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22 Juli - 25 August 2026

Lesson 122. Juli 2026

Baal HaSulam. TES. Band 1. Teil 1. Kapitel 1, punkt 1 (07.08.2007)

Lesson 1|22. Juli 2026

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Morgenunterricht 07.08.2007

Talmud Esser haSefirot, Band 1, Teil, Seite 1, Or Pnimi, Punkt 1

Teil 1

Vorleser: „Talmud Esser haSefirot", Band 1, Teil 1, Seite 1.

Rav: Wir werden uns bemühen, diesen Teil so zu lernen, dass er dem Anfänger nahe ist und dass auch die Fortgeschrittenen ihn genießen und tiefere Dinge darin sehen können. Der Teil selbst ist sehr tief, so wie wir vom Anfang bis zum Ende lernen: Zuerst muss man die ganze Weisheit lernen, und wenn man dann zu ihrem Anfang zurückkehrt, sieht man, wie tief sie gerade in den ersten und scheinbar einfachen Grundlagen ist, die es in ihr gibt. Rabash lehrte sie auf eine sehr, sehr einfache Weise, ohne tief in den Stoff hineinzugehen.

Sowohl der Teil selbst als auch die „Innere Betrachtung" – diese Dinge sind wirklich mit der Arbeit des Menschen verbunden. Der Beginn des Lernens verlangt, die Definitionen auf entschiedene, klare Weise zu kennen, einfach wie eiserne Regeln. Dass der Mensch jedes Wort, das er liest, nur in seinem spirituellen Charakter deutet. Und dass er die Linie nicht als Linie sieht, sondern die Definition, was eine Linie ist, wonach die Begrenzungen sind. Also: Eine Eigenschaft, in der es eine solche Begrenzung gibt, heißt Linie. Eine andere Eigenschaft, in der die Begrenzung auf andere Weise herrscht, heißt Kreis, heißt Viereck, Dreieck und so weiter.

Eigenschaften, und nicht geometrische Formen, obwohl wir sie zeichnen. Wir zeichnen sie, damit es eine Form gibt, es geht nicht anders, damit es zuerst einmal eine Form gibt. Aber nach der Form muss man sofort die Unterscheidungen sehen, die völlig abstrahiert sind von Zeit, Bewegung und Platz. Sondern Zeit ist Ursache und Wirkung. Platz ist Wille. Und Bewegung ist Veränderung – dass der Wille sich verändert und dass sich entsprechend in ihm alle möglichen Erscheinungen abspielen, und diese Erscheinungen sind nur im Willen selbst.

Wir wollen also auch von unseren Freunden, die uns gewöhnlich die Fragen und Antworten nennen, dass sie uns hier die Definitionen zeigen: dass wir, wenn wir irgendein Wort lesen, sofort auch die Definition lesen und nicht rennen. Denn in diesem Teil, Teil 1 und 2, in diesen beiden Teilen, baut der Mensch eigentlich seine richtige Einstellung zum Lesen des kabbalistischen Stoffes in allen seinen Quellen auf.

Talmud Esser haSefirot

Erster Teil

Zimzum und Linie, umfasst 2 Kapitel

Kapitel 1

„Erklärung von Zimzum Alef, als sich Or Ejn Sof einschränkt, um die ausgeströmten Wesen auszuströmen und die Geschöpfe zu erschaffen; es beinhaltet 5 Teile:"

Das heißt, wir haben einen Zimzum, das ist die erste Handlung, die das Licht von Ejn Sof aus dem Grund gemacht hat, Ausgeströmte auszuströmen und die Geschöpfe zu erschaffen. Es gibt hier zwei Dinge, die Er gemacht hat: Ausgeströmte und Geschöpfe, beide kamen durch den ersten Zimzum heraus.

„1. Vor dem Zimzum erfüllte Ejn Sof die gesamte Wirklichkeit.

2. Der Grund für die Schöpfung war die Enthüllung Seiner Namen und Bezeichnungen.

3. Der Zimzum des Lichts um den Mittelpunkt herum.

4. Der Raum (Chalal), der nach dem Zimzum übrigblieb, war rund (agol).

5. Weil Or Ejn Sof gleichförmig war, war auch der Zimzum gleichförmig. Das ist die tiefe Bedeutung von Kreis (Igul)."

Es gibt hier viele Definitionen, ja? Also lasst uns zuerst diese Definitionen lesen, denn sonst können wir schon nicht weiterkommen. Was ist ein Kreis, was ist Gleichheit, vielleicht Licht, Kli?

Schüler: Seite 33 …

Rav: Seite 33 …

Vorleser: Wir gehen zu Seite 33, Definition 41. Kreis.

Rav: Nein, machen wir es so: „Tabelle der Fragen und Antworten", Seite 31.

„Was ist Or (Licht)?

Alles, was in den Welten (Olamot) als „Existenz aus Existenz“ existiert. Es ist alles außer der Substanz der Kelim (siehe Punkt 2 und 24). (Teil 1, Histaklut Pnimit 18)" Außer dem Willen. Außer dem Willen ist alles, worauf wir zeigen können, das Licht.

„Was ist Or und Kli (Licht und Gefäß)?

Der Wille zu empfangen im Geschöpf wird Kli genannt, und die Fülle (Shefa), die es empfängt, heißt Or. (Teil 1, 1. Kapitel, Or Pnimi)" Es gibt im Ausgeströmten überhaupt nichts, worüber wir sprechen können, außer Licht und Kli.

„13) Gleichheit (Teil 1, 1): Wenn es keinerlei erkennbaren Unterschied zwischen den 4 Stufen des Willens zu empfangen gibt, sagt man, dass sie in einer Gleichheit sind." Wie kann es sein, dass es zwischen den 4 Stufen – dass es ja trotzdem 4 Stufen gibt –, aber keine Veränderung zwischen ihnen? Dann sind sie in einer Gleichheit. Wie kann es sein, dass sie trotzdem 4 Stufen sind? Nur, wenn in ihnen das Licht herrscht und nicht das Kli, das Veränderungen zwischen ihnen fühlt – dann heißt es, dass sie auf einer Stufe sind. Nu, sagen wir, eine Mutter hat vier Söhne, und vielleicht sind sie verschieden in der Höhe, in der Größe, in allen möglichen Dingen – sie bekommen von ihr dasselbe. Gegenüber dem Licht, das in ihnen herrscht, gibt es also keine Veränderung in ihnen. Zwar gibt es zwischen ihnen sicher Veränderungen, und darum heißen sie vier Stufen, aber in einer Gleichheit.

Nu, was denkt ihr noch, dass …?

Schüler:

Rav: Wo ist das?

Schüler: Platz, Punkt 35.

Rav: 35.

„35) Platz (Teil 1, Innere Betrachtung 11): Der Wille zu empfangen, der im Ausgeströmten ist, ist der ‚Platz' für die ganze Fülle und das Licht, die in ihm sind." Das heißt, es kann einen großen Willen geben, einen kleinen Willen, Willen, Kraft, die Kraft des Willens, und danach sagen wir: viel Platz oder weniger Platz. Und nicht unser eingebildeter Platz, der in Entfernungen ist.

„39) Mittlerer Punkt (Teil 1, Kapitel 1, Or Pnimi 50): Bchina Dalet, die in Ejn Sof, gepriesen sei Er, ist, wird so genannt nach ihrer Einheit mit dem Licht von Ejn Sof, gepriesen sei Er." Sie kommt gerade nach der Ausbreitung aller Stufen vor ihr zu dem Willen, dass sie das Höhere Licht aus sich selbst heraus empfangen will, sich mit ihm zu vereinen vor dem Zimzum – dann heißt sie also Mittlerer Punkt.

„41) Kreis (Teil 1, Kapitel 1, Or Pnimi 100): Wenn es keine Unterscheidung von oben und unten zwischen den 4 Bchinot im Willen zu empfangen gibt" – was ist oben und unten, das müssen wir dann wissen – „gilt es als ‚Kreis' (das heißt ähnlich einem materiellen runden Bild, in dem es keine Unterscheidung von oben und unten gibt). Und die 4 Bchinot werden deshalb vier kugelförmige Kreise genannt, einer im anderen," – er sagt also kugelförmige Kreise, ja, so wie Sefirot – „sodass man zwischen ihnen die Aspekte oben und unten nicht erkennen und unterscheiden kann." Jetzt: Oben und unten, haben wir das?

Schüler: 32.

Rav: 32, oben und unten. Nein, das ist „von oben nach unten". 34, aha.

„34) Oben und unten (Teil 1, Kapitel 2, Or Pnimi 3): Das Wichtigste gilt als Aspekt ‚oben' und das Schlechtere als Aspekt ‚unten'." Was ist wichtig und was ist schlecht? Kein Problem, wir müssen ein Wörterbuch aufbauen, damit wir uns danach von allen Formen entfernen und alles auf Kräfte, auf Eigenschaften übertragen.

Gut, fangen wir an zu lesen, und entsprechend gehen wir zum Text über.

Rav: „Man muss sich merken", sagt Baal HaSulam – eine Definition. Also gehen wir zu Seite 1, in Teil 1.

Kommentar Or Pnimi zu Punkt 1

„Man muss sich merken, dass die ganze Weisheit der Kabbala auf spirituellen Dingen gegründet ist," – was heißt das, spirituelle Dinge? – „die weder Platz noch Zeit einnehmen, und in denen es überhaupt kein Verschwinden und keinen Wechsel gibt," das heißt, dort gibt es überhaupt nicht dieselben Unterscheidungen, die es in unserer Welt gibt. Es gibt nichts, was Platz einnimmt, das heißt Gestalten. Es gibt keine Veränderung im Platz, denn es gibt den Platz selbst nicht und es gibt die Bewegung nicht. Es gibt keine Zeit, dass ich sage: vorher, nachher, eines nach dem anderen. Es gibt kein Verschwinden, dass etwas verschwindet oder geboren wird und kommt und vorher nicht war. Kurz gesagt: Alles existiert, existiert immer. Es gab keinen Anfang und es gibt kein Ende. Wir können nicht sagen, dass es davor nicht war und danach da ist.

Wir können auch nicht sagen, dass es vorher in irgendeiner solchen Entwicklung war und danach in einer solchen, so wie wir es in dieser Welt beschreiben. Diese Dinge gibt es in der Spiritualität nicht. Das ist alles nur uns gegenüber, damit wir reden können, aber in der Spiritualität gibt es das nicht. All die Unterscheidungen, die wir nennen können – Unterscheidungen, das heißt Veränderungen zwischen all den Dingen –, diese Veränderungen gibt es in der Spiritualität überhaupt nicht.

Das heißt, es gibt kein Verschwinden und keinen Wechsel, es gibt keinen Platz und keine Zeit, und sie nehmen kein Volumen ein, so etwas gibt es nicht. Wie können wir uns dann etwas Spirituelles vorstellen? Wir können nicht. Denn wenn wir keinen Platz haben, wo sollen wir dann die Spiritualität vorstellen, wenn sie keinen Platz hat?

„Und all die Veränderungen, von denen in dieser Weisheit die Rede ist, bedeuten nicht, dass die erste Bchina verschwindet," – verschwindet – „und eine andere Form bekommt, sondern die genannte Veränderung ist nur die Sache einer Hinzufügung der Form, und die erste Form rührt sich nicht von ihrem Platz." Und auch das ist den Unteren gegenüber, nicht dass es wirklich in der Spiritualität passiert. Was wirklich passiert, wissen wir nicht, das ist eine Form außerhalb von uns, über die man nicht sprechen kann. Sondern alles wird gegenüber den Kelim eines Geschöpfs gesagt, dass dieses Geschöpf kommt und die Spiritualität erforscht, die sich ihm in solchen Formen zeigt. Und wir sprechen niemals darüber, was wirklich passiert.

Das heißt, auch die spirituelle Welt und das, was wir jetzt lernen, was so abstrahiert ist von all unseren Definitionen – das ist das, was sich im erreichenden Menschen zeigt, und nicht sie selbst. Also „nur die Sache einer Hinzufügung der Form," die es dort gibt, „und die erste Form rührt sich nicht von ihrem Platz. Denn das Verschwinden und die Veränderung gehören zu den Wegen des Materiellen." Das heißt, die Verlangen verändern sich, und darum erfasst man Veränderungen. „Und das ist die ganze Schwierigkeit für die Anfänger, denn sie erfassen die Dinge in ihrem materiellen Ausdruck, in den Grenzen von Zeit und Platz, Wechsel und Austausch, welche die Verfasser" – die Kabbalisten – „nur als bloße Zeichen für ihre höheren Wurzeln benutzt haben. Und darum" – der Anfänger muss sich anstrengen – „werde ich mich bemühen, jedes einzelne Wort in seinem spirituellen Charakter zu erklären," aber wie? Wir wissen es, und darum haben wir ein Wörterbuch, das man auswendig können muss.

Was heißt das, jedes Ding in seinem spirituellen Charakter zu erklären? „Der abstrahiert ist von Platz und von Zeit und von Wechsel. Und den Lernenden liegt es ob, sich die Erklärung jener Worte gut ins Gedächtnis einzugravieren, denn es ist nicht möglich, sie jedes Mal zu wiederholen."

Wir müssen die Erklärung der Worte auswendig wissen, auswendig, nicht so, wie es mir scheint, denn jedes Mal wird es mir anders scheinen. Und ich muss mich jedes Mal genau mit dem Wörterbuch überprüfen, bis ich mehr oder weniger die wahre Definition im Gedächtnis habe. Im Gedächtnis, denn die wahre Definition, zu der ich komme, wird erst am Ende des Weges sein, am Ende des spirituellen Weges, auf der Leiter der Stufen. Ich muss zu den Wurzeln der Erscheinungen kommen, und dann werde ich die richtige Erklärung ihrer Bezeichnungen wissen.

Auf Seite 29 in der „Tabelle der Fragen und Antworten zur Erklärung der Worte", unten, „Anmerkung:" – da sagt er so: „Die Erklärung eines Wortes in irgendeiner Sache zu vergessen, ist schlimmer" – ich sehe es nicht, lies bitte.

Vorleser: „Die Erklärung eines Wortes im jeweiligen Zusammenhang zu vergessen, ist schlimmer, als dieses Wort im Zusammenhang ganz wegzulassen. Denn ein falsches Verständnis verwischt den gesamten Inhalt. Gewöhne dich daher mithilfe der Tabelle der Fragen und Antworten daran, sie auswendig und ohne Mühe beantworten zu können."

Noch einmal.

Vorleser: Noch einmal.

„Die Erklärung eines Wortes im jeweiligen Zusammenhang zu vergessen, ist schlimmer, als dieses Wort im Zusammenhang ganz wegzulassen. Denn ein falsches Verständnis verwischt den gesamten Inhalt. Gewöhne dich daher mithilfe der Tabelle der Fragen und Antworten daran, sie auswendig und ohne Mühe beantworten zu können."

Denn was soll ich euch sagen. Es ist klar, dass die ganze Verwirrung, die wir im Verständnis der Spiritualität haben – Körper und Seele und das Fortbestehen der Seele nach dem Tod des Körpers, und was mit dem Körper passiert, sein Tod und sein Aufstehen, die Wiederbelebung der Toten, der Luz-Knochen, all die Dinge, welche die Menschen mit den Körpern verbunden haben, mit den Lösungen der Gilgulim aller Art – und die ganze Verwirrung, die es rund um die Weisheit der Kabbala gibt: Das kommt einzig und allein aus einer einfachen Sache, dass sie es von den Kabbalisten gehört haben, aber ohne die Erklärung in den richtigen Worten, in der richtigen Erklärung der Worte. Und dann haben sie die spirituellen Dinge, die von allem Materiellen völlig abstrahiert sind, plötzlich angefangen, mit dem Materiellen zu verbinden.

Und dann hast du plötzlich eine spirituelle Kraft in den Händen, in den Füßen, im Körper; der Körper wird, dieser Körper wird heilig, die Kleidung wird vielleicht heilig, die Bewegungen sind besondere, mit denen du spirituelle Handlungen machst, und … und so weiter und so weiter. Das heißt, die Reinheit der Sprache, die reine, gute, wahre Definition ist der Schlüssel. Entweder geht der Mensch den spirituellen Weg oder er geht den materiellen Weg – bis er zur Chassidut herabsinkt und danach zur Verwirrung und danach ganz zum Götzendienst. Zu diesem einfachen Götzendienst, dass er anfängt, in materiellen Objekten dieser Welt alle möglichen spirituellen Dinge zu sehen. Und das ist wirklich der Götzendienst.

Ihr seht also, wie sehr die Spiritualität abstrakt ist, getrennt, überhaupt nicht zu uns gehörend, nicht zu unserer Beschreibung, nicht zu unseren Definitionen, nicht zu unserer Wahrnehmung, nicht zu unserer Berührung. Sodass wir in unserer Welt nichts finden können, wodurch wir uns mit der Spiritualität verbinden. Sondern nur durch den Punkt im Herzen: Wenn das Höhere Licht zu ihm kommt, wenn wir diesen Punkt von unserem Ego trennen können, dann wird sich aus ihm, aus diesem Punkt, das spirituelle Kli zu entwickeln beginnen – und was das ist, wissen wir vorerst nicht. Und davor sind wir alle in der Materie und alle in der falschen Beschreibung. Seht, was die Menschheit in ihrer ganzen spirituellen Entwicklung – in Anführungszeichen, ja – gemacht hat, welche Verderbnisse aus der Weisheit der Kabbala entstanden sind. Darum müssen wir jetzt den umgekehrten Weg gehen und uns von all diesen Einbildungen reinigen, die sich der Wille zu empfangen zwangsläufig vorstellt, wenn er irgendwelche spirituellen Worte hört. Klar?

Ich spreche schon gar nicht von der einfachen Form: In der Tora steht „Geflügelte", und dann stellt man sich dort Geflügelte vor, Engel, oder noch alle möglichen Dinge, alle möglichen Formen. Davon spreche ich schon gar nicht, dass das … solche groben, einfachen Fehler, für unentwickelte Kinder. Sondern ich spreche von der Loslösung von den Definitionen der Wahrnehmung der Wirklichkeit, die wir in dieser Welt haben: Zeit, Bewegung, Platz.