Tägliche Lektion30. Apr. 2026(Morning)

Part 1 Rabash. Artikel 45 (1990) (08.09.2003)

Rabash. Artikel 45 (1990) (08.09.2003)

30. Apr. 2026

Dieses Transkript wurde mithilfe KI aus dem hebräischen Original übersetzt und nicht redaktionell bearbeitet.

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Morgenunterricht 08.09.2003

Buch „Schriften des Rabash", Band 2, Artikel „Was bedeutet „Die verhüllten Dinge gehören dem Ewigen, unserem Gott“ in der Arbeit?"

Rav: Also, wir haben einen Artikel gelesen, wir haben einen Artikel aus „Moadim, Rosch haSchana", Seite 20, gehört: „Was bedeutet „Die verhüllten Dinge gehören dem Ewigen, unserem Gott“ in der Arbeit?"

Warum müssen die verborgenen Dinge gerade dem Ewigen, unserem Gott, gehören und nicht uns? Verborgen heißt sozusagen verborgen gegenüber dem Menschen. Wie der Rabash erklärt, gibt es Handlung und es gibt Absicht. Die Handlung wird das Offenbarte genannt, die Absicht wird das Verborgene genannt. Und warum muss das Verborgene dem Ewigen, unserem Gott, gehören? Weil die Absicht bei uns nur von oben korrigiert werden kann, und unsere ganze Arbeit besteht darin, in den Zustand zu kommen, dass wir die Absicht prüfen, dass wir wollen, dass sie um zu geben sei – worin wir uns mit dem Schöpfer angleichen können und dahin gelangen können, dass durch das Gebet, durch das Offenbarte, durch das, was von unten kommt, das Verborgene über uns kommt, also der Wille zu geben, die Absicht, von oben.

Diese ganze Arbeit, die letztlich in den Gefäßen des Empfangens endet, wird „Rosch haSchana" genannt. Denn der Schöpfer offenbart sich in allen Gefäßen des Geschöpfs dadurch, dass das Geschöpf die Absicht um zu geben erworben hat und es daran anschließt; er bringt die Absicht über alle seine Gefäße, über seinen Willen zu empfangen, über seine Malchut in Ordnung – dann wird es genannt, dass der Schöpfer „König über die ganze Erde" ist, dadurch, dass Malchut nun mit der Absicht um zu geben arbeitet.

Und die Ordnung der Arbeit ist, dass der Mensch zuerst auf der Suche geht, in vielen Erkenntnissen und Handlungen, von denen er nicht weiß und nicht erkennt, warum und wie er sie macht – sondern wie geschrieben steht: „Was deine Hand vermag zu tun mit deiner Kraft, das tue!" Und diese Beschäftigung führt schließlich, wenn sie in der Gruppe und im Lernen richtig geordnet ist, dazu, dass der Mensch dahin kommt, dass er anfängt, seine Absicht zu prüfen. Zuerst geht er in allem, was möglich ist, was er zur Arbeit hinzufügen kann – in dem, was man sagt, was er hört, was er liest –, das wird genannt, dass er in einer Linie geht, in der Handlung. Was heißt Handlung? Er hat noch keine Absicht, er weiß, dass er weit vom Geben entfernt ist und macht alle möglichen Kniffe, das wird eine Linie genannt. Und danach, von dieser einen Linie aus, fängt er langsam an zu spüren – das geschieht durch das umgebende Licht, das auf ihn einwirkt –, dass ihm sozusagen die Absicht fehlt, und er fängt an zu prüfen, ob die Absicht um zu geben wirklich in ihm ist. 3:49

Wenn er das anfängt zu prüfen, sogar ohne Erkenntnis und ohne genau zu verstehen, was er tut, aber wenn er schon irgendeine Art innerlichen Verlangens hat, in der Absicht um zu geben zu sein, dann entdeckt er sofort, wie sehr er selbst sich in den Gefäßen des Empfangens befindet. Und dann wird ihm aus der einen Linie auch eine linke Linie. Und die eine Linie, die vorher war, wird ihm jetzt zur rechten Linie, und in der gemeinsamen Arbeit zwischen beiden findet er danach seine Korrektur, die mittlere Linie genannt wird. Das heißt, unsere jetzige Arbeit, unsere jetzige Stufe ist, dass wir in einer Linie arbeiten, dass wir machen „alles, was deine Hand vermag zu tun mit deiner Kraft, das tue!" – dass wir durch alle möglichen Handlungen, Kniffe und Mittel, das ist Lernen und Verbreitung und Arbeit in der Gruppe und alles, was man nur tun kann auf dem Weg zu demselben Ziel, das machen wir. Was deine Hand zu tun vermag, das heißt, soweit ich jetzt verstehe und fähig bin.

Und davon, dass das umgebende Licht kommt, fängt der Mensch an zu spüren, dass ihm fehlt, was in diesem umgebenden Licht ist – das ist im Unterbewusstsein, aber er fängt an zu spüren, dass keine Absicht da ist. Und in diesem umgebenden Licht ist die Absicht, und ihm fehlt diese Absicht. Und gegenüber diesem umgebenden Licht fängt er an, seinen Abstieg zu spüren, das heißt, wie sehr seine Gefäße entgegengesetzt zum Licht sind. Das Ergebnis davon ist ein unangenehmes Gefühl, dass er schlechter ist als vorher, dass er weiter vom Ziel entfernt ist als vorher. Aber aus diesem Gefühl heraus, dass er schlecht und entfernt ist, wenn ihm manchmal ein Aufstieg kommt, zu derselben Linie, zu demselben Zustand zurückzukehren, der vorher war, dann wird ihm schon der vorherige Zustand zur rechten Linie gegenüber dieser linken, dem Abstieg.

Und aus diesen beiden Zuständen fangen sich in ihm schon zwei Linien anzubilden, rechts und links. Und er fängt aus vielen Aufstiegen und Abstiegen an, langsam zu verstehen, dass beide in dieselbe Richtung wirken, dass man in Wirklichkeit sowohl die Abstiege als auch die Aufstiege als eines benutzen muss, und er verbindet sie zusammen für dasselbe Ziel und versteht, dass beide Ursache für das Vorankommen zum selben Ort sind. Und wenn er anfängt, beide zu verbinden, dass er nicht den Vorzug des einen über das andere sieht, sondern den Nutzen aus beiden, dann fängt sich in ihm die mittlere Linie zu bilden an.

Bis er in dieser mittleren Linie ankommt, das heißt, in der Anwendung der Absicht um zu geben und in der Anwendung des Willens zu empfangen zusammen in seiner Gänze – dass er zur ganzen Korrektur kommt, was ihm sein Gefäß und das umgebende Licht, das zu ihm kommt, ermöglicht, dass er zu dieser ganzen Korrektur kommt –, das wird „Rosch haSchana" genannt.

Gibt es Fragen? Ja.

7:44

Schüler: Wieso gehört die Arbeit in der Gruppe gerade zu dieser Sache, wenn die ganze Angelegenheit doch das umgebende Licht ist?

Rav: In der Arbeit in der Gruppe gibt es zwei, mindestens zwei Aspekte. Der eine ist, dass ich durch die Arbeit in der Gruppe die Zeiten beschleunigen kann, dass die Gruppe mir die ganze Zeit Größe des Schöpfers gibt, das ist auch eine Sache von Rosch haSchana. Was heißt Größe des Schöpfers? Größe der Eigenschaft des um zu geben, dass ich sie sehr schnell erwerben kann und so viel wie möglich sie mit meinem Willen zu empfangen verbinden kann, sodass sie über den Willen zu empfangen herrscht, dass der Wille zu empfangen nur gemäß der Absicht um zu geben handelt.

Diese Sache hängt also von der Größe der Absicht um zu geben gegenüber dem Willen zu empfangen ab. Wie sehr ich sie mehr als das Verlangen schätzen werde. Und das hängt schon ab – diese Schätzung hängt von der Größe des Schöpfers in meinen Augen ab. Die Größe des Schöpfers in meinen Augen, das kann mir in der Zeit der Verhüllung speziell nur die Gruppe liefern. Und das ist eine Sache. Eine zweite Sache ist, dass ich mit den Freunden, mit der Gruppe verbunden bin, dann habe ich sicher einen Ort, dass ich sicher sein kann, dass, wenn ich ihnen gegenüber eine Handlung um zu geben mache, ich das Ergebnis sehe, ich das prüfen kann.

Das ist die zweite Sache. Eine dritte Sache ist, dass die Freunde in mir die ganze Zeit den Mangel an Arbeit erwecken können und mir immer eine Erinnerung daran geben, dass ich weitermachen muss, das heißt, mir Zeit ersparen. Und außerdem, und vor allem, dass mein Wille zu empfangen, mit dem ich um zu geben arbeiten kann – wo ist dieser Wille zu empfangen, wo finde ich ihn? 10:28

Wenn ich anfange, gegenüber den Freunden zu arbeiten, dann finde ich in mir genau diese Verlangen, die nur empfangen wollen, und ihnen gegenüber fehlt mir wirklich die Absicht um zu geben. Das heißt, in der Verbindung mit der Gruppe, mit der Kraft, die außerhalb von mir ist, mit dem Verlangen, das außerhalb von mir ist, finde ich sofort einen Arbeitsplatz, ich sehe sofort, wie sehr ich nicht darin bin, ich kann nicht vom Schlachtfeld fliehen, weil sie mich erinnern, gleichsam von mir die Arbeit verlangen, und es kommt heraus, dass, wenn nicht meine Arbeit mit der Gemeinschaft, dann habe ich niemanden, mit dem ich arbeiten kann, und nichts zu tun habe. Ich kann mir selbst irgendeine Art vorstellen, sozusagen in meiner Einbildung irgendeine Art Arbeit dem Schöpfer gegenüber aufzubauen, aber wer ist er, was ist er, welche Beziehung habe ich mit ihm und welche Wechselseitigkeit gibt es darin – ich kann mit mir selbst sozusagen dieses Spiel spielen, aber das ist sicher nicht richtig, weil ich nicht in mir alle Komponenten finden kann, und ich habe darin auch keine Sicherheit und Kontrolle, dass ich wirklich etwas Richtiges mache.

Das heißt, der Mensch hat eigentlich niemanden, dem gegenüber er arbeiten kann, außer einer Gemeinschaft. Und was er gegenüber der Gemeinschaft macht, das ist schon auf den Schöpfer ausgerichtet. Das wird genannt, dass die Gebote zwischen Mensch und Mensch denen zwischen Mensch und dem Ort vorausgehen. Denn die Gebote zwischen Mensch und Mensch bringen zu den Geboten zwischen Mensch und dem Ort.

Und das ist, wie wir in „Matan Tora" gelernt haben, dass es auch jetzt in der Materialität geschieht, in einem Zustand, in dem der Mensch sich noch vor dem Machsom befindet, und auch nach dem Machsom. In anderer Weise, aber wirklich unsere ganze Arbeit ist Arbeit mit der Gruppe, mit der Allgemeinheit, mit der Versammlung, mit der Menschheit. Was in der Weisheit der Kabbala genannt wird, dass wir alle unsere Gefäße korrigieren müssen, die nach der Sünde von Adam haRishon zerbrochen sind, das heißt, die Verbindung zwischen ihnen ging verloren, und dass wir durch unsere Anstrengung zu dieser Verbindung zurückkehren – das wird genannt, dass wir unsere Massachim und Absichten um zu geben aufbauen. 13:48

Es kommt heraus, dass die Beziehung zum Schöpfer eine Folge der Beziehung zu den restlichen Seelen ist, zu den restlichen Teilen Adam haRishons. Es kann nicht sein, dass ich mich an den Schöpfer wende, ohne durch alle anderen Gefäße der Seele Adam haRishons – nur an sie verbinde ich mich, an sie hafte ich mich, und dann wird dieselbe Absicht um zu geben, die ich jetzt in der Beziehung zu ihnen erlangt habe, dieselbe Absicht um zu geben wird zu meinem zurückkehrenden Licht dem Schöpfer gegenüber. 14:44

Ja. Nu? Itzik.

Schüler: Worin besteht die Prüfung? Wie prüfe ich meine Handlungen? Prüfung, Prüfung, was ist das… Sie haben gesagt, dass es eine Möglichkeit gibt, meine Handlungen in der Gemeinschaft zu prüfen.

Rav: Prüfung ist – die Bedeutung, an die ich denke, wenn ich Prüfung sage, das heißt, dass der Mensch hier einen sicheren Ort hat, dass ihm seine Arbeit irgendwie offenbart wird. Die Sache des Verborgenen ist einfach: dass wir vor unserem Willen zu empfangen Genüsse verbergen müssen, damit wir nicht gekauft werden, damit wir nicht in der Beherrschung des Pharao stehen, wie es genannt wird. Damit wir in einem Zustand sind, dass wir aus irgendeinem freien Punkt heraus arbeiten können. Dass wir manchmal unter Pharao sind, manchmal außerhalb von ihm, manchmal innerhalb des Willens zu empfangen, was sagen wir, Abstieg genannt wird, manchmal außerhalb von ihm, irgendwie in einer Absicht um zu geben, im Empfinden der Größe des Schöpfers.

Aber dass diese Empfindungen eines nach dem anderen kommen, dass wir auch jeden Zustand von einem Punkt ihm gegenüber sehen können. Und das ermöglicht uns die Gemeinschaft. In der Zeit, in der der Schöpfer verborgen ist – und er ist verborgen, weil wir sonst unter seiner Herrschaft stehen würden, so wie wir unter der Herrschaft des Körpers stehen, würden wir unter der Herrschaft des Schöpfers stehen. In diesen beiden Herrschaften waren wir schon: in der Herrschaft des Schöpfers befand sich Adam haRishon im Moment, als er erschaffen wurde. 17:19

Das heißt, unsere Seele, auch in ihrem Verlangen – ihr Verlangen wurde durch das Licht, durch den Schöpfer erschaffen, und auch in ihrer Erfüllung, in ihrer Korrektur, die von Anfang an war, war sie wie geschrieben steht „Werk seiner Hände, des Heiligen, gepriesen sei Er", das heißt, sie war unter der Herrschaft des Schöpfers, und darin war sie eigentlich nur ein Punkt der Nefesh. Du kannst Katnut sagen, aber dieses Katnut ist auch nicht das selbständige Katnut. Das ist nicht Katnut mit seiner Absicht um zu geben, das ist einfach von oben. Also hat er dort gar keine Eigenständigkeit.

Und Katnut auch, das ist nicht ein Katnut, das er selbst erlangt hat, wie man danach von Null zu Katnut kommt. Da hat er Eigenschaften, Adam haRishon, Eigenschaften des Gebens von Anfang an, die die Natur des Schöpfers sind, und darin ist Adam haRishon Diener des Schöpfers. Nicht Sohn, sondern Diener. Das heißt, dass er so erschaffen wurde. Und sicher ist dieser Zustand kein erwünschter Zustand. Oder man kann nicht einmal Heiligkeit sagen, weil ihm keine Klipa gegenübersteht. Also können wir ihn nicht als Heiligkeit definieren. Wir sagen es so, weil wir nicht viele Wörter haben.

Danach, als er zerbrach – was heißt zerbrach? Dass zwischen jedem einzelnen Teil von ihm, jedes einzelne Teilstück von ihm wurde zu einer eigenen Domäne, der Wille zu empfangen offenbarte sich, sagen wir, in 613 Aspekten, in 613 Teilen. Oder man kann sagen 600.000 Teile, zwischen denen es einen Willen zu empfangen um zu empfangen gibt.

In dem Maße, in dem er sich jetzt in eigener Domäne befindet gegenüber – sagen wir – allen 600.000 Teilen, und gegenüber diesen 600.000 Teilen befindet er sich in eigener Domäne in „um zu empfangen", in 613 eigenen Verlangen, jetzt, in dem Maße bezieht er sich auf den Schöpfer, dieser Adam haRishon. Hier kommt uns die Frage: Was ist der Zusammenhang zwischen dem, dass in Adam haRishon alle Teile zerbrachen, ja, dass er sozusagen von Anfang an aus ihnen bestand, nur war er dort, es war eine Einheit, man spürte es nicht, und jetzt, dass jeder einzelne Teil ein eigenes Verlangen erhalten hat. Das war auch damals, vorher, aber es war sozusagen eine Absicht von oben.

Was ist also der Zusammenhang zwischen der Beziehung jedes einzelnen Teils zu den anderen Teilen und zwischen jedem einzelnen Teil oder allen Teilen, zum Schöpfer? Wenn ich mich mit dir streite, warum wird das genannt, dass ich mich mit dem Schöpfer streite? Und wenn ich mich mit dir verbinde, ja, mit dir Frieden mache, warum wird das genannt, dass wir uns schon in Verbindung und Frieden mit dem Schöpfer befinden? Nu, wer kann das sagen? Wenn wir auf diese Frage antworten, werden wir wissen, warum die Versammlung, die Gemeinschaft, die Verbreitungsarbeit, die Arbeit dem Nächsten gegenüber wirklich zur Beziehung zum Schöpfer führt. Dadurch, dass ich mich mit dem Freund verbinde, auf demselben Gebiet, nicht mit dem, der über mir ist, sondern wirklich mit denselben Geschöpfen, ja, und mit ihnen korrigiere ich meinen Willen zu empfangen – was ist der Zusammenhang, dass ich ihn dem Schöpfer gegenüber korrigiere?

Ja.

22:32

Schüler: Ich denke aus zwei Gründen. Erstens: In dem Zustand, in dem wir sind, haben wir keine Möglichkeit, uns mit dem Schöpfer zu verbinden, außer hier, durch die Gemeinschaft, in unserem Zustand, und solange ein Mensch nicht hindurchgeht, nicht den Bereich des Machsom durchbricht und so weiter…

Rav: Was du sagst, dass wir keine andere Wahl haben, als mit der Gemeinschaft zu arbeiten, weil der Schöpfer verborgen ist – dass es keine Wahl gibt, das heißt nicht, dass es richtig ist, dass das eine zum anderen führt. Aus Mangel an Wahl nimmst du das, das ist… in Ordnung, so wie du auch aus Mangel an Wahl statt an Spiritualität an Materialität Gefallen findest.

Schüler: Und der zweite Grund ist, dass es ein Beziehungssystem ist – alles, was unten existiert, das gibt es auch oben. Was in dieser Welt funktioniert, funktioniert in der spirituellen Welt, sozusagen sind die Dinge nicht einfach hier unten gefolgert, sondern von oben.

Rav: Ich weiß nicht, ich habe nicht verstanden. Du… ich auf der Ebene dieser Welt tue dir eine gute Tat, du sagst, in der Spiritualität geschieht es auch so, dass du mir eine gute Tat tust.

Schüler: Mir keine gute Tat tun, das ist keine Frage einer guten Tat.

Rav: Aber was ist der Zusammenhang zwischen dem und der Beziehung zum Schöpfer?

Schüler: Wenn ich jetzt gehe, ein Mensch, der sich entscheidet, gemäß dem Glauben der Weisen zu gehen, und ich lese, was der Rav schreibt – dass die einzige Möglichkeit, die der Mensch hat, aus dem „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" kommt; er hat keine Möglichkeit, es gibt keine Möglichkeit im Zustand des Menschen, wie er erschaffen wurde, mit der Spiritualität zu arbeiten, mit dem Schöpfer, er hat keine Möglichkeit, aus seinem Zustand herauszukommen.

Rav: Es gibt keine Möglichkeit, mit der Spiritualität zu arbeiten, mit dem Schöpfer zu arbeiten. In Ordnung, also warum muss ich mit der Gemeinschaft arbeiten?

24:10

Schüler: Daraus, dass wir hier in einer Gemeinschaft sind, lernen wir, diese Beziehungen zu bewahren…

Rav: Nu, na und, ich habe gelernt, Beziehungen mit dir zu bewahren, in Ordnung. Nu und weiter? Warum entsteht aus dem für mich, in mir, geschaffen mir, etwas dem Schöpfer gegenüber?

Schüler: Dann entwickelt sich dasselbe Verlangen, das wir zu erwerben versuchen.

Rav: Warum dann? Ich frage über dieses „dann" – warum sollte das plötzlich so sein?

Schüler: Leben in Gemeinschaft.

Rav: Leben in Gemeinschaft, in Ordnung, Leben in Gemeinschaft. Richtig.

Schüler: Also alles in allem…

Rav: Bis hierher stimme ich dir zu, aber warum gibt es von hier aus noch eine Wendung zum Schöpfer? Wirklich kommt das eine aus dem anderen heraus, warum?

Schüler: Die Verzweiflung des Menschen, er sieht, dass er allein nicht kann. Steht auf und fällt, steht auf und fällt.

Rav: Du hörst nicht, was du sagst, oder du hörst nicht, was ich frage.

Ja.

Schüler: Hier steht alles im Artikel.

Rav: Sicher steht es da, nu.

Schüler: …Seele, wir müssen, dass alle unsere Verlangen in vollkommener Form auf Ihn ausgerichtet sind.

Rav: Warum ausgerichtet?

Schüler: Wir empfinden… auf Ihn, nur auf Ihn.

Rav: Das heißt, ich muss, dass alle meine Verlangen, 613 Verlangen in mir, auf den Schöpfer ausgerichtet sind.

Schüler: Und ich…

Rav: Was ist der Zusammenhang zwischen dem, dass ich meine Verlangen auf Ihn ausrichten will, und dem, dass ich jetzt meine Verlangen auf dich ausrichte?

Schüler: Meine Verlangen, ich bin die ganze Welt, alle Verlangen, die ich habe, das sind innere und äußere Verlangen, und meine privaten Verlangen und auch die allgemeinen, das ist alles dasselbe, und um die äußeren Verlangen in mir zu korrigieren, muss ich sie aus den Freunden sammeln.

Rav: Warum mit denselben Verlangen, mit denen ich mich auf dich beziehe und meine Absicht dir gegenüber korrigiere, beziehe ich mich danach auch auf den Schöpfer und brauche wirklich nichts darüber hinaus? Wenn man darüber hinaus noch etwas braucht, dann ist das wahrscheinlich, nu in Ordnung, kann sein, dass es eine Stufe ist und danach noch eine Stufe. Wo ist das, wo ist der Zusammenhang, warum führt das zu dem?

Schüler: Der Freund führt mich aus meinen äußeren Verlangen heraus. Durch den Freund decke ich meine äußeren Verlangen auf, dass ich an ihnen, ich… an ihnen ist es schwer für mich zu arbeiten, nur durch den Freund kann ich sie aufdecken.

Rav: Du sagst etwas, aber… dass ich durch den Freund meine äußeren Verlangen aufdecke – was sind meine äußeren Verlangen?

26:50

Schüler: Frag den Freund.

Rav: Sag… nu.

Schüler: Mängel.

Rav: Mängel, sicher sind Verlangen Mängel.

Schüler: Es gab ein Gefäß, es heißt Adam haRishon, und es gab seine Beziehung zum Schöpfer. Jetzt gibt es dieses Gefäß nicht, weil es seit damals keine direkten Beziehungen mehr gibt. Wenn ich also jetzt die Beziehungen zwischen den Teilen Adam haRishons korrigiere, so korrigiere ich, so verbinde ich nochmals den…

Rav: Wenn ich meine Beziehungen zum ganzen anderen Gefäß korrigiere, das heißt mit anderen Verlangen, mit 600.000 Seelen, dann korrigiere ich meine Beziehung zum Schöpfer.

Schüler: Ja.

Rav: Warum? Weil im vollständigen, früheren Zustand eine Beziehung zwischen dem Schöpfer und diesem Gefäß bestand, aus all den Verlangen dieses Gefäßes, ja? Wer war der Schöpfer, und überhaupt wer ist der Schöpfer – wir wissen es nicht außerhalb des Gefäßes. Wir wissen, dass der Schöpfer derjenige ist, der sich in all diesen Verlangen offenbart, ja, etwas, das sich in all den Verlangen offenbart, 600.000 Verlangen, das wird für uns Schöpfer genannt, das ist alles, ja, wie er außerhalb davon ist, außerhalb davon ist seine Essenz, das wissen wir nie, ja. Sondern wir wissen, dass der Schöpfer das ist, was sich innerhalb all dieser Gefäße befindet. Wenn ich also meine Beziehung zu all diesen Gefäßen korrigiere und ich dann erlange, was in ihnen ist, wird das genannt, dass ich eigentlich den Schöpfer erwerbe, ja. Oder anders, wie kann man das sagen? Das hat er schön geschrieben, wo ist Gilad… Er hat dort geschrieben „denn nur zwischen uns offenbart Er sich", irgendetwas in der Art, dort hat er solch schöne Worte in seinen Liedern, er weiß nicht, was er schreibt, aber… ja.

29:05

Schüler: Ich mache dieselbe Handlung, dieselbe Beziehung, wie er sich auf die Seelen bezieht – ich beziehe mich auch auf den Freund, ich mache einfach die Angleichung der Form dadurch, dass ich die Seelen, die Verlangen der Freunde an mich verbinde, und ich mache die Handlung der Seele.

Rav: Was kümmert mich Angleichung der Form oder nicht Angleichung der Form? Was ist das nu…

Schüler: Durch die Angleichung der Form werde ich die Verbindung mit Ihm erwerben können.

Rav: Das heißt, wenn ich mich mit meinem Freund in der Angleichung der Form befinde, ja, dass ich mit den Freunden vereinbare, dass ich zur Liebe zu ihnen kommen will, Liebe zu ihnen heißt, dass, wie sich mir offenbart, dass ich mich selbst liebe, ich dieselbe Beziehung zu ihnen erlangen will, ja – was jetzt von dem, von diesem Zustand, davon, dem Schöpfer gegenüber?

Schüler: Ich verstehe wirklich die Beziehung des Schöpfers zu ihnen, wie der Schöpfer sich in Liebe und im Willen zu geben auf sie bezieht, ich versuche, dieselbe Beziehung wiederzugeben, herzustellen.

Rav: Wo finde ich denn dann den Schöpfer? Das ist wirklich, nur Er… das sind die Worte, „denn nur zwischen uns offenbart Er sich". Was heißt das? Dass ich in derselben Beziehung von mir zum Freund, drinnen, in seinem Inneren, den Schöpfer finde. Nicht außerhalb davon. Nicht wie… wir können malen, dass wir zwischen uns in der Beziehung auf einer Ebene den Zusammenhang finden und über uns nach oben.

Aber das ist nur, um es uns so vorzustellen. Richtiger ist es, sich das so vorzustellen, dass in derselben Beziehung zwischen uns, wenn wir „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" tun, wir innerhalb dieses Kanals den Schöpfer aufdecken. Warum? Das heißt, wir decken die Liebe zum Schöpfer auf. Wir kommen dazu. Das ist es, was er sagt: dass dadurch, dass ich mich mit der Allgemeinheit betrübe und ich danach den Trost der Allgemeinheit zu spüren verdiene, ich davon zur Liebe komme, zur Liebe zum Schöpfer.

31:42

Schüler: „Wie dich selbst", das heißt wie er. So wie er sich auf die Seelen bezieht, dann…

Rav: Warum offenbart sich das eine im anderen? Als Folge? Er sagt von Liebe, sie ist nicht verboten, nicht verboten. Man kann sie nicht erzwingen, und durch diese Handlung offenbart sie sich. Die Verpflichtung, sozusagen, zu ihr zu gelangen, nicht dass du Liebe gewaltsam machst, sondern dass du alle Handlungen tust, sodass sie als Folge herauskommt. Wo ist also hier die Folge? Wie, warum sollte sie sich gerade zwangsläufig daraus offenbaren, dass du „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" ausführst?

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", man fängt an… sie sind sozusagen Kanäle zwischen mir und allen, das ist ein Gefäß, ein allgemeines, ein Gefäß, dass innerhalb dieser Kanäle zwischen uns – stell dir so etwas vor, ein Bild: ich, und noch 600.000, und es gibt Kanäle zwischen uns, so, und innerhalb dieser Kanäle, das ist allgemein, das ist Allgemeinheit, das ist ein Gefäß, „eine große Regel der Tora", in dem sich das ganze NaRaNCHaY offenbart, der Schöpfer, innerhalb dieser Kanäle.

Warum? Man muss nichts darüber hinaus malen. Das ist alles nur drinnen. Jetzt, was ist trotzdem der Zusammenhang zwischen diesem und jenem, warum verursacht das jenes? Müssen wir, vielleicht eine Frage in einer anderen Weise auch zu stellen: Muss ich irgendwelche Siwugim de Hakaa mit ihm machen, sodass es sich danach in dem Gefäß offenbart, das ich mit den Freunden, mit der Allgemeinheit, aufgebaut habe, oder nicht?

33:46

Schüler: Nein, denn das ist eine direkte Handlung. Mein Heraustreten über die Grenzen des Genusses, das heißt über die Grenzen des Willens zu empfangen, bewirkt bei meinem Material, beim Willen zu empfangen, in einer anderen Sache Genuss zu finden. Er kann nicht ohne… in einem Zustand der Genusslosigkeit existieren. Und dann der Wechsel des Maßes, sozusagen, mein Heraustreten aus mir selbst, der Aufstieg über den Genuss in Bezug auf meine Stufe, zwingt den Willen zu empfangen, in einem anderen Zustand Genuss zu finden, der ein Zustand ist, der mehr, sozusagen, ohne die Bekleidungen ist, ohne diese Begrenzung „für mich selbst".

Rav: Etwas einfacher. Das… da ist etwas dran.

Ja.

Schüler: Der Schöpfer offenbart sich in der Beziehung zwischen mir und den Freunden, weil das einfach die Kraft ist, die die Beziehung zwischen mir und den Freunden korrigiert. Das ist sozusagen das Material, das diese Handlung macht.

Rav: Nein, nein, nein. Das ist erstens, das ist nicht richtig. Der Schöpfer offenbart sich zwischen mir und dem Freund, weil er hier anwesend sein muss, um die Beziehungen zwischen uns zu korrigieren. Das heißt: „Komm her, komm her, hilf uns, korrigiere die Beziehungen zwischen uns." Und auch wenn er korrekt ist, das ist korrekt: Du bittest ihn um die Kraft der Korrektur und er bringt dir diese Kraft der Korrektur.

Aber damit erwirbst du noch nur die Eigenschaft der Bina. Du verbindest dich mit den Freunden, aber im Erwerb nur der Eigenschaft der Bina, zu geben um zu geben. Das heißt, eine Absicht erwirbst du dadurch. Sicher kommt das von oben. Und auch nicht die Absicht kommt von oben, sondern von oben offenbart sich dir die Größe des Schöpfers, das erscheint dir, das gibt dir Sicherheit, das gibt dir Kräfte, solche Bildungen, dass du daraus die Fähigkeit erwirbst, zu geben, über dem Willen zu empfangen zu sein, auf dem Willen zu empfangen zu reiten, auf den Willen zu empfangen zu herrschen, deinen Willen zu empfangen zu beherrschen.

35:57

Schüler: Das ist schon eine Offenbarung des Schöpfers als ganz…?

Rav: Das ist eine Offenbarung des Schöpfers als groß, gemäß deiner Bitte, dass er sich als groß offenbart, dass du dich mit deinem Willen zu empfangen messen kannst. Du bittest ihn, dass er erscheint, sonst kannst du deinen Willen zu empfangen nicht beherrschen. Du hast keine Quelle, von der du Kräfte nehmen kannst, um ihn zu beherrschen. Du bist in der Mitte, der Entscheidende. Es gibt Mosche, es gibt Israel, und es gibt Amalek. Und Mosche in der Mitte hebt die Hände, Israel siegt, lässt sie sinken, Amalek.

Nu?

Schüler: Also was, Sie sagen sozusagen, dass etwas fehlt, trotzdem nur sozusagen, wie ich Sie richtig verstehe, das ist eine erste, anfängliche Stufe. Hier fehlt noch irgendetwas. Ja?

Rav: Nu, sicher fehlt etwas. Hier offenbart sich der Schöpfer einfach als groß. Nicht einfach, als groß. Daraus entsteht in dir die Kraft um zu geben. Du kannst den Willen zu empfangen beherrschen, aber das ist noch keine Verbindung und keine Liebe und…

37:17

Schüler: Aus dem heraus, dass ich seine Handlungen nachahme, lerne ich, dass es keine andere Möglichkeit gibt. Ich lerne, wie er zu sein, was er macht, und ich verstehe die innere Absicht von dem, was er macht. Ich fühle, dass alle diese Handlungen aus Liebe entspringen.

Rav: Auch das ist richtig, dass dadurch, dass ich selbst über dieselben Handlungen wie der Schöpfer durchgehe, das wird genannt „Aus seinen Handlungen erkennen wir Dich" – dass ich Handlungen des Gebens dem Nächsten gegenüber mache, ich ähnle mich ihm in der Handlung an, wie er Handlungen dem Nächsten gegenüber macht. Daraus decke ich seine Beziehung zum Nächsten auf, was es heißt, dem Nächsten Gutes zu tun.

Dann decke ich aus den Handlungen den Grund auf, warum er das tut, daraus, dass er den Nächsten liebt. Nu, sagen wir, dass das so ist. Und nu, das ist eigentlich die Antwort. In Ordnung. Das ist schon gesprungen von… das ist schon ein Sprung von der dritten Liebe zur vierten.

Daraus, dass ich seine Handlungen erkenne, fange ich an – ich erkenne seine Beziehung zum Geschöpf und auf die… das heißt, daraus, dass ich seine Handlungen wiederhole, verstehe ich seine Beziehung zu den Geschöpfen als Liebe und daraus habe ich Liebe zu ihm.

Ja.

39:33

Schüler: Warum werde ich daraus sozusagen Empfangender um zu geben? Warum? Es sieht aus wie sozusagen Angleichung an ihn, normales Geben.

Rav: Du fragst, wo hier das Geschöpf anfängt, mit seinem Willen zu empfangen in der Absicht um zu geben zu arbeiten? Auf welcher Stufe? Nu? Du wirst antworten.

Schüler: Ich sehe, dass das sozusagen Geben um zu geben ist.

Rav: Geben um zu geben heißt, dass der Schöpfer sich offenbart und ich die Kraft der Bina habe, ja, ich habe Geben um zu geben, aber im Endeffekt habe ich damit nichts gemacht. Damit beherrsche ich den Willen zu empfangen. Ich kann über ihm sein, er beherrscht mich nicht, ich befinde mich über ihm. Bina braucht nichts, sie hat in sich den ganzen Willen zu empfangen, und sie spürt ihn nicht als verpflichtend.

In Ordnung, es stimmt, dass ich ein Geschöpf bin, es stimmt, dass ich einen Willen zu empfangen habe, es stimmt, dass dieser Wille zu empfangen eigentlich irgendwie, an sich, nur genießen will, aber jetzt, weil sich mir die höhere Kraft offenbart hat, will ich ihm ähnlich sein. Warum? Einfach so, das ist schon einmal in das Licht eingewurzelt und man benutzt das. Wie aus Bchina Alef Bchina Bet entsteht, ja, der Schöpfer erscheint, da gibt es Bchina Schoresh und Bchina Alef, schon aus diesen beiden Bchinot ist klar, dass es auch Bchina Bet und Gimel und so weiter geben wird.

Ich habe also jetzt die Kraft erhalten, zu geben um zu geben – wann, was plötzlich fange ich an, in Empfangen um zu geben zu arbeiten, wann? Von welchem Punkt aus lohnt es sich für mich, in Empfangen um zu geben zu arbeiten? Überhaupt, dass ich verstehe, dass es sich für mich lohnt, dass ich anfange, den Willen zu empfangen, der in mir ist, zu segnen? Nu?

41:57

Schüler: Ich weiß nicht, das ist sozusagen eine Stufe von gröberen Verlangen vielleicht, dann ist das sozusagen…

Rav: Nu?

Schüler: Damit kann ich mehr Liebe ausdrücken, ich benutze das als Material.

Rav: Den Freunden gegenüber, kann man das so machen oder nicht? Empfangen um zu geben.

Schüler: Wir haben einmal etwas gesagt, dass sozusagen, wenn ich es ihm zulasse, mir etwas zu geben, dann ihm das sozusagen etwas ermöglicht.

Rav: Aber wir reden eigentlich die ganze Zeit über einen solchen Zustand, dass wir dem Freund geben müssen, sein Verlangen nehmen und anfangen, es zu erfüllen und nur über ihn zu denken. Das heißt, kommen wir mit dem Freund auch in einen Zustand, der Empfangen um zu geben genannt wird?

Schüler: Kann sein.

Rav: Kann sein? Nu, was gibt das mir oder ihm?

Ja.

Schüler: Das ist wie sagen wir, man ermöglicht dem Freund, dir irgendeinen Gefallen zu tun, und das ist sozusagen, du…

Rav: Nu, das scheint mir sehr künstlich. Wenn ich es dem Freund ermögliche, mir irgendeinen Gefallen zu tun, brauche ich dann diesen Gefallen wirklich von ihm?

Schüler: Ja.

Rav: Warum?

Schüler: Sagen wir, ich muss von hier nach Jerusalem gehen. Dann muss ich…

Rav: Wann setze ich mein Verlangen dem Freund gegenüber ein, dass er mir einen Gefallen tut? Es ihm zu ermöglichen, eine Handlung des Gebens zu tun, ja? Damit er jemanden zum Geben hat, der Arme, er hat niemanden, dem er geben kann, ja? Dann offenbare ich meine Verlangen, dass er gibt. Sind diese Verlangen künstlich oder sind sie echt? Wenn sie nicht echt sind, dann ist das nichts, das ist ein abgekartetes Spiel, das ist einfach nicht.

Und wenn sie echt sind, was passiert dann hier?

Schüler: Ich weiß nicht.

Rav: Und der Schöpfer erfüllt mir die Verlangen, ah, der Freund erfüllt mir die Verlangen, ich sage ihm, was ich will, und er liefert mir das. Nu, jetzt will mir die ganze Welt geben und liefert mir alles, was ich will. Wir sagen, der Mensch braucht nicht mehr, als ihm nötig ist, und ich muss sozusagen der ganzen Welt zeigen: Schaut, was für große Gefäße ich habe, bringt, liefert mir. Werde ich dadurch wirklich ein unendliches Gefäß, und die ganze Welt erfüllt mich? Mache ich also keine verbotene Sache, sondern empfange nur, was nötig ist? 45:06

Sie bringen mir jetzt alles, was du willst, ja, Häuser, Autos, Geld, Gold, Speisen, Schönheit, Musik, was auch immer. Schließlich brauche ich insgesamt nur ein Stück Brot und Wasser vielleicht, nicht mehr, den Rest gebe ich der Spiritualität hin, ah? Wenn ich meine Gefäße in der Absicht öffne, dass die Welt, dass die ganze Welt mir sie erfüllt, diese Gefäße – weil sie mir geben wollen, und ich das in der Absicht mache, ihnen die Möglichkeit zu geben, mir zu geben –, das wird nicht genannt, dass ich empfange.

Dann habe ich allen Reichtum der Welt, und das wird nicht genannt, dass ich empfange. Sonst sieht das Bild im Endzustand der Korrektur so aus, dass jeder ein Glas Wasser und ein Stück Brot bekommt, und alle zufrieden und freudig sind, so, ja? Im Gegenteil: unendliche Fülle, und niemand arbeitet für diese Fülle, aber der Hausherr aller Fülle befindet sich da. Du kannst fragen: aber wenn er nicht beabsichtigt, genießt er das oder nicht? Er genießt das, dass er von der ganzen Welt all diese Fülle empfängt, so wie die ganze Welt es genießt, sie ihm zu geben.

Verstehst du, wie sehr man da noch saugen kann? Nicht einfach Reichtum der ganzen Welt, der in einem Gefäß empfangen wird. Reichtum der ganzen Welt, dass jeder dir den bringen will, mit ihren Verlangen. Und man wird genannt, dass man „sich mit Wenigem begnügt". Ah, was für eine Weisheit der Kabbala?

Ja.

47:17

Schüler: Wir haben gesagt, die Liebe, schließlich ist die Liebe zum Schöpfer ein Endzustand, nachdem ich zur Dwekut gelange. Das heißt, die Liebe zu ihm mit meiner Anpassung an ihn. Wie kann man dann sagen, dass ich ihn liebe, weil er alle liebt? Er steht nicht in Anpassung zu allen. Wenn jetzt alle im Willen zu empfangen arbeiten, dann wird das nicht genannt, dass der Schöpfer alle liebt, allen gibt, was ist also Liebe?

Rav: Wir haben in unserer Arbeit eine Stufe, in der du prüfen musst, wie der Schöpfer sich auf alle Geschöpfe bezieht, ja? Das wird genannt, dass du dich zuerst mit der ganzen Allgemeinheit betrüben musst, sehen, wie sehr sie leiden, und sie leiden wirklich, ja, das ist klar. Und danach die Beziehung des Schöpfers zu ihnen prüfen. Das heißt, aufdecken, wie er sich auf sie bezieht – nicht wie sie leiden und nicht warum sie leiden, das deckst du auf, sondern was du prüfen wirst, du wirst seine Beziehung zu ihnen prüfen: ob er ihnen Leid bringt, oder ob er ihnen alles Gute bringt, aber bei ihnen wird das als Leid interpretiert. Das ist es, das ist alles.

Denn wenn die Geschöpfe sich in unkorrigierten Gefäßen befinden, dann empfinden sie gemäß der Größe der Verschlechterung an Stelle der Liebesbeziehung von ihm eine Beziehung des Hasses, das ist klar.

Schüler: Und was ist Liebe?

Rav: Sondern in was drückt sich die Verschlechterung aus? Was ist Liebe?

Schüler: Ja, Wesen, was ist das?

Rav: Oh, das ist eine Frage, was ist Liebe? Entweder Liebe heißt, das Gefäß zu erfüllen, wie es ist, oder Liebe heißt, das Geschöpf zum vollkommenen Ziel zu bringen. Das ist es. Liebe wird genannt dieselbe Beziehung, die vom Schöpfer zum Geschöpf besteht und die sich in „Ende der Handlung im Anfang des Gedankens" offenbart. Was sich offenbart, aber eigentlich ist das die einzige Beziehung vom Schöpfer zum Geschöpf, „gut und Gutes tuend", wie es genannt wird, egal.

Es gibt nie eine andere Beziehung von ihm. Das wird Licht genannt, dass von ihm Licht ausgeht. Das wird genannt, dass er in der Absicht der Liebe, in der Beziehung der Liebe, das Geschöpf aufbaut, das Geschöpf erschafft. Das ist es. Aber aus der Beziehung der Liebe fangen schon hier sofort alle möglichen solche Schrecken an herauszukommen, schreckliche Zustände und Verschlechterungen, Brüche, ja? Was ist das, das ist auch in unserer Welt. In der Spiritualität ist es viel mehr, aber auch in unserer Welt ist das Vernichtung, Erniedrigung, Mord, Erstickung, ich weiß nicht was, schrecklich.

Warum drückt sich seine Beziehung der Liebe gegenüber dem Geschöpf in dem Geschöpf in allen möglichen solchen entgegengesetzten Taten und Gefühlen aus? Nu, gibt es darauf eine Antwort, schon korrekt oder nicht?

Ja.

Schüler: Kann ich vor der Antwort eine Frage stellen?

Rav: Davor oder?

Schüler: Bevor man antwortet.

Rav: Ja. Nu.

51:36

Schüler: Das heißt, dass meine Liebe zum Schöpfer nur am Ende der Korrektur sein kann, das heißt am Ende des Prozesses.

Rav: Sicher, das, wozu wir kommen müssen – wir müssen zur Aufdeckung seiner Liebe zu uns kommen, und das kann nur durch die Erschaffung unserer Liebe zu ihm geschehen.

Schüler: Meine Frage ist die folgende: Einerseits sagen wir, dass sozusagen der ganze Prozess sich aufteilt in Lohn und Strafe und in ewige Liebe, andererseits sagen wir, dass sozusagen jedes Mal, wenn ich schon nach Azilut aufsteige und absteige, korrigiere. Das heißt, meine Frage ist: Spüre ich am Ende jeder Stufe Liebe oder spüre ich erst am Ende der Korrektur Liebe?

Rav: Nein, in jeder Stufe. In jeder Stufe gibt es einen Teil davon.

Schüler: Aber dafür muss man ans Ende des Prozesses gelangen, also wo ist hier sozusagen das Verständnis dieses „am Ende"? Was ist das Wissen vom „am Ende" hier, sozusagen in der Verwirklichung der Stufe?

Rav: Jedes Mal im Aufstieg fühlst du seine Beziehung zu dir, dass die Liebe sich offenbart. In dem Maße, wie du ihm gleich bist, dann deckst du eine Beziehung auf, seine Beziehung.

Schüler: Wie kann ich trennen, ob das Erfüllung in meinem Empfangsgefäß ist oder ob das meine Anähnlichung an ihn ist? Denn ich kann sagen, dass…

Rav: Wie, was ist der Unterschied, ob das Erfüllung im Empfangsgefäß ist oder ob das seine Beziehung zu mir ist? Das ist – wenn du eine ihm ähnliche Handlung tust, dann erkennst du ihn daraus. Du verstehst.

Ja.

Schüler: Sagen wir, es gibt irgendeinen Vater, der seinen Sohn schlägt, ja, er will die ganze Zeit, dass er lernt und wächst und groß wird.

Rav: Ja.

Schüler: Dann sehe ich, dass die Handlungen des Vaters aus Liebe sind, aber trotzdem sein Sohn…

Rav: Woher siehst du, dass die Handlungen des Vaters, der seinen Sohn schlägt, aus Liebe sind?

53:36

Schüler: Wenn ich wie der Vater werde, dann sehe ich es.

Rav: Wenn du wie dieser Vater bist und du sicher bist, dass du den Sohn liebst, und daraus heraus schlägst du ihn, dann weißt du es. Aber wenn du auf einen anderen Vater schaust, woher weißt du es? Daraus, dass er dir ähnelt und du ihm ähnelst? Nu, sagen wir so, ja? Nu, was fragst du dann?

Schüler: Aber auch der Vater sieht, dass der Sohn leidet, wie ist er also sozusagen in Liebe? Wenn ich mich sagen wir mit dem Vater angleiche…

Rav: Das heißt, du fragst so: Wie kann der Schöpfer „gut und Gutes tuend gegenüber Schlechten und Guten" sein, definitiv in unendlichem Aspekt, wenn wir in irgendeinem Teil unseres Lebens leiden? Wenn ich einen Augenblick leide, wie kann es sein, dass er hundert Prozent gut und Gutes tuend ist? Also ist er gut und Gutes tuend, aber wir kommen erst dorthin. Aber jetzt, ist er gut und Gutes tuend oder nicht, wenn ich Leid spüre? Nein. Sicher empfange ich dieses Leid von ihm, das ist nicht jemand anderes, „es gibt nichts außer ihm". Alle Dinge kommen von ihm, ja? Es stimmt, dass das von meiner Verschlechterung abhängt, und auch diese Verschlechterung habe nicht ich gemacht, das ist auf seine Rechnung.

Kurz gesagt, er hat irgendetwas erschaffen, irgendeinen Prozess festgelegt, in dem ich in einem Teil des Prozesses sehr leide. Man kann sagen, bis zum letzten Moment, bis zur Endkorrektur, ja? Warum nenne ich ihn dann trotzdem „gut und Gutes tuend gegenüber Schlechten und Guten", wenn ich 99% des Weges leide und nur in einem Prozent, das heißt im letzten Moment, ich genieße. Ja, das ist die Frage? Nu, antwortet. In Ordnung, ich habe nur diese Frage etwas mehr erklärt. Das ist eine Frage, die er selbst stellt, Baal HaSulam.

Nu?

Schüler: Denn das Wohl ist nicht der Genuss im Empfangsgefäß, den ich jetzt spüren kann. Das Wohl ist, mich heranwachsen zu lassen, das Wohl ist das Ziel.

Rav: Das heißt, er hat eine Rechtfertigung wie für den Vater, der dem Sohn Schläge gibt, ja? Dass er das Beste für den Sohn will, und letztlich wird der Sohn aufwachsen und es wird ihm gut gehen. Und das geschieht durch Schläge, was kann man tun. Aber wenn beim Vater, in unserer Welt, wie du, wie ich, die wir in Gemeinschaft leben, und der Sohn ist in seinem Ego, und die Gemeinschaft ist so, und um irgendeinen Erfolg zu erlangen, muss man hart arbeiten, dann muss der Vater dem Sohn Druck und Schläge geben, damit der Sohn ein Mensch wird.

Aber wenn das nicht ein Vater ist, sondern der Schöpfer, der auch die Gemeinschaft festlegt, und die Natur des Sohnes, und die Natur aller Sachen – warum legt er das in einer solchen Weise fest, dass man dem Kind Schläge geben muss, damit es wächst und so wird? Damit er das anders festlegt. Wir sind in einem Zustand, in dem wir keine Wahl haben, wir müssen das Kind durch Schläge erziehen. Aber wenn ich die ganze Wirklichkeit erschaffen würde, hätte ich das so gemacht, dass ich ihm Schläge geben muss?

Hätte ich so gebaut, dass er wirklich 20, 30 Jahre schwitzen muss, um Mensch zu werden, und dass es gegen seine Natur ist, dass er leidet, der Arme, und die Gemeinschaft schlecht zu ihm ist und Stolperfallen, Hindernisse auf dem Weg? Hätte ich ihm den Weg so gebaut?

57:33

Schüler: Wie soll man ihn aufziehen, wenn nicht so?

Rav: Das frage ich… nein, nein, nicht aufziehen. Warum muss man solche Bedingungen bauen, innere und äußere, um dem Kind Schläge zu geben? Was für eine Grausamkeit ist das. Wir, die Schläge geben, sagen, wir sind nicht grausam, warum? Weil es keine Wahl gibt. Wir denken über den guten Endzustand nach. So rechtfertigt er also auch den Schöpfer, ja? Er sagt: Aber der Schöpfer denkt über das Ende nach, er denkt nicht darüber nach, was in der Mitte ist. Das ist alles richtig, wenn der Schöpfer nicht in der Hand gehabt hätte, alle Bedingungen zu bauen, sowohl Anfang, als auch Mitte, als auch Ende. Aber er legt die Bedingungen fest. Nu?

Schüler: Eigentlich die Frage: Warum endete die Schöpfung nicht in Bchina Alef?

Rav: Weiß ich nicht. Aber warum hat der Schöpfer den ganzen Prozess auf dem Weg des Leidens festgelegt? Allmächtig, hier gibt es viele Sachen, nu, wenigstens etwas Geringes.

Wegen dir hat er danach gefragt und auch eine Antwort gefunden?

Schüler: Hinzufügen…

Rav: Ah, hinzufügen, bitte.

Schüler: Sogar wenn das Kind gewachsen ist, ja? Und schließlich verlangt – im Endeffekt war alles, was sie ihm angetan haben, zu seinem Wohl, alles war zu seinem Wohl, alle Handlungen sind zu seinem Wohl. Aber wie verschwindet trotzdem das Leid, das er gelitten hat?

Rav: Oh, du sagst, sagen wir, dass man den ganzen Weg durchgeht und ans Ende kommt und genießt – dann vergessen wir vielleicht in unserer Welt, und auch nicht. Geh zu jemandem, der zu irgendeinem Gipfel gekommen ist, und frag ihn, er wird sagen: Wie viel ich gelitten habe, und du weißt, wo ich war und was ich gemacht habe. Vielleicht jetzt genießt er, und das fügt ihm irgendeinen Geschmack hinzu, man braucht immer ein bisschen Salz und ein bisschen Pfeffer, ja? Das ist es. Aber ein bisschen Weinen, das in der Freude ist, das fügt alles eine Art hinzu, die Geschmäcker etwas zu brechen.

Aber auch das ist eigentlich nicht vollkommen, richtig? Das heißt, vergisst der Mensch, der zum Ende kommt, alles, und wofür hat er das durchgemacht, ja? Oder er vergisst nicht, aber alle diese Dinge betrachtet er, und jetzt unterstützen sie genau diesen Zustand, er genießt davon, aber die Vergangenheit war trotzdem schlecht. Ja, er fängt schon an, das in der Hakdama leTES zu sehen, ja?

Schüler: Nein, das Gleichnis vom Wachstum des Egos.

Rav: Genau.

Schüler: „Reicher im Keller", schreibt er.

Rav: Reicher im Keller, ja, korrekt, aber in der Hakdama leTES erklärt er diese Stufen, ja? Nu, vergisst man also wirklich die Vergangenheit? Was macht man mit der Vergangenheit? Wie kann man die Vergangenheit auf eine solche Weise rechtfertigen, dass die Vergangenheit nicht existiert? Denn wenn die Vergangenheit doch existent bleibt, gibt es keine Endkorrektur. Das ist weder Ende noch Korrektur, ja? Das ist es. Wie kann man also so machen, dass es keine Vergangenheit gibt – war sie oder war sie nicht?

Was deckt der Mensch auf? Er schreibt, dass der Schöpfer sich immer auf ihn bezogen hat, niemals würde er sich auf ihn schlecht beziehen, und er bezieht sich immer auf ihn als gut. Nu, in Ordnung, aber ich habe schlecht empfunden, und du hast mir all diese Bedingungen festgelegt, in denen ich schlecht empfunden habe, nu? Also stimmt, du hast dich gut auf mich bezogen. Aber wird das gut genannt, wenn du mir trotzdem schlechtes Empfinden verursacht hast?

Ja.

61:31

Schüler: Bis dahin, wenn ich das in eine notwendig funktionale Form für den Prozess bringe – das heißt, meine Wahrnehmung war falsch, das heißt, der Geschmack, den er als schlecht geschmeckt hat, ist gar nicht schlecht. Das ist kein Zustand, das ist – mit denselben Gefäßen misst er das. Er misst das nicht in Begriffen von gut oder schlecht; sonst, wenn diese Begriffe gleich bleiben, wird das immer schlecht bleiben, denn schlecht ist die Empfindung.

Rav: Sag mir nicht, dass ich danach etwas anderes sein werde, jemand anderes. Bisher empfindet man schlecht oder empfindet man nicht schlecht? Was macht man damit? Kannst du die Wirklichkeit auslöschen?

Schüler: Nein.

Rav: Nu, also was, also wie? Ich komme jetzt zu dir und gebe dir einen Schlag. Danach lieben wir uns, danach sind wir Freunde, was für ein… das kann man auslöschen oder nicht?

Schüler: Nein.

Rav: Nein, also wo ist hier dann trotzdem die Vervollkommnung über die Vergangenheit? Nicht dass man einander vergibt und empfindet und alles in Ordnung ist, und jetzt – du kannst dich nicht auf den Schöpfer wie auf einen Vater beziehen, der mangels Wahl es dir so getan hat. Korrektes Beispiel mit dem Reichen im Keller, ja? Mit dem Sohn des Reichen im Keller. Aber hier, mit einem König, der seinen Sohn in den Keller gebracht hat, ja? Und reiste, dann will er das Kind erziehen, ein König zu werden, ja? Ja. Warum hat er die Dinge in einer solchen Weise festgelegt?

Wir reden über den Willen zu empfangen, ja? Und über innere Bedingungen des Willens zu empfangen und äußere darum – warum hat er das in einer solchen Weise festgelegt? Das ist keine philosophische Frage. Hier ist die Hälfte der Sache. Es stimmt, dass der Schöpfer sich so auf uns bezieht, uns aus der Finsternis heraus lehrt, ihm gleich zu sein, aber warum ist es in einer solchen Weise notwendig, dass er es so festgelegt hat, und warum… dass wir das rechtfertigen können, aber ich weiß trotzdem nicht, wohin das Leid verschwindet.

Ja.

63:47

Schüler: Um Selbständigkeit zu ermöglichen. Es gibt keine anderen Bedingungen für Selbständigkeit.

Rav: Mein Lieber, er ist allmächtig.

Schüler: Was heißt, er ist allmächtig? Da gehst du überhaupt in die Philosophie hinein. Du sagst: Also warum hat er mich nicht selbständig erschaffen?

Rav: Nein, nein, nein, nein, nein. Selbständigkeit ermöglichen…

Schüler: Warum hat er mich nicht selbständig erschaffen? Wenn er sich in den Prozess einmischt, ermöglicht er mir keine Selbständigkeit, außer wenn er das so festlegt. Wenn du jetzt sagst, jetzt frage ich dich etwas anderes, du kannst entgegnen, wenn er Schöpfer ist, warum hat er mich also nicht selbständig erschaffen, das ist schon sozusagen…

Rav: Gut, in Ordnung. Bislang in Ordnung. Gut, lernen wir. Was tun, hier ist… steigen wir nochmal hinab, was schon weiter unten ist.

(Ende der Lektion)