Tägliche Lektion10 Tem 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 25 (1989) (19.06.2002)

Rabash. Artikel 25 (1989) (19.06.2002)

10 Tem 2026

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Morgenunterricht 19.06.2002

Buch „Schriften des Rabash", Band 2, „Was bedeutet in der Arbeit: ‚Ein Mann, an dem ein Makel ist, soll nicht herantreten'"

Rav: Aus dem Wochenabschnitt „Emor", „Was bedeutet in der Arbeit: ‚Ein Mann, an dem ein Makel ist, soll nicht herantreten'". Der Schöpfungsgedanke ist, das Geschöpf so zu erschaffen, dass in ihm Vollkommenheit ist wie beim Schöpfer, denn so ist Sein Wille, Seinen Geschöpfen Gutes zu tun, in vollkommenem, ewigem und endgültigem Maß. Um zu diesem Zustand zu kommen, muss das Geschöpf den ganzen Weg gehen, vom anderen Ende der Vollkommenheit her, also von der Unvollkommenheit bis zur wahren Vollkommenheit, die die Stufe des Schöpfers ist. Deshalb ist die Natur des Geschöpfs schlecht, ein böser Trieb, das Gegenteil der Natur des Schöpfers.

Und das Mittel, um von einem Ende zum anderen zu kommen, ist, wie geschrieben steht: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen, Ich habe die Tora als Gewürz erschaffen." Also: „Die Tora wurde nur gegeben, um die Geschöpfe durch sie zu läutern." Das heißt, ihnen zu ermöglichen, das Schlechte in sich zu sehen, und es jedes Mal, nach dem Maß des Schlechten, das sie enthüllen, zu korrigieren und sich dem Guten anzunähern, denn der Schöpfer heißt „gut und Gutes tuend". Und ein Mensch, der sich dem Schöpfer nähert, kann sich nur dadurch nähern, dass er die Eigenschaft des Guten und die Handlung des Gutes-Tuns erwirbt, so wie der Schöpfer.

Und woher nimmt der Mensch dieses Verlangen? Dafür hat der Schöpfer dem Menschen die Wahl gegeben. Was ist Wahl? Eine einzige Handlung, in der der Mensch frei ist: zu wählen, was auf ihn einwirkt — gute Dinge oder schlechte Dinge. Damit bestimmt der Mensch seine Selbständigkeit, sein Eigenes. Entweder bringt er sich in eine Gemeinschaft¹, deren ganze Sache es ist, zum Schöpfer voranzukommen, oder in eine andere Gemeinschaft, die dann zu allen möglichen anderen Zielen fortschreitet. Das ist die einzige Wahl.

Und es steht geschrieben, dass der Schöpfer den Menschen von vornherein nicht einfach so hinwirft, sodass der Mensch nicht weiß, was er tun soll. Sondern der Schöpfer bringt den Menschen an den guten Ort, in eine gute Gemeinschaft, und sagt: Nimm dir das. Das heißt, niemand wird sagen können: Du hast mir keine Gelegenheit zur Wahl gegeben. Der Schöpfer bringt den Menschen in die Gemeinschaft und sagt ihm: Nimm dir das, sei darin und stärke dich. Du stärkst die Gemeinschaft so, wie du willst, dass die Gemeinschaft auf dich einwirkt, und so weiter — es soll wirklich gegenseitige Arbeit sein, und damit kommst du ans Ziel. 3:40

Der erste Punkt also, der das Gegenteil der Vollkommenheit ist, ist zwingend, in ihm werden wir geboren. Wir enthüllen ihn nur immer mehr in seiner wahren Form — wie sehr er das Gegenteil der Vollkommenheit ist —, und zwar entsprechend dem Maß, in dem wir die Vollkommenheit erreichen wollen. Und auch das Ende ist klar, absolut und bereit. Und der Weg hängt ebenfalls von der Struktur der Seele ab, und die ist schon im Voraus festgelegt: die allgemeine Struktur von Adam haRischon.

Nur der Weg hängt von uns ab. Also davon, ob wir das nehmen, was der Schöpfer für uns gewählt hat — und Er hat gewählt, uns in eine Gruppe zu bringen —, dass wir die Gruppe die ganze Zeit immer mehr auf das Ziel ausrichten. Und nach dem Maß der Makel, die sich in uns enthüllen, danach werden wir das Bedürfnis haben, uns zu verbessern.

Gestern war jemand von den orthodoxen Juden bei mir, und das ist nicht die erste solche Bitte von ihnen. Warum ich nicht — nicht, dass ich keine Gruppe eröffne, sie verstehen schon, dass ich daran, für sie eine Gruppe zu eröffnen, gar nicht denken kann² —, sondern warum ich sie nicht einen nach dem anderen heimlich empfange, um ihm ein wenig Anleitung zu geben. Ich sagte ihm: Ich habe nichts zu geben. Ich habe nichts zu geben, welche Anleitung?

Sagen wir, du kommst zu mir, du fängst an, mir Fragen zu stellen, ich antworte dir. Dieselben Fragen stellt man mir in der Gruppe, und ich antworte ihnen. Glaub mir, meine Schüler kommen nicht so einzeln zu mir, jeder für sich, und dass ich mit ihnen irgendwelche Gespräche mache oder ihnen alle möglichen Absichten gebe, alle möglichen Anleitungen. „Aber wie ist dann die Arbeit des Schöpfers, woher wissen sie es?" — Aus dem, was sie hören.

„Aber ich höre dich doch auch schon einige Jahre." Wirklich, er kennt das Material sehr gut, und sie sind wirklich bereit, 15 Stunden zu sitzen und zu lernen, das ist bei ihnen kein Problem. Und wirklich ein sehr gutes Wissen in allem. Am Ende hat er verstanden, dass die ganze Arbeit die Arbeit in der Gemeinschaft ist, die Arbeit in der Gruppe. Das heißt, woher kommt ihnen der Fortschritt? „Ich lese doch auch, und ich weiß doch auch, was geschrieben steht." 7:02

Und wirklich, du sagst ihm, auf welcher Seite dies und das steht, und er sagt dir, was auf dieser Seite steht, überhaupt kein Problem. Wenn wir hier Seite 70 aus den Briefen hinwerfen oder dort Abschnitt 155 oder etwas Ähnliches — für ihn ist alles verständlich. Nur eines ist nicht verständlich: wie man vorankommt. Und danach hat er es verstanden. Aber er dachte wirklich, es gäbe noch irgendeine persönliche, private Arbeit von mir mit jedem Einzelnen, dass ich ihn in mein Zimmer nehme und dort etwas mit ihm anfange.

Den Menschen ist nicht klar, dass ohne die Handlung, die wir in der Organisation und in der Verbreitung und an den Schabbat-Tagen und bei den Mahlzeiten und bei allen möglichen Dingen tun — sie verstehen nicht, dass diese Handlungen den Menschen voranbringen. Also nicht die Handlungen selbst, sondern dass man für die Erweiterung der Gemeinschaft und die Stärkung der Gemeinschaft wirkt, das heißt sowohl in die Breite als auch in die Höhe, und das ist das ganze Mittel. Aber das ist wirklich ein Problem.

Er ist gegangen, um zu organisieren. Er hat jetzt ein paar Leute, die er.. Das war wirklich eine große Neuerung bei ihm, er dachte trotzdem — und ich hörte am Telefon die ganze Zeit: „Wann fängt der Rav an, mich unter vier Augen zu empfangen, so mit mir zu sprechen?" Ich verstand nicht genau, was er eigentlich will. Nu, ich dachte, dann komm halt, in Ordnung.

Und jetzt hat er verstanden, dass Reden hier nichts hilft, dass es hier wirklich ein paar Bedingungen braucht, ohne die es nichts zu tun gibt. Gruppe, Gemeinschaft, innere Arbeit darin, in der Verbindung zwischen den Freunden, von ihnen ein starkes Verlangen zu kaufen — „Erwirb dir einen Freund" —, durch Investition. Das ist nicht so einfach. Aber nach und nach wirkt es. Das ist also die einzige Wahl, und danach enthüllen sich die Makel und werden die Makel korrigiert.

Ja, gibt es Fragen? Oh, die Leute hinten fragen schon nicht mehr, gelobt sei der Schöpfer, sie sind auch schon Veteranen geworden, das war's. Man muss Neue bringen, Avihu, mit denen ist es schon vorbei, sie sind schon.. Das sind Perioden, Perioden. Es gibt solche toten Perioden, in denen der Mensch nichts tun kann, außer dass er kommt, sich wie ein Golem hinsetzt, den Stuhl füllt, aufsteht, geht — auch bei der Arbeit und zu Hause so, weißt du, er geht, das war's, wie Somnambulismus, wie sagt man?

Schüler: ...

Rav: Es gibt solche, die schlafen im.. Somnambulismus heißt das..

Schüler: Mondsüchtig. Das kommt von „Sahar", von dem Wort „Sahar".

Rav: Die nachts aufstehen und herumspazieren, ja? So, so ist er im Leben. Es gibt Perioden, und manchmal hat man es satt und kommt nicht heraus. Und es zieht sich hin, zieht sich hin, bis es dich richtig ausgetrocknet hat.

Schüler: Also…

Rav: Ja, äh, wenn es hier einen gibt, der lebt, soll er die Hand heben. Das war's. Man muss also darauf vorbereitet sein und sich wirklich vorbereiten, sich jedes Mal Zustände vorbereiten: Wenn diese Zeit kommt, verhalte ich mich so. Wenn sie kommt, verhalte ich mich so. Und dann werden diese Zeiten gar nicht kommen. Oder sie kommen, aber du wirst schon bereit sein, sie zu durchlaufen und alles in ihnen in kurzer Zeit zu fühlen.

Ja. 11:03

Schüler: Was heißt bereit sein, wenn ich..

Rav: Was heißt bereit sein? Die ganze Zeit..

Schüler: Was ist die Schwierigkeit für mich.

Rav: Ich habe keine Geduld. Ich fange etwas an, werfe es weg, fange etwas an, werfe es weg. Meine Natur ist überhaupt nicht die Natur von jemandem, der im Leben jemals zu etwas kommen kann, wirklich. Und ich habe gelernt — noch bevor ich zur Kabbala kam, als ich noch eine Klinik hatte, ich hatte eine sehr große Klinik mit vielen Ärzten, wirklich so eine kleine Krankenkasse —, ich habe gelernt, dass ich diese Eigenschaft, dass ich keine Geduld habe, nur überwinden kann, wenn ich mich im Voraus vorbereite.

Ich rede mit mir selbst, dass ich hier geduldig sein muss, zuhören, antworten, denken und forschen. Und so kehre ich immer wieder zurück und plane für mich, wie ich darin sein werde. Dann kann ich statt einer Minute eine Stunde durchhalten. Wenn ich mich noch mehr überzeuge — einen Tag. Wirklich so.

Und in derselben Form habe ich danach entdeckt, dass es denselben Zugang in der Kabbala gibt. Und anscheinend auch überhaupt in unserem Leben: Alles hängt von der Vorbereitung ab. Auch unsere Zeit heißt nicht umsonst „Zeit der Vorbereitung". Danach gibt es kein Problem. Ein Mensch, der in die Spiritualität eintritt — die Spiritualität wirkt auf ihn, dort ist deine ganze Natur und dein ganzer Charakter schon nicht mehr wichtig. Du bleibst auch darin, auch Ungeduld und so etwas, aber das ist schon nicht mehr gegenüber der Spiritualität, das ist gegenüber der allgemeinen Materialität. Alles hängt also von der Vorbereitung ab.

Wenn ein Mensch in einem guten Zustand ist, soll er sich also unbedingt so viel wie möglich auf das Lernen und das Lesen konzentrieren und auch an die schlechten Zustände denken: dass ich, wenn sie kommen, behüte, nicht anfange, in ihnen zu versinken, sondern einfach im Voraus plane, soweit ich es will — wenn irgendein kleiner Fall kommt, füge ich ihn sofort meinem Zustand an, dem Aufstieg, dann steige ich noch mehr auf. Verstehst du. Woher kommen die Aufstiege? Daraus, dass du die Abstiege dem festen Zustand hinzufügst. Also wirklich sich so im Voraus vorbereiten.

Ja. 13:41

Schüler: Wir haben gelernt, dass ich die Gruppe in dem Maß stärken muss, in dem ich will, dass die Gruppe auf mich einwirkt.

Rav: Die Gruppe muss man in dem Maß stärken, in dem ich will, dass die Gruppe auf mich einwirkt. In welchem Maß denn sonst sollte ich sie stärken, wenn nicht in diesem Maß? So viel, wie ich in ihnen die Notwendigkeit für mich sehe, so komme ich, sie zu stärken.

Schüler: Wenn es mir scheint, dass man von mir fordern muss, auch wenn ich weiß, dass ich schwach bin, dass ich keine Kraft habe, Dinge zu tun — muss ich mich dann auch so verhalten, muss ich schreien und von den Freunden fordern, dass sie tun, was ich denke, dass sie tun sollen?

Rav: Klärt alles in der Gruppe. Fordern ist gut, fordere, sieh, wie sie reagieren. Dass sie dich nicht verprügeln, weißt du. Fordere. Besser Lärm machen als still sitzen, ganz sicher. Wir haben keine Angst vor Durcheinander, das ist besser. Dieses schlafende Bett da, dieses allgemeine — schlimmer geht es nicht. Besser, wenn ein Mensch aufspringt, schreit, nicht einverstanden ist, das ist.. das ist.. daraus kommen Veränderungen. Und der Charakter der Gruppe, dass sie jeden so an seinen Platz stecken will, das ist nicht gut. Nicht gut. Es muss eine allgemeine Geduld für die Routine geben, und man muss wissen, dass das der Weg ist, und wir müssen daran festhalten, bis wir alle Unterscheidungen bekommen, und so Schritt für Schritt gehen, so konsequent. Aber zusammen damit muss es einen Ausbruch geben. Keine Angst haben.

Ja. 15:49

Schüler: Was ist Absicht? Also, wie kann man Absicht überhaupt verstehen?

Rav: Was ist Absicht? Dass ich zu dir komme und sage: „Was für ein schöner Mensch du bist, was für ein guter Mensch du bist, so einen wie dich habe ich noch nie gesehen." Aber währenddessen arrangiere ich es von der Seite, dass man dir solche Dinge gibt, solche Dinge in dich hineinbringt, dass du nicht weißt, wo du bist. Das nennt man „Absicht". Es gibt also eine Handlung und es gibt eine Absicht.

Die Handlung ist, dass ich zu dir komme und sage: „Pe pe pe pe pe..", und meine Absicht ist, dir zu schaden, behüte, sagen wir. Alles hängt also von der Absicht ab und nicht von der Handlung. Die Handlung kann aussehen, wie sie will, aber die Hauptsache ist die Absicht. Du siehst einen Menschen, der einem anderen ein Messer hineinstößt. Das kann ein Chirurg sein, das kann ein Mörder sein. Was ist der Unterschied zwischen ihnen? Welche Handlung? Die Handlung ist dieselbe. Er öffnet einen Körper. Richtig? Nu..? Aber alles hängt von der Absicht ab. 16:58

Schüler: Wir wenden die Absicht gegenüber dem Schöpfer an.

Rav: Ich hatte einmal eine sehr schmerzhafte Schwellung, und ich kam zu einem Freund, er war auch Naturheilkundler, Arzt, und er schaute mich an und wollte so anfassen. „Nein, nein, nein." Da sagt er: „In Ordnung. Schau nur, was ich mache. Ich nehme ein Buch.." Er nahm so ein Buch, ein Medizinbuch, weißt du, das ist so eine kalte Waffe, das ist etwas. Ein paar Kilo. Er sagt: „Ich gebe dir jetzt einen Schlag, aber danach verschwindet es."

Ich.. weißt du, das war ein schreckliches Gefühl. Ich stimmte zu. Wenn jemand von außen zugeschaut hätte.. weißt du, ich, kaum konnte ich.. Ich erinnere mich daran. Nein, ich konnte es nicht berühren. Das war wirklich so etwas.. Er gab einen Schlag, alles verschwand. Wie soll man das also von außen sehen? Verstehst du? Ich weiß nicht, bei uns hängt alles von der Absicht ab.

Schau dir Politiker an. Manchmal stoße ich auf sie. Das ist wirklich.. Was wir sehen, was wir in der Presse lesen, was man uns im Fernsehen zeigt, das ist die Handlung. Die Absichten sind hinter dem Vorhang, und dort ist es etwas ganz anderes. Ihr Denken, auch wie sie drinnen unter sich reden, und wie sie noch innerlicher denken, und so weiter..

Alles bestimmt die Absicht, nicht die Handlung. Handlung und Absicht gehen nur bei Tieren zusammen. Tiere, Vieh, Unbelebtes, Pflanzliches, Belebtes. Der Sprechende hat schon eine Absicht und eine Handlung, sogar in der tierischen Form in unserem Leben. Verstehst du? Bei Tieren und Vieh, manchmal, wie sie lügen, wie sie fangen wollen, und es gibt solche, die stellen sich sozusagen schlafend, und nähern sich, und dann fangen sie. 19:10

So etwas gibt es, aber das ist Natur. Das ist keine Planung. Aber bei den Menschen fängt es schon an, wirklich zwei völlig getrennte Dinge zu sein, und beim Diener des Schöpfers ist es schon seine Waffe. Seine Waffe. Es gibt nichts anderes außer der Absicht. Es kann ein Mensch kommen und hier in unserer Gemeinschaft arbeiten, in der Küche und in der Verbreitung und in allem, was du siehst, dass wir hier herumlaufen und tun, und er wird der Allerbeste sein, und seine Absicht wird sein, Leiter zu werden.

Dann wird er eben Leiter sein, vielleicht am Ende, wir werden sehen, er ist wirklich ein guter Kerl, er soll Leiter sein. Aber er wird davon nichts von der Spiritualität haben. Am Ende, weil er mit uns eingeschlossen ist, wirkt es auch auf ihn, und er wird sich verändern. Aber er wird sich so verändern, dass sich ihm die Absicht ändert, und dann wird er sich ändern. Aber es kann nicht sein, dass er.. dass.. Fortschritt gibt es nur in der Absicht. Nichts anderes. 20:29

Schüler: Wie kann man also..

Rav: Die Absicht ist meine innere Beziehung aus meinem Herzen, also von meinem innersten Punkt zu etwas oder zu jemandem. Das nennt man „Absicht", eine Beziehung. Vielleicht verwirrt das Wort selbst.

Nu.. frag.

Schüler: Wie kann ich..

Rav: Wie prüfst du deine Absicht? Du weißt es nicht. Du weißt nicht, was in deinem Herzen ist. Wirklich, du weißt es nicht. Der Mensch weiß es nicht, und gewöhnlich fragt er sich auch nicht.

Schüler: Wie mache ich die Unterscheidungen, mit denen ich vorankomme?

Rav: Nach und nach.. Zuerst einmal: Wie kannst du dich überhaupt verhalten? Wenn wir sagen, dass unsere ganze Absicht zum Schöpfer hin sein muss, dann ist mir bei allen Dingen außer dem Schöpfer die Absicht egal. Ich beziehe mich überhaupt auf nichts. Sondern zuerst muss ich meinen inneren Punkt an den Schöpfer binden, an Ihn, sodass meine Beziehung zu Ihm ist, sodass der Punkt, mein Herz, der allerinnerste Punkt, mit Ihm verbunden ist.

Das heißt, Er wird dort sein. Ich bringe Ihn sozusagen in mein Herz hinein. Und danach, jetzt mit meinem Herzen, wende ich mich hin und mache alle möglichen Dinge um mich herum. Gemeinschaft, Leben, mit der Familie, Arbeit, egal was, aber zuerst das. Und dann heißt es, dass meine Beziehung zu Ihm mir das ganze Leben bestimmt. Und auf diese Weise bin ich sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Diese ganze Welt und das ganze Leben, das ich hier habe, kommen dann zu mir als Mittel. Denn so sehr sie mich stören, den Schöpfer in meinem Herzen zu halten, und ich widerstehe dem und stärke diese Verbindung in meinem Herzen, dann heißt es, dass „die ganze Welt es mir wert ist", und das wird Fortschritt sein. Mehr braucht es nicht. Nur das. Halte daran fest, fertig. Das nennt man „die ganze Tora auf einem Bein". Daraus wird deine Beziehung zu allem schon die Verbindung mit Ihm bestimmen.

Ja. 22:59

Schüler: Man sagt, dass die Absicht die Hauptsache ist, aber ohne Handlung..

Rav: Die Hauptsache ist die Absicht. Warum ist die Absicht die Hauptsache? Weil sie die Beschaffenheit der Handlung bestimmt. Aber eine Absicht ohne Handlung, sagt er, das ist wie ein Engel. Das ist kein Mensch. Das heißt, er verändert sich nicht, er verbessert sich nicht, er kommt nicht voran. Denn was ist Absicht? Dass ich meine Verbindung mit dem Schöpfer in meinem Herzen gefunden habe, dass ich den Schöpfer in mein Herz hineingebracht habe, das nennt man, dass ich die Absicht gemacht habe.

Und jetzt, was weiter? Wenn ich darauf keine Störungen zulasse, dann werde ich die Absicht nicht stärken, und dann werde ich nicht zu Ihm vorankommen, dass Er mein ganzes Herz füllt und nicht nur den inneren Punkt. Was brauche ich also? Ich habe Ihn in mein Herz hineingebracht, jetzt muss ich ins Leben hinausgehen, wie man sagt. Zu allem Möglichen: zur Arbeit, zur Familie, zu den Freunden, zum Lernen, zu allen möglichen Dingen — zusammen mit diesem Punkt.

Jetzt fängt dieser Punkt an, Störungen zu bekommen. Und aus diesen Störungen heraus, wenn ich diese Störungen überwinde und trotzdem, obwohl ich mich mit ihnen beschäftige, denselben Punkt der Verbindung mit dem Schöpfer bewahre, dann wird dieser Punkt größer, er wächst, und das heißt, dass ich die Handlung mache, den Punkt zu vergrößern.

Dann wächst der Punkt zu zehn Sefirot. Das nennt man „Absicht und Handlung". Das ist danach das, was wir beim Parzuf lernen: dass es zuerst einen Kopf gibt, man erfasst die Verbindung mit dem Schöpfer — wie viel man empfangen kann, geben, was, wie, was —, und danach die Handlung. Danach füge ich dem auch meine anderen Wünsche hinzu, wie ich damit arbeiten kann. Danach wird es wirklich zu zehn Sefirot, zu einem Parzuf. 25:01

Schüler: Kann man sagen, dass die Handlung letztlich ein Ergebnis der Absicht ist?

Rav: Die Handlung ist kein Ergebnis der Absicht, die Handlung muss nach der Absicht kommen. Aber die Handlung kann völlig so aussehen, als hätte sie mit der Absicht nichts zu tun. Ich gehe jetzt in die Küche Fleisch schneiden, nu, für den Schabbat. Nu, was ist da ein Ergebnis? Du willst so sagen: Ohne die Absicht würde ich im Leben keine Handlung machen. Sehr gut, das heißt, dass du eine Einschränkung machst und dich von allem abtrennst, die Verbindung mit dem Schöpfer findest und danach daraus heraus wirkst. Richtig. So arbeitet man wirklich. So arbeiten wir aus den Handlungen, ja, aus dem Lernen.

Schüler: Was ist die Verbindung zwischen Absicht und Ziel?

Rav: Die Verbindung zwischen Absicht und Ziel ist, dass es zuerst ein klares Ziel geben muss, daraus die Absicht und danach die Handlung. Die Absicht ist schon eine Wirkung, sie ist schon das Festlegen der Verbindung. Aber woher bist du zu dieser Absicht gekommen, dazu, dass du eine Verbindung mit dem Schöpfer finden willst? Daraus, dass du zuerst anfängst, das Ziel zu erkennen.

Ja.

Schüler: ... 32. „Die Tora besteht nur in dem, der sich für sie tötet." Wie kann ich in Begriffen von Leben und Tod sprechen, wenn ich noch nicht weiß, was Leben ist, zumindest in Bezug auf die Arbeit?

Rav: „Die Tora besteht nur in dem, der sich für sie tötet." Das heißt, dass das Licht der Tora — Tora heißt in der Regel das Innere Licht, das in den Parzuf eintritt — in dem besteht, der sich für sie tötet. Das heißt, wer seinen Willen zu empfangen um zu empfangen getötet hat, und „für sie", für die Tora, das heißt, er ist gemäß der Tora im Willen zu geben geworden, so wie das Licht — dann besteht die Tora in ihm, er wird wirklich selbst zum Licht. Das nennt man Tod, Tod für die Absicht um zu empfangen. 27:27

Schüler: Ist das auch das, wovon wir sprechen, sagen wir, Selbsthingabe in der Arbeit, ist das auch..?

Rav: Äh?

Schüler: Und hängt das mit dem Begriff Selbsthingabe in der Arbeit zusammen?

Rav: Ja, das nennt man Selbsthingabe. Was ist Selbsthingabe? Dass ich mein Ich, das heißt Nefesch, das tierische, die Nefesch des Menschen, hingebe, das heißt, dass ich eine Einschränkung darauf mache. Ja, übertragt diese Dinge in die Begriffe, die ihr in der „Einführung" lernt, im „Talmud Eser Sefirot", dann werdet ihr euch nicht verwirren.

Außerdem, „die Tora besteht nur in dem, MI", weißt du, „MI" heißt, das ist Bina, das heißt Malchut, die zu Bina aufgestiegen ist. Darin gibt es eine noch innerlichere Auslegung.

Schüler: Dann habe ich noch einmal eine Frage, die mit der Frage zusammenhängt, die ich gestern gestellt habe. Wenn ich mein Ich jetzt in denselben Punkt setze, der nicht auf sich selbst schaut, sondern versucht, von der Seite zu schauen, und ich bringe mein Ich nicht in meine Wünsche hinein und ertrinke sozusagen nicht in mir selbst — wie kann ich mich dann wirklich töten? Noch einmal, wenn ich nicht schaue..

Rav: Wenn du aus diesem Beispiel keine Verbindung zu einem anderen Beispiel ziehen kannst, dann wirf eines von ihnen weg. Ganz einfach, sage ich dir. Wir nehmen irgendwelche Beispiele aus unserem Leben. Ich sage dir: Entferne dich von diesem Punkt, stell dir vor, dass du draußen bist oder drinnen oder irgendwo. Ich gebe dir irgendeine Veranschaulichung für einen bestimmten Fall. Du kannst sie nicht auf all die tausendundein anderen Weisen und Zustände ausdehnen, die es gibt.

Manchmal spricht man in einer Linie, manchmal in drei Linien, manchmal spricht man zu einem Menschen, der einfach in einem tierischen Willen ist: wie er aus dem tierischen Willen herauskommt, um ihn von außen zu sehen. Dazu brauchst du, sagte ich, ein wenig Empfindung der Göttlichkeit, sozusagen ein Tröpfchen, was es heißt, sich selbst von außen zu sehen und so weiter. Darüber sprechen manchmal auch Psychologen. Das sind Dinge auf niedrigen Stufen, das ist noch für jeden Menschen verständlich.

Ich sage dir also: Nimm das Beispiel nicht für jeden Ort, sondern nur dort, wo ich es gesagt habe, dort benutze es. Und wenn du dich nicht verwirren willst, dann finde immer dieselbe Geschichte in der Sprache der Kabbala. Übertrage sie aus jeder Sprache in die Sprache der Kabbala. Die Sprache der Gesetze und Halachot, die Sprache des Midrasch, die Sprache der Aggada, die Sprache des Chumasch, des Tanach, egal in welcher Sprache, einfach die gesprochene Sprache des Lebens, egal. Übertrage es in Sefirot, Parzufim, Bchinot, Aviut, Zakut und all diese Dinge.

Wenn du also all diese Dinge in eine Sprache bringst, dann kannst du sie in einer Sprache irgendwie miteinander vergleichen und daraus eine Art Wissenschaft oder einen einheitlichen Zugang machen. Sonst kommt bei dir Verwirrung heraus. Es muss irgendeine gemeinsame Grundlage für all das geben.

Ja. 30:56

Schüler: Er schreibt hier im Artikel, dass beim Lernen der Tora das Problem ist, dass es keine wahre Absicht im Herzen gibt, und dass man eine wahre Absicht im Herzen nur aus der Größe des Ziels erwerben kann, aus der Größe des Schöpfers. Was passiert, wenn so ein Mensch, wie du gesagt hast, jetzt in so einem mondsüchtigen Zustand ist? Auch wenn er sich an die Gemeinschaft wendet, sogar wenn er die Kraft hat, sich an die Gemeinschaft zu wenden, die Gemeinschaft ... mit ihm, und es geht einfach an ihm vorbei, er schafft es nicht, nach innen zu kommen. Es gibt nicht die Empfindung der Größe, er hat irgendeine Dunkelheit, auch wenn die Gemeinschaft ihm alles Mögliche sagt..

Rav: Unsere Gemeinschaft überhaupt, diese ganze Gruppe, „Bnei Baruch", wie sie heißt — wenn du von der Seite schaust, siehst du kein so schönes Bild. Weißt du, es steht geschrieben, dass Petachja in die Stadt kam, so steht es bei einem Propheten, in Diwrej haJamim, glaube ich, ich erinnere mich nicht, und er sammelte in der ganzen Stadt einfache und leere Menschen, leer, leer, und nahm sie in die Wüste, und sie gingen und verschwanden einfach so. Der Rabbi hat das dann so ausgelegt: Petachja kam, das heißt, das war ein großer Mann, der eigentlich die Kanäle der Fülle öffnete. Er sammelte aus der ganzen Stadt wirklich Menschen, die sich selbst als leer empfanden, und nahm sie in die Wüste, an einen Ort, an dem sie sich noch schlechter fühlten, um sie danach zu öffnen und zu füllen.

Denn so sehr sich ein Mensch dem Schöpfer nähert, sieht er sich, weil er sich mit dem Schöpfer vergleicht, immer schlechter und immer mehr als nichts. Wenn du also mit dem Kabbalisten sprichst.. Ich erinnere mich, in Rechovot, als ich anfing, so zur Umkehr zurückzukehren, ich dachte, es ist etwas an ihnen dran, da fragte ich, aber sie wollten: „Setz dich, lerne Gemara." Nu, gut, ich lerne Gemara, aber was weiter?

Was weiter? Das ist es, das ist Tora, und man muss lernen, fertig, „das Lernen der Tora wiegt alles auf". „Zeigt mir irgendeinen Kabbalisten", sagte ich. Sie sagten mir: Wenn du einen Kabbalisten siehst, dann wirst du einfach so (Rav zeigt Zittern) neben ihm sein. So sagten sie. Wirklich, ich lüge nicht. Ich dachte wirklich, das ist.. Was für eine Wucht muss ein Mensch haben, dass so.. Aber ich bin dem Charakter nach sehr technisch, weißt du, was ist das, so eine (Rav zeigt Zittern) Maschine, die mir Vibrationen macht, was muss das sein?

Bis ich anfing, ein wenig Menschen kennenzulernen, die mit der Kabbala verbunden sind, auch schon vor meinem Rabbi, sehr einfache Menschen. Und wenn du sie kennst und zu ihnen zum Lernen kommst, siehst du, wie sehr sie überhaupt ohne jede äußere Hülle sind. Ich habe es bei ihnen wirklich gefühlt, und danach habe ich verstanden: Was passiert mit einem Menschen, der vorankommt? Während er vorankommt, enthüllt er die ganze Zeit mehr von seiner Innerlichkeit, noch mehr Innerlichkeit, noch mehr Innerlichkeit. Und das Äußere wirft er dann jedes Mal sozusagen weg — die Innerlichkeit von heute wird morgen mein Äußeres sein, also werfe ich es weg. Die Innerlichkeit von übermorgen wird.. Verstehst du, jedes Mal wird das Äußere zu einer überhaupt überflüssigen Hülle.

Anders bei Menschen, die sich die ganze Zeit nach dem Äußeren sehnen. Die kommen und ziehen sich immer mehr an und müssen sich immer mehr zeigen. Das ist die ganze Sache mit der Mode, mit dem Make-up, mit allen möglichen Dingen. Die ganze Zeit, weißt du, muss man sich verändern, muss man dies und das.. Und ich war wirklich verblüfft: Ich komme, ich lerne, mit dem Ohr höre ich wunderbare Dinge, ich schaue den Menschen an, das ist.. Er sieht wirklich aus wie einer vom Markt. Verstehst du, das ist ein Wunder. So ist das. Deshalb kann unsere Gemeinschaft nicht anders sein, sie kann nicht mehr sein, als sie jetzt ist.

Es kann nicht sein, dass ein Mensch zum Äußeren hingezogen wird, wenn er innen zur Innerlichkeit hingezogen wird. Das eine ist gegen das andere. Wir sehen das auch an uns selbst, da hilft nichts.

Mein Freund aus Jerusalem, den wir alle kennen — ich erinnere mich, dass er Tage hatte, an denen er keine Tefillin legte. Wie kann es sein, dass ein charedischer Mensch, der geboren wurde in.. das ist ein Satmar-Chassid, ich weiß gar nicht, wie ich es sagen soll, das heißt, charedischer geht es nicht, Neturej Karta. Der so geboren wurde — wie kann es sein, dass ihm so etwas passiert? So eine Krise. Und das ist kein Einzelfall, ich kenne solche, die auch mit derselben Frage zu mir kommen: Wie müssen wir, wie können wir uns vor unserer Gemeinschaft schützen, wenn wir sehen, wie das ist — ich will nicht, oder ich will doch, ich kann nicht jeden Augenblick auf mich selbst aufpassen, aber man sieht, dass mir etwas passiert.

Das heißt, ein charedischer Mensch, der schon in die Innerlichkeit versunken ist, verliert die Empfindlichkeit für das Äußere, fängt an, die Empfindlichkeit zu verlieren. Ich erinnere mich, als ich anfing, beim Rabbi zu lernen, hörte ich auf.. Ich verließ sofort mein Geschäft in Rechovot mit den Zähnen. Mir ging die Empfindlichkeit verloren, in feiner Technik zu arbeiten, in feiner Mechanik, und überhaupt für das Äußere.

Wenn wir also einander anschauen, schauen wir auf die Innerlichkeit. So sehr ein Mensch wirklich zur Innerlichkeit gehört, so wenig ist er vom Äußeren beeindruckt. Aber sagen wir, wenn wir dich jetzt zu irgendwelchen wichtigen Menschen bringen, die schön aussehen, dann wirst du davon noch beeindruckt sein, weil du.. weil du noch keine starke Verbindung zur Innerlichkeit hast, du bist noch nicht so darin versunken, dass du die ganze Zeit darauf konzentriert bist, also wirst du beeindruckt sein. Und danach, wenn wir dich nach einigen Jahren nehmen, wirst du schon weniger beeindruckt sein.

Ja. 38:41

Schüler: Wie ist es in einem Zustand, in dem im Menschen innen Dunkelheit ist, nichts da ist, er nichts sieht, Leere, er weiß, dass er in so einem Zustand ist, und er sucht Begeisterung³ von der Gemeinschaft? Aber auch die Begeisterung, die ihm die Gemeinschaft gibt, geht sozusagen an ihm vorbei, es kommt nicht nach innen, weil dort sowieso Dunkelheit ist, also schafft es das nicht, nach innen zu kommen.

Rav: Ein Mensch, der sich im Zustand des Falls befindet, ist auch in der Gemeinschaft wirklich wie ein Kadaver, er schleppt sich wie eine Leiche, er ist in ihr, und von sich aus kann er nichts tun. Und von sich aus fühlt er, dass er tot ist, und er fühlt nicht, dass es auf ihn wirkt, aber es wirkt. Deshalb heißt es, dass du tot bist, weil du nicht fühlst, dass es wirkt. Aber trotzdem macht man ihm inzwischen eine Wiederbelebung, wie sagt man, Wiederbelebung, und nach und nach belebt man ihn.

Daran muss man glauben und wirklich weitermachen, noch einen halben Tag, noch einen Tag, zwei Tage, und es geht vorbei. Es geht darum, wie sehr du dich denen hingibst, die sich um dich kümmern, der Gemeinschaft. Das heißt: Trenn den Kopf ab, mach mit deinem Körper alles, was sie wollen, das war's, als hättest du überhaupt keinen Kopf. So lernen wir es auch aus der Kabbala, was der Kleine heißt: dass der Große die ganze Zeit alle Berechnungen macht und der Kleine ausführt. In der Spiritualität ist es so. Nicht wie bei uns im Leben, wo der Kleine einen Kopf hat und den Großen herumdreht, weißt du, wie ein Kind die Mutter herumdreht. Nein, in der Spiritualität ist es so, dass du dich dem Oberen hingibst, du bekommst seinen Kopf, und wirklich in Hingabe, das war's. Und danach vergrößerst du deinen Kopf, aber du schaust auf ihn wie auf den, den er hat. Immer, die ganze Zeit so, im Lernen von ihm.

Nu, das war's, es ist vier.

(Ende der Lektion)