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Einführung
in
die
Weisheit
der
Kabbala
(Abschnitt 94 – 100)
Lektion 42
Morgenunterricht 14.08.2006 – nach Bearbeitung
Abschnitt 94
"Es zeigt sich, dass, als AwI das neue Licht von AB SaG empfingen und das Untere Hej von Nikwej Ejnaim zurück zu ihrem Pe absteigen ließen und ihre ACHaP zu ihnen erhöhten, in diesem Moment auch SaT, die diese ACHaP zur Zeit von Katnut einkleideten, gemeinsam mit ihnen zu AwI aufstiegen. Somit wurden SaT zu einer einzigen Stufe mit AwI. Dieser Aufstieg von SaT zu AwI wird als „Erheben von MaN“ bezeichnet. Und wenn sie sich auf der gleichen Stufe wie AwI befinden, empfangen sie auch die Lichter von AwI."
Abschnitt 95
"Und dies wird MaN genannt, da der Aufstieg von SA zu Bina sie in den Zustand von Panim be Panim mit Chochma zurückbringt (Punkt 80). Es ist bekannt, dass jegliche SaT SoN sind. Als SaT zusammen mit ACHaP de AwI auf die Stufe von AwI aufstiegen, wurden sie zu MaN in Bezug auf Bina der Sefirot de AwI. Dann kehrt sie [Bina] in den Zustand von Panim be Panim mit Chochma de AwI zurück und versorgt SoN, welche die zu ihnen aufgestiegenen SaT de Nekudim sind, mit dem Leuchten von Chochma."
Der Untere, in seiner Bitte an den Höheren, in der Anpassung seines Mangels an den Höheren, an seine Füllung im Höheren, verpflichtet den Höheren, ihn zu füllen – ihm Kräfte zu geben und danach Füllung.
Das Wichtigste ist, zu MaN zu gelangen. Die Existenz des Unteren ist sein Mangel. Seir Anpin erhebt seinen Mangel zu Aba we Ima und stellt sie Panim be Panim. Der Mangel, der Aba we Ima Panim be Panim stellt, wird von Seiten des Seir Anpin MaN genannt, und von Seiten Aba we Ima wird er Sefira Daat genannt. Die Verbindung zwischen Höherem und Unterem wird nur entsprechend dem Mangel des Unteren aufgebaut.
Unsere ganze Arbeit besteht darin, in uns den Mangel zu finden, auf den der Höhere wartet und hofft, dass wir ihn zu ihm erheben. Wir müssen verstehen, durch welches Unterstützungssystem wir zum richtigen Mangel gelangen können, der dem Willen des Höheren angepasst ist, denn auf natürliche Weise wird er sich niemals in uns offenbaren.
In diesem Willen, in diesem MaN, erlangt Seir Anpin den Willen des Höheren. Er beginnt, die Beziehung von Aba we Ima zu ihm zu erlangen. Er versteht, was der Höhere von ihm will, was der Höhere selbst ist, wie der Höhere will, dass er, der Untere, wie er sei, im Maß seiner Liebe. Das MaN des Unteren ist ein Ergebnis vieler Klärungen. Und wenn es zum Höheren aufsteigt, fühlt der Höhere, dass der Untere wie er sein möchte.
MaN ist kein sinnloser Schrei. Es muss große Anstrengung über alle Geschöpfe im Unteren geben, um das MaN zu kochen und den ersten, richtigen Mangel zu gebären. Mit anderen Worten: Der Mangel, der Aba we Ima in Siwug stellt, muss in sich das Verständnis von Aba, von Ima und vom Siwug zwischen ihnen einschließen – ein Verständnis in gewissem Maße natürlich, entsprechend der Fähigkeit des Unteren. Der Mangel des Unteren muss sich in Aba und Ima als Sefira Daat einschließen. Der Untere muss dem Höheren zeigen, dass er weiß, wie er das, was er von ihm empfangen wird, nutzen soll.
Gegenüber dem Höheren ist MaN der Mangel, der Aba we Ima in der Sefira Daat paart. Gegenüber dem Unteren ist MaN das Kli, das von Aba we Ima das Licht als Ergebnis des Siwug empfangen wird. Daat von der Bedeutung "Und Adam erkannte Chawa". Die Sefira Daat ist der Ort der Verbindung, des Siwug, der Dwekut.
Aus der Sefira Daat wird eine neue Unterscheidung geboren, die das Geschöpf ist. Vor dem Siwug in der Sefira Daat wird nichts zu Lasten oder zugunsten des Geschöpfes gerechnet. Vor der Sefira Daat gibt es nur einen Mangel, der vom Licht geschaffen wurde, und Reshimot vom Zerbrechen, die das Höhere Licht erweckt, und das System der Welten ordnet sie in der richtigen Form. Aber als Ergebnis der Vorbereitung, die durch all diese Geschöpfe und Komponenten gemacht wurde, wird ein neuer Mangel geboren, der vorher nicht war, ein Mangel, der MaN genannt wird.
Das MaN kommt nicht vom Schöpfer. Dies ist ein Mangel, der vom Geschöpf kommt, wirklich von unten nach oben. Vor der Geburt dieses neuen Mangels gab es kein Geschöpf. Das MaN ist das Geschöpf. Wenn das MaN MaD empfängt, wird ein neues Geschöpf, ein Geschöpf, das nicht der Schöpfer erschuf, ein Geschöpf, das selbstständig dem Schöpfer gegenübersteht. Deshalb wird es Geschöpf (Niwra) genannt.
Im weiteren Studium werden wir klären, wie das Geschöpf als etwas Neues erscheint, das aus Kräften und Gegebenheiten zusammengesetzt ist, deren Quelle im Schöpfer ist und aus dem ganzen System der Welten, und aus dieser Zusammensetzung macht er etwas Neues, das überhaupt nicht mit seinen Komponenten verbunden ist; wie diese Gestalt wirklich dem Schöpfer gegenübersteht. Es gibt noch viele Unterscheidungen, die wir klären müssen.
Zusammenfassend: MaN ist der Mangel des Geschöpfes – davor gab es kein Geschöpf. Und das MaD, welches das Geschöpf empfängt, ist seine Füllung. Dadurch wird das Geschöpf dem Schöpfer ähnlich im Maß seines MaN und steht als selbstständiges Geschöpf, das sich selbst geboren hat.
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Wie man den Höheren entdeckt Frage: In unserer Welt muss das Kleine nicht das System lernen oder wissen, wie Vater und Mutter es gebären... In unserer Welt geschieht alles von selbst. Der ganze Prozess in unserer Welt, bis im Menschen der Punkt im Herzen erwacht, entwickelt sich durch Gene, durch Reshimot. Alles läuft ohne jede Wahl und ohne jede Beteiligung seitens des Unbelebten, Pflanzlichen, Tierischen und Sprechenden ab. Wie geschrieben steht: "Die Welt läuft nach ihrem Brauch" (Awoda Sara 54b). Bevor der Punkt im Herzen erwacht und man beginnt, mit ihm zu arbeiten, um das MaN zu kochen, ist alles, was geschieht, eine Vorbereitung seitens des Schöpfers. Frage: Wenn der Untere den Höheren nicht kennt, was bedeutet "das MaN kochen"? Nach welchem Verstand kocht er das MaN, worauf ausgerichtet? Der Untere kennt den Höheren – entweder vom Maß der Verhüllung des Höheren oder vom Maß der Erweckung seiner eigenen egoistischen Kelim. In diesem Sinne gibt es keinen Unterschied zwischen beiden, denn die egoistischen Kelim des Unteren sind es, die den Höheren verhüllen. Der Höhere verhüllt sich nicht selbst, sondern entsprechend den Kelim des Unteren. Der Untere verhüllt den Höheren durch seine Kelim, und als Ergebnis davon beginnt er, den Höheren zu kennen. Wenn der Untere auf sich nimmt die Meinung, dass der Höhere sich nicht verhüllt, sondern enthüllt ist, und nur er, der Untere, den Höheren durch seine Verdorbenheiten verhüllt, dann baut er aus all diesen Gedanken, bei richtiger Nutzung derselben, in seiner Erhebung über alle Befürchtungen und Zweifel, aus ihnen die Gestalt des Höheren. Er baut sie nach ihrem Schatten, und zu ihr wird er hingezogen. Da wir mit unseren egoistischen Verlangen in umgekehrter Form arbeiten wollen, enthüllen gerade sie in uns die Gestalt des Schöpfers. Diese Verlangen wurden doch vom Licht erschaffen. Alles, was uns fehlt, ist, uns über sie zu erheben, sie in der Absicht zu geben zu nutzen. Nur so können wir den Schöpfer erkennen. Wir haben 613 Verlangen. Die Form der richtigen Arbeit mit ihnen, in der Absicht zu geben, ist genau unser Schöpfer, der Schöpfer, der in uns diese egoistischen Verlangen erschuf. |
Frage: Sind die 613 Verlangen 613 verschiedene Schablonen von Kleidungen für den Genuss, oder 613 verschiedene Größen von Verlangen?
Die 613 Verlangen teilen sich nach Quantität und nach Qualität. Jedes Verlangen hat einen anderen Charakter, jedes Verlangen hat zehn Sefirot, und jedes Verlangen hat seinen besonderen Weg, den übrigen Verlangen zu dienen. Deshalb ist jeder von uns wie Ejn Sof. Als Ergebnis der Einschließung der Verlangen in uns ist jeder von uns wie die ganze Welt.
Ich erinnere mich, dass ich mir als Anfänger die 613 Verlangen wie einen Equalizer mit vielen Frequenzen in verschiedenen Höhen vorstellte – jedes Verlangen in einer anderen Höhe. Wenn man die Frequenzen zu einem Ton vereint, das heißt, wenn man die Verlangen zu einem allgemeinen und harmonischen Gefühl des Schöpfers vereint, entsteht eine einheitliche Gestalt. Diese Kombination "spielt" in uns in 613 Frequenzen, in 613 Verlangen, jedes Mal nach einem anderen Verlangen, und in ihrer Verbindung zusammen bauen sie die ganze Zeit den Fortschritt des Menschen.
Frage: Und wenn es um egoistische Verlangen geht, wie viele egoistische Verlangen können wir in unserem Wirklichkeitsbild erfassen, können wir 613 Verlangen erfassen?
Das ist nicht wichtig. Wir müssen uns nicht in jedes Verlangen vertiefen, ein solcher Ansatz ist überhaupt nicht richtig. Nur die Verlangen, die wir einschließen und verarbeiten können in Gefühl, in Verständnis und in Absicht, erheben wir zu MaN. Von einem Baby zum Beispiel verlangt man nicht mehr, als zu schreien, wenn es essen will oder wenn es ihm weh tut. Der Unterschied ist, dass die Natur das Baby zwingt zu schreien, während wir in der Spiritualität uns selbst zwingen müssen. In jedem Fall schreien wir nur entsprechend den Mängeln, die wir entdecken.
Frage: Das Bild des Schöpfers, das sich auf den Verlangen des Menschen enthüllt, was ist es? Ist es das MaD vom Höheren?
Das Bild des Schöpfers, das sich im Menschen enthüllt, ist nicht MaD. MaD ist die Kraft, die der Mensch empfängt, um Siwug de Hakaa zu machen und aus sich selbst die Gestalt des Schöpfers zu bauen. MaD ist Kraft von oben. Vom Höheren erbitten wir nur eine Sache: "Gib uns Kraft, Dir ähnlich zu werden, wie Du zu sein, wie wir uns die Eigenschaft der Absicht zu geben oder die Handlung der Absicht zu geben vorgestellt haben, über den Verlangen, die sich in uns enthüllt haben." Wie ein Baby, das dem Erwachsenen ähnlich werden will, so wollen wir dem Höheren ähnlich werden. Wir bitten ihn um Kraft: "Hilf uns, wie Du zu sein." Diese Bitte führt zu Dwekut und zum Empfang der Kraft vom Höheren. In einer Handlung verursacht sie alles. MaD ist der Empfang der Kraft.
Die Handlung, die wir tun, ist die Handlung der Dwekut, Siwug de Hakaa oder die Handlung der Vereinigung. Wir bauen aus uns selbst eine Gestalt, in der das "Ich", unsere Verlangen, unsere Absichten, unsere Handlung, dem Schöpfer ähnlich sind. Und dann kleidet sich der Schöpfer in uns ein. Im Licht, das uns füllt, im Licht der Absicht zu geben, fühlen wir auch die Quelle. Zusätzlich zur Füllung selbst fühlen wir den Schöpfer darin. Wie Bchina Alef am Ende Bchina Shoresh enthüllt, "den Gebenden", so enthüllen auch wir in unserer Füllung, dass wir den Gebenden anziehen, die Wurzel, und mit ihm treten wir in Dwekut ein. Deshalb ist die Handlung des Gebens eine Sache, und die Dwekut mit dem Gebenden innerhalb der Handlung ist eine Zugabe.
Abschnitt 96
"Trotz des oben erwähnten Aufstiegs von SoN zu AwI bedeutet dies nicht, dass sie von ihrem Platz völlig verschwunden und zu AwI aufgestiegen sind, da es im Spirituellen kein Verschwinden gibt. Und jegliche „Veränderung des Platzes“ im Spirituellen bedeutet nicht, dass etwas seinen vorherigen Platz verlassen und sich zu einem andern Platz begeben hätte, wie es in der materiellen Welt geschieht. Vielmehr besteht hier bloß eine Zugabe:"
Der Untere fühlt seinen Mangel und erhebt ihn zum Höheren. Der Mangel des Unteren wird im Höheren aufgenommen und verwandelt Chochma und Bina zu Aba we Ima. Ohne den Mangel des Unteren sind Chochma und Bina nicht Aba we Ima. Der Mangel des Unteren baut in Chochma und Bina ihre SaT-Teile, die sie verpflichten, gegenüber dem Unteren zu arbeiten. Chochma und Bina, die insgesamt nur Systeme an sich oder Sefirot sind, werden zu Vertretern des Schöpfers, Vertretern von Keter gegenüber Seir Anpin.
Man kann es so darstellen (siehe Zeichnung Nr. 1): Malchut ist die Sammlung der Seelen; Seir Anpin erhebt sein MaN und paart Chochma und Bina; und Keter verwirklicht sich selbst durch Chochma und Bina. So nutzt auch der Schöpfer Empfangen und Geben, um dem Unteren die Fähigkeit zu verleihen, sich selbst aus Kelim zu bauen, und durch die Kelim den Lichtern ähnlich zu werden.
Deshalb braucht Keter Chochma und Bina, Kelim und Lichter. Mit ihnen baut er den Unteren. Er baut den Unteren so, dass der Untere ihm, Keter, der Absicht zu geben, ähnlich werden kann. Aber Keter ist die Absicht zu geben selbst, und im Unteren ist die Absicht zu geben "empfangen um zu geben". Deshalb ist der Untere aus Chochma und Bina zusammengesetzt.
Von hier versteht man, warum der Untere MaN erheben muss, MaD empfangen und aus den zwei Teilen, Chochma und Bina, zusammengesetzt sein muss. Die Handlung durch Chochma und Bina ist eine Handlung von Keter. Und diese Handlung erweckt der Untere. Zwar bittet er von Aba we Ima, von Chochma und Bina, und verpflichtet sie, ihm zu geben, aber seine Bitte ist, wie Keter zu sein.
"Sie erreichten einen neuen Platz, während sie auf dem vorhergehenden verblieben. Obgleich SaT zu AwI zwecks des Erhebens von MaN aufstiegen, blieben sie somit dennoch auf ihrem Platz, auf ihrer unteren Stufe, wie zuvor."
Von Seir Anpin steigt ein Mangel auf. Seir Anpin bleibt natürlich an seinem Ort. Es ist eine besondere Feinheit erforderlich, um zu verstehen, was genau aufsteigt und was bleibt. Wir haben doch schon vorausgeschickt und gesagt, dass die Existenz des Geschöpfes der Mangel selbst ist, und wenn der Mangel aufsteigt, was bleibt? Nun, die Antwort ist, dass das Geschöpf in seinem Bewusstsein in zwei geteilt wird: Ein Teil ist "wer bin ich", das heißt die Erkenntnis des Geschöpfes, dass er ein Mangel ist, und der zweite Teil ist "wer will ich sein". Von diesen beiden Teilen ist der Teil, der zu Aba we Ima aufsteigt, der zweite Teil, das heißt, was das Geschöpf sein will, was es erreichen will.
Auch das Reshimo teilt sich in ähnlicher Weise. In Reshimo 4/3 zum Beispiel ist 3 de Awiut der gegenwärtige Zustand und 4 de Hitlabshut ist der Zustand, den wir wollen, zu dem wir hingezogen werden. Ähnlich, beim Austritt der Reshimot von Seir Anpin von oben nach unten, enthüllt sich ein Reshimo von der höheren Stufe zusätzlich zu seiner Koma. Deshalb hat er eine Existenz für sich selbst und eine Existenz von "ich würde gerne". Zwei Gefühle.
Frage: Wie präzise und genau muss die Beschreibung des nächsten Zustands, in dem ich sein möchte, sein, damit das MaN wirklich MaN ist?
Die Beschreibung des nächsten Zustands muss entsprechend der Entwicklungsstufe des Unteren geklärt sein. Von einem Baby verlangt man nur einen Schrei. Den Erwachsenen hingegen fragt man, was er will. Der Schrei des Erwachsenen kann sehr viele Gründe haben. Das Baby schreit aus einem Grund. Je entwickelter der Mensch ist, desto schwieriger ist es zu verstehen, warum er schreit. Das MaN, das von uns verlangt wird, entspricht unserer Entwicklungsstufe. Immer wieder müssen wir klären und genauer wissen, was wir sein wollen.
Frage: Was ist die Verbindung zwischen den zwei Teilen "er selbst" und "ich würde gerne"?
So habe ich gewählt, die Tatsache zu erklären, dass Seir Anpin an seinem Ort bleibt und gleichzeitig nach oben aufsteigt. Eine solche Erklärung ist unserem Verständnis und unserer Auffassung näher.
Was bedeutet "ein Teil von Seir Anpin steigt nach oben"? Was bedeutet Teil? Der ganze Parzuf besteht aus Mängeln, Verlangen, Verwirklichung von Mängeln, Absichten, mit denen wir in der Absicht zu geben arbeiten. Die Arbeit des Parzuf in der Absicht zu geben in seiner gegenwärtigen Stufe wird "er selbst" genannt, und seine Mängel, zu mehr Geben, zu mehr Dwekut und Gleichheit zu gelangen, werden MaN genannt. Das sind "ich" und "ich würde gerne".
Frage: Wenn Formunterschied im Spirituellen trennt, warum teilen sich diese beiden Teile nicht in zwei verschiedene Parzufim?
Sie teilen sich nicht, weil sie noch nicht verwirklicht sind. Wenn das Geschöpf MaD von oben empfängt und es verwirklichen kann, kleiden sich die beiden Teile ineinander ein. So wird zum Beispiel der vorherige Zustand wie Ibur sein und der gegenwärtige Zustand wie Yenika.
Frage: Was ist der Aufstieg des Mangels?
Der Aufstieg des Mangels nach oben ist das Ende der Klärungen des Unteren in Bezug auf den Höheren. Über diese Klärungen lernen wir im Artikel von Rav Baruch Ashlag "Die Beteiligung der Eigenschaft der Barmherzigkeit am Gericht". Der Untere entdeckt, dass jemand in Verhüllung zu ihm ist. Er entdeckt, dass dieser "Jemand" groß ist, dass er seine ganze Welt ist. Es stellt sich heraus, dass er sich in einer Art Gebärmutter befindet, in ACHaP des Höheren. Er entdeckt, dass der Höhere sich in bestimmter Weise zu ihm verhält, um in ihm Kelim des Empfangens und Reshimot zu erwecken. So kann der Untere über die Kelim des Empfangens zur Entscheidung gelangen, dass er dem Höheren ähnlich sein will, oder dem Höheren ähnlich werden durch seine Selbstannullierung, oder dem Höheren ähnlich werden, indem er tatsächlich wie der Höhere gibt.
Über all diese Unterscheidungen lernen wir im Talmud Esser haSefirot. NeHJ von Ima befinden sich in Seir Anpin, Seir Anpin befindet sich in NeHJ von Ima. Ima, SaT von Bina, ist Rosh gegenüber Seir Anpin, usw. So sucht und findet der Untere seine Verbindung mit dem Höheren.
In der Zusammenfassung all dieser Handlungen versteht Seir Anpin, was es bedeutet, der Höhere zu sein, wie der Höhere sich zu ihm verhält und was er vom Höheren erbitten muss, um voranzukommen und wie er zu sein. Diese Zusammenfassung wird "MaN" genannt. Der Schrei enthüllt sich nicht auf einmal, er ist ein Ergebnis großer Anstrengung, von Unterscheidungen und Klärungen.
Abschnitt 97
"Ebenso kannst du verstehen, dass, auch wenn wir sagen, sobald SoN zu AwI zwecks des Erhebens von MaN aufstiegen und dort ihre Lichter empfingen und dort austraten und wieder nach unten auf ihren Platz zurückkehrten, dies auch hier nicht bedeutet, dass sie von ihrem Platz Oben verschwanden und auf den Platz unten übersiedelten. Wären SoN an ihrem Platz oben in AwI abwesend, würde der Siwug von AwI Panim be Panim sofort aufhören und sie [Aba we Ima] würden wie zuvor zu ihrem Zustand Achor be Achor zurückkehren. Dies würde ihren Überfluss aufhören lassen. Und SoN, die unten sind, würden auch ihre Mochin verlieren.
Oben wurde bereits erläutert, dass Bina von ihrer Natur aus nur Or Chassadim anstrebt, gemäß des Geschriebenen: „Denn er erfreut in Barmherzigkeit“ (Chafez Chessed Hu). Sie hat keinerlei Interesse, Or Chochma zu empfangen; daher befindet sie sich Achor be Achor mit Chochma. Nur wenn SoN zwecks MaN zu ihnen aufsteigen, kehrt Bina zu einem Siwug Panim be Panim mit Chochma zurück, um das Leuchten von Chochma an Seir Anpin zu geben (Punkt 80).
Folglich ist es nötig, dass SoN immer dort bleiben, um den Siwug von AwI Panim be Panim zu ermöglichen und zu verwirklichen. Deswegen kann man nicht sagen, dass SoN am Platz von AwI abwesend sind, wenn sie auf ihren Platz nach unten kommen. Wie bereits gesagt, ist jegliche „Veränderung des Platzes“ im Spirituellen vielmehr nichts anderes als lediglich eine Zugabe. Obwohl SoN von ihrem Platz abstiegen, verblieben sie somit ebenso Oben wie vorher."
In Bchina Alef in den vier Bchinot von Or Yashar erschafft das Licht einen Willen. Der Wille in Bchina Alef fühlt an seinem Ende das Licht, die Bchina Shoresh. Deshalb will er in Bchina Bet der Wurzel ähnlich werden. Bchina Bet teilt sich in drei Teile. In ihrem ersten Teil ist Bina wie Chochma, in ihrem zweiten Teil ist sie Geben, das heißt der Wille, der Wurzel in Kraft ähnlich zu werden, und in ihrem dritten Teil ist sie der Wille, der Wurzel in der Tat ähnlich zu werden. Der dritte Teil in Bina ist der Rosh von Seir Anpin, der Rosh von Bchina Gimel.
Bina plant Seir Anpin an ihrem Ende, in ihrem dritten Teil. Bina gebiert Seir Anpin und kümmert sich um ihn. Deshalb wird Seir Anpin "Klein" genannt, oder "Sechs Enden". Seir Anpin hat keinen Kopf, Bina ist sein Kopf. Seir Anpin kann nichts tun. Er bleibt immer klein. Sein Kopf ist immer in Bina. Je mehr er an Bina haftet, desto mehr wird er von ihr empfangen. Das Maß, in dem Seir Anpin ein Beispiel von Bina nimmt und ihr ähnlich werden will, ist das Maß seiner Existenz.
Wenn Seir Anpin nicht Bina ähnlich werden will, existiert er nicht, denn mit dieser Absicht hat Bina ihn ausgestrahlt. Das ist ihre Handlung, die Handlung des Gebens. Deshalb auch umgekehrt, von unten nach oben, wenn Seir Anpin Bina ähnlich werden will – das verwirklichen, was in seinem Kopf existiert, in SaT von Bina – dann existiert er. So ist er mit SaT von Bina verbunden. In SaT von Bina ist sein Geburtsort und in SaT von Bina ist sein Ort der Größe.
Seir Anpin muss sich seinem Kopf anpassen, der in Bina ist. Die Verbindung zwischen ihnen ist einfach. Seir Anpin und Bina sind wirklich durch die Nabelschnur miteinander verbunden. Nur dass Seir Anpin, als Unterer, die Verbindung selbst finden muss und sie jedes Mal erneuern, sie aufbauen muss. Dafür erwachen in ihm Reshimot, und aus den Reshimot muss er verstehen, was der Höhere von ihm will, wie er sich dem Höheren anpassen muss.
Das MaN von Seir Anpin ist seine Zustimmung, der ausführende Körper von Ima zu sein, von ihrem Kopf. Vor allem stimmt er zu, die Herrschaft von Bina anzunehmen. Die Herrschaft von Bina ist Geben über dem Verstand, über allem. Das wird "Glaube über dem Verstand" genannt. Die Eigenschaft von Bina, das Geben, wird "Glaube" genannt.
Von hier sehen wir, wie Zimzum Bet, also die Verbindung von Malchut und Bina, Seir Anpin als Vertreter von Malchut zur Verbindung mit dem Schöpfer bringt. Seir Anpin ist jener Teil von Malchut, der bereit ist, sich mit Bina zu verbinden. Bina ist der Schöpfer und der Teil in Seir Anpin, der sich mit dem Schöpfer verbinden will, ist das Geschöpf. Die Verbindung zwischen ihnen durch das MaN ist der Verbindungspunkt zwischen dem Geschöpf und dem Schöpfer.
Zimzum Bet, der Malchut und Bina verbindet, das Zerbrechen und die Korrekturen, bauen das Geschöpf auf, dem Schöpfer ähnlich zu sein.
Zusammenfassend: Das MaN oder das MaD, das wir empfangen, oder die Bchina Daat, die in Aba we Ima aufgebaut wird, ist das Zentrum von allem: von der Arbeit, von der Anstrengung, von der Verbindung und von der Dwekut.
Abschnitt 98
"Nun kannst du die Sefira Daat verstehen, die in der Welt Nekudim eingesetzt wurde. In allen Parzufim von AK bis zu Nekudim gibt es lediglich Zehn Sefirot KaCHaB SoN. Doch in der Welt Nekudim beginnend gibt es die Sefira Daat, die wir als KaCHBaD SoN betrachten.
Die Sache ist, dass es in den Parzufim von AK kein Erheben von MaN gab, sondern lediglich den Aufstieg des Massach zu Pe de Rosh (Punkt 79). Auch solltest du wissen, dass sich die Sefira Daat aus dem Erheben von MaN von SoN zu AwI erstreckt, denn es wurde bereits erklärt, dass SoN, welche dorthin als MaN zu Chochma und Bina aufstiegen, dort –auch nach ihrem Austritt zur Rückkehr an ihren Platz nach unten – verblieben, um den Siwug von Aba we Ima Panim be Panim zu ermöglichen und zu realisieren. Diese in AwI verbleibenden SoN heißen „Sefira Daat“. Somit verfügen nun CHuB (Chochma und Bina) über die Sefira Daat, die ihnen die Verwirklichung und Ausführung eines Siwug Panim be Panim ermöglicht. Dies sind die SoN, die dort als MaN aufstiegen und dort auch nach dem Austritt von SoN auf deren Platz blieben.
Daher bezeichnen wir von nun an die Zehn Sefirot mit den Namen KaCHBaD SoN. In den Parzufim von AK jedoch – vor der Welt Nekudim, noch vor dem Erheben von MaN – gab es keine Sefira Daat. Wisse auch, dass die Sefira Daat stets als „fünf Chassadim und fünf Gwurot“ bezeichnet wird, da der dort verbliebene SA als fünf Chassadim betrachtet wird und die dort verbliebene Nukwa als fünf Gwurot gilt."
Die Verbindung zwischen dem Unteren und dem Höheren, zwischen Seir Anpin und Bina, zwischen dem Geschöpf und dem Schöpfer, wird Sefira Daat genannt. Woraus besteht diese Verbindung?
In allen Parzufim von AK bis zu Nekudim setzt sich der Abstieg von oben nach unten ohne jede Forderung seitens des Unteren fort. Es gibt noch keinen Unteren, noch keine Mängel, keinen Willen zur Anhaftung. Es ist nur ein System. Zwar gibt es auch in Nekudim noch keinen endgültigen Willen, einen Willen, der vom Schöpfer abgeschnitten ist, es hat noch kein Zerbrechen stattgefunden, und dennoch erscheint in der Welt Nekudim zum ersten Mal ein Wille als Verbindung zweier Gegensätze.
Das MaN, das zu Chochma und Bina aufsteigt, paart Chochma und Bina, für SoN zu arbeiten. Mit anderen Worten: Seir Anpin verpflichtet Aba we Ima, ihn zu bauen. Er verbindet zwischen ihnen. Das Maß der Verbindung, das Seir Anpin in Aba we Ima einlädt, wird Sefira Daat genannt. Die Sefira Daat schließt in sich Kräfte von Aba und Kräfte von Ima ein, die entsprechend fünf Chassadim und fünf Gwurot genannt werden.
Die Sefira Daat ist das ganze Wesen von Seir Anpin, das gebaut werden wird. Sie ist eine Folge vom Unteren. Der Untere ist es, der das MaN erhob und forderte. Er formte das MaN. Alles, was der Höhere tut, ist eine Folge vom Unteren, auch wenn er es nach seinem Verständnis, seiner Stufe und den Kräften in ihm tut. Der Untere ist es, der die Verbindung zwischen den Kelim des Empfangens und den Kelim des Gebens in sich fand, sodass sie in "empfangen um zu geben" arbeiten. Wie geschrieben steht: "Ich habe mich angestrengt und gefunden" (Megilla 6b). Aus der Anstrengung gelangt der Untere schließlich zu einem Zustand, in dem der Höhere ihm antwortet. Diese Reaktion, die Antwort des Höheren an ihn, wird Finden genannt.
Frage: Was sind die drei Zustände: "Achor be Achor", "Panim be Achor" und "Panim be Panim"?
Es gibt einen weiteren Zustand, "Achor be Panim". Die vier Zustände: "Achor be Achor", "Panim be Achor", "Achor be Panim" und "Panim be Panim" sind die Zustände, in denen Aba we Ima zueinander sein können. Der Zustand, der für uns vor allem wichtig ist, ist der Zustand, in dem der Untere Aba we Ima Panim be Panim stellt. Alle anderen Zustände, "Achor be Achor", "Panim be Achor" und "Achor be Panim", sind die Zustände, in denen Aba we Ima sich in Vorbereitung gegenüber dem Unteren befinden. In gewissem Maße sind auch sie wichtig, denn sie beeinflussen uns indirekt, aber das Wichtigste für uns von allem ist der Zustand "Panim be Panim", wenn wir Aba we Ima verpflichten, in den Siwug einzutreten, der Sefira Daat genannt wird.
Alles andere sind Systeme von oben. So ist zum Beispiel Jessod von Atik, der sich in Arich Anpin einkleidet und durch Aba we Ima an SoN gibt. Seir Anpin empfängt von Jessod von Atik durch das ganze höhere System. Das höhere System kennen wir nicht. Baal HaSulam erklärt es uns, damit wir verstehen, wer uns erweckt. Aber das Wichtigste für uns ist, das MaN aus den Mängeln, der Dunkelheit und den Verwirrungen zu klären.
Man darf die Mängel nicht verachten und man darf die Awiut nicht löschen, sondern gerade aus ihnen, in der richtigen Arbeit mit ihnen, immer wieder das MaN klären. So, im Maß, wie Aba we Ima bereit sind und darauf warten sich zu paaren, stellt der Untere sie Panim be Panim. Sie sind zum Siwug bereit, im Maß, wie der Untere voranschreiten muss. Dem Unteren obliegt es, seinen fortgeschritteneren Zustand zu finden.
Es mag sein, dass die Dinge einfach und oberflächlich klingen. Nur aus innerer Arbeit klärt sich, dass gerade an diesem Punkt die ganze Arbeit des Unteren liegt. Hier tritt die Sache der Gruppe ein, der Bücher und der Mängel, die man zusammen sammeln muss, um aus ihnen eine Gestalt von "mehr Geben" zu bauen, wie wir es uns vorstellen. Letztendlich müssen wir die ganze Führung rechtfertigen, wie wir sie in unserem Zustand fühlen, dass sie von Seiten des Höheren ganz gut ist.
Wann tun wir das? Wenn wir fähig sind, uns über unsere Verlangen zu erheben und mit Sicherheit festzustellen, dass alles, was in uns ist, die beste Vorbereitung ist, um zur Dwekut zu gelangen. Dann rechtfertigen wir unseren Zustand und verstehen, dass der Höhere sich verhüllt, um uns eine Gelegenheit zu geben, selbst einen fortgeschritteneren Zustand zu entdecken. Dann bitten wir den Höheren, ihn zu verwirklichen. Das wird MaN genannt.
Abschnitt 100
"Wir sollten das im Buch der Schöpfung Geschriebene hinterfragen: dass die Zehn Sefirot „zehn und nicht neun sind, zehn und nicht elf“. Es wurde gesagt, dass die Sefira Daat in der Welt Nekudim initiiert wurde; somit gibt es elf Sefirot KaCHBaD SoN."
Warum sprechen wir von der Welt Nekudim an von elf Sefirot KaCHBaD SoN? Es steht doch geschrieben "zehn und nicht neun, zehn und nicht elf". Was ist diese zusätzliche Sefira? Baut das Licht, das vom Schöpfer zum Geschöpf kommt und in ihm Kelim baut, jetzt in ihm zusätzliche Mängel?
Zimzum Alef, Zimzum Bet und alles, was sich in der Verkettung von oben nach unten entwickelte und entstand, entstand nach der Verbindung zwischen Keter und Malchut, als Ergebnis des Erscheinens der Eigenschaften des Schöpfers, der ersten neun, gegenüber dem Geschöpf, der Malchut ist. Da dem so ist, und da jede Sefira eine neue Eigenschaft ist, durch die der Schöpfer sich dem Geschöpf enthüllt und ihm zeigt, wer er ist, stellt sich die Frage, wie können zusätzliche Eigenschaften möglich sein? Ist die Sefira Daat eine neue Eigenschaft? Wurde die Verpflichtung aufgehoben, nach Malchut von Zimzum Alef zu arbeiten? Ist Malchut von Ejn Sof schon nicht mehr das Wichtigste? Malchut von Ejn Sof wurde doch von den ersten neun Sefirot gebaut, und jetzt gibt es zehn erste Sefirot und Malchut ist die elfte. Ist das eine andere Malchut, ein anderes Geschöpf? Gibt es eine Änderung in HaWaYaH?
Das ist eine wesentliche, grundlegende Frage, denn mit dem Erscheinen der Sefira Daat scheint es, als hätte sich das System völlig geändert. Ändert die Verbindung zwischen Malchut und Bina, die in Zimzum Bet gemacht wurde, die Geschöpfe völlig? Gelangen wir als Ergebnis von Zimzum Bet zu anderen Korrekturen als den Korrekturen, zu denen wir gelangen würden, wenn der Prozess direkt nach der Verbindung zwischen Keter und Malchut voranschreiten würde? Die Sache ist so komplex, dass sogar die Frage selbst schwer zu formulieren und zu erklären ist.
Wenn wir über elf Sefirot sprechen, über Malchut als Sefira Nummer elf, dann ist das eine völlig andere Malchut als Malchut Nummer zehn. Stellt euch vor, welche Malchut herauskäme, wenn es statt vier Bchinot von Or Yashar und Malchut als fünfte zusätzliche Bchinot gäbe. Es wäre eine völlig andere Malchut als die Malchut, über die wir lernen. Ich weiß nicht genau welche, aber völlig anders. Und wenn wir nach Zimzum Bet eine andere Malchut korrigieren, ist das nicht dieselbe Korrektur, die an Malchut in Zimzum Alef gemacht wird.
Letztendlich ist die Frage, ob die Verbindung zwischen Chochma und Bina in Zimzum Bet nicht genau in dieselbe Richtung geht wie die Korrektur von Malchut von Zimzum Alef? Und vielleicht ist die Korrektur in derselben Richtung und in denselben Schritten zum Ziel, aber in einem bestimmten Teil von Malchut, teilweise, und nicht, Gott bewahre, in einer anderen Malchut?
Frage: Wie kann es eine zusätzliche Sefira geben, wenn es keine Änderung im Licht gibt?
Das ist auch eine Frage.
Frage: Ich verstehe nicht, was unsere Verbindung zur Frage ist. Was macht es aus, ob wir über die Korrektur von Malchut von Zimzum Bet oder über die Korrektur von Malchut von Zimzum Alef sprechen?
Nehmen wir an, du wolltest ein Auto kaufen und statt des Autos hast du einen Wagen mit Pferden gekauft. Es kann sein, dass das Auto und der Wagen für dich dasselbe sind, und es kann sein, dass nicht. Es kann sein, dass du mit dem Auto zum Ziel gelangst und mit dem Pferdewagen nicht – nicht auf dem richtigen Weg und nicht zum selben Ziel, auch wenn sie in etwas ähnlich sind.
Die Antwort darauf kennen wir nicht. Wir befinden uns in einer anderen Arbeitsfurche als Zimzum Alef. Zimzum Alef bedeutet Mangel-Massach-Licht und Siwug de Hakaa zwischen ihnen. In Zimzum Bet müssen wir einen Mangel zum Höheren erheben, von ihm Kräfte empfangen und uns selbst aus diesen Kräften zusammensetzen, aus Chochma und Bina, aus Chassadim und Gwurot, einen besonderen Parzuf aus Bina und Malchut zusammensetzen.
Aber das Ziel ist, Malchut zu korrigieren. Wenn sie uns nur Kräfte geben würden, würden wir mit Malchut selbst arbeiten und sie korrigieren. Nein! Wir müssen Malchut zu Bina erheben, sie in Bina einschließen, dass sie wie Bina sei und nicht wie Malchut; und ihr Wesentliches, das Lew haEwen, unten lassen.
Was bleibt von einem Geschöpf, das auf diese Weise arbeitet? Was wird aus den Mängeln geboren, die das Geschöpf zu Chochma und Bina erhebt mit der Bitte, ihn zu gebären? Wird dasselbe Geschöpf geboren, das in Zimzum Alef war? Nein, es fehlt ihm das Lew haEwen, es fehlt ihm die wahre Größe, es hat nur Einschließung. Scheinbar scheint es, als bliebe keine Spur vom Geschöpf von Zimzum Alef. Man nimmt von ihm ein bisschen "Schmutz" und damit arbeitet man.
Wenn dem so ist, ist die Frage, die wir stellen, eine wesentliche Frage. Wir fragen nicht nach der Sefira Daat. Wir fragen, ob wir in der Arbeit an Zimzum Bet nicht die Natur verlassen haben, die wir korrigieren sollen.
Frage: Ist der Streit zwischen Zimzum Bet und Zimzum Alef in etwas identisch mit dem Streit zwischen der Korrektur der Schöpfung und dem Ziel der Schöpfung?
Nein. Die Korrektur der Schöpfung ist, dem Schöpfer ähnlich zu werden. Das Ziel der Schöpfung ist die Dwekut, die man aus der Anpassung an den Schöpfer erlangt. Das Thema, mit dem wir uns beschäftigen, ist anders: Es scheint, als könnte man von Bina Kräfte empfangen und mit Malchut arbeiten, aber es stellt sich heraus, dass diese Arbeit unmöglich ist.
Aus dem Zerbrechen wird ein neuer Mangel geboren. Die Sefira Daat enthüllt sich zum ersten Mal in der Welt Nekudim. Wir arbeiten mit ihr danach, beim Erheben von MaN vom Zerbrechen. Die Frage ist, ob die Mängel, die sich vom Zerbrechen enthüllen, letztendlich die Malchut von Zimzum Alef korrigieren, die im Zerbrechen verwurzelt ist. Ob wir in der Korrektur dieser Mängel den Willen des Schöpfers erfüllen und uns ihm angleichen. Womit wird der neue Mangel, den wir im Zerbrechen erlangen, auf dem Lew haEwen gebaut? Das Lew haEwen ist doch das Wesentliche, und wir, in der Arbeit am Mangel vom Zerbrechen, verlassen gerade das Lew haEwen und arbeiten in der Einschließung.
Wir werden das in den nächsten Lektionen weiter klären. Das ist ein ziemlich komplexes Thema, sozusagen philosophisch.
Frage: Kann man sagen, dass die Frage ist, wie Malchut korrigiert wird, wenn wir nach Zimzum Bet sie nicht direkt korrigieren?
Ja, einfach gesagt ist das die Frage. Es wird hier doch etwas Neues gemacht, eine neue Sefira, Einschließung. Wir verlassen die Arbeit mit dem Lew haEwen. Die Frage ist, ob wir zum selben Ziel gehen? Das Wichtigste ist, zum selben Ziel zu gehen, auch wenn mit anderen Kelim. Du hast einen Wagen statt eines Autos gekauft, nicht schlimm. Was wichtig ist, ist ob wir richtig zum Ziel voranschreiten, ob das möglich ist?