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Morgentranskript 14.11.2007
Baal HaSulam, Buch „Talmud Esser haSfirot", Band 1, Teil 2, Seite 41, Punkt 5
Vorleser: „Talmud Esser haSfirot", Band 1, Teil 2, Seite 41, Spalte 1, beginnend mit „Nun können wir besser verstehen".
„Und
nun
können
wir
besser
verstehen,
was
die
Reshimot
darstellen,
die
in
den
zehn
Sefirot
von
Igulim
nach
dem
Zimzum
und
der
Histalkut
(Rückzug)
aller
Vollkommenheit
und
Füllung
aus
den
vier
Phasen,
verblieben
sind,
die
"zehn
Igulim"
genannt
werden.
Denn
die
Bedeutung
dieser
Reshimot
ist,
dass
sich
in
ihnen
alle
Arten
von
Verlangen
eingeprägt
und
fest
eingezeichnet
haben,
von
denen
sie
erfüllt
waren,
als
sie
sich
in
Ejn
Sof
befanden,
und
die
ihnen
nun
verloren
gegangen
sind.
Daher
bleiben
sie
notwendigerweise
verlangend
und
sehnsüchtig
nach
all
jenen
Füllungen
und
Vollkommenheiten,
die
sie
hatten,
und
dies
wird
„Reshimot“
genannt.
Wie
oben
gesagt,
gibt
es
keine
Offenbarung
der
Verlangen
in
keinem
einzigen
Objekt,
nicht
in
den
Höheren
Welten
und
nicht
in
der
materiellen
Welt,
das
seine
Wurzeln
nicht
in
diesen
zehn
zu
den
Igulim
gehörenden
Sefirot
hätte.
Es
gibt
zwei
Arten
von
Wurzeln,
die
der
Realität
aller
Welten
nach
dem
Zimzum
vorausgehen:
-
die
erste:
wenn
sich
jedes
Verlangen
bereits
in
seiner
ganzen
Höhe
und
in
seiner
Herrlichkeit
als
erfüllt
befindet.
Und
diese
Wirklichkeit
existiert
in
der
Welt
der
Unendlichkeit;
-
die
zweite:
wenn
alle
Verlangen
komplett
ohne
jene
Füllung
sind,
die
zu
ihnen
in
der
Welt
der
Unendlichkeit
gehörte.
Dies
wird
die
"Welt
des
Zimzum"
genannt.
Und
alle
Kelim
mit
sämtlichem
Material
der
Schöpfung
entstammen
der
Welt
des
Zimzum.
Natürlich
sind
es
diese
leeren
Kelim
und
Verlangen,
die
ihre
gesamte
Füllung
verloren
haben.
Und
die
Füllung
für
diese
Verlangen
entstammt
der
Welt
der
Unendlichkeit.
Und
man
sollte
sich
an
diese
zwei
Tatsachen
erinnern,
die
zu
den
wichtigsten
gehören,
während
allen
deinen
Unterrichten
in
der
Wissenschaft
der
Kabbala."
2:26
Vorleser: Wir fahren fort, Punkt 90 oben bezieht sich auf die Worte ...
Rav: Gibt es dazu Fragen? Bitte. Nein.
Vorleser: Punkt 90 oben bezieht sich auf die Worte „Breitet sich wenig aus". In Spalte 2 auf Seite 41, Punkt 90.
„90) Mache keinen Fehler in der Deutung dessen, dass der Kav an irgendeinen Ort oder in eine Fläche gezogen wird: wenn ein beliebiges Objekt gröber wird, seine Awiut zunimmt, dann spricht man davon, dass der Prozess von oben nach unten gezogen wird. Weil ein Feinerer als höher und ein Gröberer als niedriger betrachtet wird. Und das drückt sich durch eine Annäherung der Eigenschaften zur Bchina Dalet aus, d. h. derjenige, der näher an der Bchina Dalet ist, wird als gröber angesehen, wogegen, derjenige, der von der Bchina Dalet weiter entfernt ist, als feiner angesehen wird. „Ein wenig gezogen“ bedeutet, dass er gröber wurde. Und das Wort „gezogen“ weist auf das Licht der Linie (Kav) hin." 3:41
Das heißt, wie wir es immer lernen: Alles geschieht innerhalb des Gefäßes, alles passiert innerhalb des Gefäßes. Die Enthüllung der Verlangen vom Feinen zum Groben nennt man Ausbreitung des Lichts innerhalb des Gefäßes. Denn in den Verlangen, die sich enthüllen, enthüllen sich die Eigenschaften des Gebens, und dann tritt das Licht sozusagen in das Gefäß ein und enthüllt sich. Und umgekehrt: Wenn ein Gefäß in sich zusätzliche Aviut empfindet, dann ist es entsprechend Stufe um Stufe weniger und weniger und weniger in der Gleichheit der Form mit dem Licht, und das nennt man, dass das Licht aus dem Gefäß hinausgeht.
Das ist, sagen wir, wie das Bewusstsein im Menschen: Ich bin mehr und mehr und mehr bei Bewusstsein, und danach schlafe ich, sagen wir, immer weiter und weiter ein, bis ich aus dem Bewusstsein hinausgehe. Es geht also nicht darum, dass sich die Welt verändert, sondern die Welt ist im Menschen, und sie ist es, die sich verändert – entsprechend den Gefäßen, die sich entwickeln oder entstehen und sich dann wieder schließen.
Vorleser: Wir sind auf Seite 41, Spalte 2, „Der Begriff „Heranziehen“ bedeutet".
„Der Begriff „Heranziehen“ bedeutet, dass es in jeder Sefira zehn Sefirot gibt, und das betrifft sowohl eine Sefira aus den zehn Sefirot der Igulim, als auch eine Sefira aus den zehn Sefirot von Yosher. Und als die zehn Sefort der Sefira Keter austraten, trat zuerst ein Kav in der Form ihrer drei ersten Sefirot aus, was Rosh der Sefira Keter de Yosher genannt wird. Und dieses Leuchten breitete sich auf die Sefira Keter de Igulim aus, die ihrerseits ebenfalls die zehn Sefirot beinhaltet, wie oben erwähnt. Und diese zehn Sefirot der Sefira Keter de Igulim umgeben nur die ersten drei Sefirot aus den zehn Sefirot der Sefira Keter des Kav. Und danach, d. h. nachdem sich die zehn Sefirot der Sefira Keter de Igulim vollendeten, dann „breitete sich noch ein Kav aus“ und „zieht ein wenig heran“, d. h. ihre sieben unteren Sefirot gingen heraus, um die Sefira Keter bis zu den zehn Sefirot de Yosher zu ergänzen. Auf diese Weise verlängerten sich diese sieben unteren Sefirot der Sefira Keter des Kav nach unten, d. h. sie wurden gröber als alle zehn Sefirot der Sefira Keter de Igulim. Und aus diesem Grund umgeben diese sieben unteren Sefirot keine Sefirot de Igulim mehr, weil die Igulim höher als sie sind, d. h. sie sind feiner als sie selbst. Und bekanntlich bedeutet der Ausdruck „höher als der andere“, dass einer feiner als der andere ist." 6:50
Fragen? Das geht nach denselben Wegen. Ja.
„Dementsprechend
(s.
Punkt
30)
besteht
der
Sinn
des
oben
Gesagten
darin,
dass
die
Sefirot
de
Igulim
vorangehen,
und
wesentlich
wichtiger
als
die
Sefirot
des
Kav
sind,
weil
in
den
Igulim
gar
kein
Massach
vorhanden
ist.
Und
der
Massach,
den
es
in
den
Sefirot
des
Kav
gibt,
befindet
sich
inmitten
der
letzten
Sefira
des
Rosh,
d.
h.
am
Ende
der
ersten
drei
aus
den
zehn
Sefirot
de
Yosher.
Die
ersten
drei
Sefirot
gibt
es
in
jeder
Sefira
de
Yosher
und
man
nennt
sie
bekanntlich
Rosh
(Kopf)
dieser
Sefira.
Wenn
man
sagt,
dass
der
Massach
in
die
Sefirot
des
Kav
integriert
ist,
so
bezieht
sich
diese
Aussage
auf
die
sieben
unteren
Sefirot
jeder
Sefira,
die
sich
niedriger
als
der
Massach
befinden.
In
den
ersten
drei
Sefirot,
die
Rosh
genannt
werden,
ist
die
Wirkung
des
Massach
noch
nicht
manifestiert,
da
sie
sich
über
dem
Massach
befinden.
Aus
diesem
Grund
sind
diese
drei
ersten
Sefirot
den
ganzen
zehn
Sefirot
de
Igulim
vollkommen
gleich,
weil
es
in
ihnen
noch
keinen
Massach
gibt
und
sie
folglich
in
ihren
Eigenschaften
gleich
sind.
Es
heißt
auch,
dass
die
zehn
Sefirot
von
jeder
Sefira
der
Igulim
die
drei
ersten
Sefirot
von
jeder
Sefira
des
Kav
umgeben.
Allerdings
befinden
sich
die
sieben
unteren
Sefirot
von
jeder
Sefira
des
Kav
bereits
niedriger
als
der
Massach,
der
Massach
ist
in
ihnen
bereits
integriert
und
sie
sind
wesentlich
gröber
als
die
Igulim.
Weil
bekanntlich
ein
Gröberer
als
niedriger
betrachtet
wird,
werden
sie
alle
deshalb
als
niedriger
als
alle
zehn
Sefirot
de
Igulim
angesehen.
Und
keine
einzige
Sefira
aus
den
Igulim
wäre
in
der
Lage,
an
der
Stelle
dieser
sieben
Sefirot
zu
sein,
denn
die
Igulim
sind
höher
und
wichtiger
als
sie.
Nun
haben
wir
ausführlich
betrachtet,
dass
es
zwischen
sämtlichen
Sefirot
von
Igulim
eine
leere
Stelle
gibt,
die
der
Größe
von
den
sieben
Sefirot
derjenigen
Sefira
de
Yosher
entspricht.
Denn,
alle
zehn
Sefirot
von
Igulim
der
Sefira
Keter
umgeben
nur
die
ersten
drei
Sefirot
der
Sefira
Keter
des
Kav,
wogegen
die
sieben
unteren
Sefirot
der
Sefira
Keter
des
Kav
sich
tiefer
ausbreiteten
als
alle
zehn
Sefirot
der
Sefira
Keter
von
Igulim.
Und
als
diese
sieben
Sefirot
der
Sefira
Keter
des
Kav
enden,
beginnen
die
ersten
drei
Sefirot
von
der
Sefira
Chochma
des
Kav
auszutreten,
und
werden
von
sämtlichen
zehn
Sefirot
der
Sefira
Chochma
de
Igulim
umgeben.
Beginnend
mit
der
letzten
Sefira
von
Keter
de
Igulim
bis
zu
der
ersten
Sefira
von
Chochma
de
Igulim
gibt
es
zwischen
ihnen
eine
leere
Stelle,
in
der
sich
die
sieben
unteren
Sefirot
aus
der
Sefira
Keter
des
Kav
befinden,
die
ihrerseits
nicht
von
den
Sefirot
der
Igulim
umgeben
sind.
Und
zwischen
Chochma
und
Bina,
ebenso
wie
zwischen
den
restlichen
Sefirot,
gilt
das
gleiche."
10:35
Klar? (Zeichnung) Das ist ein Gefäß, ein Gefäß, zehn Sefirot, wobei GaR de Yosher den zehn Sefirot de Igulim gleich ist. Hier sind die zehn Sefirot de Igulim. Und SaT de Yosher ist frei von Igulim. Das ist eine Struktur, wie eine einzelne Zelle.
Wenn wir über die Verbindung zwischen den Sefirot sprechen, dann müssen wir das schon nicht mehr als eine Zelle zeichnen, (Zeichnung) sondern: Keter, Chochma, Bina de Yosher, und das sind Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut. SaT, GaR. Hier haben wir zehn Sefirot de Igulim, Igulim, eine Unterbrechung; wieder haben wir auf der Stufe Keter, Chochma, Bina, GaR, und SaT von Chessed bis Malchut, GaR, SaT. Das alles ist Keter. Und das ist Chochma.
Auch von GaR de Chochma gibt es Igulim, zehn Sefirot der Igulim de Chochma, und das ist Keter. Und SaT ist frei. Und danach gibt es wieder GaR und SaT von Bina; von GaR de Bina gibt es zehn Sefirot der Igulim de Bina, und das (SaT?)¹ ist frei. Klar, ja? So ist die Verbindung. Denn nur im GaR haben wir eine Gleichheit zwischen den Sefirot de Yosher und den Sefirot de Igulim, denn im GaR haben wir keine Begrenzung; der Massach steht nach dem GaR, im SaT.
Ja.
13:12
Schüler: Wir haben eine Frage aus Moskau: Was bedeutet es, dass alle Sefirot de Igulim abgeschlossen sind?
Rav: Gib mir genau den Satz, ich weiß nicht, ich kann hier mehrere Deutungen nennen. Alle Sefirot de Igulim, die abgeschlossen werden, schließen im Mittelpunkt von Ein Sof ab. Noch einmal: Ihr erinnert euch, was wir gestern besprochen haben – Yosher, das sind dieselben Igulim, die wir durch unsere Absicht füllen wollen. Mein Bauch ist ein runder Bauch, aber ich esse nur unter der Bedingung, dass ich dem Hausherrn Genuss bereite, und deshalb heißt die Form der Füllung Yosher. Das Gefäß bleibt das Gefäß von Ein Sof, es ist rund.
Ja.
Schüler: Werden die Gefäße de Igulim aus den Gefäßen de Yosher nur durch den GaR der Gefäße de Yosher gefüllt? Und was ist mit Chessed, Gwura, Tiferet?
Rav: Ich verstehe, eine schöne Frage. Sie werden aus allen zehn Sefirot gefüllt – aber von wo aus füllt man sie? Nur von dem Ort aus, an dem sie eine Verbindung zu den zehn Sefirot de Yosher haben, vom GaR. Verstehst du? Sonst gibt es keine Verbindung zwischen den Igulim und Yosher², nur im GaR. Die Handlung der Füllung aber kommt gerade aus dem SaT. Das heißt, hier (Zeichnung) macht man den Siwug de Haka'a und empfängt das Licht innen; so viel Licht wir innen im SaT empfangen haben, das füllt die Igulim. Es gibt einen Ort, an dem man die Handlung macht, und es gibt einen Ort, der in Gleichheit ist, in Verbindung, und durch ihn gibt es dann Verbindung und Füllung.
Ja.
Schüler: Also empfindet man die Füllung nur in Chessed, Gwura, Tiferet und bis Malchut?
Rav: Nein, nein, nein. Die Füllung de Yosher empfindet man im Yosher. Von wo werden die Igulim gefüllt? Vom GaR, vom Rosh des Partzuf.
Nun, machen wir weiter.
15:37
Vorleser: Der kleine Punkt 100 bezieht sich ...
Rav: Ich warne noch einmal: Es ist nicht wichtig, ob ihr das genau versteht oder nicht genau – nur nicht durcheinanderkommen. Es gibt nicht zwei oder drei Gefäße aus Ein Sof. Ein Sof ist ein Gefäß, in dem es nur Igulim gibt, (Zeichnung) nur Igulim gibt es, das ist alles, nichts außer dem. Sondern wir haben Zimzum Alef gemacht und beschlossen, jetzt mit Hilfe eines Massach Ein Sof zu füllen – womit? Mit einem Rohr, und das heißt Linie, wenn es zusammen mit dem Licht ist. Unter den Bedingungen der Gleichheit der Form. Der Gleichheit der Form. Das ist es.
Und unser Verhältnis zur Füllung: Das Licht ist hier (siehe Zeichnung), das umgebende Ein Sof ist oben, so außerhalb der Igulim. Wie füllen wir jetzt die Igulim? Durch die Linie. Das heißt, wir öffnen hier jetzt irgendeinen Ort, an dem das Licht eintreten und die Igulim füllen kann. Und dieser Ort, den wir die ganze Zeit in den Gefäßen de Igulim öffnen, heißt Linie, er heißt zehn Sefirot de Yosher.
So machen wir es in unserem Verhältnis, wir lassen nur eintreten. Es ist derselbe Ort, nur lassen wir jetzt darin etwas eintreten – nicht einfach so, dass alles offen ist, sondern nach Maß und Gewicht, nach der Zuteilung, wie er sagt. Deshalb heißt es Linie. Das ist es: Diese Gefäße der Linie existieren nur in Bezug auf den Menschen.
Ja, Chaim.
17:30
Schüler: Wir verstehen die Sache mit den Igulim so, weil wir über einen Kreis sagen, dass es dort keine Unterscheidung von oben und unten gibt. In dem Moment, in dem es eine Linie gibt, gibt es die Unterscheidung von oben und unten. Warum sagen wir dann nicht, dass wir das Gefäß verändern? Warum sagt man, dass es dasselbe Gefäß bleibt?
Rav: Das Gefäß bleibt dasselbe Gefäß, nur seine Füllung wurde nicht vollständig, sondern in der Form und im Maß, die in der Linie sind. Und im Ende der Korrektur wird die Füllung gleich sein, wie in den Igulim vor Zimzum Alef. Wir haben keine Wahl. Sieh mal, ich habe ein Verlangen nach allen fünf Gerichten, die auf dem Tisch stehen, aber ich mache einen Zimzum und entscheide: von diesem Gericht ja, so, so, zehn Gramm, zwanzig Gramm, dreißig Gramm – das nehme ich, um dem Hausherrn etwas Gutes zu tun. Ich fülle also dasselbe Gefäß, nur in einem bestimmten Maß fülle ich es; bei mir ist es in die Absicht um zu geben eingehüllt. Das Gefäß bleibt dasselbe Gefäß, wir können Gefäße nicht verändern; unser Verhältnis zu ihnen heißt Linie.
Ja.
Schüler: Warum sagen wir dann, dass nach Zimzum Alef das Gefäß Massach und Or Choser wird?
Rav: Weil der Mangel für sich genommen aufhört, ein Gefäß zu sein; er hört auf, Träger zu sein, das ist er schon nicht mehr, er arbeitet schon nicht mehr. Wir benutzen das Verlangen nur, um den Massach und die Absicht zu stärken. Das Gefäß kann nicht empfangen, wenn der Genuss nicht in eine Absicht eingekleidet ist.
Schüler: ... verändert sich, weil es jetzt darin eine Unterscheidung von oben und unten gibt.
Rav: Das Verlangen bleibt dasselbe Verlangen. Das Verlangen verändert sich nicht, es ist erschaffen, man kann es nicht verändern, ich kann Verlangen nicht verändern. Das Licht hat das Verlangen erschaffen, das Licht steht diesen Verlangen gegenüber und hält sie, und es verändert sich nicht. Ich füge zu jeder Handlung von Lichtern und Gefäßen, die einander gegenüberstehen, eine Absicht hinzu.
19:44
Schüler: Das Verlangen bleibt dasselbe, aber jetzt ist das Verlangen schon nicht mehr das Gefäß.
Rav: Nun? Die Bedingung für die Füllung des Verlangens hat sich verändert. Und du sagst, das sei ein neues Gefäß – was heißt „neues Gefäß"? Das Verlangen ist dasselbe Verlangen; nur der Grund und das Mittel, wie ich damit arbeite, das ist neu.
Schüler: Nennt man das nicht ein neues Gefäß?
Rav: Nenn es neue Gefäße, wir nennen es so. Aber ich will betonen, dass es hier nichts gibt außer der Hinzufügung vonseiten des Geschöpfs, das die Füllung auf diese Weise machen will. Verstehst du, ja? Man sagt neue Gefäße, richtig. Aber die Igulim bleiben dieselben Igulim, man füllt sie. Die Igulim stellen für mich das Verlangen des Schöpfers dar: Was will er von mir? Dass ich sie fülle, dass ich empfange.
20:40
Schüler: Im Rosh jeder Stufe gibt es, wie wir sagen, nur eine Berechnung, es gibt keinen wirklichen Gebrauch der Aviut. Wie füllt der Rosh jeder Sefira, so wie es hier im Yosher beschrieben ist, die Igulim? Womit füllt er die Igulim?
Rav: Durch die Gleichheit der Form. Er füllt nicht, der Massach füllt die Igulim.
Schüler: Welche Hinzufügung bringt er den Igulim?
Rav: Die Gleichheit der Form. Ich muss jemandem ein Geschenk geben. Ich selbst bin nicht fähig, das zu tun, er nimmt es von mir nicht an. Ich mache es durch dich. Also mache ich es, und du, der du in der Gleichheit der Form mit ihm bist, führst es aus. Jetzt stellt euch vor, dass in jeder einzelnen Sefira, und in der einzelnen darin, und in der einzelnen von der einzelnen, ta-ta-ta-ta bis ins Unendliche, dieselbe Struktur ist. Ja, David.
21:40
Schüler: Die Linie bedeutet die Qualität der Füllung, und im Ende der Korrektur ist die Linie gleich dem Kreis?
Rav: Ja. Im Ende der Korrektur wird alles, werden alle Igulim durch Yosher gefüllt. Der Massach wird gleich sein, der Massach wird über alle Igulim herrschen. Die Igulim werden sich nicht verändern. Sie werden gleich sein, in einer einzigen Gleichheit, es wird kein Oben, kein Unten geben, gar nichts. So vollständig wird der Massach sein. Inzwischen, bis zum Ende der Korrektur, haben wir Arbeit in der Linie. Im Ende der Korrektur wird sich die Linie so weit ausdehnen, dass sie alle Igulim bedeckt. Das heißt, noch einmal: Die Linie ist wie ein Hahn, auf dem ich sitze. Ich habe einen Behälter, Ein Sof; ich komme mit dem Rohr und dem Hahn an diesen Behälter und fülle ihn jedes Mal so weit, wie ich es um zu geben kann.
Ja.
Schüler: Ist auch Malchut de Ein Sof gleichzeitig sowohl Kreis als auch Linie? Wirkt es dort so, dass es ein Geben von beiden Seiten gibt, die zum Ende der Korrektur kommen? Wirkt das als eines?
Rav: Was in Ein Sof gemacht wird, das wird von Seiten des Schöpfers gemacht. Alles, was Igulim ist, das ist das Verlangen des Schöpfers, das ist von ihm gegeben. Was die Linie macht, das kommt von Seiten des Geschöpfs. Das Maß der Linie ist das Maß der Gleichheit des Geschöpfs mit dem Schöpfer. Schaut nicht auf die Gefäße selbst, das ist nicht die Funktion. Was sind Gefäße, was ist Füllung, was sind diese Gerichte, die zwischen uns stehen, zwischen mir und dem Schöpfer auf dem Tisch? Das Verhältnis ist die Hauptsache. Verstehst du?
Nun, noch ein bisschen.
23:46
Schüler: Der kleine Punkt 100 bezieht sich auf die Worte „Der zweite Igul". Wir sind auf Seite 42, Spalte 2, kleiner Punkt 100.
„100)
Und
man
soll
sich
strengstens
davor
hüten,
die
förmlichen
Begriffe
der
Flächen
und
der
Orte
von
Yosher
und
Igul
zu
verwechseln,
was
aufgrund
der
Beschränktheit
und
der
Unvollkommenheit
der
Sprache
durchaus
möglich
wäre.
Im
weiteren
Verlauf
sollte
man
im
Gedächtnis
behalten,
dass
das
"geradlinige
Leuchten"
bedeutet,
dass
das
Licht
in
die
Kelim
eintritt,
in
denen
ein
Massach
der
Bchina
Dalet
vorhanden
ist.
Dagegen
bedeutet
das
"kreisförmige
Leuchten",
dass
das
Licht
in
die
Kelim
eintritt,
in
denen
es
keinen
Massach
der
Bchina
Dalet
gibt.
Allerdings
bedenke,
dass
obwohl
es
in
den
Kelim
von
Igulim
gar
keinen
Massach
der
Bchina
Dalet
gibt,
ist
die
Bchina
Dalet
nach
Zimzum
Alef
trotzdem
nicht
in
der
Lage,
irgendein
ein
Leuchten
zu
erhalten.
Der
Grund
dafür
ist,
dass
das
ganze
Licht,
das
in
den
Igulim
vorhanden
ist,
man
durch
das
Leuchten
des
Kav,
d.
h.
vom
"geradlinigen
Leuchten",
erhalten
muss
(s.
Punkt
30).
Und
das
Licht
des
Kav
leuchtet
wegen
des
Massach
keineswegs
in
der
Bchina
Dalet,
wie
wir
bereits
studiert
haben.
Das
Bedürfnis
nach
dem
Licht
in
der
Bchina
Dalet
bei
den
Igulim
stammt
nicht
aus
den
Kelim,
denn
diese
verfügen
über
keinen
Massach,
sondern
aufgrund
von
Zimzum
Alef,
der
dort
auf
sie
einwirkt.
Und
weil
Zimzum
Alef
nicht
als
ein
Bedürfnis
gilt
(s.
Teil
1,
Kap.
3),
sind
alle
vier
Phasen
in
den
Kelim
der
Igulim
in
ihrer
Höhe
gleich,
ohne
jegliche
Unterscheidung
zwischen
dem
Großen
und
dem
Kleinen
(s.
Teil
1,
Punkt
30).
Und
der
Grund
aller
Dunkelheit,
die
in
der
Bchina
Dalet
herrscht,
stellt
das
Licht
dar,
das
durch
den
Kav
empfangen
wird
und
welches
dort
nicht
leuchtet,
wie
wir
bereits
studiert
haben."
Rav: Zimzum Alef wurde in einer einzigen Gleichheit erschaffen. Das Licht wich nach allen Seiten rings um den Mittelpunkt. Denn das Geschöpf hat nicht einmal wegen der Scham aufgehört, das Licht zu empfangen, wovon man erzählt. Da gibt es noch gar nichts, wofür man sich schämen müsste, es hat ja nicht empfangen. Der Schöpfer hat es so gemacht. Das ist wie ein Kleinkind: Schämt es sich, weil es von der Mutter empfängt? Es fordert von der Mutter, es steht ihm zu. So empfindet man aus der Dwekut heraus, dass es einem zusteht. Ja. Der Zimzum geschah vielmehr deshalb, weil Malchut de Ein Sof in der Gleichheit der Form aufstieg. Sie empfand, dass sie über das hinaus will: zu sein wie der Gebende. Das ist ein Mangel ohne Mangel.
Das heißt, der Zimzum geschah nicht deshalb, weil es dem Willen zu empfangen schlecht geht. Nein. Sondern weil er, ohne sich auf sich selbst zu beziehen, sein Verhältnis zum Schöpfer ausdrücken will. Deshalb heißt Zimzum Alef Aufstieg: Malchut stieg auf, es stieg in seinem Willen auf, Geschöpfe zu erschaffen, Ausgeströmte und so weiter. Aufstieg, der Aufstieg des Verlangens. Und deshalb ist Zimzum Alef kein Makel. Und erst wenn man anfängt, die Linie zu füllen, durch die Linie die Igulim, dann empfindet man, wie sehr das Geschöpf in der Bchina Dalet nicht fähig ist, diese Berechnung von Gleichheit der Form und Füllung zu machen; und dann gibt es einen Unterschied zwischen den Igulim und Yosher.
Bis zum Ende der Korrektur – nun, ihr versteht, das ist das Lew haEwen, das sind all jene Verlangen, die wir bis zum Ende der Korrektur nicht beherrschen können. Sie werden erst im Ende der Korrektur korrigiert. Das ist es. Warum? Weil es hier Gefäße des Gebens gibt und Gefäße des Empfangens, weil es eine gegenseitige Einschließung zwischen den Gefäßen gibt und weil wir nicht in allen Gefäßen fähig sind, Klärungen zwischen dem Licht und dem Gefäß zu machen.
Nun, schnell.
28:23
Schüler: Was unterscheidet die Gefäße de Igulim? Wenn alles in Gleichheit ist und es keine Massachim gibt, warum gibt es dann eine Vielzahl von Gefäßen ...
Rav: Die Bchinot. Der Unterschied zwischen den Gefäßen de Igulim sind die Bchinot, die vier Bchinot des Or Yashar, die sich weiter und weiter und weiter unterteilen.
Und damit beenden wir.
(Ende der Lektion)