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Einleitung zur Weisheit der Kabbala
(Abschnitt 124-127)
Lektion 54
25.10.2006 – Nach Bearbeitung
Abschnitt 124
"124) Nachdem GE de Chochma ihre Stufe Ibur und Yenika empfangen hatten (Punkt 121), stiegen sie im Rosh de Atik wieder auf, wo sie den zweiten Ibur für Mochin de Gadlut empfingen. Bchina Gimel stieg zu ihrem Platz im Pe ab und brachte die Zehn Sefirot auf der Stufe Chochma hervor, und ihre Kelim de ACHaP stiegen wieder auf ihren Platz im Rosh auf. So wurde der Parzuf Chochma mit den Zehn Sefirot der Lichter und Kelim vervollständigt. Dieser Parzuf wird Arich Anpin de Azilut genannt."
Galgalta breitet sich vom Siwug de Hakaa im Pe de Rosh aus, von sich selbst aus. Der Rosh besteht aus den neun Sefirot, die der Malchut vorausgehen. Vom Pe de Rosh bis zum Ende des Parzuf steht Malchut de Ejn Sof selbst. In dem Maße, wie der Guf in derselben Absicht wie der Rosh sein kann, wird der Siwug de Hakaa durch den Massach ausgeführt, und das Or Choser, das von der Awiut des Guf von unten nach oben aufsteigt, ist das neue Kli, in dem sich das Höhere Licht offenbart.
Wenn das Or Choser das Höhere Licht in sich erfasst, kehrt es die Richtung seiner Ausbreitung von sich nach unten um, vom Pe de Rosh in die Verlangen des Guf hinein. Die Absicht um zu geben mit dem Höheren Licht, das sich in ihr befindet, breitet sich im Guf als Or Pnimi aus. Or Pnimi ist das Or Choser von unten nach oben im Rosh des Parzuf, mit dem Or Yashar in ihm. Or Pnimi breitet sich vom Pe bis zum Tabur aus, bis zur Grenze, jenseits derer man nicht in der Absicht zu geben empfangen kann, entsprechend der Absicht und Berechnung, die im Rosh ist.
Nach der Ausbreitung des Or Pnimi im Parzuf findet der Bitush zwischen Pnimi und Makif statt, denn das Höhere Licht ruht nicht davon, das Geschöpf zum Ziel zu bringen. Zwar wird über das Höhere Licht gesagt, dass es sich in absoluter Ruhe befindet, aber das bedeutet nicht, dass es sich in einem statischen Zustand ohne Handlung befindet. Absolute Ruhe bedeutet, dass das Licht niemals seine Absicht ändert, das Geschöpf zum Ziel der Schöpfung zu bringen.
Viele irren sich in der Interpretation des Begriffs Ruhe. Das Licht, das sich in absoluter Ruhe befindet, kann man mit einer Mutter oder Kindergärtnerin vergleichen, die unaufhörlich den Kindern in alle Ecken des Zimmers nachläuft und ihnen keine Ruhe gibt, während sie selbst in Ruhe sind. Es scheint schwer zu verstehen, wie das Licht unaufhörlich hinter uns herläuft und trotzdem in Ruhe ist, während wir es nicht sind. Aber das Licht befindet sich in Ruhe, weil es nur eine Absicht hat: den Menschen zur Korrektur zu bringen. Der Mensch hingegen hat immer mehrere Absichten. Der Mensch bewegt sich zwischen Korrektur und Verderbnis und befindet sich daher nicht in Ruhe. Die Absichten des Menschen ändern sich. Das Licht befindet sich in Ruhe, in einer Absicht.
Das Licht messen wir nicht nach seinen Handlungen. Das Licht führt viele Handlungen aus, aber seine Absicht ist eine. Das Licht hat ein Ziel und eine Richtung. Das nennt man Ruhe. Wenn das Geschöpf zum Gmar Tikun gelangt, zum Ort der Stille und Ruhe, stirbt es nicht. Stille und Ruhe bedeuten, dass alle Mittel und alle Geschöpfe, alles was im Menschen ist, auf eine Richtung ausgerichtet sind. Das ist Vollkommenheit. Die Entwicklung ist gewaltig, das Tempo unendlich – und trotzdem ist es Ruhe. Alles wird nach der Absicht gemessen.
Kehren wir zu unserem Thema zurück: Das Höhere Licht wirkt auf den Parzuf in derselben Richtung und verfeinert den Massach in seinem Tabur. Der Massach kehrt zum Pe de Rosh zurück und macht eine Hakaa im Chase des höheren Parzuf, entsprechend den Reshimot, die sich in ihm offenbaren. Der erste Parzuf, der in der Welt Azilut herauskam, ist Atik. Verfeinert er sich? Nein, er verfeinert sich nicht. Das liegt daran, dass die Reshimot, die sich im Massach der Parzufim von Azilut offenbaren, nicht Reshimot von der Verfeinerung des Massach von groß zu klein sind, sondern Reshimot von der Shwira (Zerbrechen), Reshimot, die sich von null offenbaren, von klein zu groß. Zuerst offenbart sich das kleinste Reshimo, auf der Stufe von Ibur, und erst danach offenbart sich das Reshimo, das beginnt, Kräfte für sich zu empfangen und zu einem größeren Parzuf zu wachsen.
Galgalta, AB, SaG, das obere MaH und das obere BoN sind Parzufim, die in abnehmender Awiut herauskommen. In Azilut ist die Ordnung umgekehrt: Zuerst offenbart sich ein kleines Reshimo in Ibur, und erst danach kommen die Stufen von Yenika und Mochin heraus. Einerseits offenbaren sich die Parzufim von Azilut während ihres Wachstums von unten nach oben, in Ibur, Yenika, Mochin. Andererseits ist ihre Reihenfolge des Herauskommens von oben nach unten, entsprechend den Reshimot. Zuerst kommt Atik heraus, nach ihm Arich Anpin usw.
Das Herauskommen der Parzufim von Azilut ist ein interessanter Prozess. Jeder Parzuf für sich wächst in Ibur, Yenika, Mochin, und alle Parzufim kommen einer nach dem anderen von groß zu klein heraus – nicht aus der Verfeinerung der Massachim, sondern entsprechend der Reihenfolge des Herauskommens der Reshimot.
Alle Prozesse in der Welt Azilut sind das Ergebnis des Aufstiegs des Massach mit den Kelim und Lichtern zum Rosh de SaG, aus dem die Welt Azilut herauskommt. Nach der Shwira fielen alle Kelim de Gadlut zu den Welten BYA, und die Kelim de Rosh der Welt Nekudim kehrten zur Katnut zurück, ACHaP de Eljon fiel zu Galgalta Ejnaim de Tachton. Daher ist die Reihenfolge des Herauskommens der Parzufim in Azilut, wie Baal HaSulam sie beschreibt, wie folgt: Parzuf Atik kommt in einer großen Stufe heraus, wächst aber von rein zu grob, von Ibur zu Yenika zu Mochin de Gadlut; nach ihm kommt die Stufe Arich Anpin in einer Stufe weniger als Atik heraus, und auch sie wächst von rein zu grob, und so weiter.
Von hier werden die Worte von Baal HaSulam in Abschnitt 124 verständlich: "Nachdem GE de Chochma ihre Stufe Ibur und Yenika empfangen hatten (Punkt 121), stiegen sie im Rosh de Atik wieder auf", das heißt, sie verbanden sich mit den ACHaP von Atik, und "wo sie den zweiten Ibur für Mochin de Gadlut empfingen.".
In der vorherigen Lektion lernten wir, dass Galgalta Ejnaim de Tachton wie Zehn Sefirot zusammen mit den ACHaP de Eljon sein können, in dem, was Gadlut der ersten Art genannt wird. Gadlut der ersten Art ist es, die dem Tachton immer hilft, Unterstützung vom Eljon zu empfangen, und es dem Eljon ermöglicht, ihn zu erziehen.
Denken Sie darüber nach: Wie ist es möglich, dass ein Parzuf von klein zu groß wächst? Den Abstieg der Parzufim von Ejn Sof nach unten kann man als Hishtalshelut verstehen, aber wie kann man die Veränderung im Wachstum der Parzufim von unten nach oben erklären? Wie kann der Kleine in Galgalta we Ejnaim wachsen, wenn es Zehn Sefirot in ihm geben muss? Es gibt doch kein Teilstück in der Spiritualität, es muss eine vollständige Struktur sein, vollständige Zehn Sefirot? Woher wird der kleine Parzuf die Vervollständigung zur Stufe der Gadlut empfangen? Nun, damit der Parzuf von klein zu groß wächst, gibt es neben ihm einen größeren, korrigierten Parzuf.
Der Kleine mit seinen Galgalta Ejnaim und der Große mit seinen ACHaP verbinden sich zu einem Parzuf. So hat der Kleine die Möglichkeit zu leben, vom Höheren Unterstützung, Sicherheit, Vorbereitung, Erziehung, Verständnis, Erreichung zu empfangen und sich selbst zu korrigieren. Nachdem der Kleine sich korrigiert und groß geworden ist, wirkt er als Höherer auf seinen unteren Parzuf. So wirkte Atik, so wirkt Arich Anpin und so werden Aba we Ima wirken. So wachsen alle Parzufim von Azilut. Und wenn sie groß sind, helfen sie so den unter ihnen Befindlichen zu wachsen.
Die Verbindung zwischen dem Höheren und dem Unteren ist ein Ergebnis von Zimzum Bet. Da Bina sich mit Malchut verbunden hat, kann der Höhere, der sich bereits in der Eigenschaft von Bina befindet, den Unteren korrigieren, ihn mit den Eigenschaften von Bina vervollständigen. Als Ergebnis von Zimzum Bet und der Verbindung zwischen Bina und Malchut gibt es Hoffnung auf Korrektur. Zimzum Bet und die Verbindung von Bina und Malchut weisen den Weg zur Korrektur.
Jetzt, beim Herauskommen der Parzufim von Azilut, drückt sich die Verbindung zwischen Bina und Malchut nicht in der Übertragung der Eigenschaften von Bina an Malchut und der Eigenschaften von Malchut an Bina aus, sondern in der Verbindung zwischen zwei Parzufim, Eljon und Tachton. Der Eljon wirkt als Bina gegenüber dem Tachton und der Tachton als Malchut gegenüber dem Eljon. Wie gesagt, diese Verbindung zwischen den Parzufim von Azilut ist ein Ergebnis von Zimzum Bet.
Abschnitt 125
"Die GE der Stufe Bina stiegen zusammen mit diesen ACHaP von AA auf"
Neben den ACHaP von Atik wuchsen die Galgalta Ejnaim von Arich Anpin. Neben den ACHaP von Arich Anpin wuchsen die Galgalta Ejnaim von Aba we Ima. Neben den ACHaP von Aba we Ima wuchsen die Galgalta Ejnaim von SoN. Manchmal sagen wir, dass SoN von Azilut oberhalb der Parssa enden, und manchmal sagen wir, dass ihre ACHaP unterhalb der Parssa gefallen sind, am Platz von BYA: Osen in Brija, Chotem in Yezira und Pe in Assija. Neben den ACHaP von SoN befinden sich die Galgalta Ejnaim der Neshamot, die auch NaRaN der Zadikim genannt werden. Und die ACHaP der Neshamot sind unterhalb des Sium gefallen. Dort, unterhalb des Sium, kann man sagen, dass auch wir uns befinden.
An diesem Punkt müssen wir zwischen der Vervollständigung der Parzufim durcheinander mittels ACHaP de Eljon und Galgalta Ejnaim de Tachton unterscheiden und der Einkleidung der Parzufim ineinander und ihrem Empfangen voneinander. Die Verbindung zwischen Galgalta Ejnaim de Tachton und ACHaP de Eljon beschreibt nicht die Qualität der Verbindung zwischen den Parzufim, das heißt, durch welchen Teil ein Parzuf an einen anderen übergibt.
Die Verbindung zwischen Galgalta Ejnaim de Tachton und ACHaP de Eljon existiert immer. Die Verbindung zwischen den Parzufim entsprechend ihrer Einkleidung ineinander existiert nicht immer. Nicht immer sind die Parzufim gleich oder kleiden sich ineinander ein. Solange Seir Anpin nicht zu Aba we Ima aufsteigt, befindet er sich unterhalb von Aba we Ima. Dasselbe gilt für alle anderen Parzufim.
Es gibt hier keinen Widerspruch. Die Verbindung zwischen Galgalta Ejnaim de Tachton und ACHaP de Eljon ist eine natürliche Verbindung, entsprechend der Ausbreitung der Parzufim von oben nach unten. Zusätzlich dazu können die Parzufim auch entsprechend ihrer Einkleidung und Erreichung miteinander verbunden sein. Die Verbindung zwischen Galgalta Ejnaim de Tachton und ACHaP de Eljon ist eine feste Verbindung, seitens Zimzum Bet. Durch unsere Anstrengung und Arbeit können wir dazu beitragen.
"und dort empfingen sie ihre ersten Ibur und Yenika. Danach stiegen sie zum Rosh von AA zu Ibur Bet auf und erhoben ihre ACHaP, empfingen Mochin de Gadlut, und der Parzuf Bina wurde mit den Zehn Sefirot der Lichter und Kelim vervollständigt. Dieser Parzuf heißt AwI und ISHSuT, denn die GaR heißen AwI, und die SaT heißen ISHSuT."
Wie in unserer Welt, so sind auch in Azilut die Geburt und die Zeit der Katnut des Tachton auf Kosten des Eljon. Nur die Gadlut des Eljon ist auf Kosten des Tachton.
Atik zum Beispiel wächst in seinen Galgalta Ejnaim, in Katnut. Danach offenbaren sich in ihm zusätzliche Reshimot und er kommt in Gadlut heraus. Innerhalb seiner Gadlut befinden sich die Reshimot von Galgalta Ejnaim von Arich Anpin. Die Reshimot von Galgalta Ejnaim von Arich Anpin sind es, die Atik veranlassen, in Gadlut einzutreten. Atik tritt in Gadlut ein und gebiert Arich Anpin. Atik wird nur in dem Maße groß, wie er zur Geburt von Arich Anpin gehört. Wenn Arich Anpin geboren wird, versorgt Atik ihn mit allem Nötigen in seinen Galgalta Ejnaim, durch die Vervollständigung der Galgalta Ejnaim mit seinen ACHaP, denen von Atik. Der Kleine ordnet sich dem Großen zu, unterwirft sich ihm und haftet an ihm. So gelangt er zu vollständigen Zehn Sefirot. Der Große versorgt ihn mit allem.
Nachdem Atik Arich Anpin mit der ganzen Katnut versorgt hat, beginnt Arich Anpin in sich die Reshimot von Aba we Ima zu spüren. Daher, in dem Maße wie er Galgalta Ejnaim von Aba we Ima gebären muss, bringt er seine Gadlut in ACHaP heraus. Zwar vervollständigen sich die Galgalta Ejnaim von Arich Anpin zu einem Parzuf zusammen mit den ACHaP de Eljon, aber die ACHaP de Eljon von Arich Anpin können nicht der Geburtsort des unteren Parzuf von Arich, von Aba we Ima sein. Daher ist Arich Anpin verpflichtet, eigene ACHaP zu entwickeln. Ähnlich wie bei Bina, deren Kelim de Kabbala Kelim de Hashpaa gegenüber den Unteren sind, so sind die Kelim de Kabbala von Arich Anpin seine Kelim de Hashpaa gegenüber dem Unteren.
Wenn Arich Anpin zu Atik mit seinen ACHaP aufsteigt und von ihm Kräfte erbittet, bittet er sie nicht für sich selbst. Seine ACHaP existieren nur, um den Unteren zu gebären und ihm das Nötige zu liefern. Arich Anpin bittet um Kraft für ACHaP, nur in dem Maße, wie er in seinen Kelim de Kabbala geben kann. Das Geschöpf kann nur durch die Verwendung der Kelim de Kabbala geben. Und für solch einen Zweck empfängt Arich Anpin natürlich Kräfte. Er gebiert die Galgalta Ejnaim von Aba we Ima aus seiner Gadlut. Er lässt sie zu vollständigen Galgalta Ejnaim wachsen in dem, was die Tage der Jugend genannt wird, bis Aba we Ima zu dem Maß gelangen, in dem bei ihnen bereits die Zeit der Gadlut beginnen kann.
Das Erwachen der Reshimot von SoN in Aba we Ima stellt uns vor ein Problem, denn SoN durchliefen eine Shwira. Atik und Arich Anpin kamen gegenüber Keter de Nekudim heraus. Aba we Ima von Azilut und ISHSuT kamen gegenüber Aba we Ima de Nekudim heraus. Keter und Aba we Ima de Nekudim haben sich nach der Shwira nur eingeschränkt. Sie haben niemanden, dem sie geben können, und die Reshimot, die aus ihnen herauskommen, sind korrigiert. SoN hingegen durchliefen eine Shwira. SoN können mit ihren zerbrochenen Reshimot Aba we Ima nicht dazu erwecken, in Gadlut einzutreten und zu geben.
Auch wir, wie die zerbrochenen SoN, schreien zum Schöpfer "Gib uns", und empfangen nichts. Von Aba we Ima von Azilut und abwärts setzt sich die Entwicklung durch die Klärung der SoN fort, durch die zerbrochenen Kelim.
Abschnitt 126
"126) GE de SoN stiegen zusammen mit diesen ACHaP de AwI auf, dort empfingen sie ihre ersten Ibur und Yenika. So wurden SoN auf der Stufe WaK in Form von SA und Nekuda (Punkt) in Form von Nukwa vervollständigt.”
In der "Einleitung zur Weisheit der Kabbala" erklärt Baal HaSulam nicht im Detail, wie SoN in ihrem zerbrochenen Zustand eine Heara von "Dadei Behema" empfangen. Wie diese Heara SoN erweckt und wie sie beginnen, in ihrem Licht die Größe des Ziels, die Größe des Gebens zu sehen. Die "Einleitung zur Weisheit der Kabbala" erklärt nicht, wie SoN ihren Zustand klären und von Aba we Ima Kraft zum Geben erbitten. Und wie Aba we Ima die Bitte von SoN spüren und zu Arich Anpin aufsteigen, um Kraft für ihre ACHaP zu empfangen, damit sie wachsen und SoN gebären können.
Baal HaSulam detailliert nicht den ganzen Prozess der Korrektur der SoN, denn dies ist ein sehr langer Prozess. Über die Korrektur von SoN lernen wir im "Talmud Esser haSefirot" in den Teilen, die sich mit Ibur und Yenika von Seir Anpin und mit den Siwugim der Sefirot befassen. Einige hundert Seiten im Talmud Esser haSefirot, von Teil 8 bis Teil 12, befassen sich mit der Geburt der korrigierten SoN oder mit der Geburt der korrigierten Neshamot. Von Teil 12 an lernt man über die Gadlut der zerbrochenen Neshamot, und in weiteren Teilen lernt man über besondere Korrekturen; wie man sie vom Rosh de Eljon empfängt, der "Dikna de Arich" genannt wird.
"Damit haben wir die fünf Parzufim des neuen MaH erklärt, die in der Welt Azilut in ihrem konstanten Zustand entstanden, und sie heißen Atik, AA, AwI und SoN.
Atik entstand auf der Stufe Keter;
AA auf der Stufe Chochma;
AwI auf der Stufe Bina;
SoN auf der Stufe WaK und Nekuda – das ist die Stufe SA."
Die Reihenfolge der Parzufim in Azilut ändert sich entsprechend den verschiedenen Zuständen der Parzufim zueinander, je nachdem ob die Chochma in ihnen enthüllt ist oder nicht. So geschieht es, dass manchmal Atik und Arich Anpin Keter von Azilut sind und Aba we Ima Chochma und Bina von Azilut sind. Und manchmal ist Atik Keter von Azilut, Arich Anpin Chochma von Azilut und Aba we Ima sind Bina von Azilut. Und es gibt auch eine weitere Reihenfolge des Herauskommens der Parzufim von Azilut, entsprechend der Welt Nekudim: Arich Anpin kommt gegenüber Keter de Nekudim heraus, Aba we Ima gegenüber Chochma und Bina, und SoN gegenüber Seir Anpin und Nukwa.
Der Platz der Welt Azilut ist vom Tabur bis zur Parssa, Atik überschreitet sogar die Parssa. Der Parzuf Keter von Azilut kann die Parssa bis zum Sium überschreiten, denn er stößt alles von unten nach oben. Arich Anpin, der Parzuf Chochma von Azilut, kommt vom Pe von Atik heraus und kann die Parssa nicht überschreiten. Im Parzuf Arich Anpin befinden sich hauptsächlich die Korrekturen.
Vom Pe von Arich Anpin bis zu seinem Chase befindet sich der Parzuf Aba we Ima, von seinem Chase bis zu seinem Tabur kleidet sich der Parzuf ISHSuT ein, von seinem Tabur bis zu seinem Jessod kleidet sich Seir Anpin ein, und von seinem Jessod bis zu seiner Malchut kleidet sich Nukwa von Azilut ein. Man kann es auch anders, einfacher beschreiben: Vom Pe von Arich Anpin bis zu seinem Tabur kleiden sich Aba we Ima ein, und von seinem Tabur bis zum Sium kleiden sich SoN ein. Das ist die Welt Azilut im Wesentlichen.
"In diesen fünf Stufen ist keine Verminderung mehr möglich, denn die Handlungen der Unteren können niemals bis GaR reichen, um ihnen einen Schaden zuzufügen."
Die Welt Azilut kommt in fünf Stufen heraus: Galgalta Ejnaim von Atik, Galgalta Ejnaim von Arich Anpin, Galgalta Ejnaim von Aba we Ima, Galgalta Ejnaim von ISHSuT und Galgalta Ejnaim von SoN. Da sie alle in Galgalta Ejnaim sind, ist keine Verminderung und keine Veränderung in ihnen möglich. Galgalta Ejnaim ist ein Zustand von "Chafez Chessed", und weniger als Chafez Chessed kann es nicht geben. In diesen fünf Stufen gibt es keine Kelim de Kabbala, alle ihre Eigenschaften wurden vom Licht erworben.
Alle zerbrochenen Kelim, die sich mit den ACHaP von SoN verbinden, die unterhalb der Parssa gefallen sind, beeinflussen nur die Gadlut von Azilut. Daher ist die Katnut von Azilut in Beständigkeit korrigiert, und keine Verminderung herrscht in ihr. Eine Veränderung ist nur zum Guten möglich.
"Die Handlungen der Unteren erreichen SA und Nukwa, das sind ihre Kelim de Achoraim, die sie während Gadlut erfassen. Jedoch können die Handlungen der Unteren die Kelim de Panim, welche GE der Lichter von WaK und Nekuda sind, nicht erreichen. Daher werden diese fünf Stufen als konstante Mochin in Azilut angesehen."
Der Zustand der Katnut in Azilut ist der beständige Zustand. Er wird durch den Eljon gemacht, ohne irgendeine Handlung seitens der Unteren, ohne irgendeine Einmischung von uns. Alles, was zur Katnut in Azilut hinzugefügt wird, wird ausschließlich durch die MaN der Unteren erreicht. Durch unsere Arbeit.
Abschnitt 127
"127) Die Reihenfolge ihrer Einkleidung ineinander und auf den Parzuf AK ist, dass der Parzuf Atik de Azilut, obwohl er aus Rosh de SaG de AK entstanden ist (Punkt 118), sich von Pe de SaG de AK abwärts nicht einkleiden kann, sondern nur unterhalb des Tabur. Dies liegt daran, dass man oberhalb von Tabur Zimzum Alef findet, Akudim genannt.
Da der Parzuf Atik der erste Rosh von Azilut ist, wird er von Zimzum Bet nicht beherrscht, deswegen sollte er geeignet sein sich oberhalb von Tabur de AK einzukleiden. Da jedoch Zimzum Bet bereits in seinem Pe de Rosh für die restlichen Parzufim de Azilut, von dort abwärts, eingerichtet wurde, kann er sich daher lediglich unterhalb von Tabur de AK einkleiden.
Es zeigt sich, dass die Stufe von Atik bei Tabur de AK beginnt und in gleicher Höhe mit Raglej de AK endet, das heißt über dem Punkt dieser Welt (Olam haSe)."
Atik kam nach der Shwira in der Welt Nekudim heraus, und da dem so ist, wurde Zimzum Bet im Pe seines Rosh korrigiert. Die Welt Nekudim kam in Katnut heraus. Malchut war von Bina getrennt, und nur Bina wirkte. In der Welt Nekudim in Katnut war Malchut in Verhüllung. Hingegen in der Gadlut von Nekudim wollten Malchut und Bina sich miteinander verbinden.
Die Welt Azilut kam als Ergebnis der Verbindung zwischen Bina und Malchut heraus. Daher, obwohl die Stufe von Atik nicht zur Shwira gehört, muss sie sich an dem Ort ausbreiten, von dem die Reshimot aufstiegen, unterhalb des Tabur von AK. Da Atik mit allen übrigen Parzufim von Azilut verbunden ist, befindet er sich trotzdem unter Begrenzung. Atik kommt als Ergebnis der Verbindung von Bina und Malchut heraus. Daher ist auch er durch Zimzum Bet begrenzt, trotz seiner Eigenschaft als Zimzum Alef.
Atik breitet sich also vom Tabur bis zum Sium aus. Atik überschreitet die Parssa.
"Dies liegt am Parzuf selbst. Aufgrund seiner Verbindung mit den restlichen Parzufim von Azilut, aus deren Sicht er als in Zimzum Bet inkludiert gesehen wird, wird von diesem Aspekt aus davon ausgegangen, dass seine Raglaim oberhalb der Parssa de Azilut enden, denn die Parssa ist der neue Sium (Ende) von Zimzum Bet (Punkt 68)."
Es gibt Atik von Zimzum Alef und es gibt Atik von Zimzum Bet. Gegenüber den Parzufim von Azilut wirkt Atik als Zimzum Bet. Gegenüber denen, die sich am Platz der Welten BYA befinden, gegenüber den zerbrochenen Kelim, wirkt Atik als Zimzum Alef. Die zerbrochenen Kelim spüren Atik als Zimzum Alef. Sie spüren eine Heara von oben. Atik gibt ihnen eine bestimmte Heara, dadurch dass er sich in ihnen befindet, "mit ihnen in ihrer Unreinheit wohnt".