1. Es gibt nichts außer Ihm (Ein Od Milvado)
2. Shechina im Exil
3. Das Wesen der spirituellen Erkenntnis
4. Was ist der Grund für die Schwere, die der Mensch in der Annullierung vor dem Schöpfer hat?
5. LiShma bedeutet Erwecken von Oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?
6. Was „Stütze durch die Tora“ in der Arbeit bedeutet
7. Was es in der spirituellen Arbeit bedeutet, wenn die Gewohnheit zur zweiten Natur wird
8. Was ist der Unterschied zwischen dem Schatten der Heiligkeit und dem von Sitra Achra?
9. Drei Dinge, die den Verstand des Menschen erweitern
10. Was bedeutet „Mein Freund floh“ in der spirituellen Arbeit?
11. Freude mit einem Erschauern
12. Die hauptsächliche Arbeit des Menschen
13. Ein Granatapfel
14. Was ist die Erhabenheit des Schöpfers?
15. Die Bedeutung „anderer Götter“ in der spirituellen Arbeit“
16. Was ist der „Tag des Schöpfers“ und die „Nacht des Schöpfers“ in der spirituellen Arbeit?
17. Warum wird Sitra Achra „Malchut ohne Krone“ genannt?
18. Was bedeutet „In Verborgenheit weine meine Seele“ in der spirituellen Arbeit? - 1
19. Was bedeutet „der Schöpfer hasst die Körper“ in der spirituellen Arbeit?
20. LiShma (Für Ihren Namen)
21. Wenn der Mensch fühlt, dass er sich in einem spirituellen Aufstieg befindet
22. Tora liShma – Für Ihren Namen
23. Die ihr den Schöpfer liebet, hasset das Böse
24. Aus der Hand der Frevler errettet Er sie
25. Dinge, die vom Herzen kommen
26. Die Zukunft des Menschen hängt von der Dankbarkeit für die Vergangenheit ab
27. Denn erhaben ist der Schöpfer, und der untere wird sehen - 1
28. Ich werde nicht sterben, sondern leben
29. Wenn dem Menschen Gedanken kommen
30. Das Wichtigste ist, nur geben zu wollen
31. Alles, was dem Geist der Geschöpfe gefällt
32. Das Schicksal ist eine Erweckung von Oben
33. Die Lose von Jom Kippur und bei Haman
34. Der Vorteil des Landes
35. Die Lebenskraft der Kedusha
36. Was sind die drei Körper im Menschen?
37. Ein Artikel für Purim
38. Die Furcht vor dem Schöpfer ist sein Schatz
39. Und sie flickten Feigenlaub
40. In welchem Maß soll man seinem Lehrer vertrauen?
41. Was sind Kleinheit und Größe im Glauben?
42. Was bedeutet das Akronym Elul in der Arbeit?
43. Wahrheit und Glauben
44. Verstand und Herz – Mocha und Liba
45. Zwei Unterscheidungen in der Tora und in der Arbeit
46. Die Herrschaft Israels über die Klipot
47. An dem Ort, wo du Seine Größe findest
48. Das Hauptfundament
49. Am Wichtigsten sind Verstand und Herz
50. Zwei Zustände
51. Wenn dich dieser Bösewicht getroffen hat
52. Eine Übertretung löscht eine Mizwa nicht aus
53. Die Sache der Begrenzung
54. Das Ziel der spirituellen Arbeit - 1
55. Woher [kommt] Haman aus der Tora?
56. Tora heißt „Hinweis“
57. Nach Seinem Willen wird er Ihm ein Brandopfer darbringen
58. Die Freude ist der „Spiegel“ guter Taten
59. Der Stab und die Schlange
60. Das Gebot, das durch eine Übertretung kommt
61. Und rings um Ihn stürmt es gewaltig
62. Steigt ab und spornt an; steigt auf und klagt an
63. Mir wurde geliehen und ich zahle zurück
64. Von lo liShma kommt man zu liShma
65. Über das Offenbarte und das Verborgene
66. Die Gabe der Tora - 1
67. Weiche vom Bösen!
68. Die Verbindung des Menschen zu den Sefirot
69. Zuerst wird die Korrektur der Welt sein
70. Mit starker Hand und mit überströmendem Grimm
71. Im Verborgenen weint meine Seele - 2
72. Vertrauen ist die Kleidung für das Licht
73. Nach dem Zimzum
74. Welt, Jahr und Seele
75. Es gibt eine Unterscheidung von der „nächsten Welt“ und eine Unterscheidung von „dieser Welt“
76. Jede deiner Opfergaben sollst du mit Salz darbringen
77. Die Seele des Menschen wird ihn lehren
78. Die Tora, der Schöpfer und Israel sind eins
79. Azilut und BYA
80. Rücken an Rücken (Achor be Achor)
81. Die Erhebung von MaN
82. Das Gebet, das man immer beten muss
83. Das rechte Waw und das linke Waw
84. Was bedeutet „Er vertrieb den Menschen aus dem Garten Eden, damit er nicht vom Baum des Lebens nehmen würde“?
85. Was ist „die Frucht des prächtigen Baumes“ in der spirituellen Arbeit?
86. Und sie bauten armselige Städte
87. Shabbat Shekalim
88. Die ganze Arbeit ist nur dort, wo es zwei Wege gibt - 1
89. Um die Worte des heiligen Sohar zu verstehen
90. Im Sohar, BeReshit
91. Das Ausgetauschte
92. Erklärung des Aspektes „Glück“
93. Flossen und Schuppen
94. Und ihr sollt eure Seelen bewahren
95. Die Entfernung der Vorhaut
96. Der Abfall des Dreschbodens und des Weinkellers in der spirituellen Arbeit
97. Abfälle des Dreschbodens und der Weinkellerei
98. Als Spiritualität wird das bezeichnet, was niemals verloren geht
99. Er sagte nicht: „Ein Bösewicht oder ein Gerechter“
100. Die schriftliche und die mündliche Tora - 1
101. Ein Kommentar zum Lied „Dem Sangmeister auf Shoshanim“
102. Und ihr sollt Euch nehmen eine Frucht vom Baum Hadar
103. Von jedem Menschen, dessen Herz willig ist
104. Und der Zerstörer saß
105. Ein Bastard und weiser Schüler gehen einem ungelehrten Hohepriester voraus
106. Was ist die Bedeutung der 12 Challot (geflochtene Brote) am Shabbat?
107. Die zwei Engel
108. Wenn du mich für einen Tag verlässt, werde Ich dich für zwei verlassen
109. Zwei Arten von Fleisch
110. Ein Feld, das vom Schöpfer gesegnet ist
111. Hauch, Stimme und Rede
112. Die drei Engel
113. Das Gebet der Achtzehn (Segenssprüche)
114. Das Gebet
115. Unbewegt, pflanzlich, lebend und sprechend
116. Warum sagte er, Mizwot bedürften keiner Absicht
117. Du hast dich abgemüht und nichts gefunden [das] glaube nicht
118. Die Knie, die sich dem Baal beugten
119. Ein Schüler, der insgeheim studierte
120. Der Hintergrund des Brauches, an Rosh HaShana keine Nüsse zu essen
121. Sie ist wie ein Handelsschiff
122. Um zu verstehen, was im Shulchan Aruch erklärt wird
123. Seine Scheidung und Seine Hand sind Eins
124. Der Shabbat von BeReshit und der Shabbat der sechs Jahrtausende
125. Der den Shabbat erfreut
126. Ein Weiser kommt in die Stadt
127. Der Unterschied zwischen dem Wesentlichen, der Essenz und dem zusätzlichen Überfluss
128. Von diesem Galgalta tropft Tau zu Seir Anpin
129. Shechina im Staub
130. Tiberias unserer Weisen, gut ist Deine Sicht
131. Wer sich zu reinigen kommt
132. Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen - 1
133. Lichter des Shabbats
134. Berauschender Wein
135. Den Reinen und den Gerechten sollst du nicht umbringen
136. Der Unterschied zwischen den ersten Briefen und den letzten Briefen
137. Zelofchad sammelte Holz am Shabbat
138. Über Furcht und Angst, die einen Menschen manchmal überkommen
139. Der Unterschied zwischen den sechs Werktagen und Shabbat
140. Wie liebe ich Deine Lehre
141. Das Pessachfest
142. Der hauptsächliche Krieg
143. Der Schöpfer ist gut zu Israel
144. Es gibt ein bestimmtes Volk
145. Was heißt es, dass Er gerade „den Weisen Weisheit gibt“?
146. Ein Kommentar zum Sohar
147. Die spirituelle Arbeit des Empfangens und Gebens
148. Die Klärung von bitter und süß, Wahrheit und Lüge
149. Warum man den Aspekt von Chochma heranziehen muss
150. Singet zum Schöpfer, denn Stolz hat Er geschaffen
151. Und Israel sah die Ägypter
152. Denn die Bestechung lässt die Augen der Weisen erblinden
153. Der Gedanke ist das Ergebnis des Wunsches
154. Es kann keinen leeren Raum in der Welt geben
155. Reinheit des Körpers
156. Dass er nicht nehme vom Baum des Lebens
157. Ich schlafe, aber mein Herz ist wach
158. Die Bedeutung des Brauchs, an Pessach nicht bei anderen zu speisen
159. Und es geschah während jener vielen Tage
160. Der Grund für das Abdecken der Mazot
161. Die Gabe der Tora - 2
162. Weshalb man nach dem Abschluss eines Buches der Tora „Chasak“ sagt
163. Was die Autoren des Sohar sagten
164. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen
165. Eine Erklärung für Elishas Bitte von Elia
166. Zwei Aspekte im Erlangen
167. Der Grund, warum er Shabbat Teshuwa heißt (nennt)
168. Die Bräuche Israels
169. Das Konzept des vollkommenen Gerechten
170. In deiner Tasche soll kein großer Stein sein
171. Sohar, Abschnitt Emor - 1
172. Verhinderungen und Verzögerungen
173. Warum man „LeChaim!“ sagt
174. Die Verhüllung
175. Wenn aber des Weges dir zu viel ist
176. Beim Trinken des Branntweins nach der Hawdala
177. Sühne
178. Drei Partner im Menschen
179. Drei Linien
180. Im Sohar, Abschnitt Emor - 2
181. Ehre
182. Moses und Salomon
183. Der Aspekt von Messias (Mashiach)
184. Der Unterschied zwischen dem Glauben und dem Verstand
185. Auf dem Ungelehrten ruht die Ehrfurcht vor dem Shabbat
186. Mache aus deinem Shabbat einen Werktag und bedürfe der Geschöpfe nicht mehr
187. Im Bemühen überwiegen
188. Die ganze Arbeit ist nur da, wo es zwei Wege gibt - 2
189. Die Handlung beeinflusst den Gedanken
190. Jede Handlung hinterlässt einen Eindruck
191. Die Zeit des Abstiegs
192. Die Lose
193. Eine Wand dient beiden
194. Die vollständigen Sieben
195. Sind sie würdig, dann werde Ich es beschleunigen
196. Ein Halt für die Äußeren
197. Das Buch, der Autor, die Geschichte
198. Freiheit
199. Jeder Mann Israels
200. Die Reinigung des Massach
201. Spiritualität und Materialität
202. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen - 2
203. Die Überheblichkeit des Menschen wird ihn erniedrigen
204. Das Ziel der spirituellen Arbeit - 2
205. Die Weisheit klagt laut draußen
206. Glaube und Genuss
207. Das Empfangen, um zu geben
208. Die Anstrengung
209. Drei Bedingungen beim Gebet
210. Der schöne Makel an dir
211. Der vor dem König steht
212. Umarmung der Rechten und Umarmung der Linken
213. Die Enthüllung des Mangels
214. In den Toren ist bekannt
215. Der Glaube
216. Rechts und Links
217. Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich?
218. Die Tora und der Schöpfer sind eins
219. Die Hingabe
220. Die Leiden
221. Gesamtherrschaft
222. Der Teil, den man an die Sitra Achra abtritt, um sie von der Heiligkeit zu trennen
223. Kleidung, Sack, Lüge, Mandel
224. Jessod de Nukwa und Jessod de Dchura
225. Sich selbst erheben
226. Schriftliche und mündliche Tora - 2
227. Die Belohnung für eine Mizwa ist eine Mizwa
228. Fisch kommt vor Fleisch
229. Hamantaschen
230. Erhaben ist der Schöpfer, und der Erniedrigte wird es sehen - 2
231. Die Reinheit der Kelim de Kabbala
232. Die Vervollständigung der Anstrengung
233. Vergebung, Verzeihung und Sühne
234. Derjenige, der von den Worten der Tora ablässt und sich in Gespräche verwickelt
235. Erneut in das Buch schauen
236. Meine Feinde verhöhnen mich den ganzen Tag
237. Denn Mich schauet kein Mensch und bleibt leben
238. Glücklich ist der Mann, der Dich nicht vergisst, und der Sohn des Menschen, der sich in Dir müht
239. Der Unterschied zwischen Mochin von Shawuot und jenen von Shabbat Mincha
240. Fordere Deine Bittsteller, wenn sie Dein Angesicht fordern
241. Rufet Ihn an, während Er nahe ist
242. Was bedeutet „die Armen an einem Feiertag zu erfreuen“ in der spirituellen Arbeit?
243. Examining the Shade on the Night of Hosha’ana Rabbah
244. All the Worlds
245. Der Unterschied zwischen dem Wesentlichen, der Essenz und dem zusätzlichen Überfluss
246. Bedeutung von “Masal” (deutsch: Glück) gemäß Kabbala
247. Der Gedanke ist Nahrung für die Seele
248. Let His Friend Begin
Bibliothekchevron_right
Baal HaSulam/Shamati
chevron_right
Das Wesen der spirituellen Erkenntnis
 

3. Das Wesen der spirituellen Erkenntnis

Ich hörte

Wir unterscheiden eine Vielzahl von Stufen und Kategorien in den Welten. Man muss wissen, dass immer, wenn die Rede von Stufen und Unterscheidungen ist, es sich um die Standpunkte des Erfassens durch die Seelen in den Welten handelt und dies in Übereinstimmung mit der Regel: „Das, was wir nicht erfassen, können wir nicht beim Namen nennen.“ Somit verweist das Wort „Name“ auf das Erfassen, ähnlich dem, wie der Mensch einer Sache erst dann den Namen gibt, wenn er davon etwas gemäß seinem Erfassen begriffen hat.

Infolgedessen teilt sich die gesamte Realität vom Standpunkt des spirituellen Erfassens aus in drei Unterscheidungen:

  1. Azmuto (Sein Wesen)

  2. Ejn Sof (Unendlichkeit)

  3. Die Seelen

  1. Über Azmuto sprechen wir überhaupt nicht, da die Wurzel und der Ort der Schöpfung mit dem Schöpfungsgedanken beginnen, in dem sie in der Bedeutung von „Das Ende der Handlung liegt im Ursprungsgedanken“ eingeschlossen sind.

  2. Ejn Sof stellt den Schöpfungsgedanken dar, in der Bedeutung „Seines Wunsches, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.“ Dies wird als Ejn Sof bezeichnet, und genau dies ist die Verbindung zwischen Azmuto und den Seelen. Wir verstehen diese Verbindung für uns in dem Geheimnis des „Wunsches, den Geschöpfen Freude und Genuss zu schenken.“ Ejn Sof ist der Anfang des gesamten Prozesses und heißt „Licht ohne Kli.“ Aber darin liegt die Wurzel der Geschöpfe, also die Verbindung zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen, genannt „Sein Wunsch, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.“ Dieser Wunsch beginnt in der Welt Ejn Sof und setzt sich fort bis zur Welt Assija.

  3. Die Seelen sind die Empfänger des Guten, welches in Seinem Wunsch Gutes zu tun enthalten ist.

Ejn Sof wird so genannt, weil dies jene Verbindung darstellt, die zwischen Azmuto und den Seelen existiert, und von uns als „Sein Wunsch, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ verstanden wird. Und alles, was über diesen Wunsch hinausgeht, besprechen wir nicht. Ejn Sof ist der Anfang des gesamten Prozesses, welcher „Licht ohne Kli“ genannt wird. Dort fängt die Wurzel der Geschöpfe an, das heißt die Verbindung zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen, die wir „Sein Wunsch, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ nennen. Dieser Wunsch beginnt in der Welt Ejn Sof und setzt sich fort bis zur Welt Assija.

Alle Welten an sich werden als „Licht ohne Kli“ definiert, worüber nicht gesprochen werden kann. Sie werden als Azmuto definiert, und man kann dort nichts erfassen.

Staune aber nicht, dass wir dort eine Vielzahl an Unterscheidungen treffen: Diese Unterscheidungen existieren dort potentiell. Und wenn dann die Seelen kommen, werden diese Unterscheidungen von ihnen enthüllt; sie bekommen die Höheren Lichter je nach dem, was sie korrigiert und geordnet haben. Somit haben die Seelen die Möglichkeit, diese zu empfangen – je nach ihrer eigenen Fähigkeit und Eignung. Und dann werden diese Unterscheidungen tatsächlich enthüllt. Aber in der Zeit, in welcher die Seelen das Höhere Licht [noch] nicht erfassen, werden sie noch als Azmuto angesehen.

Hinsichtlich der Seelen, die von den Welten empfangen, werden die Welten als „Ejn Sof“ bezeichnet. Denn die Verbindung, die zwischen den Welten und den Seelen besteht, also das, was die Welten den Seelen geben, stammt vom Schöpfungsgedanken, der die Wechselbeziehung zwischen Azmuto und den Seelen darstellt.

Wie bereits erwähnt wurde, nennen wir diese Verbindung „Ejn Sof.“ Wenn wir beten und den Schöpfer bitten, uns zu helfen und uns das Gewünschte zu geben, so beziehen wir uns auf Ejn Sof. Dort ist die Wurzel der Geschöpfe, die ihnen Freude und Genuss schenken will, genannt „Sein Wunsch, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.“

Das Gebet richtet sich an den Schöpfer, der uns geschaffen hat. Sein Name ist „Sein Wunsch, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.“ Er wird „Ejn Sof“ genannt, weil die Rede von dem Zustand vor der Einschränkung (Zimzum) ist. Sogar nach der Einschränkung fand in Ihm keinerlei Veränderung statt, so wie sich im Licht nichts verändert, und Er behält diesen Namen für immer.

Die ganze Vielfalt der Namen ergibt sich nur in Bezug auf die Empfänger. Deswegen ist der erste Name, der als die Wurzel der Geschöpfe enthüllt wird, Ejn Sof. Und dieser Name bleibt unverändert. Alle Einschränkungen und die gesamte Vielfalt der Veränderungen erfolgen nur in Bezug auf die Empfänger. Er dagegen leuchtet immer und endlos mit Seinem ersten Namen, welcher „Sein Wunsch, seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ ist. Deswegen beten wir zu dem Schöpfer, der Ejn Sof genannt wird, der ohne Einschränkung und ohne Ende leuchtet. Das Ende, welches anschließend gemacht wurde, ist die Korrektur für die Empfänger, damit sie Sein Licht empfangen können.

Das Höhere Licht besteht aus zwei Unterscheidungen: „Erfassender“ und „Erfasstes.“ Alles, was wir über das Licht zu sagen vermögen, geht vom Eindruck des Erfassenden von dem Erfassten aus. Doch keinen von beiden für sich allein – weder den Erfassenden noch das Erfasste – nennt man Ejn Sof. Vielmehr wird das Erfasste „Azmuto“ und der Erfassende als „Seelen“ bezeichnet. Es ist eine erneuerte Unterscheidung, welche ein Teil des Ganzen ist. Die Erneuerung besteht darin, dass in ihr der Wunsch zu empfangen abgedruckt ist. In diesem Sinne nennt man das Geschöpf „Jesh mi Ajn“ (Etwas aus Nichts).

Die Welten an sich werden als einfache Einheit definiert und es gibt keine Veränderung im Göttlichen. Dies ist die tiefe Bedeutung von „Ich, HaWaYaH, der Schöpfer, habe mich nicht verändert.“ In der Göttlichkeit gibt es keine Sefirot und Unterscheidungen.

Sogar die feinsten Bezeichnungen beziehen sich nicht auf das Licht selbst, weil es eine Unterscheidung von Azmuto ist, die nicht erfassbar ist. Sondern alle Sefirot und Unterscheidungen, über die gesprochen wird, beziehen sich auf das, was der Mensch in Ihm enthüllt hat. Denn der Schöpfer wollte, dass wir diese Fülle erfassen und als tiefe Bedeutung „Seines Wunsches, den Geschöpfen Gutes zu tun“ verstehen.

Um das erfassen zu können, was Er uns als „Seinen Wunsch, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ zu erfassen und zu verstehen wünschte, hat Er diese Sinnesorgane geschaffen und uns gegeben, und diese Sinnesorgane erfassen ihre Eindrücke vom Höheren Licht.

Dementsprechend wurden uns viele Unterscheidungen gegeben, weil das allgemeine Sinnesorgan als Wille zu empfangen definiert wird. Er unterteilt sich in viele Einzelheiten, je nachdem, wie viel die Empfänger empfangen können. Daraus resultieren die vielen Unterteilungen und Einzelheiten, genannt Aufstiege und Abstiege, Ausbreitung und Verschwinden usw.

Da der Wunsch zu empfangen als „Geschöpf“ und „neuer Aspekt“ bezeichnet wird, beginnt das Sprechen genau an der Stelle, wo der Wunsch zu empfangen anfängt, Eindrücke zu empfangen. Das Sprechen stellt Unterscheidungen und Teile der Eindrücke dar. Denn hier gibt es bereits eine Wechselwirkung zwischen dem Licht und dem Willen zu empfangen.

Dies wird „Licht und Kli“ genannt. Doch über das Licht ohne Kli kann nicht gesprochen werden, da ein Licht, welches nicht vom Empfänger erfasst wird, als Azmuto gilt, worüber jegliche Äußerung verboten ist, da es unerreichbar ist. Und wie könnten wir etwas mit einem Namen versehen, das wir nicht erfassen?

Daraus lernen wir, dass wir zwei Dinge unterscheiden müssen, wenn unser Gebet an den Schöpfer die Bitte um Rettung, Heilung usw. enthält:

  1. den Schöpfer;

  2. das, was sich von Ihm ausbreitet.

Über den ersten Aspekt, Azmuto, ist, wie oben erwähnt, das Sprechen verboten. Der zweite Aspekt ist das, was sich von Ihm ausbreitet. Es wird als das Licht erachtet, das sich in unsere Kelim erstreckt, das heißt in unseren Willen zu empfangen. Dies bezeichnen wir als Ejn Sof, was die Verbindung des Schöpfers mit der Schöpfung ist, genannt „Sein Wille, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.“ Der Wille zu empfangen wird als sich ausbreitendes Licht angesehen, welches letztendlich zum Willen zu empfangen gelangt.

Wenn der Wille zu empfangen das sich ausbreitende Licht empfängt, wird dieses Licht Ejn Sof genannt. Es gelangt zu den Empfängern durch vielerlei Hüllen, damit der Niedere in der Lage ist, es zu empfangen.

Es stellt sich heraus, dass all diese Unterscheidungen und Veränderungen speziell im Empfänger wirksam werden, je nachdem, wie er von diesen beeindruckt wird.
Wir müssen jedoch die besprochenen Dinge unterscheiden. Wenn wir von Aspekten in den Welten sprechen, dann sind dies potentielle Unterscheidungen. Und wenn der Empfänger diese Unterscheidungen erfasst, dann werden sie als „realisiert“ bezeichnet.

Spirituelles Erfassen ergibt sich, wenn Erfasstes und Erfassender zusammentreffen, da es ohne Erfassen keine Form für das Erfasste gibt, da es niemanden gibt, die Form des Erfassten anzunehmen. Daher wird dieser Aspekt Azmuto genannt, wo es keinen Platz für Äußerungen gibt. Wie können wir dann sagen, das Erfasste hätte seine eigene Form?

Wir können nur über die Eindrücke unserer Sinne sprechen, die wir von dem sich ausbreitenden Licht erhalten, welches „Sein Wille, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun“ ist und tatsächlich in die Hände der Empfänger gelangt – ähnlich wie wenn wir einen Tisch untersuchen. Unser Tastsinn gibt uns den Eindruck von etwas Hartem. Wir messen seine Länge und Breite entsprechend unseren Sinnesorganen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jemand, der andere Sinnesorgane hat, dies ebenso empfindet. Ein Engel zum Beispiel sieht diesen Tisch mit seinen Sinnen. Darum können wir in Bezug auf einen Engel keine Form festlegen, da wir seine Sinnesorgane nicht kennen.

Da wir folglich kein Erfassen im Schöpfer besitzen, können wir auch nicht die Formen der Welten aus Seiner Perspektive beschreiben. Wir erfassen die Welten nur entsprechend unseren Sinnen und Empfindungen, da es Sein Wille ist, dass wir Ihn auf diese Art erfassen.

Dies ist die Bedeutung von „Das Licht verändert sich nicht“, sondern alle Veränderungen geschehen in den Kelim, in unseren Sinnesorganen. Alles wird gemäß unserer Einbildung bewertet. Wenn also viele Menschen eine spirituelle Sache untersuchen, so wird jeder einzelne diese entsprechend seiner Einbildung und Empfindung erfassen. Somit sieht jeder eine andere Form.

Genauso ändert sich in einem Menschen die Form selbst, je nach seinen Aufstiegen und Abstiegen, so wie oben erwähnt, dass das Licht Einfaches Licht ist und alle Veränderungen nur im Empfänger stattfinden.

Möge uns Sein Licht gewährt werden und mögen wir auf den Wegen des Schöpfers schreiten und Ihm nicht der Belohnung wegen dienen, sondern um dem Schöpfer Genuss zu bereiten und die Shechina aus dem Staub zu erheben. Möge uns die Anhaftung an den Schöpfer und die Enthüllung des Schöpfers Seinen Geschöpfen gegenüber gewährt werden.