1. Es gibt nichts außer Ihm (Ein Od Milvado)
2. Shechina im Exil
3. Das Wesen der spirituellen Erkenntnis
4. Was ist der Grund für die Schwere, die der Mensch in der Annullierung vor dem Schöpfer hat?
5. LiShma bedeutet Erwecken von Oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?
6. Was „Stütze durch die Tora“ in der Arbeit bedeutet
7. Was es in der spirituellen Arbeit bedeutet, wenn die Gewohnheit zur zweiten Natur wird
8. Was ist der Unterschied zwischen dem Schatten der Heiligkeit und dem von Sitra Achra?
9. Drei Dinge, die den Verstand des Menschen erweitern
10. Was bedeutet „Mein Freund floh“ in der spirituellen Arbeit?
11. Freude mit einem Erschauern
12. Die hauptsächliche Arbeit des Menschen
13. Ein Granatapfel
14. Was ist die Erhabenheit des Schöpfers?
15. Die Bedeutung „anderer Götter“ in der spirituellen Arbeit“
16. Was ist der „Tag des Schöpfers“ und die „Nacht des Schöpfers“ in der spirituellen Arbeit?
17. Warum wird Sitra Achra „Malchut ohne Krone“ genannt?
18. Was bedeutet „In Verborgenheit weine meine Seele“ in der spirituellen Arbeit? - 1
19. Was bedeutet „der Schöpfer hasst die Körper“ in der spirituellen Arbeit?
20. LiShma (Für Ihren Namen)
21. Wenn der Mensch fühlt, dass er sich in einem spirituellen Aufstieg befindet
22. Tora liShma – Für Ihren Namen
23. Die ihr den Schöpfer liebet, hasset das Böse
24. Aus der Hand der Frevler errettet Er sie
25. Dinge, die vom Herzen kommen
26. Die Zukunft des Menschen hängt von der Dankbarkeit für die Vergangenheit ab
27. Denn erhaben ist der Schöpfer, und der untere wird sehen - 1
28. Ich werde nicht sterben, sondern leben
29. Wenn dem Menschen Gedanken kommen
30. Das Wichtigste ist, nur geben zu wollen
31. Alles, was dem Geist der Geschöpfe gefällt
32. Das Schicksal ist eine Erweckung von Oben
33. Die Lose von Jom Kippur und bei Haman
34. Der Vorteil des Landes
35. Die Lebenskraft der Kedusha
36. Was sind die drei Körper im Menschen?
37. Ein Artikel für Purim
38. Die Furcht vor dem Schöpfer ist sein Schatz
39. Und sie flickten Feigenlaub
40. In welchem Maß soll man seinem Lehrer vertrauen?
41. Was sind Kleinheit und Größe im Glauben?
42. Was bedeutet das Akronym Elul in der Arbeit?
43. Wahrheit und Glauben
44. Verstand und Herz – Mocha und Liba
45. Zwei Unterscheidungen in der Tora und in der Arbeit
46. Die Herrschaft Israels über die Klipot
47. An dem Ort, wo du Seine Größe findest
48. Das Hauptfundament
49. Am Wichtigsten sind Verstand und Herz
50. Zwei Zustände
51. Wenn dich dieser Bösewicht getroffen hat
52. Eine Übertretung löscht eine Mizwa nicht aus
53. Die Sache der Begrenzung
54. Das Ziel der spirituellen Arbeit - 1
55. Woher [kommt] Haman aus der Tora?
56. Tora heißt „Hinweis“
57. Nach Seinem Willen wird er Ihm ein Brandopfer darbringen
58. Die Freude ist der „Spiegel“ guter Taten
59. Der Stab und die Schlange
60. Das Gebot, das durch eine Übertretung kommt
61. Und rings um Ihn stürmt es gewaltig
62. Steigt ab und spornt an; steigt auf und klagt an
63. Mir wurde geliehen und ich zahle zurück
64. Von lo liShma kommt man zu liShma
65. Über das Offenbarte und das Verborgene
66. Die Gabe der Tora - 1
67. Weiche vom Bösen!
68. Die Verbindung des Menschen zu den Sefirot
69. Zuerst wird die Korrektur der Welt sein
70. Mit starker Hand und mit überströmendem Grimm
71. Im Verborgenen weint meine Seele - 2
72. Vertrauen ist die Kleidung für das Licht
73. Nach dem Zimzum
74. Welt, Jahr und Seele
75. Es gibt eine Unterscheidung von der „nächsten Welt“ und eine Unterscheidung von „dieser Welt“
76. Jede deiner Opfergaben sollst du mit Salz darbringen
77. Die Seele des Menschen wird ihn lehren
78. Die Tora, der Schöpfer und Israel sind eins
79. Azilut und BYA
80. Rücken an Rücken (Achor be Achor)
81. Die Erhebung von MaN
82. Das Gebet, das man immer beten muss
83. Das rechte Waw und das linke Waw
84. Was bedeutet „Er vertrieb den Menschen aus dem Garten Eden, damit er nicht vom Baum des Lebens nehmen würde“?
85. Was ist „die Frucht des prächtigen Baumes“ in der spirituellen Arbeit?
86. Und sie bauten armselige Städte
87. Shabbat Shekalim
88. Die ganze Arbeit ist nur dort, wo es zwei Wege gibt - 1
89. Um die Worte des heiligen Sohar zu verstehen
90. Im Sohar, BeReshit
91. Das Ausgetauschte
92. Erklärung des Aspektes „Glück“
93. Flossen und Schuppen
94. Und ihr sollt eure Seelen bewahren
95. Die Entfernung der Vorhaut
96. Der Abfall des Dreschbodens und des Weinkellers in der spirituellen Arbeit
97. Abfälle des Dreschbodens und der Weinkellerei
98. Als Spiritualität wird das bezeichnet, was niemals verloren geht
99. Er sagte nicht: „Ein Bösewicht oder ein Gerechter“
100. Die schriftliche und die mündliche Tora - 1
101. Ein Kommentar zum Lied „Dem Sangmeister auf Shoshanim“
102. Und ihr sollt Euch nehmen eine Frucht vom Baum Hadar
103. Von jedem Menschen, dessen Herz willig ist
104. Und der Zerstörer saß
105. Ein Bastard und weiser Schüler gehen einem ungelehrten Hohepriester voraus
106. Was ist die Bedeutung der 12 Challot (geflochtene Brote) am Shabbat?
107. Die zwei Engel
108. Wenn du mich für einen Tag verlässt, werde Ich dich für zwei verlassen
109. Zwei Arten von Fleisch
110. Ein Feld, das vom Schöpfer gesegnet ist
111. Hauch, Stimme und Rede
112. Die drei Engel
113. Das Gebet der Achtzehn (Segenssprüche)
114. Das Gebet
115. Unbewegt, pflanzlich, lebend und sprechend
116. Warum sagte er, Mizwot bedürften keiner Absicht
117. Du hast dich abgemüht und nichts gefunden [das] glaube nicht
118. Die Knie, die sich dem Baal beugten
119. Ein Schüler, der insgeheim studierte
120. Der Hintergrund des Brauches, an Rosh HaShana keine Nüsse zu essen
121. Sie ist wie ein Handelsschiff
122. Um zu verstehen, was im Shulchan Aruch erklärt wird
123. Seine Scheidung und Seine Hand sind Eins
124. Der Shabbat von BeReshit und der Shabbat der sechs Jahrtausende
125. Der den Shabbat erfreut
126. Ein Weiser kommt in die Stadt
127. Der Unterschied zwischen dem Wesentlichen, der Essenz und dem zusätzlichen Überfluss
128. Von diesem Galgalta tropft Tau zu Seir Anpin
129. Shechina im Staub
130. Tiberias unserer Weisen, gut ist Deine Sicht
131. Wer sich zu reinigen kommt
132. Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen - 1
133. Lichter des Shabbats
134. Berauschender Wein
135. Den Reinen und den Gerechten sollst du nicht umbringen
136. Der Unterschied zwischen den ersten Briefen und den letzten Briefen
137. Zelofchad sammelte Holz am Shabbat
138. Über Furcht und Angst, die einen Menschen manchmal überkommen
139. Der Unterschied zwischen den sechs Werktagen und Shabbat
140. Wie liebe ich Deine Lehre
141. Das Pessachfest
142. Der hauptsächliche Krieg
143. Der Schöpfer ist gut zu Israel
144. Es gibt ein bestimmtes Volk
145. Was heißt es, dass Er gerade „den Weisen Weisheit gibt“?
146. Ein Kommentar zum Sohar
147. Die spirituelle Arbeit des Empfangens und Gebens
148. Die Klärung von bitter und süß, Wahrheit und Lüge
149. Warum man den Aspekt von Chochma heranziehen muss
150. Singet zum Schöpfer, denn Stolz hat Er geschaffen
151. Und Israel sah die Ägypter
152. Denn die Bestechung lässt die Augen der Weisen erblinden
153. Der Gedanke ist das Ergebnis des Wunsches
154. Es kann keinen leeren Raum in der Welt geben
155. Reinheit des Körpers
156. Dass er nicht nehme vom Baum des Lebens
157. Ich schlafe, aber mein Herz ist wach
158. Die Bedeutung des Brauchs, an Pessach nicht bei anderen zu speisen
159. Und es geschah während jener vielen Tage
160. Der Grund für das Abdecken der Mazot
161. Die Gabe der Tora - 2
162. Weshalb man nach dem Abschluss eines Buches der Tora „Chasak“ sagt
163. Was die Autoren des Sohar sagten
164. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen
165. Eine Erklärung für Elishas Bitte von Elia
166. Zwei Aspekte im Erlangen
167. Der Grund, warum er Shabbat Teshuwa heißt (nennt)
168. Die Bräuche Israels
169. Das Konzept des vollkommenen Gerechten
170. In deiner Tasche soll kein großer Stein sein
171. Sohar, Abschnitt Emor - 1
172. Verhinderungen und Verzögerungen
173. Warum man „LeChaim!“ sagt
174. Die Verhüllung
175. Wenn aber des Weges dir zu viel ist
176. Beim Trinken des Branntweins nach der Hawdala
177. Sühne
178. Drei Partner im Menschen
179. Drei Linien
180. Im Sohar, Abschnitt Emor - 2
181. Ehre
182. Moses und Salomon
183. Der Aspekt von Messias (Mashiach)
184. Der Unterschied zwischen dem Glauben und dem Verstand
185. Auf dem Ungelehrten ruht die Ehrfurcht vor dem Shabbat
186. Mache aus deinem Shabbat einen Werktag und bedürfe der Geschöpfe nicht mehr
187. Im Bemühen überwiegen
188. Die ganze Arbeit ist nur da, wo es zwei Wege gibt - 2
189. Die Handlung beeinflusst den Gedanken
190. Jede Handlung hinterlässt einen Eindruck
191. Die Zeit des Abstiegs
192. Die Lose
193. Eine Wand dient beiden
194. Die vollständigen Sieben
195. Sind sie würdig, dann werde Ich es beschleunigen
196. Ein Halt für die Äußeren
197. Das Buch, der Autor, die Geschichte
198. Freiheit
199. Jeder Mann Israels
200. Die Reinigung des Massach
201. Spiritualität und Materialität
202. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen - 2
203. Die Überheblichkeit des Menschen wird ihn erniedrigen
204. Das Ziel der spirituellen Arbeit - 2
205. Die Weisheit klagt laut draußen
206. Glaube und Genuss
207. Das Empfangen, um zu geben
208. Die Anstrengung
209. Drei Bedingungen beim Gebet
210. Der schöne Makel an dir
211. Der vor dem König steht
212. Umarmung der Rechten und Umarmung der Linken
213. Die Enthüllung des Mangels
214. In den Toren ist bekannt
215. Der Glaube
216. Rechts und Links
217. Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich?
218. Die Tora und der Schöpfer sind eins
219. Die Hingabe
220. Die Leiden
221. Gesamtherrschaft
222. Der Teil, den man an die Sitra Achra abtritt, um sie von der Heiligkeit zu trennen
223. Kleidung, Sack, Lüge, Mandel
224. Jessod de Nukwa und Jessod de Dchura
225. Sich selbst erheben
226. Schriftliche und mündliche Tora - 2
227. Die Belohnung für eine Mizwa ist eine Mizwa
228. Fisch kommt vor Fleisch
229. Hamantaschen
230. Erhaben ist der Schöpfer, und der Erniedrigte wird es sehen - 2
231. Die Reinheit der Kelim de Kabbala
232. Die Vervollständigung der Anstrengung
233. Vergebung, Verzeihung und Sühne
234. Derjenige, der von den Worten der Tora ablässt und sich in Gespräche verwickelt
235. Erneut in das Buch schauen
236. Meine Feinde verhöhnen mich den ganzen Tag
237. Denn Mich schauet kein Mensch und bleibt leben
238. Glücklich ist der Mann, der Dich nicht vergisst, und der Sohn des Menschen, der sich in Dir müht
239. Der Unterschied zwischen Mochin von Shawuot und jenen von Shabbat Mincha
240. Fordere Deine Bittsteller, wenn sie Dein Angesicht fordern
241. Rufet Ihn an, während Er nahe ist
242. Was bedeutet „die Armen an einem Feiertag zu erfreuen“ in der spirituellen Arbeit?
243. Examining the Shade on the Night of Hosha’ana Rabbah
244. All the Worlds
245. Der Unterschied zwischen dem Wesentlichen, der Essenz und dem zusätzlichen Überfluss
246. Bedeutung von “Masal” (deutsch: Glück) gemäß Kabbala
247. Der Gedanke ist Nahrung für die Seele
248. Let His Friend Begin
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Baal HaSulam/Shamati
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Was „Stütze durch die Tora“ in der Arbeit bedeutet
 

6. Was „Stütze durch die Tora“ in der Arbeit bedeutet

Ich hörte im Jahr 1944

Wenn der Mensch die Tora studiert und erreichen möchte, dass all seine Handlungen in der Absicht zu geben sein mögen, dann muss er sich bemühen, dass die Tora ihm stets als Stütze dienen möge. Und die Hilfe der Tora ist jener Nährboden, welcher Liebe, Ehrfurcht, Hochgefühl und Lebensmut und Ähnliches ist. Und all das muss er in der Tora finden, das heißt, die Tora muss ihm solcherlei Ergebnisse geben.

Wenn der Mensch jedoch Tora studiert und keine solchen Ergebnisse hat, dann kann dies nicht Tora genannt werden, weil „Tora“ das Licht bedeutet, welches in die Tora gekleidet ist. Wie die Weisen sagten: „Ich erschuf den Bösen Trieb, ich schuf die Tora als Gewürz.“ Dies bezieht sich auf das darin eingeschlossene Licht, da das Licht, welches in der Tora enthalten ist, zum Guten zurückführt. 

Man muss auch wissen, dass die Tora sich in zwei Aspekte aufteilt:

  1. den Aspekt Tora

  2. den Aspekt Gebot (Mizwa).

Es ist unmöglich, den wahren Sinn dieser zwei Aspekte zu begreifen, bevor der Mensch nicht würdig wird, auf den Wegen des Schöpfers zu gehen, im Geheimnis der Worte: „Der Schöpfer ist für diejenigen, die Ihn fürchten.“ Denn während der Mensch sich in der Zeit der Vorbereitung darauf befindet, das Gemach des Schöpfers zu betreten, ist es unmöglich, die Wege der Wahrheit zu verstehen.

Doch kann man ein Beispiel anführen, dass sogar ein Mensch, der sich erst in der Vorbereitungsphase befindet, ein wenig verstehen kann. Es ist so wie die Weisen sagten: „Rabbi Josef sagte: ‚Ein Gebot rettet und beschützt, wenn man es erfüllt; doch die Tora rettet und beschützt sowohl, wenn man sich mit ihr beschäftigt, als auch, wenn man sich nicht mit ihr beschäftigt‘.“ 

Die Sache ist so, „wenn er sich mit ihr beschäftigt“ bedeutet zu der Zeit, wo man ein gewisses Licht hat. Denn das Licht, welches der Mensch erreichte, kann er nur zu der Zeit nutzen, in der das Licht bei ihm weilt, denn dann ist er in Freude darüber, da das Licht ihm leuchtet. Das wird als Gebot bezeichnet. Das heißt, der Mensch wurde noch nicht der Tora würdig und nur das Leuchten gibt ihm die Lebenskraft der Kedusha

Dem ist nicht so mit der Tora: Erreicht er in der Arbeit einen Weg, kann er diesen erlangten Weg auch dann nutzen, wenn er sich nicht mit ihr beschäftigt, also auch dann, wenn er kein Licht hat. Denn nur das Leuchten hat ihn verlassen, aber den in der Arbeit erreichten Weg kann er auch dann nutzen, selbst wenn das Leuchten ihn verlässt.

Doch man muss auch wissen, dass das Gebot zu der Zeit, wenn man sich damit beschäftigt, wichtiger ist, als die Tora, wenn man sich nicht mit ihr beschäftigt. „Wenn man sich mit ihr beschäftigt“ bedeutet, dass man nun das Licht erhält. Dies wird „beschäftigt sich mit ihr“ genannt, dass er nun das in ihr enthaltene Licht erhielt. Daher ist das Gebot zu der Zeit, wenn er Licht hat, wichtiger als die Tora zu der Zeit, wenn er kein Licht hat, das heißt, wenn es die Lebenskraft der Tora nicht gibt.

Einerseits ist die Tora wichtig, da er den Weg, welchen er in der Tora erreicht hat, nutzen kann, andererseits ist sie ohne Lebenskraft, die Licht genannt wird. Und da er zur Zeit eines Gebotes Lebenskraft, Licht genannt, erhält, ist das Gebot in dieser Hinsicht wichtiger.

Deswegen wird der Mensch, wenn es in ihm kein Leben gibt, als „böse“ angesehen, da er jetzt nicht sagen kann, dass der Schöpfer die Welt „gut und Gutes tuend“ lenke. Und dies nennt man, dass er „böse“ genannt wird, da er seinen Erschaffer verurteilt, denn nun empfindet er, dass es in ihm kein Leben gibt und er keinen Anlass zur Freude hat, sodass er sagen könne, dass er jetzt dem Schöpfer dafür dankbar sei, dass Er Ihm Genuss und Freude bereite.

Man kann nicht sagen, dass er glaubt, der Schöpfer lenke seine Vorsehung für die anderen in der Art von „gut und Gutes tuend“, da wir den Weg der Tora durch die Wahrnehmung unserer Sinnesorgane verstehen. Und wenn der Mensch die Güte und Freude nicht empfindet, was gibt es ihm, dass ein anderer Mensch Güte und Freude hat?

Wenn der Mensch tatsächlich glauben würde, dass sich die Vorsehung seinem Freunde als gütig offenbart, müsste ihm dieser Glaube Freude und Genuss bringen, da er ja glaubt, dass der Schöpfer die Welt mit einer Vorsehung von Güte und Freude lenkt. Doch wenn ihm dies nicht Lebenskraft und Freude schenkt, was ist dann der Nutzen davon, wenn er sagt, dass der Schöpfer über seinen Freund mit einer gütigen Vorsehung wacht? Denn das Wichtigste ist doch das, was der Mensch am eigenen Körper verspürt: entweder geht es ihm gut oder es geht ihm schlecht. Und dass es dem Freund gut geht, ist nur dann gut, wenn er genießen kann, dass es dem Freund gut geht.

Wir lernen also: Bezüglich der Empfindung des Körpers sind die Gründe unwichtig. Wichtig ist nur, ob er fühlt, dass es ihm gut geht. Dann sagt der Mensch, dass der Schöpfer gütig ist und Gutes tut, und wenn er sich schlecht fühlt, dann kann er nicht sagen, dass der Schöpfer sich ihm gegenüber gütig verhält.

Wenn er daher gerade die Tatsache genießt, dass es seinem Freund gut geht, und daraus gute Stimmung und Freude schöpft, dann kann er sagen, dass der Schöpfer ein guter Herrscher ist. Und wenn er keine Freude hat und fühlt, dass es ihm schlecht geht, wie kann er dann sagen, der Schöpfer sei gut und tue Gutes?

Wenn sich also der Mensch in einem Zustand befindet, in dem er keine Lebenskraft und keine Freude hat, befindet er sich bereits in einem Zustand ohne Liebe zum Schöpfer. Er kann seinen Erschaffer nicht rechtfertigen und sich freuen, wie es für einen angemessen ist, dem die Ehre zuteilwurde, einem großen und wichtigen König zu dienen.

Wir müssen wissen, dass das Höhere Licht in einem Zustand vollkommener Ruhe weilt, und jegliche Ausbreitung der Heiligen Namen des Schöpfers kommt durch die unteren. Dies bedeutet, alle Namen, die das Höhere Licht hat, kommen durch die Erkenntnis der unteren. Das heißt, das Höhere Licht wird gemäß ihrer Erkenntnisse benannt. Anders gesagt: So wie der Mensch das Licht erkennt, das heißt gemäß seinem Gefühl, diesen Namen gibt er ihm auch. Und wenn der Mensch nicht spürt, dass der Schöpfer ihm etwas gibt – welchen Namen kann er dem Schöpfer dann geben, wenn er von Ihm nichts bekommt? Wenn der Mensch daher an den Schöpfer glaubt, dann sagt er von jedem Zustand, den er spürt, dass er vom Schöpfer komme, dann verleiht er gemäß seiner Empfindung dem Schöpfer einen Namen.

Wenn der Mensch also spürt, dass es ihm in seinem Zustand gut geht, nennt er den Schöpfer „gut und Gutes tuend“, da er es so empfindet – er fühlt, dass er vom Schöpfer Gutes erhält. Dann wird der Mensch als Zadik (Gerechter) bezeichnet, weil er seinen Erschaffer (welcher der Schöpfer ist) rechtfertigt.

Und wenn der Mensch sich in seinem Zustand schlecht fühlt, kann er nicht sagen, dass der Schöpfer ihm Gutes schickt und wird daher als Rasha (Bösewicht) bezeichnet, weil er seinen Erschaffer verurteilt (marshia).

Doch so etwas wie einen Zwischenzustand gibt es nicht, in dem der Mensch sagen würde, dass es ihm gleichzeitig gut und schlecht gehe. Sondern es kann ihm nur entweder gut oder schlecht gehen.

Und unsere Weisen sagten1, dass „die Welt entweder für vollendete Bösewichte oder für vollendete Gerechte erschaffen“ wurde. Weil es nicht möglich ist, dass der Mensch sich gleichzeitig gut und schlecht fühlt.

Wenn die Weisen sagen, es existiere ein Zwischenzustand (Bejnoni), liegt das daran, dass es bei den Geschöpfen den Aspekt der Zeit gibt und sich dies auf zwei Zeiten [bezieht], die aufeinander folgen. So wie wir lernen, dass es Aufstiege und Abstiege gibt, was zwei Zeiten sind, in denen der Mensch mal Gerechter, mal Bösewicht ist. Doch es existiert nicht, dass der Mensch sich zur selben Zeit, im selben Moment, gut und schlecht fühlt.

Aus dem Gesagten folgt, dass das, was sie sagten, dass die Tora wichtiger sei als das Gebot, genau zu dem Zeitpunkt ist, wo man sich nicht mit ihr beschäftigt, das heißt wenn er kein Lebensgefühl hat, dann ist die Tora wichtiger als ein Gebot, das keine Lebenskraft hat.

Denn von einem Gebot, das kein Leben hat, kann er nichts bekommen. Während ihm dagegen in der Tora zumindest ein Weg in der Arbeit bleibt, durch den er empfing, als er sich mit der Tora beschäftigte. Und selbst wenn die Lebenskraft entwichen ist, bleibt ihm der Weg, den er nutzen kann. Es gibt Zeiten, da ein Gebot wichtiger ist als die Tora, nämlich dann, wenn es Lebenskraft im Gebot gibt, er jedoch keine Lebenskraft in der Tora hat.

Daher gibt es für ihn, „wenn er sich nicht damit beschäftigt“, also wenn er keine Freude und keine Lebenskraft in der Arbeit hat, keinen anderen Rat als das Gebet. Doch während des Gebets muss er wissen, dass er ein Bösewicht ist, weil er jetzt die Güte und den Genuss in der Welt nicht spürt, obwohl er Berechnungen anstellt, damit er glauben kann, der Schöpfer gebe nur Gutes.

Trotzdem sind nicht alle Gedanken des Menschen, die er hat, auf dem Wege der Arbeit wahr. Denn wenn in der Arbeit der Gedanke zur Handlung führt, also zu einer Empfindung in den Organen, sodass die Organe spüren, dass der Schöpfer gut ist und Gutes tut, dann müssen die Organe daraus Lebenskraft und Freude erhalten. Und wenn er keine Lebenskraft hat, was nützen dann alle Berechnungen, wenn seine Organe den Schöpfer jetzt nicht lieben, weil Er ihnen Fülle gibt?

Daher muss er wissen, wenn er weder Freude noch Lebenskraft in der Arbeit verspürt, dass dies ein Zeichen dafür ist, dass er böse ist, weil es ihm nicht gut geht. Und alle Berechnungen entsprechen nicht der Wahrheit, wenn sie nicht zur Tat führen – das heißt zur Empfindung in den Organen, dass der Mensch den Schöpfer liebt, da Er den Geschöpfen Gutes und Genuss schenkt.


  1. Talmud, Traktat Brachot 61