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Morgen-Transkription 11.02.2003
Buch „Schriften des Rabash", Band 1, „Was bedeutet in der Arbeit: ‚Israel, die ins Exil gingen – die Shechina ist mit ihnen'"
Rav: Ein Artikel aus „Stufen der Leiter", Band 5, von der Mitte des Artikels, der „Israel, die ins Exil gingen – die Shechina ist mit ihnen" heißt, ab Seite 172 und weiter, bis zum Ende des Artikels.
Von Seiten des Schöpfers, von oben, wurden nur vier Bchinot des Or Yashar erschaffen, und Malchut von Ejn Sof, die sich selbst als Geschöpf empfindet. Und sie befindet sich in Vollkommenheit, wie es in den Pirke de Rabbi Elieser geschrieben steht – obwohl sie Malchut von Ejn Sof ist, Wille zu empfangen, und sie sich innerhalb ihres Willens füllt, eine Füllung empfängt, aber es gibt dort „Er und Sein Name sind eins", notwendigerweise, aus der Kraft des Schöpfers, von oben, aus dem Grund des Höheren, der über das Kli herrscht. Und Malchut stimmt dem nicht zu; sie will, dass die Vollkommenheit auch von ihrer Seite erscheine, so wie geschrieben steht: die Vollkommenheit Seiner Handlungen, Seiner Namen und Seiner Bezeichnungen ans Licht zu bringen. Und dann wird das Gesamtgefühl gegenüber dem, was mit ihr geschieht, Scham genannt.
Diese Scham verstehen wir nicht, sondern nur große, hohe Seelen können verstehen, was Scham ist, so schreibt Baal HaSulam in der „Inneren Betrachtung", Teil 1, TES. Und um ihr Verhältnis zum Schöpfer zur Vollkommenheit, zur Dwekut, zur Verbindung mit Ihm zu korrigieren, vollzieht Malchut den gesamten Prozess von Zimzum Alef bis zum Gmar haTikun. Und in diesem Prozess gibt es einige notwendige Stufen. Zuallererst sich selbst in einen Zustand zu bringen, in dem Malchut Geschöpf heißt, das in eigener Zuständigkeit steht. Sodass es tatsächlich seinen Willen frei bestimmen und das aufbauen kann, was in Ejn Sof fehlte – jene Unterscheidung, auf die hin die Einschränkung gemacht wurde – diese also von ihrer eigenen Seite zu vervollständigen.
Zu diesem Zweck entfernt sich Malchut vom Schöpfer, nach fünf Verbergungen – so werden die Welten genannt – und erreicht einen Zustand, in dem die niedrigste Stufe, die am weitesten vom Schöpfer entfernte, „diese Welt" heißt. Das ist der niedrigste Zustand der Malchut. Es gibt keinen schlechteren Zustand. Und in diesem Zustand teilt sie sich in Äußerlichkeit und Innerlichkeit. Äußerlichkeit – das heißt die Verlangen dieser Welt, und in diesen Verlangen wird das Bild dieser Welt empfunden, das, was wir fühlen.
Und die Innerlichkeit wird Punkt im Herzen genannt, ein göttlicher Anteil von oben, ein Teil der zerbrochenen Kelim, des Massach, der Bina, die in die Malchut gefallen ist. Dadurch, dass man die Bina entwickelt, die in die Malchut gefallen ist, kann man danach die gesamte Malchut korrigieren. Und es gibt ein Verhältnis zwischen Äußerlichkeit und Innerlichkeit: gerade weil das innere Kli in Verborgenheit ist, in ihm kein Schöpfer, keine Füllung empfunden wird – der Mensch fühlt von vornherein überhaupt nicht, dass er einen Punkt im Herzen hat, einen Anteil der Bina – befindet er sich nur unter der Herrschaft seiner Verlangen auf der Stufe dieser Welt.
Und durch allerlei Leiden, Druck, durch alle Handlungen und Ereignisse, die dem Menschen zustoßen, beginnt der Mensch empfindlicher für den Punkt im Herzen zu werden, und dieser beginnt sich zu entwickeln. Und man bringt den Menschen zu einer Wahl, die Entwicklung des Punktes im Herzen vorzuziehen, gegenüber der äußeren Entwicklung durch die Verlangen auf der Ebene dieser Welt – dem, von dem wir sagen, sein Herz verlangt danach. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Dingen bestimmt eigentlich der Mensch. Das heißt, der Mensch hat hier, in diesem Zustand, eine Fähigkeit, wo er einen Punkt im Herzen hat und ein Herz hat, und gegenüber dem Punkt im Herzen ist die Füllung des Schöpfers in Verborgenheit, in doppelter Verhüllung oder einfacher Verhüllung.
Dennoch, gerade in dieser Zeit, in diesem Zustand, kann der Mensch seine Wahl treffen, dass er sich trotz der Verhüllung auf dem Weg stärkt, den Punkt im Herzen zu entwickeln. Das erklärt uns Baal HaSulam in der „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot" oder im „Buch Kabbala für Anfänger" in der „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot", auf Seite 175.
In Abschnitt 53 – es ist nicht wichtig, wo sich die Einführung in TES befindet – schreibt er: „Und man muss wissen, dass die ganze Angelegenheit der Arbeit, die in der Einhaltung der Tora und der Mizwot praktiziert wird, auf dem Weg der Wahl, hauptsächlich in den zwei genannten Aspekten der verborgenen Lenkung praktiziert wird." Das heißt, in der doppelten Verhüllung und der einfachen Verhüllung. „Und über jene Zeit sagt man: ‚Ben He He: Entsprechend der Anstrengung ist die Belohnung' (Awot, Ende Kap. 5)." Das heißt, entsprechend dem Leid die Bezahlung. Das heißt, insoweit der Mensch sich dem Leid aussetzt, entgegen den Füllungen, die ihm lohnenswert erscheinen, ihnen nachzugehen, sich stattdessen stärkt und das wählt, was der Schöpfer ihm anbietet zu gehen, gemäß der Entwicklung des Punktes im Herzen – darin hat er die Möglichkeit voranzukommen.
„Weil Seine Lenkung, gesegnet sei Er, nicht offenbart ist" – und das ist mit Absicht, um dem Menschen eine Wahl zu ermöglichen – „und es unmöglich ist, Ihn, gesegnet sei Er, zu sehen, außer in der Verborgenheit des Angesichts" – das heißt, nur durch die innere Anstrengung, sich die Größe des Schöpfers auszumalen, was sicher nicht wahr ist, sondern nur vom Menschen als seine eigene Anstrengung kommt – „das heißt nur von hinten, ähnlich einem Menschen, der seinen Freund von hinten sieht, wobei er zweifeln und denken könnte, vielleicht ist es ein anderer." Aber er strengt sich an und denkt: Nein, das ist der Schöpfer. „Und auf diesem Weg befindet sich die Wahl immer in der Hand des Menschen – ob er Seinen Willen, gesegnet sei Er, erfüllt" – das heißt, zum Ziel der Schöpfung voranzuschreiten, sich zu stärken und dem „Es gibt nichts außer Ihm" zu folgen, in allen Handlungen in der ganzen Welt nur Handlungen des Schöpfers aufzudecken – „oder, Gott behüte, gegen Seinen Willen zu handeln." Und nach dem zu arbeiten, was das Herz des Menschen verlangt.
Und so, nach und nach, wenn der Mensch auf diese Ratschläge hört, erhebt er den Punkt im Herzen – der Bchina Israel genannt wird – über alle restlichen Verlangen im Herzen, die Völker der Welt genannt werden. Und dementsprechend geschieht es in dieser Welt, in seiner äußeren Umgebung, so wie Baal HaSulam am Ende der „Einführung in das Buch Sohar" schreibt: Wenn wir uns mit der Innerlichkeit der Tora befassen, ordnen wir uns dadurch so, dass die Spiritualität mehr ist und über die Körperlichkeit herrscht – in jedem Einzelnen herrscht der Punkt im Herzen über das gesamte Herz, die egoistischen, animalischen Verlangen.
Und so, in den Kreisen um uns herum, verändert und verbessert sich der Zustand in der ganzen Welt, dass alles, was mehr zur Spiritualität gehört, innerlicher, sich erhebt und über jene herrscht, die weiter entfernt, gröber gegenüber der Spiritualität sind. Und das bringt der Welt jene richtige Form der Herrschaft, der Struktur wie in der Spiritualität, dass alles, was höher ist, was größer in der Spiritualität ist, sich höher befindet. Und dadurch gelangt die Welt zur Korrektur, zum Frieden, zum Ziel. Alles hängt davon ab, dass wir die Bchina Israel, den Punkt im Herzen, gegenüber unseren restlichen Verlangen erheben. Die innere Arbeit bestimmt, was in der ganzen Welt geschieht und in der gesamten Wirklichkeit in allen Welten.
Das hängt genau vom Menschen ab, der sich hier befindet, auf der niedrigsten Stufe, und von der niedrigsten Stufe aus, weil er eine freie Wahl hat. Gerade bei ihm betont er, dass genau in diesen beiden Unterscheidungen – in der Lenkung der doppelten Verhüllung und der Lenkung der einfachen Verhüllung –, weil er sich in der Wahl befindet, er dadurch die Ordnung aller Teile der Schöpfung in allen Welten verändert, der untere Mensch. Und das ist auch deshalb, weil wir lernen, dass zwar die oberen Kelim sich zuerst offenbaren und die unteren Lichter sich zuerst offenbaren, aber die Anziehung geschieht gerade durch die unteren Kelim.
Insoweit ein unteres Kli MaN erhebt, bestimmt es gegenüber allen oberen Kelim, wie sie sich anordnen, wie sie sein MaN zu Ejn Sof bringen und im Gegenzug ihm das MaD bringen. Das heißt, ohne dass das unterste Kli die Korrektur beginnt, sich zur Korrektur erhebt und seinen Willen zur Kedusha bestimmt – ohne dies befindet sich die ganze Welt gerade in der umgekehrten Form: die Äußerlichkeit überwiegt die Innerlichkeit, die Völker der Welt überwiegen Israel, und die Zerstörung herrscht eigentlich über die Kedusha.
Gibt es Fragen? Ich bin bereit zuzuhören. Ja.
Schüler: Wie macht ein Mensch „aus Deinen Taten erkannten wir Dich"?
Rav: „Aus Deinen Taten erkannten wir Dich" macht der Mensch ganz einfach. Was heißt „aus Deinen Taten"? Aus den Taten des Schöpfers kann man Ihn erkennen, also muss man Seine Taten kennen. Wie erkenne ich Seine Taten? Dadurch, dass ich von vornherein beginne, selbst wenn ich mich in Dunkelheit befinde, mit all meiner Kraft zu versuchen zu sehen, dass das, was um mich herum geschieht, eine Tat des Schöpfers ist, es gibt nichts außer Ihm, und mich bemühe zu sehen, auch wenn Er verborgen ist in doppelter und einfacher Verhüllung, mich bemühe Ihn zu sehen, Ihn gleichsam aufzuspüren, Ihn zu erfassen, dass Er es ist, dass Er mir nicht entkommt, dass Er kein verborgener Gott sei.
Also, nach diesem Lauf, bei dem man Ihm nachläuft, Ihn will, daran arbeitet, an Seiner Wichtigkeit arbeitet, dass es sich lohnt, Ihn zu halten, Ihn zu erfassen, Seine Gegenwart in allem zu sehen, was mit mir und meiner Umgebung geschieht – nach den Anstrengungen genau in diese Richtung, dass ich laufe, um mich an Ihn zu heften, die ganze Zeit mit Ihm verbunden zu sein, die ganze Zeit den Gedanken nicht zu verlieren, und danach vielleicht sogar das Gefühl, dass Er es tut, dass Ich es bin – Er ist es, meine Gedanken – das ist Er, meine Taten – das ist Er, was von der Umgebung geschieht – Er ist es, was mir die Umgebung bringt – Er ist es.
Und ich bemühe mich, das zu tun, trotz aller Störungen, die mir sicherlich aus meinem Willen zu empfangen kommen. Wenn ich angesichts jeder einzelnen Störung mich stärke und die Verbindung mit dem Schöpfer ergreife, dann heißt das, dass ich die Störung korrigiere, und angesichts dieser Störung stärke ich die Verbindung mit Ihm noch mehr. Wenn ich auf diese Weise die ganze Zeit mich bemühe, zur Verbindung mit Ihm zu gelangen, heißt das, dass ich aus meiner Kraft die Verhüllung aufheben und zur Offenbarung gelangen will. Aber warum will ich zur Offenbarung gelangen? Ich will zur Offenbarung gelangen, weil ich Ihn als „Einen, Einzigen und Einzigartigen" sehen will, Seine Einzigartigkeit will ich offenbaren.
Warum will ich die Einzigartigkeit sehen, was kümmert es mich? Weil, wenn ich Seine Einzigartigkeit offenbare, ich will, dass dies über mich herrscht, dass dies alle Handlungen und alle Gedanken und mein ganzes Selbst bestimmt. Dass ich dann in offener Weise – wenn Er sich offenbart – die Kräfte haben werde, mich Ihm hinzugeben, mich als ein Punkt an Ihn zu heften, und dieser Punkt wird Ibur heißen, Ubar, im Zustand des Ibur. Wenn ich mich darin anstrenge, ist das eigentlich meine jetzige Arbeit. Und wenn ich mich darin anstrenge, beginne ich als Ergebnis meiner Anstrengungen zu lernen, was Er im Gegenzug mit mir macht, und ich sehe, mit welcher List Er sozusagen wirkt, um mich zu verwirren, aber darin lehrt Er.
Das ist wie wenn man ein Kleinkind lehrt, man verwirrt es hier und da, damit es klug wird, ja, damit es begreift, damit es Erfahrung sammelt, damit es weiser wird, stärker, aktiver, mehr, ja? So sehe ich, wie ich aus dem, was der Schöpfer mit mir tut – daraus erwerbe ich Weisheit, daraus erwerbe ich neue Kelim, daraus heißt es „aus Deinen Taten erkannten wir Dich" – ich beginne aus Seinen Handlungen an mir Ihn zu erkennen. Was heißt „Ihn"? Er macht mir allerlei Störungen, zeigt mir allerlei neue Verlangen gegen Ihn, ich korrigiere diese Verlangen dadurch, dass ich mich trotz dieser Verlangen dennoch an Ihn binde, und so empfange ich diese Verlangen, die Er mir als Störungen sendet, als meine Kelim, und in ihnen beginne ich Seine Handlungen zu offenbaren.
Was sind Seine Handlungen? Wie wir lernen, gibt es bei uns TaNTA – Taamim, Nekudot, Tagin und Otiot. Also beginne ich gerade umgekehrt sozusagen, von den Otiot das Licht zu offenbaren, ja? TaNTA sind Taamim, Nekudot, Tagin und Otiot. Also gelange ich von den Otiot zu den Tagin, und danach zu den Nekudot und danach zu den Taamim. Und Taamim sind schon Licht, die Einkleidung des Schöpfers in meine Kelim. Wie gelange ich dahin? Dadurch, dass ich Seine Störungen nehme und daraus mein Kli baue. Das ist es. So, in einfacher Weise.
Also heißt das „aus Deinen Taten erkannten wir Dich" – so gelange ich wirklich von den Störungen nach und nach zum Licht. Und darin gelange ich auch zur Dwekut und zur Verbindung mit Ihm und zu allem. Das heißt, alles geschieht in ein und derselben Handlung.
Schüler: Aber gelangt man zum Licht, oder sind es die ganze Zeit Kelim und noch Kelim und noch Kelim?
Rav: Man gelangt zur Empfindung des Kli, zum Gefühl im Kli – dass sich im Kli die Empfindung des Schöpfers befindet, und die Empfindung des Schöpfers im Kli heißt Licht. Wir reagieren auf etwas, das uns füllt. Was uns füllt, weiß ich nicht – das heißt Sein Wesen. Meine Reaktion auf das, was mich füllt, das heißt Licht.
Sagen wir, ich nehme jetzt – hier ist etwas im Glas, ja? Ich nehme es in mich hinein und beginne in meinem Innern zu klären, was das ist. Also sage ich: Das ist flüssig. Das ist heiß. Das ist sauer, süß, egal wie, ja? Also kläre ich das gemäß meinen Kelim. Jemand anderes kommt mit anderen Kelim und sagt, das ist nicht heiß, das ist kalt. Sagen wir, ich gebe dir Wasser, ich gebe dir eine Flüssigkeit in Zimmertemperatur, und er sagt, das ist Suppe – du sagst, das ist kalt. Es hängt davon ab, in Bezug worauf du prüfst, was du davon erwartest. Wenn es Tee ist, ist es kalt, und wenn du Cola oder etwas Kaltes trinken willst, dann ist es heiß.
Und außerdem: für dich ist es eine Flüssigkeit, für jemand anderen, wenn es andere Eigenschaften hätte, wäre es überhaupt nicht flüssig, es wäre etwas wie ein Festkörper, verstehst du? Das heißt, es geht bereits um die Reaktion unserer Kelim auf das, was uns füllt. Und unsere Kelim verändern sich ständig, und dementsprechend reagieren wir ständig auf andere Weise auf das, was uns füllt. Das heißt, die Heiligen Namen, die wir ständig erlangen, verändern sich, bis sie sich alle zu einem Namen verbinden, dem allgemeinen Yud-He-Waw-He, in dem sich alle Namen zusammen vereinen. Das ist der Zustand von Malchut von Ejn Sof, die zu ihrem Zustand zurückkehrt, das heißt, die ihren Zustand bereits in sich selbst von unten nach oben offenbart. Wenn dann alle Namen zusammengesammelt werden zu einem Namen: „Und es wird sein an jenem Tag – der Schöpfer ist Eins und Sein Name ist Eins", Licht und Kli werden eins sein.
Ja.
Schüler: Es wird hier über die Sache des Geistes der Narrheit gesprochen. Was ist der Geist der Narrheit?
Rav: „Geist der Narrheit" bedeutet, dass der Mensch nicht die Wichtigkeit des Schöpfers und die Wichtigkeit des Ziels an erste Stelle setzt, sondern jede andere Sache. Du sagst: „Leute, wir sind müde, lasst uns ein wenig davon abschalten. Lasst uns ein bisschen über Fußball reden." Das heißt Geist der Narrheit. Nun, dieser Geist der Narrheit kann von oben kommen, und er kann sozusagen von dir eingeladen werden. Auch wenn er von dir eingeladen wird, ist auch das von oben, das ist in einer Form, in einer Verkleidung, auf andere Weise. Aber wenn man ihn fassen kann, so früh wie möglich – und dabei kann die Gemeinschaft helfen, ihn so früh wie möglich zu fassen – dann zu orten, woher er kommt, wer ihn mir geschickt hat, wofür er ihn mir geschickt hat, was ich mittels ihm tun muss.
Wenn du jede Sache mit der Wurzel zu verbinden beginnst, siehst du darin den Nutzen, wie soll man sagen, die Wirksamkeit, den Nutzen davon. Und dann betrachtest du keine Sache so, als hätte sie keinen Platz in der Welt, als gäbe es für sie keinen Bedarf. Im Gegenteil, du sagst: „Die ganze Welt ist es mir wert" – die ganze Welt ist für mich gebaut.
Ja. Nu nu?
Schüler: Manchmal aber muss ich auch mit den Freunden über Fußball reden.
Rav: Manchmal musst du mit den Freunden über Fußball reden, und Rav Baruch schreibt darüber, dass gerade wenn ihr ein brennendes Herz für die Arbeit des Schöpfers habt, es sich lohnt, über Fußball zu reden und innerlich an die Arbeit des Schöpfers zu denken, weil du dann die Äußerlichkeit mit der Innerlichkeit verbindest. Die Äußerlichkeit, die der Schöpfer euch gibt, euch diese Torheiten in den Kopf bringt, ja? Äußerlich als Abdeckung für das, was sich innen abspielt.
Das ist gerade dann, was im Herzen ist – es brennt noch mehr auf Kosten dieses Brennstoffs, auf Kosten dieser Äußerlichkeit, die verbrannt wird – die Gedanken an Fußball. Das ist so, als ob du noch Holz zum Feuer hinzufügst. Die Körperlichkeit, in der nichts ist, aber die beginnt mit dem Licht, mit dem Feuer aufzusteigen. Aber wenn das innerlich verbunden ist und ihr ein sehr starkes Herz haltet, im Gedanken, im inneren Gefühl an Spiritualität, und äußerlich über Dinge sprecht… Worüber müssen wir äußerlich sprechen? Über die Fabrikarbeit, über die Verbreitung, über allerlei solche Dinge.
Das ist mit unserer Innerlichkeit verbunden, also werden wir nicht zu weit weglaufen, und dann wird auch unsere Äußerlichkeit zur Innerlichkeit – sie hat eine besondere Kraft, sie hat bereits ein Ziel und eine spirituelle Ausführung, einerseits. Andererseits verbergen wir den Punkt im Herzen vor allen. Das ist sehr wünschenswert. So wie ich hier gesagt habe, dass ihr mir hier über die Größe des Schöpfers schreibt – jemand hat es sogar sehr schön ausgedruckt. Nicht so wie Shubovitz geschrieben hat, was ich nicht lesen kann – das ist überhaupt, das ist, so eine Vogelschrift, ja.
Also, so wie ich hier gebeten habe, du schreibst, wie du es äußerlich gegenüber der Welt sagst. So, nicht aus deinem Herzen heraus, wie du die anderen Menschen erweckst. „Nein, ich, ich" – ohne „ich". Ich habe sogar ein Beispiel gegeben, dass jemand eine Grabrede hält: „Unser Freund, der zwanzig Jahre, vierzig Jahre mit uns gearbeitet hat, war Mitglied der Gewerkschaft, liebte die Familie, Frau und Kinder" – du weißt, so musst du reden. Innerlich brennt das Herz, sucht, ob es vielleicht etwas gegenüber dem Schöpfer gibt, aber von außen – so.
Und du wirst zu einem Zustand gelangen, in dem du innerlich wirklich ein solches Brennen hast, wirklich so eine große Flamme zur Göttlichkeit, und von außen wird man sehen, dass du arbeitest, dass du von Freunden gehalten wirst, dass du ihnen hilfst, aber ohne diese Worte auszusprechen. Das alles muss – das wird nur durch deine äußere Ausführung spürbar sein. Und dadurch wird es eine Verbindung mit den Freunden der Gruppe geben. Und dann, durch die äußere Verbindung, werden sich diese Punkte verbinden, und das wird ein gewaltiges Kli sein, das sicherlich eine Veränderung in der Welt bewirken wird. Überhaupt die ganze Schöpfung – wir wissen nicht, was mit uns gemacht wird.
Ja.
Schüler: Gibt es eine Kraft, die helfen kann, über die Gedanken zu herrschen?
Rav: Gibt es eine Kraft, die helfen kann, über die Gedanken zu herrschen? Sicher. Abgesehen von unseren Gedanken und unseren Verlangen, die auf natürliche Weise zu uns kommen und zum Herzen gehören, haben wir noch Gedanken und Verlangen, die zum Punkt im Herzen gehören. Wenn es das nicht gibt, dann gibt es dem Menschen nichts zu sagen. Es gibt dem Menschen nichts zu sagen. Wenn es das gibt, muss man ihm helfen, es zu entwickeln. Das geschieht durch die Gemeinschaft – in ihm ein Verhältnis gegenüber anderen zu erwecken. Dann beginnt dieser Unterschied zwischen Herz und Punkt im Herzen, und Verstand neben dem Herzen und Verstand neben dem Punkt im Herzen, in der Kollision miteinander sich zu entwickeln.
Entwicklung geschieht nur aus Widersprüchen. Wenn der Mensch sein Verhältnis zu anderen nicht aktiviert, entdeckt er die Kluft zwischen Punkt im Herzen und Herz nicht. Fang an zu versuchen, jemanden zu lieben – du willst sofort davon weglaufen, du hast den Mangel bereits entdeckt. Nun, ob dieser Mangel wirklich ein Mangel wird? Das hängt von der Größe des Ziels ab. Wenn jetzt das Ziel größer ist als die Entdeckung des Mangels… Ich wollte, ich dachte, dass ich Parvus liebe, schau ihn dir an. Nun, ich habe wirklich versucht, mich auf ihn zu beziehen, dass ich ihn liebe, was er will, was er denkt, ein wenig mich mit ihm zu verbinden. Ich sehe, dass ich nicht fähig bin, ich erfahre von ihm Abstoßung.
Wenn ich die Abstoßung messen würde, sagen wir zehn Kilo werde ich von ihm abgestoßen. So wie in der Physik messen wir Kraft in Kilogramm – werde ich von ihm mit zehn Kilo abgestoßen. Um mich jetzt mit ihm zu verbinden, brauche ich sagen wir elf Kilo. Ja? Mehr als zehn. Woher nehme ich diese elf Kilo? Es gibt an ihm nichts, das ich finde, das mir gefällt. Ja? Das war's. Und warum muss ich auf ihn verzichten, und all solche Dinge tun, ja? Also was tut man?
Also muss ich das Ziel vergrößern – wofür ich ihn brauche. Wenn das Ziel elf Kilo wichtig sein wird, dann werde ich mich mit ihm verbinden. Wenn weniger, werde ich mich nicht mit ihm verbinden. Wer kann mir die Wichtigkeit des Ziels liefern, elf Kilo, wenn das Ziel verborgen ist? Nur die Gruppe. Abgesehen von ihm – wenn er sagen würde, es lohnt sich für dich, dich mit mir zu verbinden, dann würde ich… Er will einfach, dass ich ihm diene. Richtig? Das ist klar. Also brauche ich noch ein paar Leute, die sagen: Weißt du was, er ist groß. Wer? Auch Parvus ist groß, aber auch der Schöpfer ist groß, ja? Es lohnt sich – wenn sie nur darüber sprechen, dass Parvus groß ist, dann gehst du dich mit ihm verbinden ohne jeden Bezug zum Schöpfer, dann ist das wie im Kibbuz, ja? Und wenn der Schöpfer groß ist, das ist schon um des Zieles willen, also braucht man die Gemeinschaft.
Ja.
Schüler: Wenn es ein brennendes Feuer in unserem Zustand gibt, kann es zwei Möglichkeiten geben, und ich schaffe es nicht, den Finger darauf zu legen, was den Unterschied zwischen den zwei Möglichkeiten ausmacht. Es kann derselbe Zustand sein, dass du wirklich zur Verzweiflung kommst, so wie Baal HaSulam darüber schreibt – dass du vor lauter Feuer, das du hast, und keiner Füllung, nur mehr willst. Es kann ein Zustand sein, in dem du sagst: Ich halte sozusagen den Schöpfer, es brennt in mir das Feuer, aber ich werde die ganze Zeit geschlagen, den Schalter runterfahren, nicht fähig, damit noch umzugehen. Den Schalter runterfahren, nur nicht denken. Was ist der Unterschied zwischen diesen beiden Zuständen? Das heißt, was dich innerlich sozusagen zwischen ihnen unterscheidet – ob man den Schalter runterfahren oder mehr wollen soll, was?
Rav: Du sagst richtig. Das ist aus Erfahrung, und das ist richtig. Dass man sich sehnt – das ist, was er auf Seite 70 in den Briefen schreibt, ja? Dass nachdem der Mensch der Shechina nachläuft und läuft und läuft und läuft, danach verzweifelt er, sieht, dass er sozusagen den Schöpfer will und der Schöpfer ihn nicht will. Also willst du mich nicht, dann bist du… Es wird ihm einfach bitter innerlich und er tritt sozusagen gegen die Sache. Dann sagt er: Wehe jener Scham und Schmach, dass er seine Arbeit nicht beendet und nicht glaubt, dass der Schöpfer ihm genau mit derselben Kraft nachläuft, wie er dem Schöpfer nachläuft. Dort stehen all diese Dinge, aber hier muss der Mensch die Gemeinschaft aufbauen – hier hilft nichts anderes. Er muss die ganze Zeit unter der Führung der Gemeinschaft stehen, sodass die Gemeinschaft ihm die Wichtigkeit des Ziels, die Wichtigkeit des Schöpfers liefert. Von sich selbst aus schnell aufzustehen und diesen Lauf zu erneuern – das ist sehr schwer.
Schüler: Aber was bringt ihn dazu, im Lauf zu fallen und nicht aus diesem Fallen zur Verzweiflung zu gelangen, von der er im wahren Gebet spricht?
Rav: Was bringt ihn dazu zu fallen und dennoch nicht zur Verzweiflung zu gelangen? Die Wichtigkeit des Ziels. Ich falle – wiederum, ich falle, weil ich in meine Kelim schaue und sehe, dass ich nicht fähig bin, hinzugelangen, ich verzweifle an meinen Kräften, aber ich verzweifle nicht am Schöpfer, dass Er groß ist. Es gibt hier zwei Parameter.
Schüler: Aber auch im Gebet verzweifelst du an deinen Kräften und wendest dich an den Schöpfer, weil Er groß ist. Also gibt es zwei Zustände: Entweder trittst du dagegen, oder du betest.
Rav: Nein, nein, nein. Im wirklichen Gebet, wenn ich an meinen Kräften verzweifle und mich an den Schöpfer wende – ich kann mich nicht an den Schöpfer wenden, wenn ich an meinen Kräften verzweifle. Als Ergebnis dessen, dass ich an meinen Kräften verzweifle, will ich mich an Ihn heften.
Ein Gebet kann nicht sein, wenn ich nicht in den Höheren eintrete und mich dort befinde. Wenn ich einfach an Ihm verzweifle, dann entferne ich mich von Ihm. Ich muss diese Verzweiflung nach oben erheben. Das heißt, von meinen Kräften – fertig. Ich bin völlig, völlig verzweifelt, nicht fähig, und als Ergebnis davon weiß ich, dass nur Er helfen kann, und dann bin ich an Ihn geheftet. Andernfalls wird es kein Gebet geben. Gebet kommt daher, dass ich verzweifelt bin – verzweifelt. Du bist groß und ich bin verzweifelt – nun also, wir sind, Du bist dort und ich bin hier.
Schüler: Aber was bedeutet das in der Arbeit? Wie ist in der Arbeit der Unterschied zwischen beten und dagegen treten? Denn beides kommt im selben Zustand, sozusagen beides ist derselbe Zustand, aber in der Arbeit – wie unterscheide ich das Gebet vom Dagegen-Treten? Ich schaffe es nicht, das zu verstehen.
Rav: Wenn, dann, oder. In Ordnung, noch einmal. Das Problem ist, dass es hier zwei Gefühle gibt: Größe des Schöpfers und Verzweiflung an den eigenen Kräften.
Schüler: In beiden Zuständen.
Rav: Nein, nein, nein – diese zwei Dinge müssen in mir sein. Wie kann es sein, dass sie gleichzeitig in mir sind, ja, fragst du?
Schüler: Mehr als das, ich frage: In beiden Zuständen – sowohl beim Dagegen-Treten als auch beim Gebet – ist es der Zustand, den Sie jetzt beschreiben.
Rav: Nu?
Schüler: Also was ist der Unterschied zwischen ihnen?
Rav: Also werde ich dir sagen, was der Unterschied zwischen ihnen ist. Der Unterschied zwischen ihnen liegt in ihrem Ursprung. Ich verzweifle an meinen Anstrengungen und an meinen Kräften. Die Größe des Schöpfers liefert mir die Gemeinschaft – das ist eine völlig fremde Kraft, die nicht von mir abhängt, sie zündet mir die Laterne an. Also von mir selbst verzweifle ich, gleichzeitig gibt es sozusagen keinen Zusammenhang von diesem Malchut-Punkt, sagen wir, von dem Punkt der Malchut, in dem ich in Verzweiflung bin und nichts habe und nichts sein kann und so weiter – zum Punkt seiner Größe, zum Punkt des Keter, gibt es keinen Zusammenhang. Die Gemeinschaft muss mir diese Größe liefern. Es ergibt sich also, dass ich zwei Enden habe.
Ich allein kann nicht. Du hast recht. Wenn es keine Gemeinschaft gibt, werde ich die Größe des Schöpfers nicht haben. Von mir selbst bin ich nicht fähig, weil ich von mir selbst die ganze Zeit verzweifle, und der Wille zu empfangen arbeitet so, dass wenn ich verzweifle, ich über das Ziel sage: Es lohnt sich für mich nicht, es ist auch nichts wert. Um nicht zu leiden. Immer werde ich mir so sagen, und ich werde es vergessen.
Wir sehen viele Menschen, die sagen: Was, das ist für uns? Kannst du das erreichen? Stimmt, dass es groß ist, aber schau, was für Kräfte du hast. Das heißt, sie haben sich nicht mit einer Gemeinschaft ausgestattet, die ihnen die Größe des Ziels liefert. Sie dachten, dass sie von selbst, aus sich heraus die Größe des Ziels entwickeln können, und das wird nicht geschehen. Weil sie von ihrer Seite nur mehr und mehr die Nichtigkeit ihrer Kraft entdecken können.
Verstehst du? Wir brauchen die Gemeinschaft, weil dieses Datum – die Größe des Schöpfers – wir nicht aus uns selbst entwickeln können, wir können nicht.
Schüler: Das heißt, dass meine Nichtigkeit, die ich sozusagen in die Gemeinschaft einbringe – das ist, als würde ich sie in den Schöpfer einbringen, das bringt mich zum Gebet?
Rav: Also das Ergebnis – ein Gebet kann nur als Ergebnis von zwei Punkten sein, wenn ich sie habe: Verzweiflung an meinen Kräften und Größe des Ziels. Was tue ich also: Wenn die Größe des Ziels dennoch größer ist als die Verzweiflung, wenn die Anziehung zu Ihm elf Kilo beträgt und die Verzweiflung zehn Kilo, dann bringe ich den Punkt der Malchut in den Keter hinein, dann sage ich: Ich will mich an Dich heften, tu das für mich. Das heißt, Du wirst es tun, weil ich – das war's schon, ich habe keine Möglichkeit mehr, ich habe keine Kräfte.
Aber wenn ich verzweifle, verzweifle, verzweifle – man gibt mir Gelegenheiten, trotzdem Erweckungen von oben, aber ich selbst arbeite nicht daran, mir selbst die Größe des Ziels zu liefern – dann siehst du, dass die Menschen verzweifeln und gehen. Weißt du, wenn wir innerhalb einer Gemeinschaft die Wichtigkeit des Schöpfers vergrößern, werden sie alle kommen. Wenn sie fühlen, dass dieselbe Bitterkeit, die sie hier entwickelt haben, sie jetzt verwirklichen können – dieser Punkt, diese Bitterkeit, der Punkt im Herzen wird sie hierher zurückziehen. Hast du jemals im Mikroskop gesehen, wie sich dort allerlei Teile bewegen? So werden sie sich hierher bewegen, so bewegt sich der Mensch sein ganzes Leben lang von Ort zu Ort, weiß nicht wie.
Du gehst von hier auf die Straße hinaus, du weißt nicht, wie du gehen wirst, und was geschehen wird, und was sein wird, und wie du dich überhaupt bewegst und was du tust. Das alles ordnet der Wille zu empfangen in jeder Sekunde. Also dasselbe Verlangen befindet sich bei ihnen, nur in Verborgenheit, dass sie hier Bitterkeit empfangen haben, nur sie nicht verwirklichen konnten – sie werden wieder kommen.
Das ist auch bei Rav Baruch einmal passiert. Es begannen allerlei Menschen zu kommen, die vor zehn, fünfzehn Jahren da waren, weißt du – plötzlich am Schabbat sitzen wir, lernen, einer kommt, war acht, zehn Jahre nicht da, ein zweiter fünfzehn Jahre nicht da. Und sie fühlen sich nicht so, als wären sie nicht da gewesen: „Was gibt's Neues, Leute?" Du weißt, nu, eine Woche hat er gefehlt, du weißt nicht, was los ist – in der Spiritualität ist das überhaupt nicht spürbar, nicht spürbar in der Spiritualität. Es gab überhaupt solch merkwürdige Dinge. Ja, die Zeit ist nicht spürbar. Er kommt zurück, als ob – oh, jetzt das war's, er fühlt, dass er jetzt hier sitzen kann.
Das sage ich dir: Wir haben kein größeres Problem als nur eine einzige Sache, das ist es, was hier zusammengefasst zu schreiben ist – nu, das kann ich nicht lesen, ich werde mich bemühen. Größe des Schöpfers – das ist es, das brauchen wir. Du hast stattdessen geschrieben, wie schlecht Er es mit dir macht.
Schüler: In der Hälfte. Nein, die zweite Hälfte…
Rav: Die zweite Hälfte.
Ja.
Schüler: Ich kläre noch einmal, um das Thema „freie Wahl" beim Menschen zu schärfen – vor dem Erwecken des Punktes im Herzen, danach, im Materiellen und im Spirituellen, diesen Begriff zu schärfen, die „freie Wahl"?
Rav: Freie Wahl ist, wie man die Verhüllung überbrückt. Die Verhüllung ist gerade dafür da, dass wir, wie soll man sagen, dass wir an der Stelle der Verhüllung unsere Anstrengung einbringen. Die Verhüllung liegt auf der Wichtigkeit des Schöpfers, auf der Wichtigkeit des Ziels, auf der Wichtigkeit des spirituellen Zustands.
Wenn Spiritualität jetzt, du weißt, vor mir so offen wäre, dann würde ich alles tun, um zu jenem Zustand zu gelangen, auf natürliche Weise. Meine Verlangen, meine Kräfte – ich würde einfach mich und alle nur dafür zerreißen, ja? Das – ich würde auf nichts anderes Rücksicht nehmen. Oder ich würde Rücksicht nehmen gemäß dem, wie meine Verlangen in jedem Augenblick Rücksicht nehmen, wie wir arbeiten.
Um das nicht auf natürliche Weise zu tun – denn auf natürliche Weise heißt, dass der Schöpfer es tut, ja? Er hat alle diese Daten in mir eingebaut, ja? Und ich handle mit ihnen – Er handelt, die Maschine handelt – damit ich handle und nicht die Maschine, dieses „Ich", dieser Punkt, befindet sich nicht in mir. Er befindet sich in mir nur als zerbrochener Punkt, der aus Malchut und Bina zusammen besteht, das ist es. Von diesem Punkt aus: Wenn ich mir ein künstliches Bild der Größe des Schöpfers verschaffe, anstelle Seiner wahren Offenbarung, dann will ich trotz der Verhüllung mich an Ihn heften, mich mit Ihm verbinden.
Warum tue ich das? Weil ich damit meinen Willen zu empfangen belüge – ich tue es nicht aus dem Grund, dass ich von Ihm genießen will, denn ich fühle keine Genüsse von Ihm. Ich tue es, um zu Ihm zu gelangen, weil Er einzigartig, groß ist, und auch um Ihm zu geben. All diese Dinge sind sehr fein – wo hier „groß" und wo „Ihm geben", dennoch aus meinem Willen zu empfangen heraus, aber Er ist verborgen, also was gebe ich – kurz, es gibt hier viel zu sagen, aber so in sehr großer Allgemeinheit: Ich muss am Ort der Verhüllung die lügnerische, künstliche Wichtigkeit einsetzen, die Wichtigkeit von Ihm, die ich sozusagen aufgebaut habe. Das ist wie im Kino, wie Hollywood – man macht dir solche Sachen, warst du nicht dort? Ich war dort, habe es gesehen – das ist wirklich etwas, du gehst hinten rein – das ist alles Pappe.
Also muss ich so ein großes Ding bauen, wirklich aus Pappe, warum? Dass ich mich bemühe, das zu tun – damit bewirke ich einige Dinge. Sicher ist es ein Spiel, und sicher ist es nicht wahr, aber was erreiche ich in diesem Spiel? Die Größe von Ihm kann ich nur aufbauen, indem ich mich mit den Freunden verbinde. Also verzichte ich schon auf meine Einzigartigkeit, auf mein Ego, und bin bereit, mich mit ihnen zu verbinden, damit der Schöpfer mir groß erscheint. Schau, was für ein Umweg hier ist.
Dadurch, dass ich so handle, will ich bereits auf künstliche Weise mein Verhältnis zum Schöpfer aufbauen – dass Er groß ist, obwohl ich nicht sehe, dass Er alles bestimmt, obwohl ich nicht fühle. Bereit, mich sozusagen gegenüber den Freunden aufzugeben, bereit zu verzichten – das heißt, dass ich bereit bin zu verzichten, das alles ist im Ego, aber ich mache eine gewisse Anstrengung, alles auf der Ebene dieser Welt – lasst uns nicht vorgaukeln, dass wir in der Spiritualität sind und im Geben handeln, aber das ist wie Kinder, und deshalb heißt das die „Zeit der Vorbereitung". Wir wollen trotzdem so den Zustand aufbauen, dass ich bereit bin, allen zu dienen, nur damit man mir die Größe des Schöpfers gibt.
Was geschieht danach in der Spiritualität? Ich bin bereit, allen anderen Kelim zu dienen, um sie mit mir zu verbinden, um in ihnen die Offenbarung der Göttlichkeit zu empfangen. Das heißt, ich bin wie ein Kleinkind, wie ein kleines Kind – sicher spielt es das ganze Spiel, aber dieses Spiel ist für mich die Vorbereitung. Wenn ich es richtig anordne und ich darin allerlei Verhältnisse von mir zum Schöpfer sehe, zur Gemeinschaft – alles ist künstlich, auch diese Gemeinschaft sind nicht Teile meiner Seele, was verstehe ich davon und was fühle ich, auch den Schöpfer habe ich mir so vor mir ausgemalt – wir dürfen nicht vergessen, dass das eine Lüge ist, nein. Es ist eine Lüge, wir spielen darin. Aber aus diesem Spiel heraus werden in mir allerlei Buchstaben der Arbeit aufgebaut, Gefühle, Unterscheidungen.
Du hast eine gute Übersetzung gegeben, was eine Unterscheidung ist, wie? Ahh, „Unterscheidung" ist, wie sagt man das jetzt auf Hebräisch? Nein, nein, nein, in anderen Worten – nein, nein, er übersetzt sehr gut, (Russisch) Unterscheidung.
Das heißt etwas, das eine Sache von einer anderen unterscheidet, ja, das ist so – sehr schön, diese zwei Worte sind wirklich, ich habe es nicht geschafft, etwas so zu finden, ja – aber dass ich zwischen zwei Dingen unterscheiden kann. Wenn du anfängst, dich damit zu beschäftigen, empfängst du alle nötigen Unterscheidungen, um mit ihnen – ohne sie wirst du nicht zur Spiritualität übergehen können. Was genau wirst du nicht zur Spiritualität übergehen können? Ohne die Summe der Anstrengung. Was gibt dir die Summe der Anstrengung? Die Summe der Anstrengung gibt dir die Summe der freien Wahl. Was genau ist deine freie Wahl, dass du dich wie ein Kind bemühst, die Sehnsucht aufzubauen – was ist deine Sehnsucht? Deine Sehnsucht ist im Vergleich zur Absicht um zu geben.
Und das heißt, wenn du das beendest – lo liShma, aus dem du zu liShma gelangst. Was heißt lo liShma? Dass du denkst, es wird dir gut gehen, und alles für mich, und für den Schöpfer – das ist es. Dass, wenn es mir nicht gut gehen wird, ich überhaupt nicht diese ganze Situation aufbauen kann, aber es gibt dort auch etwas für den Schöpfer. Und wenn du zu einem solchen Zustand gelangt bist, dass du diese ganze Situation aufbaust, dass du den Schöpfer willst und dich selbst willst, und du eine Gemeinschaft dafür hast, und es Anstrengung gibt, die Größe des Schöpfers aufzubauen, gegenüber jeder Verzweiflung – dann geschieht das, was er dort im Brief auf Seite 70 schreibt: dass du zu einem Zustand gelangst, in dem man dich durch den Machsom führt.
Schüler: Was ist im Großen und Ganzen die natürliche Sehnsucht?
Rav: „Natürliche Sehnsucht" heißt, das, was… Die natürliche Sehnsucht, die der Mensch hat, ist das, was der Schöpfer ihm gibt. Das heißt, dass „der Schöpfer die Hand des Menschen auf das gute Los legt und sagt: ‚Nimm dir das.'" Er hat dir gegeben und Er hat dir gelegt, wie ein Kleinkind – ein kleines Kind stellt man auf den Weg und sagt: „Geh so. Siehst du die Zeichen? Geh zu ihnen."
Nun, das ist gar nichts. Das hat der Schöpfer gegeben. Das geht auf Kosten des Schöpfers, das bist nicht du. Das heißt nur ein „Punkt", an dem du dich befindest. Von diesem Punkt aus machst du den Schritt vorwärts oder nicht. Wenn du fähig bist, das zu tun, ist das schon auf deine Kosten. Wenn nicht, dann ist der Punkt auf Kosten des Schöpfers. Das bist überhaupt nicht du. Das ist wie ein Samentropfen. Das geht nicht auf Kosten dessen, dass das schon ein Embryo ist und das schon ein Geschöpf ist. Das ist kein Geschöpf. Das gehört ganz dem Vater und der Mutter, dem früheren Parzuf.
Schüler: Was soll man damit machen, mit der…?
Rav: Was?
Schüler: Mit der…
Rav: Mit dieser Sehnsucht? Mit dieser Sehnsucht musst du dich stärken. Das ist es, was er in Abschnitt 4 in der „Einführung in das Studium der Zehn Sefirot" schreibt.
Schüler: Was heißt sich stärken?
Rav: Sich stärken?
Schüler: Heißt das ankommen und was?
Rav: Verwirklichen – diese Sehnsucht in dir selbst verwirklichen. Verstehen, dass die Sehnsucht, das, was du empfängst, nicht deins ist. Auch heute, ich bin um… sagen wir, ein Uhr nachts oder um zwei Uhr nachts aufgestanden. Zum Unterricht gekommen. Ich muss den… den Wecker nicht stellen, du weißt, schon fünfundzwanzig Jahre, also… das heißt nicht, dass das ich bin. „Gewohnheit wird zur zweiten Natur."
Ich kann mir nicht sagen: „Weißt du was? Ich lerne seit drei Uhr nachts." Wer bist du, dass du seit drei Uhr nachts lernst? Der Schöpfer hat den Körper so eingerichtet, dass er schon nach zwei Uhr nachts nicht mehr schlafen kann. Ich stehe auf.
Schüler: Ist es möglich, dass die…
Rav: Und so weiter. Das heißt, wenn wir uns selbst in jedem einzelnen Moment betrachten, und wenn du sehen wirst, wo du selbst vorwärtsdrückst, wenigstens ein wenig, dann wirst du dort sehen, wer du bist, dass das du bist. Alles andere ist deine Maschine, das bist nicht du.
Schüler: Entschuldigung, aber wo hört der Mensch auf und beginnt die…?
Rav: Wo hört das Verlangen des Menschen auf und beginnt…? Nein. Wo hört das Verlangen, das der Schöpfer in ihn hineinlegt, auf und beginnt das eigene Verlangen des Menschen? Nachdem du siehst, dass alles vom Schöpfer kommt, und du wählst, dass du jetzt hinzufügen willst, und hinzufügen kannst du – er schreibt – nur dadurch, dass du eine zusätzliche Kraft von der Gemeinschaft empfängst.
Du wirst mir sagen – wie du jetzt hier sitzt, ein Mann in gutem Alter und stark, alles – sag mir bitte, ist alles, was du hast, vom Schöpfer, oder hast du etwas von dir selbst? Woher sollte es von dir selbst kommen? Was heißt „von mir selbst, nicht vom Schöpfer"? Von dir selbst kann nur die Entscheidung sein: „dass ich eine zusätzliche Kraft von noch jemandem außer dem Schöpfer empfangen will", und das von der Gemeinschaft.
Denn alles andere, das in dir ist, kommt von oben, vom Schöpfer, von der Natur, sagen wir. Egal. Also außer der Entscheidung, sich mit einer zusätzlichen äußeren Kraft auszustatten, gibt es nichts. Deshalb schreibt er, dass die Gemeinschaft die einzige Wahl des Menschen ist. Das heißt, was ist die einzige Wahl? Sicher wirst du Kraft von der Gemeinschaft empfangen, außer von dir selbst, aber von welcher Gemeinschaft?
Ob sie sich dir einfach zufällig ergibt, oder ob du wählst? Das allein, diese Entscheidung allein, ist deins. Und nachdem du eine Kraft von der Gemeinschaft empfängst, dann wiederum hast du zwei Kräfte von innen, und sie wirken bereits in Verbindung miteinander, in der Verschmelzung dessen, was zwischen ihnen ist – das bist auch nicht du. Das bist überhaupt nicht du.
Das ist wiederum gemäß den Gesetzen der Verschmelzung der Kräfte, wie sie untereinander, Ansichten und alles – das ist schon wie im Computer. Du hast ein weiteres Programm eingegeben, fertig. Er arbeitet jetzt mit zwei Programmen, wie sie ihrem Charakter nach dort miteinander verschmelzen. Das ist es.
Nur du wählst, ob du ein Programm in ihn eingibst oder nicht. Wenn du also wählst, bist das du. Das heißt, du wirst nur der Wählende, nicht die Handlung, die danach daraus hervorgeht. Die Wahl ist das Ich. Nicht mehr. Und wenn ich im nächsten Moment eine andere, bessere Gemeinschaft wähle, dann hat sich meinem Ich – das ist ein Punkt – noch ein weiterer Punkt hinzugefügt, dass ich mir eine noch bessere Gemeinschaft auf das Ziel hin, um des Zieles willen, angeschlossen habe.
Deshalb schreibt er dort: „Wer jedes Mal eine bessere Gemeinschaft wählt, ist der Voranschreitende." Er baut darin sich selbst auf, weil wir nur aus den Punkten der Wahl unser Ich aufbauen. Und nicht aus den Kräften, die ich vorher hatte, und nicht aus den Kräften, die ich danach von der Gemeinschaft empfange, und die bereits in mir als zwei Kräfte in allerlei Verschmelzung vorhanden sind, und danach eine noch bessere Gemeinschaft und noch eine bessere Gemeinschaft.
Das, was in mir ist und in mir geschieht und als Ergebnis davon handle ich – das bin nicht ich. Das sind Kräfte der Natur. Wie ein Computergehäuse. Ich gebe noch ein Programm ein, noch ein Programm, noch ein Programm, und er arbeitet. Sicher wird er arbeiten. Ich wähle nur, Programme einzugeben.
Das heißt, nicht auf irgendeinen… nicht auf irgendeinen Punkt außer der Wahl – dass ich die Gemeinschaft suche, sie verbessern will, sie nützlicher für das Ziel machen will. Das heißt, nur gegenüber der Gemeinschaft arbeiten, aber danach, was sie in mich einbringt – das geht schon nicht auf meine Kosten. Er erklärt das so einfach im Artikel „Freie Wahl", dem Artikel „Die Freiheit".
Schüler: Also kann der Mensch wählen, das heißt, auf dem nicht so richtigen Weg wählen. Ist das sein Fehler, oder wird das absichtlich von oben gemacht?
Rav: Nein. Sicher werden uns von oben, das heißt vom Schöpfer, viele Fehler gebracht, sozusagen, und allerlei Misserfolge, Verwirrungen, Störungen, oder… ohne Ende. Aber das gibt man dem Menschen, um ihn auf dem Weg zu festigen, um zu festigen. Niemals korrigiert man dich durch eine gute Tat, sondern wenn man dich korrigieren will – was heißt korrigieren? – wird dir noch ein bisschen mehr Schlechtes, das in dir ist, offenbart, und du beginnst das zu sehen, aber unter der Bedingung, dass du fähig bist.
Gut. Ja, Misch.
Schüler: Warum kann man nicht sozusagen noch einen Schritt weitergehen, aber er sagt, dass auch diese Wahl keine Wahl ist? Sozusagen, warum ist diese Wahl keine, die vorbereitet wurde durch alles, was…
Rav: Der Schöpfer gibt dir die Möglichkeit, etwas Besseres zu wählen. Er sagt dir: „Wähle eine bessere Gemeinschaft." Die Frage ist jetzt: Er hat dir den Anstoß gegeben, du fragst: „Wo genau ist hier meine Wahl? Denn Er hat es mir gegeben." Ja?
Nun, den Verstand habe ich von Ihm empfangen, Gefühl habe ich von Ihm empfangen, alles befindet sich in mir von Ihm. Ich muss jetzt gemäß diesen Daten mich an… so an allerlei Orte wenden und sehen, wo es hier eine Gemeinschaft gibt, die mir verwirklichen kann, was gemäß der Erweckung – was Er in mich hineingelegt hat? Also wo ist das Ich, das wählt?
Dem gegenüber gibt Er genau die Störung. Und wir sehen, wie sehr wir nicht fähig sind, uns zu verbinden und noch Kraft von der Gemeinschaft zu empfangen. Das ist genau die Störung, die Er zusammen mit allen Daten gibt, die klar sind und uns alles erklärt und öffnet. Er legt dir direkt neben dich die Sache, die dich retten kann und dich jetzt durch den Machsom bringen kann und zum Gmar haTikun und überhaupt nu… dich in eine völlig andere Welt bringen kann.
Neben dir befindet sich das. Und zusammen damit siehst du, dass du keinerlei Kraft und Verlangen hast. Und dennoch, ohne eine gewaltige Anstrengung bist du nicht fähig, das zu tun. Das eine gegen das andere – das ist verbunden, das ist ausgeglichen im Menschen, und das gibt die Fähigkeit zu wählen.
Schüler: Aber ich treffe darin eine Wahl.
Rav: Du triffst eine Wahl, entweder so zu bleiben, oder – ja, du triffst eine Wahl. Dass du keine Wahl triffst, ist auch eine Wahl, aber das heißt in der Spiritualität keine Wahl. Denn wenn du nicht die Gruppe wählst, um dich durch sie zu stärken – wie er schreibt, dass dies die einzige Wahl ist – alles andere zählt nicht als Wahl, du treibst einfach dahin.
Ja.
Schüler: Ich verstehe, was das Wahl von mir ist, noch einmal. Woher kommt diese Unterscheidung genau – tue ich das, oder ist es wie vorher?
Rav: Ich verstehe die Frage. Lass uns vorerst sagen, dass es ein Verhältnis zwischen den Kräften ist, die du hast – Herz und Punkt im Herzen. Du fragst so: Diese zwei Punkte bei mir, die Fähigkeit zu wählen oder nicht – sind sie gleich? Wenn sie gleich sind, kann ich nicht wählen. Wenn einer von ihnen größer ist als der andere, dann ist klar, dass das meine Wahl ist. Also was heißt ein Zustand, in dem ich wähle? Darüber werden wir sprechen – wir werden heute nicht mehr dazu kommen.
Ja.
Schüler: Was sind Seraphim und Chajot haKodesh? Das wird manchmal erwähnt.
Rav: Nu, da hast du Lust drauf.
Schüler: Nu, nie, aber das wird nicht…
Rav: Du hast allerlei Verlangen, die Chajot haKodesh heißen – Chajot, allerlei solche, also gibt es auch Kodesh. Chajot haKodesh heißt Chaja – du weißt, was das ist, ja? Es gibt Chaja und es gibt Yechida, ja? Also die Offenbarung von Lichtern der Chaja in um zu geben, in der Bchina des Unbelebten – das heißt Chajot haKodesh.
Ja.
Schüler: Kann es einen Zustand geben, in dem ein Mensch in dieser natürlichen Sehnsucht von ihm gefangen sein kann? Das heißt, warum braucht er denn Kraft, wenn er Kraft hat? Wenn er diese Sehnsucht hat, was ist dann die Sache, dass er noch Sehnsucht braucht, wenn sie existiert? Wenn Sie sagen, dass sie existiert, dann existiert sie nicht von mir – es ist irgendein Funke, den ich empfangen habe, und auf ihm muss ich meine Sehnsucht aufbauen. Aber wenn der Mensch Sehnsucht hat und fühlt, dass er die Kraft zur Arbeit hat, warum braucht er sozusagen noch zusätzliche Kraft zum Arbeiten? Und kann man auch in dieser… gefangen sein?
Rav: Das ist keine zusätzliche Kraft zum Arbeiten. Das, dass du dich an die Gemeinschaft wendest, ist so, als würdest du dich an den Schöpfer wenden, es ist dasselbe.
Schüler: Was ist bei dieser Sehnsucht – sozusagen, sie existiert, sie existiert, sie existiert einfach, also wendest du dich an die Gemeinschaft und du machst Anstrengung und du liest und du tust alles, um auf dem Weg voranzukommen, und sie existiert einfach. Kann das eine Illusion sein? Kann man sich sozusagen in einer Illusion befinden, als ob man nicht…
Rav: Du sagst, ja, ich habe die ganze Zeit Verlangen zum Ziel, zum Schöpfer, ich bin zu allem bereit, ja?
Schüler: Ja.
Rav: In Ordnung, nimm das bitte auf. Verstehst du? Die Zeiten werden kommen. Nein. Nein. Jetzt beginnen wir TES, also frage. Ohne Ausbrüche…
(Ende des Unterrichts)