Tägliche Lektion10 de feb. de 2003

Rabash. Art. 5 (1988). What Is, “When Israel Are in Exile, the Shechina Is With Them,” in the Work?

Rabash. Art. 5 (1988). What Is, “When Israel Are in Exile, the Shechina Is With Them,” in the Work?

10 de feb. de 2003

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Morgenunterricht 10.02.2003

Buch „Schriften des RABASH", Band 1, „Was bedeutet in der Arbeit: ‚Israel, die ins Exil gingen – die Shechina ist mit ihnen'"

Rav: „Israel, die ins Exil gingen – die Shechina ist mit ihnen", ja? Aus Band 5, „Stufen der Leiter", Seite 163.

Die Shechina wird die Offenbarung des Schöpfers gegenüber dem Geschöpf genannt. Es gibt den Schöpfer und es gibt das Geschöpf, und die Shechina ist die Anwesenheit des Schöpfers innerhalb des Geschöpfes. Diese Anwesenheit des Schöpfers innerhalb des Geschöpfes ist verborgen. Für die Ursache der Verbergung kann es zwei Gründe geben, weil es zwei Teile in der Schöpfung gibt: den Schöpfer und das Geschöpf. Entweder verbirgt der Schöpfer sich selbst – das heißt, er vertreibt die Shechina aus dem Geschöpf, das heißt, er zeigt sich dem Geschöpf nicht, er verbirgt sich. Oder das Geschöpf tut dies, mit oder ohne seinen Willen.

Wozu geschieht das? Es geschieht, weil das Licht das Höhere und das Herrschende ist, und das Kli sich mit dem Licht füllen und genießen und es als Füllung empfinden will, sodass dann das Kli vom Licht abhängig ist. Damit das Kli nicht vom Licht abhängig sei und sich gemäß seinem freien Willen gleichwertig zum Licht fülle und damit hier keine Unterwerfung sei, muss man die Größe des Lichtes entfernen, die Anwesenheit des Schöpfers entfernen und dem Kli die Möglichkeit zur freien Wahl geben. Um dem Kli die Möglichkeit zur freien Wahl zu geben, muss man dem Kli Mittel der Wahl geben.

Mittel zur Wahl bedeutet, dass das Kli die Fähigkeit hat, zwischen zwei Dingen zu unterscheiden, und nach welchem Kriterium. Der Schöpfer senkt die Shechina in das Kli herab bis zum Staub, es gibt das Zerbrechen der Kelim, in die Kelim treten Funken des Schöpfers ein, des Gebens; die Shechina entfernt sich und zeigt sich als beschädigt, als zerbrochen. Der Schöpfer zeigt dem Kli, dass Er sich in einem Mangel befindet, dass Er das Kli braucht, die Beziehung des Geschöpfes zu Ihm. All diese gegenseitigen Beziehungen zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf müssen letztendlich einen Zustand bewirken, in dem das Geschöpf wirklich mit allen Bedingungen ausgestattet ist, unter denen der Grundsatz der freien Wahl erfüllt ist.

Wenn es dann zum selben Zustand von Ejn Sof zurückkehrt, stellt es mit seinen eigenen Kräften den Zustand wie in Ejn Sof wieder her. Von Seiten des Schöpfers wurde nichts außer dem Zustand von Ejn Sof erschaffen. Die 4 Phasen des Or Yashar, Malchut, die die 4 Phasen einschließt, füllt sich mit dem Licht – von Seiten des Schöpfers ist damit die Schöpfung abgeschlossen. Alles Weitere kommt bereits als Folge davon, wie Malchut sich selbst im Zustand von Ejn Sof empfinden will. Die Reaktion der Malchut. Man könnte sagen, es sind die inneren Geschehnisse der Malchut im Verhältnis zur unendlichen Füllung, die sich in ihr befindet – das ist der gesamte Prozess von oben nach unten und von unten nach oben.

Dass sich nichts ändert außer nur gegenüber der Malchut selbst, die aufhört, in diesem unendlichen Licht eine Füllung zu sehen, sondern in ihm Dunkelheit sieht. Danach beginnt sie, langsam ihr Verhältnis zu ihm in allerlei äußeren Formen aufzubauen, dass ihre Malchut sich in die 9 ersten Sefirot einschließt – wir nennen das Welten. Und danach die 9 ersten Sefirot, die sich in Malchut einschließen – in Seelen. All dies geschieht in Ejn Sof, nichts ändert sich, außer der Empfindung der Malchut, ihres Verhältnisses zu dieser unendlichen Füllung.

Und bis Malchut wirklich bereit ist, diesen ursprünglichen Zustand wiederherzustellen – dass sie bereit ist, wieder das Licht zu empfinden, das sie in der Eigenschaft von Ejn Sof füllt –, und darin stellt sie es wieder her, sie zieht es an, sie ist bereit dazu, dass es sie füllt, weil gerade darin ihr Geben zum Ausdruck kommt, dadurch, dass sie sich jetzt mit dem Licht füllt. Das gibt sie dem Schöpfer. Was sich innerhalb der Malchut offenbart, ist ihr Geben an den Schöpfer. Warum? Weil sie nicht in sich selbst empfängt, in den Mangel an Licht hinein.

Sie empfängt das Licht jetzt in einen inneren Mangel, den sie innerhalb ihres Mangels an Licht im Or Choser aufgebaut hat, in der Absicht um zu geben. Die Absicht um zu geben ist ein neues Kli, das eigentlich das Geben an den Schöpfer ist. Das heißt, damit füllt sie den Schöpfer. Deshalb: Was sich innerhalb des Willens zu empfangen offenbart – dass er sich mit Or Choser füllt, mit Or Chassadim, dass sich dort Or Chochma offenbart –, dieses Or Chochma, das sich als inneres Licht im Gewand des Or Choser innerhalb des Kli selbst offenbart, innerhalb des Parzuf, wird „Geben an den Schöpfer" genannt. Mehr gibt es nicht. Und das wird „Offenbarung" oder „Enthüllung der Shechina" genannt. Das wird „die Shechina aus dem Exil zurückbringen" genannt und so weiter.

Das heißt, sicherlich befindet sich das Licht die ganze Zeit innerhalb des Kli, und „Ich, HaWaYaH, habe Mich nicht verändert" und „weilt auch inmitten ihrer Unreinheit" – auch all diese Offenbarung. Alle Stufen, die Malchut durchläuft, durchläuft sie nur, um ein richtiges Verhältnis zur Füllung aufzubauen – das bedeutet, sie selbst offenbart den Schöpfer in sich, und dann ist die Offenbarung des Schöpfers in ihr genau das, was sie Ihm gibt, und dadurch werden sie einander gleich. Innerhalb der Malchut selbst. Dann entsteht die Verbindung, der Siwug, der Bund zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf. Und das Licht, das sich innerhalb des Kli befindet, es tritt eigentlich nicht aus dem Kli heraus.

Das Kli will es nicht empfinden, also hält es den Zimzum mit Kraft aufrecht, das Licht in sich nicht zu empfinden. Danach vollzieht es allerlei Handlungen gegen diese Empfindung, zugunsten dieser Empfindung. Was ich sagen will: Die Anwesenheit des Lichtes innerhalb des Kli – am Kli liegt es, ob es als Shechina empfunden wird, die ins Exil ging, oder als „Shechina im Staub", oder ob sie aus dem Exil zurückkehrt und wirklich zur Anwesenheit des Schöpfers innerhalb des Geschöpfes gelangt, zur Einkleidung des Schöpfers im Geschöpf. Und im „Talmud Eser HaSefirot" lernen wir diesen Prozess als den Prozess des Zimzum Bet. Malchut steigt zu Bina auf, Bina steigt zu Malchut herab, die Vermischung zwischen Bina und Malchut.

Das ist der ganze Prozess, dass die Shechina sich gegenüber Malchut im Mangel zeigt, dass es ihr eng ist. Das heißt, der Schöpfer offenbart Seine Kelim des Empfangens, dass Er ein Verhältnis vom Unteren empfangen möchte, und immer geschieht das in Form eines Spiegels. In dem Maße, wie der Untere fähig ist, sich an den Schöpfer zu wenden und Ihm zu geben, zeigt ihm der Schöpfer, wie sehr Er daran interessiert ist und von ihm empfangen möchte. Und indem das Geschöpf den Schmerz der Shechina empfindet, lernt es davon die Handlung des Gebens, denn der Schöpfer offenbart nicht, was Ihm fehlt – das heißt, dass Er will, dass das Geschöpf Ihn füllt.

Er offenbart den Schmerz der Shechina darin, dass Er dem Unteren zeigt, wie sehr Er ihm, dem Unteren, geben möchte und nicht kann. Das heißt, der Schmerz der Shechina drückt sich als Schmerz der Kelim des Gebens aus, als Mangel an Füllung in den Kelim des Gebens und nicht in den Kelim des Empfangens. Die Kelim des Schöpfers. Und weil der Untere sich mit dem Schmerz der Shechina einschließt – das heißt, von Malchut, die einen Zimzum in Bina vollzogen hat –, danach vollzieht er die umgekehrte Handlung, schließt sich mit diesem Schmerz ein und nimmt diese Kelim der Bina. Die ihm geben wollte – so steigt er mit ihnen nach unten herab und vollzieht die Handlungen dagegen, damit Bina die Lichter anziehen und ihn füllen kann.

Und das nennt man, dass er damit Bina füllt. Das heißt, man nimmt Kelim des Gebens von Bina, die sich im Schmerz befinden, dass sie nicht geben können, und verwandelt sie in Kelim des Gebens der Malchut. Und damit erwirbt Malchut Kelim des Gebens. Und ermöglicht es Bina, durch ihre Kelim des Gebens, sie zu füllen. Es entsteht hier wirklich eine gegenseitige Handlung, es entstehen hier gemeinsame Kelim zwischen Malchut und Bina. Dieser Schmerz wird zu einem gemeinsamen Schmerz. Vom Schmerz der Shechina schließt sich das Geschöpf ein, und das wird zu seinem Schmerz. Und danach wird dieses gemeinsame Kli zwischen Malchut und Bina zu dem Kli, in dem Dwekut, Vereinigung, Siwug geschehen, wo der Schöpfer und das Geschöpf sich gemeinsam befinden in einem Siwug, der nicht aufhört, und das ist, was sie zusammen aufgebaut haben.

Ja.

Schüler: Warum erzeugt das Geschöpf das neue Kli in sich, das Or Choser genannt wird – was ist der Grund für diese Ausdehnung?

Rav: Warum erzeugt das Geschöpf ein Kli, das Or Choser genannt wird? Malchut von Ejn Sof, die den Unterschied zwischen sich und dem Höheren Licht empfand – wie hoch es ist –, empfindet sie außer dem Genuss von ihm auch, dass es sie füllt. Und wenn sie empfindet, dass es sie füllt, dann empfindet sie entsprechend ihre Gegensätzlichkeit gegenüber dem Licht, und das bringt ihr das Gefühl der Trennung, das Gefühl, dass sie nicht wie es ist, und das bringt sie zum Zimzum. Wir nennen dieses ganze Gefühl Scham.

Es gibt darin viel zu reden, es gibt darin eine solche Tiefe, die schwer und nicht immer auszudrücken ist. Aber aus diesem Gefühl der Scham heraus vollzieht Malchut alle Handlungen – von dem Zustand, in dem sie sich in Ejn Sof befindet, und offenbart ihre Bereitschaft, den Zimzum Alef zu vollziehen, bis sie die ganze Handlung abschließt und zum vollständigen Gmar Tikkun zurückkehrt, zum Zustand von Ejn Sof, in dem sie wieder gefüllt ist, aber bereits in den Kelim des Or Choser. Das Gefühl des Zimzum, dieses erste Gefühl der Scham, es wirkt und setzt alle Handlungen fort. Das reicht, das hält Malchut den ganzen Weg hindurch.

Und alles, was es von Ejn Sof gibt, den ganzen Kreislauf und zurück zu Ejn Sof, ist insgesamt dieselbe Malchut – hinter den Kulissen arbeitet sie an sich selbst, das ist sie. Nur in allerlei Teilen von sich, in allerlei Zuständen von sich, aber sie arbeitet. Oder in ihren äußeren Formen, was sie an Eigenschaften empfangen hat, was sie vom Schöpfer empfangen hat – was die 9 ersten Sefirot in ihr genannt wird, ja. Mit deren Hilfe behandelt sie ihr „Ich", das Malchut de Malchut ist. Also baut sie zunächst ein Verhältnis von den Eigenschaften des Schöpfers zu ihr, zu ihrem Punkt, zu Malchut de Malchut – das werden „Welten" genannt. Also geht sie hin und beginnt, Malchut de Malchut vor Ejn Sof zu verbergen, vor dem Licht von Ejn Sof. Das wird „Verbergung" genannt, 125 Stufen der Verbergung.

Gleichzeitig vollzieht sie ein Zerbrechen der Kelim, damit sie empfinden und wissen, was all die Mängel in ihr sind, und andererseits schließt sie sich mit allen 9 ersten Sefirot in sich ein, um ihr Verhältnis zu korrigieren. Und es stellt sich heraus, dass sie selbst all diese Dinge tut, um sich selbst zu Ejn Sof zurückzubringen, zu dem Zustand, dass... Der Zustand von Ejn Sof kommt jetzt auf ihre eigene Initiative aus der völligen Gegensätzlichkeit, und sie wählt diesen unendlichen Zustand. Aber damit erhebt sie den Schöpfer auf die Stufe des Ausströmenden. Darin gibt es viele Dinge, aber...

Ja.

Schüler: Noch eine Frage. Was denken Sie – bis Malchut es kann, bis das Geschöpf den Schmerz der Shechina ertragen kann – offenbart sich so der Schöpfer und füllt das Geschöpf? Wovon hängt die Fähigkeit des Geschöpfes ab, den „Schmerz der Shechina" zu ertragen, wie es genannt wird?

Rav: „Schmerz der Shechina" bedeutet, dass ein Mensch, der Kelim des Gebens erwirbt, in seinen Kelim des Gebens einen Schmerz empfindet, gleichsam... In dem Maße, wie er empfindet, dass er dem Schöpfer geben möchte, in diesem Maße empfindet er, dass diese Kelim – sie sind es, mit denen der Schöpfer ihm geben möchte. Und vorher empfinden wir das nicht. Wir reden über den Schmerz der Shechina – empfindet das irgendjemand? „Shechina im Staub". Wir denken, „Shechina im Staub" bedeutet einfach... Wir empfinden den Schöpfer nicht – das wird „Shechina im Staub" genannt. Nein. Dass man den Schöpfer nicht empfindet, wird „Verbergung" genannt. Dass man Schmerz darüber empfindet, dass Er nicht geben kann – und das kann ich nach dem Maß empfinden, wie ich Ihm geben wollte –, das wird „Schmerz der Shechina" genannt.

Das ist wie bei zwei Menschen. Es gibt einen Menschen, der den Anderen nicht empfindet, und der Andere weint, schreit, der Arme. Und jener sagt: „Schau, was der macht. Was macht er denn, ja, warum weint er? Geh vielleicht zu ihm, frag ihn." Gleichsam, er empfindet überhaupt nichts. Wenn es ein Mensch ist, der ihm völlig fremd ist. In dem Maße, wie ich den Wunsch habe, mich ihm zu nähern, zu lieben oder etwas, in diesem Maße beginne ich zu empfinden, wie bitter es ihm ist. Das heißt, gemäß meinen Kelim beginne ich, den Schmerz in ihm zu empfinden.

Deshalb wird es zum Schmerz der Shechina und zu meinem Schmerz, dass ich ihr nicht geben kann, und zu ihrem Schmerz, dass sie mir nicht geben kann. Es wird zu einem allgemeinen, gemeinsamen Kli, zu einem Kli, und dort begegnen wir uns innerhalb dieses Kli, und einer gibt dem anderen gegenseitig, und dort befinden wir uns in Dwekut. Deshalb ist die Shechina der Ort der Dwekut von Schöpfer und Geschöpf.

Ja.

Schüler: Der Schöpfer hat Schmerz, dass Er dem Geschöpf nicht geben kann. Aber warum sollte das Geschöpf Schmerz haben, dass es dem Schöpfer nicht geben kann? Was ist das Bedürfnis des Geschöpfes, dem Schöpfer zu geben?

Rav: Das Bedürfnis des Geschöpfes, dem Schöpfer zu geben, kommt zum Geschöpf von oben, ohne irgendeine, sagen wir, Vorbereitung des Geschöpfes. So wie das Licht von Bchina Alef, das Bchina Alef füllte, der Bchina Alef seine Natur gab, genauso gibt das Or Makif, das zum Lernenden herabsteigt, der sich mit dem Ursprung verbinden möchte – einfach sich mit dem Ursprung verbinden möchte, nicht weiß, was der Ursprung ist, überhaupt nichts weiß, sondern lernt, nicht um zu wissen, sondern um den Punkt im Herzen zu füllen, nicht den Verstand –, so bringt das Licht, das auf einen solchen Lernenden einwirkt, ihm das, was „Chen de Kedusha" genannt wird. Es bringt ihm gerade ein Verhältnis zur Eigenschaft des Gebens. Es gibt ihm, es gibt ihm einen Willen zu geben. Er hat wirklich... es beginnt in ihm eine Art... Er weiß nicht, wie das geschieht. Wir haben keine Worte dafür. Wie innerhalb des Willens zu empfangen ein Wille zu geben zu entstehen beginnt. So wie aus Bchina Alef Bchina Bet wird. Wir können diese Umkehrung nicht ausdrücken.

Ja.

Schüler: Der Wille, den Punkt im Herzen zu füllen – dieser Mangel, der in mir in dieser Welt erweckt wurde –, wovon hängt das zwischen den Seelen ab?

Rav: Jede einzelne Seele einerseits umfasst TARYAG (613) Teile, RAMACH (248) Organe und SHASA (365) Sehnen, ja. Die Korrektur der 248 geschieht durch Tun, indem man mit ihnen Korrektur und Füllung vollzieht. Und die Korrektur der 365 Teile der Seele, 365 Verlangen, geschieht dadurch, dass man sie gerade nicht benutzt. Jede Seele umfasst also diese bestimmte Anzahl von Teilen: 613 Teile. Diese Teile werden Organe des Parzuf genannt, Organe des Körpers der Seele. Das heißt, auf jeder einzelnen Stufe, auf der sich die Seele befindet – von Null bis zur Stufe von Ejn Sof –, umfasst sie im Grunde 613 Teile. Nur können sie sich entweder in der Kraft befinden wie in einem Samen, oder wie in einem kleinen Menschen, unentwickelt, oder mehr wie in einem erwachsenen Menschen, oder in einem Menschen, der wirklich groß ist und in seiner vollen Statur steht.

Das heißt, auch jetzt, obwohl wir uns in der Zeit der Vorbereitung befinden und kein einziges Verlangen unserer Seele empfinden, arbeiten wir dennoch am Kli der Seele und an allen TARYAG (613) Verlangen in ihr. Nur entwickeln sie sich uns gegenüber noch wie im Samen. Das heißt, ohne jegliches Wissen von uns, noch bevor wir zur Erkenntnis gelangen. Erkenntnis bedeutet bereits, dass ich in eine Art Handlung mit dem Licht eintrete, mit all diesen Verlangen. Was bedeutet es, im Ubar zu sein? Auch nicht alle diese Teile zu empfinden, aber sie bereits als Tropfen gegenüber allen Lichtern zu empfinden, gegenüber dem Licht, gegenüber dem Schöpfer. Ja, das wird „in den Ubar eintreten" genannt.

Also, das heißt, wir haben einerseits TARYAG (613) Teile, die wir auf jeder Stufe behandeln müssen. Und es gibt auch die Behandlung jedes einzelnen Teils auf jeder einzelnen Stufe – insgesamt 125 Stufen. Manchmal werden sie auch TARYAG (613) Stufen genannt, oder manchmal nennt man sie sechstausend, das ist nicht wichtig, aber sie sind gleichsam für alle dasselbe.

Und nicht dasselbe, weil wir nicht aus demselben Punkt hervorgegangen sind. Sondern die Gesamtseele ist ein Parzuf, der aus TARYAG (613) Teilen besteht. Und jeder der TARYAG (613) Teile besteht ebenfalls aus TARYAG (613), und jeder Teil eines Teils von TARYAG (613) ebenfalls aus TARYAG (613) und so weiter. Das heißt, jeder Einzelne von uns kommt von einem anderen Punkt im Adam, und wenn er von einem anderen Punkt kommt, dann ist seine Art der Korrektur anders.

Jetzt ist die Frage: Entweder unterscheiden sich nur meine Arten der Korrektur – dass jedes Mal meine Korrekturhandlung sich von deiner Korrekturhandlung unterscheidet, aber die Anzahl der Handlungen dieselben sind –, oder weil ich, sagen wir, von einem anderen Ort im Adam haRishon stamme, sagen wir vom Kopf, und du von der Schulter und jener vom Fuß, sagen wir, ja? Dann ist auch die Anzahl der Handlungen verschieden, die Art der Handlungen ist verschieden. Das heißt, die Zeit ist vielleicht verschieden für die Korrektur und so weiter.

Ich kann das nicht erklären. Sowohl so als auch so kann man sagen. Es gibt keine Worte, um das in einer einzigen Erkenntnis auszudrücken. Einerseits gelangen alle zum Gmar Tikkun. Andererseits wird jeder von der Chuppa seines Freundes versengt. Das heißt, die einen weinen und die anderen weinen. Es gibt allerlei solche Dinge, die wir in unserer Sprache nicht vermitteln können.

Aber grundsätzlich muss jeder relativ gesehen sagen, dass bei ihm nie ein Zustand schlimmer ist als beim anderen. Denn jeder empfängt im Verhältnis zu sich dieselben Kräfte gegenüber denselben Verlangen. Das heißt, wurde ein Mensch mit einer schlechteren Eigenschaft geschaffen, so kann er entsprechend auch mehr Kräfte für diese Eigenschaft erwerben. Sein Kli ist dann größer.

Ja.

Schüler: Man muss sich nach der Größe des Schöpfers sehnen. Andererseits sagte er, dass man sich danach sehnen muss, den Schmerz der Shechina zu empfinden. Welche Sehnsucht ist nützlicher für den Fortschritt?

Rav: Was ist nützlicher für den Fortschritt – sich nach der Größe des Schöpfers zu sehnen oder sich danach zu sehnen, den Schmerz der Shechina zu empfinden? Zunächst einmal: Vorwärts zu gehen können wir nur dadurch, dass wir angezogen werden. Nach vorne gezogen werden können wir nur, wenn wir dort etwas Positives empfinden. Positiv bedeutet, die Größe des Schöpfers zu empfinden. Dass Er groß ist, und dann werde ich auf natürliche Weise zu Ihm gezogen.

Wenn ich dort empfinde, dass dort etwas Enges und Dunkles ist und irgendein Elend, werde ich nicht dorthin gezogen. Sondern ich brauche auf jeden Fall Kelim des Gebens, sodass ich dann das Bedürfnis haben werde, einen Mangel in Ihm zu finden, wofür ich geben kann. Bis ich den Schmerz der Shechina finde – für mich wird das wirklich Freude sein, dass ich etwas gefunden habe, worin ich Ihm geben kann.

Deshalb brauchen wir uns nicht mit Gewalt den Schmerz der Shechina vorzustellen. Das ist etwas sehr Künstliches, und wir haben keine Vorbereitung dafür. Also tut es mir leid, es tut mir leid. Mich beeindruckt nichts Fremdes, was außerhalb von mir geschieht, oder der Schöpfer, oder ein Freund. Warum sollte mir das plötzlich Treibstoff geben, Kräfte, um voranzukommen?

Das Einzige, wovon wir uns vorläufig helfen lassen können, ist die Größe des Schöpfers. Dass die Freunde darüber zu hören geben, und dass ich mich selbst überzeuge, dass nur das herrscht und nur das wirkt und nur das wichtig ist. Daraus wird dann der Wille kommen, für die Größe dieses Schöpfers zu arbeiten. Ein großer Mensch – du unterwirfst dich, ob du willst oder nicht, du unterwirfst dich ihm. Du willst ihm geben. Du willst ihm dienen, weil er groß ist. Das liegt bereits in der Natur. Daran brauchst du nicht zu arbeiten.

Also im Moment, wo du gemäß deiner Arbeit an der Größe des Schöpfers wirklich eine Art Empfindung, Erkenntnis haben wirst, oder du dir das einfach so vorstellst, dann wirst du entsprechend denken wollen: Nu, und er ist groß, was kann ich ihm geben? Wozu braucht er mich? Vielleicht wird es wirklich eine Verbindung geben. Und das kommt bereits auf natürliche Weise, als Ergebnis der Größe. Deshalb kann ein Mensch die Offenbarung des Schmerzes der Shechina, das Exil der Shechina, erst nach einer Art Erkenntnis der Größe des Schöpfers empfinden.

Ja.

Schüler: Ich verstehe den Zustand nicht, wenn ein Mensch den Schmerz der Shechina empfindet. Was ist der Schmerz der Shechina? Sie sagten, dass ich mit den Kelim des Gebens empfinde, wie sehr der Schöpfer mir nicht geben kann. Warum kann Er mir nicht geben? Offensichtlich, weil ich in irgendeinem Teil nicht korrigiert bin, oder ich habe ein Verlangen, das ich noch nicht auf Ihn ausrichten kann. Warum verursacht dieser Schmerz dann nicht gleichsam, ich bin gleichsam in einem Zustand, wo ich einerseits mit den Verlangen nichts tun kann, und andererseits bin ich traurig darüber, dass sie nicht korrigiert sind? Was mache ich damit? Das ist ein passiver Zustand – aber was mache ich damit? Was tut ein Mekubal jetzt in einem solchen Zustand?

Rav: Ein Mekubal, der zum Empfinden des Schmerzes der Shechina gelangt – ich habe schon gesagt –, er erwirbt damit Kelim. Er weiß bereits, was er tun kann. Sagen wir, ich habe dich überhaupt nicht beachtet – einer von Tausend. Plötzlich beginne ich, dich wahrzunehmen, aufmerksam zu werden. Das ist ein besonderer Kerl, er hat etwas. Vielleicht muss ich ihm bei etwas helfen. Womit kann ich ihm helfen? Ich weiß es nicht. Plötzlich sehe ich, dass du etwas willst, du hast Schmerz, einen Mangel. Also bin ich froh, dass ich so etwas gefunden habe. Jetzt kann ich zu dir kommen und sagen: Schau, ich will dir das geben. Und du wirst dich freuen. Anstelle des Schmerzes der Shechina werde ich Freude der Shechina empfinden.

Schüler: Aber im Spirituellen sprechen wir über...

Rav: So ist es im Spirituellen. Was ist?

Schüler: Wir sprechen aber über den Aufbau von Kelim, das ist Gleichheit der Form.

Rav: Ich erwerbe damit Kelim. Indem ich vom Schöpfer den Schmerz der Shechina erwerbe, ist das die SaT de Bina. Ich erwerbe damit Kelim. Durch sie kann ich danach geben. Wir werden gleich im Talmud Eser HaSefirot lernen, dass die dritte ISHSuT, die dritte Twuna, ihren ACHaP in SoN herabsenkt, und so SoN ihre Kelim des Gebens übergibt. Und dann können SoN dadurch dem Höheren geben.

Wie kann ich dem Höheren geben? Wie werde ich mich mit dem Höheren verbinden? Nur dadurch, dass sich in mir dieser ACHaP de Bina offenbart. Dort gibt es ein ganzes System, ein sehr kompliziertes, nicht einfaches. Dass ich diese Kelim erwerbe und mit ihnen arbeiten kann, ich arbeite an diesem Mangel. Was braucht es noch?

Schüler: Es ist, als würde ich mich in meiner Form der SaT de Bina in einem Teil von mir angleichen, und ein Teil von mir bleibt gleichsam auf der unteren Stufe? Ich nicht...

Rav: So viel ich kann, schließe ich mich mit diesem Schmerz der Shechina ein, um sie zu füllen.

Ja.

Schüler: Aber es kommt dabei heraus, dass man sich gleichsam in zwei Zuständen befindet. Einerseits...

Rav: Das wird „Zelem" genannt, Zelem Elohim. Bina senkt einen solchen Parzuf herab, der Zelem genannt wird.

Schüler: Ich verstehe aber nicht, wie man sich zwischen zweien befindet gleichsam, dass man sich jetzt in der Eigenschaft Ihm angleicht, man seinen Schmerz dir gegenüber empfindet, weil es dir gegenüber ist – es ist nicht jetzt, sagen wir, mit einem Freund, dem etwas fehlt. Und andererseits verursachst du den Schmerz selbst, dadurch dass du nicht korrigiert bist.

Rav: Nein, ich kann mich nicht mit dem Schmerz der Shechina einschließen, solange ich mich in einer völlig unkorrigierten Form befinde. Wodurch also werde ich den Schmerz der Shechina empfinden? Ich empfinde nur meinen eigenen Schmerz.

Schüler: Ich weiß, aber woher kommt der Schmerz der Shechina? Daher, dass du nicht korrigiert bist, nicht wahr? Was will er, jener Freund im Beispiel?

Rav: Es gibt Stufen, zuerst muss ich insgesamt meine Bereitschaft zur Korrektur, zum Geben offenbaren. Ich tue das, und danach bitte ich gleichsam den Höheren: Gib mir die Möglichkeit, dir zu geben, dir zu geben, und dann offenbart mir der Höhere seinen Mangel, in dem Maße, wie ich fähig bin, ihn zu füllen. Wenn er mir seinen Mangel offenbaren würde, dass ihm ich-weiß-nicht-was fehlt, dann würde mir das nichts geben, im Gegenteil, es würde mich zum Stolpern bringen. Und dann nehme ich diese Kelim, arbeite mit ihnen – das sind Stufen.

Ja.

Schüler: Gibt es nicht „Schmerz des Shochen"? Warum Schmerz der Shechina und nicht Schmerz des Shochen, darüber dass Er nicht gibt?

Rav: Schmerz der Shechina heißt... Warum heißt es nicht Schmerz des Shochen? Weil die Offenbarung des Schöpfers gegenüber dem Geschöpf als ein Bild der korrigierten Malchut kommt. Es kommt gemäß der... Wie soll ich sagen? Es kommt als Beispiel für Malchut, was sie ebenfalls sein muss. Das, das... Schau, es ist sicherlich der Schmerz des Schöpfers. Was schreibt er? Seite 164, Abschnitt „Und es ergibt sich".

„Es ergibt sich, dass der Schmerz der Shechina bedeutet: Schmerz, dass der Heilige, gepriesen sei Er, Schmerz darüber hat, dass Er das Gute und den Genuss nicht offenbaren kann." Das ist es. Schmerz darüber, dass Er den Unteren nicht geben kann. Was sagt er? Lesen wir weiter oben, im Fettdruck.

„Licht wird Shochen genannt, und das Kli, das dort ist, eingekleidet im Licht, wird Shechina genannt" – das heißt, bereits die Empfindung des Unteren, sagen wir. Und der Schmerz des Schöpfers wird Shechina genannt, weil der Untere das in seinen Kelim empfindet.

Schüler: Was kann er über den Shochen sagen? Kann er überhaupt etwas über Ihn sagen?

Rav: Der Schöpfer will ihm geben – das ist, was er sagt.

Schüler: Und fehlt es Ihm von Seiner Seite nicht, dass Er ihm gibt?

Rav: Wir beziehen das nicht wirklich auf den Schöpfer selbst, sondern auf das Verhältnis des Schöpfers zu uns, auf den ACHaP de Bina. Das ist Elohim, ja? Das ist es. Und nicht auf Ihn selbst. Deshalb sagen wir das gemäß den Kelim des Unteren, die Shechina genannt werden und nicht Shochen.

Schüler: Warum beziehen wir das nicht auf Ihn selbst?

Rav: Weil diese Offenbarung in Malchut stattfindet, die bereits bereit ist, den Schmerz von jemandem zu empfinden, der ihr fremd ist, und mit diesem Gegebenen in Richtung Geben zu arbeiten.

Schüler: Also wie weiß sie...

Rav: Es ist eigentlich: Der Schmerz der Shechina ist der Schmerz der Malchut, er geht auf Kosten des Kli, auf Kosten der Malchut. Und nicht, dass der Schöpfer leidet. Der Malchut wird offenbart, wie sehr... Der Malchut wird ihr Schmerz offenbart, wie sehr sie darunter leidet, dass der Schöpfer ihr nicht geben kann. Das bezieht sich wirklich auf das Kli des Unteren. Denn das Kli des Unteren ist bereits bereit, diesen Schmerz zu empfinden, es hat bereits die Korrektur von Chafez Chessed, sonst würde es ihn nicht empfinden.

Schüler: Wenn es Chafez Chessed ist, wie kann dort Schmerz sein? Denn es ist...

Rav: Chafez Chessed ist mir gegenüber – dass ich nichts will. Also bin ich fähig, fremde Mängel aufzunehmen. Chafez Chessed bedeutet, dass ich gegenüber allen verschlossen bin? Gegenüber allen verschlossen zu sein, heißt „um für sich selbst zu empfangen".

Schüler: Also wird der Schmerz in Kelim des Gebens empfunden?

Rav: Schmerz, der in Kelim des Gebens empfunden wird, sicherlich.

Schüler: Und was ihm fehlt, ist das Geben? Einfach zu geben?

Rav: Sicherlich fehlt der Malchut das Geben, sonst würde sie keine Gelegenheit zum Geben empfinden. Du, du, du empfindest das – betrübt dich das? Du hast tausende Menschen um dich, die Probleme haben – empfindest du ihre Probleme? Kinder, Ehefrau – kann sein, ja. Kann auch sein. Nu.

Ja.

Schüler: Ein Mensch, der keine Kelim des Gebens erworben hat – hat es überhaupt einen Sinn, dass er sich mit irgendeiner Illusion beschäftigt, dass er den Schmerz der Shechina empfindet oder etwas Derartiges?

Rav: Das ist schon eine andere Frage. Das heißt, ob es für den Fortschritt lohnenswert ist, uns irgendwie mit Gewalt gleichsam den Schmerz des Schöpfers vorzustellen, ja. Dass Er leidet, dass es Ihm schlecht geht, der Arme, und wir gleichsam kommen und Ihn mit unserem Verhältnis füllen, Mitleid mit Ihm haben – das ist nicht unser Weg.

Wir müssen vorankommen, wie ich sagte, vom Positiven her, von der Größe des Schöpfers. Und wenn du anfängst, dir den Schmerz des Schöpfers auszumalen, den Schmerz der Shechina, irgendein Elend – weil du diese Dinge in deinen Kelim des Empfangens untersuchst. In deinen Kelim des Empfangens: Wer sich im Schmerz befindet, der ist arm dran. Wenn du Kelim des Gebens hättest, dann würdest du den Mangel auch als etwas Erhabenes verstehen, als etwas Großes. Denn wenn ich mich in Kelim des Gebens befinde und geben möchte und leide und keine Möglichkeit habe, dann bin ich höher. Verstehst du?

Wohingegen, je mehr ich mich in Kelim des Empfangens befinde und nichts habe und nicht kann, desto schlechter bin ich, desto niedriger. Ja? Deshalb können wir jetzt, die wir uns in Kelim des Empfangens befinden, den Schmerz der Shechina nicht richtig darstellen. Er wird uns wie Elend erscheinen, wie eine Art Dürftigkeit, wie soll ich sagen? Und wir werden uns dem Schöpfer nicht in Würde, in Sympathie, in Respekt zuwenden, sodass es uns wirklich zu Ihm hinzieht. Deshalb sind all diese Spiele in diese Richtung nicht gut.

Es gibt sozusagen solche Neigungen in allerlei Gruppen im Judentum, gleichsam: Wir müssen trauern und die ganze Zeit sitzen und weinen und „ach und weh". Und die Mekubalim denken anders. So sehr, dass an Tischa beAv dort, gegen Tischa beAv, sie fette Mahlzeiten mit Fleisch machten, gerade. Es gab eine Gewohnheit in Polen, gerade in den neun Tagen Fleisch zu essen und beim Eintritt in Tischa beAv. Das bedeutet, die Gewohnheiten sind gleichsam, sich an die Vollkommenheit zu heften und nicht an den Mangel. Und der Mangel offenbart sich in dem Maße, wie der Mensch ihn wirklich verwirklichen kann. Und dann wird er zu seinem Kli. Jetzt fehlt es dir zu geben?

Gut. Ja.

Schüler: Er spricht hier in einigen Abschnitten über einen Zustand, in dem die Geschöpfe nicht empfangen...

Rav: Ja, ja?

Schüler: Dann geht das Licht zu den Klipot.

Rav: Wenn was?

Schüler: Wenn die Geschöpfe nicht empfangen, dann geht das Licht zu den Klipot. Wie kann das Licht zu den Klipot gehen? In ihnen gibt es auf keinen Fall Gleichheit der Form.

Rav: Ich weiß nicht genau, auf welchen Abschnitt du dich beziehst, was es bedeutet, dass Licht zu den Klipot geht. Wenn ich plötzlich durch irgendeinen Misserfolg, der mir von oben kommt – das ist nicht wichtig, das ist nicht wichtig –, aber wenn ich plötzlich für mich selbst genießen will, wenn ich für mich selbst genießen will in irgendeiner Form, und sicherlich kann ich für mich selbst nur von einem dünnen Licht genießen, von dem, was ich in dieser Welt an allerlei Genüssen habe von dem Funken, der gefallen ist, um die Klipot am Leben zu erhalten, ja, und wir befinden uns hier – das wird überhaupt „Schweiß der Klipot" genannt –, eine viel niedrigere Stufe als sie, dann heißt es: Wenn ich will, wenn ich plötzlich von guten Gedanken zu schlechten Gedanken wechsle, dann heißt es, was ich damals mit guten Gedanken verbunden war, geht jetzt gleichsam zu den Klipot.

Was heißt „zu den Klipot"? Ich habe das mit meinen Verlangen zu empfangen verbunden. Das heißt bei mir Klipa. Danach wird es wirklich zu Systemen von Klipot, jetzt ist es vorläufig einfach mein Wille zu empfangen. Ich dachte ein wenig in Kedusha, ich dachte so manchmal das Gegenteil. Das ist, was ich habe. Licht, das zu den Klipot geht, so wird es genannt. Wo sind sie? All diese Systeme befinden sich bei mir. Von dem ganzen System, was es gibt, offenbart sich mir jetzt ein wenig: wie viele Möglichkeiten es gibt, um zu geben zu denken – gleichsam um zu geben –, und wie viele Möglichkeiten, um zu empfangen zu denken. Auch gleichsam um zu empfangen.

Diese zwei Dinge bestehen wirklich in wahrer Stärke, in ihrer wahren Gestalt, erst oberhalb des Machsom. Und bei uns ist es gleichsam die Zeit der Vorbereitung. So wird es genannt. Im Spirituellen: Wenn man an der rechten Linie haftet, am Licht, an der Absicht um zu geben, und plötzlich ein Wille zu empfangen kommt, stärker als erwartet, auf dem kein Massach liegt und alles gleichsam zu den Klipot geht.

Gleichsam gibt es sofort ein Verlangen, ah, den Genuss zu verschlingen. Das Licht kommt nicht, weil es das Verbot des Zimzum Alef gibt, das Licht entfernt sich, aber zwischendurch gibt es darin einen Halt für die Klipot. Sie erpressen gleichsam diesen Genuss, und davon haben sie Lebenskraft. Ein wenig habe ich erfasst, und dann hat es sich entfernt. Entfernt – was kann man tun.

Auch in dieser Welt: All unsere Genüsse entfernen sich sofort. Ich habe ihn erfasst – hopp, das war's. Es dauert noch einige Minuten, einige Tage vielleicht, vielleicht sogar einige Tage, aber das war's, vorbei. Das wird „Erpressung" genannt, dass die Klipot das wenige Licht erpressen – was zwischendurch gleichsam, bevor es flieht, sie erfassen. Das geschieht absichtlich; wir werden später lernen, wie das geschieht, welchen Prozess es hier gibt.

Gut, nu, TES.

Ich habe gesehen, dass erst von vier Leuten mir Gebete gebracht wurden, wie es genannt wird. Nein, jetzt nicht so, sondern danach bitte ich, nach dem Unterricht. In Ordnung? Also übermorgen – morgen lernen wir noch, auch übermorgen werden wir morgens lernen, ich fahre um zehn Uhr morgens los, so ungefähr –, also bitte ich, dass bis ich losfahre, alle mir die Blätter abgeben. Schapira hat schon gegeben. Gut.

Hm?

Schüler: Geht es jetzt?

Rav: Nein, jetzt nicht. Nach dem Lernen, oder leg es mir dort auf den Tisch, ohne zu stören. Also bitte, nicht vergessen. Wenn jetzt jemand ein Problem hat, was er schreiben soll, dann zur Erinnerung an das Thema – er kann den Freund fragen. Kein Problem dabei. Und auch wenn ich nicht da bin, einmal pro Woche müsst ihr ab jetzt und weiterhin vorläufig – bis es eine Art neue Aufgabe gibt –, einmal pro Woche müsst ihr wirklich so schreiben, wie es sein soll.

Es gibt solche Schlaumeier, die schreiben. Danach schreibt er: „Zu meinem Bedauern erlaubt mir mein Charakter nicht, mehr zu schreiben." Also ich habe nicht nach dem Charakter gefragt. Das wird nicht akzeptiert. Du musst schreiben, was... Man sagt dir nicht, dass du hier dein Herz ausschütten sollst. Es gibt Menschen, die so verschlossen sind, die es nicht können. Dann stell dir etwas vor, das außerhalb deines Herzens liegt, egal was. Das ist es. Gleichsam hat er eine so große Liebe zum Schöpfer, dass er nicht fähig ist, darüber zu schreiben.

Man braucht nicht darüber zu schreiben. Man braucht nicht über sein persönliches Verhältnis zum Schöpfer zu schreiben. Man muss schreiben, wie du gleichsam allen sagen könntest, nach außen hin, über Seine Größe. Das ist es. Nein, schütte nicht dein Herz aus, das braucht man nicht.

Ja.

Schüler: Kann man vielleicht als Beispiel einige Zeilen vorlesen... als Beispiel, wenn es möglich ist.

Rav: Wie kannst du überhaupt nichts über den Schöpfer sagen? Was? Nein. Nu, denk an Schimon Peres, sagen wir, und sage einige Lobpreisungen, und dann sage dasselbe über den Schöpfer. Nu. Ich verstehe dich nicht. Sagen wir, man gibt dir wie in einer Schule eine solche Aufgabe: Du musst jetzt über irgendeinen großen Menschen eine Art...

Schüler: ...

Rav: Nein, keine Einschränkungen. Sagen wir, es ist heute einfach irgendein großer Mensch in der Welt gestorben, man nimmt dich zur Beerdigung mit, damit du eine Grabrede hältst. Du musst einfach wissen, was er hat, ja: „Leute, er war..." Immer sagten sie: „Er liebte Frau und Kinder", was da eben war, das ist nicht wichtig, du weißt schon. „Er war seiner Arbeit treu, er war wirklich..." Tatata, so, schreib. Ich meine das im Ernst, wir müssen uns an solche Worte gewöhnen, langsam in positive Richtung zu denken. Also so, wie du bei irgendeinem, sagen wir, Chef, der dich hasst, lügen würdest, aber Gott sei Dank, er ist gegangen, und du hältst eine Grabrede über ihn.

Nu, das ist es.

(Ende des Unterrichts)