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03 - 16 September 2026

Lesson 715. Sep. 2026

Baal HaSulam. TES. Band 1.Teil 2. Kapitel 1, punkt 7 (19.11.2007)

Lesson 7|15. Sep. 2026
To all the lessons of the collection: Baal HaSulam. Talmud Esser HaSfirot. Band 1. Teil 2

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Morgentranskription 19.11.2007

Teil 1
Teil 2 ab Minute 18:38

Baal HaSulam, Buch „Talmud Esser haSefirot",
Band 1, Teil 2, S. 45, Punkte 7–8,
Band 1, Teil 2, Kapitel 1, S. 45, Punkt 7

Vorleser: „Talmud Esser haSefirot", Band 1, Teil 2, Seite 45, Punkt 7 oben.

Punkt 7
Jede Welt und jede Sefira bestehen aus zehn einzelnen Sefirot, die ihrerseits aus zehn weiteren bestehen usw. bis zu Ejn Sof (Unendlichkeit). Die Sefirot der Igulim umgeben einander wie die Ringe einer Zwiebel

„7) Jede Welt enthält zehn einzelne Sefirot, und jede einzelne Sefira jeder Welt besteht aus (8) zehn einzelnen Unter-Sefirot. Sie sind alle (9) wie die Ringe einer Zwiebel, einer innerhalb des anderen. Ähnlich der Darstellung der Himmelssphären in den Büchern der Astronomen."

Vorleser: Noch einmal, Punkt 7 oben.

„7) Jede Welt enthält zehn einzelne Sefirot, und jede einzelne Sefira jeder Welt besteht aus (8) zehn einzelnen Unter-Sefirot. Sie sind alle (9) wie die Ringe einer Zwiebel, einer innerhalb des anderen. Ähnlich der Darstellung der Himmelssphären in den Büchern der Astronomen."

Vorleser: Und wir gehen zum kleinen Punkt 8 über, der sich oben auf „Zehn einzelnen Unter-Sefirot" bezieht. Unten auf Seite 46, im Or Pnimi, Spalte 1, kleiner Punkt 8.

Rav: Wir müssen wieder daran denken und nicht vergessen, dass hier vom Willen zu empfangen die Rede ist, der in Ejn Sof als ein einziger Wille erschaffen wurde. Und warum ist er einer? Es war nicht zu spüren, dass es dort viele Willen gibt, denn alles stand unter dem Licht. Das Licht erzeugte den Willen, stabilisierte ihn, entwickelte ihn, und jedes Mal ging die Füllung dem Willen voraus. Deshalb waren die Willen nicht zu spüren: Wenn es eine Füllung gibt, spürt man die Empfindung der Füllung im Willen und nicht den Willen. Einen Willen spürt man, wenn er leer ist; wenn er voll ist, spürt man ihn nicht, man spürt die Füllung. Denn die Füllung kommt von oben, sie ist die Herrschende, sie ist die Höhere, sie ist die Vollkommenere – und nicht der Mangel.

Als Zimzum Alef geschah und dieser Wille bestimmen will: Wer bin ich, was bin ich, wie werde ich mich verhalten? – und alles hängt nicht vom Licht ab, sondern davon, was ich über das Licht entscheide, inwieweit ich ihm gleich sein kann, verschieden, angeglichen und so weiter –, da fängt man an, in diesem Willen lauter einzelne Willen zu sehen: dass er nicht einer ist, sondern unendlich viele einzelne Willen einschließt, und über jedem einzelnen Willen gibt es noch weitere einzelne Willen, und noch und noch und noch. Und so sind all diese Willen. 3:14

Und warum? Weil dieser jetzt allgemeine Wille jedes Mal seine einzelnen Willen prüft: welche sich dem Licht angleichen können und in welchem Maß, und welche nicht. Und dann, durch die Arbeit des Willens, sich dem Licht anzugleichen, sehen wir, dass es in diesem Willen viele Teile gibt. Und diese Teile, die sich dem Licht angleichen wollen, teilen sich dann schon in fünf Welten, jede Welt in fünf Parzufim, jeder Parzuf in fünf Sefirot, und so weiter und so weiter, und immer weiter.

Man soll also nicht denken, das sei etwas Neues. Sicher war es auch in Ejn Sof schon da, aber dort war es im Potenzial, es war nicht klar, es war nicht zu spüren. Wenn dagegen der Wille anfängt, aus sich selbst heraus zu arbeiten, sodass er dem Licht vorausgeht, dann fangen wir an, in ihm alle möglichen Teile zu unterscheiden. Und wenn diese Teile danach ebenfalls eine einzige Richtung bekommen und in einen Zustand kommen, in dem alle ihre Absichten nur auf das Licht gerichtet sind, dann verbinden sie sich gegenüber dem Licht in einer einzigen Absicht und werden wieder zu einem Willen, in dem es keinerlei Veränderungen gibt.

Denn alles steht unter der Herrschaft einer einzigen Absicht zu geben. Und es ist nicht wichtig, welche Willen es sind, kleine oder große – jeder will nach seiner Stärke zu hundert Prozent geben. Dann kehren wir wieder zu derselben Form des Igul zurück, die wir in Ejn Sof hatten. Und einstweilen, wenn wir von der unvollkommenen Arbeit des Willens sprechen, dem Licht ähnlich zu werden, sehen wir, dass er nach der Awiut in ihm – das heißt nach der Stärke des Empfangens in ihm – dem Licht näher oder ferner ist.

Deshalb haben wir denselben Zustand Ejn Sof, aber schon aufgeteilt in alle möglichen Igulim, Zwiebelschalen, das heißt Sefirot; so, wie wir es hier zeichnen, ist es nach den Massachim.

Bitte.

5:35
Vorleser: Kleiner Punkt 8, in Spalte 1.

Rav: Und ich würde noch sagen: Wenn möglich, sollten wir dabei auch nicht vergessen, dass wir alles, was wir hier beschreiben, aus der Wahrnehmung der Wirklichkeit des Menschen beschreiben, so, wie er es empfindet. Das heißt: All diese Welten, all diese Sefirot – das alles befindet sich in unserem Willen. Und weil dieser Wille noch verdorben und nicht vollkommen ist, sehen wir in ihm alle möglichen Teile: Sefirot, Yosher, alle möglichen Veränderungen.

In dem Moment, in dem unser Wille korrigiert ist, wird unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit ein Upgrade durchlaufen, und wir werden das Einfache Licht sehen, das die ganze Wirklichkeit füllt. Das heißt: Wenn möglich, soll man sich manchmal auch bemühen, das aus der Wahrnehmung der Wirklichkeit heraus aufzunehmen – dass all das in uns geschieht.

6:42
Vorleser: Kleiner Punkt 8 in Spalte 1, Seite 46, bezieht sich auf „Zehn einzelnen Unter-Sefirot".

Erklärung Or Pnimi zu Punkt 7
„8) Der Sinn des gegenseitigen Einschlusses der Sefirot lässt sich entsprechend dem bekannten Gesetz nachvollziehen, dass im Spirituellen nichts verschwindet. Und jedes Licht, das von Ort zu Ort übergeht, erlangt für ewig seinen Platz dort in all den Eigenschaften, durch welche es durchgeht (s. Punkt 4 beginnend mit „Erläuterung“). Weil jede untere Sefira aus der oberen Sefira erschaffen wird - so wie eine Ursache und eine Wirkung, betrachtet man deshalb, dass die untere durch die obere durchgeht.
Daraus folgt, dass alle Sefirot ineinander eingeschlossen sind. Ein Beispiel: wenn zwei erste Sefirot wie Keter und Chochma hervorkommen, muss das Or Chochma aus Ejn Sof stammen, denn alles kommt von dort. Und deshalb muß das Or Chochma die Sefira Keter passieren, bevor es in der Sefira Chochma ankommt, denn die Sefira Keter rief das Entstehen der Sefira Chochma hervor, welche dadurch in der Sefira Keter ihren Platz erhielt. Und jetzt gibt es in Keter zwei Sefirot - Keter und Chochma.
Auf die gleiche Weise kamen danach alle zehn Sefirot des Höheren Lichts von oben nach unten bis zu Malchut. Und alle neun Sefirot, die niedriger als Keter sind, müssen durch Keter durchgehen, weil er die primäre Ursache ihrer Entstehung ist und sie alle ihren Platz dort erhielten, denn nichts verschwindet im Spirituellen. Demzufolge existieren alle neun unteren Sefirot unbedingt in Keter selbst, denn sie alle kamen dort durch.
Und auf die gleiche Weise gibt es unbedingt neun Sefirot in Chochma, denn die acht Sefirot, die niedriger als sie sind, müssen sie passieren, wie es oben im Beispiel mit Keter gezeigt wurde. Und ebenso gibt es acht Sefirot in Bina, sieben Sefirot in Chessed usw. und eine Sefira in Malchut - der allerniedrigsten.
Bekanntlich erhebt Malchut von sich selbst nach oben die zehn Sefirot des Or Choser, welche sich auf die zehn Sefirot des Höheren Lichts bzw. des Or Yashar einkleiden. Und dieses Or Choser wird das Licht von Malchut genannt, und es gibt in ihr kein anderes Licht. Dieses Or Choser nennt man überall zehn Sefirot, die von unten nach oben aufsteigen (s. Innere Betrachtung, Teil 2, Kap. 6, Punkt 66). Dort wird erläutert, dass Malchut als Keter für diese zehn Sefirot bezeichnet wird, da sie die Ursache ihrer Entstehung ist. Die zu ihr nächstfolgende Sefira nennt man Chochma, die dritte Stufe von unten nennt man Bina usw. Auf diese Weise wird jede feinere Sefira kleiner als die vorherige, bis der echte Keter von diesem Or Choser nur die Eigenschaft Malchut erhält.
Und dementsprechend wird es klar, dass sich die zehn Sefirot, die von unten nach oben gehen, alle in Malchut befinden, denn sie alle gehen durch Malchut durch, Malchut ist ihre Wurzel und deshalb erhielten sie ihren Platz in Malchut. Dadurch finden wir heraus, dass auch Malchut zehn Sefirot beinhaltet.
Weil Jessod neun Sefirot des Or Choser passieren, haben wir demzufolge auch in der Sefira Jessod zehn Sefirot: sowohl eine von oben nach unten gehende Sefira des Höheren Lichts als auch die neun Sefirot des Or Choser, die durch Jessod von unten nach oben durchgehen müssen. Ebenso gibt es zehn Sefirot in Hod: sowohl die von oben nach unten gehenden zwei Sefirot, d. h. das Licht Hod und das Licht Jessod, die dort durchgehen, als auch acht Sefirot von unten nach oben. Ebenso gibt es zehn Sefirot in Nezach: sowohl drei Sefirot von oben nach unten, als auch sieben Sefirot von unten nach oben. Und weiter auf die gleiche Weise. Somit, nachdem zehn Sefirot des Höheren Lichtes und zehn Sefirot des Or Choser herauskamen, enthält jede Sefira jeweils genau zehn volle Sefirot. Das gleiche gilt für die Einzel- bzw. für die Unter-Sefirot. Es gibt dazu kein Ende, und alle befinden sich unbedingt in dieser gegenseitigen Integration. Und hier lässt sich nichts mehr ergänzen. (s. Innere Betrachtung für Details)."
11:47

Nun, darüber wird er später sprechen, wir haben das gelernt. (Zeichnung) Am Ende kommt bei uns das obere Dreieck heraus, das ist Or Jaschar, und das untere Dreieck, das ist Or Choser. Und wir haben immer in jeder einzelnen Sefira einen Teil von Or Jaschar und einen Teil von Or Choser. In Keter haben wir neun Sefirot von Or Jaschar und Malchut von Or Choser. Und in Malchut haben wir neun Sefirot von Or Choser und nur eine von Or Jaschar, Keter.

Und bei jeder einzelnen Sefira hängt es davon ab, wo sie sich befindet; entsprechend hat sie diese von Or Jaschar und jene von Or Choser. So kommt es heraus. Worüber sagt das etwas aus? Über die Stärke der Sefira: inwieweit sie nach ihrer Stärke zunächst einmal an allen anderen Sefirot teilhat, und wie groß das Maß ihrer Teilhabe ist. Sie kann übrigens nicht mehr und nicht weniger sein – das sehen wir von hier aus.

Und das gilt ebenso für die Seelen, die in derselben Ordnung stehen. Denn was ist dieses ganze Netz? Wenn ich als integraler Teil in irgendeinem System bin (siehe Zeichnung), dann bestimmt mir das System alles; ich kann nur zu meinem Optimum kommen, zu meinem richtigen Zustand. Aber dieser richtige Zustand wird bestimmen, wo ich mich nach meiner Eigenschaft befinde, wo ich als Gebender sein kann und wo ich noch nicht fähig bin, als Gebender zu sein, und so weiter. Dieser Zustand ist festgelegt, er wird durch die Wurzel meiner Seele bestimmt. Meine Arbeit besteht nur darin, dahin zu kommen, in vollem Maße teilzuhaben. Das war's. Aber was das ist, das bestimmt mir schon die Wurzel meiner Seele. 14:35

Und so ist es hier. Das heißt (Zeichnung): Wir haben immer Sefirot von Or Jaschar. Woher kommen diese Sefirot von Or Jaschar? Wie viele Stufen muss das Licht durchlaufen, um zum Kli zu kommen? Das ist der Weg des Lichts, Or Jaschar. Wenn es zum Kli kommt, erweckt es im Kli eine Empfindung, und dann haben wir von Seiten des Kli das Or Choser. Um also die Handlung auszuführen, die Empfindung im Kli – sagen wir, wenn ich über Keter spreche –, dann reicht hier (zurück zur vorherigen Zeichnung) ein Licht.

Bei Chochma müssen zwei Lichter in Keter sein, um in Chochma eine Empfindung hervorzurufen. Drei Lichter in Keter, zwei in Chochma, um in uns eine Reaktion in Bina zu erwecken. Und dann fängt Bina an zu reagieren, und so weiter. In Gwura de Keter muss ein Licht sein, und um eine Reaktion in Chochma de Chochma hervorzurufen, und um eine Reaktion in Bina de Bina hervorzurufen, und um eine Reaktion in Keter de Chessed hervorzurufen, und so weiter.

Das heißt: Was wird durch Or Jaschar gemessen? Zum Träger zu kommen, zum Willen; und durch das Or Choser dann schon seine Reaktion. So können wir also über das ganze Ejn Sof sprechen, über das Kli von Ejn Sof und über jedes einzelne Kli, egal welches. Es hängt von seinem Zustand ab: hier eine Seele, hier eine andere, hier eine andere, egal.

Was messen wir hier? Sagen wir, das ist die allgemeine Seele (siehe Zeichnung). Was messen wir hier? Wir messen die Zahl der Handlungen, die nötig sind, um diese Seele zu erwecken. Und daraus können wir auch lernen, wie groß der Druck der Arbeit auf sie sein muss, um sie zu erwecken, und wie ihre Reaktion ist, welches Maß und welche Art der Teilhabe sie am ganzen allgemeinen System hat. 17:35

Versteht ihr, worum es hier geht? Dieses Netz ist dreidimensional, und hier gibt es – wie wir später in „Beit Schaar haKawanot" lernen – fünfundzwanzig Parzufim, die sich ineinander einkleiden, und die noch aufgeteilt sind in Wurzel, Neschama, inneren Guf, Lewusch und äußeres Heichal.

Aber wenn wir all diese Berechnungen nehmen – im Verstand geht das nicht, das offenbart sich nur im Sehen –, dann kommt heraus, dass wir schon über jedes einzelne Detail sprechen können: über eine einzelne Seele, über die einzelne Handlung an ihr, über ihre eigene einzelne Reaktion. Es ist sozusagen eine einfache Erklärung dessen, was hier ist, aber sie gibt uns die Fähigkeit, über unsere persönliche Arbeit zu sprechen, über den persönlichen Platz jedes Einzelnen.

Weiter.

Bis hierher 00:18:38
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Teil 2

18:38
Vorleser: Punkt 9 oben bezieht sich auf die Worte „Wie die Ringe einer Zwiebel". Punkt 9 unten, Seite 46, Spalte 2.

„9) Das heißt, dass jeder Höhere den Unteren von allen Seiten gleichmäßig ohne Unterschiede der Stufen umgibt (s. oben, Punkt 50)." 19:00

Das ist wie ein Gesetz der Kelim de Igulim. Zwischen den Kelim de Igulim gibt es keine Berührung. Warum? Wie kann ein Wille einen zweiten Willen berühren, wie soll das gehen? Ich will Bier, ich will Brot, ich will mich ausruhen, ich will tanzen. Völlig verschiedene Willen; vom einen Willen aus kann keiner den zweiten Willen verstehen. Es fällt mir jetzt schwer, mir vorzustellen – jetzt, mit dem Fieber¹, müde –, dass ich einmal springen, laufen, tanzen wollte.

Aber wenn ich laufen und tanzen will und man fängt an, mich aufzuhalten, ist das für mich eine Qual. Und wenn man mich jetzt anfängt aufzuwecken, ist das für mich eine Qual. Das heißt: Jeder Wille ist ein Igul und berührt den anderen nicht. Das drückt uns die Form der Igulim aus, einer innerhalb des anderen. Die Beziehung zwischen ihnen kann nur durch die Massachim entstehen, durch die Kanäle, durch die Arbeit im Willen. Dann können wir sie miteinander verbinden, anfangen, sie einander anzugleichen – wenn wir eine Absicht über dem Willen haben, auf einen Ort hin, auf den Schöpfer hin, auf eine Unterscheidung hin.

Darin steckt viel Philosophie – aber mit Philosophie meine ich: viele Folgerungen.

Mach weiter.

20:39
Vorleser: Punkt 8 oben auf Seite 47.

Punkt 8
Jeder Igul, der sich näher an Ejn Sof befindet, wird höher und erhabener als der andere betrachtet. So setzt sich das bis zu Olam haSe (Diese Welt) fort, die sich in einem zentralen Mittelpunkt befindet, am entferntesten von Ejn Sof und komplett materiell.

„8) Jeder Igul in jeder der Welten im Raum, der sich dem Or Ejn Sof (10) näher als der andere befindet, wird als höher und erhabener betrachtet. Und so bis zu Olam haSe (Diese Welt), die am irdischsten und materiellsten ist, die ein zentraler Mittelpunkt inmitten sämtlicher Igulim ist, inmitten aller Plätze des Raumes und der Leeren Luft (Awir Rejkani). Sie ist auch weiter als alle anderen Welten von Ejn Sof entfernt. Und deshalb ist sie vollkommen egoistisch und komplett materiell, während sie ein zentraler Mittelpunkt inmitten sämtlicher Igulim ist. Man muss das gut verstehen." 21:49

Aber gerade durch den Kav kann der Unterste, der Mittlere, der Trübste zum Höchsten werden. Aus diesen Igulim können wir lernen, dass wir keinerlei Möglichkeit haben, zur Korrektur zu kommen, außer durch die Verbindung zwischen uns – und die liegt in den Kanälen, in den gemeinsamen Massachim; nicht in den Willen, sondern im gemeinsamen Ziel. In den Willen können wir niemals miteinander verbunden sein.

Das heißt: Ich bin drinnen und du bist drinnen; jeder lebt und wohnt in sich selbst, jeder Igul ist für sich. Wenn wir diese Igulim dadurch verbinden, dass jeder Igul seinen eigenen Yosher hat – aber dieser ganze Yosher in einer gleichen Absicht, nun, ähnlich wie bei den anderen, sodass wir unsere Igulim auf einen Schöpfer hin, auf ein Ziel hin ausrichten, in den gemeinsamen Kanälen –, dann verbinden wir uns. Das heißt, praktisch in einem Satz: Durch die gemeinsame Arbeit verbinden sich die Seelen.

Anders haben sie keinerlei Möglichkeit, sich zu verbinden. Ich kann nicht einfach so dasitzen und nichts tun, und noch einer und noch einer, und wir träumen von irgendetwas, von Liebe und von nichts. Nichts wird helfen. Man muss mit den Massachim arbeiten, mit dem gemeinsamen Ziel; und nur durch diese Klärung kann man sich verbinden. Das heißt, Verbindung – und besonders nach dem Zerbrechen, denn nach dem Zerbrechen sind wir ohne Massach, Igulim: Es gibt kein Oben und Unten, es gibt keinerlei Wichtigkeit des Gebens gegenüber dem Empfangen, umgekehrt und so weiter.

Nur durch die gemeinsame Arbeit auf ein Ziel hin, in den Kanälen, in den Massachim über den Kelim de Igulim, können wir uns zu einem System verbinden. Also nur im Maß der gemeinsamen Arbeit. Deshalb ist für uns die Verbreitung sehr wichtig, oder irgendetwas, wo alle zusammenkommen und alle handeln. Dann werden wir innerhalb der Zwiebelschalen zu einem geraden, aufrechten Menschen.

24:27
Vorleser: Noch einmal Punkt 8 oben.

Punkt 8
Jeder Igul, der sich näher an Ejn Sof befindet, wird höher und erhabener als der andere betrachtet. So setzt sich das bis zu Olam haSe (Diese Welt) fort, die sich in einem zentralen Mittelpunkt befindet, am entferntesten von Ejn Sof und komplett materiell.

„8) Jeder Igul in jeder der Welten im Raum, der sich dem Or Ejn Sof (10) näher als der andere befindet, wird als höher und erhabener betrachtet. Und so bis zu Olam haSe (Diese Welt), die am irdischsten und materiellsten ist, die ein zentraler Mittelpunkt inmitten sämtlicher Igulim ist, inmitten aller Plätze des Raumes und der Leeren Luft (Awir Rejkani). Sie ist auch weiter als alle anderen Welten von Ejn Sof entfernt. Und deshalb ist sie vollkommen egoistisch und komplett materiell, während sie ein zentraler Mittelpunkt inmitten sämtlicher Igulim ist. Man muss das gut verstehen."

Vorleser: Der kleine Punkt 10 bezieht sich auf „Näher".

Erklärung Or Pnimi zu Punkt 8
„10) Wir haben bereits den Begriff der Nähe erklärt, dass diese in keinem Fall einen „Ort“ sondern die Nähe der Eigenschaften bedeutet. Es ist auch bekannt, dass es von Ejn Sof bis zum zentralen Mittelpunkt vier Phasen der Eigenschaftsunterschiede gibt, die ebenfalls zehn Sefirot der Igulim sind. Und der zentrale Mittelpunkt ist die Bchina Dalet, welche über die größte Awiut verfügt. Der erste Igul, der Keter genannt wird, ist die Quelle bzw. die Bchina Shoresh (Wurzel) dieser vier Phasen. Und es ist vollkommen klar, dass der Igul von Keter der feinste von allen Igulim ist, und seine Eigenschaften am nähesten an Ejn Sof sind. Dagegen ist die Bchina Alef, die über etwas mehr Awiut verfügt, weiter als Keter von Ejn Sof entfernt. Die Bchina Bet ist dann mit einer noch größeren Awiut von Ejn Sof noch weiter als die Bchina Alef entfernt. Bis der zentrale Mittelpunkt bestimmt wird als der gröbste und von allen am weitesten entfernte von Ejn Sof.
Und man sollte damit keine Schwierigkeiten haben, wie es oben bereits erläutert wurde (s. Teil 1, Kap. 1, Punkt 100), dass es in den Igulim keine Definition von oben bzw. unten gibt. Hier spricht man davon, dass erst nachdem die Igulim das Leuchten des Kav in sich selbst hinein bekamen, in ihnen die Eigenschaften entstanden wie oben bzw. unten und alle anderen, die dem Kav eigen sind."
27:12

Die Igulim gehören also zum Kav. Der Kav fängt an, über die Igulim zu herrschen.

Fragen? Was?

Schüler: Stimmt es zu sagen, dass die Willen zu empfangen dem mittleren Punkt näher sind – und die, um zu geben, je weiter man sich vom Mittelpunkt entfernt?²

Rav: So haben wir es schon vor langer Zeit gelernt, sicher, aus den vier Bchinot des Or Jaschar. Soweit die Igulim sich entwickelt haben, entwickelten sie sich vom äußeren Igul zu den inneren Igulim, wobei jeder innere Igul in seiner Dicke größer ist als der äußere. Die äußeren sind fein, und die inneren sind grob. So verläuft ihre Entwicklung von oben nach unten, wie man sagt. Denn oben ist bei ihnen außen, und unten ist bei ihnen innen.

Du kannst sagen: Aber wenn der Wille größer ist, grausamer, hier stärker – müsste er dann nicht weiter oben sein, die anderen umgeben, sie drinnen halten, in sich selbst? Damit sprichst du schon über die relative Form der Herrschaft des Willens. Aber in den Igulim gab es keine Herrschaft der Willen, dort gab es die Herrschaft des Lichts, das den Willen gebaut hat. Und deshalb hat das Licht sie von der Form her gebaut, die ihm nahe ist – die bei uns die äußere heißt – hin zu der Form, die von ihm entfernt ist, und das ist die innere.

Aber diese innere Form ist andererseits das Ziel des Lichts beim Erschaffen der Igulim. Es beendet ihre Erschaffung unter seiner Herrschaft, und deshalb sind sie Igulim; und deshalb ist der letzte Igul gerade im Zentrum – das ist das Zentrum des Lichts, das will, dass dies das Zentrum sei. Denn „im Zentrum" heißt, dass alle anderen Igulim auf ihn einwirken und eigentlich seinetwegen in der Schöpfung da sind.

Dann lässt das Licht von seiner Handlung ab, und diese Ordnung in den Igulim fängt an, auf sie zu wirken und ihnen die Empfindung zu bringen: Wenn ich der Innere bin, warum herrsche ich dann nicht über die anderen? Die Äußeren sind schwächer als ich, ich will am allermeisten empfangen. Dann fängt hier diese Sache an: das Erkennen des Ausströmenden, nein, die Scham und so weiter. Schon dadurch, dass das Licht Igulim baut, wurzelt es in ihnen dieses Ungleichgewicht ein, das danach zum Zimzum und zum ganzen Zerbrechen und zu den Korrekturen führt.

All das ist wirklich in der ersten Handlung des Lichts verwurzelt. Wenn wir sagen, dass der Wille zu empfangen vom Licht erschaffen wurde – er hat sogar eine vollkommene Form, weil das Licht ihn erschaffen hat und er unter der Herrschaft des Lichts steht –, so hat er doch irgendeine Form, und schon darin liegt die Wurzel für alle Veränderungen, die kommen werden. Ein idealer Igul, egal was das ist, ist schon eine Begrenzung. Du kannst sagen: Aber das ist es nicht, kein Oben und Unten, und alles wird verneint, Ejn Sof. Egal – dass es Ejn Sof ist, ist nicht offenbart; drinnen hast du alle Mängel. Denn der Igul verlangt: Was ist drinnen und was ist draußen? Und dann kommt er zur Reihe der Igulim und zu allem, was sein wird.

Noch etwas? Ja.

31:38
Schüler: Kann das Kli in der Spiritualität, nachdem es eine bestimmte Handlung getan hat – nennen wir es Fortschritt, es kommt voran –, von sich selbst begeistert sein, von der Handlung, die es getan hat? Oder misst es sich immer nur im Verhältnis zum Höheren und schöpft von ihm, sagen wir, Kräfte, um begeistert zu sein?

Rav: Ich weiß nicht, was das heißt, von sich selbst begeistert zu sein. „Von sich selbst" heißt, dass er von der Wurzel abgetrennt ist. Wie kann es „von sich selbst" geben? Von sich selbst, dass er etwas getan hat? In der Spiritualität ist klar, dass er gar nichts getan hat. In der Spiritualität entdeckt man, dass die Arbeit der Lohn ist, dass die Anstrengung der Lohn ist. Wie kann daraus eine Begeisterung von sich selbst entstehen? Er dankt dafür, dass man ihm einen Platz für die Anstrengung gegeben hat.

Gut, Kapitel 2.

32:42
Vorleser: Wir sind auf Seite 48, Teil 2, Kapitel 2.

Teil zwei

Kapitel 2

Erklärt die zehn Sefirot von Yosher, ihr Hervorkommen und ihre Verkettung und das, was in ihnen eingeschlossen ist. Es enthält 7 Themen:

Punkt 1
Die Reihenfolge des Austritts der zehn Sefirot de Yosher

„1) Jetzt erörtern wir den zweiten Aspekt, den es in den zehn Sefirot gibt, nämlich den Aspekt des Lichts von Yosher (Gerade Linie), in Form der drei Linien und in Form des höheren Adams. Und durch diesen Kav (Linie), der sich von oben nach unten ausdehnt, dehnen sich ihre Igulim aus. Und der Kav breitet sich ebenfalls in der Form von Yosher von oben nach unten aus, vom Rosh (1) des Gag Eljon (höheres Dach) des höchsten Igul nach unten bis unter den Boden (Tachtit) des Sium (Ende, Abschluss) aller Igulim überhaupt, von oben nach unten. Und er besteht aus zehn Sefirot, im geheimen Sinn von (2) „Zelem“ - der Form von Adam Yashar (gerader Adam), der über (3) eine aufrechte Stufe verfügt, die aus (4) RaMaCH (248) Organen (Ewarim) besteht. Sie erscheinen in der Form von drei Linien, der Rechten, der Linken und der Mittleren, wo jede von ihnen im Allgemeinen aus zehn Sefirot besteht. Und jede Sefira teilt sich in weitere zehn Sefirot auf, und so unendlich weiter."

Vorleser: Noch einmal Punkt 1.

Punkt 1
Die Reihenfolge des Austritts der zehn Sefirot de Yosher

„1) Jetzt erörtern wir den zweiten Aspekt, den es in den zehn Sefirot gibt, nämlich den Aspekt des Lichts von Yosher (Gerade Linie), in Form der drei Linien und in Form des höheren Adams. Und durch diesen Kav (Linie), der sich von oben nach unten ausdehnt, dehnen sich ihre Igulim aus. Und der Kav breitet sich ebenfalls in der Form von Yosher von oben nach unten aus, vom Rosh (1) des Gag Eljon (höheres Dach) des höchsten Igul nach unten bis unter den Boden (Tachtit) des Sium (Ende, Abschluss) aller Igulim überhaupt, von oben nach unten. Und er besteht aus zehn Sefirot, im geheimen Sinn von (2) „Zelem“ - der Form von Adam Yashar (gerader Adam), der über (3) eine aufrechte Stufe verfügt, die aus (4) RaMaCH (248) Organen (Ewarim) besteht. Sie erscheinen in der Form von drei Linien, der Rechten, der Linken und der Mittleren, wo jede von ihnen im Allgemeinen aus zehn Sefirot besteht. Und jede Sefira teilt sich in weitere zehn Sefirot auf, und so unendlich weiter." 35:10

Nun, nach unten.

Vorleser: Der kleine Punkt 1 bezieht sich auf „Gag eljon (höheres Dach)".

Erklärung Or Pnimi zu Punkt 1
„1) Keter in einer Sefira oder in einer Welt wird das „höhere Dach“ („Gag eljon“) dieser Sefira oder dieser Welt genannt. Dagegen wird Malchut, die es in jeder Sefira und in jeder Welt gibt, als Boden („Karka“) dieser Sefira oder dieser Welt bezeichnet. Der höhere Igul ist somit die Sefira Keter, und das Dach (Gag) dieses Keter, d. h. seine obere Grenze sind zehn einzelne Sefirot dieses Keter."

Vorleser: Punkt 2, „Zelem".

„2) Einkleidungen der Mochin werden als „Zelem“ (Abbild) bezeichnet, das vom Wort Schatten - „Zel“ abgeleitet wird. Und das Leuchten von Yosher, das aus den drei ersten Sefirot besteht, wird mit dem Namen Adam (Mensch) bezeichnet, weil dieser die drei ersten Sefirot (GaR) in der Einkleidung von Zelem empfängt. Und das ist ein spezieller Gegenstand der Diskussion, die man an dieser Stelle nicht führen sollte."

Vorleser: 3, „Eine aufrechte Stufe".

„3) Der Rosh jeder Sefira und des Parzuf sind die drei ersten Sefirot: Keter, Chochma, Bina. Und die sieben unteren Sefirot Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut werden als Guf (Körper) dieser Sefira bzw. dieser Welt bezeichnet. Und wenn diese geordnet sind, d. h. sich die Lichter der drei ersten Sefirot in den Kelim von GaR, und die Lichter von SaT, der sieben unteren Sefirot, in den Kelim von SaT befinden, wird der Parzuf als „Besitzer einer aufrechten Stufe“ bezeichnet. Wenn jedoch in den Kelim von GaR sich die Lichter aus dem Guf anstatt der für sie vorgesehenen Lichter befinden, so bedeutet dies, dass der Parzuf „nicht über eine aufrechte Stufe verfügt“. Denn die Ebene von Rosh ist nicht wichtiger als der Guf, weil man selbst im Rosh die Lichter aus dem Guf verwendet. Und man nennt es „Arkanat Rosh“, eine Verbeugung des Kopfes, wenn der Rosh und der Guf auf der gleichen Ebene sind." 37:23

Nun, wir werden das morgen mit Gottes Hilfe wiederholen. Und inzwischen gehen wir zum dritten Teil über.

(Ende der Lektion)