Tägliche Lektion27. Mai 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 7 (1991) (27.01.2002)

Rabash. Artikel 7 (1991) (27.01.2002)

27. Mai 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

Rohabschrift ohne Endkorrekturen. Es können Fehler enthalten sein.

Morgenunterricht 27.01.2002

Buch „Schriften des Rabash", Band 2, S. 1219, „Was ist Mensch und was ist Tier, in der Arbeit"

Wir haben den Artikel „Was ist Mensch und was ist Tier, in der Arbeit" aus „Stufen der Leiter", Band 1, Seite 152 gelesen. Ja, bitte.

00:14

Schüler: Man sagt, dass derjenige, der mit der Absicht zu geben gehen will, die Größe des Schöpfers sehen muss. Aber wie entflieht er dem Hineingeraten in den Zustand, zu geben mit der Absicht zu empfangen, wenn er die Größe des Schöpfers sieht?

Rav: Das ist die ganze Sache, dass dem Menschen, der sich nach Spiritualität sehnt — was bittet er also? Man fügt ihm einen Willen zu empfangen hinzu, zusätzlich zu all den Genüssen, die er durch die fünf Sinne um sich herum sieht. Man fügt ihm noch einen Willen zu empfangen hinzu, indem man ihm einen weiteren Kanal öffnet, einen sechsten Sinn, ja, damit er fühlt, dass ihm noch etwas fehlt, das er durch seine fünf Sinne nicht erfüllen kann — Sehen, Hören, Riechen, Sprechen, Tasten — sie können den neuen Mangel, der sich geöffnet hat, nicht stillen. Was tun?

Und dann fängt er wirklich an, in eine Verzweiflung hineinzukommen, in… er sieht keine Lösung. Wenn ich nicht reich genug bin oder nicht angesehen genug, nicht wissend genug, dann habe ich allerlei Mittel in dieser Welt, das auf alle möglichen Weisen zu erlangen, und diese Welt ist dafür gebaut, dass ich letztlich auf irgendeine Weise, in irgendeinem Maß, diese Bedürfnisse erfülle. Aber wenn ich jetzt ein neues Bedürfnis habe, dem in dieser Welt keine Antwort gegenübersteht, dann bin ich in Hilflosigkeit.

Und dann, langsam, langsam, durch die Entwicklung in diesem neuen Willen, bringt man den Menschen in einen Zustand, in dem er sucht. Er hat gesucht, hat einen Ort gefunden, sagen wir, wo man darüber spricht, wie man diesen Willen erfüllt, und die Methode, die davon spricht, wie man diesen Willen erfüllt, heißt Methode der Kabbala, ja, wie man Erfüllung in jenem besonderen, neuen Willen empfängt, der über ihn gekommen ist — was soll man machen, das hat sich bei ihm geöffnet. Also lernt er, spricht darüber, hört darüber, aber letztlich hat er einen einfachen Zugang — den Mangel zu erfüllen. Man sagt ihm, und langsam, langsam entdeckt er das durch das Lernen, dass er sich verändert. Verändert — dass er anfängt, ein wenig aus sich selbst heraus zu verstehen, dass das, worüber man spricht, normalerweise nichts in mir bewirkt, im Inneren des Menschen, sondern das Lernen selbst ist es, dass er sich in der Gemeinschaft drumherum befindet.

Die Umgebung, langsam, langsam — „Umgebung" werden auch Bücher und Autoren, Rav, Freunde genannt, all das gibt ihm, sodass wir sagen, dass das ein Licht ist, das von außen wirkt, und langsam, langsam wirkt es auf jenen Willen, den Punkt im Herzen, und dann fängt der Mensch auch an zu verstehen, was genau er will. Und er fängt an zu verstehen, dass dieser Wille auf direkte Weise nicht erfüllt werden kann. Damit einverstanden zu sein, fängt er an — zwar nicht einverstanden, sondern notgedrungen, aber trotzdem ist das Zustimmung. Er fängt an zu verstehen, dass er in etwas anderem sein muss als zuvor, gemäß dem neuen Willen, der jetzt in ihm empfangen wurde, und fängt an, Veränderung zu erbitten.

Er fängt an zu sehen, dass im Vergleich zu den neuen Begriffen, die er fühlt — das ein Zeichen ist, dass er schon Licht fühlt. Nicht in Klarheit, aber irgendwie in einer verborgenen Form, doch er fühlt schon. Er fängt an, sich schlecht zu fühlen, in etwas verdorben, in etwas, das nicht zur Erfüllung passt, die er erwartet. Und entsprechend dem fängt er an, damit einverstanden zu sein, dass er Veränderungen durchgehen muss, eine innere Renovierung.

Langsam, langsam, durch viel viel viel Arbeit und Anstrengung und Monate von Bemühungen, fängt er an zu verstehen, dass er aus sich selbst heraus sich nicht verändern kann und es sein kann, dass die Veränderung von oben kommt, weil es woanders nirgendwoher gibt. Er sieht, dass er selbst dasselbe bleibt und sogar schlimmer. Vielleicht nicht schlimmer, aber er sieht sich jedes Mal in einer klareren Form, schlechter. Und dann entsteht bei ihm eine sehr besondere Einstellung gegenüber dieser ganzen neuen Sache der Erfüllung, des neuen Willens — er fängt an, sich nicht darum zu sorgen, dass der Wille gefüllt werde, sondern dass der Wille in der besonderen Form sei, im Geben. Mehr beschäftigt ihn die Anpassung an die Erfüllung, die Anpassung an das Licht, die Anpassung an etwas, als die Erfüllung selbst. Dass schon bei ihm das besondere Verhältnis zur Art der Erfüllung, zur Art seines Willens anfängt, wie immer das sein mag — schon fängt man an, vom Menschen zu sprechen, der sich wirklich verändert.

Wir lernen das in allen möglichen Formen aus den Vorworten und Artikeln, aus Briefen, wo geschrieben steht, dass Adam HaRishon am Anfang, das heißt, dem Menschen, sagen wir, ja, gab man eine Unterscheidung von bitter und süß, eine tierische Unterscheidung, wie jedes Tier, das aus der Natur heraus handelt, die ihn beherrscht, sie beherrscht, dieses Tier. Und wenn das der Mensch ist, dann beim Menschen — was ist der Unterschied zwischen Mensch und Tier? Dass beim Menschen noch eine Unterscheidung von Wahrheit und Lüge hinzugefügt wurde. „Wahrheit" werden die Eigenschaften des Schöpfers genannt, „Lüge" werden die Eigenschaften des Menschen genannt, die anfänglichen Eigenschaften des Menschen.

Wenn also die Unterscheidung Wahrheit und Lüge den Menschen mehr beschäftigt als die Unterscheidung bitter und süß, heißt das, dass er sich über das Tier in sich erhebt und den Menschen in sich wertschätzt und sich um den Menschen in sich sorgt, sich um die Bedürfnisse seiner Seele sorgt und nicht um die Bedürfnisse seines Körpers. Dann fängt er an zu bitten, er hat eine innere Forderung, gemäß dieser Unterscheidung zu sein, bitter und süß. Das heißt, mehr zu sein, äh, in der Unterscheidung von… gemäß der Unterscheidung Wahrheit und Lüge zu sein, wahrhaftig zu sein. Was ist wahrhaftig? Mit der Absicht zu geben. Und dann bittet er — eigentlich heißt diese Forderung selbst „Gebet" — und dann empfängt er auf jeden Fall von oben Kräfte, die ihn verbessern, die ihn verändern. Sodass er anfängt zu verstehen, dass es immer mehr und mehr gut für mich ist, mich wirklich zu verbessern und Veränderung nur in Wahrheit und Lüge zu sehen. Und bitter und süß — ich will überhaupt nicht einmal daran denken, zu dieser Erfüllung zu gehören; es soll kommen, ja. Nein, nicht wichtig. Es sei denn, wenn die Unterscheidung Wahrheit und Lüge fordern wird, dass ich mit meinen Gefäßen des Empfangens mitwirke, in bitter und süß, dann bin ich bereit, das zu machen, aber nicht dass ich irgendein Interesse von meiner Seite, von mir aus, habe. Wenn der Mensch anfängt, in solcher Form zu denken, dann kommt er mit dieser Forderung zu einem vollständigen Maß, und man gibt ihm, auf jeden Fall gibt man ihm wirklich, in Wahrheit und Lüge zu unterscheiden, und über bitter und süß zu herrschen, und diese Veränderung, die Kraft, die er empfängt, heißt „Augenöffnung in der Tora".

10:16

Das heißt, der Schöpfer öffnet sich, und aus der Erkenntnis der Größe des Schöpfers empfängt der Mensch Kraft, über diesen sechsten Sinn zu herrschen, sodass er anfängt, ihn zu erfüllen, ihn zu halten, nur um der Wahrheit und Lüge willen, nur um der Anpassung an den Schöpfer willen. Und dann fängt er schon selbst, in seinem Bewusstsein, an, Teilhaber in seiner eigenen Entwicklung zu sein, in seiner Anpassung an den Schöpfer, in der Korrektur dieses Sinns, in der Erfüllung dieses Sinns.

Das heißt: Wenn er vor der ganzen Sache, dass ihm überhaupt der neue Antrieb gekommen ist, gedacht hat, wie er sich selbst durch die fünf Sinne, seinen Willen zu empfangen, erfüllen könne, hatte er eine sehr einfache, natürliche, tierische Weisheit der Kabbala. Jetzt also, dadurch dass er wirklich eine wahre Sicht auf die ganze Wirklichkeit erworben hat, hat er eine andere Weisheit der Kabbala. Sie ist wirklich eine Weisheit, dass man sich selbst erfüllen und dadurch ein völlig anderes Ziel erreichen kann, und dann wird dieser Zustand wirklich „Weisheit der Kabbala" heißen. Dass es darin Verstand gibt, dass es darin Einsicht gibt, dass es darin einen Zugang zum Empfangen gibt, und nicht einfach zur Erfüllung selbst.

12:10

Schüler: Das heißt, was ihn eigentlich von dieser Klipa abhält, ist, dass er von vornherein Wahrheit und Lüge sucht und nicht bitter und süß, weil das dann Geben mit der Absicht zu empfangen wäre…?

Rav: Von vornherein geht er jetzt gemäß der Unterscheidung bitter und süß, und so weit ihn diese Unterscheidung verpflichtet, gebraucht er — oh entschuldige, von vornherein geht er zur Unterscheidung Wahrheit und Lüge, und so weit ihn die Unterscheidung Wahrheit und Lüge verpflichtet, geht er, bitter und süß zu gebrauchen.

Schüler: Und dann, wenn er die Größe des Schöpfers sieht, gibt ihm das was — die Gleichheit der Form, den Willen zur Gleichheit der Form?

Rav: Und gemäß dem, wieviel er beide Dinge richtig gebraucht — dieses Maß bestimmt das Maß der Gleichheit der Form mit dem Schöpfer. Ja.

Schüler: Du sagst, dass Wahrheit eigentlich die Eigenschaften des Schöpfers sind, und Lüge die Eigenschaften des Geschöpfes. Aber wie kann ich, der den Schöpfer nicht kennt, eigentlich wissen, was die Eigenschaften sind — ich kann wissen, was in mir aufkommt, das mir vielleicht als Eigenschaften des Schöpfers erscheint, und wie weit ich davon entfernt bin durch das, was ich [bin], aber wirklich zu wissen, was die Eigenschaften des Schöpfers sind, ich kenne Ihn ja nicht, nicht…

Rav: Woher weiß ich von den Eigenschaften des Schöpfers? Von oben tut man nichts außer mir diesen neuen Mangel, der „Punkt im Herzen" heißt, zu öffnen. Man öffnet mir einen Punkt im Herzen, einen neuen Mangel, einen Mangel — ich fange an, etwas zu wollen, aber etwas Elendes, mehr als in allen vorherigen Zuständen.

Alle vorherigen Zustände konnte ich irgendwie erfüllen, nun, ich rede von gewöhnlichen Zuständen, nicht von Zuständen tierischer Not, wo schon Lebensgefahr oder so etwas besteht. Alle vorherigen, tierischen Zustände konnte ich durch etwas in dieser Welt öffnen. Jetzt öffnet man mir einen Mangel, den ich nicht machen kann. Aber nachdem man mir diesen Mangel geöffnet hat, fertig, mehr als das wird man mir von oben nicht geben, mehr als das muss ich selbst erreichen.

Und ich fange an zu suchen. Diese Suchen selbst sind Korrekturen, und langsam, langsam bringen sie mich an den richtigen Ort, wo ich mich erfüllen kann, zu den richtigen Büchern. Das kann hunderte Jahre dauern, Jahrzehnte oder einige Monate, das ist schon nicht mehr unser Geschäft. Der Mensch sucht, er weiß nicht, was er tut, gemäß dem Mangel flieht er von Ort zu Ort wie ein Tier — hier ist es nicht in Ordnung, dort wird es vielleicht besser sein. Dort ist es nicht in Ordnung, vielleicht wird es dort besser sein, so wie ein Tier vor der Gefahr flieht. Er kommt an einen Ort, an dem man ihm wahre Bücher gibt, und dann fängt er durch die Bücher langsam, langsam an, höheres Licht auf sich auszustrahlen.

15:19

Die Sache ist, dass es in unserer Welt Bücher gibt; wenn es keine Bücher gäbe, hätten wir keinerlei Verbindung zwischen dem, was in dieser Welt passiert, und dem, was in der Spiritualität passiert; der Machsom zwischen uns versperrt einfach die ganze Spiritualität. Dieser Machsom erlaubt einem umgebenden Licht hindurchzugehen, einer sehr kleinen Erleuchtung von oben zu uns, wenn wir an die richtige Methode angeschlossen sind. Was ist die richtige Methode? Dass du ein Buch öffnest, dessen Verfasser, der es geschrieben hat, das Buch, ja, der es geschrieben hat, auf einer höheren Stufe war, der schon in einem Zustand jenseits des Machsom war.

Also aus jenem Zustand, in dem er war und das Buch schrieb, wenn du dich verbindest, wenn du ein Buch liest, liest du nicht ein Buch, sondern verbindest dich unbewusst, nicht wichtig, mit jenem Menschen, der dort auf jener Stufe und zur Zeit des Schreibens [war]. Es gibt keine Zeit in der Spiritualität. Dass das vor zweitausend Jahren mit Rabbi Schimon war, das ist nicht wichtig. Während du Sohar liest, verbindest du dich mit dieser Quelle — Rabbi Schimon sitzt und schreibt den Sohar; wo war er damals, sagen wir? Rosh deArich Anpin, also verbindest du dich mit dieser Quelle.

Jetzt, sicher empfängst du aus dieser Quelle eine sehr kleine Erleuchtung, soweit du verstehst, was das ist, soweit du erkennst, was das ist, soweit du von dort empfangen willst, und soweit du weißt, was du empfangen willst, soweit du dein Herz vorbereitet hast, das Richtige zu empfangen. Und nicht irgendeine Sache — und hier wird die Lüge nicht durchgehen. Du kannst sagen, ja, ich will so sein wie Rabbi Schimon. Was willst du, weißt du, was Rabbi Schimon ist, was willst du sein, vielleicht willst du, dass man dir eine Mimuna macht, wie man ihm macht, ja? Dafür lohnt es sich, das ganze Leben zu arbeiten, ja? Es gibt Menschen, die das tun.

17:25

Also, das heißt, hier fängt schon eine Arbeit im Reinigen des Herzens an, im Klären des Willens, im Klären der Forderung, was du willst und was du brauchst, durch das Buch, durch das Lernen, aber letztendlich, zur Zeit des Lernens, ein Mensch, der Anstrengung in Quantität und Qualität gibt — das ist der ganze Schlüssel, das ist das ganze Mittel, das ihn zur Spiritualität bringt. Das ist es.

Das heißt: Je mehr umgebendes Licht auf dich herabkommt, in Intensität und Quantität, im Ganzen in Leistung, ja? Spannung mal Strom, weißt du, wie in der Elektrizität, ja? Man braucht sowohl Quantität als auch Qualität; du hast einen Strom, der so und so viel kommen muss, Ampere oder Kilogramm, Tonnen, aber wichtig ist auch, wieviel besondere, innere Intensität in ihm ist, die Spannung. Und entsprechend dem reinigt es dich und baut dich auf, dieses Licht, umgebendes Licht.

Und dann nach einiger Zeit muss dieses umgebende Licht wirken — man sagt dir, von drei bis fünf Jahren; wenn ein Mensch sich anstrengt, dann ist es innerhalb dieser Zeit sicher, dass er in eine andere Phase übergeht, über den Machsom aufsteigt. Warum? Weil seine Forderung innerhalb von drei bis fünf Jahren wahrhaftig wird, dass er wirklich Korrekturen will. Das umgebende Licht wirkt auf ihn in einer solchen Form, dass er Gunst der Heiligkeit empfängt.

Das heißt, es gibt ein Mittel zwischen unserer Welt und der höheren Welt; sonst hätten wir uns überhaupt niemals an die höhere Welt anpassen können; es gibt ein Mittel, das umgebende Licht durchdringt den Schirm, durchdringt den Machsom und verbessert uns. Nur hängt hier das Maß der Verbesserung, die Geschwindigkeit der Verbesserung, davon ab, wie ich mich vorbereite.

Und um mich vorzubereiten, dafür haben wir Arbeit in Gruppen, wir haben Arbeit in der Küche, wir haben vorher Arbeit in Gesprächen, sogar in diesen Artikeln, die man liest — alle möglichen Mittel, die alle dafür da sind, uns für die Zeit des Unterrichts vorzubereiten, für die Zeit, in der du vor dem heiligen Buch sitzt. Was heißt das „Heilige"? Dass es dir eine höhere Kraft bringt, die „Heiligkeit" heißt. Das ist es. Ja.

20:15 hier

Schüler: Kann man sagen, dass eine Forderung, die Erkenntnis der Notwendigkeit für Korrekturen, schon ein Zeichen ist, dass das umgebende Licht in mir wirkt?

Rav: Ja, sicher. Vom ersten Moment an, in dem der Mensch im Unterricht ist, gibt es schon die Wirkung des umgebenden Lichts auf ihm. Die Tatsache, dass er noch gar nichts weiß — plötzlich nach einigen Monaten bekommt er schon einen Abstieg, sogar nach einigen Wochen. Das heißt, eine Vermehrung des Willens zu empfangen — schon hat er eine innere Arbeit, Veränderungen. Sinnlich sieht man das. Aber alle Veränderungen, die in uns geschehen, vom Moment an, dass wir hier anfangen zu lernen, uns zu versammeln, zu wirken — wer weniger, wer mehr, wer mehr in der Arbeit, wer mehr im Lernen, nicht wichtig — soviel jeder mitwirkt, dann wirkt das umgebende Licht sofort auf ihn. Es gibt hier genug Kräfte dafür, und der Mensch verbessert sich.

Und die Tatsache, dass das umgebende Licht wirkt, ist die, dass der Mensch anfängt, innere Veränderungen zu fühlen. Als gute, als schlechte — das ist nicht wichtig, wie er mit seinem Tier prüft, was gut für ihn und was schlecht für ihn ist. Du weißt, ein Tier findet hier gutes Gras — das nennt es gut für sich. Und wenn es nicht versteht, dass man es vielleicht dadurch, dass es hier kein gutes Gras gibt, an einen besseren Ort bringen kann. Das versteht der Körper nicht, der Körper will jetzt sofort, und fertig. Also, aber sicher fühlen wir die Wirkung des umgebenden Lichts die ganze Zeit in allen Veränderungen, die in uns sind. Und wir haben hier ein sehr großes allgemeines umgebendes Licht, dass hier viele Menschen in der spirituellen Suche arbeiten, und deshalb wird, wer hierherkommt, so gut umgespült.

Die Sache ist, wie sehr er sich gegenüber der Gruppe und gegenüber dieser Methode unterwirft, bereit ist, sie um jeden Preis anzunehmen, was auch sei, seinen Verstand kleiner zu machen als den allgemeinen Verstand der allgemeinen Gruppe, und so weiter. Ja.

22:36

Schüler: Warum ist es wichtig, Unterscheidungen zu machen? Wir sagen doch, nur sich zu sehnen, zu bitten, und…

Rav: Es ist wichtig, Unterscheidungen zu machen, weil es im Menschen — außer Unterscheidungen haben wir nichts. Es steht geschrieben: „Und du sollst das Leben wählen" — außer der Wahl, das ist… was ist Wahl? Wahl ist das Ende der Unterscheidungen. Die Entscheidung nach allen Unterscheidungen heißt Wahl. Wie soll man also keine Unterscheidungen machen?

Wenn ich einfach ein Tier bin, mit dem man von oben so spielt wie mit einem Jojo, weißt du, am Gummi so eine Kugel, mit dem man so hoch und runter macht, hoch und runter, und ich bin einfach wie dieses Jojo — ich fühle besser, schlechter, besser, schlechter. Und von mir selbst hängt nichts ab, mehr oder weniger zu springen oder noch etwas, nur die Zustände zu fühlen. Na, dann gibt es nichts zu tun, dann brauche ich nicht einmal diese Bücher.

Aber die schon zu dem Ort hinübergegangen sind, an dem sie die Wahrheit und das Ziel sehen, und sich schon am Ende des Ziels, ganz im Ziel, befinden, sagen: Nein, wir sind keine Jojos, dass an uns gearbeitet wird, und fertig. Es wird nicht nur an uns gearbeitet. Sicher arbeitet man an uns, das ist klar. Zu 99,9% arbeitet man an mir, aber er sagt, ich habe 1% oder ein Zehntel Prozent, nicht wichtig wie, aber es gibt etwas, wo ich bestimme, freie Wahl. Dort befinde ich mich in der Freiheit des Willens, und in dieser Freiheit des Willens muss ich agieren. Dadurch, dass ich gerade das wähle, dadurch komme ich voran.

Und mehr noch sagt er. Er sagt, dass das Vorankommen vom Zustand, in dem ich mich jetzt am Anfang des Weges befinde, bis zum Ende des Weges — nicht wichtig, dass auf mich 99% allerlei Willen wirken und ich nicht der Herr über sie bin, aber jeden einzelnen Schritt vorankommen von jetzt bis zum endgültigen Ziel kann ich nur durch Wahl. Das heißt: Ich habe richtig gewählt noch einmal, ich habe noch einen Schritt gemacht. Ich habe noch richtig gewählt, noch ein Schritt.

Das heißt, dieses Prozent, das mir bleibt, ist das einzige, durch das ich, wenn ich es gebrauche, vorankomme. Und die anderen tausendundein Kräfte, die auf mich wirken, und die Vorfälle — sie bringen mich nicht zum Ziel voran. Sie sind nur dazu, eine Umgebung für mich zu machen, sodass ich letztlich meine freie Wahl richtig gebrauche. Deshalb bin ich gerade kein Tier, sondern ein Mensch, der in einer solchen Form gebaut ist, dass die Natur, das ganze System, mich letztlich verpflichtet, freie Wahl zu gebrauchen. Und wenn ich sie nicht gebrauche, dann gibt man mir Schläge, gibt mir allerlei Zustände, sodass ich letztlich doch zur Wahl komme. Noch tausend Jahre, nicht wichtig, du wirst reifen und zur Wahl kommen.

26:04

Schüler: Ist die Wahl bitter und süß über Wahrheit und Lüge? Äh, Wahrheit und Lüge gegenüber bitter und süß?

Rav: Die Wahl ist ja, Wahrheit und Lüge anstelle von bitter und süß zu wählen. Denn bitter und süß ist das Tier, und Wahrheit und Lüge ist der Mensch. Also auch das Tier zu gebrauchen, um den Menschen zu erheben. Ja.

Schüler: Wie kann ich wissen, ob ich genug Anstrengungen in die Unterscheidungen investiere? Gibt es irgendein Maßinstrument, mit dem ich das klären kann?

Rav: Wie kann ich messen, in wieviel Prozent ich mich anstrenge, ja? Um zum Ziel voranzukommen, und mir vielleicht noch viel Kraft wie ein Motor bleibt, die ich nicht gebrauche, und schade, ja, was hat er? Vielleicht habe ich noch viele Möglichkeiten, die ich nicht gebrauche und nicht sehe. Vielleicht bin ich faul und entdecke nicht, dass ich faul bin. Vielleicht habe ich noch alle möglichen Eigenschaften, die ich erwecken kann und durch die ich auf jeden Fall vorankommen kann.

Die Sache ist, dass jeder einzelne aus denselben Eigenschaften zusammengesetzt ist. Die zehn ursprünglichen Sefirot, die es in der Seele gibt, strahlen auch auf das Tier diese Eigenschaften aus, und in tierischer Form sind wir es, die sie fühlen; jeder ist aus denselben Eigenschaften zusammengesetzt, nur in unterschiedlicher Mischung bei jedem einzelnen und in unterschiedlichem Maß bei jedem einzelnen. Aber in jedem gibt es Zorn und Höflichkeit und Mitgefühl und Flexibilität und Grausamkeit, in jedem einzelnen. Nur was — in unterschiedlichen Maßen und in unterschiedlicher Verbindung zwischen ihnen.

Wie kann ich all diese Eigenschaften im nützlichsten Gebrauch zum Vorankommen herausholen? Das ist nur durch die Gruppe. Dass ich sie hier alle in Gang setze, und nicht einfach so wie auf der Straße. Sondern hier setze ich sie in zielgerichteter Form in Gang, dass ich in jedem einzelnen Sinn suche, dadurch, dass ich mich mit den Freunden in einer Gruppe abreibe, wie ich zum Ziel komme, wie ich maximalen Nutzen aus der Verbindung zwischen uns herausholen kann. Also hier hole ich aus mir maximalen Nutzen aus jeder einzelnen meiner Eigenschaften heraus.

So schlecht sie auch ist, so gut sie auch ist, ich lerne von anderen, ich lerne aus mir selbst. Das heißt, hier gibt es eine Art Ofen, in dem man wirklich schnell reifen kann. Allein hingegen kann ich nicht einmal entdecken; ich habe niemanden, an dem, an welchem Material. So entdecke ich am Material der Freunde, an der Gruppe, schnell meine Eigenschaften. Davor auch, wenn ich allein bin, kann ich nicht einmal — gegenüber wem entdecke ich Neid, Hass, Grausamkeit, Mitgefühl, gegenüber wem? Auf der Straße und gegenüber dem Zuhause, den Hausgenossen, das ist nicht das; das sind völlig andere Sachen, dort ist es auch auf einem anderen Hintergrund, nicht auf dem Hintergrund des spirituellen Vorankommens.

Also dort bin ich befangen, und entsprechend dem gebrauche ich jede einzelne Eigenschaft von vornherein für ein tierisches Bedürfnis, für ein Ziel in dieser Welt. Hier, wenn ich alle meine Eigenschaften für das Ziel, das die kommende Welt ist, für das spirituelle Ziel gebrauchen will, dann öffnen sie sich schon ganz anders. Deshalb ist der Gebrauch der Freunde für die Selbstentwicklung eine notwendige Sache.

30:41

Ohne das wird der Mensch nicht… er wird einfach so bleiben, wie er ist. Ihr fühlt das, denke ich, wirklich von Moment zu Moment, dass ihr in der Gruppe seid. Und wer nicht in einer Gruppe ist, der hat einen sehr langen Weg, das kann ich mir nicht einmal vorstellen, wieviel Zeit es dann dauern wird, sich zu entwickeln. Ja.

Schüler: Hier steht geschrieben: „In der Stunde, in der der Heilige, gepriesen sei Er, den Menschen liebt, schickt Er ihm ein Geschenk." Was ist ein Geschenk?

Rav: Noch einmal?

Schüler: „In der Stunde, in der der Heilige, gepriesen sei Er, den Menschen liebt, schickt Er ihm ein Geschenk."

Rav: „In der Stunde, in der der Heilige, gepriesen sei Er, den Menschen liebt, schickt Er ihm ein Geschenk." Geschenk, das ist nur eine Sache, die es gibt. Was ist ein Geschenk? Ein Geschenk ist eine Sache, an der ich davor keinen Bedarf hatte, und danach liebe ich sie, weil ich sie von jemandem empfangen habe, der mich liebt, und weil man sie mir gibt, weil man mich liebt, und nicht, weil ich sie verdient habe. Das heißt Geschenk, nicht wahr? Es gibt darin noch alle möglichen Unterscheidungen, aber hauptsächlich.

Also ein Geschenk von oben sind die neuen spirituellen Eigenschaften, die der Mensch vom Schöpfer empfängt. Wann passiert das? Wenn der Schöpfer den Menschen liebt. Liebe heißt, dass Er will, Er sieht von Seiten des Menschen Bereitschaft zur Gleichheit der Form. Liebe und Hass sind Maße in der Gleichheit oder der Ungleichheit der Form.

Noch? Ja.

32:44

Schüler: Über den Zustand „Staub" steht hier geschrieben: „dass der Heilige, gepriesen sei Er, der Schlange gesagt hat: 'Und Staub sollst du essen alle Tage deines Lebens'",

Rav: Ja.

Schüler: Das auf der einen Seite, von einer Seite. Auf der anderen Seite haben wir gelernt, dass Staub Selbstaufhebung ist. Der Zustand „Staub" ist Selbstaufhebung. Und im Siddur steht so geschrieben: „dass ich Staub für jeden sein werde". Wie geht das zusammen, das zu verstehen?

Rav: „Schlange" wird unser allgemeiner Wille genannt, mit der Absicht zu empfangen. Gegenüber der spirituellen Erfüllung wird seine Erfüllung „Staub" genannt. Dass der Mensch anfängt… Die Schlange fühlt nicht den Staub, für die Schlange ist es die Nahrung. Für die Schlange ist es die Nahrung. Wann fängt der Mensch an zu fühlen, dass das Staub ist? Wenn er anfängt, Mensch zu sein. Dann fängt er an, in dieser tierischen Nahrung den Geschmack von Staub zu bekommen. Das stillt ihn schon nicht, für ihn ist das eine Sache ohne jeden Geschmack. Er sucht den Geschmack zu leben und findet ihn nicht, deshalb wird es zu einem Fluch.

Aber bevor er anfängt, sich von der Tierischheit zu erheben, fühlt er nicht, dass das Staub ist. Deshalb, von der Spiritualität — wenn man uns irgendeine spirituelle Errungenschaft nimmt, die wir spirituell in etwas erreicht haben, und wir wieder in die Tierischheit fallen: Was ist schlecht bei dir, sieh, was du alles hast, du hast Familie, Haus, Arbeit, nach der Arbeit hast du Sofa, Fernseher, Fußball, du hast alle Dinge, was fehlt dir? Du kannst sogar auf irgendeine Reise fahren, mit Freunden ins Restaurant gehen, was ist das Problem? Ich fühle den Geschmack von Staub. Warum? Ich war auf einer spirituellen Stufe als Mensch, man hat von mir die Stufe des Menschen genommen, den spirituellen Teil in mir, ich falle in die Materialität, in das vorherige, normale Leben, da gibt es nichts, gepriesen sei der Schöpfer. Was für ein „gepriesen sei der Schöpfer", ich fühle keinerlei Geschmack, Geschmack von Staub.

Das heißt, wann fühlt man den Geschmack von Staub? Wenn man von der Stufe des Menschen fällt. Einfach so nicht. Geh auf die Straße, sag „ich lebe", jeder wird es dir sagen. Na, gut, schlecht, nicht wichtig, aber er lebt. Bei uns nicht; bei uns, wenn man die Spiritualität nimmt, schaust du ihn an, er ist tot, sie bewegen sich wie Kadaver, so, weißt du, Gespenster, Geister. Geister, Phantome, bewegen sich so. Der Mensch fühlt sich nicht, du wendest dich an ihn, er hat solche leeren Augen, er ist nicht… man hat ihm das Leben genommen. Und sieh ihn dir an: er hat alles, aber er fühlt Staub. Ja.

36:00

Schüler: Ich wollte fragen, am Anfang des Artikels sagt uns Rabbi Schimon, dass nur die Völker Tiere sind. Und „mein Volk und meine Schafe meiner Weide", das ist der Mensch. Der Rabash sagt, nur wer Furcht des Schöpfers hat, und Furcht des Schöpfers um des Himmels willen, nicht um sich selbst zu rühmen.

Rav: „Ihr werdet Mensch genannt" — die Absicht ist: in dem, der Furcht des Himmels hat, ja? „Mensch" ist das Maß der Furcht. Das Maß der Furcht des Himmels — die Absicht ist das Maß der Sorge um die Liebe des Schöpfers. Vor dem Schöpfer gibt es nichts zu fürchten — wer mit Ihm in Kontakt kommt, sieht, dass von Ihm niemals Schlechtes ausgeht, nur gute Dinge. Wenn es gute Dinge sind, dann kann ich Ihn quasi missachten, es macht mir nichts, auf Ihn zu pfeifen, ja? Wenn Er insgesamt die Quelle des Guten ist und sich niemals verändert, was habe ich dann, mich überhaupt zu Ihm zu verhalten — soll er sein, soll Er noch mehr bringen, und fertig. Weißt du, wie ein verwöhntes Kind von der Mutter, das es bis zum Ende ausnutzt. Ja?

Deshalb ist Er vor uns verborgen, weil das uns verderben würde. In dem Maß, in dem der Mensch zum Schöpfer das Maß der Furcht erwirbt, das heißt, dass er sich die ganze Zeit sorgt, ob ich Liebe zu Ihm habe — in diesem Maß kann der Schöpfer sich öffnen und dem Menschen dieses Maß der Liebe zeigen. Sonst würde es verderben.

Schüler: Wie kann man zur Unterscheidung von Wahrheit und Lüge kommen, wenn das ein Mittel ist — letztlich ist es nur ein Mittel, um die Empfindung des Süßen zu fühlen. Ich komme dazu, weil ich will, dass es mir gut geht.

Rav: Nein, nein, nein, nein, die Unterscheidung Wahrheit und Lüge ist kein Mittel, um das Süße zu fühlen, denn wirklich, im Süßen hast du nicht mehr als ein dünnes Kerzlein. Im Süßen hast du nur all jene Geschmäcker, die diese Welt erfüllen. Mehr als das, Genüsse jenseits dieser Welt, können in einfachem bitter und süß nicht gefühlt werden. Spirituelle Genüsse, das heißt oberhalb dieser Welt, all die Genüsse können nur in Wahrheit und Lüge gefühlt werden.

Schüler: Gibt es einen bestimmten Moment, in dem ein Mensch fühlt…

Rav: Das heißt, nur im Maß meiner Anpassung an den Schöpfer; nicht dass das Maß meiner Anpassung an den Schöpfer eine Bedingung ist, dass ich gut fühle, sondern mein Genuss ist daraus, dass ich in Anpassung an Ihn bin. Verstehst du? Das heißt: Wenn ich sagen wir im Anfangszustand Nefesh fühle, und im Endzustand werde ich NaRanChaJ fühlen, dann ist der Unterschied zwischen Nefesh und NaRanChaJ nicht das, dass ich durch meine Absicht mehr Erfüllung fühle, da Absicht nur das Mittel ist.

Nein, Absicht ist Mittel. Diese Absicht — mit der Absicht zu geben — gibt mir Empfindungen des Gebens, Genuss vom Geben. Und Genuss vom Geben gegenüber Genuss vom Empfangen, das ist der Unterschied zwischen NaRanChaJ und Nefesh. Verstehst du? Du sagst, die Absicht zu geben sei nur eine Bedingung, dass ich mich mehr in den Willen zu empfangen versenken werde, und ich werde ihn mehr gebrauchen, und genau dann werde ich in ihm mehr Geschmäcker fühlen. Du fühlst nicht innerhalb des Willens zu empfangen mehr Geschmäcker. Du fühlst im Willen zu geben diese zusätzlichen Geschmäcker. Das stimmt nicht.

39:53

Schüler: Das ist nicht spürbar im…

Rav: Das ist… nein. Im Willen zu empfangen kann man nicht mehr fühlen. Das ganze spirituelle Gefäß wird oberhalb des Willens zu empfangen aufgebaut, dass ich ihn im Geben gebrauche. Dass ich Genuss daraus habe, dass ich fühle, wieviel er Genuss hat. Ich fühle in ihm den Genuss. Aber ich habe mich derart mit ihm verbunden, dass er und ich dasselbe sind, deshalb fühle ich [das]. Wenn ich mich selbst fühle, fühle ich Nefesh deNefesh deNefesh, ich weiß nicht wie, wirklich ein dünnes Kerzlein.

Wie sehr ich mit den übrigen Seelen verbunden sein und Genuss in jeder einzelnen fühlen kann — den Genuss, den ich in ihnen fühle, fühle ich als meinen. Dadurch vergrößere ich [ihn]. Deshalb ist alle Lebenskraft, mehr als mein dünnes Kerzlein, das ich jetzt habe, das gegenwärtige tierische, eine spirituelle Lebenskraft. In wem… dass ich mich gegenüber jemandem aufgehoben habe und in ihm Genuss fühle, das heißt, dass ich aus meiner Haut nach außen herausgegangen bin, dann fühle ich schon, und das heißt Genuss des Gebens, das heißt der spirituelle Genuss. Aber nicht in mir, sondern dadurch, dass ich aus mir selbst herausgegangen bin und Mängel und Erfüllungen in ihm fühle. Ich fühle nicht die Mängel und Erfüllungen, die in demselben Tier in mir sind, sondern den Teil, der in mir in ihm ist, im Freund, ja, den fühle ich.

Deshalb sind alle spirituellen Genüsse außerhalb von mir, in den Gefäßen, die in allen übrigen Seelen sind. Und deshalb muss ich mich an sie anschließen, an alle übrigen Seelen, um zu sehen, um mit den Teilen von mir verbunden zu sein, die in jeder einzelnen Seele sind. In jeder einzelnen Seele gibt es einen Teil von mir. Also muss ich mich deshalb mit jeder einzelnen Seele verbinden, in Verbindung mit allen meinen Teilen sein, die in allen Seelen sind, die Erfüllungen in all diesen Teilen zu fühlen, und das ist wirklich der spirituelle Besitz, den ich erwerbe. Das ist es.

Es gibt keine andere Möglichkeit, zusätzlichen Genuss zu empfangen außer dem tierischen Genuss, den ich in mir selbst fühle. Deshalb ist „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" ein großes Prinzip in der Tora. Wenn du Tora willst, das heißt dieses Licht, das deinen Willen erfüllt, dann bitte: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Du musst sie mit dir verbinden, dass es ein Körper ist wie du, und dann wirst du die Tora empfangen, du wirst die ganze NaRanChaJ empfangen. Die Sache ist…

42:49

Schüler: Was du gesagt hast, Bchina 1 und Bchina 4.

Rav: Ja.

Schüler: Wie ziehe ich aus einem Zustand bitter und süß einen Mangel an Wahrheit und Lüge heraus?

Rav: Wenn der Mensch in der Unterscheidung bitter und süß ist, woher kommt er zur Unterscheidung Wahrheit und Lüge? Man gibt ihm von oben, dem Menschen gibt man von oben einen Mangel, der „Punkt im Herzen" heißt. Das ist ein Mangel an Wahrheit und Lüge. Punkt im Herzen, das Verhältnis zur Spiritualität, das Verhältnis zum Schöpfer, das alles ist in der Unterscheidung Wahrheit und Lüge, und nicht in bitter und süß. Bitter und süß ist nur die tierische Unterscheidung. Sie wächst nicht und schrumpft nicht, sondern es erscheint uns durch die Unterscheidung Wahrheit und Lüge, dass sich auch bitter und süß verändert, eine Art andere Dimension bekommt, dass plötzlich ihre Quantität und Qualität wachsen. Aber das Tier bleibt ein Tier; es scheint uns einfach plötzlich, dass das wichtiger ist, kostbarer wird es immer mehr.

Aber die ganze Entwicklung ist nur in der Unterscheidung Wahrheit und Lüge. Bitter und süß nicht. Sondern entsprechend zu Wahrheit und Lüge entwickeln sich bitter und süß; danach, nach dem Machsom, werden bitter und süß zu den Welten der Klipa, Welten der Klipot. Dort ist die Unterscheidung bitter und süß gegenüber der Unterscheidung in der Heiligkeit, das ist Wahrheit und Lüge. Beide Unterscheidungen, so gehen sie parallel bis zum Ende der Korrektur. Ja?

Schüler: Wenn du jetzt gesagt hast, dass der Genuss beim Freund gefühlt wird, im Teil von mir im Freund, was ist dann genau die Schechina, die zwischen uns weilt? Wo kommt das „zwischen uns" sozusagen her?

Rav: Wenn der Genuss im Freund gefühlt wird, dann gibt es in der ganzen Menschheit, in allen sechshunderttausend Seelen, dort einen Teil von mir, dann fühle ich meine Genüsse in allen diesen Teilen, die in allen Seelen sind. Und was haben wir einmal gesagt? Dass die Schechina zwischen uns weilt, das heißt nicht in jedem einzelnen, sondern zwischen uns. Also, das ist, was ich gesagt habe, in der Verbindung zwischen einem und dem anderen. Das heißt: wie komme ich zu jemandem? Dadurch, dass ich ihm gebe. Ja? Das heißt zwischen uns, von mir zu ihm. Auf dieser Verbindung fühle ich das Einkehren der Schechina.

Diese Verbindung ist die Absicht zu geben. Der Teil, den ich in einer anderen Seele finde, das ist der Wille zu empfangen. Es ergibt sich: Wie komme ich zu dir? Um zu dir zu kommen, brauche ich die Absicht zu geben. Zwischen mir und zu dir, ja, das ist so ein Vektor. Ja? Das ist es. Also, wenn ich zu dir komme, finde ich in dir den Willen zu empfangen, der bei mir als mein Teil gefühlt wird. So will ich an dir teilnehmen, an deiner Freude und deinem Schmerz, und so weiter, deinen.

Also durch das, dass ich mich mit dir verbunden habe, habe ich jetzt zwei Dinge. Ich habe die Absicht zu geben, das ist zwischen uns, und in dir gibt es einen Mangel. Also habe ich sowohl ein Gefäß als auch eine Absicht darauf erworben. Und das ist wirklich das spirituelle Gefäß. Aber mein Tier bleibt ein Tier. Ich stütze mich nur sozusagen darauf, um die Handlungen schon von ihm aufwärts auszuführen, und nach außen.

46:56

Schüler: Und das Verhältnis, das ein Mensch gegenüber den Mitgliedern der Gruppe fühlt — kann man eigentlich sagen, dass das auch das Verhältnis ist, das er gegenüber dem Schöpfer fühlt?

Rav: Das Verhältnis zu den Mitgliedern der Gruppe und das Verhältnis zum Schöpfer. Man muss zwischen beiden sehr klar unterscheiden. Das Verhältnis zu den Mitgliedern der Gruppe ist ein Verhältnis, ihnen zu geben, um sich mit der Göttlichkeit zu verbinden, sonst wird das Verwirrung. Das ist es. Es gibt den Schöpfer, und es gibt Freunde und Gruppe. Und Gruppe und Freunde, das ist ein Mittel, dass wir alle als Seelen, wir alle als Seelen müssen uns zusammen verbinden, um ein Gefäß zu schaffen, um eine Bedingung zu schaffen, sich zu verbinden, sich mit dem Schöpfer zu vereinigen. Das ist es.

Deshalb, vielleicht ist es grob und nicht schön zu sagen, aber ich gebrauche die Freunde und die Gruppe, das Wort selbst ist wirklich ein solches, dass ich sie ausnutze, um zum Schöpfer zu kommen. Das Ziel ist der Schöpfer, und nicht die Gruppe und nicht die übrigen Seelen. Ich muss sie gebrauchen, weil ich Teil derselben allgemeinen Struktur bin, die Adam HaRishon heißt, dass man nur durch Adam HaRishon die Göttlichkeit offenbaren kann.

Der Schöpfer verhält sich zu uns durch Adam HaRishon. Soweit wir in dieser Gestalt von Adam HaRishon vor dem Zerbrechen eingeschlossen werden können, oder uns selbst zu korrigieren, das heißt, das nennt man, dass ich mich selbst korrigiere und in diese Stufe eingeschlossen werde — dort ist die Verbindung zwischen diesem Adam HaRishon und dem Schöpfer. Wo ist das? In SoN deAzilut, die sich entweder an ihrem Platz oder in Aba weIma befinden. Ich muss zu dieser Stufe aufsteigen. Dort gibt es Vereinigung zwischen Schöpfer und Geschöpf. Das ist es.

Dass es danach ein Zerbrechen gab und all die Dinge, und sie sind bis in diese Welt gefallen und ich klettere zurück, das ist alles in der Spiritualität nicht wichtig. In der Spiritualität existieren all diese Zustände die ganze Zeit. Wenn ich mich mit dem Schöpfer vereinigen will, ein Zeichen, dass ich zu dieser Stufe kommen muss. Dort an diesem Ort gibt es eine Verbindung. Also so, wie es dort vor dem Zerbrechen eine Verbindung gibt, muss auch ich in dieselbe Verbindung jetzt nach dem Zerbrechen eingeschlossen werden. Das heißt, dass ich das Zerbrechen korrigiert habe. Das ist es.

Also in dieser Verbindung, was es dort gibt, wer ist dort? Adam HaRishon, das heißt die Sammlung aller Seelen, die wirklich wie ein Mensch in einem Herzen sich befinden, in einem Körper, eine allgemeine Seele in der Vereinigung, in der Absicht zu geben, in Anpassung an den Schöpfer. Also die ganze Gruppe, das ist sicher, und Rav und Gruppe und Bücher und alles ist nur ein Mittel. Und Gott bewahre, hier anzufangen, irgendwelche Heiligkeitsgestalten aus all diesen Dingen zu machen. Ja?

50:13

Schüler: Ja, dass es ein Mittel ist, das ist klar. Ich frage über die Veränderung innerhalb des Verhältnisses. Das heißt, wenn sich das Verhältnis eines Menschen zur Gruppe verändert, kann man darin auch das Verhältnis zum Schöpfer im Guten und im Schlechten messen? Oder gibt es keinerlei Verbindung?

Rav: Ich kann nicht nach meinem Verhältnis zur Gruppe sagen, dass sich mein Verhältnis zum Schöpfer verändert. Das ist sehr schwierig. Mein Verhältnis zur Gruppe hängt von so vielen Faktoren ab, die man mir gibt, dass ich mich anstrenge, dass man sich von oben anstrengt. Das heißt, es gibt hier ein Ergebnis aus dem Zusammenstoß und Kampf vieler Bedingungen und Kräfte, und ich kann das niemals richtig messen.

Wenn ich heute jetzt sozusagen alle Freunde missachte, wer weiß weswegen — es kann sein, dass man jetzt einen solch großen Willen zu empfangen hinzufügt, dass ich wie Schimon vom Markt bin. Und das ist die Rückseite einer sehr großen Stufe. Und dann muss ich einfach daran arbeiten, und fertig — aber wir müssen immer glauben, dass jeder einzelne Zustand, den man uns gibt, ein besserer Zustand ist als der vorherige. Nicht in der Empfindung, in bitter und süß, sondern in Wahrheit und Lüge. Dass er besser ist als der vorherige. Was es auch sei, immer besser. Ich weiß nicht, der schlimmste Zustand, der mit meinem Körper, mit meinem Leben sein kann — trotzdem erhebt man in der Heiligkeit und steigt nicht hinab in der Heiligkeit. Ja.

Schüler: Und er schreibt hier, dass wenn ein Mensch in einen Zustand der Geschmacklosigkeit kommt, soll er sich nicht sozusagen mit dem Willen zu empfangen von sich selbst beraten, ob es einen Sinn hat, mit der Arbeit fortzufahren. Aber das ist sozusagen, sobald ein Abstieg kommt, springt der Wille zu empfangen, du brauchst nicht zu gehen…

Rav: Sobald ein Abstieg kommt und der Wille zu empfangen springt, hat der Mensch keinerlei Möglichkeit, etwas zu machen; er muss sich selbst in die Gruppe schleppen. Und wie unter die Dusche, weißt du, du gehst unter die Dusche, damit über dich ausgeschüttet wird — so in die Gruppe zu kommen und hier zu sitzen, oder ähnlich. Das ist es. Nicht wichtig. Er sitzt, schläft, nicht wichtig, aber er ist hier in maximaler Teilnahme. Das ist alles, mehr verlangt man nicht von dir.

Man gibt dir einen solchen Willen zu empfangen, dass der Schöpfer im Voraus weiß, wie du reagieren wirst, sei unbesorgt. Du brauchst Ihm gegenüber nicht zu spielen, Er weiß im Voraus, was mit dir sein wird. Sondern du brauchst diese Unterscheidungen, du musst da herauskommen. Nicht dass… bei Ihm ist alles klar.

52:53

Schüler: Wie kommt man aus dem Zustand heraus?

Rav: Wie kommt man heraus? Du hast nicht, du brauchst eine äußere Kraft, um aus den Zuständen herauszukommen. Eine äußere Kraft kann entweder durch das Lernen oder durch die Gruppe sein. Also langsam, langsam, dass du trotzdem kommst und zuhörst, und hier und dort kommst du daraus heraus, aber die Frage ist, innerhalb welcher Zeit kommst du heraus. Du kannst zu Hause sitzen und nichts machen, und trotzdem wirst du daraus herauskommen, weil langsam, langsam die Lichter wirken; du hast trotzdem sozusagen ein Verdienst von früher. Du isst heute nicht das, was du heute verdient hast. Du isst heute, was du sagen wir vor einer Woche verdient hast.

So ist es auch in der Spiritualität. Es gibt eine Fortsetzung und es gibt das. Und man gibt dir ja eine höhere Stufe, die du sicher noch nicht verdient hast. Der Abstieg ist in eine tiefere Grube als zuvor, dass du sicher keine Kraft hast, daraus herauszukommen. Also verlangt man das nicht von dir. Auch wenn du also nichts machst, langsam, langsam wird sich das in irgendeiner Form abrollen. Aber es ist eine Sache der Zeit. Das kann einige Monate dauern, und es kann einige Stunden dauern.

Deshalb muss man einen Bund mit der Gruppe schließen, einen Vertrag, dass, wenn ich mich nicht gut fühle, so kaputt, passiv, sie zu mir kommen und anfangen, mich durchzuschütteln.

Schüler: Wer ist die Gruppe denn, was, was ist das genau?

Rav: Die Gruppe sind einfach fremde, äußere Kräfte, die auf mich Druck und sogar Willen ausüben können. Druck ist tierisch, und Wille ist spirituell. Das ist es. Warum? Weil er dort schreibt, dass das Gute an der Gruppe ist, dass man mit der Gruppe und mit dem Rav verwenden kann, auch wenn deine Willen nicht ewig sind, nicht beständig, nicht endgültig. Sogar heute so, morgen so, ich liebe sie, morgen hasse ich sie, so ist es, ich missachte sie, ich verehre sie, das ist nicht wichtig. Auch in der Zeit, jedes Mal, wie du fühlst, so wirkt das, aber dem Schöpfer gegenüber geht das nicht. Dem Schöpfer gegenüber gibt es einen Machsom. Wenn du, mein Lieber, schon zu 100% rein bist, bringt man dich hinein. Wenn nicht, nein. Und der Gruppe gegenüber nicht. Und dem Rav gegenüber.

In dem Moment, in dem es gut ist, kannst du das Gute gebrauchen; in dem Moment, in dem es schlecht ist, gebrauchst du das Schlechte. Deshalb verändert sich die Verbindung zur Gruppe immer und sie wirkt immer, selbst wenn lose, sie wirkt immer. Das ist eine Sache. Und eine zweite Sache: weil du und die Gruppe in dieser Welt seid, kannst du das, was sie haben, durch deine tierischen Eigenschaften gebrauchen. Du hast Neid, Begierde, Ehre, diese Dinge willst du erfüllen. Man kann sie gebrauchen, um aus ihnen spirituelle Kraft zu empfangen.

56:13

Wie kann ich durch solche tierischen Dinge spirituelle Kraft aus ihnen empfangen? Sehr einfach: ich fange an, ihn zu beneiden. Oder er ärgert mich einfach, fängt an zu ärgern. Ich bin so verschlafen wie er, das fängt an, mich zu ärgern. Also hasse ich ihn, hasse ihn, schon verbinde ich mich mit ihm. Es gibt schon eine Verbindung, die negativste, nicht wichtig — die Verbindung gibt es. Durch diese Verbindung fängt er an, mir Spiritualität zu bringen. Ich fange an, ihn zu hassen, danach ihn zu beneiden, danach nicht wichtig was. Weil wir in dieser Welt sind, sind unsere Verbindungen trotzdem unreine Verbindungen. Immer in der Ausnutzung eines gegenüber dem anderen. Und die Heiligkeit geht innerhalb dieser Kleidung hindurch. Heiligkeit, soweit es sie in dieser Welt gibt, aber sie geht innerhalb dieser Kleidungen von einem zum anderen hindurch.

Deshalb, wenn um mich noch einige Leute sind, die so richtig in allen möglichen Weisen auf mich geben können, mir Ohrfeigen geben, nicht wichtig, so, dann holt mich das aus dem Abstieg heraus. Das gibt mir Kraft, dass ich selbst — nicht dass sie mich aus dem Abstieg durch ihre Kräfte herausholen können. Sie geben mir Kräfte, sodass ich schon anfange aufzuwachen. Und das ist der Unterschied zwischen Monaten und einigen Stunden.

Deshalb muss sich der Mensch darum sorgen, dass zumindest am selben Tag — wenn er die Freunde nicht sieht, am nächsten Tag maximal kommt er aus dem Abstieg heraus. Wenn das länger dauert, ein Zeichen, dass er keine gute Verbindung mit der Gruppe hat. Ich rede schon nicht von Dingen, die man innerhalb von Sekunden machen kann. Ich rede über… sagen wir, er muss sie dafür sehen, sie fühlen, sich unterwerfen, dass sie ein wenig auf ihn wirken. Sie müssen sehen, in welchem Zustand er ist, zu ihm kommen, ihn so richtig durchschütteln. Aber wenigstens innerhalb eines Tages, dass das passiert; das ist es, denn es gibt solche, die wochenlang darin sind. Du verstehst mich schon ein wenig, ja? Du siehst: Mangel in der Umgebung. Das ist Mangel in der Umgebung, klar. Damit es klar ist. Na. Teil 1.

(Ende des Unterrichts)