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Abschrift Morgenlektion 27.11.2007
Baal HaSulam, Buch „Talmud Esser haSefirot", Band 1, Teil 2, Kapitel 1, Innere Betrachtung, Punkte 1–5
Vorleser: Buch „Talmud Esser haSefirot", Band 1, Teil 2, Kapitel 1, Innere Betrachtung.
Teil 2
Innere Betrachtung
Igulim und Yosher, umfasst zehn Kapitel
Kapitel 1
Punkt 1
Igulim werden als GaR angesehen
„Der ARI sprach sehr wenig über die zehn Sefirot von Igulim. Sogar die Worte, die er sagte, schienen voller Widersprüche zu sein. Es ist jedoch unmöglich, sie näher zu erläutern, da sie als die ersten drei Sefirot betrachtet werden, in die wir uns nicht vertiefen dürfen. Nichtsdestoweniger sollte das Wenige, das der ARI geschrieben hat, ausführlich erklärt werden, genug, um das Ziel zu erreichen, das der ARI angestrebt hatte, d. h. so viel, wie nötig ist, um die Zusammenhänge in dieser Weisheit zu verstehen." 01:07
Das heißt, wir haben Zehn Sefirot: zehn und nicht neun, zehn und nicht elf, wie schon unser Vorvater Abraham im „Sefer Yezira" geschrieben hat. Die ganze Struktur der Wirklichkeit, die der Schöpfer erschaffen hat, besteht insgesamt aus den Zehn Sefirot. In den ersten drei Sefirot ist der Schöpfungsgedanke noch vor seiner Verwirklichung im Unteren. Dort gibt er sich nur eine Form, um sich mit dem Unteren zu verbinden: Keter, Chochma, Bina, also KaCHaB oder GaR, die ersten drei.
Mit ihnen können wir uns nicht beschäftigen, es ist verboten, sich mit ihnen zu beschäftigen. In der Weisheit der Kabbala heißt „verboten" so viel wie „unmöglich". Denn erlaubt ist alles; nur wenn du keine Möglichkeiten hast, heißt es „verboten". Warum? Wenn du dort hineingehst und keine Gefäße hast, um genau zu forschen, zu wissen und alles zu unterscheiden, dann kommst du durcheinander und erreichst die Hauptsache nicht, das Ziel.
Deshalb sagt man an Stellen, an denen der Mensch durcheinanderkommen kann: „Das ist dir verboten." Und wer zum Ziel vorankommen will, versteht, dass all diese Verbote zu seinem Besten sind. So machen wir es auch in unserem Leben: Das ist verboten, das ist verboten und das ist verboten. Es gibt Menschen, die es trotzdem prüfen wollen, sollen sie prüfen. Aber meistens nehmen sie dabei Schaden. Und in der Spiritualität kommt der Schaden ohne jeden Zweifel. Deshalb behüten die Kabbalisten diejenigen sehr, die vorankommen wollen, und geben ihnen alle möglichen Ratschläge, wie man richtig vorankommt. Zusätzlich zu dem, was wir durch das System der Stufenleiter bekommen, bekommen wir auch alles schrittweise und unter Schutz von oben. 03:17
Deshalb beschäftigen wir uns nicht mit GaR jeder einzelnen Stufe, mit SaT jeder einzelnen Stufe beschäftigen wir uns aber sehr wohl. Das geht so weit, dass Baal HaSulam uns im „Vorwort zum Buch Sohar" und in der „Einleitung zum Buch Sohar"² erklärt: Mit GaR sogar der kleinsten Stufe, Malchut de Malchut de Assija, dürfen wir uns nicht beschäftigen. In SaT dagegen, auch der größten Stufe dort, ob Atik, Arich Anpin oder Galgalta, egal wo, ist es sehr wohl erlaubt, sich damit zu beschäftigen und dort zu arbeiten.
Denn wo wir einen sicheren Halt haben, wo wir Ursache und Wirkung oder einen Prozess kennen, dort sollst du dich beschäftigen. Das sind die Gefäße, die in deinem Besitz sind, und indem du sie erwirbst, kommst du voran. GaR jeder Stufe dagegen erwerben wir niemals, wir erforschen sie nicht und berühren sie nicht. Denn dort gibt es noch keine Offenbarung des Schöpfers gegenüber dem Geschöpf, sondern all das ist dort in abstrakter Form.
Abstrakt heißt: Es lässt sich in unseren Gefäßen nicht erklären. Wir sprechen immer in Bezug auf den Menschen, der erreicht. In SaT erreichen wir, unterscheiden, fühlen, können deuten und ins Detail gehen, unser ganzes Empfinden analysieren und synthetisieren. Und durch all diese Unterscheidungen kommen wir voran. 05:06
In GaR dagegen ist alles so unklar, unsicher und abstrakt, dass wir scheitern und dann vom Weg abkommen. Deshalb müssen wir verstehen: Unser ganzer Weg, vom Anfang der Linie bis zu ihrem Ende, bis zur Welt Ejn Sof, besteht ganz aus den SaT der Stufe. Die GaR der Stufe offenbaren sich über ihnen als Verhältnis des Schöpfers zum Geschöpf.
Die Verwirklichung des Geschöpfs geschieht in SaT, in den Gefäßen des Gebens. So lernen wir es auch aus der Welt Azilut: Insgesamt müssen wir SoN de Azilut korrigieren. SaT de Bina, Seir Anpin und Malchut, dort sind die Buchstaben der Arbeit, das ganze Alphabet. Die Seelen, die MaN erheben, sind in diesen SaT eingeschlossen, und alle Welten BYA sind in SaT eingeschlossen. Adam haRishon wurde aus dieser Stufe geboren, von Bina abwärts. Das heißt, unser ganzes Leben, Erreichen, Verstehen, die Klärungen und die Korrekturen, all das geschieht nur in diesen Gefäßen von SaT der Stufe, jeder einzelnen Stufe.
06:30
Vorleser: Seite 55, Punkt 2.
Punkt 2
In den zehn Sefirot von Igulim ist das Äußere wichtiger
„Wir werden mit einem allgemeinen Verständnis der Dinge beginnen. Der ARI teilt die Realität in zwei Unterscheidungen: Igulim und Yosher. Das bedeutet, dass alle Parzufim in den fünf Welten, Adam Kadmon, ABYA bis zu Olam haSe (Diese Welt), aus zehn Sefirot von Igulim und zehn Sefirot von Yosher bestehen. Nun haben wir gesehen, dass bei den Sefirot de Igulim der äußerste von allen der erhabenste und der innerste von allen der niedrigste ist. Denn der höchste Igul, der Ejn Sof am nächsten steht, das die gesamte Wirklichkeit umgibt und umfasst, ist der erhabenste von allen und wird Keter genannt. Innerhalb von ihm befindet sich der zweite Igul, der Chochma genannt wird und niedriger als Keter ist, und so weiter bis zur innersten Sphäre von allen, die diese Welt ist. Sie ist die niedrigste aller Igulim, denn sie ist Finsternis ohne Licht und voller Unreinheit. Daraus folgt, dass jeder weiter innen liegende Igul niedriger und jeder weiter außen liegende Igul erhabener ist." 07:54
Denn das ist die Natur des Lichts. Es breitet sich von oben nach unten aus, aber „von oben nach unten" gilt in den Igulim nur in Bezug auf den Empfänger, und in den Igulim gibt es noch keinen Empfänger. Das Licht breitet sich nämlich noch vom Gebenden aus, in der Kraft des Gebenden selbst. Der Empfänger ist noch nicht in seinem Empfinden, seinem Verstehen und seiner Wahrnehmung da, nach der er dann so viel empfängt, wie er kann oder nicht. Erst dann gibt es bei ihm schon oben und unten.
Deshalb muss das Geben des Schöpfers an das Geschöpf, das von der Seite des Schöpfers kommt, zu uns kommen, und es kommt in Igulim zu uns. Das Ende der Igulim ist in ihrer Mitte. Deshalb ist der äußerste Igul der Igul von Keter, und der innerste ist der Igul von Malchut. So ist es, weil die Igulim aus der Vollkommenheit kommen, vom Schöpfer.
Hier gibt es viele Möglichkeiten, die Igulim zu lernen und die Verbindung zwischen ihnen zu sehen, also wie der Mensch diese Gefäße von seiner Seite her erweckt. Das ist so wie die Wellenlehre, die wir zum Beispiel in der Physik lernen: Beugung, Interferenz. Bei Wellen, in der Optik, gibt es alle möglichen solchen Erscheinungen. Daraus kann man insgesamt die Vollkommenheit der Igulim im Vergleich zur Linie sehen. Darüber sprechen wir aber später.
10:13
Vorleser: Seite 55, Punkt 3.
Punkt 3
Bei den zehn Sefirot de Yosher ist das Innere wichtiger
„Bei
den
Sefirot
de
Yosher
ist
es
umgekehrt,
bei
ihnen
ist
das
Innere
besser.
Das
liegt
daran,
dass
die
ersten
und
innersten
zehn
Sefirot
de
Yosher
die
zehn
Sefirot
der
Welt
Adam
Kadmon
sind.
Man
nennt
sie
den
Kav,
der
sich
von
Ejn
Sof
ausbreitet,
fast
bis
hinunter
zu
Olam
haSe,
aber
ohne
sie
zu
berühren.
Ihre
Äußerlichkeit
wird
von
den
zehn
Sefirot
de
Yosher
der
zweiten
Welt,
die
Welt
Azilut
genannt
wird,
gekleidet,
deren
Verdienst
geringer
ist
als
der
von
der
Welt
Adam
Kadmon.
Die
Äußerlichkeit
der
Welt
Azilut
wird
von
den
zehn
Sefirot
de
Yosher
der
Welt
Brija
gekleidet,
deren
Verdienst
geringer
ist
als
der
von
der
Welt
Adam
Kadmon.
Dies
geschieht
in
gleicher
Weise
bis
zu
den
zehn
Sefirot
de
Yosher
der
Welt
Assija,
der
schlimmsten
aller
Welten,
die
die
Äußerlichkeit
aller
Welten
kleidet.
So
ist
bei
den
Sefirot
de
Yosher
das
Äußere
schlechter
und
das
Innere
besser,
das
ist
das
Gegenteil
der
zehn
Sefirot
de
Igulim.
In
dieser
Gegensätzlichkeit
zwischen
den
Sefirot
de
Igulim
und
den
Sefirot
de
Yosher
wird
hier
in
der
Tat
ein
tiefgründiges
und
großes
Konzept
vorgestellt,
das
gründlich
untersucht
werden
sollte."
11:47
Das heißt, wenn wir über die Welten sprechen (Zeichnung), müssen wir es so zeichnen. Ist das klar oder nicht? Wer kann erklären, was ich gezeichnet habe? Nicht klar? Dann lies bitte noch einmal.
Vorleser: Wir lesen Punkt 3 noch einmal.
Rav: Vielleicht habe ich irgendeinen Fehler gemacht? Nun?
Punkt 3
Bei den zehn Sefirot de Yosher ist das Innere wichtiger
„Bei
den
Sefirot
de
Yosher
ist
es
umgekehrt,
bei
ihnen
ist
das
Innere
besser.
Das
liegt
daran,
dass
die
ersten
und
innersten
zehn
Sefirot
de
Yosher
die
zehn
Sefirot
der
Welt
Adam
Kadmon
sind.
Man
nennt
sie
den
Kav,
der
sich
von
Ejn
Sof
ausbreitet,
fast
bis
hinunter
zu
Olam
haSe,
aber
ohne
sie
zu
berühren.
Ihre
Äußerlichkeit
wird
von
den
zehn
Sefirot
de
Yosher
der
zweiten
Welt,
die
Welt
Azilut
genannt
wird,
gekleidet,
deren
Verdienst
geringer
ist
als
der
von
der
Welt
Adam
Kadmon.
Die
Äußerlichkeit
der
Welt
Azilut
wird
von
den
zehn
Sefirot
de
Yosher
der
Welt
Brija
gekleidet,
deren
Verdienst
geringer
ist
als
der
von
der
Welt
Adam
Kadmon.
Dies
geschieht
in
gleicher
Weise
bis
zu
den
zehn
Sefirot
de
Yosher
der
Welt
Assija,
der
schlimmsten
aller
Welten,
die
die
Äußerlichkeit
aller
Welten
kleidet.
So
ist
bei
den
Sefirot
de
Yosher
das
Äußere
schlechter
und
das
Innere
besser,
das
ist
das
Gegenteil
der
zehn
Sefirot
de
Igulim.
In
dieser
Gegensätzlichkeit
zwischen
den
Sefirot
de
Igulim
und
den
Sefirot
de
Yosher
wird
hier
in
der
Tat
ein
tiefgründiges
und
großes
Konzept
vorgestellt,
das
gründlich
untersucht
werden
sollte."
14:10
Klar? (Zeichnung) Das Innerste, das Innerste, ja? Und hier das Äußerste, richtig? Je innerer eine Welt in Yosher ist, desto äußerer ist sie in den Igulim. Ist das nicht verständlich? Bei den Igulim ist der größte der äußere, bei Yosher ist der größte der innere, ja? Deshalb sagen wir: Die Linie von Ejn Sof ist Galgalta, die als Riegel von einem Ende zum anderen reicht, von Ejn Sof bis zu Malchut, und auf sie kleiden sich die anderen ein: Azilut, Brija, Yezira, Assija. Ja? So ist jede geringer als die andere, das ist in Yosher.
In den Igulim dagegen, wir haben über Ejn Sof gesprochen, ja? (Zeichnung), sind die Igulim so: Das ist Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut. Und hier ist es Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut. Es ergibt sich also: Das Innerste ist Keter, und hier ist das Äußerste Keter. Und das habe ich hier bei den Welten gezeichnet.
Ja.
Schüler: Was bedeuten innen und außen in diesem Zusammenhang?
Rav: Innen und außen bedeutet „wichtiger": Bei Yosher heißt das Innere wichtiger, bei den Igulim heißt das Äußere wichtiger. Oder: Innen und außen bestimmen das Verhältnis. Sie bestimmen die Gegensätzlichkeit, die dir der Massach gibt: Je höher du in Yosher bist, desto tiefer bist du in den Igulim, und umgekehrt. Es kann auch Äußeres und Inneres in der Ergänzung der Zehn Sefirot sein, in den Zehn Sefirot des Or Yashar und den Zehn Sefirot des Or Choser, als Wichtigkeit.³
Lass uns weiterlesen, vielleicht finden wir Worte dafür.
Ja.
17:55
Schüler: Was ist dieses Verhältnis, diese Umkehrung zwischen den Igulim und Yosher, die wir verstehen sollen? Wie kann ich das verstehen?
Rav: Ich verstehe, ihr fragt sozusagen, was uns das für unsere Unterscheidungen bringt. Wo sind in mir die Igulim und wo ist Yosher, sodass ich danach zum Beispiel irgendwelche Ansichten, Gedanken oder Gefühle von mir zuordnen kann: Sind sie in Yosher oder in den Igulim? Alles bestimmt der Massach. Wenn ich ohne Massach mit meinen Verlangen arbeite, ist es für mich umso besser, je feiner ich bin, ja? Das ist Awiut Shoresh. Awiut Shoresh ist in den Igulim.
Das ist in Keter de Igulim, ja, Awiut Shoresh. Im Keter der Linie muss ich in Awiut Dalet plus Massach sein, dann komme ich zum Keter der Linie. Das umgekehrte Verhältnis von Lichtern und Gefäßen, das sagen sie uns: Igulim und Yosher. Die Igulim stellen für uns die Eigenschaft des Lichts dar, und die Linie die Eigenschaft des Gefäßes. Beim Licht ist Keter der Igul von Keter, in der Linie ist Keter die Stärke des Massach. Wie gleiche ich mich in meiner Awiut dem Licht an? Sie sprechen über zwei völlig verschiedene Dinge, die sich aber einander angleichen sollen. Der Gebende gibt mir Licht. Ich gebe dem Gebenden nur die Absicht des Gefäßes.
Deshalb ergeben sich Igulim und Yosher für uns als umgekehrt. Die Igulim sind die Absicht des Schöpfers, und Yosher ist die Absicht des Geschöpfs. Und wie wir auch gestern gesprochen haben: Insgesamt müssen wir zu einem Zustand kommen, in dem Yosher und die Igulim gleich sind. Wie nennt man das?
20:51
Schüler: Die Quadratur des Kreises.
Rav: Die Quadratur des Kreises. Dass sie in der Fläche, in diesem Integral, gleich sind. Wirklich von null bis unendlich gleich, aber so, dass sie einander ergänzen. Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll: Äußerlichkeit und Innerlichkeit in Yosher und Äußerlichkeit und Innerlichkeit in den Igulim ergänzen einander. Dann ergibt sich für dich Vollkommenheit. Kurz gesagt: Die Absicht des Schöpfers wird nur durch die Absicht des Geschöpfs vollkommen.
Ja.
Schüler: Josef aus Jerusalem fragt: Ist der Unterschied zwischen Yosher und den Igulim wie der zwischen den ersten drei und den sieben unteren?
Rav: Das ist dem auch in gewisser Weise ähnlich, ja, denn die Natur der Igulim ist wie GaR de Yosher. Darin hat er recht. Schön, ja.
Ja.
Schüler: Kann man in einfachen Worten sagen, dass Awiut Dalet in Yosher mit dem Or Choser bis zu Keter de Igulim reicht?
Rav: Nein. Nein. Awiut Dalet in Yosher reicht bis zu Keter de Yosher. Nein. Wir vergleichen sie nicht miteinander. Wir vergleichen sie nicht miteinander, nein. Man kann es letztendlich so sagen, insofern sich alle Stufen miteinander verbinden. Dann kommt Dalet de Awiut zum selben Geben wie Keter de Igulim. Ja, aber das … So sprechen wir nicht, und wir unterscheiden die Gefäße in ihrer Arbeit in Yosher und Igulim überhaupt nicht, denn in den Igulim können wir nicht messen. Kurz gesagt: unsere Arbeit mit den Igulim, das war's.⁴
Lass uns weitergehen und sehen. 23:17
Vorleser: Seite 55, Punkt 4.
Punkt 4
Zwei Wege des Empfangens im Kli: 1) durch den Toch (Inneres), 2) durch die Chizoniut (Äußerlichkeit).
„Du
kennst
bereits
den
Mittelpunkt
in
Ejn
Sof,
wo
der
Zimzum
stattfand
und
das
Licht
sich
von
diesem
Punkt
entfernte
und
zu
einem
leeren
Raum
(Chalal
Panui)
wurde
(siehe
Teil
1,
Kapitel
1,
Punkt
50).
Es
wird
erklärt,
dass
er
„der
Mittelpunkt“
genannt
wird,
um
anzuzeigen,
dass
er
nicht
durch
seine
Innerlichkeit
(Pnimiut)
und
sein
Inneres
(Toch),
sondern
nur
durch
seine
Äußerlichkeit
(Chizoniut)
aus
seiner
Umgebung
empfängt.
Er
empfängt
das
Licht
ohne
jede
Begrenzung
und
Messung,
weil
das,
was
er
von
der
Äußerlichkeit
empfängt,
das
Licht
nicht
begrenzt.
Infolgedessen
haben
wir
in
den
Kelim
zwei
Arten
des
Empfangens:
1)
Durch
die
Äußerlichkeit
2)
Durch
die
Innerlichkeit.
Wir
müssen
genau
verstehen,
mit
welcher
Innerlichkeit
und
Äußerlichkeit
wir
uns
hier
befassen,
denn
dies
bezieht
sich
natürlich
nicht
auf
einen
Ort
oder
ein
Gebiet,
unter
dem
man
sich
Äußerlichkeit
und
Innerlichkeit
vorstellen
könnte."
24:36
Gibt es Fragen und Antworten?
Schüler: Awiut, Yosher …
Rav: Nicht Yosher. Innerlichkeit, Äußerlichkeit, Igulim und Yosher, aber im Verhältnis zueinander. Gibt es ein Empfangen durch Innerlichkeit und Äußerlichkeit?
Schüler: Durch Übergang. Durch Weitergabe.
Rav: Nein, nein, nein, das kommt später, „durch Übergang".
Lies bitte noch einmal.
Vorleser: Wir lesen noch einmal.
Rav: Zwei Wege. Ja.
Vorleser: Wir lesen noch einmal.
Punkt 4
Zwei Wege des Empfangens im Kli: 1) durch den Toch (Inneres), 2) durch die Chizoniut (Äußerlichkeit).
„Du
kennst
bereits
den
Mittelpunkt
in
Ejn
Sof,
wo
der
Zimzum
stattfand
und
das
Licht
sich
von
diesem
Punkt
entfernte
und
zu
einem
leeren
Raum
(Chalal
Panui)
wurde
(siehe
Teil
1,
Kapitel
1,
Punkt
50).
Es
wird
erklärt,
dass
er
„der
Mittelpunkt“
genannt
wird,
um
anzuzeigen,
dass
er
nicht
durch
seine
Innerlichkeit
(Pnimiut)
und
sein
Inneres
(Toch),
sondern
nur
durch
seine
Äußerlichkeit
(Chizoniut)
aus
seiner
Umgebung
empfängt.
Er
empfängt
das
Licht
ohne
jede
Begrenzung
und
Messung,
weil
das,
was
er
von
der
Äußerlichkeit
empfängt,
das
Licht
nicht
begrenzt.
Infolgedessen
haben
wir
in
den
Kelim
zwei
Arten
des
Empfangens:
1)
Durch
die
Äußerlichkeit
2)
Durch
die
Innerlichkeit.
Wir
müssen
genau
verstehen,
mit
welcher
Innerlichkeit
und
Äußerlichkeit
wir
uns
hier
befassen,
denn
dies
bezieht
sich
natürlich
nicht
auf
einen
Ort
oder
ein
Gebiet,
unter
dem
man
sich
Äußerlichkeit
und
Innerlichkeit
vorstellen
könnte."
26:22
Er sagt also: Man kann so empfangen wie in Ejn Sof, das heißt durch die Äußerlichkeit. Und man kann so empfangen wie später mit dem Massach, das heißt durch die Innerlichkeit. Mal sehen, was er uns danach erklärt.
Bitte. Was?
Schüler: Frage 55 und 58.
Rav: Was steht dort?
Schüler: … Höheres und Unteres … Innerlichkeit und Äußerlichkeit.
Rav: Komm, Innerlichkeit und Äußerlichkeit, 55?
Schüler: 58.
Rav: 58. Innerlichkeit und Äußerlichkeit.
Schüler: Gehen wir zu 55.
Rav: Nein. Höheres und Unteres, ja …
Bitte. Also Frage 55.
Vorleser: Frage 55, auf Seite 91, in der „Tabelle der Antworten zur Bedeutung der Wörter". Frage 55: Höheres und Unteres. Seite 91.
„55.
Was
ist
der
Höhere
(Eljon)
und
der
Untere
(Tachton)?
(Teil
2,
Histaklut
Pnimit,
86)
Wir
müssen
in
jedem
Parzuf
zwei
grundlegende
Unterscheidungen
treffen:
den
Aspekt
des
Kli
in
Bezug
auf
das
Heranziehen
(Hamshacha)
der
Fülle
und
den
Aspekt
des
Kli
in
Bezug
auf
das
Empfangen
der
Fülle.
Diese
beiden
sind
von
einem
Ende
bis
zum
anderen
vollkommen
gegensätzlich.
Denn
das
Maß
der
Größe
der
Fülle
hängt
vom
Maß
der
Awiut
des
Kli
des
Heranziehens
ab.
Das
größte
Licht
im
Parzuf,
das
Yechida
genannt
wird,
benötigt
das
gröbste
Kli
des
Heranziehens,
nämlich
Bchina
Dalet
von
Bchina
Dalet.
Das
Gegenteil
gilt
jedoch
für
das
Kli
des
Empfangens.
Denn
das
größte
Licht,
das
Yechida
genannt
wird,
kleidet
sich
nur
in
das
reinste
Kli
ein.
Deshalb
unterscheiden
wir,
wenn
wir
die
Kelim
des
Heranziehens
betrachten,
zwischen
Pnimiut
(Innerlichkeit)
und
Chizoniut
(Äußerlichkeit).
Jedes
innere
Kli
ist
gröber
und
zieht
eine
höhere
Stufe
an,
wie
oben
erklärt,
während
jedes
äußere
Kli
feiner
ist
und
nur
eine
niedrigere
Stufe
anzieht.
Betrachten
wir
hingegen
die
Kelim
zum
Empfangen
der
Lichter
im
Parzuf,
so
bezeichnen
wir
sie
als
Höherer
(Eljon)
und
Unterer
(Tachton).
Jedes
höhere
Kli
ist
feiner
und
in
ihm
kleidet
sich
die
höhere
Stufe
ein,
während
jedes
niedrigere
Kli
gröber
ist
und
in
ihm
sich
nur
eine
niedrigere
Stufe
einkleidet."
28:52
Man zieht das Licht durch Bchina Dalet an (Zeichnung) und empfängt das Licht in Bchina Shoresh. Es gibt also einen Teil, der anzieht, und einen Teil, der offenbart. Diese Teile sind verschieden und weit voneinander entfernt: Der eine ist fein, Bchina Keter, Shoresh, und Bchina Dalet ist grob. Das gilt auch innerhalb des Gefäßes, bei zwei Gefäßen nebeneinander. Wenn das eine Gefäß groß ist und ihm gegenüber das andere klein, worin ist es groß und klein? Je gröber Malchut ist, desto feiner ist Keter und desto weiter ist es von Malchut entfernt; die Kluft zwischen Malchut und Keter ist größer. Die Kluft zwischen ihnen ist hier (Zeichnung), ja, und hier beim kleinen Gefäß. Und das ist im Grunde der Unterschied, was ein Gefäß ist: wie weit seine Awiut und seine Sakut voneinander entfernt sein können.
Das heißt: in der Zeit des Abstiegs mit der Finsternis zu arbeiten und in der Zeit des Aufstiegs das Licht zu empfangen und richtig mit ihm zu arbeiten. Je größer diese Klüfte zwischen Abstiegen und Aufstiegen sind und je mehr der Mensch bereit ist, das auszuhalten, desto größer und höher ist er. Er kann dann die gröbere Awiut erheben und sie in Sakut verwandeln. Denn wir fangen überhaupt beim Punkt an, bei einem Punkt, in dem nichts ist.
Finsternis kommt. Warum kommt sie von oben? Weil Licht kommt, das aber in uns unsere Awiut erweckt. Durch dieses Licht erwacht in mir Awiut, und dann fühle ich Finsternis, denn in diesem Licht gibt es nichts, was meinen Gefäßen des Empfangens nützen kann. Wenn ich sie überwinde, fange ich an, aus dem, was ich schon empfangen habe, zu bauen: Ich verwandle es von Awiut in Sakut. Dann entsteht bei mir hier (Zeichnung) Malchut, dieser Punkt ist Malchut. Und dort, wohin ich aufgestiegen bin, wo ich aus der Awiut Sakut gemacht habe, hier entsteht Keter. Dann habe ich schon eine gewisse Kluft zwischen Malchut und Keter.
So kommt jedes Mal danach eine größere Awiut, dann verwandle ich sie in eine größere Sakut, und so weiter. Nur auf diese Weise baut der Mensch alle seine Stufen bis Ejn Sof auf der Awiut auf, die sich in ihm offenbart. Hier muss es … geben. Oder wir zeichnen es anders; wenn ihr euch erinnert, haben wir es so gezeichnet (Zeichnung): Von der Null aus offenbart sich Awiut, aus der Awiut macht er Sakut. Es offenbart sich eine größere Awiut, er macht eine größere Sakut, und so weiter. Das heißt, es muss ein Minus geben und dann ein Plus, und so jedes Mal. 33:37
So arbeitet man, und das zeigt er uns hier.
Vorleser: Wir machen weiter mit Punkt 5, Seite 56, Punkt 5.
Punkt 5
Die ersten drei Bchinot verursachen nur das Erscheinen von Bchina Dalet, aber sie können nicht empfangen; sie sind wie vier Schichten in der Wand des Kli.
„Du
weißt
bereits,
dass
der
Begriff
„spirituelles
Kli“
sich
auf
den
Willen
(Razon)
im
Geschöpf
(Neezal)
bezieht,
das
seine
Fülle
von
Ejn
Sof
empfängt.
Außerdem
weißt
du
bereits,
dass
dieser
Wille
vier
Phasen
(Bchinot)
untereinander
hat.
Mit
anderen
Worten,
dieses
Kli,
das
der
obige
Wille
zu
empfangen
ist,
kann
seine
Aufgabe
erst
dann
ausführen,
nachdem
er
allmählich
die
oben
genannten
vier
Phasen
durchlaufen
hat.
Bchina
Alef
ist
ein
sehr
schwacher
Wille;
Bchina
Bet
ist
größer
als
Bchina
Alef
usw.
Bchina
Dalet
ist
das
volle
Maß
des
Willens,
wie
es
für
die
endgültige
Vollendung
des
Kli
sein
sollte.
Der
Grund
dafür
wurde
bereits
erklärt
(siehe
Teil
1,
Kap.
1,
Punkt
50).
Da
die
Form
dieses
Willens
zu
empfangen
dem
Willen
zu
geben
im
Or
Ejn
Sof
absolut
entgegengesetzt
ist,
kann
er
nicht
auf
einmal,
sondern
nur
langsam
erscheinen.
Er
beginnt
mit
dem
Willen
zu
Geben
an
der
Wurzel,
Keter
genannt,
und
setzt
sich
fort
bis
zu
etwas
mehr
Grobheit
(Awiut),
was
Bchina
Alef
ist.
Von
dort
aus
geht
es
weiter
zu
mehr
Grobheit,
nämlich
Bchina
Bet,
und
so
weiter
in
der
gleichen
Weise
bis
zu
Bchina
Dalet,
die
der
Form
des
Lichts
absolut
entgegengesetzt
ist.
Sie
ist
nämlich
in
der
Lage,
im
Geschöpf
als
Kli
zu
dienen.
Jedoch
ist
der
Wille,
in
den
drei
vorhergehenden
Bchinot
zu
empfangen,
nicht
genug
offenbart,
um
als
Kli
für
das
Empfangen
zu
dienen.
Daher
wird
nur
Bchina
Dalet
als
Kli
für
das
Empfangen
im
Geschöpf
angesehen,
und
aus
diesem
Grund
wird
sie
Innerlichkeit
und
Toch
des
Geschöpfes
genannt.
Bchina
Gimel
im
Willen
wird
als
außerhalb
von
Bchina
Dalet
betrachtet;
Bchina
Bet
liegt
außerhalb
von
Bchina
Gimel,
und
Bchina
Alef
liegt
außerhalb
von
Bchina
Bet.
Bchina
Keter
ist
die
äußerste
von
allen.
Wie
ein
materielles
Gefäß
(Kli),
das
vier
übereinanderliegende
Schichten
enthält,
wird
die
Fülle
in
diesem
Kli
sicherlich
in
der
vierten,
innersten
Schicht
empfangen.
Die
drei
äußeren
Schichten,
die
es
umgeben,
sind
nur
als
Unterstützung
für
die
vierte,
innerste
Schicht
da.
Auch
hier
wird
das
Licht
nur
in
Bchina
Dalet
empfangen,
während
die
drei
ersten
Bchinot
außerhalb
von
ihr
liegen
und
nur
deshalb
kommen,
weil
es
unmöglich
ist,
dass
alles
auf
einmal
kommt,
sondern
nur
durch
eine
Verkettung,
wie
wir
oben
erklärt
haben."
37:10
Er sagt uns: Bei den vier Bchinot des Or Yashar haben wir eine Entwicklung. Die Ausbreitung des Gefäßes geschieht nur durch die drei vorhergehenden Bchinot; Bchina Dalet kann sich nicht ohne die drei vorhergehenden Bchinot offenbaren. Wir berücksichtigen die drei vorhergehenden Bchinot nicht, wir berücksichtigen nur Bchina Dalet. Denn sie zeigt uns die Tiefe des Gefäßes, die Stärke und die Fähigkeit des Gefäßes: ein Gefäß zum Anziehen, ein Gefäß, das sich verfeinern und uns Sakut bringen kann, die Angleichung an das Licht. All das bestimmt Bchina Dalet. Die übrigen, vorhergehenden Bchinot aber sind sozusagen die Erbauer von Bchina Dalet, diejenigen, die das Gefäß halten.
Darüber sprechen wir in der nächsten Lektion.
(Ende der Lektion)