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Morgenunterricht 01.05.2003
Buch „Schriften des Rabash", Band 1 Artikel „Frieden nach einem Streit ist wichtiger als gar kein Streit"
Rav: Wir haben einen Artikel aus „Schlavej haSulam", Band 5, gehört, zum Vers aus dem Babylonischen Talmud, Traktat Uktzin: „Frieden nach einem Streit ist wichtiger als gar kein Streit".
Was ist der Unterschied zwischen Frieden vor dem Streit, dem nach dem Streit, dem vor dem Streit? Es ist doch klar besser, dass es nie einen Streit gibt, nicht wahr? Wozu Feinde, Hassende sein, wozu wirklich streiten und danach Frieden machen? Und das soll besser sein, als die ganze Zeit in Liebe und Einheit in der Gemeinschaft zu sein, dass Frieden herrscht? Warum braucht man gerade schlechte Zeiten, was nützen sie für die guten Zeiten, wenn wir die danach erreichen – dass Frieden nach einem Krieg besser ist als Frieden ohne Krieg?
In dieser Welt ist das nicht klar, weil in dieser Welt alles in den Gefäßen des Empfangens geschieht. Die Gefäße ändern sich nicht. Wenn die Gefäße sich nicht ändern, bleiben sie egoistisch. Also wozu soll ich einfach den Krieg ertragen, wenn ich Frieden machen kann, bevor ich anfange zu streiten? Dann mache ich das und lebe gut, in Ruhe, ohne Leiden. Und nach dem Krieg, wenn ich zum Frieden komme, verstehe ich, dass der Krieg nicht gut ist – eigentlich gibt mir der Krieg nichts weiter, außer zu verstehen, dass es sich lohnt, Frieden zu machen.
Und weil ich dann nicht den Verstand hatte, vor dem Krieg Frieden zu machen, nicht zu verursachen, nicht in den Krieg abzugleiten – jetzt, nach dem Krieg, mache ich Frieden und bewahre ihn, soweit ich kann, bis sich wieder der Wille zu empfangen ansammelt und mich wieder in die Kriege wirft. Das heißt, seine Forderung ist größer geworden als das, womit ich mich davon abhalten kann, im Krieg zu sein.
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Und so geht das im Kreis herum und gibt mir keine Möglichkeit, Kriege zu vermeiden. Aber die Kriege selbst in dieser Welt – wir sehen es an der Geschichte – sie machen für den Menschen keinerlei Vorbereitung, sie hinterlassen kein Reshimo, durch das man wirklich, durch die Zusammenfassung der Ergebnisse aus Frieden und Krieg und Frieden und Krieg, eine so klare Schlussfolgerung ziehen könnte: dass es keine Kriege gibt.
Warum? Weil der Wille zu empfangen die ganze Zeit wächst. Wenn der Wille zu empfangen derselbe Wille zu empfangen wäre, dann würde das Reshimo bleiben, und ich würde mich irgendwie wirklich davor bewahren, in Schwierigkeiten, in Kriege zu geraten. Aber der Wille zu empfangen wächst die ganze Zeit, der neue Wille zu empfangen – das vorherige Reshimo herrscht schon nicht mehr, er will sich erfüllen, sogar auf Kosten des anderen, und man gerät wieder hinein. Also, im Rahmen dieser Welt: Die Ursache ist, dass die Reshimot aufsteigen, der Wille zu empfangen steigt auf und wirft uns wieder in den Krieg.
Wir sind sozusagen nicht schuldig, sondern geraten gegen unseren Willen so immer wieder in dieses Durcheinander. Und wenn wir könnten, dann könnten wir es verhindern. In der Spiritualität ist das ganz anders, die Kausalität ist eine andere. Auch wenn es möglich wäre, den Krieg zu verhindern – nein, niemals dürfen wir die Kriege in der Spiritualität aufhalten. Im Gegenteil: Frieden nach einem Krieg, das heißt, Frieden – das nennt man die Eigenschaft der Vollkommenheit, die sich offenbart. „Vollständig" ist der Heilige, gepriesen sei Er, das heißt eine Eigenschaft des Schöpfers, Dwekut mit dieser Eigenschaft. Sie offenbart sich nur durch den Krieg.
Weil der Krieg der Zusammenbruch ist. Der Krieg ist eine Handlung, in der im Verlauf des Krieges die Absicht „um zu empfangen" zusammenbricht und sich in die Absicht „um zu geben" verwandelt, und ein neues Gefäß kommt – das vor dem Krieg nicht da war und das nur im Prozess des Krieges hervortreten kann. Dieses Gefäß ist ein Gefäß, um den Frieden zu halten. Und deshalb können wir, ohne in die linke Linie zu kommen, in den Streit zwischen links und rechts, in die Korrekturen der linken Linie, das Gefäß für den wahren Frieden nicht erlangen, das heißt für die wahre Vollkommenheit.
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Und von hier kommt all die Sache mit den Aufstiegen und Abstiegen und diesem Strudel, in dem sich der Mensch im Prozess seiner inneren spirituellen Entwicklung befindet – dass diese Dinge es sind, die zur Entstehung der neuen Gefäße, zur Vollkommenheit, führen.
Gibt es Fragen? Ja.
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Schüler: Warum dann in den Krieg eintreten in der Vorbereitungszeit? Um es genau zu sagen, sozusagen – wozu?
Rav: Du sagst also so: Wenn wir über den Machsom hinausgehen, das heißt, wo mir rechts und links klar werden, Gut und Böse irgendwie, das offenbart sich – dann ist mir klar, dass ich in einem Streit bin, dass ich durch ihn klären muss, was geschieht und wie ich neue Gefäße baue. Das lohnt sich wirklich. Aber vor dem Machsom, wo ich jetzt bin – ich weiß überhaupt nicht, wo ich bin, ich weiß wirklich nicht einmal, welche Kräfte gut sind, welche böse, und was, und ob ich überhaupt während des Krieges anwesend bin. Ich bin in einer Zerstreuung des Geistes – was nützen mir diese Zustände?
Zunächst einmal: Was über dem Machsom geschieht, ist auch nicht so. Auch jenseits des Machsom – ein Mensch, der zu Zuständen kommt, der schon in der Spiritualität ist: Jedes Mal, wenn er eine höhere Stufe erlangen will, ist er in einem Streit, in einem Krieg zwischen rechts und links, er weiß nicht, was rechts und was links ist. Er erkennt nicht genau, dass das die Eigenschaften des Schöpfers sind und das die Eigenschaften des Geschöpfes. Die Sitra Achra kleidet sich in sehr schöne Bilder und verwirrt ihn, bis er die Einsicht entdeckt, sich Über den Verstand zu erheben und zu prüfen, ob die Kräfte, die jetzt in ihm wirken, zu rechts oder zu links gehören.
Die Klärung – der Schöpfer klärt. Es ist nicht so, dass wir nach dem Machsom schon in einem Zustand sind, dass, wenn alles klar ist, das Arbeit in den Gefäßen des Empfangens ist – das ist das, was du dir vorstellst. Jetzt werden wir ein bisschen leiden, wir werden Verwirrungen haben, nach dem Machsom, gepriesen sei der Schöpfer, sehe ich – das ist der gute Engel, das ist der böse Engel, das sind die Gerechten, das sind die Bösewichte, denen gehört das Paradies, denen die Hölle. Nun, dann ist klar, dass ich ins Paradies gehe und alles sich regelt.
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Diese Klärungen sind Klärungen innerhalb des Willens zu empfangen, das ist im Gefäß, das du jetzt hast, im tierischen Gefäß. So denkst du, dass man in der Spiritualität klärt? Das spirituelle Gefäß ist ein Gefäß des Gebens. Ein Gefäß des Gebens ist immer das Gegenteil von unseren natürlichen Gefäßen. Wenn du die Gefäße des Gebens erwirbst – du erwirbst sie, und danach kannst du klären, was wirklich… was wirklich in der Spiritualität als rechts und als links wirkt. Das heißt, du musst auf die Stufe Über dem Verstand aufsteigen, über deine Gefäße des Empfangens hinaus, über deinen natürlichen Verstand hinaus, und dann sind die Klärungen richtige, wahre Klärungen.
Deshalb nennt man das „oberhalb des Machsom, in dem du bist". Wenn du in deinen natürlichen Gefäßen klärst, das nennt man „unterhalb des Machsom". Was ist der Machsom? Der Machsom ist, dass du in den Gefäßen des Gebens bist. Du bist würdig geworden, einen Teil von ihnen zu beherrschen – sie werden durch die Angleichung der Form zu deinen –, und in diesem Teil klärst du und arbeitest und lebst, du entwickelst dich schon. Innerhalb dieser Gefäße des Gebens entwickelst du dich.
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Schüler: …das sind Gefäße des Gebens? Klar, er fängt an zu sprechen, dass er jetzt in Gefäßen des Gebens ist…
Rav: Zu erkennen, dass ich in den Gefäßen des Gebens bin, kann ich nur, wenn ich mich zu meinem Zustand im Über dem Verstand verhalte. Das heißt, mit der Absicht außerhalb meiner Grenze. Wie sonst? Das heißt, was ich sagen will: Letztlich, kommen wir zu unserer Sache zurück – diese Kriege und Verwirrungen und dieser Streit, in dem der Mensch sich nicht zurechtfindet, das gibt es immer und viel mehr.
Denn die Sitra Achra – das sind dieselben Kräfte, wie die, die uns jetzt verwirren, und gerade mit ihrer Hilfe klären wir die Einzigartigkeit und die Vollkommenheit des Schöpfers. Diese Kräfte werden viel größer. Sie werden nicht auf der Ebene dieser Welt, die uns den Schöpfer verbergen – wie mein Chef bei der Arbeit und meine Frau und Freunde und ich selbst mit all meinen inneren Verwirrungen. Diese Kräfte werden so, als ob der Schöpfer eine andere Form hätte als der Gebende, der Gute und Wohltätige, der Vollkommene, der Ewige und so weiter.
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Oder die Sitra Achra sagt mir, dass ich auf eine Weise, die nicht Über dem Verstand ist, die Vollkommenheit und Ewigkeit erreichen kann. Das heißt, die Verwirrung kommt auf alle möglichen Arten, damit ich kläre und damit ich Gefäße des Gebens erwerbe. Aber die Verhüllung, die wir jetzt haben, sie nimmt eine andere Form, einen anderen Charakter an, aber sie bleibt in der Form der Verwirrung. Wenn du den Schöpfer siehst und ihm gegenüber alle übrigen Eigenschaften, Klipot, das ist nicht – es kommt heraus, dass du an die Klärung mit deinem Verstand herangehst. Wie kannst du dann zur nächsten Stufe aufsteigen?
Du musst immer Gefäße oberhalb deiner Stufe erwerben, das nennt man Über dem Verstand, denn höhere Gefäße sind Gefäße, die mehr im Geben sind, in einem größeren Geben als dein aktueller Zustand, und nur durch sie kannst du dann richtig klären. Wenn du das, was vor dir ist, in den aktuellen Gefäßen klärst, wirst du immer falsch klären.
Was ist eigentlich der Zustand, der uns immer geschieht? Ich bin jetzt in einem bestimmten Maß der Korrektur. Ich habe einen Willen zu empfangen, den ich korrigiert habe, durch den ich geben will. Ich habe irgendeine Stufe erworben und stehe darauf. Egal, dass das von oben kommt, Kräfte kommen zu mir und ich habe mich korrigiert durch meine Bemühung und mit der Hilfe des Schöpfers – egal, ich bin auf irgendeiner bestimmten Ebene. Auch jetzt in der Vorbereitungszeit bin ich auf irgendeiner bestimmten Ebene. Nicht wahr?
Jetzt, was passiert: Mir wird die nächste Stufe gebracht. Ja? Nun, ich bin jetzt in einem bestimmten Zustand, jetzt landet auf mir eine höhere Stufe. Wie auch immer sie ist – der Höhere tut nichts mit sich selbst, er bringt mir einfach sein Bild. Ich muss sein Bild aufnehmen, ihm zustimmen, in die Angleichung der Form an ihn kommen. Er erscheint mir als das Gegenteil von mir. Mehr gebend, das heißt, mehr Dunkelheit. Größer im Geben – das stößt mich völlig ab. Um anzufangen, ihm zuzustimmen, brauche ich Gefäße, die nicht meine sind, ich brauche seine Gefäße. Also muss ich sozusagen seinen Verstand erwerben, ich muss sein Verhältnis zu seinen Gefäßen des Gebens erwerben, und dann stimme ich nur zu.
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Die Verwirrung kommt immer daher, dass zu der aktuellen Stufe, in der ich bin, eine höhere Stufe kommt, die mehr gebend, mehr spirituell ist – und deshalb bei mir überhaupt nicht akzeptiert wird.
Schüler: Wenn der Mensch das erlangt, wird es für ihn dann nicht klarer? …
Rav: Diese Stufe, die jetzt von oben auf mich landet, sich mir offenbart, sie… ich verstehe nicht, dass das der Höhere ist. Kann nicht sein, denn in all meiner Kraft, in meinen Gefühlen, in meinem ganzen Vermögen, sehe ich, fühle ich, dass das schlimmer ist. Das ist schlimmer – also kann es nicht der Höhere sein.
Schüler: Dann bin ich die ganze Zeit im selben Zustand, also was bin ich eigentlich?
Rav: Das heißt?
Schüler: …ich bin die ganze Zeit in diesem Zustand, also was…?
Rav: Also bin ich jetzt in einem solchen Zustand – was muss ich tun?
Schüler: Was ist der Unterschied zwischen Spiritualität und Materialität?
Rav: Ah, was ist der Unterschied zwischen Spiritualität und Materialität? Dass die Arbeit, die man in der Materialität macht, eine Arbeit in… sie ist keine wirkliche Arbeit ist. Was heißt das, keine wirkliche Arbeit? Du machst echte Dinge, aber du fühlst nicht, dass du mit echten, greifbaren Dingen arbeitest. Wir machen spirituelle Handlungen, aber wir fühlen sie nicht. Wie ein Säugling – er weiß nicht, dass er sich entwickelt durch all die… Ich habe jetzt einen Enkel zu Hause, ich schaue, was er macht – welchen Verstand hat er, welches Verständnis hat er? Nichts. Er steckt alles in den Mund, klopft irgendetwas so wie ein Affe, hat überhaupt kein… Was macht er? Aber eigentlich verursacht er Entwicklung.
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Jetzt: Worin unterscheiden wir uns von ihm? Wir unterscheiden uns von ihm dadurch, dass auch uns an irgendeinen Ort geworfen haben, dass man uns durch irgendwelche Gedanken zwingt, hier zu sitzen, ein Buch zu öffnen, und auch wie er klopft mit irgendetwas – er hat gestern irgendeinen Stock genommen und so auf den Tisch geklopft. In Ordnung, weiß nicht einmal, was er macht – so kommt es ihm einfach heraus.
Also, ich schaue jetzt in das Buch, sie haben mir einen Willen gegeben. Ich lese, sie zwingen mich durch Gedanken und durch alle möglichen Mittel, mich dafür zu interessieren. Ich hoffe, dass ich hier irgendein gutes Ergebnis bekomme für das, was mir schlecht ist. Jetzt kann ich zu meiner Arbeit vielleicht irgendeinen eigenständigen Punkt hinzufügen, dass ich will, dass ich mich auch in eigenständiger Weise – nicht von oben verpflichtet – zu dem verhalte, was ich jetzt mache.
Wenn ich diesen Punkt suche, der mein eigenständiger sein soll, werde ich – nach all meinen Umständen, die mich wie eine Marionette wirklich von oben verpflichten, mich mit dem Lernen zu beschäftigen, mit der Verbreitung, mit der Küche, mit allerlei Dingen, durch die Gemeinschaft oder direkt von oben oder durch meine natürlichen Eigenschaften – wenn ich will, dass auch ich daran irgendeine Art Teilnahme habe: Dieser Punkt ist schon nur die Neigung dazu, dass es geben soll, der Wille, dass es auch in dem einen freien Willen von mir geben soll, das wird schon der Anfang der Seele sein.
Noch Fragen? Ja.
Schüler: Müssen die Kriege sich nach den Bchinot des Gebens entwickeln, damit sich auch der Frieden mit der Zeit entwickelt?
Rav: Ich habe nicht verstanden – was fragt er?
Schüler: Ist es notwendig, dass es eine qualitative Entwicklung in den Kriegen im linken Flügel gibt, in den Klärungen, damit sich auch der Frieden in dieser qualitativen Entwicklung entwickelt?
Rav: Ich verstehe nicht.
Schüler: Er sagt, ob die Kriege sich auch nach den Bchinot Unbelebtes, Pflanzliches, Tierisches, Sprechendes entwickeln müssen, damit sich auch der Frieden in einer solchen Form entwickelt?
Rav: Kriege entsprechend immer größer werdender Stufen, bis man wirklich zum Krieg gegen Amalek kommt, ja, bis zum größten Krieg, in dem dann die ganze Sitra Achra zerstört wird – Lev haEwen im letzten Krieg, ja –, und in jeder einzelnen Stufe ist der Krieg entsprechend dem, wie sich der Wille zu empfangen gegenüber dem Willen zu geben offenbart, dass jedes Mal ihre Gegensätzlichkeit mehr und mehr in den Augen des Menschen klar wird.
Der Unterschied ist, wie geschrieben steht, dass der Heilige, gepriesen sei Er, es mit den Gerechten so genau nimmt wie mit einem Haar – dass du vorher nicht gefühlt hast, dass du in einem Streit, in einem Krieg bist wegen irgendwelcher Dinge, globaler Dinge, aber danach immer mehr und mehr solche Feinheiten, dass jemand, der von der Seite zuschaut: Was hast du? Spürt überhaupt nicht, dass das geschieht. Und du bist sensibel dafür, wie es ist – einfach, du kannst keinen Augenblick aushalten. Die Sensibilität wächst, das Maß der Klärung wächst, bis die ganze Verschiedenheit zwischen deiner Meinung und der Meinung des Schöpfers verschwindet.
In Ordnung? Ja.
23:27
Schüler: Von der Seite der Kriege her sind sie die hauptsächliche Arbeit. Die Frage ist, ob wir nach Kriegen streben sollen oder nach Frieden?
Rav: Streben müssen wir sicher nach Frieden und niemals den Krieg wollen. Das heißt, dass ich in einem Zustand bin, in dem ich in Freude bin daraus, dass ich in irgendeinem Empfinden des Schöpfers bin, seiner Anwesenheit, seiner Vorsehung in der Welt, dass das Empfinden des Guten und Wohltätigen auf mich wirkt, dass ich zu ihm gehöre, in seine Vorsehung eingeschlossen bin. Diese Dinge sind Dinge, vor denen wir nicht fliehen sollen, und an denen wir festhalten müssen, denn in ihnen, in diesen Zuständen sind wir dem Schöpfer näher.
Näher – wenn du diese Dinge mit der Absicht „um zu geben" empfängst, nicht „um zu empfangen", das ist es. Eine große Mizwa ist es, in Freude zu sein, dass du in der Freude bist… nicht der Freude der Trennung, sondern der Freude der Dwekut, ja. Wenn du als Ergebnis der Dwekut Freude hast, dann ist das wirklich Freude einer Mizwa, der Dwekut. Aber wenn es dir einfach nur gut geht – das ist das Gute der Bösewichte.
Jetzt, deshalb – wenn du also irgendeiner Stufe würdig geworden bist, irgendeinem Zustand, in dem du fühlst, dass du irgendeine Verbindung hast, und diese Verbindung in dir gegenseitig ist, ja, nach den Eigenschaften und nicht nach dem, was dir jetzt im Bauch gut tut, ja, und nur das. Allerdings, dass auch im Bauch es gut ist – das ist kein Verbot, das ist keine Sünde. Aber nach den Absichten hast du eine Gleichheit, und du hältst an den Absichten fest, und daraus, dass es eine Gleichheit in den Absichten gibt, fühlst du Freude. Du musst davor nicht fliehen und keine Kriege suchen, sondern in dem Moment, in dem du dazu gekommen bist, wird sicher ein Krieg über dich kommen, denn der Schöpfer wird die Verbindung zwischen euch vergrößern wollen, und das durch das Offenbaren weiterer Gefäße, die eine Korrektur durchlaufen müssen.
26:12
Das heißt, was will der Schöpfer? Die Reshimot offenbaren sich sofort, ja, neue, und dann gehst du in eine neue Stufe hinein, in den Erwerb der neuen Stufe.
Ja.
26:27
Schüler: Auf Seite 420 unten steht geschrieben, dass der Schöpfer das System ABYA der Heiligkeit erschuf, „und entfernte aus ihnen den Willen, für sich selbst zu empfangen. Und gab ihn in das System der Welten ABYA der Unreinheit." Können Sie das erklären?
Rav: Wir haben das Geschehen des Zerbrechens der Gefäße in der Welt von Nekudim gelernt, und danach die Klärung des Zerbrechens und die Korrektur des Zerbrechens. Daraus ist für uns die Welt Azilut hervorgegangen, die Welten BYA der Trennung und der Klipot. Das ist die endgültige Klärung und Korrektur, die nur aus dem Zerbrechen, aus dem Bruch der Gefäße, gemacht werden kann, ja.
Das heißt, wir haben Azilut, das ist Galgalta we Ejnaim, wir haben BYA, das sind Galgalta we Ejnaim, geklärt und korrigiert in ihrer Einbeziehung in die Gefäße von ACHaP, aber die Gefäße von ACHaP sind nicht korrigiert. Sondern BYA, Azilut sozusagen, Galgalta we Ejnaim existieren in der Awiut Bet, Gimel, Dalet, außer Galgalta Ejnaim – in den SaT von Bina, das ist Brija, in Seir Anpin, das ist Yezira, und in Malchut, das ist Assija.
Und deshalb nennt man das BYA der Trennung, denn eigentlich ist das die Struktur der Welt Azilut, das ist die Struktur von Galgalta we Ejnaim, aber sie befinden sich innerhalb der nicht geklärten Gefäße. Und diese nicht geklärten Gefäße, diese ACHaP, sie sind unter dem Zimzum, und in ihnen, das heißt, befinden sich die Gefäße des Gebens. Gefäße des Gebens innerhalb der Gefäße des Empfangens.
Und wir haben auch Gefäße des Empfangens, die zu den Gefäßen des Gebens gehören, ja, die in die Gefäße des Gebens einbezogen sind. Diese Gefäße sind auch geklärt, sie verursachen den Aufstieg von BYA zu Azilut. Und die übrigen Gefäße – das heißt, die Art Dalet der Gefäße, das Lev haEwen –, sie bleiben unten, im Bereich der Klipot.
29:30
Das heißt, auch das Lev haEwen hat viele Arten Lev haEwen, ja, das Lev haEwen, das gegenüber den Welten Brija, Yezira und Assija gehört. Deshalb befindet sich das Lev haEwen vom Chase de Yezira und abwärts, denn vom Chase de Yezira und abwärts nennt man das Tabur der Welten BYA – im Chase de Yezira. Also: Die untere Hälfte von Yezira und Malchut, das heißt zehn Sefirot von Assija – dort sind das die Gefäße des Empfangens, diejenigen, die man korrigieren kann, wirklich vom Tabur bis zum Sium von BYA.
Jetzt, diese Sache, sie ist die korrigierteste, dieser Zustand ist der korrigierteste, und das heißt, wir haben eine Vorbereitung von Seiten des äußeren Systems. Das heißt, der Schöpfer hat sein System des Gebens und seiner Führung und seiner Korrekturen erschaffen, alles ist für die Seele vorbereitet. Denn in diesem System gibt es alle möglichen Möglichkeiten, die auch in der Seele sein können, das heißt in der wahren Malchut des zentralen Punktes, von Zimzum Bet. Oh, Verzeihung – von Zimzum Alef.
Jetzt, was geschieht? Wie können wir mit diesem zentralen Punkt von Zimzum Alef, aus dem wir nie etwas gemacht haben und den wir korrigieren müssen, auf dem der Zimzum war und auf nichts anderem außer ihm – wie können wir ihn überhaupt klären, etwas aus ihm machen? Er ist das Geschöpf.
Und was wir jetzt in den Welten gemacht haben, in allen Welten, mit dem Zerbrechen der Welten, mit der Korrektur der Welten, mit der Einrichtung des ganzen AK und BYA – wir haben insgesamt nur die Verbindung jenes zentralen Punktes mit den neun Ersten gemacht, oder in den vier Bchinot des Or Yashar, mit den drei vorhergehenden Bchinot.
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Das heißt, wir haben die drei vorhergehenden Bchinot eingeschränkt, wir haben die drei vorhergehenden Bchinot so gemacht, dass sie jetzt bereit sind für die Korrektur der Bchina Dalet selbst. Die Bchina Dalet selbst befindet sich in Zimzum Alef. Wir nehmen jetzt die Bchina Dalet und stellen sie hinter das ganze heilige System, das nennt man Chase de Yezira. Dort enden alle Gefäße des Gebens.
AK, das wahre Galgalta we Ejnaim, das ist Azilut, die Einbeziehung von Galgalta we Ejnaim in die Gefäße des Empfangens – das sind die Welten BYA, die im Chase de Yezira enden. Vom Chase de Yezira und abwärts: Malchut, die man von ihnen nicht korrigieren kann – das sind die Klipot, ja, vierzehn Sefirot der Klipot. Und wir nehmen jetzt sozusagen die zentrale Malchut von Zimzum Alef aus Ejn Sof und wollen sie mit allen Gefäßen des Gebens verbinden, die sich von Ejn Sof bis Chase de Yezira befinden.
Was erreicht man dadurch? Wir wollen auf irgendeine Weise hier eine Verbindung herstellen zwischen den Eigenschaften des Schöpfers und jenem zentralen Punkt. Vorerst, im Zimzum, wirkt dieser zentrale Punkt nicht, er kann nichts machen, er kann an nichts teilnehmen. Er hat an den neun Ersten teilgenommen – daraus wurden die Welten gemacht. Aber wie macht man, dass die neun Ersten auf irgendeine Weise in ihn hineinkommen?
Also machen wir sozusagen einen solchen künstlichen Parzuf – und nicht künstlichen, denn dieses Beispiel hatten wir schon in den Welten, von der Verbindung von Malchut mit den neun Ersten. Und wir haben gesehen, dass die Verbindung von Malchut mit den neun Ersten möglich ist und dass durch das Zerbrechen ein Ergebnis daraus hervorkommen kann.
Wie auch immer, durch das Zerbrechen haben wir verursacht, dass Malchut sich mit Bina verbunden hat, und sie existiert auf irgendeine Weise innerhalb der Gefäße des Gebens. Innerhalb der Gefäße des Gebens schränkt sie sie zwar nur ein, aber es gibt schon eine Verbindung in Form der Einschränkungen. Das nennt man die „Olamot", die „Verhüllungen". Jetzt ist von vornherein klar, dass sie zerbrechen werden, sonst gibt es kein Eintreten des einen in das andere. Also, nachdem man die neun Ersten und Malchut verbindet, kommt man zum Zerbrechen. Das ist schon Adam haRishon. Das ist schon der Parzuf von Adam haRishon.
Das heißt, er hat – es gibt jenen zentralen Punkt, der sich mit Chase de Yezira verbindet, und vor ihm alle neun Ersten, sagen wir, in Form der Welten, und sie zerbricht zusammen mit ihnen und nimmt in sich die Eigenschaften des Schöpfers auf. Sie nimmt in sich die Eigenschaften des Schöpfers auf, sie empfängt sie mit der Absicht „um zu empfangen".
Wer zerbricht sie, die Malchut von Ejn Sof, dass sie anfängt, mit der Absicht „um zu empfangen" gegen den Zimzum zu empfangen, gegen den Zimzum, der vorher auf ihr reitet? Es zerbricht sie die Welt Azilut, eigentlich die Welten. Sie verursachen es, sie sind wie der Rosh in Bezug auf Adam haRishon. Er wird geboren aus Aba we Ima, aus SoN, das zu Aba we Ima aufgestiegen ist. Also sein Rosh, das ist der Rosh einer Welt – das sind die Welten.
Dadurch, dass dieser Rosh das Zerbrechen von Adam haRishon verursacht hat, gibt es jetzt in diesem Rosh einen Defekt. Dieser Defekt zeichnet sich Adam haRishon gegenüber ab, erscheint Adam haRishon gegenüber wie die Welten ABYA der Unreinheit. Das heißt, derselbe Defekt, den Aba we Ima zum Zerbrechen des Parzuf verursacht haben – diesen Defekt muss er jetzt an sich selbst klären.
Wenn er ihn klärt, kommt er zur Stufe seiner Wurzel, von Aba we Ima. Und weil er klärt, kommt er nicht nur zu Aba we Ima, er klärt – er kommt auch zu Arich Anpin, er kommt zu Ejn Sof. Deshalb sind diese Welten der Unreinheit dadurch verursacht worden, dass die Welten schon, ABYA, das Zerbrechen von Adam haRishon verursacht haben.
38:09
Und dass Adam haRishon sich selbst korrigiert – sozusagen korrigiert er die Welten BYA der Unreinheit und überführt sie zu BYA der Heiligkeit. Er nimmt sozusagen alle seine zerbrochenen Gefäße, und entsprechend zu ABYA der Unreinheit hilft ihm das, zu sehen, wo bei ihm in Ordnung ist und wo nicht in Ordnung, und damit heftet er sich an BYA der Heiligkeit. Und so steigt er langsam zu Azilut auf.
Es gibt noch nicht genug Worte, aber auch das ist etwas. Ja.
38:57
Schüler: Wenn ich richtig verstanden habe, sind das dieselben Gefäße der Welten der Unreinheit, die in der Korrektur von Adam haRishon… überführt werden oder übergehen vom System der Unreinheit langsam zur Heiligkeit?
Rav: Noch einmal. Wegen dieses Lärms kann ich nicht hören. Ich weiß nicht, das stört mich sehr. Nun… nun…
Schüler: Ob…
Rav: Nein. Sie sind nicht schuldig. Das sind die Ventilatoren.
Ja.
Schüler: Das System BYA der Unreinheit – sind das eigentlich dieselben Gefäße, die Adam haRishon in sich selbst korrigiert und die er vom System der Unreinheit zum System der Heiligkeit überführt? Sind das eigentlich dieselben Gefäße, die in korrigierter Form innerhalb des Menschen zu BYA der Heiligkeit werden?
Rav: Du fragst so: Wie helfen mir die Welten, die der äußere Teil von mir sind, meine inneren Gefäße zu korrigieren? Ja? Ist das die Frage? Die Gefäße der Welten, Unreinheit und Heiligkeit, sie bilden für mich die Vorsehung des Schöpfers mir gegenüber – gut und wohltätig oder das Gegenteil –, entsprechend meiner Sicht durch den Willen zu empfangen oder durch den Willen zu geben.
Und dann, durch diese Klärung, kläre ich mein Gefäß. Das ist, wie wenn ich mich, sagen wir, zu meinem Freund verhalte. Verhält er sich gut zu mir oder schlecht? Und hier, im Über dem Verstand, kann ich ihn rechtfertigen, und dann korrigiere ich meine Gefäße, und dann scheinen mir seine Handlungen, die schlecht sind, in einer guten Absicht zu sein, oder umgekehrt.
Insgesamt: Die Welten sind das Verhalten des Schöpfers mir gegenüber. Weil er sich durch zwei entgegengesetzte Dinge zeigt, ist die Verwirrung, dass man ihn nie sofort verstehen kann. Es kommt heraus, dass mir das hilft, meine Gefäße zu klären. Mein Verhältnis zum „Einen, Einzigen, Besonderen", „Guten und Wohltätigen" und…
Das ist es? In Ordnung? Ja.
41:52
Schüler: Können Sie es noch einmal sagen, den Punkt – wie haben die Welten das Zerbrechen verursacht, das die Welten der Unreinheit verursacht hat?
Rav: Die Welten verursachen das Zerbrechen dadurch, dass sie das… nehmen, das gemacht wird… Diese Handlung der Erschaffung von Adam haRishon – das ist nicht durch die Welten. Es gibt in den Welten keine Reshimot, dass jetzt Adam haRishon geboren werden muss. Sondern dieses Reshimo kommt aus Ejn Sof, aus jener Malchut von Ejn Sof, die nach dem Zimzum ist.
Wie sie in den neun Ersten einbezogen wurde und daraus die Welten herausgekommen sind – dasselbe Reshimo, zur Angleichung der Form auf die maximal mögliche Weise zu kommen, wirkt. Und danach, jetzt, wo sie die Handlung ihrer Einbeziehung in die neun Ersten beendet, das innerere Reshimo, die Einbeziehung der neun Ersten in ihr – jetzt fängt dieses Reshimo an, herauszukommen.
Und das verursacht die Erschaffung dieses Parzuf von Adam haRishon, die Einbeziehung von Malchut im Chase de Yezira. Malchut von Ejn Sof im Chase de Yezira. Jetzt das… wir sagen: „der Schöpfer Elohim hat ihn gemacht". Das heißt, das… trotzdem, die Gefäße des Gebens, die Bina hat das gemacht.
Denn es gibt schon ein Beispiel der Einbeziehung von Bina mit Malchut in den Welten. Also, nach demselben Beispiel haben wir jetzt die Möglichkeit – gerade im Zimzum, im Zimzum Bet, und dass Zimzum Bet korrigiert ist und jetzt in einer Form wirkt, die sich nicht aufhebt –, also gibt es jetzt die Möglichkeit, Malchut in Bina einzubinden. Und das ist, was geschieht: Malchut, die hinter den Gefäßen des Gebens steht, im Chase de Yezira.
Also, was ist die Frage?
43:43
Schüler: Wie verursacht das das Zerbrechen, woraus die Welten BYA der Unreinheit entstehen?
Rav: Das Zerbrechen vollzieht sich dadurch, dass es genau nach demselben Schema läuft wie in der Welt von Nekudim. Weil dasselbe Reshimo Dalet-Gimel, das in Malchut von Ejn Sof ist und das ohne Verwirklichung in NeHJ von Galgalta blieb – dasselbe Reshimo wirkt auch in Adam haRishon. Das ist doch dieselbe Malchut, die sich nicht verwirklicht hat. Also verursacht dasselbe Reshimo das Gadlut. Du hast einen Parzuf des Katnut – dasselbe Reshimo verursacht auch das Gadlut. Und nach denselben Umständen gibt es auch jetzt kein… wie soll ich sagen? Es gibt im Voraus kein Verständnis, dass er „um zu empfangen" empfangen wird, sonst hätte diese Handlung nicht stattgefunden. Sondern das Zerbrechen geschieht auch in zwei Stufen. „Ich habe gegessen und ich werde noch essen." Dass die erste Handlung ein Gefäß erschafft, mit dem er schon nicht mehr umgehen kann, und danach geht er ins Zerbrechen.
Nun…?
45:08
Schüler: Also was verursacht es, dass sie einander gegenüberstehen, BYA der Unreinheit gegen BYA der Heiligkeit? Das hätte noch einmal der Bereich der Klipot sein sollen und…
Rav: Nein, nachdem die Welten – wir gehen vorerst nicht weiter hinein. Nachdem die Welten, das heißt Aba we Ima, Adam haRishon das Zerbrechen verursachen, dann drückt sich ihr Defekt jetzt in BYA der Unreinheit aus. Wodurch sollst du jetzt nach dem Zerbrechen von Adam haRishon den Defekt des Höheren klären, der dir das Zerbrechen verursacht hat – wodurch, durch welche Handlung, wo ist der Defekt des Höheren, worin zeigt er sich vor dir, wo fühlst du ihn, wo kannst du ihn sehen, ihn messen und jedes Mal ihn korrigieren – wo?
Aus der Welt von Nekudim haben wir den wahren ACHaP von Ima, das ist Lea, ja, die Frau des Gadlut von Adam haRishon, dort gibt es Lea – wir werden noch über sie sprechen –, das heißt der wahre ACHaP von Bina. Und wie wirst du jetzt die jetzigen Aba we Ima Adam haRishon gegenüber klären, wie sie ihm das Zerbrechen verursacht haben?
Er muss doch das Zerbrechen nicht in seiner Handlung in irgendeiner korrigieren, er muss es auch in der höheren Wurzel korrigieren. Das heißt, dass das, dass Aba we Ima ihm das Zerbrechen mit Absicht verursacht haben – er muss zur Handlung kommen, er muss zu ihrer Absicht kommen, von Ima, warum sie ihn zerbrochen hat, und zur Absicht von Aba, der das in Ima gemacht hat, was Ima nicht verstanden hätte.
Das verstehst du – das ist doch innerhalb von Arich Anpin verursacht worden, die verwurzelte Sache. Und der Mensch, der – wir sagen, in Zukunft wird MaH zu AB und BaN zu SaG, dass Seir Anpin zur Höhe von Arich Anpin kommt –, dann erlangt er diesen verborgenen Gedanken, der dort ist, dass er, um dazu zu kommen, wirklich alle Absichten von Aba we Ima ihm gegenüber offenbaren muss, die ihn zerbrechen wollten. Das nennt man, zum wahren ersten Guten und Wohltätigen zu kommen. Du musst über das Zerbrechen hinaus aufsteigen, zur ersten Absicht, die dir das Zerbrechen verursacht hat, und dann wirst du verstehen, was „gut und wohltätig" ist. Wenn du nicht zu dieser Stufe kommst, wirst du das Zerbrechen niemals rechtfertigen.
Ja?
48:32
Schüler: Sie verstehen nicht – nach dem Zerbrechen der Gefäße haben sie ein so ausgeklügeltes System gebaut, dass es darin keinen Defekt gibt, in allen Formen und auf allen Wegen, und jetzt sagen Sie, dass sich darin immer noch ein Defekt befindet, der ihm das Zerbrechen ermöglicht. Das verursacht ein Zerbrechen bei Nekudim.
Rav: Nach dem Zerbrechen der Gefäße wurde aus der Korrektur ein System gebaut, das nicht mehr Böses in den Welten verursachen kann, aber – und es ist bereit, jede einzelne Sache zu korrigieren –, aber es gibt niemanden, den man korrigieren kann. Du beziehst dich auf die Welten BYA – das ist ein System, das das Zerbrechen durchlaufen hat und die Korrektur durchlaufen hat und nichts Böses mehr verursachen kann. Sehr richtig, dieses System kann wirklich von sich aus niemandem etwas Böses verursachen. Es sei denn, es wirkt aus dem heraus, was in ihm verwurzelt ist.
Es kommt jetzt eine innerlichere Unterscheidung hinzu, die in den Welten nicht vorhanden ist, denn die Welten sind auf der Einbeziehung von Malchut in den neun Ersten gebaut. Jetzt, wo wir über die Einbeziehung der neun Ersten in Malchut sprechen, über die wahre Malchut – das ist eine tiefere Stufe des Willens zu empfangen –, fühlen die Welten das sozusagen nicht. Ich sage es mit meinen Worten. Nur damit du verstehst: Jetzt kommt irgendein Geschöpf zu den Welten, das tiefer ist, das innerlicher ist. Und die Welten geben nach dem Maß, das sie ihm geben können – sie haben recht, sie geben völlig in Ordnung, aber dieses Maß, was sie diesem Geschöpf gegenüber geben, ist diesem gegenüber ein Zerbrechen. Ihm gegenüber ist das ein Zerbrechen. Das können sie nicht messen.
Sagen wir so: Die Welten messen, dass es kein Zerbrechen gibt und dass es ein Empfangen mit der Absicht „um zu geben" in ihrem Maß gibt, in der Einbeziehung von Malchut in den neun Ersten. Und sie sind nicht in der Lage zu messen, ob es ein Empfangen mit der Absicht „um zu geben" in der Einbeziehung der neun Ersten in Malchut sein wird. Und der Untere empfängt in dieser Form aus der Einbeziehung der neun Ersten in Malchut, und nicht aus der Einbeziehung von Malchut in den neun Ersten – wie es uns in der Welt von Nekudim passiert ist.
Das heißt, die Korrektur der Welten ist sozusagen geringer als die Korrektur dieser Seele von Adam haRishon. Adam haRishon ist viel ausgeklügelter, er ist sozusagen, ich weiß nicht, Arich Anpin, der „Reisha de lo Etjada" ist – durch die Welten verwirrt er den ganzen Zustand und verursacht das Zerbrechen.
51:49
Schüler: Kann man nicht sagen: Die Welten sind eine Schicht, wir sind dort eine tiefere Schicht, und dann tritt ein eigenständiges Geschöpf ein, das von unten nach oben aufsteigt, das noch tiefer ist, und auch mit ihm könnte es Probleme geben?
Rav: Ich weiß nicht, das…
Schüler: Nein, ich frage. Sozusagen, kann es nicht sein…
Rav: Ich verstehe dein Bild nicht.
Schüler: Sie sagen sozusagen: Die Welten sind, sagen wir, eine Schicht, ja, der Einbeziehung von unten…
Rav: Ja, die Welten – sagen wir, das ganze System ist auf Stufe Gimel, und Adam haRishon ist auf Stufe Dalet, tiefer. Und die Welten sind sozusagen nicht in der Lage, ihn zu verstehen, nicht in der Lage zu fühlen, dass er zerbrechen wird. Nach ihrer Funktion sollte es kein Zerbrechen geben.
Schüler: Daraus frage ich: Könnte es nicht einen Zustand geben, in dem jetzt sagen wir…
Rav: Noch einmal sage ich, das sind meine Worte, ich gebe dir einfach nur eine kleine Erklärung in einer sehr leichten Form, das nicht als Prinzip nehmen.
Schüler: Jetzt frage ich darüber: Könnte es nicht einen Zustand geben, in dem eine Seele, die danach von unten nach oben klettert, im Verlauf ihres Wachstums – sie ist jetzt eine ausgeklügeltere Ebene, Dalet von Dalet?
Rav: Jetzt eine Seele, die zerbrochen ist – Adam haRishon, der zerbrochen ist und Korrekturen durchläuft –, und während er Korrekturen durchläuft, vervollkommnet er sozusagen auch die Welten, er bringt seine Awiut auch in die Welten ein. Was bedeutet das? Durch ihn werden die Welten tiefer, saftiger, sozusagen – sie passen zu ihm. Er bringt sie in sich hinein. Er bringt in sie Fülle, fügt ihnen aus seinem Parzuf Awiut hinzu.
Wenn früher die Welten nur ein unbelebtes System gegenüber Adam haRishon waren – er, der die Seele in sie hineinbringt, gebraucht sie als Teil, der sich auf seine Seele kleidet. So wie meine Ohren sich auf meinen Willen kleiden und mir Gefühl bringen. Das Gefühl ist nicht in den Ohren, das Gefühl ist im Herzen, aber die Ohren sind mit dem Herzen verbunden, das Auge ist mit dem Herzen verbunden, und dann verwandle ich sie in meine Gefäße. Genauso Adam haRishon, der die Welten an sich anschließt – die Welten fangen an, ein Teil eines Lebewesens zu sein, und vorher war es unbelebt. Sozusagen tritt die Awiut auch in die Welten ein. Oder umgekehrt zu sagen: Adam schließt die Welten in sich ein.
55:06
Schüler: Also jetzt, wo dieses System auf einer ausgeklügelteren Ebene zum Leben erwacht – könnte es nicht sein, dass darin Defekte erwachen, die für das System keine Defekte sind, aber dieses neue Geschöpf wird sie noch einmal als Zerbrechen empfinden? Was verhindert das? Das durchläuft doch jetzt eine höhere Ebene der Ausgeklügeltheit, genau das, was bisher passiert ist. Warum sollte es nicht noch ein Zerbrechen geben?
Rav: Es kann kein drittes Zerbrechen geben außer dem Zerbrechen in den Welten und dem Zerbrechen in den Seelen, weil es kein weiteres Thema gibt, das eine Klärung und Korrektur durchlaufen muss. Es gibt die Einbeziehung der Malchut von Ejn Sof in den neun Ersten, um das Verhältnis des Schöpfers zu ihr zu stabilisieren, und danach gibt es die Einrichtung der Vorsehung des Schöpfers in sich selbst – die neun Ersten in Malchut, um den Handlungen des Schöpfers ähnlich zu werden. Und sowohl in der Einbeziehung von Malchut in den neun Ersten als auch in der Einbeziehung der neun Ersten – das heißt der Eigenschaften des Schöpfers, der Handlungen des Schöpfers Malchut gegenüber – muss es ein Zerbrechen geben, weil sich Malchut in Bina und Bina in Malchut verbunden haben. Mehr als das gibt es nicht.
Es gibt Schöpfer und Geschöpf, deshalb ist beim ersten Mal sozusagen der Schöpfer zerbrochen und der Schöpfer wurde mit den schlechten Eigenschaften des Geschöpfes korrigiert. Der Schöpfer hat sich sozusagen eingeschränkt, hat über sich solche Vorhänge, Welten, gemacht, seine Vorsehung, die ganz und gar gut und wohltätig ist – er hat sie beschädigt, hat sie der Anpassung an das künftige Geschöpf entsprechend gemacht, das von Null an zu ihm wachsen muss. Der Schöpfer hat sich selbst beschädigt und sich verkleinert, ja, kann man sagen?
Schüler: Verkleinert.
Rav: Hat sich verkleinert, sein Licht – das nennt man das Eintreten der Malchut in die neun Ersten und Zerbrechen und diese Korrekturen, und danach ist das nur Vorbereitung. Und jetzt Adam haRishon und sein Zerbrechen und sein Abstieg, ja? Und es fangen jetzt die Klärungen und Korrekturen an, das ist schon von uns aus, von unten nach oben. Mehr gibt es nicht. Welche weiteren Unterscheidungen brauchen hier Zerbrechen und Korrekturen, erkläre mir, wenn es nur zwei Themen gibt: Schöpfer und Geschöpf?
57:52
Schüler: Wenn es nur zwei Themen gibt – warum kann der Prozess der Klärung und der Offenbarung nicht parallel zum Prozess des Erbauens von Adam haRishon, zum Prozess des Erbauens der Einbeziehung verlaufen…
Rav: Nein, nein, mein Lieber, das ist genau richtig, was du sagst, scheint mir. Adam haRishon, der korrigiert wird – dadurch baut er, baut er auch ihm gegenüber die richtige Führung auf.
Schüler: Warum kann er dann nicht unterwegs klären? Warum müssen wir kommen und das klären, was existiert?
Rav: Wer ist er?
Schüler: Adam haRishon, der…
Rav: Warum kann Adam haRishon nicht klären?
Schüler: Ich frage.
Rav: Wir klären – das ist Adam haRishon. Aber wer bist du, wer bin ich?
Schüler: Nein, also ich frage: Warum kann der Prozess nicht parallel zum Erbauen des Systems verlaufen – Aufbau einer Stufe, deren Klärung, Aufbau einer Stufe…
Rav: Warum kann der Prozess unserer Korrektur nicht zugleich auch das System aufbauen, das Verhältnis des Schöpfers zu mir? Er baut das, aber vorher muss eine Vorbereitung von Seiten des Schöpfers her sein, dass der Gedanke… Sieh, wie verhält sich der Schöpfer zu uns? Gut und wohltätig zu den Bösen und zu den Guten. Das Höhere Licht erfüllt uns ganz und gar, ist in vollkommener Ruhe – das ist, wie geschrieben steht. Können wir mit dieser Form in Verbindung sein? Wir haben dazu keinerlei Verbindung. Um in Verbindung mit dem Schöpfer zu sein, musst du die maximale Verhüllung machen.
Wenn du schon verstehst, dass der Mensch zerbrechen muss, Adam haRishon, und zur Trennung vom Schöpfer kommen muss, und von hier aus die Klärung und Korrektur anzufangen – wodurch wird er dazu kommen, und wodurch wird er in Verbindung mit dem Schöpfer sein, um sich selbst zu korrigieren? Das ist das Verhältnis des Schöpfers zu ihm, das nennt man Welten. Der Schöpfer selbst, er braucht eine Art Vermittler zwischen ihm und dem Menschen, sonst gibt es keine Vorsehung, keine Führung. Es muss sein wie in einem Staat. Du brauchst – wie heißt das? – ein System, ja, das nennt man das politische System, das Justizsystem, die ausführende Gewalt, das System des… Wie kann er von oben irgendeine Aufgabe haben ohne das?
In Ordnung, nun, fangen wir an. Ja, nun.
60:46
Schüler: Die Klärung die ganze Zeit – wer uns die ganze Zeit lenkt, ohne dass wir anfangen, die Form anzugleichen: Ist das der Höhere Schöpfer oder das Höhere Geschöpf?
Rav: Ich verstehe nicht, was du fragst. Wer uns lenkt – ist das ein Höherer Schöpfer oder ein Höheres Geschöpf? Gibt es auch einen niederen Schöpfer und ein niederes Geschöpf? Ich weiß nicht, erkläre dich, was sind das für Definitionen? So etwas habe ich nicht gehört.
Schüler: Die Form anzugleichen, das ist Malchut von Ejn Sof, richtig? Das ist das Geschöpf, das heißt die Angleichung der Form…
Rav: Malchut von Ejn Sof – ich meine, dass sie dieselbe Malchut von Ejn Sof ist, in der das Ziel der Schöpfung ist, seinen Geschöpfen Gutes zu tun, und das sich in ihr in seiner Fülle im 3. Zustand offenbart. Und aus diesem Verstehen vom 1. Zustand und vom 3. Zustand, die dort zusammen existieren, daraus ist klar, was vom Anfang bis zum Ende sein muss. Und dieselbe Malchut von Ejn Sof, sie überwacht jetzt und macht den ganzen Prozess zusammen mit dem Höheren Licht, das vor ihr ist; sie macht den ganzen Prozess, um in der Tat zum 3. Zustand zu kommen – der 3. Zustand ist dort in Potenz und nicht in der Tat.
Also: Aus dem 3. Zustand, der in Malchut von Ejn Sof, überhaupt in der Welt Ejn Sof existiert, daraus ist auch verständlich, dass es ein Zerbrechen und irgendwelche Korrekturen geben muss, und alles ist klar und alles existiert auch zusammen damit schon im 3. Zustand, sondern dieser ganze Prozess muss in der Tat durch uns vollzogen werden.
(Ende des Unterrichts)