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Morgentranskription 19.11.2007
Teil
1
Teil
2
ab
Minute
18:38
Baal
HaSulam,
Buch
„Talmud
Esser
haSefirot",
Band
1,
Teil
2,
S.
45,
Punkte
7–8,
Band
1,
Teil
2,
Kapitel
1,
S.
45,
Punkt
7
Vorleser: „Talmud Esser haSefirot", Band 1, Teil 2, Seite 45, Punkt 7 oben.
Punkt
7
Jede
Welt
und
jede
Sefira
bestehen
aus
zehn
einzelnen
Sefirot,
die
ihrerseits
aus
zehn
weiteren
bestehen
usw.
bis
zu
Ejn
Sof
(Unendlichkeit).
Die
Sefirot
der
Igulim
umgeben
einander
wie
die
Ringe
einer
Zwiebel
„7) Jede Welt enthält zehn einzelne Sefirot, und jede einzelne Sefira jeder Welt besteht aus (8) zehn einzelnen Unter-Sefirot. Sie sind alle (9) wie die Ringe einer Zwiebel, einer innerhalb des anderen. Ähnlich der Darstellung der Himmelssphären in den Büchern der Astronomen."
Vorleser: Noch einmal, Punkt 7 oben.
„7) Jede Welt enthält zehn einzelne Sefirot, und jede einzelne Sefira jeder Welt besteht aus (8) zehn einzelnen Unter-Sefirot. Sie sind alle (9) wie die Ringe einer Zwiebel, einer innerhalb des anderen. Ähnlich der Darstellung der Himmelssphären in den Büchern der Astronomen."
Vorleser: Und wir gehen zum kleinen Punkt 8 über, der sich oben auf „Zehn einzelnen Unter-Sefirot" bezieht. Unten auf Seite 46, im Or Pnimi, Spalte 1, kleiner Punkt 8.
Rav: Wir müssen wieder daran denken und nicht vergessen, dass hier vom Willen zu empfangen die Rede ist, der in Ejn Sof als ein einziger Wille erschaffen wurde. Und warum ist er einer? Es war nicht zu spüren, dass es dort viele Willen gibt, denn alles stand unter dem Licht. Das Licht erzeugte den Willen, stabilisierte ihn, entwickelte ihn, und jedes Mal ging die Füllung dem Willen voraus. Deshalb waren die Willen nicht zu spüren: Wenn es eine Füllung gibt, spürt man die Empfindung der Füllung im Willen und nicht den Willen. Einen Willen spürt man, wenn er leer ist; wenn er voll ist, spürt man ihn nicht, man spürt die Füllung. Denn die Füllung kommt von oben, sie ist die Herrschende, sie ist die Höhere, sie ist die Vollkommenere – und nicht der Mangel.
Als Zimzum Alef geschah und dieser Wille bestimmen will: Wer bin ich, was bin ich, wie werde ich mich verhalten? – und alles hängt nicht vom Licht ab, sondern davon, was ich über das Licht entscheide, inwieweit ich ihm gleich sein kann, verschieden, angeglichen und so weiter –, da fängt man an, in diesem Willen lauter einzelne Willen zu sehen: dass er nicht einer ist, sondern unendlich viele einzelne Willen einschließt, und über jedem einzelnen Willen gibt es noch weitere einzelne Willen, und noch und noch und noch. Und so sind all diese Willen. 3:14
Und warum? Weil dieser jetzt allgemeine Wille jedes Mal seine einzelnen Willen prüft: welche sich dem Licht angleichen können und in welchem Maß, und welche nicht. Und dann, durch die Arbeit des Willens, sich dem Licht anzugleichen, sehen wir, dass es in diesem Willen viele Teile gibt. Und diese Teile, die sich dem Licht angleichen wollen, teilen sich dann schon in fünf Welten, jede Welt in fünf Parzufim, jeder Parzuf in fünf Sefirot, und so weiter und so weiter, und immer weiter.
Man soll also nicht denken, das sei etwas Neues. Sicher war es auch in Ejn Sof schon da, aber dort war es im Potenzial, es war nicht klar, es war nicht zu spüren. Wenn dagegen der Wille anfängt, aus sich selbst heraus zu arbeiten, sodass er dem Licht vorausgeht, dann fangen wir an, in ihm alle möglichen Teile zu unterscheiden. Und wenn diese Teile danach ebenfalls eine einzige Richtung bekommen und in einen Zustand kommen, in dem alle ihre Absichten nur auf das Licht gerichtet sind, dann verbinden sie sich gegenüber dem Licht in einer einzigen Absicht und werden wieder zu einem Willen, in dem es keinerlei Veränderungen gibt.
Denn alles steht unter der Herrschaft einer einzigen Absicht zu geben. Und es ist nicht wichtig, welche Willen es sind, kleine oder große – jeder will nach seiner Stärke zu hundert Prozent geben. Dann kehren wir wieder zu derselben Form des Igul zurück, die wir in Ejn Sof hatten. Und einstweilen, wenn wir von der unvollkommenen Arbeit des Willens sprechen, dem Licht ähnlich zu werden, sehen wir, dass er nach der Awiut in ihm – das heißt nach der Stärke des Empfangens in ihm – dem Licht näher oder ferner ist.
Deshalb haben wir denselben Zustand Ejn Sof, aber schon aufgeteilt in alle möglichen Igulim, Zwiebelschalen, das heißt Sefirot; so, wie wir es hier zeichnen, ist es nach den Massachim.
Bitte.
5:35
Vorleser:
Kleiner
Punkt
8,
in
Spalte
1.
Rav: Und ich würde noch sagen: Wenn möglich, sollten wir dabei auch nicht vergessen, dass wir alles, was wir hier beschreiben, aus der Wahrnehmung der Wirklichkeit des Menschen beschreiben, so, wie er es empfindet. Das heißt: All diese Welten, all diese Sefirot – das alles befindet sich in unserem Willen. Und weil dieser Wille noch verdorben und nicht vollkommen ist, sehen wir in ihm alle möglichen Teile: Sefirot, Yosher, alle möglichen Veränderungen.
In dem Moment, in dem unser Wille korrigiert ist, wird unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit ein Upgrade durchlaufen, und wir werden das Einfache Licht sehen, das die ganze Wirklichkeit füllt. Das heißt: Wenn möglich, soll man sich manchmal auch bemühen, das aus der Wahrnehmung der Wirklichkeit heraus aufzunehmen – dass all das in uns geschieht.
6:42
Vorleser:
Kleiner
Punkt
8
in
Spalte
1,
Seite
46,
bezieht
sich
auf
„Zehn
einzelnen
Unter-Sefirot".
Erklärung
Or
Pnimi
zu
Punkt
7
„8)
Der
Sinn
des
gegenseitigen
Einschlusses
der
Sefirot
lässt
sich
entsprechend
dem
bekannten
Gesetz
nachvollziehen,
dass
im
Spirituellen
nichts
verschwindet.
Und
jedes
Licht,
das
von
Ort
zu
Ort
übergeht,
erlangt
für
ewig
seinen
Platz
dort
in
all
den
Eigenschaften,
durch
welche
es
durchgeht
(s.
Punkt
4
beginnend
mit
„Erläuterung“).
Weil
jede
untere
Sefira
aus
der
oberen
Sefira
erschaffen
wird
-
so
wie
eine
Ursache
und
eine
Wirkung,
betrachtet
man
deshalb,
dass
die
untere
durch
die
obere
durchgeht.
Daraus
folgt,
dass
alle
Sefirot
ineinander
eingeschlossen
sind.
Ein
Beispiel:
wenn
zwei
erste
Sefirot
wie
Keter
und
Chochma
hervorkommen,
muss
das
Or
Chochma
aus
Ejn
Sof
stammen,
denn
alles
kommt
von
dort.
Und
deshalb
muß
das
Or
Chochma
die
Sefira
Keter
passieren,
bevor
es
in
der
Sefira
Chochma
ankommt,
denn
die
Sefira
Keter
rief
das
Entstehen
der
Sefira
Chochma
hervor,
welche
dadurch
in
der
Sefira
Keter
ihren
Platz
erhielt.
Und
jetzt
gibt
es
in
Keter
zwei
Sefirot
-
Keter
und
Chochma.
Auf
die
gleiche
Weise
kamen
danach
alle
zehn
Sefirot
des
Höheren
Lichts
von
oben
nach
unten
bis
zu
Malchut.
Und
alle
neun
Sefirot,
die
niedriger
als
Keter
sind,
müssen
durch
Keter
durchgehen,
weil
er
die
primäre
Ursache
ihrer
Entstehung
ist
und
sie
alle
ihren
Platz
dort
erhielten,
denn
nichts
verschwindet
im
Spirituellen.
Demzufolge
existieren
alle
neun
unteren
Sefirot
unbedingt
in
Keter
selbst,
denn
sie
alle
kamen
dort
durch.
Und
auf
die
gleiche
Weise
gibt
es
unbedingt
neun
Sefirot
in
Chochma,
denn
die
acht
Sefirot,
die
niedriger
als
sie
sind,
müssen
sie
passieren,
wie
es
oben
im
Beispiel
mit
Keter
gezeigt
wurde.
Und
ebenso
gibt
es
acht
Sefirot
in
Bina,
sieben
Sefirot
in
Chessed
usw.
und
eine
Sefira
in
Malchut
-
der
allerniedrigsten.
Bekanntlich
erhebt
Malchut
von
sich
selbst
nach
oben
die
zehn
Sefirot
des
Or
Choser,
welche
sich
auf
die
zehn
Sefirot
des
Höheren
Lichts
bzw.
des
Or
Yashar
einkleiden.
Und
dieses
Or
Choser
wird
das
Licht
von
Malchut
genannt,
und
es
gibt
in
ihr
kein
anderes
Licht.
Dieses
Or
Choser
nennt
man
überall
zehn
Sefirot,
die
von
unten
nach
oben
aufsteigen
(s.
Innere
Betrachtung,
Teil
2,
Kap.
6,
Punkt
66).
Dort
wird
erläutert,
dass
Malchut
als
Keter
für
diese
zehn
Sefirot
bezeichnet
wird,
da
sie
die
Ursache
ihrer
Entstehung
ist.
Die
zu
ihr
nächstfolgende
Sefira
nennt
man
Chochma,
die
dritte
Stufe
von
unten
nennt
man
Bina
usw.
Auf
diese
Weise
wird
jede
feinere
Sefira
kleiner
als
die
vorherige,
bis
der
echte
Keter
von
diesem
Or
Choser
nur
die
Eigenschaft
Malchut
erhält.
Und
dementsprechend
wird
es
klar,
dass
sich
die
zehn
Sefirot,
die
von
unten
nach
oben
gehen,
alle
in
Malchut
befinden,
denn
sie
alle
gehen
durch
Malchut
durch,
Malchut
ist
ihre
Wurzel
und
deshalb
erhielten
sie
ihren
Platz
in
Malchut.
Dadurch
finden
wir
heraus,
dass
auch
Malchut
zehn
Sefirot
beinhaltet.
Weil
Jessod
neun
Sefirot
des
Or
Choser
passieren,
haben
wir
demzufolge
auch
in
der
Sefira
Jessod
zehn
Sefirot:
sowohl
eine
von
oben
nach
unten
gehende
Sefira
des
Höheren
Lichts
als
auch
die
neun
Sefirot
des
Or
Choser,
die
durch
Jessod
von
unten
nach
oben
durchgehen
müssen.
Ebenso
gibt
es
zehn
Sefirot
in
Hod:
sowohl
die
von
oben
nach
unten
gehenden
zwei
Sefirot,
d.
h.
das
Licht
Hod
und
das
Licht
Jessod,
die
dort
durchgehen,
als
auch
acht
Sefirot
von
unten
nach
oben.
Ebenso
gibt
es
zehn
Sefirot
in
Nezach:
sowohl
drei
Sefirot
von
oben
nach
unten,
als
auch
sieben
Sefirot
von
unten
nach
oben.
Und
weiter
auf
die
gleiche
Weise.
Somit,
nachdem
zehn
Sefirot
des
Höheren
Lichtes
und
zehn
Sefirot
des
Or
Choser
herauskamen,
enthält
jede
Sefira
jeweils
genau
zehn
volle
Sefirot.
Das
gleiche
gilt
für
die
Einzel-
bzw.
für
die
Unter-Sefirot.
Es
gibt
dazu
kein
Ende,
und
alle
befinden
sich
unbedingt
in
dieser
gegenseitigen
Integration.
Und
hier
lässt
sich
nichts
mehr
ergänzen.
(s.
Innere
Betrachtung
für
Details)."
11:47
Nun, darüber wird er später sprechen, wir haben das gelernt. (Zeichnung) Am Ende kommt bei uns das obere Dreieck heraus, das ist Or Jaschar, und das untere Dreieck, das ist Or Choser. Und wir haben immer in jeder einzelnen Sefira einen Teil von Or Jaschar und einen Teil von Or Choser. In Keter haben wir neun Sefirot von Or Jaschar und Malchut von Or Choser. Und in Malchut haben wir neun Sefirot von Or Choser und nur eine von Or Jaschar, Keter.
Und bei jeder einzelnen Sefira hängt es davon ab, wo sie sich befindet; entsprechend hat sie diese von Or Jaschar und jene von Or Choser. So kommt es heraus. Worüber sagt das etwas aus? Über die Stärke der Sefira: inwieweit sie nach ihrer Stärke zunächst einmal an allen anderen Sefirot teilhat, und wie groß das Maß ihrer Teilhabe ist. Sie kann übrigens nicht mehr und nicht weniger sein – das sehen wir von hier aus.
Und das gilt ebenso für die Seelen, die in derselben Ordnung stehen. Denn was ist dieses ganze Netz? Wenn ich als integraler Teil in irgendeinem System bin (siehe Zeichnung), dann bestimmt mir das System alles; ich kann nur zu meinem Optimum kommen, zu meinem richtigen Zustand. Aber dieser richtige Zustand wird bestimmen, wo ich mich nach meiner Eigenschaft befinde, wo ich als Gebender sein kann und wo ich noch nicht fähig bin, als Gebender zu sein, und so weiter. Dieser Zustand ist festgelegt, er wird durch die Wurzel meiner Seele bestimmt. Meine Arbeit besteht nur darin, dahin zu kommen, in vollem Maße teilzuhaben. Das war's. Aber was das ist, das bestimmt mir schon die Wurzel meiner Seele. 14:35
Und so ist es hier. Das heißt (Zeichnung): Wir haben immer Sefirot von Or Jaschar. Woher kommen diese Sefirot von Or Jaschar? Wie viele Stufen muss das Licht durchlaufen, um zum Kli zu kommen? Das ist der Weg des Lichts, Or Jaschar. Wenn es zum Kli kommt, erweckt es im Kli eine Empfindung, und dann haben wir von Seiten des Kli das Or Choser. Um also die Handlung auszuführen, die Empfindung im Kli – sagen wir, wenn ich über Keter spreche –, dann reicht hier (zurück zur vorherigen Zeichnung) ein Licht.
Bei Chochma müssen zwei Lichter in Keter sein, um in Chochma eine Empfindung hervorzurufen. Drei Lichter in Keter, zwei in Chochma, um in uns eine Reaktion in Bina zu erwecken. Und dann fängt Bina an zu reagieren, und so weiter. In Gwura de Keter muss ein Licht sein, und um eine Reaktion in Chochma de Chochma hervorzurufen, und um eine Reaktion in Bina de Bina hervorzurufen, und um eine Reaktion in Keter de Chessed hervorzurufen, und so weiter.
Das heißt: Was wird durch Or Jaschar gemessen? Zum Träger zu kommen, zum Willen; und durch das Or Choser dann schon seine Reaktion. So können wir also über das ganze Ejn Sof sprechen, über das Kli von Ejn Sof und über jedes einzelne Kli, egal welches. Es hängt von seinem Zustand ab: hier eine Seele, hier eine andere, hier eine andere, egal.
Was messen wir hier? Sagen wir, das ist die allgemeine Seele (siehe Zeichnung). Was messen wir hier? Wir messen die Zahl der Handlungen, die nötig sind, um diese Seele zu erwecken. Und daraus können wir auch lernen, wie groß der Druck der Arbeit auf sie sein muss, um sie zu erwecken, und wie ihre Reaktion ist, welches Maß und welche Art der Teilhabe sie am ganzen allgemeinen System hat. 17:35
Versteht ihr, worum es hier geht? Dieses Netz ist dreidimensional, und hier gibt es – wie wir später in „Beit Schaar haKawanot" lernen – fünfundzwanzig Parzufim, die sich ineinander einkleiden, und die noch aufgeteilt sind in Wurzel, Neschama, inneren Guf, Lewusch und äußeres Heichal.
Aber wenn wir all diese Berechnungen nehmen – im Verstand geht das nicht, das offenbart sich nur im Sehen –, dann kommt heraus, dass wir schon über jedes einzelne Detail sprechen können: über eine einzelne Seele, über die einzelne Handlung an ihr, über ihre eigene einzelne Reaktion. Es ist sozusagen eine einfache Erklärung dessen, was hier ist, aber sie gibt uns die Fähigkeit, über unsere persönliche Arbeit zu sprechen, über den persönlichen Platz jedes Einzelnen.
Weiter.
Bis
hierher
00:18:38
—----------------------------------------------------------------------------------
Teil 2
18:38
Vorleser:
Punkt
9
oben
bezieht
sich
auf
die
Worte
„Wie
die
Ringe
einer
Zwiebel".
Punkt
9
unten,
Seite
46,
Spalte
2.
„9) Das heißt, dass jeder Höhere den Unteren von allen Seiten gleichmäßig ohne Unterschiede der Stufen umgibt (s. oben, Punkt 50)." 19:00
Das ist wie ein Gesetz der Kelim de Igulim. Zwischen den Kelim de Igulim gibt es keine Berührung. Warum? Wie kann ein Wille einen zweiten Willen berühren, wie soll das gehen? Ich will Bier, ich will Brot, ich will mich ausruhen, ich will tanzen. Völlig verschiedene Willen; vom einen Willen aus kann keiner den zweiten Willen verstehen. Es fällt mir jetzt schwer, mir vorzustellen – jetzt, mit dem Fieber¹, müde –, dass ich einmal springen, laufen, tanzen wollte.
Aber wenn ich laufen und tanzen will und man fängt an, mich aufzuhalten, ist das für mich eine Qual. Und wenn man mich jetzt anfängt aufzuwecken, ist das für mich eine Qual. Das heißt: Jeder Wille ist ein Igul und berührt den anderen nicht. Das drückt uns die Form der Igulim aus, einer innerhalb des anderen. Die Beziehung zwischen ihnen kann nur durch die Massachim entstehen, durch die Kanäle, durch die Arbeit im Willen. Dann können wir sie miteinander verbinden, anfangen, sie einander anzugleichen – wenn wir eine Absicht über dem Willen haben, auf einen Ort hin, auf den Schöpfer hin, auf eine Unterscheidung hin.
Darin steckt viel Philosophie – aber mit Philosophie meine ich: viele Folgerungen.
Mach weiter.
20:39
Vorleser:
Punkt
8
oben
auf
Seite
47.
Punkt
8
Jeder
Igul,
der
sich
näher
an
Ejn
Sof
befindet,
wird
höher
und
erhabener
als
der
andere
betrachtet.
So
setzt
sich
das
bis
zu
Olam
haSe
(Diese
Welt)
fort,
die
sich
in
einem
zentralen
Mittelpunkt
befindet,
am
entferntesten
von
Ejn
Sof
und
komplett
materiell.
„8) Jeder Igul in jeder der Welten im Raum, der sich dem Or Ejn Sof (10) näher als der andere befindet, wird als höher und erhabener betrachtet. Und so bis zu Olam haSe (Diese Welt), die am irdischsten und materiellsten ist, die ein zentraler Mittelpunkt inmitten sämtlicher Igulim ist, inmitten aller Plätze des Raumes und der Leeren Luft (Awir Rejkani). Sie ist auch weiter als alle anderen Welten von Ejn Sof entfernt. Und deshalb ist sie vollkommen egoistisch und komplett materiell, während sie ein zentraler Mittelpunkt inmitten sämtlicher Igulim ist. Man muss das gut verstehen." 21:49
Aber gerade durch den Kav kann der Unterste, der Mittlere, der Trübste zum Höchsten werden. Aus diesen Igulim können wir lernen, dass wir keinerlei Möglichkeit haben, zur Korrektur zu kommen, außer durch die Verbindung zwischen uns – und die liegt in den Kanälen, in den gemeinsamen Massachim; nicht in den Willen, sondern im gemeinsamen Ziel. In den Willen können wir niemals miteinander verbunden sein.
Das heißt: Ich bin drinnen und du bist drinnen; jeder lebt und wohnt in sich selbst, jeder Igul ist für sich. Wenn wir diese Igulim dadurch verbinden, dass jeder Igul seinen eigenen Yosher hat – aber dieser ganze Yosher in einer gleichen Absicht, nun, ähnlich wie bei den anderen, sodass wir unsere Igulim auf einen Schöpfer hin, auf ein Ziel hin ausrichten, in den gemeinsamen Kanälen –, dann verbinden wir uns. Das heißt, praktisch in einem Satz: Durch die gemeinsame Arbeit verbinden sich die Seelen.
Anders haben sie keinerlei Möglichkeit, sich zu verbinden. Ich kann nicht einfach so dasitzen und nichts tun, und noch einer und noch einer, und wir träumen von irgendetwas, von Liebe und von nichts. Nichts wird helfen. Man muss mit den Massachim arbeiten, mit dem gemeinsamen Ziel; und nur durch diese Klärung kann man sich verbinden. Das heißt, Verbindung – und besonders nach dem Zerbrechen, denn nach dem Zerbrechen sind wir ohne Massach, Igulim: Es gibt kein Oben und Unten, es gibt keinerlei Wichtigkeit des Gebens gegenüber dem Empfangen, umgekehrt und so weiter.
Nur durch die gemeinsame Arbeit auf ein Ziel hin, in den Kanälen, in den Massachim über den Kelim de Igulim, können wir uns zu einem System verbinden. Also nur im Maß der gemeinsamen Arbeit. Deshalb ist für uns die Verbreitung sehr wichtig, oder irgendetwas, wo alle zusammenkommen und alle handeln. Dann werden wir innerhalb der Zwiebelschalen zu einem geraden, aufrechten Menschen.
24:27
Vorleser:
Noch
einmal
Punkt
8
oben.
Punkt
8
Jeder
Igul,
der
sich
näher
an
Ejn
Sof
befindet,
wird
höher
und
erhabener
als
der
andere
betrachtet.
So
setzt
sich
das
bis
zu
Olam
haSe
(Diese
Welt)
fort,
die
sich
in
einem
zentralen
Mittelpunkt
befindet,
am
entferntesten
von
Ejn
Sof
und
komplett
materiell.
„8) Jeder Igul in jeder der Welten im Raum, der sich dem Or Ejn Sof (10) näher als der andere befindet, wird als höher und erhabener betrachtet. Und so bis zu Olam haSe (Diese Welt), die am irdischsten und materiellsten ist, die ein zentraler Mittelpunkt inmitten sämtlicher Igulim ist, inmitten aller Plätze des Raumes und der Leeren Luft (Awir Rejkani). Sie ist auch weiter als alle anderen Welten von Ejn Sof entfernt. Und deshalb ist sie vollkommen egoistisch und komplett materiell, während sie ein zentraler Mittelpunkt inmitten sämtlicher Igulim ist. Man muss das gut verstehen."
Vorleser: Der kleine Punkt 10 bezieht sich auf „Näher".
Erklärung
Or
Pnimi
zu
Punkt
8
„10)
Wir
haben
bereits
den
Begriff
der
Nähe
erklärt,
dass
diese
in
keinem
Fall
einen
„Ort“
sondern
die
Nähe
der
Eigenschaften
bedeutet.
Es
ist
auch
bekannt,
dass
es
von
Ejn
Sof
bis
zum
zentralen
Mittelpunkt
vier
Phasen
der
Eigenschaftsunterschiede
gibt,
die
ebenfalls
zehn
Sefirot
der
Igulim
sind.
Und
der
zentrale
Mittelpunkt
ist
die
Bchina
Dalet,
welche
über
die
größte
Awiut
verfügt.
Der
erste
Igul,
der
Keter
genannt
wird,
ist
die
Quelle
bzw.
die
Bchina
Shoresh
(Wurzel)
dieser
vier
Phasen.
Und
es
ist
vollkommen
klar,
dass
der
Igul
von
Keter
der
feinste
von
allen
Igulim
ist,
und
seine
Eigenschaften
am
nähesten
an
Ejn
Sof
sind.
Dagegen
ist
die
Bchina
Alef,
die
über
etwas
mehr
Awiut
verfügt,
weiter
als
Keter
von
Ejn
Sof
entfernt.
Die
Bchina
Bet
ist
dann
mit
einer
noch
größeren
Awiut
von
Ejn
Sof
noch
weiter
als
die
Bchina
Alef
entfernt.
Bis
der
zentrale
Mittelpunkt
bestimmt
wird
als
der
gröbste
und
von
allen
am
weitesten
entfernte
von
Ejn
Sof.
Und
man
sollte
damit
keine
Schwierigkeiten
haben,
wie
es
oben
bereits
erläutert
wurde
(s.
Teil
1,
Kap.
1,
Punkt
100),
dass
es
in
den
Igulim
keine
Definition
von
oben
bzw.
unten
gibt.
Hier
spricht
man
davon,
dass
erst
nachdem
die
Igulim
das
Leuchten
des
Kav
in
sich
selbst
hinein
bekamen,
in
ihnen
die
Eigenschaften
entstanden
wie
oben
bzw.
unten
und
alle
anderen,
die
dem
Kav
eigen
sind."
27:12
Die Igulim gehören also zum Kav. Der Kav fängt an, über die Igulim zu herrschen.
Fragen? Was?
Schüler: Stimmt es zu sagen, dass die Willen zu empfangen dem mittleren Punkt näher sind – und die, um zu geben, je weiter man sich vom Mittelpunkt entfernt?²
Rav: So haben wir es schon vor langer Zeit gelernt, sicher, aus den vier Bchinot des Or Jaschar. Soweit die Igulim sich entwickelt haben, entwickelten sie sich vom äußeren Igul zu den inneren Igulim, wobei jeder innere Igul in seiner Dicke größer ist als der äußere. Die äußeren sind fein, und die inneren sind grob. So verläuft ihre Entwicklung von oben nach unten, wie man sagt. Denn oben ist bei ihnen außen, und unten ist bei ihnen innen.
Du kannst sagen: Aber wenn der Wille größer ist, grausamer, hier stärker – müsste er dann nicht weiter oben sein, die anderen umgeben, sie drinnen halten, in sich selbst? Damit sprichst du schon über die relative Form der Herrschaft des Willens. Aber in den Igulim gab es keine Herrschaft der Willen, dort gab es die Herrschaft des Lichts, das den Willen gebaut hat. Und deshalb hat das Licht sie von der Form her gebaut, die ihm nahe ist – die bei uns die äußere heißt – hin zu der Form, die von ihm entfernt ist, und das ist die innere.
Aber diese innere Form ist andererseits das Ziel des Lichts beim Erschaffen der Igulim. Es beendet ihre Erschaffung unter seiner Herrschaft, und deshalb sind sie Igulim; und deshalb ist der letzte Igul gerade im Zentrum – das ist das Zentrum des Lichts, das will, dass dies das Zentrum sei. Denn „im Zentrum" heißt, dass alle anderen Igulim auf ihn einwirken und eigentlich seinetwegen in der Schöpfung da sind.
Dann lässt das Licht von seiner Handlung ab, und diese Ordnung in den Igulim fängt an, auf sie zu wirken und ihnen die Empfindung zu bringen: Wenn ich der Innere bin, warum herrsche ich dann nicht über die anderen? Die Äußeren sind schwächer als ich, ich will am allermeisten empfangen. Dann fängt hier diese Sache an: das Erkennen des Ausströmenden, nein, die Scham und so weiter. Schon dadurch, dass das Licht Igulim baut, wurzelt es in ihnen dieses Ungleichgewicht ein, das danach zum Zimzum und zum ganzen Zerbrechen und zu den Korrekturen führt.
All das ist wirklich in der ersten Handlung des Lichts verwurzelt. Wenn wir sagen, dass der Wille zu empfangen vom Licht erschaffen wurde – er hat sogar eine vollkommene Form, weil das Licht ihn erschaffen hat und er unter der Herrschaft des Lichts steht –, so hat er doch irgendeine Form, und schon darin liegt die Wurzel für alle Veränderungen, die kommen werden. Ein idealer Igul, egal was das ist, ist schon eine Begrenzung. Du kannst sagen: Aber das ist es nicht, kein Oben und Unten, und alles wird verneint, Ejn Sof. Egal – dass es Ejn Sof ist, ist nicht offenbart; drinnen hast du alle Mängel. Denn der Igul verlangt: Was ist drinnen und was ist draußen? Und dann kommt er zur Reihe der Igulim und zu allem, was sein wird.
Noch etwas? Ja.
31:38
Schüler:
Kann
das
Kli
in
der
Spiritualität,
nachdem
es
eine
bestimmte
Handlung
getan
hat
–
nennen
wir
es
Fortschritt,
es
kommt
voran
–,
von
sich
selbst
begeistert
sein,
von
der
Handlung,
die
es
getan
hat?
Oder
misst
es
sich
immer
nur
im
Verhältnis
zum
Höheren
und
schöpft
von
ihm,
sagen
wir,
Kräfte,
um
begeistert
zu
sein?
Rav: Ich weiß nicht, was das heißt, von sich selbst begeistert zu sein. „Von sich selbst" heißt, dass er von der Wurzel abgetrennt ist. Wie kann es „von sich selbst" geben? Von sich selbst, dass er etwas getan hat? In der Spiritualität ist klar, dass er gar nichts getan hat. In der Spiritualität entdeckt man, dass die Arbeit der Lohn ist, dass die Anstrengung der Lohn ist. Wie kann daraus eine Begeisterung von sich selbst entstehen? Er dankt dafür, dass man ihm einen Platz für die Anstrengung gegeben hat.
Gut, Kapitel 2.
32:42
Vorleser:
Wir
sind
auf
Seite
48,
Teil
2,
Kapitel
2.
Teil zwei
Kapitel 2
Erklärt die zehn Sefirot von Yosher, ihr Hervorkommen und ihre Verkettung und das, was in ihnen eingeschlossen ist. Es enthält 7 Themen:
Punkt
1
Die
Reihenfolge
des
Austritts
der
zehn
Sefirot
de
Yosher
„1) Jetzt erörtern wir den zweiten Aspekt, den es in den zehn Sefirot gibt, nämlich den Aspekt des Lichts von Yosher (Gerade Linie), in Form der drei Linien und in Form des höheren Adams. Und durch diesen Kav (Linie), der sich von oben nach unten ausdehnt, dehnen sich ihre Igulim aus. Und der Kav breitet sich ebenfalls in der Form von Yosher von oben nach unten aus, vom Rosh (1) des Gag Eljon (höheres Dach) des höchsten Igul nach unten bis unter den Boden (Tachtit) des Sium (Ende, Abschluss) aller Igulim überhaupt, von oben nach unten. Und er besteht aus zehn Sefirot, im geheimen Sinn von (2) „Zelem“ - der Form von Adam Yashar (gerader Adam), der über (3) eine aufrechte Stufe verfügt, die aus (4) RaMaCH (248) Organen (Ewarim) besteht. Sie erscheinen in der Form von drei Linien, der Rechten, der Linken und der Mittleren, wo jede von ihnen im Allgemeinen aus zehn Sefirot besteht. Und jede Sefira teilt sich in weitere zehn Sefirot auf, und so unendlich weiter."
Vorleser: Noch einmal Punkt 1.
Punkt
1
Die
Reihenfolge
des
Austritts
der
zehn
Sefirot
de
Yosher
„1) Jetzt erörtern wir den zweiten Aspekt, den es in den zehn Sefirot gibt, nämlich den Aspekt des Lichts von Yosher (Gerade Linie), in Form der drei Linien und in Form des höheren Adams. Und durch diesen Kav (Linie), der sich von oben nach unten ausdehnt, dehnen sich ihre Igulim aus. Und der Kav breitet sich ebenfalls in der Form von Yosher von oben nach unten aus, vom Rosh (1) des Gag Eljon (höheres Dach) des höchsten Igul nach unten bis unter den Boden (Tachtit) des Sium (Ende, Abschluss) aller Igulim überhaupt, von oben nach unten. Und er besteht aus zehn Sefirot, im geheimen Sinn von (2) „Zelem“ - der Form von Adam Yashar (gerader Adam), der über (3) eine aufrechte Stufe verfügt, die aus (4) RaMaCH (248) Organen (Ewarim) besteht. Sie erscheinen in der Form von drei Linien, der Rechten, der Linken und der Mittleren, wo jede von ihnen im Allgemeinen aus zehn Sefirot besteht. Und jede Sefira teilt sich in weitere zehn Sefirot auf, und so unendlich weiter." 35:10
Nun, nach unten.
Vorleser: Der kleine Punkt 1 bezieht sich auf „Gag eljon (höheres Dach)".
Erklärung
Or
Pnimi
zu
Punkt
1
„1)
Keter
in
einer
Sefira
oder
in
einer
Welt
wird
das
„höhere
Dach“
(„Gag
eljon“)
dieser
Sefira
oder
dieser
Welt
genannt.
Dagegen
wird
Malchut,
die
es
in
jeder
Sefira
und
in
jeder
Welt
gibt,
als
Boden
(„Karka“)
dieser
Sefira
oder
dieser
Welt
bezeichnet.
Der
höhere
Igul
ist
somit
die
Sefira
Keter,
und
das
Dach
(Gag)
dieses
Keter,
d.
h.
seine
obere
Grenze
sind
zehn
einzelne
Sefirot
dieses
Keter."
Vorleser: Punkt 2, „Zelem".
„2) Einkleidungen der Mochin werden als „Zelem“ (Abbild) bezeichnet, das vom Wort Schatten - „Zel“ abgeleitet wird. Und das Leuchten von Yosher, das aus den drei ersten Sefirot besteht, wird mit dem Namen Adam (Mensch) bezeichnet, weil dieser die drei ersten Sefirot (GaR) in der Einkleidung von Zelem empfängt. Und das ist ein spezieller Gegenstand der Diskussion, die man an dieser Stelle nicht führen sollte."
Vorleser: 3, „Eine aufrechte Stufe".
„3) Der Rosh jeder Sefira und des Parzuf sind die drei ersten Sefirot: Keter, Chochma, Bina. Und die sieben unteren Sefirot Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut werden als Guf (Körper) dieser Sefira bzw. dieser Welt bezeichnet. Und wenn diese geordnet sind, d. h. sich die Lichter der drei ersten Sefirot in den Kelim von GaR, und die Lichter von SaT, der sieben unteren Sefirot, in den Kelim von SaT befinden, wird der Parzuf als „Besitzer einer aufrechten Stufe“ bezeichnet. Wenn jedoch in den Kelim von GaR sich die Lichter aus dem Guf anstatt der für sie vorgesehenen Lichter befinden, so bedeutet dies, dass der Parzuf „nicht über eine aufrechte Stufe verfügt“. Denn die Ebene von Rosh ist nicht wichtiger als der Guf, weil man selbst im Rosh die Lichter aus dem Guf verwendet. Und man nennt es „Arkanat Rosh“, eine Verbeugung des Kopfes, wenn der Rosh und der Guf auf der gleichen Ebene sind." 37:23
Nun, wir werden das morgen mit Gottes Hilfe wiederholen. Und inzwischen gehen wir zum dritten Teil über.
(Ende der Lektion)