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Morgenunterricht 21.08.2002
Buch „Schriften von Rabash", Band 2, S. 1155, „Was bedeutet ‚denn ihr seid das geringste von allen Völkern', in der Arbeit"
Rav: Wir haben einen Artikel aus Band 3, „Schlawej HaSulam", Wochenabschnitt „WaEtchanan", Seite 32 gehört: „Was bedeutet ‚denn ihr seid das geringste von allen Völkern', in der Arbeit". Was heißt „ihr seid das geringste"? Dass die Völker die Gedanken des Menschen sind, sein Verlangen, seine Sehnsüchte, seine Triebe. Insgesamt ist der Israel in ihm – der Wille zur Spiritualität – sehr klein, zu nichts fähig, sicher nicht fähig, die anderen Völker, die anderen Verlangen, die Gedanken, die viel größer sind und immer herrschen, zu nutzen. Was sind Galgalta we Eynaim gegenüber dem AHaP? Ein sehr kleiner Teil. Es stimmt, dass das der ewige Teil ist, den man nicht auslöschen kann, soweit es die Völker auch könnten ... sie wären zufrieden, sie würden es gerne machen, aber ... das einerseits.
Andererseits aber befindet er sich immer unter der Herrschaft der Völker. Galgalta we Eynaim befinden sich nach dem Zerbrechen immer unter der Herrschaft des AHaP, und nur das Höhere Licht von oben kann sie retten und sie über alle Verlangen des AHaP zum König erheben. Und wenn Galgalta we Eynaim alle Mittel anwenden können, um das Licht heranzuziehen, das ihnen Korrektur bringt, dann können sie danach sicher nicht nur sich selbst korrigieren, sondern auch den AHaP – bis zur Endkorrektur. Das alles ist Arbeit von Galgalta we Eynaim, von der kleinsten Stufe oder Awiut bis zur größten. Und natürlich gibt es auch in Galgalta we Eynaim alle möglichen Stufen, wie Baal HaSulam am Ende der Vorrede zum Buch Sohar sagt.
02:22
Es gibt solche, die in das Lernen der Tora vertieft sind, und in die Arbeit des Schöpfers, sozusagen. Es gibt solche, die etwas weiter davon entfernt sind, und noch weiter, und es gibt solche, die fast wie die Völker der Welt sind, ja. Das heißt, auch in ihnen, und auch in jedem Einzelnen, der zum Willen in Galgalta we Eynaim gehört – also der irgendeinen Willen zur Spiritualität hat – auch in ihm gibt es alle möglichen inneren Verlangen und Stufen, bei denen er klären muss, was genau zu Galgalta we Eynaim gehört und was genau zum AHaP gehört, und zu verstehen, dass Galgalta we Eynaim selbst keinerlei Existenz haben, wenn sie nicht mit dem Höheren Licht verbunden sind.
Die Gefäße des Empfangens, sie können durch das Licht existieren, das ihnen trotzdem leuchtet, um sie zu beleben. Auch wenn das in der Spiritualität nicht Leben heißt, aber in der Materiellen Welt gibt es darin Halt und Kraft, und sie haben Existenz. Hingegen haben hier in der materiellen Welt, unterhalb des Machsom, Galgalta we Eynaim kein Existenzrecht, weil sie hier nur durch den eigentlichen Verdienst existieren, abhängig von dem Leuchten, das von oben ausgegossen wird.
Das heißt, all unser tierisches Verlangen, der AHaP in uns, oder alle Völker der Welt von der Äußerlichkeit her, wenn wir davon sprechen – sie können ohne jegliche Verbindung zum Höheren Licht existieren. Wenn wir hingegen über die Existenz von Galgalta we Eynaim sprechen, über das Verlangen zur Spiritualität, oder über die Existenz Israels als Volk in dieser Welt, in der Äußerlichkeit – das kann nur in Verbindung zum Höheren Licht existieren, das sie wirklich aufrechterhält. Denn diese Welt ist so geordnet, dass eine Art Leuchten in sie herabsteigt, das die Gefäße des Empfangens dieser Welt füllen kann. Das heißt, das ist ein sehr kleines Leuchten, das irgendwie für die Existenz tierische Genüsse liefern kann.
Deshalb haben der AHaP oder die Völker der Welt Kräfte und Existenz und Herrschaft. Israel hingegen nicht. Wir sehen das auch in der Abhängigkeit des Volkes Israel gegenüber den Völkern, in der Abhängigkeit des Landes Israel, das nichts Eigenes hat – es ist vom Himmel abhängig, und so ist es, bis Israel keine Verbindung mit dem Höheren Licht erlangt. Und diese Verbindung mit dem Höheren Licht – die geschieht nur durch die qualitative Absicht beim Lernen der Tora, beim Lernen der Kabbala.
05:45
Deshalb „das geringste von allen Völkern" – wir sind sicher das geringste. Auch wenn ich von „wir" rede, meine ich das Verlangen zum Schöpfer in jedem Einzelnen – egal in wem, in welchem Menschen. Und auch in der Äußerlichkeit sind wir das geringste. Solange wir die Kraft gegen ihn nicht erlangen, das heißt das spirituelle Licht, da gibt es sicher überhaupt nichts, woran man denken könnte, an irgendeine Existenz hier in dieser Welt. Das war's.
Ja, Rabash erklärt hier, was die Sache des Lo Lishma ist, wie viele Unterscheidungen er darin hat – wir haben schon darüber gesprochen. „Glauben an die Weisen", daran erinnert er uns hier. Glauben an die Weisen, das hat auch einige Stufen. Das ist, dass der Mensch sich trotzdem irgendeine innere Ordnung schafft – dass er, wenn er nicht in der Lage ist, mit eigenen Kräften zu gehen, eine Unterordnung gegenüber den Weisen hat, das, was er in sich festlegt, dass sie die Weisen sind. Und diese Kraft, diese Unterordnung, diese Ordnung, die er festgelegt hat, wird auch zur zweiten Natur, das hilft ihm, auf dem Weg weiterzumachen.
Ja. Gibt es Fragen? Ja.
08:09
Schüler: Warum, damit wir Verlangen nach der vorherigen Stufe haben, wie er das Beispiel mit Abraham und David gibt –
Schüler: Da war ein Beispiel, dass sie, obwohl sie Gadlut bekommen haben, den Zustand vorgezogen haben, wo …
Rav: Ah, obwohl sie Gadlut bekommen haben, warum sie zur Katnut zurückkehren wollen. Es steht geschrieben: „Hasse die Rabbanut." Ja? Rabbanut, das meint Gadlut. „Rav" – Größe. Dass der Mensch sich eigentlich nur nach dem Zustand der Katnut sehnen soll. Katnut ist die Stufe, in der er in der Spiritualität durch eigene Kräfte existiert, und wenn er sich mit Gadlut beschäftigt, dann nur, um zu empfangen in der Absicht zu geben. Aber wie weiß man genau, ob er sich darin im Empfangen in der Absicht zu geben beschäftigt? Die Prüfung ist, dass er zu Zimzum und zu Katnut zurückkehrt und dass er das wirklich will. Und dann setzt er die Gadlut nur für den Bedarf der Gadlut fort, nur für den Bedarf des Gebens setzt er die Gadlut fort. Ja. Das ist noch besonders bei König David, weil das echte Gefäße des Empfangens sind.
Noch was? Ja, Itzik.
09:37
Schüler: Er gibt die ganze Zeit das Beispiel, dass es so ist, wie wenn ein Mensch zu einem Zustand kommen muss, dass er, so wie er einem großen und wichtigen König gedient hätte, deshalb für den Schöpfer arbeiten wird. Und bei mir funktioniert das nicht, dieses Ding. Das heißt, nein, auch wenn ich jemanden sehe …
Rav: Sie geben uns immer Beispiele wie der König und jemand, der zu ihm gehört. Wir müssen trotzdem aus diesen Beispielen von Mensch und König und seinem Hausherrn irgendeine Art Beispiel für uns selbst herausziehen. Es gibt keine Wahl, weil in unserer heutigen Welt der Mensch überhaupt in der Luft schwebt, er gehört zu nichts. Nicht zur Familie – wir sehen schon, alles fällt auseinander –, nicht zum Staat, die Menschen bewegen sich von hier nach dort. Und nicht zu dieser Welt, sie ist ihm egal, er fühlt keine Verpflichtung gegenüber irgendetwas. Kurz gesagt, das alles ist … jeder ist … so so, katastrophal …
Wir haben keine andere Wahl: wir wollen verstehen, was die Herrschaft des einen über den anderen ist, und da gibt er uns das Beispiel mit dem König – was kann man machen. König, das meint, dass es eine fremde Kraft gibt, die über dich herrscht in einer Form, die dich zwingt. Indem er dich zwingt, lässt er dir trotzdem dein Ich. Das kann er nicht, vielleicht will er auch nicht absichtlich unterdrücken.
Und dann bist du in einem Zustand, in dem du zuerst verstehst: das, was du jetzt denkst und ausführst und tust, das ist das, was dir von oben gegen deinen Willen befohlen wird – ob du willst oder nicht willst. Das heißt die Herrschaft des Königs. Und jetzt hängt es auch davon ab, ob du dem König treu sein willst. Das heißt, dass du das, was er will, auch dann machen willst, wenn er dir das nicht aufgezwungen hätte, wenn er seine Herrschaft nicht über dich verhängt hätte. Und hier ist dieses ganze Beispiel – was kann man machen.
12:11
Du musst dir die ganze Sache vorstellen, all diese Feinheiten. Wie ich ihm vielleicht entkommen könnte. Sagen wir, ich kann nicht. Danach komme ich zur Einsicht – alles kommt aus der Einsicht, aus der Erkenntnis, das ist, was uns fehlt. Danach fange ich an, ihn zu erkennen. Daraus, dass ich ihn erkenne, fange ich an zu verstehen, dass wirklich seine Gesetze und das, was er über mich denkt, und wie er mich führt – das alles ist am besten zu meinem Wohl.
Und dann, obwohl ich nicht bis zum Ende der Tiefe all seiner Sachen verstehe, will ich gerade in seinen Spuren gehen, in denen seiner Gesetze. Danach übergebe ich mich ihm, dass er macht. Und danach will ich diese Gesetze sogar dann ausführen, wenn er es nicht will. Er sagt schon: gut, lass, ist nicht so wichtig. Nein, ich selbst setze diese Gesetze fort, und ich führe sie an seiner Stelle aus und nehme an seiner Stelle die Herrschaft über mich selbst, so wie er das gemacht hätte. Und so weiter.
Das heißt, hier ist die ganze Spanne der Zustände und Beziehungen zwischen mir und ihm. Das heißt, zwischen dem, dass ich über mich selbst herrsche, und dem, dass er über mich herrscht. Und danach zwischen dem, dass ich von seiner Seite aus über mich selbst herrsche, von der Seite seiner Gesetze. Und danach, bis ich über ihn herrsche. Verstehst du? Soweit, dass ich anfange, über ihn zu herrschen.
13:45
Denn ein Mensch, der zu dem Zustand kommt, in dem er gibt, der herrscht über den, dem er gibt. „Meine Söhne haben Mich besiegt" – das ist einfach, du erwirbst, wie ein kleines Kind … das, schau, Beispiele, wir können nichts machen – wie ein kleines Kind seine Mutter um den Finger wickeln kann. Wie groß sie ist und wie stark sie ist und wie alles, sie ist von ihm abhängig wegen ihrer Liebe zu ihm.
Schau also von einem Ende bis zum anderen, wie viele Variationen der Beziehungen es hier gibt. Und wir alle müssen das durchgehen und lernen. Aber wo fangen wir den Weg an, und was heißt das, dass ich jedes Mal von Unterscheidung zu Unterscheidung und von Korrektur zu Korrektur übergehe? Daraus, dass ich ihn mehr erkenne. Sein Verhältnis zu mir, seine Kraft, seine Größe, die Wahrhaftigkeit in seinen Taten und so weiter. Da habe ich keine Wahl, als ihn jedes Mal mehr und mehr zu erkennen. Um mich dazu zu verpflichten, ihn zu erkennen, habe ich Nöte, dass ich sehe, dass ich ohne das letztendlich nicht kann, mir geht es schlecht. Und ohne „Erkenne den Schöpfer, deinen Schöpfer, und diene Ihm" kommt nichts heraus.
Jetzt, diese Erkenntnis kann auf einem guten und auf einem nicht so guten Weg kommen. Auch jetzt erkennen wir seine Gesetze, aber in einer nicht so guten Form. Er zeigt uns seine Gesetze auch jetzt. Jeder Zustand, in dem ich mich befinde – ich befinde mich in der Erfüllung irgendeines seiner Gesetze, mit dem er mir irgendeine Art seines Verhaltens mit mir zeigen will, ja. Und trotzdem, in jeder solchen Stufe, in der er mir sein Verhalten mit mir zeigt, fühle ich mich nicht so gut. Sondern erst danach, wenn ich damit einverstanden bin, das gegen meinen Willen annehme, und danach in Erkenntnis, und danach in Zustimmung, danach in Liebe, ja. Was heißt in Liebe? Dass ich selbst diese Existenz will, sogar dann, wenn er davon verschwunden wäre. Und so jedes Mal, jedes Mal.
Da können wir … diese Kette in jeder Stufe, in jeder Unterscheidung, wir können sie nicht zerbrechen, wir können sie nicht präzise machen, jede einzelne Stufe in jeder einzelnen Stufe überspringen, das geht nicht. Nur die Zeit der Entwicklung beschleunigen. Denn ohne Gefäß kann man das Licht nicht spüren, ohne Mangel kann man nicht zur Vollkommenheit kommen. Da muss die ganze Unterscheidung in all ihren Einzelheiten umgekehrt sein, und danach … das war's, nur Beschleunigung. Aber Beschleunigung spürst du auch während der Handlung – du spürst dich selbst in einer anderen Form als wenn du dich darin in der Notwendigkeit befindest. Man muss sich erheben, das ist es. Das ist einfach: wenn ein Mensch aufsteht, wenn er es schafft, so zu springen und auf die Beine zu kommen, fällt alles. Das sind sehr … das sind wirklich Sachen … Schwierigkeiten, Schwierigkeit ist eine eingebildete Schwierigkeit. Nicht echt.
17:19
Das ist wirklich wie er sagt: „Da draußen ist ein Bär", sagen sie einem kleinen Kind, und es hat Angst vor einem Bären draußen und kann die ganze Zeit wirklich verrückt davon werden. So sind wir, wir … Und das alles, weil wir unsere Schwierigkeiten auch nicht mit ihm verknüpfen. Es scheint uns, dass wir gute Sachen von ihm bekommen, und schlechte Sachen von etwas anderem – nicht aus derselben guten Quelle. Was heißt von ihm? Aus derselben guten Quelle – kommen denn von dort die Leiden nicht herab? Das verbinden wir nicht, unser Gefühl herrscht.
Ja.
Schüler: Wie passiert es, dass eine Art schlechter Realität, wie ich sie erlebe, sich plötzlich umdreht zu einem Zustand, in dem ich verstehe, dass das eine weitere Eigenschaft des Schöpfers ist, und das ist gut und tut Gutes? Wie ist das, wo gibt es diesen Schalter?
Rav: Wie ich daraus, dass ich Schlechtes spüre, plötzlich anfange zu spüren, dass das ein Schlechtes ist, das von ihm kommt, und danach sofort spüre, dass das nicht schlecht ist, sondern gut zu meinem Wohl, und danach, weil ich das spüre, dieses schlechte Gefühl sich umdreht zu einem guten. Wie, wie gehen all diese Sachen ineinander über? Als Ursache und Wirkung. Eines verpflichtet das andere, weil das ein Licht ist, das die vier Bchinot baut. Es gibt hier nichts, hier gibt es nichts außer dem, was sich Stufe für Stufe in jeder einzelnen Unterscheidung enthüllt – jede Unterscheidung ist aus vier Stufen aufgebaut, und das letzte Gefühl versiegelt sie und überträgt sie zu einer neuen Unterscheidung wie eine Kette, und das war's.
Jetzt, wie sich Malchut von Anfang an zu allen ersten neun (Sefirot) verhält, das, das wählst du. Das wählst du, das wählst du. Das heißt, du musst für einen kurzen Augenblick die Unterscheidung in schlechter Form spüren – Pflicht. Aber du erwartest das schon, du verstehst, das heißt soweit, dass … sogar dieses schlechte Gefühl, von dem du erwartest, dass es kommen wird, das ist, weil du es brauchst, um das Schlechte zu enthüllen, verstehst du? Da ist dieses Schlechte schon nicht in einem schlechten Gefühl, es ist in der Erkenntnis, dass das schlecht ist, du überträgst das schon vom Liba zum Mocha (vom Herzen zum Gehirn).
20:03
Es gibt keinen einzigen Moment … nichts ändert sich. Nichts ändert sich in der Realität außer der Erkenntnis des Menschen. Da müssen wir verstehen, dass es sich insgesamt für uns lohnt, so schnell wie möglich unseren Sinn zu öffnen, das ist alles. Öffne ihn und du wirst alles in seiner Ausdehnung spüren.
Was? Du wirst dich nicht verändern, du bleibst rothaarig mit Brille, dieses zerknitterte Hemd, ja. Eh?
Schüler: Schlumpi.
Rav: Ja. Du bleibst so, ja, das … aber, das heißt, nichts wird sich verändern außer der Wahrnehmung der Realität.
Ja.
Schüler: Alle „Schelo Lishma" verschiedenster Art, von denen er hier spricht, die fünf verschiedenen Bchinot des Lo Lishma –
Rav: Ja.
Schüler: Ist das wie ein Zustand, der Übergang zwischen ihnen, ist das wie ein Zustand zwischen Materiellem und Spirituellem? Das heißt, ein Zustand, der wie zwischen doppelter Verhüllung und einfacher Verhüllung ist? Die ganze Zeit gibt es zurück, du gehst vorwärts …
Rav: Schau, was er uns hier auf Seite 34 beschreibt – alle möglichen Variationen von „Schelo Lishma", „lernt, um zu provozieren", „damit man ihn Rav nennt", ja, „damit der Schöpfer ihm Lohn in dieser Welt gibt", dass „Er ihm Lohn in der kommenden Welt gibt", ja, und dass er schon dem König dienen will. Diese Sachen befinden sich die ganze Zeit auch durcheinander, plötzlich springt das, plötzlich springt das. Das ist nicht genau in derselben Reihenfolge, besonders weil wir auch nicht wissen, wie diese Unterscheidungen in uns durchgehen. Ich kann nicht sagen: jetzt befinde ich mich in einer bestimmten Unterscheidung und in ihr durchlaufe ich jetzt eins, zwei, drei, vier, fünf Stufen. Danach komme ich zur nächsten Unterscheidung und auch in ihr eins, zwei, drei, vier, fünf Stufen. So etwas gibt es nicht. Gibt es nicht, da sind wir nicht.
22:15
Sondern jedes Mal ist das bei uns durcheinander, und wir herrschen nicht darüber. Und es kann sein, dass du momentan diese Unterscheidungen, die du dort hast, „um zu provozieren", nicht unterscheidest. Was kümmert mich jemand, etwas, zu provozieren – nein, was, das ist nicht in meinem Kopf. Na ja, groß zu sein, Rabbi zu sein, was geschrieben steht, ja, das ist nicht „Rebbe", wie es Rebbes gibt, verstehst du? Einfach groß darin zu sein, sagen wir, gelehrt, Professor irgendwas, ja. Oder dass ich Lohn in dieser Welt habe, sicher. Lohn in der kommenden Welt – ich weiß nicht, was das ist, aber das lohnt sich auch. Die kommende Welt, das ist auch, wie du das interpretierst, ich weiß nicht. Die kommende Welt – das ist „in der Absicht zu geben", vielleicht ist es das? Dann warten wir mit diesem Lohn, in der Zwischenzeit lass uns diese Welt empfangen.
Das, das, was er sagt, das ändert sich auch für uns nicht – wir wissen davon, wissen nicht davon. Die Weisheit hilft überhaupt überhaupt nicht für den Fortschritt. Das Verlangen danach hilft.
Schüler: Gibt es eine Verbindung zwischen doppelter Verhüllung und einfacher Verhüllung, von der wir sprechen –
Rav: Verbindung zwischen was?
Schüler: Zwischen den verschiedenen Formen des Lernens von „Lo Lishma" und doppelter und einfacher Verhüllung?
Rav: Dass der Mensch zu einem Zustand kommt, in dem er will, dass der Schöpfer ihm Lohn in der kommenden Welt gibt und nicht in dieser Welt, das heißt, er will schon einen spirituellen Zustand, dass er den als Lohn hat, ja? Das ist schon eine Stufe vor dem Übergang über den Machsom. Jetzt nochmal – es hängt davon ab, wie diese Definitionen „diese Welt", „kommende Welt" zu nehmen sind. Wie Baal HaSulam sagt, dort gibt es einen Brief: die kommende Welt, das ist einfach die nächste Stufe, und diese Welt, das ist die aktuelle Stufe, ja. Und du befindest dich immer in einem Zustand, der „diese" heißt. Und die kommende, die „kommende", nach der du dich sehnst – aber so etwas gibt es nie, denn wenn die kommende eintrifft, wird sie zu „dieser", ja. Das heißt, es hängt davon ab, wie all diese Dinge zu interpretieren sind. Aber …
Das war's?
(Ende des Unterrichts)