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Transkript Morgenunterricht 30.10.2002
Buch „Schriften des Rabash", Band 2, Teil „Stufen der Leiter" (Shlavei haSulam) Artikel „Was bedeutet „An jedem Tag werden sie wie neu in deinen Augen sein“ in der Arbeit?"
Rav: Wir haben den bewegenden Artikel gehört, Band 3, „Stufen der Leiter", Buch Dwarim, Wochenabschnitt Ki Tawo, „Was bedeutet „An jedem Tag werden sie wie neu in deinen Augen sein“ in der Arbeit?".
Was heißt „sie sollen jeden Tag wie neu sein"? Der Wille zu empfangen ist nichts Neues – er existiert in derselben Form seit dem Anfang der Schöpfung und in alle Ewigkeit. „Sie sollen in deinen Augen wie neu sein" – das Neue liegt einzig darin, dass es eine Absicht gibt, eine Erneuerung in der Absicht, um zu geben. Denn in der Absicht ist der Mensch immer im Auf und Ab, immer in Klärungen, und an der Absicht messen wir den Menschen.
Am Anfang ist der Mensch in einem Zustand ganz ohne Absicht. Er ist gewohnt, Handlungen zu machen, an die ihn seine Erziehung gewöhnt hat – eine religiöse Erziehung oder eine säkulare Erziehung. Das nennt man, die Handlungen „wie angelernte Menschen" auszuführen. Also: So, wie die Menschen es ihn gelehrt haben, so führt er es aus. Und dabei hat er sicher überhaupt keine Absicht, sondern die Gewohnheit ist zur zweiten Natur geworden.
So ist es bei denen, die eine religiöse Erziehung bekommen haben, und genauso bei denen, die eine säkulare Erziehung bekommen haben. Gegenüber der Absicht zählen diese Dinge nicht, denn der Mensch ist nicht darin. Man kann jeden nehmen und ihn erziehen, wie man will, und dabei bleibt er dann, er nimmt seine Form an. Hier gibt es noch keinen Menschen. „Mensch" heißt derjenige, der aus freier Wahl an sich selbst die Form des „Menschen" macht, die dem Schöpfer ähnlich ist. Und in diesem Prozess gibt es die Sache der Absicht lo liShma und danach liShma.
In lo liShma gehen alle seine Anstrengungen ein, von dem Moment an, in dem er anfängt, am Punkt im Herzen zu arbeiten, in dem er irgendein Erwachen bekommt, sich dem Schöpfer anzunähern. Das dauert viele Jahre – zehn oder fünfzehn Jahre kann dieser Prozess dauern, je nach Menge und vor allem nach Qualität der Anstrengung. Aber auch wenn er so viele Jahre gearbeitet hat, in Aufstiegen und Abstiegen war, sich entfernt hat und sich in allen möglichen Zuständen wieder angenähert hat – wenn er danach das „um zu geben" erlangt, die richtige Absicht, dann geht seine ganze Anstrengung ein, sogar aus mehreren Umläufen. Vielleicht hat er es in einem Umlauf nicht geschafft, egal: All diese Anstrengungen gehen unter die Absicht „um zu geben" ein, die er erworben hat, und sie alle gehen für ewig in seine Arbeit ein. 3:20
Alles Übrige, was er als Erziehung bekommen hat, zählt nicht zur Stufe des Menschen, das ist gleich null. Und so fügt er immer weiter hinzu, jedes Mal in Aufstiegen und Abstiegen gegenüber der Absicht. Unser Problem ist: Wir denken und messen unsere Zustände als gut oder schlecht, als Aufstiege und Abstiege – gemessen an unserem Zustand, unserer Stimmung, unserem körperlichen Zustand, daran, wie wach wir in der Arbeit sind. Und das gehört überhaupt nicht zum wahren Zustand.
Die Absicht um zu geben oder um zu empfangen, die Schärfe der Absicht, ihre Klarheit, die Erkenntnis des Bösen in ihr und die Fähigkeit, vielleicht das Gute zu tun oder auch nicht – all das misst sich nicht nach unserem Gefühl, sondern nach dem Gegenstand selbst, nach der Absicht selbst. Nur daran, wie tief wir in der Klärung der Absicht stehen, können wir unser Vorankommen messen. Es kann sein, dass ein Mensch in Klärungen ist, in denen er ganz und gar „um zu empfangen" ist und gar nichts „um zu geben" hat, und darin ist er weit vom Schöpfer entfernt. Darin ist er weit vom Schöpfer entfernt, richtig – aber er ist dem Schöpfer nahe darin, dass er in der Klärung der Absicht vorankommt und im Prozess der Korrektur vorankommt.
Deshalb bestimmt unser Gefühl gar nichts auf der Leiter der Stufen, die wir Schritt für Schritt hinaufsteigen. Gemessen werden darf nur an der Klärung in der Absicht. Und Klärungen, ob gute oder schlechte, egal: Je tiefer sie sind, desto weiter fortgeschritten sind sie. Deshalb soll man sich nur nach Erneuerungen in der Absicht sehnen. Also die ganze Zeit prüfen: Wie ist mein Verhältnis zum Schöpfer, wie verhalte ich mich zu Ihm? So die ganze Zeit die gegenseitige Verbindung prüfen, das Beziehungsgeflecht, und die ganze Zeit so weit wie möglich darin in die Tiefe gehen. 6:11
Aber Gott bewahre, dass man dabei anfängt, irgendwelche eingebildeten Beziehungen aufzubauen, wo es dem Menschen so scheint: So mache ich es Ihm, und so macht Er es mir zurück – Gott bewahre. Sondern noch einmal: nicht „ich mache Ihm und Er macht mir", nicht in der Handlung, sondern in der Absicht – was ich in Bezug auf Ihn bin, wie ich an Ihn denke, wie ich auf Ihn ausgerichtet bin. Das heißt, all unsere Probleme kommen daher, dass wir von der Absicht auf die Handlung hinuntersteigen, und dann haben wir diese ganze Verwirrung: Ich habe so gehandelt, und der Schöpfer macht mir das.
Über „ich habe gehandelt" reden wir gar nicht, wir verstehen überhaupt nicht, was „ich habe gehandelt" ist. Ich höre in letzter Zeit viele solche Sachen, dass man alle möglichen Rechnungen aufstellt: Der Schöpfer macht uns das, weil wir dies und jenes so und so machen. Als wären wir alle zu Propheten geworden. Wir kennen den Teil der Schöpfung nicht, in dem all die Handlungen ausreifen, die danach auf uns herabkommen – und plötzlich kennen wir angeblich das ganze System von Azilut, wo unser MaN verbunden ist mit dem, was wir … zurück als MaD empfangen werden.
Und die Leute fangen an, so ein wildes, eingebildetes Beziehungsgeflecht aufzubauen, wirklich wilde Einbildung. Es scheint ihnen, sie könnten schon wirklich bestimmen, warum der Schöpfer so handelt und warum Er das so macht. Aber davon gibt es überhaupt kein Verständnis. Wir wissen das nicht, weil die Seelen so ineinander verwoben sind, dass man es nicht berechnen kann. Und jeder Einzelne hat außerdem einen eigenen Termin, der nicht unbedingt mit dem gegenwärtigen Zustand zusammenhängt. Und der Aufbau der Seele von jedem Einzelnen ist so, dass – wer weiß, welche Dinge geschehen müssen, um jede einzelne Stufe in der Seele zu enthüllen und zu korrigieren.
Kurz gesagt: Über die Handlungen können wir überhaupt nicht urteilen. Das ist etwas, was vor uns verborgen ist, was im Rosh de Azilut wurzelt. Solange wir nicht dorthin kommen, werden wir es dort nicht wissen, und solange wir es dort nicht wissen, wissen wir es nicht – das heißt, solange wir darin keine klare Erlangung haben. Was uns bleibt, ist nur die Klärung der Absicht. Mit der Klärung der Absicht müssen wir uns die ganze Zeit beschäftigen, und dann sind sie wirklich „in deinen Augen wie neu".
Gibt es Fragen? Ja.
9:18 Schüler: Hat das Auswirkungen auf die Gewohnheiten in der materiellen Welt?
Rav: Auswirkungen auf …?
Schüler: Hat das Auswirkungen auf die Gewohnheiten in der materiellen Welt?
Rav: Auf die Gefäße in der materiellen Welt?
Schüler: Gewohnheiten.
Rav: Hm?
Schüler: Gewohnheiten.
Rav: Übungen? Übungen in der materiellen Welt?¹ In der materiellen Welt sollte es so wenig Übungen wie möglich geben. Gewohnheit soll es nur in Bezug auf die Ordnung des Lernens geben. … Oder umgekehrt, sagen wir es so: Eine gute Gewohnheit ist da, wo du ein Tier bist und dir selbst den richtigen Zaun gesetzt hast, den richtigen Rahmen, um voranzukommen. Das war's. Morgens aufstehen, lernen, zur Arbeit gehen, von der Arbeit zurückkommen, weiterlernen oder etwas in der Verbreitung machen, nach Hause gehen und schlafen, und wieder so und so und so. Das ist das Leben. Hast du es festgelegt? Fertig, das ist die Gewohnheit. Das war's. So soll die Gewohnheit sein, und das wird danach wirklich zur zweiten Natur. Ein Mensch gewöhnt sich normalerweise daran.
Aber auch bei dieser Gewohnheit gilt: Wenn du daran nicht mit der Absicht arbeitest, wirst du zum Unbelebten. Das war's. Nur in der Absicht kann es bei uns immer ein Hinzufügen geben. In allen Handlungen, in allem, was zu dieser Welt gehört, gilt: „Du sollst nichts hinzufügen und nichts wegnehmen." Und das ganze Hinzufügen ist im Massach. Das war's.
10:53 Schüler: Das heißt, alles, worin keine Absicht ist, ist Gewohnheit?
Rav: Um alles, worin keine Absicht ist, muss man sich nicht kümmern. Und auch um die Handlungen, die unter der Absicht sind, muss man sich nicht kümmern – die Absicht wird die Handlung schon verlangen. Und die Absicht selbst ist in der Spiritualität die Handlung. Das war's. Ja.
11:18 Schüler: Es ist nicht klar, was das heißt, in der Absicht hinzuzufügen.
Rav: Deshalb heißt es immer in allen Büchern, oder in dem, was du über Kabbalisten hörst, so wie das einfache Volk redet: Sie sitzen einfach in einer Ecke, machen gar nichts und arbeiten in der Absicht. Du verstehst – er sitzt in irgendeiner Ecke, geht da nicht raus, das war's. So ungefähr beschreibt das einfache Volk einen Kabbalisten. Denn wirklich, die ganze Arbeit ist eine innere Arbeit, aber in der inneren Arbeit haben wir auch eine Handlung und auch eine Absicht. Ja.
11:53 Schüler: Es ist nicht klar, was das heißt, in der Absicht hinzuzufügen.
Rav: In der Absicht hinzufügen heißt: Du prüfst dich und findest jedes Mal, wie sehr du nicht auf „um zu geben" ausgerichtet bist, das heißt, dass du nicht an den Schöpfer denkst, sondern an dich selbst. Darin hast du eine innere Arbeit. Nach der Klärung soll daraus die Erkenntnis des Bösen entstehen, in der Erkenntnis des Bösen zu sein, danach um die Korrekturen zu bitten, und danach die Handlung auszuführen – dass die Gedanken immer mehr und mehr und mehr „um zu geben" werden. Und wenn du wirklich die Absicht „um zu geben" hast, kannst du anfangen, mit den Verlangen zu arbeiten, und das nennt man dann schon Siwug de Hakaa.
12:37 Schüler: Ja, aber ich habe keinen Knopf, den ich jetzt drücke und dann läuft dieser Prozess. Das heißt, es müssen ja die Stufen … die Bedingungen für die Entwicklung all der Stufen da sein, die Sie beschrieben haben. Wenn ich also prüfe, dass ich nicht um zu geben handle, sondern für mich – das heißt … ich prüfe, und wie geht es weiter? Die Erkenntnis des Bösen kommt ja nicht aus so einer verstandesmäßigen Prüfung.
Rav: Die Erkenntnis des Bösen in der Handlung, also das Erkennen der Absicht „um zu empfangen" oder „um zu geben", kommt vor allem als Ergebnis der Anstrengung in der Gemeinschaft, im Lernen, in der Verbreitung. Denn in dem Maß, in dem ein Mensch in all diese Dinge investiert und dabei gleichzeitig seine Absichten sehen will, fängt er aus der Anstrengung im Lernen, in der Verbreitung, in der Gruppe, mit den Freunden an, die Absicht zu sehen. Wenn ein Mensch in all diese Dinge nicht investiert, wird er kein Erkennen der Absicht haben.
Wir haben aus dem Zerbrechen der Gefäße Teile der Schirme, die zerbrochen sind. Wir müssen sie fühlen. Wie fühlt man sie? Früher gab es einen Massach, und ihm gegenüber war Licht, und Massach und Licht waren gleich. Jetzt sind Massach und Licht entgegengesetzt. Ich muss diese Entgegengesetztheit fühlen, und das soll mich antreiben, den zerbrochenen Massach in einen korrigierten Massach zu verwandeln, ja? Wie kann ich das machen? 14:56
Also muss ich Handlungen machen, die ich mit den korrigierten Schirmen sozusagen machen würde. Das sind die Handlungen des Lernens, der Gemeinschaft und der Verbreitung. Andere Handlungen, die im Zusammenhang mit dem Massach wirken, haben wir nicht. Ich rede nicht davon, dass ich dann anfange, mehr zu essen, mehr zu trinken, mehr Genüsse zu empfangen. Darüber gibt es nichts zu reden, das kann mit dem Massach vorläufig noch viele Stufen lang nicht verbunden sein, das sind schon Handlungen des Empfangens.
Handlungen des Gebens, die auch mit den Schirmen des Gebens verbunden sind, das sind Lernen, Gruppe und Verbreitung. Wenn ich also während des Lernens, der Verbreitung und der Arbeit mit der Gruppe daran denke, wie mein Verhältnis dazu ist – ob ich an mich selbst denke oder an den Schöpfer oder an andere oder an die Freunde und so weiter –, dann sehe ich gerade hier sofort, wie sehr ich nicht darin bin.
Bei allen meinen anderen Handlungen täusche ich mich sofort selbst. Da kann ich mich irgendwie rechtfertigen, aber bei solchen Handlungen nicht. Deshalb raten sie uns, Handlungen zu machen. Sonst würde ich auch wie irgendein großer Kabbalist in der Ecke sitzen, nicht rausgehen, nichts machen – obwohl sie alle gearbeitet haben, aber sagen wir mal so. Und er macht dort all die Vereinigungen (Jichudim), das, was man über die Kabbalisten sagt, dass sie Vereinigungen machen.
Vereinigungen heißt: Durch den Massach vereinigt er sich mit dem Höheren Licht, ja? Das sind Vereinigungen. Das war's. Die Handlungen also, die uns hier in dieser Welt zu tun bleiben, sind diese. Ich muss also dafür sorgen, dass ich jeden Tag solche Handlungen habe: Lernen, Verbreitung und Gemeinschaft. Und dass ich innerhalb dieser Handlungen an die Absicht denke – wofür mache ich das? 17:24
Da sagt man so: Selbst wenn ich denke, dass ich mich durch diese Handlungen dem Schöpfer annähern will – ich will mich annähern, und dann wird es mir gut gehen –, aber ich denke trotzdem an den Schöpfer und sehe, dass ich nicht so sehr an Ihn denke, dann heißt das trotzdem lo liShma. Und daraus wachse ich schon und nähere mich dem Ziel.
Und vor dem Machsom ist das größte lo liShma so: Ich denke zu neunundneunzig Prozent an mich selbst und zu einem Prozent an den Schöpfer. Oder umgekehrt: Ich denke zu neunundneunzig Prozent angeblich an den Schöpfer und zu einem Prozent an mich selbst. Aber unterm Strich bin ich nicht fähig, ohne eigenen Nutzen herauszuziehen.
Ich habe die Erkenntnis des Bösen. Es hängt davon ab, woran ich dieses Böse prüfe, wie böse es ist, an welcher Diagnose. Und dann geht man von diesem lo liShma zu liShma über. Das heißt: Bei den Handlungen der Gruppe, der Verbreitung und des Lernens muss ich die ganze Zeit meine Absicht prüfen, Kritik üben, Analyse machen. Und prüfen: Ist sie so oder ist sie so, und warum, und wohin führt das eine und wohin das andere.
Aber diese Prüfung darf mir die Handlungen nicht schwächen. Diese Prüfung – in Ordnung, dann bin ich eben nicht darin. Dann bin ich nicht darin. Dann habe ich lo liShma. Völlig in Ordnung, dann habe ich immerhin schon lo liShma. Dann komme ich in den Handlungen immer weiter voran, im Lernen und in der Gruppe, in der Verbreitung. Und ich habe immer mehr und mehr alle möglichen Absichten. Die ganze Zeit arbeite ich an den Absichten über diesen Handlungen.
Ohne diese Handlungen kann ich mich an meinen Absichten nicht festhalten. Deshalb fragt mich Mushi heute: Nach dem Betrieb – was machen wir? Wir haben einen Betrieb. Wie fügen wir dem Absichten hinzu? Nachdem wir einen Betrieb haben und hier als Freunde arbeiten, im Betrieb und in der Verbreitung, im Lernen und in der Gruppe – denn das alles ist insgesamt Gruppe –, danach fangt an zu denken: Wofür machen wir das?
Das nennt man dann schon die Prüfung der Absicht. Nach den Handlungen: Wofür mache ich diese Handlungen? Und es stimmt, dass die Handlungen selbst, wenn sie so geordnet sind, die Prüfung der Absicht erwecken – wofür mache ich das. Denn Handlungen des Gebens sind für den Körper nicht natürlich, sie bringen im Körper immer die Frage hervor: „Was machst du da? Was soll euch diese Arbeit? Was hast du davon? Geh dich ausruhen, lass es sein." Also früher oder später muss man das machen. Ja.
20:19 Schüler: Wir haben eben gesagt, man soll sich keine Reaktionen einbilden … die Liebe des Schöpfers zum Menschen, dass das Einbildung ist. Was heißt dann der Kampf in „Es gibt keinen außer Ihm" … die Sache des Schöpfers?
Rav: Wir sagen es so: Wir erheben im besten Fall MaN nach oben. Das gilt, wenn wir von der spirituellen Arbeit reden. Auch bei der materiellen Arbeit steigen alle unsere Verlangen nach oben. Ich will jetzt trinken – dieser Wunsch wird oben gefühlt. Mir tut etwas weh – dieser Wunsch, dass es nicht wehtut, steigt sogar ohne mein Bewusstsein nach oben. Was heißt „er steigt nach oben"? Er ist mit dem Schöpfer verbunden, denn von Ihm kommt eigentlich jedes Verlangen zu mir, jede Ursache für Schmerz oder für Gutes oder für Schlechtes oder für alles. Noch bevor mir etwas passiert, wird es von Ihm geschickt.
Also wird auch meine Reaktion automatisch bei Ihm gefühlt, ja? Er hat diese Reaktion eigentlich bestellt und kennt meine Reaktion im Voraus. Als Ergebnis meiner Reaktion erwacht jetzt der Mechanismus, der wieder auf mich wirkt und bei mir eine andere Reaktion auf meine Reaktion bestellt, in mir bestellt. Und so weiter. Die ganze Zeit gehen alle möglichen „Signale" von Ihm durch mich hindurch, ja? Wie sagt man „Signale"?
Schüler: Zeichen.
Rav: Zeichen von Ihm, ja? Und die ganze Zeit reagiere ich darauf in irgendeiner Form. Ohne Bewusstsein, mit Bewusstsein, ohne zu denken, dass es von Ihm kommt, oder eben doch zu denken, dass es von Ihm kommt – egal. Ich empfange die ganze Zeit irgendeine Art von Geben² von Ihm, und die ganze Zeit geht das durch mich hindurch. Und so wachse ich, so gehe ich sozusagen vorwärts, ja? Es gibt Dinge, die ich stärker fühle, und Dinge, die ich weniger fühle. Es gibt Dinge, die ich mit dem Schöpfer verbinde, weil sie von Ihm kommen. Es gibt Dinge, von denen ich nichts weiß, an die ich nicht denke. Es gibt Dinge, an die ich anfange, eine Absicht anzuheften: dass das von Ihm zu meinem Guten kommt. Und es gibt solche, die ich nicht rechtfertigen kann, und dann denke ich über Ihn, dass Er schlecht ist, ja? Und so weiter.
Wann denke ich, dass Er schlecht ist? Wenn ich zurück anfange zu schreien: „Warum machst Du mir das?" Wenn ich mit dem, was mir passiert, nicht einverstanden bin. Ein Gerechter ist der, der mit allem einverstanden ist, was von Oben kommt. Er ist so weit korrigiert, dass das, was vom Schöpfer kommt, bei ihm in Gleichheit der Form ist – er fühlt sich immer gut.
Wenn wir also sagen „Es gibt keinen außer Ihm", dann heißt das: Alles kommt jetzt von Ihm zu mir, und ob es in mir Reaktionen gibt oder nicht, ändert überhaupt nichts. Das alles läuft von jetzt an bis zum Ende der Korrektur ab, dieses ganze System arbeitet völlig, völlig automatisch.
Das ist es, was wir sagen: Diese Dinge kommen, und in der Handlung ändert sich gar nichts. Du hast „die Welt geht ihren gewohnten Gang", du hast einen Weg, und du hast alle Handlungen von jetzt bis zum Ende der Korrektur, und du musst sie durchlaufen, weil deine Gefäße zerbrochen sind und von jetzt an eine stufenweise Korrektur durchlaufen müssen, bis sie alle korrigiert sind. Von dir hängt nur ab, deine Absicht dazuzufügen – wie du dich zu dem verhältst, was über dich hinweggeht. Das ist unsere Arbeit: ein Gerechter zu sein, alle Handlungen zu rechtfertigen, die über dich hinweggehen.
Soweit du die Handlungen rechtfertigen kannst, gehen sie vorüber. Soweit du hängen bleibst und irgendeine Handlung nicht rechtfertigen kannst, bleibst du bei dieser Handlung stehen, bis du sie nach und nach mit allen Ursachen und Folgen besser erkennst. Du rechtfertigst sie und gehst zur nächsten Handlung über. Unsere Arbeit besteht also nur darin, den Weg zu beschleunigen, aber nicht darin, dass wir einen anderen Weg gehen, wenn wir einverstanden sind: Unsere Beteiligung am Weg besteht allein in der Zustimmung. Das war's. Und das nennt man bei uns die Handlung, deshalb heißt es: Die Absicht ist die Handlung.
Denn du hast zerbrochene Teile, und du musst jeden Einzelnen stufenweise korrigieren, vom Leichten zum Schweren. Was heißt korrigieren? Ihn zu fühlen – dass er in der Absicht das Gegenteil vom Schöpfer ist – und eine Absicht „um zu geben" auf ihn aufzusetzen, dass du willst, dass er dem Schöpfer ähnlich wird. Damit korrigierst du ihn. Was machst du insgesamt? Du änderst deine Absicht und nichts weiter. Die Handlungen kommen von Oben. Wirklich, es gibt keinen außer Ihm. Er war, ist und wird alle Handlungen machen, alle miteinander.
26:06 Schüler: Das ist alles Einbildung.
Rav: Genau. Die wilde Einbildung, von der ich gesprochen habe, existiert in dieser Welt: Der Mensch fängt an, all die Dinge, die über ihn hinweggehen, miteinander zu verknüpfen, Ursachen und Folgen. Wir sagen: Alles kommt von Oben, und wir müssen damit keinerlei Rechnung aufmachen. Warum kommt das zu mir? Ich weiß es nicht. Es enthüllt sich ein neues Gefäß, und dieses Gefäß muss in dieser Form in mir gefühlt werden – in meinem Gefühl als eine Art weniger gute oder bessere Handlung. Warum jetzt, das weiß ich nicht. Das ist der Aufbau der Seele, so ist es. Das war's.
Jetzt, nachdem ich in irgendeiner Form darauf reagiert habe und irgendeine neue Handlung zu mir kommt, fange ich an zu verknüpfen: Das ist mir jetzt passiert, weil es vorher so war – oder nicht vorher, sondern vor zehn Malen war es so. Woher nehme ich diese Verknüpfung?
Diese Verknüpfung könnte ich nur wissen, wenn ich den ganzen Aufbau meiner Seele kenne, in Verbindung mit allen Seelen – denn sie sind ja alle ein einziger Körper. Dann könnte ich es wissen. Erst im Ende der Korrektur kann man all diese Dinge wissen. Und ich habe Dummköpfe in dieser Welt, die anfangen, alle möglichen Rechnungen aufzustellen.
Wir wissen also gar nichts von der spirituellen Welt, und plötzlich fangen wir an, darin alle möglichen Verbindungen herzustellen. Das ist eine Dummheit ohnegleichen, und der Mensch fühlt nicht einmal, wie dumm er ist. Und außerdem bringt es den Menschen überhaupt vom Weg zur Korrektur ab. Er fängt an, sich nur noch mit diesen Verknüpfungen zu beschäftigen, mit den Handlungen, und das ist überhaupt nicht seine Sache.
Er fängt an, sozusagen das System von Azilut aufzubauen. Er weiß gar nicht, was das ist. Er fängt an, dieses System von Verknüpfungen aufzubauen: Das ist wegen dem, das ist wegen dem, das ist wegen dem. Das bringt ihn völlig vom Weg ab, von der Spiritualität, von allem. Denn Spiritualität heißt, sich mit der Absicht zu beschäftigen, mit meinem Verhältnis, ohne zu wissen, was und wie. Mit meinem Verhältnis zu dem, was geschieht.
Wie? Am Morgen muss ich sagen: „Wenn ich nicht für mich bin, wer dann für mich?" Am Abend muss ich sagen: „Es gibt keinen außer Ihm." Damit beschäftige ich mich mit der Absicht, obwohl es mir scheint, dass ich mich den ganzen Tag mit der Handlung beschäftige. Ja.
29:01 Schüler: Das ist nicht klar. Wenn ein Mensch in einen Zustand kommt, in dem er den Schöpfer jetzt verurteilt: Mir geht es schlecht. Er hat mir das geschickt, und mir geht es schlecht. Ich bin damit nicht einverstanden. Was heißt es dann, was Sie gesagt haben, dass er dazu übergehen muss, irgendwie die Ursache für die Sache zu finden, den Schöpfer zu rechtfertigen? Was heißt „die Ursache finden"? Wir können doch nicht verknüpfen …
Rav: Nein, nein, nein. Wenn ich etwas von Oben bekommen habe … Zuerst einmal: wenn ich mich selbst fühle und mich dabei ertappe, dass ich etwas fühle. Ich fühle etwas. Und plötzlich erinnere ich mich auch daran, dass dieses Etwas, das ich fühle, sicher vom Schöpfer gekommen ist.
Ich habe es also vom Schöpfer bekommen, und ich fühle, ob das, was ich von Ihm bekommen habe, gut oder schlecht ist. Und wenn ich fühle, dass ich Gutes oder Schlechtes bekommen habe, fühle ich dabei gleichzeitig, dass ich es von Ihm bekommen habe – oder auch nicht. Vielleicht fühle ich in der Erscheinung selbst etwas Schlechtes. Wenn ich mich daran erinnere, dass ich es von Ihm bekommen habe, ändert sich das im Gefühl vielleicht zum Guten, weil ich schon anfange, eine Zielgerichtetheit darin zu sehen. Dass es vielleicht irgendeine Rechtfertigung darin gibt, ja?
Jetzt ist die Frage: Was sage ich damit? Ich sage nämlich: Der Schöpfer gibt mir jetzt eine Ohrfeige, und danach wird Er mir die Bezahlung geben. Ist diese Herangehensweise, ist so ein Verhältnis zum Schöpfer gerechtfertigt? Heißt das, dass Seine Lenkung gut ist? Oder muss ich in einen Zustand kommen, in dem ich sie wirklich als gut fühle? Das heißt, dass es in Seiner Welt nichts Schlechtes gibt, ja?
Das heißt, ich muss in einen Zustand kommen, in dem ich mich nie schlecht fühle. Denn wenn ich mich schlecht fühle – ob ich es verstehe oder nicht verstehe, ob ich es fühle oder nicht –, dann verurteile ich Ihn. Das schlechte Gefühl selbst sagt aus, dass derjenige, der mir dieses Gefühl gibt, schlecht ist. 31:17
Das heißt, jetzt muss ich eine Rechnung aufmachen. Ich will mich gut fühlen. Soll es mir gut gehen? Oder soll ich über Ihn nicht sagen, dass Er schlecht ist? Und so weiter. Hier gibt es Klärungen. Hier gibt es einen Zimzum, den der Mensch durchmacht. Was ist ein Zimzum? Dass es mir egal ist, wie ich mich fühle – die Hauptsache ist mein Verhältnis zu Ihm. Dass mein Verhältnis zu Ihm gut sein soll.
Und danach fängt schon die Umkehrung an. Es ist mir egal, wie viele schlechte Dinge über mich hinweggehen können – in ihnen werde ich mich gut fühlen. Wie sonst kommt ein Mensch in einen Zustand von Vollkommenheit und Ewigkeit? Bis hin zu dem, was Rabbi Akiva passiert ist: Man zieht ihm die Haut ab, und er sagt „Höre, Israel". Das einfache Volk denkt, man hätte ihm, ich weiß nicht was, irgendeine Betäubung gegeben? Ich weiß nicht was.
Wie kann er „Höre, Israel" sagen – also die Stufe der Verschmelzung mit dem Schöpfer, ewige Liebe und alles –, wenn er solche Schmerzen fühlt? Er ist vielmehr zu einer solchen Stufe gekommen, dass das Licht … die letzte Stufe von Malchut, dass er sich wirklich von ihr trennt und sie an „Höre, Israel" anhaftet, an „um zu geben". Von innen lässt man ihm Licht herab, also wirklich die Stufe von Chochma, GaR de Chochma. Zu einer solchen Korrektur ist er gekommen.
Schüler: Was passiert, wenn ein Mensch sich schlecht fühlt, versteht, dass es vom Schöpfer kommt, und es ihm dadurch noch schlechter geht? Was macht er in so einem Zustand?
Rav: Schau, wir gehen durch alle möglichen Gefühle, zusammen mit allen möglichen Absichten, so wie ein einziger Salat, und wir verstehen nicht, in welcher Form, in welchem Zusammenhang und in welcher Reihenfolge das zu uns kommt.
Schüler: Einfach nur verknüpfen, egal ob es mir schlecht oder gut geht?
Rav: Nein. Was kommt, das kommt, und in welcher Klärung es kommt, so kommt es. Die Hauptsache ist, dass du wach bist für dein Verhältnis zum Schöpfer – entsprechend dem, was du fühlst, und entsprechend dem, wie du dich danach zu Ihm verhältst.
Schüler: Es fühlt sich an, als hätte ich kein …, als sollte ich nie wirklich etwas machen.
Rav: Das ist deine Handlung. Das ist deine Handlung. Diese Klärung und das Festlegen des Zustands, das ist die Handlung. Eine andere Handlung gibt es nicht. Alle übrigen Handlungen kann ein Tier machen. Das hier macht der Mensch. Darin willst du die ganze Zeit die Beziehungen zwischen euch klären. Das ist der Mensch.
Alle deine übrigen Dinge, dein ganzes Befassen mit der ganzen Welt, mit dir selbst, mit allem – außer der Klärung der Beziehungen mit Ihm gehört das alles nicht zur Ewigkeit, gehört nicht zur Spiritualität. Es gehört nur insoweit dazu, als du auf ihnen die Beziehungen mit Ihm aufbauen kannst.
Die Arbeit ist insgesamt auf einen einzigen Punkt konzentriert. Und wenn der Mensch die ganze Zeit darin ist, fängt er an, auf diesen Pfad zu kommen – so wie er dort in den Briefen auf Seite 63 sagt: ich und der Schöpfer und meine Handlung in diesem Moment, wo ich festlege, ob sie für mich oder für Ihn ist, und das Verhältnis zwischen uns. Das ist genau meine Richtung zum Ziel.
35:22 Schüler: Ich verstehe nicht so recht, wie ein Mensch nicht in einen Zustand von … fällt. Und außerdem: Was heißt es, das zielgerichtet zu betrachten? Wonach muss ich zielgerichtet suchen?
Rav: Unser Problem – und deshalb heißt die Kabbala die verborgene Weisheit – ist: Solange sich in uns nicht alle möglichen Unterscheidungen aufbauen, verstehen wir nicht, wovon die Rede ist. Einmal habe ich Süßes gefühlt. Einmal habe ich Schmerz gefühlt, einmal Feuchtes, Kaltes, Enge, Trauer, irgendetwas.
Aus meinen Gefühlen habe ich dann schon Reshimot, und ich kann einen anderen verstehen, der so handelt, der es mir so erklärt, der mir etwas vorspielt, mir etwas zeigt. Entsprechend verstehe ich ihn. Wenn ich es nie gefühlt habe, weiß ich nicht, wovon er redet. Das ist der Unterschied.
Bei der verborgenen Lehre geht es darum, dass man sich zuerst mit allen möglichen Unterscheidungen ausrüsten muss, mit allen möglichen Empfindungen und Erregungen, die es in dieser Welt beim Menschen nicht einfach so gibt, sondern die in der Zeit der Vorbereitung zu ihm kommen, so wie wir es jetzt machen, vor dem Machsom.
Sie kommen zu uns aus unserer Arbeit in der Gruppe, im Lernen, in der Verbreitung, in allen möglichen Dingen. Wir gehen durch alle möglichen Dinge, durch solche inneren Explosionen. Daraus werden wir nach und nach verständig in Empfindungen, in spirituellen Erregungen. Sozusagen spirituell, aber sie gehören schon zur spirituellen Entwicklung des Menschen.
Je mehr du also solche Dinge hast, desto besser verstehst du, wovon die Rede ist. Und wenn nicht, dann habe ich ein Problem, es dir zu erklären. Je mehr dir diese Unterscheidungen fehlen, sowohl in der Tiefe als auch in der Menge, desto schwerer fällt es mir, dir ein Bild aufzubauen. Weißt du, wie ein Bild aufgebaut wird? Sagen wir, aus Pixeln, ja, aus Punkten. Wenn dir diese Punkte auf deinem Bildschirm³ fehlen, ist der Bildschirm nicht empfindlich – es sind zwei, drei Punkte darauf, und dann kann ich dir nur in diesen zwei, drei Unterscheidungen geben, und dann sagst du, dass du mich nicht verstehst.
Füg dort noch sechshundert dazu oder sechshunderttausend oder sechs Millionen oder eine Milliarde, dann siehst du, wie viele Unterscheidungen in meinem Bild stecken. Dann kann dir ein einziges Wort alles erklären, verstehst du. Ein einziges Zeichen kann dir eine Unterscheidung auf dem ganzen Bildschirm geben, auf deinen Milliarden Pixeln, und du baust daraus ein großes, schönes, ewiges, vollkommenes Farbbild. Das hängt nicht von mir ab, das hängt von dir ab. Das ist es, wovon wir reden: dass alles von den Gefäßen abhängt, das Licht befindet sich in absoluter Ruhe.
38:54 Schüler: Sie wollen sagen, dass ein Mensch wirklich manchmal sieht, dass man ihn durch Dinge hindurchführt, dass man alle möglichen Dinge mit ihm macht.
Rav: Auch im Menschen ändert sich das alles. Manchmal hast du ein paar Pixel und kannst etwas erfassen, manchmal verbirgt man es dir. Warum verbirgt man es? Man macht einen Refresh – du weißt schon, man löscht, was vorher war, und macht ein neues Bild. Wenn man dir also ein neues Bild macht, will man ein Bild hinzufügen, also eine zusätzliche Empfindlichkeit. Und eine zusätzliche Empfindlichkeit kann man nicht zum vorherigen Bild dazufügen, das ist wie neue Zehn Sefirot – man muss das ganze vorherige Bild löschen. Und dann bist du in Verwirrung, du weißt nicht, was mit dir passiert. Danach kommt eine neue Grundlage⁴ zu dir, mit einigen neuen Empfindlichkeitspunkten, und dann kannst du ein klareres Bild sehen. Aber zwischen dem einen und dem anderen bist du immer noch in so einer Verwirrung und …
Schüler: Es ist so: In dem, was wir lernen, lesen wir die ganze Zeit, dass Er alles zu unserem Guten mit uns macht, um uns zum Ziel zu bringen. Aber wirklich sehen wir nicht, wohin Er uns führt. Wohin will Er uns bringen?
Rav: Wie willst du …
Schüler: Nur das, was wir lesen.
Rav: Mama hat mir erzählt, dass wir in den Zoo gehen. Nun, was ist ein Zoo? Ich habe vorher Bilder gesehen, und man hat mir viele Male davon erzählt, und ich weiß, dass es dort solche Sachen gibt – wow. Also habe ich etwas, wenigstens Bilder, wenigstens irgendetwas. Und ich weiß, wo es ist und dass wir dorthin fahren müssen und so. Hier hast du gar nichts: keine Verbindung mit Mama, nicht, wie man hinfährt, du hast es nicht auf einem Bild gesehen, nichts. Du hast überhaupt nichts, wovon du dir vorstellen könntest, dass es so ist. Na gut: Ein Tiger ist eine kleine Katze, und es gibt so einen Tiger wie eine große Katze; einen Elefanten habe ich auf einem Bild gesehen, jetzt sehe ich ihn … Einen Frosch – ich war klein, und dort ist ein Frosch zweihundert Kilo.
Wir haben gar nichts. Du sagst: Wohin führt mich der Schöpfer? Wie kannst du sehen, wohin? Du kannst höchstens die ACHaP des Höheren in umgekehrter Form fühlen, die sich in dir befinden. Wir werden lernen. Ja, Lior.
41:34 Schüler: Ich habe gestern gehört, dass die Absicht nach dem Machsom ist. Haben wir hier irgendeinen Zweig davon, von der Absicht?
Rav: Die Absicht „um zu geben" fängt nach dem Machsom an. Bei uns hier gibt es die Vorbereitung darauf, und deshalb heißt unsere ganze Periode – und das können viele Jahre sein – die Zeit der Vorbereitung, die Vorbereitung auf die Absicht.
Schüler: Aber gibt es etwas oder nicht?
Rav: Etwas? Dass du anfängst zu denken, wie du dich zum Schöpfer verhältst – das ist der Anfang der richtigen Absicht. Oder auch der nicht richtigen, egal: Eine nicht richtige Absicht heißt lo liShma, eine richtige Absicht heißt liShma. Das war's. Ja.
Schüler: Ist auch ein Gerechter auf der Stufe Chafez Chessed dasselbe?
Rav: Ein Gerechter und Chafez Chessed – sagen wir, das ist dasselbe. Es gibt darin viele Unterscheidungen, aber …
(Ende des Unterrichts)