1. Es gibt nichts außer Ihm (Ein Od Milvado)
2. Shechina im Exil
3. Das Wesen der spirituellen Erkenntnis
4. Was ist der Grund für die Schwere, die der Mensch in der Annullierung vor dem Schöpfer hat?
5. LiShma bedeutet Erwecken von Oben, und warum brauchen wir ein Erwachen von unten?
6. Was „Stütze durch die Tora“ in der Arbeit bedeutet
7. Was es in der spirituellen Arbeit bedeutet, wenn die Gewohnheit zur zweiten Natur wird
8. Was ist der Unterschied zwischen dem Schatten der Heiligkeit und dem von Sitra Achra?
9. Drei Dinge, die den Verstand des Menschen erweitern
10. Was bedeutet „Mein Freund floh“ in der spirituellen Arbeit?
11. Freude mit einem Erschauern
12. Die hauptsächliche Arbeit des Menschen
13. Ein Granatapfel
14. Was ist die Erhabenheit des Schöpfers?
15. Die Bedeutung „anderer Götter“ in der spirituellen Arbeit“
16. Was ist der „Tag des Schöpfers“ und die „Nacht des Schöpfers“ in der spirituellen Arbeit?
17. Warum wird Sitra Achra „Malchut ohne Krone“ genannt?
18. Was bedeutet „In Verborgenheit weine meine Seele“ in der spirituellen Arbeit? - 1
19. Was bedeutet „der Schöpfer hasst die Körper“ in der spirituellen Arbeit?
20. LiShma (Für Ihren Namen)
21. Wenn der Mensch fühlt, dass er sich in einem spirituellen Aufstieg befindet
22. Tora liShma – Für Ihren Namen
23. Die ihr den Schöpfer liebet, hasset das Böse
24. Aus der Hand der Frevler errettet Er sie
25. Dinge, die vom Herzen kommen
26. Die Zukunft des Menschen hängt von der Dankbarkeit für die Vergangenheit ab
27. Denn erhaben ist der Schöpfer, und der untere wird sehen - 1
28. Ich werde nicht sterben, sondern leben
29. Wenn dem Menschen Gedanken kommen
30. Das Wichtigste ist, nur geben zu wollen
31. Alles, was dem Geist der Geschöpfe gefällt
32. Das Schicksal ist eine Erweckung von Oben
33. Die Lose von Jom Kippur und bei Haman
34. Der Vorteil des Landes
35. Die Lebenskraft der Kedusha
36. Was sind die drei Körper im Menschen?
37. Ein Artikel für Purim
38. Die Furcht vor dem Schöpfer ist sein Schatz
39. Und sie flickten Feigenlaub
40. In welchem Maß soll man seinem Lehrer vertrauen?
41. Was sind Kleinheit und Größe im Glauben?
42. Was bedeutet das Akronym Elul in der Arbeit?
43. Wahrheit und Glauben
44. Verstand und Herz – Mocha und Liba
45. Zwei Unterscheidungen in der Tora und in der Arbeit
46. Die Herrschaft Israels über die Klipot
47. An dem Ort, wo du Seine Größe findest
48. Das Hauptfundament
49. Am Wichtigsten sind Verstand und Herz
50. Zwei Zustände
51. Wenn dich dieser Bösewicht getroffen hat
52. Eine Übertretung löscht eine Mizwa nicht aus
53. Die Sache der Begrenzung
54. Das Ziel der spirituellen Arbeit - 1
55. Woher [kommt] Haman aus der Tora?
56. Tora heißt „Hinweis“
57. Nach Seinem Willen wird er Ihm ein Brandopfer darbringen
58. Die Freude ist der „Spiegel“ guter Taten
59. Der Stab und die Schlange
60. Das Gebot, das durch eine Übertretung kommt
61. Und rings um Ihn stürmt es gewaltig
62. Steigt ab und spornt an; steigt auf und klagt an
63. Mir wurde geliehen und ich zahle zurück
64. Von lo liShma kommt man zu liShma
65. Über das Offenbarte und das Verborgene
66. Die Gabe der Tora - 1
67. Weiche vom Bösen!
68. Die Verbindung des Menschen zu den Sefirot
69. Zuerst wird die Korrektur der Welt sein
70. Mit starker Hand und mit überströmendem Grimm
71. Im Verborgenen weint meine Seele - 2
72. Vertrauen ist die Kleidung für das Licht
73. Nach dem Zimzum
74. Welt, Jahr und Seele
75. Es gibt eine Unterscheidung von der „nächsten Welt“ und eine Unterscheidung von „dieser Welt“
76. Jede deiner Opfergaben sollst du mit Salz darbringen
77. Die Seele des Menschen wird ihn lehren
78. Die Tora, der Schöpfer und Israel sind eins
79. Azilut und BYA
80. Rücken an Rücken (Achor be Achor)
81. Die Erhebung von MaN
82. Das Gebet, das man immer beten muss
83. Das rechte Waw und das linke Waw
84. Was bedeutet „Er vertrieb den Menschen aus dem Garten Eden, damit er nicht vom Baum des Lebens nehmen würde“?
85. Was ist „die Frucht des prächtigen Baumes“ in der spirituellen Arbeit?
86. Und sie bauten armselige Städte
87. Shabbat Shekalim
88. Die ganze Arbeit ist nur dort, wo es zwei Wege gibt - 1
89. Um die Worte des heiligen Sohar zu verstehen
90. Im Sohar, BeReshit
91. Das Ausgetauschte
92. Erklärung des Aspektes „Glück“
93. Flossen und Schuppen
94. Und ihr sollt eure Seelen bewahren
95. Die Entfernung der Vorhaut
96. Der Abfall des Dreschbodens und des Weinkellers in der spirituellen Arbeit
97. Abfälle des Dreschbodens und der Weinkellerei
98. Als Spiritualität wird das bezeichnet, was niemals verloren geht
99. Er sagte nicht: „Ein Bösewicht oder ein Gerechter“
100. Die schriftliche und die mündliche Tora - 1
101. Ein Kommentar zum Lied „Dem Sangmeister auf Shoshanim“
102. Und ihr sollt Euch nehmen eine Frucht vom Baum Hadar
103. Von jedem Menschen, dessen Herz willig ist
104. Und der Zerstörer saß
105. Ein Bastard und weiser Schüler gehen einem ungelehrten Hohepriester voraus
106. Was ist die Bedeutung der 12 Challot (geflochtene Brote) am Shabbat?
107. Die zwei Engel
108. Wenn du mich für einen Tag verlässt, werde Ich dich für zwei verlassen
109. Zwei Arten von Fleisch
110. Ein Feld, das vom Schöpfer gesegnet ist
111. Hauch, Stimme und Rede
112. Die drei Engel
113. Das Gebet der Achtzehn (Segenssprüche)
114. Das Gebet
115. Unbewegt, pflanzlich, lebend und sprechend
116. Warum sagte er, Mizwot bedürften keiner Absicht
117. Du hast dich abgemüht und nichts gefunden [das] glaube nicht
118. Die Knie, die sich dem Baal beugten
119. Ein Schüler, der insgeheim studierte
120. Der Hintergrund des Brauches, an Rosh HaShana keine Nüsse zu essen
121. Sie ist wie ein Handelsschiff
122. Um zu verstehen, was im Shulchan Aruch erklärt wird
123. Seine Scheidung und Seine Hand sind Eins
124. Der Shabbat von BeReshit und der Shabbat der sechs Jahrtausende
125. Der den Shabbat erfreut
126. Ein Weiser kommt in die Stadt
127. Der Unterschied zwischen dem Wesentlichen, der Essenz und dem zusätzlichen Überfluss
128. Von diesem Galgalta tropft Tau zu Seir Anpin
129. Shechina im Staub
130. Tiberias unserer Weisen, gut ist Deine Sicht
131. Wer sich zu reinigen kommt
132. Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen - 1
133. Lichter des Shabbats
134. Berauschender Wein
135. Den Reinen und den Gerechten sollst du nicht umbringen
136. Der Unterschied zwischen den ersten Briefen und den letzten Briefen
137. Zelofchad sammelte Holz am Shabbat
138. Über Furcht und Angst, die einen Menschen manchmal überkommen
139. Der Unterschied zwischen den sechs Werktagen und Shabbat
140. Wie liebe ich Deine Lehre
141. Das Pessachfest
142. Der hauptsächliche Krieg
143. Der Schöpfer ist gut zu Israel
144. Es gibt ein bestimmtes Volk
145. Was heißt es, dass Er gerade „den Weisen Weisheit gibt“?
146. Ein Kommentar zum Sohar
147. Die spirituelle Arbeit des Empfangens und Gebens
148. Die Klärung von bitter und süß, Wahrheit und Lüge
149. Warum man den Aspekt von Chochma heranziehen muss
150. Singet zum Schöpfer, denn Stolz hat Er geschaffen
151. Und Israel sah die Ägypter
152. Denn die Bestechung lässt die Augen der Weisen erblinden
153. Der Gedanke ist das Ergebnis des Wunsches
154. Es kann keinen leeren Raum in der Welt geben
155. Reinheit des Körpers
156. Dass er nicht nehme vom Baum des Lebens
157. Ich schlafe, aber mein Herz ist wach
158. Die Bedeutung des Brauchs, an Pessach nicht bei anderen zu speisen
159. Und es geschah während jener vielen Tage
160. Der Grund für das Abdecken der Mazot
161. Die Gabe der Tora - 2
162. Weshalb man nach dem Abschluss eines Buches der Tora „Chasak“ sagt
163. Was die Autoren des Sohar sagten
164. Es gibt einen Unterschied zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen
165. Eine Erklärung für Elishas Bitte von Elia
166. Zwei Aspekte im Erlangen
167. Der Grund, warum er Shabbat Teshuwa heißt (nennt)
168. Die Bräuche Israels
169. Das Konzept des vollkommenen Gerechten
170. In deiner Tasche soll kein großer Stein sein
171. Sohar, Abschnitt Emor - 1
172. Verhinderungen und Verzögerungen
173. Warum man „LeChaim!“ sagt
174. Die Verhüllung
175. Wenn aber des Weges dir zu viel ist
176. Beim Trinken des Branntweins nach der Hawdala
177. Sühne
178. Drei Partner im Menschen
179. Drei Linien
180. Im Sohar, Abschnitt Emor - 2
181. Ehre
182. Moses und Salomon
183. Der Aspekt von Messias (Mashiach)
184. Der Unterschied zwischen dem Glauben und dem Verstand
185. Auf dem Ungelehrten ruht die Ehrfurcht vor dem Shabbat
186. Mache aus deinem Shabbat einen Werktag und bedürfe der Geschöpfe nicht mehr
187. Im Bemühen überwiegen
188. Die ganze Arbeit ist nur da, wo es zwei Wege gibt - 2
189. Die Handlung beeinflusst den Gedanken
190. Jede Handlung hinterlässt einen Eindruck
191. Die Zeit des Abstiegs
192. Die Lose
193. Eine Wand dient beiden
194. Die vollständigen Sieben
195. Sind sie würdig, dann werde Ich es beschleunigen
196. Ein Halt für die Äußeren
197. Das Buch, der Autor, die Geschichte
198. Freiheit
199. Jeder Mann Israels
200. Die Reinigung des Massach
201. Spiritualität und Materialität
202. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen - 2
203. Die Überheblichkeit des Menschen wird ihn erniedrigen
204. Das Ziel der spirituellen Arbeit - 2
205. Die Weisheit klagt laut draußen
206. Glaube und Genuss
207. Das Empfangen, um zu geben
208. Die Anstrengung
209. Drei Bedingungen beim Gebet
210. Der schöne Makel an dir
211. Der vor dem König steht
212. Umarmung der Rechten und Umarmung der Linken
213. Die Enthüllung des Mangels
214. In den Toren ist bekannt
215. Der Glaube
216. Rechts und Links
217. Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich?
218. Die Tora und der Schöpfer sind eins
219. Die Hingabe
220. Die Leiden
221. Gesamtherrschaft
222. Der Teil, den man an die Sitra Achra abtritt, um sie von der Heiligkeit zu trennen
223. Kleidung, Sack, Lüge, Mandel
224. Jessod de Nukwa und Jessod de Dchura
225. Sich selbst erheben
226. Schriftliche und mündliche Tora - 2
227. Die Belohnung für eine Mizwa ist eine Mizwa
228. Fisch kommt vor Fleisch
229. Hamantaschen
230. Erhaben ist der Schöpfer, und der Erniedrigte wird es sehen - 2
231. Die Reinheit der Kelim de Kabbala
232. Die Vervollständigung der Anstrengung
233. Vergebung, Verzeihung und Sühne
234. Derjenige, der von den Worten der Tora ablässt und sich in Gespräche verwickelt
235. Erneut in das Buch schauen
236. Meine Feinde verhöhnen mich den ganzen Tag
237. Denn Mich schauet kein Mensch und bleibt leben
238. Glücklich ist der Mann, der Dich nicht vergisst, und der Sohn des Menschen, der sich in Dir müht
239. Der Unterschied zwischen Mochin von Shawuot und jenen von Shabbat Mincha
240. Fordere Deine Bittsteller, wenn sie Dein Angesicht fordern
241. Rufet Ihn an, während Er nahe ist
242. Was bedeutet „die Armen an einem Feiertag zu erfreuen“ in der spirituellen Arbeit?
243. Examining the Shade on the Night of Hosha’ana Rabbah
244. All the Worlds
245. Der Unterschied zwischen dem Wesentlichen, der Essenz und dem zusätzlichen Überfluss
246. Bedeutung von “Masal” (deutsch: Glück) gemäß Kabbala
247. Der Gedanke ist Nahrung für die Seele
248. Let His Friend Begin
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Baal HaSulam/Shamati
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Der Vorteil des Landes
 

34. Der Vorteil des Landes

Ich hörte im Monat Tewet 1942

Es ist bekannt, dass nichts sich in seiner wahren Form offenbart, sondern nur aus seinem Gegenteil heraus, wie es geschrieben steht: „Wie der Vorzug des Lichtes – aus der Finsternis.“ Das bedeutet, dass alles auf etwas anderes verweist und man gerade mit Hilfe des Gegensatzes das wahre Wesen des ihm Entgegengesetzten erkennen kann.

Und daher kann man nichts mit absoluter Klarheit erkennen, wenn es nichts Entgegengesetztes gibt. So könnte man zum Beispiel das Gute nicht schätzen, wenn es das Schlechte nicht gäbe, ähnlich bei bitter – süß, Hass – Liebe, Hunger – Sättigung, Durst – Erfüllung, Trennung – Anhaftung. Daraus wird klar, dass es unmöglich ist, die Anhaftung zu lieben, bevor man nicht zum Hass der Trennung gelangt.

Um der Stufe des Hasses auf die Trennung würdig zu werden, muss man erst erfahren, was Trennung bedeutet, mit anderen Worten: wovon man entfernt ist. Erst dann kann man sagen, dass man diese Entfernung korrigieren möchte. Das bedeutet, dass der Mensch sich bewusst sein muss, von wem und wovon er entfernt ist. Erst dann kann er versuchen, diesen Zustand zu korrigieren und sich mit demjenigen zu verbinden, von dem er getrennt wurde. Das heißt, wenn der Mensch versteht, was er von der Annäherung an Ihn gewinnen wird, wird er den Schaden davon einschätzen können, in Entfernung zu bleiben.

Gewinn oder Verlust werden je nach Genuss oder Leid eingeschätzt. Der Mensch hält sich von dem fern, was ihm Leiden verursacht, und hasst es. Das Maß der Entfernung hängt vom Maß des Leidens ab, denn es liegt in der Natur des Menschen, Leiden zu meiden. Daher hängt eines vom anderen ab, gemeint ist, der Mensch bemüht sich und tut alles Mögliche, um sich von dem fernzuhalten, was Leiden hervorruft. Das heißt, Leiden ruft Hass hervor auf das, was Leiden verursacht, und in diesem Maße entfernt sich der Mensch.

Aus dem Gesagten folgt, dass der Mensch wissen muss, was „Gleichheit der Form“ bedeutet. Er muss wissen, was er tun soll, um eine Anhaftung zu erreichen, welche als die „Gleichheit der Form“ bezeichnet wird. Und daraus wird er erfahren, was „Unterschiedlichkeit der Form“ und „Trennung“ bedeuten.

Aus den Büchern und deren Autoren ist bekannt, dass der Schöpfer gut ist und nur Gutes tut, das heißt, Seine Lenkung offenbart sich den unteren als gut und gütig. Und daran müssen wir glauben.

Wenn daher der Mensch sieht, was in der ihn umgebenden Welt geschieht und er sieht, wie sehr alle an der Höheren Lenkung leiden und nicht genießen, wie es vonseiten einer guten und gütigen Lenkung kommen sollte, fällt es ihm schwer, in diesem Zustand zu sagen, dass die Höhere Lenkung sich gut und gütig verhält und den unteren alles Gute sendet.

Doch wenn jemand nicht sagen kann, dass der Schöpfer nur Gutes schickt, wird er als „Bösewicht“ bezeichnet, weil die Empfindung von Leiden in einem bewirkt, das er den Schöpfer anklagt. Und nur, wenn er sieht, dass der Schöpfer Genüsse schickt, rechtfertigt er den Schöpfer, wie die Weisen sagten: „Als Gerechter wird derjenige bezeichnet, der die Handlungen des Schöpfers rechtfertigt – also behauptet, dass der Schöpfer die Welt gerecht lenkt.“

Wenn folglich der Mensch Leid verspürt, stellt er sich als entfernt vom Schöpfer heraus. Denn er hasst jenen, der ihm Leiden schickt. Folglich hasst der Mensch den Schöpfer, anstatt Ihn zu lieben.

Was soll aber der Mensch tun, um Liebe zum Schöpfer zu erreichen? Dazu wurde uns eine Segula (ein Heilmittel) gegeben – die Beschäftigung mit Tora und Mizwot, weil das Licht darin den Menschen zum Schöpfer zurückführt. Denn in der Tora gibt es ein Licht, welches dem Menschen die Möglichkeit gibt, die Substanz des Zustands der Trennung vom Schöpfer zu verspüren. Und langsam, wenn der Mensch die Absicht hat, das Licht der Tora zu erfassen, hasst er allmählich seine Trennung vom Schöpfer. Er beginnt, den Grund wahrzunehmen, der in ihm und seiner Seele die Trennung und Entfernung vom Schöpfer hervorruft.

Der Mensch muss daran glauben, dass die Lenkung des Schöpfers „gut und Gutes tuend“ ist. Doch da der Mensch in Selbstliebe versunken ist, welche in ihm die Gegensätzlichkeit der Form hervorruft, wurde die Korrektur geschaffen, welche als „um zu geben“ bezeichnet und „Gleichheit der Form“ genannt wird. Und nur in so einer Weise kann man diese Güte und den Genuss empfangen. Und dass er den Genuss nicht empfangen kann, den der Schöpfer geben möchte, ruft im Menschen den Hass auf die Trennung vom Schöpfer hervor. Dann hat er die Möglichkeit, die Größe des Nutzens der Gleichheit der Form zu erkennen, und strebt nach der Anhaftung mit dem Schöpfer.

Somit verweist jede Form auf die ihr entgegengesetzte. Daraus folgt, dass alle Abstiege, die der Mensch fühlt, wenn er zur Trennung vom Schöpfer gelangt, ihm die Gelegenheit geben, zwischen diesen gegensätzlichen Zuständen zu unterscheiden. Aus den Abstiegen soll also der Mensch das Verständnis des Nutzens der Aufstiege erhalten. Anders könnte der Mensch nicht schätzen, dass man ihn von Oben näherbringt und ihm Aufstiege gewährt. Und er hätte keine Möglichkeit, sich der Wichtigkeit bewusst zu werden, die er offenbaren kann. Dies gleicht einem Menschen, dem man Essen gibt, der aber niemals Hunger verspürt hat.

Somit verursachen in ihm die Abstiege, also die Zeiten der Trennung, die Wichtigkeit der Anhaftung in den Aufstiegen. Und die Aufstiege rufen im Menschen den Hass auf Abstiege hervor, die ihm die Trennung bringt.

Der Mensch kann das Ausmaß des Bösen in den Abstiegen nicht einschätzen; das heißt, er spricht schlecht über die Höhere Lenkung und spürt nicht einmal, über wen er so schlecht spricht; und er begreift nicht, dass er für so eine große Sünde bereuen muss. Dies wird „Verleumdung des Schöpfers“ genannt.

Aus dem Gesagten folgt, dass gerade dann der Mensch die Entfernung dieser beiden Formen zueinander erkennt, wie geschrieben steht: „Der Vorzug des Lichtes – aus der Finsternis.“ Das heißt, nur dann kann er die Anhaftung zum Schöpfer wertschätzen und hochhalten, mit Hilfe welcher man die Güte und den Genuss erreichen kann, die im Schöpfungsgedanken eingeschlossen sind, welcher Seinen Willen darstellt, den Geschöpfen Genuss zu schenken.

Wir sollen alles vor unseren Augen Erscheinende so deuten, als wäre sie vom Schöpfer gegebene Mittel, um das vollständige Ziel zu erreichen.

Doch es ist nicht so einfach, der Anhaftung an den Schöpfer würdig zu werden. Es erfordert große Anstrengungen und Mühen, bis man es würdig wird, die Güte und den Genuss zu erfassen und zu verspüren. Und bis dahin ist es dem Menschen auferlegt, die Höhere Lenkung zu rechtfertigen, über seinem Verstand zu glauben, dass der Schöpfer alle Geschöpfe nur „gut und Gutes tuend“ lenkt, und zu sagen „Sie haben Augen und sehen nicht“.

Die Weisen sagten: „Habakuk kam und setzte ein Prinzip fest“, wie geschrieben steht, „der Gerechte lebt in seinem Glauben“. Das bedeutet, dass der Mensch sich nicht mit Einzelheiten beschäftigen soll, sondern seine ganze Arbeit auf einen Punkt konzentrieren muss - auf das Gesetz, welches „Glauben an den Schöpfer“ ist. Darum soll er beten, dass der Schöpfer ihm helfen möge, mit dem Glauben über den Verstand zu gehen. Und im Glauben ist ein Heilmittel enthalten, mit dessen Hilfe der Mensch zum Hass auf die Trennung gelangt, das heißt, der Glaube ruft im Menschen indirekt Hass auf die Trennung vom Schöpfer hervor.

Wir sehen, dass es einen großen Unterschied zwischen Glauben, Sehen und Wissen gibt. Was zu sehen und zu wissen gegeben ist – wenn der Verstand den Menschen verpflichtet, dass es sich lohnt, eine Anstrengung zu unternehmen, und er dies einmal beschließt, so reicht diese Entscheidung bereits aus. Mit anderen Worten: So wie er entschieden hat, so wird er auch die Handlung ausführen, weil der Verstand ihn in jeder Handlung begleitet, damit er das tut, was der Verstand ihm sagt. Und der Verstand gibt dem Menschen zu verstehen, dass es notwendig ist, ihm – dem Verstand - zu folgen.

Der Glaube hingegen ist eine Angelegenheit eines möglichen Einverständnisses. In anderen Worten: Er überwindet den Verstand und sagt, dass es sich lohnt, so zu handeln, wie ihn der Glaube über dem Verstand verpflichtet. Aus diesem Grund ist der Glaube über dem Verstand nur während einer Handlung brauchbar, also dann, wenn er glaubt. Erst dann ist er bereit, sich über dem Verstand anzustrengen.

Doch wenn er den Glauben auch nur für einen Augenblick verlässt, das heißt der Glaube auch nur für einen Augenblick geschwächt wird, hört er sofort auf, sich mit der Tora und spiritueller Arbeit zu beschäftigen, und es wird ihm nicht helfen, dass er zuvor die Bürde des Glaubens über dem Verstand auf sich genommen hat.

Wenn er jedoch eine Sache begriffen hat und über sie denkt, dass sie ihm schadet und etwas Lebensgefährliches ist, braucht er keine wiederholten Erklärungen und Überlegungen, warum sie gefährlich ist.

Sobald er einmal mit seinem Verstand begriffen hat, dass er sich gerade mit diesen Dingen beschäftigen sollte, die ihm von seinem Verstand vorgegeben werden – welche gut und welche schlecht sind – folgt er bereits dieser Entscheidung.

Wir erkennen den Unterschied darin, wozu ihn der Verstand und wozu ihn der Glaube verpflichtet, und was der Grund dafür ist, dass, wenn etwas auf Glauben basiert, wir uns ständig der Form des Glaubens erinnern müssen; denn anderenfalls fällt man von seiner Stufe in einen Zustand der Sünde. Diese Zustände können an einem einzigen Tag geschehen; der Mensch kann an einem Tag mehrmals von seiner Stufe fallen, da es unmöglich ist, dass der Glaube über dem Verstand tagsüber nicht einen Moment stoppt.

Wir müssen wissen, dass der Grund, den Glauben zu vergessen, darin liegt, dass Glaube über dem Verstand gegen alle Verlangen des Körpers ist. Da die Verlangen des Körpers naturgemäß in uns eingeprägt sind, was Wille zu empfangen heißt, ob im Verstand oder im Herzen, zieht es den Körper folglich immer zu unserer Natur hin. Nur, wenn man am Glauben festhält, kann einen dies aus den Verlangen des Körpers herausbringen; dann kann man über den Verstand gehen, das heißt gegen den Verstand des Körpers.

Bevor er die Gefäße des Gebens erlangt, Anhaftung genannt, kann folglich kein Glaube in ihm auf permanenter Grundlage gefunden werden. Wenn der Glaube für ihn nicht leuchtet, sieht er, dass er im niedrigsten Zustand ist, und all das kommt aufgrund der Ungleichheit der Form zu ihm, was der Wille für sich selbst zu empfangen ist. Diese Trennung schafft alle seine Qualen, ruiniert alle seine Konstruktionen und alle Anstrengungen, die er in die Arbeit investiert hat.

Er sieht, dass er sich in dem Moment, in dem er den Glauben verloren hat, in einem schlechteren Zustand befindet als zu dem Zeitpunkt, als er die Arbeit im Geben begann. So erlangt er Hass auf die Trennung, da er sofort Qualen in sich selbst und in der ganzen Welt zu spüren beginnt. Es wird schwer für ihn, Seine Vorsehung für die Geschöpfe zu rechtfertigen, sie als „gut und Gutes tuend“ anzusehen, und dann fühlt er, dass die ganze Welt für ihn verdunkelt ist, und er hat nichts, wovon er Freude empfängt.

Wenn der Mensch daher jedes Mal beginnt, den Makel seiner üblen Nachrede über die Vorsehung zu korrigieren, so erhält er Hass auf die Trennung. Und durch den Hass, den er in der Trennung empfindet, gelangt er dazu, die Anhaftung zu lieben. Anders gesagt: In dem Ausmaß, in dem er Leiden während der Trennung empfindet, nähert er sich der Anhaftung an den Schöpfer. Gleichermaßen gelangt er in dem Ausmaß, in dem er die Dunkelheit empfindet, zur Empfindung der Anhaftung, einer guten Sache. Dann kann er die Anhaftung zunächst bewerten und weiß sie dann zu schätzen.

Nun können wir verstehen, dass alle Leiden, die in der Welt existieren, nur eine Vorbereitung für die wahren Qualen sind. Dies sind die Qualen, die der Mensch erreichen muss, ansonsten wird er nicht in der Lage sein, irgendetwas Spirituelles zu erlangen, da es ohne Gefäß (Kli) kein Licht gibt. Diese Qualen, die wahren Qualen, heißen „Verleumdung der Vorsehung durch üble Nachrede“. Dies ist, worum man betet, also nicht die Vorsehung zu verleumden, und es sind dies die Qualen, die der Schöpfer annimmt. Das ist die Bedeutung der Worte, dass der Schöpfer das Gebet jeden Mundes hört.

Der Schöpfer antwortet auf diese Qualen, weil man dann nicht für seine eigenen Empfangsgefäße um Hilfe bittet. Denn wenn der Schöpfer ihm alles gäbe, worum er bittet, könnte ihn das aufgrund der Unterschiedlichkeit der Form vom Schöpfer entfernen. Vielmehr verhält es sich gegenteilig: Man bittet um Glauben und darum, dass der Schöpfer einem die Überwindungskraft geben möge, um die Gleichheit der Form zu erlangen, denn man erkennt, dass zweifelnde Gedanken über die Vorsehung kommen und man in einen Zustand des „Bösewichts“ gelangt, wodurch man seinen Erschaffer anklagt; das geschieht, wenn er nicht ständig im Glauben ist, das heißt, wenn der Glauben für ihn nicht leuchtet.

Es zeigt sich, dass alle von ihm empfundenen Leiden von seiner üblen Nachrede über die Höhere Vorsehung herrühren. Doch was verletzt ihn? Anstatt den Schöpfer zu preisen und zu sagen „Gepriesen sei Er, unser Gott, der uns zu seinen Ehren erschaffen hat“, sieht er, dass das Verhalten der Welt nicht zu Seinen Ehren ist, da jeder Beschwerden und Forderungen hat, dass es offensichtlich sein sollte, dass der Schöpfer die Welt im Sinne von „gut und Gutes tuend“ führt. Da es nicht offensichtlich ist, sagen sie, dass diese Vorsehung Ihn nicht verherrlicht, und das schmerzt Ihn.

Somit ist der Mensch durch die von ihm empfundenen Qualen gezwungen, abfällig zu reden. Daraus folgt, dass die Bitte an den Schöpfer, Er möge ihm die Kraft des Glaubens geben und er des Guten und Gütigen würdig werden, nicht daher rührt, weil er Gutes empfangen möchte, um sich selbst zu erfreuen, sondern um nicht abfällig zu reden; eben dies schmerzt ihn. Für sich selbst möchte er über dem Verstand glauben, dass der Schöpfer die Welt „gut und Gutes tuend“ lenkt, und er wünscht sich, dass sein Glaube in vollkommener Empfindung stark genug ist, als wäre er innerhalb des Verstandes.

Daher möchte er, wenn er sich mit der Tora und den Mizwot beschäftigt, das Licht des Schöpfers nicht zu seinem eigenen Vorteil anziehen, sondern er will es nicht ertragen, dass er Seine gütige Vorsehung nicht rechtfertigen kann. Dies verursacht bei ihm Leiden, weil er den Namen des Schöpfers, dessen Name „gut und Gutes tuend“ ist, entweiht und sein Körper anderes behauptet.

Dies sind alle seine Qualen, denn indem er sich in einem Zustand der Trennung befindet, kann er Seine Lenkung nicht rechtfertigen. Er hasst den Zustand der Trennung. Und wenn er diese Leiden empfindet, vernimmt der Schöpfer sein Gebet, nähert ihn Sich an und er wird der Anhaftung würdig. Denn die Qualen, die er aufgrund der Trennung spürt, führen ihn dazu, der Anhaftung würdig zu werden; und dann sagt man: „Wie das Licht einen Vorzug hat vor der Finsternis.“

Dies ist die Bedeutung von „der Vorteil des Landes überall“. Land ist Schöpfung; überall bedeutet, dass man, wenn man den Unterschied zwischen dem Zustand der Trennung und dem Zustand der Anhaftung erkennt, würdig wird, mit Anhaftung an „alles“ belohnt zu werden, da der Schöpfer „die Wurzel von allem“ genannt wird.