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Morgenunterricht 10.06.2025 – Rav Dr. Michael Laitman – nach Bearbeitung
Sammlung aus Schriften der Kabbalisten zum Thema: Alles wird durch die Kraft des Gebets erlangt
Leser:
Unterricht
zum
Thema:
Alles
wird
durch
die
Kraft
des
Gebets
erlangt,
ausgewählte
Abschnitte
aus
den
Quellen.
Wir
lernen,
dass
das,
was
wir
zum
Schöpfer
erheben
können
–
bitten,
fragen,
Ihm
etwas
geben
–,
einzig
durch
das
Gebet
geschieht.
Das
ist
ein
besonderer
Bezug,
zu
dem
der
Mensch
gelangt,
und
durch
den
er
das,
was
er
im
Herzen
hat,
ausschütten
kann.
Leser: Abschnitt Nr. 9:
„Man muss diese Fertigkeit lernen, bevor man in den königlichen Palast eintritt, das heißt, sich mit Kraft und Macht füllen, um wie ein eiserner Pfeiler zu stehen, bis wir den Willen des Schöpfers hervorbringen, wie es heißt: „Ruhe nicht“, auch wenn es scheint, dass der Schöpfer schweigt und nicht antwortet, soll es nicht in euren Sinn kommen, auch zu schweigen.
“Ruhe
nicht“
–
nicht
das
meinte
der
Schöpfer
mit
Seinem
Schweigen,
sondern
um
euch
später
Kraft
zu
geben,
im
königlichen
Palast
zu
stehen,
wenn
ihr
keinen
Makel
haben
werdet,
und
deshalb
„gebt
ihm
keine
Ruhe“.“
(Baal
HaSulam,
Brief
34)
Schüler:
Was
kann
man
aus
dem
Schweigen
des
Schöpfers
lernen,
aus
Seiner
Stille?
Schweigen
kann
auf
den
Menschen
wirken
–
vielleicht
sogar
mehr
als
Worte.
Wir
müssen
lernen,
was
der
Schöpfer
uns
senden
will,
was
Er
von
uns
will,
was
wir
aus
Seiner
Botschaft
verstehen
sollen.
Deshalb
müssen
wir
immer
wieder
lernen,
was
Er
uns
mitteilt.
Dass
Er
etwas
mitteilt,
steht
außer
Frage.
Diese
Mitteilung
erreicht
den
Menschen
unter
der
Bedingung,
dass
der
Mensch
wirklich
bereit
ist,
sie
zu
empfangen.
Und
wir
müssen
alle
möglichen
Handlungen
tun,
die
zur
Empfangsbereitschaft
dieser
Mitteilung
gehören.
Schüler:
Wenn
es
Stille
vom
Schöpfer
gibt,
wie
weiß
ich
dann,
ob
ich
richtig
arbeite
oder
nicht?
Was
lerne
ich
daraus?
Denn
das
Schweigen
gibt
mir
keine
Richtung.
Schweigen
ist
eine
Form
der
Beziehung
zwischen
dem
Menschen
und
dem
Schöpfer,
und
auch
umgekehrt.
Daher
müssen
wir
lernen,
was
man
mit
dem
Schweigen
tun
kann.
Schüler:
Was
soll
der
Mensch
lernen,
wenn
der
Schöpfer
schweigt?
Schweigt
–
das
heißt,
Er
antwortet
nicht,
Er
will
nicht
antworten.
Warum?
Entweder
ist
der
Mensch
nicht
im
richtigen
Zustand,
dann
will
er
sich
zwar
dem
Schöpfer
annähern,
strebt
zu
Ihm,
aber
der
Schöpfer
will
ihm
(noch)
nicht
die
Verbindung
gewähren.
Oder
es
stört
noch
etwas
zwischen
ihnen.
Aber
gemäß
dem,
was
wir
lernen,
gibt
es
keine
Störung
–
alles
hängt
vom
Menschen
ab.
Wenn
der
Mensch
Verbindung
zum
Schöpfer
will,
dann
hat
er
gerade
in
der
Zeit
des
Exils
–
wenn
er
keine
offene
Verbindung
hat
–
nur
eines:
Er
muss
auf
alle
möglichen
Mittel
drücken,
die
ihn
zur
Offenbarung
der
Verbindung
führen
können.
Dann
wird
er
sehen,
dass
es
nie
einen
Zustand
gab,
in
dem
der
Schöpfer
verborgen
war,
sondern
der
Mensch
hatte
nur
noch
nicht
jene
Wellenlänge
erreicht,
durch
die
er
mit
dem
Schöpfer
in
Verbindung
treten
und
eine
Beziehung
aufbauen
kann.
Schüler:
Er
warnt
in
dem
Abschnitt:
Wenn
ihr
seht,
dass
der
Schöpfer
euch
gegenüber
schweigt
–
wenn
es
euch
so
erscheint
–,
dann
seid
vorsichtig,
bleibt
nicht
auch
ihr
still.
Wovor
warnt
er
da
wirklich?
Wenn
du
Kabbalisten
fragst,
die
Kabbala
lernen,
werden
sie
dir
sagen,
dass
sie
nichts
spüren,
das
als
Antwort
vom
Schöpfer
auf
ihre
Anstrengungen,
Gebete,
innerlichen
Rufe
zurückkommt
–
sondern
tatsächlich
empfinden
sie,
dass
der
Schöpfer
gewissermaßen
eingeschlafen
ist.
Schüler:
Das
ist
der
Zustand,
den
er
beschreibt.
Aber
was
soll
der
Mensch
tun
–
nicht
aufhören
zu
fordern,
nicht
ebenfalls
in
Schweigen
verfallen?
Ja,
natürlich.
Der
Mensch
fühlt,
dass
er
keine
Verbindung
zum
Schöpfer
hat,
dass
der
Schöpfer
verborgen
ist,
sich
an
irgendeinem
Zustand,
Ort,
in
irgendeiner
Welt
befindet,
die
wir
nicht
empfinden.
Deshalb
hat
der
Mensch
das
Gefühl,
dass
er
sich
im
Moment
an
niemanden
wenden
kann.
Schüler:
Woher
bekommt
der
Mensch
die
Kraft,
sich
weiterhin
an
den
Schöpfer
zu
wenden,
wenn
er
keine
Reaktion
sieht?
Der
Mensch
erhält
diese
Kraft
aus
der
Umgebung.
Alle,
die
sich
in
der
Gruppe
befinden,
müssen
in
einem
gemeinsamen
inneren
Druck
zueinander
stehen,
durch
den
sie
sich
miteinander
verbinden,
und
auf
diese
Weise
so
lange
weitermachen,
bis
der
Schöpfer
antwortet.
Schüler:
Muss
man
spüren,
dass
auch
die
Freunde
sich
an
den
Schöpfer
wenden?
Auch
die
Freunde
wenden
sich
an
den
Schöpfer,
und
es
kann
sein,
dass
auch
sie
wie
ich
empfinden,
dass
alles
im
Schweigen
verläuft.
Aber
letztendlich
ist
es
das
Gebet
der
Vielen,
das
den
Schöpfer
aus
der
Verhüllung
zur
Offenbarung
bringt.
Schüler:
Das
heißt,
wir
müssen
einander
das
Gefühl
weitergeben,
dass
es
wichtig
ist,
sich
ständig
an
den
Schöpfer
zu
wenden.
Ja.
Das
ist
in
erster
Linie
so.
Schüler:
Aber
wie
macht
man
das,
wenn
man
nicht
darüber
spricht?
Man
kann
darüber
sprechen
–
nur
vielleicht
auf
eine
etwas
ausgewogenere
Weise.
Schüler:
Das
heißt,
es
soll
eine
Atmosphäre
geben,
ohne
ins
Detail
zu
gehen.
Ja.
Schüler:
Was
ist
der
Kommunikationskanal
des
Menschen
mit
dem
Schöpfer?
Der
Mensch
empfindet,
so
wie
er
empfindet,
dass
der
Schöpfer
überhaupt
nicht
mit
ihm
in
Verbindung
steht,
oder
dass
es
eine
Berührung
gibt,
die
mal
da
ist,
mal
nicht.
Deshalb
regt
das
den
Menschen
nicht
dazu
an,
dem
Schöpfer
zu
antworten,
sich
mit
Ihm
zu
verbinden
und
in
ununterbrochener
Verbindung
mit
Ihm
zu
sein.
Das
muss
den
Menschen
in
einen
Zustand
versetzen,
in
dem
er
sich
in
Verbindung
mit
der
Welt
der
Unendlichkeit
befindet,
mit
der
spirituellen
Welt,
hin
zu
seiner
Verbindung
mit
dem
Schöpfer,
von
der
er
–
entsprechend
dem,
was
wir
lernen
–
erwartet,
dass
sie
zu
ihm
kommt
oder
kommen
soll.
Und
dann
wird
er
sehen,
dass
der
Schöpfer
sich
tatsächlich
nie
von
der
Verbindung
mit
ihm
entfernt
hat,
sondern
dass
Er
ihm
eine
lockere
Verbindung
gibt,
eine
schwache
Berührung.
Schüler:
Wenn
sich
der
Schöpfer
dem
Menschen
offenbart
–
worin
offenbart
Er
sich?
In
einem
erwachten
Verlangen
im
Menschen,
oder
hört
er
eine
Stimme,
sieht
er
etwas?
Wie
offenbart
sich
der
Schöpfer?
Was
bedeutet
es,
dass
sich
der
Schöpfer
dem
Menschen
offenbart?
Ich
kann
das
nicht
sagen,
denn
es
kann
viele
weitere
Arten
geben,
von
denen
ich
überhaupt
nichts
gehört
habe,
die
ich
nicht
kenne.
Der
Mensch
muss
einen
Platz
für
die
Offenbarung
des
Schöpfers
vorbereiten.
Denn
wenn
der
Schöpfer
dem
Menschen
Verbindung
hinzufügen
will,
dann
muss
der
Mensch
diese
Verbindung
in
dem,
worin
er
sich
befindet,
auch
wirklich
empfinden.
Schüler:
Was
heißt
es,
dass
der
Mensch
diese
Verbindung
in
dem
empfinden
muss,
worin
er
sich
befindet?
Ist
das
ein
Gefühl,
ein
Verlangen?
Wie
offenbart
sich
das?
Das
ist
ein
Gefühl.
Schüler:
Wenn
der
Mensch
arbeitet
und
arbeitet
und
eines
Tages
den
Schöpfer
spürt
–
heißt
das,
dass
sich
in
diesem
Moment
für
ihn
der
Schöpfer
offenbart
hat,
und
er
sagen
kann:
„Jetzt
hat
sich
mir
der
Schöpfer
offenbart“?
Ja.
Schüler:
Wie
weiß
der
Mensch,
dass
das
keine
Halluzination
ist?
Es
gibt
viele
Menschen
in
der
Wirklichkeit
um
mich
herum,
die
empfinden,
dass
sie
mit
dem
Schöpfer
in
Verbindung
stehen.
Ja,
es
gibt
viele.
Aber
es
gibt
nichts
zu
machen
–
wir
müssen
so
vorankommen.
Es
gibt
ein
Feld,
das
der
Schöpfer
erschaffen
hat,
das
Feld
unserer
Verbindung
mit
Ihm,
und
wir
müssen
die
Wirkung
dieses
Feldes
auf
uns
erwecken.
Schüler:
Gibt
es
für
uns
irgendeinen
Weg,
sicherzustellen,
dass
wir
in
richtiger
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
stehen,
dass
wir
im
richtigen
Kanal
sprechen
und
nicht
in
irgendwelche
Halluzinationen
geraten?
Aus
dem
gesamten
Studium
und
allen
Büchern,
die
wir
durchgehen,
kann
letztlich
jeder
vielleicht
etwas
ausdrücken,
wie
er
sich
vorstellt,
dass
der
Schöpfer
sich
an
ihn
wenden
soll.
Ich
habe
da
nichts
mehr
hinzuzufügen.
Der
Mensch
muss
schon
selbst
vom
Schöpfer
erbitten,
auf
welche
Weise
–
und
so
wie
er
es
vermag
–,
bis
der
Schöpfer
ihm
antwortet.
Schüler:
Viele
Menschen
in
der
Welt
sprechen
den
ganzen
Tag
mit
der
Höheren
Kraft,
sie
bitten
und
sind
überzeugt,
dass
sie
gehört
werden
und
dass
sie
etwas
erhalten.
In
unserem
Weg
ist
die
Bitte
„Mach
mich
wie
Dich“
gegen
den
Willen
zu
empfangen,
denn
ich
will
nicht
geben.
Deshalb
ist
das
Voranschreiten
entgegengesetzt
zu
dem,
was
Er
erschaffen
hat.
Und
wenn
hier
im
Artikel
geschrieben
steht,
dass
der
Mensch
ständig
mit
dem
Schöpfer
sprechen
soll,
als
ob
Er
ihn
hört,
dann
sehe
ich
viele
Beispiele
von
Menschen,
die
keine
Kabbala
lernen,
aber
überzeugt
sind,
dass
der
Schöpfer
sie
den
ganzen
Tag
hört.
Kommen
sie
besser
voran
als
wir?
Man
kann
nichts
dazu
sagen.
Du
darfst
den
Menschen,
die
so
sprechen,
nicht
glauben,
es
können
Tausende
sein,
die
sich
irren
–
und
das
ist
durch
nichts
gerechtfertigt.
Deshalb
müssen
wir
einfach
weitermachen
und
jeder
soll
für
sich
selbst
klären,
wie
sehr
er
auf
dem
richtigen
Weg
ist,
inwiefern
er
sich
selbst
helfen
kann,
genauer
ausgerichtet
zu
sein
–
und
so
weitermachen.
Schüler:
Viele
Kabbalisten
im
Laufe
der
Geschichte
halten
die
Mizwot,
sie
lesen
in
den
heiligen
Schriften
und
beten
mehrmals
täglich
–
das
ist
Teil
ihres
Tages.
Wenn
ich
morgens
den
Siddur
öffne
und
lese,
komme
ich
an
eine
Art
Einkaufsliste,
die
nur
aus
„Gib
mir,
gib
mir“
besteht,
und
das
ist
die
Verbindung
–
ich
preise
Ihn
dafür,
dass
Er
mir
gibt.
Ich
lese
dort
keine
andere
Ausrichtung
als
diese,
und
das
sind
heilige
Bücher,
mit
denen
sich
Kabbalisten
seit
Jahrtausenden
befassen.
Was
geschieht
mit
dieser
Einkaufsliste,
die
ich
jeden
Morgen
lese?
Du
wendest
dich
an
den
Schöpfer
und
willst
dich
mit
den
Worten
verbinden,
die
im
Siddur
oder
im
Machsor
stehen,
den
du
liest.
Und
so
geht
es
von
Tag
zu
Tag
weiter,
von
Tag
zu
Tag.
Schüler:
Kann
der
Mensch
aus
dieser
Sache
heraus
irgendwann
zu
dem
Gedanken
kommen:
„Ich
will
nicht
diese
Einkaufsliste,
sondern
ich
will
wie
Du
sein“?
Das
hängt
davon
ab,
wie
sich
der
Mensch
vorbereitet
hat
–
welche
Fragen,
welche
Bitten
–,
und
entsprechend
ist
er
dann
schon
ausgerichtet.
Schüler:
Am
Anfang
des
Unterrichts
hörte
ich,
dass
der
Mensch,
um
mit
dem
Gebet
arbeiten
zu
können,
zu
einer
besonderen
Haltung
gelangen
muss.
Welche
besondere
Haltung
muss
der
Mensch
erreichen,
um
ein
Gebet
zu
formen,
um
im
Gebet
zu
sein?
Die
Wahrheit
ist:
Jeder
Mensch
in
unserer
Welt
–
so
wie
wir
es
in
unserem
Zustand
beschreiben
können
–
befindet
sich
in
Verbindung
mit
dem
Schöpfer.
Doch
wir
sprechen
über
Zustände,
in
denen
wir
auf
Ihn
einwirken
können
und
erkennen
können,
wie
Er
auf
uns
einwirkt.
Deshalb
lernen
wir
in
den
Lektionen,
uns
immer
mehr
zu
verbinden
–
mal
auf
diese
Weise,
mal
auf
jene
–,
den
Schöpfer
zu
erwecken,
denn
es
ist,
als
müssten
wir
Ihn
zur
Verbindung
mit
uns
erwecken.
So
schreitet
man
schließlich
voran.
Schüler:
Baal
HaSulam
schreibt
im
Abschnitt,
den
wir
gelesen
haben,
dass
der
Mensch
wie
eine
eiserne
Säule
sein
soll.
Was
ist
diese
Haltung,
die
Baal
HaSulam
meint,
wenn
er
schreibt
„eine
eiserne
Säule“?
Ich
denke,
dort,
wo
Baal
HaSulam
schreibt,
dass
der
Mensch
hart
wie
Eisen
sein
soll,
meint
er,
dass
der
Mensch
seine
Klärungen
auf
dem
Weg
bereits
durchlaufen
hat,
sich
sehr
nahe
an
der
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
befindet
und
daran
festhält.
Jetzt
muss
man
ihn
dahin
bringen,
wie
er
die
Berührung
zwischen
Schöpfer
und
Geschöpf
gestalten
soll.
Schüler:
Wollen
wir
wie
eine
eiserne
Säule
vor
dem
Schöpfer
stehen,
weil
es
unser
Wille
ist?
Was
ist
die
eiserne
Säule,
von
der
hier
gesprochen
wird?
Eine
eiserne
Säule
bedeutet,
dass
unser
Wille
geradlinig
ist,
nicht
in
verschiedene
Richtungen
strebt,
nicht
versteckt
werden
kann,
und
dass
wir
auf
seine
Stärke
und
seine
Ausrichtung
achten.
Aus
all
unseren
Kräften
bringen
wir
diese
eine
Säule
hervor,
die
das
Ergebnis
all
unserer
Eigenschaften
ist,
und
dass
wir
schließlich
auf
dieses
Ziel,
auf
den
Treffpunkt
mit
dem
Schöpfer
ausgerichtet
sind.
Schüler:
Am
Ende
des
Abschnitts
schreibt
er,
dass
der
Schöpfer
sich
gewissermaßen
in
Stille
befindet,
und
das
sei,
um
„euch
später
Kraft
zu
geben,
im
Palast
des
Königs
zu
stehen,
in
jener
Stunde,
da
ihr
keinen
Makel
habt“.
Was
bedeutet
es,
im
Palast
des
Königs
ohne
Makel
zu
stehen?
In
der
Regel
nähern
wir
uns
der
Höheren
Kraft
mit
dem
Wissen
–
man
kann
auch
sagen:
mit
dem
Glauben
–,
dass
es
gut
ist,
mit
Ihr
in
Verbindung
zu
treten,
dass
Sie
uns
mit
all
unseren
Makeln
zu
sich
zieht,
und
so
treten
wir
in
Verbindung
mit
Ihr.
Schüler:
Kann
man
sagen,
dass
die
Makel
bleiben,
aber
wir
versuchen,
mit
neuen
Eigenschaften
mit
Ihm
zu
arbeiten
–
oder
sagt
man
das
nicht
so?
Nein.
Darauf
können
wir
noch
keine
Antwort
geben.
Schüler:
Was
bedeutet
es
dann,
ohne
Makel
zu
stehen?
Ohne
Makel
heißt,
dass
wir
nicht
spüren,
was
wir
haben,
wer
wir
sind,
sondern
dass
der
Schöpfer
uns
ein
Aufsteigen
zu
Ihm
ordnet,
und
wir
fühlen,
dass
wir
uns
zu
Ihm
erheben
und
zu
einer
stärkeren
Verbindung
gelangen.
Schüler:
Am
Anfang
des
Abschnitts
schreibt
er:
„Man
muss
diese
Kunst
erlernen,
bevor
man
in
den
Palast
des
Königs
eintritt,
das
heißt,
in
den
Bereich
von
Kraft
und
Stärke,
standhaft
wie
eine
eiserne
Säule
zu
sein,
bis
man
einen
Willen
vom
Schöpfer
herauszieht.“
Was
heißt
es,
einen
Willen
vom
Schöpfer
herauszuziehen?
Dass
der
Schöpfer
willens
ist,
mit
uns
in
Berührung
zu
treten,
und
dass
Er
uns
hilft
zu
verstehen,
wie
wir
den
Punkt
der
Verbindung
mit
Ihm
erreichen
und
wie
wir
ihn
verwirklichen.
Schüler:
Auch
wenn
es
uns
scheint,
dass
Er
nicht
antwortet
–
sollen
wir
dennoch
immer
wieder
versuchen,
mit
dieser
Bitte
mit
Ihm
in
Verbindung
zu
sein?
Ja.
Schüler:
Warum
haben
die
Kabbalisten
keine
klaren
Zeichen
aufgeschrieben,
anhand
derer
der
Schöpfer
mit
dem
Menschen
spricht?
Wo
willst
du
diese
Zeichen
suchen?
Schüler:
In
den
Quellen
steht
geschrieben,
wie
der
Mensch
sich
an
den
Schöpfer
wenden
soll
–
aber
wie
der
Schöpfer
dem
Menschen
antwortet,
steht
nicht
geschrieben.
Wäre
es
nicht
gut,
wenn
der
Mensch
genau
wüsste,
dass
das
ein
Zeichen
ist
–
und
sich
nicht
täuscht?
Wir
wenden
uns
an
den
Schöpfer,
bitten,
beten,
verbinden
uns
mehr
untereinander
–
das
heißt,
wir
tun
alles,
um
in
einer
sicheren
Verbindung
zu
sein,
sodass
wir
innerhalb
dieser
Verbindung
vom
Schöpfer
eine
Ausrichtung
empfangen
können.
Und
so
schreiten
wir
voran.
Schüler:
Was
ist
diese
Ausrichtung,
das
Zeichen
–
wie
weiß
ich,
dass
es
genau
diese
Ausrichtung
von
Ihm
ist?
Was
sind
die
Zeichen
–
die
Liebe
zu
den
Freunden?
Das
bezieht
sich
auf
den
Punkt
der
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
selbst.
Schüler:
Ist
die
Liebe
zu
den
Freunden,
wenn
ich
plötzlich
beginne,
sie
mehr
zu
lieben,
nicht
ein
Zeichen
dafür,
dass
sich
der
Schöpfer
offenbaren
wird?
Es
kann
sein,
dass
das
ein
Zeichen
ist.
Schüler:
Alles
kann
sein
–
aber
was
genau?
Oder
muss
der
Mensch
das
gar
nicht
wissen,
was
genau
die
Zeichen
sind?
Der
Mensch
klärt
das
auf
dem
Weg
in
Richtung
seiner
Arbeit.
Schüler:
Gibt
es
eine
Realität,
in
der
der
Mensch
mit
Gewissheit
weiß,
dass
der
Schöpfer
gerade
mit
ihm
spricht?
Ja.
Schüler:
Und
was
ist
das
Zeichen,
dass
der
Schöpfer
mit
ihm
spricht
und
er
sich
nicht
nur
in
einer
Illusion
befindet?
Er
fühlt,
dass
er
sich
jetzt
in
direkter
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
befindet.
Schüler:
Aber
jene
Menschen,
die
sich
in
einer
Illusion
befinden,
sind
sich
auch
hundertprozentig
sicher...
Wir
schreiten
voran
und
werden
sehen.
Schüler:
Was
ist
das
gewünschte
Ergebnis
des
Gebets?
Das
gewünschte
Ergebnis
des
Gebets
liegt
in
den
Bitten
des
Gebets
selbst.
Und
wenn
man
es
anders
ausdrücken
will:
Wenn
der
Mensch
um
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
bittet
–
das
ist
das
Gebet
des
Menschen
zum
Schöpfer.
Schüler:
Ist
das
gewünschte
Ergebnis
des
Gebets,
dass
der
Mensch
zur
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
gelangt?
Ja.
Schüler:
Solange
er
nicht
zur
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
gelangt
ist,
soll
er
weiter
beten.
Auch
danach.
Schüler:
Wenn
der
Mensch
zur
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
gelangt
–
ist
das
dann
bereits
eine
andere
Art
von
Gebet?
Ja.
Schüler:
Kann
ein
Mensch
sein
Gebet
messen?
Gibt
es
überhaupt
so
etwas?
Ja.
Manchmal
kann
er
seinen
Zustand
tatsächlich
verändern,
sich
dem
Schöpfer
annähern
und
spüren,
wie
sehr
er
sich
nähert
–
und
manchmal
nicht.
Schüler:
Was
ist
sein
Maßstab
dafür,
ob
ein
Gebet
richtig
oder
falsch
ist?
Ist
der
Maßstab
wichtig?
Ja,
sicher
ist
er
wichtig.
Schüler:
Was
ist
sein
Maßstab
–
woran
erkennt
er,
ob
er
heute
eine
richtige
Handlung
vollzogen
hat
oder
eine
weniger
richtige?
Weil
sich
der
Mensch
in
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
befindet,
kann
er
sagen,
welche
Art
von
Verbindung
er
hat
–
in
welchem
Maß
er
eine
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
erlangt.
Schüler:
Das
heißt,
wenn
der
Mensch
bereits
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
hat,
hat
er
auch
die
Fähigkeit,
die
Arten
der
Verbindung,
ihre
Qualität
zu
erkennen.
Ja.
Schüler:
Es
scheint,
dass
das
Schweigen
des
Schöpfers
eher
von
Seiten
des
Geschöpfes
ausgeht
und
nicht
vom
Schöpfer
selbst.
Wie
sollte
sich
dieses
Schweigen
unsererseits
bei
der
Arbeit
untereinander
äußern?
Es
bedeutet,
dass
wir
entscheiden,
dass
wir
in
jedem
Abschnitt,
in
dem
wir
existieren
und
voranschreiten,
durchaus
eine
Forderung
an
den
Schöpfer
haben
können.
Und
aus
dieser
Forderung
heraus
erwarten
wir
eine
Reaktion
von
Ihm.
Wir
wollen
die
Reaktion
in
unseren
Kelim
spüren.
Schüler:
Du
hast
zuvor
den
Punkt
angesprochen,
dass
wir
in
offener
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
sein
sollen.
Was
bedeutet
es,
in
offener
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
zu
sein?
In
offener
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
zu
sein
bedeutet:
Zu
jenem
Zeitpunkt,
in
jenem
Zustand,
befinde
ich
mich
in
einer
solchen
Verbindung,
dass
ich
all
meine
Bewegungen
gegenüber
dem
Schöpfer
erkennen
kann
–
Annäherung,
Entfernung,
ob
ich
will
oder
nicht
will,
in
welchem
Maß
ich
in
Verbindung
mit
Ihm
sein
möchte.
Schüler:
Wenn
wir
das
Gefühl
haben,
dass
unsere
Verbindung
geschlossen
ist,
dass
wir
die
Verbindung
zwischen
uns
und
dem
Schöpfer
verschließen
–
das
ist
wie
das
Gefühl,
dass
der
Schöpfer
uns
nicht
antwortet.
Wenn
wir
etwas
Neues
von
Ihm
hervorbringen
wollen,
eine
neue
Kraft
–
wie
erwecken
wir
uns
selbst,
wenn
wir
spüren,
dass
wir
verschlossen
sind
und
nicht
genug
füreinander
geöffnet?
Was
sollen
wir
in
diesem
Moment
tun,
um
uns
zum
Schöpfer
zu
erwecken?
Uns
stärker
miteinander
verbinden
und
aus
unserer
Verbindung
heraus
zum
Schöpfer
beten,
mit
Ihm
in
Verbindung
sein.
Schüler:
Das
heißt,
der
Schöpfer
zeigt
uns
gerade,
dass
wir
uns
mehr
anstrengen
müssen
untereinander,
einander
näherkommen,
uns
füreinander
öffnen.
Ja.
Dort
beginnt
die
Arbeit.
Schüler:
Ich
habe
einen
Ratschlag
von
Ihnen
gehört,
dass
es
manchmal
gut
ist,
wenn
der
Mensch
an
einen
ruhigen
Ort
geht,
für
sich
ist,
nachdenkt
und
mit
dem
Schöpfer
spricht.
Warum
sollen
wir
diese
Handlung
tun,
wenn
doch
alles
in
Verbindung
mit
den
Freunden
geschieht?
Es
gibt
tatsächlich
in
unserer
Arbeit
solche
Zeiten
–
nicht
lange,
aber
doch
solche
–,
in
denen
ich
getrennt
von
der
Gemeinschaft,
von
den
Freunden
sein
muss.
Ich
kann
das
selbst
entscheiden
oder
es
von
oben
empfangen
–
vom
Schöpfer
–,
solche
Bedingungen,
in
denen
ich
nicht
mit
meinen
Freunden
oder
mit
irgendjemandem
verbunden
bin
und
fühle,
dass
ich
völlig
aus
allem
herausgeworfen
bin.
Das
ist
kein
gutes
Gefühl,
es
bringt
nicht
viele
Zustände
hervor,
aber
es
ist
gut,
wenn
der
Mensch
spürt,
dass
er
sogar
zu
einem
solchen
Zustand
mit
dem
Schöpfer
gelangt
ist.
Schüler:
Was
ist
die
Arbeit
des
Menschen
in
einem
solchen
Zustand?
Alle
Kräfte
sammeln,
aus
ihnen
heraus
zum
Schöpfer
beten
und
um
Verbindung
bitten.
Schüler:
Warum
verbirgt
der
Schöpfer
dem
Menschen
die
Verbindung
zu
den
Freunden?
Es
ist
nicht
so,
dass
Er
das
mit
Absicht
tut,
aber
Er
verbirgt
dem
Menschen
die
Verbindung
zu
den
Freunden
–
manchmal
zu
den
Nahestehenden,
manchmal
zu
den
Entfernten.
Und
je
weiter
der
Mensch
voranschreitet,
desto
mehr
offenbart
sich
der
Schöpfer
dem
Menschen
entsprechend
seiner
Anstrengung
–
gerade
in
sehr
verschiedenen
Formen,
die
dem
Menschen
vorerst
vielleicht
noch
unverständlich
sind.
Schüler:
Was
sind
diese
Formen?
Wo
soll
man
Ihn
suchen
oder
worauf
soll
man
hoffen?
Hoffen
–
nur
darauf,
dass
der
Schöpfer,
der
Kadosch
Baruch
Hu,
sich
dir
in
klarerer
Weise
zeigt.
Schüler:
Ich
habe
gehört,
dass
Sie
vorhin
sagten,
dass
letztlich
das
Gebet
der
Vielen
den
Schöpfer
aus
der
Verhüllung
zur
Offenbarung
bringt.
Im
Unterricht
oder
während
des
Tages
spüre
ich,
dass
ich
im
Gebet
bin,
in
einer
Bitte
–
das
ist
wie
ich
und
ich.
Wo
ist
der
Übergang
von
meinem
Gebet
zum
Gebet
der
Vielen,
zum
Gebet
der
Zehnergruppe?
Wo
ist
dieser
Punkt,
an
dem
plötzlich
etwas
Gemeinsames
zwischen
uns
entsteht?
Du
kannst
das
noch
nicht
tun.
Du
kannst
noch
nicht
das
Verdienst
erlangen,
die
verbundenen
Kelim
zu
fühlen,
die
aus
der
Verbindung
heraus
zum
Schöpfer
verlangen.
Schüler:
Was
ist
dann
ein
Kli?
Was
ist
das
Gebet
der
Vielen?
Was
wird
von
mir
erwartet?
Das
ist
das
Gebet
der
Vielen
–
aber
du
hast
es
noch
nicht
offenbart.
Schüler:
Dann
muss
ich
mit
meinem
Gebet
weitermachen.
Ja.
Schüler:
Wir
sagen,
dass
wir
zur
Verbindung
untereinander
gelangen
sollen,
zu
einem
gemeinsamen
Gebet.
In
Ordnung,
ja.
Schüler:
Nur
sagen?
Nein
–
nur
sagen
wird
nicht
helfen.
Sondern
zu
einem
Zustand
gelangen,
in
dem
wir
das
wirklich
umsetzen.
Schüler:
Was
mache
ich
jetzt
mit
diesen
Menschen,
die
mit
mir
am
Tisch
sitzen
–
soll
ich
mit
ihnen
eine
Verbindung
aufbauen?
Habe
ich
die
Fähigkeit
dazu?
Schon
von
Anfang
an
hast
du
dich
entschieden,
mit
ihnen
in
Verbindung
zu
sein
–
deshalb
sollst
du
auch
vorher
und
auch
danach
in
Verbindung
bleiben.
Schüler:
Im
Moment
ist
das
eine
formale
Verbindung.
Wo
ist
die
gemeinsame
Verbindung
zwischen
uns?
Die
gemeinsame
Verbindung
zwischen
euch
besteht
darin,
dass
ihr
eine
Form
aufbaut,
eine
Art
Tafel,
auf
die
jeder
Einfluss
ausübt
–
je
nachdem,
wozu
ihr
euch
gemeinsam
hingezogen
fühlt.
Jeder
gibt
dieser
Form
seinen
eigenen
Beitrag,
das,
was
er
meint,
was
in
seiner
Umgebung
vorhanden
sein
soll.
Schüler:
Ich
weiß,
was
ich
aufbaue,
was
ich
tue,
was
ich
denke,
das
ich
tue
–
das
weiß
ich.
Was
heißt:
wir
bauen?
Jeder
aus
der
Gruppe
tut
etwas,
um
die
Freunde
gemeinsam
mit
sich
zum
Punkt
der
Verbindung
aller
mit
dem
Schöpfer
voranzubringen.
Schüler:
Jeder
handelt.
Wo
ist
der
Verbindungspunkt
zwischen
uns?
Was
verbindet
uns?
Im
Zentrum.
Schüler:
Was
befindet
sich
dort
im
Zentrum?
Die
Verbindung
zwischen
allen.
Schüler:
Woraus
besteht
er?
Aus
den
Neigungen
jedes
Einzelnen.
Schüler:
Ist
die
Offenbarung
für
alle
Freunde
im
Zehner
gleich
–
erkennen
sie
dasselbe
Bild
des
Schöpfers?
Das
kann
ich
nicht
sagen.
Wie
können
wir
überprüfen,
in
welcher
Richtung
und
mit
welcher
Kraft
sich
einer
mit
dem
anderen
und
mit
dem
Zentrum
der
Verbindung
zwischen
euch
verbindet?
Das
sind
Dinge,
die
man
nicht
messen
kann.
Schüler:
Wir
sollen
zu
einem
Gefühl
von
Liebe
und
Geben
gelangen
–
das
ist
das
Ziel.
Werden
dann
alle
dasselbe
empfinden?
Wenn
sie
zur
Liebe
und
zum
Geben
gelangen
–
ist
es
dasselbe
Gefühl
für
alle?
Es
kann
sein,
dass
alle.
Schüler:
Ist
es
nicht
so,
dass
jeder
dieses
Gefühl
auf
andere
Weise
empfindet?
Ja,
auf
unterschiedliche
Weise.
Schüler:
Wenn
sich
der
Mensch
von
allem,
was
ihm
widerfährt,
abtrennt
und
versucht,
sich
auf
das
„Gut
geht’s
ihm
–
schlecht
geht’s
ihm“
des
Freundes
zu
konzentrieren
–
dieser
Versuch,
sich
von
sich
selbst
zu
lösen
und
sich
auf
das
Körperliche
des
Freundes
zu
konzentrieren,
und
er
versucht,
sich
davon
beeindrucken
zu
lassen,
dass
die
Höhere
Kraft
all
diese
Handlungen
an
ihm
ausführt
–
was
ist
das
Ergebnis?
Baut
er
dadurch
ein
Gebet,
eine
Verbindung
auf?
Der
Mensch
beginnt
aus
seinem
Zustand
heraus,
den
Schöpfer
zu
spüren
–
er
will
den
Schöpfer
in
sich
spüren.
Schüler:
Ja,
das
ist
am
Anfang.
Später
versteht
er,
dass
es
keine
direkte
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
geben
wird
–
mit
all
dem,
was
er
in
sich
fühlt
und
worum
er
für
sich
selbst
bittet
–,
sondern
nur
durch
den
Zehner,
die
Gruppe,
oder
weitere
Menschen,
die
dasselbe
wollen.
Und
gemäß
dem,
was
Baal
HaSulam
schreibt,
versteht
er,
dass
er
sich
von
seinem
eigenen
Willen,
den
Schöpfer
selbst
zu
erreichen,
lösen
muss,
und
er
will
die
Verbindung
des
Schöpfers
mit
ihnen
erreichen
und
für
sie
beten.
Das
verstehe
ich
schon
nicht
mehr.
Sagen
wir,
ich
bin
ein
Mensch,
der
eine
Verbindung
zum
Schöpfer
erreichen
will
–
zum
Beispiel
mit
dir.
Schüler:
Ja,
denn
dort
offenbart
Er
sich
–
das
ist
alles,
was
über
die
Nächstenliebe
geschrieben
steht,
über
„Liebe
deinen
Nächsten
wie
dich
selbst“.
Wie
kann
ich
überhaupt
eine
Verbindung
zum
Schöpfer
für
mich
fordern
–
bin
ich
etwa
wichtiger
als
andere,
die
das
wollen?
Du
willst
die
Verbindung
oder
den
Einfluss
des
Schöpfers
auf
dich
offenbaren,
ja?
Schüler:
Wenn
das
auf
mich
gerichtet
ist
–
wo
sind
dann
die
anderen?
Wo
sind
sie?
In
derselben
Verbindung.
Schüler:
Hier
steht
geschrieben:
„Nicht
das
meinte
der
Schöpfer
mit
Seinem
Schweigen,
sondern
euch
später
Kraft
zu
geben,
im
Palast
des
Königs
zu
stehen.“
Welche
Kraft
braucht
man,
um
im
Palast
des
Königs
zu
stehen?
Dass
man
sich
nicht
in
verschiedene
Richtungen
verführen
lässt,
dass
du
wie
Eisen
stehst,
deinen
Zustand
festigst.
Denn
alles,
was
wir
aufbauen
–
wir
kommen
mit
kleinen
Körnchen
und
sammeln
sie
gemeinsam
–
und
damit
bauen
wir
unsere
Seele,
die
Seele
eines
jeden.
Schüler:
Womit
könnte
man
ihn
verführen,
wenn
er
sich
im
Palast
des
Königs
befindet?
Man
gibt
ihm
einfach
immer
wieder
verschiedene
Widersprüche,
Abweichungen
–
und
er
erstarkt
dadurch
und
gelangt
zu
einer
höheren
Stufe:
der
Stufe
der
Verbindung
und
der
Offenbarung.
Schüler:
Er
schreibt:
„Nicht
deswegen
sollt
auch
ihr
schweigen,
das
sei
fern!“
–
Was
dann?
Wenn
nicht
„auch
schweigen“
–
was
dann?
Arbeiten
–
immer
neue
Arten
von
Verbindungen
erschaffen,
zu
denen
du
gelangen
willst.
Schüler:
Damit
ein
Mensch
wie
eine
eiserne
Säule
steht
–
hängt
das
von
ihm
oder
von
seinen
Freunden
ab?
Es
hängt
mehr
von
den
Freunden
ab.
Schüler:
Was
ist
als
Freunde
das
wirksamste,
was
wir
tun
können,
um
jeden
Freund
zu
bewahren,
damit
er
wie
eine
eiserne
Säule
steht,
oder
um
ihn
zu
unterstützen?
Ihn
zu
unterstützen
und
auf
unsere
gemeinsame
Kraft
zu
hoffen,
die
uns
gemeinsam
mit
ihm
auf
eine
höhere
Stufe
erhebt.
Schüler:
Das
heißt,
ich
muss
mich
in
diesem
Moment
mit
dem
Freund
verbinden
und
ihn
im
Gebet
unterstützen?
Was
bedeutet
es,
ihn
zu
unterstützen
–
wobei
helfe
ich
dem
Freund,
auf
eine
höhere
Stufe
zu
steigen,
sich
noch
mehr
anzuhaften?
Indem
auch
du
dort
sein
willst.
Schüler:
Soll
ich
in
diesem
Moment
für
mich
selbst
bitten
oder
mich
auf
den
Freund
konzentrieren?
Auf
den
Freund
konzentrieren.
Schüler:
Das
heißt,
allein
die
Bitte,
dass
der
Freund
nicht
abweicht
bei
allem,
was
der
Schöpfer
ihm
schickt?
Ja.
Ich
verstehe,
dass
das
bereits
ein
grauer
Bereich
ist.
Wir
müssen
einfach
noch
ein
wenig
weitermachen,
bis
es
uns
klar
wird.
Schüler:
Wenn
sich
die
Zehnergruppe
trifft
–
was
schützt
dann
jeden
einzelnen
Freund
tatsächlich?
Denn
jeder
kommt
in
die
Begegnung
mit
der
Zehnergruppe
in
etwas
anderer
Verfassung,
einer
anderen
Situation.
Was
verbindet
alle
zu
dieser
eisernen
Säule?
Was
macht
uns
zu
einer
eisernen
Säule?
Der
Schöpfer,
das
gemeinsame
Ziel,
die
Liebe
zu
den
Freunden
–
und
dass
wir
kein
anderes
Vorbild
im
Leben
haben,
außer
dass
wir
gemeinsam
lernen,
gemeinsam
beten.
Jeder
sucht
seinen
Halt
am
Schöpfer
–
aber
dieser
Punkt
entspringt
seiner
Verbindung
mit
allen,
mit
allen
Freunden.
Und
je
mehr
er
diesen
Punkt
klärt,
desto
näher
ist
er
mit
dem
Schöpfer
verbunden.
Schüler:
In
Bezug
auf
das
Schweigen
–
dass
Er
uns
eine
neue
Kraft
bereitstellt:
Wie
können
wir
in
der
Zehnergruppe
diese
Kraft
in
der
Stille,
in
der
Ruhe,
untereinander
weitergeben?
Ist
das
möglich?
Sicher,
wenn
du
zu
einer
spirituellen
Handlung
gelangst,
wirst
du
sehen,
dass
du
nichts
sagen
musst.
Denn
Gedanken,
Wünsche,
Absichten,
die
du
in
Bezug
auf
die
Welt
beschreibst,
erfordern
keine
Worte.
Denke
nur
an
sie,
und
du
wirst
sehen,
wie
sehr
sie
sich
übertragen.
Denn
im
Grunde
müssen
wir
dem
Schöpfer
ein
offenes
Feld
bereiten
–
denn
nur
Er
tut
alles,
und
wir
sind
bereit,
in
Seinen
Händen
zu
sein.
Schüler:
Kann
es
sein,
dass
ein
Mensch
eine
Verbindung
mit
dem
Schöpfer
spürt
–
als
wäre
es
ein
Bote,
der
an
die
Tür
klopft
und
ein
großes
Geschenk
bringt,
mit
dem
der
Mensch
überhaupt
nicht
gerechnet
hat
und
nicht
versteht,
woher
es
zu
ihm
kam
und
warum?
Was
tut
man
in
diesem
Zustand
–
soll
er
gerade
in
diesem
Zustand
noch
mehr
darum
bitten,
sich
anzustrengen,
um
diese
Art
von
Verbindung,
die
er
gerade
fühlt,
noch
mehr
zu
klären?
Sagen
wir:
ja.
Schüler:
Mehr
kann
man
dazu
nicht
sagen?
Nein.
(Ende des Unterrichts)