Tägliche Lektion3 de jun de 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 6 (1991) (16.01.2002)

Rabash. Artikel 6 (1991) (16.01.2002)

3 de jun de 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

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Morgenunterricht, 16.01.2002

Buch „Schriften des Rabash", Band 2, S. 1214, „Was bedeuten „Die Hirten von Abrams Rindern und die Hirten von Lots Rindern“ in der Arbeit?"

Rav: Also, für heute haben wir einen Artikel aus Band 1 gelesen, „Stufen der Leiter", „Was bedeuten „Die Hirten von Abrams Rindern und die Hirten von Lots Rindern“ in der Arbeit?". Dass der Mensch immer einen inneren Streit zwischen diesen und jenen Wegweisern hat, und wie er auswählen, zwischen ihnen klären muss, jede einzelne Sache aus ihrem Gegenteil heraus auswählen und vorankommen.

Wie? Zu sehen, dass man einerseits ohne die Gefäße des Empfangens nicht auskommt, dass man von der linken Linie anfängt, vom Norden. Und danach: Wer mit den Gefäßen des Empfangens arbeiten will, das heißt, in ihnen das Or Chochma empfangen will, der muss nach Süden gehen, das heißt, südwärts gehen, Chessed, rechte Linie. Und wer das von der Seite der Malchut aus macht, die der Westen ist, der erlangt den Aspekt des Ostens, das ist die mittlere Linie. Und so ist es eine Arbeit in drei Linien, links, rechts, die mittlere Linie über ihnen.

Und das alles gründet sich auf Malchut, aber Malchut empfängt dabei selbst gar nichts, sondern oberhalb von ihr. Das heißt, Norden, Süden, kehren zum Osten zurück, haften sich an die Schechina, die Schechina ist im Osten, vom Westen, der die Malchut ist – sie ist die wahrhaftige Schechina selbst, aber ihre Anhaftung geschieht dadurch, dass man oberhalb der Malchut arbeitet. Das ist die Arbeit.

Was hat er sonst noch so gesagt? Ein Artikel, der viele Dinge sagt, aber die gewöhnlichen.

Warte, wo ist deine Hand? Wo ist deine Hand? Gut, na, ja.

2:39

Schüler: Der Mensch, von dem im Artikel steht – wodurch ist das der Aspekt Mensch, dass er fähig, imstande ist, durch Abstiege und Aufstiege Funken der Heiligkeit zu erheben und sie zu korrigieren?

Rav: Also er sagt, dass es im Menschen von vornherein nur einen Punkt im Herzen gibt, der der Anfang seiner Seele genannt wird, Nefesh in Nefesh, den er entwickeln muss. Mit allen übrigen Dingen, die um diesen Punkt herum sind – außer diesem Punkt, was es da gibt, das ist nur für die Entwicklung dieses Punktes da. So muss er sein Leben auffassen. Dass sein Körper, das heißt, alle übrigen Wünsche, alle übrigen Geschehnisse, die ihm passieren, alles, was es um den Punkt im Herzen herum gibt, nur für ihn da ist. Wenn er sich so dazu verhält, dann gelingt es ihm wirklich, ihn auf die richtige Weise zu entwickeln.

Was fragst du dazu? Und dabei gibt es … ihn zu entwickeln, das heißt, mehr Wille zu empfangen in ihn hineinzulegen und in ihn, über den Willen zu empfangen, Korrekturen hineinzulegen, die sein werden, das heißt, dass der Wille zu empfangen die Absicht haben wird, um zu geben. Wenn man mehr Wille zu empfangen in den Punkt im Herzen hineinlegt, fühlt man einen Abstieg, das Gegenteil der Heiligkeit, eine Entfernung. Wenn man durch Anstrengung Korrekturen erwirbt, kommt das Licht, das zum Guten zurückbringt, korrigiert eben diesen Willen zu empfangen, und man fühlt dem entgegen dann ein Leuchten innerhalb des korrigierten Willens – dann nennt man das einen Aufstieg.

Und so ist es der ganze Weg, Abstiege, Aufstiege, Abstiege, Aufstiege, aber alles fängt mit einem Abstieg an, jede neue Bchina, „Und es ward Abend und es ward Morgen, ein Tag". Das Erlangen kommt nach Abend und Nacht, und nach dem Tag. Am Ende des Tages – das ist das Erlangen für den ganzen Tageszyklus, und ein neuer Tageszyklus fängt mit der Nacht an. So lernt man. Das heißt, das ist es, was er gesagt hat: linke Linie, rechte Linie, und danach die mittlere. Norden, Süden, Osten. Das war's.

Also der ganze Weg ist aus Abstiegen und Aufstiegen aufgebaut. Jetzt, die Frage ist so: Wenn ein Mensch Aufstiege und Abstiege in seinem Gefäß der Empfindung ohne Verstand bekommt, dann ist er entweder kaputt, oder er ist verrückt vor lauter Freude und gleicht einem Kind – ihm ist schlecht, ihm ist gut, einfach so, er wird verrückt von der Empfindung. Wenn er anfängt, dieser Empfindung die Wichtigkeit des Ziels hinzuzufügen, das heißt, er prüft nicht das … das heißt, er muss seinen Zuständen eine zielgerichtete Deutung geben, ob das nah am Schöpfer oder fern vom Schöpfer ist, dann misst er sich schon nicht mehr nach guter oder schlechter Empfindung, sondern nach Nähe und Ferne.

Und dann wird er nicht von der Empfindung beeinflusst, wie er sich fühlt, und dann all die Dinge, die sowohl im Abstieg als auch im Aufstieg sind – dass er das auf die Weise auffasst, die dem Ziel nützt, das so sieht – dann ist er froh, und dann hat er keine Abstiege in der Empfindung. Er hat nur kontrollierte Abstiege und Aufstiege, die er beherrscht, weil er weiß, dass er, dem Schöpfer sei Dank, jetzt ein neues Gefäß erlangt hat, dann fühlt er darin die Rückseite der Heiligkeit. Danach erlangt er die Korrektur dieser Rückseite und das Empfangen des Lichts in dieser Rückseite, was dann schon Vorderseite genannt wird. Das war's.

6:43

Also alles hängt davon ab, wie der Mensch seine Entwicklung auffasst. Am Anfang hat er sicher nicht genug Kräfte und Verstand, um das auf eine verständige, zielgerichtete, bewusste Weise aufzufassen, wie ein Erwachsener. Sondern wie ein Säugling steht er unter dem Einfluss der Empfindung, aber danach geht er langsam, langsam zu Zuständen über, die er beherrscht, zu einem Zustand, in dem er die Aufstiege, die Abstiege beherrscht. Das heißt, er beherrscht nicht die Aufstiege und Abstiege selbst, sondern wie er sie aufnimmt, wie er sie empfindet.

Und „Dein ist der Tag, dein auch die Nacht", das heißt, er verhält sich in gleicher Weise zu all diesen Zuständen als guten Zuständen, die näherbringen. Also gibt es hier schon keine Abstiege und Aufstiege in der Empfindung, sondern die Aufstiege und Abstiege sind nur im Hinblick auf die Nähe zum Schöpfer gemäß den Gefäßen oder die Ferne von ihm. Aber sogar in einem Zustand, in dem er entfernt ist, befindet er sich in Kontrolle, das heißt, im Erkennen des Zustands. Das heißt, die Hauptsache ist, dass er dann den Schöpfer in all diesen Zuständen rechtfertigen kann, in dem, was er ihm antut, und sich an ihn anhaftet in jedem einzelnen Zustand, den er durchmacht. Egal, welche Zustände durchgemacht werden. Auf eine solche Weise nähert er sich also dem Zustand, der Ibur genannt wird, dass es egal ist, was man ihm gibt – die Hauptsache, für mich, ist, mich an dich anzuhaften wie ein einziger Punkt, egal.

Man muss gar nichts tun, außer zu wissen, dass alles, was mir passiert, von dir kommt, und alles, was von dir kommt, eine gute Sache ist. Unter diesen Bedingungen haftet sich dieser Punkt in seinem Herzen schon an den Höheren an, durch den Machsom hindurch, wie in einer Gebärmutter, und fängt an, sich zu entwickeln. Er haftet sich sozusagen von unten an, von dieser Welt aus haftet er sich an den Machsom an, das haftet sich quasi an die Wände der Gebärmutter an, und fängt an, oberhalb des Machsom, auf der anderen Seite, zu wachsen. Dieser Punkt bleibt unten, und alles, was wächst, das wächst vom Machsom an aufwärts, über all die Monate der Schwangerschaft hin und so weiter.

9:23

Schüler: Und es steht auch geschrieben, dass diese Entwicklung sich auf drei Linien gründet, dass die linke und die rechte Linie einander entgegenstehen, und plötzlich steht geschrieben, dass er die mittlere Linie erlangt hat. Man lernt sozusagen, dass die mittlere Linie ein Ergebnis der Arbeit des Menschen ist, der mit den beiden anderen arbeitet.

Rav: Gar nichts kommt zum Menschen als Ergebnis seiner Anstrengungen. Seine Anstrengungen schaffen nur eine Bedingung, dass sich ihm dann von oben etwas offenbart, eine neue Unterscheidung. Und jede neue Unterscheidung, die sich offenbart – weil sie sich aus dem Ejn Sof offenbart, deshalb sagt man, dass es ihm zuteilwurde. Was heißt das? Dass der Schöpfer jedes Mal die Rechnung macht: gut, ich gebe ihm, er ist ein braves Kind. Gut, er hat genug getan, ich gebe ihm.

Was heißt „es wurde zuteil", so wie man einen Preis gewinnt? Einen Preis gewinnt man doch auch – warum? Ich habe gearbeitet, ich war der Beste, ich habe alles getan, also habe ich den Preis gewonnen, als hätte ich ihn verdient, als Ursache und Wirkung. Hier ist die Ursache das Verursachte – wenn wir sagen, dass ihm die mittlere Linie zuteilwird, dass ihm irgendeine neue Unterscheidung zuteilwird, dann gibt es hier eine tiefere Deutung. „Ich habe mich angestrengt und gefunden" steckt in jeder einzelnen Sache.

Dass man dem Menschen Raum zur Anstrengung gibt, das ist, damit er seine Gefäße vorbereitet, sodass er etwas fühlen kann. Wenn er dann schon etwas fühlt, dann gibt man ihm von oben – ohne jeden Zusammenhang, sozusagen, mit seinem Stand – von oben gibt man ihm, das heißt, dann fängt er an, etwas völlig Neues zu fühlen, das mit seiner vorherigen Vorbereitung nicht zusammenhängt. Das heißt: Du hast dich vorbereitet, in Ordnung. Aber dass du dich vorbereitet hast, das heißt nicht, dass du diese Erfüllung empfangen musst.

Sondern die Erfüllung kommt dann aus dem Schöpfungsgedanken, seinen Geschöpfen Gutes zu tun. Denn der Schöpfungsgedanke hängt nicht vom Menschen ab. Der Schöpfer will Gutes tun, also gibt er dir das. Aber dass du Anstrengungen gemacht hast – du hast Anstrengungen gemacht, aber es gibt sozusagen keinen Zusammenhang zwischen dem einen und dem anderen. Verpflichtest du damit den Schöpfer, dir zu geben? Das macht hier keinen Unterschied. Deshalb steht geschrieben „es wurde mir zuteil", und nicht „ich habe verdient" und nicht „ich habe gefunden, ich habe erworben". Sondern es gibt hier wirklich ein Zuteilwerden. Ja.

12:13

Schüler: Mir ist die Sache mit den Funken nicht klar, denn er bezieht sich auf zweierlei Weise auf die Funken. Einerseits ist der Funke der Punkt im Herzen, ein fester Punkt, bei dem es am Anfang nur die Rückseite gibt, und er fängt an, größer zu werden. Aber andererseits sind die Funken jedes Mal etwas Neues, das sich offenbart, dem man Platz macht, und an der Stelle, die man frei macht, offenbart sich ein neuer Funke, und du erhebst ihn. Also gibt es in diesem Begriff Funken etwas Festes und etwas Zeitweiliges, es ist nicht klar, wie …

Rav: Funke – er spricht vom ersten Funken, den es im Menschen gibt, das ist der Punkt im Herzen, ein Verlangen nach Spiritualität, das man ihm von oben gibt, denn in diesem Tier, das wir sagen wir Mensch nennen, ja? – in dem Sinne, dass er in dieser Welt kein Verlangen nach Spiritualität hat. Er hat ein Verlangen, etwas von dem zu erlangen, was ihm verborgen ist, aber das ist ein menschliches Verlangen, das ist eine menschliche Begierde, die alle zur Entwicklung antreibt.

Das eigentliche Verlangen nach Spiritualität, nach dem Schöpfer, muss aus eben jenem Punkt „Etwas aus dem Nichts" kommen, den der Schöpfer erschaffen hat, und das stammt aus dem Steinbruch der Seelen, der kommt und sich im Menschen offenbart. Wenn sich diese Sache im Menschen offenbart, nennt er das auch einen Funken. Warum Funke? Weil das ein Punkt aus Massach und Or Choser ist, durch den der Mensch anfängt, eine Verbindung mit dem Schöpfer zu fühlen, dass es etwas gibt – wenngleich dieser Funke noch im Herzen eingekleidet ist, im Egoismus des Menschen, und wenngleich dieser Funke aus dem Punkt des Zerbrechens kommt, ist er also nicht wirklich Massach und Or Choser.

Aber dadurch gibt es schon ein gewisses Leuchten von oben, das den Menschen anzieht, sogar auf eine noch unbewusste Weise, [doch] in der Wirklichkeit klar – aber er hat schon eine Anziehung, und diese Anziehung kann er nicht auslöschen. Das nennt er einen Funken. Außerdem, was der Mensch danach, nachdem er diesen Funken entwickelt hat, zu tun geht, da erwirbt er Funken, neue Funken, die zerbrochene Gefäße aus dem Zerbrechen sind, aus dem Zerbrechen der Seele Adam haRishons.

Das ist schon etwas anderes, das ist schon eine Hinzufügung zu eben jenem ersten Funken, durch die – indem er diese Funken korrigiert – er sie einfach jedes Mal mit diesem ersten Gefäß verbindet, mit dem Punkt im Herzen, mit dem ersten Funken, und so baut er seine Seele auf. Es gibt Lichter, Funken und Gefäße. Lichter, das sind eben jene Lichter, die das Gefäß Adam haRishons gefüllt haben, und dann sind sie nach oben entwichen und leuchten als die umgebenden Lichter bis zum Ende der Korrektur. Jetzt – und nicht erst bis zum Ende der Korrektur: in dem Maße, wie ein Gefäß korrigiert ist, kleiden sie sich auch in das Gefäß ein.

Funken, das ist eben jener Massach, der auf Adam haRishon war, aber zerbrach, also sind Reshimot vom Massach eben diese Funken, die man korrigieren muss, denn man muss im Grunde nur den Massach korrigieren. Und Gefäße sind Gefäße, das ist der Wille zu empfangen. Dem Willen zu empfangen ist also gar nichts passiert – was heißt „es zerbrach"? Er verlor den Massach, und anstelle des Massach blieben in ihm Funken zurück, und die Lichter befinden sich oben. So lernen wir es ab Teil 8 von „Talmud Eser haSefirot" und weiter, das lernt man ganz einfach beim Lernen. Das war's. So passiert es bei uns, dass sich in unseren tierischen Willen zu empfangen der erste Funke einkleidet, und wenn wir genug Anstrengung geben und ihn richtig verwirklichen, dann erlangen wir schon ein spirituelles Gefäß.

16:28

Schüler: Im Grunde ist die Arbeit mit den Funken nur irgendeine Arbeit an Wünschen, an Massachim und Wünschen? Jedes Mal setzt man einen Massach auf einen Wunsch …

Rav: Unsere ganze Arbeit besteht darin, einen Massach zu erwerben.

Schüler: Ist das im Grunde die Arbeit der Gebote? Was ist der Unterschied dazwischen – Gebote zu tun [oder] Funken zu machen?

Rav: Jedes Mal, wenn ich irgendeine Handlung in der Spiritualität mache, nennt man das, dass ich ein Gebot tue. Das war's, jede Handlung der Korrektur nennt man ein Gebot. Ja.

Schüler: Die ganze Zeit schreibt er in vielen Artikeln darüber, was der Mensch sich zurechtlegen muss, wenn er im Abstieg ist, was er denken muss, was er muss … Jetzt, wie macht man das in der Gemeinschaft gegenüber jemandem? Man kann nicht auf diese Weise mit einem Freund reden.

Rav: In all den Artikeln, die er hier geschrieben hat, hat er uns die drei Linien beschrieben, wie der Mensch sie durchlaufen muss, denn es gibt außer dem keine Arbeit, bis zum Ende der Korrektur sind es die drei Linien. Vom Embryo bis zur allergrößten Größe auf allen Stufen ist es nur die Arbeit der drei Linien. Bis man Zimzum Bet abschließt und zu Zimzum Alef zurückkehrt, das ist dann schon das Ende der Korrektur. Rav Pe'alim uMekabzeel, wenn man nach allen Korrekturen einen Siwug macht, da kehrt man schon zu Zimzum Alef zurück, Zimzum Bet wird aufgehoben.

Ich habe die Frage vielleicht nicht verstanden.

18:13

Schüler: Ich habe gefragt, wie ich das sagen kann.

Rav: Wie kann diese Arbeit in der Gruppe ausgeführt werden?

Schüler: Nein, nein.

Rav: Wozu brauche ich dafür eine Gruppe?

Schüler: Wie kann man in der Gruppe all diese Dinge zeigen, dass es einen Schöpfer gibt …

Rav: Die Gruppe – zuallererst brauche ich die Gruppe als eine Hilfskraft für mich. Damit sie mir etwas geben und damit ich ihnen etwas geben kann. Nur in dieser gegenseitigen Arbeit, ich gegenüber der Gruppe, kann ich mich entwickeln. So schreibt er, dass das die freie Wahl ist, und die ganze Verwirklichung des spirituellen Potenzials, das in mir ist, kann sich nur in der Gruppe auf richtige Weise verwirklichen.

Jetzt, in dem Maße, wie ich empfange, und in dem Maße, wie ich gebe: Beim Empfangen von der Gruppe muss ich der Kleinste von ihnen sein. Beim Geben an sie muss ich sozusagen der Größte von ihnen sein, beim Geben an sie. Je mehr diese beiden Enden im Menschen vorhanden sind, desto nützlicher ist er für die Gruppe und desto nützlicher für sich selbst. Aber [nur] wenn er sie wirklich mit Verstand einsetzt, das heißt, mit dem Wissen wie und warum und wie viel. Und der Große [zu sein] im Geben und der Kleine im Empfangen – das gehört genau zu den zwei Linien, die er jedes einzelne Mal auf seiner eigenen Unterscheidung aufbauen muss. Das heißt, das ist Arbeit.

Schüler: Nein, die Frage, die ich stelle – vielleicht habe ich es nicht richtig erklärt – ist: Die ganze Zeit sagt man, dass der Mensch in der Gemeinschaft …

Rav: Deshalb habe ich gesagt, dass es in der Gemeinschaft nicht genügt, wenn der Mensch einfach dasitzt und still arbeitet. Das genügt nicht, er muss an beiden Enden richtig hervorstechen und groß sein. Du verstehst. Das heißt, er muss viel geben und viel empfangen, und alle sollen das sehen, und jeder Einzelne muss hervorstechen.

Schüler: Kann man in der Gemeinschaft mit diesen Worten der Artikel reden, oder muss man sozusagen wirklich kommen und sagen, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut, und dass es dir besser gehen wird, auch wenn das ein bisschen …

Rav: Du, wir … Auf welche Weise mit dem Freund reden? Du kannst mit dem Freund reden, was du willst, nur nicht das, was in deinem Herzen dem Schöpfer gegenüber ist. Das heißt, du kannst ihm erklären, was im Artikel steht, dass es so geschrieben steht, aber nicht, dass ich gerade so fühle und dass ich solche Gefühle für gewöhnlich habe oder … das ist verboten.

Ja, Marik.

21:17

Schüler: Wir haben gesagt, dass der Mensch irgendeine Menge an Anstrengung macht, und das wird zur Bedingung, um von oben die Erfüllung zu empfangen oder die Erfüllung nicht zu empfangen. Jetzt verstehe ich nicht, wie das sein kann. Wenn ein Mensch irgendeine Menge an Arbeit gemacht hat, dann ist die nächste Erfüllung einfach die nächste Stufe, die er empfangen muss. Wie kann es sein, dass er die Stufe nicht empfängt, wenn er den Zustand schon erfüllt hat?

Rav: Die Ordnung der Stufen wird von oben festgelegt, denn von oben sind all diese Stufen nach dem Zerbrechen Adam haRishons herabgestiegen. Also sicher: So wie sie von oben in Ursache und Wirkung herabgestiegen sind, so steigt der Mensch von unten nach oben auf sie hinauf, als Ursache und Wirkung. Die Sache ist, dass es zwischen jeder einzelnen Stufe einen unendlichen Schnitt gibt. Das heißt, dass jede einzelne Bchina nicht zur vorhergehenden Bchina gehört, sondern sie kommt nach der vorhergehenden Bchina, richtig, aber nicht, dass sie aus ihr hervorgeht.

Wie ein Samenkorn, das in der Erde verrotten muss, und danach kommt aus seiner Kraft ein neuer Baum. Der neue Baum kommt also aus dem Samenkorn, das verrottet ist, aber die Verbindung zwischen ihnen ist nur ein spiritueller Aspekt, der vom einen, vom Alten, übrig geblieben ist und zum zweiten übergeht, und nicht eine körperliche Einkleidung. Und wir reden von der Einkleidung, die es gibt, denn wir sind doch alle Einkleidungen. Die innere Energie, das, was vom Samenkorn übrig geblieben ist, das ist sozusagen ein Licht, ein Reshimo, das von ihm übrig geblieben ist.

Wieso sollte aus diesem Reshimo plötzlich etwas Neues hervorgehen? Also – es ist sozusagen so, dass es einen solchen Impuls gibt, dass das Samenkorn verrottet, danach muss es einen Impuls geben, quasi in der Höhe bis zum Ejn Sof, von dort kommt sozusagen die Zustimmung, die Kraft, um diese Kraft, die im Reshimo ist, für die neue Einkleidung in Gang zu setzen. Du verstehst? Deshalb nennt man das sozusagen „in der Hand des Schöpfers", wenngleich es sicher in Ursache und Wirkung geschieht, aber wer setzt diese Kraft in Gang, dieses Reshimo, damit es sich weiter zu einem neuen spirituellen Objekt entwickelt, zu einem neuen Baum, sagen wir, ja? Der Schöpfungsgedanke, seinen Geschöpfen Gutes zu tun, der sich im Ejn Sof befindet.

Deshalb schreibt er so, dass es dem Menschen zuteilwird, dass ihm dieses Verhältnis zuteilwird, dass man ihm aus dem allerhöchsten Gedanken, seinen Geschöpfen Gutes zu tun, ein neues Leben gibt. Aber ich muss wieder geboren werden, ich habe die Korrektur noch nicht abgeschlossen, richtig. Aber dir wird das dadurch zuteil, dass dieser Gedanke jetzt in dir wirkt, gerade an diesem Punkt. Deshalb sagt man „es wird zuteil", denn es gibt keinen Übergang, ohne aus dem Ejn Sof diesen Antrieb zu empfangen.

Ja.

24:25

Schüler: Was ist eine Kraft, wo wird sie empfunden, ist das irgendeine spirituelle Kraft, ist das eine Art Leuchten oder ein Verlangen oder eine Art Antrieb?

Rav: Eine Kraft worin?

Schüler: Eine spirituelle Kraft.

Rav: Im Menschen?

Schüler: Ja.

Rav: So wie ich jetzt Kräfte spüre, und manchmal bin ich [wie] tot, kann mich nicht rühren – so spürt man das, ob im Menschen Kraft da ist oder keine Kraft.

Schüler: Wird sie in irgendeinem besonderen Gefäß empfunden oder …?

Rav: Ich verstehe nicht. Wenn es jetzt in meiner Macht wäre, eine Handlung wirklich um zu geben zu machen, ohne zu machen … eine genaue Rechnung zu machen und zu sehen, dass dabei für mich nichts herauskommt – so etwas zu finden, dazu bin ich jetzt nicht fähig. Sogar wenn ich jetzt irgendeine Handlung finden will, die ich im Geben tue und bei der für mich nichts herauskommt – eine solche Handlung kann ich in mir nicht finden, ich habe diese Natur nicht. Aber wenn ich dann so etwas finden kann, dass ich gebe und wirklich nichts davon habe, dann nennt man das, dass ich eine spirituelle Kraft gefunden und eine spirituelle Handlung ausgeführt habe.

Aber ich habe sie nicht. Ich kann sie nicht finden, das ist einfach noch nicht in mir. Nenne ein Beispiel, dass du eine solche Gelegenheit hast, etwas Spirituelles auszuführen. Du wirst keins finden. Wenn du dich wirklich erforschst, wirst du sehen, dass es daraus entspringt, dass du empfängst. Eine Bezahlung muss es geben. Ohne Bezahlung gibt es deshalb weder Gedanken noch Wünsche – du wirst in dir keine solche Fähigkeit entdecken, keine solche Gelegenheit. Wenn man eine solche Gelegenheit gibt, ist das schon eine Rettung. Dann fängt der Mensch an zu sehen: oho, das ist es? Davor kann er sich gar nicht vorstellen, was das ist. Ja.

Schüler: Hier wird die Nordseite als linke Seite und als Bina beschrieben.

Rav: Die Nordseite ist Chochma. Die Nordseite ist Chochma, und die Südseite ist Bina.

26:58

Schüler: Nur dass nicht klar ist, wie Bina, die ganz Chessed und Geben ist, sich anschließt an … Sie ist die linke Seite, aber wie geht die linke Seite zusammen mit …

Rav: Bina ist die rechte Seite. Norden, Chochma, Or Chochma, Gefäße des Empfangens – das ist alles die linke Seite. Nachdem man das erworben hat, gibt es etwas, geht man zur rechten Seite, Süden, Bina, Gefäße des Gebens, Verlangen zu geben, Or Chassadim, eine Einkleidung über das Or Chochma. Wenn man die Verbindung zwischen ihnen auf richtige Weise herstellt, das eine richtig in das andere einkleidet – was man ineinander einkleiden kann, wird zum Osten, mittlere Linie, Tiferet, und was man nicht [einkleiden] kann, worauf man besteht und es nicht benutzt, das ist der Westen, Malchut. Na, lies es nachher. Das war's? Ja.

Schüler: Es gibt einen Moment von etwas Neuem. Danach schließt sich dieses Neue schon an die ganze vorherige Erfahrung an. Ist das schon der Anfang des Abstiegs, dass man es an die vorherige Erfahrung anschließt? Dieses Wachstum eines neuen Verhältnisses, von etwas Neuem, das wirklich von null anfängt, das ist klar, aber an einem bestimmten Punkt, nachdem dieser Zustand vorbei ist, gibt es schon Erinnerungen, gibt es Dinge, frühere Zustände, das ist schon nicht mehr wie beim ersten Mal, wie früher. Ist das schon der Anfang des Abstiegs, dass das Verlangen da ist, es an frühere Zustände anzuschließen?

Rav: Nein, nachdem dem Menschen das zuteilwurde, dass er sich im Aufstieg befindet, das heißt, die Gefäße benutzt, die er vorher als Finsternis erworben hat, in ihnen ein neues Erlangen sieht, neue Unterscheidungen, darin die Handlungen des Schöpfers sieht, die wirklich zum Guten sind, zur Entwicklung, und den Schöpfer rechtfertigen kann. Die Hauptsache dabei ist, in dem Gedanken zu bleiben, dass das von oben, vom Schöpfer kommt, und dass er an diesem Punkt mit einer höheren Kraft verbunden ist. Das war's.

Und in dem Moment, in dem man hier auf irgendeine Weise versucht, ihn von diesem Gedanken zu trennen, sei es durch einen größeren Genuss oder durch schon einen Abstieg in den Sinnen, dann sehr wach zu sein, dass – was auch immer passiert, sowohl eine Veränderung des Genusses in positive Richtung als auch in negative Richtung – er immer bereit ist, sie mit größerer Anhaftung am Punkt der Verbindung mit dem Schöpfer zu korrigieren. Das heißt, ich befinde mich jetzt in einer sehr guten Empfindung und ich fühle, dass ich mit dem Schöpfer verbunden bin und dass er mir das gegeben hat.

Und vorher, als ich gelitten habe, auch das war dazu da, jetzt die neue Unterscheidung wahrzunehmen, und gut – und mit all dem kann man jetzt in zwei Richtungen mit mir spielen. Entweder mir größere Genüsse zu geben, sodass ich sozusagen meinen Gedanken an die Verbindung mit dem Schöpfer loslasse, oder mir irgendeine Art von Leiden zu geben, sodass der Zustand zu sinken beginnt und ich ihn dann ebenfalls vergesse. Also die ganze Zeit an diesem Punkt zu sein, der Verbindung mit dem Schöpfer, sehr wach, und all diese Zustandsveränderungen zu nutzen, sie sogar zu prüfen und zu suchen, wo sie sich befinden. Vielleicht noch in deiner „Range" – wie sagt man das auf Hebräisch?

31:05

Schüler: Weite.

Rav: Nicht „Weite". In … äh?

Schüler: Bereich.

Rav: In deinem Empfindlichkeitsbereich spürst du es noch nicht. Weißt du, es gibt von 1 bis 10, bis 100, bis 200 irgendeine Empfindlichkeit bei Geräten. Also ich spüre jetzt, dass alles gut ist und dass ich mit dem Schöpfer verbunden bin. Sagen wir, ich spüre das auf … und so spüre ich es ein paar Minuten lang, ja? Und wenn ich jetzt meine Empfindlichkeit erhöhe, dann fange ich vielleicht an, alle möglichen Gedanken zu spüren und alle möglichen Veränderungen von Wünschen und alle möglichen Verhältnisse von mir, die sich zum Schlechten oder zum Guten verändern – egal, die Hauptsache hier ist, anzufangen, diese Veränderungen zur Stärkung der Verbindung zu nutzen, zur Stärkung des Verbindungspunktes mit dem Schöpfer. Das war's.

Das heißt, zu warten, sich zu wünschen, dass es alle möglichen Veränderungen gibt, aber das, um die Verbindung mit dem Schöpfer zu stärken. Das nennt man einen alten Mann, der etwas sucht, bevor es ihm verloren geht. Und das ist der sehr wichtige Punkt: Wenn der Mensch das macht, dann befindet er sich schon in kontrollierten Aufstiegen und Abstiegen und kann durchaus auf eine die ganze Zeit kontrollierte und nützliche und sehr schnelle Weise vorankommen. Dann durchläufst du jetzt wirklich in einem sehr, sehr intensiven Tempo unter deiner Kontrolle alle möglichen Zustände. Du fängst an, sie wirklich zu zählen, tick, tick, tick. Bei dir gehen jedes Mal Gedanken und Gefühle vorüber, und du weißt jedes Mal schon, wie du sie ordnen sollst. Und sie sind so klein, sie kommen nicht als so eine Bombe, wie [auf der Stufe des] Unbelebten für einige Tage oder Wochen, also das ist die Arbeit.

Schüler: Die Frage ist folgende.

Rav: Das ist klar.

Schüler: Das ist sehr klar.

Rav: Ja, na gut, aber das …

Schüler: Eine klare Technik.

Rav: Technik, ja.

33:10

Schüler: Die Frage ist folgende: Wenn jetzt in eben diesem Zustand ein Verlangen oder eine Klarheit kommt von „sieh, das schließt sich an frühere Zustände an, die ich hatte, an frühere Aufstiege, an frühere Abstiege, sieh, die Dinge fügen sich" – kann das ein Mittel sein, den jetzigen Zustand vergessen zu machen? Sozusagen ist das schon ein Abstieg.

Rav: Dass ich jetzt verstehe, dass all die vorherigen Dinge auch dazu da waren, dass mir jetzt Verständnis und Anhaftung und die Rechtfertigung der Göttlichkeit zuteilwird – warum sollte das schlecht sein? Wieso, das ist nicht schlecht. Das muss mir jetzt geben – ich muss nur jede Sache, die ich jetzt durchmache, bis zum Ende aussaugen. All die Geschmäcker, die darin sind, nicht einfach nur darin zu sein und zu genießen, sondern die ganze Zeit ihn bis zum Ende zu fühlen.

Das heißt, wenn ich jetzt verstehe, dass die Sache, die ich vorher durchgemacht habe, wirklich zu meinem Nutzen jetzt war, dass mir jetzt durch sie Verständnis und Verbindung und so weiter zuteilwurde, dann muss ich durchaus diese beiden Zustände verbinden, sagen wir, den schlechten Zustand, den ich vor einem Monat empfunden habe, und den guten Zustand, den ich jetzt empfinde – nicht gut im Empfinden, sondern wirklich im Erkennen – und zu sehen, inwieweit der vorherige schlechte Zustand im Empfinden mir jetzt den guten Zustand in der Verbindung, im Erkennen, in der Rechtfertigung gegeben hat. Und wenn ich das verbinde, dann lohnt es sich für mich, dann all die Einzelheiten, die ich im Laufe dieses Monats, sagen wir, empfunden habe, vom schlechten Zustand bis zum guten Zustand, das zu sehen und das zu verbinden, aber auf eine sehr, sehr zielgerichtete und verständige Weise. Es nicht wieder ins Gefühl übergehen und wieder sozusagen zurück entwischen lassen. Sondern sehr, sehr unter der Kontrolle der … das heißt, alle Zustände zu prüfen, aber unter Bewahrung des Verbindungspunktes mit dem Schöpfer, jetzt, da es mir zuteil wurde.

Schüler: Und wenn keine Kraft da ist?

Rav: Es kann nicht sein, dass dir jetzt irgendeine Offenbarung zuteilwurde und du keine Kraft hast, eine Prüfung zu machen. Wann denn eine Prüfung machen, wenn nicht zur Zeit des Aufstiegs? Gerade zur Zeit des Aufstiegs muss der Mensch sehen, wie er noch weiter vorankommen kann. Im Zustand des Abstiegs ist er ein Tier, man verlangt nichts von ihm. Im Zustand des Abstiegs, in dem er kein Licht hat – vom Willen zu empfangen, wenn man ihm von oben gar nichts gibt, verlangt man auch gar nichts, [denn] wer ist er schon. Sondern wenn man dem Willen zu empfangen Erkenntnis, Kräfte, Verständnis und das gibt, dann fängt man an zu verlangen: na, was machst du damit? Ah, du fängst an, das zu genießen – dann ist das eine Klipa. Also wenn du anfängst, das weiter zum Zweck der Korrektur zu nutzen, ist das in Ordnung, dann fügt man dir mehr und mehr spirituelle Unterscheidungen hinzu. Das sind einfache Dinge. Ja.

36:19

Schüler: Warum sollte ich einen zeitlich nahen Abstieg und Aufstieg verbinden, als gäbe es zwischen ihnen eine Verbindung?

Rav: Nicht dass … Ich verbinde Aufstiege und Abstiege miteinander, weil das zuallererst ein einziges Gefäß ist. Ich muss nicht verbinden, das verbindet sich so von selbst. Und um dann dadurch erfahren zu sein in dem, was mir passiert.

Schüler: Also offenbart es sich wirklich so, als wäre das verbunden?

Rav: Klar offenbart sich, dass das verbunden ist. Ich habe vor einem Jahr oder vor zwei Jahren irgendeinen Schlag bekommen, und jetzt fange ich an, mich dadurch gut zu fühlen, und es kann sein, dass ich mich jetzt dadurch gut fühle und daraus herauskomme. Und erst nach einem Jahr oder zwei Jahren bekomme ich überhaupt die Antwort, warum das passiert ist und warum das gut für mich war und so weiter. Und es kann sein, dass diese Dinge nahe beieinander liegen und der Abstand zwischen ihnen so an die Stunden, Minuten oder höchstens Wochen beträgt. Das hängt von der Anstrengung des Menschen ab, inwieweit er mehr Kräfte aus der Gemeinschaft bekommt. Aus dem Lernen ist es schwer, diese Kräfte zu bekommen, um daran zu arbeiten, und das schnell. Ja.

Schüler: In welchem Stadium fing der Funke an, etwas Aktives zu sein?

Rav: Der Funke fängt in dem Moment an, etwas Aktives zu sein, in dem ich die ganze Zeit mit ihm verbunden bin. In dem Moment, in dem ich mich mit ihm verbunden habe und ihn nicht verlassen will, in eben dem Moment fangen die Störungen an, und wenn ich dann diese Störungen mit eben jenem Funken verbinde, dann fängt er an, aktiv zu sein. Dann fängt an, an ihm Fleisch zu wachsen.

Schüler: Diese Störungen zünden ihn an?

Rav: Aus den Störungen – Störungen, das sind meine nicht korrigierten Gefäße, die Störungen werfe ich nicht einfach weg. Die Störungen, das ist nicht korrigiertes Fleisch. Durch diese Störungen entsteht um den Funken herum ein Körper. Der Wille zu empfangen bleibt derselbe Wille zu empfangen, wir müssen ihn nur auf richtige Weise korrigieren, ihm die Form des Menschen geben, die Form des Gebens, sonst ist das einfach ein Stück Fleisch oder Lehm, egal wie. Sondern die Form musst du ihm geben, aber er selbst – ohne ihn, ohne Störungen geht es nicht. Woher willst du das Material selbst nehmen? Das Material selbst, das sind die Störungen, du korrigierst sie, dann werden die unabsichtlichen Verfehlungen und die absichtlichen Sünden zu Verdiensten.

Der Schöpfer hat nicht noch ein Material der Heiligkeit und ein anderes Material der Klipa erschaffen. Eben dieses Material der Klipa musst du in die Heiligkeit überführen. Nur diese Welt – nur am Material in dieser Welt gibt es keinerlei Veränderung, sie existiert, wie sie existiert. Es steht geschrieben: „Die Welt verfährt nach ihrem Brauch", auch beim Ende der Korrektur. „Verfährt nach ihrem Brauch" – alle Gesetze, die es hier gibt, ändern sich nicht. Warum, sag mal? Wenn sich die ganze Natur ändert, dann würde sich auch die ganze Natur in dieser Welt ändern, dann würde die Erdkugel, statt anzuziehen, abstoßen. Statt dass jedes Ding aufsaugen will – nein, es würde von sich aus abstoßen, würde dem Aufsaugen widerstehen. Die Gesetze wären wie hinter dem Spiegel, wie das bei dieser Alice im Wunderland ist, ja? Das war's. Nein. Dieselben Gesetze bleiben, diese Welt lässt sich nicht korrigieren.

Du verstehst, das ist ein Punkt, dass hier das Material so bleibt. Ich weiß nicht, was jenseits aller möglichen spirituellen Stufen mit dieser Stufe passiert – soweit ich es heute verstehe, ist es so. Und man schreibt darüber auch auf diese Weise, dass „die Welt nach ihrem Brauch verfährt", das hat der Rambam geschrieben. Ja.

40:37

Schüler: Wir sagen, dass der Mensch nicht von guter oder schlechter Empfindung abhängig sein soll, nur eine Sache – dass er an den Schöpfer angehaftet oder mit ihm verbunden ist. Das heißt, zu wissen, dass es von ihm kommt. Jetzt, dieser Prozess des Verbundenseins ist ein sehr komplexer Prozess. Wie soll man überhaupt wissen, womit das verbunden ist, das heißt, ich bin mit etwas außerhalb von mir verbunden, und wie soll man sich dann verbinden?

Rav: Fangen wir an zu lernen? Gibt es noch etwas Dringendes?

Schüler: Ich habe hier den Absatz, der mich mit der linken Linie verwirrt hat. Das ist Seite 97, der Absatz „Und das, was geschrieben steht".

Rav: Ja.

Schüler (liest vor):

„Und das, was geschrieben steht: ‚Silber von der Südseite, die Chochma ist', wie die Weisen sagten: ‚Wer weise werden will, wende sich nach Süden', dass die Absicht ist, eine Einkleidung von Chassadim zu erlangen, denn Chessed wird Liebe genannt, weil er schenken und geben will. Und er möchte sich vor Ihm, gepriesen sei Er, annullieren, was ‚Silber' (kessef) genannt wird, denn das ist der Aspekt der Sehnsucht (kissufin), wie geschrieben steht: ‚Es sehnte sich und verzehrte sich auch meine Seele'. Und Süden wird der Aspekt der rechten Seite genannt, der Aspekt der Vollkommenheit, weil er gar nichts braucht, nur seine ganze Begierde besteht darin, dass er sich nach dem Schöpfer sehnen kann, und an sich selbst denkt er nicht, und erst nach der Stufe der rechten Seite kann man den Aspekt der linken Seite erlangen, der Bina genannt wird."

Schüler: Dieses „Aspekt der linken Seite, der Bina genannt wird" – das ist es, was in dem Absatz verwirrt, als wäre das genau verkehrt herum.

Rav: Er ändert in jedem Satzteil [etwas], und man weiß nicht, wozu genau er gehört, so schreibt er eben. Aber in demselben Artikel, an einer anderen Stelle, erklärt er dir genau, was Süden ist und was Norden ist. Und hier schreibt er wirklich so: „Und erst nach der Stufe der rechten Seite kann man den Aspekt der linken Seite erlangen, der Bina genannt wird." Er hat es so geschrieben, was soll man machen. Also schreiben wir es auch so, und fertig. Aber, und andererseits, wenn wir darüber reden, wie wir die Sefirot ordnen, ja? Dann haben wir Chochma, Chessed, Nezach – das ist die rechte Linie, und Bina, Gwura, Hod – das ist die linke Linie, ja? Das war's. Da redet man dann schon über die Verstärkung. Da siehst du, aber hier redet er nicht, ich glaube, im Or Yashar. Gut, wie dem auch sei, schau dir den ganzen Artikel an und …

43:31

Schüler: Sind Westen und Osten auch Zustände in der Arbeit? Westen, Osten.

Rav: Westen und Osten sind keine Zustände der Arbeit, sondern das sind Bedingungen. Die Malchut ist ganz im Westen, und ihr heiliger Teil, der ist dann im Osten. Das war's. Alle Gefäße des Empfangens sind im Norden, alle Korrekturen im Süden, die ganze Malchut ist im Westen, die korrigierte im Osten.

(Ende der Lektion)