Tägliche Lektion12 июня 2026 г.(Morning)

Part 1 Rabash. Bezüglich des Streits zwischen Jakob und Laban. 11 (1985) (10.02.2002)

Rabash. Bezüglich des Streits zwischen Jakob und Laban. 11 (1985) (10.02.2002)

12 июня 2026 г.

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

Rohtranskript ohne abschließende Korrektur. Es können Fehler enthalten sein.

Morgenunterricht 10.02.2002

Buch „Schriften von Rabash", Band 1, S. 94, „Zur Angelegenheit des Streits zwischen Jaakow und Lawan"

Rav: Wir haben einen Artikel aus Band 1 „Stufen der Leiter" gelesen, Seite 254, „Zur Angelegenheit des Streits zwischen Jaakow und Lawan". Nu, vielleicht fragt ihr, das ist besser.

Was einfach so interessant ist: Jener Pharao ist nicht derselbe Pharao, der sein Haus Awraham gab und danach die Juden nicht aus Ägypten freilassen wollte und ihnen dort ein schreckliches Leben bereitete. Die Sache ist: Der Wille zu empfangen, der sieht, dass er von niemandem etwas zu empfangen hat, dass er nichts hat, womit er sich füllen kann, der ist dann sicher an der Kedusha interessiert, um von ihr zu empfangen. Und das ist der Pharao, der seine Tochter zu Sarai schickt.

Und danach, wenn die Kedusha schon in den Willen zu empfangen eintritt, und er voll und heilig und alles ist und das nutzen kann, dann ist es sicher ein großes Problem, das in „um zu geben" zu verwandeln. Und man muss zuerst aus Ägypten herausgehen und außerhalb Ägyptens arbeiten, das heißt außerhalb des Willens zu empfangen, in allen Korrekturen bis zum Ende der Korrektur, bis Pharao allein übrigbleibt und alle übrigen Bchinot korrigiert sind, und dann wird auch Pharao am Ende der Korrektur von selbst korrigiert, nicht durch uns.

Ja.

2:10 Rav: Er schreibt hier: „Und in der Tat versteht der Mensch bei allem, dass es sich zu arbeiten lohnt [...] außer an der Größe und Wichtigkeit des Schöpfers. Das versteht man nicht, dass nur das uns fehlt." Wie arbeitet man an der Größe und Wichtigkeit des Schöpfers?

Rav: Wir haben einen Mangel an allem außer an einer Sache, einen Mangel an der Größe und Wichtigkeit des Schöpfers. Einen Mangel am Schöpfer einfach so, ja, zu empfangen, was ist schlecht daran? Das Problem ist, dass wir weinen, weil wir ihn nicht sehen, ihn nicht fühlen. Wenn wir fühlen würden, wenn wir sehen würden – man sagt, dass er groß ist, man sagt, dass er die Quelle von allem ist.

Wenn wir fühlen und sehen würden, dann könnten wir es sofort nutzen. Du weißt, es gibt jemanden, von dem man fordern und empfangen und genießen kann. Sogar davon, dass er einfach groß ist – ich schaue, dass er groß ist, dem Schöpfer sei Dank, es gibt jemanden, der versteht, der über mir sitzt und alles macht. Dann gibt es das, ich bin schon ruhig und zuversichtlich, dass alles ein gutes Ergebnis haben wird. Was muss es noch geben? Um uns also all diese angenehmen Dinge nicht zu verschaffen, ist er verborgen. Bis wir sie als korrigierende Kraft empfangen wollen, nicht als füllende Kraft.

Also, was fragst du?

Schüler: Ich frage: Wie arbeitet man an der Größe und Wichtigkeit des Schöpfers?

Rav: Also, die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers ist verborgen, weil du außer ihr alles erlangen kannst und du zu allem ein Verlangen hast außer dazu. Und auch zur Größe und Wichtigkeit des Schöpfers hast du ein Verlangen, unter der Bedingung, dass es dir zu deinem Genuss dient. Die Absicht ist, an der Größe und Wichtigkeit des Schöpfers so zu arbeiten, dass es nur die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers ist und nicht als Ursache für Genüsse, für Sicherheit und so weiter, und daran kann der Mensch wirklich nicht arbeiten.

Denn was ist Größe und Wichtigkeit? Ihn so zu schätzen, wie er ist, ohne Bezug zu mir. Wer braucht das? Wer hat überhaupt einen Mangel danach? Ich habe ja keinen. Das heißt, wirklich einen Mangel nach ihm, wirklich außerhalb von mir – das will man eigentlich von mir. Und nicht nur einen Mangel nach ihm, sondern seine Größe und Wichtigkeit, die ich nicht auf mich bezogen fühle, sondern so, wie er ist. Was heißt „so, wie er ist"? „So, wie er ist" – die Absicht ist, dass seine Größe und Wichtigkeit mir nur ein einziges Ergebnis gibt: für ihn zu arbeiten. Es soll wie Brennstoff sein, um zu geben, um es aus mir selbst, aus mir herauszubringen.

Nu, so ein Verlangen – woher soll ich es nehmen? Jetzt sagt man: Mein Lieber, du hast nichts, woher du es nehmen kannst, du kannst es nicht allein, du kannst es nicht selbst, aber das ist es, was du brauchst. Außer dem brauchst du gar nichts. Nu gut, man sagt: Aber was macht man? Kann man etwas machen? Da erklären sie uns, dass man durch das Sgula, Tora, Mizwot, das heißt durch das Lernen mit der richtigen Absicht, in der Gruppe, in der Vorbereitung, indem man alle möglichen Dinge macht, was möglich ist, was einem obliegt und was man machen kann – dass man dann danach empfängt. 5:56

Ja, nach der Methode „Ich habe mich bemüht und gefunden". Du machst, was da ist, und von Oben gibt man dir, was du brauchst, das war's. Das heißt, diesen Mangel selbst zu erlangen sind wir trotzdem nicht fähig. Aber zu wissen, dass wir nicht fähig sind, und trotzdem alle Möglichkeiten und Handlungen zu machen – „Was in deiner Hand und in deiner Kraft liegt zu tun, das tu" –, um dieses Verlangen zu erlangen, das musst du. Und am Ende in den Zustand zu kommen, dass nur das mir fehlt, und nur das ist es, was ich nicht will.

Das ist genau vor dem Auszug aus Ägypten. Wir müssen verstehen: Was ist der Zustand des Auszugs aus Ägypten? Bald nähern wir uns Pessach, ja? Auszug aus Ägypten heißt: All die Kräfte, die es im Menschen gibt – das ist die Situation, die es in Ägypten gibt. Mein Pharao lässt mich auf keinen Fall hinaus. Mein Jude will auch nicht so recht. Wollen die Juden hinaus? In Eile muss man sie sofort hinausbringen, auf Befehl, und so weiter und so weiter. Der Mensch durchläuft eine Menge Schläge, ja, was für Dinge. Mosche schreit dort. Er schreit den Pharao an, schreit zum Schöpfer, und wenn er zum Volk zurückkehrt, sagen sie ihm: Was, um Himmels willen, wohin hast du uns gebracht, in welchen Schlamassel. Uns ging es gut. Ja, das war's.

Da siehst du, was für eine Situation im Menschen ist, mit all seinen Verlangen, mit all den Unterscheidungen, die es in ihm gibt. Das heißt, einerseits brauche ich diese ganze Spiritualität und gar nichts und überhaupt nichts, gib mir diese Welt, fertig, ich komme darin zurecht, das reicht. Andererseits gibt es in mir etwas, das mich da herausbringt und nicht ruht. Ja, Mosche. Nu, und das war's, bis wirklich das Wunder des Auszugs aus Ägypten kommt. Also müssen diese beiden Enden im Menschen voll ausgereift sein, sowohl der Pharao sehr groß als auch Mosche sehr groß. Und wer entscheidet? Von Oben.

Das heißt, das Verlangen, der Mangel an der Größe des Schöpfers, muss sehr groß sein; und andererseits ist es eine Sache, nach der man einerseits vielleicht keinen Bedarf hat, und andererseits eine, die ich trotzdem nicht erlangen kann.

Fortsetzung der Übersetzung:

8:42 Schüler: Zwei Fragen. Wenn ich keinen Mangel an der Größe selbst habe – wenn ich seine Größe ohne Bezug zu mir sehe, dann habe ich keinen Bedarf danach, was bringt mich das dann voran? Und wenn ich doch wie er sein will, weil er groß ist, dann ist das „um zu empfangen"; ich annulliere mich wie eine Kerze vor einer Fackel – wie bringt mich das aus dieser Welt heraus?

Rav: Ich verstehe nicht. Wofür willst du die Größe – ja, ist es das, was du mir jetzt erklären willst? Nu.

Schüler: Ja, wofür, und was habe ich sozusagen mit ihr zu machen, was gibt sie?

Rav: Die Größe des Schöpfers kannst du auf zweierlei… Schau, wie nutzt eine Klipa die Größe des Schöpfers, wie nutzt eine Klipa den Schöpfer? Sie will ihn ja. Ist sie zwischen unserem tierischen Verlangen und dem Verlangen der Klipa? Das Verlangen der Klipa ist das menschliche Verlangen, das ist ein sehr großes Verlangen. Nicht menschlich – es ist das göttliche Verlangen. Wenn es so ein riesiges Ding gibt, ein Gesetz, das die ganze Schöpfung umfasst, den unendlichen Genuss, genau gegenüber dem Pharao, gegenüber meinem Willen zu empfangen, dann will ich ihn, ja. Dieser Genuss ist wirklich für den Willen zu empfangen bestimmt. 10:04

Der Kampf geht nicht um den Genuss. Dass der Schöpfer dem Willen zu empfangen hundert Gramm Brei zuteilt und ihn mit diesem Licht füllt – darüber gibt es keinen Streit, das muss der Wille zu empfangen empfangen, und er wird es am Ende empfangen. Der Streit geht um die ersten Neun. Auch die ersten Neun „um zu empfangen" oder „um zu geben" zu nutzen. Das ist die Sache. Der Streit geht um die Absicht, nicht um den Willen selbst. Um die Absicht. Also hier liegt das Problem.

Die Klipa will die Größe des Schöpfers nutzen, nicht einfach einen Genuss, der losgelöst von ihm zu ihr kommt. Sie sagt nicht: Gib mir, was mir zusteht, meinem Willen zu empfangen, und von dir will ich gar nichts wissen. Die Klipa… In dieser Welt denken und wollen wir so, deshalb befinden wir uns unter dem System der Klipot. Die Spiritualität, das System der Klipot, sie stehen der Kedusha gegenüber. Sie wollen dieselben ersten Neun „um zu empfangen" nutzen, sie wollen die Größe und Wichtigkeit der Spiritualität, des Schöpfers, genießen. Sie wollen ihm nahe sein, aber nahe, um das in „um zu empfangen" zu verwandeln. Darin liegt der Kampf.

Es ergibt sich also, dass Pharao von derselben Größe ist wie Awraham, und er kann von keinem anderen Ort empfangen außer durch Awraham. Was fragst du?

11:54 Schüler: Das ist meine Frage: Wenn ich sozusagen die Größe des Schöpfers habe, stecke ich in einer Klipa fest.

Rav: Wir sind noch weit von einer Klipa entfernt, hätten wir's doch, was soll das, komm schon. Eine Klipa ist eine spirituelle Kraft. Eine Klipa ist das, was die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers fühlt, die Lichter fühlt. Was ist eine Klipa? Eine Klipa ist ein Mensch, der sich schon auf einer Stufe befindet, auf der man ihm Möglichkeiten zeigt, Spiritualität „um zu empfangen" – nicht das Tierische, Ehre und Geld.

Schüler: Wie kommt er dann da heraus?

Rav: Wie er da herauskommt? Durch Arbeit, durch Anstrengung, auf jeder einzelnen Stufe.

Schüler: Das heißt, er bittet um die Größe des Schöpfers, empfängt sie.

Rav: Nein, nein, nein. Was heißt, er bittet um die Größe des Schöpfers und empfängt sie?

Schüler: Dann zeigt man sie ihm.

Rav: Was sich in der linken Linie offenbart – es offenbart sich die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers, nur in einer solchen Form, dass es nur in Gestalt von Genüssen ist. Das war's. Der Mensch muss dieses Empfangen, das in ihm erwacht, in die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers verwandeln – als die Kraft, die ihn korrigiert – und sich danach zuerst an die rechte Seite anhaften, zuerst nur die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers erwerben, und danach zu jenem Pharao gehen, zu jener linken Linie, und aus ihm so viel wie möglich herausholen, um es mit der rechten zu nutzen.

Ja.

13:39 Schüler: Was ist eigentlich in diesen Begriffen Größe und Wichtigkeit – sowohl gegenüber dem Schöpfer als auch gegenüber dem Weg? Was bedeutet das? Größe worin, sozusagen?

Rav: Was sind diese Begriffe Größe und Wichtigkeit, woher stammen sie überhaupt? Wir haben eine Bchina Shoresh, aus der die Bchina Alef kommt. Die Bchina Alef ist der Wille zu empfangen, der durch den Willen zu geben erschaffen wurde. So wurde sie erschaffen: Sie will empfangen und empfängt eine Füllung von der Bchina Shoresh. Also ist die Bchina Alef ein Gefäß und ein Licht. Danach gibt es eine Entwicklung.

Was gibt es da zu entwickeln? Es gibt einen Willen und es gibt ein Licht. Man sagt es so: Das Gefäß fängt an, außer dem Genuss in sich auch den Geber des Genusses zu fühlen. Was ist der Geber des Genusses? Nicht einfach, dass mir jemand gibt, sondern dass es außerhalb von mir irgendeine Eigenschaft gibt, die mir etwas gibt. Außerhalb von mir kann das nur die Eigenschaft des Gebens sein, die mir gibt. Was gibt sie mir? Sie gibt mir Genuss. Ja? Das war's.

Jetzt also: Der Wille zu empfangen, der hier in der Bchina Alef anfängt, etwas zu fühlen, fängt an, eine höhere Bchina zu fühlen, eine größere, eine wichtigere. Ja? Das war's. Und er sieht, dass die Größe und Wichtigkeit einer höheren Bchina ihn in etwas anderes verwandelt, in den Willen zu geben. Gut, danach durchläuft das alle Bchinot, die über die Bchina Dalet gehen, und die Bchina Dalet durchläuft wieder dieselben Dinge; und nach dem Zerbrechen der Gefäße, und Adam HaRishon, und dem Zerbrechen der Seele – da gibt es dann in jeder einzelnen Unterscheidung des Willens zu empfangen ein wenig vom Willen zu geben.

Das heißt, dass Bina in Malchut eingetreten ist und Malchut Möglichkeiten gibt, irgendwie anzufangen, aus dem Willen zu empfangen herauszugehen – dass es im Menschen schon auch Funken des Gebens gibt, die ihn nicht so lassen wie die Bchina Alef der vier Bchinot des Or Yashar, sondern dass es in unserem Willen zu empfangen Funken des Gebens gibt, einen Teil vom Schöpfer; und jetzt haben wir eine Wahl, dass jener Teil des Schöpfers, der in mir ist, dieselbe Arbeit macht, wie er sie dort gezwungenermaßen, der Natur gemäß, gemacht hat, wo er der Bchina Alef gab, zur Bchina Bet zu werden.

Jetzt wähle ich, dass ich anstelle der Bchina Alef die Bchina Bet sein will. Anstelle des Willens zu empfangen den Willen zu geben, dass ich will, dass mein Wille zu empfangen erwacht, um zum Willen zu geben zu werden. Das ist meine Wahl, das ist meine Anstrengung.

Schüler: Also ist der Große eigentlich der, der mich korrigiert, oder der, der mich klärt?

Rav: Also, was brauche ich dafür? Wie jene Bchina Alef, die anfing, den Höheren zu fühlen – was er gibt und wer er ist und so weiter, seine Eigenschaft –, dass das Fühlen des Höheren stärker ist als mein Wille zu empfangen. Die Tatsache von der Bchina Alef, der vier Bchinot des Or Yashar. In dem Moment, als sie anfing, den Schöpfer zu fühlen, verdarb ihr das den ganzen Genuss.

Sogar in der Bchina Dalet, die schon sogar einen eigenen Willen zu empfangen hat, die ein eigenes Verlangen hat zu empfangen, und die mehr empfängt, als direkt vom Licht kommt, weil sie sich danach sehnt – auch dort, in dem Moment, in dem sie den Höheren fühlt, seine Wichtigkeit und Größe, will sie wie er sein, will sich ihm angleichen, will – kurz gesagt, das unterdrückt den Willen zu empfangen. Also, was muss ich machen? Nur mich selbst in denselben Zustand bringen. Das ist die ganze Wahl. Das nennt man, dass wir nichts brauchen außer der Erkenntnis der Größe und Wichtigkeit des Schöpfers. Das war's.

18:19 Schüler: Also ist das eigentlich dasselbe auch gegenüber dem Freund, wenn er groß ist rund um diese Arbeit.

Rav: Wenn ich… Der Freund ist ein Mittel. Wenn ich mir Freunde auswähle und anfange, an mir selbst zu arbeiten, um sie als groß zu sehen, dann fange ich an, von dem beeindruckt zu sein, was ich in ihnen sehe, und durch Neid und… ja? – fange ich an, dasselbe zu wollen. Gegenüber dem Freund gibt es Neid, gegenüber dem Schöpfer gibt es keinen Neid. Der Höhere bringt gegenüber dem Unteren keinen Neid. Der Natur der Dinge nach will der Untere sich angleichen; wenn es ein echter Höherer ist, will er sich dem Höheren angleichen. Er beneidet ihn nicht… wie soll ich sagen? Er beneidet ihn darum, dass es in ihm eine solche Eigenschaft gibt, die er auch will, aber nicht, dass…

Schüler: Er schätzt sie.

Rav: Ja.

Schüler: Will über ihm sein.

Rav: Über ihm sein wollen? Nein, das… gut, hier gibt es…

Schüler: Eigentlich ist ein großer Freund der, der schneller vorankommt als ich.

Rav: Der Freund wird groß genannt – das ist der, den du groß gemacht hast.

Schüler: Aber worin? Darin, dass er schneller vorankommt.

Rav: So groß, wie du ihn gemacht hast, so groß ist er, das war's. Bürde ihm nicht auf, dass er irgendetwas sein muss. Du baust ihn allein in deinen Augen auf. Das kann jemand sein, der gerade erst zum ersten Mal kommt, eine Lektion hört und sich gerade erst auf den Stuhl gesetzt hat. Es spielt überhaupt keine Rolle, wer und was. Das war's.

20:18 Schüler: Gut, das ist meine Arbeit, aber worin besteht sie, sozusagen? Was wollte ich mir sagen – dass er größer ist, sozusagen?

Rav: Wogegen… wogegen? Gegenüber dem Verlangen, das in ihm gegenüber dem Schöpfer ist. Das ist Neid. Dass in ihm gegenüber dem Schöpfer mehr ist als in mir. Und das hängt nicht davon ab, wie lange jemand dabei ist, und von gar nichts.

Ja.

Schüler: Hier gibt es zwei Dinge, also: ein Festhalten für die Klipot und auch ein Saugen für die Klipot. Was ist der Unterschied zwischen ihnen, oder ist es dasselbe? Hier oben sagt er, dass es zwei Bchinot gibt: ein Festhalten für die Klipot und auch ein Saugen für die Klipot.

Rav: Ah, was ist der Unterschied zwischen dem Festhalten für die Klipot und dem Saugen der Klipot? „Festhalten" ist, dass eine Klipa sich an einer Sache festhält und… nu, das sind zwei Arten von Verbindungen. „Saugen" ist wirklich, dass sie herrscht und von der Kedusha saugt. Und „Festhalten" ist nur, dass sie… nu, das ist eine schwächere Verbindung als das Saugen. Das Saugen der Klipot nennt man, dass der Mensch sich unter der Herrschaft der Klipa befindet, dass alles, was er in seiner Arbeit erlangt, „um zu empfangen" ist. Er lernt sozusagen Kabbala und macht alles, was möglich ist, aber am Ende wird das zu „um zu empfangen". Das ist das Saugen der Klipot. Das Festhalten der Klipot ist in nicht so großer Form.

Schüler: Hier gibt es die Geschichte von Lawan und Jaakow – das ist sozusagen, dass Jaakow Lohn empfangen hat. Sagen wir heute, ein Vermögender bezahlt Schüler dafür, dass sie Tora lernen. Empfangen sie dafür Lohn, oder empfangen sie davon…?

Rav: Davon verstehe ich nichts. Von Lohn verstehe ich nichts.

Ja.

Schüler: Und diese ganze Sache hier – ich verstehe, dass das hier Klipot sind, wir sind noch nicht in den Klipot, aber im Allgemeinen: Dieser Streit mit dem Willen zu empfangen sieht aus wie eine Art Selbstbetrug, als ob ich doch lo liShma arbeite, ich arbeite nicht lo liShma, alles ist doch vom Willen zu empfangen, alles ist nicht vom Willen zu empfangen. Das… ich weiß nicht einmal, wie ich es erklären soll.

Rav: Wir alle befinden uns in einer Lüge. Beruhige dich. Aber aus dieser Lüge heraus können wir, sagen wir es so, viele Unterscheidungen aufbauen. Und diese Unterscheidungen werden danach, wenn wir von Oben Licht empfangen, zu echten Unterscheidungen werden. Aber ich muss etwas wissen, ich muss wissen, dass das Auto heißt, dass das Puppe heißt, und das heißt kleiner Elefant, und das heißt noch etwas, und so baut man ein Haus. Ich muss das wissen wie ein Kind, und danach, wenn ich wachse, wachsen diese Dinge, wachsen zusammen mit mir. Verstehst du? Aber diese Begriffe gibt es schon, und so wachsen sie, verstehst du. Das war's. Also, obwohl wir uns alle in der Zeit der Vorbereitung in Puppen und in der Lüge befinden, werden wir die Unterscheidungen, die man hier empfängt, danach brauchen, und ohne dass wir sie wirklich in uns festigen, jede einzelne Unterscheidung, werden wir nicht in die Spiritualität eintreten können.

Ja.

24:05 Schüler: Warum gibt es so einen Unterschied zwischen dem Neid gegenüber einem Großen, den es in der Spiritualität gibt, wo ich mich ihm angleichen will, und dem Neid, den es in unserer Welt gibt, wo ich will, dass der Große auf meine Stufe herabsteigt, dass er wie ich wird, weniger als… nicht, dass ich mich ihm angleichen will, sondern dass er wie ich wird.

Rav: Wenn er groß ist, kann es nicht sein, dass du über ihn denkst, dass er wie du wird. Dann ist er nicht groß. Er hat etwas, das es gibt und das es in dir nicht gibt. Das war's. Aber auch um dieses Etwas beneidest du ihn nicht. Du… das ist einfach, das ist ein leerer Neid. Du willst dadurch nichts erwerben, dir geht es nur schlecht damit, dass er es hat. Über diesen Neid sprechen wir nicht, denn es ist ein Neid, der vor dem Ziel kommt. Bei uns muss zuerst ein Ziel da sein, und nach dem Ziel entwickelt man Neid. Und dann kommt der Neid und bringt Nutzen.

Wenn er groß ist und ich ihn einfach nur so anschaue, dass er groß ist, dann werde ich ihn töten wollen, weil er mir einfach das Leben verdirbt, mir das Leben vergällt. Aber wenn es einen Schöpfer gibt und ein Ziel gibt und er groß ist, und ich weiß, dass er mir dadurch, dass er groß ist, helfen kann, zum Schöpfer zu kommen, dann im Gegenteil – soll er noch größer sein und mir auch noch nahe sein. Ich brauche ihn schon. Ich fange an, an seiner Größe interessiert zu sein. Wenn man also kein Ziel an die Spitze stellt, dann wird sicher alles wieder nur zu einer Ursache für Kriege, für Morde.

Ja.

26:08 Schüler: Wir haben gesagt, dass die Bchina Alef eigentlich den Geber gefühlt hat. Deshalb wollte sie seine Eigenschaft empfangen, das Geben. Wie fühlt sie dann in der Bchina Gimel zwei…? Wir wissen, dass die Bchina Dalet sich mehr dem Geben angleichen will. Warum wollte sie sich schon in der Bchina Gimel nicht mehr dem Geben angleichen, wie die Bchina Alef?

Rav: Die Bchina Gimel ist aus der Bchina Bet geboren, aus dem Geben. Denn die Bchina Bet hat entschieden und gesehen, dass Geben ohne Empfangen nicht bestehen kann. Deshalb hat sie ein wenig Empfangen in die Bchina Gimel gezogen. Das Empfangen in der Bchina Gimel ist eigentlich kein Empfangen, weil die Bchina Bet, Bina, entscheidet, dass das ihre Handlung sein wird. Das heißt, wer ist Zeir Anpin? Zeir Anpin ist eine Handlung von Bina. Das, was Bina dem Schöpfer geben will daraus, dass sie – dass sie einen reinen Willen zu geben hat, den der Schöpfer aus dem Willen zu empfangen erschaffen hat –, diese Handlung selbst ist die Bchina Gimel.

Das heißt, wir haben einen Willen zu empfangen, den man in direkter Form in der Bchina Alef nutzt, und wir haben einen Willen zu empfangen, den man in Form des Gebens in der Bchina Gimel nutzt. Des Gebens. Nicht des Empfangens. Nur des Gebens. Und davon, vom Willen zu empfangen, gibt es unterm Strich gar nichts. Deshalb sagt jener Wille zu empfangen, der in der Bchina Gimel erwacht: „Aber ich will leben", und zieht die Dalet herbei. Denn was heißt das, dass es in der Bchina Gimel Or Chochma gibt? Chassadim im Leuchten von Chochma? Gibt es dort Or Chochma wie in der Bchina Alef oder nicht?

Dadurch, dass die Bchina Gimel aus der Bchina Bet geboren ist, ist dieses Licht sehr schwach – obwohl es dort denselben Willen gibt wie in der Bchina Alef und dasselbe Licht wie in der Bchina Alef –, weil es aus der Bchina Bet hervorgeht. Es ist nicht… das heißt, was passiert hier? Die Bchina Bet sagt so: „Ich sehe, dass ich geben will und dass… Aber meine Handlung im Willen zu geben – sie bewirkt nichts gegenüber dem Schöpfer, denn womit? Ein bloßer Wille zu geben ist leer. Wann kann ich geben? Wenn ich empfange. Also ziehe ich – so wie es in der Bchina Alef einen Willen zu empfangen gibt, der das Licht empfängt – also ziehe ich wieder die Bchina Alef in mich hinein und ziehe das Licht herbei." 29:28

Aber wenn sie das Licht wie in der Bchina Alef herbeizieht, ergibt sich für sie eine fast leere Handlung, weil bei der Bchina Alef das Gefäß kein Wille zu empfangen aus sich selbst ist. Das Licht in ihr ist demgemäß auch so, dass der Wille zu empfangen schwach und nicht aus sich selbst ist. Also haben wir Or Chassadim im Leuchten von Chochma in der Bchina Gimel. Das nennt man nicht, dass sie empfängt, die Bchina Gimel, eigentlich für sich selbst. Aber wenn jetzt die Bchina Gimel, die sich schon selbst fühlt – die Bchina Gimel fühlt an ihrem Ende sich selbst –, sie fühlt den Willen zu empfangen, der in der Bchina Alef ist, und den Willen zu geben wie in der Bchina Bet, will sie jetzt auch anstelle des Willens zu geben die Empfangende sein.

Also ist die Größe des Willens zu empfangen in der Bchina Dalet gemäß der Größe des Willens zu geben in der Bchina Bet. Und so ergibt sich, dass wirklich das Verlangen nach dem Schöpfer, von ihm zu empfangen, das es in der Bchina Dalet gibt, genau dem Geben entspricht, das der Schöpfer kann, dem Willen zu geben des Schöpfers gegenüber dem Gefäß. Das heißt, dass mein Wille, der… in den Gefäßen des Empfangens, das ist ein bestimmter Wille, den der Schöpfer erschaffen hat und den er füllt. Aber sein Verhältnis zu den Gefäßen des Empfangens – wie er sich als Hausherr in der Bchina Alef zeigt, um die Bchina Bet aufzubauen –, das wird genau dasselbe Verhältnis sein, das der Wille zu empfangen in der Bchina Dalet haben wird. Und danach genau dasselbe Verhältnis, dass ich einen Willen zu geben ihm gegenüber haben werde. Davon fange ich schon an, Kraft zu empfangen, genau in der Stärke, dass ich wie er sein kann.

So wie er mir geben will und sich dadurch offenbart, so empfange ich von ihm Kraft und kann wirklich wie er sein. Das heißt, die Bchina Bet baut jetzt ein zusätzliches Verlangen in der Bchina Dalet in ihrer Größe auf, aber danach verwandle ich es durch einen Massach in „um zu geben". Ich bleibe mit der Bchina Alef im Inneren, wie ein Netto-Gefäß. Das Gefäß ändert sich nicht. Der ganze übrige Wille kommt durch den Massach zur Größe des Schöpfers, zu dem, was wir die ersten Neun nennen. Vier Bchinot, außer ihnen gibt es nichts; wenn man sie gut lernt, kann man sie nicht zu Ende bringen, aber alles ist dort vorhanden.

Ja.

32:15 Schüler: Um in den Zustand vor dem Auszug aus Ägypten zu kommen, wie Sie gesagt haben, muss ich in mir selbst sowohl den Pharao als auch den Mosche pflegen, sozusagen parallel? Sozusagen, kann ich nicht wollen, die ganze Welt und all ihre Genüsse für mich selbst zu verschlingen, und gleichzeitig auch wollen – eigentlich gleichzeitig – wollen, all die Genüsse zu verschlingen, um dem Schöpfer Freude zu bereiten? Wie mache ich…? Sozusagen das…

Rav: Genau zwei Dinge im Widerspruch zueinander müssen wir erlangen. Den großen Willen, so viel wie möglich von dem, was in mir ist, zu empfangen, einerseits. Und andererseits, dass ich den Schöpfer brauche, und anders kann ich mit diesem Willen zu empfangen nichts machen. Mit ihm fertigzuwerden bin ich nicht fähig. Diese beiden Gefühle widersprechen sich und sie sind sehr unangenehm. Eine enorme Spannung bringt das dem Menschen. So ist das beim Auszug aus Ägypten. Er sagt dazu auf Seite 70 in den Briefen. Er sagt, dass es das Maß der Verhärtung geben muss, das Maß des maximalen Verlangens. „Bis es mich nicht schlafen lässt". Einerseits, andererseits… aber „bis es mich nicht schlafen lässt" schließt schon zwei Dinge ein. Ich will sehr und ich bin nicht fähig, dazu zu kommen, zu dem, was ich will. Das stellt er sich vor wie ein Mensch, wie ein junger Mann, der sich nach irgendeinem Mädchen sehnt. Dass einerseits eine verrückte Liebe ist, andererseits er überhaupt nicht kann; nur im Traum kannst du daran denken, dass das möglich ist.

34:23 Schüler: Aber wenn wir hier einen Zustand setzen, in dem einer von ihnen größer ist als der andere, dann werde ich wahrscheinlich den anderen annullieren. Das heißt, wenn ich…

Rav: Du wirst nicht den einen durch den anderen annullieren. Der eine hält den anderen.

Schüler: Wenn ich jetzt, wenn ich jetzt sage…

Rav: Du fragst, warum unser Körper das schlechte Gefühl nicht loswerden will? Weil er in diesem schlechten Gefühl Genuss findet.

Schüler: Aber wenn beispielsweise mein Verlangen, das heißt der Wille zu geben, sozusagen empfangen „um zu geben", wenn mein Verlangen sozusagen nach dem Schöpfer größer ist als mein Wille zu empfangen, die ganze Welt zu verschlingen, dann werde ich mir sagen: Mein Wille, die ganze Welt zu verschlingen, ist eine schlechte Sache. Ich ziehe es sozusagen vor, dass er nicht existiert, und ich werde vielleicht versuchen, ihn herabzusetzen. Andererseits, wenn mein Wille, die ganze Welt für mich selbst zu verschlingen, größer ist als mein Verlangen, das Verlangen, werde ich sagen: Wozu brauche ich das überhaupt, es ist schon besser, dass ich bewirke, dass… Also muss es sozusagen gleich auf gleich sein.

Rav: Das ist genau es – diese beiden Willen sind wirklich gleich, und der eine stützt den anderen. Was soll man machen? Das… er beschreibt das an mehreren Stellen, in sehr solch klaren Bildern, verständlich für jeden.

35:37 Schüler: Vielleicht in Fortsetzung dessen, was er gefragt hat: Wie unterdrücke ich eigentlich diesen Willen nicht, dieses „um zu empfangen", weil ich nicht will…

Rav: Wie du den Willen zu empfangen, vom Schöpfer zu genießen, nicht unterdrückst? Sicher ist es nicht so, dass du ihn unterdrückst oder nicht unterdrückst – der Schöpfer unterdrückt ihn dir, und du musst die ganze Zeit an ihm arbeiten, daran arbeiten. Klar. Das ist es, was wir sagen, dass wir in der Gruppe die ganze Zeit über die Größe der Göttlichkeit hören müssen, uns voneinander beeindrucken zu lassen. Warum? Er wird vermutlich nicht immer offenbarer werden. Das wird gelernt, das ist ein System, das ist ein bisschen… wir sehen es unterwegs, kurz gesagt. Noch etwas, und das war's.

36:35 Schüler: Woran kann ich erkennen, dass sich die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers bei mir entwickelt? Vor dem Machsom fühle ich den Schöpfer ja nicht, es kann sein, dass das einfach irgendeine Einbildung ist, es kann sein, dass ich einfach dasitze…

Rav: Vor dem Machsom ist alles Einbildung.

Schüler: Wie weiß ich dann, dass sich die Größe und Wichtigkeit des Schöpfers in die richtige Richtung entwickelt?

Rav: Wie kann ich wissen, ob ich mich in die richtige Richtung entwickle? Du kannst es nicht wissen.

Schüler: Was kann ich denn wissen?

Rav: Du kannst gar nichts wissen. Welche Möglichkeit hast du trotzdem? Eine: zu ihm zu schreien. Aber das spreche ich jetzt sehr kurz mit euch. Normalerweise findet der Mensch für sich allerlei Tricks. Aber wirklich, wenn wir unsere Lage gut untersuchen – wir haben niemanden, auf den wir uns stützen können, wie… uns stützen, ja?

Schüler: Wir haben niemanden, auf den wir uns stützen können.

Rav: Sondern nur auf unseren Vater im Himmel. Das ist wirklich so. Welche wahre Sache hast du, derer du dir sicher sein kannst? Weder Lichter noch Gefäße, sicher keinen Massach zwischen ihnen, keine Prüfung, weder eine verständige Prüfung noch eine tatsächliche Prüfung durch den Massach – es gibt gar nichts. Also was, wer bist du, was bist du, worin sicher? In gar nichts. Dieser Punkt, der in dir „Mensch" genannt wird, befindet sich völlig und ganz in der Luft; wohin der Wind kommt, so wird es dich wegwehen, und das war's; du willst von etwas abhängen, bitte. Wenn der Mensch so fühlen würde, wäre das gut. Wir fühlen das nicht.

Nu, noch drei Minuten. Nu, gut.

39:05 Schüler: Bezüglich der vier Bchinot, wenn man sie berührt…

Rav: Ich bitte alle, wenn jemand fragt… Zuerst: Wer fragt, soll so fragen… Ich schreie sogar mit Mikrofon, und ihr schreit nicht, das war's. Und die anderen sollten zuhören und sich beteiligen; dadurch schließen wir uns ineinander ein und empfangen Kräfte und Unterscheidungen voneinander; also lohnt es sich wirklich, zusammen an irgendeinem M… zu arbeiten – wenn er einen Mangel hat und fragt, warum sollte ich diesen Mangel und diese Unterscheidungen nicht erwerben?

Ja.

Schüler: Also bezüglich der vier Bchinot: Wenn in der Bchina Gimel das Geschöpf eigentlich keinen selbstständigen Willen hervorgebracht hätte, nicht selbstständig entschieden hätte, dann wäre die Veränderung eigentlich dort geblieben, in der Bchina Gimel. Bis zur Bchina Gimel sind das direkte Hervorgänge aus dem Schöpfer, das heißt, das ist eine selbstständige Tätigkeit. Das heißt, wenn die Bchina, wenn er nicht entschieden hätte…

Rav: Nur die Bchina Gimel entscheidet an ihrem Ende aus zwei Unterscheidungen, die in ihr sind – sie hat auch etwas von der Bchina Alef und sie hat auch etwas von der Bchina Bet, ja, die Bchina Gimel schließt beide ein –, und dann entscheidet sie, was eigentlich das Wichtige ist, wozu es sich für mich zu gehen lohnt. Und dann entscheidet sie: Ich werde die Offenbarung der Göttlichkeit empfangen, das Licht des Schöpfers, in jenem Mangel, den ich entwickelt habe, den ich zusätzlich in der Bchina Bet empfangen habe. Was ist die Bchina Dalet? Sowohl die Bchina Alef als auch die Bchina Bet arbeiten für den Willen zu empfangen, darin ist die Bchina Dalet größer als die Bchina Alef. Um wie viel? Um die Bchina Bet ist sie größer.

Also was ist die Bchina Gimel? Die Bchina Gimel ist nur eine Entscheidung, nur ein Gefühl, deshalb ist sie dicker. Du kannst fragen: Awiut hast du in der Bchina Alef, Awiut hast du in der Bchina Bet, das sind zwei Gefäße, der Zustand Gimel entscheidet einfach, befindet sich irgendwie in einer Situation, in der er entscheidet. Was ist das, warum muss die Awiut größer sein? Dadurch, dass er entscheidet, fühlt er sich wirklich so, dicker.

41:29 Schüler: Ich finde einen Widerspruch zwischen der Arbeit in der Gruppe und dem Gefühl, dass ich niemanden habe, auf den ich mich stützen kann, außer auf unseren Vater im Himmel, weil man in der Gruppe die ganze Zeit das Gefühl hat, dass man sich auf die Freunde stützen kann, und je mehr…

Rav: Die Arbeit in der Gruppe soll anstelle von Sicherheit einen Mangel bringen. Anstelle von Traurigkeit soll sie Freude bringen. Nicht deshalb, weil ich nicht allein bin, es gibt noch andere solche Bekloppten. Verstehst du? Alles kann man von einem ins andere verwandeln. Es ist mir nicht erlaubt zu sein: „Ich bin mir der Leute sicher, wenn es mir schlecht geht, helfen sie mir, dem Schöpfer sei Dank, ich habe jetzt fünfzehn Mann. Sollen es fünfzehntausend Mann sein, dann ist es noch besser, dann ist es mir überhaupt egal, ob ich arbeite oder nicht arbeite, was sein wird, was nicht."

Man kann so solche Kräfte aus… das heißt, solche Unterscheidungen aus dem Zustand in der Gruppe herausziehen, und man kann es anders, daraus Wichtigkeit und Verpflichtung entwickeln, und gerade umgekehrt, an alle zu denken und für alle zu sorgen, und auch das ist menschlich, und das ist eigentlich… nicht das ist das Ziel; dass ich aus der Gruppe Mängel gegenüber der Göttlichkeit empfangen muss. Welche Sicherheit können mir fünfzehn Mann geben? Sie können nur darin Sicherheit geben, dass, wenn wir uns gemeinsam an ihn wenden, wir sicherer sein können, dass wir eine Antwort empfangen.

Schüler: Das ist aber theoretisch. In der Praxis…

Rav: Nicht theoretisch, das ist einfach: ob der Schöpfer an unserer Spitze steht, an der Spitze der Gruppe, oder nicht. Wenn er nicht da ist, dann ist das wirklich eine Gruppe, schön, gut, wir gehen alle zusammen so, ja, eine Aktionsgruppe. Nu, und was? Daraus wird nichts. Aber auch eine zerbrochene Gruppe kann nichts machen. Du musst all diese Kräfte auf das Ziel hin nutzen, dass der Schöpfer an der Spitze steht und nicht die Gruppe, und nicht der Rav, und nicht die Bücher, und gar nichts, der Schöpfer. Und dann wirst du sehen, wie sehr sich sowohl Neid als auch Hass als auch Liebe als auch gegenseitige Hilfe als auch Sicherheit als auch Mängel von ihnen ordnen und in richtiger Form dienen werden; alles wird sich wirklich im richtigen Zustand zusammenfügen, auch in richtiger Verbindung untereinander, das war's. Und wenn nicht auf den Schöpfer hin, dann wird es wirklich in einer sehr scharfen, so gerichteten Form sein, ja, sehr genau, dann wirst du hier immer allerlei solche Dinge finden, dass das wirklich – das ist schon nicht mehr dieselbe Gruppe, von der man spricht.

44:32 Schüler: Darf ich fragen?

Rav: Ja.

Schüler: Ist das Fühlen der Größe und Wichtigkeit des Schöpfers ein erweckendes Gefühl? Das heißt, dass die Größe des Schöpfers eigentlich nicht einfach irgendetwas ist.

Rav: Ich weiß nicht, was der Schöpfer ist und was die Größe des Schöpfers ist, und niemand in der Gruppe weiß es, wir klären es nach und nach. Jetzt willst du alles wissen, alles fühlen, wirklich wirklich sein? Das geht nicht, man offenbart dir genau das, was du ertragen kannst. Das war's. Wenn man dir jetzt offenbaren würde, wer der Schöpfer ist, gibt es nichts Schlimmeres. Gegenüber deinen Eigenschaften ist das genau das Gegenteil. Also offenbart man dir, verbirgt, und einen Tropfen irgendeinen offenbart man hier, und du verwandelst in deiner Lüge diesen Tropfen zu deinem Genuss und kannst das ertragen – gut, der Schöpfer existiert. Mir wird es davon gut gehen, ein bisschen kommende Welt, ich muss in dieser Welt arbeiten, aber auch davon kann es allerlei gute Dinge geben.

Das heißt, du kannst irgendwie seine Existenz ertragen, dass er da ist, schön. Es gibt solche Menschen, die sagen: „Es gibt ihn nicht", warum nicht? Sie sind nicht fähig, psychologisch nicht fähig, ihn zu schlucken. Er vergällt das Leben, also gibt es ihn nicht, ganz einfach, ich sage „Es gibt ihn nicht", und es gibt ihn nicht. 46:02

Das heißt, uns öffnet man das immer mehr und mehr, soweit wir wirklich fähig sind, seinen Unterscheidungen zuzustimmen, was „um zu geben" ist. Das ist eine sehr langsame Entwicklung, es ist für uns sehr schwer, dem zuzustimmen. Schau auch, ihr seht, wie das in der Gruppe geschieht, dass ihr jede Sache, die es in der Gruppe gibt, sofort in „um zu empfangen" verwandelt – Sicherheit, Freude, allerlei Dinge. Gar nichts kann man sofort auf den Schöpfer ausrichten. Das ist eine große Arbeit, gewaltige Anstrengungen braucht es dafür, ja? Also macht man es vom Himmel so, man lügt, man macht eine Verbergung, und dann ist die Gruppe gut, schön, so, nach und nach wird es sich klären.

Aber ich sage noch einmal: Die richtige Entwicklung und diese ganze Klärung werden nur dadurch kommen, dass ihr sowohl vor jeder Handlung und jedem Gedanken als auch danach als auch in diesem Moment mit dem Schöpfer verbunden seid. Auf Seite 64 in den Briefen sagt er, ja? „Israel, die Wege der Tora und der Heilige, gelobt sei Er, sind eins" – du musst, um auf das Ziel auszurichten, musst du schon jetzt, bevor du irgendeinen Schritt machst, dich genau darauf ausrichten. Wie richtest du dich aus? Dass ich und meine Handlung und alle Mittel und alle Bedingungen und der Schöpfer, alle zusammen da sind. Und nicht, dass das eine zu einer Zeit ist und das andere zu einer anderen Zeit, und das eine in einem Gedanken und das andere in einem anderen Gedanken. Im selben Gedanken, im selben Willen und zur selben Zeit. Das sagt er schon auf Seite 70 in den Briefen. Verstehst du?

Also irrt euch nicht, am Ende sind es sehr einfache Dinge, aber sie zu bewahren ist schwer, schwer umzusetzen; das Prinzip ist einfach, das Umsetzen ist schwer. Was soll man machen?

Ja.

48:33 Schüler: Sie haben gesagt, dass der Mensch sucht, in den Leiden keine Genüsse findet – was lässt ihn dann vorankommen, diese Größe des Schöpfers zu sehen? Auch hier ist das schon ein bisschen mehr als meine Gefäße, in den Leiden das… zu suchen – was lässt mich davon zur Größe hinausgehen?

Rav: Ahh, wer, was bringt mich trotzdem jedes einzelne Mal voran?

Schüler: Ja. Auch dass ich hier die Begeisterung empfange.

Rav: Ich befinde mich in einer Lüge, und jedes Mal, wenn ich vorankomme, weißt du, unter uns, komme ich zu einer noch größeren Lüge voran, und zu einer noch größeren, und noch größeren. Aber zusammen damit, dass ich diese Handlungen mache, kommt ein Licht von Oben zu mir, das weiß ich nicht, so sagt man. Und dieses Licht macht in mir, lässt in mir noch irgendeine Unterscheidung wachsen, die meinem Willen entgegengesetzt ist. Also wachsen sie zusammen, ich lasse meinen Willen zu empfangen wachsen, immer mehr und mehr, zur Spiritualität, „bis es mich nicht schlafen lässt", ich will, und will immer mehr und mehr, aber was? Ich will für mich selbst, selbst zu genießen, ja?

Dadurch, dass ich mich damit beschäftige, kommt ein Licht von Oben, aber dass ich mich damit mit Absicht beschäftige, dass ich trotzdem zum Ziel will, etwas darin zu erkennen, auch mir selbst zu erkennen, sicher, alles für mich selbst, egal, aber ich will da hineinkommen, ja? Also kommt von Oben ein Licht und macht wie üblich, so wie ein Licht immer gegen mich da ist – was soll ich machen? Also lässt es in mir noch irgendeine Art zweiter Unterscheidung wachsen, außer meinem Willen zu empfangen noch etwas, sodass dieses Etwas mir entgegengesetzt ist, und ich werde dann von Stufe zu Stufe mehr mit zwei Kräften, die einander immer mehr und mehr entgegengesetzt sind.

Also ergibt sich so, dass ich den einen Teil wachsen lasse und der Schöpfer in mir den zweiten Teil wachsen lässt, bis sie vollständig wachsen, und dann überquere ich das Schilfmeer, das war's. Aber sicher kann ich es nicht selbst – den Punkt im Herzen kann ich nicht aufblähen, ihn wachsen lassen, sondern er wächst schon durch das Licht, das zum Guten zurückführt. Das ist das Richtige. Seine Frage ist richtig: Wenn wir so mit unseren Kräften vorankommen, was dann, wie kann es sein, dass wir jemals zu etwas kommen? Wir kommen dadurch an, dass währenddessen auch das Licht auf uns wirkt. Das nennt man „Ich habe mich bemüht und gefunden", plötzlich finde ich, dass es in mir so etwas gibt, das…

Nu, Leute, das war's. Erster Teil, ja? 51:41

(Ende der Lektion)