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Morgenunterricht 30.01.2002 Buch "Schriften des Rabash" Band 1, Artikel "Und die Kinder kämpften in ihr"
Rav: Wir haben jetzt einen Artikel aus Band 1 "Schalvej HaSulam", Seite 171, "Und die Kinder kämpften in ihr", gelesen.
Da geht es um zwei Söhne, die aus der Höheren Mutter (Ima Ilaa) herauskommen. Zwei Kräfte kommen aus dem Schöpfer heraus, aus der Höheren Bina, aus Elohim, der gute Trieb und der böse Trieb. Diese beiden Kräfte sind zwei Kräfte der Seele im Menschen, mit beiden muss er arbeiten, und es kann nicht eines ohne das andere sein.
Gerade durch das Stoßen zwischen diesen beiden Kräften kommt der Mensch zum Ziel. Und was für ein Ziel? Da sagt er: das Ziel ist, dass der Mensch sich anstrengt, und am Ende dieser Anstrengung entdeckt er für sich selbst, dass er nicht in der Lage ist, die Handlung zu vollziehen, sich selbst in der Angleichung der Form an den Schöpfer zu korrigieren. Die Handlung selbst macht der Schöpfer. Was braucht es dann den Menschen, wenn ich von vornherein weiß, dass der Schöpfer alles macht? Ich muss zu dem Zustand kommen, wo ich weiß, dass der Schöpfer alles macht. Dafür muss ich gegen den bösen Trieb arbeiten, der mir sagt: nein, du sollst es machen. Und ich muss mit dem guten Trieb arbeiten, der sagt: mach es, du kannst es. Und das, bis er zur Verzweiflung kommt. Und dann wendet er sich an den Schöpfer, und der Schöpfer macht es.
Verzweifeln, verzweifeln und zu dem Zustand kommen, wo man sich an den Schöpfer wendet – das kommt genau aus dem Kampf mit Esau. Deshalb kommt der Mensch im Stoßen der Lichter, wenn er die Seite Jakobs einnimmt und einen Kampf gegen Esau führt, in diesem Stoßen langsam, langsam zu dem Zustand, wo er die Hilfe des Schöpfers braucht und bittet, dass der Schöpfer in ihm herrsche. 3:25
Der Weg dahin ist ein langer Weg, er ist ein privater Weg im Menschen, bis er zur Spiritualität kommt – er muss diesen inneren Kampf durchlaufen, bis er Esau vollkommen besiegt, das heißt, bis er alle Kräfte, die in ihm im bösen Trieb sind, prüft und sagt, dass er nicht in der Lage ist, und die Hände erhebt. Und genau denselben Prozess durchläuft die Menschheit im Allgemeinen, und wir befinden uns in einer der besonderen Zeiten darin – dieser Kampf zwischen Jakob und Esau, um Jakob zu ermüden, damit er sich an den Schöpfer wendet, dieser Kampf findet im Allgemeinen in der ganzen Welt statt, vor unseren Augen.
Und genauso, wie jeder Mensch sich in seinem Inneren mit der Kraft des Guten gegen die Kraft des Bösen identifizieren muss, so werden wir in der Nation insgesamt uns mit dem identifizieren müssen, was "Volk Israel" in der Spiritualität genannt wird – mit dem, was es gegen die Völker der Welt tun muss. Und der ganze Kampf, all dieses Stoßen ist dazu da, den Zustand zu klären, sowohl im Menschen als auch zwischen den Völkern in der ganzen Welt. Aber nachdem der Zustand geklärt ist – klar ist, was der Aspekt Jakob im Menschen ist und was der Aspekt Esau im Menschen ist –, dann ist die Klärung im Grunde abgeschlossen, und der Schöpfer kann seine Handlung vollziehen. 5:59
Und die Handlung des Schöpfers ist nicht, eine der Kräfte zu beseitigen, sondern beide zu verwenden und aus ihnen wie die fünf Chassadim und die fünf Gwurot zu machen – zwei große Kräfte, die von oben herauskommen und die Seele aufbauen und füllen, sie korrigieren und sie auf die Stufe des Schöpfers heben, dass Malchut zu Bina aufsteigt in all ihren Korrekturen.
Das ist es. Das ist im Grunde, was er hier im Artikel sagt.
Ja.
6:38 Schüler: Zwei Kräfte, die sich gegeneinander zeigen … oder dass eine größer wird und die andere ein wenig auf sie reagiert – was bedeutet das?
Rav: Nein. Beide Kräfte zeigen sich gleich. Und mehr noch: sie sind nicht nur gleich, der Unterschied zwischen ihnen ist, dass jeder einen Vorrang hat. Esau hat den Vorrang, dass er größer ist als Jakob, er ist der Erste, er wurde als Erster geboren. Und Jakob hat den Vorrang darin, dass er nach seiner Natur zur Kraft des Schöpfers im Menschen gehört. Wie können also diese beiden Kräfte einander gegenüberstehen? Jakob, die Kraft des Schöpfers im Menschen – du kannst sie verwenden, bitte schön, schön. Esau ist die Kraft des Geschöpfes im Menschen, er ist das Fundament, der Stoff – nutze ihn und genieße.
Der Kampf zwischen ihnen ist nicht nach ihrer Natur, denn der Schöpfer hat den Esau erschaffen, das "Sein aus dem Nichts". Der Kampf beginnt dadurch, dass Jakob den Platz Esaus einnehmen möchte und über Esau herrschen und an seiner Stelle sein möchte. Dann fängt der Kampf an. Esau sucht gerade nicht den Streit mit Jakob. Jakob ist es, der versucht, als Erster geboren zu werden, der an Esaus Stelle der Größere sein möchte. Er möchte Esau täuschen.
Esau ist – wenn man den Willen zu empfangen nicht berührt, wenn man ihn nicht entwickeln muss, aus ihm etwas machen, dass er um zu geben sei, dass er dem Schöpfer ähnlich sei – dann verwendet man ihn ganz normal, da gibt es kein Problem. Das heißt: wenn es nicht das Ziel der Schöpfung gäbe, seinen Geschöpfen Gutes zu tun, dadurch dass man sie aus der Stufe Esau zur Stufe Jakob bringen muss, was dann schon Israel sein wird – Esau mit den Korrekturen Jakobs wird zu Israel. Das sieht man aus der Tora, wo der Schöpfer sagt: du wirst Esau besiegen, und deshalb wird dein Name von nun an nicht mehr Jakob, sondern Israel sein. 9:57
So ist es also im Menschen: bis er den Kampf "und die Söhne stießen sich" beginnt, ist alles schön und gut. Er kann in Ruhe leben, in der Routine, nichts stört ihn, Gott sei Dank, ob religiös oder säkular, nichts stört. Von dem Moment an, wo der Kampf zwischen den beiden beginnt – und der Kampf, den Jakob beginnt, der Punkt im Herzen beginnt den Kampf, er will über den ganzen Körper herrschen –, fordert natürlich der ganze Körper "alles für mich", weil er der Erste ist, Sein aus dem Nichts, das ist seine Natur, er ist selbständig, er will sich keinem Schöpfer unterordnen, niemandem, der über ihn gegen seine Natur herrscht.
Das heißt, wir müssen verstehen, dass nur in den Dienern des Schöpfers wirklich der wahre Kampf geschieht. Und je weiter ein Mensch in seiner Arbeit in Richtung der Korrekturen vorangeht, desto größer und größer wird in ihm der Kampf. Und man kann sein Leben dann nicht mit dem Leben vergleichen, in dem sich die Menschen draußen befinden. Draußen, das heißt außerhalb dieses Prozesses, denn dort gibt es keinen Streit zwischen den beiden Formen der Natur, zwischen Jakob und Esau im Menschen, und der Mensch lebt relativ in Übereinstimmung mit sich selbst und in Übereinstimmung mit der Welt. Geht es ihm schlecht, dann schlecht. Geht es ihm gut, dann gut. Aber das ist die Welt, das ist das Leben.
Deshalb müssen wir verstehen, dass "Und die Söhne stießen sich in ihr" nur über uns spricht, über solche wie uns, und aus diesen Kämpfen kommt, wie er am Ende sagt, die Sache der Verzweiflung heraus – groß, schrecklich –, dass erst am Ende der Mensch zu verstehen anfängt, dass er diese Verzweiflung braucht, um sich an den Schöpfer zu wenden und dem Schöpfer die Möglichkeit zu geben, in seinem Kampf zu siegen. 12:38
So sehen wir das zwischen Israel und den Völkern der Welt im allgemeinen Kampf, was in der Geschichte passiert, dass alles, was in der Materialität passiert, eine Kopie aus der Spiritualität ist. Und deshalb sind wir gegenüber den Völkern der Welt der Anteil Jakobs. Und ob wir wollen oder nicht, ihr seht, wie wir in der ganzen Geschichte handeln, und in der ganzen Menschheit, wie wir handeln, dass wir der ganzen Welt keine Ruhe lassen und die Ersten sein wollen und herrschen wollen, und unsere Ansicht, unsere Meinung und unseren Charakter durchsetzen wollen. Im Grunde, an jedem Ort, wo es etwas in der Welt gibt, kannst du dort einen Juden finden, der das macht. Das kommt aus der Natur, die uns gegeben wurde, um diesen Kampf zu führen.
Aber alle diese Kämpfe müssen sich am Ende zur größten Konfrontation zusammen anhäufen, die wirklich eine Konfrontation zwischen den beiden Kräften Gesicht zu Gesicht ist, wo dann Jakob die Hände erhebt und Hilfe vom Schöpfer erbittet – dann kommt die Hilfe. Daraus müssen wir auch verstehen, dass jeder Tag, an dem wir uns in einem solchen Kampf befinden, der Tag, der mit Verzweiflung endet, mit dem Gefühl des Kraftverlusts, der Hilflosigkeit, ein Tag ist, der das wahre, richtige Reshimo gibt; und diese Unterscheidung zu empfangen, sie zu bewahren, auf sie aufzusteigen und zur nächsten Unterscheidung der Verzweiflung, der Hilflosigkeit weiterzugehen. Und die Fähigkeit, gegen Esau zu handeln – es gibt keine Kräfte. Jakob ist schwach.
Sondern erst nach vielen, vielen solchen Verzweiflungen, wenn sich die Erfahrung zu einer klaren, großen, endgültigen Erkenntnis sammelt, dann wendet man sich an den Schöpfer, an den Schöpfer; vorher nicht. Das ist es. Und das ganze Versprechen, das in der Tora steht, spricht zu Jakob: du wirst es machen, du wirst es versuchen, du bist so und so, und ich werde dir helfen und ich werde an deiner Seite sein und so weiter, von Seiten des Schöpfers.
Ja.
Schüler: Was heißt das, hier steht "Wenn der Mensch geboren wird, kommt der böse Trieb zuerst"?
Rav: Es steht: "Wenn der Mensch geboren wird, kommt der böse Trieb zuerst". Weil geschrieben steht: "An der Türöffnung lauert die Sünde". Was heißt das, "an der Türöffnung lauert die Sünde"? An der Öffnung des Mutterleibs, wenn der Mensch gerade geboren wurde und noch nichts hat – was über ihn herrscht, ist der Wille zu empfangen. Das ist richtiger, es wird über die Spiritualität gesprochen, nicht über unsere Tierseite. Was heißt "an der Türöffnung lauert die Sünde"? Dass nach der Aviut der Wurzel, die der Mensch durchläuft und in der er geboren wird, dann die Aviut Alef, Bet, Gimel, Dalet zu entstehen beginnt, das heißt das Hinzufügen des Willens zu empfangen, den er korrigieren und durch den er wachsen muss. Das ist es.
Aber von vornherein müssen wir verstehen, dass unser Fundament der Wille zu empfangen ist, und der Wille zu empfangen selbst ist weder gut noch schlecht. Sondern wenn es nicht den Willen zu geben des Schöpfers gäbe, der auf die Korrektur des Willens zu empfangen bezogen ist, dann gäbe es im Willen zu empfangen keine Absicht "um zu empfangen" oder "um zu geben". Also: ohne Absicht "um zu empfangen" oder "um zu geben" kann man über den Willen zu empfangen nicht sagen, dass er schlecht oder gut ist – das ist einfach Natur. Ja? 18:03
Wann können wir sagen, dass er gut oder schlecht ist? Wenn wir anfangen, ihn in Bezug auf den Schöpfer zu betrachten, dann ist "um zu empfangen" schlecht und "um zu geben" ist gut. Das heißt, wir sprechen niemals über den Willen zu empfangen, sondern über seine Verwendung. Das ist es. Und über den, der sich in der Natur befindet, können wir nicht sagen, dass er gut oder schlecht ist. Deshalb kann ich nicht über einen Wolf, der jetzt ein Schaf reißt, sagen: oje, wie grausam, wie schlecht, was für ein. Er ist nicht schlecht, das ist einfach eine Naturkraft, die nach dem Naturgesetz handelt, und es gibt da weder gut noch schlecht, sondern einfach eine natürliche Handlung.
Bei wem kann ich also überhaupt sagen, dass es schlecht oder gut gibt? Auch nicht beim Menschen, der sich auf der Straße befindet. Er handelt ja nach den Naturkräften, die sich in ihm befinden, weiß nicht, was Wahl überhaupt ist, sondern dasselbe Schaf oder derselbe Wolf – in ihm gibt es sowohl von der einen als auch von der anderen Seite, und er verwendet diese Kräfte.
Wann kann ich mich also auf einen Menschen als schlecht oder gut beziehen? Wenn er Absichten "um zu empfangen" oder "um zu geben" hat. Wann sind diese? Jenseits des Machsom. Vor dem Machsom befinden sich alle in einer Natur, in der Verwendung nur des Willens zu genießen, ja? Etwas mehr, etwas weniger. Das ist weder gut noch schlecht, das ist noch innerhalb der Natur. Es gibt noch keine Absicht "um zu empfangen" oder "um zu geben", denn du kannst nicht einmal "um zu empfangen" sein, wenn du dem nicht die Möglichkeit gegenüberstellen kannst, "um zu geben" zu sein. Ja?
Es kommt heraus, dass "um zu empfangen" und "um zu geben" zwei Systeme der Welten sind, BYA der Unreinheit und ABYA der Heiligkeit, in denen die Seele wächst. Wodurch? Genau durch dasselbe Gesetz von "und die Söhne stießen sich". Nur über den Menschen, der die Stufen über den Machsom hinaus aufsteigt, kann man sagen, dass er ein Frevler wird oder zu einem Gerechten, und wieder Frevler und wieder Gerechter, je nach den Absichten, die in jenem Moment in ihm herrschen.
Und über jene, die sich unter dem Machsom befinden, steht geschrieben "alle sind wie Tiere geworden" – in ihnen ist weder gut noch schlecht, sondern einfach Natur. 21:12
Schüler: …
Rav: Wir müssen also über die Geburt des wahren Willens zu empfangen nur jenseits des Machsom sprechen. Deshalb sagen wir: Ibur ist die erste Stufe in der Geburt des Menschen, ja? In der Wirklichkeit, im Sein des Menschen. Was heißt das? Dass es vor dem Ibur diese Unterscheidung, die "der Mensch in uns" genannt wird, nicht gibt, ja? Der Punkt im Herzen, der anfängt, seine Handlungen langsam, langsam zu zeigen, der wächst, in den Ibur eintritt, dann beginnt etwas zu sein – das ist noch Samen, der in den Ibur eintritt, dann beginnt etwas zu sein, das ein Mensch sein wird.
Und vorher: obwohl wir das tierische Gewand haben, ein Wissen über uns selbst haben, Verlangen haben, irgendwelche Seelenkräfte haben, das wird alles nicht als das gerechnet, was in der Spiritualität existiert. Das ist unterhalb der Schwelle der Existenz in der Spiritualität, das wird nicht als spirituelles Leben gerechnet, sondern das ist wirklich noch Tier, denn wir sind nicht aus der Stufe des Tieres herausgekommen, aus der ein Mensch wird. Wann wird aus diesem Tier ein Mensch? Wenn wir den ersten spirituellen Ibur beginnen, vom Machsom an aufwärts. Das ist es. Deshalb steht geschrieben "alle sind wie Tiere geworden", das geht auf uns, dass wir uns jetzt noch im Aspekt der Tiere befinden.
22:50 Schüler: Was ist denn dann mit dem guten Trieb, der mit dreizehn Jahren kommt?
Rav: Worüber hier vom guten Trieb und vom bösen Trieb gesprochen wird, in der Regel: das geht über zwei Systeme, ABYA der Unreinheit und ABYA der Heiligkeit, die auf die Seele wirken. Das ist es. Zwischen ihnen stößt sich die Seele, sie machen sozusagen einen Kampf in ihr, einen Streit innerhalb der Seele.
Ja.
Schüler: Wie kann ich richtig ausschöpfen, zu richtigen Schlussfolgerungen aus jedem Zustand kommen, und wie kann ich den Übergang in den nächsten Zustand beschleunigen?
Rav: Du hast zwei Fragen gestellt, ja? Wie kann ich meine Zustände beschleunigen?
Schüler: Beschleunigen und sehen, dass sie richtig sind, dass sie ausgeschöpft sind, dass sie…
Rav: Und sehen, dass sie richtig sind. Wenn ich von vornherein weiß, dass ich allein nichts machen kann – so steht es in allen Büchern. Was heißt "weiß"? Ich weiß nicht, ich höre und lese. Wie kann ich schnell zu einem solchen Zustand kommen, dass ich von allem verzweifelt bin? Es gibt keinen Klügeren als den Erfahrenen, ich muss zu diesem Zustand tatsächlich kommen. Und wenn ich mich noch in einem Zustand befinde, wo ich nach jeder Verzweiflung entdecke, dass ich trotzdem noch eine Gelegenheit habe und noch eine Gelegenheit, etwas zu machen, ist das ein Zeichen, dass ich noch nicht zum Ende gekommen bin, zum Ende meiner Versuche.
Gibt es überhaupt ein Ende meiner Versuche? Es kann sein, dass ich so eine Million Jahre lang jedes Mal versuchen werde und versuchen werde, vielleicht selbst etwas zu machen, und obwohl es mir nicht gelingt, werde ich nie zu einer endgültigen Entscheidung kommen, dass es nichts mehr zu machen gibt, dass es nichts mehr zu versuchen gibt. Wirklich, es gibt kein Ende, nach Zahl, wenn wir zählen sollten, wie viele Versuche der Mensch durchlaufen muss, um zu verzweifeln.
Denn jedes Mal kann man ihm aus dem Willen zu empfangen noch irgendeine Unterscheidung bringen: das hast du nicht versucht. Du hast nicht versucht, wie kannst du sagen? Vielleicht kannst du jetzt doch irgendeine Handlung "um zu geben" machen, oder etwas in der Art? Deshalb, wenn man sagt, dass der Mensch alles versucht hat, und nein, er hat nichts mehr zu machen, spricht man nicht in quantitativer Form, sondern man spricht von der qualitativen Unterscheidung.
Dass der Mensch seine Aufmerksamkeit darauf richten muss, was mit ihm geschieht und wie er in den verzweifelten Zustand kommt, in den Zustand, wo der Schöpfer ihm hilft – kurz gesagt. Man sagt uns: drei bis fünf Jahre. Was heißt zwischen drei und fünf Jahren? Woher wissen sie, dass ich innerhalb von drei Jahren in solchem Tempo arbeiten werde, dass ich alle Unterscheidungen durchgehen werde?
Sondern hier gibt es eine Unterscheidung, zu der der Mensch durch Anstrengung kommt, durch innere Anstrengung – nicht quantitativ, sondern qualitativ. Das heißt, wenn er während des Lernens nur an den Maor, der zum Guten zurückführt, denkt, dann wendet er sich im Grunde schon während des Lernens, aus den Verzweiflungen heraus, aus dem Kampf des Stoßens, sowohl von der einen als auch von der anderen Seite, von beiden, schon an den Schöpfer, dass dieser ihm die Kraft bringt, die siegt, dass der Schöpfer in ihm siegt. 27:52
Deshalb gibt es hier keinen direkten Kampf mit Esau. Es gibt hier einen Kampf… wer ist also Esau? Esau ist dann meine ganze Schwierigkeit, mich an den Schöpfer zu wenden und von ihm die Kräfte der Korrektur zu erbitten. Das wird zum Esau. Das heißt, Esau ist die Absicht "um zu empfangen" und nicht, mich zu korrigieren, gegen die Absicht "um zu geben". Also nur durch die Anstrengung in der Zeit des Lernens. Das ist die Antwort, wie ich die Zeit beschleunige, wie ich diese Unterscheidungen schneller mache. Schneller, das ist keine quantitative Sache. Eine Million Mal oder zwei Millionen Mal habe ich es gemacht.
29:00 Schüler: Wir reden uns gegenseitig ein, dass der Schöpfer Genuss ist. Das ist es, was zu empfangen, so schwer in dieser Sache fasst, denn hier wird von Genuss gesprochen, und was gibt es schon in dieser Welt? Wir sehen, es gibt nicht so viel. Warum ist es trotzdem so schwer?
Rav: Wir sprechen vom Schöpfer wie von der Quelle des Genusses. Dass wir uns in Leiden befinden, und hören und glauben, dass der Schöpfer "gut ist und Gutes tut", und an seiner Seite zu sein, in seiner Nähe, das ist wirklich unendlicher Genuss. Was ist also das Problem? Komm, gehen wir in ihn hinein, oder in seine Hallen – wie soll ich sagen? – und genießen wir. Das fragst du?
Die Sache ist die: sich ihm zu nähern, kann nur durch Angleichung der Form geschehen. Das heißt, ich kann genießen, aber unter der Bedingung, dass ich andere Gefäße bekomme als die, die ich jetzt habe, und in diesen neuen Gefäßen werde ich genießen. Das heißt, das ist eine Sache und ihr Gegenteil. Ich möchte jetzt genießen. Man sagt mir: "Lieber Freund, sei kein Kind. Du kannst nicht so genießen, wie du jetzt denkst, wie du jetzt willst, wie du jetzt träumst. Das wird nie eintreten." "Aber ich will jetzt genießen mit dem, was ich denke, dass für mich gut ist." "Richtig, aber damit wirst du nie genießen können." "Nu, dann nicht, dann nicht. Was wollt ihr also von mir?
Dass ich die Verlangen ändere und mit den anderen Verlangen werde ich genießen?" Weißt du, das ist wie ein kleines Mädchen, das mit einer Puppe spielt, nach dem Beispiel des Rabbe, und sie will an der Puppe Genuss haben. Man gibt ihr ein Baby, die Mutter gibt dem Mädchen ein Baby, das gerade geboren wurde, und sie sagt: "Pass auf, Schnuller, und alles, was du mit der Puppe machst." 31:20
"Was ist das? An der Puppe genieße ich, und am kleinen Baby genieße ich nicht. Das ist die Mutter, die sich mit ihm beschäftigen soll. Ich habe meine eigenen Vergnügen und die Mutter ihre eigenen Vergnügen. Sag nicht, das ist richtiger, oder nicht. Ist es echt, ist es nicht echt? Das ist für mich Vergnügen, fertig." Nein. Du wirst dein Verlangen gegen ein anderes Verlangen tauschen, und dann wirst du am anderen Verlangen genießen.
Aber wenn ich vorerst kein anderes Verlangen habe, wie kann ich, wie kann ich ihm gleichen, mir ihn vorstellen? Man sagt mir so: "Ich will auf meinem Hof Fußball spielen, Verstecken mit Kindern, und mir gibt die Mutter Schläge, schreit mich an, 'warum sitze ich nicht und lerne nicht', und ich muss lernen und ein großer Mensch werden, und dann genieße ich am Leben.
Also genieße ich jetzt auf dem Hof am Fußball. Was brauche ich… ich verstehe nicht, was sie fordert? Die Verlangen zu tauschen, und mit den Verlangen, die ich für die Wissenschaft habe, für die Musik, für allerlei Sachen, werde ich genießen. Was?" Wenn man uns sagen würde, dass ich in denselben Verlangen für Verstecken und für Fußball später genieße – "investiere jetzt nur, sagen wir, fünf Jahre da hinein" –, dann verstehe ich. Dann investiere ich.
32:51 Denn die Verlangen sind vor mir, den Genuss kann ich sehen, ihn verstehen. Da gibt es kein Problem. Aber man sagt mir: "Du musst auch das Verlangen tauschen." Das ist das Problem. Man denkt, es gibt irgendein Problem in der Erziehung. Was für ein Problem kann es in der Erziehung geben? Aber du sagst dem Menschen: "Du sollst das Verlangen tauschen." Das ist etwas ganz anderes.
Das Kli zu ändern und im neuen Kli zu genießen, das heißt, meine ganze Wirklichkeit vollständig zu ändern. Weder Lehrer verstehen das noch Schüler verstehen das. So ist es in unserem Leben. Deswegen scheitert die Menschheit ständig in der Erziehung. Sieh mal, wie viel man für die Erziehung verschwendet und was dabei herauskommt.
33:42 Schüler: Nein, wir haben gesagt, dass der Mensch bis zum Machsom, sogar "um zu empfangen" – nicht wichtig gerade jetzt "um zu geben". Man muss das Verlangen entwickeln, unser Verlangen, dass es "um zu empfangen" sei, um den Schöpfer zu erwerben.
Rav: Wir sind auch vor dem Machsom, sagst du, wir befinden uns vor dem Machsom im Willen zu empfangen. Und wenn das so ist, dann fange ich, der lernt und allerlei Handlungen vollzieht, um Spiritualität zu empfangen, an, ihn "um zu empfangen" zu wollen, oder habe ich irgendeine Art von Sache "um zu geben"? Wie gehe ich voran?
Wie war ich vor einigen Jahren und wie bin ich jetzt? Kann ich heute, im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren, sagen, dass mein Wille zu empfangen größer ist oder mein Wille zu geben größer ist? Nu, sag, worin ist eine Veränderung geschehen? Ihr seid schon einige Jahre hier, ich frage. Bist du im Willen zu empfangen größer geworden, willst du mehr die ganze Welt verschlingen, willst du Vergnügen, an die du vorher nicht gedacht hast, willst du jetzt Schiffe, Flugzeuge, ich weiß nicht was für Gebäude zu kaufen, ich weiß nicht, ja, Paläste, Inseln, ich weiß nicht, wie das heißt?
Nein, so etwas gibt es nicht. Worin ist dein Wille zu empfangen also gewachsen? Im Gegenteil, du sitzt da, bereit, dich mit Wenigem zufriedenzugeben, Materialität willst du nicht, die Spiritualität willst du? Nu, ein bisschen willst du Spiritualität, aber heißt das, dass du gewachsen bist? Nu, ich frage euch. Wo und in welcher Unterscheidung sollen wir es spüren, "bis es mir keine Ruhe lässt"? Im großen, grausamen Willen zu empfangen, oder in Richtung des Willens zu geben?
36:22 Schüler: Wissen Sie, ich denke, der Wille zu empfangen wird größer, aber was man im Willen zu empfangen sieht, ist, dass es ihn schon gibt, das gilt schon nicht mehr als etwas, das es wert wäre, zu erlangen. Und was Spiritualität ist und was "um zu geben" ist, wissen wir noch nicht, aber wir wollen etwas empfangen, von dem wir noch nicht wissen, was es ist.
Rav: Das heißt, ich… vielleicht antwortest du richtig, ich gebe eine Antwort. Unser Wille zu empfangen wird größer, aber er ist bei uns geschützt damit, dass wir ihn nicht verwenden wollen. Mein Wille zu empfangen, und ich fühle ihn heute nicht, ist, viel mehr zu erfassen und zu verschlingen als die ganze Welt von früher, und zugleich brauche ich das nicht. Man könnte mich heute zum Direktor aller Banken im Land machen, ich weiß nicht, sagen wir, ich habe keinen Wunsch dazu. Selbst wenn ich daran arbeiten müsste, würde ich daran arbeiten wie an einer ganz normalen Stelle, so wie ich da grabe, an der Straße arbeite.
Das heißt, wir fühlen nicht, dass unser körperliches, tierisches Verlangen wächst. Zugleich, parallel dazu, wächst der Wille zu geben, der "Chen der Heiligkeit" genannt wird, dass ich immer mehr und mehr bereit bin, immer mehr und mehr schätze, was Geben genannt wird, ich weiß nicht, was es ist, aber ich schätze diese Sache mehr; und das eine gegen das andere wächst in mir, beides zusammen, ein Wille zu empfangen, in dem ich keine Anziehung fühle, der bei mir schon bedeckt ist durch die Anerkennung des Chen der Heiligkeit. Das ist es, so.
Ja.
38:49 Schüler: Gestern hat man mich gefragt: warum willst du geben? Und ich wusste nicht, ich wusste nicht, woher das kommt oder warum.
Rav: Also warum will ich geben, weiß ich nicht; sondern es kommt der Maor, der zum Guten zurückführt, und beginnt mir das wichtig zu machen, nicht dass ich wirklich schon geben will, aber er beginnt mir das wichtig zu machen, das ist noch nicht meine Natur, meine Natur und der Wille zu geben werden nach dem Machsom sein, aber ich beginne schon das zu schätzen, was ich nicht habe. Das ist so, als ob mir die Mutter endlich tröpfchenweise sagt: es ist gut, ein großer Arzt zu sein – du weißt, was eine jüdische Mutter ist: der Sohn muss der Chirurg sein, ja, sagen wir, das ist eine der Phantasien der Mutter. Also fängt endlich das Kind an zu verstehen, dass es gut ist, der Chirurg zu sein, gut, Arzt zu sein. Das ist es, es weiß noch nicht, wie es dahin kommt, aber es beginnt zuzustimmen, diese Stellung zu schätzen. Es beginnt schon zu verstehen, dass es ihm in diesem Zustand gut gehen kann; es spielt noch Verstecken und Fußball auf dem Hof, aber wenn die Mutter ihm sagt, dass es sich lohnt, das Verlangen nach Fußball gegen das Verlangen, ein großer Arzt zu sein, zu tauschen, leuchtet ihm schon irgendwie ein bisschen gegen diese Stellung des großen Arztes etwas auf, und es fühlt, dass das etwas Gutes ist.
Schüler: Woher kommt das?
Rav: Das kommt aus dem Lernen, denn wir ziehen in der Zeit des Lernens, ob wir wollen oder nicht, sogar im "nicht wollen", die Erleuchtung der umgebenden Lichter auf uns, und daraus zeichnet sich das Verlangen nach Spiritualität bei uns irgendwie ab, langsam, langsam beginnt es bei uns eine Sache mit irgendeinem Wert zu sein. Und dem gegenüber das Verlangen nach Materialität, dorthin, wo alle Menschen rennen – selbst wenn ich die Möglichkeit hätte, gibt es sozusagen kein Verlangen dazu, aber es ist da, es ist nur schon bedeckt, bedeckt durch die spirituelle Korrektur.
Ja.
41:32 Schüler: Warum bringt gerade die Verzweiflung den Menschen zum Wenden an den Schöpfer? Warum bringt die Verzweiflung einen Menschen zum Wenden an den Schöpfer?
Rav: Warum bringt die Verzweiflung den Menschen zum Schöpfer? Weil der Mensch, da er ein Egoist ist und in seinem Willen zu empfangen, der über ihn herrscht, fühlt, dass er fähig ist: ich werde herrschen. Und erst nachdem er versteht, dass er nicht fähig ist, sondern dass der Wille zu empfangen gerade zu seinem Schaden ist, dann entdeckt er gegen den Willen zu empfangen den Schöpfer, und das ist es, was wir sagen, dass er den Schöpfer bittet, ihn zu korrigieren, ihn zu verändern. Denn dadurch, dass der Mensch entdeckt, dass der Wille zu empfangen seine Natur ist, wird ihm klar, dass er damit nichts machen kann, denn mit der Natur kann man nichts machen.
Ja.
Schüler: Sie haben gerade das gesagt, dass der Mensch verzweifelt ist und sich an den Schöpfer wendet – so setze ich fort, was er gefragt hat: das ergibt die Angleichung der Form. Was ist die Verbindung zwischen diesem Moment der Verzweiflung, wo sich der Mensch an den Schöpfer wendet, und ihrer Bildung?
Rav: Es gibt keine Verbindung zwischen dem Wenden an den Schöpfer und der Handlung des Schöpfers am Menschen, durch die der Mensch nach seinem Wenden verändert wird; denn die Handlung des Schöpfers wird losgelöst von der Bitte des Menschen vollzogen: du wendest dich an mich und bittest, ich gebe dir eine Kraft, die korrigiert, die dich verändert. Die Verbindung ist nur, dass das eine das andere verursacht, nicht mehr, nur das eine verursacht das andere. Nicht, dass der Mensch mit seiner eigenen Kraft etwas in Gang setzt, sondern nur in seiner Bitte setzt er die Kraft des Schöpfers in Gang.
Gut, nu, ja.
43:41 Schüler: Sie haben gesagt, dass der Mensch, ob er will oder nicht, das umgebende Licht herbeizieht. Wie kann ich das umgebende Licht herbeiziehen, ohne zu wollen?
Rav: Selbst wenn ein Mensch lernt, ein Mensch, der Bücher lernt und sich nicht in der Absicht konzentriert, das umgebende Licht auf sich zu erwecken, aber dadurch, dass er leidet, und trotzdem im Unterbewusstsein etwas vom Buch erwartet – das heißt, dass er das umgebende Licht auf sich zieht. Das ist es, was sie mich gestern gefragt haben: was willst du so sehr beim Geben darin, dass du… ja, der Weisheit der Kabbala eine solche Werbung gibst, warum müssen alle lernen, und so weiter. Nu, ich werde ihnen nicht aus Baal HaSulam vorlesen, dass wir deshalb Lehrhäuser eröffnen müssen, was wird ihnen das helfen, das zu lesen? Für sie ist Baal HaSulam nicht irgendein höherer Verstand, den man annehmen und an dem man arbeiten und den man dann verstehen muss.
Da habe ich ihnen erklärt: jeder von uns zieht in dem Moment, wo er einfach echte Bücher liest, so viel er da hineinsteckt, das umgebende Licht von derselben Stufe auf sich, von der das Buch geschrieben wurde. Und obwohl jeder dann diese Kräfte ein bisschen zieht, aber weil es, sagen wir, Millionen sein werden, die das lesen werden, kommt schon in diese Welt von oben viel umgebendes Licht herab, und das gibt dann, wenn nicht in der Qualität, dann zumindest nach der Quantität, eine solche Kraft, dass sich diese Welt schneller zum Besseren verändert. Das ist es im Grunde, und das stimmt, du verstehst.
Deshalb sind uns auch Massen wichtig. Und uns ist auch wichtig: ich sitze jetzt um halb drei Uhr nachts zu Hause, soll ich um drei Uhr zum Lernen kommen oder nicht um drei Uhr zum Lernen kommen? Heute kann ich an nichts denken, keine Anstrengung machen, keine Absicht geben, ich werde sitzen, sicher dass ich neben dem Buch einschlafen werde, nichts wird passieren. So darf man nicht sagen. Selbst wenn du vor dem Buch ohne jede Absicht sitzt, lies wie ein Esel, vielleicht wird man dir von oben gar nicht zugestehen, auch nur ein Wort in den Kopf einzulassen – diese Anstrengung zieht das umgebende Licht herbei, und es korrigiert dich.
Deshalb mache hier keine Rechnungen. Und andererseits kann man nicht mehr als drei, vier Stunden am Tag lernen. Du musst die übrigen Stunden mit dem Geist, den du vom Buch bekommen hast, in allen Begebenheiten deines Lebens sein, sonst verwirklichst du nicht, was du bekommen hast.
Wir müssen auch verwenden… was hat er von der Kraft der Gruppe gesagt, ich erinnere mich nicht.
47:12 Schüler: In der Zeit des Unterrichts, müssen wir irgendwie einen Gedanken an die Gruppe einbeziehen, dass es nur ich und der Schöpfer sind?
Rav: Ich verstehe dich nicht. Ob ich in der Zeit des Unterrichts, wenn ich mich sozusagen an den Schöpfer wende, an die Gruppe denken muss? Wir befinden uns in dieser Welt, es gibt eine Wand zwischen uns und der höheren Welt und dem Schöpfer, von dort kommen zu uns alle möglichen Kräfte, die uns in Gang setzen. Wir wollen diese Kräfte verbessern, dass sie zu unseren Gunsten sind. Deshalb sagen die Kabbalisten: du kannst das verbessern – wie? Wir schreiben dir ein Buch, in diesem Buch ist über spirituelle Handlungen geschrieben, was dort in jener Welt geschieht.
Da steht: man muss in der Wüste gehen, ein Zelt machen, noch allerlei Sachen, schneiden, irgendein Opfer machen. Oder es steht in einer anderen Form geschrieben, sagen wir, was die Propheten schreiben. Oder in der Weisheit der Kabbala: das eine steigt zu dem auf und sinkt zu dem hinab, macht so eine Vereinigung, nicht wichtig. Oder es steht, wie es im Schulchan Aruch steht: man muss die Tefillin so anlegen und die Sachen so und so machen. Alle sprechen von spirituellen Handlungen, das, was sie uns schreiben, hat zu uns keine Verbindung. Das ist irgendeine Maschine, die hinter der Eisernen Wand von mir arbeitet, zu der ich keinen Zugang habe. Das ist es.
Besonders wenn wir die Gebetsanleitung der Kabbalisten lesen: nimm ein bisschen Licht von hier, bring es dort hinein, hebe diese Sefira hierher hinauf, misch sie mit dem, mach solche Vereinigungen. Wie es in der Gebetsanleitung steht, das ist überhaupt – das ist es, ja. Das sind Handlungen, die zu mir nicht gehören, wozu soll ich das lesen, wozu soll ich Bücher lernen? Diese Bücher sind auch… was heißt, dass ich lerne? Ich lese spirituelle Handlungen und spirituelle Erscheinungen, die der Kabbalist gefühlt hat, der gefühlt hat – was hilft mir das? Man sagt: wenn du das liest, kommt von oben zu dir Licht aus derselben Stufe, aus demselben Grad, aus demselben Zustand, in dem er saß und schrieb.
Auch jetzt sitzt er und schreibt dort, in der Spiritualität geht keine Form verloren. Wenn ich jetzt irgendeinen Satz im "Talmud Eser Sefirot" lese, ja, oder Worte des Ari "Und siehe, man muss die Wahrheit der Sache von Vorder- und Rückseite sehr gut verstehen", ta-ta-ta, oder wenn ich darüber lese, was Baal HaSulam sagt, "Das Quadrat bedeutet die Buchstaben des Hej", ta-ta-ta, dann wende ich mich, ob Ari oder Baal HaSulam, sozusagen an denselben Zustand, in dem sie sitzen und schreiben und in ihrem Inneren in ihren spirituellen Gefäßen diese spirituellen Erscheinungen fühlen. 50:55
Ich wende mich an denselben Zustand jener Seele, die Ari genannt wird, oder jener Seele, die schon Baal HaSulam genannt wird, ja? Wirklich an dieselbe Stellung, in der er sitzt – und was heißt, dass er sitzt? Dass er sich in der Empfindung dessen befindet, was er hier in Worten ausdrückt. Jetzt, das heißt, an dieselbe Seele und an denselben Zustand wende ich mich. Was gibt mir das? Ich will von dort die Kraft der Korrektur empfangen, und man sagt mir: die Seele des Kabbalisten ist dort, und du bist hier, zwischen euch eine eiserne Wand, nichts geht von hier nach dort und von dort hierher. Sondern nur eine kleine Erleuchtung, die das umgebende Licht genannt wird.
Und nur dieses umgebende Licht kann dich retten; darüber steht "Ich habe den bösen Trieb erschaffen, ich habe die Tora als Würze erschaffen, der Maor kommt und führt zum Guten zurück", und so weiter. Nur über diesen Maor. Also habe ich nur eine Handlung: neben dem Buch zu sitzen und diesen Maor zu erwecken. Alle übrigen Handlungen, die ich hier im Leben mache, müssen auf jenen Moment ausgerichtet sein, wo ich neben dem Buch sitze und das umgebende Licht auf mich erwecke. Du sagst also: muss ich hier an die Gruppe denken oder nicht? Denk an deine Großmutter, ich weiß nicht, an wen, wenn dir das hilft, das umgebende Licht zu erwecken. Mach eine Klärung, was sich in deinem Besitz befindet, was dir das umgebende Licht vergrößern kann. 53:05
Nachdem wir all die Dinge gelernt haben, die diese Kabbalisten schreiben, was sie uns empfehlen zu tun, um dieses umgebende Licht zu erwecken, sehen wir, dass es in der Weisheit der Kabbala zwei Teile gibt. Einen Teil, das sind Briefe, Artikel, das können Lieder sein, das kann sein, was du willst, der gehört dazu, um den Menschen zu erwecken, ihn auszurichten, ihn auf die Stellung vorzubereiten, in der er richtig vor dem Buch sitzt. Und der zweite Teil in der Kabbala, das sind diese trockenen Bücher, die von den Lichtern, Gefäßen, Parzufim und so weiter sprechen.
Also durch die Bücher, die Artikel und Briefe und Musik, alle möglichen Sachen, bereiten wir uns vor und öffnen dann das Lehrbuch, "Talmud Eser Sefirot", kurz gesagt. Das heißt, das ganze Leben, die ganze Wirklichkeit müssen wir auf den Zustand bringen, dass sie mir als Antrieb dient, als Schlüssel, das umgebende Licht zu vergrößern. Wie verhalte ich mich dann zur ganzen Wirklichkeit? Nur in solcher Form – Haus, Familie, Kinder, Arbeit, sicher Artikel und Briefe, die ich lese, Freunde.
Nicht wichtig was, das ganze Leben nur auf diesen Punkt, in der Zeit des Lernens mich auf die Qualität der Anstrengung zu konzentrieren, was darin von mir abhängt und was darin nicht von mir abhängt. Was machen? Da wende ich mich an dieselben Kabbalisten und entdecke, dass ich nur eine freie Wahl habe, eine Freiheit des Willens in einem: mich von der Gruppe beeindrucken zu lassen. Wenn ich durch die Gruppe meinen Wunsch verstärke, dann setze ich ihn in der Zeit des Lernens mit größerer Kraft in Gang, dann ziehe ich mehr umgebendes Licht auf mich.
Es kommt also heraus, dass alle Artikel und Briefe, sogar die, und natürlich die Begebenheiten meines Lebens, was du auch sagen wirst – alles, alles, alles muss ich schon nicht um irgendetwas sammeln, sondern nur um die Gruppe. Denn nur von der Gruppe, sagt er, kann ich beeindruckt werden und das Verlangen verstärken und die Stärke meiner Forderung nach dem umgebenden Licht verstärken. Ich brauche jetzt also eine Gruppe, die nur über eine Sache spricht: wie wir den Maor, der zum Guten zurückführt, herbeiziehen können, dass er uns korrigiert. 56:37
Also sehe ich hier: Gruppe Nummer 2 spricht darüber, wie wir das machen können. Gruppe Nummer 1 schon nicht so sehr, vielleicht passiert ihnen heute etwas. Gruppe Nummer 4 schon mehr, noch mehr. Demnach möchte ich die Gruppen auswählen und von einer Gruppe zur zweiten und zur dritten und zur vierten gehen, nicht wichtig warum. Oder die Gruppe, in der ich bin, muss ich verbessern. Und wenn ich meine Gruppe verbessere, dann baue ich dadurch, dass ich sie verbessere, meinen Wunsch in der richtigsten Form auf. Du verstehst.
Und wenn eine Gruppe verzweifelt oder fällt, dann habe ich noch mehr Gelegenheit, denn dadurch mache ich das Einzige, was in meinem Besitz ist, in dieser Welt überhaupt zu machen: die Gruppe zur Forderung der Korrektur durch das umgebende Licht zu erwecken. Mehr gibt es nicht, du verstehst. Man muss sich genau auf einen Punkt konzentrieren, nicht von ihm weglaufen, und dann werdet ihr sicher Erfolg haben. Und daraus muss ich auch verstehen, wie man arbeitet, wenn wir mehrere Gruppen haben.
Wisst ihr, wie ein Motor arbeitet? Du hast Kolben, Zylinder, einer geht hoch, der andere geht runter, aber alle drehen dieselbe Welle, die die Räder dreht.
Schüler: Kurbelwelle.
Rav: Eh?
58:09 Schüler: Kurbelwelle.
Rav: Kurbelwelle, in Ordnung, das ist es. Du verstehst, so müssen im Grunde die Gruppen arbeiten: eine geht hoch, die zweite geht runter, aber jede, auch wenn sie nach unten geht, ihr Abstieg ist dazu da, um zu drehen, und auch wenn sie hochgeht – bis sie hochgeht, macht sie nichts; die Handlung ist gerade darin, dass sie nach unten geht, du verstehst. Da gibt es eine Sache und ihr Gegenteil. Man muss dieses Prinzip verstehen, wie das in der Spiritualität funktioniert. Aber insgesamt drehen alle dieselben Räder.
Deshalb muss man sich nur auf eine Frage beziehen: die Forderung nach Korrektur durch das Buch. Das ist es. Wenn eine Gruppe mich dazu erweckt, gute Gruppe; wenn sie nicht erweckt, such schnell einen anderen Ort, schade um die Zeit.
Ja.
Schüler: Aber in der Praxis, in der Zeit des Lernens, ich jetzt…
Rav: In der Praxis, in der Zeit des Lernens, lieber Freund, musst du mit dem Wunsch sitzen, das umgebende Licht zu empfangen. Jetzt, dass du dein umgebendes Licht empfangen willst, das dich korrigiert: sozusagen arbeitest du mit deinem Willen zu empfangen, du willst korrigiert werden, du willst, dass er auf dich wirkt, ja? Aber das ist nur ein Punkt, den ich dir erklärt habe.
Der zweite Punkt zum umgebenden Licht ist, dass es "um zu geben" sein muss. Wenn ich zusammen damit denke, dass ich das mit der Gruppe gemeinsam mache und dass wir alle gemeinsam davon genießen werden und dass wir gemeinsam darin arbeiten – dann vergrößerst du sowohl den Punkt von Malchut als auch den Punkt von Keter. Wenn du daran denkst, was es heißt, dass du erwartest, dass dir dieses Licht etwas bringt, was wird es dir bringen, Erfüllung für den Willen zu empfangen?
Schüler: Nein, Verbesserung der Eigenschaften.
Rav: Verbesserung der Eigenschaften. Was heißt bei dir Verbesserung der Eigenschaften?
Schüler: Verbesserung der Eigenschaften heißt bei mir, ich will die Eigenschaften des Schöpfers.
Rav: Du willst die Eigenschaften des Schöpfers, schön. Wie kannst du also die Eigenschaften des Schöpfers wollen? Was heißt das, zu bitten, dass das umgebende Licht kommt? Das heißt zu bitten, dass die Eigenschaft des Gebens in mir kommt, ja? Dass sie zu mir kommt und sich in mir niederlässt und dass sie meine sein wird, ja? Wie kann ich also bitten? Wenn ich zusammen damit mir das Geben von mir an meine Gruppe vorstelle, dann kann ich, wenn das so ist, mir schon die Handlung des Lichts an mir vorstellen, dann habe ich, woher wirklich eine richtige Handlung zu fordern, und nicht Rechnungen zu machen, dass es mir gut gehen soll, komm zu mir.
Ich verstehe dann, was das Ergebnis ist, das das Licht in mir machen soll. Dann denke ich wirklich an den Maor, der zum Guten zurückführt, und nicht an irgendeine Bank, die mir irgendeinen Scheck schickt "um zu empfangen". Du verstehst. Wenigstens irgendetwas "um zu geben", das sich bei uns in der Gruppe ausdrückt. Das heißt, wenn ich die Gruppe nicht einbeziehe, mein Geben an die Gruppe, all meine Freunde so zusammen in meiner Bitte um den Maor, der zum Guten zurückführt, wende ich mich nicht an den Maor, der zum Guten zurückführt.
Ich wende mich an jemand anderen: bring mir etwas, fülle mich, fülle mir meine Gefäße des Empfangens. Ich erwarte nicht, dass ich Gefäße des Gebens haben werde. Du verstehst? Das heißt, in der Zeit des Lernens an die Gruppe zu denken, wenn man sich an den Schöpfer wendet, das heißt sozusagen, dein Wenden richtig zu ordnen. Das ist wie ein Sieb, das ist wie ein Mechanismus, der dein egoistisches Wenden nimmt und ihm einen leicht altruistischen Anstrich gibt, wenn du von dir durch die Gruppe an den Schöpfer denkst.
62:51 Schüler: Aber von Anfang an baue ich die Gruppe auf, damit sie mir Sachen liefert. Wie kann ich dann während des Lernens denken…
Rav: Ich weiß nicht, was es heißt, dass du die Gruppe aufbaust, damit sie dir Sachen liefert. Du musst dir sagen, dass du eine Gruppe aufbaust, damit sie dir Kräfte liefert. Und wieder: was für Kräfte? Was für Kräfte, zum Empfangen?
Schüler: Korrektur zu bitten.
Rav: Um Korrektur zu bitten, wie kann es also sein, dass die Gruppe selbst darin nicht eingeschlossen ist? Wie kann es sein, wie kann es sein, dass du dich in irgendeiner Bitte, die du an den Schöpfer richtest, nur allein wenden würdest? Wenn du wirklich willst, dass diese Bitte richtig ist, musst du zuerst für die ganze Welt bitten, danach für die ganze Nation, danach für alle, alle, alle, alle – die Gruppe und so weiter – und danach für dich selbst.
Schüler: Wie kann man das machen, wenn ich…?
Rav: Nein, du musst das nicht machen, aber man sagt, langsam, langsam, wenn du dich in die Gruppe einschließt, werden sie dir so nahe und wichtig, dass du sie schon auch in die Bitte einschließen kannst.
Schüler: Jetzt, wenn die Gruppe mich nicht zur Forderung nach dem Lernen erweckt, dann haben Sie gesagt, sie ist nicht gut. Sie haben gesagt, vor einer solchen Gruppe zu fliehen. Aber die Frage…
Rav: Vor einer schlechten Gruppe, die dich nicht zur Forderung nach dem umgebenden Licht erweckt – diese Forderung muss zum Zweck der Korrektur sein. Licht – stell dir gleich anstelle dessen eine Kraft des Gebens vor, die Kraft der Veränderung, nicht nur die Erfüllung, die Veränderung. Denn wir müssen verstehen, dass unsere Verbesserung Erwerb des Massach genannt wird. Wenn die Gruppe dir also solche Verlangen nicht liefern kann, hast du keine Wahl, entweder die Gruppe zu verbessern oder sie zu verlassen.
65:14 Schüler: Das ist also meine Frage, ich muss vor allem zuerst versuchen, in sie zu investieren, um sie zu verbessern…
Rav: Investiert also in die Gruppe und verbessert sie, nu, was ist das Problem?
Schüler: Weil Sie gesagt haben, zu fliehen…
Rav: Nein, nein, nein, oder das oder das. Zuerst prüfst du, ob du etwas machen kannst. Wir haben hier solche Burschen sitzen, wo ist Jakov, er war am Morgen da, nicht?
Schüler: Diensthabender.
Rav: Ach, er ist Diensthabender, ja? Ah. Es gibt solche Burschen, die hier sitzen und nicht fühlen, dass es hier eine Gruppe gibt, in die einzutreten sich lohnt. Und ich sage: es gibt so etwas nicht, dass eine Gruppe nie zum Menschen passen kann, der Mensch macht sich die Gruppe selbst. Und je nachdem, wie viel er in die Gruppe investiert, so bekommt er die Reaktion darauf von oben, nicht wichtig, welche Gruppe. Gib mir eine Gruppe von Verbrechern, die ich ein bisschen verbessern kann, dass sie Spiritualität wollen, ein Tröpfchen, du weißt nicht, wie viel man durch so eine Gruppe empfangen kann, mehr als in allen hohen Gruppen, der Gerechten, ich weiß nicht was.
Sondern die Investition des Menschen ist sein Kli, und nicht die Höhe der Gruppe und wie viel sie überhaupt verstehen, darüber gibt es nichts zu reden. Nimm Burschen, Anfänger, die manchmal kommen, weißt du, angespannt, und du wirst sehen, wie du mit ihnen kannst, wie sie dir keine Ruhe lassen, wie sie wirklich wollen werden. Das hängt nicht ab, die Vorerfahrung wird in der Spiritualität für nichts gerechnet. Nicht umsonst steht "und sie sollen in deinen Augen wie neu sein": jeder Tag soll wie neu sein, denn wirklich in der Spiritualität wird jeder Moment als Null gerechnet, und wieder beginnt die Rechnung, jeder Moment. Eine Stufe ist eine Stufe, die immer von Null anfängt.
Schüler: TES lernen?
Rav: Ich denke auch, dass man TES lernen muss.
(Ende des Unterrichts)