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Transkript Morgenunterricht 13.11.2007
Baal HaSulam, Buch „Talmud Esser haSefirot", Band 1, Teil 2, S. 39, Punkt 4
Vorleser: „Talmud Esser haSefirot", Seite 39, Punkt 4.
Punkt 4 Das Or Ejn Sof umgibt und wirkt aus der Ferne auf den Igul ein
„4) Und (40) Ejn Sof befindet sich drumherum und umgibt ihn von allen Seiten, weil er die Form eines Igul (Kreis) (50) um ihn herum einnimmt und von ihm entfernt ist. Und das ist eine zwingende Bedingung, dass das Leuchten von Ejn Sof in der Schöpfung nur durch diesen Kav hindurch geschieht. Denn, wenn das Licht zu ihr und durch ihre sämtliche Umgebung passierte, befänden sich (60) die Geschöpfe im Zustand des Schöpfers selbst, ohne (70) Grenze und Beihilfe für das Empfangen."
Vorleser: Wir lesen Punkt 4 noch einmal.
Punkt 4 Das Or Ejn Sof umgibt und wirkt aus der Ferne auf den Igul ein
„4) Und (40) Ejn Sof befindet sich drumherum und umgibt ihn von allen Seiten, weil er die Form eines Igul (Kreis) (50) um ihn herum einnimmt und von ihm entfernt ist. Und das ist eine zwingende Bedingung, dass das Leuchten von Ejn Sof in der Schöpfung nur durch diesen Kav hindurch geschieht. Denn, wenn das Licht zu ihr und durch ihre sämtliche Umgebung passierte, befänden sich (60) die Geschöpfe im Zustand des Schöpfers selbst, ohne (70) Grenze und Beihilfe für das Empfangen."
Vorleser: Die kleine 13 auf Seite 40 bezieht sich auf den Text „Ejn Sof befindet sich drumherum und umgibt ihn von allen Seiten". Die kleine 40 (Nun) auf Seite 40.
„נ) 40) Er lässt uns wissen, dass dieses Or Makif, das die Kreise von Ejn Sof empfangen, ihnen leuchtet und sie von allen Seiten umgibt, das heißt aus allen vier Bchinot, also sogar in der Bchina Dalet, in der das Or Pnimi nicht leuchtet – trotzdem empfängt sie ein Leuchten aus der Ferne durch das Or Makif von Ejn Sof. Und er erklärt den Grund: weil Ejn Sof ‚ebenfalls im Aspekt eines Kreises' ist, das heißt, dass das Licht von Ejn Sof kreisförmiges Licht genannt wird, weil es nicht zwischen den Bchinot unterscheidet und auch die Bchina Dalet erleuchtet und füllt (wie oben, Teil 1, Kapitel 2, Punkt 3, siehe dort). Und deshalb erreicht sein Leuchten auch die Bchina Dalet der Kreise, aber aus der Ferne, wie erklärt." 2:35
Das heißt: Das Or Makif leuchtet allen, je nachdem, in welchem Abstand es von dem Ort ist, dem es leuchtet. Aber die Gesetze der Linie gelten nicht für es, es leuchtet also nach den Gesetzen der Kreise. Und was sagt er?
„Er lässt uns wissen, dass dieses Or Makif, das die Kreise von Ejn Sof empfangen, ihnen leuchtet und sie von allen Seiten umgibt," – nicht so wie in der Linie – „das heißt aus allen vier Bchinot, also sogar in der Bchina Dalet," – wo der Zimzum war und wo es nicht … – „in der das Or Pnimi nicht leuchtet," – durch den Zimzum hindurch – „trotzdem" empfängt auch diese Bchina Dalet „ein Leuchten aus der Ferne" – das nennt man Makif – „durch das Or Makif von Ejn Sof." Warum? „Und er erklärt den Grund: weil Ejn Sof ‚ebenfalls im Aspekt eines Kreises' ist," und auch diese Gefäße befinden sich nach den Linien … wie Kreise, „das heißt, dass das Licht von Ejn Sof kreisförmiges Licht genannt wird, weil es nicht zwischen den Bchinot unterscheidet und auch die Bchina Dalet erleuchtet und füllt" – die sich ebenfalls noch im Kreis befindet – „(wie oben, Teil 1, Kapitel 2, Punkt 3, siehe dort). Und deshalb erreicht sein Leuchten auch die Bchina Dalet der Kreise, aber" – aber – „aus der Ferne, wie erklärt." Anders als das innere Licht, das in ihm leuchtet. 4:11
Und das hat auch in unserer Welt viele Auswirkungen. Es gibt positive Dinge – positiv, wenn man so sagen kann – im Inneren, und es gibt sie im Umgebenden. Inneres heißt: Wissen, Gefühl, Verstehen, Erlangung, Gleichheit der Form, Verschmelzung. Alles, was man durch Gefühl und Verstand im Kontakt mit dem Licht erlangt und was durch die Schirme geklärt wird und so weiter. Aber diese Dinge sind sehr begrenzt, so weit, wie wir dazu fähig sind. Darin liegt also Genauigkeit, darin liegt das, was man Erfahrung nennt, ein Weg und alles – aber eine sehr enge, sehr dünne Linie.
Das Umgebende dagegen hat keine Grenze, es ist unendlich, und da gibt es sehr, sehr viele verschiedene Dinge. Aber sie sind unbegrenzt, sie sind ohne Form, denn der Massach gibt dort keine Formen. Und trotzdem ist dort der Speicher, dort ist die ganze Weisheit und dort sind alle Lichter. Erlangungen kommen deshalb sicher durch die Linie, aber die Makifim, die leuchten, geben dem Menschen ein Erwachen – auch dem, der nicht in der Linie ist, der nicht in den Schirmen ist, der nicht fähig ist, der im Fall ist, im Abstieg in dieser Welt, in allen möglichen Formen. Das ist die eine Seite.
Und andererseits gibt es in den Makifim auch etwas, was es in der Linie nicht gibt: die Form der Unendlichkeit. In ihrem Leuchten liegt für den, dem sie leuchten, ein besonderer Eindruck – dass diese Form unbegrenzt ist. Unser Wissen dagegen geschieht durch Begrenzung. Die Verschmelzung, alles geschieht durch Begrenzung: Der Massach reicht bis hierher und nicht weiter, und so weiter und so weiter. Und zwar wird es in den Gefäßen erfasst, aber in Begrenzung. Dieses Leuchten dagegen, das aus Ejn Sof kommt, ist ein unbegrenztes Leuchten. Es gibt dem Menschen einen völlig anderen Eindruck, es bringt ihm eine besondere Entwicklung. Es fehlen die Worte, nun ja. Aber der Unterschied zwischen dem einen und dem anderen, zwischen unbegrenzt und begrenzt, ist in der Wirkung auf den Menschen sehr verschieden.
Ja, weiter.
7:39 Vorleser: Die kleine (Ajn) 70 bezieht sich auf den Text „Grenze und Beihilfe".
„70) (ע) Der Zimzum und der Massach, die auf der Bchina Dalet erfolgt sind, damit in diese kein Licht eindringt, schaffen für das Licht eine Grenze, bis zu welcher es sich ausbreiten kann. Es findet auf die Weise statt, dass das Licht an der Grenze zur Bchina Dalet aufhört. Und das allgemeine Empfangen der Schöpfung, das sich aufgrund des Zimzum reduziert hat, nennt sich das eingeschränkte Empfangen." 8:17
Das sind Definitionen. „16) Der Zimzum und der Massach, die auf der Bchina Dalet erfolgt sind, damit in diese kein Licht eindringt, schaffen für das Licht eine Grenze, bis zu welcher es sich ausbreiten kann. Es findet auf die Weise statt, dass das Licht an der Grenze zur Bchina Dalet aufhört. Und das allgemeine Empfangen der Schöpfung, das sich aufgrund des Zimzum reduziert hat, nennt sich das eingeschränkte Empfangen." Das heißt: Es gibt eine Grenze – bis hierher; und es gibt ein Maß – wie viel. Ja. Klar? Weiter.
8:58 Vorleser: Punkt 5, Worte des Ari.
Punkt 5 (ה) Die Ordnung der Entstehung der zehn Sefirot von Igulim. Der Kav wird Adam Kadmon genannt
„5) Und (80) dieser Igul, der erste und am meisten mit Ejn Sof verschmolzene, wird Keter von Adam Kadmon genannt. Danach breitet sich dieser Kav weiter aus, und (90) breitet sich wenig aus, um sich abzurunden und (100) der zweite Igul entsteht innerhalb des ersten. Dieser Igul wird als (200) Igul Chochma von Adam Kadmon bezeichnet. Und breitet sich noch ein wenig weiter nach unten aus, rundet sich nochmals ab, und es entsteht der dritte Igul innerhalb des zweiten, der (300) „Igul Bina von Adam Kadmon“ heißt. Und auf diese Weise ging es weiter, wurde ausgebreitet und abgerundet bis hin zum zehnten Igul hinab, der als „Igul Malchut von (400) Adam Kadmon“ bezeichnet wird. Demnach haben wir die Angelegenheit der (1) zehn Sefirot geklärt, die in Form von zehn Igulim, (2) einer innerhalb des anderen, entstanden sind." 10:17
Völlig in Ordnung.
Vorleser: Wir lesen Punkt 5 noch einmal.
Rav: Ja. Das heißt, wir haben zehn Kreise, die sich einer durch den anderen entwickeln, über die Linie zwischen ihnen. Ja: Kreis, Linie, darin wieder ein Kreis, Linie, darin wieder ein Kreis und so weiter. Die Linien verbinden die Kreise miteinander, und das umgebende Licht von Ejn Sof kommt durch die Linie zum Kreis Keter, danach vom Kreis Keter durch die Linie zum Kreis Chochma und so weiter.
Das heißt, das Licht, das sich in diesen Kreisen ausbreitet, ist ein Licht, das aus der Linie kommt, und deshalb ist es begrenzt. Deshalb hat es alle Eigenschaften der Linie. Aber in der Form seiner Ausbreitung, wie es sich ausbreitet, hat es auch etwas vom Kreis. Denn in der Ausbreitung in den Kreisen hat es keine Grenzen – nur die Linie macht die Grenzen.
Also haben wir bis zum Ende der Korrektur in jeder einzelnen Sefira einerseits die Sefira selbst von Yosher – das ist das Verlangen mit dem Massach, mit der Berechnung, mit allem –, und andererseits gibt es die Kreise: Dieses Verlangen, das schon in Verschmelzung, in Gleichheit geordnet ist, füllt in dem Maß, wie es geordnet ist, die Kreise.
Ja.
11:50 Schüler: Ich verstehe das nicht … Ich verstehe es nicht.
Rav: Was verstehst du nicht?
Schüler: Diese Sache, dass die Linie die Kreise füllt – was ist das?
Rav: Die Welt Ejn Sof ist ein Kreis. Was heißt Kreis? Das sind keine Sphäre und keine Kreise, sondern das ist ein Begriff dafür, dass der Schöpfer dem Willen zu empfangen eine unbegrenzte Füllung geben will. Deshalb wird der Wille zu empfangen in uns, in unserer Wahrnehmung, als Sphäre oder als Kreis dargestellt. Warum? Weil der Schöpfer ihm ohne jede Unterscheidungen geben will. Wie viel? So viel, wie hineingeht. Weißt du, in der Medizin gibt es so einen Begriff, quantum satis, ja? So viel, wie genügt. Man will zum Beispiel ein Medikament verdünnen – wie viel? Man sagt: quantum satis, bis zum Ende, so viel, wie genug ist. Das war's. So viel also will der Schöpfer geben.
Jetzt ist die Frage: Was macht man damit? Das Geschöpf macht einen Zimzum und sagt: derselbe Kreis oder zehn Kreise, ja – denn letztlich gibt es dort die vier Bchinot des Or Yashar, ja? Und nach den vier Bchinot des Or Yashar gibt es dort den Zimzum. Ich will sie füllen, aber nicht so. Ich lasse das Licht nur unter einer einzigen Bedingung in diese Kreise hinein: dass dieses Eintreten des Lichts dazu dient, der Quelle des Lichts zu geben, dem Schöpfer Genuss zu bereiten. Also macht das Geschöpf Kanäle für den Eintritt des Lichts in die Kreise, damit dieses Licht mit der Absicht „um zu geben" eintritt. Diese Kanäle sind die Absicht „um zu geben". Ohne Kanäle gibt es keinen Eintritt. Das war's. 13:49
Das heißt, es sind dieselben Gefäße, alles ist dasselbe, nur fügt man diesen Gefäßen jetzt Kanäle hinzu. Was sind Grenze und Maß? Ich lasse das Licht nicht einfach so hinein. Dieselben Gefäße will ich füllen, ich will letztlich zu derselben Füllung kommen – aber durch meinen Hahn: Ich öffne und schließe. Für mich ist das das Wichtige, damit drücke ich mein Ich aus, meine Liebe, die Verschmelzung, alles.
Also noch einmal: Es gibt hier nicht zweimal Gefäße, wie wir gestern gesprochen haben. So etwas gibt es nicht, sondern das Geschöpf fügt Kanäle hinzu, um dieselben Gefäße zu füllen. Was sind diese Kanäle? Aus dem Ejn Sof, aus dem Licht, das sozusagen verschwunden ist, um einen Mittelpunkt herum nach allen Seiten hinausgegangen ist – jetzt ordnet das Geschöpf die Kanäle des Eintritts. Das ist die ganze Weisheit der Kabbala: wie man denselben Ballon füllt, dasselbe Verlangen.
Ja.
15:01 Schüler: Jetzt habe ich es verstanden. Jetzt ist die Frage: Wie kann man dieses ganze Installationssystem gefühlsmäßig beschreiben? Das Schema, das Sie eben erklärt haben, habe ich verstanden.
Rav: Nun.
Schüler: Aber wie kommt man von …
Rav: Ich weiß nicht, was ich dir sagen soll. Wenn ein Mensch fühlt: „Mein Tod ist mir besser als mein Leben" – ich will überhaupt nichts empfangen, weil es mein Ich verletzt, ich muss Chafez Chessed sein, ich schließe mich im Zimzum ein. Und das alles geschieht sicher durch das Höhere Licht, nicht in unseren Gefäßen. Ich schließe mich im Zimzum ein und arbeite, das heißt, ich fülle mein Verlangen, ja? Wie im Ejn Sof: Mein Verlangen fülle ich nur unter einer Bedingung – dass ich damit dem Schöpfer geben kann.
Das heißt, hier enthüllt sich der Hausherr, es enthüllen sich Genüsse, es enthüllt sich das Geschöpf mit einem leeren, runden Bauch, und es füllt ihn durch eine dünne Röhre in den runden Bauch. Wie viel? So viel, wie es dem Hausherrn Genuss bereiten kann. Ist das gefühlsmäßig oder nicht? Nun, mein Lieber, wer fühlt das nicht? Mehr gibt es hier nicht, wir sind so eingerichtet. Ich rede in materieller Form, aber in spiritueller, innerer … in gefühlsmäßiger Form funktioniert es genauso.
Ja.
Schüler: Kann man die Kelim de Yosher sagen wir viel mehr machen? Nachdem das Licht zum Beispiel in die Bchina Alef eingetreten ist, kann man …
Rav: Ja, die Kelim de Yosher weiten sich die ganze Zeit aus, sie kommen hinzu. Versteht nur: Man kann das Kli von Ejn Sof in unendlich viele Teile teilen, in Tausende und Abertausende von Sefirot, von kleinen Kreisen, und jede einzelne Sefira der Kreise muss man durch den Kanal füllen, durch den Massach. Der Kanal ist der Massach. Das war's. Du hast also so eine große Blase, sagen wir schon so eine, ich weiß nicht – ich wollte es nicht so grob sagen –, und du machst daraus kleine Blasen, das sind eigentlich die Seelen, und du füllst jede kleine Blase durch den Kanal, puuuh, wie einen Luftballon, den Kinder aufblasen, so füllst du. Das ist deine Absicht, dem Schöpfer zurückzugeben.
Ja.
18:05 Schüler: Ich möchte vielleicht die Frage von Oren erweitern. Was heißt es, dass Licht eintritt und Licht austritt? Und danach …
Rav: Enthüllung und Verschwinden aus der Enthüllung – das nennt man eintreten und austreten.
Schüler: Es tritt in der Linie ein, füllt den Kreis – was ist das?
Rav: Die Enthüllung des Lichts in den Gefäßen. Nun … Ich mache jetzt irgendeine Anstrengung und komme zu irgendeiner Handlung, und in dieser Handlung ist all das im Gefühl, weil es durch die Verlangen geht, und durch die Enthüllung der Absichten und Verlangen. Wir erklären das in mechanischer Form, weil es eine Wissenschaft ist. Und wer es innerlich ausführt, der fühlt, wie es durch seine Verlangen geht. Denn unsere Verlangen empfangen Genuss, und der Eintritt des Genusses und das Verschwinden des Genusses aus den Verlangen geben uns ein gutes oder ein schlechtes Gefühl.
Außerdem gibt mir auch die Absicht ein Gefühl des Genusses – unter welcher Bedingung ich Genuss empfange oder nicht. Aber wenn der Genuss aus der Füllung kommt, nennt man das körperlichen Genuss – nicht unser Körper, sondern körperlich im Allgemeinen. Und wenn der Genuss aus der Absicht kommt, als Absicht der Verschmelzung, nennt man das spirituellen Genuss. Das war's.
In der Spiritualität sind wir also immer dabei, körperliche Genüsse zu benutzen, um zu spirituellen Genüssen zu kommen, zu Genüssen aus der Verschmelzung. Aber auch die spirituellen Genüsse sollen gerade für den Schöpfer sein. Auch darauf muss man noch eine zusätzliche Absicht machen, denn der Genuss aus der Absicht ist sehr groß.
Ja.
Schüler: … Wie ist das, dass ein Kreis in einem Kreis ist? Es ist nicht so ganz klar …
Rav: Kreis in Kreis, das haben wir aus den vier Bchinot des Or Yashar, das ist der Anfang des Aufbaus des Geschöpfs. Das Licht weist das Geschöpf an² – wir zeichnen, und es tut mir leid, dass ich euch die ganze Zeit in die Irre führe. (Zeichnung) Wir reden vom Licht, und es machte ein Kli, Bchina Alef, Bet, Gimel, Dalet. Aber in Wirklichkeit ist es nicht so. Der Aspekt des Lichts, der die Bchina Alef, Bet, Gimel, Dalet erschuf, so. Sondern wir zeichnen es in einer nicht richtigen Form. Das ist wirklich nicht richtig, diese Formen sind diese hier, ja? Das ist das Licht Ejn Sof, das ist der Keter, und das sind Alef, Bet, Gimel und Dalet. Und das ist der Keter, die Wurzel.
Warum ist es in Form von Kreisen? Weil das Licht ohne jede Begrenzung wirkt und das Verlangen noch nicht reagieren kann – es entdeckt noch nicht einmal, dass es überhaupt da ist. Aha, jetzt entdeckt es, dass es ein bisschen Genuss von etwas hat, es fühlt etwas. Aha, es fühlt sogar, dass es dem ähnlich sein will, dem es gibt³ – aber das geschieht auf natürliche Weise, als automatische Reaktion. Aha, es will sogar so reagieren, dass seine Reaktion dem Gebenden ähnlich ist, aus der Bchina Gimel. Und aus der Bchina Dalet will es alles vom Keter empfangen. Wenn es zur Bchina Dalet kommt, will es alles empfangen. 22:01
Es empfing, was es wollte, und war bestürzt, wie sehr es darin ein negatives Gefühl entdeckte: Ich wollte genießen, ich wollte alles verschlingen, so bin ich erschaffen, so sehne ich mich. Es hat nicht gewählt, so zu sein, der Grausame, der Egoist, sondern es wurde so erschaffen. Deshalb ist das hier ein Zimzum und kein Zerbrechen – denn es hat nicht gewählt, der Empfangende zu sein, sondern es kam bei ihm so heraus. Aber wenn es hier die Scham entdeckt, wirft es sofort all seine Füllungen zurück, es will sie nicht.
Und dieser Zimzum geschieht außerdem gleichmäßig in alle Richtungen: Ich will nichts von mir⁴, nicht wenig und nicht mehr, nicht solche und nicht solche, gar nichts. … Alles ist verschwunden. Und diese Kreise bleiben leer. Und was entscheidet es jetzt, was entscheidet die Bchina Dalet? Ich lasse das Licht sich nicht enthüllen – nur unter der Bedingung, dass ich gefüllt werde und dass ich in meiner Füllung die Gebende bin. Das war's.
Jetzt entstehen also in all diesen Verlangen (siehe Zeichnung) Schirme, und diese Schirme heißen Kanäle, Grenze. Kanäle, Grenze, Maß, Begrenzung.⁵ Das nennt man Kanal: dass ich jedes einzelne Verlangen begrenze – ein bisschen davon, ein bisschen davon –, so viel ich in jedem einzelnen Zustand kann, und so fülle ich es nach und nach mit „um zu geben". Das ist das ganze Spiel.
Es sind also dieselben Kreise. Nichts ist doppelt geworden, so als gäbe es sowohl Kreise als auch Yosher und die einen wären anstelle der anderen. Nein. Es stimmt, es kommt heraus, als wären die einen anstelle der anderen, aber es sind dieselben Verlangen – nur nehme ich sie jetzt in einer anderen Methode der Füllung. Das ist alles. Meistens hat der, der anfängt, Kreise und Yosher zu lernen, damit eine Verwirrung, und deshalb wiederhole ich die ganze Zeit, dass es nicht zweimal Gefäße gibt, sondern nur einmal.
24:40 Vorleser: Seite 40, Seite 40, die kleine 80 peh פ bezieht sich auf den geschriebenen Text „Und siehe, (80) dieser erste Kreis, der Ejn Sof am meisten anhaftet".
Or Pnimi zu Punkt 5 „80). „Dieser Igul“ Man muß die Unterschiede, die in den Namen der zehn Sefirot vorhanden sind, richtig verstehen. Weil wir diese manchmal als vier Phasen bezeichnen, gelegentlich nennen wir sie Yechida, Chaja, Neshama, Ruach, Nefesh und ab und zu Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin (der selbst sechs Sefirot beinhaltet), Malchut. Und der Sinn besteht darin, dass, falls wir nur über die Kelim sprechen, d. h. nur über das Material der Schöpfung, dann bestimmen wir die Namen von zehn Sefirot, die es in ihr gibt, entsprechend den Namen der vier Phasen im Verlangen zu empfangen. Und falls wir ausschließlich seitens des Lichts sprechen, das in diese Kelim eingekleidet ist, nennen wir sie: Nefesh, Ruach, Neshama, Chaja, Yechida. Wenn wir nur die Kelim meinen, müssen wir allerdings auch die Reshimot der Lichter hervorheben, die in den Kelim vorhanden sind. Während diese von den für sie bestimmten Lichtern frei sind, nennen wir sie dann nach den Namen: Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin, Malchut.
Und die Quellen dieser zehn Sefirot, die Keter, Chochma usw. heißen, werden gleich in der Welt des Zimzum bestimmt, vor der Entstehung des Kav. Nach dem Rückzug des Or Ejn Sof aus den zehn Sefirot, bleiben diese Kelim leer vom Licht und werden zehn Igulim genannt. Und wisse, dass trotzdem, obwohl das Licht sich aus ihnen zurückgezogen hat, in jedem der Igulim eine Reshimo des Lichts übrigblieb, die in jedem Kli weiter verbleibt. Und dieses Leuchten ruft ein Bestreben im Kli hervor, nicht zur Ruhe zu kommen und sich nicht zu beruhigen, bis es nicht zum Empfangen von sämtlichem Licht zurückkehrt, das im Kli gewesen ist - in der Qualität und in der Quantität. Dieses Leuchten nennt sich eine „Reshimo“ (Aufzeichnung, Erinnerung). Und wisse, dass das Wesen der Namen der zehn Sefirot Keter, Chochma usw. darin besteht, dass diese größtenteils die Reshimot der Lichter bestimmen, die in den zehn Kelim verblieben sind.
Und daraus können wir entnehmen, dass es kein einziges Verlangen in einer der Welten gibt, in keiner winzigen Erweckung des Willens, nicht in den höheren, nicht in den unteren, nicht in der unbewegten, pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Natur der materiellen Welt, das in seinen Wurzeln nicht aus diesen zehn Sefirot von Igulim stammen würde. Und damit ist gleichzeitig klar, dass es vollkommen unmöglich ist, dass irgendein beliebiges Verlangen in der Realität erweckt wird, wo nicht mindestens einmal vorher eine Erfüllung offenbart war, die für dieses Verlangen ausreichend ist." 28:04
Klar? Was hat er gesagt? Wenn sich nicht einmal die Füllung im Verlangen enthüllt, enthüllt sich das Verlangen nicht – denn woher soll es wissen, was es wollen soll? Ich bitte um ein bisschen Aufmerksamkeit. Wo bist du?
Vorleser: Absatz „Und die Sache ist so".
Rav: „Und daraus können wir entnehmen, dass es kein einziges Verlangen in einer der Welten gibt, in keiner winzigen Erweckung des Willens, nicht in den höheren, nicht in den unteren, nicht in der unbewegten, pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Natur der materiellen Welt, das in seinen Wurzeln nicht aus diesen zehn Sefirot von Igulim stammen würde. Und damit ist gleichzeitig klar, dass es vollkommen unmöglich ist, dass irgendein beliebiges Verlangen in der Realität erweckt wird, wo nicht mindestens einmal vorher eine Erfüllung offenbart war, die für dieses Verlangen ausreichend ist."
Ja? Das heißt: Alle Füllungen müssen sich in allen Verlangen, in allen Formen enthüllen, und dann, dadurch dass sie wieder hinausgehen, sind die Verlangen für ihre Aufgabe bereit. Klar? Deshalb ist es zwingend, den ganzen Weg von oben nach unten zu durchlaufen. Das war's. Erst wenn alle Gefäße nach unten heruntersteigen, wenn in allen Gefäßen Lichter waren und aus- und eingetreten sind und all diese TaNTA in allen Gefäßen waren, dann kann man sagen, dass ein Gefäß für seine Aufgabe geeignet ist.
29:53 Schüler: Von oben nach unten ist klar, aber wie baut man ein Kli von unten nach oben, wenn zuerst der Mangel kommt und danach die Füllung? Von oben nach unten ist alles klar, da ist schon alles fertig, da war überall Füllung und es leerte sich, Füllung und es leerte sich, und es blieben Reshimot. Wie baut man entsprechend dazu ein Kli von unten nach oben?
Rav: Das heißt, du willst Folgendes sagen: Wenn der Wille zu empfangen das Kli ist, dann muss man es füllen und leeren, und dann weiß das Verlangen, wonach es sich sehnen soll. Das ist klar, in Ordnung, wir stimmen zu, richtig. So wie ich dir etwas bringe und dir gebe, was du nie gekostet hast, und ich sage dir: Es lohnt sich, das zu kosten. Also kostest du – aber das geschieht auf meinen Mangel hin. Und danach, wenn ich es dir wieder wegnehme, willst du es schon von selbst. Das gilt für das Verlangen.
Muss nun dasselbe auch für unsere Sehnsucht nach der Verschmelzung gelten, für den Massach, für die Absicht „um zu geben"? Wenn ich einmal die Absicht „um zu geben" hatte und sie jetzt nicht habe, dann weiß ich, wonach ich mich sehnen soll, und dann ist es sehr schön: Ich laufe darauf zu und führe es aus. Aber wo ist dann meine Arbeit? Dann habe ich keine Arbeit. Meine Arbeit besteht gerade darin, die Notwendigkeit für das zu enthüllen, was nie enthüllt war. 31:30
Jetzt – nein, es geht noch nicht.⁶ Ihr müsst verstehen: Wenn es von Seiten des Schöpfers vorbereitet ist, gibt es darin keine Erneuerung. Dann lernen wir einfach, was es in der Schöpfung gibt, und kommen damit nicht zur Stufe des Schöpfers. Das heißt: Wenn der Vater groß ist und ich von ihm gelernt habe, bin ich auch groß geworden – das ist nicht das Beispiel mit dem Schöpfer. Mit dem Schöpfer müssen wir die ganze Tiefe der Schöpfung kennen und in einen Zustand kommen, in dem wir Ihm nicht einfach im Verstand oder in der Fähigkeit zu handeln gleich sind, sondern in demselben Schöpfungsgedanken, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun.
Und deshalb müssen wir suchen. So wie Er sozusagen gesucht und den Schöpfungsgedanken festgelegt hat – wie man ein Geschöpf erschafft, wie man sich zu ihm verhält, was man mit ihm macht –, so müssen wir auf diese Weise, „etwas aus nichts", „etwas aus nichts", in uns selbst dieses ganze Kli suchen, das man „Geben an den Schöpfer" nennt. Es müssen wir selbst in uns hervorbringen, in den Reshimot haben wir es nicht. In den Reshimot haben wir nur Mängel aus dem Zerbrechen.
Wir haben auch einen Massach, der einmal war, aber das ist nur ein Massach dafür, dass wir bloß verstehen. Denn wenn wir diese Datenbank, sagen wir, nicht hätten, wären wir nicht einmal fähig, unser Verhältnis zum Schöpfer zusammenzusetzen. Das heißt, hier gibt es so ein Hinzufügen, das es vorher nicht gab.
Ja.
33:33 Schüler: Darauf bezieht sich die Frage: Wenn von oben nach unten die Methode darin besteht, das Kli zu füllen und es zu leeren, sodass in ihm ein Mangel entsteht – wie arbeitet man entsprechend dazu von unten nach oben?
Rav: Das ist eine Sache der Stufen von unten nach oben. Dieselben Reshimot erwachen in uns eine nach der anderen, wir müssen nur jedes Mal für sie die Form des Gebens finden, die zu diesem Verlangen passt. Das war's. Es fehlen die Worte, ich verstehe, aber vorläufig ist das, was da ist. Ja.
Schüler: Was ist dann hier die Erneuerung? Wenn es auf demselben Reshimo ist, das von oben nach unten …
Rav: Der Wille zu empfangen ist keine Erneuerung.
Schüler: Was dann schon?
Rav: Die Erneuerung ist mein Verhältnis: dass ich es will, dass ich suche, dass ich suche, dass ich mich an das anpassen will, was ich vom Schöpfer empfange. Das ist die Erneuerung. Die Erneuerung ist das Verhältnis des Geschöpfs. Was heißt das? Das Verlangen? Das Verlangen ist da. Der Gebrauch davon ist auch klar. Wir erfinden den Massach – und wir erfinden ihn auch nicht. Er ist bei uns vorhanden, aber das Suchen danach, dass ich selbst will, dass ich ihn habe. In dem Moment, in dem ich selbst will, dass ich ihn habe, geschieht es. Wir müssen hier nur das „Ich will" zusammensetzen. Nicht auf das Verlangen und die Genüsse, sondern: Ich will in Verschmelzung sein. Ich weiß nicht, was ich hier hinzufügen soll. Worte – ich stimme zu, dass das nur Worte sind. Ja.
35:55 Schüler: „… Meine Arbeit besteht darin, die Notwendigkeit für das zu enthüllen, was nie enthüllt war." Wie kann ich etwas wollen, von dem ich nicht weiß, dass es existiert? Wie … ich weiß nicht …
Rav: Danach wurde schon gefragt. Du … Darauf bezieht sich die Arbeit nicht. Nicht auf die Gefäße und nicht auf die Füllungen, sondern auf das Verhältnis, sie zu benutzen. Ja.
Schüler: … etwas Praktisches fragen. Am Anfang des Unterrichts haben Sie darüber gesprochen, dass der Schlüssel zur Spiritualität die Größe des Schöpfers ist und dass wir „Es gibt keinen außer Ihm" fühlen sollen. Alles, was ich sage, haben wir also besprochen. Wenn jemand den Unterricht anschaut – wie kann er all diese Dinge aufnehmen, Kreise und Yosher … die wir wirklich erlangen müssen?
Rav: Du sorgst dich um den, der irgendwo im Unterricht ist und uns über das Internet sieht und nicht weiß, wie sich bei ihm all diese Dinge zusammenfügen sollen und so weiter. Ich sorge mich darum überhaupt nicht. Überhaupt nicht. Ich sorge mich auch nicht besonders darum, dass du die Dinge verstehst. Denn diese Dinge werden nur durch die Erlangung verstanden.
Wenn du in einen Zustand kommst, in dem du die Dinge ausführen kannst, und die Lichter sich in die Gefäße kleiden, dann verstehst du, was hier passiert, und damit füllst du dich wirklich, und du erlangst, verstehst, sättigst dich. Und davor sind das nur Worte. Woher weißt du, was ein Massach ist, was Licht ist, Absicht, Geben, Verschmelzung? Was für hohe Dinge. Woher weißt du das? Du weißt es nicht.
Du lernst, um etwas auf dich zu ziehen, das dich korrigiert. Du willst, dass in dir irgendwelche Korrekturen zur Liebe zum Nächsten hin ausgeführt werden, zum Gebenden hin. Daraus, dass du willst, ein bisschen willst, bekommst du von den Freunden, von allen dieses Erwachen. Darin liegt der ganze Schlüssel zum Erfolg, und nicht in deinem Verstand, ob du genau verstehst oder nicht verstehst, wie man die Dinge verbindet.
Und wenn hier ein Mensch ist, der keinen Verstand hat, der kaum zwei Gedanken zusammenbringen kann – ist er dann von der Korrektur abgeschnitten? Nein. Im selben Maß wie du ist er der Korrektur würdig, und er wird sie genauso machen wie du. Alles hängt nur vom Maß des Verlangens ab, korrigiert zu werden. Und das ist: „Ich will, dass sich das in mir entwickelt, dass mir das passiert." Das ist alles. Und nicht im Verstand, mit dem man lernt. 38:41
Obwohl wir Lichter, Gefäße lernen, hier Kreise, Yosher, all die tausendundein Einzelheiten. Weißt du, wie viele Einzelheiten es gibt, die er nicht geschrieben hat? Das ist unendlich. Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Einfach Milliarden von Einzelheiten, wie in unserer Welt. Darüber hat er nicht geschrieben. Was schreibt er? Zehn Sefirot. Er gibt dir insgesamt ein Prinzip.
In diesem ganzen Buch, sechs Bände, gibt er dir ein Prinzip: wie Licht und Kli sich in allen möglichen Formen untereinander einrichten können. Und er hat über die Prinzipien ihrer Verbindung geschrieben. Aber in Wirklichkeit gibt es unendlich viele Einzelheiten, und er schreibt sie nicht. Er schreibt uns nicht, damit wir wissen. Wir werden das nie wissen. Wenn wir es einfach nur verstandesmäßig wissen würden, wäre das eine Verzerrung in der Weisheit der Kabbala.
Deshalb sorge ich mich nicht darum, dass jemand, der irgendwo im Internet ist, jetzt Tausende Kilometer von uns entfernt, verstehen soll. Das ist keine Sache des Verstehens. Er muss sich zusammen mit uns nach der eigenen Korrektur sehnen. Das war's. Dabei schadet es nicht, wenn wir ein bisschen verstehen und ein bisschen reden, denn das ist das Maß unserer Verbindung zum Thema. Aber dass davon das Vorankommen selbst abhängt? Überhaupt nicht. „Nicht der Weise lernt."⁷ So wie man über den Tropfen fragt: weise? dumm? faul? flink? Was gibt es da? Nur, nur gerecht und nicht gerecht, das hängt vom Menschen ab. Ob er den Schöpfer rechtfertigen will oder nicht will. Das hängt von uns ab. Das war's.
40:37 Vorleser: Seite 40, Or Pnimi, Spalte 2, der Absatz, der mit „Und die Sache ist …" beginnt.
„Und wie wir im ersten Teil des Buches bereits geklärt haben, dass das Verlangen zu empfangen nicht die primäre Ursache für die Füllung mit Licht ist, wie man es für gewöhnlich meint. Sondern vielmehr ist es umgekehrt, dass das Licht und seine Füllung die Ursache für das Verlangen sind, und das auf die Weise, dass der Wille zu geben, der unteilbar im Höheren Licht eingeschlossen ist, demgemäß im Geschöpf das Verlangen zu empfangen verursacht. Denn das, was beim Höheren einen Willen darstellt, verpflichtet den Unteren. Somit wurde das Höhere Licht eine Ursache für die Offenbarung der vier Phasen des Verlangens im Geschöpf und diese sind die Wurzel aller Verlangen, die sich in den Welten manifestieren. Aus diesem Grund stellt es sich als unmöglich dar, dass ein Verlangen ohne seine Ursache entsteht, d. h. ohne das Höhere Licht, das es hervorruft. Es ist als ob man zum Beispiel sagen könnte, dass es ein gewisses Wesen in der Welt gäbe, das keine Eltern besitzt, die es geboren haben.
Es ist bereits bekannt, dass in der Welt der Unendlichkeit (Olam Ejn Sof) die gesamte Wirklichkeit und alle Geschöpfe schon existieren und bestimmt sind, um in den Welten in aller Vielfalt, Herrlichkeit und Vollkommenheit zu erscheinen, welche noch für die Schöpfung offenbart werden soll (s. Innere Betrachtung komplett, Teil 1, Punkt 11). Und tatsächlich: wir haben geklärt, dass in der Welt der Unendlichkeit bereits alle zukünftigen Verlangen hervorgegangen sind und sich offenbarten, denen eine Offenbarung bevorsteht, und sich auch mit einer Füllung vollkommen füllten. Diese Vollkommenheit und Füllung, d. h. das Höhere Licht, ließ die Verlangen entstehen und offenbarte diese auf die Weise, dass die Füllung dem Verlangen vorausgeht und sie die Ursache ist für das entsprechende Verlangen, wie oben erklärt." 42:39
Das heißt, kurz gesagt: Die Lichter bewegen die Gefäße. Das ist die Regel. Es kann kein Verlangen geben, wenn nicht vorher ein Licht da ist, das es aufbaut und hält – das Licht eben dieses Verlangens. Und so sind die Verlangen ein Ergebnis der Lichter. Deshalb sagen wir „Es gibt keinen außer Ihm", und alles, was in den Verlangen geschieht, sind die Lichter, die mit diesen Verlangen spielen. Und in diesem Spiel richten sie die Verlangen jedes Mal in der Form aus, die für ihr Funktionieren, für ihre Aufgabe am nützlichsten ist.
Ja.
43:25 Schüler: Wenn das Verlangen … also, das Geschöpf hat alle Begrenzungen von oben nach unten gemacht – warum sagt man dann, dass der Schöpfer die Welten erschaffen hat und nicht das Geschöpf? Ich … ich komme da ein bisschen durcheinander.
Rav: Wir sagen, dass der Schöpfer die Welten erschaffen hat und nicht das Geschöpf, weil das Licht, das sich zum Kli ausbreitet, das Kli zwingt, in allen möglichen verschiedenen Formen zu reagieren, und damit baut es alle fünf Welten – und nicht das Kli. Das Kli will nur den Zimzum bewahren, und das Licht, das zum Kli kommt …
Was sagen wir? Wie entstand Galgalta? Das Licht, das zum Kli kommt, trifft, schlägt in den Massach, und daraus beginnt es zu entstehen. Und jedes Mal bewegen die Lichter die Gefäße. Die Gefäße selbst können gar nichts, überhaupt nichts machen. Sie reagieren nur auf das Licht, und zwar allein in der Form, zu der sie verpflichtet sind.
Damit beenden wir und gehen zum zweiten Teil über.
(Ende des Unterrichts)