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Transkript des Morgenunterrichts vom 26.11.2007
Baal
HaSulam,
„Talmud
Esser
haSefirot",
Band
1,
Teil
2,
Punkte
6–7
Vorleser: „Talmud Esser haSefirot", Band 1, Teil 2, Seite 53, Punkt 6, in den Worten des ARI.
Punkt
6
Adam
Kadmon
breitete
sich
von
Ejn
Sof
bis
zum
Sof
von
Azilut
aus,
und
alle
Welten
sind
in
ihm
eingeschlossen.
Und
es
ist
uns
verboten,
uns
mit
ihm
zu
beschäftigen
„6) Und (400) dieser Adam Kadmon (1) breitete sich vom Ende zum Ende aus, vom oberen Ende bis zum unteren Ende, im gesamten Raum von Azilut. Und in diesen Adam sind alle Welten eingeschlossen, allerdings ist es uns verboten, über den (2) inneren Aspekt und über das Wesen von diesem Adam zu sprechen und sich damit überhaupt zu beschäftigen."
* Ez Chaim, Tor 1, Zweig 2.
Vorleser: Wir lesen in Or Pnimi die Anmerkung ⁽²⁾. Sie bezieht sich auf die Worte „Innerer Aspekt und das Wesen".
„2) Das Innere, d. h. das Or Ejn Sof, ist in sie eingekleidet, und ihr Wesen - das ist GaR in ihr. Wir haben bereits geklärt (s. Einführung, Punkt 27), dass wir keine Möglichkeit haben, über die ganzen GaR zu sprechen, die in jeder Stufe und dem Parzuf sind, und sogar in der Welt Assija. Dagegen können wir uns mit den Eigenschaften SaT, den sieben unteren Sefirot, beschäftigen, sogar mit den SaT, die zu GaR von Adam Kadmon angehören."
Vorleser: Noch einmal die kleine ⁽²⁾. Sie bezieht sich auf die Worte „Innerer Aspekt und das Wesen".
„2) Das Innere, d. h. das Or Ejn Sof, ist in sie eingekleidet, und ihr Wesen - das ist GaR in ihr. Wir haben bereits geklärt (s. Einführung, Punkt 27), dass wir keine Möglichkeit haben, über die ganzen GaR zu sprechen, die in jeder Stufe und dem Parzuf sind, und sogar in der Welt Assija. Dagegen können wir uns mit den Eigenschaften SaT, den sieben unteren Sefirot, beschäftigen, sogar mit den SaT, die zu GaR von Adam Kadmon angehören." 2:00
Rav: Gut, darüber haben wir schon gelernt. Wir können nur aus den Kelim heraus sprechen, also über den Stoff und über die Form, die in den Stoff eingekleidet ist. Das heißt: welche Form die Kelim bekommen, wenn sie mit dem Massach sind. Diese Form ist die Form, in der sie vom Licht beeindruckt sind, von der Eigenschaft des Gebens. Darüber sprechen wir, über die Form, die das Kli bekommt. Wir sprechen nicht über das Licht selbst. Wir sprechen darüber, welche Form ein Kli bekommt, das sich dem Licht angleichen will, und diese Form nennen wir Licht.
Das ist zum Beispiel so (Zeichnung): Ich habe ein Kli, ja? Es gibt ein Kli, also gibt es insgesamt Stoff und seine Form. Seine Form. Diese Form heißt Licht, weil das Kli sie vom Licht bekommt und sich dem Licht angleicht. Das heißt, Massach und Or Choser sind das Licht, über das wir sprechen. Was das Kli wirklich füllt, wissen wir nicht. Das ist schon abstrakte Form, die verstehen wir nicht, und das Wesen erst recht nicht.
Deshalb sprechen wir über die Eigenschaft des Gebens, die unser Kli, unser Verlangen, bekommt. Das nennt man das Licht, das nennt man Schöpfer. Deshalb heißt der Schöpfer (Bore) „Komm und sieh" (Bo u-Re). Mach deine Form Ihm gleich, dann wirst du die Höhere Kraft sehen. Woher? „Aus Deinen Taten erkennen wir Dich", und nicht anders, nur aus der Form, die du bekommst. In GaR haben wir noch keine Kelim, die eine Form des Gebens bekommen, deshalb haben wir dort keinen Halt und kein Erreichen. 4:52
Deshalb ist GaR in jeder Stufe wie die Igulim (Zeichnung). Nur in SaT haben wir Erreichen, Empfindung, Verständnis und Erkenntnis, denn hier ist der Stoff (siehe Zeichnung). Das ist Malchut, die alle möglichen Eigenschaften des Gebens bekommen hat. Das nennt man: Sie hat eine Form im Stoff bekommen. Darin gibt es noch viele Unterscheidungen, denn wir sprechen von Chessed, Gwura, Tiferet, Nezach, Hod und Jessod vor Malchut. Was ist der Unterschied zwischen ihnen? Der Unterschied ist nicht der Stoff, der eine Form des Gebens bekommen hat, nein. Sie sind noch eine Ausbreitung des Stoffes, der noch nicht zum Stoff geworden ist.
Der Stoff ist wirklich Malchut. Sie ist das vollständige Verlangen zu empfangen, von dem die Rede ist. Die vorherigen Formen sind noch nicht der Stoff, noch nicht jemand, der fühlt, entscheidet und empfängt. Deshalb kann nur Malchut darauf reagieren, nachdem sie alle möglichen Unterscheidungen bekommen hat (siehe Zeichnung). Sie reagiert insgesamt im Bereich von SaT, und GaR ist nur die Wurzel. Na, darüber sprechen wir noch.
Weiter.
6:44
Vorleser: Wir lesen Punkt 7 oben, in den Worten des ARI.
Punkt
7
Zuerst
traten
die
Igulim
und
danach
Yosher
aus.
Wir
beschäftigen
uns
nicht
mit
den
Igulim,
sondern
ausschließlich
mit
Yosher
„7) Allerdings (3) kamen zuerst die Zehn Sefirot als Igulim heraus, die einen eingeschlossen in den anderen, und danach breitete sich Yosher innerhalb der Igulim aus, als Abbild des einen Adam, (4) entlang aller Igulim, die oben erwähnt wurden. Aber (5) wir beschäftigen uns gar nicht mit den Igulim, sondern ausschließlich mit Yosher."
Vorleser: Noch einmal Punkt 7 oben.
Punkt
7
„Zuerst
traten
die
Igulim
und
danach
Yosher
aus.
Wir
beschäftigen
uns
nicht
mit
den
Igulim,
sondern
ausschließlich
mit
Yosher"
Rav: So lernen wir es auch: Wir lernen die Igulim, die in der Welt Ejn Sof hervorkamen. Gewöhnlich zeichnen wir die vier Bchinot zwar so, wie eine kleine Tasse, aber es geht trotzdem um Igulim. Bis hin zu Ejn Sof, zu Malchut de Ejn Sof, die alles empfangen hat und beschloss, einen Zimzum zu machen, ist alles in Igulim, auch die Welt des Zimzum.
Erst danach beschließt sie: Nach dem Zimzum werden die Igulim vom Licht geleert, und den Chalal, der dann bleibt, fülle ich durch Yosher. Dann kommt der Kav in den Chalal der Igulim und fängt an, diesen ganzen Raum zu füllen. Das heißt, die Igulim gingen natürlich Yosher voraus.
8:22
Vorleser: Punkt 7.
„7) Allerdings (3) kamen zuerst die Zehn Sefirot als Igulim heraus, die einen eingeschlossen in den anderen, und danach breitete sich Yosher innerhalb der Igulim aus, als Abbild des einen Adam, (4) entlang aller Igulim, die oben erwähnt wurden. Aber (5) wir beschäftigen uns gar nicht mit den Igulim, sondern ausschließlich mit Yosher."
Vorleser: Die kleine ⁽³⁾ bezieht sich auf die Worte „Kamen zuerst Zehn Sefirot als Igulim heraus".
Erklärung
Or
Pnimi
zu
Punkt
7
„3)
Wir
haben
bereits
geklärt,
dass
sich
die
Igulim
sofort
während
des
Zimzum
und
dem
Rückzug
des
Lichts
offenbart
haben.
Und
danach
offenbarte
sich
Yosher
auf
die
Weise,
dass
die
Igulim
als
Ursache
definiert
werden,
die
eine
Erscheinung
des
Lichts
des
Kav
hervorruft
(s.
„Fragen
und
Antworten
über
die
Bedeutung
der
Themen“,
Punkt
42)"
Vorleser: Die ⁽⁴⁾ auf Seite 54 bezieht sich auf die Worte „Entlang aller Igulim".
„4)
Das
heißt
von
der
oberen
Grenze
bis
zur
unteren
Grenze.
Betrachten
wir
es
anhand
eines
imaginären
Beispiels
materieller
Beziehungen
und
studieren
wir
nach
ihm
seine
spirituelle
Wurzel.
Dieses
Beispiel
können
wir
anhand
der
drei
Merkmale
verstehen:
die
obere
Grenze,
die
untere
Grenze
und
die
Entfernung
zwischen
ihnen.
Genauso
muss
man
die
spirituellen
Beziehungen
abschätzen:
zuerst
sollst
du
die
unterste
Grenze
der
Stufe
bestimmen,
d.
h.
ihr
letztes
gröbstes
Teil,
wo
es
nach
der
Awiut
nichts
niedrigeres
mehr
gibt.
Und
dadurch,
dass
du
die
untere
Grenze
erkennst,
erhältst
du
zugleich
die
obere
Grenze,
denn
der
Maß
der
Awiut
des
letzten
Teils
bestimmt
die
Höhe
des
Or
Choser
(s.
„Innere
Betrachtung“,
Punkt
86)
Als
Beispiel
erreicht
die
Awiut
von
Bchina
Dalet
in
Bchina
Dalet
die
Höhe
Keter
de
Keter.
Dagegen
erreicht
die
Awiut
von
Bchina
Gimel
in
Bchina
Dalet
nur
die
Höhe
Keter
de
Chochma
und
Bchina
Bet
in
Bchina
Dalet
-
Keter
de
Bina
usw.
Auf
diese
Weise,
wenn
die
untere
Grenze
bekannt
ist,
klärt
sich
sofort
die
obere
Grenze
auf.
Folglich
wenn
beide
Enden
der
Stufe
bekannt
sind,
klärt
sich
danach
die
Entfernung
zwischen
ihnen
auf.
Die
spirituelle
Entfernung
bedeutet
einen
Unterschied
der
Eigenschaften
zwischen
beiden
Objekten,
denn
das
Maß
des
Unterschieds
der
Eigenschaften
bestimmt
die
Entfernung
zwischen
ihnen.
Wenn
die
untere
Grenze
beispielsweise
Bchina
Alef
in
Bchina
Dalet
ist,
finden
wir,
dass
die
obere
Grenze
nur
bis
zur
Höhe
von
Keter
de
SA
reicht
(s.
„Innere
Betrachtung“
für
Details).
Und
die
Entfernung
ist
nicht
so
bedeutsam.
Dagegen,
wenn
die
untere
Grenze
Bchina
Bet
ist,
ergibt
sich
daraus,
dass
die
obere
Grenze
Keter
de
Bina
ist,
und
die
Entfernung
zwischen
ihnen
sind
schon
zwei
Stufen
der
Awiut,
d.
h.
Bchina
Alef
und
Bchina
Bet.
Wenn
die
untere
Grenze
sogar
Awiut
der
Bchina
Gimel
in
Bchina
Dalet
ist,
finden
wir,
dass
die
obere
Grenze
Keter
de
Chochma
ist,
und
die
Entfernung
hier
bereits
drei
Stufen
beträgt.
Und
so
weiter
auf
die
gleiche
Weise.
Dies
erfordert
ein
besseres
Verständnis."
12:05
Rav: Ist verständlich, worum es geht, oder nicht?
⁽⁴⁾ oben: „und danach breitete sich Yosher innerhalb der Igulim aus, als Abbild des einen Adam, (4) entlang aller Igulim, die oben erwähnt wurden".
⁽⁴⁾ unten:
„4)
Das
heißt
von
der
oberen
Grenze
bis
zur
unteren
Grenze.
Betrachten
wir
es
anhand
eines
imaginären
Beispiels
materieller
Beziehungen
und
studieren
wir
nach
ihm
seine
spirituelle
Wurzel.
Dieses
Beispiel
können
wir
anhand
der
drei
Merkmale
verstehen:
die
obere
Grenze,
die
untere
Grenze
und
die
Entfernung
zwischen
ihnen."
So
stellen
wir
die
Entfernung
immer
dar:
ein
Punkt,
ein
zweiter
Punkt
und
das,
was
dazwischen
ist,
ja?
„Genauso
muss
man
die
spirituellen
Beziehungen
abschätzen:
zuerst
sollst
du
die
unterste
Grenze
der
Stufe
bestimmen,
d.
h.
ihr
letztes
gröbstes
Teil,"
das
nennt
man
„letzte",
„wo
es
nach
der
Awiut
nichts
niedrigeres
mehr
gibt.
Und
dadurch,
dass
du
die
untere
Grenze
erkennst,
erhältst
du
zugleich
die
obere
Grenze,
denn
der
Maß
der
Awiut
des
letzten
Teils
bestimmt
die
Höhe
des
Or
Choser
(s.
„Innere
Betrachtung“,
Punkt
86)."
Das
Maß
der
Zakut¹.
„Als
Beispiel
erreicht
die
Awiut
von
Bchina
Dalet
in
Bchina
Dalet
die
Höhe
Keter
de
Keter.
Dagegen
erreicht
die
Awiut
von
Bchina
Gimel
in
Bchina
Dalet
nur
die
Höhe
Keter
de
Chochma
und
Bchina
Bet
in
Bchina
Dalet
-
Keter
de
Bina
usw.
Auf
diese
Weise,
wenn
die
untere
Grenze
bekannt
ist,
klärt
sich
sofort
die
obere
Grenze
auf.
Folglich
wenn
beide
Enden
der
Stufe
bekannt
sind,
klärt
sich
danach
die
Entfernung
zwischen
ihnen
auf.
Die
spirituelle
Entfernung
bedeutet
einen
Unterschied
der
Eigenschaften
zwischen
beiden
Objekten,
denn
das
Maß
des
Unterschieds
der
Eigenschaften
bestimmt
die
Entfernung
zwischen
ihnen.
Wenn
die
untere
Grenze
beispielsweise
Bchina
Alef
in
Bchina
Dalet
ist,
finden
wir,
dass
die
obere
Grenze
nur
bis
zur
Höhe
von
Keter
de
SA
reicht
(s.
„Innere
Betrachtung“
für
Details).
Und
die
Entfernung
ist
nicht
so
bedeutsam.
Dagegen,
wenn
die
untere
Grenze
Bchina
Bet
ist,"
gröber,
das
heißt
weiter
unten,
„ergibt
sich
daraus,
dass
die
obere
Grenze
Keter
de
Bina
ist,"
die
höhere,
„und
die
Entfernung
zwischen
ihnen
sind
schon
zwei
Stufen
der
Awiut,
d.
h.
Bchina
Alef
und
Bchina
Bet.
Wenn
die
untere
Grenze
sogar
Awiut
der
Bchina
Gimel
in
Bchina
Dalet
ist,"
das
heißt
noch
weiter
unten,
noch
gröber,
„finden
wir,
dass
die
obere
Grenze
Keter
de
Chochma
ist,
und
die
Entfernung
hier
bereits
drei
Stufen
beträgt.
Und
so
weiter
auf
die
gleiche
Weise.
Dies
erfordert
ein
besseres
Verständnis."
15:03
Das heißt: Je weiter unten und je gröber das Kli ist, desto höher ist entsprechend das Or Choser, und desto größer ist die Entfernung zwischen ihnen. In der Spanne zwischen ihnen enthüllt sich uns das Licht. Denn das Licht, das Beeindrucktsein, die Erregung, enthüllt sich im Zusammenstoß zwischen dem Kli und dem Licht. Zum Beispiel: Wenn ich hungrig bin und die Speisen lecker sind, dann bricht das Gefühl hervor. Wenn ich dagegen sehr hungrig bin, das Essen aber nicht so lecker ist, spüre ich trotzdem Genuss darin, weil mein Verlangen groß ist.
In der Spiritualität gibt es im Höheren Licht aber alle Geschmäcker, und es hat von sich aus keine Begrenzung und kein Bild. Dann hängt alles vom Unteren ab. Und je gröber der Untere ist – was sagt er dann? Geh zuerst zur Awiut. Wo ist deine Awiut, von der aus das Or Choser anfängt? Von welcher Stufe deiner Awiut aus kannst du anfangen aufzusteigen? Vielleicht solltest du nicht zu weit gehen. Vielleicht bist du nur auf Stufe Bet oder Alef der Awiut, von der aus du Or Choser erheben kannst und nicht mehr. In Ordnung, dann weißt du, wozu du kommst.
Wenn du aber zu einer noch gröberen Awiut gehst und von dort Or Choser machen kannst, dann kommst du zu viel größeren Genüssen, zu viel größerem Licht. Im Licht sind alle Genüsse. Das heißt, eigentlich hängt alles vom Punkt der Awiut ab, von dem aus man Massach und Or Choser machen kann.
Und Punkt 8.
Vorleser: Die kleine ⁽⁵⁾.
Rav: Ah, die ⁽⁵⁾, Entschuldigung.
16:56
Vorleser: Die kleine ⁽⁵⁾, „Wir beschäftigen uns gar nicht mit den Igulim". Die ⁽⁵⁾ unten.
„5) Und dies ist so, weil Igulim die ersten drei Sefirot de Yosher umgeben (s. oben, Teil 2, Kap. 1, Punkt 100). Es ist bekannt, dass seitens deren Kelim sie uneingeschränkt zu GaR de Yosher aufsteigen. Und wie wir bereits wissen, haben wir keine Erlaubnis über GaR zu sprechen und sich mit ihnen zu beschäftigen. Und deshalb ist uns verboten, uns mit jeglichen Eigenschaften der Igulim zu beschäftigen." 17:28
Rav: Das heißt, die Igulim sind natürlich höhere Kelim als Yosher. Sie haben keine Begrenzungen. Sie sind dem Licht nahe, weil es noch keinen Unterschied gibt; man spürt keinen Unterschied zwischen ihnen. Hier gibt es eine Sache und ihr Gegenteil. Nehmen wir zum Beispiel ein Baby, wie wir es vom Embryo lernen: Er ist ein Fremdkörper im großen Körper der Frau. Aber weil er annulliert ist und von sich aus keine Handlung macht, ist er dort kein Fremdkörper, der im anderen Körper, im Körper der Frau, ein Problem verursacht.
So sind die Igulim. Sie sind Stoff, sie sind Verlangen zu empfangen, das Gegenteil des Lichts. Warum können diese Igulim also im Licht sein? Wir sagen ja, bevor der Zimzum geschah, waren „Er und Sein Name eins", wie in den Pirkej de Rabbi Elieser. Das geht, weil sie von sich aus keine Handlung machen. Wir haben also einen Zustand, in dem sie zusammen sind, in vollständiger Dwekut, Er und Sein Name eins. Aber weil das Licht herrscht, weil der Schöpfer herrscht, tut der Untere nichts.
Danach enthüllt sich im Unteren, wie sehr er dem Höheren entgegengesetzt ist, und er will mit eigenen Kräften dahin kommen, wie der Höhere zu sein. Dann gibt es schon eine Arbeit vonseiten des Unteren. Dann kommen wir schon auf dem Weg von Yosher voran, durch all diese Arbeiten, durch solche kleinen, punktuellen Arbeiten: noch etwas Massach, noch etwas Massach. So kommt man zur Angleichung der Form.
Das war's. Damit haben wir Teil 3³ im Wesentlichen abgeschlossen. Uns bleiben nur noch die „Histaklut Pnimit" und noch einige Dinge.
Ja.
19:52
Schüler: Eine Frage aus Beit Shemesh: Wo ist der Massach in der Zeichnung von Stoff und Form, die Sie gezeichnet haben?
Rav: Die Form selbst ist der Massach: dort, wo das Kli sich selbst davon abhält, einfach nur Verlangen zu empfangen zu sein. Ein bloßes Verlangen zu empfangen, das sind Igulim. Sagen wir: Welches Verlangen zu empfangen habe ich? Igulim. Warum Igulim, wie kann das sein? Entweder Igulim oder Yosher. Ich will alles verschlucken, so viel es gibt, so viel mir enthüllt ist. Wenn ich eine Form bekommen und die Spiritualität kennenlernen will, muss ich aus mir selbst eine Form machen. Das ist eine Begrenzung, das ist Zimzum und Massach.
Die Form, die der Stoff bekommt, sind also Massach und Or Choser. Und was dieser Massach und dieses Or Choser bekommen, ist die Form des Gebens, die Form des Schöpfers, die das Geschöpf kennt. In dieser Form enthüllt es, wer ihm diese Form gebaut hat und zu welchem Zweck; das sind schon innerere Erkenntnisse. So kommt es zur Dwekut. Von seiner Form des Gebens kommt es zum Verständnis und zum Erreichen dessen, der das verursacht, und zur Dwekut mit Ihm.
(Ende des Unterrichts)