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Morgenunterricht 14.03.2003
Buch „Schriften des Rabash", Band 1, S. 21 „Welche Erfüllung von Tora und Mizwot das Herz reinigt"
Rav: Wir haben einen kurzen Artikel aus „Stufen der Leiter", Band 5 gehört, „Welche Erfüllung von Tora und Mizwot das Herz reinigt". Was nennt man überhaupt „Erfüllung von Tora und Mizwot", darüber reden alle – weiß das jemand? Wir reden davon ausgehend, dass der Schöpfer den Willen zu empfangen erschaffen hat, und außer dem Willen zu empfangen haben wir keinerlei Materie in der Schöpfung, und davon müssen wir bei unseren Untersuchungen immer anfangen. Der Wille zu empfangen ist nicht gut und nicht schlecht. Das ist die Materie der Schöpfung, und das Ziel der Schöpfung ist es, den Willen zu empfangen zur Angleichung an den Schöpfer zu bringen.
Welche Angleichung kann es geben, wenn der Wille zu empfangen das „Existierende aus Nichts" ist und er der Wurzel nicht ähnlich sein kann, er ist überhaupt etwas nicht von derselben Art? Also können wir ihm durch die Absicht beim Gebrauch des Willens zu empfangen zwei Formen geben: entweder eine Form, die dem Schöpfer entgegengesetzt ist, wenn das in der Absicht zu empfangen ist. Oder eine Form, die dem Schöpfer ähnlich ist, wenn das in der Absicht zu geben ist. Und wenn er weder das eine noch das andere ist, dann gibt es nichts, worüber man reden könnte, das ist einfach Rohmaterial.
Also worüber wir reden, wir reden nur über eine Sache: wie man dem Willen zu empfangen eine dem Schöpfer ähnliche Form gibt. Im Willen zu empfangen haben wir 613 einzelne Verlangen. Die Korrektur jedes einzelnen Verlangens von den 613 einzelnen Verlangen darin, auf es die Absicht in der Absicht zu geben anzubringen, das nennt man das Tun einer Mizwa. Warum Mizwa? Weil das ein Befehl ist, das ist ein Gesetz, dass der Mensch, ob er will oder nicht, das wird erfüllen müssen, er wird die Absicht in der Absicht zu geben auf jedes einzelne Verlangen von den 613 Verlangen korrigieren, aktualisieren müssen.
Es gibt den allgemeinen Willen zu empfangen, der Seele genannt wird, Seele von Adam HaRishon oder Adam HaRishon. Und dieser Adam HaRishon hat sich, um diese allgemeine Seele zu korrigieren, geteilt in... wir sagen sechshunderttausend Teile, aber in Wirklichkeit sind das Milliarden Teile, wo jeder einzelne Teil ebenfalls aus denselben 613 Teilen besteht, nur jeder in seinem eigenen Maß, sodass insgesamt alle Teile in ihrer Verbindung derselbe Adam HaRishon sind, dieselbe allgemeine Seele.
Wofür hat er sich geteilt? Damit es leichter ist zu korrigieren. Jeden einzelnen Teil ist es leichter zu korrigieren, und danach kommen durch die Verbindung aller Teile alle zum selben Ergebnis. Baal HaSulam gibt darauf allerlei Beispiele, dass ein König seinen Schatz von einem Ort zum anderen bringen wollte, aber alle seine Untertanen sind Diebe. Also hat er seinen ganzen Schatz in Pennys aufgeteilt und jedem zum Beispiel hundert Schekel gegeben, damit er sie von einem Ort zum anderen bringt. Weil es sich für den Menschen nicht lohnt, hundert Schekel zu stehlen, denn er hat doch irgendeine Art von Stolz, er hat doch irgendeine Art kleinen Massach, dass er das sehr wohl machen kann.
Also so korrigiert man den Willen zu empfangen, viele einzelne Verlangen über sehr viele Gilgulim hinweg, jeder kommt so von einem Ort zum anderen, bringt den Teil vom Schatz des Königs, der ihm auferlegt ist, und das war's – so korrigiert man. Das nennt man, dass man Mizwot macht. Wann macht man tatsächlich Mizwot? Immer. Es gibt einen Abschnitt des Weges, wo wir uns durch tausende Gilgulim hindurch wiedergeboren werden, tausende Jahre unbewusst, und jeder von uns lebt, weiß nicht wofür, lebt, wurde geboren, also lebt er.
Und er macht irgendwelche Handlungen hier in diesem Leben, in dieser Welt, was „Geht und ernährt euch einer vom anderen" genannt wird, wo wir überhaupt nicht wissen, wofür wir leben, was wir machen. Aber es gibt den allgemeinen Plan, dass wir dadurch sogar bei solchen Handlungen, die unbewusst sind, unterbewusst, ja, wo wir nicht bei Bewusstsein sind, was wir machen, wir trotzdem etwas machen, korrigieren. Das ist wie kleine Kinder, die allerlei Dinge machen, und sie wissen selbst nicht, aber diese Handlungen wirken irgendwie auf sie, und durch sie wachsen sie.
Sie wachsen, bis sie zu einem Zustand kommen, wo man schon von ihnen, von den Kindern, Handlungen mit Bewusstsein, mit Verständnis, mit Absicht verlangt: wofür machst du das, was machst du, warum machst du das. So auch von uns. Und in vielen Kabbala-Quellen steht geschrieben, dass vom Ende des 20. Jahrhunderts, kurz gesagt vom 21. Jahrhundert an und weiter, die Menschheit in einen Zustand kommt, in dem sie die Korrektur der Verlangen – das ist der Schatz des Königs, das ist das, was er erschaffen hat – schon fortsetzen muss. Also die Korrektur an diesen Verlangen schon in bewusster Form zu machen.
Die Kindheitsphase ist zu Ende, wir müssen anfangen, uns zu unserem Leben mit Bewusstsein zu verhalten. Das heißt, mit der Frage: Was ist der Sinn in unserem Leben, wofür leben wir, was machen wir – mit der müssen wir an jede einzelne Handlung herangehen. Je mehr wir uns zu unserer Fähigkeit, etwas auszuführen, etwas zu machen, ernsthaft verhalten, desto nützlicher ist unser Leben. Und die Kabbalisten schreiben, dass so, wie die vorherige Zeitperiode war, über tausende Jahre, sowohl vor Abraham als auch nach Abraham, auch bis heute, dass diese ganze Zeitperiode vor der Menschheit verborgen war, jetzt notwendigerweise verborgen, außer nur vor einzelnen Auserwählten, die sie nur weitergeben mussten, die Kabbala-Methode vorbereiten mussten.
Also, ob man will oder nicht, jetzt kommt die ganze Menschheit notwendigerweise in einen Zustand, in dem sie wird erkennen müssen, wofür sie existiert und was das Ziel der Existenz ist. Entweder auf dem Weg „in seiner Zeit" (b'ito), notwendigerweise durch die Leiden, bis man sieht, dass es wirklich keine andere Wahl gibt, dass man aus einem solchen kindlichen Leben heraustreten muss, zu einem ernsthafteren Leben. Wir sehen, was man mit einem Kind macht, das nicht erwachsen werden will und ein Kind bleiben will. Man muss ihm Leiden und Schläge geben, damit er versteht, dass das Leben ein ernsthaftes Verhältnis verlangt. Das ist also der Weg der Leiden, der Weg „in seiner Zeit".
Oder der Weg „ich werde es beschleunigen" (achishena). Der Weg „ich werde es beschleunigen", dass wir, bevor die Nöte, die uns zwingen, uns ernsthaft zum Leben zu verhalten, zu uns kommen, anfangen, vorher klug zu werden und uns zum Leben auf ernsthafte Weise zu verhalten und selbst zu suchen, was der Sinn im Leben ist, wofür man lebt, was der Grund und was das Ziel des Lebens ist und so weiter. Das ist die ganze Sache. Deshalb, wenn er schreibt „Welche Erfüllung von Tora und Mizwot das Herz reinigt" – sicher, dass es das Herz reinigt –, spricht er schon zu Menschen, die schon anfangen müssen, sich dazu auf bewusste Weise zu verhalten, sonst hätte er es nicht geschrieben.
In den vorherigen Jahren hat man uns nichts geschrieben, in den vorherigen tausenden Jahren, sondern jetzt, wo man schreibt, da schreibt man schon an Menschen, die selbst anfangen müssen, sich zu ihrem Leben zu verhalten. Also welche Erfüllung von Tora und Mizwot, das heißt welche Arbeit an den Verlangen des Menschen das Herz reinigt, das heißt die Verlangen korrigiert – Herz, das heißt die Gesamtheit aller Verlangen wird so genannt – alle Verlangen in der Absicht in der Absicht zu geben korrigiert?
Das heißt, durch welche Handlungen von mir und welches Verhältnis zu den Handlungen bringe ich auf jedes einzelne Verlangen einen Massach an? Also erklärt er: das ist entsprechend, inwieweit der Mensch sich zu allen seinen Handlungen in bewusster Form verhält, in verständiger Form, dass er weiß, warum und wofür er das macht. Je mehr er darin mehr Anstrengung hineinsteckt, mehr sich selbst, dann sind entsprechend seine Handlungen nützlicher.
Jetzt, damit wir unsere Natur schnell erkennen, wurde für uns der Jezer haRa bereitet, das heißt Absichten in der Absicht zu empfangen im Voraus, dass wir nicht vom neutralen Willen zu empfangen kommen, wie er sich in der Welt Ejn Sof vor Zimzum Alef oder in den Welten befindet, der völlig ohne Verbindung zur Absicht ist. Sondern dass der Wille zu empfangen schon mit den Eigenschaften des Schöpfers in einem Träger verbunden ist – also entsteht daraus ein besonderes Verhältnis zwischen dem Willen zu empfangen und der Eigenschaft des Schöpfers, und dieses Verhältnis wird Jezer haRa oder Jezer haTov genannt.
Wir lernen gemäß der Ausbreitung der Welten: Der Schöpfer hat den Willen zu empfangen durch die vier Bchinot des direkten Lichts erschaffen, der Wille zu empfangen entwickelt sich durch sie, kommt zu Malchut de Ejn Sof. Malchut de Ejn Sof, wir haben dort in Teil 1 des Talmud Eser Sefirot gelernt, dass sie, auch wenn sie sich in vollständiger Dwekut befindet und es keinen Unterschied zwischen ihr und dem Licht, das sie erfüllt, gibt, sich dennoch so fühlt, dass sie sich in irgendeiner Verschiedenheit zum Licht befindet, was das Gefühl der Scham genannt wird, obwohl das Gefühl der Scham die Vereinigung nicht stört, es gibt Dinge, die... um sie zu klären.
Aber wie dem auch sei, das ist noch nicht der Wille zu empfangen, der zum Gebrauch bereit ist. Sondern der Wille zu empfangen, der zum Gebrauch bereit ist, der muss erst dadurch geboren werden, dass er sich mit einer Eigenschaft des Schöpfers vergleicht. Und deshalb reichen alle Vorbereitungen in Ejn Sof nicht aus, um anzufangen, diese Eigenschaften zu klären – die Eigenschaften des Willens zu empfangen und des Willens zu geben und die Eigenschaft des Schöpfers –, und wir haben die Sache des Zerbrechens der Gefäße und ihres Falls, das heißt vollkommene Entfernung vom Schöpfer. Was bringt das? Das bringt, dass es in einem Träger, der Seele heißt oder der Adam heißt – Seele wird Adam genannt.
Adam, das ist ein Teil von Adam HaRishon, dieser Aufbau wird Adam genannt, nicht unser biologischer Körper. Dass es in diesem Aufbau der Seele schon zwei Kräfte zusammen gibt, sowohl den Willen, den der Schöpfer erschaffen hat, als auch die Eigenschaft des Schöpfers selbst, und im Vergleich zwischen diesen beiden Eigenschaften haben wir dann ein Ergebnis, unsere Erkenntnis, eine gegen die andere. Und dann können wir festlegen, diese unsere Eigenschaft ist entweder Jezer haRa oder Jezer haTov, und wie man sie umkehrt, eine gegen die andere.
Deshalb kann man nicht über die Klärung der Erfüllung von Tora und Mizwot reden, das heißt der Korrektur, welche Korrektur sein muss, bevor wir fühlen, dass es in uns diese beiden Teile gibt, den Teil des Schöpfers und den Teil des Geschöpfs in einem Träger, und dass das Licht kommt und uns klärt, was jeder einzelne Teil ist und was über dem anderen bevorzugt wird. Das heißt, unsere Arbeit ist es nicht einfach, sich zu dem zu verhalten, was in uns ist, unsere Arbeit ist es, die Bedingungen der Prüfung vorzubereiten, damit wir das in der richtigen Form sehen.
Die Arbeit fängt also an zu sein, lange bevor wir anfangen zu sehen, was in uns ist. Und dass wir das im Licht des Schöpfers sehen, dadurch, dass die Eigenschaft des Schöpfers würdig ist, dass sie überlegen ist gegenüber der Eigenschaft des Geschöpfs. Also uns vorzubereiten, damit wir eine solche Sichtweise haben, das ist eigentlich unsere ganze Arbeit. Und immer fangen wir die Arbeit aus „lo liShma" an, das heißt immer, und das wird sich nicht ändern, sondern wie dem auch sei, immer wird ein Mensch geboren und fängt in jedem einzelnen Gilgul an, egal von den vorherigen Ergebnissen, die er in den vorherigen Gilgulim hatte. Also immer werden wir die Arbeit aus „lo liShma" anfangen müssen, und aus dem „lo liShma", das heißt aus der Erkenntnis des Jezer haRa in uns, der gewaltigen Entgegengesetztheit zum Schöpfer, zur Korrektur, zur Angleichung zu kommen.
Nu, sagt mir, was ich noch sagen soll, vielleicht gibt es noch etwas.
Schüler: Gibt es irgendein Ziel, das ein Mensch vor sich setzen muss, ein Ziel, das in allen Phasen der Arbeit richtig ist, das immer im Kopf eines Menschen in allen Phasen sein muss..?
Rav: Ob es irgendein Ziel gibt, das der Mensch wie eine Art Gerüst vor sich setzen muss, wofür er arbeitet? Ich denke, wer die Weisheit der Kabbala lernt, der versteht schon, dass, wenn es den Willen zu empfangen in seiner Form in der Absicht zu empfangen gibt, und das Ziel der Schöpfung, das heißt das allgemeine Gesetz, den Willen zu empfangen in die Form in der Absicht zu geben zu bringen, dann, wenn du dich diesem Prozess anschließt, dann beschleunigst du ihn und du fühlst dich gut während dieses ganzen Gehens ebenfalls. Weil insgesamt das, was ausgeführt wird, ist auch nach deinem Willen, das wird der Weg der Tora genannt, und außer dem gibt es nichts, also was kann man in der Wirklichkeit machen.
Und dann entdeckst du auch, dass die ganze Wirklichkeit in ihrem Unbelebten, Vegetativen, Animalischen, Sprechenden, alles geht eigentlich, befindet sich wirklich im Marsch in Richtung des Prozesses. Sondern in dem Maß, in dem der Mensch nicht einverstanden sein will, die Augen schließen will, sozusagen vom Schlachtfeld fliehen will, in diesem Maß wirkt dieses allgemeine Gesetz, die ganze Natur und die ganze Schöpfung in die Absicht zu geben zu bringen, sich dem Schöpfer anzugleichen, dieses Gesetz wirkt auf ihn als verpflichtende Kraft, und der Mensch fühlt darin Leiden in jedem Moment, wo diese Kraft ihn zwingt, sich zu entwickeln, ihn zwingt, etwas zu machen. Und dann macht er dasselbe, aber inwieweit er in jeder Phase und in jedem Moment in Leiden ist, bis er einverstanden sein wird, das zu machen, wird er verpflichtet sein, das zu machen.
Deshalb, wer das hört und prüfen will, ob das richtig ist, der tritt einfach in die Kabbala-Methode ein und fängt an, dieses Gesetz der Entwicklung anzunehmen, zu verdauen, auf sich selbst anzuwenden. Wir haben nichts anderes zu machen. Und dann entdecken wir, dass alle übrigen Dinge – außer dass wir dieses Gesetz nehmen und es aus unserem Willen machen –, außer dem alle übrigen Handlungen, was wir in unserem Leben machen, das sind Handlungen völlig völlig tierischer Art, verpflichtend, die zu uns kommen, und wir führen sie ohne jeden freien Willen aus. Und der freie Wille ist gerade nur in diesem Punkt, dieses Gesetz der Entwicklung nach meinem Willen zu nehmen, das heißt so zu machen, dass ich ebenfalls wollen werde, mich nach diesem Gesetz zu entwickeln, oder es zu lassen.
Der freie Wille ist nur gegenüber dem Gesetz der Entwicklung. Alle übrigen Dinge machen wir völlig völlig in verpflichteter Form, wie er sagt, wie jede Sache, die wir vom Unbelebten, Vegetativen und Animalischen sehen. An uns selbst sehen wir das nicht, weil wir Sprechendes sind, also sehen wir das an den niedrigeren Stufen, inwieweit in ihnen kein freier Wille existiert. Wenn wir uns auf eine größere Stufe erheben, werden wir auch uns selbst sehen, dass wirklich, außer der spirituellen Stufe, zu der wir aufsteigen, alle übrigen unter dieser Stufe, das heißt unter dem Erwerb des Massach und der Erfüllung in der Absicht in der Absicht zu geben, alle übrigen Dinge bei uns sind ebenfalls wie bei Tieren und Vieh und Pflanzen, alles in verpflichteter Form.
Und dass wir das auch aus den vier Bchinot des direkten Lichts lernen, wir sehen das, dass, bis Bchina Dalet sich nicht bis Dalet de Dalet entwickelt, sie nicht als Geschöpf gilt, und alles, was in ihr geschieht, geschieht notwendigerweise durch das Gesetz der Natur, das auf sie wirklich verpflichtend einwirkt. Also was haben wir zu suchen? Nur genau zu klären, wo der Bereich meines freien Willens ist, und dort einzugreifen, und in den übrigen Dingen ist das so, wie wenn du mit der Natur kämpfst, das ist aus der Natur heraus mit der Natur zu kämpfen, das ist einfach für nichts nützlich.
Wie Säuglinge, wie Kinder, die trotzdem auf etwas beharren. Du siehst, dass das nicht helfen wird, es kann nicht bestehen, nu. Nein, er beharrt. So ist das.
Ja.
Schüler: Wenn alles im Marsch in Richtung des Ziels ist und der Wille zu empfangen zur Korrektur verpflichtet ist, warum braucht es dann, den Prozess zu beschleunigen?
Rav: Wir beschleunigen eigentlich nicht den Prozess der Korrektur. Wir... es gibt keine Zeit im Spirituellen, also kann man nicht sagen, dass man den Prozess beschleunigt. Wir, man kann das auf mehreren Ebenen erklären, auf mehreren Niveaus. Eine Ebene, auf der man erklärt, ist, dass du damit Schläge sparst, und der Weg, den du nicht gehen wolltest, aber den du verpflichtet warst zu gehen, wird für dich zu einem bequemen und guten Weg, mit dem du mit diesem Gehen einverstanden bist. Das ist sozusagen die psychologische Sache, ja? Ändere endlich dein Verhältnis zu der Sache, und es wird dir gut gehen, wofür leiden?
Aber darin gibt es Dinge auf einer völlig völlig anderen Ebene. Dass, wenn ein Mensch, in dem Moment, wo er dem Schöpfer ähnlich sein will, das heißt, dass er zu einer Absicht wirklich des Gebens heraustritt und nicht aus irgendwelchen eigenen Berechnungen, dass es sich für ihn lohnt, das zu machen, sondern ohne „dass es sich für mich lohnt", sondern „dass es sich für ihn lohnt, für den Schöpfer", dass ich anfange, aus meiner Natur und aus diesen Berechnungen herauszutreten, dann fängt der Mensch an, die Wirklichkeit ewig und vollkommen zu fühlen, ohne jegliche Einschränkungen, von der man überhaupt nicht wissen kann, was das ist, man kann nicht erklären, was das ist. Das heißt, der Mensch geht zu einer Existenz in einer anderen und völlig anderen Dimension über.
Und das war wirklich die Absicht, einverstanden zu sein oder über dem Einverstandensein, ohne jegliche Bedingungen die Angleichung an den Schöpfer auf sich zu nehmen. Hier gibt es eine Sache einer völlig anderen Ebene der Teilnahme, das sind schon nicht Berechnungen, wie wir dem einfachen Volk erklären, dass es sich lohnt. Was ist der Sinn in unserem Leben? Damit es dir gut gehe – „Schmeckt und seht, dass der Schöpfer gut ist" –, das ist noch, einstweilen. Sondern dass der Mensch zu einer Existenz ohne jegliche Berechnungen für sich selbst heraustritt, dann öffnet sich ihm etwas über der Natur hinaus.
Gibt es noch Fragen? Ja.
Schüler: Jedes Mal redet man vom Willen zu empfangen und davon, ihn in den Willen zu geben umzuwandeln. Und bevor wir einen Massach erwerben und wir den Machsom überschreiten, zumindest nach dem, was ich weiß, was ich verstanden habe, alles, was wir machen können, ist nur eine Absicht des Gebens zu machen. Und ich fühle mich irgendwo damit ein bisschen schlecht, weil ich eine Absicht und eine Absicht mache, ich mache ständig eine Absicht, und irgendwo weiß ich, dass ich tief in mir eine Absicht zu geben mache, aber das kommt doch irgendwo, irgendwo gibt es den Willen zu empfangen. Und das bringt mich dazu, mich unwürdig zu fühlen und weiter von Ihm entfernt, und sozusagen mit welchem Recht mache ich das? Sozusagen was, versuche ich Ihn zu überlisten? Das bringt mich dazu, mich nicht gut zu fühlen. Bringt mir einfach wirklich Leiden. Also wie kann ich trotzdem den Willen zu empfangen umwandeln, damit er reiner und sauberer wird und damit sich nicht irgendein Wille zu empfangen verbirgt?
Rav: Das heißt, du sagst so, jedes Mal, wenn ich mich entdecke, dass ich vielleicht etwas in der Absicht zu geben machen möchte, entdeckt sich mir, dass dieses in der Absicht zu geben doch nur dieselbe Absicht in der Absicht zu empfangen ist, nur eine verborgenere solche, ja, heuchlerischere, und dadurch habe ich nur noch ein noch schlechteres Gefühl, unangenehm, also wer bin ich, was bin ich und so weiter. Wie lange kann das dauern, bis wann? Am Ende nu, ich werde entdecken, dass noch und noch und noch und meine Absichten noch tiefer sind, doch auch sie sind trotzdem für mich selbst, und richtig, nu, das ist meine Natur, was kann ich machen, ich kann da nicht heraus, was weiter? Gibt es eine Art Ende der Untersuchung, dass wir fertig sind, das bin ich ganz.
Der Mensch muss verstehen, dass alle diese Gefühle aus allen unseren Untersuchungen uns zu irgendeiner Berechnung und zu irgendeiner Entscheidung und zu irgendeiner Veränderung bringen müssen, aber sich dazu nicht in quantitativer Form zu verhalten. Sagen wir, nu, also noch ein paar Monate noch ein paar Monate werde ich mich verzehren, ich werde mich prüfen, ich werde doch sehen, inwieweit ich der Egoist bin, und trotzdem, wie ich für niemanden eine Berechnung machen kann, und auch für mich selbst mache ich keine Berechnung in einem Moment weiter, sondern nur diesen Moment allein, bis zu diesem Maß ist der Wille zu empfangen kurz und so weiter. Und danach ist das alles, etwas wird sich ändern, ich werde explodieren, ich werde all diese Klärungen beenden, der Schöpfer wird das sehen und wird mir die Bedingungen ändern, wird mich zu irgendeiner anderen Wirklichkeit oder einem anderen, unterschiedlichen Zustand bringen.
Nicht so zu denken. Das heißt, sich zu den Veränderungen in uns nicht in quantitativer Form zu verhalten, dass in zwei Monaten und in zwei Jahren etwas passiert. Nein. Der Mensch muss sich zu diesen Dingen nur in qualitativer Form verhalten. Überhaupt, das Spirituelle, das sind Qualitäten und nicht Quantitäten. Das heißt, wenn jetzt, im Zustand, wo ich jetzt fühle, dass ich ganz in der Absicht zu empfangen bin, und all die schönsten Berechnungen, die ich gegenüber Familie, Kindern mache, egal wem und was gegenüber, die sozusagen vielleicht in der Absicht zu geben sind, und vielleicht gibt es dort auch in der Absicht zu empfangen, ich muss innerhalb meiner jetzigen Klärung nur diese Klärung in maximaler Tiefe sehen, um schon jetzt in einen neuen Zustand herauszutreten.
Das heißt, mein Problem ist die Tiefe des Begreifens, die Tiefe meines Gefühls in der Erkenntnis des Bösen, und nicht dass ich zwanzig oder zwanzigtausend Mal das Böse in mir gefühlt habe. Das ist nicht wichtig. Und wie kommen wir dann zur Qualität der Klärung und nicht zur Quantität der Klärung? Das ist nur durch die Spannung, die ich um mich herum von der Gemeinschaft fühle, inwieweit die ganze Gemeinschaft darin brennt, das wird mir ebenfalls übertragen, und dann fange auch ich an, mich dazu in wirklich sehr scharfer Form zu verhalten.
War das nicht die Frage?
Schüler: Nein, nein, ich meinte, dass ich nicht quantitativ meinte. Ich meinte in jenem einzelnen Moment..
Rav: Also in jenem Moment sage ich dir..
Schüler: Dieses schreckliche Gefühl, das ich fühle, nu was, versuche ich Ihn zu überlisten? Und ich will, dass es in jenem Moment rein ist, sauber, nicht.. aber Sie haben mir geantwortet, in der Gemeinschaft, in Ordnung.
Rav: Das Gefühl.. wir sehen aus der Erzählung vom Auszug aus Ägypten „Und die Kinder Israels seufzten wegen der Arbeit", oder von den Schlägen, die Pharao durchlitten hat, Pharao ist unser Jezer haRa, ja, dass zwar eine gewisse Menge von Schlägen durchgemacht werden muss, weil das doch in allmählicher Form kommt, aber am Ende muss es so einen Hass auf meine Natur geben, dass ich mich von ihr völlig trenne. Weil die Trennung im Spirituellen, das ist durch Hass, und durch Liebe, das ist Dwekut. Es gibt keine Entfernungen. Also muss ich bis zu dem Maß meine Natur hassen, dass ich mich sozusagen einfach von ihr abschneide und keinerlei Kontakt mehr mit ihr habe. Wieder, eine Sache der Qualität.
(Ende der Lektion)