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03 - 10 September 2026

Lesson 510. Sep. 2026

Baal HaSulam. Talmud Esser HaSfirot. Band 1. Teil 2. Kapitel 1

Lesson 5|10. Sep. 2026

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Morgentranskript 15.11.2007

Baal HaSulam, Buch „Talmud Esser haSfirot", Band 1, Teil 2,
S. 40, Punkte 5–6

Vorleser: „Talmud Esser haSfirot", Band 1, Teil 2, Blatt 40, Punkt 5, Worte des Ari.

Punkt 5
Die Ordnung der Entstehung der zehn Sefirot von Igulim. Der Kav wird Adam Kadmon genannt

„5) Und (80) dieser Igul, der erste und am meisten mit Ejn Sof verschmolzene, wird Keter von Adam Kadmon genannt. Danach breitet sich dieser Kav weiter aus, und (90) breitet sich wenig aus, um sich abzurunden und (100) der zweite Igul entsteht innerhalb des ersten. Dieser Igul wird als (200) Igul Chochma von Adam Kadmon bezeichnet. Und breitet sich noch ein wenig weiter nach unten aus, rundet sich nochmals ab, und es entsteht der dritte Igul innerhalb des zweiten, der (300) „Igul Bina von Adam Kadmon“ heißt. Und auf diese Weise ging es weiter, wurde ausgebreitet und abgerundet bis hin zum zehnten Igul hinab, der als „Igul Malchut von (400) Adam Kadmon“ bezeichnet wird. Demnach haben wir die Angelegenheit der (1) zehn Sefirot geklärt, die in Form von zehn Igulim, (2) einer innerhalb des anderen, entstanden sind."

Vorleser: Or Pnimi zu Punkt 100, in Spalte 2, Blatt 42, Spalte 2, letzter Absatz.

„Verstehe dabei auch, dass, nachdem die Igulim das Licht mittels des Kav empfangen haben, entstand sowohl in ihnen als auch in den zehn Sefirot von Igulim eine Trennung unt Unterteilung der Stufen in große und kleine. Und Seir Anpin wurde wichtiger und größer als die Bchina Dalet bzw. Malchut, denn im Gegensatz zu Malchut, wo es kein Licht gibt, gibt es Licht in Seir Anpin, der die Bchina Gimel darstellt. Und anders als in Seir Anpin hat die Sefira Bina von Igulim ein noch größeres Licht, das die Bchina Bet darstellt und von der Bchina Dalet noch weiter entfernt ist, usw. Allerdings haben sich diese ganzen Stufen nicht aufgrund der Kelim gebildet, sondern infolge des Lichtes des Kav, das sie erhalten, und merke dir das." 02:31

Rav: Das heißt: Zwischen den Kelim in den Kreisen von vorher und den Kelim jetzt gibt es keinen Unterschied. Der Unterschied entsteht nur, weil das Licht sie über die Linie füllt. Und das Licht der Linie ist ganz und gar durch den Massach begrenzt und in die Lichter von NaRaNCHaY aufgeteilt, und noch einmal NaRaNCHaY, und noch einmal NaRaNCHaY in ihren verschiedenen Arten. Wenn diese Lichter also in die Kreise eintreten, entsteht allein durch die unterschiedliche Füllung in den Kreisen ein Unterschied zwischen ihnen.

Und zwar ein Unterschied, der nicht in den Kreisen selbst liegt, zwischen äußerem Kreis und innerem Kreis. Solche Unterschiede gab es auch vorher: Das ist der Kreis Keter, das der Kreis Chochma, das der Kreis Bina. Aber es gab in den Kreisen keinen Unterschied von oben, unten, rechts, links. Und im Licht, das sich in den Kreisen befindet, gab es diesen Unterschied nicht — dass das Licht nach der Awiut geordnet gewesen wäre, nach dem Kli, das sich offenbart.

Das Licht, das durch den Kanal geht, bekommt vom Kanal eine klare Aufteilung nach bestimmten Eigenschaften. Jetzt ist es ähnlicher, weniger ähnlich. Oben, unten. Rechts, links. Gut, schlecht und so weiter. Alle möglichen Unterscheidungen. Und mit all diesen Unterscheidungen tritt es in die Kreise ein.

Und dann sehen wir im Kreis, wie all diese Lichter die Kreise sozusagen verändern: Sie unterscheiden sich jetzt nicht mehr nur voneinander als äußerer und innerer Kreis, äußerer Kreis und innerer Kreis, sondern auch in allen möglichen Formen der Linie, die jetzt in ihnen ist.

In Ordnung? Nehmt irgendein Rohr, dreht es vielleicht sogar irgendwie, spritzt Wasser oder etwas anderes hindurch, und ihr werdet sehen: Soviel Wasser auch herauskommt, es kommt immer noch in der Form des Rohrs heraus, obwohl es in den weiten Raum austritt. Der Kanal überträgt also über das Licht seine Eigenschaften auf die Kreise. Das Licht ist hier der Überträger, das Mittel.

Weiter. 05:15

Vorleser: Punkt 200 und 300; 200 und 300 werden im Or Pnimi erklärt.

„Dieser Igul wird als (200) Igul Chochma von Adam Kadmon bezeichnet. Und breitet sich noch ein wenig weiter nach unten aus, rundet sich nochmals ab, und es entsteht der dritte Igul innerhalb des zweiten, der (300) „Igul Bina von Adam Kadmon“ heißt. Und auf diese Weise ging es weiter, wurde ausgebreitet und abgerundet bis hin zum zehnten Igul hinab,".

Vorleser: Punkt 200 und 300, Or Pnimi.

„200, 300. „Igul Chochma von Adam Kadmon“, „Igul Bina von Adam Kadmon“ Wir haben bereits studiert, dass mit diesen Namen die vier Phasen benannt werden, deren Wurzel – das Verlangen zu empfangen, das im Höheren Licht eingeschlossen ist – als Keter genannt wird. Die erste Ausbreitung zur Schöpfung, d. h. die Bchina Alef, wird Chochma genannt. Die Bchina Bet nennt sich Bina. Die Bchina Gimel nennt sich Seir Anpin, oder die sechs Sefirot: Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod. Die Bchina Dalet nennt sich Malchut. Und nur in dem Fall wenn wir über das erste Material, das in ihnen eingeschlossen ist, sprechen, so nennen wir sie nach den Namen der vier Phasen und der Wurzel. Wenn dagegen diese vier Phasen ihre Reshimot bereits enthalten, wie es der Fall in der Welt des Zimzum war, so nennt man sie mit den Namen: Keter, Chochma usw. wie bereits geklärt.
Nun wollen wir den Sinn dessen betrachten, dass sie diese Namen erhalten: die Wurzel wird Keter (Krone) genannt, da sie nicht in die Kelim der Schöpfung eingekleidet ist, sondern sie umgibt und krönt die Kelim außerhalb. Und Keter wird er auch als der "allem Vorangehende" bezeichnet.
Die Bchina Alef nennt sich Chochma (Weisheit, Wissenschaft), weil aus ihr die Weisheit der Tora und alle Arten von Weisheiten hervorgehen, die in der Welt in ihrer endgültigen Form existieren. Und unsere Weisen haben diesen Namen bereits treffend definiert, indem sie sagten: „Wer ist weise? Der das Entstehende sieht.“ (Traktat Tamid 32). Das bedeutet, dass er, sobald er etwas betrachtet, das Entstehende und das daraus Hervorgehende sieht, das heißt, er sieht alle zukünftigen Ergebnisse, die aus jener Sache hervorgehen werden, bis zu ihrem letzten Ergebnis.
Wenn man beispielsweise meint, dass ein Arzt ein Weiser ist, so meint man, dass in jeder Krankheit, die er untersucht, er die kleinsten bis zum endgültigen Ergebnis auftretenden Details aller Wirkungen sieht, die aufgrund dieser Krankheit entstehen können."
08:24

Rav: Denn in Chochma klären sich zum ersten Mal sowohl das Licht als auch das Kli in ihrer Fülle. Und der Schöpfungsgedanke ist dort, zusammen mit dem Kli, das ihn empfängt. Das heißt: Wenn wir klären, was wir in Chochma haben, dann erfassen wir alles. Das ist es, was „alles hast Du in Weisheit gemacht" genannt wird.

„Er sieht auch vollständig alle Wirkungen der Heilmethoden, die die eine oder die andere Heilmethode im Körper des Patienten hervorrufen kann." Das ist schon die Chochma, die nahe an Bina ist, denn Bina ist das Heilmittel. „Ebenso sieht ein Naturwissenschaftler bis zu den kleinsten Details alle Ergebnisse vorher, die ein Zusammenwirken dieses oder jenes Objektes mit der allgemeinen Wirklichkeit herbeiführt. Und das gleiche gilt für die anderen Wissenschaften. Jede Bestimmung des Begriffes „der Weise“ oder „die vollkommene Weisheit“ besteht nur in der Eigenschaft „des Sehens des Entstehenden“ real in jeder Einzelheit, in den Details bis zu den Endergebnissen.
Erfahre daraus ebenfalls die richtige Begriffsbestimmung des Namens „Bina“ (Verstand, Vernunft, Betrachtung), die die ganze „Kraft der Betrachtung bzw. der Sicht“ ausmacht, um das aus jedem Detail Entstehende in der Wirklichkeit zu sehen. Sowohl in der Kabbala als auch in den äußeren Wissenschaften, stammt diese Kraft aus der Sefira „Bina“ und trägt deshalb diesen Namen. Und von der Sefira Malchut (Königreich) stammt die Eigenschaft der absoluten Macht mit Kraft und Zwang, nach dem Beispiel der Ehrfurcht vor der Macht eines Königs, und deshalb wird dies „Malchut“ genannt. Die weiteren Sefirot werden an den entsprechenden Stellen weiter betrachtet.
Und man sollte sich nicht davon täuschen lassen, dass entsprechend dem oben Gesagten eigentlich die Sefira Bina der Sefira Chochma vorausgehen müsste. Womöglich so, dass eine Betrachtung und ein Streben dazu, das Entstehende zu erkennen, zuerst vorausging und dann die endgültige Vollkommenheit hervorrief, die nun die Chochma bzw. die Weisheit genannt wird. Das Gegenteil ist hier der Fall. Wir haben bereits aufgeklärt, dass die Entstehung der Welten unserem Verständnis entgegengesetzt ist, und die Erfüllung des Verlangens geht zuerst voraus und ruft die Offenbarung des Verlangens hervor (s. oben, Punkt 80, beginnend mit den Worten „Und wie wir“)."
Das Licht geht dem Kli voraus. „Und so geht auch hier die Vollkommenheit zuerst voraus und ruft eine Manifestation des Unvollkommenen hervor," Obwohl es uns anders erscheint, nämlich dass wir vom Unvollkommenen zum Vollkommenen kommen — aber so erwacht bei uns die Erlangung. Unsere Erlangung dagegen wird vom Vollkommenen zum Unvollkommenen hin herbeigerufen. „denn so breiten sich die Stufen der Welten aus und steigen aus Ejn Sof herab, nach dem Zimzum, eine nach der anderen, bis zu dieser Welt - „Olam haSe“, die am meisten beschädigt ist."

Ja.

11:49
Schüler: … die Methode der Korrektur besteht darin, Or Makif zu ziehen? Dass die Vollkommenheit vorausgeht …

Rav: Du kannst von nirgendwoher Hilfe bekommen außer durch dein eigenes korrigiertes Beispiel. Was heißt „Heilmittel", ja? Das Heilmittel kommt gewissermaßen, um dir das zu ergänzen, was dir im Körper fehlt. Woher weißt du, was im Körper fehlt? Du musst wissen, was ein korrigierter Körper ist und was ein verdorbener Körper ist, und den Abstand zwischen beiden musst du auffüllen. Woraus füllst du auf? Aus eben diesem Unterschied, der aus der gesunden, korrigierten Form zu dir kommt — das ist das Heilmittel. Das ist das Licht, das zum Guten zurückbringt. Dass ich den Abstand zwischen mir und dem guten Zustand fühle, ruft genau die Menge und die Qualität des Lichts herbei, die nötig ist, um mir diesen Abstand aufzufüllen. Und deshalb offenbart sich die Vollkommenheit; in dieser Vollkommenheit offenbart sich das unvollkommene Ich, und dann fange ich an, dieser Vollkommenheit gegenüber zu arbeiten.

Klar? Wollt ihr nicht? Nicht wichtig. Nu.

Schüler: Punkt 400, Or Pnimi, erklärt Malchut de Adam Kadmon. Punkt 400.

„400. „Adam Kadmon“ Die erste Welt, die nach dem Zimzum erschaffen wurde, nennt sich die Welt Adam Kadmon (Urmensch, ursprünglicher Mensch) und wird auch als die Welt Keter bezeichnet. Die vier Welten Azilut, Brija, Yezira und Assija kleiden sich in die Welt Adam Kadmon."

13:47
Schüler: Punkt 1, Or Pnimi, erklärt die Sache der zehn Sfirot. Punkt 1.

„1. „Zehn Sefirot“ Trotz der Tatsache, dass man nicht mehr als vier Stufen, d. h. die vier bekannten Phasen, hat, gibt es in ihnen gleichwohl die zehn Sefirot, weil die Bchina Gimel, Seir Anpin bzw. Tiferet genannt wird, die die sechs Sefirot Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod beinhaltet. Und den Sinn des Gesagten werden wir an der entsprechenden Stelle erklären.
Und hier sollte man eine Genauigkeit verstehen, über welche im Buch „Yezira“ (Kapitel 1, Mishna 4) gesagt wird: „zehn und nicht neun“. Der Hauptgedanke besteht nach unserer Erklärung darin, dass das ganze Leuchten der Sefirot vom Höheren Licht kommt. Sogar die Igulim, die sich in einer einheitlichen Gleichheit befinden, leuchten nicht in der Bchina Dalet, die Malchut genannt wird. Und mit dem Namen „Sefira“ bezeichnet man ausschließlich das Licht und das Kli zusammen, wo das Höhere Licht in das Kli gekleidet ist. Ein Kli ohne Licht wird dagegen nicht mit diesem Namen bezeichnet, da das Wort „Sefira“ ein Leuchten bzw. eine Klarheit bedeutet.
Demnach könnte womöglich der Gedanke entstehen, dass Malchut nicht eine Sefira wäre, da in ihr das Höhere Licht nicht leuchtet. Deshalb präzisiert der Autor des Buches „Yezira“ und betont, dass es zehn und nicht neun Sefirot sind, da Malchut ebenfalls als eine Sefira bezeichnet wird. Der Grund dafür ist, dass die gesamte Verbindung des Höheren Lichts mit den zehn Sefirot in einer Einheit besteht, die auf dem Or Choser basiert, das Malchut mithilfe des in ihr stehenden Massach von unten nach oben erhebt (s. Punkt 20). Weil es ohne Malchut keine Verbindung des Höheren Lichts mit den neun höheren Sefirot gäbe, ist sie demzufolge die wichtigste Sefira von allen zehn. Deshalb zählt man sie so dazu, als sei sie das Licht. Verstehe dies und an einer weiteren Stelle wird dies noch erklärt."
16:22

Rav: Fragen? Das heißt, kurz gesagt: Das alles konzentriert sich in Malchut, und von ihr aus fangen wir an zu arbeiten, und über sie sprechen wir die ganze Zeit. Auch wenn wir über die übrigen Sfirot sprechen, sind das keine Sfirot für sich, sondern es geht darum, wie Malchut diese Eigenschaften erlangt, die von Keter bis Jessod heißen. Und wenn Malchut sie erlangt, dann heißen sie Sfirot; für sich allein existieren sie nicht, sondern nur entsprechend Malchut.

Deshalb wird Malchut „Bild" genannt: Alles zeichnet sich allein in Malchut ab. Dort ist der Massach, dort ist das Or Choser. In dem Maße, in dem Malchut die Form der ersten neun, die vor ihr sind, kopieren, ankleben kann — dadurch fühlt das Geschöpf, dass es in der Gleichheit der Form mit dem Schöpfer ist. Man wirkt nur aus Malchut heraus.

Die neun Sfirot sind Eigenschaften: so oder so oder so oder so. Und du? Du verwirklichst das schon in Malchut. Und die neun Sfirot sind neun Sfirot des Lichts, das sind die Eigenschaften des Schöpfers, die du auf deinen Stoff kopieren musst, und dieser Stoff ist Malchut.

In Ordnung? Gut.

17:57
Schüler: Punkt 2, Or Pnimi, „Einer innerhalb des anderen“ Siehe Teil 1, Or Pnimi, Kapitel 1, Punkt 100

Rav: Das ist gut, das hat er uns gesagt: dass es Kreise sind, die einer im anderen sind, und dass jeder Kreis, der größer ist als der andere, äußerlicher ist. Und „größer" ist hier nicht nach den Massachim gemeint, sondern nach Ursache und Wirkung. Punkt 3. Das ist bei Punkt 6.

Schüler: Punkt 6, Worte des Ari. Die Linie verbindet alle Kreise miteinander. Punkt 6.

Punkt 6
Der Kav verbindet alle Igulim miteinander

„6) Und (3) die Eigenschaft, die alle Igulim miteinander verbindet, ist eine dünne Linie, ein Kav, der sich von Ejn Sof ausdehnt, der (4) hindurch geht und (5) absteigt und (6) sich ausbreitet von einem Igul zum nächsten bis zum (7) absoluten Ende (Sium). Und entlang dieses Kav breiten sich das Licht und die Fülle aus, die für jeden von ihnen notwendig sind."

Schüler: Nochmal. Punkt 6. Die Linie verbindet alle Kreise miteinander.

„6) Und (3) die Eigenschaft, die alle Igulim miteinander verbindet, ist eine dünne Linie, ein Kav, der sich von Ejn Sof ausdehnt, der (4) hindurch geht und (5) absteigt und (6) sich ausbreitet von einem Igul zum nächsten bis zum (7) absoluten Ende (Sium). Und entlang dieses Kav breiten sich das Licht und die Fülle aus, die für jeden von ihnen notwendig sind."

Rav: Von den Kreisen. Punkt 3.

19:45
Schüler: Punkt 3. Or Pnimi, erklärt: „Der Aspekt, der alle Kreise miteinander verbindet, ist die Sache dieser dünnen Linie, die sich vom Ejn Sof ausbreitet." Punkt 3.

Erklärung Or Pnimi zu Punkt 6
„3. „Die Eigenschaft, die alle Igulim miteinander verbindet“ Erläuterung. In den zehn Sefirot de Igulim gibt es bekanntlich eine Unterbrechung und eine leere Stelle von einer Sefira zur nächsten, die das Ausmaß von sieben Sefirot des Leuchtens von Yosher der entsprechenden Sefira einnimmt (s. Punkt 100). Andererseits gibt es in den zehn Sefirot des Kav keine Unterbrechung - sie beginnen nämlich aus dem Or Ejn Sof und breiten sich bis zum zentralen Punkt aus, beziehungsweise bis zur Bchina Dalet, die auch Malchut genannt wird, wo es keine weitere noch niedrigere Sefira mehr gibt. Das bedeutet, dass es in den zehn ersten Sefirot, die sich aus Ejn Sof in der Form einer direkten Linie bzw. eines Kav ausgebreitet haben und außerdem die zehn Sefirot von Adam Kadmon genannt werden, gar keine Unterbrechung zwischen ihnen gibt.
Und aus diesem Grund sagt ARI, dass die Sefirot des Kav die zehn Sefirot von Igulim ebenfalls miteinander verbinden. Denn die sieben unteren Sefirot aus jeder Sefira de Yosher verbinden die zehn Sefirot der höheren Sefira von Igulim mit den zehn Sefirot der unteren Sefira von Igulim. Dadurch, dass es in den zehn Sefirot der Sefira Chochma de Igulim ein Leuchten gibt, welches sie von den drei ersten Sefirot der Sefira Chochma de Yosher erhalten, geht dieses Licht unbedingt durch die sieben unteren Sefirot von Keter de Yosher durch. Denn die drei ersten Sefirot der Sefira Chochma de Yosher müssen von den sieben unteren Sefirot von Keter de Yosher empfangen und in die zehn Sefirot der Sefira Chochma de Igulim weitergeben. Auf diese Weise ergibt sich, dass die sieben unteren Sefirot von Keter de Yosher die zehn Sefirot von Keter de Igulim mit den zehn Sefirot der Sefira Chochma de Igulim verbinden. Und dasselbe passiert zwischen Chochma und Bina, usw.."
22:05

Rav: Klar, ja? Ihr habt es an den Wörtern nicht erfasst. Das sind einfach nur Wörter. (Zeichnung) Wir haben Keter, Chochma, Bina. Das Licht geht durch diesen Kanal und tritt in die zehn Sfirot der Kreise ein, ja. Danach geht es durch Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod, Jessod, Malchut und tritt in Keter, Chochma, Bina von Chochma ein, ja — von hier abwärts ist es schon Chochma, hier ist Keter. Und dann tritt es in die zehn Sfirot der Kreise von Chochma ein. Was verbindet also die zehn Sfirot der Kreise von Keter mit den zehn Sfirot der Kreise von Chochma? Die ZaT, die ZaT sind es, die verbinden.

Einerseits sind Keter, Chochma, Bina also sehr wichtig, weil sie diese zehn Sfirot der Kreise füllen, ja. Andererseits sind die ZaT sehr wichtig, weil gerade sie das sind, was zwischen den Kreisen verbindet. Und wenn es diese ZaT nicht gäbe, dann gäbe es keine Verbindung zwischen den Kreisen, und dann würde das Licht vom Ejn Sof nicht eintreten und die Kreise füllen. Das heißt: Es gibt eine Größe in den GaR und es gibt eine Größe, eine Wichtigkeit, in den ZaT. Bei den GaR ist wichtig, dass sie in Verbindung mit den Kreisen stehen und sie füllen; und die ZaT sind wichtig, weil sie zwischen den Kreisen verbinden, ja.

Und das Wort „verbindend" ist hier sehr tief, es schließt viele Dinge ein. Was heißt es, dass etwas zwischen den Kreisen von Keter und den Kreisen von Chochma „verbindet"? Was gibt es in den ZaT, das verbindet? Welche Eigenschaften sind das? Das Verbindende muss der Vermittler sein, der aus beiden zusammengesetzt ist, ja. Wie arbeitet dieser Teil des Josher, des Kanals? Nachdem das Licht der Linie der GaR durch alle Kreise geht, ist es bereit, sich anzupassen, es passt sich den ZaT an. Und wenn die ZaT daran arbeiten, sich den Kreisen anzupassen, dann werden sie selbst zu … das, was durch sie hindurchgeht, passt sich den GaR de Josher an, und über die GaR de Josher tritt es in die Kreise ein. Das heißt, es gibt hier Bewegungen — ich erinnere mich nicht, ich glaube nicht, dass er darauf eingeht, aber es gibt hier viele solche feinen Unterscheidungen.

Ja. Nu. Ja, Gilad.

Schüler: Hat er erklärt, warum sich Keter, Chochma, Bina im Josher sehr wohl in den Kreisen ausbreiten, die ZaT sich aber nicht in den Kreisen ausbreiten können?

Rav: Die Kreise sind der Aspekt Ejn Sof, ohne Begrenzung. (Zeichnung) Und dasselbe haben wir in Keter, Chochma und Bina. Sie sind noch vor den Gefäßen des Empfangens, und auch in ihnen gibt es keine Begrenzung; deshalb können sie in Verbindung miteinander sein. In den ZaT dagegen gibt es schon eine Begrenzung. Chessed, Gwura, Tiferet ähneln KaCHaB, und Nezach, Hod, Jessod — Nezach, Hod, das sind Seir Anpin und Malchut, Jessod ist ihr Allgemeines und Malchut ist das Kli. Hier kann von einer Form, die zu den Kreisen passt, überhaupt keine Rede mehr sein.

Ja.

Schüler: Wie kommt es dann, dass das Licht durch etwas hindurchgeht, in dem es eine Begrenzung gibt, und plötzlich wieder ohne Begrenzung ist, in Chochma? Das ist zwar eine niedrigere Stufe …

Rav: Du fragst eigentlich, wie Malchut des Höheren zum Keter des Unteren wird, denn Malchut von Keter wird zum Keter von Chochma, ja? Es gibt zwischen ihnen überhaupt keine Verbindung; es gibt einen Durchbruch von Stufe zu Stufe. Auf der nächsten, tieferen Stufe fängt dann alles von Neuem an: Keter ist das Ejn Sof innerhalb der Stufe, und nicht, dass Malchut zum Keter wird.

Sie schließt die vorherige Stufe ab, und dadurch, dass sie sie abschließt, bewirkt sie, dass der Keter anfängt. Und das ist ein neues Reshimo, das ist alles neu. Es gibt die Sache des Unbelebten und es gibt das Pflanzliche, es gibt das Belebte und das Sprechende, und zwischen ihnen ist ein Schnitt — auch wenn es dort in der Mitte Dinge gibt, das Mittlere. Ebenso lernen wir, dass es einen Durchbruch gibt, von Malchut des Höheren zum Keter des Unteren.

Ja.

28:18
Schüler: Die ZaT gehen durch die Sfira, durch den Kreis von Malchut, sagen wir, Malchut de Ejn Sof von Keter oder Malchut de Ejn Sof von Chochma. Wo bestehen die ZaT, wo besteht dieser Kanal?

Rav: Ich weiß nicht, was „wo" heißt. Nach Bina. Ich weiß nicht, was „wo" heißt.

Schüler: Der Kanal geht durch die zehn Sfirot, sagen wir, der Kreise von Keter. Geht er dann durch alle zehn Sfirot nur mit seinem Keter, seiner Chochma und seiner Bina?

Rav: Keter, Chochma, Bina de Josher sind mit den zehn Sfirot der Kreise verbunden und füllen alle zehn Sfirot der Kreise. Die ZaT sind nicht mit den Kreisen verbunden; sie werden nur zum Verbindenden zwischen ihnen.

29:22
Schüler: Geht er an der Grenze zwischen ihnen entlang?

Rav: Ich weiß nicht, was „an der Grenze" heißt. Geh nicht auf solche Dinge ein — das ist eine Grenze, keine Grenze, und was ist überhaupt eine Grenze? In der Spiritualität redet man nicht einfach so daher; da müssen die Unterscheidungen, die Definitionen genau sein.

Ja.

Schüler: Kann man aus diesem Modell auf die Ausbreitung der Methode der Korrektur auf die ganze Welt schließen, der Methode der Kabbala — ist es dieses Modell?

Rav: Darauf will ich nicht eingehen, das ist so tief und so weit, und uns bleiben fünf Minuten bis zum Ende der Unterrichtsstunde. Wenn ihr also wissen wollt, wie in unserer Welt die Kreise und Josher bestehen und in welcher Form sie da sind, und wie wir in unserer Welt die Verbindung zwischen ihnen nutzen können — über Josher zu den Kreisen von jedem Einzelnen —, dann ist das ein sehr ehrenwertes Thema. Aber das ist wirklich ein Lernen für sich. Vielleicht können wir das irgendwie erklären.

Ja. Nu.

Schüler: Was ist die Aufgabe der ZaT von Malchut? Das ist doch der äußerste Punkt unten — womit verbindet sie …?

Rav: Die ZaT von Malchut treten in diese Welt aus, sie sind bei den Kreisen dieser Welt. Das ist die Aufgabe der ZaT von Malchut.

Noch etwas? Gut, wir beenden die Unterrichtsstunde.

(Ende der Unterrichtsstunde)