Unser Leben ist im Großen und Ganzen irgendwie eine Flucht vor dem Leiden.
Jeder schafft es irgendwie, davor zu fliehen. Aber das nennt man nicht „Leiden", dass auch das in die Leiden hineingerät, aber immer noch tierische Leiden, oder menschliche Leiden. Aber nicht spirituelle Leiden, durch die ein Mensch wirklich zur Erkenntnis des Bösen kommt und herauskommt – jenseits des Machsom hinüber.
Ja.
17:51
Schüler: Und dieser ganze Prozess der Erkenntnis des Bösen beim Menschen wird eigentlich nicht von ihm aus getan. Es gibt schon eine gewisse Kraft, die in ihm selbst beginnt, und dann kommt er zum Licht in der Tora. Was passiert, wenn beim Menschen langsam, langsam die Sehnsucht nach dem Licht der Tora aufhört? Woher bekommt er diese Kraft, zu wollen…?
Rav: Die ganze Entwicklung des Menschen kommt durch das Licht, das uns leuchtet, das sogenannte „Umgebende Licht", das Licht, „das Licht, das zum Guten zurückbringt". Es gibt keine andere Möglichkeit für uns, uns zu entwickeln, und überhaupt, wie wir in der „Pticha", im „Talmud Eser haSefirot", lernen – es gibt Gefäß und Licht.
Und von der Kraft des Lichts, das auf das Gefäß leuchtet, hängt die ganze Entwicklung des Gefäßes ab, alles, was das Gefäß durchmachen und fühlen wird, in welchem Tempo – alles hängt vom Licht ab. Was wir also tun können, die ganze Beteiligung, der Eingriff von uns in den Prozess – das ist, soweit wir selbst noch hinzufügen können, das Licht auf uns zu ziehen, dass es schneller leuchtet, dass es stärker leuchtet, dass es in uns rascher Veränderungen bewirkt.
Wir können nur das Tempo, zum Tempo hinzufügen, und nicht zum Prozess selbst. Der Prozess selbst muss so sein, wie er festgelegt ist. Er hängt von unserem Endzustand ab, von dem von jedem einzelnen, und vom Anfangszustand. Und der Weg ist nach diesen beiden Endpunkten festgelegt. Verstehst du? Das heißt, ich kann keine anderen Veränderungen machen.
Ich bin gebaut, ich habe einen besonderen Aufbau, und mit diesem ganzen Aufbau, mit den Eigenschaften, Wünschen, Gedanken, allem, was mein Ich ist, muss ich langsam, langsam die Korrektur durchmachen. Und die Stufen der Korrektur kann ich nicht ändern – nur das Tempo. Und wenn ich das Tempo ändere, ändere ich auch meine Empfindung, vom Schlechten zum Guten, sogar während der Korrekturen.
Aber trotzdem, wenn man durchgeht, geht man Zustände durch, die man fühlen muss, Zustände der Natur dort, wo ich mich befinde. Und jedes Mal muss ich das fühlen. Sicher, bis man den Machsom überquert, fühlt man schlechte Zustände – nur kannst du sie verkürzen, anstatt hundert Jahre kannst du sie auf einige Monate verkürzen.
Jetzt fragst du, ob wir noch irgendetwas haben, sozusagen die Frage, ob wir noch irgendwie auf das Licht, das auf uns leuchtet, einwirken können.
20:26
Schüler: Es geht nicht darum, auf das Licht einzuwirken, das hängt von meiner Sehnsucht ab; und als ich hierhergekommen bin, hatte ich eine ganze Menge Sehnsucht, ich habe sie von oben empfangen.
Rav: Aha.
Schüler: Und langsam, langsam sehe ich sozusagen, dass das vergeht.
Rav: Das Licht, ja, die Intensität, die Kraft des Lichts, die auf mich einwirkt, ist konstant – wie für alle Bewohner dieser Welt, für jeden, der sich in dieser Welt befindet, hat jeder ein konstantes Leuchten von oben, das ihn voranbringt, und so bringt es die ganze Menschheit voran, und die Menschheit entwickelt sich. Auch in technologischer Hinsicht, und in innerer Hinsicht, gedanklich, willentlich, kulturell – alles entwickelt sich, weil der Wille zu empfangen die ganze Zeit größer wird, weil das Licht stärker leuchtet, dann wird der Wille zu empfangen größer. Das ist die allgemeine Vorsehung für die ganze Welt.
Wenn ich daraus herauskommen will und auf eine ganz andere Bahn der Entwicklung aufsteigen will – die allgemeine Vorsehung –, dann muss ich aus meinem Willen heraus, von mir selbst, hinzufügen, dass das Licht stärker komme. Wenn ich anfange zu lernen, und am Anfang war mein Wille sehr groß, und ich habe gelernt, und ich wollte schon zu etwas kommen, und danach sehe ich, dass es vergeht – was muss ich tun? Gerade dann, wenn dieser Wille zu empfangen, der Wille zur Entwicklung verschwindet, dann kann ich festlegen, dass ich will, dass ich das Licht einlade.
Am Anfang, als man dir ein Erwachen von oben gegeben hat, das nicht von dir abhing – du bist plötzlich erwacht; das warst nicht du, das war das Licht zuvor, es leuchtete auf dich, und dann wurdest du zu ihm hingezogen. Das geht nicht auf deine Rechnung, das nennt man nicht, dass du dich selbst voranbringst – man hat dich von oben vorangebracht. Von oben hat man dich ausgewählt, dich voranzubringen, hat dir ein Erwachen gegeben, und das geht trotzdem überhaupt nicht auf deine Rechnung. Du gehst voran, du gehst mehr voran als die ganze Welt, aber trotzdem auf Rechnung des Höheren – von oben gibt man dir das Erwachen.
Man hat dir einmal ein Erwachen gegeben, man wird dir vielleicht noch einmal, zweimal eines geben, und danach lässt man dich los. Es gibt eine Anzahl von Erwachen von oben, die man dem Menschen gibt, und wenn er wirklich nichts hinzufügt und nicht geht und nicht tut, was er soll, lässt man ihn los. Dann muss man ihn noch einmal voranbringen, zusammen mit allen, im Rahmen der allgemeinen Voranbringung, und danach wird man dir wieder ein Erwachen geben, vielleicht nach einer oder zwei Reinkarnationen, wer weiß wie vielen, und wieder wird dasselbe geschehen müssen.
Das heißt, das Festlegen deines Willens, dass du das Voranschreiten willst – das ist gerade in dem Zustand, in dem du nicht willst. Wenn du nicht willst, ist das ein Zeichen, dass man dich von oben losgelassen hat, jetzt allein, na bitte deshalb.
23:28
Schüler: Aber genau dafür gibt es keine Kraft.
Rav: Es gibt keine Kraft, das nennt man „und die Söhne Israels stöhnten unter der Arbeit", es gibt keine Kraft, richtig. Was kann man dann tun, woher kann ich Kräfte bekommen? Kräfte zu bekommen, das nennt man – wie nennt man das? Den Willen zu bekommen, ja? Den Willen zu bekommen, anzuziehen, zu bitten, sich dafür zu interessieren, dass dieses Licht kommt und mich korrigiert. Ich habe keinen Willen, was werde ich tun? Ich bin nicht der Schöpfer, dass ich den Willen erschaffen könnte. Ich bin nicht das Licht, dass ich durch irgendein Nebenlicht in mir den Willen erwecken könnte, ja? Ich habe keine solche Medizin, mit der ich erwecken könnte, wie den Appetit, du weißt, mit Salzigem, Bitterem, etwas in der Art kann man den Appetit wecken, ich habe so etwas nicht. Wenn das Licht nicht leuchtet, ist es vorbei. Ich bin zu hundert Prozent nur von ihm abhängig. Ich habe also keinen Ausweg daraus, ich befinde mich wirklich in einem aussichtslosen Zustand.
Da gibt es eine freie Wahl, und wegen ihr gab es wirklich einen sehr besonderen Prozess im Aufbau aller Seelen, dass die höhere Seele, der Aufbau des allgemeinen Gefäßes, das Geschöpf, das der Schöpfer erschaffen hat, sich in Tausende von Teilen aufteilte, und ein Teil – das bist du – ist nicht imstande hinaufzusteigen, und auch diese allgemeine Seele war nicht imstande hinaufzusteigen, aber wenn wir jetzt, da wir uns voneinander aufgeteilt haben, ein Erwachen voneinander empfangen, dann werden wir die Kraft haben aufzusteigen. Deswegen gibt es um dich herum eine ganze Welt, es gibt sehr viele Menschen, es gibt solche, die ebenfalls zum gleichen Ziel erwachen; du musst diese Menschen suchen und dich so organisieren, dass du in ihrer Nähe bist, eine Gruppe aus ihnen organisieren, dass sie in deinen schweren Zuständen ein Erwachen auf dich übertragen. Du hast keine andere Möglichkeit, einen Appetit für das Voranschreiten zu bekommen, außer nur aus solch einer Umgebung. 25:50
Jetzt sollte das verständlich sein – dass wenn nicht eine Kraft aus der Umgebung, die zu dir kommen muss – man hat dir ein Erwachen gegeben, danach wird man dich loslassen, danach wird man dich loslassen und das war's. Das heißt, du musst jetzt schnell, solange du noch irgendwie eine Hand und einen Fuß sagen wir mal in der Entwicklung hast, solange man dich von oben noch nicht losgelassen hat, jetzt schnell nach so einer Gemeinschaft suchen, die dich zum Voranschreiten erweckt.
Und es gibt eine ganze Lehre, wie diese Gemeinschaft auf dich einwirken muss und wie du zu dieser Gemeinschaft beitragen musst, um von ihr zu empfangen, und dass das wirklich ein Erwachen zur Spiritualität sei, und nicht ein Erwachen ich weiß nicht wozu dort, und so weiter.
Das heißt, nach all diesen Weisheiten, die wir besprochen haben, kommt für dich heraus, dass die Sache sehr, sehr körperlich ist, einfach, primitiv, und ich würde sagen wirklich solch eine, die wir geringschätzen – Freunde zu finden, die mir ein Beispiel geben, die mir ein Erwachen geben. Das scheint so weit weg von Spiritualität und allem zu sein, aber das ist es, was wirklich da ist. Und es gibt darin eine wirklich hohe spirituelle Sache – das ist deshalb, weil du Hilfe von dir selbst forderst, nur von den übrigen Teilen deiner Seele, die dir scheinen, von dir abgetrennt zu sein. Das heißt, du machst damit, dass du dich mit anderen verbindest und von ihnen Erhebung verlangst, eigentlich, dass du die Teile deiner Seele zusammenliest.
Und das ist eine Arbeit, die du jetzt noch nicht siehst, nicht verstehst, wie das ist, und es scheint dir nicht so, und auch darin gibt es viele Schwierigkeiten, und es kommen alle möglichen Störungen in der Verbindung zwischen dir und solch einer Gemeinschaft, aber im Wesentlichen ist das die spirituelle Arbeit, weil jeder einzelne ein Teil deiner Seele ist, und wenn du dieses allgemeine Gefäß baust, dann ist das eigentlich das Voranschreiten. 28:12
Es kann nicht in dir selbst sein, in deinem Teil von der ganzen allgemeinen Seele, es kann in dir nicht mehr Appetit, mehr Wille zur Spiritualität sein, als jetzt erwacht ist. Alle übrigen zusätzlichen Wünsche, die Erhebung zum Ziel kann von der Gemeinschaft kommen; dich selbst, in dir, sagen wir jetzt, hast du schon verwirklicht, fertig, das war's. Jetzt füge dir noch Teile hinzu, die dein Teil sind, sich in jedem einzelnen befinden. Daraus wirst du zusätzlichen Appetit bekommen, einen zusätzlichen Willen, und dann wirst du wieder das Licht ersehnen, und wieder und wieder und wieder.
Und dann kommt für uns heraus so – soweit wir… Was nennt man „auf den Stufen aufzusteigen"? Du fügst eine weitere Seele hinzu, dir wird zuteil, weiteres Licht in ihr zu empfangen, ja? Du fügst dir eine weitere Seele hinzu, weiteres Licht, und so, wenn du aufsteigst, ist es sozusagen eine umgekehrte Pyramide – wenn du aufsteigst, dann hast du alle Seelen zu dir hinzugefügt, und du hast das ganze Licht, das in alle Seelen eintritt. Nur in solch einer Form kannst du wachsen – dass du dir weitere Teile hinzufügst. Im Ganzen musst du wie Adam HaRishon sein, im ganzen Volumen seines Gefäßes, mit dem ganzen Licht, das in diese Gefäße hineinkommt, jeder so.
Ja.
29:55
Schüler: Wenn jeder aus der Gemeinschaft ein Teil meiner Seele ist, das heißt, dass meine Seele begrenzt ist nach wie vielen Menschen…
Rav: Wenn wir nicht die Körper sehen würden, sondern wir gesehen hätten, wenn wir uns solche Brillen anziehen könnten, du weißt, spirituelle, dann würden wir nicht die Körper sehen, wir würden die… wir würden die Seelen sehen. Und Seelen sind nicht voneinander getrennt. Das heißt, jetzt durch unsere Brillen sehen wir sozusagen, dass sie gesondert sind.
Ja.
Schüler: Wenn jeder aus der Gemeinschaft ein Teil meiner Seele ist, das heißt, dass meine Seele nach der Anzahl der Menschen begrenzt ist. Stimmt das?
Rav: Du fragst so: Es gibt insgesamt sieben Milliarden Menschen. Es gibt – wir haben gelernt – sechshunderttausend Teile in der Seele Adam HaRishons, und sie haben sich noch in viele aufgeteilt danach, dann… Und in meiner Gruppe gibt es da fünf oder zehn oder zwanzig, hundert Mann, insgesamt eine begrenzte Anzahl, ja? Was ist die Verbindung zwischen dem einen und dem anderen? Die Kabbalisten schreiben, auch Rabash, der Rav schreibt, dass die Pyramide, dass die ganze Welt so gebaut ist, sie eigentlich so gebaut ist, dass jeder höhere Teil alle unteren in sich einschließt.
Das ist wie wir bei den Parzufim lernen – jeder höhere Parzuf schließt alle unteren in sich ein. Alle unteren sind sozusagen ein Teil von ihm, ja? Nur zum Zwecke der Korrektur sondert er aus sich noch und noch und noch und noch Teile ab und korrigiert sie danach langsam, langsam, und alles sammelt sich nach oben. Wenn du also hier eine Gruppe siehst, in der sagen wir hundert Mann sind, dann musst du verstehen, dass hinter ihnen alle sieben Milliarden stehen. Und es ist überhaupt kein Problem, dass jeder von deinen Freunden gleichgewichtig ist mit – sagen wir – allen Chinesen dort. Und der zweite gleichgewichtig mit allen Indern, was ist das schon wichtig? Das ist wirklich in der spirituellen Stärke so.
32:18
Schüler: Wie kann man dazu kommen, wie kann man zur endgültigen Korrektur kommen, wenn es immer eine Möglichkeit gibt, dass ich noch jemanden Neuen treffe?
Rav: Ich verstehe nicht. Baal HaSulam schreibt im Artikel über die freie Wahl, „Die Freiheit", dass für dich herauskommt, dass du nichts mehr in dieser Welt zu tun hast außer einer Sache, jedes Mal eine bessere Gemeinschaft zu suchen. Wenn ich nur eine freie Wahl habe, das heißt nur eine Sache, in der ich dort etwas bestimmen kann. Über alle übrigen habe ich nichts zu denken. Wenn das so ist, was ist die einzige Sache? Jedes Mal eine bessere Gemeinschaft zu suchen. Suchen, das heißt mir aufzubauen.
Eine Gemeinschaft, das ist nicht einfach so, dass ich sie nach irgendeiner Art von Werbung in der Zeitung finde oder sehe, ich fahre und sehe in der ganzen Welt, wo eine Gemeinschaft hier ist, wo sie dort ist. Eine Gemeinschaft ist eine Sache, die ich aufbaue. „Erwirb dir einen Freund." Das ist eine Sache der Arbeit. Aber nur darin. Letztendlich konzentriert sich alles nur darauf. Wie man so etwas in dieser Welt aufbaut, das mir Wünsche zur Spiritualität liefert. Verstehst du? Hier gibt es schon, hier gibt es eine Sache, die sehr, sehr fein ist. Ich muss außerhalb von mir suchen – den Lieferanten meiner Spiritualität. Du fängst schon von Anfang an an, mit der Absicht zu geben zu arbeiten, ohne dass du verstehst, was das ist.
Schüler: Das heißt, was Sie, was Sie sagen, ist, dass wenn ich für mich eine gute Gemeinschaft auswähle, decke ich alle Möglichkeiten ab.
Rav: Wenn du… Wenn du eine gute Gemeinschaft gefunden hast, hast du alles gefunden. Du hast – außer dem hast du nichts mehr zu suchen. Und darin musst du dich die ganze Zeit vervollkommnen. Dort befinden sich die Teile deiner Seele. Was kann man tun? Soweit das nicht so aussieht – schau die Parzufim an, ja, aber ohne Parzufim ist es darin so. Das heißt, schau jetzt, in welchem Maße das so in einer besonderen Form gebaut ist, dass du hier hinüberspringen musst, dass du hier wirklich an deiner Einstellung gegenüber dem Nächsten arbeiten musst, von Anfang an.
Das heißt, hier sieht man, dass die Spiritualität in jenem Augenblick beginnt, in dem du anfängst, mit der Gemeinschaft zu arbeiten. In jenem Augenblick ist das schon die spirituelle Arbeit. Schon gegen den Willen, schon gegen das Ego, schon fängt es an zu sein, dass du dich entweder mit jemandem außerhalb von dir verbinden kannst oder nicht. Das heißt, schon ist hier die Absicht zu geben. Schon fängst du an, dich mit der zweiten Natur auseinanderzusetzen, mit der spirituellen Natur, sozusagen ist sie hier, auf diesem Erdball ist sie. Die Spiritualität ist hier. Die Arbeit ist darin.
35:30
Schüler: Wenn ich „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" einhalten will…
Rav: Nur diese Arbeit – ich möchte hier trotzdem einen Satz hinzufügen –, sie muss verbunden sein mit dem Ziel, und das Ziel, das ist der Schöpfer. Das ist schon innen drin. Ja.
Schüler: Ich will „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" einhalten.
Rav: Ja.
Schüler: Wie halte ich das mit einem schlechten Menschen ein? Mit einem Menschen, den ich nicht…
Rav: Du hältst ein Gebot, ich weiß nicht, was es heißt, das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" einzuhalten, das ist… Wozu brauchst du solche Worte, in denen du dich verwirrst? Weißt du, was ein „Gebot" ist und was „Liebe deinen Nächsten" ist? Du musst dich mit denjenigen Menschen verbinden, die ebenfalls dasselbe Ziel im Kopf haben, und es ist mir nicht wichtig, was ihre tierischen Eigenschaften sind. Diese tierischen Eigenschaften, die jetzt in der Absicht zu empfangen sind – in der Absicht zu geben werden sie die besten sein.
Und auch bei mir dasselbe. Jetzt bin ich ein Tier, mit allen meinen Mängeln, die da sind; in der Absicht zu geben werden sie sich umkehren und als gut erscheinen. Ich muss also die Freunde nur nach ihrem Ziel sehen. Haben sie ein gutes Ziel? Dasselbe Ziel von mir und von ihnen müssen wir zusammen verbinden. Das war's. Über alle übrigen Störungen hinüberzuspringen. Über seinen ganzen Charakter und seine Gewohnheiten und seine Gesichter und so weiter. Das war's, das ist die Arbeit.
Das heißt, nur nach dem Ziel auszuwählen. Ich denke, dass wenn du jetzt in der Gruppe des ARI oder des RAMCHAL gelandet wärest, hättest du auch dort solche Menschen mit Eigenschaften und mit Gesichtern und mit allen Gewohnheiten gesehen, mit denen du dich nicht verbunden hättest. Du hättest dir eine Art Gruppe ausgesucht, ich weiß nicht was dort, die „Society", irgendwas, irgendwelche Models, weibliche Models, ich weiß nicht, was dort. Schöne Menschen, was man Gemeinschaft nennt.
37:49
Schüler: Ramat Aviv.
Rav: Ja, Ramat Aviv Gimel. Verstehst du? Das war's. Das heißt, die Auswahl ist… „Freund", das heißt, dass du mit ihm in dem verbunden bist, was bei dir das Wesentliche ist. In dem, was bei dir das Wesentliche ist.
Ja.
Schüler: Rabash schreibt, dass jemand, dass ein Mensch zum Zustand kommt, dass er sein Geschrei zum Himmel hin gegeben hat. Er sagt, wer kommt, um sich zu reinigen, dem wird mit Neshmata Kadisha geholfen. Was ist diese Sache, Neshmata Kadisha?
Rav: Wer kommt, dem wird mit Neshmata Kadisha geholfen. Neshmata Kadisha heißt, wer kommt, der bringt sein Gefäß, das einen Mangel von den Freunden, von der Gemeinschaft empfangen hat, dem wird mit Neshmata Kadisha geholfen, man füllt ihm dieses Gefäß mit Licht, das nennt man Seele. Die heilige Seele, das Licht, das das Gefäß füllt.
Ja. Nu?
38:48
Schüler: Was tut man in dem Fall, dass man selbst jemandem etwas Schlechtes getan hat oder sozusagen sein Vertrauen verletzt hat oder etwas in der Art, und du fühlst, dass er sich nicht mit dir verbinden will, dann…
Rav: Die Arbeit in der Gemeinschaft umfasst die ganze Gesamtheit der Beziehungen zwischen den Menschen. Und nochmal, er schreibt, Baal HaSulam, dass wenn die Verbindung auf dem Hintergrund von geschäftlich, von gesellig, eine gute Feier zu machen, alle möglichen Sachen ist, das ist auch gut, ich sage nicht, dass nicht, aber das ist nicht Spiritualität. Das heißt, es muss vor jeder Handlung, der Handlung der Verbindung zwischen den Menschen, das Ziel klar sein. Auch für jeden einzelnen, in jedem Augenblick, in dem er irgendeine Handlung gegenüber der Gemeinschaft tut, und auch für die ganze Gemeinschaft zusammen. Und auch das muss den Charakter der Handlung und die Art ihrer Ausführung bestimmen, und so weiter.
Und wenn ich einmal jemandem etwas Schlechtes getan habe, und er fühlt das und versteht das, und es ist mir mit ihm jetzt schwer zu… dann nochmal, das Ziel muss trotzdem hier über allem sein. Und gerade darin, wenn wir über alle… „Liebe deckt alle Vergehen zu", wie es heißt, hinüberspringen, dann werden wir gewinnen.
Das sind einfache Dinge. Aber nochmal, das muss nur mit dem Ziel zuvor sein, das heißt, wie er in Punkt 64, auf Seite 64, schreibt: Der Schöpfer, ich und meine Handlung müssen zusammen sein. Und meine einzige Handlung ist eigentlich die Arbeit in der Verbindung in der Gemeinschaft, um von ihnen Erhebungen zu empfangen. Das heißt, ich muss zur Gemeinschaft in solch einer Form geben und von der Gemeinschaft in solch einer Form fordern, dass sie mir letztendlich Erhebung zum Schöpfer geben. Das muss wirklich eine sehr klare Beziehung sein, verstehst du, sehr gesund. Ich investiere in euch, und ihr müsst mir Erhebung zum Schöpfer liefern.
Das muss allen klar sein, diese Dinge nicht zu verbergen, und so jeder einzelne und alle zusammen, wie wir solch eine Gemeinschaft aufbauen werden. Wenn nicht, gehen wir nach Hause, schade um die Zeit. Das, der Mensch täuscht sich selbst. Wenn er sich nicht damit beschäftigt, sich nicht damit beschäftigt, dann ist alles übrige auf Rechnung der Höheren Kraft. In Ordnung, leg dich ins Bett. So sage ich es, das ist nicht ganz genau, weil man trotzdem sitzt und langsam, langsam den Verstand fasst, aber das braucht Zeit.
Ja.
41:41
Schüler: In unserer Gemeinschaft beschäftigt sich eigentlich jeder mit dem Sich-Begeistern vom Anderen, dadurch hebt er ihn an. Was passiert, wenn ich mich in einer Gemeinschaft außerhalb dieses Rahmens befinde, in der man mich sagen wir nicht nur nicht hochhebt, sondern man sagen wir auch schlechte Dinge über mich denkt oder mich versucht herabzuziehen. Kann ich mich davor schützen?
Rav: Wenn ich mich hier sagen wir drei Stunden am Tag befinde, im besten Fall – hoffen wir, dass auch du so sein wirst, und sogar die übrigen Stunden –, aber trotzdem befinde ich mich an allen möglichen Orten, einschließlich meiner Frau zu Hause, die mich auch voranbringt, aber auf andere Weise, ja, und so weiter, dann ist die Frage, wie ich trotzdem zwanzig Stunden, Schlaf hier und da, sagen wir fünfzehn Stunden, in denen ich mich in allen möglichen anderen Gemeinschaften befinde, von ihnen nicht beeinflusst werde, oder wie ich mich vor ihnen schütze, und wie ich mich überhaupt zu ihnen verhalte.
Rabash sagt: Wie wenn du in einen Hühnerstall hineingehst, verstehst du. Da weißt du, alle fangen an, „Kikeriki" auf dich zu machen, und dann ist sozusagen jeder ein Held. Wenn du auf ihrer Stufe bist, dann ärgerst du dich über sie, wie machen sie das so an mir. Und wenn du etwas oberhalb von ihnen bist, fühlt sicher jemand so, das war's, du willst dieses Huhn schlachten, das das mit dir gemacht hat. Und wenn du dich auf einer Stufe befindest, die etwas höher als das ist, dann fühlst du das einfach nicht, das ist ihre Natur und einfach so.
Das heißt, es kommt darauf an, wie du… Nein, ich sage nicht, die Gemeinschaft, in der du dich befindest, geringzuschätzen, sondern in der spirituellen Hinsicht dich selbst in dem Maße hoch zu fühlen, dass sie dich einfach nicht berühren können. Ich komme zur Arbeit, da gibt es einen Manager, da gibt es noch alle möglichen Leute. Ich komme nach Hause, da gibt es auch eine Managerin, dann beuge ich mich ihnen in dem, was ich in diesem Leben brauche. Ich verhalte mich wirklich in solch einer Form, ihnen in körperlicher Form zu geben, was sie brauchen, weil das unser Leben ist, wir werden einmal sprechen, warum unser Leben in solcher Form aufgeteilt ist. Warum man von oben diese ganze Sache aufgebaut hat, unsere ganze Korrektur, in solch einer Form, dass wir – schau – uns mit was beschäftigen müssen, wie wir unser ganzes Leben verbringen, vielleicht ein Jahr von hundert Jahren können wir uns wirklich mit irgendetwas Gutem beschäftigen. 44:21
Aber wenn ich mich zu diesen Dingen ebenfalls in einer endgültigen Form verhalte, wofür und warum und wie ich mich gerade in ihnen in solcher Form beschäftige, dann ist das pure Korrektur. Das ist wirklich, ich handle, und das wirkt auf mich genauso, wie ich sitze und lerne. Und das ist auch eine Arbeit, jeden Augenblick. Und dann wirst du sehen, dass dieser Manager wirklich derselbe Pharao ist und die Frau die Hilfskraft ihm gegenüber ist, wie es genau geschrieben steht, und das war's. Und durch sie kann man die Spiritualität nicht weniger fühlen, als das durch die Freunde geht, und überhaupt, wie wenn du allein bist. 45:03
Nur nicht alle möglichen Bilder zu zeichnen, dass plötzlich – das ist irgendein, im Manager ist irgendein Engel von oben, dass du weißt, und der Mensch fängt dann an, sich alle möglichen Sachen vorzustellen. Aber die Einstellung muss so sein, dass das wirklich so ist. Nur nicht zu fantasieren, warum? Weil wir die Höhere Vorsehung noch nicht richtig verstehen können, und wenn ein Mensch sich alle möglichen Sachen vorstellt, die ihm passieren, dass das so ist und das wegen dem ist und das wegen dem und das und das, dann ist das einfach Lüge. Er sieht nicht die Höhere Vorsehung, er versteht die Höhere Kraft nicht, er befindet sich noch nicht in dem mit allen seinen Empfindungen, und wenn er sich das in solch einer Form vorstellt, hindert ihn das daran, richtig zu fühlen. Das verwirrt ihn, letztendlich wird er das verlassen, wenn er nicht verrückt wird.
Aber durchaus in einer zielgerichteten Form zu sehen, wie ich mich zu ihnen so verhalte, dass das wirklich Hilfe ihm gegenüber ist. Da soll man keine Angst haben, in einer anderen Gemeinschaft zu sein, in der Arbeit oder an irgendeinem Ort, an dem man mich verwirrt. In der Spiritualität bin ich tausend Kilometer von ihnen entfernt. Wie Rabash sagt – er hat im Bau der Straße Jerusalem-Hebron gearbeitet, das war, du weißt, in jenen Zeiten, da haben alle gearbeitet, nicht so wie heute. Und damals waren da alle möglichen Neueinwanderer, du weißt, Professoren aus Deutschland und aus Italien, er sagt, damals war die Einwanderung groß, dann haben sie alle nach der Arbeit, nach Beendigung der Arbeit sagen wir um fünf, um sechs am Abend, sie haben gearbeitet, wenn es Licht gab. Wenn es kein Licht gibt, dann arbeitet man nicht, du weißt, einfach, nicht nach acht Stunden.
Dann sagt er, danach haben sie ein Lagerfeuer angezündet, sich hingesetzt und bla bla bla bla bis in die Nacht hinein, so den ganzen Abend. Und er ging schlafen, um da um Mitternacht aufzustehen und anzufangen zu lernen bis sechs Uhr morgens, wenn alle aufstehen. Da haben sie geschrien, sie haben ihm gesagt, sogar geschrien haben sie über ihn, wie schätzt du unsere Gemeinschaft so gering? Das ist ein Professor in Philosophie, und das ist irgendein Anwalt aus Frankreich, und das und das, du weißt, es war eine Einwanderung nicht wie heute. Alles war nicht wie heute, ja.
Da sagt er: Ich habe mit euch nichts zu reden, ihr seid ein Kindergarten und es interessiert mich einfach nicht, mit euch zu sitzen. Mit Absicht hat er das so verächtlich gesagt, dann haben sie gedacht, dass er einfach hochmütig ist und nichts in ihm ist, und sie haben aufgehört, sich so zu ihm zu verhalten, dass es in Ordnung ist, er ist ein guter Mensch, er ist gerade derjenige, der in der Früh aufsteht, er hat ihnen Tee aufgewärmt, dass sie etwas zu trinken haben, dass er früh aufsteht, aber damit haben sie ihn losgelassen. Er hat festgelegt, dass ihr in eurer Spiritualität dort bei der Politik seid und ich bei meinem. Ihr seid für mich ein Kindergarten.
Ich sage nicht, in solcher Form. Das muss man so mit Weisheit machen, um keinen Hass zu erwecken. Aber innerlich musst du das wenigstens so festlegen. Und danach wirst du sehen, dass es wirklich niemanden gibt, mit dem man über etwas Ernstes reden kann. Alle sind so in einfache, nichtige Dinge versunken.
Gut.
(Ende des Unterrichts)