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In Selbsthingabe sein
Gespräch mit Rav Dr. Michael Laitman 28.06.2025 – nach Bearbeitung
Dudi: Wir haben Textstellen zum Thema „Selbsthingabe", ein Thema, von dem ich denke, dass wir beginnen sollten, es zu lernen. Dies sind ausgewählte Textstellen, die das Thema sehr schön beschreiben. Ich höre auch ständig von den Freunden um uns herum über dieses Thema der Selbsthingabe, wie sehr wir mehr davon hinzufügen müssen. Also werden wir solche Textstellen lesen, jeder wird lesen und ein paar Worte sagen.
„Die Anstrengungen, die man macht, sind nur Vorbereitungen, um die Hingabe zu erreichen. Daher sollte man sich an die Hingabe gewöhnen, da keine Stufe ohne Hingabe erreicht werden kann, da dies das einzige Werkzeug ist, das einen dazu qualifiziert, mit allen Stufen belohnt zu werden." (Baal HaSulam. „Shamati". 208. „Arbeit")
Shimon: „Hingabe in der Spiritualität ist für körperliche Menschen wertlos, da für sie die Hingabe ein Mittel und nicht das Ziel ist, während es in der Spiritualität das Gegenteil ist: Die Hingabe ist das Ziel." (Rabash. Artikel 12 „Jakob wohnte in dem Land, in dem sein Vater gelebt hatte" 1985)
Moshi: Rav, was ist für Sie Selbsthingabe, wie würden Sie das erklären?
Selbsthingabe bedeutet, dass ich mein ganzes Leben für die Verbindung zwischen uns hingebe.
Dudi: Woher nimmt man die Kräfte für solch eine Selbsthingabe?
Nach den Kräften dafür fragt man nicht. Wenn ein Mensch lernt und sich in einer gewissen Verbindung mit seinen Freunden befindet, dann hat er die Kraft, seine Seele für die Verbindung in der Gruppe hinzugeben.
Roi: Wird die Hingabe speziell in Bezug auf die Verbindung gemessen?
Nein, aber wo kannst du die Hingabe sehen?
Roi: Ich kann sie in Handlungen sehen, die ein Mensch in Bezug auf die Verbreitung macht, in Bezug auf die Einhaltung der Ordnungen. Aber Verbindung ist etwas anderes, es ist ein sehr spezifischer Ort, an dem der Mensch sich anstrengt. Deshalb frage ich: Ist die Berechnung in Bezug auf die Hingabe speziell, wenn er am Ort der Verbindung investiert?
Mir scheint ja.
Roi: Warum?
Weil du in der Verbindung siehst, wie sehr jeder fähig ist, von seinen Kräften zu geben, wie sehr er seine Kräfte wertschätzt und wie sehr er mit seinen Kräften der Verbindung der Gruppe hingegeben ist.
Moshi: Gehört der Begriff Selbsthingabe nur zur Verbindung in der Zehnergruppe oder gehört er zur Verbindung in der großen Gruppe Bnei Baruch oder zur ganzen Menschheit, wo ein Mensch dort beiträgt?
Das kann schon eine privatere Angelegenheit sein. Aber das Wichtigste ist die Verbindung, dort sieht man, wie sehr ein Mensch der Gruppe hingegeben ist.
Moshi: Das heißt, dass ein Mensch sein Leben in die Verbreitung investiert, damit alle wissen, wer Baal HaSulam ist, was seine Prinzipien sind – das sagt noch nichts?
Nein, das sagt mir nichts.
Moshi: Das sagt nichts, das ist keine Selbsthingabe?
Mir sagt das nichts.
Roi: Wenn Sie kommen und eine Lektion unterrichten, ist das für Sie eine Handlung der Selbsthingabe?
Ja, es gibt solche Lektionen, die wirklich Selbsthingabe von mir verlangen.
Dudi: Was bedeutet es, dass sie von Ihnen Selbsthingabe verlangen, was geben Sie hin?
Sonst kann ich den Inhalt der Lektion nicht vermitteln.
Wlad: Selbsthingabe ist Anhaftung an den Schöpfer durch die Verbindung in der Zehnergruppe?
Selbsthingabe ist die Wichtigkeit des Schöpfers, der in der Zehnergruppe eingeschlossen ist.
Moshi: Was opfern Sie in solch einer Lektion, dass es Selbsthingabe genannt wird? Was gibt ein Mensch dort hin? Und warum sagt man Selbsthingabe (Mesirut Nefesh) und nicht Hingabe des Geistes (Mesirut Ruach) oder der Seele (Mesirut Neshama)? Warum nicht Hingabe der Seele (Neshama), warum speziell Selbsthingabe (Nefesh)?
Selbsthingabe bedeutet, dass ein Mensch für irgendein Ziel alles gibt, was er hat und haben wird.
Moshi: Aber warum wird es Nefesh genannt, warum nicht Neshama?
Die erste Stufe ist eigentlich Selbsthingabe (Mesirut Nefesh).
Dudi: Also was gibt er hin, gibt er die Nefesh hin? Ist Selbsthingabe, meine Nefesh hinzugeben?
Dass du bereit bist, deine Nefesh zu investieren, ja.
Dudi: Wo ist die natürliche Berechnung, die der Mensch macht: Was kommt für mich dabei heraus? Wo ist die wirklich reine Hingabe?
Ich denke, es ist entweder das eine oder das andere, das ist die reine Hingabe.
Shimon: Selbsthingabe bedeutet zu opfern, es ist ein Opfer?
Ja.
Shimon: Der Mensch muss ein Opfer bringen, das zu opfern, was er will?
Sonst wäre es keine Hingabe.
Dudi: Als Sie Rabash betrachteten, worin fühlten Sie von ihm Selbsthingabe, worin kam das zum Ausdruck?
Ich kann es nicht sagen, er war sehr verschlossen.
Dudi: Wie lernt man also, wie bekommt man ein Beispiel von einem verschlossenen Menschen?
Man hört und betet, zu verstehen, zu fühlen, zu empfangen, zu enthüllen, was er sagt.
Moshi: Kann ein Mensch über sich selbst sagen: Ich habe meine Seele für das Ziel hingegeben, oder kann er das niemals sagen?
Ich habe nicht gehört, dass jemand so etwas gesagt hätte.
Ilan: Dieser Zustand, in dem ein Mensch sagt: Ich habe ein höheres Ziel, ich habe einen Willen zu etwas, das nicht in mir ist, zum Geben, und ich bin bereit, mich dafür hinzugeben, und er befindet sich wirklich im Gefühl der Annullierung des Ego gegenüber diesem Zustand und nimmt das Selbstgefühl vollständig aus diesem Zustand heraus, in den er eintreten will, um alles hinzugeben, um nur im Geben zu sein. Gibt es solch einen Zustand, gibt es solch ein Gefühl?
Im Grunde ja.
Ilan: Es gibt ein Gefühl. Nun gibt es etwas Interessantes, denn der Schöpfer erschuf nur den Willen zu empfangen. Nach diesem Gefühl, dass ein Mensch fühlt: Ich befinde mich jetzt in Selbsthingabe – woher bekommt dieser Wille zu empfangen Kräfte, um zu überwinden und nicht zurückzukehren?
Das kann ich dir nicht sagen, aber sicher kann er es bekommen.
Ilan: Das ist der Wille, und dennoch haben wir ein Ziel, ein Ziel, das höher ist als unser Leben hier. Der Wille zur Beharrlichkeit, dass ich die ganze Zeit in diesem Zustand der Selbsthingabe sein will – woher bekommt man diese Fähigkeit zur Beharrlichkeit?
Das weiß ich nicht – Selbsthingabe die ganze Zeit?
Ilan: Der Mensch sagt: Ich will in Selbsthingabe sein, wenn er sich nicht in Selbsthingabe befindet, denn wenn er dort ist, dann ist er in Selbsthingabe.
Ich verstehe, was du fragst, aber ich habe keine Antwort.
Shimon: Sie haben jahrelang gesucht, um zur Spiritualität zu gelangen. Als Sie das erste Mal zu Rabash kamen, fühlten Sie: Das ist es, das ist der Lehrer, wirklich. Wie haben Sie das gefühlt, wie wussten Sie plötzlich, dass das Ihr Lehrer ist?
Das ist mein Platz, einfach. Ich will nichts außer hier zu sein.
Roi: Baal HaSulam schreibt:
„Der Dienst, der hauptsächlich in Hingabe sein sollte, gilt der Ehrfurcht. Denn dann widersetzt sich der ganze Körper seiner Arbeit, weil er keinerlei Geschmack am Dienst spürt. Und bei jeder einzelnen Handlung, die er ausführt, rechnet ihm der Körper vor, dieser Dienst sei doch sowieso nicht vollkommen. Was hat man dann von dieser Arbeit?
Und da es also weder einen greifbaren Wert noch Geschmack an diesem Dienst gibt, kann die Überwindung nur durch Hingabe stattfinden. Das bedeutet, dass ihm sein Dienst bitter schmeckt und er bei jeder seiner Handlungen schreckliche Qualen verspürt, da der Körper ja nicht gewöhnt ist, zwecklos zu arbeiten: Die Anstrengung sollte entweder ihm selbst oder anderen Nutzen bringen." (Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 219, "Hingabe")
Wlad: Zitat 5. „Was die Hingabe betrifft, habe ich von Baal HaSulam gehört, dass man die Hingabe so darstellen soll, wie wir es bei Rabbi Akiva (Berachot 61b) finden: Er sagte zu seinen Schülern: "Mein ganzes Leben lang habe ich den Vers bedauert: 'Mit deiner ganzen Seele, auch wenn Er deine Seele nimmt.' Ich sagte: 'Wann werde ich in der Lage sein, ihn einzuhalten?' Und jetzt, wo dies zu mir gekommen ist, werde ich es nicht einhalten?"
Sicherlich mit solch einem Wunsch zu beschenken, wenn ein Mensch sagt, dass er Wonne und Vergnügen empfangen möchte, weil dies der Zweck der Schöpfung ist, meint er sicherlich (nur) zu empfangen, um den Schöpfer zu beschenken." (Rabash, Artikel Nr. 12 (1985), "Jakob wohnte in dem Land, in dem sein Vater gelebt hatte")
Ilan: Rabash sagte in Brief 65: „Ein Mensch muss sich dafür entscheiden, dass er vom Schöpfer ein Verlangen bekommt, das er vor Ihm vollständig annulliert, was bedeutet, dass er kein Verlangen unter seiner eigenen Autorität belässt, sondern dass alle Verlangen in ihm nur noch dazu dienen, dem Schöpfer Ehre zu geben.
Sobald er sich für die vollständige Annullierung entscheidet, bittet er den Schöpfer, ihm bei der Ausführung zu helfen. Das bedeutet, dass er, obwohl er im Verstand und im Verlangen sieht, dass der Körper nicht damit einverstanden ist, dass er alle seine Verlangen vor dem Schöpfer annulliert, anstatt um seiner selbst willen zum Schöpfer beten soll, dass Er ihm hilft, vor Ihm alle Verlangen annullieren zu wollen, wobei kein Verlangen für ihn selbst übrig bleibt. Dies wird ein "vollständiges Gebet" genannt, was bedeutet, dass er sich wünscht, dass der Schöpfer ihm ein vollständiges Verlangen ohne Kompromisse gibt, und er bittet den Schöpfer, ihm zu helfen und immer in Seiner Gerechtigkeit zu sein." (Rabash. Brief 65)
Moshi: „Obwohl ein Mensch hingebungsvoll arbeiten kann, liegt es doch nicht in seiner Hand, abzuwägen, ob diese [konkrete] Arbeit der Hingabe hier angebracht ist. Oder im Gegenteil, dass diese schwere Arbeit hier entgegen der Meinung seines Lehrers und der des Schöpfers sein würde.
Um dieses zu bestimmen, wählt er das, was seine Bemühungen vermehrt. Das bedeutet, er muss entsprechend seinem Lehrer handeln. Dem Menschen ist nur die Bemühung auferlegt und nichts anderes. Daher gibt es keinen Platz für Zweifel in seinen Gedanken, Worten und Handlungen. Er sollte stattdessen immer seine Bemühungen mehren." (Baal HaSulam, Shamati, Artikel Nr. 187, "Die Wahl der Arbeit")
Dudi: Aus „Likutei Tefilot": „Gewähre mir Deine Barmherzigkeit, mit Hingabe und Aufrichtigkeit zu beten, sodass ich mit der Annullierung meines ganzen Seins und meiner Körperlichkeit belohnt werde und ich überhaupt nicht für mein eigenes Wohl beten werde, sondern vielmehr mit einer vollständigen Annullierung während des Gebets belohnt werde - als würde ich überhaupt nicht in der Welt existieren, und meine ganze Absicht im Gebet wäre wirklich nur um Deinetwillen, um die Shechina [Gegenwart des Schöpfers] aus dem Exil zu erheben und um Deine Göttlichkeit in der Welt zu offenbaren." („Likutei Tefilot". Gebet 16)
Rav: Zitat 3. „Mit Liebe zum Schöpfer meinen wir, dass ein Mensch nur für den Schöpfer arbeiten sollte, also ohne jegliche Belohnung. Das bedeutet, dass er zu völliger Hingabe ohne jegliche Belohnung bereit ist, ohne dass aus seiner Hingabe eine Gegenleistung entstünde. Vielmehr ist dies der Kern - seine Absicht, dass er sein Selbst vor dem Schöpfer annullieren will, d.h. seinen Willen zu empfangen, der die Essenz des Geschöpfes ist, aufheben will. Das will er vor dem Schöpfer annullieren. Daraus folgt, dass dies sein Ziel ist." (Rabash, Artikel Nr. 12 (1985), "Jakob wohnte in dem Land, in dem sein Vater gelebt hatte")
Shimon: Um zur Selbsthingabe zu gelangen, kann uns nur der Schöpfer dabei helfen?
Ja.
Shimon: Wir müssen Ihn bitten, zur Selbsthingabe zu gelangen.
In der spirituellen Arbeit des Menschen denke ich, dass dies eine letzte Stufe ist.
Dudi: Selbsthingabe ist die letzte. Was müssen wir, Bnei Baruch, noch hinzufügen, was noch tun?
Wir schreiten voran, man kann nicht sagen, dass nicht. Sondern dass ein Mensch sieht, dass er nichts mehr dem Schöpfer anzubieten hat, das wird genannt, dass er bereits zur Stufe der Hingabe an den Schöpfer gelangt.
Dudi: Ist unser Fortschritt langsam, ist er schnell? Wo sind wir in unserem Fortschritt?
Wir befinden uns in einem Zustand, in dem wir uns sehnen. Entsprechend dem, wie der Schöpfer in uns Verlangen erweckt, in diesem Verlangen, das Er in uns erweckt, prüfen und fühlen wir. Mir scheint, ich denke, dass wir uns bereits im spirituellen Eintritt befinden.
Moshi: Kann unsere Organisation ohne Erlangende existieren? Ist der Schöpfer an solch einer Organisation interessiert, die Kabbala führen soll, Kabbala verbreiten soll? Mir scheint nicht.
Es gibt kein Problem.
Moshi: Sie kann ohne Erlangende existieren?
Was es gibt, gibt es. Du kannst nicht messen, du kannst nicht dies annullieren und jenes belassen und irgendeine Sortierung machen. Nein.
Moshi: Sie haben bei Rabash 12 Jahre gelernt, wir lernen bereits bei Ihnen die doppelte Zeit, das ist viel.
Es gibt nichts zu tun.
Moshi: Ja, das ist klar, es gibt keine Beschwerden.
Shimon: Ich denke, dass sich in Bnei Baruch etwas verändert hat. Ich sehe, dass es egal ist, ob du zur Lektion kommst oder nicht zur Lektion kommst, es ist dieselbe Beharrlichkeit, sie fliehen nicht, als ob sie etwas anderes fühlen. Ich verfolge ständig die Daten, und ich sehe, dass damals, wenn Sie hinausgingen, dann denke ich, dass vielleicht 40% hinausgingen, aber jetzt hat sich etwas völlig verändert.
Moshi: So habe ich auch gefragt: Sie haben bei Rabash 12 Jahre gelernt und wir lernen bereits 25 Jahre. Es ist klar, dass es nicht richtig ist, die Jahre zu vergleichen, die Zeiten sind unterschiedlich und Sie sind anders. Aber vielleicht machen wir etwas nicht richtig, oder vielleicht gehört es überhaupt nicht zu uns. Was haben Sie getan, was wir nicht tun, und deshalb hatten Sie Erfolg und wir noch nicht, oder ist es nicht richtig, so zu denken? Ich frage von unserer Seite: Was haben wir nicht getan und was haben Sie getan und können uns empfehlen zu tun, welchen Punkt?
Ich kann es nicht sagen.
Moshi: Können Sie nicht darauf zeigen: „Ihr scheitert darin, ihr müsst gerade in diesem Punkt investieren"?
Nein.
Dudi: Oft höre ich so: Der Rav hat 12 Jahre bei Rabash gelernt, erreichte die Erlangung wann er sie erreichte, baute diese ganze Organisation auf, wirkte in der Verbreitung und lehrt, und hier gibt es Menschen, die bereits 30 Jahre lernen, das sind bereits zwei Amtszeiten in der Kabbala für den Rav. Deshalb fragen sie, wo die Organisation steht, und ob die Organisation ohne Erlangende existieren wird, in solch einer Form, und „wann werden unsere Taten die Taten unserer Väter erreichen", die Taten unseres Ravs.
Ich kann es dir nicht sagen.
Ilan: Worin denken Sie bestand Ihre Kontrolle, Ihre Lenkung in diesem Prozess der Entwicklung von Bnei Baruch? Hatten Sie Kontrolle darüber?
Ich hatte keinerlei Kontrolle. Und ich denke nicht, dass ich besser war als ihr.
Dudi: Was ist die richtige Betrachtungsweise: Zu sehen, dass das, was über uns kommt, das ist, was kommt, es ist völlig in Ordnung, so ist es, und es gibt nichts zu vergleichen und nichts gleichzusetzen, sondern das ist der Zustand, was kommen wird, wird kommen, wir werden damit arbeiten und alles ist in Ordnung? Oder doch einen Vergleich zu machen und zu sehen, dass quantitativ Menschen investieren, qualitativ Menschen investieren, und vielleicht fehlt etwas? Hier ist wirklich die Frage: Was können wir noch tun, um zur Erlangung zu gelangen?
Moshi: Die Frage ist keine Beschwerde, sondern was können wir hinzufügen, an welchem Punkt, um zu gelangen? Sie haben nach drei Jahren, 1983, ein Buch auf Russisch geschrieben und herausgegeben, wir alle haben das Buch gelesen und sind dank dieses Buches gekommen. Bei uns weiß ein Mensch nach drei Jahren nicht, wo rechts und links ist, weiß nichts, und Sie haben solch ein Buch geschrieben, das niemand in der Welt geschrieben hat.
Deshalb fragen wir, was ist mit uns, was stimmt nicht mit uns? Sie als Lehrer fragen sich sicher: „Ich habe so viele Schüler, warum sind sie noch nicht angekommen, was passiert mit ihnen?", oder fließen Sie mit dem Schöpfer, was Er gibt, gibt Er. Es kann sein, dass es so sein soll, man soll überhaupt nicht in diese Richtung denken, und dann lassen wir es, denken nicht.
Du hast recht.
Moshi: Warum frage ich? Weil ich fühle, dass wir die Erlangung schulden, nicht um zu genießen, sondern um die Menschheit zu führen. Die Menschheit hat unendliche Probleme, und in Israel ist jetzt der Krieg zu Ende, und wieder wird es Passah geben, noch einmal gibt es eine Chance, dass es einen Bürgerkrieg geben wird. Man hat schon genug von all diesen Dingen, man kann es nicht hören, und wir können nicht hinausgehen, können nicht erklären, niemand hört, versteht nicht.
Generationen über Generationen sind so mit den Kriegen, mit den Problemen vergangen.
Moshi: Ja, das stimmt.
Dudi: Hat ein Kabbalist Beschwerden beim Schöpfer über den Fortschritt seiner Schüler?
Nein. Es kann nicht sein. Es kann nicht sein, dass du eine Beschwerde beim Schöpfer über irgendetwas hast, es ist nicht wichtig für wen und was.
Dudi: Denn vielleicht tun die Schüler nicht das, was der Lehrer erwartet, was er lehrt, sie lenkt. An wen also die Beschwerde? Wenn nicht an die Schüler, nicht an den Schöpfer, dann ist es ein statischer Zustand.
Der Lehrer lehrt die Schüler, was sie tun müssen, um Gefallen in den Augen des Schöpfers zu finden. Nicht um zu irgendeinem besonderen Erfolg zu gelangen, sondern was sie in dieser Welt erlangen müssen, damit der Schöpfer mit ihnen zufrieden ist.
Dudi: Das ist von seiner Seite, er tut seine Arbeit. Und was von ihrer Seite, wenn sie nicht zur spirituellen Erlangung gelangen?
Das ist nicht wichtig. Was heißt von ihrer Seite und ob sie ankommen oder nicht?
Dudi: Ist es dem Lehrer nicht wichtig, dass die Schüler zur Erlangung gelangen?
Nein. Dem Lehrer ist wichtig, dass sie mit dem Schöpfer zufrieden sind.
Dudi: Wo ist der Fortschritt?
Der Fortschritt muss nur in der Selbsthingabe sein, das ist es, was man verlangen muss.
Dudi: Worin kommt diese Selbsthingabe zum Ausdruck?
Darin, dass du nichts brauchst, nur dem Schöpfer zu geben.
Dudi: Welche Berechnung mache ich?
Das ist die Berechnung.
Dudi: Was bekomme ich zurück, was wird im nächsten Moment geschehen, das interessiert mich nicht.
Gott bewahre.
Dudi: Aber wo sind einige Schritte voraus, Sorge?
Noch mehr und noch mehr Selbsthingabe.
Dudi: Aber in dieser Welt sehen wir, dass es so ist: Du verschwendest das Geld nicht, du sorgst für Lebensversicherung, für Krankenversicherung, für die Kinder. Du sagst nicht „nur dieser Moment, und vom nächsten Moment ist es mir egal", du denkst einige Schritte voraus.
Nein, so darf man nicht denken.
Dudi: Wirklich dieser Moment, wirklich diese Sekunde auf dem Zeiger, mehr als eine Sekunde voraus schaue ich nicht?
Nein.
Shimon: Trotzdem sehen Sie das ganze weltweite Gefäß als Lehrer. Werden Sie uns nicht verlassen, bevor Sie jemanden als Kabbalisten einsetzen?
Das ist wirklich nicht meine Sorge.
Shimon: Nicht Ihre Sorge.
Das ist in der Hand der Höheren Kraft.
Moshi: Das heißt, Sie denken nicht über die Zukunft der Organisation nach.
Was bedeutet das?
Moshi: Denken Sie über die Zukunft der Organisation nach, wie sie geführt wird, wie sie sein wird, oder nicht, haben Sie keine solche Frage?
Nein, nicht wie ihr.
Dudi: Sie haben ein Imperium errichtet, und es ist Ihnen egal, was damit geschehen wird, so höre ich.
Ich habe getan, was ich konnte.
Dudi: Aber es zu halten, dass es weitergeht.
Ich halte.
Dudi: Sie sagen: „Ich bin nicht besorgt wie ihr, nicht wie ihr besorgt seid". Sollen wir darüber besorgt sein, oder gerade von Ihnen lernen und nicht besorgt sein?
Wie ihr entscheidet.
Dudi: Was ist richtig für uns?
Richtig ist, sich zu sorgen, dass ihr gut in den Augen des Schöpfers seid.
(Ende des Gesprächs)