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Morgenunterricht 16.03.2003
Buch „Schriften des Rabash", Teil „Stufen der Leiter" (Shlavei HaSulam), Band 2, Artikel „Was bedeutet es, dass man die Parashat Sachor vor Purim liest, in der Arbeit"
Rav: … das zu Purim gehört, aus „Stufen der Leiter", Band 4, Seite 85, „Was bedeutet es, dass man die Parashat Sachor vor Purim liest, in der Arbeit". Warum gerade die Parashat Sachor vor Purim?
Purim, das nennt man die allgemeine Korrektur, die man am Willen zu empfangen vornimmt. Wir haben zwei Arten von Gefäßen: Gefäße des Gebens und Gefäße des Empfangens. Gefäße des Gebens, damit ist der Wille zu empfangen gemeint, mit dem man nur mit der Absicht zu geben arbeitet, um zu geben. Er ist klein, er genießt noch nicht vom Empfangen, er genießt davon, dass er zum Großen gehört, davon, dass er gibt, davon hat er Genuss. Und dann arbeitet man mit ihm im Geben um zu geben. Diese Korrektur nennt man bei uns eine „spirituelle" Korrektur. Spirituell, das heißt, weil die Korrektur nicht am Willen zu empfangen vollzogen wird, der empfängt, sondern an den Gefäßen von Galgalta we Ejnaim. Das symbolisiert bei uns das Fest Chanukka.
Und es gibt eine körperliche Korrektur, keine spirituelle, bei der man dann an der Korrektur der Gefäße des Empfangens arbeitet, die vom Empfangen genießen, und dann ist die Absicht darauf zu geben – zu empfangen um zu geben. Diese Korrektur ist eine Korrektur, die „Purim" genannt wird. Der Unterschied zwischen den Korrekturen von Galgalta we Ejnaim und ACHaP ist, dass die Korrektur von Galgalta we Ejnaim einfach bedeutet, dass man die Gefäße des Empfangens nicht zum Empfangen benutzt, sondern sie so benutzt, dass man sie dem Geben zuordnet. Das heißt, die Arbeit ist nicht das Gegenteil des Gefäßes selbst, seiner Natur. Man benutzt die Natur nicht, aber man kehrt sie auch nicht ins Gegenteil um.
Hingegen ist die Korrektur, die man an den Gefäßen des Empfangens vornimmt – im Empfangen um zu geben – eine ganz besondere Korrektur. Man muss den Genuss benutzen, um Genuss zu geben. Das ist etwas sehr Schwieriges. So schwer es uns fällt zu verstehen, was Geben um zu geben ist – Empfangen um zu geben ist überhaupt unmöglich. Und wenn man zu diesen Korrekturen gelangt, muss man fragen: Wie kann ein Mensch überhaupt daran herankommen, wenn der Zustand nach der Korrektur das genaue Gegenteil des Zustands vor der Korrektur ist? Wie kann ein Mensch in einer einfachen Reihenfolge von Ursache und Wirkung von der Absicht um zu empfangen zur Absicht um zu geben übergehen, und danach mit der Absicht um zu geben an Gefäßen des Gebens auch mit dieser Absicht an Gefäßen des Empfangens arbeiten?
Es gibt also hier in diesen Stufen solche, die man dennoch irgendwie verstehen kann, und das ist es, was Rabash erklärt. Und es gibt Stufen, die man nicht erklären kann, sie geschehen einfach. So sehr wir auch versuchen, sie zu verstehen und ihnen eine rationale Erklärung zu geben – am Ende nennt man es ein Wunder, und so bleibt es. Alles, was man verwirklichen will, muss man sich wünschen, dass es verwirklicht wird, sonst hat es keinerlei Existenzberechtigung. Und deshalb müssen wir für jede einzelne Störung oder für jede einzelne Unterscheidung, ob gut oder schlecht, die uns widerfährt, vorher Gefäße vorbereiten. Und „Gefäß" nennt man Verlangen, und ein Verlangen vorzubereiten will man nie. Warum soll ich mich anstrengen, um ein Verlangen zu haben?
Ich verstehe, dass ich mich anstrengen kann und bereit bin, um zur Füllung zu gelangen, aber mich anzustrengen, um zu einem Verlangen zu gelangen, das ist unverständlich. Das liegt nicht in meiner Natur. Meine Natur ist: Wenn ich etwas will, dann strebe ich danach, das Verlangen zu füllen. Deshalb verstehen wir nicht, was von uns verlangt wird. Und was von uns verlangt wird, ist gerade, an den Verlangen zu arbeiten. Und was die Füllungen betrifft, sagt man: Das Höhere Licht befindet sich in absoluter Ruhe, mach dir keine Sorgen, gemäß deinem Verlangen füllt es dich immer. Es gibt keinerlei Unterscheidung, keinerlei Hindernis, keinerlei Unterbrechung, Wand oder irgendetwas, das das Licht daran hindert, in das Gefäß einzutreten. Es füllt stets das Gefäß gemäß dem, was das Gefäß wirklich will. Gemäß dem Gesetz der Angleichung der Form, das vom Zimzum Alef an auf alle Gefäße wirkt, die von Malchut von Ejn Sof kommen, gibt es die Bedingung, dass ein Gefäß eine Füllung erhält, die der Angleichung der Form mit dem Licht entspricht.
Was wir also brauchen – wir müssen nur das Gefäß vorbereiten, sodass es in Angleichung steht, sei es mit dieser Eigenschaft oder einer anderen Eigenschaft des Lichts, und entsprechend wird das Gefäß gefüllt. Um das Licht braucht man sich nicht zu sorgen. Um also zum richtigen Verlangen zu gelangen, sodass wir die richtige Füllung empfangen, mit der der Schöpfer meint, dass wir gefüllt werden sollen, müssen wir an die Gefäße denken, wie wir zu den richtigen Verlangen gelangen.
Zu den richtigen Verlangen zu gelangen, sind wir auf direktem Wege nicht fähig, denn ich habe kein Beispiel, was ein richtiges Verlangen ist. Und ich befinde mich im gegenteiligen Zustand, ich befinde mich im falschen Verlangen. Wenn ich weiß, wie ich meinen Zustand, in dem ich mich im Gegenteil des richtigen Verlangens befinde, auf nützliche Weise einsetzen kann, kann das als Sprungbrett dienen, um zum richtigen Verlangen zu gelangen. Wie? Man sagt so: Dass du in einer schlechten Form erschaffen wurdest – das ist sehr gut. Jetzt, wo du hörst, dass man zur guten Form gelangen muss, strenge dich an. So sehr du dich auch anstrengst, wirst du sehen, dass du nicht dazu fähig bist.
Aber denke nicht, während du arbeitest, um zur guten, richtigen Form zu gelangen, dass du nicht dazu fähig bist. Wenn du so denkst, dann wirst du gar nichts tun. Du belügst dich dann schon selbst. Du musst mit aller Kraft daran glauben, dass du fähig bist, in der richtigen Form zu arbeiten, zu den richtigen Handlungen des Gebens zu gelangen, zur Verbindung, zur Liebe, bis zum Ende, in dem, was man „über dem Verstand" nennt. Was heißt über dem Verstand? Über allen Störungen, die dir sagen, dass du nicht fähig bist und nicht kannst.
Wenn du dich anstrengst, dann gelangst du tatsächlich zur Erkenntnis, dass du nicht fähig bist und nicht kannst. Vorher wusstest du das nur oberflächlich, jetzt entdeckst du es in der Praxis, und diese Entdeckung kommt nicht einfach nur als „du bist nicht fähig und kannst nicht", sie kommt zusammen mit dem großen Verlangen, dennoch die Form des Gebens zu erlangen. Und dann dienen sowohl die Anstrengung, die du investierst, als auch dieses Ergebnis, das du jetzt aus der Gesamtheit deiner Anstrengung entdeckst, als Gebet. Und dieses Gebet wirkt tatsächlich, und von oben wirkt dann eine Kraft auf dich, das Höhere Licht, das dir die Absicht um zu geben schenkt, sodass du tatsächlich zum richtigen Verlangen gelangst. Diese Kraft von oben zu aktivieren – das musst du. Wie diese Kraft selbst wirkt und dir die Absicht um zu geben schenkt – das liegt nicht in deiner Hand. Aber sie zu aktivieren – ja.
Deshalb gibt es die Parashat „Sachor, was Amalek euch angetan hat", das heißt, man muss gegen Amalek kämpfen, denn man bemüht sich, aus Ägypten herauszukommen, und er lässt einen nicht, und du kämpfst mit ihm, und du befindest dich wirklich in völliger Erschöpfung, und er will dich trotzdem töten, und du fliehst vor ihm und kämpfst mit ihm. All diese Ereignisse, die dem Menschen widerfahren, und dann sammeln sich in ihm all diese Eindrücke an… sammeln sich an? Wie sagt man?
Schüler: Häufen sich an, vielleicht.
Rav: Hm?
Schüler: Versammeln sich.
Rav: Versammeln sich in ihm, ja, insgesamt all diese Eindrücke, was… diese bitteren Eindrücke aus seinem Kampf mit seiner Natur, mit dem Amalek, mit all den Störungen, dann gelangt er zur Parashat Sachor, das heißt zum vollen Empfinden der bösen Natur, in der er sitzt, und wie böse sie ist, das heißt, dass sie es nicht erlaubt, sich mit dem Schöpfer zu verbinden. Darin ist sie böse, nicht in etwas anderem. Wie Rabash hier im Artikel sagt: Wenn du von einem kleinen Genuss zu einem größeren Genuss gehst, ist das nicht böse, du gehst den Weg der Welt. Sondern „böse" heißt, dass es gegen den Schöpfer ist, gegen die Verbindung mit dem Schöpfer, die Angleichung der Form mit dem Schöpfer.
Wenn du das entdeckst, gelangst du zur Parashat Sachor, und als Ergebnis davon gelangst du zu Purim. Denn du hast wirklich ein Gebet, dich von ihm zu befreien, ihn zu nutzen, und du bist nicht dazu fähig, und du bist erschöpft, und nur der Schöpfer kann hier helfen – das Gebet – es kommt eine Kraft von oben, und der Mensch empfängt anstelle der Absichten um zu empfangen des Amalek die Absicht um zu geben, und Israel gewinnt den Krieg.
Und wenn man den Krieg gewinnt, dann wird das Fest Purim gemacht, bei dem alle Verlangen zu empfangen bereits mit der Absicht um zu geben ausgestattet sind, was eine körperliche Korrektur heißt, eine Korrektur an den Gefäßen des Empfangens. Ja.
Schüler: Warum schreibt er, dass alle Feiertage aufgehoben werden, außer Purim?
Rav: Es steht geschrieben, dass alle Feiertage aufgehoben werden, außer Purim, denn jeder einzelne Feiertag symbolisiert uns eine Art von Prozess, eine Errungenschaft in der teilweisen Korrektur der Seele, und Purim ist, wenn der gesamte Wille zu empfangen auf um zu geben korrigiert ist. Wie ich sagte: Du hast Jom Kippur, bei dem das Gefäß vorbereitet wird, aber es gibt noch nichts, es gibt fünf Kasteiungen, man darf das Gefäß in keinem seiner fünf Teile benutzen. Danach hast du sagen wir Tu biShvat, du hast die Übergabe der Tora, du hast das Zerbrechen an Tisha beAv, du hast die Korrektur der Gefäße, die Umgebenden Lichter (Or Makif) an Sukkot. Du hast den allgemeinen Auszug aus Ägypten, bei dem du vor dem Willen zu empfangen fliehst. Aber das ist keine Korrektur, das ist eine Flucht. Du verlässt den Pharao und fliehst vor ihm, das ist alles. Und danach hast du Korrekturen an den Gefäßen des Gebens, Geben um zu geben, das ist Chanukka. Und danach gelangst du schon zu Purim.
Deshalb ist Purim schon die Endstation der Korrektur. Und der Zustand von Purim umfasst sicherlich alle übrigen Zustände in sich, und es gibt keinerlei Bedarf an ihnen, sie sind in ihm enthalten, deshalb werden alle Feiertage aufgehoben, außer Purim. Und „Ad lo jada" – das heißt, es gibt keinerlei Einschränkung für irgendein Verlangen, in jedem einzelnen Verlangen kann man im Empfangen um zu geben arbeiten und es wirklich ohne jede Einschränkung füllen, das nennt man „Ad lo jada". Ja.
Schüler: Ich habe nur das falsche Verlangen … als Sprungbrett zum richtigen Verlangen.
Rav: Falsche Verlangen – es gibt so etwas nicht wie falsche Verlangen, sondern falsche Absichten. Ja? Das ist es. Das heißt, alle Störungen, die zu uns kommen, während wir uns bemühen, bemühen, so viel wie möglich alles dem Schöpfer in unserem Zustand zuzuschreiben, dass es niemanden außer Ihm gibt, und uns auf Ihn auszurichten, auf Ihn zu. Alle Störungen, die kommen, kommen als „Hilfe gegen ihn". Was hast du gefragt?
Schüler: Wenn Er nicht empfunden wird, dann habe ich keine Absicht auf Ihn.
Rav: Wenn die Verlangen noch, wenn ich noch keine Störungen empfinde, dann habe ich nichts zu tun. Wenn ich Störungen empfinde, dann arbeite ich mit ihnen. Entweder ich lasse sie sein oder ich beuge mich vor ihnen, aber entsprechend der Anstrengung, die ein Mensch unternimmt, um auf das Ziel zuzugehen, entsprechend erheben sich die Störungen, und durch die Überwindung der Störungen schreitet er weiter voran.
Das sieht man sehr gut, man sieht das sehr gut zum Beispiel in der Wissenschaft. Wenn ich… du hast ein bisschen in der Schule studiert, an der Universität. Was macht man während des Studiums? Man hört einen Vortrag, ein Gespräch, eine Erklärung, und danach gibt man dir Übungen. Du musst zwanzig oder dreißig Übungen durcharbeiten, irgendwelche Formeln lösen, Probleme, alle möglichen Dinge. Das sind Störungen, die man dir gibt: So, nicht so oder so, man will dich verwirren, und du arbeitest daran und deshalb machst du Fortschritte. Wieder gibt man dir eine Erklärung, noch irgendein Verständnis, Brennstoff, etwas, und wieder gibt man dir Probleme zu lösen.
So ist es überall, es gibt darin nichts Besonderes. Nur hier ist das Besondere, dass du dort am Willen zu empfangen arbeitest, um zusätzliche Genüsse in den Willen zu empfangen hineinzuerwerben, und hier arbeitest du mit dem Willen zu empfangen, um letztendlich die Art seiner Verwendung zu ändern. Also sind die Störungen andere, die Störungen schwächen hier insbesondere den Willen zu empfangen; dort muss die Störung nicht schwächen. Es ist schwer, aber der Wille zu empfangen kann sich beugen und sagen: „Nein, ich kann nicht, es ist mir zu schwer." Man verlässt die Universität, verlässt allerhand Dinge – „Ach, es ist schwer." Aber das geht nicht gegen das Ziel, das ich empfangen und in demselben Gefäß erwerben will. Ich muss nur die Gefäße vergrößern. Es stimmt, das ist nicht einfach. Also…
Ich erinnere mich, dass ich sehr krank war und Ärzte sagten: „Du musst essen." Was ist natürlicher als das? Und ich will nicht essen. Ich habe keine Kraft, ich habe nichts. „Du musst." Du musst die Dinge überwinden, die… so ist es in allem. Nur hier ist die Sache, dass man zum gegenteiligen Ergebnis kommt, dass man mit dem Gefäß, mit dem man arbeitet, nicht empfangen kann, was man will.
Zusammen damit kommt dann ein Gebet. Zusammen damit kommt eine Hinwendung zum Schöpfer. Zusammen damit wird klar, dass es jemanden gibt, der helfen kann. Wir brauchen nicht daran zu arbeiten: „Wo ist der Verborgene, der mir helfen soll? Warum sehe ich ihn nicht, sehe ich ihn?"
Wenn du Anstrengung unternimmst, wird alles als Paket zu dir kommen, was du brauchst: sowohl das Verlangen zum Ziel, als auch die Verzweiflung gegenüber deinen eigenen Kräften, das Ziel zu erreichen, als auch die Forderung an den Schöpfer – alles wird zusammen kommen, in einem Paket. Du wirst Anstrengung unternehmen. Das Ergebnis der Anstrengung wird von selbst kommen. Das richtest nicht du ein.
Schüler: Und wie wird er dahin gelangen?
Rav: Hm…?
Schüler: Woher ist er gekommen? Woher kommt dieser Ort? … allgemein, sich zu verbinden.
Rav: Die Handlungen, die wirklichen Handlungen, sind Handlungen innerhalb des Verlangens. Ich kann auf dem Sofa liegen und die Handlungen ausführen. Aber werden es richtige Handlungen sein, wenn ich alles so im Verstand, in der Absicht, im Denken mache? Um zu prüfen, ob es richtig ist oder nicht, muss ich aufstehen und dieselben Handlungen auch in der Praxis ausführen, mit Händen und Füßen.
Mit Händen und Füßen ist das schon etwas anderes. Hier muss ich wirklich etwas tun. Und wenn ich etwas tue, muss ich das… dem Körper eine Rechtfertigung geben, woher er Brennstoff nehmen wird. Wenn ich gehe und im Gedanken denke: „Ich gebe der ganzen Gruppe und den Freunden, liebe sie wirklich, nur daran denke ich. Komm, ich werde eine halbe Stunde daran denken und jene halbe Stunde."
Nun, ich kann denken, sagen wir. Auch das ist nicht einfach, aber sagen wir, ja. Wenn ich sicher bin, dass ich ihnen Gutes tun will, muss ich gehen und handeln. Wenn ich anfange zu handeln, sehe ich, dass es leichter ist, zu liegen und zu denken, dass ich sie liebe, als etwas zu tun. Warum? Weil ich sie nicht liebe. Ich denke nur, dass ich sie liebe.
Und in der Tat muss ich Kraft geben, Kalorien geben, Energie. Und den Brennstoff zu geben – zu geben – ich brauche Brennstoff. Das heißt, dass mir der Brennstoff aus dem kommen soll, dass ich eine Handlung des Gebens vollziehe. Brennstoff für eine Handlung des Gebens, das muss schon das Höhere Licht sein. Und eine Handlung des Gebens muss auch wirklich real sein.
Deshalb befinden wir uns in der Welt der Handlung, einer physischen, nicht einer spirituellen. Die spirituelle Welt der Handlung ist die Welt Azilut, und in dieser Welt können wir durch die Handlung – nur durch die Handlung, nicht bloße Worte – zwar wird im Denken alles geklärt, aber nachdem man Kraft investiert, im Körper.
Und dann beginne ich wirklich zu verstehen, ich sehe: Ich liebe, liebe nicht, hasse, bin bereit, bin nicht bereit, verzweifle, will und so weiter. Ohne praktisch zu investieren, gibt es keine Möglichkeit, zu irgendetwas zu gelangen. Die Investition muss nicht groß sein. Die Hauptsache ist dennoch das Denken, wie sehr man es klärt. Aber ohne praktische Arbeit ist alles in der Luft. Es kann wirklich eine Lüge sein.
Schüler: Wo liegt die Anstrengung, im Denken oder in der Tat?
Rav: Die Anstrengung liegt im Denken. Letztendlich kommt alles zum Denken, aber das Denken kann nicht wahrhaftig sein, wenn es nicht als Ergebnis der Tat kommt, denn nur in der Tat siehst du: Habe ich Brennstoff oder nicht? Eine Mutter ist bereit, vom Morgen bis zur Nacht das Baby zu versorgen. Warum? Sie liebt es. Was soll das, ist das eine Frage? Er schreibt es auch so im Artikel. Wenn ich liebe, habe ich keinerlei Problem, Tag und Nacht daran zu denken, wirklich dafür zu brennen, die ganze Zeit zu geben, alles. Das heißt: Weil mein Verlangen sich in dem befindet, den ich liebe. Nun…? Das war's?
Schüler: Was ist ein Prozess, der „Wunder" genannt wird, und ein Prozess, der sich davor befindet, der nicht „Wunder" genannt wird? Was ist ein Prozess, den ich in seinen Stufen kennen kann, und ein Prozess, bei dem ich nicht verstehe, woher er kommt?
Rav: „Wunder" – das heißt, dass mir etwas geschieht, von dem ich einen Moment zuvor nicht wissen konnte, dass es geschehen wird, das ist das Erste. Die zweite Bedingung: dass es etwas Gutes ist. Das Dritte: dass es nicht einfach nur geschieht und gut ist. Sagen wir, du bringst mir eine Pralinenschachtel. Einen Moment vorher habe ich überhaupt nicht daran gedacht. Eine gute Sache. Aber warum heißt das nicht „Wunder"?
Es muss über der Natur sein, wirklich gegen die Natur. So etwas kann nicht sein. Aber es ist geschehen. Es kann nicht sein, aber es ist geschehen. Wenn es nicht sein kann und geschehen ist – ich bin ein kleiner Mensch, ich kann so denken, dass „es nicht sein kann und geschehen ist". Das liegt an der Begrenztheit meines Wissens, meiner Orientierung in der Wirklichkeit.
Also kann es sein, du weißt, ich erinnere mich, ich gebe das ständig als Beispiel. Ich war im Norden dort in Russland, auf einem Flughafen, und ich schaue so durch das Fenster, warte dort, bis man fliegen kann. Es gibt dort so eine kleine Bude. In der Bude gibt es ein Thermometer, allerlei solche Geräte, und es öffnet sich eine automatische Tür mit einem Motor, um die Temperatur zu prüfen, und Wind und alles, und danach geht sie wieder zu.
Und dort lief ein Tschuktscher vorbei – dort gibt es solche primitiven Völker, die leben – er ging daran vorbei, er sah, dass es sich von selbst öffnet, das war für ihn… ich weiß nicht, ein Wunder, und für mich ist es normal. Also, das heißt, jetzt kann ich mich auch in demselben Zustand befinden. Ich denke: „Das kann nicht sein, was… das ist ein Wunder vom Himmel."
Das heißt, was bedeutet wirklich „Wunder"? Nicht gemäß meiner Begrenztheit. Offensichtlich wird „Wunder" genannt, wenn ich empfinde, dass es wirklich von der Höheren Kraft kommt und das Gegenteil der gesamten Wirklichkeit ist. Dass die gesamte Wirklichkeit wirklich eine bestimmte Gesetzmäßigkeit hat, klar, absolute Gesetze, und es geschah gegen alle Gesetze, ihr Gegenteil.
Das heißt, wirklich in einer Umkehrung. Aus einer anderen Welt kommt das, wo es die anderen Gesetze gibt, Anti-Gesetze zu diesen, und das kam und hat es verändert. Nun, es gibt noch einige Bedingungen. Es muss sein, dass es mir widerfährt und nicht jemand anderem, denn man kann nicht… Gefäße, es gibt hier allerlei, ist nicht wichtig. Also insgesamt nennt man das „Wunder". Nun, und dann?
Schüler: Wenn wir eigentlich alle Feiertage betrachten…
Rav: Das heißt, ich muss darauf vorbereitet sein, bereit für ein Wunder. Ich muss allerlei solche Dinge erkennen, die Ergebnisse, die Ursachen, alles. „Das Wunder des Auszugs aus Ägypten" – du musst all diese Zustände in der Entwicklung erreichen, sodass das, was dir geschieht, du als Wunder erkennst. Und tatsächlich hast du alles getan, was nur möglich war, und dann erkennst du diese Umkehrung, wie sehr sie das Gegenteil und wundersam ist.
Schüler: Wenn ein Kabbalist eine Stufe durchschreitet – auf jeder Stufe gibt es eigentlich alle diese Feiertage, richtig? Auf jeder Stufe gibt es von Pessach bis Purim und alles, was dazwischen liegt. Das heißt, auf jeder Stufe gibt es alle Prozesse, man durchläuft alle Prozesse.
Rav: Wozu soll ich mich verwirren? Was, was willst du damit sagen?
Schüler: Ich versuche etwas Einfaches zu verstehen: Wo gibt es hier einen Prozess, der kein Wunder ist, innerhalb all dieser Dinge, innerhalb dessen, was ein Kabbalist durchläuft? Wo gibt es einen Prozess, der nicht – der kein Wunder ist? Wo gibt es einen Prozess, den er tut, logisch, weiß, ich gehe, mache eins, zwei, drei, vier? Alles, was ich höre, sieht letztendlich so aus, als wäre im Grunde alles ein Wunder.
Rav: Warum wir… Du stellst die Frage anders. Du bist ein Gelehrter, ich verstehe nicht. Die Frage – definiere die Frage. Das heißt: Wenn wir jedes Mal den Willen zu empfangen korrigieren, sodass er um zu geben hat, auf jeder Stufe mehr und mehr, wobei er eine antinaturelle, übernatürliche Kraft jedes Mal erwirbt, dann müssen wir für jede solche Handlung, die ihm geschieht, „Wunder" sagen. Jede Stufe ist ein Wunder.
Warum sagen wir nur „Wunder von Chanukka", „Wunder von Purim", „Wunder des Auszugs aus Ägypten"? Fertig. Es gibt nicht mehr. Was ist danach geschehen? Weil das, was an diesen Feiertagen geschah, heißt, dass es wirklich eine Umkehrung gibt, dass das, was um zu empfangen war, sich in um zu geben umkehrt. Das Wunder des Auszugs aus Ägypten ist ein Schnitt, ein Zimzum Alef. Ich werde frei.
Ich bin vor dem Pharao geflohen. Ich habe keinen Pharao, ich bin frei in der Wüste, richtig. Es gibt noch gar nichts. Mein ganzes Verlangen ist wirklich eine Einöde, aber es herrscht nicht mehr über mich. Ein Wunder. Danach, Wunder: Ich empfange einen Massach auf die Gefäße des Gebens. Und danach arbeite ich an ihnen. Das heißt schon nicht mehr „Wunder". Danach ein Massach auf die Gefäße des Empfangens – das ist überhaupt eine solche Umkehrung. Auch ein Wunder. Aber danach arbeitet man daran.
Schüler: Was ist diese Arbeit, die kein Wunder ist? Was ist das…?
Rav: Die Arbeit, die kein Wunder ist – bei der es Ursache und Wirkung gibt, und ich selbst wirklich… Approximation, wie sagt man? Äh… und ich selbst einschätze, oder wie sagt man? Voraussehe, was in einem weiteren Schritt und noch einem Schritt und noch einem Schritt geschehen wird.
Schüler: Dinge wie Chanukka, Purim, Pessach – sind das nicht Dinge, die Ursache und Wirkung sind…?
Rav: Nein. Ich kann vor Purim nicht sagen, dass so etwas geschehen muss. Niemand kann das. Nach dem, was wir gelesen haben, was dort in der Megilla geschah: Alle sind in Verwirrung, und Haman hat Recht, und der Schöpfer ist mit dem König, mit Haman, und Esther befindet sich in der Verborgenheit, und Mordechai befindet sich im Unrat dort, in… sitzt am Tor des Königs, und nichts deutet auf irgendetwas hin. Und alles kommt in solcher Verkleidung daher, die ersten Briefe und die zweiten Briefe, dieses Edikt – nichts sagt dir im Voraus, dass jetzt auf logische Weise eine Umkehrung stattfinden müsste.
Schüler: Das heißt, ein Mensch befindet sich in irgendeinem Zustand…
Rav: Nimm all diese Bedingungen und sage, dass jetzt etwas geschehen müsste, dass man den Haman tötet und alle unter der Herrschaft Mordechais stehen und… Wie? Woher? Mordechai selbst kann von sich aus in keiner Sache etwas sagen. Nur über dem Verstand. Aber auch – wer stimmt ihm zu? Selbst die Juden, sie wissen nicht, bei wem das Recht liegt. Wie können die Gefäße des Gebens noch über die Gefäße des Empfangens herrschen, und wozu? Nur Mordechai, denn das ist, Mordechai, Mar Dachi, das ist eine besondere Erleuchtung. Deshalb heißt es „Wunder".
Schüler: Warum schreibt er dort, dass die Parashat „Schekalim" vor der Megilla kommt? Was ist, nein, Schekalim…
Rav: Bei uns hier ist es „Sachor". Ja.
Schüler: Ah, Sachor, ja. Davor schon Schekalim.
Rav: Davor „Schekalim", ja.
Schüler: Was ist die Bedeutung von „Schekalim", die dort geschrieben steht?
Rav: Dass man an den Gefäßen des Empfangens arbeitet. Oder die Parashat Para. Du hast jedes Mal, es gibt solche Dinge. Das ist die Vorbereitung der Gefäße, sagen wir. Dass man eine besondere Parascha vor irgendeinem Feiertag, Festtag liest, das ist die Vorbereitung der Gefäße, das, was in unserer Kraft steht zu tun.
Die spirituelle Welt ist die Welt Azilut, fragt jemand aus Israel. Die Machsom-Schwelle zu überschreiten, ist das noch nicht in die spirituelle Welt einzutreten, oder gibt es ein Eintreten in die spirituelle Welt und danach ein Eintreten in die Welt Azilut? Hundert Prozent. Es gibt einen Austritt aus dieser Welt in die spirituelle Welt, und danach, wenn man beginnt, die Gefäße von Galgalta we Ejnaim zu erwerben, heißt es, dass man sich Azilut anschließt.
Was heißt „die Erinnerung an Amalek auslöschen"? Das brauchen wir, ja? Wird es dort stehen? Ja. Was ist „Amalek"? Wer ist Amalek?
Schüler: Der böse Trieb, schreibt er, der Wille zu empfangen.
Rav: Der böse Trieb. Nicht der Wille zu empfangen. Die Absicht um zu empfangen. Nicht das Verlangen. Das Verlangen… der Trieb bleibt. Das Böse wird zum Guten gewandelt, der Trieb bleibt. Wenn man also die Absicht um zu empfangen ablegt und sie in um zu geben umkehrt, heißt das, dass du ihn auslöschst.
Du weichst ihm nicht einfach nur aus, fliehst vor ihm, so wie man es damals beim Auszug aus Ägypten getan hat. Was machten sie? Sie flohen nur vor Amalek. „Gedenke, was Amalek dir angetan hat" beim Auszug aus Ägypten – du fliehst nur vor ihm. Du machst eine Einschränkung. Du machst einen Zimzum Alef, du fliehst vor Amalek. Du hast noch keinerlei Möglichkeit, ihn zu korrigieren.
Jetzt nimmst du diese Gefäße und beginnst sie zu korrigieren, und dann steht geschrieben: „Gedenke, was Amalek dir angetan hat." Du musst all diese Gefäße erwecken und sie von um zu empfangen auf um zu geben korrigieren. Deshalb kommt die Parashat „Sachor", was Amalek dir angetan hat, vor Purim, denn jetzt kommt die Korrektur dafür. Klar? Und das heißt „Auslöschung des Amalek". Dort haben wir ihn nicht ausgelöscht, beim Auszug aus Ägypten. Wir sind nur vor ihm geflohen.
Wie ist zu verstehen: „Wenn ihr die Tora nicht annehmt, dann wird hier euer Begräbnisort sein"? Denn der Wille zu empfangen, wenn er keine Tora empfängt, ist er das Grab. Was heißt „Grab"? „Grab" heißt der Wille zu empfangen, der im Zustand um zu empfangen bleibt und den man noch nicht korrigieren kann. Man entnimmt aus ihm alle Gefäße, die man korrigieren kann, und was man nicht korrigieren kann, bleibt um zu empfangen, und das heißt „Begräbnis". Auch das ist eine Korrektur. Auch das ist eine Korrektur. Denn dadurch, dass wir sagen wir den Körper in der Erde begraben, ist es eine Korrektur. Danach kann er auferstehen. Warum kann er auferstehen, wenn wir ihn in die Erde legen? Er verwest und danach kann er auferstehen – was soll das? Ist das eine Pflanze? Dass du einen Samen in die Erde legst und dann wächst er und es wird ein Stängel daraus und viele Samen daran.
Was ist mit dem Körper des Menschen? Du siehst nicht, dass ein Baum kommt und an ihm kleine Menschen hängen, sagen wir, ja? Nun, was ist die Korrektur, wenn man einen Körper in die Erde legt? Aber es ist eine Korrektur. Denn man klärt aus ihm alle Möglichkeiten um zu geben heraus, lässt den Willen zu empfangen netto übrig, das, was man nicht korrigieren kann, und dann heißt es, er „verwest".
Wie wägt man die Arbeit ab, um zu sehen, ob sie LeShem Shamajim ist oder nicht? Wie wägen wir in dieser Welt ab, ob unsere Arbeit sagen wir richtig ist oder nicht? Ich habe von jemandem eine Arbeit bekommen, ich habe diese Arbeit gemacht, komme zu ihm, er unterschreibt mir, er bezahlt Geld, sagen wir ja, das heißt, er hat quasi – bis ich die Arbeit, die er mir aufgetragen hat, gemacht habe, habe ich sie treu und richtig ausgeführt, und dann weiß ich, dass ich für seinen Namen gearbeitet habe, was er verlangt hat, was er wollte. Wie kann ich prüfen, ob meine Arbeit LeShem Shamajim ist? Das heißt, für den Schöpfer. Ich muss wissen, was Er von mir will, ob es das ist, was Er mir gibt, die Arbeit von Ihm zu empfangen, mich anzustrengen, sie zu tun, zu Ihm zu kommen, Ihm die Arbeit zu geben und zu sehen, ob Er sagen wird: „Das, das, das passt nicht, was hast du gemacht?" Oder im Gegenteil: „Wunderbar, braver Junge, nimm, was dir zusteht", ja. 42:43
Heißt das, dass ich prüfen kann oder nicht? Man schaut mich an, als würde ich Chinesisch reden, richtig oder nicht richtig? Zion, so ist das, oder? Ich bin kein großer Mann, ich sage es einfach so, stimmt das? Nun, also so… Also wie wägt man ab? Er fragt richtig, jemand schreibt auf Hebräisch. Wie wägt man die Arbeit ab, um zu sehen, ob sie LeShem Shamajim ist oder nicht?
Schüler: Bis der Kenner der Geheimnisse über ihn bezeugt.
Rav: „Bis der Kenner der Welten über ihn bezeugt, dass er nicht mehr zu seiner Torheit zurückkehren wird" – wunderbar, so steht es geschrieben. Du siehst, also klar, eine sehr richtige Frage. Hat jemand schön geschrieben. Ja.
Schüler: Das ist genau seine Frage. Woher weiß ich, dass, sagen wir, ich etwas für den Freund tue, wobei ich klären muss, ob…
Rav: Das heißt, wenn du die richtige Arbeit tust, dann wird der Schöpfer dir antworten, dass du es gut und richtig gemacht hast.
Schüler: Nein, die Frage ist so: Woher weiß ich, dass ich das tue, um mich mit Ihm zu verbinden, mich dem Schöpfer anzugleichen, und nicht einfach, weil ich den Freund auf tierische Weise liebe, weil es mir bequem ist?
Rav: Es gibt viele Menschen, die hierher kommen und sagen: „Oh, toll, was für eine gute Gemeinschaft es hier gibt", ja? Und „alle helfen einander, schlafen zusammen, essen zusammen", so… nicht wirklich, gibt es so etwas noch im Land? Auch im Ausland weiß ich nicht, aber gibt es das noch? Nein, ja. Und wer so gerne Leute hat, du weißt, wie beim Militär sagen wir oder so etwas, für den ist das ein guter Ort, alle so zusammen, wie man sagt. Aber du siehst, es gibt trotzdem nicht viele, die darauf springen. Nun, wo sind denn alle? Nun? Israelis mögen das gerade so… ja? Warum kommen sie nicht hierher, so zusammen, ein bisschen kochen, die Zeit verbringen? Nun? Nun, antworte mir. Hast du eine Antwort?
Schüler: Es gibt hier viel mehr als das. Die Frage ist im Verlauf der Arbeit…
Rav: Das Problem ist, dass es hier viel mehr als das gibt, das ist das Problem, richtig. Nun.
Schüler: Die Frage ist, dass im Verlauf der Arbeit selbst es nicht passiert, dass wirklich alles auf mein Ziel ausgerichtet ist und nicht einfach nur, weil es manchmal so kommt.
Rav: Das heißt, ob du willst oder nicht willst – dass du hier bist, verpflichtet dich die ganze Zeit, in Unruhe zu sein. Es ist keine Erholung, hierher zu kommen, so ein bisschen Party, Bier, ein paar Witze, man geht sich vergnügen, kommt zurück, kehrt heim, ja? Es gibt hier etwas, das das Leben stört, und deshalb kommen sie nicht. Also, was fragst du?
Schüler: Die Frage ist überhaupt die Arbeit selbst. Ein Mensch ist hier, und er versteht, warum er hier ist, und nicht einfach, um seine Zeit mit irgendeiner solchen Gesellschaft zu verbringen. Er versteht auch, dass das sein Ziel ist. Die Frage ist, wie man es wirklich schafft, dass alle Handlungen des Freundes wirklich zielgerichtet sind und nicht aus einem anderen Grund, oder weil es dir bequem ist, ich weiß nicht was.
Rav: Das heißt, wir sehen einerseits einen Menschen, der hier ist, die allgemeine Atmosphäre hier verpflichtet ihn dennoch, sich zu bewegen, etwas zu tun. Es kann sein, dass er versucht, auf natürliche Weise davon zu fliehen und so irgendeine Nische zu finden, ja, und ruhig so zu sitzen. Irgendeinen kleinen Job und „ich bin in der Gemeinschaft, ich tue etwas und… auch sonst, ich bleibe nicht stecken, du weißt, muss mich nicht… muss mich nicht zwischen allen reindrängen", ja. Man kann versuchen, es so zu machen, das hält nicht langfristig, aber es ist dennoch möglich. Du fragst: „Aber wenn ich in die Gemeinschaft eintrete und ich abgesehen davon, dass ich nicht fliehen will, ich noch mehr auf die nützlichste Art und Weise die Zeit nutzen will, ja, die ich hier bin." Was soll ich tun, oder was?
Schüler: Wie prüfe ich das, wie sorge ich dafür, dass meine Handlungen für den Freund wirklich zielgerichtet sind?
Rav: Wie prüfe ich, ob meine Handlungen gegenüber der Gemeinschaft und Freunden und dem Freund zielgerichtet sind? Wir haben gelernt, die Prüfung ist einfach. Du siehst, wie er auch fragt: Wie wäge ich ab, ob meine Arbeit LeShem Shamajim ist, ob sie richtig ist oder nicht? Zielgerichtet – ich weiß nicht, was gegenüber dem Freund zielgerichtet heißt. Was ist mein Ziel gegenüber dem Freund, sag mir? Ich bin in der Gemeinschaft, es gibt hier viele Freunde, was… wofür brauche ich sie?
Schüler: Um sich mit ihnen zu verbinden.
Rav: Wofür muss ich mich mit ihnen verbinden?
Schüler: Um von ihnen das Verlangen zu empfangen, die Begeisterung zu Ihm.
Rav: Um von ihnen ein Verlangen zu empfangen, wozu? Was?
Schüler: Zum Schöpfer.
Rav: Zum Schöpfer. Also ist das Ziel der Schöpfer?
Schüler: Ja.
Rav: Und der Freund ist?
Schüler: Ein Mittel.
Rav: Ein Mittel. Also sagt man: Damit ich die Gruppe und die Freunde auf nützliche Weise einsetze, muss ich sie mit dem Ziel verbinden. Also nimm deinen Schöpfer und dich selbst und deinen Freund und die Handlung, die du gemeinsam tun willst, und tue es. Und dann heißt es, dass du eine Handlung tust. Danach prüfe sie, ob das nützlich ist oder ob es noch etwas gibt, das noch nützlicher ist? Sowohl in der Handlung selbst, als auch in deiner Teilnahme, in der Tiefe davon, in der Klärung davon, in der Beziehung zum Freund, in der Beziehung zum Schöpfer, in der Beziehung zu dir selbst, in der Beziehung zur Tat, gegenüber allen Faktoren, und du wirst beginnen, den Zustand so zu klären.
Vielleicht wirst du plötzlich vom Schöpfer und von dir selbst und vom Freund und von der Tat allerlei Dinge verlangen, die du vorher nicht verlangt hast, nicht beachtet hast. Jetzt bist du wie ein guter Mechaniker, er weiß, hier muss man eine Schraube ein bisschen drehen, und hier ein bisschen Vergaser, und ein bisschen mehr Luft und weniger Kraftstoff, und das ein bisschen mehr, und die Zündung ein bisschen einstellen. Du weißt, jedes Detail, bis es wirklich auf nützliche Weise funktioniert, fragst du. So wirst du deinen ganzen Antrieb vorwärts einstellen. Dass du sie zusammen verbindest, ohne irgendeinen Unterschied. Es gibt hier wirklich keinen Unterschied zwischen dir und dem Schöpfer und dem Freund und der Tat, alles ist ein Punkt. Denn du befindest dich in Ejn Sof, im Gmar haTikun, in dem Zustand, in dem alles zusammen ist, und wenn du dich bemühst, es jetzt in der Tat so zu tun, strebst du wirklich zum richtigen, endgültigen, zielgerichteten Punkt. Ja.
Schüler: Es gibt eine allgemeine Frage. Sie haben ihm sozusagen geantwortet, dass er ein bestimmtes Gefäß hat, durch das er ein bestimmtes Ergebnis erreicht. Das heißt, er muss sich mit dem Schöpfer verbinden. Dadurch verbindet er sich… Aber ich sehe, dass ich mich eigentlich nicht in diesem Gefäß befinde. Es gibt eine Chance, dass man mir ein bestimmtes Gefäß gegeben hat und durch dieses werde ich ein Ergebnis erreichen. Ich weiß nicht, wie ich mich verbinde und wie ich zu dem Gefäß gehöre. Also muss zwangsläufig zunächst das Ergebnis, mein Ziel jetzt, sein, mich mit dem Freund zu verbinden. Mein Problem ist zu lernen, wie man korrigiert. Wie macht man es also, dass das nicht das Endergebnis bringt?
Rav: Wenn du all diese Punkte zusammen verbindest, hast du kein einziges Problem, du befindest dich wirklich in der richtigen Handlung. Ich verstehe dich nicht. Wenn etwas aus diesen vier Punkten herausfällt – Ich, Schöpfer, Freund, Tat – wenn alle vier nicht in einem Punkt zusammenlaufen, ist das ein Zeichen, dass ich mich nicht in der richtigen Richtung befinde.
Jehuda aus Paris fragt: Warum müssen wir die Megillat Esther lesen? Nun, das ist klar, ja. Megilla, das ist Megilla, das ist Enthüllung. Und Esther ist Verborgenheit. Enthüllung der Verborgenheit. Und man muss es in einem Minjan lesen, weil das, ein Minjan ist eine Enthüllung in einem vollständigen Gefäß, und gemäß der… ja, gemäß der Megilla selbst, ja, die Megilla selbst muss wie ein Buch sein. Buch (Sefer) ist auch Waw mit einem Punkt, was Enthüllung bedeutet, und Buch nennt man ebenfalls eine Enthüllung an sich. Er schreibt darüber in…
(Ende der Lektion)