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Transkript des Morgenunterrichts vom 20.09.2018
Unterricht zum Thema: „Jahrestag des Hinscheidens von Baal HaSulam, Rav Yehuda Ashlag" – Teil 1
Vorleser: Shalom, wir lesen ausgewählte Auszüge zum Jahrestag des Hinscheidens von Baal HaSulam, Rav Yehuda Ashlag. Ihr könnt uns Fragen über die Website „Kabbala laAm" Kab.co.il schicken. Die ausgewählten Fragen stellen wir im Laufe des Unterrichts.
Ausgewählte Auszüge zum Jahrestag des Hinscheidens von Baal HaSulam, Rav Yehuda Ashlag.
Rav: Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was ich noch hinzufügen soll. Es gibt keine Worte, um die Größe dieses Menschen an sich einzuschätzen: was er gegenüber dem Schöpfer getan hat und was er gegenüber den Geschöpfen getan hat. Diese Seele hat eine Revolution gemacht. Sie ist wirklich wie ein Wegzeichen, das uns den Eintritt der Menschheit in die letzte Generation markiert, in der sich alle Seelen schon der Endkorrektur nähern. Wie er selbst sagt: „Ich habe dem heiligen ARI nichts hinzugefügt." Von dem Moment an, als er seine Lehre enthüllte, hat er trotzdem die Klärung hinzugefügt. Er hat seine eigene Korrektur hinzugefügt, sodass danach jeder zur Arbeit für den Schöpfer kommen kann, wenn er nur ein wenig will. Das heißt, er hat eine Möglichkeit geöffnet, eine Verbindung für jede Seele, die sich zumindest ein wenig danach sehnt, in Verbindung mit dem Schöpfer zu kommen.
Er hat viele spirituelle Korrekturen gemacht. Dass wir Zugang haben, geht sicher über ihn, über seine Seele. So sind wir ja über alle Seelen auf allen Stufen der Leiter der Stufen mit dem Maazil verbunden. Er hat diese Leiter selbst gemacht und dem hinzugefügt, was seine Vorgänger, jeder in seiner Generation, hinzugefügt hatten. Außerdem hat er viele Schriften verfasst. Mit ihrer Hilfe können wir schon vor dem Erreichen des Schöpfers¹ anfangen, wirklich bei null, durch verschiedene „Artikel" und „Einleitungen". Er hat auch verschiedene Stile geschaffen. Manche fühlen sich zum Lesen des Sohar hingezogen. Manche fühlen sich mehr zum Lernen des Systems der Schöpfung hingezogen, das sind „Ez Chaim" und TES. Manche fühlen sich zur rein inneren spirituellen Arbeit hingezogen, das sind die Artikel von „Shamati". Und manche wollen in ihren „vier Ellen der Tora" bleiben. Auch ihnen hat er in Artikeln eine Erklärung gegeben.
Kurz gesagt ist das eine besondere Seele, die von oben geschickt wurde, um eine Öffnung zu machen und den Weg zur Endkorrektur zu bahnen. Sicher hat er viel mehr mit dem getan, was er geschrieben und verbrannt hat. Er schrieb und verbrannte, schrieb und verbrannte, denn so ist der Brauch der Kabbalisten, die Dinge zu enthüllen. Wenn bestimmte spirituelle Unterscheidungen in einen Zustand kommen, in dem ein Mensch in dieser Welt sie enthüllen kann, enthüllt er sie schriftlich oder mündlich. Da gibt es natürlich einen Unterschied, das ist eine andere Sprache, eine andere Enthüllung. Aber auch das, was er schrieb und verbrannte, hat er enthüllt. Diese Dinge existieren, und wir müssen nur die Hand ausstrecken und sie empfangen. Er hat vieles getan. Er hat auch seinen Sohn vorbereitet, der seinen Weg fortsetzte. Dieser hat uns in den Zustand gebracht, in dem wir jetzt sind: wirklich an der Schwelle zur Enthüllung des Schöpfers, zum Eintritt in die Leiter, damit wir uns als letzte Generation ordnen.
Deshalb verdanken wir im Grunde unser ganzes spirituelles Leben dieser Seele, die „Yehuda Leib HaLevi Ashlag" heißt. Lasst uns zum Jahrestag seines Hinscheidens ein wenig lernen. Fangen wir an.
06:06
Vorleser: Auszug Nr. 1 aus Artikel 99 in „Shamati": „Bösewicht oder Gerechter hat er nicht gesagt".
„Der
Mensch
hat
also
die
Wahl,
dorthin
zu
gehen,
wo
Gerechte
sind.
Wenn
er
ihre
Autorität
annimmt,
empfängt
er
die
Kräfte,
die
ihm
von
Natur
aus
fehlen.
Er
erhält
diese
von
den
Gerechten.
Das
ist
der
Sinn
dessen,
dass
der
Schöpfer
die
Gerechten
auf
alle
Generationen
verteilte:
damit
es
in
jeder
Generation
jemanden
gibt,
an
den
man
sich
wenden,
dem
man
sich
anhaften
und
von
dem
man
Kräfte
empfangen
kann,
um
zur
Stufe
eines
Gerechten
zu
gelangen.
So
werden
auch
sie
selbst
später
zu
Gerechten."
(Baal
HaSulam,
Shamati
99,
„Bösewicht
oder
Gerechter
hat
er
nicht
gesagt")
Vorleser: Noch einmal.
„Der
Mensch
hat
also
die
Wahl,
dorthin
zu
gehen,
wo
Gerechte
sind.
Wenn
er
ihre
Autorität
annimmt,
empfängt
er
die
Kräfte,
die
ihm
von
Natur
aus
fehlen.
Er
erhält
diese
von
den
Gerechten.
Das
ist
der
Sinn
dessen,
dass
der
Schöpfer
die
Gerechten
auf
alle
Generationen
verteilte:
damit
es
in
jeder
Generation
jemanden
gibt,
an
den
man
sich
wenden,
dem
man
sich
anhaften
und
von
dem
man
Kräfte
empfangen
kann,
um
zur
Stufe
eines
Gerechten
zu
gelangen.
So
werden
auch
sie
selbst
später
zu
Gerechten."
(Baal
HaSulam,
Shamati
99,
„Bösewicht
oder
Gerechter
hat
er
nicht
gesagt")
07:36
Rav: Sicher gibt es solche in jeder Generation. Man muss glauben, was geschrieben steht, und annehmen, dass es so ist. Es kann aber sein, dass sie mehr oder weniger verborgen sind, mehr oder weniger passend. Trotzdem gilt: „Jede Generation und ihre Ausleger." Aber auch zur Zeit von Baal HaSulam: Wer hat ihn gekannt, wie viele Schüler hatte er insgesamt? Schüler, die wirklich an ihm hafteten, waren es fünf, sechs.
Ich habe Rabash gefragt: Wie das? Er sagte: Einmal wollten wir mit dem Auto von Krakowski fahren. Da war so ein Amerikaner, Krakowski, und das Auto war so, wie die Autos damals waren, aus Holz, mit so einem … Da kam seine Frau herein und sagte: „Ich will, dass Shlomo mitfährt." Shlomo ist der jüngere Sohn von Baal HaSulam. Er sagt: „Nein, ich will, dass Baruch mitfährt", der ältere Sohn. Sie sagt: „Nein." Wie eine Frau eben, sie gab nicht nach. Da sagte er: „Gut, machen wir eine Verlosung." Sie schrieb alle Namen derer auf, die mitfahren konnten, fünfzehn Leute oder so. Ich erinnere mich nicht an die Zahl. Rabash hat es mir erzählt, aber ich erinnere mich nicht. Und er sagt: „Na, mach es selbst." Sie zog Zettel für Zettel, und heraus kamen genau sechs Leute. Von ihnen sagte Rabash, dass sie die Schüler waren. So ist das. Das ist die Verlosung.
Was ich also sagen will: Es waren nicht viele. Auch nach seinem Tod habe ich Folgendes von Chaim Lamberger, gesegneten Andenkens, gehört. Sein Vater war einer dieser Schüler, der sehr an Baal HaSulam haftete. Er sagte: „Nachdem Baal HaSulam gestorben war, saß mein Vater entweder zu Hause oder in der Synagoge in einer Ecke, an so einem dunklen Ort. Er saß da, las etwas, saß einfach so." Nach ihm konnten sie keinen Weg öffnen, nichts mehr hinzufügen, nicht weitermachen. Seine Gestalt war sehr groß. Er war so groß über ihnen, dass es hieß: „Was können wir heute schon tun?" So war das.
Außerdem gab es Rabash, der bei den Schülern von Baal HaSulam blieb. Er hatte schon zu Lebzeiten von Baal HaSulam angefangen, eine Gruppe zu organisieren, und Baal HaSulam hatte ihm gezeigt, dass er das tun soll. Aber auch da: Wie viele waren dort? Ohne die Verwandten und all die, die an den Ort kamen, um zu beten oder ein Glas Tee, Kaffee oder was auch immer zu trinken, war es auch weniger als ein Minjan. Bis ich die große Gruppe gebracht habe.
Deshalb müssen wir verstehen, wie sehr er auch darunter litt. Er war wie eine Frau, die gebären muss: So viel Drang, Druck, Wehen und alles, aber es gibt niemanden, der empfängt. Trotzdem sehen wir, dass von Tag zu Tag immer mehr Menschen das Glück haben, gerade von seiner Lehre zu hören und gerade über ihn näherzukommen und die Verbindung zum Schöpfer zu öffnen. Und wir sehen … Ich weiß nicht, soweit ich verstehe und prüfe, gibt es keine andere Methode, die speziell zu unserer Zeit passt.
Gut, aber was sagt er? „Der Mensch hat eine Wahl darin, dass er an einen Ort geht, wo es Gerechte gibt, und ihre Autorität annimmt. Dann empfängt er die Kräfte, die ihm von" seinen eigenen Kräften her fehlen. Hier gibt es zwei Dinge. Einerseits ist da dieser Gerechte, der Lehrer, sagen wir Baal HaSulam. Er öffnet uns den Weg und lädt uns ein, ihn zu betreten. Andererseits brauchen wir aber einen Antrieb von hinten, von der Gruppe, die alle ihre Freunde drängt, da hineinzugehen. Hier gibt es zwei Dinge.
Deshalb öffnet er uns einerseits einen Weg. Andererseits zeigt er uns, und das besonders über seinen ältesten Sohn Rabash, wie wir uns verbinden und organisieren müssen, um auf dem Weg weiterzugehen. Außer einer Anziehungskraft von vorn braucht es auch eine Kraft, die von hinten stößt.
Um diese beiden Kräfte müssen wir uns kümmern. Die Größe des Schöpfers muss vorn sein, die Größe des Ziels. Für gewöhnliche Menschen heißt das: Wofür lebe ich, warum lebe ich? Bei uns gibt es diese Frage schon nicht mehr. Wir kennen die Frage, aber wir müssen sie erreichen. Wir müssen uns auch um den Funken kümmern, der in jedem ist. Wir müssen ihn anzünden, entfachen, sonst bleibt er wie glimmende Kohlen. All das braucht es. Außerdem haben wir eine genaue Unterscheidung bekommen. Wir haben Material bekommen, durch das wir vorankommen und an die Arbeit gehen können.
Ja.
14:39Die Arbeit des Größten im Volk
Vorleser: Auszug Nr. 2 aus „Die Arbeit des Größten im Volk" von Rabash.
„Baal
HaSulam
hat
es
so
gemacht,
dass
ein
normaler
Mensch,
wenn
er
seinen
Weg
folgt,
genauso
wie
ein
engagierter,
weiser
Schüler
Dwekut
[Anhaftung]
mit
dem
Schöpfer
erreichen
kann.
Vor
ihm
musste
man
ein
großer,
weiser
Schüler
sein,
um
mit
Dwekut
mit
dem
Schöpfer
belohnt
zu
werden.
Vor
dem
Baal
Shem
Tov
musste
man
sogar
zu
den
Größten
der
Welt
gehören,
sonst
konnte
man
keine
Göttlichkeit
erlangen."
(Rabash,
Band
3,
Artikel
75,
„Die
Arbeit
des
Größten
im
Volk")
15:13
Vorleser: Noch einmal.
„Baal
HaSulam
hat
es
so
gemacht,
dass
ein
normaler
Mensch,
wenn
er
seinen
Weg
folgt,
genauso
wie
ein
engagierter,
weiser
Schüler
Dwekut
[Anhaftung]
mit
dem
Schöpfer
erreichen
kann.
Vor
ihm
musste
man
ein
großer,
weiser
Schüler
sein,
um
mit
Dwekut
mit
dem
Schöpfer
belohnt
zu
werden.
Vor
dem
Baal
Shem
Tov
musste
man
sogar
zu
den
Größten
der
Welt
gehören,
sonst
konnte
man
keine
Göttlichkeit
erlangen."
(Rabash,
Band
3,
Artikel
75,
„Die
Arbeit
des
Größten
im
Volk")
15:46
Rav: Das heißt, er hat das Erreichen des Schöpfers¹ so nahegebracht, dass sogar Menschen von der Straße, wie man sagt, auf die Bahn kommen und ans Ziel gelangen können, wenn sie ein wenig Antrieb zum spirituellen Erreichen haben. Natürlich verhindert, verdeckt und ersetzt das nicht die Anstrengung. Aber die Möglichkeit ist gegeben, und zwar so, dass es in der Kraft eines gewöhnlichen Menschen liegt, diese Anstrengung zu machen und es zu erlangen.
Deshalb müssen wir verstehen: Der Weg ist offen, und die Anziehungskraft ist bereit. Wir müssen sie nur durch die Größe des Ziels vergrößern, durch die Größe des Schöpfers, und das hängt von der Umgebung ab. Auch die Kraft, die uns von hinten stößt, hängt von der Umgebung ab. Soweit wir die positive Kraft entwickeln, die von vorn zieht, und die negative Kraft, die von hinten zieht² – und daran arbeiten wir. Baal HaSulam hat auch darüber geschrieben: was wir im spirituellen Erreichen haben und wie viel Hass und schweres Leben wir hervorrufen, weil wir uns nicht mit unserer Verbreitung für die Völker der Welt beschäftigen. Hier gibt es also durchaus etwas, womit wir uns beschäftigen können, und wir werden Erfolg haben.
Ja.
17:46
Vorleser: Auszug Nr. 3 aus Brief 39 von Baal HaSulam.
„Durch
den
Höheren
Willen,
gepriesen
sei
Er,
wurde
ich
eines
Ibur
(einer
Seelen-Eingliederung)
der
Seele
des
ARI
gewürdigt
–
nicht
wegen
meiner
guten
Taten,
sondern
durch
den
Höheren
Willen,
der
auch
mir
selbst
unbegreiflich
ist:
warum
gerade
ich
für
diese
wunderbare
Seele
erwählt
wurde,
die
seit
seinem
Ableben
keinem
Menschen
vergönnt
war.
Ich
kann
hierüber
nicht
ausführlicher
schreiben,
denn
es
ist
nicht
meine
Art,
über
Wunderbares
zu
sprechen."
(Baal
HaSulam,
Brief
39)
19:04
Rav: Ja, wir sehen das wirklich auch aus der Geschichte. Er hat auch gesagt, dass es allen Schülern des ARI verboten ist, sich nach seinem Tod mit der Weisheit der Kabbala zu beschäftigen, weil sie seine Methode, seine Enthüllung nicht richtig verstanden haben. Deshalb durfte sich nur MaHaRChU (Rabbi Chaim Vital) allein damit beschäftigen, und das hat er auch getan. Aber auch seine Schriften ließ man liegen und brachte sie erst mehrere Generationen nach seinem Tod heraus.
So fing man an, sie zu veröffentlichen, zusammen mit dem, was jeder selbst schrieb, ohne erreicht zu haben, was der ARI erreicht hatte. Wenn du ihn aber verstehen, erklären und anderen näherbringen willst, musst du zumindest ein wenig auf seiner Höhe sein, und sie waren überhaupt nicht dort. Deshalb ist es bei den wahren Kabbalisten sehr verpönt, Kommentare zu den früheren, großen Kabbalisten zu machen. Damit tut man der ganzen Menschheit Unrecht, und man macht es nur, um sich selbst bekannt zu machen. Das ist wirklich … ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Im Laufe der Generationen sind durch solche unverantwortlichen Verfasser sehr viele Schäden entstanden.
Deshalb dürfen wir Bücher verfassen, aber mit der Betonung, dass wir das ausschließlich tun, um Menschen vom wirklichen Rand an den Anfang der Weisheit der Kabbala heranzuführen. Nicht mehr als das, nicht mehr als das. Verschiedene Gespräche über die Wirklichkeit, über die Wahrnehmung der Wirklichkeit, ein wenig, um die Menschen zu locken und zur Weisheit der Kabbala hinzuziehen. Danach aber nur echte, originale Schriften: rein die Schriften von Baal HaSulam und Rabash, ohne jede Änderung. Deshalb müssen wir sehr darauf achten, nicht dieselben Fehler, dieselben Irrtümer, dieselben Dinge zu machen, die sie gemacht haben.
Auch nach Baal HaSulam gab es jemanden, Krakowski. Vielleicht … Ich habe mit seiner Familie gesprochen, er ist schon lange gestorben. Sie sagten: „Wir haben etwa fünfzig Bücher, wir können …" Sie hatten sie auch gedruckt und ein wenig verkauft. „Wir haben noch mehr, bitte komm, kauf sie, nimm sie." Da gibt es nichts zu nehmen, das alles ist … Wir können nicht einmal verstehen, wo er von Baal HaSulam abweicht. Wenn wir also etwas veröffentlichen, dann nur, um der Übergang zu sein zwischen völlig fernen Menschen und dem Anfang des Lernens in unserem Rahmen. Aber nicht, um Baal HaSulam oder auch nur Rabash etwas hinzuzufügen.
Einverstanden? Wenn es Fragen gibt – ja, Gershon.
23:13
Schüler: Was ist dieses Phänomen des Ibur der Seele des ARI? Also was, es gibt eine Seele des ARI …? Können Sie das ein wenig öffnen?
Rav: Seele nennt man den Mangel, den ein Mensch hat, wenn er sich nach dem Ziel der Schöpfung sehnt. Nicht nach dem Ziel seines Lebens, sondern nach dem, was über dem Leben ist. Es ist ihm sehr wichtig, die Wahrheit zu erreichen, wie auch immer sie ist: „Aber sie brauche ich, ohne sie habe ich kein Leben. Mein ganzes Leben ist nur eine Flucht vor dem Leben. Ich renne von Ort zu Ort und mache alle möglichen Dinge, aber nur, um mich zu verwirren und diese Frage nach der Wahrheit zu vergessen. Was passiert wirklich? Ich will das System öffnen, ich muss es kennen, ich muss der Herr des Systems sein, Baal HaSulam, der Herr der Leiter." Das nennt man den Mangel der wahren Seele.
Na, es hängt ein wenig davon ab: jeder in seiner Generation, jeder in seinem Stil. Es gibt Arten von Seelen, so wie es bei uns Arten von Menschen gibt, bei denen sich jeder dazu hingezogen fühlt, eine bestimmte Natur oder eine Gemeinschaft³ in einer bestimmten Form kennenzulernen. Daran muss man arbeiten, und dann sieht man, dann enthüllt man.
Peter, Peter. Man hört nichts.
25:37
Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Bei wem hat der Rabbi von Porisov gelernt?
Rav: Ich erinnere mich nicht. Ich habe diese ganze Kette gehört, aber ich erinnere mich nicht. Gewöhnlich geht das vom Lehrer zum Schüler, vom Lehrer zum Schüler. Das ist nicht … Aber er war jemand mit Erreichen. Nur erzählt Rabash, dass Baal HaSulam einmal von ihm zurückkam. Er war sehr müde von der Fahrt mit dem Pferdewagen von Warschau nach Porisov und zurück und fiel so auf das Sofa. Er war noch jung, denn das war, sagen wir … er war, ich weiß nicht, in den Zwanzigerjahren des vorigen Jahrhunderts. Und er sagte: „Ich habe hier nichts mehr zu tun, vielleicht im Land Israel."
Da war er also unter dreißig, ab dreißig … Ja, er wurde 86 geboren, oder? 1886, nicht?
26:59
Schüler: 84, 84.
Rav: 84. Also 1884, und das war gegen Anfang der Zwanzigerjahre, denn sie kamen 1922 ins Land Israel. Da sagte er, es gibt nichts mehr zu tun, wir müssen von hier weg. Außerdem fing die Sache mit den Nazis in Deutschland an. Er sah schon im Voraus, was geschehen würde. Polen spürte es dagegen bis zum Einmarsch der Deutschen in Polen nicht; die Juden dort spürten nicht, dass sie wirklich in Gefahr waren.
Ja.
Schüler: Es waren Vater und Sohn aus Porisov, zu dem, was er über Porisov gefragt hat. Es waren Vater und Sohn. Der Vater, Yehoshua Asher, hat beim Rebben von Pshischa gelernt, dem Lehrer von Bunim, von Menachem Mendel und von allen.
Rav: Oh, na gut, nicht bei ihm, denn das war, glaube ich, 150 Jahre früher, nicht?
Schüler: Nein, er wird „der heilige Jude von Pshischa" genannt, er war der Lehrer all dieser Großen. Einer seiner Schüler war auch Rabbi Yehoshua Asher. Dessen Sohn ist der Lehrer von Baal HaSulam, der sowohl beim Vater als auch beim Sohn gelernt hat.
Rav: Gut, schön. Ich erinnere mich nicht … Rabash hat mir ein wenig davon erzählt, aber nicht viel. Weder ihm noch mir war das wichtig, das ist Geschichte.
Ja. Was?
28:44
Frage: Ich möchte die Frage von Gershon weiterführen. Gibt es in der religiösen Welt also eine Art Zustimmung zum Ibur der Seele des ARI in Baal HaSulam? Denn die Menschen nehmen ja an, was er schreibt, und …
Rav: Schau, zuerst einmal gehen die Menschen nicht darauf ein, weil sie nichts davon verstehen. Wer kann Ja oder Nein sagen? Wer kann das sagen? Was versteht er mehr in der Weisheit der Kabbala, in der spirituellen Welt, im spirituellen System, in dem wir uns befinden? Das ist ihnen doch alles verborgen. Wer kann das sagen? Na, es gibt niemanden, der es sagen könnte. Das geht nach den Schriften, nach dem, was er geschrieben hat, nach dem, was er erreicht hat. Man sieht, dass niemand in seine Schuhe steigen kann, das ist klar. Deshalb: Zustimmung oder nicht – seine Bücher brauchen keine Haskamot. Haskamot macht man heute, damit jeder beim anderen unterschreibt, um bekannt zu werden. Echte Bücher brauchen keine Haskamot. Die Zeit wird kommen, und es wird bekannt werden; und wenn nicht, dann braucht man es nicht. Das hängt davon ab, was die Menschen aus ihrem Leben herausholen wollen.
Gut, machen wir weiter.
Frage: Darf ich noch eine Frage stellen?
Rav: Nur zur Sache, nicht von dieser Art.
Schüler: Zum zweiten Auszug: Gestern haben Sie beim Festmahl eröffnet und wirklich gesagt, dass Baal HaSulam uns sozusagen einen Weg geöffnet hat …
Rav: Sprich ordentlich ins Mikrofon.
Frage: Entschuldigung. Zum zweiten Auszug: Sie haben gesagt, dass Baal HaSulam uns, den Seelen, einen Weg geöffnet hat. Und ich frage mich wirklich: Was können wir kleinen Menschen, wir Seelen, die keine Toragelehrten sind, wirklich tun, um würdig zu sein, auf diesem Weg voranzukommen?
Rav: Niemand wird als Toragelehrter geboren. Alle kommen in den Zustand, dass sie vom Schöpfer lernen, wie man ein Schüler eines Weisen wird. Der Weise ist der Schöpfer, und so erreicht man es. Du hast noch etwas zu lesen.
Ja.
31:02
Frage: Hier gibt es einige Fragen von Freunden, fragen wir direkt. Martin aus Balti fragt: Wer kann sich als Schüler von Baal HaSulam betrachten?
Rav: Schüler von Baal HaSulam? Wer an seinen Schriften haftet und wer die Arbeit nach den Schriften seines ältesten Sohnes Rabash macht. Wer also die Methode verwirklicht, um zu Enthüllungen zu kommen wie … nicht wirklich wie, aber doch auf seinem Weg, der kann Schüler genannt werden.
Ja?
Frage: Yerganaut fragt: Wie erkenne ich, ob ich versuche, die Erklärung der Methode zu verbessern, damit Menschen sie besser verstehen, oder ob ich der Methode etwas hinzufüge?
Rav: Eine richtige Frage. Wir können all diese Dinge noch nicht unterscheiden. Der Methode etwas hinzufügen kannst du, wenn du zu einer besonderen Stufe kommst, die schon in der Enthüllung des Or Chochma ist, und zwar in den Seelen, die in unserer Generation herauskommen. Wenn diese Seelen, die in unserer Generation und, sagen wir, in der nächsten Generation herauskommen, in ihren Kelim zur Enthüllung des Or Chochma kommen, dann wird das, was sie aus der Enthüllung von Chochma schreiben, vielleicht die richtige, ergänzende Erklärung zu Baal HaSulam sein, um seine Methode dieser Generation zu enthüllen. Das heißt, zuerst muss man bis zur Höhe von „Empfangen, in der Absicht zu geben" kommen, bis zur Höhe von Chochma, und danach … Das nennt man zuerst einmal „Weiser", das heißt, zu Neshama de Chaja⁵ zu kommen. Danach darfst du schon schreiben, hinzufügen und Baal HaSulam helfen, bekannt zu werden.
Denn wer in deiner Generation dazu kommt, kann aus der neuen Seele, aus dem Erreichen heraus eine Erklärung hinzufügen, einen neuen Kommentar. Nicht, dass er weiter fortgeschritten wäre, sondern er erklärt die Dinge ausführlicher. So ist es in der Wissenschaft und in allem: Eine Generation kommt, und jede Generation hat zerbrochene Kelim, noch mehr zerbrochene, noch mehr getrennte. Wenn sie aber zur Stufe Chochma kommen, ist ihre Enthüllung deshalb breiter, detaillierter und kann etwas hinzufügen. Nicht, dass Baal HaSulam das braucht, sondern die Menschen in dieser Generation können sich damit helfen. Trotzdem: Derjenige, der Baal HaSulam lernt und lehrt, und nicht diese Neuen, die kommen und etwas hinzufügen – das wird nicht sein.⁶
Er hat etwas sehr Interessantes gemacht. Er wollte überhaupt die ganze Weisheit der Kabbala auch einfachen Menschen näherbringen. Schau, wie er „Talmud Esser haSefirot" gemacht hat, sogar in welcher Form: wie ein gewöhnliches Buch. Er hat es nicht wie einen Talmud gemacht (Rav zeigt mit den Händen ein großes Maß), sondern so etwas (Rav zeigt mit den Händen ein kleines Maß), das gewöhnlichen Menschen nahe ist. Das ist ein sehr großer Unterschied. Denn alle echten Torabücher, die Kommentare dort, das ist kalte Waffe⁷: Man macht sie möglichst dick und noch dicker und möglichst groß. Diese Neigung, entweder in die eine oder in die andere Richtung, ist sehr wichtig. Wie kann es sein, dass so ein Mensch es so macht und es „Talmud" nennt?
35:52
Frage: Alexander aus Sotschi fragt: Warum konnte sogar eine Persönlichkeit dieser Größenordnung wie Baal HaSulam den Lauf der Geschichte nicht ändern – die Schoah, Kriege und so weiter?
Rav: Er wollte es tun, nur bewirkt ein einzelner Mensch in unserer Welt nichts. Wo hast du das gesehen? Mose, unser Lehrer, wenn es ihn gab⁸, oder jeder Einzelne: Schau, was sie zu tun versucht haben und wie man sie gestürzt und getötet hat und so weiter. Was, wollte Rabbi Akiva nicht gerade in dem Moment, als die Zerstörung war, den dritten Tempel errichten, wie man sagt, alle seine Schüler verbinden? Es reicht, dass sich Hass für einen einzigen Moment enthüllt⁹, dann kann man schon zum korrigierten Zustand kommen. Und was ist passiert? Man hat die Schüler und ihn getötet. Das heißt, wir urteilen nicht darüber, aber jeder ist in seiner Generation und soweit man es ihm gibt. Auch darin gibt es große Korrekturen.
Weiter.
37:08
Vorleser: Auszug Nr. 4 aus der „Einleitung zum Buch Pri Chacham – Artikel" von Rabash.
„Und
wie
könnte
ich
euch
all
die
wunderbaren
Worte
und
heiligen
Gespräche
von
Ba’al
HaSulam
schildern,
dessen
Worte
auch
heute
noch
Licht
in
unsere
Generation
bringen,
die
eine
Generation
der
Finsternis
und
Verborgenheit
ist.
Was
Verborgenheit
und
Offenbarung
betrifft,
so
hörte
ich
am
Vorabend
von
Sukkot
in
Jerusalem
direkt
von
ihm
(aus
seinem
Mund),
als
er
die
Sukkah
betrat,
um
zu
prüfen,
ob
sie
korrekt
aufgebaut
war:
Wenn
man
seinen
Zustand
der
„Wüste“,
der
„Scheune“
und
des
„Weinkellers“
korrigiert,
der
dem
Zustand
von
Malchut,
Mei
Nukvin
de
Nukva
entspricht
–
also
dem
siebten
Jahrtausend
–,
erreicht
man
das
zehnte
Jahrtausend,
das
dem
Zustand
von
GAR
entspricht.
Diese
Art
von
Seele
steigt
alle
zehn
Generationen
in
diese
Welt
herab.
Das
sind
seine
heiligen
Worte
bis
hierhin.
Aus
diesen
heiligen
Worten
können
wir
die
Größe
der
Seele
von
Ba’al
HaSulam
erkennen
und
wissen,
von
welcher
hohen
Stufe
aus
er
diese
Worte
sprach.
Und
er
sagte
mir
bei
vielen
Gelegenheiten,
dass
er
niemals
Worte
der
Tora
sprach,
bevor
er
nicht
zuerst
die
Innlichkeit
dieser
Stufe
erlangt
hatte."
(Rabash,
„Einleitung
zum
Buch
Pri
Chacham
–
Artikel")
38:32
Rav: Ja, das können wir sehen: Was er schreibt, kommt aus dem Erreichen und nicht aus dem Wissen. Wir dagegen, wer sind wir schon, sprechen mangels Wahl aus dem, was wir gehört, gelesen und verstanden haben, eins aus dem anderen, eine Sache aus der anderen. Ein Kabbalist wie er enthüllt dagegen die spirituelle Form in ihrer Tiefe. Er sieht jede Erscheinung aus ihrer Wurzel: woher sie kommt, wie sie mit der ganzen Schöpfung verbunden ist, was ihre Ursachen und was ihre Folgen sind. Das heißt, er muss die vollständige Form erreichen, in der Synthese der Dinge, in der Analyse der Dinge, im Verbinden und im Zerlegen. Erst dann schreibt er aus seinem Erreichen des ganzen Systems im Allgemeinen und in allen seinen Einzelheiten.
Na, so eine Seele steigt wirklich, ich weiß nicht … einmal in zehn Generationen herab. Nach dem, was er im Sohar und überhaupt schreibt, und außerdem nach dem, was man über ihn schreibt, scheint mir: Seit der Zeit des Sohar gab es keinen Kabbalisten, der dieselben Erkenntnisse erreicht hat wie diese heilige Gemeinschaft (Chevraja Kadisha)¹⁰ der Verfasser des Sohar, der also erreicht hat, was sie erreicht haben. Deshalb konnte er es sich erlauben, einen Kommentar zum Buch Sohar zu schreiben. Deshalb steht der „Sulam-Kommentar" zum „Sohar" über allen übrigen „Kommentaren", die man uns anstelle von Baal HaSulam bekannt machen will.
40:49
Vorleser: Auszug Nr. 5 aus „Die Prophezeiung von Baal HaSulam".
„Und
nach
all
diesen
Tagen
hörte
ich
aufmerksam
all
den
Verheißungen
und
Schicksalen
zu,
für
die
ich
vom
Ewigen
auserwählt
worden
war,
und
doch
fand
ich
in
ihnen
weder
Befriedigung
noch
die
Worte,
mit
denen
ich
zu
den
Bewohnern
dieser
Welt
sprechen
und
sie
zu
Gottes
Willen
führen
könnte,
wie
Er
es
mir
gesagt
hatte.
Ich
konnte
nicht
unter
den
Menschen
schreiten,
die
eitel
sind
und
den
Ewigen
und
Seine
Geschöpfe
verleumden,
während
ich
gesättigt
war
und
lobte
und
fröhlich
wandelte,
als
ob
ich
die
Unglücklichen
verspottete.
Die
Dinge
haben
mich
bis
in
die
Tiefe
meines
Herzens
berührt,
und
ich
habe
beschlossen,
dass
ich,
was
immer
kommen
mag,
auch
wenn
ich
von
meiner
erhabenen
Stufe
herabsteige,
von
Herzen
zum
Ewigen
beten
muss,
um
mir
das
Erreichen
und
die
Kenntnis
der
Prophezeiung
und
der
Weisheit
zu
gewähren,
und
die
Worte,
mit
denen
ich
den
verzweifelten
Menschen
der
Welt
helfen
kann,
um
sie
auf
die
gleiche
Stufe
der
Weisheit
und
des
Wohlgefallens
zu
erheben,
wie
die
meinige.
Obwohl
ich
wusste,
dass
ich
meinen
Geist
nicht
betrüben
durfte,
konnte
ich
mich
nicht
zurückhalten,
und
ich
schüttete
mein
Herz
im
Gebet
aus."
(Baal
HaSulam,
„Die
Prophezeiung
von
Baal
HaSulam")
42:05
Rav: Das heißt, wir sehen aus der „Prophezeiung von Baal HaSulam", dass er auf alles verzichtet hat. Er war bereit, auf alle höheren Stufen zu verzichten, nur um sich für die kleinen Seelen aufzuopfern. Indem er so zu ihnen hinabsteigt und auf die Höhe seines Erreichens verzichtet, kann er mit ihnen verbunden sein und sie lehren. Letztlich sieht er darin natürlich seine Pflicht gegenüber dem Schöpfer. Wir verstehen nicht genau, wie er gerechnet hat: ob der Schöpfer das von ihm verlangt oder ob er selbst in einem Zustand war, in dem er sich für das eine oder das andere entscheiden konnte.
Aus der Tat können wir trotzdem für uns lernen, dass es nichts Wichtigeres gibt als Verbreitung. Wenn wir alles, was wir erlangen, nicht auf die Verbreitung richten, werden wir in keinem Erreichen Erfolg haben … an keinem Punkt, den wir auf dem Weg erreichen. Sofort muss man damit etwas für das breite Publikum tun, für ein möglichst breites. Deshalb müssen wir einfach alles tun, was aus unserem Lernen zur Verbreitung der Methode der Korrektur beitragen kann.
Einverstanden? Wer ist da hinten? Trance¹¹, ja.
44:23
Frage: Rav, wie ist zu erklären, dass das ganze Volk Israel Baal HaSulam nicht kennt?
Rav: Wer hat ihn bekannt gemacht? Niemand. Wer hat die Weisheit der Kabbala im Volk Israel bekannt gemacht? Du weißt nicht, wie sehr man sich vor 20 Jahren fürchtete, darüber zu sprechen. Das … Wo ist Marik¹² hier? Erzähl, was dir der Hausbesitzer über das Gebäude gesagt hat, das wir kaufen wollten. Ja.
Schüler: Was genau? Ich erinnere mich nicht.
Rav: Hm?
Schüler: Ich erinnere mich nicht, was genau …
Rav: Du hast damals erzählt, dass du zu ihm gekommen bist. Ihr habt dort gesprochen, nicht du allein, sondern allgemein, darüber, dass ihr ein Gebäude kauft, und er sagte: „Keine Sorge, ich werde niemandem erzählen, dass ihr Kabbala lernt", so etwas. Es war so, als dürfe man sich nicht mit der Weisheit der Kabbala beschäftigen. Wer es tut, tut es leise, damit andere es nicht wissen; nichts bekannt machen, gar nichts. Du bist dem nicht begegnet.
Wir sind die Ersten, die es bekannt machen und alle dazu verpflichten, davon zu wissen. Wir verbergen nicht, dass wir gerade „Kabbala laAm" sind, Kabbala für das Volk, und das erschüttert die Menschen. „Für das Volk" erschüttert sie: Wieso denn, sie brauchen doch keine Weisheit der Kabbala, wieso sagt jemand „Kabbala für das Volk" und reicht sie ihnen? Und für das charedische Publikum: Wieso nimmt jemand die Weisheit der Kabbala und gibt sie an das Volk weiter? Sie gehört doch nur den Besonderen unter ihnen.
Deshalb ist in diesen Jahren Folgendes passiert: Wir haben Israel daran gewöhnt, dass es so etwas in Israel gibt. Es gibt eine Gruppe, man kann sagen, das ist ihre Sache, ja? Aber es existiert, und jeder kann eine Website oder Bücher aufmachen und lernen, alles ist offen. Heute ist nichts mehr zu machen, das ist schon eine Tatsache vor Ort. Deshalb wird das nach und nach – wir haben das in 20 Jahren gemacht, dann noch einmal 20 Jahre – ins Volk eindringen als etwas, das allen gehört. Wer will, ja; wer nicht will, nein. Aber es wird kein Verbot sein, nichts, keine Angst, gar nichts. Man wird auch wissen, worum es geht. Das braucht Zeit.
Das ist die Trägheit, diese Undurchlässigkeit, die Blockade, die der Mensch gegenüber der Weisheit der Kabbala hat: „Was mache ich, womit beschäftige ich mich? Wird man sehen, dass ich so ein Buch aufgeschlagen habe, bei dem man nicht wusste, was für ein Buch es ist?" Das vergeht nach und nach. Es müssen mindestens 2–3 Generationen vergehen.
Ja?
48:17
Frage (Übersetzung aus dem Französischen): War es eine Revolution, dass Baal HaSulam sein Buch „Talmud" nannte?
Rav: Mir scheint, ja. Andererseits hat er aus London geschrieben, so habe ich gehört, sogar welche Form die Buchstaben haben sollen und in welchem Stil die Dinge angeordnet werden sollen. Danach hat er selbst gedruckt. Das heißt, er hat genau die Form und die Größe gewählt, das Format, all das hat er gewählt. Obwohl er es „Talmud Esser haSefirot" nannte, was für das einfache Volk kein üblicher Name ist, hat er ihm eine Form gegeben, die dem Volk sehr nahe ist, die eines gewöhnlichen Buches.
Frage: Aber was bedeutet „Talmud Esser haSefirot", „Talmud"?
Rav: Talmud kommt vom Wort Limud, Lernen. Ich lerne über die zehn Sefirot. Deshalb heißt dieses Buch das Lernen der zehn Sefirot, „Talmud Esser haSefirot".
Frage: Aber nur einige Bücher …
Rav: … heißen „Talmud"?
Frage: … heißen „Talmud", ja, warum?
Rav: Nein, nicht nur einige Bücher, das ist so … ja, so heißt das. Es ist üblich, ein tiefes Lernen „Talmud" zu nennen, wenn sich ein Mensch damit beschäftigt.
Ja?
50:05
Frage: Sollte unser Schwerpunkt nicht Baal HaSulam nach Ihrem Kommentar sein?
Rav: Wo mache ich einen Kommentar zu Baal HaSulam?
Schüler: Auch wenn man die spirituelle Struktur lernt: Wir haben gelernt, dass es keinen Zugang zu höheren Stufen gibt, außer über den jeweils Höheren. Ich erinnere mich auch, mehrmals gehört zu haben, vielleicht irre ich mich, dass wir zu keinem Erreichen kommen können, außer über Sie.
Rav: Nein, das ist die Leiter der Stufen, das ist klar. Das ist die eine Seite. Andererseits hängt das Erreichen besonders in unseren Tagen vom Zehner ab. Deshalb ist es nicht so, dass ein Schüler am Lehrer haftet und über ihn schon anfängt, die Leiter hinaufzuklettern. So geht das nicht. Heute geht es, und das ist klar, nur über die Gruppe, den Zehner. Das nennt man die „Generation des Mashiach", das nennt man …
Schüler: Es gibt noch alle möglichen Orte, die im Namen von Baal HaSulam sprechen und Baal HaSulam lehren.
Rav: Ja, sicher.
Schüler: Zumindest nach meinem bisherigen Eindruck ist unser Ziel immer, die Menschen über Ihren Unterricht zu den Schriften zu bringen.
Rav: Na, so lernen wir, also kommt es so heraus.
Schüler: Genau, das ist also der Schwerpunkt. Das heißt …
Rav: Aber ich mache keine Werbung für mich selbst.
Schüler: Ich weiß, dass Sie keine Werbung für sich selbst machen.
Rav: Na?
Frage: Die Frage ist, ob es nicht eher unsere Aufgabe ist, zu widmen …
Rav: Aber ich habe keine Methode.
Frage: … hervorzuheben?
Rav: Ich habe keine Methode, die ich verkaufen würde.
Schüler: Sie kommentieren die Methode.
Rav: Nein, auch das ist, sagen wir so, keine Erklärung¹³. Das ist nicht einmal ein Kommentar, ich will nicht …
52:06
Frage: Aber gibt es heute in der Welt jemand anderen, der so eine Erklärung geben kann?
Rav: Ja, aber das ist eine Erklärung, kein Kommentar.
Frage: Gibt es andere legitime Erklärungen?
Rav: Ich kenne keine.
Schüler: Schön, das heißt also …
Rav: Aber ich kenne keine, ich weiß es nicht. Das soll jeder nach dem … prüfen. Jeder Schüler findet einen eigenen Ort. Ich bin nicht dagegen, dass Schüler, die über mich die Weisheit der Kabbala, Baal HaSulam und Rabash kennengelernt haben, danach an andere Orte wechseln. „Ein Mensch lernt nur dort, wo sein Herz es wünscht." Ich freue mich wirklich, ich sage es dir von ganzem Herzen, ich freue mich, dass sie trotzdem einen Ort finden und doch etwas vorankommen.
Frage: Das haben wir tausendmal gehört. Aber ich jedenfalls begreife nicht, wie man heute, in dieser Generation, zu etwas kommen kann, das mit dieser Weisheit zu tun hat, außer über die Erklärung – wenn Sie es so nennen wollen –, die Ihre. Sollte das nicht der Schwerpunkt sein und an erster Stelle stehen, denn das ist die Brücke, der Adapter zu allen höheren Stufen?
Rav: Na ja, und was? Soll ich dann rufen: „Wer für den Schöpfer ist, zu mir!"?
Schüler: Nein, nicht Sie. Nicht Sie. Ich wollte das nur abschließen …
Rav: Ich glaube nicht. Vielleicht lohnt es sich für die Werbung, das zu tun, aber ich weiß nicht, ich lehne das ab. Nein, ich mag ein ruhiges Leben, so ist das, ja. Wie habe ich Rabash gefunden, verstehst du? Das ist „die Seele des Menschen wird ihn lehren". So ist es auch: Wer kommt, hört wie zufällig über ein paar solcher Gesandter davon und kommt.
Werbung ja, aber Werbung für die Methode – nicht für die Methode, sondern dafür, was die Weisheit der Kabbala gibt. Du machst keine Werbung für einen Menschen. Du machst Werbung für die Enthüllung, dafür, was du den Menschen bringen kannst. Nicht für irgendein Gesicht, das weise ist, das Segulot macht, etwas gibt. Nein, sondern dafür, was der Mensch durch die Methode erreicht: das Wesen des Lebens, das Ziel des Lebens, noch zu Lebzeiten in die Höhere Welt aufzusteigen. Das ist die Hauptsache. Hier gibt es nicht … Wir alle sind große, kleine Nullen gegenüber der Höheren Kraft.
Ja, Chaim.
55:11
Schüler: Nur auf derselben Linie weiter. Rav, wir haben nächste Woche, am 27. des Monats, einem Donnerstag, eine Möglichkeit: Es gibt den Jerusalem-Marsch, bei dem Tausende Menschen sein werden. Wir können dort stehen, ihnen erklären und ihnen Material geben. Wirklich Tausende Menschen an einem Tag. Deshalb bitte ich wirklich alle: Wem es in den Händen juckt, der ist eingeladen, am 27. nach Jerusalem zu kommen, in unseren Kreisen zu sitzen und zu geben, dem Volk Israel zu erzählen, dass es Baal HaSulam und Dr. Michael Laitman gibt.
Rav: Oha, Baal HaSulam braucht einen Doktor.
Ja, Dudi.
55:57
Frage: Wer waren die Gegner von Baal HaSulam, und wogegen genau waren sie?
Rav: Gegen die Enthüllung der Weisheit der Kabbala, überhaupt dagegen, dass ein Mensch ein Buch über die Weisheit der Kabbala herausbringt. Bis vor … Ich habe euch erzählt, wie ich nach Jerusalem zum Kikar HaShabbat kam. Dort war ein Keller, und ein alter Mann verkaufte Bücher, das war's. Er hatte so einen großen Ladentisch aus Sperrholz, und ein Keller, wirklich ein Keller, also so alter Beton, solche Jerusalemer Steine. Ich ging da hinunter und kaufte bei ihm Bücher. Er verkaufte sehr teuer. „Pri Ez haDaat", jetzt von Mendel aus Witebsk, ich weiß nicht, solche Bücher verkaufte er für hundertfünfzig Dollar. Damals. Das war siebenundsiebzig, achtundsiebzig.
Ja.
Schüler: Das heißt, der Widerstand gegen Baal HaSulam war nur, weil er die Weisheit der Kabbala geöffnet hat.
Rav: Ja und nein. Auch dagegen, Kabbala-Bücher zu verkaufen. Du konntest nicht zu Steimatzky gehen und sagen: „Ich will, dass ihr mir das Buch verkauft, ich bezahle euch dafür, dass ihr mir das Buch verkauft, ich brauche nichts." Nein, sie nahmen es nicht an. „Das ist verboten, wie kann das sein?" Das ging bis in die Neunzigerjahre des vorigen Jahrhunderts. Danach fing das langsam an zu bröckeln. Es kamen Russen, alle möglichen Leute von überall her, und sie fingen an, auf Russisch zu lesen. Ich hatte meine Bücher schon zehn Jahre vorher auf Russisch veröffentlicht, und auch in Russland wurden sie veröffentlicht. Daraus entstand schon so ein Gerücht, dass es etwas gibt. Das ging nicht auf geradem Weg. Es war sehr, sehr schwer.
Frage: Noch eine andere Frage: Hat Rabash die Artikel von Baal HaSulam unterrichtet, also „Die Freiheit", „Der Frieden", diese Artikel?
Rav: Wir haben Kassetten. Ich erinnere mich nicht genau, wie viele Artikel, aber wir haben einige Artikel durchgenommen. Ich glaube nicht, dass ihr dort große Neuerungen finden werdet, aber wir haben vor, danach zu lernen.
Ja, Seth.
58:55
Frage (Übersetzung aus dem Englischen): Rav, auch Baal HaSulam hatte doch Haskamot, die alle möglichen religiösen Leute aus dem charedischen Sektor geschrieben haben. Ich frage, wie man besser Brücken bauen kann, damit wir die Weisheit schneller und effektiver an alle weitergeben können.
Rav: Nein, das können wir nicht machen. Ich bin im charedischen Sektor überhaupt nicht anerkannt, das ist klar.
Schüler: Nicht für den charedischen Sektor.
Rav: Nicht im charedischen Sektor? Worum geht es dann?
Schüler: Andere Organisationen.
Rav: Andere Organisationen? Welche Organisationen? Vielleicht müssen wir eine Verbindung zu den anderen suchen, aber schau: Du kannst dich nur an Orte wenden, die dich brauchen, denen du etwas bringen kannst, das sie brauchen, wollen. Wenn sie kein Bedürfnis nach dir spüren, wieso sollten sie sich dann mit dir verbinden? Entweder bringst du ihnen Geld, oder du bringst ihnen eine besondere Bekanntheit oder etwas anderes. Wie willst du dich sonst mit Menschen verbinden?
Auch bei unserer Werbung für die Menschen in der ganzen Welt benutzen wir nur all diese schlechten Enthüllungen, die es in der ganzen Welt gibt, dass sich an allen möglichen Orten und in allen möglichen Formen Böses enthüllt. Dann erklären wir, woher es kommt, warum es kommt und wie man es vermeidet, und darauf bauen wir unsere Werbung auf. Der Mensch, zu dem du kommst, muss einen Mangel haben: entweder einen Mangel durch die Schläge der Natur, oder durch Politik, Kriege, oder durch etwas anderes. Oder durch Schläge bei der Gesundheit.
Frage: Antisemitismus?
Rav: Antisemitismus, richtig, das ist auch ein sehr großer Schlag, der sich jetzt entwickelt. Wir benutzen das, um bekannt zu werden. Wir erklären Baal HaSulam vor diesem Hintergrund. Wenn ihr mehr könnt, wenn ihr mehr seht als ich, dann bitte, ich rege euch die ganze Zeit an: Bitte, bitte, macht. Was?
62:10
Schüler: Vielleicht ist der Mangel, den wir bei den Menschen suchen, den sie haben und mit dem sie wirklich hierher zu uns kommen könnten, der Mangel nach Wahrheit. Jedem fehlt irgendeine Wahrheit, das kann in jedem Bereich sein. Wir müssen nur sagen, dass wir ihm die Gefäße¹⁴ geben können, um zu ihr zu kommen. Genau wie Baal HaSulam es gemacht hat. Denn was hat er gemacht? Er hat einen Talmud geschrieben, einen Titel geschrieben, „Talmud Esser haSefirot", er hat ihnen ein Lesebuch gebracht, das jeder lesen kann. Was haben seine Gegner gemacht? Sie schreiben so einen großen „Talmud", halten sich für furchtbar, furchtbar klug und erwarten dann, dass man sie ruft, damit sie ihn erklären und darüber sprechen.
Rav: Ich verstehe nicht, wovon du sprichst. Sprichst du vom Buch „Talmud Esser haSefirot", das Baal HaSulam geschrieben hat?
Schüler: Moment, was ich zu erklären versuche: Eigentlich muss unsere Methode genau wie seine Methode sein. Wir sollen uns genauso bekannt machen, wie er sich bekannt gemacht hat, genau mit derselben Methode. Das heißt, als er Talmud Esser haSefirot schrieb, hat er nicht erwartet, dass man ihn ruft. Er hat erwartet, dass man zu ihm kommt.
Rav: Na, er hat es erwartet, na und? Wer ist gekommen?
Schüler: In seiner Zeit sind nicht viele gekommen.
Rav: Na, und heute kommen viele, um „Talmud Esser haSefirot" zu lernen? Ich verstehe nicht, worauf du hinauswillst.
Schüler: Weil er „Talmud Esser haSefirot" geschrieben hat, als er, sagen wir, in Bnei Brak war. Er hat es für die Charedim geschrieben, die dort wohnten. Aber wir sprechen jetzt zur ganzen Welt, nicht zu Bnei Brak.
Rav: Na?
Schüler: Wir können genau nach derselben Methode vorgehen, aber daran denken, dass wir uns an die ganze Welt wenden.
Rav: Die Menschen brauchen das nicht, verstehst du? Du verstehst die Prinzipien der Schöpfung nicht. Alles geht nach dem Mangel, nach dem Verlangen. Der Stoff der Schöpfung ist das Verlangen zu genießen. Was reichst du dem Menschen, damit er an dem Genuss hat, was du ihm gibst? Na? Er schlägt das Buch auf – was versteht er davon? Was ist das, ein Kochbuch? Essen, Sex, Familie – was gibst du ihm?
Schüler: Nein, was ich ihm gebe, ist nicht „Talmud Esser haSefirot", was ich ihm gebe, ist „Bnei Baruch".
Rav: Und was ist mit „Bnei Baruch"? Wozu braucht er „Bnei Baruch"? Du musst mit kurzen Artikeln herauskommen, mit solchen … mit so viel, wie ein Mensch heute liest, sieht oder hört, mit kurzen Sachen. Sonst öffnet er überhaupt nicht, was du machst. Und dort musst du ihn berühren: Ich habe etwas für dich. Darum geht es. Wozu all solche Dinge schreiben? Schreib nur – wer wird sie öffnen? Niemand. Niemand. Es kann schön sein, es steht im Regal, du bist stolz, dass du es gemacht hast – und was dann? Nichts.
65:26
Frage: Und wer entscheidet letztlich für den Menschen, der das liest, ob er hierherkommt oder nicht? Entscheidet das nicht der Schöpfer?
Rav: Der Schöpfer entscheidet, aber du musst das Verbindungsglied sein. Der Schöpfer bringt den Menschen zum guten Los: „Und Er legt seine Hand auf das gute Los." Wo ist dieses Los? Das muss eine Gruppe sein, oder viele Gruppen, Zehner. Sie müssen wissen, wie man Menschen aufnimmt, wie man sich ausbreitet, wie … Sie müssen wissen, wie man bekannt macht. Das ist der Talmud, und nicht das, was dir im Buch geschrieben steht. Verstehst du.
Peter.
66:12
Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Es heißt, dass Baal HaSulam eine Veränderung … Veränderungen in der Welt gemacht hat, die es den Massen ermöglicht haben, die Weisheit der Kabbala zu lernen. Welche Veränderungen sind das, welche Handlungen hat er gemacht?
Rav: Baal HaSulam hat die Methode der Enthüllung des Schöpfers an das Geschöpf für seine Zeit erklärt. Damit hat er es leichter gemacht, eine Leiter gemacht, die Leiter stärker gestaltet (stabilisiert?), denn so macht es jeder in seiner Generation. Er hat die Leiter greifbarer gestaltet (stabilisiert?), zugänglicher – wie soll ich sagen? – zugänglich für jeden: für jeden Menschen, der einen kleinen Mangel hat. Sein Mangel ist immer nach dem Gipfel der Leiter, nach der Berührung mit dem Schöpfer, oder besser gesagt, danach, sich an seinem Platz in das korrigierte System einzuschließen. Das nennt man Punkt im Herzen.
Das hat er gemacht, er hat es erklärt und gestaltet, aber das sind spirituelle Dinge. Nirgends gibt es ein Buch, das dir erklärt: Setz den rechten Fuß auf die Spros… auf die Sprosse der Leiter, dann den linken Fuß, dann mach so und so. Das ist ein inneres Lernen, das man nur so verwirklichen kann: Ein Mensch tritt in die Gruppe ein und geht in der Verbindung mit der Gruppe die Stufen der Leiter hinauf. Nur durch die Integration mit der Gruppe, wirklich in ihr, indem er in ihr aufgeht. Das ist das Lernen.
Und dort sind die zehn Sefirot. Das meint er auch mit seinem Talmud Esser haSefirot: dass die Menschen, die lernen, nach innen eintreten. Was ist es sonst, einfach Lernen? Das sind Jerusalemer Kabbalisten. Wir, wer sind wir schon? Sicher ist das … Ich freue mich wirklich, dass es hier keine gibt, die es dazu hinzieht, bei jeder Seite genau zu wissen, was dort steht. Du musst nach innen eintreten, sodass deine Verlangen Korrekturen durchlaufen und immer genauer und detaillierter geordnet werden, so wie die zehn Sefirot. Darum geht es. Vorwärts.
68:52
Vorleser: Auszug Nr. 6 aus Brief 52 von Baal HaSulam.
„Ich
habe
mich
dem
Schöpfer
vollkommen
unterworfen,
und
es
gibt
keine
Aufgabe,
die
ich
nicht
für
Seine
Ehre
erfüllen
könnte.
Im
Gegenteil,
ich
suche
stets
nach
Herausforderungen,
die
Ihm
Freude
bereiten.
Der
Beweis
ist,
dass
ich
meinen
Arbeitsplatz
im
Land
Israel
gewählt
habe,
wo
die
Macht
von
SaM
(Engel
des
Todes)
am
stärksten
ist,
besonders
in
Jerusalem,
wo
sogar
der
große
ARI
zögerte,
seine
Lehrstätte
zu
eröffnen.
Ich
habe
auch
angesehene
Schüler
in
mein
Lehrhaus
aufgenommen.
Daraus
wird
ersichtlich,
dass
ich
nicht
vor
Arbeit
zurückschrecke
–
alles
hängt
allein
von
Dir
ab!
Denke
immer
daran."
(Baal
HaSulam,
Brief
52)
69:57
Rav: Ja. Das heißt, er ist wirklich auf das … zugegangen. Überhaupt dachte er, wie Rabash sagte, ins Land Israel zu kommen und fünf, sechs Schüler zu finden … Er dachte nicht an Schüler, er dachte an Kabbalisten, dass es hier Kabbalisten gibt, und wollte mit ihnen zusammen ein Geschäft eröffnen. Er brachte Maschinen zur Lederverarbeitung mit und wollte eine Gerberei eröffnen. Sie sollten lernen und arbeiten und auch während der Arbeit lernen. Es sollte eine Gemeinschaft sein, die ganz verbunden ist, ganz arbeitet und lernt und so im Erreichen ist. Davon hat er so geträumt, noch in Polen, als er darüber nachdachte, wie er ins Land Israel kommt.
Als er ankam, sah er, dass die Lage nicht so ist. Zuerst einmal wurde sofort bekannt, dass er aus Warschau kommt und dass er Dayan ist. Wie kann es sein, dass ein Dayan sich in einer Gerberei schmutzig macht? Das ist überhaupt etwas, das man nicht vergleichen kann; es gibt keine verachtetere Arbeit als das Gerben von Häuten. Deshalb blieb ihm nichts anderes übrig, als in den Kollel „Chaje Olam" einzutreten. Das ist am Kikar HaShabbat in Jerusalem, auch heute noch. Ihr könnt an denselben Ort kommen und oben sehen, in der Höhe des fünften, vielleicht sechsten Stockwerks – dort sind Gebäude mit hohen Decken –, dort steht „Chaje Olam". Das ist ein Kollel, dort hat er gelernt. Das war's.
Na, und danach hat er schon verstanden, dass es nichts zu tun gibt, dass man nirgendwohin gehen kann, und wurde Rabbiner eines Viertels. Auch in seinem Leben gab es alle möglichen Veränderungen. Er zog nach Jaffa, weil dort Wohnraum frei war. Es war ein sehr bescheidenes Leben. Das war's. Seine Söhne arbeiteten, Rabash und andere arbeiteten auf dem Bau. Es war ein schweres Leben, aber nicht so, wie er geträumt hatte: dass er nach Jerusalem kommt und in Ruhe mit ein paar anderen wie ihm einen Ort für den Lebensunterhalt eröffnet, gemeinsam weiter an der Enthüllung des Schöpfers arbeitet und so seinen Lebensunterhalt verdient, so viel, wie man der Familie geben kann. Es hat nicht geklappt.
Das ist ein Traum, was soll man machen. Bei uns gibt es andere Träume. Stimmt's? Niv, träumst du nur davon, der Familie Brot zu geben und im Übrigen versunken zu sein in … mit den Freunden?
Schüler: Ehrlich gesagt, ja.
Rav: Gut. Weiter. Ja.
73:52
Frage: Hier wird erwähnt, dass sogar der ARI sich fürchtete, ein Lehrhaus in Jerusalem zu eröffnen. Auch Baal HaSulam hat darüber gesprochen. Worum geht es?
Rav: Jerusalem ist der Ort der Klipa. Denn wo die Kedusha war – Zerstörung –, das ist der Ort der Klipa. Deshalb ist es der schwierigste Ort. Spürst du das in Jerusalem nicht?
Frage: Ich verstehe noch nicht, was mit Klipa gemeint ist. Woher kommt das?
Rav: Klipa ist das, was entgegengesetzt ist, was der Korrektur der Seele entgegengesetzt ist. Das nennt man Klipa. Klipa ist das, was der Enthüllung des Schöpfers an das Geschöpf entgegengesetzt ist, was der Weisheit der Kabbala entgegengesetzt ist. Es ist sehr schwer bei allem außer der Beschäftigung mit der Tora, es ist das Gegenteil der Korrektur des Menschen.¹⁵
Frage: Ja, aber woher nehmen wir das, dass das Klipa ist und gegen den Menschen?
Rav: Oh, wo schreibt er …
Frage: Woher wissen wir das?
Rav: Gleich wird er … Hm? Gleich wird er es dir sagen. Ja. Ja. Glaubst du, das habe ich gesagt?
Schüler: Nein, vielleicht auch Petach Tikva.
Rav: Ich kommentiere nicht und mache gar nichts. Kenne die Quellen, dann wirst du stark sein.
Schüler: Trotzdem, das ist unsere Hauptstadt …
Rav: Du fällst freudig über mich her: „Wie können Sie sagen" und so weiter.
Schüler: Nein, nein, ich sage, das ist die Hauptstadt Israels, alle wollen dort sein, es gibt dort sehr, sehr viele Jeschiwot, die Klagemauer ist dort. Es ist nicht klar, woher das kommt, dass das Klipa ist.
Rav: Dass es jetzt im Zustand der Klipa ist. Was ist daran nicht verständlich? An einem Ort, an dem Kedusha war und der zerstört wurde, ist mit Sicherheit eine Klipa. Was schaust du mich an? Das ist nicht logisch, das ist nicht richtig, so lernt man nicht? Das heißt, Kedusha in entgegengesetzter Form nennt man Klipa. Ja. Warum nicht? Siehst du das nicht an dem, was in Jerusalem passiert, überhaupt an dem ganzen Widerstand und allem? Ich sage dir nicht, dass es nicht die heilige Stadt ist. Aber die Menschen, die dort sind, brauchen eine große Korrektur. Wir müssen nichts korrigieren außer den Menschen, und zuerst die Juden.
Schüler: Es wurde immer gesagt, und ich habe in allen möglichen Schriften gelesen, dass Jerusalem eigentlich der zentrale Punkt der ganzen Welt ist, von dem aus …
Rav: Richtig, alles richtig. Deshalb ist es zerbrochen und bildet die größte Klipa.
Schüler: Das heißt, eigentlich ist die schwerste Arbeit in Jerusalem zu machen.
Rav: Richtig.
Schüler: Und wenn wir Erfolg haben …
Rav: Er sagt ja, dass sogar der ARI dort sein Lehrhaus nicht eröffnet hat, verstehst du? Aber der ARI hat es offenbar gespürt, er hat es verstanden. Uns ist das egal, wir gehören weder zu dem einen noch zu dem anderen, also können wir eröffnen, wo wir wollen. Aber Menschen, die die spirituelle Wirklichkeit stärker spüren, spüren, wo ja und wo nicht, und dann … Ich erinnere mich an Rabash, als er zum Grab des Rashbi in Meron kam. Er war ganz so … Er wusste nicht, wie er hingehen sollte. Ich nahm ihn so, bis er sich dem Ort näherte und die Hand hinlegte, und das war's. Wenn du ihn nicht aufweckst, ist er bereit, dort zwanzig, dreißig Minuten so zu stehen, als wäre er gelähmt. Verstehst du. Ich neben ihm habe gar nichts gespürt. Du hättest sicher etwas gespürt. Es gibt also solche und solche.
Na, hast du es gefunden? Nein. Finde es und schick es an Zvika. Mit der Logik versteht er nicht, dass das der Ort der Klipa ist, weil dort die Kedusha war. Das eine steht dem anderen gegenüber, so ist es immer.
Ja. 78:21
Frage: Ich möchte über Kabbalisten wie zum Beispiel Baal HaSulam und Rabash fragen: Ist das etwas, das sie durch ihre Anstrengung erreichen, oder etwas, das man ihnen von oben gibt, dass sie diese Fähigkeit haben?
Rav: Zwei Dinge. Es muss eine Wurzel der Seele geben, ohne sie ist nichts zu machen. Aus dem Samentropfen eines Menschen kommt ein Mensch hervor, aus dem Samentropfen eines Affen kommt ein Affe hervor. Da ist nichts zu machen. Es muss eine Wurzel der Seele geben, und sie bestimmt, sie bestimmt, was sein wird. Aber das Tempo, die Form der Entwicklung und der Erfolg der Entwicklung hängen schon von der freien Wahl des Menschen ab: wie sehr er eine Umgebung organisiert und wie sehr er durch sie trotzdem ans Ziel kommt. Das ist die Hauptsache. Das ist die Schwierigkeit; ihr spürt noch nicht, wie sehr euch das abstößt. Alles seid ihr bereit zu tun außer Verbindung. Äußere Verbindung ja, das machen wir: Wir sprechen so; diktiert man mir zu sprechen, spreche ich; zu sitzen, sitze ich; zu singen, singe ich. Aber das Herz: Wie zwingt man das Herz, die äußere Klipa zu sprengen und sich mit den übrigen Herzen zu verbinden? Das ist die Hauptsache.
Deshalb kann der Schöpfer darauf nicht verzichten, auf unsere Beteiligung. Woher käme sonst die 620-fache Verstärkung des Lichts im Vergleich zu dem, was Adam haRishon hatte? Dort war ein winziges Leuchten, das heißt ein sehr kleines Licht, das ihn erfüllte, sehr klein: Nefesh de Nefesh de Nefesh. Und auch das, so viel es war, kam nicht von seiner Seite. Das heißt, nicht dass er auf so einer kleinen Stufe gewesen wäre. Er war auf einer großen Stufe, aber er hat es empfangen, ohne den Mangel erreicht zu haben, und deshalb zählte es bei ihm nicht. Das ist, wie wenn jemand als Königssohn geboren wird und vom ersten Tag an schon all die Dinge hat, die du in deinem ganzen Leben nicht einmal erreichen kannst. Verstehst du. Das zählt dann nicht. Er hat keinen Mangel danach, er hat keine Erkenntnis davon, es ist nicht seins, nicht so, dass er es festhält und weiß, wie man es benutzt.
Deshalb ist unser ganzes Problem die Arbeit in der Gruppe, und das ist zum ersten Mal in unserer Generation so. Es gab sie ein wenig zu Zeiten des Baal Shem Tov, aber die Hauptsache ist jetzt. Denn zu Zeiten des Baal Shem Tov war es in kleinen, geschlossenen Gruppen. Das gab es auch beim Rashbi, das gab es auch zu Zeiten von Mose und Abraham in gewissem Maß. Irgendwie gab es das immer, aber in verschiedenen Formen. Das war's.
Frage: Was ist dann der innere Antrieb eines Kabbalisten wie Baal HaSulam und Rabash? Denn bei allem, was er tut, sieht man, dass er für nichts eine Berechnung hat.
Rav: Die Korrektur der Welt. Dem Schöpfer Nachat Ruach zu bereiten. Wie meinst du das?
Frage: Aber das ist etwas … Korrektur der Welt, dem Schöpfer Nachat Ruach zu bereiten, das ist ein Verlangen¹⁶, das er hat. Also woher nimmt man das?
Rav: Das klärt sich nach und nach im Menschen. Wofür musst du sonst noch arbeiten? Letztlich klärt sich Folgendes: Es geschieht nichts, außer dass ich in jedem Moment, in allem, was passiert, enthülle, dass es vom Schöpfer kommt. Schlechtes vom Schöpfer, Gutes vom Schöpfer; alle möglichen Dinge, die passieren, alles kommt von Ihm, damit ich jede einzelne Einzelheit Ihm zuschreibe. Zuerst einmal Ihm. Nachdem ich es Ihm zugeschrieben habe: dass es zum Guten ist, und für das Schlechte zu danken wie für das Gute. Das ist insgesamt fast die ganze Arbeit.
Ja. 83:23
Frage: Wie fängt man an, die Umgebung so zu benutzen, dass man sich mit ihrer Hilfe in diese Richtung entwickeln und auch sie in diese Richtung entwickeln kann?
Rav: Ich bemühe mich, sie als meine Teile zu spüren, durch die ich mit dem Schöpfer spreche. So. Ich kann nicht auf gewöhnliche Weise mit Ihm sprechen. Wie enthüllt Er sich denn? Er enthüllt sich durch unbelebt, pflanzlich, tierisch und sprechend. Wenn ich also durch das Sprechende zu Ihm spreche, verbinde ich so die ganze Schöpfung mit Ihm.
Frage: Und das bewirkt, dass sich das Herz der Umgebung öffnet?
Rav: Es macht weich. Das macht das Herz weich. Ja.
Schüler: Ich versuche zu erfassen, was in der Arbeit in der Umgebung fehlt. Es ist nicht ihr physischer Aufbau.
Rav: Gegenseitigkeit. Uns fehlt Gegenseitigkeit. Alle hören zu, und jeder ist zu faul, gemeinsam mit den anderen zu arbeiten. Nicht auf physische Weise – sich versammeln, singen und so weiter –, sondern auf innere Weise: dass wir trotzdem annehmen müssen, dass wir zu einem Herzen gehören. Ich habe keine Worte.
Gut. Was? Wieder Peter. Peter.
Frage (Übersetzung aus dem Russischen): Wenn ich alle Ratschläge der Kabbalisten verwirkliche, von denen Sie sprechen und über die Rabash oder Baal HaSulam geschrieben haben, mich aber nicht jeden Tag um die Verbreitung der Weisheit der Kabbala in der Welt kümmere – kann ich dann als Schüler von Baal HaSulam gelten?
Rav: Nein. Die Hauptsache ist Verbreitung. Denn wir sind in einer Zeit, in der man zur allgemeinen Korrektur kommen muss, und die erste notwendige Stufe zur allgemeinen Korrektur ist Verbreitung. Deshalb hat Baal HaSulam bei allem, was er getan hat, die Weisheit der Kabbala für möglichst viele Menschen erklärt und vereinfacht, in immer weiterer Ausbreitung. Das hat er getan. Sein ganzes Leben war wirklich nur dafür bestimmt, dafür gewidmet. Nur dafür gewidmet: die Weisheit der Kabbala aus dem Versteck in die Enthüllung und in die breitesten Kreise zu bringen.
Und er hat alle unterrichtet. Wer damals zu ihm kam, den hat er unterrichtet. Er hatte Chassidim, er hatte Säkulare wie Bialik, er hatte Mitnagdim wie Dessler, Rav Dessler, alle möglichen solchen. Wirklich Jemeniten, Aschkenasen, alle möglichen Menschen gingen durch ihn hindurch, er nahm alle auf. Er machte aus seiner Kabbala keine Kabbala, die jemandem oder etwas gehört. Sie war für alle. Na, ihr seht das an dem, was er schreibt.
Klar? Vorwärts. 87:34
(Ende von Teil 1)